Sie sind technikbegeistert, interessieren sich für aktuelle Produkte und sagen gerne Ihre Meinung?

Dann bewerben Sie sich ab sofort bis zum 18.06.2017 für die Bewertung eines von zehn MSI X370 GAMING PRO CARBON Mainboards über das Anmeldeformular. Erzählen Sie kurz, warum Sie sich als Produkttester eignen und das Produkt testen möchten. Zeitnah werden wir aus allen Bewerbern zehn Teilnehmer aussuchen und die Tester kontaktieren. Sollten Sie unter den Auserwählten sein, wird Ihnen das Produkt zugesendet und sollte von Ihnen auf Herz und Nieren getestet werden.

In dieser Testers Keepers Spezial-Edition haben die zehn ausgewählten Tester anschließend die Chance eine MSI Radeon RX 580 GAMING X 8G zu gewinnen. Hierzu müssen die Tester neben dem 500 Wörter umfassenden Testbericht auch ein Unboxing-Video drehen. In dem mind. 3 Minuten langem Video sollen die Tester das Mainboard, die Verpackung sowie das beiliegende Zubehör vorstellen und bewerten. Dabei sollen z.B. Mainboardeigenschaften, Layout, Kühlung und Praxiserfahrungen dokumentiert werden.

Zum Verfassen Ihrer Artikelbewertung haben Sie nach Erhalt des Produktes 14 Tage Zeit.

Bei der Produktbewertung sollte auf einige Kriterien geachtet werden. Ihre Review sollte mindestens 500 von Ihnen selbst geschriebene Worte umfassen und auch auf gewisse Faktoren wie z.B. Design und Leistung eingehen. Der Testbericht ist anschließend im Shop beim Produkt sowie mit Produktbildern im Forum abzugeben. Nach dem Produkttest und dem Abgeben Ihrer erfolgten Bewertung können Sie das getestete Produkt als Dank für Ihre Bemühungen behalten.


Dieses Mal können Sie folgenden Artikel testen:

10x MSI X370 GAMING PRO CARBON

Art.Nr.: 69483

    MSI X370 GAMING PRO CARBON, ein Premium-Leistungswunder und innovative Feature-Zusammenstellung für die brandneuen AMD Ryzen und die siebte Generation der A-Serie/Athlon Prozessoren. Eine stylische RGB-Beleuchtung setzt die hochwertigen Military Class-Komponenten und Kühlkörper gekonnt in Szene. RGB-Header erweitern die Beleuchtung und mit der individuellen Steuerung wird das gesamte System zum Blickfang.

    Die hohe Qualität der Bauteile und verstärkte Steel-Armor-PCIe- und Arbeitsspeicher-Slots sorgen für eine lange Haltbarkeit und zuverlässige Stabilität im Betrieb. Ein einzigartiger M.2 Shield schützt die empfindlichen SSD-Bauteile vor Beschädigungen und fungiert gleichzeitig als Kühlkörper.

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AKTION BEENDET!

Der Gewinner der Grafikkarte wurde ermittelt:

Thomas Bra.

Gewinner der MSI Radeon RX 580 GAMING X

Hier können Sie die Testberichte lesen:

  • Testbericht von Paul

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 31.07.2017



    "1. Einleitung:
    Das Mindfactory Team war gnädig genug mich als Produkttester unter ihren Kunden auszusuchen. DAS X370 Gaming Pro Carbon bietet ein Mainboard, welches sich in der Ausstattung am oberen Ende des Mid to High End Spektrums einordnet und bietet entsprechend spannende (Nein nicht nur RGB!!) Features, welche wir uns in der Folge anschauen wollen. Meinen Ersteindruck finden ihr in dem Unboxing Video.
    In meinem Testbericht möchte ich ungern auf alle Specs einzeln auflisten, da sich diese mit wenig Aufwand übersichtlich im Internet nachlesen lassen. Lieber möchte ich auf einzeln ausgesuchte Aspekte eingehen und diese kombiniert mit meiner persönlichen Meinung präsentieren.

    2. Verpackung und Zubehör:
    Die Verpackung ist im stylischen „Gamer“ Look gehalten. Zur Verdeutlichung von Performance dient ein McClaren, natürlich mit RGB Akzenten, und das Ryzen Logo links unten in der Ecke.
    Auf der Rückseite sind die wichtigsten Features übersichtlich aufgelistet. Alleinstellungsmerkmale sind hierbei natürlich das M.2 Shield, DDR4 Boost und die Steel Armor.
    In der obligatorischen Anti-Static Bag befindet sich das eigentliche Mainboard sauber verpackt in einem entsprechenden Kartonbett gelegen. Im Lieferumfang befinden sich weiterhin:
    - Quick Installation Guide
    - Karte zum Registrieren
    -SATA Label
    - Treiber CD
    - Anleitung zu Befestigung des Kühlers und wie die Speicherbänke zu belegen sind
    - Zwei SATA Kabel
    - Y-Adapter mit Verlängerung für RGB LED (4-Pin) -> eigentlich das wichtigste Zubehör oder?
    - SLI Brücke

    3. Details:

    Spannungsversorgung
    Schaut man etwas genauer unter die beiden Heatsinks links und oberhalb des CPU Sockels erkennt man die MOSFETS respektive Wandler. MSI verbaut hierbei 8 Phasen für die eigentlichen CPU Kerne und 2 für den SOC. Für Overclocking selbst unter Wasser sollte dies locker reichen. Falls man Rekorde brechen will sollte man dennoch zu dem nächsthöheren Modell von MSI, dem X370 XPower Gaming Titanium greifen, um hier voll 10 Phasen zu bekommen.

    Audio
    Auch das integrierte Audio ist mit dem verbauten Chip von Nahimic 2 überzeugend und sorgt für angenehmen Sound. Die audiophilen unter uns kann man eh nie befriedigen Egal was MSI verbaut. Solche Menschen werden eh immer auf externe Audiolösungen setzen.

    Lan Anschluss
    Obwohl ich nicht auf alle spezifischen Anschlüsse und Details eingehen wollte, so ist der verbaute Anschluss dennoch ein Lob meinerseits wert. MSI setzt bei dem Gigabit Anschluss auf den Chip von Intel, während andere Hersteller und bei billigeren Board nur Realtek Chips verbaut werden. Der Intel Chip verspricht latenzfreieres Gaming im Gegensatz zu den Realtek und hat auch eine geringe CPU Auslastung. Ein großes Pro meiner Meinung nach!

    PCI Steckplätze
    Ein weiteres sehr positives Detail ist die Steel Armor die MSI wie auch andere Hauptplatinenhersteller verbaut. Diese schützt und unterstützt die PCIE x16 und DDR4 Steckplätze. Grade bei schwereren und großen High-End Grafikkarten ist dieses Detail nicht zu unterschätzen.

    BIOS/Command Center
    MSI typisch ist die gute Lüftersteuerung im BIOS selber. Sie bietet umfangreiche Möglichkeiten des Zugriffes auf einzelne Lüfter bis zu der Konfiguration einer eigenen Lüfterkurve. Well done! Wichtig ist hierbei, dass ihr das BIOS auf eine aktuelle Version aktualisiert. Der Launch von Ryzen war etwas hastig und viele Mainboardhersteller hatten wenig Zeit ihr Bios vollends zu optimieren. So kam es bspw. zu vielen Kompatibilitätsproblemem mit verschiedenen RAM Modulen. Auch hinsichtlich Stabilität und Overclocking waren viele CPU/Mainboards Combos nicht ausgereift. Ich denke es kann mit der Zeit nur besser werden. Achtet also auf Updates!
    Praktisch ist auch das eigens entwickelte Command Center. Hier habt ihr wichtige Informationen wie Temperatur und Spannung auf einem Blick präsentiert. Eifrige Overclocker werden es MSI danken! Da CPUZ in der aktuellen Version immer noch falsche Werte ausließt ist dies sehr praktisch. Viel wichtiger ist natürlich die Option die RGB LEDs zu steuern. Auch dies lässt sich innerhalb der Software tadellos vornehmen (Achtung Ironie!).

    Ästhetik
    Die Ästhetik ist meiner Meinung nach ein großer Pluspunkt der Platine. Leider ist dieses Detail sehr subjektiv. Dennoch lässt sich das elegante Matte schwarz mit fast jeder Farbe gut in seinem Build integrieren. Diese Farbwahl macht vor der Hintergrund der RGB-Tauglichkeit des Boards auch Sinn. Würde man sich auf ein bestimmtes Farbschemata von Vornerein beschränken würde dies den vielfältigen Möglichkeiten durch RGB LEDs den Riegel vorschieben.

    4. Fazit:
    Das Mainboard ist preislich bei ca. 160 Euro angesiedelt und befindet sich damit in der höheren Mittelklasse. Käufer in dieser Klasse wollen höchstwahrscheinlich übertakten und verlangen etwas mehr Features (z.B.: mehr USB Ports, M.2 Ports, SLI usw.) als vllt bei etwas billigeren Boards zu finden sind. Auch die Übertaktbarkeit spielt in dieser Preiskategorie bereits eine bedeutende Rolle. Nutzer die dies nicht vorhaben können getrost zu den preiswerteren B350 Boards greifen. Das Mainboard kann in allen Kategorien konsequent abliefern und bietet zudem viele Möglichkeiten im und außerhalb des Bios.
    Das Board kann definitiv in seiner Preisriege mithalten und überzeugt mit seiner Ausstattung und Ästhetik eindeutig. Gamer haben hier die Möglichkeit ihren Build Charakter und/oder Eleganz zu verleihen…oder halt in ein Weihnachtsbaum zu verwandeln. Jeder wie er will und so muss es sein."

  • Testbericht von Pascal

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 11.07.2017



    "Einleitung
    Anfang März diesen Jahres erblickten AMDs neue Ryzen-CPUs das Licht der Welt. Nach jahrelanger Dominanz Intels im Consumerbereich ist AMD wieder voll zurück. Doch zur schönen neuen CPU-Welt gehören auch neue Mainboards, die den Sockel AM4 unterstützen. Daher widme ich mich im Rahmen der MSI Testers Keepers dem MSI X370 Gaming Pro Carbon. Mein Dank gilt an dieser Stelle MSI und Mindfactory für die Bereitstellung des Mainboards und den freundlichen Kontakt.

    Lieferumfang
    Passend zur Namensgebung ziert die Vorderseite der Verpackung ein Sportwagen in Carbon-Optik. Auf gleicher Höhe ist der Namenschriftzug angebracht, während in den Ecken unter anderem das MSI- und das Ryzen-Logo zu finden sind. Auf der Rückseite ist ein Bild des Mainboards selber zu sehen inklusive Auflistung der Features. Abgerundet wird die Rückseite von einer Spezifikations-Tabelle und einer Skizze des I/O-Panels.

    Die Verpackung an sich gefällt mir gut, da inhaltlich alles abgebildet ist und die Oberfläche ein wenig rau ist, sodass sie sich hochwertig anfühlt.
    Nach dem Öffnen des Kartons fällt der Blick direkt auf das Mainboard selber, eingepackt in Antistatik-Folie. Auf der zweiten Ebene findet sich dann das Zubehör:
    - I/O-Blende
    - 2x 50 cm SATA-Kabel (ein Stecker an einem Kabel gewinkelt)
    - SLI-Brücke
    - Y-Kabel zum Anschluss von 5050 RGB-LEDs
    - Treiber CD
    - Kurzanleitung
    - Handbuch
    - Kabellabel
    - Installationshinweise für RAM-Module und CPU-Kühler
    Besonders gut hat mir dabei die Dokumentation zum Mainboard gefallen, da alles durch Bilder sehr anschaulich dargestellt wurde und damit leicht verständlich ist. Ebenso positiv fand ich die Beigabe des Y-Kabels für LED-Streifen. Allerdings ist es für mich unverständlich, warum MSI dem Mainboard nur zwei SATA Kabel bei. Insbesondere ein Mainboard in diesen Preisregionen sollte nicht an SATA-Kabeln sparen müssen. Vor allem da je nach Laufwerke zwei SATA-Kabel nicht ausreichen, ich musste zum Beispiel für meine 2 SSDs und mein DVD-Laufwerk ein altes Kabel verwenden.

    Spezifikationen und Layout
    Nun aber endlich zum Mainboard selber: Designtechnisch finde ich das Pro Gaming Carbon äußerst gelungen, da es in schlichtem schwarz daherkommt, aber mit den Carbon-Aufklebern Akzente setzt. Dazu gesellen sich im Betrieb zusätzlich noch RGB-LEDs. Damit werden zum einen der Chipsatz-Kühler und die Abdeckung der I/O Blende beleuchtet, zum anderen aber auch die untere Linke und obere Rechte Ecke von der Rückseite her. Wie diese konfigurierbar sind, ist im Kapitel Software zu lesen.
    Anschlusstechnisch bietet das Mainboard im ATX-Format alles, was ich mir zurzeit wünsche: Neben dem obligatorischem Sockel AM4 für die CPU sowie vier DDR4-Bänke sind jeweils drei PCIe x16 und PCIe x1 2.0 Slots vorhanden. Die RAM-Slots und die oberen beiden PCIe x16 3.0-Slots sind zudem metallverstärkt. Für die RAM-Slots sehe ich zwar keine Notwendigkeit hierfür, allerdings nehme ich das bei den PCIe x16 Slots dafür umso lieber mit, da so schwere Grafikkarten besser stabilisiert werden. Die Lane-Aufteilung für diese beiden Slots ist entweder 16/0 oder für Crossfire/SLI 8/8. Der verbleibende PCIe x16 Slot kommt leider nur in Version 2.0 und ist nur vierfach elektrisch angeschlossen, allerdings ist dies für die meisten zusätzlichen Steckkarten auch ausreichend. Das Fehlen von PCI-Steckplätzen finde ich im Jahr 2017 mehr als angemessen und gefällt mir daher sehr gut. Für mehr Erweiterungsmöglichkeiten sorgen dann auch gleich zwei M.2-Slots, wovon einer vom sogenannten M.2-Shield geschützt wird, das gleichzeitig auch die verbaute Erweiterungskarte kühlen soll. Warum nur einer der Slots das Shield erhält ist mir ein wenig rätselhaft. Für die gängigen SSDs und HDDs stehen insgesamt sechs SATA 6GBs-Ports bereit, davon vier gewinkelt. Das MSI-Board unterstützt an diesen RAID 0/1/10. Ein persönliches Highlight sind für mich die sechs 4-Pin-Header für die Lüfter, die alle zwischen PWM und DC schaltbar sind. Damit ist eine zusätzliche Lüftersteuerung nur für wirkliche Enthusiasten nötig. Über die beiden internen USB 3.1 Header lassen sich insgesamt vier USB 3.1 Ports nach außen führen, gleiches gilt für die beiden internen USB 2.0 Header. Zudem steht noch ein RGB-Header für 5050-LEDs zur Verfügung, der über das mitgelieferte Y-Kabel zwei LED-Streifen ansprechen kann. Ansonsten sind noch die üblichen internen Anschlüsse wie der Front-Panel-Header oder der Audio-Header vorhanden.

