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Testbericht: Gigabyte Aorus Gaming 7-OP
Von Adam im Zuge der Testers Keepers Aktion
Inhaltsverzeichnis:
- Einführung
- Design & Packungsinhalt
- Verarbeitung und Komfort bei der Handhabung
- Benutzerfreundlichkeit der Software & Treiber
- BIOS
- Features & Leistung
- Preis-/ Leistungsverhältnis
- Fazit
Einführung:
Gigabyte präsentiert mit seinem Z370 Flaggschiff Aorus Gaming 7-OP ein Motherboard für Intels 8. Plattform Generation mit fast keinen Kompromissen - gerichtet an Gamer und Liebhaber des bunten Farbspiels. Welche Features überzeugen und wo Gigabyte nicht ganz seine Hausaufgaben gemacht hat, lest ihr im folgenden Test. Viel Spaß!
Design & Packungsinhalt:
Vorfreude beim Auspacken, funkelende Augen, leichte Euphorie | nein, hier beschreibe ich nicht wie wir uns als Kinder an Weihnachten gefühlt haben, schließlich haben wir Sommer und draußen erwärmt die Sonne unseren blauen Planeten mit sehr warmen 30 Grad über dem Nullpunkt. Hier beschreibe ich das Gefühl, wie das Motherboard zum ersten Mal aus der antistatischen Folie herausgezogen wird: "WOW! Was für ein Motherboard! Also, wenn sich hier drauf keine Hardware wohl fühlt, dann muss wohl ein Motherboard mit TR oder X Sockel Sockel/Chipsatz her" war mein erster Gedanke, als ich die ins Auge stechende, sowie sicht- und fühlbare hohe Qualität an Hardware in den Händen gehalten habe.
Das Design ist sehr futuristisch gehalten. Ein schwarzes PCB, im Design scharfe Ecken und Kanten, sowie ein Monochrome gehaltener Farbstil der Bauteile lassen einen vergessen, dass man sich im Jahr 2018 befindet. 2065 trifft da eher zu. Alle Bauteile folgen konsequent diesem Stil: Ob Spannungswandler Kühler, PCH Kühler, (eine nicht selbstverständliche) IO Abdeckung, sowie weitere Elemente wie RAM oder PCI-E Steckplätze.
Apropos PCI-E Steckplätze. Diese sind selbstverständlich verstärkt, sodass auch schwere Grafikkarten gut halten und auch häufigere Umbaumaßnahmen sollten dem Motherboard nichts anhaben können.
Der typische Aorus Adler findet sich formschön beleuchtet auf dem PCH wieder, der Aorus Schriftzug auf der IO Abdeckung zeigt die Produktlinie auf.
Ach ja, dass das Motherboard auch das Merkmal im Jahr 2018 in Gänze unterstützt, braucht schon fast nicht erwähnt werden. Aber so ganz ignorieren kann man die Klasse RGB Beleuchtung dann wieder auch nicht.
Dabei sind nicht nur der PCH Kühler beleuchtet, oder eine dezente leuchtende "Linie", wie bei anderen Motherboards, sondern auch andere Bauteile wie: VRM Kühler, PCI-E und RAM Steckplätze (und das sieht wirklich klasse aus!) sowie eine Zierleiste unterhalb des 24 Poligen ATX Steckers. Freunde der RBG Überdosis sind daher genau richtig! Einstellen lässt sich dies per "RGB Fusion" Software. Verschiedene Modi, als auch Farben lassen sich praktisch über jedes beleuchtete Bauteil separat voneinander ansteuern.
Neben dem Motherboard liegen Sticker, Kabelbinder, diverse Kabel und Adapter bei. Zusätzlich zu den obligatorischen SATA Kabeln und dem IO Shield, liegt noch eine SLI 2 Bridge, LED Adapter Kabel, Temperatur Sensoren und ein Adapter für die IO Panel Leitungen. Ansonsten befinden sich noch ein Handbuch und eine CD im Gepäck.
