https://image320.macovi.de/images/product_images/320/1427941_0__70857.jpg

NZXT H510 Flow MidiTower Glasfenster schwarz

Artikelnummer 70857

EAN 5060301699247    SKU CA-H52FB-01

NZXT H510 Flow MidiTower Glasfenster schwarz

NZXT https://image320.macovi.de/images/product_images/320/1427941_0__70857.jpg
über 360 verkauft
Beobachter: 457

Artikelbeschreibung

Seit dem 06.10.2021 im Sortiment

Dieses kompakte Midi-Tower-Gehäuse eignet sich perfekt für High-Performance-Builds und verfügt über eine perforierte Frontplatte für maximale Luftzirkulation. Mit dem H510 Flow lässt sich leicht arbeiten und es bietet Flexibilität für eine Vielzahl an ATX-Komponenten. Die NZXT-typische Kabelführungsleiste und ein durchgehendes Seitenteil aus gehärtetem Glas machen das Gehäuse zum einzigartigen Hingucker.


NZXT H510 Flow. Formfaktor: Midi Tower, Typ: PC, Produktfarbe: Schwarz. Installierte Lüfter (Vorderseite): 1x 120 mm, Durchmesser unterstützte Vorderseitenlüfter: 120,140 mm, Installierte Lüfter hinten: 1x 120 mm. Unterstützte Hard-Disk Drive Größen: 2.5,3.5 Zoll. Breite: 210 mm, Tiefe: 428 mm, Höhe: 460 mm

Aktionen und wichtige Informationen

NZXT Themenwelt

Weitere Infos

Technische Daten

Anschlüsse und Schnittstellen:
Audioanschlüsse: Ja
Audioausgang: Ja
Anzahl USB 3.2 Gen 1 (3.1 Gen 1) Typ-A Ports: 1
USB 3.2 Gen 2 (3.1 Gen 2) Anzahl der Steckplätze vom Typ C: 1
Gewicht und Abmessungen:
Gewicht: 6,6 kg
Höhe: 460 mm
Breite: 210 mm
Tiefe: 428 mm
Speichermedium:
Unterstützte Hard-Disk Drive Größen: 2.5,3.5 Zoll
Kühlung:
Installierte Lüfter (Vorderseite): 1x 120 mm
Installierte Lüfter hinten: 1x 120 mm
Gebläsegeschwindigkeit: 1200 - 1200 RPM
Anzahl unterstützter vorderer Lüfter (max.): 2
Durchmesser unterstützte Vorderseitenlüfter: 120,140 mm
Durchmesser unterstützter Rückseitenlüfter: 120 mm
Unterstützte Lüfterdurchmesser (oben): 120,140 mm
Anzahl der unterstützten hinteren Lüfter (max.): 1
Anzahl der unterstützten oberen Lüfter (max.): 1
Unterstützte hintere Lüftergröße: 120 mm
Frontkühler-Größen unterstützend: 280 mm
Design:
Material: Stahl, Gehärtetes Glas
Unterstützte Motherboards Formfaktoren: ATX, micro ATX, Mini-ITX
Verbessertes Kabelmanagement: Ja
Typ: PC
Formfaktor: Midi Tower
Produktfarbe: Schwarz
Reset-Knopf: Ja
Anzahl der 3,5" Erweiterungseinschübe: 3
Seitenfenster: Ja
Max CPU Kühler-Höhe: 16,5 cm
Max Grafikkarten-Länge: 36 cm
Anzahl der Erweiterungsslots: 7
Anzahl der 2,5" Erweiterungseinschübe: 3
Ein-/Ausschalter: Ja
Gehärtete(s) Glaspaneel(e): Ja
Stromversorgung:
Netzteil enthalten: Nein

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Artikelbewertungen

(50%)
(50%)
(25%)
(25%)
(25%)
(25%)
2 Sterne
(0%)
(0%)
1 Stern
(0%)
(0%)

12 Bewertungen

4.3 von 5,0  anzeigen

Sie haben Erfahrungen mit diesem Artikel?

Geben Sie eine Bewertung ab

Reklamationsquote:

Reklamationsquote: 0,00%

 
 
5 5
     am 29.12.2021
Produkttester
Testers Keepers NZXT H510 Flow Midi Tower

Herzlichen Dank an Mindfactory AG und NZXT für die Teilnahme an den Produkttest.

Durch die Teilnahme ermöglicht es mir ein deutliches Upgrade zu meinem vorherigen Gehäuse. Das war ein Cooler Master MasterBox Q300L. Durch die enge Bauweise (mATX) heizte sich dies nach wenigen Minuten schnell auf. Genaue Temperaturen kann ich leider nicht mit angeben. Der Wechsel erweist sich für mich schon mal als Vorteil. Weshalb ich meine Hardware in dem NZXT H510 Flow behalten werde. Nach über 2 Jahren wird es auch mal Zeit das Gehäuse zu wechseln.

folgende Hardware wurde verbaut:

- Mainboard: ASUS TUF B450M-Pro Gaming

- CPU: AMD Ryzen 7 2700x

- CPU-Kühler: be quiet! PURE ROCK 2 Black 150 Watt TDP

- GPU: ASUS TUF Gaming RTX 3060 Ti

- SSD: Samsung 960 EVO M2 250 GB / Samsung 860 EVO SATA 500 GB

- HDD: 1 x 500 GB 3,5 Zoll Festplatte

- RAM: G.SKILL Sniper X 16GB Kit DDR4-3200 CL16

- Netzteil: be quiet! 700 Watt Pure Power 11 CM Modular 80+ Gold

- Lüfter: 2 x 140 mm NZXT AER RGB 2 / 2 x 120 mm AER F120


Als erstes kommen wir zur Verpackung. Das Gehäuse war ordentlich im einem dicken Karton verpackt und wurde durch 2 Styropor Schalen geschützt. Selbst bei einem Aufschlag wäre dem Gehäuse nicht viel passiert. Die Seitenscheibe sowie das Gehäuse sind vor Kratzer durch Folien Geschütz. Alle Kabel und weitere zugaben zum Gehäuse sind gut gesichert und verpackt das sie nicht "herumfliegen" können. Damit war ich sehr zufrieden.

Optisch finde ich das H510 sehr Alltagstauglich. Egal ob man es als Gamer oder im Büro / HomeOffice einsetzt. Durch die klaren Linien und die kantige Form kann man daraus viel gestalten. Je nach dem wie eine Person es möchte. Egal ob es eher unauffällig oder auffällig werden soll. Da muss man nur Kreativ werden. Möglichkeiten bietet es auf jeden Fall genügend und der Platz dafür ist auch vorhanden, obwohl es ein Midi Tower ist. Die Mesh-Front finde ich sehr Attraktiv und sie hat noch ein intrigierten Staubfilter und dies ist beim Netzteil auch der Fall. Das wird auch vor Staub geschützt. Beide Filter lassen sich problemlos entfernen und somit reinigen. Dazu muss das Gehäuse nicht einmal bewegt werden.

Beim Platz für die Kühlung lässt sich etwas streiten. Ich hätte mir da etwas mehr Platz für Lüfter oder Wasserkühlung gewünscht. 2 x 120 mm bzw. 2 x 140 mm Lüfter oder eine 240er Wasserkühlung in der Front und 1 x 120 mm Lüfter in der Rückseite plus 1 x 120 mm bzw. 1 x 140 mm oben sind etwas gering. Es gibt genügend Technik Liebhaber die gern mehr oder größere Wasserkühlungen verbauen würden. Das ist meckern auf höheren Niveau, aber dadurch könnte das Gehäuse schnell gegen andere Konkurrenz-Gehäuse scheitern.

Bei der Montage der Hardware habe ich kaum was auszusetzen. Das Netzteil war schnell und unproblematisch verbaut. Dies war auch beim Mainboard sowie bei der Grafikkarte der Fall. Bei beiden war mehr als genug platz. Die Abstandshalter für das Mainboard waren auch gut im Gehäuse beschriftet. Für mein mATX Mainboard war es kein Problem die richtigen Stellen zu finden und die Abstandshalter anzubringen. Ich habe nicht den beigelegten Abstandshalter-Schlüssel verwendet. Dafür habe ich mir die passende Nuss mit Verlängerung genommen, da es für mich angenehmer ist dies damit zu montieren. Den einzigen Minuspunkt gibt es bei dem Einbau der 3,5 Zoll Festplatten. Dafür muss man leider das ganze Gehäuse auf die Seite legen. Sonst kommt man nicht an die Schrauben für den Rahmen der Festplatten. Bei den 2,5 Zoll Festplatten bzw. bei den Sata SSDs ist der Einbau wiederum kein Problem da diese auf der Rückseite des Gehäuses bzw. des Mainboards sitzen. Diese sind mit einer Schraube in einem Plastikrahmen befestigt. Nach dem Einbau der Hardware ging es ans Kabel verlegen und da war ich echt begeistert. Das Kabelmanagement ist typisch NZXT sehr übersichtlich. Durch die Kabelkanäle sind die Kabel Ordentlich und einfach zu verlegen und somit auch zu befestigen. Das sorgt für ein cleanes Aussehen.

Kommen wir nun zur Verarbeitung. Dort habe ich nichts auszusetzen. Die Kanten sind sauber verarbeitet und die Metallteile sind ordentlich in einem schicken mattem schwarz lackiert. Alle Gewinde funktionieren ohne Probleme und sind somit sachgemäß geschnitten. Alle Spritzgussteile (Plastikteile) sind ohne Krater und in ihrer Form. Die beiden Staubfilter sind auch super verarbeitet, wobei ich aber der Meinung bin das der Filter in der Mesh-Front ziemlich viel Staub durch lässt. Nach den 2 Wochen Betrieb war schon relativ viel Staub an der Scheibe (siehe Bild im Anhang) und an meiner Hardware. Wenn man aber regelmäßig Sauber macht sollte das auch kein Problem werden. Es schützt dennoch genug vor Staub.

Am Ende komme ich nun zu den Temperaturen im Betrieb. Im normalen Desktopbetrieb hat die CPU eine durchschnittliche Temperatur von 25 bis 35 Grad Celsius. Die Grafikkarte liegt im durchschnitt bei 30 bis 35 Grad Celsius und das Mainbord bei 25 bis 30 Grad Celsius. Was in einem Raum vollkommen in Ordnung ist. Bei mir wird sogar noch mit einem Holzofen geheizt. Unter Last, egal ob beim Benchmark oder beim Gaming, kommt die CPU nicht über 55 Grad Celsius und die Grafikkarte liegt im durchschnitt bei 55 bis 60 Grad Celsius. Diese wird aber auch durch meine CPU gedrosselt und könnte mehr Leistung liefern. Zudem spiele ich nur auf einem 144Hz FullHD Monitor. Sobald ich das Spiel beende und die Hardware keine Anforderung hat gehen die Temperaturen sofort wieder runter auf die durchschnittlichen 30 Grad Celsius. Somit ist der Airflow, meiner Meinung nach, wirklich Top. Unter Last halten sich die Geräusche auch sehr gut in grenzen. Natürlich gibt es viel besser Gedämmte Gehäuse, aber diese Kosten dementsprechend ein gewissen Aufpreis.

Rundherum finde ich das NZXT ein gelungenes Gehäuse. Für 99 bis 119 Euro (je nach Händler) finde ich, ist es ein gutes Gehäuse. Man bekommt ein durchdachtes Kabelmanagement mit genügend Befestigungsmöglichkeiten. Ordentlich Inhalt im Lieferumfang (Kabelbinder, Schrauben, Klettverschlüsse, etc). Dazu wird alles wichtige vor Staub geschützt und 2 120 mm Gleitlager Lüfter sind auch noch im Lieferumfang.

Ich bedanke mich nochmal bei Mindfactory und NZXT für die Teilnahme an dem Produkttest und hoffe das mich das Gehäuse lang begleitet. Ich wäre offen für weitere Produkttests.

Mit freundlichen Grüßen Steven/xBoo3sy
1 von 1 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
4 5
     am 10.12.2021
Produkttester
Erstmal möchte ich dem Mindfactory Team dafür danken, dass ich im Rahmen der Testers Keepers- Aktion das Case H510 Flow von NZXT in der Farbe Schwarz ausgiebig testen konnte und meine ehrliche Meinung zu dem Produkt verfassen kann.
Vorneweg, das Case kam sehr gut verpackt mit Styropor an und ist mit einem Gewicht von ca. 6,8Kg angenehm leicht. Das Case ist 42,8 x 21 x 46cm (LxBxH) groß. Dabei ist das Design sehr schlicht und minimalistisch gehalten. Mit den Gumminoppen an den Füßen, bewegt sich das Case kaum sobald es auf dem Boden steht.

Das Gehäuse ist super geeignet für alle gängigen ATX-Mainboards (z.B. MSI MAG Torpedo s max) und damit ATX-Mid Tower Build. Und bietet dazu Platz für insgesamt drei 140mm Lüfter und einen 120mm Lüfter. Empfehlen würde ich zwei vorne zum Ansaugen und einen Lüfter hinten (120 mm) und einen Lüfter oben zum Auslassen. Das Gehäuse ist an sich gut verarbeitet und fühlt sich nicht billig an. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Schrauben sowohl für die Glasabdeckung vorne als auch für das Back-Panel sich nicht so qualitativ hochwertig anfühlen und sich nicht so sauber rein- / bzw rausdrehen lassen. Zudem sind die Metallflächen dann doch etwas dünn und lassen leicht dellen zu. Sich abzustützen auf dem Case ist keine gute Idee.
Dennoch bietet das Case genügend Platz im Innenraum. Zudem ist das Kabel Management herrlich. Hinten sind mehrere Kabelkanäle montiert die zusätzlich noch mit Klettbänder versehen sind und eine Menge Platz für Kabel bieten. Des Weiteren können alle Kabel sauber unter der vertikalen Schablone versteckt werden. Kabelmanagement ist hier somit definitiv kein Problem. Obwohl an der Front ein Staubschutz installiert ist, finde ich es schade das weder hinten noch oben an den perforierten Flächen Staubschutze installiert sind. Zwar befindet sich noch unten, unter dem Netzteil ein Staubschutz, dennoch kann das langfristig zu Problemen führen, wenn nicht regelmäßig Staub abgewischt wird.

Die Anschlüsse des Cases sind zwar supermodern mit einem USB-Typ-C-Anschluss, einem USB 3.0 Typ A Anschluss und einem Klinkenanschluss. Allerdings ist das dann doch meiner Meinung nach zu wenig, da man für knapp 100 Euro mehr Anschlüsse erwarten kann vom Case und die Auswahl nicht zeitgemäß ist.
Das Case bietet außerdem genügend Platz für ein Netzteil, zwei 3,5 Zoll HDD Laufwerke und zwei 2,5 Zoll SSD Laufwerke. Zudem sind jegliche Schrauben, Kabel und Kabelbinder mit im Lieferumfang dabei. Im Allgemeinen ist das Case super für Anfänger Builds geeignet. Alle Kabelwege sind selbsterklärend und auch die Einleitung aus dem Internet ist einfach verständlich und übersichtlich.
Folgende Komponenten habe ich in das Case eingebaut:
-Ryzen 5 5600X
- Nvidia RTX 3060 Ti
- MSI MAG Torpedo S Max
- 16GB Corsair RAM (3200MHz, Cl-16)
- 1 TB HDD
-512GB SSD Samsung EVO 970
-600W Corsair Netzteil 80 Gold Plus
- 3x 140 mm Corsair Extra Quiet Lüfter
- 1x 120mm Lüfter NZXT

Nun mag der geneigte PC-Bauer das Design zwar ansprechend finden, aber Zweifel an der Performance hegen, wenn es um Kühlung geht. Auch hier kann ich entwarnen. Das Case bietet durch die große Front und das Volumen im Inneren einen optimalen Airflow. Die beiden vorinstallierten Lüfter tun ihren Job überraschend gut, und lassen dabei auch bei der Lautstärke kaum Punkte liegen. Dabei handelt es sich um zwei 120mm Lüfter. Jedoch hört man die Lüfter, sobald sie über 90% ihrer Leistung erreichen. Ein Upgrade auf 140mm Lüfter ist empfehlenswert. Thermals über 80 Grad habe ich bis dato nicht erlebt, weder auf der CPU, noch auf der GPU. Somit punktet das Case in der Kategorie Leistung.

Wer noch mehr aus seinem Case herausholen möchte, kann die NZXT Controller Einheit und die Lightstrips kaufen. Für beide gibt es die Halterungen die perfekt dazu passen und das Setup aufwerten. Generell jedes Zubehör von NZXT ist für das Case perfekt ausgelegt.
Positiv:

- Verarbeitung und edler Look
- Details, an die gedacht wurde
- Cable-Management ist top
- Zusammenbau ist leicht und flexibel
- Halterungen für SSDs sind super, lassen sich schnell umstecken
- Perfekt, wenn man das Kraken-Wasserkühlung

Negativ (auf hohem Niveau gemeckert):

- Fettfinger verzeiht die "tempered Glass"-Tür nicht - hier ist öfters Putzen angesagt
- Hätte mir noch 2 weitere SDD-Halterungen gewünscht, für künftigen Ausbau
- Eine dezente Power- und HDD-LED, die auch von Vorne sichtbar ist, fänd ich gut - so aber ist alles nur von Oben sichtbar...
- Die Rändelmuttern sind ein wenig schwer-gängig
- Eine vertikale Befestigungsmöglichkeit für eine Grafikkarte ist zwar vorhanden, ein Riser-PCIe-Kabel aber nicht.
-Preis-Leistung + teures Zubehör

Fazit: Ich bin mit dem Case super zufrieden, denn es bietet genug Platz, weist ein schlichtes minimalistisches Design auf und hat saubere Kabelmanagement Möglichkeiten. Zudem sind die Anschlüsse ausreichend schnell und die Luftzirkulation ist auch perfekt ausgeglichen. Mit Hinblick auf den Preis bin ich dann doch etwas enttäuscht, da ich eine UVP von knapp 120 Euro nicht angemessen finde und das Case meiner Meinung nach in die 80 Euro Preisklasse gehört. Für Anfänger, die ihren ersten PC selbst zusammenbauen möchten und auch bereit sind mehr Geld auszugeben, kann ich das Case und das zusätzliche Zubehör von NZXT empfehlen. Für mich eine absolute Kaufempfehlung, wenn das Case im Angebot angeboten wäre.
    