    Das PCIe – Layout gefällt mir dabei sehr gut. Ein PCIe x1 Port ist noch über dem ersten x16 Slot angebracht, sodass im Rücken der Grafikkarte noch eine kleine Karte eingefügt werden kann. Zuvor hatte ich hier immer meine Soundkarte eingesteckt, da mein Grafikkartenkühler mit etwa 3 – 4 Slots sehr ausladend ist und nach unten hin viele Ports blockiert. Daher ist der M.2-Slot unter dem ersten x16-Slot auch sehr gut gelegen, da hier eventuelle Ports meist eh verdeckt werden durch Grafikkarten. Die beiden für Multi-GPU relevanten x16 Slots sind zudem so gelegen, dass beide theoretisch eine 3-Slot-Grafikkarte aufnehmen können.
    Auch das I/O-Backpanel weiß mit neuen Anschlüssen zu überzeugen. Zugegeben, der PS2-Port gehört dann doch nicht dazu und dürfte auch gerne durch ein zwei weitere USB-Ports ersetzt werden, aber danach geht es immerhin gut weiter. Zwei USB 2.0 Ports für Maus und Tastatur und DVI-D und HDMI 1.4. Hier hätte ich zwar gerne einen Displayport gesehen, insbesondere da so kein 4k 60 Hz möglich ist. Aber generell müssen erstmal die APUs mit integrierter Grafik erscheinen, da die Ports mit jedem Ryzen-Prozessor aufgrund der fehlenden Grafikeinheit brachliegen. Dann schließen sich vier USB 3.1 Gen1 Ports vom X370-Chipsatz an, von denen einer als VR-ready beworben wird, heißt, es sollen extra niedrige Latenzen auftreten. Zusätzlich gibt es über den ASM2142 Chip noch je einen USB 3.1 Gen2 Type-A und Type-C Port. Insbesondere der Type-C Port soll in Zukunft sehr vielfältig genutzt werden. Natürlich ist auch eine Gigabit-RJ45-Buchse vorhanden, die durch den Intel I211AT-Chip gesteuert. Abgerundet wird das Ganze von fünf Klinke-Steckern für Lautsprecher (bis zu 7.1) und einem optischen SPDIF Ausgang. Der verbaute Realtek ALC1220 Chipsatz gehört dabei zu den besseren Onboard-Soundlösungen und macht günstigere Soundkarten überflüssig.

    BIOS
    Beim X370 Gaming Pro Carbon kommt das "MSI Click Bios 5" zum Einsatz. Dieses lässt sich in zwei Modi ausführen: Dem "EZ-Mode" und dem "Advanced-Mode".
    Der EZ Mode bietet dabei nur grundlegende Features und ist wie der Name vermuten lässt für Einsteiger gedacht. Es lassen sich hier nur wenige Einstellungen verändern, dazu gehören zum Beispiel die Bootreihenfolge und die Lüfterkurven. Zudem lassen sich einige interne Chips (Ethernet, Audio) aktivieren und deaktivieren. Ansonsten beschränkt sich der EZ Mode größtenteils auf informative Zwecke über die verwendete Hardware.
    Der Advanced Mode hingegen gibt dem Nutzer eine weitreichende Kontrolle über die Funktionen des Boards. Am interessantesten dürften hier die OC-Einstellungen sein. Hier lassen sich natürlich CPU Takt, Core-Voltage und weitere Spannungen einstellen. Dies gilt ebenso für das Memory OC. An weiteren Einstellungen werden zum Beispiel noch das Deaktivieren einzelner Kerne bzw. von SMT angeboten. Leider ist kein P-State OC enthalten, sodass beim Übertakten immer die eingestellte Höchstspannung anliegt und die Energiespar-Zustände deaktiviert werden. Dafür gab es vor kurzem ein BIOS Update, in dem der neue AGESA 1.0.0.6 Code von AMD enthalten ist, um die anfänglichen Speicher-Schwierigkeiten weiter zu beseitigen.
    Hervorheben möchte ich im BIOS noch zwei Funktionen: Zum einen den Board Explorer, der auf dem Layout alle angeschlossenen Geräte anzeigt inklusive deren Bezeichnung. So kann im BIOS selbst geschaut werden, an welchem SATA Port die Betriebssystem-SSD angeschlossen ist. Desweiteren möchte ich den Hardware-Monitor erwähnen, in dem sich alle Lüfter mit grafisch erstellbaren Lüfterkurven steuern lassen, wahlweise im PWM oder DC-Modus. Als Verbesserung würde ich gerne noch sehen, dass für mehrere Lüfter nur eine Kurve erstellt werden kann, sodass z.B. der CPU-Lüfter eine eigene Kurve bekommt und nur eine zweite Kurve für die Gehäuse-Lüfter erstellt werden muss. Zudem haben sich die einzelnen Punkte teilweise direkt übereinander geschoben, wenn man sie nur einmal kurz anklickte und konnten danach nicht mehr getrennt werden. Der folgende "All Set Default" hat dann auch die zuvor erstellten Kurven direkt wieder verworfen, was ärgerlich war. Zudem ist die y-Achse, auf der die RPM aufgetragen sind falsch skaliert, sie geht bis zu 7000 Umdrehungen pro Minute, was für handelsübliche PC-Lüfter viel zu hoch ist. Beim Einstellen der Kurve wechselt sie jedoch zur % PWM, daher ist die Einstellung an sich kein Problem.

    Special-Features & Software
    Ich möchte hier kurz die explizit beworbenen Features und oder meiner Meinung nach besonders interessanten Features vorstellen. Beginnen möchte ich dabei mit dem auf der Rückseite der Verpackung beworbenem "Gaming LAN". Dies soll für bis zu 3,5x geringere Latenzen sorgen, sodass in Online-Spielen ein Vorteil erhalten wird. Dies kann ich jetzt nicht bestätigen, da mein Ping generell bei etwa 12 – 18 ms liegt und er auch schon vorher wahrscheinlich durch meine Internet-Leitung begrenzt wurde.
    Auch explizit beworben wird der Audio Boost bzw. die Audio-Software Nahimic 2. In dieser sind einige Funktionen enthalten, die ich zuvor nur aus den Treibern meiner Soundkarte kannte, z.B. Rauschunterdrückung beim Mikrofon, Stimmeffekte und Equalizer Funktionen. Da ich meine Boxen jedoch über den optischen Anschluss anbinde, stehen die meisten dieser Funktionen nicht zur Verfügung. Die Rauschunterdrückung funktioniert meines Erachtens dafür sehr gut.
    Integriert in die MSI Gaming App sind einige nützliche Funktionen. Als erstes möchte ich das OSD erwähnen, mit dem im Spiel verschiedene Informationen wie CPU Takt, Auslastung, Lüfterdrehzahl und Temperatur angezeigt werden können. Zudem lassen sich sowohl für Maus als auch für die Tastatur Makros aufnehmen, um gewisse Abläufe zu automatisieren. Die letzte bedeutende Funktion ist jedoch die Steuerung der LEDs. Dies geschieht über einen Farbkreis zur Wahl der Farbe und einem Helligkeitsregler. Zusätzlich lassen sich verschiedene Effekte anwählen, wie Pulsieren oder Blinkend. Das ganze könnte noch verbessert werden, indem man alle Effekte koppeln kann, damit nicht jede LED einzeln eingestellt werden muss. Zudem wären einige Einstellungen für die einzelnen Effekte praktisch, so könnte man zum Beispiel die Dauer eines Pulses einstellen oder die Geschwindigkeit des Farbwechsels. Ansonsten ist die Bedienung der LEDs aber intuitiv und funktioniert auch mit zusätzlich angeschlossenen LEDs ohne Probleme.

    Gut gefallen haben mir auch die "EZ Debug LEDs", die im Falle eines Defektes Hinweise auf das defekte Teil geben können. Im Prinzip also eine optische Version des früher oft beigelegten Beepers, der heutzutage, wie auch beim Gaming Pro Carbon, nicht mehr mitgeliefert wird. Noch besser wäre ein Zwei-Zeichen-Display, da so mehr Fehlercodes dargestellt werden könnten.
    Das MSI Command Center gibt im Windows-Betrieb die Kontrolle über die verbauten Lüfter und OC-Funktionen. Letztere empfehle ich jedoch im BIOS vorzunehmen.
    Praxiserfahrung
    Der Einbau des Mainboards ging problemlos von der Hand. Positiv möchte ich anmerken, dass die Backplate nicht verklebt ist, sondern nur verschraubt. Daher ist ein Wechsel der Backplate auch einfach möglich, was mich sehr gefreut hat. Die verschiedenen Anschlüsse waren auch gut positioniert, zumindest waren in meinem Fractal Design Define R4 die Kabeldurchführungen an den passenden Stellen, sodass auf der Vorderseite nicht viele Kabel verlaufen müssen.
    Anschließend die Windows Installation ohne Probleme, im Betrieb jedoch der erste Ärger: sporadisch im Idle hatte ich mit Freezes zu kämpfen. Ich vermutete zunächst, dass der Speicher ein wenig Probleme machte, wie es so oft bei Ryzen-Systemen der Fall gewesen ist in den ersten Wochen. Mit erhöhter CPU und DRAM Spannung, konnte ich der Sache nicht Herr werden, daher entschied ich mich zu einem Update des Bios, da die aufgespielte Version noch aus dem März war, also kurz nach Release der CPUs und die folgenden BIOS-Updates verbesserte Systemstabilität und Speicherkompatibilität versprachen. Ich entschied mich kurzerhand gegen meinen Instinkt im BIOS selber via M-Flash zu flashen sondern das Programm "Live Update 6" auszuprobieren. Schließlich gehört die Software ja auch zum Mainboard und möchte getestet werden. Leider ist das BIOS-Update fehlgeschlagen, nach etwa 15-minütiger Anzeige der Flash-Animation schaltete sich das Videosignal ab. Ein Freeze wie vorher beschrieben konnte nicht beobachtet werden, nach weiteren 15 Minuten entschied ich mich, das Update abzubrechen, da die übliche Updatezeit von wenigen Minuten bereits weit überschritten war. Wie erwartet startete der PC anschließend nicht mehr und die Debug LED zeigte einen Fehler der CPU an. Weder CMOS Clear noch ein direkter BIOS Flash über USB, was als Recovery Methode für MSI Mainboards angegeben war brachte Erfolg. Nach Kontakt mit dem MSI Support, der im Übrigen sehr schnell antwortete, versuchte ich die vorherigen Schritte nochmals in etwas abgewandelter Form, allerdings ebenso erfolglos. Mir wurde dann zur Reklamation beim Händler geraten, da MSI keinen Endkundensupport anbietet. Der Austausch durch Mindfactory war sehr schnell, bereits drei Tage nach Abschicken konnte ich ein Austausch-Board begrüßen. Möglicherweise hat meine besondere Position als Tester den Austausch beschleunigt, aber trotzdem möchte ich dies hier lobend erwähnen. Was mich etwas verwunderte war die Tatsache, dass die Gefahren eines BIOS Updates nicht an jeder erdenklichen Stelle erwähnt werden, wie es sonst zum Beispiel oft bei OC der Fall ist. Der geneigte Nutzer ist sich der Gefahren bewusst, von daher war auch für mich die Möglichkeit eines Defektes schon vor meinem Update-Versuch schon in meinem Kopf vorhanden, eine Laie hingegen ist sich der möglichen Gefahr nicht zwingend bewusst.
    In der Zwischenzeit hatte ich das Vergnügen, ein weiteres Ryzen-System im Familienkreis aufzusetzen. Nachdem hier auch Freezes wie bei mir auftraten wurde ich ein wenig stutzig, letztendlich hat sich herausgestellt, dass wahrscheinlich meine ältere Windows 10 CD die Ursache war. Mit einem frischem Image über USB Stick eingespielt waren die Probleme bei beiden Systemen gelöst. Daher kann ich nur jedem raten, sich für Ryzen-Systeme ein aktuelles Windows-Image zu installieren.
    Mein RAM (Crucial Ballistix Sport 16 Gb 2400 MHz dual ranked) wurde ohne Probleme direkt erkannt und läuft entgegen ursprünglicher Annahme fehlerfrei, auch wenn er nicht explizit auf der Kompatibilitätsliste steht.
    Erste OC-Ergebnisse ergaben in einem Schnelltest eine Frequenz von 3,8 GHz bei meinem Ryzen 5 1600 bei einer Core Voltage von 1,28125 V. Aufgrund des Austausches blieb aber wenig Zeit, die Grenzen weiter auszuloten. Allerdings haben weder Board noch CPU hierbei groß Probleme bereitet. Eine Einstellung der P-States wäre wie oben schon erwähnt aber wünschenswert gewesen.
    Der Bootvorgang dauert nach meinem Geschmack zu lange, mit einem frischen Windows auf SSD installiert dauert der gesamte Boot etwa 50 s bis 55 s. Dabei braucht das Mainboard allein schon 32 s um den POST-Screen zu vollenden und mit dem Laden von Windows zu beginnen.
    Auf Benchmarks der CPU verzichte ich an dieser Stelle, da sie die Leistungsfähigkeit der CPU bescheinigen und nur begrenzte Aussagekraft für das jeweilige Mainboard haben.
    Vergleich mit dem Gigabyte GA-AB350 Gaming 3
    Wie schon erwähnt habe ich während des Testzeitraums ein weiteres Ryzen-System gebaut. Hier kam mit dem AB350 Gaming 3 von Gigabyte ein etwa 50 ¤ günstigeres Mainboard zum Einsatz. Dementsprechend war die Ausstattung des Boards auch nicht ganz so gut wie beim Gaming Pro Carbon, was nicht zuletzt dem günstigeren B350 Chipsatz geschuldet ist. Allerdings konnte es in einigen Punkten mehr überzeugen. So legt Gigabyte dem Board vier SATA Kabel bei, was dann auch für jedes Standard-System reichen sollte. Was mich aber am meisten zum Nachdenken brachte war, warum Gigabyte es schafft, auf einem 105 ¤ teuren Board ein Dual BIOS zu verbauen, während MSI bei einem teureren Board auf diese Sicherheit verzichtet. Natürlich bin ich etwas geprägt durch meinen Defekt, trotzdem ist dies meiner Ansicht nach eine sinnvolle Funktion, insbesondere wenn man bedenkt, dass die Plattform AM4 noch recht neu ist und vor allem anfangs noch mit Stabilitätsproblemen zu kämpfen hatte.

    Fazit
    Schwarzer Ritter in strahlender (LED-)Rüstung oder Mainboard mit dunklem Geheimnis? Schwarz-weiß-Denken trifft wie so oft nicht die komplette Wahrheit. Insgesamt finde ich, hat MSI mit dem Gaming Pro Carbon ein gutes Board geschaffen mit sinnvollem Layout und kaum offenen Wünschen hinsichtlich der Konnektivität. Dem gegenüber stehen kleinere Mängel insbesondere beim Zubehör und der Software. Den Preis empfinde ich mit seinen etwa 160¤ als angemessen, bei der Konkurrenz erhält man zu ähnlichen Preisen weder viel mehr noch weniger. Daher spreche ich hier eine Kaufempfehlung mit einer guten Bewertung von 4 / 5 Punkten aus.

    Positiv
    - gutes Layout
    - moderne Anschlüsse am I/O-Panel
    - 6x 4-Pin PWM / DC Lüfteranschlüsse
    - guter Onboard-Soundchip inkl. Software

    Negativ
    - nur 2 SATA Kabel im Lieferumfang
    - Software an einigen Stellen verbesserungswürdig"

  • Testbericht von Thomas

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 10.07.2017



    "Vorwort

    Nach 8 Jahren unter AMDs AM3, wurde dieses Jahr die neue Plattform AM4 mit deutlich aktuellerem Standard vorgestellt. Der Markt an CPUs und Mainboards im Wandel wie seit langem nicht mehr. Es gibt nun für die Masse bezahlbare 8 Kern Plattformen für den ambitionierten Multiuser. Eines der möglichen Grundsteine dieser Plattform, dem MSI X370 Gaming Pro Carbon Motherboard möchte ich euch nun heute mit (ersten) Eindrücken näher zeigen und kommentieren.
    Vielen Dank an Mndfactory.de für die schnelle Lieferung.