Verarbeitung und Komfort bei der Handhabung:
Zur Verarbeitung habe ich schon angeteasert, dass es sich um ein Produkt des höheren Qualitätsstandards handelt. Doch im Detail lassen sich erst besondere Merkmale erkennen. So ist das Mainboard durch die Bank sehr gut verarbeitet. Das Mainboard wirkt aus der optischen und haptischen Perspektive sehr robust und wiegt gefühlt mehr als jedes andere Gaming Motherboard. Wie auch bei anderen Geräten, beispielsweise Smartphones oder Tablets, trägt auch hier das Gewicht zur Steigerung der Wertigkeit bei.
Alle Bauteile sind sauber verlötet, sitzen fest und wirken wie aus einem Guss. Gigabyte zeigt deutlich, dass sie Motherboards herstellen können.
Positiv hervorzuheben sind die von innen beschrifteten Anschlüsse auf dem Motherboard. So liest man in der Buchse des jeweiligen Bauteils "USB", "USB3.0" oder "AUDIO" um die Stecker des IO Panels des Gehäuses sicher an Ort und Stelle zu manövrieren. Gerade Einsteigern sollte dies entgegenkommen.
Was mir persönlich noch gut gefallen hat, ist der kleine Stecker für Power Switch, Reset Switch, etc. der dem Motherboard beiliegt. Dies hat den Einbau an den immer viel zu winzigen Drähtchen, äh, Leitungen ein Stück erleichtert. Nicht so ganz stark wie erhofft, da die Leitungen der Power LED immer wieder aus der Fassung gesprungen sind, aber immerhin gut genug, um den Einbau einfacher zu gestalten. Eine klasse dazu Gabe.
Einziges Manko, und das liegt eher an meiner Kühllösung, ist, dass die Klemmen meiner Backplate des
CPU Kühler nicht so ganz in die Vorgebohrten Löcher (vier Löcher um den CPU Sockel herum) gesteckt
werden wollten. Hier fehlte gefühlt nur noch ein ¼ Meter mehr im Durchmesser, damit die mit dem
Innengewinde versehenen Pins auch festen Halt haben. Dadurch entpuppte sich der Einbau zur kleinen
Geduldsprobe.
Benutzerfreundlichkeit der Software & Treiber:
Zusätzliche Software und Treiber - da graust es dem einen anderen User sofort. Die Intel Treiber und
Tools kann man sorgenlos installieren. Windows 10 hat Standardmäßig alle Treiber sofort installiert.
Ein Problem weniger? Nein, nicht so ganz. Speziell der Intel Optane Treiber (Intel Rapid Storage
Technology), oder der Creative BlasterX Pro Gaming 720 Treiber sollten installiert sein, damit a) die
Geräte funktionieren und b) diese ihr ganzes Potential ausspielen sollen bzw. können.
Die Gigabyte Tools stellen einen User vor kleinen aber überwindbaren Hürden. Die Herausforderung
ist das Auffinden der richtigen Tools und die Installation in der richtigen Reihenfolge. Zunächst muss
das sogenannte "App Center" installiert werden. Dies stellt die Basis dar. Danach installiert man die
einzelnen Module. Nachdem das App Center installiert wurde, können Module wie RGB Fusion,
EasyTune, oder @BIOS installiert werden.
Praktischer wäre es, wenn das App Center standardmäßig alle wichtigen Funktionen von Haus aus
mitbringt, ohne dass sich der User erst um die richtigen Module kümmern muss.
Negativ sind mir dabei jedoch aufgefallen, dass dies auf der Webseite des Herstellers nicht sofort klar
wird und außerdem sind manche Namings der Utilities nicht selbstsprechend, da eine Beschreibung
zur Aufgabe des Moduls leider fehlt. Leider kam noch hinzu, dass die Module Fehler verursachten.
Und so kann es durchaus passieren, dass man die eine oder andere Software mehrmals installieren muss, bis sie auch ohne Probleme läuft. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur Pech! Trotz frisch installiertem Windows werde ich diesen Fehler wahrscheinlich nur los, wenn ich auf findige User in Foren antreffe, die diese Probleme lösen konnten und eine Schritt für Schritt Anleitung anbieten.