  
3 5
     am 09.12.2021
Produkttester
Das NZXT H510 Flow Midi Tower Gehäuse in schwarz habe ich im Rahmen des Testers Keepers Programm von Mindfactory kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt bekommen. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Beurteilung.

Verpackung & erster Eindruck:
Das Gehäuse kam ausreichend mit Styropor gesichert und in eine Kunststoffhülle gepackt bei mir an. Die Styroporhaltung war dabei leicht beschädigt, was allerdings zu keinem Schaden geführt hat.
Auffällig war das im Vergleich zu anderen Gehäusen in diesem Preissegment deutlich geringere Gewicht, sowie der geringe Lieferumfang.

Design:
Das H510 entspricht von seinem grundsätzlichen Aufbau her dem derzeit üblichen Branchenstandard mit einer luftdurchlässigen Front, einem Seitenfenster, sowie einem am Boden angebrachten Netzteilschacht. Die Front besteht aus einer perforierten Platte, deren Löcher einen relativ großen Durchmesser aufweisen und damit einen großen Volumenstrom ermöglichen. Im vorderen Bereich des Deckels findet sich der Einschaltknopf, je ein USB-A und -C Anschluss, sowie ein Audioausgang.
Das Frontpanel ist lediglich eingesteckt, und kann somit einfach entfernt werden, um Montagearbeiten vorzunehmen, oder den Staubfilter zu reinigen. Der Filter selbst ist sehr großporig gehalten, und entspricht von seiner Dichte her einem aus drahtbestehenden Küchensieb. Dies führt zwar einerseits zu einer besseren Belüftung, andererseits wird dadurch ein staubfreies Gehäuseinneres verhindert. Ein weiterer Staubfilter mit gleicher Durchlässigkeit findet sich am Gehäuseunterboden im Bereich des Netzteils. Der Lüfterplatz am Gehäusedeckel verfügt dagegen über keinen Filter, was allerdings aufgrund der üblichen Lüfterkonfiguration auch nicht zwingend notwendig ist. Hinter den Frontlüftern befindet sich die bei NZXT Gehäusen typische Blende für die Kabelführung.
Darüber hinaus wagt NZXT designtechnisch keine Experimente.

Verarbeitung:
Das Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet. Alle Schnittkanten sind sauber entgratet, die Passform der einzelnen Komponenten ist beanstandungslos und diese hinterlassen bei jeder Berührung einen wertigen Eindruck. Die Schrauben der Gehäusefüße wurden zum Teil nicht stark genug angezogen, wodurch das Gesamtgehäuse nicht ganz wackelfest ist. Hierbei dürfte es sich um eine Nachlässigkeit in der Vormontage handeln, die nicht weiter ins Gewicht fällt und bei Bedarf auch durch temporäres Entfernen der Gummibezüge der Füße und Nachziehen der Schrauben behoben werden kann. Ansonsten findet sich in dieser Rubrik keine Auffälligkeit oder Abweichung von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller.

Montage:
Auch hier finden sich keine außergewöhnlichen Unterschiede zu anderen Gehäusen. Auf der Rückseite der Mainboardbefestigungsplatte finden sich zwei vorinstallierte SSD Halterungen, die nach ihrem Ausbau mit den Fesplatten bestückt werden können. Beide SSD können dann entweder auf der Rückseite, also optisch versteckt, angebracht werden, oder direkt auf dem Netzteilschacht unterhalb des Mainboards installiert werden. Zur Befestigung werden handelsübliche mitgelieferte Schrauben eingesetzt.
Im vorderen Bereich des Netzteilschachts lassen sich zudem bis zu drei HDD Festplatten installieren. Auch hierfür ist ein Festplattenkäfig eingebaut, der durch Schrauben auf der Unterseite befestigt ist. Sofern lediglich eine HDD eingebaut werden soll, kann auf den Käfig verzichtet werden. Einen funktionalen oder optischen Vorteil bietet dies allerdings nicht, da sich der Montageaufwand dadurch nicht reduziert und der Installationsbereich ohnehin nicht einsehbar ist.
Ein Anbringen der HDD im Sichtbereich zwischen Mainboard und Frontlüftern ist dagegen nicht möglich.
Der Einbau des Mainboards, sowie der Grafikkarte und des Netzteils erfolgt problem- und ereignislos wie bei jedem anderen Gehäuse auch.
In der Front sind bis zu 2 120 mm oder 140 mm Lüfter installierbar. Der Einbau kann hierbei direkt erfolgen, falls die Kabelblende entfernt wurde, oder alternativ muss die Lüfterhalterung ausgebaut werden, um die Lüfter extern an der Halterung zu fixieren. Dieser Vorgang erfolgt allerdings ohne großen Aufwand.
Auf der Rückseite der Mainboardplatte findet sich eine Kabelführung, die tief genug ist, um alle anfallenden Kabelverbindungen aufzunehmen, und die das Kabelmanagement erheblich erleichtert. Generell zeichnet sich das Gehäuse durch sehr gut durchdachte Kabelführungsvertiefungen aus, die ein Verrutschen oder Herausrutschen der Verbindungskabel sicher verhindern.
Insgesamt ist die Montage damit einfach bewerkstelligen und nimmt auch nur begrenzt Zeit in Anspruch.

Leistung:
Das NZXT H510 Flow ist mit zwei vorinstallierten 120 mm Lüftern ausgestattet und bietet daher als Ergänzung lediglich zwei weitere Lüfterinstallationsplätze an. Die eingebauten Lüfter bieten eine annehmbare Leistung und fallen bei einer maximalen Lüfterdrehzahl von lediglich 1200 Umdrehung akustisch gegenüber CPU Lüfter und Grafikkartenlüfter nicht auf.
Ratsam kann hier allerdings die Installation zweier 140 mm Lüfter in der Front sein, die einen größeren Volumenstrom bieten, während die beiden NZXT Lüfter an Rückseite und Oberseite für den Luftausstoß sorgen.
Als nachteilig erweist sich die Installationsumgebung der HDD. Weder ist hier ein Lüfter im Boden zur Kühlung der Festplatten einbaubar, noch wird Frischluft vom Fronteinlass in diesen Bereich geleitet.

Preis-/Leistungsverhältnis
Grundsätzlich handelt es sich beim H510 um ein hochwertiges Gehäuse, das sein Geld absolut wert ist, allerdings trotzdem nicht uneingeschränkt empfohlen werden kann, wenn man weiß, dass Konkurrenzmodelle mit einem deutlich üppigeren Zubehör für einen vergleichbaren Preis zu erhalten sind. Ein Fractal Design Meshify 2 Compact kostet beispielsweise nur gut 10% mehr, kommt dafür aber mit einem umfangreicheren Installationspaket daher.

Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
An der langfristigen Haltbarkeit des Gehäuses besteht kein Zweifel und auch die eingebauten Lüfter machen einen sehr hochwertigen Eindruck, sodass auch hier mit einer langen Nutzungsdauer zu rechnen ist.
Beim Vergleich mit anderen Gehäusen in dieser Preisklasse schneidet das NZXT H510 Flow leider nicht ganz so gut ab. Für die gebotene Qualität (z.B. der Staubfilter), den Lieferumfang und auch der Designlösungen erscheint der Preis zu hoch. NZXT hätte sich konkurrenzfähiger positionieren können, wenn der Grundpreis 10-20 ¤ tiefer ausgefallen wäre. Ohne Frage bekommt man ein solides Produkt, das langfristig Freude bereiten wird, aber das seine Defizite dann offenbart, wenn es sich im direkten Vergleich gegenüber der Konkurrenz von bequiet oder Fractal beweisen muss. Aus diesem Grund läuft es daher final auf den persönlichen Geschmack des Nutzers hinaus. Wer sich mit der großlöchrigen Front anfreunden kann, bekommt ein sehr gut durchlüftetes Gehäuse, welches durch die großmaschigen Staubfilter auch mit maximal 4 installierbaren Lüftern auskommt und niedrige Temperaturen ermöglicht.

Fazit:
NZXT ist mit dem H510 ein gutes, wenn auch nicht hervorragendes Produkt gelungen, das optisch viel hermacht, allerdings seine Schwächen damit auch nicht kaschieren kann. Begrenzter Lieferumfang, mäßige Einbauvariabilität der Festplatten und ein zu hoher Preis stehen einem hochwertigen, sauber verarbeiteten Grundkonstrukt, sowie einem gutdurchdachten Kabelmanagement gegenüber. Wer die Optik mag, wird hier glücklich werden. Wer seinen Fokus auf das Preis-/Leistungsverhältnis legt, sollte andere Gehäuse in Betracht ziehen.
Die Qualität würde grundsätzlich vier Sterne erlauben, allerdings muss ich aufgrund des in meinen Augen zu hohen Preises einen Stern abziehen.
    
  
5 5
     am 09.12.2021
Produkttester
Erstmal möchte ich mich sowohl bei Mindfactory, als auch bei NZXT für die Möglichkeit bedanken dieses Gehäuse Testen zu dürfen. Vielen Dank!

Auf der Suche nach einem Zuhause für meinen neu aufgebauten und schon laufenden Home Server, stieß ich auf die Testers Keepers Aktion bei Mindfactory. Da dieser Server in meinem Wohnbereich steht, sollte er Optisch schon etwas her machen, aber auch nicht "over the top" sein, immerhin ist es nur für einen Server welcher im 24/7 Betrieb läuft. Im Zuge dessen sind die Gehäuse von NZXT mir schon sehr stark ins Auge gefallen mit ihrem schönen, aber auch sehr schlichten Optischen auftreten. Selbstverständlich freute ich mich über die Zusage und fing am Tag des Erhalts auch direkt mit dem Umbau in das neue Gehäuse an. Das Setup lief zuvor im fliegenden Aufbau. Das heißt im Klartext, dass das Mainboard auf dem Original Karton mit der Antistatischen Folie darunter lag, ebenso wie das Netzteil provisorisch daneben lag.
Diese Information ist Wichtig für noch folgende Temperaturen.


Nun kommen wir zu den punkten Design, Verarbeitung und Montage.
Zum Design muss jeder selber davon halten was man will, immerhin ist es eine sehr subjektive Wahrnehmung. Meiner Meinung nach ist es ein sehr schönes schlichtes Gehäuse welches sich definitiv nicht verstecken muss oder gar in irgendeiner Ecke verschwinden sollte. Da gibt es weitaus unansehnlichere Gehäuse. Es gibt hier nur wenig zu bemängeln, einzig die Ausschnitte für die Frontanschlusskabel könnte etwas besser durchdacht sein, immerhin ist der Stecker des Kabels für Front USB 3.2 schon länger als der ausgeschnittene "Schacht" durch den es hindurch verlegt werden sollte.(Siehe Bild) Dadurch müsste man das Kabel direkt am Stecker schon umbiegen, um es sauber verlegen zu können, welches ich aber aus persönlichen Erfahrungen nicht so gemacht habe. Dadurch könnte es leider schnell zu einem Kabelbruch kommen und der Stecker so durch den Druck des Kabels hoch gedrückt werden, deswegen blieb mir nur übrig das Kabel so zu verlegen, was zwar nicht mehr so sauber aussieht, aber naja. Da das eingebaute Mainboard über RGB verfügt, habe ich dieses mit angeschaltet, dies sieht auch sehr schön in dem Gehäuse aus, lediglich ist es für meinen Geschmack etwas zu sehr abgedunkelt. Dies sollte man sich vor Anschaffung vielleicht einmal in der Realität anschauen sofern die Möglichkeit dazu besteht.
Die Verarbeitung des Gehäuses ist sehr gut. Leichte Punktabzüge gibt es nur bei der Blechdicke, da bei der Montage auffiel, dass man beim Hereindrehen der Mainboard Schrauben etwas aufpassen sollte und die Schrauben ohne Druck reindrehen sollte. Als ich nur leichten Druck angewendet hatte, merkte man sofort wie das Blech versucht hat nachzugeben. Sonst existieren meiner Meinung nach aber keine scharfen Kanten oder irgendwas was sonst noch negativ anzurechnen ist.


Nun gehen wir aber mal über zur Montage, damit anfangend gibt es nun einmal eine Auflistung der eingebauten Hardware.
Fest Eingebaute teile sind:
Mainboard: MSI MPG B550 Gaming Plus (ATX)
CPU: AMD Ryzen 5 5600X
CPU Kühler: Scythe Mugen 5 Rev.B Tower Kühler (Doppelt bestückt)
RAM: 4x 8GB Crucial Ballistix schwarz DDR4-3600
Festplatten: Samsung 980 PRO 1 TB PCIe 4.0 und eine NoName SSD

Testhalber Eingebaut:
GPU: Sapphire Radeon RX 5700 XT Pulse


Startschwierigkeiten gab es schon beim Öffnen des Gehäuses. Da dies mein erstes Gehäuse mit einer Glasscheibe war, bin ich da sehr vorsichtig herangegangen. Vielleicht auch etwas zu vorsichtig, da ich anfangs die Scheibe nicht abbekommen habe. Nach etwas Stärkerem ziehen ließ sie sich dann aber doch öffnen. Der Einbau der Teile ging relativ reibungslos von der Hand. Da ich aber grundsätzlich ein Setup aufbaue bevor ich es in ein Gehäuse einbaue, war wie sonst auch der CPU Kühler schon auf dem Mainboard montiert, dies würde ich bei dem Gehäuse aber abraten da es dadurch zur Fummelarbeit wird die Mainboard Schraube oben Links einzudrehen. Ebenso wird dadurch das einstecken des CPU Stromkabels deutlich erschwert. Wenn es Oben auf dem Gehäuse eine Möglichkeit gäbe von dort aus herein zu greifen, dann wäre dieses Problem nicht vorhanden.
Sehr erfreuend für den Aufbau sind die vorhandenen Kabelführungen. Diese gestalteten sich allerdings als nicht so erfreuend wie anfangs gedacht, da diese leider in meinem Fall zu klein sind um alle Kabel darin zu verstauen wodurch ich teils etwas gefrustet war, immerhin sollte es übersichtlich sein, falls man mal die Backplate öffnen muss.
Zu Testzwecken wurde auch eine GPU mit eingebaut. Da die Sapphire Radeon RX 5700 XT Pulse eine recht große GPU ist, gestaltete sich der Einbau auch leicht fummelig, aber definitiv einfacher als in manch anderem Gehäuse.


Zum Preis-/Leistungsverhältnis habe ich wahrscheinlich mit am wenigstens zu sagen. Preislich finde ich es mit einer Unverbindlichen Preisempfehlung von 110€ etwas hoch angesetzt. Dies hatte mich auch anfangs davor abgeschreckt ein solches Gehäuse selbst zu kaufen. Meiner Einschätzung nach wäre alles unterhalb von 75€ ein must buy Preis. Dies ist aber nicht gestützt auf irgendwelche Produktionskosten oder sonstigen vergleichen, sondern eher das wo mein Bauchgefühl sich bei wohl fühlen würde.


Als weiteres Kriterium wird "Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich" mit aufgeführt, diesen Punkt kann ich leider nicht ausfüllen, da es bezogen auf der Haltbarkeit in einem so kurzen Zeitraum ein Ding der Unmöglichkeit ist was dazu zu sagen. Da sprechen wir uns lieber in einem oder zwei Jahren nochmal.


Abschließend kommen wir nun zu dem Punkt des Flow's. Wie ich anfangs erwähnt habe, ist dies ein Server. Auf diesem Server lief auch schon vor dem Einbau in dieses Gehäuse ein Monitoring was auch die Temperaturen mit überwacht. Dementsprechend kann ich dazu noch etwas sagen. Erst einmal sei dazu gesagt, es wurde kein Stresstest oder sonstiges durchgeführt, dies sind "lediglich" die normalen Laufleistungstemperaturen. Während dieser Zeit wurde aber keine weitere VM mehr hinzugefügt oder gestartet. Es lief dementsprechend alles wie auch als es vorher noch ein Fliegender Aufbau war. Wichtig sei noch dazu gesagt, es herrschten im angegebenen Zeitraum bis auf +-1°C gleiche Raumtemperaturen.

Wie in den Bildern ersichtlich ist lagen die Temperaturen vor dem Einbau bei durchschnittlich:
CPU Socket Temp / CPU Temp / System Temp
27,54°C / 30,27°C / 29,01°C

Nach dem Umbau bei durchschnittlich:
CPU Socket Temp / CPU Temp / System Temp
26,87°C / 30,92°C / 26,80°C


Dies ist ehrlich gesagt ein Traum für jeden der es gerne Kühl in seinem Gehäuse hat. Damit habe ich beim besten Willen nicht gerechnet, dass die Temperaturen so niedrig bleiben. Dementsprechend macht es seinem Flow Namen alle Ehre, Respekt!

Die angesprochenen Bilder lassen sich im Forum einsehen.
    