    Technische Details

    Das Board kommt wie schon angesprochen mit AMDs neuem AM4 Sockel einher, das ermöglicht euch eine Bestückung mit bis zu 64 GB(Dual Channel) Arbeitsspeicher und 24 PCI Lanes für Grafikkarte, Chipsatz und .m2 SSD. Am Board selber gibt es 6 SATA Anschlüsse, 3 PCI x16 Slots, Gigabyte LAN, optisch und analogen 7.1 Sound sowie zwei m2 Slots wovon einer gleich mit Passivkühler bestückt ist. 6 USB Ports , davon 4 USB3, sowie jeweils ein Typ C/A Slot runden die Ausstattung der ATX Platine ab. Vermutlich ausreichend für die meisten User, merkt man gleich dass wir nicht von einem Enthusiastenboard sprechen. Erwähnenswert ist hier die integrierte RGB Beleuchtung an Chipsatz, i/O Bracket und unter dem Board, die bei Boards dieser Preisklasse, (aktuell ca. 160 ¤ bei MF) eher als Ausnahme zu sehen ist. Auf Details gehen wir dann später ein. Vermisst wird hier aus meiner Sicht nichts.
    Weiteres natürlich der Webseite von MSI zu entnehmen.

    Unboxing und erste Eindrücke

    Sehr schicker Karton, stabil und alles gut verpackt. Auf der Verpackung gibts einen schicken Sportwagen der die Carbonoptik des Boards unterstreicht. Ist übrigens das selbe Bild des BIOS Splashscreens.
    Eine Zusammenfassung aller Features ist obligatorisch abgedruckt.
    Im Lieferumfang enthalten sind:
    - Danksagung
    - Kurzanleitungen
    - Ausführliches Handbuch
    - Treiber CD
    - i/o Shield
    - zwei Sata3 Kabel
    - Verbindungskabel für LED Streifen
    - Kleber zum Kabel kennzeichnen
    Wie das ganze verpackt ist, gibts am besten in meinem kurzem Unboxingvideo zu sehen. (Link im Forum)

    Die ersten Gedanken fasse ich aber auch hier nochmal schriftlich zusammen.
    Erster Eindruck nach dem herausnehmen aus der Antistatikfolie, wertig. Das Brett macht live einen deutlich besseren Eindruck als es gerenderte Produktfotos der Herstellerseite ahnen lassen. Es wirkt richtig schwarz, deutlich hochpreisiger als es das eigentliche Preisschild vermuten lässt. Das ganze Board ist lobenswert sehr neutral gehalten weshalb es dank konfigurierbarer (und abschaltbaren) LEDs in wirklich jeden Build passen kann. Hier gibt es Stahl/Aluminium, Schwarz und sonst fast nichts. Minimalst rote Akzente an der Soundkarte, aber die sind verschmerzbar. An den hinteren Anschlüssen gibts dafür mehr Rot, allerdings seh ich mein PC eher weniger von hinten&

    Montage sowie Inbetriebnahme

    Die Kurzfassung ist, fast nichts klappt wie es sollte. Okay, zugegebenermaßen die Installation vom Ryzen 7 1700x sowie dem relativ neuem Core Frozr L von MSI waren relativ einfach. Die GPU und Ram sowie schnell nötigste Peripherie anzustecken ebenfalls machbar. Positiver Eindruck hier bei den Ramslots und dem GPU Steckplatz, beides ist richtig stabil und lässt die Hardware auch schön feste sitzen. Macht bei weitem keinen so wackeligen Eindruck wie ich das bisher von allen Boards mit Kunststoffhalterung gewohnt war. Ich bin der Hoffnung dass dies in Zukunft standardisiert wird.

    Fun Fact am Rande, mein Ryzen is ziemlich schief verlötet.

    An dieser Stelle darf gerne übersprungen werden
    PC eingeschaltet, alles leuchtet hübsch auf und unterstreicht den ersten Eindruck des Mainboards. Nach ca. 20 Sekunden ins Bios gekommen und schnell die nötigsten Einstellungen out of the Box vorgenommen. Meinen vorhanden Raid eingestellt, schnell überprüft ob sämtliche Temperaturen in Ordnung sind, XMP aktiviert und neugestartet. XMP führte zu etwa 10 Neustarts um danach mit einer Overclocking failed Nachricht begrüßt zu werden. Okay soweit kein Problem, kann ein Biosupdate ja noch fixen und die Werkseinstellung wieder eingegeben. Neugestartet, UEFI funktioniert nicht. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich auch nicht erwartet dass mein Raid den Plattformwechsel überlebt. Booten von meinem Windows 10 USB Stick unmöglich, erst mehrere Freezes beim Initialisieren, nach einem Biosupdate auf die aktuellste Version, gar kein Starten mehr von diesem möglich. Also Plan B, neuen USB Stick erstellt und versucht endlich überhaupt bis zum Setup zu kommen. Funktioniert, kein Raid im Windowssetup erkannt. Neugestartet, Windows 10 WHQL Mode angemacht. Statt Flagge gibts nun MSI Logo, aber noch immer keine Platten. Sobald im Bios auf Raid gestellt wird, erkennt weder Windows noch das Bios die Platten. Dann hab ich kapituliert, es ist quasi mir nicht möglich gewesen einen Raid zu erstellen (denn das Board bootet entweder direkt vom Stick oder ins UEFI). Dafür kann MSI vermutlich erstmal wenig, denn diese miese Software stellt AMD. Der AMD Raid Guide von MSI führt leider auf einen toten Link.
    Immerhin, nach dem Biosupdate läuft XMP mit den Tridents, wenn auch nur mit 2933 MHZ.
    Einen Silvaner später wieder beruhigt

    Nennenswerte Features und Wehmutstropfen

    Wie schon angesprochen finde ich erstmal toll dass alle wichtigen Information direkt auf dem Board aufgedruckt sind. Das kannte ich von meinen bisherigen Boards (MSI, Asus, Gigabyte) nicht. Ihr erhaltet direkt die Info welche Ramslots zu benutzen sind, wo ihr euren Powerschalter anzustecken habt und sowie reichlich Lüfteranschlüsse und sogar einen Pumpenheader der einen höheren Anlaufstrom dieser überlebt.
    Bei der Wahl der Positionierung der Anschlüsse wird hier auf ein recht verbreitetes Layout zurückgegriffen. Schade dass der ATX Stecker nur bei EVGA gewinkelt ist.


    Wie bereits angesprochen verfügt das Board über verschiedene RGB Beleuchtungen, die via Gaming APP steuerbar sind. Jedes voneinander unabhängig. Das Weiß beim i/O Shield hat leider einen Blaustich und generell ist zumindest die weiße Beleuchtung eher sehr unterschiedlich. Die Diagnoseleds lassen sich leider nicht farblich anpassen, sondern nur in rotem Dauerzustand, (für mich eher nervigen) Blinkem oder einfach ausschalten. Die Konfiguration ist dafür wirklich einfach und farblich gibts noch relativ dezent was geboten. Wie beim Auto auf dem Karton, hat das Board auch eine Unterbodenbeleuchtung die optisch sehr lecker ist. Zusätzliche LED Streifen im Case könnt ihr direkt an das Board mit den sogar beiliegenden Verbindern anschließen.
    Das MSI Logo wird von einer Grafikkarte in Volllänge verdeckt.

    Die Sound-Anschlüsse hinten sind nicht farblich kodiert. Hat erstmal einen Blick in die Software gebraucht um raus zufinden dass der rote Anschluss nicht wie üblich fürs Mikrophon ist, sondern für den Kopfhörer/Frontlautsprecher. Beim nächsten Board von MSI würde ich mir wünschen, dass das in üblich gängigen Farben gekennzeichnet wird.

    Das Bios ist sage ich mal etwas spartanisch. Wichtige OC Einstellungen sind zwar alle vorhanden, auch weit mehr als ich oder andere Laien jemals nutzen würden. Der Hardwaremonitor gibt quasi nichts außer Drehzahl, System und CPU Temperatur wieder. Bei meinen Asus Bioss war ich es gewohnt wirklich jede Temperatur auf dem Mainboard anzeigen können zu lassen. Die Intervalle für das Lüfter Up and Down sind zu kurz. Wer Lüfter mit relativ großem Drehzahlband hat, wird bei ganz kurzer Last auf der CPU (z.b. mal schnell eine Rardatei öffnen, mehrere Programme am starten) , ziemlich häufig den Lüfter hören. Solche Dinge gehören imho per Biosupdate nachgereicht.
    Die gesamte Bedienung hackt eher wenn per Mouse eingegeben wird. (Steelseries Rival 500)

    Nochmals (positiv) zu erwähnen sind die Steel Armor PCI und Ram Slots. Die Dinger sind Bombenfest und 10 mal stabiler als das was ich sonst kenne. Wenn man seinen Ram reindrückt, biegt sich das Board nicht durch. In Zukunft werde ich nur noch Boards kaufen die etwas vergleichbares verwenden, gibt einem gleich ein besseren Gefühl.
    Empfehlung an jeden, updatet direkt euer Bios. Besonders mit Ram der über 2400 MHZ läuft. MSI hat fast monatlich(löblich) ein Update herausgebracht dass die Kompatibilität erweitert.

    Das Carbon auf den Kühlkörpern war bisher nie mein Geschmack, jetzt live und mit den kleinen Akzenten gefällt es mir aber sehr sehr gut und wertet das Mainboard nochmals optisch auf.

    Leistung

    Nach dem ich etwa 3 Stunden verschwendet hatte zu versuchen einen Raid zu konfigurieren, einer komplett neuen Windowsinstallation sowie der Versorgung der nötigsten Treiber zu machen, hab ich meine Plattform auch kurz durch 3dMark und Cinebench laufen lassen um euch einen Anhaltspunkt zu geben.
    Die verwendete Konfiguration besteht aus
    Ryzen 7 1700x @ Stock
    MSI X370 Gaming Pro Carbon
    16 GB Gskill Trident Z RGB (3200 / CL 14)
    Nvidia Gtx 1080 Founders
    Zwei Samsung EVO 850 Pro (nicht mehr im Raid *sadface*)
    Corsair SF600 Netzteil
    gekühlt wird die CPU von einem MSI Core Frozr L.
    Vergleichsweise habe ich die selbe Hardware auch auf einem Asus VIII Impact sowie geköpfter 7700k getestet. Obwohl ähnlichen Preises für die CPUs, sind die Vergleiche aufgrund der unterschiedlichen Plattform natürlich nur Richtwerte. Ergebnisse können abweichen, besonders bei Übertaktung!

    Der 2. Platz ist die Ausgangsbasis die ich sonst nutze, der dritte geht an das Ryzensetup mit 2133 Ramtakt und sogar kleiner GPU Übertaktung auf 2GHZ. Der Ram skaliert extrem mit der Plattform weshalb das beste Testergebnis tatsächlich an das MSI x370 und Ryzen 1700x geht sofern der Speicher auf 2933 läuft(3200 geht bei mir nicht). Wenig überraschend der höhere CPU Score, dennoch leicht weniger GPU Score was in ein paar weniger FPS in Spielen resultieren würde.

    Alle Ergebnisse, wie gesagt, mit Werkseinstellungen(bis auf Speicher). Link im Forum zum Firestrikebench

    Fazit

    Unterm Strich bietet MSI mit dem x370 Gaming Pro Carbon eine mehr als vernünftige Grundlage für Ryzen PCs. Angesichts des niedrigen Preises von nur ca. 160¤ gibt es wenig zu meckern. Das Board hat viele Merkmale eines Enthusiastenboards für einen Bruchteil des Preises. Ganz klare Kaufempfehlung meinerseits, sollte jemand eine preisgünstige Basis für eine Allroundplattform suchen.
    Abzug gibts von mir nur für das zu minimalistische Bios, die Anschlussports auf der Rückseite sowie der etwas schwierigeren Speichereinbindung. Plug and Play ist hier nicht gewesen.
    Ich bedanke mich bei allen Lesern und freue mich über konstruktives Feedback."

  • Testbericht von Ernst

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 10.07.2017



    "^Meine Produktbewertung zum MSI X370 Gaming Pro Carbon,

    Zuerst einmal vielen Dank an Mindfactory sowie MSI für die Möglichkeit das Mainboard zu testen.
    Das Mainboard wurde sicher verpackt und schnell von Hermes bei mir abgeliefert, dafür Danke an
    Mindfactory!

    Verpackung:
    Die Verpackung des MSI X370 Gaming Pro Carbon kommt in einem coolen und innovativen aber dennoch schlicht gehaltenen Design daher. Der neue McClaren 570S ist dort, neben den MSI- sowie dem AMD Ryzen- Logo, abgedruckt. Auf dem ersten Blick ist zu erkennen das es sich um ein richtiges Monster handeln muss welches sich in der Verpackung verborgen hält. Einige bunte Elemente lassen schon erahnen das auch Farben eine wichtige Rolle spielen.
    Auf der Rückseite der Verpackung ist ein Bild des Mainboards selbst als auch die Besonderheiten genannt. Ganz besonders erwähnen möchte ich das Mystic Light Feature welches auf der Verpackung des MSI X370 Gaming Pro Carbon besonders hervorgehoben wird. Neben den üblichen Logos von MSI, Nvidia, AMD und Co finden wir noch weitere Features die MSI dem Mainboard spendiert hat wie zb. Steel Armor und dem M.2 Shield auf den ich später noch zu sprechen komme.

    Der Inhalt der Verpackung weiß zu überzeugen. Neben dem Mainboard findet man die Treiber CD welche Treiber und weitere Programme zu Verfügung stellt. Als nächstes sprang mir das "Mystic Light Expansion Cable" ins Auge. An diesem könnt ihr später LED Stripes anschließen umso das Innenleben eures Rechner noch besser gestalten zu können. Über eine Software lassen sich dann die
    einzelnen LED Leisten ansteuern. Zwei S-ATA Kabel (1 x 1 Kabel mit jeweils geraden Steckern, 1 x 1 Kabel mit einem gerade und einen um 90 Grad gekippten Stecker). Eine SLI/Crossfire Bridge ist ebenfalls in der Verpackung enthalten, sowie Aufkleber um die einzelnen Kabel im Gehäuse wie zb. S-ATA Kabel beschriften zu können. Neben einem Quick Installation Guide (Englisch) findet ihr
    noch die Registrierungskarte um das Mainboard bei MSI zu registrieren sowie ein sehr gut geschriebenes, relativ dickes, Handbuch zum Mainboard.

    Mainboard:
    Das Mainboard ist sehr gut verarbeitet, alles sieht sehr stimmig aus und weiß alleine schon vom Aussehen zu überzeugen. Bei einem Preis von derzeit knapp 170 Euro muss sich das Mainboard nicht verstecken denn es wurden dennoch sehr hochwertige Komponenten wie zb. Mosfet Wandler von Nikos und der Nahimic 2 Audiochip verbaut welcher kristallklaren Klang ermöglichen soll.
    Steel Armor ist nun auch bei den RAM Riegeln angekommen, zuvor nur bei den PCI-E Slots und soll die Festigkeit der Riegel bzw. der PCI-E Karten stärken und genau dieses kann ich nur bestätigen, die PCI-E Karten als auch der RAM sitzt bombensicher im jeweiligen Slot, hier hat MSI alles richtiggemacht. Ihr habt die Möglichkeit zwei M.2 SSDs mit dem MSI X370 Gaming Pro Carbon zu betreiben, zwischen den PCI-E Slots (PCIe 3.0 16x im Einzelbetrieb oder jeweils PCIe 3.0 8x im SLI/Crossfire Verbund) findet ihr die jeweiligen M.2 Slots wobei der obere Slot über den neuen M.2 Shield von MSI verfügt. Dieser wird angehoben (mit einer Schraube fixiert) um die M.2 einstecken zu können und wird dann wieder auf die M.2 SSD gesetzt. Eine bessere Kühlung wird durch den M.2 Shield gewährleistet.
    Der unterste PCIe X16 Slot unterstützt PCI Express 2.0 und kann maximal x4.
    Das MSI X370 Gaming Pro Carbon verfügt über 6 S-ATA Plätze von denen vier Stück gewinkelt und zwei im etwas weiter unteren Bereich angesiedelt sind. Alle Anschlüsse/Stecker sind gut erreichbar sowie jeweils eindeutig und gut beschriftet.