Man könnte nun meinen, dass man sich erst gar nicht die Tools der Motherboard Hersteller auf den heimischen Rechner installiert. Wenn man sie nicht will, dann installiert man diese schlichtweg nicht. Jedoch fehlen dann ein paar nützliche Funktionen, welche zwar über das Bios erreichbar sind, aber unter Windows wesentlich komfortabler zu nutzen sind | wie z.B. das on the fly Overclocking des Prozessors.
BIOS:
Das Bios. Manche haben nur mal davon gehört, haben sich vielleicht beim Hochfahren des Computers einmal dorthin verirrt, die anderen kennen das System, welches bei jedem PC Start als Erstes geladen wird, in und auswendig. Das Bios des Aorus Gaming 7-OP beinhaltet alle Features, welche ein Bios heutzutage mitbringen soll. Von den obligatorischen Einstellungen wie den Boot Prioritäten, das Ab- und Anschalten integrierter Hardware wie des Netzwerk- oder Audiochips bis hin zum umfassenden Overclocking der CPU, bringt das Bios all das mit, was heutzutage gang und gäbe ist.
Da das UEFI Bios stilistisch simpel gehalten ist, wirkt es leider nicht auf dem Stand eines im Jahr 2018 erschienenen Motherboards. Auch wenn Gigabyte das neue Design explizit bewirbt, wirkt es leider etwas in die Jahre gekommen. Einziger Wehrmutstropfen ist die Monitoring Funktion "Easy Mode". Diese ist wirklich gut geworden. Gigabyte muss bei der Optik meiner Meinung nachlegen um die hohe Qualität des Motherboards auch hier wiederspiegeln zu können. Es gibt auf dem Markt gute Beispiele. MSI oder ASUS sind nur zwei davon. Gerade für Einsteiger könnte sich die Zurechtfindung im Bios als etwas schwieriger herausstellen. Erfahrene User und absolute Experten werden in jedem Fall zurechtkommen.
Praktisch ist auch die Monitoring Funktion, welche sich hinter einem aufklappbaren Menü am rechten
Rand befindet. Hier liest man alle wichtigen ab wie CPU Frequenz, CPU Vcore und die aktuelle Drehzahl
der Lüfter. Eine Beschriftung "Monitor" bei Easy Mode wäre eine sinnvolle Ergänzung, da der Begriff
Easy Mode irreführend ist.
Zusätzlich wird auf dem Motherboard noch ein weiteres Bios zur Reserve bereitstellt. Bei einem
Kaufpreis in dieser Höhe, und sicher auch an Enthusiasten orientiert, ein gutes und wichtiges Feature.
Zudem gibt es auf dem Motherboard einen mit dem Bios gekoppelten Knopf, der auf Knopfdruck das
System übertaktet, sowie einen Powerbutton. Coole Features für alle, die ihr System in einem Open
Bench System betreiben und beispielsweise ihre Kühllösung effizient und ohne Zeitverlust auf Herz
und Nieren prüfen wollen.
Features & Leistung:
Das Motherboard richtet sich ganz klar an Gamer und Enthusiasten, die auf einen teuren X oder TR Sockel verzichten können. Nicht nur das Design, auch die Funktionen bestätigen dies. Die Liste der Features ist schier endlos. Drei PCI-E Steckplätze für Grafikkarten (SLI und Crossfire werden unterstützt), zwei Netzwerkanschlüsse mit 1Gbit/s Anbindung (eine davon mit "Killer" Feature, welche weniger Lags verspricht), RGB Beleuchtung, Dual Bios und vieles mehr um nur einige davon zu nennen. Zu den absoluten Highlights gehören auf jeden Fall die großzügig dimensionierte Anzahl an M.2 Slots, das mitbeiliegenden 32GB Intel Optane Modul, USB Type C Gen. 3.2 extern sowie ein interner Gen 3.1 Front Panel Connector, die Soundblaster X 720 Soundkarte und die vielen Anschlüsse für Lüfter und Temperatur Sensoren. Gerade für diejenigen unter euch, die ihrer Wasserkühlung eine neue Basis bieten wollen, oder diejenigen, die noch überlegen von Luft auf Wasser umzusteigen ist dieses Motherboard wärmstens zu empfehlen. Im richtigen Gehäuse mit Tempered Glass Seitenteil wirkt das Mainboard dann in Kombination mit einer Wasserkühlung sehr edel. Hier sei noch zuletzt erwähnt, dass es von EKWB einen passenden Monoblock für Spannungswandler und CPU gibt. Dieses gibt es nicht für jedes Motherboard und an der Stelle eine Erwähnung wert.