  
5 5
     am 09.12.2021
Produkttester
Als erstes möchte ich mich bei Mindfactory bedanken, die mir dieses Case zum Testen im Rahmen der "Tester Keepers"-Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Das von NZXT veröffentlichte H510 Flow ist ein wirklich schönes und modernes PC-Gehäuse, welches ausreichend Platz für alle Komponenten bietet und diese auch beeindruckend gut kühlt.
In meinem Testsetup habe ich folgende Komponenten verbaut:
-CPU: Intel Core I7 8700
-Grafikkarte: NVIDIA GTX 1080
-Mainboard: Alienware 0VDT73
-RAM: 16 GB DDR4 @2660hz
Das Gehäuse selbst wird in einem gut verpackten Karton geliefert und ist zusätzlich durch Styropor gesichert. Es ist außerdem durch eine Plastiktüte vor Wasser geschützt. Im Lieferumfang sind außerdem Schrauben, Kabelbinder und zwei Kabel für das Frontpanel, sowie eine Bedienungsanleitung, die für die Montage sehr hilfreich sein kann, enthalten.
Das Case hat, wie für NZXT üblich, sehr schlicht gehaltenes Design. Von seinen Vorgängern dem H510 und dem H510 Elite unterscheidet sich das H510 Flow kaum, lediglich die Front hat sich geändert. In der Front sitzt jetzt ein Mesh-Cover mit sehr großen Öffnungen, um für einen besseren Airflow zu sorgen. Hinter der Front befindet ein Staubfilter und ein 120mm Lüfter. Auf der linken Seite befindet sich die abnehmbare schwarz getönte Glasscheibe. Diese ist an der Rückseite durch leicht demontierbare Schrauben befestigt. Positiv an den Schrauben ist, dass man sie mit der Hand entfernen kann, sodass man das Glaspanel bei Bedarf schnell und einfach lösen kann. Mir persönlich gefällt die Form der Schrauben allerdings nicht, da sie viel zu weit abstehen und das schlichte Design stören. Auf der Rückseite findet man die Öffnung für das IO-Shield und ebenfalls einen 120mm Lüfter. Ebenfalls auf der Rückseite vorhanden sind sieben waagerechte Slotblenden, die sich abschrauben lassen. Außerdem bietet das Gehäuse die Möglichkeit die Grafikkarte hochkant einzubauen. Auf der rechten Seite ist ein geschlossenes Stahlpanel, hinter dem die Kabel, das Netzteil und Festplatten versteckt sind. Das Frontpanel befindet sich auf der Oberseite. Ansonsten ist auf der Oberseite auch Platz für einen 120mm/140mm Lüfter. Die Unterseite bietet einen Staubfilter für Netzteile mit Lüfter. Im Inneren findet man eine Netzteil- und Festplattenabdeckung, die man leider nicht entfernen kann, sowie eine verschiebbare Abdeckung für Kabel.
Das Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet. Die matte Lackierung zeigt keine Fingerabdrücke beim Anfassen und das schwarz getönte Glas lässt vor allem RGB-Komponenten zum Vorschein kommen. Auch sonst ist das Case durch seine geraden Seiten sehr schick und nicht zu ausgefallen. Die Gummistandfüße machen das Gehäuse außerdem standfest. Die moderne und schlichte Art wurde von NZXT auch in diesem Gehäuse weitergeführt.
Die Montage war sehr einfach, da das Case sehr groß ist und daher viel Platz zum Montieren bietet. Auch mit etwas größeren Schraubenziehern lässt es sich darin gut basteln. Das Kabelmanagement im Gehäuse war ebenfalls sehr einfach. Die Kabel ließen sich sehr einfach durch verschiedene Öffnungen hinter die Abdeckung und nach oben und unten verlegen. Im Hinterraum ist sehr viel Platz, um seine Kabel anständig verlegen zu können. Die mitgelieferten Kabelbinder verhelfen hier zu einer besseren Montage. Ein Punkt der mich ebenfalls gefreut hat war die einfache Montage der Festplatten. Im unteren Teil des Gehäuses lassen sich die Festplatten sowohl sehr gut in dem abschraubbaren HDD-Käfig einbauen und die SSDs lassen sich ebenfalls durch eine Halterung gut und einfach befestigen. Die HDD hatte in meinem Test bombenfest gesessen und auch keine Störenden Geräusche an das Case übertragen.
Im Punkt Leistung hat das H510 Flow im Vergleich zu seinen Vorgängern einen großen Vorsprung. Durch seine sehr offene Front ist der Airflow wirklich sehr gut und die entstehende Wärme von sowohl der CPU als auch der Grafikkarte kann hervorragend abgeleitet werden. Während ich mit meinem vorherigen Case meist Probleme mit der CPU-Temperatur hatte, habe ich in dem H510 Flow höchstens 82° C erreichen können. Auch die Grafikkarte war bei meinen Tests um etwa 3° C kühler bei 79°C. Die voreingebauten Lüfter haben hier sehr gut Leistung beweisen können und für einen guten Airflow sorgen können.
Preis-Leistungstechnisch ist das H510 Flow ein gutes Mid-Budget-Gehäuse. Für knapp 100¤ bietet es eine sehr schöne Optik und eine ausgezeichnet gute Performance. Herausragend für mich war, dass das Case durch die dunkle Glasscheibe sehr edel aussieht und durch das schlichte Design sehr modern wirkt. Ebenfalls lobenswert fand ich die Schrauben an den Slotblenden, da es leider immer noch nicht normal bei jedem Hersteller ist.
Das H510 Flow bringt allerdings auch die ein oder anderen Nachteile mit sich. Zu allererst muss ich festhalten, dass die vorinstallierten Lüfter im Normalfall (100 Prozent) extrem laut sind. Sie transportieren zwar viel Luft, jedoch könnte ich bei maximaler Drehzahl nicht mehr daneben arbeiten. Ein Silent-PC-Build ist daher leider mit den mitgelieferten Lüftern nicht möglich.
Ein weiterer Kritikpunkt und gleichzeitig ein Verbesserungsvorschlag an NZXT ist die Position des Frontpanels. Durch die Glasscheibe, will ich den PC normalerweise auf meinen Schreibtisch stellen. Das Frontpanel ist jedoch dafür ausgelegt auf dem Boden zu stehen. Die Anschlüsse auf der Oberseite sind eher unpraktisch, da wenn ich mein Handy an den PC anschließen wollen würde und das Gehäuse auf meinem Schreibtisch steht, dort die ganze Zeit ein hässliches Kabel runterhängen würde. Daher wäre mein Vorschlag das Frontpanel einfach beim nächsten Gehäuse unten an die Front zu machen, um eine leichtere Bedienung und ein besseres Kabelmanagement auf dem Schreibtisch zu gewährleisten. Dies hätte außerdem den Vorteil, dass man auch an der Oberseite einen 240mm Radiator platzieren könnte.
Beim Thema Kabelmanagement und Montage habe ich außerdem leider feststellen müssen, dass die vorinstallieren Schrauben manchmal den Lack zerkratzt haben. Gottseidank sieht man die Schäden nicht von außen, allerdings sind beim Entfernen des HDD-Cages extreme Abnutzungen zum Vorschein gekommen. Ich finde, dass solche einfachen Beschädigungen vermeidbar sind und bei dem sonst sehr hochwertigem Case nicht gerade gut ankommen.
Zusammenfassend kann ich das Gehäuse trotzdem nur weiterempfehlen. Für mich sind dabei wichtige positive Aspekte:
-ausreichend Platz für Hardware und Kabelmanagement
-schönes Design (sehr schlicht und modern)
-gute Verarbeitung (keine großartigen Mängel)
-einfache Montage aller Komponenten
-sehr guter Airflow
-Staubfilter an den richtigen Stellen
-Preis gerechtfertigt
Für mich negative Argumente:
-vorinstallierte Schrauben zerkratzen Lack
-vorinstallierte Lüfter sehr laut
-Position des Frontpanels ungünstig
    
  
3 5
     am 08.12.2021
Produkttester
Im Rahmen der Testers Keepers-Aktion durfte ich das NZXT H150 Flow in der Farbe Schwarz testen.

Das Gehäuse kam sehr gut verpackt im originalen Produktumkarton bei mir an (Materialsstärke ca. 5 mm). Zusätzlich umfasst mit zwei großen Styroporschalen, einer dünnen Plastikfolie um das Gehäuse und einer abzuziehenden statischen Schutzfolie an der Außenseite des Glassichtfensters, empfand ich das Gehäuse für den Versand als ausreichend geschützt. Neben den zwei mitgelieferten 120 mm Gehäuselüftern versteckte sich im HDD-Schacht ein weißer Karton mit der schwarzen Aufschrift "NZXT" mit weiterem Zubehör. Darin enthalten sind: 1 x Handbuch, 1 x 3,5 mm Headset-Audioanschluss-Splitter, 1 x Breakout-Kabel, 1 x Standoff Wrench, 1 x Abstandshalter (die übrigen waren bereits im Gehäuse verschraubt), 4 x 6-23 x 6 mm Schrauben, 21 x 6-23 x 5 mm Schrauben, 12 x M3 x 5 mm Schrauben, 8 x KB5 x 10 mm Schrauben und 10 x kleine Kabelbinder (Länge ca. 10 cm).

Ein kleiner Background zu mir
Zuvor besaß ich das wesentlich günstigere Gehäuse AeroCool Cylon für ca. 40 Euro. Dort war die Front komplett verschlossen, weshalb ich auf der Suche nach einem Gehäuse mit besserem Airflow war.

Mein Testsystem:
AMD Ryzen 5 5600X
AMD Radeon RX 6700 XT FE
MSI B550 Gaming Plus
Corsair Vengeance RGB PRO 16GB 3600 MHz Dual Channel-Kit
bequiet Pure Power 650 Watt
NZXT Kraken X73 in der Front (im AeroCool Cylon mit nur zwei 120 mm Lüftern anstatt drei)
NZXT Kraken X63 in der Front (im NZXT H510 Flow mit zwei 140 mm Lüftern)

Verarbeitung und Materialqualität
Insgesamt wirkt das Gehäuse sehr hochwertig und edel auf mich. Das schlichte minimalistische Design und die getönte Glasscheibe gefallen mir sehr gut, und zwar viel besser, als auf den Produktbildern. Insbesondere die Glasscheibe macht echt was her, ganz im Gegensatz zu einer Scheibe aus Kunststoff, wie es bei meinem alten Gehäuse der Fall war. Das verwendete Material des Gehäuses scheint bis auf der Glasscheibe, der Front und wenigen weiteren Kunststoff-Elementen überwiegend aus Stahl zu sein. Das Logo auf der Frontseite ist vermutlich aufgedruckt, weil es nicht haptisch ist.
Besonders negativ sind mir die Daumenschrauben aufgefallen. Diese lassen sich nicht sauber führen. Beim Auf- und Zuschrauben wackeln diese hin und her und verhaken sich gerne dabei. Zudem sind die Schrauben sehr dünn und machen daher keinen stabilen Eindruck. Die Daumenschrauben meines wesentlich günstigeren AeroCool Cylon-Gehäuses finde ich da besser. Ein weiterer Negativaspekt ist beim Abmontieren der Front geschehen. Ich weiß nicht, ob es an meiner Tollpatschigkeit lag, aber als ich die Front an den oberen Noppen vom Gehäuse gelöst und etwas nach vorne gehebelt habe, um es abnehmen zu können (mir war zuerst nicht klar, wie es herauszunehmen ist), ist eine kleine Macke am unteren Ende der Stahlfront entstanden (abgeplatzte Farbe).

Ein weiterer Kritikpunkt ist die nervige Einschränkung, dass im Top nur ein Lüfter mit einer Größe von bis zu 140 mm (ohne Radiator) verbaut werden kann. Hier hätte ich mir einen Schacht für die Montage eines 280 Radiators oder zumindest eines 240 Radiators gewünscht. Der wegrationalisierte Staubfilter ist sehr ärgerlich und bei einem Preis von knapp 100 Euro nicht nachvollziehbar. Sogar mein altes Gehäuse besitzt an dieser Stelle einen Staubfilter mit Magnet. Den Filter verwende ich jetzt für das H510 Flow.

Die Frontlblende ist leider etwas konkav, das unschön aussieht, aber nur bei genauem Hinsehen auffällt. Ob das nur auf mein Gehäuse oder auf alle zutrifft, kann ich natürlich nicht einschätzen. Für mich schaut es nach einem Herstellungsfehler aus. Wenn alle Gehäuse so versendet werden, dann ist das für den angesetzten Verkaufspreis nicht nachvollziehbar. Darüber hinaus ist die Spaltmaße des Gehäuses nicht immer exakt. Das stört mich aber nicht, weil mir das noch weniger auffällt, als die konkave Frontblende. Es ist nur zu hoffen, dass durch den Spalt kein Staub hindurchgelangt.

Montage
Im Inneren des Gehäuses befindet sich genügend Platz zum entspannten Verbauen der Komponenten. Die NZXT-Verkleidung für das ATX-Kabel und weitere Kabel finde ich optisch gut gelungen. Das Kabelmanagement beurteile ich ebenso als gut. Alle Kabel konnten problemlos untergebracht und das Seitenteil einfach verschlossen werden. Bei meinem Gehäuse davor war das ein Graus. Der Raum zwischen Seitenteil und Innenleben war so eng, dass ich nur mit sehr viel Mühe und mehreren Anläufen das Seitenteil erst schließen konnte.

An der Front des H510 Flow habe ich die AiO NZXT Kraken X63 verbaut. Wie es vermuten lässt, passt die AiO super in das NZXT Gehäuse. Am Top des Gehäuses habe ich einen 120 mm Lüfter verbaut. Ebenso am hinteren Teil des Gehäuses. Zu den mitgelieferten Gehäuse-Lüftern kann ich nichts sagen, weil ich sie nicht verbaut habe. Sie sind jedenfalls nicht mit den Kraken-Lüftern identisch. Die Finnen der mitgelieferten Gehäuse-Lüfter sind viel dünner.

Ansonsten ist noch zu sagen, dass das bequiet Netzteil mit seinen Kabeln über ausreichend Platz im Innenraum verfügt. Stärkere Netzteile mit höheren Watt-Zahlen sollten also ebenso mühelos verbaut werden können.

Die Slot-Blenden sind bei einem Gehäuse dieser Preisklasse selbstverständlich mehrfach verwendbar.

Betrieb
Mein vordergründiges Ziel für den Gehäusewechsel war, den Airflow zu verbessern. Bezüglich der CPU hat das im Spiel Cyberpunk 2077 sehr gut funktioniert. Bezüglich der GPU nur bedingt. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass ich in meinem alten Gehäuse zwei Lüfter mehr verbaut hatte (direkt unter der GPU). Bedeutet also, dass im H510 Flow zwei Lüfter weniger arbeiten und die Temperaturen der GPU trotzdem etwas besser sind. Somit betrachte ich den Wechsel des Gehäuses auch in dieser Kategorie als (kleinen) Erfolg. Bei dem Spiel New World hat der Gehäusewechsel keinen nennenswerten Unterschied eingeholt.

Die Temperaturen im Vergleich:

Cyberpunk 2077:
AeroCool Cylon: GPU 70 °C, CPU 61 °C
NZXT H510 Flow: GPU 67 °C, CPU 55 °C

New World:
AeroCool Cylon: GPU 67 °C, CPU 56 °C
NZXT H510 Flow: GPU 67 °C, CPU 54 °C

Die AiO Kraken X63 von NZXT habe ich im H510 Flow im Push-Verfahren an der Front verbaut. So wurde es auch in der Anleitung des Gehäuses vorgeschlagen. Ich könnte mir vorstellen, dass die GPU mehr davon profitieren würde, wenn an der Front kein Radiator, sondern nur Lüfter verbaut sind, die die kühle Luft direkt in das Innere des Gehäuses blasen. Vielleicht würde es auch schon zu einer Verbesserung führen, wenn ich das Pull-Verfahren anwende, also Radiator und Lüfter miteinander vertauschen.
Zusätzlich möchte ich erwähnen, dass trotz der Mesh-Front das Gehäuse weniger Lautstärke der Lüfter durchlässt, als ich zuerst befürchtet hatte. Im Idle höre ich gar nichts.

Fazit
Positiv:
+ Gehäuse fast komplett aus Stahl
+ fühlt sich hochwertig an und schaut auch so aus
+ Minimalistisches Design
+ Seitenteil aus Glas, das sich einfach öffnen lässt
+ Gutes Kabelmanagement
+ Genügend Platz im Innenraum
+ Mesh-Front
+ Gutes Gewicht (nicht zu schwer für einen höhenverstellbaren Tisch, nicht zu leicht so dass es billig wirken würde)

Negativ:
- Kein Staubfilter für den oberen Lüfterschacht
- Oberer Lüfterschacht nur für einen Lüfter (ohne Radiator) bis zu 140 mm möglich
- Konkave Front (Montagsmodell?)
- Spaltmaße ungenau
- Wackelige Daumenschrauben
- Hoher Preis gegenüber Konkurrenz Fractal Design Meshify C Dark
- Airflow könnte besser sein (sofern es nicht an mir liegt)

Für mich hat sich die "Anschaffung" des Gehäuses gelohnt. Der Rechner im eingeschalteten Zustand ist eine Augenweide. Bevor ich mich für die Testers Keepers-Aktion beworben hatte, lag mein Augenmerk auf dem Fractal Design Meshify C Dark. Dieses Gehäuse ist häufig für unter 80 Euro erhältlich, i.d.R. für unter 90 Euro. Unter Berücksichtigung der sehr positiven Testberichte etablierter HW-Magazine und Kaufbewertungen sowie der Tatsache, dass am Top des Fractal Gehäuses ein Radiator mit bis zu 240 mm verbaut werden kann, ist das NZXT H510 Flow für ca. 100 Euro in meinen Augen kein Preis-/Leistungskracher. Wenn ich das Gehäuse ohne Berücksichtigung des Preises bewerten müsste, dann würde ich 4 von 5 Sternen vergeben. Das Kriterium "Preis/Leistung" bewerte ich als äußerst wichtig und entscheidend, weshalb ich guten Gewissens leider nur eine Bewertung von 3 Sternen vergeben kann. Sollte das Gehäuse regulär zu einem Preis von unter 80 Euro erhältlich sein, würde ich 4 Sterne vergeben.
    
  
3 5
     am 03.12.2021
Produkttester
Zunächst der Disclaimer vorweg: Ich habe das NZXT H510 Flow im Rahmen der Testers Keepers Aktion zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Ich versuche jedoch im Folgenden so neutral wie möglich meine Erfahrungen mit dem Gehäuse zu schildern und eine Bewertung abzugeben.

Meine Ausgangslage und damit Referenz ist ein Dark Base Pro 900 Rev. 1. Auch wenn das Gehäuse qualitativ tadellos ist, ist es mir doch etwas zu wuchtig. Außerdem gefallen mir heute weder die orangenen Akzente noch die Tür. Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach einem schlichten kleinen Nachfolger, bei dem ich die Möglichkeit habe zum Aufhübschen ein paar ARGB-Lüfte zu verbauen.