    Test:
    Das MSI X370 Gaming Pro Carbon wurde von mir in ein BeQuiet Dark Base Pro 900 verbaut. Der Einbau verlief ohne Probleme welches auf dem immens großen Platz des BeQuiet Gehäuses zu verdanken ist. Zum Testen habe ich den Ryzen 1700X genutzt. Zur Kühlung kam ein Alpenföhn BenNevis zum Einsatz. Eine Geforce GTX 1070 mit 8GB von KFA2 bildete die Grafikeinheit des Rechners. Insgesamt 16GB DDR4-3200 Ram (Kingston) wurde auf dem Mainboard verbaut. Leider war ein reibungsloser Start des Rechners nicht möglich. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass es ein neues BIOS Update gibt welche die Problematik beheben sollte und so war es auch, nach einem BIOS Update war ein booten des Rechners ohne Probleme möglich gewesen.
    Was soll ich groß sagen außer "WOW!". Der Ryzen 1700X rennt auf dem MSI X370 Gaming Pro Carbon und ich habe bisher nichts zum Meckern gefunden. Die Komponenten bleiben dabei schön kühl und der M.2 Shield konnte schon sehr gut zeigen das die M.2 SSD wirklich angenehm kühl bleiben.

    Fazit:
    MSI hat mit dem X370 Gaming Pro Carbon alles richtiggemacht. Die unzähligen Einstellungsmöglichkeiten haben mich vollends überzeugt. Steel Armor und M.2 Shield erweisen sich nicht nur als Marketing Geschwafel, sondern haben einen Mehrwert den ich wirklich jeden nur ans Herz legen kann. Das Mystic Light Feature hat mir auch sehr gut gefallen da ich durch diese endlich meine LED Stripes unkompliziert integrieren konnte, die Ansteuerung über die mitgelieferte Software war einfach und sehr gut zu bewerkstelligen, gerade die Einstellmöglichkeiten haben mich überzeugt. Das Mainboard als auch die Komponenten blieben immer in einem grünen Bereich, hier gibt es nichts zu bemängeln.
    Mit dem MSI X370 Gaming Pro Carbon erhaltet ihr für knappe 170¤ ein Mainboard welches sich nicht verstecken braucht. Hochwertige Komponenten und sinnige Features werden euch sicherlich auch zu überzeugen wissen. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!"

  • Testbericht von Raphael

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 10.07.2017



    "Produkttest: MSI X370 Gaming Pro Carbon -- Mindfactory Testers Keepers Aktion.

    Äußeres und Inhalt:
    Gespannt wartete ich auf das Produkt und als es schließlich ankam, war es doch eine aufregende Situation.

    Äußerlich gefiel mir die Verpackung relativ gut. Die Vorderseite erinnerte mich direkt an Need for Speed Carbon was schonmal ein gutes Zeichen war. :p
    Die Seiten waren eher zweckmäßig mit den üblichen Strichcodes und Logos versehen. Die Rückseite hatte dafür umso mehr Informationen zu bieten. Unter anderem wurde meiner Meinung nach zu viel mit den Lichteigenschaften geworben. Aber alles andere wie die Eigenschaften, die Anschlüsse und die Hauptmerkmale waren zum Glück auch noch drauf.

    Das Produkt wurde anschließend also - wie in dem Unboxing Video zu sehen ist - ausgepackt.

    Zum Inhalt gehören:
    - Mainboard
    - Treiber CD
    - Kurzanleitung
    - Handbuch
    - Kabellabel
    - Installationshinweise für RAM-Module und CPU-Kühler
    - I/O-Blende
    - 2x SATA-Kabel (50cm)
    - SLI-Brücke
    - Y-Kabel zum Anschluss von 50 50 RGB-LEDs

    Der Inhalt war ausreichend, jedoch für den Preis von rund 160¤, hätte das ein oder andere SATA Kabel oder ein schicker Sticker zusätzlich, nicht geschadet. Ich musste im späteren Verlauf einige meiner eigenen SATA Kabel verwenden. Da diese Gelb sind, muss ich mir jetzt noch schwarze besorgen. Denn das Mainboard will den PC ja in Szene setzen und dann sollten die Teile auch passend sein.


    Übersicht Inhalt:
    +Handbuch. Schön übersichtlich, wurde von mir während dem Einbau auch häufig genutzt.
    +I/0 Blende gepolstert und mit schönem Logo. Alle Anschlüsse beschriftet.
    + Gut gemeinte Kabellabels, Einsatz aber fragwürdig. :-?

    - Treiber CD relativ veraltet aber lässt sich nicht verhindern.

    - nur 2 SATA Kabel - waren nicht ausreichend.

    Design & Technik:
    Das Mainboard finde ich wie im Video erwähnt ziemlich ansprechend. Es ist neutral gehalten und wird einige nette spielereien mit dem Licht zulassen.
    Zum Technischen lässt sich sagen, dass mit 4 DDR4 Slots (max. DDR4-3200) ausreichend Platz für RAM (max. 64 GB) gegeben ist. Ein M.2 Shield ist auch vorhanden, wobei ich dazu nichts sagen kann, da ich keine M.2 habe. Für Grafikkarte, Sound etc. steht 3x PCIe x16 und 3x PCIe x1 zur Verfügung. Die hinteren Anschlüsse sind auch sehr reichlich vorhanden. Wir haben hier 1x Maus/Tastatur (PS/2), 4x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x DVI-D, 1x HDMI, 1x Microfon, 1x LineIn, 3x LineOut, 1x S/PDIF-Out (optisch) und 1x RJ-45.
    Ein weiterer nennenswerter Punkt ist ja der Soundchip. Leider kann ich dazu nichts sagen, da bei mir eine Asus Essence Soundkarte zum Einsatz kommt.


    Einbau:
    Anschließend ging es also an den Einbau. Da ich aber ein komplett neues System zusammengestellt habe, ließ ich mich überraschen und legte einfach los.
    Und ich wurde positiv überrascht. Zuerst habe ich die CPU und den CPU Kühler auf dem Mainboard installiert. Dies lässt sich in unter 5 Minuten erledigen. (Zumindest wenn man es richtig macht. Habe vorher einfach mal die Halterung abgeschraubt, weil es bei Intel immer nötig war, aber überflüssig) Die vorhandene Halterung musste nicht entfernt werden und so musste ich nur den Kühler zusammenstecken und auf die Halterung schrauben.
    Der Einbau in meinen NZXT Midi Tower war kein Problem. Mit dem alten Mainboard war es etwas eng aber hier passte alles. 9 Schrauben sind für den Einbau notwendig.

    Es sind im Mainboard alle üblichen Anschlüsse, die für etwaige Gehäuseeigenschaften benötigt werden, vorhanden. (USB, Front-Sound, Mic, Licht o.ä.)
    Es konnten also alle Komponenten problemlos angeschlossen werden. Wobei die 4 SATA Anschlüsse im Midi Tower an der Seite etwas schwer zu erreichen waren, da nur wenig Platz zwischen SATA Anschlüssen und HDD Halterugnen war.


    Inbetriebnahme:
    Nachdem alles angeschlossen war, wurde das Board bzw. der komplette PC also in Betrieb genommen. Soweit sogut, lief alles ohne Probleme an und ich habe erstmal Windows installiert.


    BIOS:
    Anschließend habe ich mich ins BIOS begeben und erstmal geschaut. Denn das war mein erstes Bios, was so einfach zu konfigurieren war.
    Was mir direkt negativ auffiel, war, dass die BIOS Version noch die Version 1.2 von Mitte März 2017 war. Wobei ich nicht beurteilen kann, wie aktuell die sonst immer sind. Als zweites fiel mir auf, dass der Speicher nur mit 2133 MHz läuft. Also erstmal BIOS Update auf die aktuelle Version durchgeführt. Leider in Bezug keinerlei Verbesserung für den Speicher gesehen. Zumidnest im "Auto Mode". Da werde ich in Zukunft noch etwas optimieren müssen oder zu anderem Speicher greifen müssen.
    Ich nutze die GSkill Ripsaws 3200Mhz 18-18-18-36, die hier aber nur mit 2133 bei 16-16-16-34 laufen. Die Riegel sind eigentlich sehr beliebt, habe mich schon gewundert, dass diese nicht 100%tig laufen. Ggf. werde ich mich nach neuen Riegeln umsehen.
    Ansonsten bietet das BIOS allerlei Einstellmöglichkeiten und Overclockingmöglichkeiten für die Hardcore Fraktion. z.B. kann man den RAM genauer Konfigurieren, es gibt den Hardware Monitor für die Lüfter Einstellungen und man kann die CPU anpassen. Ich habe beim ersten testen keine Features vermisst. Dazu gibt es einmal den EZ Mode und den Advanced Mode. Ich belasse es aber mal im EZ Mode, der reicht fürs erste, später vielleicht mehr. :)


    Praxis:
    Der PC wird nun also soweit erstmal konfiguriert und mit den wichtigsten Programmen versehen. Um das Mainboard zu konfigurieren stellt MSI auch seine Hauseigenen Tools zur Verfügung.
    Das Hauptprogramm ist heirbei das MSI Live Update 6, welches alle mehr oder weniger notwendigen Programme aus dem Netz sucht und anzeigt. Auf die Installations DVD würde ich hier verzichten, da die Versionen veraltet sind.
    Wirklich zu empfehlen ist meiner Meinung nach die MSI Gaming App, die vielerlei Einstellmöglichkeiten für Gamer bietet. Von Gaming Profilen über Lüfter Profilen bis hin zu LED Einstellungen. Ob man die anderen Apps wie X-Boost, Super Charger, Gaming LAN Manager oder RAM Disk wirklich braucht, muss wohl jeder für sich entscheiden.
    Zur Software Live Update 6 muss ich sagen, dass diese noch leicht verbuggt ist, so wurden einige Treiber, die ich vorher frisch von der MSI Homepage runtergeladen habe, nicht erkannt. Und manchmal ist es einfach in die Taskleiste zu den ausgeblendeten Symbolen verschwunden :D Die BIOS Update Funktion ganz am Ende ist auch etwas versteckt. Habe es gar nicht geufunden. Gerade zur aktuellen Zeit mit den Speicherproblemen, bin ich zumindest jemand, der wohl täglich aus relex mal draufklickt.

    Den alltäglichen Betrieb, zumindest von dem Tag heute, hat das Mainboard auch bei den Temperaturen momentan hervorragend gemeistert.


    Fazit:
    Es ist ein tolles Board für einen Preis von (Stand 10.07.2017) ~160¤. Ich würde es hier auch wirklich für Gamer empfehlen, die Wert auf Übertakten, Lüftersteuerung, sowie individuelle Anpassung der Komponenten legen. Denn es gibt wirklich unendlich viele Einstellmöglichkeiten.
    Für Gamer, die wirklich nur sorglos spielen wollen und nicht das letztes aus ihren Komponenten rausholen wollen, würde ich wohl eher eine günstigere Alternative empfehlen.
    Ansonsten werde ich noch einige Details anfügen, wenn meine neue Grafikkarte endlich eintrifft, denn mit einer 3+ Jahre alten 770er halte ich es für wenig aussagekräftig."

  • Testbericht von BelAir

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 10.07.2017



    "Review:
    MSI X370 Gaming Pro Carbon

    Ich möchte hier meine Erfahrungen bezüglich der Vor- und Nachteile, Features und Besonderheiten des MSI X370 Carbon mit euch teilen. Viel Spaß beim Lesen!


    Meine Anforderungen
    Da ein Motherboard an sich die zentrale Einheit eines PCs darstellt, ist eine wichtige Anforderung aus meiner Sicht, eine gewisse Zukunftssicherheit in Form von Upgrademöglichkeiten des PCs. Wenn mir also irgendwann mal der Speicherplatz ausgeht oder die Leistung nicht mehr ausreicht, will ich nicht gleich das komplette System austauschen müssen.
    Meinen PC nutze ich hauptsächlich für zwei Bereiche. Zum einen sind das 3d-Creation Anwendungen wie CAD-Modellierung und Renderings und zum anderen müssen natürlich auch die aktuellen Spiele flüssig laufen.
    Zu den Kernkomponenten des auf dem Motherboard basierenden Systems gehören ein Ryzen 5 1600x Prozessor, eine GTX 1070 Grafikkarte, 16 GB DDR4 RAM (Crucial Ballistix Sport LT 2666) und eine 500 GB Samsung 850 EVO SSD.
    Eine weitere Anforderung die mir nicht ganz unwichtig ist, ist das Design. Hierbei ist es mir vor allem wichtig, dass die Möglichkeiten zur Gestaltung nicht durch Faktoren wie ein vorgegebenes Farb- oder Designthema eingeschränkt werden und ich den Look des PCs nach meinen Wünschen gestalten kann.


    Erster Eindruck, Verpackung, Zubehör
    Die Verpackung zeigt, wie bei allen Gaming Pro Carbon Modellen von MIS, auf der Vorderseite einen in schwarzem CFK ausgeführten McLarren. In Kombination mit Leuchtreflexen in verschiedenen Farben spiegelt das Design sehr gelungen das des Motherboards wieder. Auf der Rückseite finden sich neben einer Abbildung des Boards die wichtigsten Features und Spezifikationen aufgelistet. Außerdem ist eine Übersicht über die I/O Anschlüsse abgebildet.

    Das Zubehör besteht aus:
    - Eine Anleitung zur Bestückung der RAM-Slots und zur Installation des CPU-Kühlers
    - Eine Bedienungsanleitung in vier Sprachen, die sehr übersichtlich und gut verständlich gestaltet ist
    - Eine Produktregistrierungskarte
    - Eine I/O Blende
    - Zwei 6Gb/s SATA Kabel einmal mit gewinkeltem Stecker und einmal mit geradem
    - Kabel-Beschriftungslabels (12x)
    - Eine 2-Way SLI Bridge (flexibel), die zwar ihren Zweck erfüllt aber definitiv keinen Design-Award verdient.
    - RGB Verlängerungskabel mit zwei Anschlüssen für 5050 RGB LED-Streifen

    Das Zubehör ist ausreichend aber nichts wirklich Besonderes. Gerade bei einem Board mit 6 SATA Anschlüssen hätten ruhig ein oder zwei Kabel mehr in der Box sein können. Außerdem hätte ich mich gefreut wenn zumindest ein RGB  LED-Streifen beigelegen hätte, einfach weil das MysticLight eines der Hauptfeatures des Boards ist.

    Schon beim ersten in die Hand nehmen des Boards fällt die hochwertige Verarbeitung auf. Es macht einen stabilen Eindruck und mich hat das schlichte schwarze Design mit den Akzenten in glänzendem Alu und Carbonoptik sofort überzeugt. Kleine Verarbeitungsfehler sucht man, sowohl auf dem Motherboard selbst wie auch bei den Zierteilen, auch bei genauerem Hinsehen vergeblich. Wie von MSI gewohnt sind alle Lötstellen sauber ausgeführt und es funktionieren alle LEDs, Steckverbindungen und Pins so wie sie sollen.
    Kurz: An der Verarbeitung ist nichts auszusetzen.


    Design
    Auch bei längerer Betrachtung gefällt mir das Design immer noch sehr gut. Das Board wirkt trotz der Vielzahl an Features und Anschlüssen sehr aufgeräumt und durchdacht. Selbst die Beschriftungen fügen sich gut ins Gesamtbild ein und es gibt keine störenden Logos oder Aufkleber. Die ersten Eyecatcher sind definitiv die glänzenden Steel-Armor-Platings auf den RAM-Slots und zwei der PCIe-Slots. Kurz danach fallen die Carbon-Zierteile auf der I/O Blende und den Kühlkörpern ins Auge. Beide Elemente passen perfekt ins Farbschema und geben dem Board einen sehr hochwertigen, fast schon eleganten Look.