Die insgesamt drei PCI-E x16 Steckplätze betreiben im SLI zwei nvidia GPUs und bis zu drei AMD GPUs im Crossfire Verbund. Dabei stehen jedoch nur insgesamt 16 Lanes der CPU zur Verfügung, was aber nicht dem Motherboard geschuldet ist, sondern der CPU selbst. Das bedeutet daher, dass bei nvidia 8/8 Lanes genutzt werden können, bei AMD theoretisch 8/4/4.
Die maximale Kompatibilität des Arbeitsspeichers beziffert Gigabyte mit 4133 MHz. Das ist recht ordentlich und lässt große Spielräume bei der Auswahl des Arbeitsspeichers zu, da Intel offiziell "nur" einen Takt von 2666 MHz angibt. Das sind übrigens immerhin 533 MHz mehr als bei den Vorgänger Chipsätzen. Die RAM Slots nehmen maximal in der Summe 64 GB DDR4 Speicher auf.
Die Spannungsversorgung der CPU greift auf insgesamt 10 hochqualitative Spannungswandler zurück, welche vor allem dem Overclocking zugutekommen. Aber auch im Standardtakt sorgt die großzügige Anzahl an Spannungswandler für einen stabilen Betrieb des Systems. Das System lässt sich übrigens nicht in den von Intel vorgegebenen 5% Schritten Übertakten, sondern in einem Spektrum von 90-500MHz.
Die CPU benötigt einen zusätzlichen 8 PIN Stromanschluss. Dieser liegt wie üblich schräg oben links vom CPU Sockel, hinter den Spannungswandlern, und sollte vor dem Einbau von Radiatoren oder Lüftern im Deckel vorgenommen werden, da der Zugang ansonsten schwierig sein kann. In meinem Fall war der Zugang sogar unmöglich, sodass ich den Radiator im Deckel erst einmal rausnehmen musste.
Ins Auge fällt das IO Panel besonders auf. Neben 6 USB Ports, einem PS2 Anschluss, einem HDMI Anschluss, einem Displayport, USB Typ C, diversen Soundausgängen, sind auch zwei Netzwerkarten installiert. Eine davon mit bereits erwähnten "Killer" Funktion, welche Lags reduzieren soll und den bei Gamern äußerst wichtigen Ping dem Kampf ansagt. Außerdem sind einige Anschlüsse vergoldet. Wie die der Grafikausgänge oder der Soundkarte, was einer besseren Impedanz zur gute kommen soll. Vielleicht kennen von euch einige dieses Surren der Lautsprecher/Kopfhörer sobald man die Maus bewegt. Dies liegt zum Teil an einer schlechten Abschirmung der Anschlüsse. Das Motherboard fängt solche Issues mit hochwertigen Bauteilen, oder aber auch mit vergolden der Anschlüsse, ab. "Normale" Anschlüsse reichen auch vollkommen aus, aber schaden tut es dem Aorus Gaming G7 OP nicht.
Nice to have Feature (und sogar mit sinnvoller Funktion!) ist der winzige 50mm Lüfter im IO Panel.
Diese rotiert mit 5000rpm. Sobald die dahinterliegenden Spannungswandler zu warm werden, schaltet
er sich automatisch ein. Diesen hört man tatsächlich auch nur, wenn man mit seinem Ohr direkt am
Lüfter klebt. Aus ca. einem Meter Entfernung nimmt man diesen jedoch nicht wahr.
Insgesamt sind drei M.2 Slots auf dem Motherboard verbaut. Der erste Slot ist standardmäßig mit
einem Intel Optane Modul ausgestattet. Dazu weiter unten mehr. Diese drei M.2 Slots teilen sich eine
Bandbreite von maximal 32 Gbit/s und schöpfen die volle Verfügbarkeit des Busses aus. Zwei der M.2
Ports sind auf die Länge von 110mm lange Module spezifiziert, der dritte M.2 Port beläuft sich auf eine
maximalen Modullänge von 80mm.