Zunächst ein paar Worte zum Unboxing des H510 Flow: Das Gehäuse kam sicher verpackt mit stabilen Schaumstoff-Einlagen im Karton. Neben dem eigentlichen Gehäuse lag ein kleiner Karton mit Zubehör bei. Das umfasst neben einem Adapter für die Front-IO Anschlüsse, sowie einigen Schrauben und Kabelbindern, auch ein Y-Kabel für den kombinierten 3,5mm Anschluss oben am Gehäuse. Dieses Y-Kabel finde ich persönlich nicht notwendig. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man die Materialkosten für dieses Kabel an Stellen verwendet hätte, auf die ich später noch eingehe. Insgesamt finde ich das Zubehör ausreichend, aber nicht herausragend.

Verbaut habe ich in dem Gehäuse einen Intel i7-8700k, eine RX 580 und 3 ARGB-Lüfter mit 120mm welche die mitgelieferten Lüfter ersetzen. Dabei sind mir einige Aspekte aufgefallen.

Zunächst ist mir die Materialstärke aufgefallen. Ja, mein bisheriges Gehäuse war deutlich teurer und ein ziemlicher Brocken, aber ich hätte mir beim H510 doch etwas mehr Materialstärke beim Blech gewünscht. Grundsätzlich ist das Gehäuse zwar stabil und es verbiegt sich nichts, aber das Gehäuse macht in dem Aspekt dann doch einen etwas weniger hochwertigen Eindruck als ich mir gewünscht hätte.

Der Mechanismus, um die Glasscheibe zu entfernen ist zum Beispiel deutlich besser als bei meinem alten Gehäuse. Die Scheibe liegt nämlich sicher im unteren Teil des Gehäuses auf und kann, nachdem man die Rändelschraube gelöst hat, zur Seite weggeklappt werden. Hier hatte ich im Gegensatz zu meinem alten Gehäuse zu keinem Zeitpunkt Sorge, dass die Glasscheibe runterfallen könnte. Noch besser hätte mir aber ein Scharnier gefallen, bei dem man die Glasscheibe nach oben herausheben kann. Das ist aber angesichts der UVP noch verschmerzbar.

Um die Lüfter in der Front zu tauschen (ich habe 2x120mm ARGB-Lüfter verbaut) kann man den Einbaurahmen komplett entnehmen. Das macht die Installation sehr einfach und fand ich super gelöst. Außerdem kann man werkzeuglos das Front-Panel entfernen, um entweder den Luftfilter zu säubern oder noch mehr Platz bei der Lüfter-Installation zu haben. Ein kleines Ärgernis ist für mich allerdings, dass am Metallrahmen für die Lüfter in der Front zu wenige Möglichkeiten sind, um die beiden verbaubaren120mm Lüfter zu positionieren. Dadurch ist man gezwungen die Lüfter am unteren Ende des Gitters auszurichten, anstatt sie auch ganz nach oben schieben zu können. Das mag Geschmackssache sein, ist aber für mich etwas störend. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich auf jeden Fall 140mm Lüfter anstatt 120mm Lüfter dazu gekauft.

Bei der Installation der restlichen Hardware muss man hervorheben, dass es viele Möglichkeiten fürs Kabelmanagement gibt. So gibt es kleine Kanäle, um die Lüfter-Kabel zu verlegen und zwei große Kanäle, inklusive Klettverschluss, für ATX und PCIe Stromkabel. Was mir allerdings nicht gut gefallen hat ist, dass man das ATX Kabel durch die Metallblende schon recht stark abknicken muss, um es durch die Kabelführung zu verlegen. Ich denke hier wäre eine Kabeldurchführung aus Gummi statt der Metallblende besser gewesen. Es wird zwar vermutlich keinen Schaden am Mainboard anrichten, aber es ist trotzdem unschön, wenn der Anschluss so unter Spannung steht. Außerdem ist das Gehäuse leider minimal zu schmal für meinen großen Luftkühler (Alpenföhn Brocken 3). Er passte zwar rein, aber auch nur weil die Lüfter durch die Metallclips etwas Spielraum haben und durch die Glasscheibe Richtung Mainboard gedrückt werden können. Der letzte Aspekt, der mich beim Einbau etwas gestört hat, ist, dass es bei einem großen Luftkühler kaum möglich ist den CPU-Stromstecker mit dem Mainboard zu verbinden, da recht wenig Platz nach oben vorhanden ist. Den sollte man auf jeden Fall vor dem Festschrauben des Mainboards verbinden.

Nun kommen wir aber zu meinem, möglicherweise sehr subjektiven, Problem mit dem Gehäuse, der Lüfterplatz an der Oberseite. Für mich ist es ein absolutes No-Go, dass man dort keinen Staubfilter hat. Erstens finde ich es optisch furchtbar, wenn man von oben durch solch grobe Löcher ins Gehäuse reinschauen kann. Zweitens führt das natürlich zu jeder Menge Staub im Gehäuse. Hier fehlt mir hinsichtlich der UVP des Gehäuses jegliches Verständnis dafür ein so günstiges Teil weg zu rationalisieren. Wie oben schon angedeutet wäre selbst das Geld für das Y-Kabel aus meiner Sicht deutlich besser in einem zusätzlichen Staubfilter angelegt gewesen. Aber eigentlich sollten bei dem Preis solche Dinge nicht exklusiv sein. Das gleiche Gefühl von "hier wurde an billigsten Teilen gespart" gibt mir auch die Tatsache, dass keine einfachen Kunststoff-Abdeckungen für den Netzteilkanal mitgeliefert werden. Es gibt aus meiner Sicht keinen thermischen Grund hier Luftstrom zu ermöglichen und optisch finde ich die Löcher wieder recht unschön. Man hätte den Kanal also entweder geschlossen gestalten oder Blenden mitliefern sollen.

Bevor ich zu meinem Fazit komme, hier noch ein paar Vergleichswerte für die Temperaturen im alten und neuen Gehäuse:

CPU:
Dark Base (geschlossene Tür): 72 °C
H510 Flow: 71 °C

GPU:
Dark Base (geschlossene Tür): 77 °C
H510 Flow: 77 °C

Gemessen habe ich die CPU-Temperatur nach 15 Minuten Cinebench und die GPU-Temperatur nach 15 Minuten Furmark bei 18°C Raumtemperatur. Wie man sieht, scheinen die Temperaturen trotz der geschlossenen Front des Dark Base nicht schlechter als die im H510 zu sein. Dafür dringen beim H510 etwas mehr Geräusche durch die offene Bauweise nach draußen.


Insgesamt hat das Gehäuse aus meiner Sicht 3,5 von 5 Sternen verdient. 4 Sterne kann ich leider trotz einiger guter Ideen und einer größtenteils netten Optik nicht vergeben. Das liegt einfach an optischen Details, die man mit sehr geringem Materialaufwand hätte aus der Welt schaffen können. Insbesondere der fehlende Filter bzw. eine fehlende Abdeckung für den Lüfterplatz an der Gehäuse-Oberseite stoßen mir persönlich sauer auf. Das mag andere Menschen weniger stören, aber solange alle Informationen dargelegt sind, bin ich der Meinung, dass ein Test auch durchaus subjektiv eingefärbt sein kann. Beachtet man, dass das Gehäuse jetzt bereits zu günstigeren Preisen als der UVP zu finden ist, gibt es sicher auch einige Menschen, für die es genau die richtige Wahl ist. Eben nur nicht für mich und nicht zur UVP.
    
  
4 5
     am 30.11.2021
Produkttester
Testers Keepers

Erst einmal möchte ich mich vielmals bei Mindfactory und NZXT für die Möglichkeit des Produkttests bedanken.

Verpackung / Lieferumfang

Das Gehäuse kommt gut verpackt in einem schlichten Karton, welcher auf Anhieb auf das "Mesh-Design" aufmerksam macht.
Das Gehäuse ist in einer Plastikfolie verpackt und oben / unten mit Styropor geschützt, sodass beim Transport im Optimalfall keine Beschädigungen am Gehäuse entstehen sollten (selbst mein Karton war an den Ecken beschädigt, jedoch blieb das Gehäuse davon unberührt).
Im Lieferumfang enthalten sind:
2x 120mm NZXT Lüfter
Eine Verpackung mit Bedienungsanleitung und Montagezubehör.

Design

Das Design des Gehäuses ist sehr schlicht gehalten, wodurch man dieses ebenfalls im
Büro / HomeOffice einsetzen kann, da dieses nicht wie manch andere Gehäuse nach "Gaming" schreit.
Die Frontblende aus Metall macht einen sehr hochwertigen Eindruck und bringt RGB-Lüfter erst recht zum Vorschein.
Die Blende hat viele kleine Löcher, sodass man direkt in das Gehäuseinnere sehen kann, dies hat ebenfalls den Vorteil, dass die Luft im vorderen Bereich besser angezogen werden kann
(bei anderen Modellen des Herstellers war die Front nämlich leider nur mit einer Glasscheibe oder sogar ohne herausnehmbare Abdeckung, was einen schlechten Airflow und dahingehend höhere Temperaturen zur Folge hatte).
An der Frontblende wurde ein Staubfilter montiert, welcher das Gehäuse vor dem Eindringen von grobem Staub schützt, ebenfalls wurde ein Staubfilter unterhalb des Gehäuses auf Höhe des Netzteils verbaut.
Das Gehäuse bietet für insgesamt 4 Lüfter Platz:
1x 120mm im hinteren Bereich
1x 120 oder 1x 140mm an der Gehäusedecke
2x 120mm oder 2x 140mm in der Front.
Äußerst positiv finde ich, dass der Hersteller bei dem Design des Gehäuses nur ganz schlicht auf die Firma aufmerksam gemacht hat (1x an der Front unten und 1x auf der Kabelverdeckung im Inneren).
Aufgrund dessen, dass das Gehäuse ein Midi-Tower ist, kann man dieses ebenfalls auf dem Schreibtisch positionieren.
Für diejenigen, welche ihre Grafikkarte in den Vordergrund stellen möchten, bietet das NZXT H510 Flow ebenfalls die Möglichkeit die Grafikkarte vertikal einzubauen, wodurch diese durch das Glas bewundert werden kann.

Verarbeitung

Bis dato verwende ich das BeQuiet Dark Base Pro 900 Rev. 1, welches natürlich preislich fast doppelt so teuer ist.
Im Gegensatz zu diesem kann sich die Verarbeitung des NZXT H510 Flow sehen lassen, das Gehäuse ist aus robustem Metall gefertigt, selbst die Seitenwand fühlt sich wertig an
(biegt nicht so leicht wie bei anderen Herstellern).
Die Glasscheibe ist ebenfalls im oberen Bereich mit einem Metallrahmen ausgestattet, welcher zu mehr Stabilität und einer einfacheren Entnahme / einem einfacheren Einbau der Glasscheibe beiträgt.

Montage

Eine Montage mit Komponenten habe ich zum Test nicht durchgeführt, da ich mit meinem jetzigen Gehäuse zufrieden bin und leider kein zweites System zum Zusammenbau zur Verfügung stehen habe.
Ich stelle mir aber einen Einbau der Komponenten in dieses Gehäuse sehr einfach vor, da dieses gut strukturiert ist.
Als ich das Gehäuse komplett auseinander genommen habe ist mir aufgefallen, wie einfach es ist das Glas zu entfernen (1x Rändelschraube hinten lösen und anschließend das Glas nach vorne entnehmen) das Glas wird nämlich ebenfalls von 2 Gumminoppen gehalten, sodass dieses nach lösen der Schraube nicht sofort entgegenkommt.
Die hintere Wand kann man genauso einfach lösen indem man die zwei Rändelschrauben im hinteren Bereich herausdreht und anschließend die Seitenwand ein wenig nach vorne schwingt und so entfernt.
Zur professionellen Verkabelung hat der Hersteller ebenfalls gut durchdachte Kabelführungsschienen hinter dem Mainboard eingebaut, sodass man diese sehr einfach und effizient verlegen kann, ohne dass diese ein verschließen des Gehäuses verhindern können.
Im hinteren Bereich gibt es ebenfalls Platz für 2x 2,5" Festplatten / SSDs, welche direkt hinter dem Mainboard montiert werden können.
Unterhalb wird das Netzteil eingebaut, dieses wird unter einer Netzteilblende versteckt, sodass man dieses sowie die Kabel im fertig verkabelten Gehäuse nicht mehr sieht.
Ebenfalls ist hinter dem Netzteil noch ein Festplattenkäfig verbaut, welcher mit 2x 3,5" Festplatten bestückt werden kann, falls man diesen nicht benötigt, kann man ihn nach lösen der Schrauben unterhalb des Gehäuses entfernen oder anders positionieren.
Die Montage der Lüfter ist ebenfalls sehr gut durchdacht, da man die Montageschiene für die beiden Lüfter im vorderen Bereich nach dem lösen von Rändelschrauben ohne Werkzeug entfernen kann und so die Lüfter außerhalb des Gehäuses an der Montageschiene befestigen kann, sodass man dies nicht im Gehäuse vornehmen muss.

Preis- / Leistungsverhältnis

Im Gegensatz zur normalen Version des Gehäuses ohne "Flow" ist der Aufpreis von 30¤ zwar schon viel Geld, da der Aufbau und die Materialien dieselben sein sollen.
Ob einem der bessere Airflow diesen Aufpreis wert ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden.
Ich persönlich finde den UVP Preis etwas hoch gegriffen, dies ist aber voraussichtlich der momentanen Situation geschuldet, da es überall Lieferengpässe gibt und es hierdurch bei vielen Produkten zu Preiserhöhungen kommt.
Das Gehäuse ist auch noch nicht sehr lange auf dem Markt, wodurch dieses in nächster Zeit voraussichtlich im Preis angepasst wird.

Haltbarkeit

Aufgrund der hochwertigen Materialien, welche in dem Gehäuse verarbeitet wurden, gehe ich davon aus, dass wenn man gut mit dem Gehäuse umgeht, dieses mehrere Jahre Freude bereiten wird.

Fazit

Meiner Meinung nach ist das NZXT H510 Flow ein sehr gut durchdachtes und schickes Gehäuse, welches selbst Neulingen eine einfache Montage ihres neuen PCs ermöglicht.
Durch die eingebaute Schiene im Inneren können Kabel gut versteckt werden, sodass die Komponenten besser zur Geltung kommen. Durch die Frontblende wird das Gehäuse zum richtigen Hingucker vor allem, wenn man im vorderen Bereich RGB Lüfter verbaut, welche durch das "Mesh-Design" voll zur Geltung kommen.
Die Füße unterhalb des Gehäuses sind hoch, sehr robust und rutsch unempfindlich, sodass das Gehäuse ebenfalls auf glatten Böden und kurzem Teppich keine Probleme haben sollte.
Bedingt der Bauweise eines "Midi-Towers" kann leider nur 1x 120mm Lüfter im hinteren Bereich verbaut werden, ich hätte es persönlich besser gefunden, wenn man dort auch noch 1x 140mm Lüfter hätte verbauen können, dies ist aber wahrscheinlich der Größe geschuldet.
Was mir nicht so gut gefällt ist, dass es nur sehr wenige Anschlussmöglichkeiten an dem Frontpanel gibt (USB 3.2 Gen 2 Typ-C | USB 3.2 Gen 1 Typ-A | Headset-Audioanschluss) hier hätte ich mir noch mehr USB Anschlüsse gewünscht, da USB Typ C momentan ja eher an den Endgeräten und nicht am PC Gehäuse verwendet wird.
Da optional auch noch ein Lüfter an der Gehäusedecke montiert werden kann, hätte ich es für gut befunden, wenn dort ebenfalls ein Staubfilter verbaut worden wäre, damit durch diese Öffnung auch wenn kein Lüfter dort verbaut wird, kein Staub in das Gehäuse dringen kann.
    
  
4 5
     am 28.11.2021
Produkttester
Das NZXT H510 Flow lässt sich mit Phanteks Eclipse P300A (bzw. P400A) und be quiet! Pure Base 500 (bzw. 600) vergleichen. Alle 3 Gehäuse, bzw. deren enge Verwandten haben eine sehr ähnliche Größe, Aufbau und Features.
Da ich das Phanteks P300A besitze, beziehe ich mich in meinem Review vor allem auf dieses.

Design
Das äußerliche Design des NZXT H510 Flow ist sehr geradlinig, ohne zu schlicht zu wirken. Dazu trägt die aufwändige, gelochte Front aus Metall bei. Insgesamt wirkt das Gehäuse des NZXT H510 Flow ein wenig wuchtig, da das Design sehr kantig ist. Das NZXT H510 Flow ist 10mm breiter und 10mm höher als das Phanteks Eclipse P300A. Vergleicht man es mit dem Phanteks, welches an der Front und an der Oberseite Abschrägungen hat erscheint das NZXT H510 Flow größer als die reinen Maße vermuten lassen.

Die Fugen des NZXT H510 Flow, z.B. die der beiden Seitenwände zum restlichen Gehäuse (Oberseite, abnehmbare Front und Rückwand) sind ein wenig größer und optisch auffälliger als beim Phanteks Eclipse P300A. Auch steht die Oberseite minimal über die Glasseitenscheibe über. Dies wird bedingt durch die Konstruktion des Gehäuses, die NZXT hier gewählt hat. Das Phanteks Eclipse P300A wirkt insgesamt eleganter, da die Fugen sehr gut kaschiert werden.

Das Design im Inneren wirkt technisch. Je nach Vorliebe mag das der Eine oder Andere. Die Abdeckung über dem Netzteilbereich, der auch die Festplatten aufnimmt ist gelocht und hat 3 große Löcher zur Durchführung von Kabeln. Ebenso ist ein großes gewinkeltes Blech mit eingeprägtem NZXT Logo montiert, welches die Kabel überdeckt, die seitlich zur Rückseite des Mainboards führen. Dadurch wirkt das Innere etwas zerklüftet. Im Gegensatz dazu ist das Innere des Phanteks Gehäuses sehr geradlinig, mit geschlossenem Boden zum Netzteil und kleinen Kabeldurchführungen. Der Vorteil des NZXT, wenn man so will ist, dass die Konstruktion ein sehr flexibles Verlegen von Kabeln erlaubt.

Verarbeitung
Die Verarbeitung ist insgesamt hochwertig. Die farbige Beschichtung ist minimal rau mit einer etwas offeneren Oberfläche als z.B. das Phanteks, welches eine glattere Lackierung hat. Die Front und das Seitenteil aus Glas lassen sich einfach abziehen (Beim Seitenteil nach Lösen einer Schraube). Front und Seitenteil sind mit mehreren, bzw. einem kugelförmigen Kunststoffknopf arretiert. Das ist sehr praktisch. Beim Gehäuse von Phanteks muss man die Glasseitenscheibe nach hinten abziehen, was ein wenig hakeliger ist.