    Erst nach drei bis vier sehr genauen Blicken fällt auf, dass es sich bei den Carbonteilen nicht um echtes CFK handelt. Der Perfektionist in mir findet das zwar schade, weiß aber auch wie viel teurer CFK ist als Kunststoff. Es wurde immerhin keine Folie aufgeklebt, sondern die Carbonstruktur auf die Kunststoffoberfläche geprägt, was für die typischen Lichtreflexe sorgt. Die Imitation ist sehr gut gelungen und wirkt täuschend echt sobald man mehr als 20 cm entfernt ist.

    Sein volles Potential was das Design angeht, entfaltet das Board aber erst wenn es in Betrieb genommen wird. Die RGB-Beleuchtung sorgt nochmal für einen wow-Effekt und dominiert ab dann das Design. Durch die Mystic-Light App von MSI lassen sich verschiedene Farb- und Effekt Profile einstellen oder die Beleuchtung teilweise oder ganz abschalten. Bei einem entsprechend neutral Gestalteten PC lassen sich so das komplette Design und der optische Charakter des PCs mit wenigen Klicks von übertrieben-rainbow-party-bunt bis zu serious-business-zero-distraction variieren.


    Ausstattung
    Der verbaute x370 Chipsatz ist die höchste Ausstattungsvariante der AM4-Plattform. Das macht sich vor allem in der größeren Anzahl an PCIe Lanes bemerkbar. Was bedeutet es gibt mehr Anschlüsse für SATA und USB. Außerdem ist der X370 Chipsatz der einzige, welcher 2-Way-SLI oder 3-Way-Crossfire unterstützt. Je nach Bestückung der Anschlüsse arbeiten die einzelnen Port in unterschiedlichen Konfigurationen. So stehen Beispielsweise insgesamt 16 PCIe 3.0 Lanes für die Grafik zur Verfügung. Werden zwei Grafikkarten verbaut, so werden die vorhandenen Lanes entsprechend aufgeteilt. Ach wird beispielsweise der 6. PCIe-Slot abgeschaltet wenn beide M.2 Slots belegt sind. Die genauen Kombinationsmöglichkeiten lassen sich im Handbuch nachlesen. Wie auch auf dem B350-Chipsatz, können alle AM4-Prozessoren per offenem Multiplikator übertaktet werden.

    Im Folgenden möchte ich euch noch auf einige, aus meiner Sicht erwähnenswerten, Besonderheiten des Boards hinweisen:

    Bei den sogenannten Steel Armor Slot-Blenden handelt es sich um Verstärkungen aus Metall. Diese sind an den oberen beiden PCIe x16 Slots und an allen vier DDR4 Ram Slots zu finden. Sie sollen durch mehr Lötstellen die Stabilität verbessern, was gerade bei großen und schweren Grafikkarten, welche sich auf Dauer doch gerne mal etwas verbiegen, durchaus sinnvoll ist. Außerdem sind die Signale durch das Metall besser vor elektromagnetischen Impulsen geschützt.

    Als weiteres Highlight ist das Motherboard mit gleich zwei M.2 Slots ausgestattet. Beide Slots unterstützen NVME und bieten somit eine deutlich schnellere Anbindung als herkömmliche SATA SSD Anschlüsse. Um dem Problem von erhöhten Temperaturen von M.2 SSDs und der Damit verbundenen Drosselung entgegenzuwirken, setzt MSI auf das selbst entwickelte M.2 Shield. Es handelt sich dabei um eine Abdeckung über der Festplatte welche diese vor dem Überhitzen schützen soll. Ob dies auch wirklich zutrifft konnte ich aus Mangel an einer entsprechenden Festplatte bisher leider nicht testen. Ich finde es auch nicht ganz nachvollziehbar warum MSi nur einem der beiden Slots ein M.2 Shield spendiert und der zweite ungeschützt bleibt.

    Was das Board für meine Bedürfnisse wirklich ausreichend zur Verfügung stellt sind USB-Anschlüsse. Es gibt zwei interne USB 3.1 Anschlüsse der ersten Generation, von welchen jeder zwei Ports unterstützen kann. Hierbei finde ich besonders gut, dass der Anschluss am rechten Rand gewinkelt ausgeführt ist. Das Kabel lässt sich dadurch wesentlich schöner verlegen und es kommt auch bei langen Grafikkarten nicht zu Kollisionen mit dem Stecker. (Bild) Auf dem Bakpanel befinden sich vier weitere USB 3.1 Gen 1 Anschlüsse. Außerdem findet man auf dem Backpanel zwei USB 3.1 Anschlüsse der zweiten Generation, von denen einer sogar als Typ-C Buchse verbaut ist. Sechs USB 2.0 Anschlüsse (4 über die internen Konnektoren und zwei über das Backpanel) runden das Angebot ab. Insgesamt macht das also 16 mögliche USB Anschlüsse.

    Auch für Lüfter gibt es einige Anschlüsse. Sechs an der Zahl sind auf dem Motherboard verteilt untergebracht wobei es sich um vier Case-Fan Anschlüsse, einen CPU-Fan Anschluss und einen Pump-Fan Anschluss für eine Wasserkühlung handelt.
    Das Board lässt sich dank MSI Mystic Light nicht nur in allen gewünschten Farben beleuchten, es kann darüber auch die Restliche RGB-Beleuchtung des PCs gesteuert werden (sofern vorhanden und kompatibel). An den RGB Konnektor am unteren Rand des Motherboards lassen sich über das mitgelieferte Verbindungskabel mindestens zwei 5050 RGB-Streifen anschließen.

    Als weiteres Highlight möchte ich hier auch noch den Audio Boost nennen. Durch die Verwendung von hochwertigen Komponenten und einem durchdachten Layout, in Kombination mit einer durchaus sinnvollen Software von Nahamic, gelingt es dem Board einen guten, wenn nicht sogar hervorragenden Sound über den Onboard Chip zu liefern. Auf diesen werde ich später noch genauer eingehen.

    Montage
    Die Montage war gewohnt einfach und hat keine größeren Probleme verursacht. Einziges Hindernis meinerseits war, dass ich nicht bedacht habe, dass AMD die Anbindungspunkte für den CPU kühler mit der neuen AM4 Plattform verändert hat. Meinen bisher genutzten Alpenföhn Matterhorn konnte ich daher zuerst nicht montieren. Dies konnte aber durch ein einfaches Upgrade-Kit, welches von Alpenföhn angeboten wird, schnell behoben werden.

    Software
    Das Click-BIOS 5 erscheint im gewohnten MSI-rot-schwarz Design. Es bietet einen EZ-Mode und einen Advanced Mode. Im ersten Modus (EZ=Easy) können hauptsächlich Systemdaten überwacht und ausgelesen werden. Mit dem Game Boost steht hier eine One-Click Übertaktungsfunktion von +500MHz zur Verfügung. Mit der A-XMP Funktion werden die RAM-Daten ausgelesen und der Arbeitsspeicher wird automatisch auf die optimale Konfiguration eingestellt. Auch die Priorität der Boot Geräte kann hier eingestellt werden. Im Hardwaremonitor lassen sich wahlweise PWM- oder spannungsgesteuerte Lüfterkurven einstellen. Das einzige was ich nicht finden konnte war die Möglichkeit Temperatur-Offstes einzustellen. Dies wäre wünschenswert da AMD bei einigen Prozessoren wohl 20°C auf die Temperaturwert aufaddiert, welche an das System weitergeleitet werden. Wenn man das Weiß kann man es manuell bei der Erstellung der Lüfterkurven berücksichtigen. Die einzige mir bekannte Software welche die korrekten Temperaturen anzeigt ist die neueste Version des AMD Ryzen Master.

    Im Advanced Modus können alle Motherboard-Einstellung verwaltet werden. Im OC-Tab sind alle nötigen Einstellungen bezüglich CPU und Arbeitsspeicher zu finden. Außerdem können natürlich OC-Profile gespeichert oder geladen werden. Ein weiteres schönes Feature finde ich den Board Explorer. Hier werden auf einer Abbildung des Motherboards alle wichtigen Anschlüsse und Informationen zu deren Status dargestellt.

    Auf der Treiber-CD liefert MSI einen großen Pool an ergänzender Software mit. Bei der Installation kann gewählt werden welche Programme installiert werden sollen. Die aus meiner Sicht nützlichen und sinnvollen Tools möchte ich hier kurz vorstellen.
    Im MSI Command Center können könne Systemeinstellungen verändert werden und der Status der Hardware überwacht werden. Es ist so möglich viele der eigentlichen Bios-Funktionen direkt aus Windows heraus zu steuern. So können beispielsweise Temperaturen ausgelesen oder Lüfterkurven erstellt werden. Auch Änderungen der Taktfrequenzen und der anliegenden Versorgungsspannungen sind möglich.

    Die MSI Gaming App vereint verschiedene Funktionen in einem simplen und übersichtlichen Interface. Unter Anderem lassen sich hier verschiedene Leistungsprofile wie ein OC-Modus oder ein Silent-Modus auswählen. Außerdem können verschiedene Systeminformationen per Overlay in Spielen eingeblendet werden und Hotkeys für einzelne Funktionen vergeben werden. Auch die Mystic-Light LED Steuerung ist in diesem Software Tool untergebracht. Hier ist es möglich, separate Farben(alle RGB-Mischungen möglich) und Effekte für alle Vier Beleuchtungsbereiche des Motherboards sowie den internen LED-Anschluss einzustellen. Außerdem können die Status LEDs der RAM- und PCIe-Slots aktiviert und deaktiviert werden. Auch ein Music-Sync Modus ist vorhanden. Die Steuerung zur Musik hat bei mir aber kein wirklich sehenswertes Ergebnis erzielt.

    Negativ ist mir aufgefallen, dass die Software beim Starten teilweise sehr lange Ladezeiten benötigt. Außerdem scheint es beim Schließen des Fensters einen Bug zu geben, welcher teilweise einzelne Beleuchtungen auf dem Mainboard deaktiviert. Diese konnte ich dann nur durch einen Systemneustart wieder aktivieren.
    Über MSI Live-Update lassen sich Softwareaktualisierungen, Treiberupdates und neue Bios-Versionen leicht finden und installieren.

    Nahimic Audio Driver liefert verschiedene Soundoptionen. Unterschiedliche Effekt-Presets erlauben die Anpassung des Soundprofils an die jeweilige Nutzung. Auch die Erstellung von eigenen Presets ist möglich. Was ich schade finde ist, dass sich bei diesen Presets nur Audioeffekte wie Bass-Boost oder Clarity verstellen lassen und kein vollwertiger Equalizer vorhanden ist. Auch ein paar einfache Mikrofoneinstellungen können über die Software getroffen werden. Außerdem lassen sich über eine Art digitales Launchpad kurze Audiosamples abspielen was gerade im Multiplayer oder beim Streaming sehr unterhaltsam sein kann. Hier wäre evtl. noch ein Stimmverzerrer oder etwas ähnliches ganz lustig aber natürlich nicht notwendig.

    CPU-Z ist eins der am meisten verwendeten Tools zum Auslesen und Überwachen von Systeminformationen. Hier ist es in der MSI-Version (schwarz-rotes Design) vorhanden. Alle Funktionalitäten entsprechen der Standard-Software.

    Overclock
    Das Übertakten funktioniert inzwischen auf verschiedenste Arten. Über das MSI Command Center lassen sich Spannungenund Taktraten ebenso intuitiv anpassen wie über den von AMD bereitgestellten Ryzen Master. Bei diesen Varianten muss weder das Betriebssystem verlassen noch der PC neu gestartet werden um die Änderungen wirksam zu machen. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit des One-Klick Übertakten über den bereits genannten Game Boost. Natürlich gibt es auch weiterhin die Möglichkeit die entsprechenden Einstellungen ganz normal über das BIOS zu ändern. Die Software Tools sind eine sehr gute Möglichkeit um den Punkt zu finden, bei welchem Spannungs-Takt Verhältnis das System noch stabil läuft. Hier lässt sich eine deutliche Zeitersparnis gegenüber der BIOS-Variante feststellen, da das ständige Neustarten wegfällt und Benchmarking Tools gleich live mitlaufen können. Allerdings habe ich festgestellt, dass es teilweise Probleme beim Laden der Profile nach einem Neustart gibt und das System wieder auf die Standard Einstellungen zurück springt. Dadurch hat die Verwendung der BIOS-Profile einen eindeutigen Vorteil bei dauerhaftem Übertakten.

    Leider sieht es so aus, als gäbe es auf diesem Motherboard nicht die Möglichkeit, ein konstantes Spannungs-Offset einzustellen. Es lassen sich nur konstante Werte oder Auto einstellen.

    Sound
    Eigentlich war der Soundchip des Mainboards anfänglich für mich kein wichtiger Entscheidungsgrund, da ich sowohl eine externe Soundkarte (Creative Sondblaster X-Fi Surround 5.1) Als auch einen Kopfhörerverstärker mit DA-Wandler (Fiio Q1) zu Verfügung habe. Da die Soundqualität des Boards aber von vielen Seiten sehr gelobt wurde, habe ich doch einige ausführlichere Vergleiche gemacht  und war wirklich überrascht.

    Der Realtec ALC1220 in Kombination mit der Nahimic 2 Software produziert einen klaren und sauberen Sound über das gesamte Frequenzspektrum mit einer sehr guten Qualität. Angeblich soll der eingebaute Kopfhörerverstärker die Impedanz des angeschlossenen KHs erkennen und die Verstärkung anpassen. Das konnte ich leider aus Mangel an einem Hochohmigen Kopfhörer nicht testen. Bei meinem verwendeten Beyerdynamic COP (16 Ohm) musste ich die systemlautstärke aber schon deutlich weiter anheben (85-90%) um ein Ergebnis zu erhalten welches sich mit der externen Soundkarte (bei Vol. 50%) vergleichen lies. Abgesehen davon konnte ich aber keine gravierenden Defizite gegenüber den externen Geräten feststellen was die Klangqualität angeht. Einzig der fehlende Equalizer stört mich ab und zu gerade beim Musikhören. Inzwischen bin ich aber trotzdem dazu übergegangen die externen Karten nur noch selten zu nutzen und im Alltag den Onbaord Chip zu verwenden.

    Fazit
    Zusammenfassend kann man das Motherboard wirklich nur empfehlen! Bei ca. 160¤ fällt es preislich in die obere Mittelklasse, was meiner Meinung nach für dieses Board ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ergibt. Die Verarbeitung ist tadellos und das mitgelieferte Hardware- und Software Zubehör ausreichend und sinnvoll. Wem viele der gebotenen Features wie das Design, die RGB-Beleuchtung, die Anschlussvielfalt, die Soundqualität oder die Multi GPU-Fähigkeit explizit wichtig sind, für den wird sich das Verhältnis von Preis zu Leistung auch in Richtung sehr gut verbessern. Für mich jedenfalls trifft das zu und ich bin fast vollständig vom X370 Gaming PRO Carbon überzeugt.

    Ein paar Kleinigkeiten wie etwas umfangreicheres Zubehör oder den Offset Modus für die Spannungseinstellung und die Lüfterkurven würde ich mir noch wünschen. Auch die teilweise nicht ganz korrekt funktionierende Software (Gaming APP) passt nicht zu einem großen Hersteller wie MSI. Dies sind aber tatsächlich nur Kleinigkeiten, die von den vielen positiven Aspekten deutlich mehr als aufgewogen werden."