Der mittlere M.2 Slot befindet sich genau unterhalb des ersten PCI-E x16 Slots, was dazu führt, dass
das Modul auch bei nur ein 1 Slot Grafikkarten teilweise verdeckt wird. Außerdem könnte sich das M.2
Modul sowie Grafikkarte gegenseitig aufheizen. Eventuell wäre ein Positionstausch zwischen dem
mittleren M.2 Port und dem darunter liegendem PCI-E x1 Slots in dieser Hinsicht effizienter.
Neben den drei M.2 Modulen bietet das Motherboard sechs 6 GBps SATA Ports, wobei zwei SATA Ports nicht mehr benutzt werden können, wenn zwei M.2 Module im Rechner arbeiten. In diesem Fall wird die Bandbreite der SATA Ports genutzt und auf das M.2 Modul verteilt. Nutzt man wie oben beschrieben ein Crossfire System aus drei Grafikkarten, so fällt auch der dritte M.2 aus Gründen der maximalen Anzahl der PCI-E Lanes unten raus und kann nicht mehr benutzt werden.
Ein weiteres Highlight ist das 32GB Intel Optane Modul. Intel Optane zündet den Turbo in euren HDDs und sorgt für SSD ähnliche Geschwindigkeiten. Die Technologie, die dies ermöglicht ist der 3D-XPoint Speicher. Festplatten arbeiten somit wie eine Art Cache, nur dass die Daten nach einem Neustart nicht verloren gehen. Alle Daten, welche von der HDD geladen werden, werden erst einmal in das 32GB Modul geschoben. Anschließend werden die Daten aus dem Modul abgerufen und dort weiterverarbeitet. Daher reichen auch "nur" 32GB aus, da immer nur die Teile in diesen besonderen Speicher geschoben werden, die auch tatsächlich und/oder häufig benötigt werden. Die Installation des Moduls ist simpel. Erstens sitzt das Modul bereits physikalisch an Ort und Stelle. Zweitens ist nur die Rapid Storage Optane Software zu installieren, welche direkt von Intel stammt. Die Organisation zwischen dem Optane Speicher und der HDD übernimmt die Software.
Die Ergebnisse dazu sind astronomisch gut. Spiele starten im Schnitt 50% schneller als direkt von der altertümlichen HDD und auch in synthetischen Benchmarks wie CrystalDiskMark erreicht man im Lesen eine fast 7x höhere Geschwindigkeit.
Ansonsten beschreiben die Marketing Experten des Herstellers alle Komponenten als qualitativ hochwertig und als non Mainstream Produkte. Dies kann durchaus bestätigt werden, da tatsächlich Server Hardware im Motherboard Platz findet, oder auch Bauteile besonders verstärkt werden.
Letztere sind bekannter Weise dafür bekannt, lange und ausdauernd zu funktionieren. Wie sich das Motherboard letztendlich über einen längeren Zeitraum schlägt, hat mir meine Glaskugel nicht verraten. Dies wird sich einfach zeigen.