Montage
Die Montage aller Komponenten ist vollkommen problemlos möglich. Durch die etwas großzügigere Dimensionierung und offenere Bauweise im Vergleich zum Phanteks hat man genügend Platz, um das bequem Netzteil zu montieren und bei modularen Netzteilen auch nachträglich Kabelbäume an- oder abzustecken. Das gelingt beim Phanteks, wenn - je nach Netzteil - die Kabelstecker auf der 'falschen' Seite, d.h. zum Gehäuseinneren liegen praktisch nicht, ohne das Netzteil oder die Festplatten auszubauen. Beim NZXT ist dies dagegen leicht möglich.

Die Festplattenkäfige erlauben die Montage von bis zu drei 3.5" Festplatten und zwei 2.5" Festplatten oder SSDs. Der Festplattenkäfig für die 3.5" Festplatten muss dazu ausgebaut werden, was durch Schrauben an der Unterseite des Gehäuses erfolgen muss. d.h. in der Regel muss man alle Kabel am Gehäuse abziehen und das Gehäuse auf die Seite legen oder auf den Schreibtisch legen! Phanteks Eclipse P300A hat dazu zwei von der Front zugängliche Festplatteneinschübe, in die man Festplatten schraubenlos einschieben kann. Die Festplatten sind bei Phanteks zudem ansatzweise entkoppelt gelagert.
Der Festplattenkäfig für die 3.5" Festplatten im NZXT bietet KEINE Möglichkeit, die Festplatten entkoppelt zu montieren. Das hätte ich bei einem Gehäuse dieser Preisklasse erwartet!
Das H510 Flow hat zusätzlich zwei abnehmbare 2.5" HD/SSD Halterungen aus Kunststoff hinter dem Mainboard. Diese sind sehr leicht zu befestigen (nur eine Schraube), sind aber ebenfalls nicht entkoppelt, was jedoch bei SSDs und 2.5" Festplatten weniger ins Gewicht fällt, da hier keine bzw. nur wenige Vibrationen auftreten. Die Montage der 2.5" Halterungen ist deutlich einfacher als beim Phanteks Gehäuse; das Einschieben in die Gummipufferung - wie von Phanteks vorgesehen - geht dort nur schwergängig; die Gummipuffer werden dabei von Metall-Laschen kurzfristig eingequetscht. Ich tue das den Gummipuffern nicht an; d.h. die Festplattenhalterungen bleiben fest montiert und letztlich muss man die 2.5" Festplatten etwas umständlich direkt mit ihren 4 Schrauben an den Halterungen anschrauben.
Beim NZXT H510 Flow werden zwei 2.5" Halterungen mitgeliefert, bei Phanteks nur eine; diese ist aber im Gegensatz zum NZXT aus Metall.

Preis-/Leistungsverhältnis
Insgesamt finde ich den Preis von ~100€ im Vergleich mit den Konkurrenzprodukten, die zwischen 65€ und 85€ rangieren etwas hoch. Das Gehäuse ist sicherlich nicht schlechter als die der Konkurrenten und die Unterschiede Geschmackssache. Einen Mehrpreis von 30€ sehe ich nicht unbedingt gerechtfertigt.

Vergleich zu ähnlichen Produkten
Für mich relevante Unterschiede zum Phanteks:
- Das NZXT ist größer und wirkt wuchtiger als das Phanteks
- Das NZXT erlaubt eine einfachere Montage und Änderungen an Verkabelung und Festplattenbesctückung
- Das NZXT erlaubt die Montage von 3 statt 2 3.5" Festplatten.
- Das NZXT bringt zwei 2.5" Festplattenhalterung mit statt nur einer bei Phanteks
- Keine Entkoppelung der Festplatten vom Gehäuse möglich.

Fazit
Das offene Konstruktionsprinzip im Inneren ermöglicht eine etwas bessere Durchlüftung der Festplatten als z.B. beim Phanteks. Ich hätte mir mehr USB Anschlüsse an der Oberseite gewünscht. Das NZXT ist auf der Rückseite besser geschlossen als das Phanteks und verhindert so besser, dass 'Falschluft' entgegen der gewünschten Durchströmung eindringt. Außerdem wird so wirksamer ein Eindringen von Staub verhindert.
    
  
5 5
     am 29.12.2021
Verifizierter Kauf
Sehr gut Verarbeitet.
Mit einem 280mm Radiator ist es zwar möglich aber sehr schwierig.
    
  
5 5
     am 29.12.2021
Produkttester
Testers Keepers NZXT H510 Flow Midi Tower

Herzlichen Dank an Mindfactory AG und NZXT für die Teilnahme an den Produkttest.

Durch die Teilnahme ermöglicht es mir ein deutliches Upgrade zu meinem vorherigen Gehäuse. Das war ein Cooler Master MasterBox Q300L. Durch die enge Bauweise (mATX) heizte sich dies nach wenigen Minuten schnell auf. Genaue Temperaturen kann ich leider nicht mit angeben. Der Wechsel erweist sich für mich schon mal als Vorteil. Weshalb ich meine Hardware in dem NZXT H510 Flow behalten werde. Nach über 2 Jahren wird es auch mal Zeit das Gehäuse zu wechseln.

folgende Hardware wurde verbaut:

- Mainboard: ASUS TUF B450M-Pro Gaming

- CPU: AMD Ryzen 7 2700x

- CPU-Kühler: be quiet! PURE ROCK 2 Black 150 Watt TDP

- GPU: ASUS TUF Gaming RTX 3060 Ti

- SSD: Samsung 960 EVO M2 250 GB / Samsung 860 EVO SATA 500 GB

- HDD: 1 x 500 GB 3,5 Zoll Festplatte

- RAM: G.SKILL Sniper X 16GB Kit DDR4-3200 CL16

- Netzteil: be quiet! 700 Watt Pure Power 11 CM Modular 80+ Gold

- Lüfter: 2 x 140 mm NZXT AER RGB 2 / 2 x 120 mm AER F120


Als erstes kommen wir zur Verpackung. Das Gehäuse war ordentlich im einem dicken Karton verpackt und wurde durch 2 Styropor Schalen geschützt. Selbst bei einem Aufschlag wäre dem Gehäuse nicht viel passiert. Die Seitenscheibe sowie das Gehäuse sind vor Kratzer durch Folien Geschütz. Alle Kabel und weitere zugaben zum Gehäuse sind gut gesichert und verpackt das sie nicht "herumfliegen" können. Damit war ich sehr zufrieden.

Optisch finde ich das H510 sehr Alltagstauglich. Egal ob man es als Gamer oder im Büro / HomeOffice einsetzt. Durch die klaren Linien und die kantige Form kann man daraus viel gestalten. Je nach dem wie eine Person es möchte. Egal ob es eher unauffällig oder auffällig werden soll. Da muss man nur Kreativ werden. Möglichkeiten bietet es auf jeden Fall genügend und der Platz dafür ist auch vorhanden, obwohl es ein Midi Tower ist. Die Mesh-Front finde ich sehr Attraktiv und sie hat noch ein intrigierten Staubfilter und dies ist beim Netzteil auch der Fall. Das wird auch vor Staub geschützt. Beide Filter lassen sich problemlos entfernen und somit reinigen. Dazu muss das Gehäuse nicht einmal bewegt werden.

Beim Platz für die Kühlung lässt sich etwas streiten. Ich hätte mir da etwas mehr Platz für Lüfter oder Wasserkühlung gewünscht. 2 x 120 mm bzw. 2 x 140 mm Lüfter oder eine 240er Wasserkühlung in der Front und 1 x 120 mm Lüfter in der Rückseite plus 1 x 120 mm bzw. 1 x 140 mm oben sind etwas gering. Es gibt genügend Technik Liebhaber die gern mehr oder größere Wasserkühlungen verbauen würden. Das ist meckern auf höheren Niveau, aber dadurch könnte das Gehäuse schnell gegen andere Konkurrenz-Gehäuse scheitern.

Bei der Montage der Hardware habe ich kaum was auszusetzen. Das Netzteil war schnell und unproblematisch verbaut. Dies war auch beim Mainboard sowie bei der Grafikkarte der Fall. Bei beiden war mehr als genug platz. Die Abstandshalter für das Mainboard waren auch gut im Gehäuse beschriftet. Für mein mATX Mainboard war es kein Problem die richtigen Stellen zu finden und die Abstandshalter anzubringen. Ich habe nicht den beigelegten Abstandshalter-Schlüssel verwendet. Dafür habe ich mir die passende Nuss mit Verlängerung genommen, da es für mich angenehmer ist dies damit zu montieren. Den einzigen Minuspunkt gibt es bei dem Einbau der 3,5 Zoll Festplatten. Dafür muss man leider das ganze Gehäuse auf die Seite legen. Sonst kommt man nicht an die Schrauben für den Rahmen der Festplatten. Bei den 2,5 Zoll Festplatten bzw. bei den Sata SSDs ist der Einbau wiederum kein Problem da diese auf der Rückseite des Gehäuses bzw. des Mainboards sitzen. Diese sind mit einer Schraube in einem Plastikrahmen befestigt. Nach dem Einbau der Hardware ging es ans Kabel verlegen und da war ich echt begeistert. Das Kabelmanagement ist typisch NZXT sehr übersichtlich. Durch die Kabelkanäle sind die Kabel Ordentlich und einfach zu verlegen und somit auch zu befestigen. Das sorgt für ein cleanes Aussehen.

Kommen wir nun zur Verarbeitung. Dort habe ich nichts auszusetzen. Die Kanten sind sauber verarbeitet und die Metallteile sind ordentlich in einem schicken mattem schwarz lackiert. Alle Gewinde funktionieren ohne Probleme und sind somit sachgemäß geschnitten. Alle Spritzgussteile (Plastikteile) sind ohne Krater und in ihrer Form. Die beiden Staubfilter sind auch super verarbeitet, wobei ich aber der Meinung bin das der Filter in der Mesh-Front ziemlich viel Staub durch lässt. Nach den 2 Wochen Betrieb war schon relativ viel Staub an der Scheibe (siehe Bild im Anhang) und an meiner Hardware. Wenn man aber regelmäßig Sauber macht sollte das auch kein Problem werden. Es schützt dennoch genug vor Staub.

Am Ende komme ich nun zu den Temperaturen im Betrieb. Im normalen Desktopbetrieb hat die CPU eine durchschnittliche Temperatur von 25 bis 35 Grad Celsius. Die Grafikkarte liegt im durchschnitt bei 30 bis 35 Grad Celsius und das Mainbord bei 25 bis 30 Grad Celsius. Was in einem Raum vollkommen in Ordnung ist. Bei mir wird sogar noch mit einem Holzofen geheizt. Unter Last, egal ob beim Benchmark oder beim Gaming, kommt die CPU nicht über 55 Grad Celsius und die Grafikkarte liegt im durchschnitt bei 55 bis 60 Grad Celsius. Diese wird aber auch durch meine CPU gedrosselt und könnte mehr Leistung liefern. Zudem spiele ich nur auf einem 144Hz FullHD Monitor. Sobald ich das Spiel beende und die Hardware keine Anforderung hat gehen die Temperaturen sofort wieder runter auf die durchschnittlichen 30 Grad Celsius. Somit ist der Airflow, meiner Meinung nach, wirklich Top. Unter Last halten sich die Geräusche auch sehr gut in grenzen. Natürlich gibt es viel besser Gedämmte Gehäuse, aber diese Kosten dementsprechend ein gewissen Aufpreis.

Rundherum finde ich das NZXT ein gelungenes Gehäuse. Für 99 bis 119 Euro (je nach Händler) finde ich, ist es ein gutes Gehäuse. Man bekommt ein durchdachtes Kabelmanagement mit genügend Befestigungsmöglichkeiten. Ordentlich Inhalt im Lieferumfang (Kabelbinder, Schrauben, Klettverschlüsse, etc). Dazu wird alles wichtige vor Staub geschützt und 2 120 mm Gleitlager Lüfter sind auch noch im Lieferumfang.

Ich bedanke mich nochmal bei Mindfactory und NZXT für die Teilnahme an dem Produkttest und hoffe das mich das Gehäuse lang begleitet. Ich wäre offen für weitere Produkttests.

Mit freundlichen Grüßen Steven/xBoo3sy
1 von 1 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
4 5
     am 10.12.2021
Produkttester
Erstmal möchte ich dem Mindfactory Team dafür danken, dass ich im Rahmen der Testers Keepers- Aktion das Case H510 Flow von NZXT in der Farbe Schwarz ausgiebig testen konnte und meine ehrliche Meinung zu dem Produkt verfassen kann.
Vorneweg, das Case kam sehr gut verpackt mit Styropor an und ist mit einem Gewicht von ca. 6,8Kg angenehm leicht. Das Case ist 42,8 x 21 x 46cm (LxBxH) groß. Dabei ist das Design sehr schlicht und minimalistisch gehalten. Mit den Gumminoppen an den Füßen, bewegt sich das Case kaum sobald es auf dem Boden steht.

Das Gehäuse ist super geeignet für alle gängigen ATX-Mainboards (z.B. MSI MAG Torpedo s max) und damit ATX-Mid Tower Build. Und bietet dazu Platz für insgesamt drei 140mm Lüfter und einen 120mm Lüfter. Empfehlen würde ich zwei vorne zum Ansaugen und einen Lüfter hinten (120 mm) und einen Lüfter oben zum Auslassen. Das Gehäuse ist an sich gut verarbeitet und fühlt sich nicht billig an. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Schrauben sowohl für die Glasabdeckung vorne als auch für das Back-Panel sich nicht so qualitativ hochwertig anfühlen und sich nicht so sauber rein- / bzw rausdrehen lassen. Zudem sind die Metallflächen dann doch etwas dünn und lassen leicht dellen zu. Sich abzustützen auf dem Case ist keine gute Idee.
Dennoch bietet das Case genügend Platz im Innenraum. Zudem ist das Kabel Management herrlich. Hinten sind mehrere Kabelkanäle montiert die zusätzlich noch mit Klettbänder versehen sind und eine Menge Platz für Kabel bieten. Des Weiteren können alle Kabel sauber unter der vertikalen Schablone versteckt werden. Kabelmanagement ist hier somit definitiv kein Problem. Obwohl an der Front ein Staubschutz installiert ist, finde ich es schade das weder hinten noch oben an den perforierten Flächen Staubschutze installiert sind. Zwar befindet sich noch unten, unter dem Netzteil ein Staubschutz, dennoch kann das langfristig zu Problemen führen, wenn nicht regelmäßig Staub abgewischt wird.

Die Anschlüsse des Cases sind zwar supermodern mit einem USB-Typ-C-Anschluss, einem USB 3.0 Typ A Anschluss und einem Klinkenanschluss. Allerdings ist das dann doch meiner Meinung nach zu wenig, da man für knapp 100 Euro mehr Anschlüsse erwarten kann vom Case und die Auswahl nicht zeitgemäß ist.
Das Case bietet außerdem genügend Platz für ein Netzteil, zwei 3,5 Zoll HDD Laufwerke und zwei 2,5 Zoll SSD Laufwerke. Zudem sind jegliche Schrauben, Kabel und Kabelbinder mit im Lieferumfang dabei. Im Allgemeinen ist das Case super für Anfänger Builds geeignet. Alle Kabelwege sind selbsterklärend und auch die Einleitung aus dem Internet ist einfach verständlich und übersichtlich.
Folgende Komponenten habe ich in das Case eingebaut:
-Ryzen 5 5600X
- Nvidia RTX 3060 Ti
- MSI MAG Torpedo S Max
- 16GB Corsair RAM (3200MHz, Cl-16)
- 1 TB HDD
-512GB SSD Samsung EVO 970
-600W Corsair Netzteil 80 Gold Plus
- 3x 140 mm Corsair Extra Quiet Lüfter
- 1x 120mm Lüfter NZXT

Nun mag der geneigte PC-Bauer das Design zwar ansprechend finden, aber Zweifel an der Performance hegen, wenn es um Kühlung geht. Auch hier kann ich entwarnen. Das Case bietet durch die große Front und das Volumen im Inneren einen optimalen Airflow. Die beiden vorinstallierten Lüfter tun ihren Job überraschend gut, und lassen dabei auch bei der Lautstärke kaum Punkte liegen. Dabei handelt es sich um zwei 120mm Lüfter. Jedoch hört man die Lüfter, sobald sie über 90% ihrer Leistung erreichen. Ein Upgrade auf 140mm Lüfter ist empfehlenswert. Thermals über 80 Grad habe ich bis dato nicht erlebt, weder auf der CPU, noch auf der GPU. Somit punktet das Case in der Kategorie Leistung.

Wer noch mehr aus seinem Case herausholen möchte, kann die NZXT Controller Einheit und die Lightstrips kaufen. Für beide gibt es die Halterungen die perfekt dazu passen und das Setup aufwerten. Generell jedes Zubehör von NZXT ist für das Case perfekt ausgelegt.
Positiv:

- Verarbeitung und edler Look
- Details, an die gedacht wurde
- Cable-Management ist top
- Zusammenbau ist leicht und flexibel
- Halterungen für SSDs sind super, lassen sich schnell umstecken
- Perfekt, wenn man das Kraken-Wasserkühlung

Negativ (auf hohem Niveau gemeckert):

- Fettfinger verzeiht die "tempered Glass"-Tür nicht - hier ist öfters Putzen angesagt
- Hätte mir noch 2 weitere SDD-Halterungen gewünscht, für künftigen Ausbau
- Eine dezente Power- und HDD-LED, die auch von Vorne sichtbar ist, fänd ich gut - so aber ist alles nur von Oben sichtbar...
- Die Rändelmuttern sind ein wenig schwer-gängig
- Eine vertikale Befestigungsmöglichkeit für eine Grafikkarte ist zwar vorhanden, ein Riser-PCIe-Kabel aber nicht.
-Preis-Leistung + teures Zubehör

Fazit: Ich bin mit dem Case super zufrieden, denn es bietet genug Platz, weist ein schlichtes minimalistisches Design auf und hat saubere Kabelmanagement Möglichkeiten. Zudem sind die Anschlüsse ausreichend schnell und die Luftzirkulation ist auch perfekt ausgeglichen. Mit Hinblick auf den Preis bin ich dann doch etwas enttäuscht, da ich eine UVP von knapp 120 Euro nicht angemessen finde und das Case meiner Meinung nach in die 80 Euro Preisklasse gehört. Für Anfänger, die ihren ersten PC selbst zusammenbauen möchten und auch bereit sind mehr Geld auszugeben, kann ich das Case und das zusätzliche Zubehör von NZXT empfehlen. Für mich eine absolute Kaufempfehlung, wenn das Case im Angebot angeboten wäre.
    