  • Testbericht von Mathias

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 07.07.2017



    "Testers Keepers Aktion - MSI X370 Gaming Pro Carbon

    Potentielle Kaufentscheidung
    Auch wenn ich das Mainboard nicht explizit gekauft habe (sondern als Testprodukt erhalten habe), so war es doch auf meiner Einkaufsliste für mein AMD System auf Platz 1. Da ich bereits in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit MSI gemacht habe, stand der Hersteller des Boards mehr oder minder bereits fest. Was mich überzeugt hat war das Preis-/Leistungsverhältnis. In dieser Preiskategorie bekommt man viel geboten. Überzeugt haben mich hierbei vor allem die zwei M.2 Schnittstellen (von der eine sogar ein Thermalpad besitzt), sowie zwei USB 3.1 Gen 2 Anschlüsse. Außerdem gefällt mir das Design aller X370 Mainboards am besten.

    Design
    Das Design ist schlicht gehalten. Hatte mein MSI Z87M Gaming noch rote Akzente mit dem Firmenlogo, dem Drachen und den Kühlelementen, so ist das X370 Gaming Pro Carbon sehr dezent in schwarz gehalten. Auffallend sind hingegen besonders die Verstärkung der PCIe und RAM Slots Steel Armor, die dem Board ein edles und dezentes Aussehen verleihen.
    Das Board entfaltet seine volle Wirkung aber erst, nachdem man es eingeschaltet hat. Im Standard leuchten das I/O Shield, die Heatsink mit MSI Schriftzug, sowie einige andere Elemente im typischen MSI rot. Diese Farbe lässt sich natürlich nach Belieben per Software und/oder Smartphone App verändern und per Mystic Light (Sync) auch auf die Peripherie übertragen, wie z.B meinem Phanteks Eclipse P400S. Hilfreich sind auch die kleinen über das Board verteilten LEDs die den Status der Komponenten anzeigen
    Erwähnenswert ist auch die Anordnung der Anschlüsse für z.B, die SATA Geräte oder das Front USB. Hier sind die Anschlüsse nicht nur in eine Richtung ausgerichtet, sondern man kann einen Front USB und 2 SATA Geräte von oben anschließen sowie einen Front USB und 4 SATA Geräte seitlich. Das ist sehr praktisch falls man ein exotisches Kabelmanagement umsetzen möchte.

    Verarbeitung
    Die Verarbeitung ist wie immer bei MSI perfekt. Alles sitzt fest und nichts wackelt. Natürlich sind die Bauteile auch wieder Military Class (5) zertifiziert und stehen damit für hochwertige Komponenten, die nicht nur elektrischen Einwirkungen, sondern auch physischen stand halten.
    Die bereits angesprochenen Metallakzente bei den DDR4 Bänken und PCIe Slots sehen nicht nur gut aus, sondern erfüllen auch noch einen Zweck. Vor allem bei den PCIe Slots ist eine Verstärkung der Basis gut. Durch die heutigen Grafikkarten werden die Slots stärker beansprucht, was zur Materialermüdung führen kann.

    Montage
    Das Zusammenbauen ging leicht von der Hand. Die Klemmhalterung für die Nutzung alter AM3 Lüfter war schnell ab und die AM4 Halterung des Noctua anmontiert. Das Einsetzen der CPU und die Montage des Lüfters sind mit etwas handwerklichem Geschick, sowie zwei Schrauben fix dran.
    Das Einsetzen des Mainboards läuft wie bei allen anderen Mainboards auch. Die CPU und den Kühler habe ich bereits vor dem Einsetzen des Mainboards installiert, da ich gerne einen freien Blick haben möchte um die Installation zu überprüfen und die Lüfterkabel zu verlegen. Natürlich sollte man vorher überprüfen, ob auch alle Stellen für die Schrauben gut zu erreichen sind, was beim MSI X370 Gaming Pro Carbon der Fall ist.
    Dank der RGB Verlängerung lassen sich auch alle Kabel unauffällig im Case verlegen.

    Leistung
    Die Leistung konnte ich bisher nur oberflächlich prüfen, da meine gewünschte M.2 für meinen Geschmack noch zu teuer ist. Daher warte ich noch mit dem Wechsel und auch VR war bisher kein Thema für mich, vorallem da mir kürzlich die Grafikkarte abgeraucht ist und ich derzeit nur eine Ersatzkarte habe.
    Ich kann sagen, dass das ganze System stabil läuft und keine Aussetzer aufgetreten sind. Meine jetzigen SSDs können mit vollem Speed schreiben. Auch der Bootvorgang verläuft ohne Probleme und alle angeschlossenen Geräte werden gefühlt schneller als beim Z87M Gaming erkannt, also die Zeit zwischen Einschalten und Anzeige des Linux Bootloaders.
    Aber für ein Performancemainboard, also noch kein Enthusiast, sind die Specs in Ordnung. Ein ordentlicher Intel Gaming Chip, gepaart mit dem Audio Boost und SLI/Crossfire sorgen schon für ein gutes Spielerlebnis.

    Features
    Wie bereits oben erwähnt haben mich vor allem die zwei M.2 Schnittstellen (Optane ready) und zwei USB 3.1 Gen2 Anschlüsse überzeugt. Der DDR4 Speicher unterstützt Geschwindigkeiten bis zu 3200Mhz bei bis zu 64 GB Speichermenge. In meinen Augen sind ausreichend Anschlüsse für SATA und USB vorhanden. Zwar brauche ich ihn noch nicht, aber es ist gut zu wissen dass ich bereits einen VR Boost habe, sollte ich einmal in die VR Welt einsteigen.
    Unter Windows hatte ich natürlich keinerlei Probleme, außer dass ich nun einen neuen Windows 10 Key brauche. Da ich bereits mehrere MSI Boards mein eigen nennen darf waren die meisten Treiber schon installiert und die Software wurde nur noch upgedatet. Ein Feature was mir besonders gefällt ist die RAM Disk um das Caching in den RAM auszulagern. Einziges Manko an der Windows Software ist, dass man im Live Update bestimmte Updates nicht ausblenden kann. Mir passiert es oft, dass ich ausversehen die Google Toolbar und den Virenscanner installiere. Da man die Installation auch nicht abbrechen kann, muss man dann immer den Stecker ziehen.
    Da ich aber hauptsächlich ein Linux User bin, war ich überrascht wie einfach die Initialisierung war. Einfach nur den Kernel überprüft und schon war das System wieder voll einsatzbereit. Das einzige Manko was ich bisher festgestellt habe, ist das Fehlen der Mystic Light Steuerung und die Temperatursensoren/Lüfterregelung werden scheinbar noch nicht unterstützt. Zum Glück übernimmt hier aber wohl das BIOS die Arbeit und regelt alles automatisch. Zumindest kann ich ab und zu hören, dass die Lüfter leicht anziehen wenn der Rechner unter Last steht.
    Was mir aber als nettes Gimmick bei meinem alten Z87M Gaming gefallen hat: MSI hat hier einen kleinen Adapter beigelegt um die verflixten kleinen Gehäusekabel für PWR, HDD LED, etc in einer Art Breakout Adapter zusammenzufügen und dann den Adapter aufs Mainboard zu stecken. Leuten mit wenig Geduld und/oder Grobmotoriker würden das zu schätzen wissen!

    Preis-/Leistungsverhältnis
    Ich denke das Preis-/Leistungsverhältnis spricht für sich. Für die gebotenen Features, der Leistung sowie der Verarbeitung sucht man in der Preiskategorie lange nach einem vergleichbaren Board. Für mich eindeutig eine Kaufentscheidung!"

  • Testbericht von Arthur

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 07.07.2017



    "Testers Keepers Aktion - MSI X370 Gaming Pro Carbon

    Einleitung:
    Da ich mein Computer System seit längerer Zeit schon upgraden wollte und in dem aktuellen Zeitraum die neue Ryzen Reihe von AMD auf dem Markt gekommen ist, hatte ich mich dazu entschlossen AMD erneut eine Chance zu geben. Während diverser Recherchen bezüglich Mainboards mit X370 Chipsatz, bin ich zufälligerweise auf die Testers Keepers Aktion von Mindfactory gestoßen. Aus Interesse und reiner Neugier hatte ich einen Versuch gewagt und eine Bewerbung an Mindfactory verschickt und das kurz vor Bewerbungsende. Direkt am nächsten Tag hatte ich auch schon die erfreuliche Nachricht bekommen, dass ich als einer der Tester ausgewählt wurde. Hierbei sollte das MSI X370 Gaming Pro Carbon auf Herz und Nieren getestet werden.

    Verpackung:
    Besonders auffällig ist der Sportwagen im Carbon-Look auf der Front. Weitere Elemente der Vorderseite sind zudem die Angaben des AM4 Sockels, als auch des verbauten Chipsatzes. Auf der Rückseite sind, wie bei den meisten anderen Mainboardherstellern, die technischen Spezifikationen zu sehen, als auch die proprietären Eigenschaften von MSI. Zudem gehört das Mainboard der Performance Gaming Reihe an, welches sich durch performante Midrange Hardware des oberen Segmentes auszeichnet. Der Lieferumfang ist recht üppig gehalten und enthält folgenden Inhalt:

    - User Guide
    - Quick Installation Guide
    - Dankeschön bzw. Produktregestreirungskarte von MSI
    - Anleitung zur Speicherbestückung & CPU Kühlermontage
    - Treiber CD
    - SATA Label Sticker
    - I/O Blende im MSI Dragon Stil
    - 2x SATA Kabel
    - Extension Kabel für Mystic Light Stripes
    - SLI Bridge

    Design & Layout:
    Das Mainboard ist im schlichten schwarz gehalten. Besondere Akzente werden durch die mit Carbon-Look gestalteten Heatsinks gesetzt. Zusätzlich wurden die Heatsinks des Chipsatzes, als auch der externen Anschlüsse mit RGB LED ausgestattet. Auch entlang des Nahimic 2 Audiochips sind entsprechende RGB LEDs versehen. Dadurch ist es möglich, das Mainboard nach eigenem Schema zu gestalten. Interessanterweise können die LEDs auch mit dem Smartphone geändert werden, vorausgesetzt ein Bluetooth Dongle ist angeschlossen. Eine weitere Besonderheit sind die mit Steel Armor verstärkten Arbeitsspeicher- und PCI-E Slots. Gerade bei modernen Grafikkarten, welche aufgrund des Kühlers ein hohes Gewicht aufweisen können, entlastet man die Schnittstellen. Ein weiteres positives Merkmal sind zudem 2x M.2 Anschlüsse, wobei anzumerken ist das der M.2 mit Shield Armor PCI-E 3.0 unterstützt, während der zweite Anschluss "lediglich" PCI-E 2.0 unterstützt. Eine Sache die zu vermerken ist, sind die ausschließlich sechs vorhandenen SATA Ports. Gerade in dieser Preisklasse erwartet man doch etwas mehr Anschlussmöglichkeiten. Positiv sind dagegen die verbauten RGB LEDs, die erst mit einem Seitenfenster wirklich schön zur Geltung kommen. Was auch besonders auffiel, war die sehr detailiert gestaltete I/O Blende. Sie ist sehr gut verarbeitet und macht einiges an Design her.

    Verarbeitung:
    Das Board entspricht dem Militär Klasse 5 Standard und ist entsprechend wirklich gut verarbeitet. Auch die Spannungswandler machen einen wertigen Eindruck. Dementsprechend Nach ersten Overclocking Versuchen ist es auch gelungen den Prozessor stabil auf 3,8Ghz zu betreiben. Testweise wurde auch die Übertaktung mittels dem MSI Command Center durchgeführt. Jedoch startete der Rechner nach dem Übertakten erstmals 4-5 komplett neu, bevor das Bootlogo zu sehen war. Zunächst waren zu niedrige Spannungswerte von 1,25 Volt eingestellt und erst dann wurde die Spannung auf 1,35 Volt erhöht. Daraufhin wurde der Rechner komplett runtergefahren, vom Strom getrennt und ca. 2 Sekunden nach Abschaltung des Netzteiles der Startknopf betätigt, um die Restspannung verflüchtigen zu lassen. Im Anschluss fuhr der Rechner wieder ordnungsgemäß hoch. Ob es tatsächlich an den Spannungswandlern lag oder dem Prozessor, kann ich nach aktuellem Stand noch nicht sagen. Dieser Faktor hängt auch sehr stark vom jeweilig erhaltenen Prozessor ab. Sobald ich näheres herausgefunden habe, werde ich es entsprechend in diesem Thread nachtragen. Ansonsten machten noch die Steel Armor Verstärkungen an den PCI-E und Arbeitsspeicherslot einen sehr guten Eindruck. Auch der Shield Armor des M.2 Anschlusses macht einen wertigen Eindruck.

    Montage:
    Die Montage verlief ohne weitere Kompliaktionen. Zudem gefiel es gut, das die Backplate des Prozessors nicht verklebt war, wie beim Asus Prime X370-Pro. Auch die Montage eines Thermalright HR-02 Macho Rev. B funktionierte ohne weitere Komplikationen. Die weiteren Vorgänge wie der Einbau des Arbeitsspeichers, Anschließen der verschiedenen Schnittstellen und des M.2 Speichers und Weiteres liefen wie bei jedem anderen Einbau auch.

    Leistung:
    Schon beim ersten Start fuhr der Rechner ordnungsgemäß hoch, nachdem die Aufforderung kam, das BIOS erstmalig einzurichten. Der Arbeitsspeicher wurde direkt erkannt und nachdem das A-XMP Profil eingeschaltet war mit 2933Mhz getaktet.
    Zusätzlich wurde eine Samsung 960 evo M.2 SSD zum Testen verwendet. In Kombination mit Windows 10 brauchte der Rechner tatsächlich vom Einschalten bis zum Hochfahren 6 Sekunden! Die Geschwindigkeit ist nicht zu Verachten. Auch die Temperaturen des Mainboards befinden sich im moderaten Bereich. Der Prozessor wurde bei einer Taktrate von 3,4Ghz rund 53°C heiß. Der M.2 Speicher mit Steel Armor wurde höchstens 42°C warm. Im Normalbetrieb läuft das Gesamtsystem mit rund 36°C, bis auf die Grafikkarte die 45°C aufweist. Das Mainboard konnte ich zudem ohne Probleme per M-Flash mit dem neuesten BIOS Update "Agesa" aktualisieren, welches vor wenigen Tagen rauskam. Der Prozessor konnte in meinem Fall 3,8Ghz erreichen. Ab da habe ich vorerst keine weiteren Taktversuche durchgeführt, da die Temperatur schon 73°C betrug und die Luftkühlung nicht mehr ausreichend war. Die einzelnen Taktraten inklusive der jeweiligen Spannung kann aus den Bildern entnommen werden.

    Preis-/Leistungsverhältnis:
    Von der Preis-/Leistung soll das MSI besonders gut geeignet für Overclocker und Besitzern von Multi-GPU Systemen sein. Da ich eine GTX 1060 besitze ist SLI nicht möglich, weshalb ich dazu nichts sagen kann. Den ersten Punkt kann ich zustimmen, da der Betrieb mit 3,8GHz stabil betrieben werden konnte. Die anfänglichen Problemen lagen an der zunächst niedrigeren Spannung, welche im Nachgang auf 1,35 Volt erhöht wurden. Zudem wurde die Taktraten mittels BIOS angepasst.
    Zusätzlich bietet das Board zwei M.2 Anschlüsse, wobei der Anschluss ohne Steel Armor "nur" PCI-E 2.0 unterstützt. Einziges Manko sind die 6x SATA Anschlüsse für diese Preisklasse. Unter anderem besitzt das Asus Prime X370-Pro 8x SATA III Anschlüsse.

