Produkttester
Vor dem Beginn des Reviews will ich mich zuerst einmal bei Mindfactory bedanken für das Vertrauen im Rahmen des Testers Keepers Programm.
Dieses Review gliedert sich in folgende Punkte:
Allgemeines
Verpackung und Lieferumfang
Funktionen und erster Eindruck
Bios
Inbetriebnahme
Fazit
1.Allgemeines
Im Rahmen dieses Reviews wurde das MSI B360 GAMING PLUS getestet. Dies ist ein ATX Mainboard der Marke MSI mit dem Intel B360 Chipsatz und einen LG1151er Sockel.
Zu beachten gilt von vorneherein bereits, das die 300er Chipsets von Intel grundsätzlich nur mit der 8. Generation der Intel- i Serie zusammenarbeitet.
2. Verpackung und Lieferumfang
Angeliefert wird das Mainboard in einer roten Schachtel, welche bereits ein paar Logos zeigt welche auf bestimmte Funktionen hinweisen, wie z. B. das Intel Optane Ready oder auch das RGB Mystic Light.
Auf der Rückseite wird dann mehr ins Detail gegangen, es gibt einen Überblick über die Spezifikationen, das IO-Blenden Layout und über mehr Board-Spezifische Funktionen wie Debug LEDs oder die Qualität der Soundkarte.
Wenn wir die Schachtel öffnen, finden wir erst einmal das Mainboard, sauber in einer ESD-Schutzfolie verpackt. Des Weiteren liegen dem die Slot Blende im Schicken Gaming-MSI Design, eine vollständige Anleitung in Papierform, ein Quick-Start Guide, eine Garantie-Karte, zwei Sata Kabel (davon eines abgewinkelt) und zu guter Letzt ein MSI-Logo Aufkleber bei.
Vor allem das vollständige Handbuch in Papierform und die Treiber-CD sind heutzutage auf keinen Fall mehr selbstverständlich. Umso mehr ist dies positiv hervorzuheben, da dadurch der Setup Prozess, vor allem für Neulinge erheblich erleichtert wird.
Auf die Treiber-CD wird bei der Inbetriebnahme nochmals genauer eingegangen.
3. Funktionen und erster Eindruck
Vorweg, es wird hier nicht auf ALLE Funktionen des Boards eingegangen, da dies den Rahmen dieses Reviews vermutlich sprengen würde.
Wie schon erwähnt besitzt das Board unzählige Features, aber fangen wir mal bei der reinen Hardware an.
Am IO-Panel ist bemerkenswerterweise immer noch ein PS2 Anschluss vorhanden (totgesagte leben länger), wodurch man seine IBM Model-M noch nicht entsorgen braucht. Aber auch sonst sind reichlich USB-Anschlüsse und sogar ein Typ-C Anschluss vorhanden.
Dabei ist auffällig das es keine USB 3.0 sondern nur noch USB 3.1 (Gen1 und Gen2) verbaut wurde (mit Ausnahme zweier USB 2.0 Ports für Maus und Tastatur).
Für die Verbindung ins World Wide Web sorgt ein Intel Gigabit LAN-Anschluss und für die Intel Integrated Graphics ist dann noch ein Displayport-Connector und ein DVI-D vorhanden.
Zuletzt gibts dann sechs Klinkenanschlüsse, mit Hilfe derer man maximal 7.1 Sourround-Sound dem Board entlocken kann.
Weiter geht es auf dem Mainboard mit unzähligen Lüfter und auch einen Pumpen-Anschluss für die Kühlung, des Weiteren existieren fünf gleichwertige SATA Anschlüsse und neben einem USB3.0 Header auch noch zwei USB2.0 Header.
Für die Einbindung älterer Peripherie bietet sich schließlich noch ein Header für einen COM-Port und einem LPT Port an.
Dazwischen versteckt sich der RGB-Strip Header.