  
3 5
     am 09.12.2021
Produkttester
Das NZXT H510 Flow Midi Tower Gehäuse in schwarz habe ich im Rahmen des Testers Keepers Programm von Mindfactory kostenlos für diesen Test zur Verfügung gestellt bekommen. Dies hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Beurteilung.

Verpackung & erster Eindruck:
Das Gehäuse kam ausreichend mit Styropor gesichert und in eine Kunststoffhülle gepackt bei mir an. Die Styroporhaltung war dabei leicht beschädigt, was allerdings zu keinem Schaden geführt hat.
Auffällig war das im Vergleich zu anderen Gehäusen in diesem Preissegment deutlich geringere Gewicht, sowie der geringe Lieferumfang.

Design:
Das H510 entspricht von seinem grundsätzlichen Aufbau her dem derzeit üblichen Branchenstandard mit einer luftdurchlässigen Front, einem Seitenfenster, sowie einem am Boden angebrachten Netzteilschacht. Die Front besteht aus einer perforierten Platte, deren Löcher einen relativ großen Durchmesser aufweisen und damit einen großen Volumenstrom ermöglichen. Im vorderen Bereich des Deckels findet sich der Einschaltknopf, je ein USB-A und -C Anschluss, sowie ein Audioausgang.
Das Frontpanel ist lediglich eingesteckt, und kann somit einfach entfernt werden, um Montagearbeiten vorzunehmen, oder den Staubfilter zu reinigen. Der Filter selbst ist sehr großporig gehalten, und entspricht von seiner Dichte her einem aus drahtbestehenden Küchensieb. Dies führt zwar einerseits zu einer besseren Belüftung, andererseits wird dadurch ein staubfreies Gehäuseinneres verhindert. Ein weiterer Staubfilter mit gleicher Durchlässigkeit findet sich am Gehäuseunterboden im Bereich des Netzteils. Der Lüfterplatz am Gehäusedeckel verfügt dagegen über keinen Filter, was allerdings aufgrund der üblichen Lüfterkonfiguration auch nicht zwingend notwendig ist. Hinter den Frontlüftern befindet sich die bei NZXT Gehäusen typische Blende für die Kabelführung.
Darüber hinaus wagt NZXT designtechnisch keine Experimente.

Verarbeitung:
Das Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet. Alle Schnittkanten sind sauber entgratet, die Passform der einzelnen Komponenten ist beanstandungslos und diese hinterlassen bei jeder Berührung einen wertigen Eindruck. Die Schrauben der Gehäusefüße wurden zum Teil nicht stark genug angezogen, wodurch das Gesamtgehäuse nicht ganz wackelfest ist. Hierbei dürfte es sich um eine Nachlässigkeit in der Vormontage handeln, die nicht weiter ins Gewicht fällt und bei Bedarf auch durch temporäres Entfernen der Gummibezüge der Füße und Nachziehen der Schrauben behoben werden kann. Ansonsten findet sich in dieser Rubrik keine Auffälligkeit oder Abweichung von vergleichbaren Produkten anderer Hersteller.

Montage:
Auch hier finden sich keine außergewöhnlichen Unterschiede zu anderen Gehäusen. Auf der Rückseite der Mainboardbefestigungsplatte finden sich zwei vorinstallierte SSD Halterungen, die nach ihrem Ausbau mit den Fesplatten bestückt werden können. Beide SSD können dann entweder auf der Rückseite, also optisch versteckt, angebracht werden, oder direkt auf dem Netzteilschacht unterhalb des Mainboards installiert werden. Zur Befestigung werden handelsübliche mitgelieferte Schrauben eingesetzt.
Im vorderen Bereich des Netzteilschachts lassen sich zudem bis zu drei HDD Festplatten installieren. Auch hierfür ist ein Festplattenkäfig eingebaut, der durch Schrauben auf der Unterseite befestigt ist. Sofern lediglich eine HDD eingebaut werden soll, kann auf den Käfig verzichtet werden. Einen funktionalen oder optischen Vorteil bietet dies allerdings nicht, da sich der Montageaufwand dadurch nicht reduziert und der Installationsbereich ohnehin nicht einsehbar ist.
Ein Anbringen der HDD im Sichtbereich zwischen Mainboard und Frontlüftern ist dagegen nicht möglich.
Der Einbau des Mainboards, sowie der Grafikkarte und des Netzteils erfolgt problem- und ereignislos wie bei jedem anderen Gehäuse auch.
In der Front sind bis zu 2 120 mm oder 140 mm Lüfter installierbar. Der Einbau kann hierbei direkt erfolgen, falls die Kabelblende entfernt wurde, oder alternativ muss die Lüfterhalterung ausgebaut werden, um die Lüfter extern an der Halterung zu fixieren. Dieser Vorgang erfolgt allerdings ohne großen Aufwand.
Auf der Rückseite der Mainboardplatte findet sich eine Kabelführung, die tief genug ist, um alle anfallenden Kabelverbindungen aufzunehmen, und die das Kabelmanagement erheblich erleichtert. Generell zeichnet sich das Gehäuse durch sehr gut durchdachte Kabelführungsvertiefungen aus, die ein Verrutschen oder Herausrutschen der Verbindungskabel sicher verhindern.
Insgesamt ist die Montage damit einfach bewerkstelligen und nimmt auch nur begrenzt Zeit in Anspruch.

Leistung:
Das NZXT H510 Flow ist mit zwei vorinstallierten 120 mm Lüftern ausgestattet und bietet daher als Ergänzung lediglich zwei weitere Lüfterinstallationsplätze an. Die eingebauten Lüfter bieten eine annehmbare Leistung und fallen bei einer maximalen Lüfterdrehzahl von lediglich 1200 Umdrehung akustisch gegenüber CPU Lüfter und Grafikkartenlüfter nicht auf.
Ratsam kann hier allerdings die Installation zweier 140 mm Lüfter in der Front sein, die einen größeren Volumenstrom bieten, während die beiden NZXT Lüfter an Rückseite und Oberseite für den Luftausstoß sorgen.
Als nachteilig erweist sich die Installationsumgebung der HDD. Weder ist hier ein Lüfter im Boden zur Kühlung der Festplatten einbaubar, noch wird Frischluft vom Fronteinlass in diesen Bereich geleitet.

Preis-/Leistungsverhältnis
Grundsätzlich handelt es sich beim H510 um ein hochwertiges Gehäuse, das sein Geld absolut wert ist, allerdings trotzdem nicht uneingeschränkt empfohlen werden kann, wenn man weiß, dass Konkurrenzmodelle mit einem deutlich üppigeren Zubehör für einen vergleichbaren Preis zu erhalten sind. Ein Fractal Design Meshify 2 Compact kostet beispielsweise nur gut 10% mehr, kommt dafür aber mit einem umfangreicheren Installationspaket daher.

Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
An der langfristigen Haltbarkeit des Gehäuses besteht kein Zweifel und auch die eingebauten Lüfter machen einen sehr hochwertigen Eindruck, sodass auch hier mit einer langen Nutzungsdauer zu rechnen ist.
Beim Vergleich mit anderen Gehäusen in dieser Preisklasse schneidet das NZXT H510 Flow leider nicht ganz so gut ab. Für die gebotene Qualität (z.B. der Staubfilter), den Lieferumfang und auch der Designlösungen erscheint der Preis zu hoch. NZXT hätte sich konkurrenzfähiger positionieren können, wenn der Grundpreis 10-20 ¤ tiefer ausgefallen wäre. Ohne Frage bekommt man ein solides Produkt, das langfristig Freude bereiten wird, aber das seine Defizite dann offenbart, wenn es sich im direkten Vergleich gegenüber der Konkurrenz von bequiet oder Fractal beweisen muss. Aus diesem Grund läuft es daher final auf den persönlichen Geschmack des Nutzers hinaus. Wer sich mit der großlöchrigen Front anfreunden kann, bekommt ein sehr gut durchlüftetes Gehäuse, welches durch die großmaschigen Staubfilter auch mit maximal 4 installierbaren Lüftern auskommt und niedrige Temperaturen ermöglicht.

Fazit:
NZXT ist mit dem H510 ein gutes, wenn auch nicht hervorragendes Produkt gelungen, das optisch viel hermacht, allerdings seine Schwächen damit auch nicht kaschieren kann. Begrenzter Lieferumfang, mäßige Einbauvariabilität der Festplatten und ein zu hoher Preis stehen einem hochwertigen, sauber verarbeiteten Grundkonstrukt, sowie einem gutdurchdachten Kabelmanagement gegenüber. Wer die Optik mag, wird hier glücklich werden. Wer seinen Fokus auf das Preis-/Leistungsverhältnis legt, sollte andere Gehäuse in Betracht ziehen.
Die Qualität würde grundsätzlich vier Sterne erlauben, allerdings muss ich aufgrund des in meinen Augen zu hohen Preises einen Stern abziehen.
    
  
5 5
     am 09.12.2021
Produkttester
Erstmal möchte ich mich sowohl bei Mindfactory, als auch bei NZXT für die Möglichkeit bedanken dieses Gehäuse Testen zu dürfen. Vielen Dank!

Auf der Suche nach einem Zuhause für meinen neu aufgebauten und schon laufenden Home Server, stieß ich auf die Testers Keepers Aktion bei Mindfactory. Da dieser Server in meinem Wohnbereich steht, sollte er Optisch schon etwas her machen, aber auch nicht "over the top" sein, immerhin ist es nur für einen Server welcher im 24/7 Betrieb läuft. Im Zuge dessen sind die Gehäuse von NZXT mir schon sehr stark ins Auge gefallen mit ihrem schönen, aber auch sehr schlichten Optischen auftreten. Selbstverständlich freute ich mich über die Zusage und fing am Tag des Erhalts auch direkt mit dem Umbau in das neue Gehäuse an. Das Setup lief zuvor im fliegenden Aufbau. Das heißt im Klartext, dass das Mainboard auf dem Original Karton mit der Antistatischen Folie darunter lag, ebenso wie das Netzteil provisorisch daneben lag.
Diese Information ist Wichtig für noch folgende Temperaturen.


Nun kommen wir zu den punkten Design, Verarbeitung und Montage.
Zum Design muss jeder selber davon halten was man will, immerhin ist es eine sehr subjektive Wahrnehmung. Meiner Meinung nach ist es ein sehr schönes schlichtes Gehäuse welches sich definitiv nicht verstecken muss oder gar in irgendeiner Ecke verschwinden sollte. Da gibt es weitaus unansehnlichere Gehäuse. Es gibt hier nur wenig zu bemängeln, einzig die Ausschnitte für die Frontanschlusskabel könnte etwas besser durchdacht sein, immerhin ist der Stecker des Kabels für Front USB 3.2 schon länger als der ausgeschnittene "Schacht" durch den es hindurch verlegt werden sollte.(Siehe Bild) Dadurch müsste man das Kabel direkt am Stecker schon umbiegen, um es sauber verlegen zu können, welches ich aber aus persönlichen Erfahrungen nicht so gemacht habe. Dadurch könnte es leider schnell zu einem Kabelbruch kommen und der Stecker so durch den Druck des Kabels hoch gedrückt werden, deswegen blieb mir nur übrig das Kabel so zu verlegen, was zwar nicht mehr so sauber aussieht, aber naja. Da das eingebaute Mainboard über RGB verfügt, habe ich dieses mit angeschaltet, dies sieht auch sehr schön in dem Gehäuse aus, lediglich ist es für meinen Geschmack etwas zu sehr abgedunkelt. Dies sollte man sich vor Anschaffung vielleicht einmal in der Realität anschauen sofern die Möglichkeit dazu besteht.
Die Verarbeitung des Gehäuses ist sehr gut. Leichte Punktabzüge gibt es nur bei der Blechdicke, da bei der Montage auffiel, dass man beim Hereindrehen der Mainboard Schrauben etwas aufpassen sollte und die Schrauben ohne Druck reindrehen sollte. Als ich nur leichten Druck angewendet hatte, merkte man sofort wie das Blech versucht hat nachzugeben. Sonst existieren meiner Meinung nach aber keine scharfen Kanten oder irgendwas was sonst noch negativ anzurechnen ist.


Nun gehen wir aber mal über zur Montage, damit anfangend gibt es nun einmal eine Auflistung der eingebauten Hardware.
Fest Eingebaute teile sind:
Mainboard: MSI MPG B550 Gaming Plus (ATX)
CPU: AMD Ryzen 5 5600X
CPU Kühler: Scythe Mugen 5 Rev.B Tower Kühler (Doppelt bestückt)
RAM: 4x 8GB Crucial Ballistix schwarz DDR4-3600
Festplatten: Samsung 980 PRO 1 TB PCIe 4.0 und eine NoName SSD

Testhalber Eingebaut:
GPU: Sapphire Radeon RX 5700 XT Pulse


Startschwierigkeiten gab es schon beim Öffnen des Gehäuses. Da dies mein erstes Gehäuse mit einer Glasscheibe war, bin ich da sehr vorsichtig herangegangen. Vielleicht auch etwas zu vorsichtig, da ich anfangs die Scheibe nicht abbekommen habe. Nach etwas Stärkerem ziehen ließ sie sich dann aber doch öffnen. Der Einbau der Teile ging relativ reibungslos von der Hand. Da ich aber grundsätzlich ein Setup aufbaue bevor ich es in ein Gehäuse einbaue, war wie sonst auch der CPU Kühler schon auf dem Mainboard montiert, dies würde ich bei dem Gehäuse aber abraten da es dadurch zur Fummelarbeit wird die Mainboard Schraube oben Links einzudrehen. Ebenso wird dadurch das einstecken des CPU Stromkabels deutlich erschwert. Wenn es Oben auf dem Gehäuse eine Möglichkeit gäbe von dort aus herein zu greifen, dann wäre dieses Problem nicht vorhanden.
Sehr erfreuend für den Aufbau sind die vorhandenen Kabelführungen. Diese gestalteten sich allerdings als nicht so erfreuend wie anfangs gedacht, da diese leider in meinem Fall zu klein sind um alle Kabel darin zu verstauen wodurch ich teils etwas gefrustet war, immerhin sollte es übersichtlich sein, falls man mal die Backplate öffnen muss.
Zu Testzwecken wurde auch eine GPU mit eingebaut. Da die Sapphire Radeon RX 5700 XT Pulse eine recht große GPU ist, gestaltete sich der Einbau auch leicht fummelig, aber definitiv einfacher als in manch anderem Gehäuse.


Zum Preis-/Leistungsverhältnis habe ich wahrscheinlich mit am wenigstens zu sagen. Preislich finde ich es mit einer Unverbindlichen Preisempfehlung von 110€ etwas hoch angesetzt. Dies hatte mich auch anfangs davor abgeschreckt ein solches Gehäuse selbst zu kaufen. Meiner Einschätzung nach wäre alles unterhalb von 75€ ein must buy Preis. Dies ist aber nicht gestützt auf irgendwelche Produktionskosten oder sonstigen vergleichen, sondern eher das wo mein Bauchgefühl sich bei wohl fühlen würde.


Als weiteres Kriterium wird "Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich" mit aufgeführt, diesen Punkt kann ich leider nicht ausfüllen, da es bezogen auf der Haltbarkeit in einem so kurzen Zeitraum ein Ding der Unmöglichkeit ist was dazu zu sagen. Da sprechen wir uns lieber in einem oder zwei Jahren nochmal.


Abschließend kommen wir nun zu dem Punkt des Flow's. Wie ich anfangs erwähnt habe, ist dies ein Server. Auf diesem Server lief auch schon vor dem Einbau in dieses Gehäuse ein Monitoring was auch die Temperaturen mit überwacht. Dementsprechend kann ich dazu noch etwas sagen. Erst einmal sei dazu gesagt, es wurde kein Stresstest oder sonstiges durchgeführt, dies sind "lediglich" die normalen Laufleistungstemperaturen. Während dieser Zeit wurde aber keine weitere VM mehr hinzugefügt oder gestartet. Es lief dementsprechend alles wie auch als es vorher noch ein Fliegender Aufbau war. Wichtig sei noch dazu gesagt, es herrschten im angegebenen Zeitraum bis auf +-1°C gleiche Raumtemperaturen.

Wie in den Bildern ersichtlich ist lagen die Temperaturen vor dem Einbau bei durchschnittlich:
CPU Socket Temp / CPU Temp / System Temp
27,54°C / 30,27°C / 29,01°C

Nach dem Umbau bei durchschnittlich:
CPU Socket Temp / CPU Temp / System Temp
26,87°C / 30,92°C / 26,80°C


Dies ist ehrlich gesagt ein Traum für jeden der es gerne Kühl in seinem Gehäuse hat. Damit habe ich beim besten Willen nicht gerechnet, dass die Temperaturen so niedrig bleiben. Dementsprechend macht es seinem Flow Namen alle Ehre, Respekt!

Die angesprochenen Bilder lassen sich im Forum einsehen.
    