    Features:
    Innovativ fand ich persönlich das Click BIOS des MSI Boards. Wenn man schon häufiger Kontakt mit den verschiedenen BIOS GUIs wie die von Asrock oder Asus zu tun hatte, merkt man den Unterschied. Man kam doch recht gut damit klar, trotz der anfänglichen Skepsis zur Bedienung. Das MSI Command Center funktionierte anfänglich bei mir, verursachte aber merkwürdigerweise im späteren Betrieb beim Starten des Programmes die selben Problematiken, wie beim Overclocken. Der Bildschirm wurde schwarz und der PC reagierte nicht mehr. Könnte eine Nebenwirkung des aktuellen BIOS sein, da dieses erst vor ein paar Tagen rauskam. Gut möglich das auch das Programm diverse Probleme bezüglich der Taktung verursacht. Seit der Deinstallation des Programmes funktionierte aber alles wie zuvor. Der Nahimic 2 Audiochip dagegen lässt sich wirklich gut einrichten und die Klangqualität scheint tatsächlich etwas besser zu sein. Mittels der MSI Gaming APP für Windows, als auch Android lassen sich die LEDs entsprechend gut ansteuern.

    Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:
    Testweise hatte ich auch das Asus Prime X370-Pro von einem Freund geliehen bekommen. Insgesamt waren beide Boards von der Verarbeitung sehr gut gemacht, jedoch gefielen die besser verarbeiteten Spannungswandler des MSIs mehr. Auch die Heatsinks haben dem Aussehen sehr positiv beigetragen. Zudem hatte ich mit dem Asus Board anfängliche Probleme das Betriebssystem mittels UEFI USB zu installieren. Mit der selben Weise ging es beim MSI auf anhieb. Allerdings bietet das Asus Prime dagegen 8x SATA III Anschlüsse. Jedoch brauchen nicht viele Privatanwender eine solche Anzahl an Anschlüssen. Außerdem bietet das MSI X370 Gaming Pro Carbon zwei M.2 Anschlüsse, weshalb also beispielweise Konstellationen von zwei verschiedenen Betriebssystemen mit schneller Anbindung realisiert werden können.

    Fazit:
    Alles in Allem ist das MSI X370 Gaming Pro Carbon ein gutes Board, trotz der einigen Mankos wie den zu wenig vorhandenen SATA Kabeln. Zum Overclocken wurden die Einstellungsmöglichkeiten des BIOS genutzt, da das Command Center leider einige Probleme verursachte. An sich bietet das Board aber ein gutes Gesamtpaket aus Verarbeitung, Leistung und der Gestaltung. Ich empfehle auch hier für jeden der overclocken möchte, lieber das BIOS zu nutzen! Das Board verdient auf jeden Fall eine Kaufempfehlung und zudem findet auch schon eine entsprechende MSI Cashback Aktion statt, mit der das Board nun günstiger zu erwerben ist. Wer also auf der Suche nach einem anständigem Board ist, kann hier zuschlagen.

    Link: https://www.mindfactory.de/Highlights/MSI heisse Preise Sommeraktion/Badge/163x80 badge MSI heisse Preise Sommeraktion 30

    Testsystem:
    Prozessor: AMD Ryzen 7 1700
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/AMD-Ryzen-7-1700-8x-3-00GHz-So-AM4-BOX 1144032.html)

    Grafikkarte: 6GB Palit GeForce GTX 1060 Super Jetstream

    RAM: 16GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3000
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/16GB-Corsair-Vengeance-LPX-schwarz-DDR4-3000-DIMM-CL15-Dual-Kit 1012401.html)

    Mainboard: MSI X370 Gaming Pro Carbon
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/MSI-X370-GAMING-PRO-CARBON-AMD-X370-So-AM4-Dual-Channel-DDR4-ATX-Retail 1144080.html)

    Netzteil: bequiet! Pure Power 530 CM8
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/530-Watt-be-quiet--Pure-Power-L8-CM-Modular-80--Bronze 757838.html)

    Lüfter: bequiet! Pure Wing 2
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/be-quiet--Pure-Wings-2-PWM-120x120x25mm-1500-U-min-20-2-dB-A--schwarz 1017355.html)

    Gehäuse: BitFenix Ronin mit Seitenfenster
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/BitFenix-Ronin-mit-Sichtfenster-Midi-Tower-ohne-Netzteil-schwarz 928389.html)

    CPU-Kühler: Thermalright Macho HR-02 Rev. B
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/Thermalright-HR-02-Macho-Rev--B-Tower-Kuehler 983170.html)

    SSD: M.2 Samsung 960 evo 250GB
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/250GB-Samsung-960-Evo-M-2-2280-NVMe-PCIe-3-0-x4-32Gb-s-3D-NAND-TLC-Togg 1124979.html)

    HDD: 3TB Seagate Desktop HDD
    (https://www.mindfactory.de/product info.php/3000GB-Seagate-Desktop-HDD-ST3000DM001-64MB-3-5Zoll--8-9cm--SATA-6Gb-s 778947.html)"

  • Testbericht von Schonlatis Ariyamitr

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 04.07.2017



    "Verpackung:
    Die Verpackung ist branchenüblich stylisch und zeigt passend zum Namen einen Sportwagen im Carbon-Look. Auf der Rückseite springen einem die Infos schon fast entgegen. Das Mainboard kommt gut behütet in einer Antistatik-Folie in einem separaten Fach, das mit einem Polster ausgelegt ist.

    Design/Verarbeitung:
    Das Mainboard selbst ist schwarz/silber und hat einige Highlights in Carbon-Look. Auf den Carbon-Highlights ist das Logo des Herstellers abgedruckt. Die Anordnung der Komponenten ist plausibel und die Verabreitung enttäuscht auch nicht. Das Mainboard fühlt sich durchweg wertig an und macht einen vielversprechenden Eindruck.

    Zubehör:
    Als Zubehör liefert MSI folgendes mit:
     I-O Blende (gepolstert), mit MSI-Logo
     2 Sata-Kabel
     Y-LED splitter-Kabel
     Nvidia SLI-Brücke
     Treiber-CD
     Kabel-Label
     Schnell-Installation Guide
     Dankes-Karte zur Registrierung auf der MSI-Webseite
     Info-Karte zur Installation der RAM-Speicher-Riegel
     Handbuch

    Leider fällt das Zubehör hier etwas mau aus. Stammkunden bei MSI werden sich unter anderem wundern warum nur zwei Sata-Kabel mit beiliegen. Außerdem hatte man sich stets über die schönen MSI-Aufkleber gefreut. Diese fehlen hier leider. Einzig das Handbuch kompensiert beim Zubehör die Enttäuschung. Es ist sehr ausführlich geschrieben und bietet an mehreren Stellen QR-Codes zu Video-Anleitung und Links zu Youtube-Videos, die einem das Verständnis erleichtern.

    Features:
    Das X370 Gaming Pro Carbon verwendet, wie der Name vermuten lässt, den X370 Chipsatz. Der AM4 Sockel für die neuen Ryzen 5 bzw. 7 CPUs lässt sich mit einem entsprechenden AM4 CPU-Kühler oder auch mit einem AM3 Kühler bestücken. Als Arbeitsspeicher lassen sich 4 Riegel mit bis zu 64GB DDR4 Speicher und 3200MHz im Dual Channel verwenden. Neben den sechs Sata-
    Anschlüssen bietet das Mainboard zwei M.2 SSD-Steckplätze, von denen einer mit einem MSI M.2-Shield ausgestattet ist. Schade ist hier, dass einer der beiden Steckplätze lediglich PCIe 2.0 unterstützt. Beispiele zur Kombination von HDDs und SSDs findet man im Handbuch, was ich persönlich für sehr hilfreich halte. Desweiteren lassen sich mehrere Grafikkarten entweder über
    AMD Crossfire oder Nvidia SLI betreiben. Wer kann, der sollte die etlichen USB-Ports testen. Hier ist für jeden etwas dabei. Sogar USB 3.1 Anschlüsse der zweiten Generation (welche ich aus Mangel an entsprechenden Speichermedien leider nicht testen konnte). Als zusätzliche besondere Funktionen sollte man noch den VR Boost, die RGB-Beleuchtung und den Steel Armor erwähnen,
    der vor allem bei schwereren Grafikkarten für mehr Stabilität sorgt.

    Leistung:
    Als Testsystem wurde folgendes verwendet:
     AMD Ryzen 1600X
     X370 Gaming Pro Carbon
     G.Skill Aegis 16GB Kit, DDR4 3000
     Sapphire RX480 Nitro+ OC 8GB
     Windows 10, 64 bit

    Als Vergleichssystem:
     Intel i4570
     Gigabyte HD87-HD3
     4x Crucial Ballistix Sport DDR3, mit je 4GB
     Sapphire RX480 Nitro+ OC 8GB
     Windows 10, 64 bit

    Zum Vergleich diente das Spiel Rainbow Six Siege in Full HD unter Verwendung der höchsten Grafikeinstellung (ultra). Während ich mit dem alten System auf lediglich 60-70 FPS kam, erhielt ich durch das neue System einen Boost, der meinen 144Hz Monitor aufblühen ließ. Je nach Spielsituation war eine Steigerung der FPS von ca. 50% möglich. Wie ich vermutet hatte, war
    meine alte CPU der Flaschenhals. Leistungstechnisch und vor allem bei einem Preis von rund 165¤(Stand 04.07.2017) muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden bin. In dem Testzeitraum von 12 Tagen bildete das X370 Gaming Pro Carbon die Basis für ein stabiles System. Einzig die Mystic Light App machte auf meinem Smartphone Schwierigkeiten. Auf dem PC hingegen lief es schon besser.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Mainboard sein Geld wert ist und für einen Gamer mit Mittelklasse-PC mehr als zufriedenstellende Arbeit verrichtet."

  • Testbericht von Tobias Colloseus

    Zum Artikel: MSI X370 GAMING PRO CARBON AMD X370 So.AM4 Dual Channel DDR4 ATX Retail

    veröffentlicht am: 03.07.2017



    "MSI X370 Gaming Pro Carbon in der TESTER KEEPERS SPECIAL AKTION

    Einleitung
    Das Mainboard das zum Test antritt hat folgende Bezeichnung: MSI X370 Gaming Pro Carbon.
    MSI ist der Hersteller Micro-Star International. X370 lautet der neue AMD-Chipsatz. Gaming Pro steht für professionelles Gaming und Carbon soll die gesteigerte Effizienz verdeutlichen, genau wie der abgebildeten McLaren auf der Vorderseite der Verpackung sportlich, schnell und durch Carbon zusätzlich gewichtoptimiert.

    Neben dem Carbon verkleideten Sportwagen können wir auf der Front noch Sockel AM4 lesen und das dazugehörige Ryzen Logo das für die neue Prozessoren-Serie von AMD steht.

    Auf der Rückseite sehen wir neben dem abgebildeten Mainboard auch den vollen Funktionsumfang der Hauptplatine.
    Folgende Features werden hier genannt:

    Mystic Light - RGB LED Steuerung, auch per Smartphone APP
    Audio Boost 4 - ALC 1220 Realtek Sound + Nahamic 2 (EQ Software)
    Gaming LAN - Gaming wird erkannt und mit niedrigen Latenzen priorisiert
    VR Boost - Bessere Kompatibilität und Performance
    X Boost - Optimierung für Gaming und Streaming
    Lightning USB - USB 3.1 in der 2. Generation (10 Gpbs)

    Was wir ebenfalls auf der Rückseite sehen sind die internen und externen Schnittstellen.
    Auf die internen Schnittstellen versuche ich möglichst detailliert einzugehen.

    Die Carbon-Optik auf den Kühlern und der I/O-Abdeckung wissen zu gefallen.

    Sockel & RAM
    CPU Support - AMD Ryzen 5er und 7er Serie für AM4
    CPU Sockel - AM4
    Chipsatz - AMD X370
    RAM - 4x DDR4 bis 3200 MHz (OC) + Metallrahmen (Steel Armor)

    Erweiterungssteckplätze
    - 1x PCI-E 3.0 16x (16x) + Metallrahmen (Steel Armor)
    - 1x PCI-3 3.0 16x (8x) + Metallrahmen (Steel Armor)
    - 1x PCI-E 2.0 16x (4x)
    Unterstützung für 2-way SLI (8x/8x) / 3-way CrossFire (8x/8x/4x)
    - 3x PCI-E 2.0 1x

    Laufwerksanbindung
    - 1x M.2 (PCIe 3.0 x4/SATA, 22110/2280/2260/2242) + M.2 Shield
    - 1x M.2 (PCIe 2.0 x4/SATA, 2280/2260/2242)
    - 6x SATA 6Gb/s (4x abgewinkelt) (RAID 0,1,10)

    USB Anschlüsse
    - 4x USB 2.0
    - 4x USB 3.0 (2x abgewinkelt)

    Lüfter Anschlüsse
    - 1x CPU Fan (4pin, Voltage/PWM)
    - 1x Wasserpumpe (4pin)
    - 4x System Fan (4pin, Voltage/PWM)

    weitere Anschlüsse
    - Front Audio
    - Front Panel (Switch/LEDs)
    - RGB LED Header
    - CMOS Clear

    Was mich etwas gewundert hat, war das bei 6x SATA Anschlüssen nur zwei SATA-Kabel zur Verfügung stehen. Natürlich hat man die Option M.2 Steckplätze zu benutzen, diese benötigen keine Kabel.

    Im Lieferung ist außer der Verpackung und dem Board noch folgendes enthalten:

    - Handbuch
    - Quick Installation Guide
    - Karte zur Registrierung bei MSI
    - Kurzanleitung für Kühlermontage und Speicherbestückung
    - Label für SATA-Kabel
    - Treiber CD
    - I/O Blende
    - 2x SATA Kabel
    - Verlängerung für RGB LED (4-Pin)
    - SLI Brücke

    Hier noch die externen Anschlüsse am Input/Output Shield erläutert:
    - 1x PS2 + 2x USB 2.0
    - 1x DVI-D
    - 2x USB 3.1 Gen1 (Typ A) + HDMI 1.4
    - 1x Intel Gigabit LAN + 2x USB 3.1 Gen1 (Typ A) <- leuchten rot im eingeschalteten Zustand
    - 2x USB 3.1 Gen2 (Typ A + C)
    - 5x Klinke 3,5mm + SPDIF-Out (optisch)


    10 Phasen Spannungswandler sind optimal für stabilere Spannungsversorgung der CPU. Diese Anzahl der Phasen sorgt für eine gute Lastverteilung und gleichzeitig für niedrige Temperaturen. Mit dieser Ausstattung ist das Board auch für die großen Ryzen 7 CPUs und OC gewappnet.

    Verstärkte Metallrahmen können wir bei den RAM Steckplätze erkennen sowie bei den ersten beiden PCI-Express 3.0 Steckplätzen. Gerade für einige Grafikkarten mit schwerem Grafikkartenkühler eine sinnvolle Ausstattung. Die Steel Armor-Verstärkung sorgt für höhere Belastbarkeit der Steckplätze und vermeidet das Durchhängen der Grafikkarte.

    Beide M.2 Steckplätze sind mit PCI-E angebunden. Leider hat nur der obere Steckplatz ein M.2 Shield mit Wärmeleitpad für eine bessere Wärmeabfuhr. Man hat leider auch nicht die Möglichkeit das Shield aus Aluminium an den unteren M.2 Slot zu befestigen - hier fehlen die Nasen zur Arretierung.
    Leider kann ich eine M.2 SSD noch nicht mein Eigen nennen und somit hier auch nichts testen.

    BIOS

    Was direkt auffällt beim ersten hochfahren - der Bootscreen zeigt den McLaren von der Vorderseite der Verpackung wieder. Durch ENTF-Taste drücken beim booten erscheint uns das BIOS in dieser Ansicht:


    Mit dem UEFI BIOS kam nicht nur die Mausunterstützung dazu, man hat nun auch die Möglichkeit das BIOS individuell zu gestalten. Dadurch kann es dazu kommen das man sich erst einmal einen Überblick verschaffen muss. Das BIOS im MSI-typischen schwarz-rot gehalten ist aber nach kurzem durchklicken selbsterklärend. Man hat hier ebenfalls die Auswahl zwischen dem vereinfachten EZ Mode und dem detaillierterem Advanced Mode. Sehr praktisch finde ich die Snapshot Funktion - mit dem Drücken der F12-Taste werden direkt Screenshots vom BIOS auf einen eingesteckten USB Stick gespeichert.


    Bei der Lüftersteuerung macht MSI alles richtig. Man kann jeden Lüfteranschluss mit 3pin (Voltage) oder 4pin (PWM) Lüftern belegen und diese auch steuern. Mit fester oder variablen Drehzahl durch eine selbstkonfigurierbare Lüfterkurve. Jeder Lüfter kann sogar in Abhängigkeit zur CPU- oder Systemtemperatur gesteuert werden. Ein 4pin Anschluss ist extra für die Stromversorgung und Erkennung der Drehzahl einer Wasserpumpe ausgelegt.


    Testsystem

    CPU - Ryzen 5 1600
    CPU Kühler - AMD boxed / be quiet! Shadow Rock TF 2
    RAM - 2x 8GB DDR4 3200 MHz G.Skill Ripjaws V
    Board - MSI X370 Gaming Pro Carbon
    Grafikkarte - Gainward GeForce GTX 1070 Phoenix
    Netzteil - be quiet! Straight Power E9 CM 480 Watt
    Monitor - LG 29UM65 - 29 Zoll @ 2560x1080 @ 60Hz
    Soundsystem - Teufel Motiv 2
    Kopfhörer - Superlux HD 681
    Storage - Crucial 2,5 Zoll SSD, Seagate HDD
    Gehäuse - Fractal Design Arc Midi + 3x be quiet! 140mm Lüfter

    Software


    Command Center
    Mit diesem Programm hat man viele Einstellmöglichkeiten vom BIOS direkt im Windows. Man kann unter anderem die Lüfter konfigurieren, Temperaturen auslesen, Game BOOST aktivieren, Takt und Spannung an CPU und RAM anpassen. Man kann hierfür auch sein Smartphone zur Konfiguration nutzen.

    Gaming APP
    hier kann die RGB LED Beleuchtung konfiguriert werden und mit 16.8 Millionen Farben sowie 17 Effekten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch hier kann man noch zwischen einzelnen Modi schalten - OC, Gaming und Silent Mode. Per WLAN verbindet sich die APP mit dem PC - der PC selbst benötigt natürlich kein WLAN, er muss sich nur im selben Netzwerk befinden. Hier drückt man oben rechts auf das runde Browser (Earth) Symbol und verbindet sich mit den vorher in der APP auf dem PC eingestellten Namen und Passwort. Leider muss man zum Wechsel einen Neustart ausführen, was das ganze irgendwie nicht mehr so attraktiv macht und eine Mobile APP etwas unsinnig erscheinen lässt.

    Live Update
    Der Name ist Programm. Alle Updates für sämtliche Treiber und Tools sowie neue BIOS Versionen für das Board können hier im Handumdrehen heruntergeladen und installiert werden.

    Sound
    Das Mainboard kommt mit dem größten für AM4 Platinen aktuell verfügbaren Soundchips daher - dem ALC 1220. Die Nahamic Software ist eine sehr nützliche Erweiterung den ohnehin schon sehr wohl klingenden ALC 1220. Im direkten Vergleich mit meiner Soundkarte (FiiO E10K Olympus 2) sehe ich keinen Grund auf eine externe Soundkarte umzusteigen. Im Gegenteil - durch die Konfigurationsmöglichkeiten des Nahamic Tools klingt mein Teufel Motiv 2 gefühlt noch ausgeprägter.
    Zu den bereits vorprogrammierten Profilen: Shooter, Strategie, Rollenspiel, Rennen, Musik, Film, Com(munication) kann man sich auch eigene Profile seinen Bedürfnissen anpassen und abspeichern.
    Ich habe mich beim Testhören durch das Profil Music neu verliebt - Man sieht zwar die Lautsprecher die man schon länger hat, hört aber diese auf eine neue Art und Weise. Auch wenn hier nur eine MP3 zum Einsatz kam, überkommt einem das Gefühl von edler und hochqualitativen Soundqualität - satter aber nicht aufdringlicher Bass, fein ausgespielte Mitten sowie Höhen und klare Stimmen prägen die Tracks.

    Das Soundprofil Shooter war mir etwas zu künstlich aufgesetzt. Hier bedarf es ein wenig Geduld um sein Setting zu finden - oder man deaktiviert Nahamic dafür und daddelt ohne EQ. Zum Test wurden halboffene Stereokopfhörer von Superlux in der Ausführung HD 681 im Shooter Battlefield 1 verwendet.

    RAM-Kompatibilität

    Der DDR4 RAM der mir zur Verfügung steht ist von G.Skill und trägt folgende Bezeichnung:

    2x 8192 MB G.Skill RipJaws V (F4-3200C16D-16GVKB)

    Genau diese Bezeichnung kann ich in der Kompatibilitätsliste nicht finden und nach einige Test mit XMP-Profilen und manuellen Eingaben war klar -> der RAM läuft leider nur mit 2666 MHz und Latenzen von 16-15-15-36 bei 1,35V. Ich muss hier erwähnen das diese Riegel in meinem Intel System ebenfalls nicht schneller laufen.

    Overclocking + Temps

    Beim Übertakten der CPU habe ich das Problem das diese stur mit 1550 MHz läuft sobald ich im BIOS die VCore auf 1,30V oder höherstelle. Da ich zuerst das neuste BIOS (1.50) geladen habe ohne OC zu betreiben, kann ich keine Aussage treffen ob dieses Problem auch zuvor schon bestand. Hier wird MSI aber Abhilfe schaffen, denn wie sich nach einer kurzen Onlinesuche herausstellte, bin ich nicht der einzige mit diesem Problem.
    Nichtsdestotrotz konnte ich das Übertakten mit dem Command Center von MSI durchführen was sogar den Vorteil hatte dieses alles bequem in Windows zu erledigen.

    Um die Stabilität und Temperaturentwicklung der CPU zu testen kamen Cinebench und Prime95 zum Einsatz.


    Cinebench skaliert super mit mehreren Kernen und zeigt hier auch sofort die Differenz zwischen den einzelnen Kernen je nach Takt.

    3,20 GHz - 1031 cb
    3,50 GHz - 1147 cb
    3,80 GHz - 1249 cb

    Prime95 im Custom Run - 1344k eignet sich um die eingestellte VCore auf Stabilität zu testen und ebenfalls um Temperaturen der CPU auszuloten. Ich habe Prime95 je Setting um die 20min laufen lassen - da sich hier die CPU Temperatur schon länger eingependelt hat.

    Takt / VCore / Temperaturen / CPU Kühler Lüfterdrehzahl / Kühler

    3,20 GHz - 1,136 V - 62 Grad - 1367rpm - boxed
    3,50 GHz - 1,240 V - 67 Grad - 1588rpm - boxed
    3,80 GHz - 1,352 V - 75 Grad - 2039rpm - boxed

    Selbst mit einem boxed Kühler und OC werden die Kühlerköper der Wandler keine 60 Grad warm.

    Bei VCore 1,136 V - Spannungswandler bei 52,5 °C

    Bei VCore 1,352 V - Spannungswandler bei 58,1 °C

    Was wir dadurch feststellen ist folgendes: Der boxed Kühler reicht für OC nicht aus. Denn die CPU kommt als einzige Komponente in einen kritischen Bereich der, mal abgesehen von der Geräuschentwicklung bei 2000 rpm, mit 75°C nicht unbedingt viel Spielraum nach oben lässt. Hier wird ein anderer CPU-Kühler benötigt.

    Mir steht für diesen Test ein neues Model von be quiet! Zur Seite - der Shadow Rock TF 2.
    Der Kühler hat einen leisen 135mm Lüfter und soll 160W TDP abführen können - im Bild ist bereits die Halterung für den AM4 Sockel montiert. Bei der Demontage des boxed Kühlers fällt auf das die originale Backplate des Mainboards nur geschraubt ist - einige Hersteller haben ihre Backplate verklebt - das führt zu Problemen bei der Installation von Kühlern die ihre eigene Backplate nutzen.

    Nach der Installation des Kühlers und dem komplett unveränderten Profil von 20min Prime95, Lüfterkurve ebenfalls wie zuvor eingestellt, ergeben sich folgende Ergebnisse:


    Takt / VCore / Temperaturen / CPU Kühler Lüfterdrehzahl / Kühler

    3,20 GHz - 1,136 V - 55 Grad - 483 rpm - be quiet! Shadow Rock TF 2
    3,50 GHz - 1,240 V - 60 Grad - 589 rpm - be quiet! Shadow Rock TF 2
    3,80 GHz - 1,352 V - 67 Grad - 720 rpm - be quiet! Shadow Rock TF 2
    3,90 GHz - 1,408 V - 70 Grad - 798 rpm - be quiet! Shadow Rock TF 2

    Mit 3,90 GHz erreicht der Ryzen 1262 cb in Cinebench - es ist allerdings eine signifikante Steigerung der Spannung nötig. AMD empfehlt maximal 1,35V. Beim konfigurieren höherer Spannungen warnt auch das Command Center von MSI.



    Wenn ihr eurer persönliches 24/7 OC Setting sucht, empfehle ich Prime 2 Stunden laufen zu lassen und danach ganz gewöhnliche Alltagslast anzuwenden -> bspw. Gaming Last. Wie oft lese ich in den Foren das manche ihren Rechner 24 Stunden mit Prime95 haben laufen lassen und schon im nächsten Game der Rechner abstürzt. Die ressourcenhungrigsten Games gestartet und drauf los gedaddelt. Wenn der PC nach einigen Games immer noch keine Probleme macht habt ihr eurer Setting gefunden. Wichtig ist auf jeden Fall die Leistung vorher und nachher miteinander zu vergleichen - ist der Wert mit OC nicht höher als zuvor, kann das ein Hinweis dafür sein das eurer System bereits instabil am Limit läuft und gerade so nicht abstürzt.

    Gaming, Benchmarks und Threads

    Zurzeit gibt es noch einige Games die leider nicht alle Kerne/Threads der CPU nutzen und somit Leistung verschenken. Das wird sich natürlich im Laufe der nächsten Jahre ändern - auch wenn es nicht einfach wird das Game so zu programmieren um es gleichmäßig auf die Kerne verteilen zu können. Hier mal ein paar Beispiele dazu.

    Rise of the Tomb Raider nutzt zu jeder Zeit alle 12 Threads
    Firewatch nutzt nur 8 Threads
    DiRT Rally nutzt ebenfalls nur 8 Threads
    Battlefield 1 nutzt im Multiplayer bis zu 12 Threads aber meist 10

    FAZIT

    Contra
    OC Problem im BIOS 1.50 <-- Supportanfrage läuft
    Nur 2 SATA Kabel dabei
    Gaming APP benötigt Neustart beim Modus Wechsel

    Pro
    10 Phasen VRM für gute OC Leistung
    ALC1220 Soundchip mit Nahamic
    Die Lüftersteuerung lässt keine Wünsche offen
    2x M.2 Schnittstellen an PCIe angebunden
    Backplate nicht verklebt dadurch unproblematischer Kühlerwechsel
    Abgewinkelter USB 3.0 Header & SATA Anschlüsse (keine Kollisionsgefahr bei langen Grafikkarten)

    Es geht um das OC Problem im BIOS - Die Auskunft vom MSI Support ist folgender:

    Es wird die nächsten Wochen ein BIOS Update geben - dann sollte es auch keine Probleme mehr geben.
    AMD hat mit dem Ryzen ein neues Stepping raus gebracht ohne den Mainboard-Herstellern bescheid zu geben."

    Teilnahmebedingungen:
  • Mitarbeiter/innen der Mindfactory AG sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
  • Alle vom 12.06.2017 bis einschließlich 18.06.2017 vollständig ausgefüllten Online-Bewerbungen nehmen an der Verlosung für die Produkttester teil. Die Teilnahme über die Einschaltung Dritter, z.B. Gewinnspielagenturen, ist ausgeschlossen.
  • Für die Richtigkeit der angegebenen Daten ist der bzw. die Teilnehmer/in verantwortlich.
  • Die Produkte werden auf der entsprechenden Bewertungsseite genannt und dort werden ebenfalls die Produkttester bekannt gegeben.
  • Sollten die ausgesuchten Produkttester sich binnen 72 Stunden nach der Benachrichtigung nicht melden, werden diese neu ausgelost.
  • Mit der Teilnahme an dem Produkttest erklären sich die Tester dazu bereit, einen Testbericht mit mind. 500 selbstgeschriebenen Worten in einer verständlichen Formulierung zu verfassen und diesen dann entsprechend im Shop beim Produkt sowie mit Produktbildern im Forum zu veröffentlichen. Des Weiteren ist der Testbericht an die, in der Produkttester-Anleitung, bereitgestellte E-Mail Adresse zu senden. Werden die Bedingungen nicht erfüllt, weisen wir den Produkttester auf eine Nachbesserung hin. Sollte diese fehlschlagen, wird das Testprodukt dem Tester in Rechnung gestellt.
  • Mit der Teilnahme erklären sich die Produkttester damit einverstanden, die Testers Keepers Aktion per Video zu begleiten und anschließend ein mind. 3 minütiges Unboxing-Video zu erstellen. Das Unboxing-Video soll das Mainboard, die Verpackung sowie das beiliegende Zubehör vorstellen und bewerten. Dabei sollen z.B. Mainboardeigenschaften, Layout, Kühlung und Praxiserfahrung dokumentiert werden.
  • Eine Jury wählt aus den zehn Unboxing-Videos der Produkttester das Beste aus. Als Gewinn erhält der Verfasser dieses Videos eine von MSI zur Verfügung gestellt Grafikkarte geschenkt.
  • Der Veranstalter haftet weder für Versäumnisse der Produkt bereitstellenden Unternehmen, noch für sonstige Ansprüche im Zusammenhang mit der Bereitstellung der zu bewertenden Artikel. Des Weiteren übernimmt der Veranstalter keine Haftung für etwaige technische Schwierigkeiten, die das Endresultat oder die Teilnahme an der Bewerbung oder Bewertung beeinflussen.
  • Mit der Absendung der vollständig und richtig ausgefüllten Online-Bewerbung akzeptiert der/ die Teilnehmer/in diese Teilnahmebedingungen ohne Einschränkungen.
  • Die Bewerber werden durch eine Jury ermittelt. Die Verständigung der Bewerber erfolgt durch die Mindfactory AG. Die Bewerber werden per Mail informiert und zusätzlich auf der Webseite bekannt gegeben.
  • Die zu bewertenden Produkte sind nicht übertragbar. Barauszahlungen sind nicht möglich. Der Veranstalter übernimmt keine Gewährleistung und/ oder Haftung für Preise, die im Rahmen des Produkttestes vergeben werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Produkttesterbewerbung kann kein Schriftverkehr geführt werden.
  • Die Seite www.mindfactory.de beinhaltet Links zu Webseiten, die vom Veranstalter nicht kontrolliert werden. Diese Links dienen lediglich der vereinfachten Nutzung. Der Veranstalter übernimmt keine Verantwortung für Inhalt, Datenschutz, gute Sitten und Sicherheit der verlinkten Seiten.
  • Berechtigt zur Teilnahme sind ausschließlich Personen mit einer gültigen Postanschrift und einem dauerhaften Wohnsitz in Deutschland.
  • Die ausgelosten Produkttester nehmen nicht an der monatlichen Verlosung der Einkaufsgutscheine teil.
  • Änderungen sind vorbehalten
  • Mindfactory AG 06/2017

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