Man muss allerdings hier aufpassen, dass man im Header-Dschungel auch die richtigen Header erreicht, nicht das man ungewollte Fehlfunktionen oder gar Kurzschlüsse verursacht.
Auffällig ist auch, dass der PCIE für die Grafikkarte nochmals extra geschirmt ist.
Was am Board selbst noch extrem auffällig ist, ist der Hinweis, wo keine Distanzbolzen im Gehäuse sein dürfen: dies ist sowohl auf der Board-rückseite als auch nochmal in Papierform vermerkt.
Dies ist nochmals eine gute Hilfe, vor allem für Neulinge.
In Bezug auf Hilfestellungen muss man dann noch die Debug LEDs erwähnen, welche im Fehlerfall eine gute Alternative zu den in die Jahre gekommenen Piezo-Lautsprecher, aber auch zu den LED Segmentanzeigen in höherpreisigen Mainboards darstellt. Es ist dadurch eine schnelle Fehlerdiagnose gut durchführbar.
Das Board macht einen robusten Eindruck, und ist auch Optisch in einen schönen einheitlichen Schema gegliedert.
Einzig sonderbar ist der PCIE-Power Anschluss, welcher mir bisher noch bei keinem anderen Mainboard untergekommen ist und auch (Kabeltechnisch) etwas unklug platziert wurde.
Ansonsten sind aber alle Anschlüsse gut platziert und zu erreichen.
Die Kühler für die Spannungswandler sind massiv ausgeführt und erfüllen sowohl design, als auch funktionstechnisch ihren Zweck.
Auch der Zusammen- und Einbau ging leicht von statten, bis auf das ewige Thema von sich verkeilenden Slot Blenden-Laschen.
Hier sollte man besonders aufpassen, dass man nicht irgendwas kaputtmacht.
Zusammenfassend macht das Mainboard einen durchaus durchdachten, positiven Eindruck.
4. Bios
Das Bios besitzt zwei Ebenen: einmal den EZ-Modus, welcher auf eine einfache und Bedienerfreundliche Konfiguration ausgelegt ist, und einen Advanced-Mode, welcher den vollständigen Zugriff auf alle Einstellungsmöglichkeiten des Boards bietet.
Für einfache (wenn auch begrenztere) Anpassungen reicht der EZ-Mode.
Dieser bietet bereits XMP, um den RAM zu übertakten, des weiteren Überblick über das System und Zugriff auf die wichtigsten Features.
Der Advanced-Mode ist ordentlich in Unterkategorien gegliedert und man findet sich dort relativ schnell zurecht. Hinzu kommt, das MSI am Bios Layout nicht viel ändert, wodurch man, wenn man einmal mit einem MSI Board gearbeitet hat, sich nicht sonderlich umstellen muss.
Im Großen und Ganzen ist das Bios sehr übersichtlich gestaltet und sowohl für den Neuling als auch den Advanced User gut zu bedienen.
5. Inbetriebnahme
Nachdem das System zusammengebaut und das Bios nach eigenen Wünschen angepasst ist, kommen wir nun zur Inbetriebnahme bzw. das Einrichten des Systems.
Kurzgesagt die Installation von Windows selbst ging flüssig und problemlos, allerdings konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht ins Internet mit dem PC.
Nach dem Grundsetup zeigte sich, das (unüblicher Weise) der Lan-Karten Treiber nicht direkt bei Windows dabei ist. Und an dieser Stelle kommt jetzt die Treiber-CD ins Spiel: Es ist mir unverständlich, warum hier immer noch auf CDs zurückgegriffen wird, weil es mittlerweile nicht mehr als Standard angesehen werden kann, dass noch ein CD-Laufwerk verbaut wird. Es gäbe zum Beispiel ja auch die Möglichkeit, USB-Sticks o.ä. beizulegen. Da aber eine CD zumindest mehr ist als die meisten überhaupt beilegen, will ich dies jetzt nicht zu negativ sehen.
Nach der (langwierigen) Installation der (veralteten) Treiber von der CD hatte das System dann erst einmal Internet.
Anschließend ging es mithilfe von MSI-Live-Update daran, alles gerade installierte zu Updaten.
Nebenbei fiel auf, dass es nicht möglich war mit irgendeinem Browser HTML5 Videos (wie Youtube, etc &) abzuspielen.
Dieses Phänomen wurde erst durch eine nochmalige Installation des neuesten Soundkarten Treibers behoben)
Allerdings kann man hier jetzt keine genaue Schuldzuweisung geben, ob es jetzt an Windows, an Realtek (die für die Treiber verantwortlich sind) oder an MSI lag. Da aber mittlerweile alles funktioniert, will ich es einfach dabei belassen, das es eventuell in diesem Bereich für Nutzer Probleme geben könnte.
Zu dem Software Paket, ich habe aus Interesse einmal alles an Utility installiert was von MSI selbst kommt.
Hier wird ein schönes Set von verschiedenen Applications mitgeliefert, welche alle ihren Zweck erfüllen und auch anstandslos arbeiten.
Einzig allein Cfos (oder besser bekannt als MSI Gaming Network Manager) braucht eventuell etwas Konfiguration, da es sonst passieren kann, dass es Probleme mit Internetanwendungen gibt.
Die RGB Funktion (und auch Software) ist ein nettes Feature, um einen Build nochmals optisch aufzuwerten, und funktioniert auch problemlos.
Die Qualität der Soundkarte würde ich als Gut befinden, es rauscht nichts besonders stark und der Sound kommt (soweit mir eine Beurteilung möglich war) relativ gut neutral rüber.
Die Lüfter-Steuerung erfüllt ihren Zweck, auch bei nicht-PWM Lüftern.
Zusammenfassend war die Inbetriebnahme nicht so flüssig, wie es sein könnte, allerdings im großem und ganzem noch relativ gut. Die hinzugefügte Software erfüllt ihren Zweck.
6. Fazit
Das MSI B360 Gaming Plus ist ein gutes Mainboard für seine Preisklasse, das einerseits in Optischen Aspekten sehr gut punkten kann, allerdings auch in der Ausstattung nichts zu wünschen übrig lässt.
Zum Optischen gibts obendrauf das Feature der RGB-LEDS, sowohl im Mainboard selbst, als auch die Möglichkeit, optionale LEDs anzuschließen.
Vergleichbare Mainboards von Asrock zum Beispiel sind um einiges beschränkter in den Konfigurationsmöglichkeiten im Bios, und auch sonst gibt es nur wenig Vergleichsmaterial mit dem Formfaktor ATX und so vielen PCIExpress Anschlüssen.
Positiv ist des weiterem auch das gedruckte Handbuch, und auch allgemein die vielen Hilfestellungen für den Endnutzer bereits beim Zusammenbau eines Systems.
Hinzu kommt die Funktionsvielfalt, die zwar vermutlich niemand vollständig ausreizen wird, aber Flexibilität im Einsatz bietet.
Neutral lässt sich die Treiber-CD werten, welche beim Setup erst einmal doch einen deutlichen Vorteil bringt, da man keinen 2. Rechner braucht, um im Vorfeld die wichtigsten Treiber zu laden.
Allerdings gäbe es vermutlich einfach zu realisierende Alternativen, welche die Treiberinstallation schneller und auch einfacher gestalten könnten, wie zum Beispiel Flash-Speichermedien o.ä. .
Leicht Negativ bewerten muss man das Treiberthema selbst, immerhin schaffen es die meisten Mainboards (auch bei MSI), es dem System zu ermöglichen zumindest eingeschränkt mit einen System-Standard Treiber ins Internet zu kommen, wodurch den Usern ohne die CD Möglichkeit, zumindest die Alternative des direkten Downloads bleibt.
Abschließend kann aber eine klare Empfehlung für dieses Board ausgesprochen werden.