  
5 5
     am 09.12.2021
Produkttester
Als erstes möchte ich mich bei Mindfactory bedanken, die mir dieses Case zum Testen im Rahmen der "Tester Keepers"-Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Das von NZXT veröffentlichte H510 Flow ist ein wirklich schönes und modernes PC-Gehäuse, welches ausreichend Platz für alle Komponenten bietet und diese auch beeindruckend gut kühlt.
In meinem Testsetup habe ich folgende Komponenten verbaut:
-CPU: Intel Core I7 8700
-Grafikkarte: NVIDIA GTX 1080
-Mainboard: Alienware 0VDT73
-RAM: 16 GB DDR4 @2660hz
Das Gehäuse selbst wird in einem gut verpackten Karton geliefert und ist zusätzlich durch Styropor gesichert. Es ist außerdem durch eine Plastiktüte vor Wasser geschützt. Im Lieferumfang sind außerdem Schrauben, Kabelbinder und zwei Kabel für das Frontpanel, sowie eine Bedienungsanleitung, die für die Montage sehr hilfreich sein kann, enthalten.
Das Case hat, wie für NZXT üblich, sehr schlicht gehaltenes Design. Von seinen Vorgängern dem H510 und dem H510 Elite unterscheidet sich das H510 Flow kaum, lediglich die Front hat sich geändert. In der Front sitzt jetzt ein Mesh-Cover mit sehr großen Öffnungen, um für einen besseren Airflow zu sorgen. Hinter der Front befindet ein Staubfilter und ein 120mm Lüfter. Auf der linken Seite befindet sich die abnehmbare schwarz getönte Glasscheibe. Diese ist an der Rückseite durch leicht demontierbare Schrauben befestigt. Positiv an den Schrauben ist, dass man sie mit der Hand entfernen kann, sodass man das Glaspanel bei Bedarf schnell und einfach lösen kann. Mir persönlich gefällt die Form der Schrauben allerdings nicht, da sie viel zu weit abstehen und das schlichte Design stören. Auf der Rückseite findet man die Öffnung für das IO-Shield und ebenfalls einen 120mm Lüfter. Ebenfalls auf der Rückseite vorhanden sind sieben waagerechte Slotblenden, die sich abschrauben lassen. Außerdem bietet das Gehäuse die Möglichkeit die Grafikkarte hochkant einzubauen. Auf der rechten Seite ist ein geschlossenes Stahlpanel, hinter dem die Kabel, das Netzteil und Festplatten versteckt sind. Das Frontpanel befindet sich auf der Oberseite. Ansonsten ist auf der Oberseite auch Platz für einen 120mm/140mm Lüfter. Die Unterseite bietet einen Staubfilter für Netzteile mit Lüfter. Im Inneren findet man eine Netzteil- und Festplattenabdeckung, die man leider nicht entfernen kann, sowie eine verschiebbare Abdeckung für Kabel.
Das Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet. Die matte Lackierung zeigt keine Fingerabdrücke beim Anfassen und das schwarz getönte Glas lässt vor allem RGB-Komponenten zum Vorschein kommen. Auch sonst ist das Case durch seine geraden Seiten sehr schick und nicht zu ausgefallen. Die Gummistandfüße machen das Gehäuse außerdem standfest. Die moderne und schlichte Art wurde von NZXT auch in diesem Gehäuse weitergeführt.
Die Montage war sehr einfach, da das Case sehr groß ist und daher viel Platz zum Montieren bietet. Auch mit etwas größeren Schraubenziehern lässt es sich darin gut basteln. Das Kabelmanagement im Gehäuse war ebenfalls sehr einfach. Die Kabel ließen sich sehr einfach durch verschiedene Öffnungen hinter die Abdeckung und nach oben und unten verlegen. Im Hinterraum ist sehr viel Platz, um seine Kabel anständig verlegen zu können. Die mitgelieferten Kabelbinder verhelfen hier zu einer besseren Montage. Ein Punkt der mich ebenfalls gefreut hat war die einfache Montage der Festplatten. Im unteren Teil des Gehäuses lassen sich die Festplatten sowohl sehr gut in dem abschraubbaren HDD-Käfig einbauen und die SSDs lassen sich ebenfalls durch eine Halterung gut und einfach befestigen. Die HDD hatte in meinem Test bombenfest gesessen und auch keine Störenden Geräusche an das Case übertragen.
Im Punkt Leistung hat das H510 Flow im Vergleich zu seinen Vorgängern einen großen Vorsprung. Durch seine sehr offene Front ist der Airflow wirklich sehr gut und die entstehende Wärme von sowohl der CPU als auch der Grafikkarte kann hervorragend abgeleitet werden. Während ich mit meinem vorherigen Case meist Probleme mit der CPU-Temperatur hatte, habe ich in dem H510 Flow höchstens 82° C erreichen können. Auch die Grafikkarte war bei meinen Tests um etwa 3° C kühler bei 79°C. Die voreingebauten Lüfter haben hier sehr gut Leistung beweisen können und für einen guten Airflow sorgen können.
Preis-Leistungstechnisch ist das H510 Flow ein gutes Mid-Budget-Gehäuse. Für knapp 100¤ bietet es eine sehr schöne Optik und eine ausgezeichnet gute Performance. Herausragend für mich war, dass das Case durch die dunkle Glasscheibe sehr edel aussieht und durch das schlichte Design sehr modern wirkt. Ebenfalls lobenswert fand ich die Schrauben an den Slotblenden, da es leider immer noch nicht normal bei jedem Hersteller ist.
Das H510 Flow bringt allerdings auch die ein oder anderen Nachteile mit sich. Zu allererst muss ich festhalten, dass die vorinstallierten Lüfter im Normalfall (100 Prozent) extrem laut sind. Sie transportieren zwar viel Luft, jedoch könnte ich bei maximaler Drehzahl nicht mehr daneben arbeiten. Ein Silent-PC-Build ist daher leider mit den mitgelieferten Lüftern nicht möglich.
Ein weiterer Kritikpunkt und gleichzeitig ein Verbesserungsvorschlag an NZXT ist die Position des Frontpanels. Durch die Glasscheibe, will ich den PC normalerweise auf meinen Schreibtisch stellen. Das Frontpanel ist jedoch dafür ausgelegt auf dem Boden zu stehen. Die Anschlüsse auf der Oberseite sind eher unpraktisch, da wenn ich mein Handy an den PC anschließen wollen würde und das Gehäuse auf meinem Schreibtisch steht, dort die ganze Zeit ein hässliches Kabel runterhängen würde. Daher wäre mein Vorschlag das Frontpanel einfach beim nächsten Gehäuse unten an die Front zu machen, um eine leichtere Bedienung und ein besseres Kabelmanagement auf dem Schreibtisch zu gewährleisten. Dies hätte außerdem den Vorteil, dass man auch an der Oberseite einen 240mm Radiator platzieren könnte.
Beim Thema Kabelmanagement und Montage habe ich außerdem leider feststellen müssen, dass die vorinstallieren Schrauben manchmal den Lack zerkratzt haben. Gottseidank sieht man die Schäden nicht von außen, allerdings sind beim Entfernen des HDD-Cages extreme Abnutzungen zum Vorschein gekommen. Ich finde, dass solche einfachen Beschädigungen vermeidbar sind und bei dem sonst sehr hochwertigem Case nicht gerade gut ankommen.
Zusammenfassend kann ich das Gehäuse trotzdem nur weiterempfehlen. Für mich sind dabei wichtige positive Aspekte:
-ausreichend Platz für Hardware und Kabelmanagement
-schönes Design (sehr schlicht und modern)
-gute Verarbeitung (keine großartigen Mängel)
-einfache Montage aller Komponenten
-sehr guter Airflow
-Staubfilter an den richtigen Stellen
-Preis gerechtfertigt
Für mich negative Argumente:
-vorinstallierte Schrauben zerkratzen Lack
-vorinstallierte Lüfter sehr laut
-Position des Frontpanels ungünstig
    
  
3 5
     am 08.12.2021
Produkttester
Im Rahmen der Testers Keepers-Aktion durfte ich das NZXT H150 Flow in der Farbe Schwarz testen.

Das Gehäuse kam sehr gut verpackt im originalen Produktumkarton bei mir an (Materialsstärke ca. 5 mm). Zusätzlich umfasst mit zwei großen Styroporschalen, einer dünnen Plastikfolie um das Gehäuse und einer abzuziehenden statischen Schutzfolie an der Außenseite des Glassichtfensters, empfand ich das Gehäuse für den Versand als ausreichend geschützt. Neben den zwei mitgelieferten 120 mm Gehäuselüftern versteckte sich im HDD-Schacht ein weißer Karton mit der schwarzen Aufschrift "NZXT" mit weiterem Zubehör. Darin enthalten sind: 1 x Handbuch, 1 x 3,5 mm Headset-Audioanschluss-Splitter, 1 x Breakout-Kabel, 1 x Standoff Wrench, 1 x Abstandshalter (die übrigen waren bereits im Gehäuse verschraubt), 4 x 6-23 x 6 mm Schrauben, 21 x 6-23 x 5 mm Schrauben, 12 x M3 x 5 mm Schrauben, 8 x KB5 x 10 mm Schrauben und 10 x kleine Kabelbinder (Länge ca. 10 cm).

Ein kleiner Background zu mir
Zuvor besaß ich das wesentlich günstigere Gehäuse AeroCool Cylon für ca. 40 Euro. Dort war die Front komplett verschlossen, weshalb ich auf der Suche nach einem Gehäuse mit besserem Airflow war.

Mein Testsystem:
AMD Ryzen 5 5600X
AMD Radeon RX 6700 XT FE
MSI B550 Gaming Plus
Corsair Vengeance RGB PRO 16GB 3600 MHz Dual Channel-Kit
bequiet Pure Power 650 Watt
NZXT Kraken X73 in der Front (im AeroCool Cylon mit nur zwei 120 mm Lüftern anstatt drei)
NZXT Kraken X63 in der Front (im NZXT H510 Flow mit zwei 140 mm Lüftern)

Verarbeitung und Materialqualität
Insgesamt wirkt das Gehäuse sehr hochwertig und edel auf mich. Das schlichte minimalistische Design und die getönte Glasscheibe gefallen mir sehr gut, und zwar viel besser, als auf den Produktbildern. Insbesondere die Glasscheibe macht echt was her, ganz im Gegensatz zu einer Scheibe aus Kunststoff, wie es bei meinem alten Gehäuse der Fall war. Das verwendete Material des Gehäuses scheint bis auf der Glasscheibe, der Front und wenigen weiteren Kunststoff-Elementen überwiegend aus Stahl zu sein. Das Logo auf der Frontseite ist vermutlich aufgedruckt, weil es nicht haptisch ist.
Besonders negativ sind mir die Daumenschrauben aufgefallen. Diese lassen sich nicht sauber führen. Beim Auf- und Zuschrauben wackeln diese hin und her und verhaken sich gerne dabei. Zudem sind die Schrauben sehr dünn und machen daher keinen stabilen Eindruck. Die Daumenschrauben meines wesentlich günstigeren AeroCool Cylon-Gehäuses finde ich da besser. Ein weiterer Negativaspekt ist beim Abmontieren der Front geschehen. Ich weiß nicht, ob es an meiner Tollpatschigkeit lag, aber als ich die Front an den oberen Noppen vom Gehäuse gelöst und etwas nach vorne gehebelt habe, um es abnehmen zu können (mir war zuerst nicht klar, wie es herauszunehmen ist), ist eine kleine Macke am unteren Ende der Stahlfront entstanden (abgeplatzte Farbe).

Ein weiterer Kritikpunkt ist die nervige Einschränkung, dass im Top nur ein Lüfter mit einer Größe von bis zu 140 mm (ohne Radiator) verbaut werden kann. Hier hätte ich mir einen Schacht für die Montage eines 280 Radiators oder zumindest eines 240 Radiators gewünscht. Der wegrationalisierte Staubfilter ist sehr ärgerlich und bei einem Preis von knapp 100 Euro nicht nachvollziehbar. Sogar mein altes Gehäuse besitzt an dieser Stelle einen Staubfilter mit Magnet. Den Filter verwende ich jetzt für das H510 Flow.

Die Frontlblende ist leider etwas konkav, das unschön aussieht, aber nur bei genauem Hinsehen auffällt. Ob das nur auf mein Gehäuse oder auf alle zutrifft, kann ich natürlich nicht einschätzen. Für mich schaut es nach einem Herstellungsfehler aus. Wenn alle Gehäuse so versendet werden, dann ist das für den angesetzten Verkaufspreis nicht nachvollziehbar. Darüber hinaus ist die Spaltmaße des Gehäuses nicht immer exakt. Das stört mich aber nicht, weil mir das noch weniger auffällt, als die konkave Frontblende. Es ist nur zu hoffen, dass durch den Spalt kein Staub hindurchgelangt.

Montage
Im Inneren des Gehäuses befindet sich genügend Platz zum entspannten Verbauen der Komponenten. Die NZXT-Verkleidung für das ATX-Kabel und weitere Kabel finde ich optisch gut gelungen. Das Kabelmanagement beurteile ich ebenso als gut. Alle Kabel konnten problemlos untergebracht und das Seitenteil einfach verschlossen werden. Bei meinem Gehäuse davor war das ein Graus. Der Raum zwischen Seitenteil und Innenleben war so eng, dass ich nur mit sehr viel Mühe und mehreren Anläufen das Seitenteil erst schließen konnte.

An der Front des H510 Flow habe ich die AiO NZXT Kraken X63 verbaut. Wie es vermuten lässt, passt die AiO super in das NZXT Gehäuse. Am Top des Gehäuses habe ich einen 120 mm Lüfter verbaut. Ebenso am hinteren Teil des Gehäuses. Zu den mitgelieferten Gehäuse-Lüftern kann ich nichts sagen, weil ich sie nicht verbaut habe. Sie sind jedenfalls nicht mit den Kraken-Lüftern identisch. Die Finnen der mitgelieferten Gehäuse-Lüfter sind viel dünner.

Ansonsten ist noch zu sagen, dass das bequiet Netzteil mit seinen Kabeln über ausreichend Platz im Innenraum verfügt. Stärkere Netzteile mit höheren Watt-Zahlen sollten also ebenso mühelos verbaut werden können.

Die Slot-Blenden sind bei einem Gehäuse dieser Preisklasse selbstverständlich mehrfach verwendbar.

Betrieb
Mein vordergründiges Ziel für den Gehäusewechsel war, den Airflow zu verbessern. Bezüglich der CPU hat das im Spiel Cyberpunk 2077 sehr gut funktioniert. Bezüglich der GPU nur bedingt. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass ich in meinem alten Gehäuse zwei Lüfter mehr verbaut hatte (direkt unter der GPU). Bedeutet also, dass im H510 Flow zwei Lüfter weniger arbeiten und die Temperaturen der GPU trotzdem etwas besser sind. Somit betrachte ich den Wechsel des Gehäuses auch in dieser Kategorie als (kleinen) Erfolg. Bei dem Spiel New World hat der Gehäusewechsel keinen nennenswerten Unterschied eingeholt.

Die Temperaturen im Vergleich:

Cyberpunk 2077:
AeroCool Cylon: GPU 70 °C, CPU 61 °C
NZXT H510 Flow: GPU 67 °C, CPU 55 °C

New World:
AeroCool Cylon: GPU 67 °C, CPU 56 °C
NZXT H510 Flow: GPU 67 °C, CPU 54 °C

Die AiO Kraken X63 von NZXT habe ich im H510 Flow im Push-Verfahren an der Front verbaut. So wurde es auch in der Anleitung des Gehäuses vorgeschlagen. Ich könnte mir vorstellen, dass die GPU mehr davon profitieren würde, wenn an der Front kein Radiator, sondern nur Lüfter verbaut sind, die die kühle Luft direkt in das Innere des Gehäuses blasen. Vielleicht würde es auch schon zu einer Verbesserung führen, wenn ich das Pull-Verfahren anwende, also Radiator und Lüfter miteinander vertauschen.
Zusätzlich möchte ich erwähnen, dass trotz der Mesh-Front das Gehäuse weniger Lautstärke der Lüfter durchlässt, als ich zuerst befürchtet hatte. Im Idle höre ich gar nichts.

Fazit
Positiv:
+ Gehäuse fast komplett aus Stahl
+ fühlt sich hochwertig an und schaut auch so aus
+ Minimalistisches Design
+ Seitenteil aus Glas, das sich einfach öffnen lässt
+ Gutes Kabelmanagement
+ Genügend Platz im Innenraum
+ Mesh-Front
+ Gutes Gewicht (nicht zu schwer für einen höhenverstellbaren Tisch, nicht zu leicht so dass es billig wirken würde)

Negativ:
- Kein Staubfilter für den oberen Lüfterschacht
- Oberer Lüfterschacht nur für einen Lüfter (ohne Radiator) bis zu 140 mm möglich
- Konkave Front (Montagsmodell?)
- Spaltmaße ungenau
- Wackelige Daumenschrauben
- Hoher Preis gegenüber Konkurrenz Fractal Design Meshify C Dark
- Airflow könnte besser sein (sofern es nicht an mir liegt)

Für mich hat sich die "Anschaffung" des Gehäuses gelohnt. Der Rechner im eingeschalteten Zustand ist eine Augenweide. Bevor ich mich für die Testers Keepers-Aktion beworben hatte, lag mein Augenmerk auf dem Fractal Design Meshify C Dark. Dieses Gehäuse ist häufig für unter 80 Euro erhältlich, i.d.R. für unter 90 Euro. Unter Berücksichtigung der sehr positiven Testberichte etablierter HW-Magazine und Kaufbewertungen sowie der Tatsache, dass am Top des Fractal Gehäuses ein Radiator mit bis zu 240 mm verbaut werden kann, ist das NZXT H510 Flow für ca. 100 Euro in meinen Augen kein Preis-/Leistungskracher. Wenn ich das Gehäuse ohne Berücksichtigung des Preises bewerten müsste, dann würde ich 4 von 5 Sternen vergeben. Das Kriterium "Preis/Leistung" bewerte ich als äußerst wichtig und entscheidend, weshalb ich guten Gewissens leider nur eine Bewertung von 3 Sternen vergeben kann. Sollte das Gehäuse regulär zu einem Preis von unter 80 Euro erhältlich sein, würde ich 4 Sterne vergeben.
    
  
5 5
     am 04.12.2021
Verifizierter Kauf
Sehr schönes und Hochwertiges Gehäuse. In Kombination mit dem NZXT Kraken z63 absolut zufriedenstellend was die temps. angeht. Kann ich nur empfehlen.
    