Leistung und Benchmarks:
Das Testsystem besteht aus den folgenden Komponenten:
Betriebssystem: Windows 10 Professional mit allen Updates (stand 01.07.2018)
Motherboard: Gigabyte Aorus Gaming 7 OP
CPU: Intel Core i7 8. Generation 8700K
GPU: ASUS Nvidia Geforce GTX 1080 Ti Founders Edition mit EK Waterblock
RAM: Patriot Viper 16GB Kit (2x8) bei 2800MHz
M.2: 32 GB Intel Optane
512 GB ADATA Gammix XPG
SSD: Samsung Evo 850 250GB
Transcend 250 GB
HDD: Seagate Baracuda 500GB
Netzteil: bequiet 750W Power Zone
Kühlung: Custom Water Loop (CPU & GPU). Zwei 360mm Radiatoren. Bequiet CPU Kühler aus bequiet Silent Loop, EKWB GPU Kühlre, Alphacool Reservoir, Magicool Radiatoren, Barrow D5 Pumpe, Fittinge und Soft sowie Hard Tubes
Lüfter: 6 x bequiet Silent Wings 3 120mm High Speed PWN
1 x bequiet Pure Wings 120 1200rpm PWM im Heck
Gehäuse: Fractal Design Define R6 TG Blackout
Die Leistung entspricht der Leistung, welche man auf einem Board dieser Art erwarten würde: Schnell und zuverlässig, setzt jedoch keine neuen Maßstäbe. Andere Hersteller bzw. andere Modelle mitselben Chipsatz leisten vergleichbare Werte. Die Unterschiede sucht man daher eher mit der Lupe. Nichtsdestotrotz hier einige Benchmarks:
Cinebench R15:
CPU Singlethread: 197 Punkte
CPU Multithread: 1456 Punkte
AIDA 64:
Copy: 44458 MB/s
Write: 52430 MB/s
Read: 47997 MB/s
3D Mark Firestrike (Stock, Non-OC):
Score: 23166 Punkte
Graphics Score: 29571 Punkte
GTA 5 | UWQHD (3440x1440) Very High Einstellungen
AVG FPS: 116
MIN FPS: 91
PUBG | UWQHD (3440x1440) Ultra Einstellungen
AVG FPS: 82
MIN FPS: 63
Overwatch | UWQHD (3440x1440) Epic Einstellungen
AVG FPS: 162
MIN FPS: 127
Preis-/ Leistungsverhältnis:
Mit knapp 270 EUR ist das Motherboard nicht ganz erschwinglich. Die Frage ist daher, ob Features wie die vergoldeten Anschlüsse und die RGB Beleuchtung den Preis rechtfertigen. Beachtet man jedoch, dass das 32 GB Intel Optane Modul bereits gute 60 EUR zu Buche schlägt, das Motherboard erstklassig verarbeitet ist und viele weitere sinnvolle Features bietet, wie den Soundblaster Audio Chip oder die Killer Netzwerkarte ist der Preis in jedem Fall gerechtfertigt. Klar gibt es Mainboards mit demselben Chipsatz für 50-100 Euro weniger, bietet dann aber kein Intel Optane Modul, "nur" einen einfachen Audiochip und kein Soundblaster Audio, keine zweite Netzwerkkarte, keine drei M.2 Slots, keine drei (verstärkten) PCI-E Slots und auch kein für das Jahr 2018 übliche RGB Feature im extremem Umfang.
Wasserkühlungsenthusiasten kommen bei dem Motherboard auch auf ihre Kosten, dank der zahlreichen Anschlüsse für Pumpen, Lüfter und Sensoren. On top noch die Option einen Monoblock aus dem Hause EKWB verbauen zu können.
Das PL Verhältnis ist für ein Produkt dieser Art und den Umfang an Features daher angemessen.
Fazit:
Ich frage mich, wann ich mich das letzte Mal an einem Motherboard nicht satt sehen konnte wie bei dem Gigabyte Aorus Gaming 7 OP. Das Design, die Farben, die Wertigkeit, die Funktionen | ja, das kann Gigabyte sehr gut. Neidische Blicke aus dem ASUS oder MSI Lager garantiert!
Das Motherboard hebt sich zudem durch die eingebaute LAN "Killer" Lösung, dem Creative Soundblaster Audio Chip, sowie den zahlreichen Schnittstellen (USB Gen. 3.2 USB Typ C, drei M.2 Slots, drei PCI-E Schnittstellen, Temp Sensoren, Fan Headern, etc.) ab. Es ist ganz klar an Enthusiasten und Gamer gerichtet. Für all die, die nicht nur ihre Hardware gerne zur Show stellen, sondern auch für diejenigen, die viel Wert auf zukunftsorientierte Features legen und nach einer qualitativ hohen Plattform für die nächsten Jahre suchen.
Aber was hat Gigabyte nur mit dem Bios und der Software für das heimische Betriebssystem gemacht? In diesem Dschungel aus Utilities und dem eher altaussehende Design des Bios (ausgenommen des Easy Mode), ist es leider eine kleine Enttäuschung im Vergleich zum eigentlichen Hardware Produkt.
Mein finales Fazit lautet also: Gigabyte kann edle, wertige, mit sinnvollen Funktionen ausgestattete Hardware herstellen, bei der Software muss der Hersteller jedoch nachbessern.