  
3 5
     am 03.12.2021
Produkttester
Zunächst der Disclaimer vorweg: Ich habe das NZXT H510 Flow im Rahmen der Testers Keepers Aktion zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Ich versuche jedoch im Folgenden so neutral wie möglich meine Erfahrungen mit dem Gehäuse zu schildern und eine Bewertung abzugeben.

Meine Ausgangslage und damit Referenz ist ein Dark Base Pro 900 Rev. 1. Auch wenn das Gehäuse qualitativ tadellos ist, ist es mir doch etwas zu wuchtig. Außerdem gefallen mir heute weder die orangenen Akzente noch die Tür. Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach einem schlichten kleinen Nachfolger, bei dem ich die Möglichkeit habe zum Aufhübschen ein paar ARGB-Lüfte zu verbauen.

Zunächst ein paar Worte zum Unboxing des H510 Flow: Das Gehäuse kam sicher verpackt mit stabilen Schaumstoff-Einlagen im Karton. Neben dem eigentlichen Gehäuse lag ein kleiner Karton mit Zubehör bei. Das umfasst neben einem Adapter für die Front-IO Anschlüsse, sowie einigen Schrauben und Kabelbindern, auch ein Y-Kabel für den kombinierten 3,5mm Anschluss oben am Gehäuse. Dieses Y-Kabel finde ich persönlich nicht notwendig. Hier hätte ich mir gewünscht, dass man die Materialkosten für dieses Kabel an Stellen verwendet hätte, auf die ich später noch eingehe. Insgesamt finde ich das Zubehör ausreichend, aber nicht herausragend.

Verbaut habe ich in dem Gehäuse einen Intel i7-8700k, eine RX 580 und 3 ARGB-Lüfter mit 120mm welche die mitgelieferten Lüfter ersetzen. Dabei sind mir einige Aspekte aufgefallen.

Zunächst ist mir die Materialstärke aufgefallen. Ja, mein bisheriges Gehäuse war deutlich teurer und ein ziemlicher Brocken, aber ich hätte mir beim H510 doch etwas mehr Materialstärke beim Blech gewünscht. Grundsätzlich ist das Gehäuse zwar stabil und es verbiegt sich nichts, aber das Gehäuse macht in dem Aspekt dann doch einen etwas weniger hochwertigen Eindruck als ich mir gewünscht hätte.

Der Mechanismus, um die Glasscheibe zu entfernen ist zum Beispiel deutlich besser als bei meinem alten Gehäuse. Die Scheibe liegt nämlich sicher im unteren Teil des Gehäuses auf und kann, nachdem man die Rändelschraube gelöst hat, zur Seite weggeklappt werden. Hier hatte ich im Gegensatz zu meinem alten Gehäuse zu keinem Zeitpunkt Sorge, dass die Glasscheibe runterfallen könnte. Noch besser hätte mir aber ein Scharnier gefallen, bei dem man die Glasscheibe nach oben herausheben kann. Das ist aber angesichts der UVP noch verschmerzbar.

Um die Lüfter in der Front zu tauschen (ich habe 2x120mm ARGB-Lüfter verbaut) kann man den Einbaurahmen komplett entnehmen. Das macht die Installation sehr einfach und fand ich super gelöst. Außerdem kann man werkzeuglos das Front-Panel entfernen, um entweder den Luftfilter zu säubern oder noch mehr Platz bei der Lüfter-Installation zu haben. Ein kleines Ärgernis ist für mich allerdings, dass am Metallrahmen für die Lüfter in der Front zu wenige Möglichkeiten sind, um die beiden verbaubaren120mm Lüfter zu positionieren. Dadurch ist man gezwungen die Lüfter am unteren Ende des Gitters auszurichten, anstatt sie auch ganz nach oben schieben zu können. Das mag Geschmackssache sein, ist aber für mich etwas störend. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich auf jeden Fall 140mm Lüfter anstatt 120mm Lüfter dazu gekauft.

Bei der Installation der restlichen Hardware muss man hervorheben, dass es viele Möglichkeiten fürs Kabelmanagement gibt. So gibt es kleine Kanäle, um die Lüfter-Kabel zu verlegen und zwei große Kanäle, inklusive Klettverschluss, für ATX und PCIe Stromkabel. Was mir allerdings nicht gut gefallen hat ist, dass man das ATX Kabel durch die Metallblende schon recht stark abknicken muss, um es durch die Kabelführung zu verlegen. Ich denke hier wäre eine Kabeldurchführung aus Gummi statt der Metallblende besser gewesen. Es wird zwar vermutlich keinen Schaden am Mainboard anrichten, aber es ist trotzdem unschön, wenn der Anschluss so unter Spannung steht. Außerdem ist das Gehäuse leider minimal zu schmal für meinen großen Luftkühler (Alpenföhn Brocken 3). Er passte zwar rein, aber auch nur weil die Lüfter durch die Metallclips etwas Spielraum haben und durch die Glasscheibe Richtung Mainboard gedrückt werden können. Der letzte Aspekt, der mich beim Einbau etwas gestört hat, ist, dass es bei einem großen Luftkühler kaum möglich ist den CPU-Stromstecker mit dem Mainboard zu verbinden, da recht wenig Platz nach oben vorhanden ist. Den sollte man auf jeden Fall vor dem Festschrauben des Mainboards verbinden.

Nun kommen wir aber zu meinem, möglicherweise sehr subjektiven, Problem mit dem Gehäuse, der Lüfterplatz an der Oberseite. Für mich ist es ein absolutes No-Go, dass man dort keinen Staubfilter hat. Erstens finde ich es optisch furchtbar, wenn man von oben durch solch grobe Löcher ins Gehäuse reinschauen kann. Zweitens führt das natürlich zu jeder Menge Staub im Gehäuse. Hier fehlt mir hinsichtlich der UVP des Gehäuses jegliches Verständnis dafür ein so günstiges Teil weg zu rationalisieren. Wie oben schon angedeutet wäre selbst das Geld für das Y-Kabel aus meiner Sicht deutlich besser in einem zusätzlichen Staubfilter angelegt gewesen. Aber eigentlich sollten bei dem Preis solche Dinge nicht exklusiv sein. Das gleiche Gefühl von "hier wurde an billigsten Teilen gespart" gibt mir auch die Tatsache, dass keine einfachen Kunststoff-Abdeckungen für den Netzteilkanal mitgeliefert werden. Es gibt aus meiner Sicht keinen thermischen Grund hier Luftstrom zu ermöglichen und optisch finde ich die Löcher wieder recht unschön. Man hätte den Kanal also entweder geschlossen gestalten oder Blenden mitliefern sollen.

Bevor ich zu meinem Fazit komme, hier noch ein paar Vergleichswerte für die Temperaturen im alten und neuen Gehäuse:

CPU:
Dark Base (geschlossene Tür): 72 °C
H510 Flow: 71 °C

GPU:
Dark Base (geschlossene Tür): 77 °C
H510 Flow: 77 °C

Gemessen habe ich die CPU-Temperatur nach 15 Minuten Cinebench und die GPU-Temperatur nach 15 Minuten Furmark bei 18°C Raumtemperatur. Wie man sieht, scheinen die Temperaturen trotz der geschlossenen Front des Dark Base nicht schlechter als die im H510 zu sein. Dafür dringen beim H510 etwas mehr Geräusche durch die offene Bauweise nach draußen.


Insgesamt hat das Gehäuse aus meiner Sicht 3,5 von 5 Sternen verdient. 4 Sterne kann ich leider trotz einiger guter Ideen und einer größtenteils netten Optik nicht vergeben. Das liegt einfach an optischen Details, die man mit sehr geringem Materialaufwand hätte aus der Welt schaffen können. Insbesondere der fehlende Filter bzw. eine fehlende Abdeckung für den Lüfterplatz an der Gehäuse-Oberseite stoßen mir persönlich sauer auf. Das mag andere Menschen weniger stören, aber solange alle Informationen dargelegt sind, bin ich der Meinung, dass ein Test auch durchaus subjektiv eingefärbt sein kann. Beachtet man, dass das Gehäuse jetzt bereits zu günstigeren Preisen als der UVP zu finden ist, gibt es sicher auch einige Menschen, für die es genau die richtige Wahl ist. Eben nur nicht für mich und nicht zur UVP.
    
  
4 5
     am 30.11.2021
Produkttester
Testers Keepers

Erst einmal möchte ich mich vielmals bei Mindfactory und NZXT für die Möglichkeit des Produkttests bedanken.

Verpackung / Lieferumfang

Das Gehäuse kommt gut verpackt in einem schlichten Karton, welcher auf Anhieb auf das "Mesh-Design" aufmerksam macht.
Das Gehäuse ist in einer Plastikfolie verpackt und oben / unten mit Styropor geschützt, sodass beim Transport im Optimalfall keine Beschädigungen am Gehäuse entstehen sollten (selbst mein Karton war an den Ecken beschädigt, jedoch blieb das Gehäuse davon unberührt).
Im Lieferumfang enthalten sind:
2x 120mm NZXT Lüfter
Eine Verpackung mit Bedienungsanleitung und Montagezubehör.

Design

Das Design des Gehäuses ist sehr schlicht gehalten, wodurch man dieses ebenfalls im
Büro / HomeOffice einsetzen kann, da dieses nicht wie manch andere Gehäuse nach "Gaming" schreit.
Die Frontblende aus Metall macht einen sehr hochwertigen Eindruck und bringt RGB-Lüfter erst recht zum Vorschein.
Die Blende hat viele kleine Löcher, sodass man direkt in das Gehäuseinnere sehen kann, dies hat ebenfalls den Vorteil, dass die Luft im vorderen Bereich besser angezogen werden kann
(bei anderen Modellen des Herstellers war die Front nämlich leider nur mit einer Glasscheibe oder sogar ohne herausnehmbare Abdeckung, was einen schlechten Airflow und dahingehend höhere Temperaturen zur Folge hatte).
An der Frontblende wurde ein Staubfilter montiert, welcher das Gehäuse vor dem Eindringen von grobem Staub schützt, ebenfalls wurde ein Staubfilter unterhalb des Gehäuses auf Höhe des Netzteils verbaut.
Das Gehäuse bietet für insgesamt 4 Lüfter Platz:
1x 120mm im hinteren Bereich
1x 120 oder 1x 140mm an der Gehäusedecke
2x 120mm oder 2x 140mm in der Front.
Äußerst positiv finde ich, dass der Hersteller bei dem Design des Gehäuses nur ganz schlicht auf die Firma aufmerksam gemacht hat (1x an der Front unten und 1x auf der Kabelverdeckung im Inneren).
Aufgrund dessen, dass das Gehäuse ein Midi-Tower ist, kann man dieses ebenfalls auf dem Schreibtisch positionieren.
Für diejenigen, welche ihre Grafikkarte in den Vordergrund stellen möchten, bietet das NZXT H510 Flow ebenfalls die Möglichkeit die Grafikkarte vertikal einzubauen, wodurch diese durch das Glas bewundert werden kann.

Verarbeitung

Bis dato verwende ich das BeQuiet Dark Base Pro 900 Rev. 1, welches natürlich preislich fast doppelt so teuer ist.
Im Gegensatz zu diesem kann sich die Verarbeitung des NZXT H510 Flow sehen lassen, das Gehäuse ist aus robustem Metall gefertigt, selbst die Seitenwand fühlt sich wertig an
(biegt nicht so leicht wie bei anderen Herstellern).
Die Glasscheibe ist ebenfalls im oberen Bereich mit einem Metallrahmen ausgestattet, welcher zu mehr Stabilität und einer einfacheren Entnahme / einem einfacheren Einbau der Glasscheibe beiträgt.

Montage

Eine Montage mit Komponenten habe ich zum Test nicht durchgeführt, da ich mit meinem jetzigen Gehäuse zufrieden bin und leider kein zweites System zum Zusammenbau zur Verfügung stehen habe.
Ich stelle mir aber einen Einbau der Komponenten in dieses Gehäuse sehr einfach vor, da dieses gut strukturiert ist.
Als ich das Gehäuse komplett auseinander genommen habe ist mir aufgefallen, wie einfach es ist das Glas zu entfernen (1x Rändelschraube hinten lösen und anschließend das Glas nach vorne entnehmen) das Glas wird nämlich ebenfalls von 2 Gumminoppen gehalten, sodass dieses nach lösen der Schraube nicht sofort entgegenkommt.
Die hintere Wand kann man genauso einfach lösen indem man die zwei Rändelschrauben im hinteren Bereich herausdreht und anschließend die Seitenwand ein wenig nach vorne schwingt und so entfernt.
Zur professionellen Verkabelung hat der Hersteller ebenfalls gut durchdachte Kabelführungsschienen hinter dem Mainboard eingebaut, sodass man diese sehr einfach und effizient verlegen kann, ohne dass diese ein verschließen des Gehäuses verhindern können.
Im hinteren Bereich gibt es ebenfalls Platz für 2x 2,5" Festplatten / SSDs, welche direkt hinter dem Mainboard montiert werden können.
Unterhalb wird das Netzteil eingebaut, dieses wird unter einer Netzteilblende versteckt, sodass man dieses sowie die Kabel im fertig verkabelten Gehäuse nicht mehr sieht.
Ebenfalls ist hinter dem Netzteil noch ein Festplattenkäfig verbaut, welcher mit 2x 3,5" Festplatten bestückt werden kann, falls man diesen nicht benötigt, kann man ihn nach lösen der Schrauben unterhalb des Gehäuses entfernen oder anders positionieren.
Die Montage der Lüfter ist ebenfalls sehr gut durchdacht, da man die Montageschiene für die beiden Lüfter im vorderen Bereich nach dem lösen von Rändelschrauben ohne Werkzeug entfernen kann und so die Lüfter außerhalb des Gehäuses an der Montageschiene befestigen kann, sodass man dies nicht im Gehäuse vornehmen muss.

Preis- / Leistungsverhältnis

Im Gegensatz zur normalen Version des Gehäuses ohne "Flow" ist der Aufpreis von 30¤ zwar schon viel Geld, da der Aufbau und die Materialien dieselben sein sollen.
Ob einem der bessere Airflow diesen Aufpreis wert ist, muss natürlich jeder selbst entscheiden.
Ich persönlich finde den UVP Preis etwas hoch gegriffen, dies ist aber voraussichtlich der momentanen Situation geschuldet, da es überall Lieferengpässe gibt und es hierdurch bei vielen Produkten zu Preiserhöhungen kommt.
Das Gehäuse ist auch noch nicht sehr lange auf dem Markt, wodurch dieses in nächster Zeit voraussichtlich im Preis angepasst wird.

Haltbarkeit

Aufgrund der hochwertigen Materialien, welche in dem Gehäuse verarbeitet wurden, gehe ich davon aus, dass wenn man gut mit dem Gehäuse umgeht, dieses mehrere Jahre Freude bereiten wird.

Fazit

Meiner Meinung nach ist das NZXT H510 Flow ein sehr gut durchdachtes und schickes Gehäuse, welches selbst Neulingen eine einfache Montage ihres neuen PCs ermöglicht.
Durch die eingebaute Schiene im Inneren können Kabel gut versteckt werden, sodass die Komponenten besser zur Geltung kommen. Durch die Frontblende wird das Gehäuse zum richtigen Hingucker vor allem, wenn man im vorderen Bereich RGB Lüfter verbaut, welche durch das "Mesh-Design" voll zur Geltung kommen.
Die Füße unterhalb des Gehäuses sind hoch, sehr robust und rutsch unempfindlich, sodass das Gehäuse ebenfalls auf glatten Böden und kurzem Teppich keine Probleme haben sollte.
Bedingt der Bauweise eines "Midi-Towers" kann leider nur 1x 120mm Lüfter im hinteren Bereich verbaut werden, ich hätte es persönlich besser gefunden, wenn man dort auch noch 1x 140mm Lüfter hätte verbauen können, dies ist aber wahrscheinlich der Größe geschuldet.
Was mir nicht so gut gefällt ist, dass es nur sehr wenige Anschlussmöglichkeiten an dem Frontpanel gibt (USB 3.2 Gen 2 Typ-C | USB 3.2 Gen 1 Typ-A | Headset-Audioanschluss) hier hätte ich mir noch mehr USB Anschlüsse gewünscht, da USB Typ C momentan ja eher an den Endgeräten und nicht am PC Gehäuse verwendet wird.
Da optional auch noch ein Lüfter an der Gehäusedecke montiert werden kann, hätte ich es für gut befunden, wenn dort ebenfalls ein Staubfilter verbaut worden wäre, damit durch diese Öffnung auch wenn kein Lüfter dort verbaut wird, kein Staub in das Gehäuse dringen kann.
    
  
Zeige 1 bis 10 (von insgesamt 12 Bewertungen)

Video

NZXT: ungewöhnliche Designs für individuelle PCs

NZXT ist ein US-amerikanischer PC-Hardware-Hersteller für PC-Gehäuse, PC-Komponenten und weiteres Zubehör. Fokusgruppe ist dabei die Gaming-Community. 2004 war das Gründungsjahr des Unternehmens, dessen erstes Produkt, ein Modding-Tower, wegen der Frontaufsätze an die Protagonisten von Transformers erinnerte. Das war für die Firma der Startschuss für den zunehmenden Erfolg am Markt, den NZXT heute hat. Nach wie vor sind PC-Gehäuse das Steckenpferd des Herstellers, der sein Sortiment über die Jahre hinweg allerdings um Mainboards, Netzteile, Wasserkühlungen, LEDs und weiteres Zubehör erweitert hat.

NZXT Logo
NZXT Produkte

NZXT - Extravaganz am und im Tower

Die neueren Gehäuse tendieren zu einem minimalistischen Look. Dank der verglasten Sidepanels einiger Gehäuse-Modelle können Gamer sich allerdings beim Zusammenstellen des PC-Innenlebens so richtig auslassen und mit LED-Leuchtstreifen oder beleuchteten Lüftern ein Lichtfeuerwerk beim Zocken entfachen. Generell ist NZXT die ideale Marke, wenn es um ungewöhnliches Design geht. Langweilige Gehäuse gibt es bei NZXT nicht, dafür eine Vielzahl an extravaganten Towern für Gamer und sogar für Liebhaber des Overclockings. Die Funktionalität kommt bei all dem Design nicht zu kurz. NZXT lässt Gamer-Herzen höherschlagen.

Kunden kauften auch: