https://image320.macovi.de/images/product_images/320/1395443_0__75029.jpg

Artikelnummer 75029   

EAN 4719072800505    SKU 7D06-001R

MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI, So.1200, ATX (7D06-001R)

MSI https://image320.macovi.de/images/product_images/320/1395443_0__75029.jpg
Der Schutz für Ihre Geräte - Umfangreich und überall geschützt mit dem Geräteschutz.


über 80 verkauft
Beobachter: 221

Artikelbeschreibung

Seit dem 12.02.2021 im Sortiment

Der Name Gaming Carbon steht bei MSI für elegantes, schwarz-mattes Design verbunden mit Premium-Komponenten und High-End-Funktionen und erfreut sich daher besonders bei Gamern großer Beliebtheit.

Mit dem Z590 Gaming Carbon WIFI wird Übertakten zur Selbstverständlichkeit. Das Mainboard verfügt über eine robuste Stromversorgung und eine 6-Lagen-Platine, kombiniert mit einer thermischen Lösung. So kann das Mainboard die Leistung der leistungsstärksten Prozessoren erfolgreich nutzen. Selbst die aggressivste Übertaktung kann durch die digitale PWM-Lösung mit 18 Power Stages problemlos vom Z590 Gaming Carbon WIFI bewältigt werden.

Durch PCIe 4.0 verfügt das Mainboard über hervorragende Möglichkeiten der Erweiterung. Mit der x8/x8-Unterstützung kann der PC problemlos mit mehreren Grafikkarten ausgestattet werden ohne Einbuße in der Performance. Das Z590 Gaming Carbon WIFI unterstützt bis zu einer 3-Wege-CrossFire-Konfiguration.

Ausgestattet mit 2,5 Gigabit Wired LAN und Wi-Fi 6E, verfügt das Mainboard über optimale Wege der Vernetzung. Mit diesen Geschwindigkeiten können moderne Internetverbindungen mit dem für Sie bequemsten Modus (kabelgebunden oder kabellos) hervorragend bewältigt werden.

Um den Zugriff auf Geräte der neuen Generationen zu ermöglichen, bietet das Z590 Gaming Carbon WIFI USB Typ-C Anschlussmöglichkeiten. Auch auf die Möglichkeit zur Speichererweiterung wurde mit drei M.2-Steckplätzen nicht verzichtet. Die praktische Flash-BIOS-Taste ermöglicht eine unkomplizierte Durchführung von BIOS-Updates.

****ACHTUNG:****
Die Verwendung des Mainboards ist nur in Verbindung mit dem Intel® Core™ Chipsatz der 11. Generation (Rocket Lake) und 10. Generation (Comet Lake) möglich. Bitte prüfen Sie die Kompatibilität auf der Herstellerseite. Beim Kauf eines Mainboards bieten wir optional eine BIOS-Aktualisierung an und bringen die Plattform auf den neuesten Stand.


MSI Z590 Gaming Carbon Wi-Fi. Prozessorhersteller: Intel, Prozessorsockel: LGA 1200, Kompatible Prozessoren: Intel® Celeron®, Intel® Core™ i3, Intel Core i5, Intel Core i7, Intel Core i9, Intel® Pentium®. Unterstützte Arbeitsspeicher: DDR4-SDRAM, Arbeitsspeicher Typ: DIMM, Unterstützte Arbeitsspeichergeschwindigkeit: 2133,2666,2933,3200 MHz. Unterstützte Speicherlaufwerk-Schnittstellen: M.2, Serial ATA III, Unterstützte Speicherlaufwerke: HDD & SSD. Parallele Verarbeitungstechnologie: 3-Way CrossFireX, Maximale Auflösung: 4096 x 2160 Pixel. Ethernet Schnittstellen Typ: 2.5 Gigabit Ethernet, LAN-Controller: Intel I225-V, Top WLAN-Standard: Wi-Fi 6 (802.11ax)

***Informationen zum Santander Ratenkredit**:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 345,95*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 30 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Technische Daten

Prozessor:
Kompatible Prozessoren: Intel® Celeron®, Intel® Core™ i3, Intel Core i5, Intel Core i7, Intel Core i9, Intel® Pentium®
Prozessorhersteller: Intel
Prozessorsockel: LGA 1200
Speicher:
RAM-Speicher maximal: 128 GB
Unterstützte Arbeitsspeichergeschwindigkeit: 2133,2666,2933,3200 MHz
Unterstützte Arbeitsspeicher: DDR4-SDRAM
Unbuffered Speicher: Ja
Arbeitsspeicher Typ: DIMM
Speicherkanäle: Dual-channel
Ohne ECC: Ja
Anzahl der Speichersteckplätze: 4
Gewicht und Abmessungen:
Breite: 305 mm
Tiefe: 244 mm
Netzwerk:
WLAN: Ja
Eingebauter Ethernet-Anschluss: Ja
Bluetooth: Ja
Bluetooth-Version: 5.2
Ethernet Schnittstellen Typ: 2.5 Gigabit Ethernet
WLAN-Standards: 802.11a,802.11b,802.11g,Wi-Fi 4 (802.11n),Wi-Fi 6 (802.11ax)
LAN-Controller: Intel I225-V
Top WLAN-Standard: Wi-Fi 6 (802.11ax)
WLAN-Controllermodell: Intel Wi-Fi 6E AX210
Interne E/A-Anschlüsse:
Anzahl USB 2.0 Schnittstellen: 2
CPU Ventilatorstecker: Ja
ATX Stromstecker (24-pol.): Ja
Chassis Intrusion Stecker: Ja
Zahl der Chassisventilatorstecker: 6
Front Panel Audiostecker: Ja
SATA III Anschlüsse: 6
EPS Stromstecker (8-pin): Ja
TPM-Verbinder: Ja
USB 3.2 Gen 1 (3.1 Gen 1) Anschlüsse: 1
USB 3.2 Gen 2 (3.1 Gen 2) Anschlüsse: 1
Frontpanel-Stecker: Ja
12-V-Stromanschluss: Ja
E/A-Anschlüsse auf der Rückseite:
Anzahl HDMI-Anschlüsse: 1
Anzahl Ethernet-LAN-Anschlüsse (RJ-45): 1
Anzahl USB 2.0 Anschlüsse: 4
Mikrofon-Eingang: Ja
S/PDIF-Ausgang: Ja
Anzahl DisplayPort Anschlüsse: 1
Kopfhörerausgänge: 1
WiFi-AP-Antennenbuchse: 2
Anzahl USB 3.2 Gen 1 (3.1 Gen 1) Typ-A Ports: 2
USB 3.2 Gen 2 (3.1 Gen 2) Anzahl der Steckplätze vom Typ A: 2
Speicher-Controller:
RAID Level: 0,1,10
Unterstützte Speicherlaufwerke: HDD & SSD
Unterstützte Speicherlaufwerk-Schnittstellen: M.2, Serial ATA III
Erweiterungssteckplätze:
PCI-Express x16-Slots: 3
PCI-Express x1 (Gen 3.x)-Anschlüsse: 2
Anzahl der M.2 (M)-Steckplätze: 3
BIOS:
BIOS-Typ: UEFI AMI
Clear CMOS-Jumper: Ja
Grafik:
Maximale Auflösung: 4096 x 2160 Pixel
Parallele Verarbeitungstechnologie: 3-Way CrossFireX
Merkmale:
Audio Kanäle: 7.1 Kanäle
Motherboard Chipsatz: Intel Z590
Motherboardformfaktor: ATX
Unterstützt Windows-Betriebssysteme: Windows 10 x64
Motherboard Chipsatz Familie: Intel
Komponente für: PC
Audio-Chip: Realtek ALC4080

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Artikelbewertungen

(80%)
(80%)
(20%)
(20%)
3 Sterne
(0%)
(0%)
2 Sterne
(0%)
(0%)
1 Stern
(0%)
(0%)

5 Bewertungen

4.8 von 5,0  anzeigen

Sie haben Erfahrungen mit diesem Artikel?

Geben Sie eine Bewertung ab

Reklamationsquote

:

RMA-Quote: 0,00%

 
 
4 5
     am 19.03.2021
Produkttester
Das MPG Z590 GAMING CARBON WiFi im Test  Testers Keepers

Im Rahmen der Produkttester-Aktion "Testers Keepers", durfte ich als einer von 5 Bewerbern dieses neue Mainboard von MSI testen. Dabei handelt es sich um das MSI MPG Z590 GAMING CARBON WIFI aus tau-frischer Produktion. Dieses ist mit dem neuen Intel-Chipsatz ausgestattet, speziell für Intels aktuelle 1200er Sockel-CPU`s aus der 10er Reihe, sowie für die demnächst auf dem Markt erscheinende 11er Reihe, dem Rocket Lake-S.
Als erstes geht aber erstmal ein riesengroßes Dankeschön an Mindfactory raus, die mir mit dieser tollen Aktion diesen Test überhaupt erst ermöglicht haben.


Verpackung
Das Paket wurde sehr schnell nach der Gewinn-Bekanntgabe und meiner Bestätigung von Mindfactory bei mir angeliefert. In dem, mit etwas Luftpolsterfolie ausgefüllten Pappkarton, befindet sich schon der eigentliche Mainboard-Karton. Dieser macht durch die farbenfrohe Darstellung und stabilen Ausführung schon was her und verheißt einen qualitativen Inhalt. Von allen Seiten werden verschiedene Features, Funktionen und besondere Merkmale der neuesten Ausgabe angepriesen und wecken so die Neugier bzw. die Lust auf mehr&


Inhalt
Zum Vorschein kommt als erstes ein kleines schwarzes Päckchen, indem sich die Wifi & Bluetooth Antenne befindet. Diese kann an dem I/O Panel angeschraubt werden. In einer Rahmenkartonage befindet sich dann schließlich das in antistatischer Folie eingehüllte Mainboard.
Wenn man diesen Karton samt Mainboard heraushebt findet man darunter das ganze mitgelieferte weitere Zubehör.
Dieses besteht aus:
- Einem Handbuch (gut für die Belegbarkeit der RAM-Steckplätze im Dual Channel Betrieb und M.2 Slots)
- Ein Label-Aufkleber-Satz um sämtliche Kabel im System eindeutig deklarieren zu können
- 2x SATA-Kabel (1x eine Seite um 90° angewinkelt, leider insgesamt nur zwei Stück)
- Aufkleber im MSI/Drachendesign, u.a. für die CMOS-Mainboard-Batterie
- 1x RGB | Y-Kabel (1 auf 2)
- 1x ARGB Verlängerungskabel
- 1x Corsair Kabel (iCUE RGB Synchronisierung)
- 1x rotes MSI Emblem für die Gehäuse Außenseite
- 2 kleine Schraubendreher (1x Kreuz, 1x Schlitz)
- 3x M.2 Schrauben
- 1x kleiner Borstenpinsel
- 1x USB-Stick (Treiber / Software)
- 0x Treiber | CD (und das ist gut so)
- Quick-Installations-Guide sowie diverse Werbeflyer


Inspektion | Mainboard
Einmal aus der Folie befreit, wirkt das Mainboard sofort sehr hochwertig und imposant. Allein durch das Gewicht ist man sofort davon überzeugt, hier etwas besonders Wertvolles in den Händen zu halten.
Optisch trifft uns hier sofort ein pompöses Erscheinungsbild. Große robuste Kühlelemente. Die Carbon -Optik mit den dunklen Farben ist vielleicht etwas speziell und nicht jedermanns Sache. Meiner Meinung nach aber eine sehr gelungene Mischung und Abstimmung.

Bei diesem Modell handelt es sich um ein Mainboard aus der MPG MSI Performance Gaming Serie. Das ist im Prinzip die Höchste Gamer | Klasse, darüber kommt nur noch der Enthusiasten Bereich, die MEG Reihe, die preislich in einer etwas anderen Liga spielt. Aber auch schon dieses Board ist für höhere Ansprüche bestens geeignet.
Wenn man die Verarbeitung genauer betrachtet, wird dieser erste Eindruck nur umso mehr bestätigt. Alles wurde sauber, qualitativ und wirklich hochwertig verarbeitet und verlötet. Optisch gibt es auf den ersten Blick rein gar nichts zu bemängeln.
Die massiven Aluminium Kühlelemente der VRM`s vermitteln das Vertrauen, jede Hitzewelle sicher und zuverlässig ableiten zu können. Dabei helfen die zwischenliegenden Wärmeleitpads, die die Phasen mit dem Kühlrippen verbinden und so für eine nahtlose Wärmeableitung sorgen. Die 17!!! (MOSFETs) Phasen haben 75A und bieten für das Übertakten enormes Potenzial. Um hierfür genügend Strom auf das Board zu bekommen, sind oberhalb des Mainboards sogar zwei 8 PIN-Stecker angelötet. Hiermit ist man also für eine stromhungrige Overclocker | Intel CPU bestens ausgerüstet.
Die beiden oberen 16x PCIe | Slots sind mit Stahl ummantelt (Steel Armor) und bieten hier eine enorme Verstärkung. Aufgrund der inzwischen recht großen und schweren Grafikkarten, ist das auch eine sinnvolle Maßnahme. Dank Z590 Chipsatz und mit Hilfe eines Prozessors der 11. Generation ist hier nun das schnelle PCIe Gen 4 möglich.
Leider wurde dieser Stahlmantel an den RAM-Slots wieder eingespart. Gut, hier lasten keine großen Gewichte die ein Verbiegen dieser verursachen könnten. Dennoch, auch wenn es eher nur einen optischen Zweck erfüllen sollte, wirkt ein Mainboard damit sofort etwas kräftiger und robuster. Dafür unterstützen die 4 DDR4 RAM Bänke, Speicherriegel mit bis zu 5333MHz. Was im Vergleich zum MPG Z490 (4800MHz) nochmal eine Steigerung ist. Die Gesamtkapazität beträgt hier 128GB. Diese können im Dual Channel oder per Quad Channel betrieben werden.

Es befindet sich unten ein separater PCIe 6 PIN-Stromanschluss direkt auf dem Mainboard. Eventuell um Grafikkarten zusätzlich zu unterstützen, besonders wenn z.B. 2 Grafikkarten via SLI verwendet werden sollen, ist hierdurch eine bessere Stabilität gegeben. Ob sich SLI heutzutage überhaupt noch lohnt, steht auf einem anderen Blatt Papier.
Auf dem Mainboard befindet sich außerdem ein Corsair | Header. Dieser kann zur Nutzung und Steuerung der RGB mittels iCUE verwendet werden.
Die RGB-Beleuchtung ist per manuellem Schalter direkt am Mainboard deaktivierbar, wenn man auf RGB verzichten möchte.


Debug | LED:
Ein sehr nützliches Feature. Hier kann man den Bootprozess anhand der eingeblendeten Codes verfolgen und beobachten. Insbesondere wenn es Probleme mit irgendeiner Hardwarekomponenten gibt, kann man anhand der hier angezeigten Codes den Fehler auslesen und so viel schneller und präziser reagieren. Außerdem spart man sich so auch den unnötigen Kauf von Hardware zur Fehlerfindung. Denn nicht immer hat man selbst oder der PC-Kumpel passende Austauschhardware zur Hand.


Anschlüsse:
Das Mainboard verfügt über wirklich sehr viele Anschlüsse. Diese will ich nicht alle detailliert hier aufzählen. Wer sich dafür interessiert, kann sich gerne über diesen Link genauer informieren, oder aber die Detailbeschreibung von Mindfactory zu diesem Mainboard ansehen.
Besonders schön, meiner Meinung nach, sind die reichlichen Lüfteranschlüsse. Auch an USB | und SATA | Anschlüssen hat MSI hier nicht gespart. Von 2.0 Typ-A bis 3.2 Typ-C ist alles dabei. Und natürlich, die drei M.2 Slots. Diese sind alle mit Abdeckungen bzw. Kühlkörper versehen die die SSD`s gleichzeitig kühlen, indem die entstandene Wärme über die darunter liegenden Wärmeleitpads aufgenommen und abgeleitet wird. Dieses Feature nennt MSI Shield Frozr und soll verhindern, dass die SSD`s aufgrund von Wärmeentwicklung langsamer werden und dadurch runtertakten.
Hier muss man jedoch darauf achten, dass man nur mit dem obersten M.2 Anschluss (der erste neben der CPU) in den Genuss der schnellen Lightning Gen 4 Datenübertragung kommt. Und das auch nur in Kombination mit einer neuen Rocket Lake CPU ab i5 und höher. Denn nur dieser eine Steckplatz ist direkt an die CPU angebunden. Darauf wird zwar mit einem Aufkleber auf diesem Kühlkörper hingewiesen, es ist aber nicht sofort offensichtlich und verständlich, dass dieser Steckplatz tatsächlich nur mit einer Rocket Lake CPU (ab i5) funktioniert und sonst eben überhaupt nicht zu gebrauchen ist.
Werden die anderen beiden M.2 Slots gleichzeitig belegt, fallen dem im Gegenzug je nach Belegungsart 2-3 SATA Ports zum Opfer. Daher ist es echt super, dass MSI hier immer noch 6 SATA Ports verbaut hat. Welche SATA | Ports durchgehend genutzt werden können, bzw. welche M.2-Kombination welche SATA-Ports abschaltet, steht im Handbuch sehr gut beschrieben.

Die Audiofunktion übernimmt ALC4080 Codec von Realtek, der im Vergleich zum Vorgänger verbessert wurde und 32 Bit / 384 kHz unterstützt. Ansonsten sind hier keine Besonderheiten zu erwähnen.


RGB Mystic Light:
Bei MSI ist bekannterweise Mystic Light on Board. Hiermit lässt sich die RGB | Beleuchtung des Mainboards sowie kompatibler angeschlossener LED | Lüfter oder LED | Stripes steuern und synchronisieren. Es gibt 30 voreingestellte Effekt | Programme. Mit der Software lassen sich diese verschiedenen Beleuchtungseffekte nach Belieben einstellen und verwalten.


I/O Panel:
Wie inzwischen üblich, ist die Blende bereits vormontiert und braucht nicht separat in die dafür vorgesehene Aussparung des Gehäuses eingefriemelt werden. Wie schon erwähnt, finde ich die hohe Anzahl an USB | Anschlüssen richtig klasse. Hervorzuheben sind hier noch das Wi-Fi 6E (6GHz) und der 2.5G LAN Kabel | Anschluss. Somit sind schnelle Übertragungen und hohe Datenraten möglich, sofern die Voraussetzungen gegeben sind. Außerdem verfügt das Board über einen HDMI sowie einen Displayport Anschluss. Diese kann man nutzen, wenn eine GPU taugliche CPU verwendet wird. Das ist ja meistens nur dann der Fall, wenn die eigentliche Haupt-GPU ausfallen sollte. Denn so ein Mainboard kauft man sich nur, wenn man auch Gaming betreiben will und dafür sind die integrierten GPU`s einfach zu schwach. Aber ich finde es gut, dass diese Anschlüsse dabei sind, für den Fall einer defekten GPU lässt sich Zeit zumindest überbrücken.
Sehr praktisch finde ich die USB-Flashfunktion auf dem I/O Panel. Einfacher und schneller kann man es nicht haben, wenn man das Bios updaten möchte. Einfach per USB | Stick das neueste BIOS aufspielen und fertig.
Die Audio | Anschlüsse sind ja eigentlich inzwischen seit Jahren eher unverändert geblieben. Hier finden sich dafür die typischen 5 Klinkerbuchsen sowie ein optischer Anschluss.


BIOS:
Die BIOS Oberfläche sieht sehr aufgeräumt und übersichtlich aus. Erst recht, wenn man bereits ein MSI Mainboard sein Eigen nennen durfte. Hier können verschiedene Parameter des Systems beliebig angepasst und modifiziert werden. RAM | Speicherfrequenzen per XPM Profil einstellen, den CPU | Takt erhöhen oder wenn man diesen undervolten möchte um etwas Energie zu sparen. Wie gewohnt, lässt sich hier im Prinzip alles bis ins kleinste Detail einstellen. Desweiteren finden sich hier auch Einstellungen zu den einzelnen FAN | Leistungskurven, bzw. bei welchen Temperaturen jeder einzelne Lüfter entsprechend stark aufdrehen soll.

Komponenten:
Intel i9 10850K
4x 8GB G.Skill Trident Z @3200 MHz
EVGA RTX 2080
Samsung SSD EVO 970 EVO Plus 500GB
Aerocool Quartz RGB
Alphacool Eisbaer Aurora 360
Be Quiet Straight Power 700W


Fazit
Das Mainboard macht, wie von der MPG Serie gewohnt, einen hervorragenden Eindruck. Nicht nur optisch und von der Verarbeitung her, sondern auch von der qualitativen Seite, den verwendeten Komponenten und der vielfältigen Konnektivität. Für alle die mehr als Standard-Gaming wollen, ist dieses Mainboard wirklich sehr gut geeignet. Es bietet sehr viel Power und viele Einstellmöglichkeiten zum Übertakten dazu hat es sehr viele Anschlüsse. Dafür verlangt MSI allerdings auch einen guten Preis. Im Vergleich zu vielen anderen Herstellern hat dieses Board sogar drei M.2 Anschlüsse, zumindest wenn man die neue Raketen CPU verwendet.
Daher bewerte ich dieses Mainboard mit 4 von 5 Sternen.


Positiv
top ausgestattetes Mainboard, hat alles was Gamer und Overclocker brauchen
hochwertige Komponenten
sehr gute Qualität
gute Kompatibilität
schicke RGB Beleuchtung

Negativ
stolzer Preis, besonders im Vergleich zum MPG Z490
mal wieder neuer Sockel obwohl sich zum Z390 nicht wirklich viel geändert hat (CPU-Entwicklung)
ein M.2 Slot nur mit Rocket Lake CPU möglich


Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Danke Mindfactory und MSI für dieses Erlebnis und die Erfahrungen die ich durch diese Testaktion machen durfte. Und danke natürlich für das super-coole Mainboard.

Schöne Grüße und bleibt gesund!
    
  
5 5
     am 17.03.2021
Produkttester
Vielen Dank für das Vorbeischauen bei meinem Test zum MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI | Testers Keepers.

Without further ado, lasst uns loslegen:

Einordnung in das Produktportfolio:

MSI bedient mit der MPG Serie das Gaming Portfolio, das sich auch im Produktnamen widerspiegelt. Nach eigener Aussage möchte MSI Premium-Komponenten und High-End-Funktionen in einem leistungsgerechten Preisumfeld anbieten. Ob MSI diesem Anspruch gerecht wird, klärt der Test.

Design und Verarbeitung:

Im Produktnamen zusätzlich enthalten ist die Bezeichnung "Carbon". Damit werden vonseiten MSI Mainboards in überwiegend mattschwarz gehaltenen Tönen betitelt. Der erste Blick auf das MPG Z590 Gaming Carbon WIFI offenbart genau das. Ein elegantes Design mit weißen Akzenten in Form des MSI Logos im Spannungswandler-Bereich sowie einer ebenfalls weißen Hervorhebung des Begriffs "CARBON" auf Höhe des Chipsatzes. Es kann an der Stelle allerdings bereits vorweggenommen werden, dass das Produkt mehr als nur "dezent" kann. Im Betrieb weiß die farbenfrohe RGB-Beleuchtung der beschriebenen Punkte zu gefallen, lässt sich mithilfe eines auf dem Mainboard integrierten Schalters allerdings leicht ausschalten. Daneben setzen die silbern schimmernden PCIe x16-Slots weitere optische Akzente.
Nach dem Auspacken fällt das stolze Gewicht des ATX-Mainboards auf. Einen lokalen Massenschwerpunkt bilden die groß anmutenden Kühlkörper rund um die CPU. Die Verarbeitung des gesamten Mainboards hinterlässt einen positiven Eindruck, was in dem angestrebten Zielmarkt jedoch vorauszusetzen ist.

Besondere Ausstattungsmerkmale:

Das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI eignet und bewirbt sich für die CPU-Übertaktung. Die digitale PWM-Architektur mit 18 (16+1+1) 75A starken Power Stages bietet die Grundlage für entsprechende Potenziale. Dazu gehört auch, dass die CPU mit bis zu zwei ATX12V Stromsteckern auf dem Mainboard versorgt werden kann. Die Platine ist zudem 6 lagig ausgeführt. Sofern eine Intel CPU der 11. Generation (Rocket-Lake) verbaut wird, kann erstmalig PCIe 4.0 genutzt werden. Die Anbindung ist im ersten M.2- sowie im obersten PCIe x16 Slot verfügbar. Zudem bietet das Mainboard CrossFire-Unterstützung auf allen drei PCIe x16 Slots.
DDR4 Speicher kann mit bis zu 5333 MHz angesprochen werden, mit zunehmender Modul- und Rankzahl pro Channel sinkt der Wert gemäß Spezifikation jedoch auf bis zu 4000(+) MHz.
Die Konnektivität entspricht dem Puls der Zeit. Der Verbraucher hat die Wahl zwischen schnellem 2,5 Gigabit LAN oder Wi-Fi 6E mit 6Ghz-Technik. Zudem ist mit dem Realtek® ALC4080 Codec ein neuwertiger Audio-Chip verbaut. Außerdem ist ein Intel Bluetooth-Modul installiert. Das I/O Panel bietet Anschlussvielfalt. Insbesondere der einmal vorhandene USB 3.2 Gen 2x2 Type C Anschluss setzt den derzeit schnellsten verfügbaren USB-Standard um.
Nicht zu verachten ist der für die Flash BIOS Option reservierte USB-Slot, der es dem Anwender unter Nutzung rudimentärer Stromversorgung ermöglicht, BIOS-Updates durchzuführen. Dafür wird keine installierte CPU benötigt, dies stellt in meinen Augen einen besonderen Komfort dar!

Montage und Inbetriebnahme:

Interessenten, die es bisher zerstörungsfrei vollbracht haben, Mainboards in PC-Gehäusen unterzubringen, werden mit dem MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI keine Schwierigkeiten haben. Es ist positiv herauszuheben, dass MSI beim Mainboard-Design die Montagefähigkeit des Modells stets mitgedacht hat. Beispielsweise wurden im Bereich der Befestigungslöcher ausreichende Aussparungen im Kühlkörper-Design vorgenommen, um das ATX-Board an der Gehäusewand mühelos befestigen zu können. Bei meinem Modell kam es an der einen oder anderen Stelle jedoch auch zu knarzenden Geräuschen, wovon sich der Anwender nicht verunsichern lassen sollte. Die CPU-Montage samt Kühlerinstallation orientiert sich am bekannten LGA-Standard und weist in der Umsetzung durch MSI keine Besonderheiten auf. In meinem Fall ließ sich die MSI CoreLiquid 240R Wasserkühlung problemfrei installieren. Erwartungsgemäß bereiten GPU- und RAM-Installation ebenfalls keine Schwierigkeiten. Nach der Montage folgt bekanntlich die Verkabelung des Mainboards. Da mein Netzteil nur einen ATX 12V Stromstecker für die CPU bereithält, habe ich entsprechend nur eine der zwei achtpoligen Buchsen besetzt. Ansonsten gibt es beim MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI keine Auffälligkeiten zu nennen.

Die erstmalige Betätigung des Startknopfes resultierte in einer Enttäuschung! Es war mir zunächst unter keinen Umständen möglich das BIOS zu betreten und/oder meine Tastatur und Maus im Windows-Betrieb zu nutzen. Der Blick ins Handbuch lässt mich mit einer möglichen Erklärung dafür zurück. Die vier obersten USB-Ports des I/O-Panels sind nach USB 2.0 Standard ausgeführt und entsprechen damit dem Standard meiner Eingabegeräte, dennoch gibt es bei diesem Motherboard etwas zu beachten: Eben diese USB-Ports werden von einem zusätzlichen Controller bereitgestellt, der sich GL850G nennt. Die restlichen USB-Ports werden wie erwartet vom Z590 Chipsatz versorgt und ermöglichten mir beim Umstöpseln den gewohnten Zugriff auf BIOS/Windows & Co. Daher möchte ich für die erste Inbetriebnahme dringend zum Anschluss an die Z590 versorgten USB-Ports raten. Nach Installation der von MSI bereitgestellten Treiber in Windows, sind die USB 2.0 Anschlüsse ohne Probleme verwendbar. Das BIOS nach Auslieferung trug den Versionshinweis: 7D06v11. Im weiteren Verlauf wurde auf den zum Testzeitpunkt neuesten BIOS-Stand 7D06v12 aktualisiert.

BIOS [dieser Abschnitt enthält im Forum zahlreiche Abbildungen mit noch mehr Infos, schaut bei Interesse gerne vorbei]:

MSI Click BIOS 5 ist mir schon von meinem aktuellen Mainboard bekannt. In meinen Augen trägt das BIOS unterschiedlichen Erfahrungsständen Rechnung und bietet einen einfach umschaltbaren Experten- sowie EZ-Modus.
Das Sprachmenü bietet neben der englischen auch die deutsche Sprache zur Auswahl.
Auch hier möchte ich auf die relevanten Merkmale in meiner Betrachtung beschränken und werde dem vom MSI gesetzten Ziel der Übertaktungsfreude mit dem MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI nachgehen. Der Click auf den Tab OC im Experten-Modus liefert zahlreiche Optionen der CPU-Übertaktung. Selbstverständlich kann die "CPU Ratio" bei "K"-Prozessoren angepasst werden, aber auch der BCLK kann neben Freischaltung des RAM-XMP Profils verändert werden. Abschließend sind viele Spannungsoptionen der CPU und RAM zu nennen, darunter bekannte Größen wie Core Voltage, IO, SA, DRAM Voltage, VTT u.v.m.

Der Aufruf der erweiterten CPU-Konfiguration liefert einen Hinweis auf die Default-Einstellungen von MSI bei nicht-K CPUs wie der im Test verwendeten. Es ist festzustellen, dass MSI von Haus einen geradezu fiktiven Wert in Höhe von 4096W für die PL1- sowie PL2-Stufen ausgibt. Daraus resultiert in der Praxis eine ständige Überschreitung der Intel Spezifikation, wodurch bei hohen CPU-Lasten die maximal zulässige Taktfrequenz dauerhaft gehalten werden kann. Die Leistung eines nicht übertaktbaren Prozessors wird damit auf die Spitze getrieben.
Ebenfalls sehr umfangreich fallen die Übertaktungsmöglichkeiten des Arbeitsspeichers aus. Jedes denkbare Timing kann im erweiterten Menü abweichend der Automatik modifiziert werden. Damit werden ausgelassene Optimierungen am RAM zum Spaß. Neben Standard-Parametern wie tCL, tRCD oder auch tRFC sind auch Sub Timings, Turn Around Timings oder Advanced Timings in der Auswahl und das ist noch nicht einmal alles.
Besondere Freude bereitet mir die Umsetzung der Lüfterkurvensteuerung, die für jeden Anschluss zahlreiche Optionen bietet. Die anzulegende Spannung oder das PWM-Signal kann pro Lüfter-/Pumpeneinheit in bis zu vier Stufen geregelt werden und dabei gegen die Temperatur von wahlweise CPU-Kern, System oder Mosfets geplottet werden. Damit gelingt eine einfache Anpassung im Drag-and-Drop Stil. Durch die direkte Umsetzung und Monitoring-Möglichkeit im BIOS kann die resultierende Geräuschkulisse umgehend erfasst werden.

Sind die richtigen Einstellungen im BIOS gefunden und/oder möchte man riskante Taktspielchen abfedern, sind die insgesamt 6 BIOS-Profile eine willkommene Absicherung. Ergänzend zum internen Speicher können die Abbilder der Einstellungen auch auf einem USB-Stick abgelegt werden. Ich persönlich weiß diese Option gerade bei RAM-Experimenten sehr zu schätzen.

Fazit nach ersten Tagen der Nutzung:

Zuerst sei angemerkt: Nach den Vorkommnissen mit den USB 2.0-Ports gab es keine weiteren Überraschungen. Das Mainboard macht einen soliden Eindruck und wird dem Anspruch eines verlässlichen Produkts, wie von MSI gewohnt, gerecht. Ich habe mich im Jahr 2014 ebenfalls für ein MSI-Mainboard mit Z97 Chipsatz entschieden und konnte mich bis zum Hardwarewechsel Ende 2020 von der Langlebigkeit überzeugen. Dabei gehörte besagtes Board (nur) dem oberen Einsteigersegment an. Von daher möchte ich erwarten, dass MSI auch Jahre später beim MPG Z590 Gaming Carbon WIFI entsprechend langlebige Komponenten verbaut hat.

Im Vergleich zum bisherigen Zuhause meines Intel Core i5-10400f, einem MSI MAG B460M Mortar, ist dieser Porsche an Mainboard gewiss eine ambitionierte Wahl. Der direkte Vergleich zwischen dem Vorjahresmodell offenbart einige Ausstattungsvorteile, angefangen beim RAM-OC, nativer PCIe 4.0 Unterstützung für GPU und M.2, hin zu reichlich vorhandener CPU-Spannungsversorgung. Ganz gewiss hat MSI das eingangs versprochene Ziel erreicht und mit diesem Mainboard eine Option für all jene Enthusiasten geschaffen, die bei jeder erdenklichen Paarung von Comet- respektive Rocket-Lake-Prozessor eine solide Basis ihr Eigen nennen wollen, das Taktmaximen bei CPU und RAM übersteht.

Der Preis von derzeit über 300 Euro zur Einführung der Rocket-Lake Architektur ist sicher enthusiastisch zu interpretieren. Dafür erhält der Interessent ein Funktionspaket, das jegliche Technologie-Unterstützung des Z590 Chipsatzes zumindest in einfach vorhandener Form ausreizt. Nicht nur bei Betrachtung des MSI-Produktportfolios muss im darunter liegenden Segment mit Abstrichen gerechnet werden.

Basierend auf meinem Test des MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI möchte ich das Mainboard daher allen leistungshungrigen Hardware-Fans empfehlen, die die Übertaktung eines neuen Intel Prozessors der 11. Generation, gepaart mit leistungsstarkem RAM, in Betracht ziehen.
    
  
5 5
     am 17.03.2021
Produkttester
Das MPG Z590 Gaming Carbon WIFI im Test | Testers Keepers

Design

Als erstes fällt die mattschwarze Farbe der Platine auf. Die groß dimensionierten Kühlkörper der Spannungswandler haben ein interessantes und markantes Design. Die zusätzlichen Kühler für die M.2-Steckplätze, den Chipsatz und die Abdeckung der externen Anschlüsse sind in schicker Carbonoptik gefertigt. In die Carbonoptik ist auch die RGB- Beleuchtung integriert. An den oberen beiden der 3 vorhandenen PCI-E x16 Steckplätze ist die Metallverstärkung gut zu erkennen.
Das ergibt für mich ein rundes, und durchaus beeindruckendes Gesamtbild.

Verarbeitung

An der Verarbeitung kann ich, wie ich es bei einem so hochwertigem Gaming Motherboard natürlich auch erwarten darf, nichts aussetzen. Eher positiv fällt mir die "Steel Armor" genannte Metallverstärkung der PCI-E Steckplätze auf. Das macht bei bei dem Gewicht der heutigen Grafikkarten durchaus Sinn da der Steckplatz einen großen Teil der Last halten, und auch aushalten muss.

Montage

Die Montage des Motherboards gestaltet sich sehr angenehm und einfach. Das liegt zum einen an der vormontierten I/O-Blende, und zum anderen an dem vorbildlichen User Guide.
Genug Anschlüsse für Gehäuselüfter sind auch vorhanden. Außer einem Anschluss für den CPU-Lüfter gibt es noch einen für eine eventuell vorhandene Wasserkühlung und 6 weitere für Gehäuselüfter. Sie sind sinnvoll auf dem Motherboard verteilt und sogar nach Einbau der Grafikkarte noch recht gut erreichbar.
Außer dem ATX-Poweranschluss sind mittlerweile zwei 8-Pin CPU-Poweranschlüsse verbaut und ein zusätzlicher PCI-E Poweranschluss. Man sollte in diesem Zusammenhang beachten das das Netzteil auch die passenden Anschlüsse besitzt.
Der obere M.2 Steckplatz ist nur bei Verwendung einer Intel CPU der 11. Generation verfügbar. Da nur diese die PCI-E 4 Fähigkeit besitzt und durch die direkte Anbindung des M.2 Steckplatzes zur Verfügung stellt.
Je nach Belegung der unteren beiden M.2 Steckplätze, fallen SATA Steckplätze weg! Das geschieht wegen der Geteilten Ressourcen der Anschlüsse.
Kurz gesagt, die Plätze SATA 1, SATA 3 und SATA 4 sind immer verfügbar.
Die Plätze SATA 2, SATA 5 und SATA 6 je nach M.2 Belegung im besten Fall auch, nur teilweise oder gar nicht verfügbar.
Beim Einbau der Grafikkarte ist mir der große XL Clip aufgefallen was Vorteile bei einem späteren Ausbau bietet. Das ist nur eine Kleinigkeit, aber gerade solche Kleinigkeiten lassen mich die Qualität erkennen. Und machen mir das Leben einfacher. Jeder der sich beim Ausbau der Grafikkarte, bei dem Versuch die Entriegelung zu betätigen, schon einmal die Finger "verbogen" hat, weiß wovon ich rede.
Die Onboard LEDs für CPU, DRAM, VGA und BOOT (-Device) erleichtern mir die Suche bei einem eventuell auftauchenden Fehler. Sie zeigen mir die Komponente mit dem Fehler an.
Auch die Debug Code LED ist in diesem Fall sehr hilfreich da sie den aktuellen fortschritt des Bootvorgangs anzeigt oder im Falle eines Fehlers einen Fehlercode anzeigt. Der Fehlercode kann mit der sehr umfangreichen Debug Code LED Tabelle im User Guide entschlüsselt werden.
Nach erfolgreich vollendetem Bootvorgang zeigt die Debug Code LED die aktuelle CPU Temperatur an. Das lässt bei mir keine Wünsche offen.
Externe Anschlüsse besitzt das Board 4x USB 2.0 Typ-A, einen Displayport, ein HDMI Port,
2x USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) Typ-A in blau, 3x USB 3.2 Gen 2 (10Gbps) Typ-A in rot und
1x USB 3.2 Gen 2x2 (20Gbps) Typ-C. 1x 2.5Gbps LAN,die 2 Anschlüsse des WIFI 6E / Bluetooth und nicht zu vergessen die Audio Ports mit einem Optical S/PDIF-Out.
Nach dem ersten Start wurde meine verbaute CPU korrekt erkannt. Beim RAM musste ich nur das XMP Profil aktivieren damit die korrekte Geschwindigkeit 3600MHz genutzt wird.
Die Installation von Windows 10 ging sehr flott und mit der Treibersoftware von dem mitgelieferten Treiber USB Stick wurde auch das 2,5G LAN und das WIFI 6E / Bluetooth erkannt. Nach Installation des MSI Centers habe ich die Lüftersteuerung meinen Wünschen angepasst. Im MSI Center kann ich auch alle weiteren Einstellungen für das Motherboard vornehmen.

Leistung

Sobald man das Bios öffnet wird der EZ Mode angezeigt, hier kann man einfach und ohne tiefer gehendes Wissen die grundlegendsten Einstellungen tätigen. Wer Overclocking betreiben möchte und das Motherboard bis ans Limit ausreizen möchte, wechselt in den Advanced Mode. Dort kann man erkennen das das Bord genau hierfür gedacht ist, da die Einstellungsmöglichkeiten extrem umfangreich sind. Ich empfehle hier nur etwas zu ändern wenn man weiß was man tut!
Die Kommunikation zwischen CPU und PCH (Chipsatz) erfolgt beim MPG Z590 Gaming Carbon WIFI mit Z590 Chipsatz flotter als beim Vorgänger MPG Z490 Gaming Carbon WIFI.
Der Z590 Chipsatz unterstützt nämlich nun DMI Gen3 x8. Das ist die doppelte Bandbreite als sein Vorgänger Z490 der nur DMI Gen3 x4 unterstützte.
Die ersten beiden Grafiksteckplätze unterstützen PCIE4 auch nur mit Intel CPUs der 11. Generation wegen der direkten Anbindung an die CPU. Mit CPUs der 10. Generation unterstützen sie nur
PCI-E 3.
Auf diesem Motherboard kommt nun ein neuer ALC 4080 Audio Processor zum Einsatz, der intern über USB angebunden ist. Nicht wie beim Vorgänger ein ALC1220.
Da die Leistung sehr abhängig von den weiteren verbauten Komponenten wie z.B. CPU, RAM, Grafikkarte ist, kann mein System hier nur als Beispiel dienen.

Mein aktuelles System:
Jetziges Upgrade:
MPG Z590 Gaming Carbon WIFI
Intel Core i5 10400F
Crucial Ballistix 16 GB KIT DDR4 3600 CL16
Weiter verwendet:
AORUS GTX 1060 Xtreme Edition 6G
OCZ Trion 150 240GB
Toshiba DT01ACA300 3TB
Seagate ST1000VM002-1CT162 1TB

Die Leistung meines aktuellen Systems hab ich mit einem Benchmark getestet.
Wie ich erkennen kann liegen meine erreichten Benchmarkwerte alle über den Standardwerten die für diese Komponenten angegeben sind. Ich vermute das dieses Leistungsplus auf die gute Performance des Motherboards zurück zu führen ist.

Preis-/Leistungsvergleich

Den Preis finde ich recht hoch wenn ich bedenke das es sich noch nicht um die Oberklasse Serie von MSI handelt.


Haltbarkeit

Zur Haltbarkeit kann ich natürlich noch nicht viel sagen. Ich erwarte aber eine gute Haltbarkeit durch die solide mechanisch verstärkte Bauweise. Außerdem habe ich nicht vor das System zu übertakten da ich als CPU einen i5 10400F verwende der nicht übertaktet werden kann. Somit werden auch die elektronischen Bauteile nicht bis ans Limit ausgereizt.

Fazit

Mein MPG Z590 Gaming Carbon WIFI Test zeigt, es ist gut ausgestattet, es sieht gut aus und die RGB Beleuchtung macht einiges her. Das BIOS hat mich mit seiner Vielfalt an Einstellmöglichkeiten sehr positiv überrascht! Es lässt sich alles einstellen was ich möchte. Was will ich mehr? Die Leistung in Verbindung mit meinen Komponenten finde ich sehr gut. In Verbindung mit einer größeren CPU und Grafikkarte sehe ich hier noch sehr viel Luft nach oben.
Ich halte das MPG Z590 Gaming Carbon WIFI für sehr gelungen und noch besser als den Vorgänger.

Pro:
Umfangreiche und gute Ausstattung des Boards,
Der RAM lässt sich auch ohne CPU mit "K"-Suffix übertakten womit ich meinen 3600er RAM anstandslos mit voller Geschwindigkeit zusammen mit meinem i5 10400F betreiben kann,
Das WIFI 6E / Bluetooth war eine echte positive Überraschung und taugt durch die niedrigen Latenzen sogar fürs Gaming.
Der gute ALC 4080 Audio Processor liefert hohe Soundqualität.

Contra:
Den einzigen Kritikpunkt den ich bis jetzt gefunden habe, ist der stattliche Preis.
Allerdings bekommt man eine Menge für sein Geld. Wenn ich mir andere Boards der gleichen Klasse von anderen
Herstellern ansehe, stelle ich fest das sie teilweise nicht so gut ausgestattet sind und dann sogar noch etwas mehr kosten.
    
  
5 5
     am 15.03.2021
Produkttester
Zusammenfassung:

Mich hat das MSI MPG Z590 GAMING CARBON WIFI Mainboard im Test definitiv überzeugt. Das Design ist modern, neutral und ansehnlich und auch durchdacht. MSI hat hier viel Wert auf die Kühlung temperatur-limitierter Komponenten gelegt, wodurch man das Mainboard auch zum Übertakten in einem leisen Gehäuse ohne großen Airflow problemlos einsetzen kann. Es ist auch toll, dass man die Treiber auf einem USB Stick mitgeliefert bekommt, so erspart man sich das CD-Laufwerk. Die Stromversorgung der CPU ist solide und durch den zweiten 8-Pin CPU-PWR slot hat hier wohl auch der extremste Übertakter noch Luft nach oben. Die Konnektivität überzeugt mich vor allem am I/O, wobei ich der Meinung bin, dass eine gewisse Anzahl an USB Slots Standard sein sollte, zumal allein der Chipsatz hier ausreichend Raum bietet. Intern fehlen mir mehr USB 2 Anschlüsse. Das Mainboard ist eine gute Wahl für jeden, der beim Mainboard nicht sparen muss, bzw. die Vorzüge eines Mainboards der oberen Mittelklasse zu schätzen und nutzen weiß.

Zustellung und Lieferumfang:

Die Zustellung des Mainboards ging wie immer schnell Innerhalb von zwei Werktagen. Das Mainboard wurde mit der Originalverpackung noch einmal in einem größeren Karton verschickt, welcher mit Luftpolsterfolie ausgefüllt wurde. Zum Mainboard war wie immer eine Vielzahl von Gutscheinen beigelegt. Alles war intakt und unbeschädigt. Das Mainboard selbst ist verpackt wie typische Mittelklasse Mainboards. Der Karton entspricht der Größe des Mainboards und in einem kleineren Karton liegt die WLAN Antenne bei. Unter dem Mainboard findet sich das restliche Zubehör. Dazu zählen: Stand-off Schrauben, zwei Schraubenzieher, ein USB Stick mit Treibern, 2 SATA Kabel, ein 1-zu-2 4-Pin RGB Splitter, ein CORSAIR RGB Extension Kabel, ein Rainbow RGB Extension Kabel, diverse Aufkleber von MSI, das Nutzerhandbuch und ein Schnellinstallationsguide, die Produktregistrierungskarte und ein Produktkatalog. Hier kurz am Rande: das Nutzerhandbuch kann man sich ruhig auch als erfahrener PC-Bauer mal zur Hand nehmen, so erfährt man mehr über sein Mainboard als man denken würde.

Verarbeitung, Anschlüsse und Design:

Die Verarbeitung vom MSI MPG Z590 GAMING CARBON WIFI ist in meinen Augen tadellos. Ich konnte beim Umgang mit dem Board keine offensichtlichen Mängel oder ähnliches feststellen. Die Schrauben und auch die Stromanschlüsse sind leicht erreichbar. Die Montage war wirklich sehr leicht, vor allem die vorinstallierte I/O Blende ist super. Das Mainboard macht von Anfang einen hochwertigen Eindruck, und in dem Preisbereich, bietet es auch alles, was der Enthusiast Gamer so braucht.
Die CPU wird über 16 Power Stages von zwei 8-Pin 12V Anschlüssen mit Strom versorgt, wovon nur einer notwendig ist, der zweite dient wie gewohnt eher zum Extreme Overclocking. Allerdings könnte die zusätzliche Stromversorgung schon fürs Übertakten von Spitzenmodellen notwendig werden, zum Beispiel hat GamersNexus beim Übertakten auf 5.2 GHz bereits eine Leistungsaufnahme von 316 Watt erreicht. Vielleicht geht MSI hier auf Nummer sicher um auch die Prozessoren der 11. Generation mit genug Strom zu versorgen.

Das Mainboard wird außerdem über einen 24-Pin Anschluss mit Strom versorgt. Intern bietet das Mainboard Schnittstellen für drei M.2 SSDs, sechs SATA 6 Gb/s Verbindungen, einen USB 3.2 Gen 1 und einen Gen 2 Slot, zwei USB 2.0 Typ A, und neben einem CPU-Lüfteranschluss und Pumpen-Anschluss auch noch sechs Gehäuselüfter Anschlüsse. Bei einem Mainboard mit Augenmerk auf das Aussehen und für das Geld, würde ich mir ein oder zwei interne USB 2.0 Header wünschen. Die wird nicht jeder brauchen, aber einer geht auf jeden fall für das Frontpanel drauf, einer vielleicht für eine Lüftersteuerung, und dann braucht man häufig noch mehr für LED Controller oder ähnliches. Zumindest war das bei mir in Vergangenheit immer mal ein Problem.
Die Anschlüsse fürs Gehäuse sind leider wie bei den meisten Mainboards lose. Bei manchen Herstellern gibt es einen Adapter zum Mainboard, damit man die kleinen Stecker für Audio, Power und Reset nicht im Gehäuse an das Mainboard basteln muss, was das ganze wesentlich erleichtert. Ein solcher Adapter ist hier leider nicht dabei.

Das I/O ist hier im Vergleich zu den meisten anderen Mainboards sehr reichhaltig. So findet man neben vier USB 2.0 Slots auch zwei USB 3.2 Gen 1 und drei USB 3.2 Gen 2 Slots. Wem das nicht reicht, der hat auch noch einen USB 3.2 Gen 2 Typ C Slot. Es gibt einen 2.5G LAN-Anschluss und Anschlüsse für WLAN und Bluetooth Antennen. Das Audiointerface bietet neben 5 Multi-Kanalanschlüssen auch einen optischen Ausgang. Eine SP/2 Schnittstelle findet man hier nicht mehr. Die Kühlkörper auf den MOSFETs sind aus Metall und bieten viel Oberfläche für die Wärmeabgabe. Besonders gut gefällt mir hier, dass die Blende mit dem MSI Logo nicht den Luftstrom über dem Kühlkörper verhindert, so wie das bei manch anderen Boards der Fall ist. Das kommt vor allem in Gehäusen mit geringen Airflow (zb. Mein Bequiet Silent Base 801) zugute. Auch der Kühlkörper des einzelnen M.2 Slots und die der restlichen M.2 Slots und den Chipsatz sind aus Metall. Auf die Kühlleistung gehe ich später noch einmal ein.

Funktionalität, Betrieb und Leistung:

Das Mainboard sieht im Betriebt sehr cool aus. Bei der LED Beleuchtung fallen vor allem der Große Drache auf der Blende der Kühlkörper über den Spannungswandlern und der farbige Schriftzug auf dem Chipsatzkühler auf. Generell ist das Design aber schlicht gehalten und lässt sich sicher in jedes Showcase gut integrieren. Besonders praktisch ist hier die Konnektivität für RGB. So kooperiert MSI hier mit Corsair und bietet dafür einen Extension Slot. Dieser kann entweder direkt an Corsair LEDs oder an den Commander Pro angeschlossen werden.
In Sachen Konnektivität sollte man vor allem auf eines achten: der M.2 1 Slot, also der oberste Slot, funktioniert nur mit CPUs der 11. Generation ab den I5-Prozessoren. Sobald man einen 11. Gen Prozessor einbaut, so funktioniert der oberste M.2 Slot mit PCI Gen 4. Mit einem Prozessor der 10. Generation funktioniert der Slot gar nicht.
Getestet habe ich das Mainboard in einem Bequiet Silent Base 801, mit einem I7-10700K Prozessor mit Corsair H150i Pro Wasserkühlung. Mein aktuelles Mainboard hatte beim Übertakten bisher Probleme mit der Temperatur der Spannungswandler, da das Gehäuse einen recht schlechten Airflow hat und das MSI Z370 Gaming M5 keine ausreichende Kühllösung besitzt. Das gleiche galt für die M.2 SSDs, die vom Shield Frozr eher in der Wärmeabgabe behindert wurden. Das hat sich bei dem MSI Z590 Carbon Wifi geändert. Zunächst aber zum Übertakten der CPU: die CPU läuft stabil auf 5.0 GHz mit 1.35 V. Die Mosfets waren bei 100 % Leistung der Gehäuselüfter nie heißer als 70 °C, bei der geringsten Lüfterstufe nicht heißer als 91 °C, aber auch das war nur eine Temperaturspitze. Als viel spannender empfand ich allerdings die Kühlung der M.2 SSDs mit dem Shield Frozr. Im alten Setup (I5 8600K, MSI Gaming M5) erreichte die SSD im Load immer die 90°C Grenze, der alte Shield Frozr hat es sogar verschlimmert. Im neuen Design hat die M.2 Abdeckung mehr Masse und eingravierte Finnen. Die SSD mit dem Kühlkörper 11 °C kühler als ohne den Kühler. Ich war zunächst skeptisch, da die SSD zwangsweise unter die Grafikkarte musste, weil der obere Slot ja, wie bereits beschrieben, nur mit CPUs der 11. Generation läuft. Trotzdem gab es hier eine deutliche Temperaturverminderung.
    
  
5 5
     am 13.03.2021
Produkttester
MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi Test | Testers Keepers

Die MSI Gaming (Pro) Carbon Serie bedient bei MSI Maiboards die gehobene Mittelklasse und richtet sich dementsprechend an anspruchsvolle Spieler, die ihr Geld nicht beim Mainboard sparen möchten. Der neuste Vertreter basiert auf Intels aktueller 500er Serie mit dem Namen MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi. Im Vergleich zum Z490 Vorgänger hat sich sowohl optisch als auch technisch einiges geändert. Grundlage bleibt allerdings der Sockel 1200, der für Intels 10. Und 11. Desktop Generation ausgelegt ist. Beim RAM hat sich auch nicht viel geändert. Es bleibt bei maximal 128GB auf vier Rambänken mit Dual Channel. Die maximal freigegebene Geschwindigkeit ist auf 5500 MHz erhöht worden, allerdings waren die 4800 MHz des Vorgängers bereits weit jenseits üblicher Geschwindigkeiten für Spieler. Der neue Z590 Chipsatz bietet einige Verbesserungen gegenüber Z490 worunter unteranderem Wifi 6e, USB 3.2 Gen 2x2 und Thunderbolt 4 zählen. Der größte Unterschied ist jedoch die Verdopplung der Datengeschwindigkeit zwischen PCH und CPU, die durch eine Verdopplung der Leitungen von DMI 3.0 x4 auf x8 ermöglicht wird.

Optik
Frisch aus der Verpackung macht das Board einiges her. Sofort fallen die massiven Kühlkörper auf den Spannungswandeln und der PCH auf. Das Design sieht nun geradliniger und weniger verspielt aus als noch beim Vorgänger. Das Design setzt vornehmlich auf Grautöne und klare Kanten. Der Carbon Optik bleibt MSI weiterhin treu und setzt entsprechende Elemente an einigen Stellen ein. Auf der PCH Abdeckung sind der Carbon Schriftzug und der MSI Drache auf der oberen Abdeckung mit einer RGB Beleuchtung ausgestattet. Diese ist definitiv ausreichend hell, um nicht unter den RGB Elementen anderer Komponenten unter zu gehen. Auch wenn dies in dieser Preisklasse schon seit einiger Zeit Standard ist, rundet die vorinstallierte I/O Blende das Bild der Board nach außen hin ab. Besitzer dieses Bretts müssen sich vor der Optik wahrlich nicht verstecken, sowohl mit den schicken Design Elementen als auch mit der RGB Beleuchtung macht das Z590 Gaming Carbon WiFi einiges her.

Zubehör
Das Zubehör dieses Mainboards fällt meiner Meinung nach überdurchschnittlich gut aus. Neben den üblichen Stickern und des Papierkrams inklusive Handbuch werden einige Kabel beigelegt. So finden wir zwei SATA Kabel vor, ein 3-Pin ARGB Kabel, ein 4-Pin Y-Kabel und ein 3-Pin Lüfter Kabel. Dazu kommt noch die WiFi Antenne, die dem Namen entsprechend logischerweise dazu gehört. Dann finden wir noch die Schrauben für die M.2 Steckplätze, eine weitere Selbstverständlichkeit. Zusätzlich gibt es aber noch ein paar tatsächlich sinnvolle Goodies. Dazu zählen zwei kleine Schraubenzieher im praktischem Schlüsselanhänger Format und eine Bürste mit zwei unterschiedlich harten Seiten, mit der man enge und empfindliche Stellen eines PCs sicher reinigen kann. Als letztes haben wir noch einen USB-Stick, auf dem sich alle Treiber und BIOS-Versionen für das Mainboard befinden. Der Schritt weg von der beigelegten Treiber CD war längst überfällig und ist überaus erfreulich, da die meisten modernen Computer kein Optisches Laufwerk mehr besitzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man den USB-Stick nach der Treiberinstallation auch noch weiter nutzen kann. Dieser bietet zwar nur mickrige 16GB Speicher, jedoch ist er als Begleiter für den Schlüssel Anhänger mit seinem wertigen Metallgehäuse durchaus geeignet.

Spannungsversorgung und Kühlung
Nun kommen wir zu dem mitunter wichtigsten Thema, der Kühlkonstruktion und der Spannungsversorgung. Und ich kann dabei direkt Entwarnung geben. Nach dem Desaster der Spannungsversorgung des X570 Gaming Pro Carbon/ Gaming Edge erlaubt sich MSI nicht nochmal so einen Patzer. Von der Spannungsversorgung eines Mainboards in dieser Preisklasse erwartet man, dass sie jede passende CPU selbst im übertakteten Zustand Versorgen kann, ohne zu überhitzen und das stellt hier trotz der extrem Stromhungrigen CPUs aus Intels 10. Und 11. Generation überhaupt kein Problem dar. Im Gegenteil, dieses Mainboard könnte noch weitaus größere CPUs aufnehmen als die 8 respektive 10 Kerner, die Intel aktuell anbietet. Das Board bietet ganze 16 virtuelle Phasen für die CPU. Dabei handelt es sich um 75A Smart Power Stages. Das bedeutet ein immenses Upgrade zum ebenfalls soliden Vorgänger und stellt damit die meisten X570 und Z490 Platinen in den Schatten. Wer glaubt für so eine massive Spannungsversorgung hat MSI beim Kühlkörper gespart, dem muss ich widersprechen. Die Kühlkörper sind nicht nur ziemlich groß und schwer, sondern bieten auch verhältnismäßig viel Oberfläche. Es ist zwar Schade, dass Mainboard Hersteller inzwischen nur noch den absoluten High End Boards richtige Kühlfinnen spendieren, jedoch wird die Oberfläche dieses Kühlkörpers durch diverse Einschnitte und Riffellungen deutlich erhöht gegenüber einem einfachen Aluminium Block. Außerdem sind der Seitliche und obere Kühlblock durch eine Heat Pipe verbunden, was nochmal förderlich für die Wärmeabfuhr sein sollte. In Praxis wird der Vorteil dieser fast schon überdimensionierten Spannungsversorgung deutlich. Mit einem übertakteten Core i7 11700K auf 5 GHz bei einer Spannung von 1,38 Volt und nach einer halben Stunden Prime95 mit AVX512 erreichen die Spannungswandler gerade einmal lauwarme 65 Grad Celsius. Dabei zieht der 11700K dauerhaft über 250 Watt und in der Spitze bis 300 Watt aus der Steckdose und wird dabei über 100 Grad heiß mit einem Scythe Mugen 5 Luftkühler. Da für diese Plattform in der 10. Generation 10 und in der 11. Generation nur noch 8 Kerne angeboten werden, sehe ich beim Thema Spannungswandler Temperaturen überhaupt kein Problem bei diesem Mainboard.

Schnittstellen
Das MSI Z590 Gaming Carbon bietet ganze drei M.2 Schnittstellen für Pfeilschnelle NVMe SSDs. Was zuvor nur den High End Mainboards vorhalten war scheint nun Standard zu werden. Dabei stellt die Z590 Plattform ein Novum dar. Der oberste M.2 Anschluss ist nur mit Rocket Lake, also Intels 11. Generation nutzbar. Der oberste Slot wird direkt mit 4 PCIe Lanes der CPU verbunden, die der 10. Generation schlichtweg fehlen. Dabei kann auch nur dieser oberste Slot mit PCIe 4.0 betrieben werden, aufgrund der Anbindung des Chipsatzes ähnlich wie bei B550. Wer also beispielsweise zwei PCIe 4.0 SSDs im RAID0 mit voller Geschwindigkeit nutzen will, dem bleibt weiterhin nur AMD als Option. Wobei sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen Systems streiten lässt. Die versprochenen Geschwindigkeiten hält das System mit 11700K und der WD Black SN850 wie erwartet mit um die 7GB/s im Lesen. Das Mainboard bietet außerdem drei PCIe x16 und zwei PCIe x1 Anschlüsse wobei wieder nur der oberste x16 Slot über die CPU mit PCIe 4.0 und der Rest mit PCIe 3.0 angebunden ist. Die obersten beiden PCIe x16 Slots sind verstärkt, was in Zeiten von Grafikkarten, die deutlich mehr gram wiegen, als Stückzahlen verfügbar sind, sehr sinnvoll ist und die Wertigkeit dieses Mainboards nochmal unterstreicht.

Externe Anschlüsse
Das MSI Z590 Gaming Carbon WiFi bietet extern viermal USB 2.0, zwei mehr als beim Vorgänger im Austausch für den antiken PS/2 Anschluss, den wohl nur eine kleine Gruppe von Hardcore Zockern vermissen wird. Daneben befinden sich mit einem HDMI und einem DisplayPort Anschluss die Bildschirmanschlüsse für die integrierte Grafikeinheit. Dazu kommen noch zwei USB 3.2 Gen1, also 5GB/s USB Anschlüsse und drei USB 3.2 Gen 2, also 10GB/s USB Anschlüsse. Darunter befindet sich der neue USB Typ C 3.2 Gen 2x2 mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 20GB/s. Darüber der seit Z490 zum Standard gewordene 2.5 GB Lan Anschluss, daneben das WiFi 6e Modul und daneben ein volles Audio Panel inklusive Toslink. Ein weiteres vorteilhaftes Feature ist der Flash BIOS Button, mit dem man das BIOS ohne CPU updaten kann. Da für diese Plattform wahrscheinlich keine weiteren CPUs erscheinen, wird dieser Knopf jedoch nur bedingt von Nutzen sein. Aber hier lautet die Devise: besser zu viel als zu wenig.

Interne Anschlüsse
Auch intern hat das MSI Z590 Gaming Carbon WiFi einiges zu bieten. Als erstes fällt hier die überaus praktische Debug LED auf, deren Fehlercodes sich spezifischen Fehlern zuordnen lassen. Zum üblichen 24 Pin ATX Stecker gesellen sich zwei 8-Pin EPS Stecker. Dabei muss jedoch die Sinnhaftigkeit dieser zwei EPS Stecker angezweifelt werden. Ein einzelner 8-Pin Stecker kann bereits über 300 Watt liefern, was die getestete CPU selbst bei realitätsfernen Szenarien nicht im Stande ist zu leisten. Um noch Luft nach oben zu haben scheint ein weiterer 4-Pin durchaus sinnvoll, aber zwei 8-Pin Stecker sind für diese Plattform völlig überdimensioniert. Falls man also ein älteres Netzteil besitzt, was nur einen 8-Pin bietet oder nur einen weiteren 4-Pin, kann das Board damit völlig ohne Probleme betrieben werden. Beim Soundchip setzt MSI auf den neuen ALC 4080, dem Nachfolger des 1220 und damit auf einen der besten Soundchip, die auf Mainboards verbaut werden. Das Mainboard verfügt außerdem über sechs SATA 3 Anschlüsse, einen USB 3.0 Header, zwei USB 2.0 Header, einen USB C Header, sechs Lüfteranschlüsse, einen Pumpenanschluss, einen 4-Pin RGB Header und zwei 3-Pin ARGB Header. Eine Besonderheit ist der Corsair 3-Pin Header, mit dem sich Corsair Geräte direkt an das Mainboard anschließen lassen. Dieser ist aktuell leider nur auf MSI Boards vorhanden sind. Weiterhin gibt es noch einen Thunderbolt 4 Header, ein überaus sinnvoller Anschluss, mit dem sich Thunderbolt ohne großen Aufwand nachrüsten lässt. Unter den PCIe Slots befindet sich ein weiterer Anschluss, der in meinen Augen völlig unnötig verlötet wurde. Es handelt sich dabei um einen 6-Pin PCIe Auxiliary Stromanschluss. Dieser Anschluss soll das 24-Pin Kabel entlasten, wenn zu viel Strom aus den verschiedenen PCIe Slots gezogen wird. Derartig viel Strom ziehen üblicherweise nur Grafikkarten und um Sinnhaftigkeit dieses Anschlusses zu rechtfertigen braucht es dafür mindestens zwei solcher Stromfresser. Dieses Board unterstützt aber nicht einmal SLI und AMD hat den Support für Crossfire schon vor einiger Zeit offiziell eingestellt. Wenn man nicht gerade ein ausgesprochen ineffizientes Multi-GPU System mit Steinalten Grafikkarten bauen will erschließt sich mir die Existenz dieses Anschlusses beim besten Willen nicht.

Fazit
Insgesamt hat mich das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi in vollem Umfang überzeugt und meine Erwartungen sogar in einigen Punkten übertroffen. Das Board besticht mit einer, meiner Meinung nach, sehr ansehnlichen Optik und schicken RGB Beleuchtung, sowie einer sehr guten Verarbeitung. Das Zubehör fällt üppig und sinnvoll aus, wie beispielsweise das Ersetzen der Treiber CD durch einen praktischen USB-Stick. Die Spannungsversorgung und Kühlkonstruktion sind gut durchdacht und schon beinahe überdimensioniert. Das Mainboard bietet viele M.2, PCIe, Audio und USB Schnittstellen und beherrscht die neusten Standards wie WiFi 6e, 2.5GB LAN, Bluetooth 5.2, PCIe 4.0 und Thunderbolt 4. Die Anschlussvielfalt ist groß und sollte für die Mehrheit der Interessenten ausreichend sein. Das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi bietet ein rundes und vollständiges Paket und macht die Notwendigkeit für teurere Mainboards nur in seltenen Fällen erforderlich, wie 10GB Networking, Extreme Overclocking oder auch einfach nur Prestige. Mit der überragenden Leistung kommt allerdings der einzige größere Kritikpunkt für dieses Board einher, nämlich der Preis. Bei einem Preis von ca. 310 Euro bewegen wir eigentlich nicht mehr in der Mittelklasse für Mainboards und für viele Außerhalb ihres Budgets. Für eine Plattform, auf der die teuerste CPU um die 500 Euro kostet, sind über 300 Euro eine Menge Geld für ein Mainboard. Gegenüber dem Vorgänger ist der Preis um ungefähr 50 Euro gestiegen, dafür hat es aber auch einiges mehr zu bieten. Mit Features wie der Debug LED oder dem Corsair Header kann sich MSI damit trotzdem in der Preisklasse von der Konkurrenz abheben, denn Z590 Bretter sind allgemein deutlich teurer geworden als ihre Vorgänger. Das ist leider eine beunruhigende Entwicklung, wodurch der Markt den Fokus vom Einsteiger- und Mittelklassesegment verliert und die einst sehr beliebte 200 Euro Klasse langsam ausstirbt. Stattdessen werden die Mainboards mit Features überhäuft, unnötige Stromanschlüsse ans Board gelötet und mit einer kolossalen Spannungsversorgung ausgestattet, um den Preis zu rechtfertigen. Wer bereit ist den Aufpreis zu zahlen, bekommt dafür aber mitunter das Beste, was die Z590 Plattform zu bieten hat und kann mit diesem Board viele Jahre glücklich werden. Für jeden, der bereit ist das Geld ausgeben, kann ich das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi uneingeschränkt empfehlen.
    
  
4 5
     am 19.03.2021
Produkttester
Das MPG Z590 GAMING CARBON WiFi im Test  Testers Keepers

Im Rahmen der Produkttester-Aktion "Testers Keepers", durfte ich als einer von 5 Bewerbern dieses neue Mainboard von MSI testen. Dabei handelt es sich um das MSI MPG Z590 GAMING CARBON WIFI aus tau-frischer Produktion. Dieses ist mit dem neuen Intel-Chipsatz ausgestattet, speziell für Intels aktuelle 1200er Sockel-CPU`s aus der 10er Reihe, sowie für die demnächst auf dem Markt erscheinende 11er Reihe, dem Rocket Lake-S.
Als erstes geht aber erstmal ein riesengroßes Dankeschön an Mindfactory raus, die mir mit dieser tollen Aktion diesen Test überhaupt erst ermöglicht haben.


Verpackung
Das Paket wurde sehr schnell nach der Gewinn-Bekanntgabe und meiner Bestätigung von Mindfactory bei mir angeliefert. In dem, mit etwas Luftpolsterfolie ausgefüllten Pappkarton, befindet sich schon der eigentliche Mainboard-Karton. Dieser macht durch die farbenfrohe Darstellung und stabilen Ausführung schon was her und verheißt einen qualitativen Inhalt. Von allen Seiten werden verschiedene Features, Funktionen und besondere Merkmale der neuesten Ausgabe angepriesen und wecken so die Neugier bzw. die Lust auf mehr&


Inhalt
Zum Vorschein kommt als erstes ein kleines schwarzes Päckchen, indem sich die Wifi & Bluetooth Antenne befindet. Diese kann an dem I/O Panel angeschraubt werden. In einer Rahmenkartonage befindet sich dann schließlich das in antistatischer Folie eingehüllte Mainboard.
Wenn man diesen Karton samt Mainboard heraushebt findet man darunter das ganze mitgelieferte weitere Zubehör.
Dieses besteht aus:
- Einem Handbuch (gut für die Belegbarkeit der RAM-Steckplätze im Dual Channel Betrieb und M.2 Slots)
- Ein Label-Aufkleber-Satz um sämtliche Kabel im System eindeutig deklarieren zu können
- 2x SATA-Kabel (1x eine Seite um 90° angewinkelt, leider insgesamt nur zwei Stück)
- Aufkleber im MSI/Drachendesign, u.a. für die CMOS-Mainboard-Batterie
- 1x RGB | Y-Kabel (1 auf 2)
- 1x ARGB Verlängerungskabel
- 1x Corsair Kabel (iCUE RGB Synchronisierung)
- 1x rotes MSI Emblem für die Gehäuse Außenseite
- 2 kleine Schraubendreher (1x Kreuz, 1x Schlitz)
- 3x M.2 Schrauben
- 1x kleiner Borstenpinsel
- 1x USB-Stick (Treiber / Software)
- 0x Treiber | CD (und das ist gut so)
- Quick-Installations-Guide sowie diverse Werbeflyer


Inspektion | Mainboard
Einmal aus der Folie befreit, wirkt das Mainboard sofort sehr hochwertig und imposant. Allein durch das Gewicht ist man sofort davon überzeugt, hier etwas besonders Wertvolles in den Händen zu halten.
Optisch trifft uns hier sofort ein pompöses Erscheinungsbild. Große robuste Kühlelemente. Die Carbon -Optik mit den dunklen Farben ist vielleicht etwas speziell und nicht jedermanns Sache. Meiner Meinung nach aber eine sehr gelungene Mischung und Abstimmung.

Bei diesem Modell handelt es sich um ein Mainboard aus der MPG MSI Performance Gaming Serie. Das ist im Prinzip die Höchste Gamer | Klasse, darüber kommt nur noch der Enthusiasten Bereich, die MEG Reihe, die preislich in einer etwas anderen Liga spielt. Aber auch schon dieses Board ist für höhere Ansprüche bestens geeignet.
Wenn man die Verarbeitung genauer betrachtet, wird dieser erste Eindruck nur umso mehr bestätigt. Alles wurde sauber, qualitativ und wirklich hochwertig verarbeitet und verlötet. Optisch gibt es auf den ersten Blick rein gar nichts zu bemängeln.
Die massiven Aluminium Kühlelemente der VRM`s vermitteln das Vertrauen, jede Hitzewelle sicher und zuverlässig ableiten zu können. Dabei helfen die zwischenliegenden Wärmeleitpads, die die Phasen mit dem Kühlrippen verbinden und so für eine nahtlose Wärmeableitung sorgen. Die 17!!! (MOSFETs) Phasen haben 75A und bieten für das Übertakten enormes Potenzial. Um hierfür genügend Strom auf das Board zu bekommen, sind oberhalb des Mainboards sogar zwei 8 PIN-Stecker angelötet. Hiermit ist man also für eine stromhungrige Overclocker | Intel CPU bestens ausgerüstet.
Die beiden oberen 16x PCIe | Slots sind mit Stahl ummantelt (Steel Armor) und bieten hier eine enorme Verstärkung. Aufgrund der inzwischen recht großen und schweren Grafikkarten, ist das auch eine sinnvolle Maßnahme. Dank Z590 Chipsatz und mit Hilfe eines Prozessors der 11. Generation ist hier nun das schnelle PCIe Gen 4 möglich.
Leider wurde dieser Stahlmantel an den RAM-Slots wieder eingespart. Gut, hier lasten keine großen Gewichte die ein Verbiegen dieser verursachen könnten. Dennoch, auch wenn es eher nur einen optischen Zweck erfüllen sollte, wirkt ein Mainboard damit sofort etwas kräftiger und robuster. Dafür unterstützen die 4 DDR4 RAM Bänke, Speicherriegel mit bis zu 5333MHz. Was im Vergleich zum MPG Z490 (4800MHz) nochmal eine Steigerung ist. Die Gesamtkapazität beträgt hier 128GB. Diese können im Dual Channel oder per Quad Channel betrieben werden.

Es befindet sich unten ein separater PCIe 6 PIN-Stromanschluss direkt auf dem Mainboard. Eventuell um Grafikkarten zusätzlich zu unterstützen, besonders wenn z.B. 2 Grafikkarten via SLI verwendet werden sollen, ist hierdurch eine bessere Stabilität gegeben. Ob sich SLI heutzutage überhaupt noch lohnt, steht auf einem anderen Blatt Papier.
Auf dem Mainboard befindet sich außerdem ein Corsair | Header. Dieser kann zur Nutzung und Steuerung der RGB mittels iCUE verwendet werden.
Die RGB-Beleuchtung ist per manuellem Schalter direkt am Mainboard deaktivierbar, wenn man auf RGB verzichten möchte.


Debug | LED:
Ein sehr nützliches Feature. Hier kann man den Bootprozess anhand der eingeblendeten Codes verfolgen und beobachten. Insbesondere wenn es Probleme mit irgendeiner Hardwarekomponenten gibt, kann man anhand der hier angezeigten Codes den Fehler auslesen und so viel schneller und präziser reagieren. Außerdem spart man sich so auch den unnötigen Kauf von Hardware zur Fehlerfindung. Denn nicht immer hat man selbst oder der PC-Kumpel passende Austauschhardware zur Hand.


Anschlüsse:
Das Mainboard verfügt über wirklich sehr viele Anschlüsse. Diese will ich nicht alle detailliert hier aufzählen. Wer sich dafür interessiert, kann sich gerne über diesen Link genauer informieren, oder aber die Detailbeschreibung von Mindfactory zu diesem Mainboard ansehen.
Besonders schön, meiner Meinung nach, sind die reichlichen Lüfteranschlüsse. Auch an USB | und SATA | Anschlüssen hat MSI hier nicht gespart. Von 2.0 Typ-A bis 3.2 Typ-C ist alles dabei. Und natürlich, die drei M.2 Slots. Diese sind alle mit Abdeckungen bzw. Kühlkörper versehen die die SSD`s gleichzeitig kühlen, indem die entstandene Wärme über die darunter liegenden Wärmeleitpads aufgenommen und abgeleitet wird. Dieses Feature nennt MSI Shield Frozr und soll verhindern, dass die SSD`s aufgrund von Wärmeentwicklung langsamer werden und dadurch runtertakten.
Hier muss man jedoch darauf achten, dass man nur mit dem obersten M.2 Anschluss (der erste neben der CPU) in den Genuss der schnellen Lightning Gen 4 Datenübertragung kommt. Und das auch nur in Kombination mit einer neuen Rocket Lake CPU ab i5 und höher. Denn nur dieser eine Steckplatz ist direkt an die CPU angebunden. Darauf wird zwar mit einem Aufkleber auf diesem Kühlkörper hingewiesen, es ist aber nicht sofort offensichtlich und verständlich, dass dieser Steckplatz tatsächlich nur mit einer Rocket Lake CPU (ab i5) funktioniert und sonst eben überhaupt nicht zu gebrauchen ist.
Werden die anderen beiden M.2 Slots gleichzeitig belegt, fallen dem im Gegenzug je nach Belegungsart 2-3 SATA Ports zum Opfer. Daher ist es echt super, dass MSI hier immer noch 6 SATA Ports verbaut hat. Welche SATA | Ports durchgehend genutzt werden können, bzw. welche M.2-Kombination welche SATA-Ports abschaltet, steht im Handbuch sehr gut beschrieben.

Die Audiofunktion übernimmt ALC4080 Codec von Realtek, der im Vergleich zum Vorgänger verbessert wurde und 32 Bit / 384 kHz unterstützt. Ansonsten sind hier keine Besonderheiten zu erwähnen.


RGB Mystic Light:
Bei MSI ist bekannterweise Mystic Light on Board. Hiermit lässt sich die RGB | Beleuchtung des Mainboards sowie kompatibler angeschlossener LED | Lüfter oder LED | Stripes steuern und synchronisieren. Es gibt 30 voreingestellte Effekt | Programme. Mit der Software lassen sich diese verschiedenen Beleuchtungseffekte nach Belieben einstellen und verwalten.


I/O Panel:
Wie inzwischen üblich, ist die Blende bereits vormontiert und braucht nicht separat in die dafür vorgesehene Aussparung des Gehäuses eingefriemelt werden. Wie schon erwähnt, finde ich die hohe Anzahl an USB | Anschlüssen richtig klasse. Hervorzuheben sind hier noch das Wi-Fi 6E (6GHz) und der 2.5G LAN Kabel | Anschluss. Somit sind schnelle Übertragungen und hohe Datenraten möglich, sofern die Voraussetzungen gegeben sind. Außerdem verfügt das Board über einen HDMI sowie einen Displayport Anschluss. Diese kann man nutzen, wenn eine GPU taugliche CPU verwendet wird. Das ist ja meistens nur dann der Fall, wenn die eigentliche Haupt-GPU ausfallen sollte. Denn so ein Mainboard kauft man sich nur, wenn man auch Gaming betreiben will und dafür sind die integrierten GPU`s einfach zu schwach. Aber ich finde es gut, dass diese Anschlüsse dabei sind, für den Fall einer defekten GPU lässt sich Zeit zumindest überbrücken.
Sehr praktisch finde ich die USB-Flashfunktion auf dem I/O Panel. Einfacher und schneller kann man es nicht haben, wenn man das Bios updaten möchte. Einfach per USB | Stick das neueste BIOS aufspielen und fertig.
Die Audio | Anschlüsse sind ja eigentlich inzwischen seit Jahren eher unverändert geblieben. Hier finden sich dafür die typischen 5 Klinkerbuchsen sowie ein optischer Anschluss.


BIOS:
Die BIOS Oberfläche sieht sehr aufgeräumt und übersichtlich aus. Erst recht, wenn man bereits ein MSI Mainboard sein Eigen nennen durfte. Hier können verschiedene Parameter des Systems beliebig angepasst und modifiziert werden. RAM | Speicherfrequenzen per XPM Profil einstellen, den CPU | Takt erhöhen oder wenn man diesen undervolten möchte um etwas Energie zu sparen. Wie gewohnt, lässt sich hier im Prinzip alles bis ins kleinste Detail einstellen. Desweiteren finden sich hier auch Einstellungen zu den einzelnen FAN | Leistungskurven, bzw. bei welchen Temperaturen jeder einzelne Lüfter entsprechend stark aufdrehen soll.

Komponenten:
Intel i9 10850K
4x 8GB G.Skill Trident Z @3200 MHz
EVGA RTX 2080
Samsung SSD EVO 970 EVO Plus 500GB
Aerocool Quartz RGB
Alphacool Eisbaer Aurora 360
Be Quiet Straight Power 700W


Fazit
Das Mainboard macht, wie von der MPG Serie gewohnt, einen hervorragenden Eindruck. Nicht nur optisch und von der Verarbeitung her, sondern auch von der qualitativen Seite, den verwendeten Komponenten und der vielfältigen Konnektivität. Für alle die mehr als Standard-Gaming wollen, ist dieses Mainboard wirklich sehr gut geeignet. Es bietet sehr viel Power und viele Einstellmöglichkeiten zum Übertakten dazu hat es sehr viele Anschlüsse. Dafür verlangt MSI allerdings auch einen guten Preis. Im Vergleich zu vielen anderen Herstellern hat dieses Board sogar drei M.2 Anschlüsse, zumindest wenn man die neue Raketen CPU verwendet.
Daher bewerte ich dieses Mainboard mit 4 von 5 Sternen.


Positiv
top ausgestattetes Mainboard, hat alles was Gamer und Overclocker brauchen
hochwertige Komponenten
sehr gute Qualität
gute Kompatibilität
schicke RGB Beleuchtung

Negativ
stolzer Preis, besonders im Vergleich zum MPG Z490
mal wieder neuer Sockel obwohl sich zum Z390 nicht wirklich viel geändert hat (CPU-Entwicklung)
ein M.2 Slot nur mit Rocket Lake CPU möglich


Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Danke Mindfactory und MSI für dieses Erlebnis und die Erfahrungen die ich durch diese Testaktion machen durfte. Und danke natürlich für das super-coole Mainboard.

Schöne Grüße und bleibt gesund!
    
  
5 5
     am 17.03.2021
Produkttester
Vielen Dank für das Vorbeischauen bei meinem Test zum MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI | Testers Keepers.

Without further ado, lasst uns loslegen:

Einordnung in das Produktportfolio:

MSI bedient mit der MPG Serie das Gaming Portfolio, das sich auch im Produktnamen widerspiegelt. Nach eigener Aussage möchte MSI Premium-Komponenten und High-End-Funktionen in einem leistungsgerechten Preisumfeld anbieten. Ob MSI diesem Anspruch gerecht wird, klärt der Test.

Design und Verarbeitung:

Im Produktnamen zusätzlich enthalten ist die Bezeichnung "Carbon". Damit werden vonseiten MSI Mainboards in überwiegend mattschwarz gehaltenen Tönen betitelt. Der erste Blick auf das MPG Z590 Gaming Carbon WIFI offenbart genau das. Ein elegantes Design mit weißen Akzenten in Form des MSI Logos im Spannungswandler-Bereich sowie einer ebenfalls weißen Hervorhebung des Begriffs "CARBON" auf Höhe des Chipsatzes. Es kann an der Stelle allerdings bereits vorweggenommen werden, dass das Produkt mehr als nur "dezent" kann. Im Betrieb weiß die farbenfrohe RGB-Beleuchtung der beschriebenen Punkte zu gefallen, lässt sich mithilfe eines auf dem Mainboard integrierten Schalters allerdings leicht ausschalten. Daneben setzen die silbern schimmernden PCIe x16-Slots weitere optische Akzente.
Nach dem Auspacken fällt das stolze Gewicht des ATX-Mainboards auf. Einen lokalen Massenschwerpunkt bilden die groß anmutenden Kühlkörper rund um die CPU. Die Verarbeitung des gesamten Mainboards hinterlässt einen positiven Eindruck, was in dem angestrebten Zielmarkt jedoch vorauszusetzen ist.

Besondere Ausstattungsmerkmale:

Das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI eignet und bewirbt sich für die CPU-Übertaktung. Die digitale PWM-Architektur mit 18 (16+1+1) 75A starken Power Stages bietet die Grundlage für entsprechende Potenziale. Dazu gehört auch, dass die CPU mit bis zu zwei ATX12V Stromsteckern auf dem Mainboard versorgt werden kann. Die Platine ist zudem 6 lagig ausgeführt. Sofern eine Intel CPU der 11. Generation (Rocket-Lake) verbaut wird, kann erstmalig PCIe 4.0 genutzt werden. Die Anbindung ist im ersten M.2- sowie im obersten PCIe x16 Slot verfügbar. Zudem bietet das Mainboard CrossFire-Unterstützung auf allen drei PCIe x16 Slots.
DDR4 Speicher kann mit bis zu 5333 MHz angesprochen werden, mit zunehmender Modul- und Rankzahl pro Channel sinkt der Wert gemäß Spezifikation jedoch auf bis zu 4000(+) MHz.
Die Konnektivität entspricht dem Puls der Zeit. Der Verbraucher hat die Wahl zwischen schnellem 2,5 Gigabit LAN oder Wi-Fi 6E mit 6Ghz-Technik. Zudem ist mit dem Realtek® ALC4080 Codec ein neuwertiger Audio-Chip verbaut. Außerdem ist ein Intel Bluetooth-Modul installiert. Das I/O Panel bietet Anschlussvielfalt. Insbesondere der einmal vorhandene USB 3.2 Gen 2x2 Type C Anschluss setzt den derzeit schnellsten verfügbaren USB-Standard um.
Nicht zu verachten ist der für die Flash BIOS Option reservierte USB-Slot, der es dem Anwender unter Nutzung rudimentärer Stromversorgung ermöglicht, BIOS-Updates durchzuführen. Dafür wird keine installierte CPU benötigt, dies stellt in meinen Augen einen besonderen Komfort dar!

Montage und Inbetriebnahme:

Interessenten, die es bisher zerstörungsfrei vollbracht haben, Mainboards in PC-Gehäusen unterzubringen, werden mit dem MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI keine Schwierigkeiten haben. Es ist positiv herauszuheben, dass MSI beim Mainboard-Design die Montagefähigkeit des Modells stets mitgedacht hat. Beispielsweise wurden im Bereich der Befestigungslöcher ausreichende Aussparungen im Kühlkörper-Design vorgenommen, um das ATX-Board an der Gehäusewand mühelos befestigen zu können. Bei meinem Modell kam es an der einen oder anderen Stelle jedoch auch zu knarzenden Geräuschen, wovon sich der Anwender nicht verunsichern lassen sollte. Die CPU-Montage samt Kühlerinstallation orientiert sich am bekannten LGA-Standard und weist in der Umsetzung durch MSI keine Besonderheiten auf. In meinem Fall ließ sich die MSI CoreLiquid 240R Wasserkühlung problemfrei installieren. Erwartungsgemäß bereiten GPU- und RAM-Installation ebenfalls keine Schwierigkeiten. Nach der Montage folgt bekanntlich die Verkabelung des Mainboards. Da mein Netzteil nur einen ATX 12V Stromstecker für die CPU bereithält, habe ich entsprechend nur eine der zwei achtpoligen Buchsen besetzt. Ansonsten gibt es beim MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI keine Auffälligkeiten zu nennen.

Die erstmalige Betätigung des Startknopfes resultierte in einer Enttäuschung! Es war mir zunächst unter keinen Umständen möglich das BIOS zu betreten und/oder meine Tastatur und Maus im Windows-Betrieb zu nutzen. Der Blick ins Handbuch lässt mich mit einer möglichen Erklärung dafür zurück. Die vier obersten USB-Ports des I/O-Panels sind nach USB 2.0 Standard ausgeführt und entsprechen damit dem Standard meiner Eingabegeräte, dennoch gibt es bei diesem Motherboard etwas zu beachten: Eben diese USB-Ports werden von einem zusätzlichen Controller bereitgestellt, der sich GL850G nennt. Die restlichen USB-Ports werden wie erwartet vom Z590 Chipsatz versorgt und ermöglichten mir beim Umstöpseln den gewohnten Zugriff auf BIOS/Windows & Co. Daher möchte ich für die erste Inbetriebnahme dringend zum Anschluss an die Z590 versorgten USB-Ports raten. Nach Installation der von MSI bereitgestellten Treiber in Windows, sind die USB 2.0 Anschlüsse ohne Probleme verwendbar. Das BIOS nach Auslieferung trug den Versionshinweis: 7D06v11. Im weiteren Verlauf wurde auf den zum Testzeitpunkt neuesten BIOS-Stand 7D06v12 aktualisiert.

BIOS [dieser Abschnitt enthält im Forum zahlreiche Abbildungen mit noch mehr Infos, schaut bei Interesse gerne vorbei]:

MSI Click BIOS 5 ist mir schon von meinem aktuellen Mainboard bekannt. In meinen Augen trägt das BIOS unterschiedlichen Erfahrungsständen Rechnung und bietet einen einfach umschaltbaren Experten- sowie EZ-Modus.
Das Sprachmenü bietet neben der englischen auch die deutsche Sprache zur Auswahl.
Auch hier möchte ich auf die relevanten Merkmale in meiner Betrachtung beschränken und werde dem vom MSI gesetzten Ziel der Übertaktungsfreude mit dem MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI nachgehen. Der Click auf den Tab OC im Experten-Modus liefert zahlreiche Optionen der CPU-Übertaktung. Selbstverständlich kann die "CPU Ratio" bei "K"-Prozessoren angepasst werden, aber auch der BCLK kann neben Freischaltung des RAM-XMP Profils verändert werden. Abschließend sind viele Spannungsoptionen der CPU und RAM zu nennen, darunter bekannte Größen wie Core Voltage, IO, SA, DRAM Voltage, VTT u.v.m.

Der Aufruf der erweiterten CPU-Konfiguration liefert einen Hinweis auf die Default-Einstellungen von MSI bei nicht-K CPUs wie der im Test verwendeten. Es ist festzustellen, dass MSI von Haus einen geradezu fiktiven Wert in Höhe von 4096W für die PL1- sowie PL2-Stufen ausgibt. Daraus resultiert in der Praxis eine ständige Überschreitung der Intel Spezifikation, wodurch bei hohen CPU-Lasten die maximal zulässige Taktfrequenz dauerhaft gehalten werden kann. Die Leistung eines nicht übertaktbaren Prozessors wird damit auf die Spitze getrieben.
Ebenfalls sehr umfangreich fallen die Übertaktungsmöglichkeiten des Arbeitsspeichers aus. Jedes denkbare Timing kann im erweiterten Menü abweichend der Automatik modifiziert werden. Damit werden ausgelassene Optimierungen am RAM zum Spaß. Neben Standard-Parametern wie tCL, tRCD oder auch tRFC sind auch Sub Timings, Turn Around Timings oder Advanced Timings in der Auswahl und das ist noch nicht einmal alles.
Besondere Freude bereitet mir die Umsetzung der Lüfterkurvensteuerung, die für jeden Anschluss zahlreiche Optionen bietet. Die anzulegende Spannung oder das PWM-Signal kann pro Lüfter-/Pumpeneinheit in bis zu vier Stufen geregelt werden und dabei gegen die Temperatur von wahlweise CPU-Kern, System oder Mosfets geplottet werden. Damit gelingt eine einfache Anpassung im Drag-and-Drop Stil. Durch die direkte Umsetzung und Monitoring-Möglichkeit im BIOS kann die resultierende Geräuschkulisse umgehend erfasst werden.

Sind die richtigen Einstellungen im BIOS gefunden und/oder möchte man riskante Taktspielchen abfedern, sind die insgesamt 6 BIOS-Profile eine willkommene Absicherung. Ergänzend zum internen Speicher können die Abbilder der Einstellungen auch auf einem USB-Stick abgelegt werden. Ich persönlich weiß diese Option gerade bei RAM-Experimenten sehr zu schätzen.

Fazit nach ersten Tagen der Nutzung:

Zuerst sei angemerkt: Nach den Vorkommnissen mit den USB 2.0-Ports gab es keine weiteren Überraschungen. Das Mainboard macht einen soliden Eindruck und wird dem Anspruch eines verlässlichen Produkts, wie von MSI gewohnt, gerecht. Ich habe mich im Jahr 2014 ebenfalls für ein MSI-Mainboard mit Z97 Chipsatz entschieden und konnte mich bis zum Hardwarewechsel Ende 2020 von der Langlebigkeit überzeugen. Dabei gehörte besagtes Board (nur) dem oberen Einsteigersegment an. Von daher möchte ich erwarten, dass MSI auch Jahre später beim MPG Z590 Gaming Carbon WIFI entsprechend langlebige Komponenten verbaut hat.

Im Vergleich zum bisherigen Zuhause meines Intel Core i5-10400f, einem MSI MAG B460M Mortar, ist dieser Porsche an Mainboard gewiss eine ambitionierte Wahl. Der direkte Vergleich zwischen dem Vorjahresmodell offenbart einige Ausstattungsvorteile, angefangen beim RAM-OC, nativer PCIe 4.0 Unterstützung für GPU und M.2, hin zu reichlich vorhandener CPU-Spannungsversorgung. Ganz gewiss hat MSI das eingangs versprochene Ziel erreicht und mit diesem Mainboard eine Option für all jene Enthusiasten geschaffen, die bei jeder erdenklichen Paarung von Comet- respektive Rocket-Lake-Prozessor eine solide Basis ihr Eigen nennen wollen, das Taktmaximen bei CPU und RAM übersteht.

Der Preis von derzeit über 300 Euro zur Einführung der Rocket-Lake Architektur ist sicher enthusiastisch zu interpretieren. Dafür erhält der Interessent ein Funktionspaket, das jegliche Technologie-Unterstützung des Z590 Chipsatzes zumindest in einfach vorhandener Form ausreizt. Nicht nur bei Betrachtung des MSI-Produktportfolios muss im darunter liegenden Segment mit Abstrichen gerechnet werden.

Basierend auf meinem Test des MSI MPG Z590 Gaming Carbon WIFI möchte ich das Mainboard daher allen leistungshungrigen Hardware-Fans empfehlen, die die Übertaktung eines neuen Intel Prozessors der 11. Generation, gepaart mit leistungsstarkem RAM, in Betracht ziehen.
    
  
5 5
     am 17.03.2021
Produkttester
Das MPG Z590 Gaming Carbon WIFI im Test | Testers Keepers

Design

Als erstes fällt die mattschwarze Farbe der Platine auf. Die groß dimensionierten Kühlkörper der Spannungswandler haben ein interessantes und markantes Design. Die zusätzlichen Kühler für die M.2-Steckplätze, den Chipsatz und die Abdeckung der externen Anschlüsse sind in schicker Carbonoptik gefertigt. In die Carbonoptik ist auch die RGB- Beleuchtung integriert. An den oberen beiden der 3 vorhandenen PCI-E x16 Steckplätze ist die Metallverstärkung gut zu erkennen.
Das ergibt für mich ein rundes, und durchaus beeindruckendes Gesamtbild.

Verarbeitung

An der Verarbeitung kann ich, wie ich es bei einem so hochwertigem Gaming Motherboard natürlich auch erwarten darf, nichts aussetzen. Eher positiv fällt mir die "Steel Armor" genannte Metallverstärkung der PCI-E Steckplätze auf. Das macht bei bei dem Gewicht der heutigen Grafikkarten durchaus Sinn da der Steckplatz einen großen Teil der Last halten, und auch aushalten muss.

Montage

Die Montage des Motherboards gestaltet sich sehr angenehm und einfach. Das liegt zum einen an der vormontierten I/O-Blende, und zum anderen an dem vorbildlichen User Guide.
Genug Anschlüsse für Gehäuselüfter sind auch vorhanden. Außer einem Anschluss für den CPU-Lüfter gibt es noch einen für eine eventuell vorhandene Wasserkühlung und 6 weitere für Gehäuselüfter. Sie sind sinnvoll auf dem Motherboard verteilt und sogar nach Einbau der Grafikkarte noch recht gut erreichbar.
Außer dem ATX-Poweranschluss sind mittlerweile zwei 8-Pin CPU-Poweranschlüsse verbaut und ein zusätzlicher PCI-E Poweranschluss. Man sollte in diesem Zusammenhang beachten das das Netzteil auch die passenden Anschlüsse besitzt.
Der obere M.2 Steckplatz ist nur bei Verwendung einer Intel CPU der 11. Generation verfügbar. Da nur diese die PCI-E 4 Fähigkeit besitzt und durch die direkte Anbindung des M.2 Steckplatzes zur Verfügung stellt.
Je nach Belegung der unteren beiden M.2 Steckplätze, fallen SATA Steckplätze weg! Das geschieht wegen der Geteilten Ressourcen der Anschlüsse.
Kurz gesagt, die Plätze SATA 1, SATA 3 und SATA 4 sind immer verfügbar.
Die Plätze SATA 2, SATA 5 und SATA 6 je nach M.2 Belegung im besten Fall auch, nur teilweise oder gar nicht verfügbar.
Beim Einbau der Grafikkarte ist mir der große XL Clip aufgefallen was Vorteile bei einem späteren Ausbau bietet. Das ist nur eine Kleinigkeit, aber gerade solche Kleinigkeiten lassen mich die Qualität erkennen. Und machen mir das Leben einfacher. Jeder der sich beim Ausbau der Grafikkarte, bei dem Versuch die Entriegelung zu betätigen, schon einmal die Finger "verbogen" hat, weiß wovon ich rede.
Die Onboard LEDs für CPU, DRAM, VGA und BOOT (-Device) erleichtern mir die Suche bei einem eventuell auftauchenden Fehler. Sie zeigen mir die Komponente mit dem Fehler an.
Auch die Debug Code LED ist in diesem Fall sehr hilfreich da sie den aktuellen fortschritt des Bootvorgangs anzeigt oder im Falle eines Fehlers einen Fehlercode anzeigt. Der Fehlercode kann mit der sehr umfangreichen Debug Code LED Tabelle im User Guide entschlüsselt werden.
Nach erfolgreich vollendetem Bootvorgang zeigt die Debug Code LED die aktuelle CPU Temperatur an. Das lässt bei mir keine Wünsche offen.
Externe Anschlüsse besitzt das Board 4x USB 2.0 Typ-A, einen Displayport, ein HDMI Port,
2x USB 3.2 Gen 1 (5Gbps) Typ-A in blau, 3x USB 3.2 Gen 2 (10Gbps) Typ-A in rot und
1x USB 3.2 Gen 2x2 (20Gbps) Typ-C. 1x 2.5Gbps LAN,die 2 Anschlüsse des WIFI 6E / Bluetooth und nicht zu vergessen die Audio Ports mit einem Optical S/PDIF-Out.
Nach dem ersten Start wurde meine verbaute CPU korrekt erkannt. Beim RAM musste ich nur das XMP Profil aktivieren damit die korrekte Geschwindigkeit 3600MHz genutzt wird.
Die Installation von Windows 10 ging sehr flott und mit der Treibersoftware von dem mitgelieferten Treiber USB Stick wurde auch das 2,5G LAN und das WIFI 6E / Bluetooth erkannt. Nach Installation des MSI Centers habe ich die Lüftersteuerung meinen Wünschen angepasst. Im MSI Center kann ich auch alle weiteren Einstellungen für das Motherboard vornehmen.

Leistung

Sobald man das Bios öffnet wird der EZ Mode angezeigt, hier kann man einfach und ohne tiefer gehendes Wissen die grundlegendsten Einstellungen tätigen. Wer Overclocking betreiben möchte und das Motherboard bis ans Limit ausreizen möchte, wechselt in den Advanced Mode. Dort kann man erkennen das das Bord genau hierfür gedacht ist, da die Einstellungsmöglichkeiten extrem umfangreich sind. Ich empfehle hier nur etwas zu ändern wenn man weiß was man tut!
Die Kommunikation zwischen CPU und PCH (Chipsatz) erfolgt beim MPG Z590 Gaming Carbon WIFI mit Z590 Chipsatz flotter als beim Vorgänger MPG Z490 Gaming Carbon WIFI.
Der Z590 Chipsatz unterstützt nämlich nun DMI Gen3 x8. Das ist die doppelte Bandbreite als sein Vorgänger Z490 der nur DMI Gen3 x4 unterstützte.
Die ersten beiden Grafiksteckplätze unterstützen PCIE4 auch nur mit Intel CPUs der 11. Generation wegen der direkten Anbindung an die CPU. Mit CPUs der 10. Generation unterstützen sie nur
PCI-E 3.
Auf diesem Motherboard kommt nun ein neuer ALC 4080 Audio Processor zum Einsatz, der intern über USB angebunden ist. Nicht wie beim Vorgänger ein ALC1220.
Da die Leistung sehr abhängig von den weiteren verbauten Komponenten wie z.B. CPU, RAM, Grafikkarte ist, kann mein System hier nur als Beispiel dienen.

Mein aktuelles System:
Jetziges Upgrade:
MPG Z590 Gaming Carbon WIFI
Intel Core i5 10400F
Crucial Ballistix 16 GB KIT DDR4 3600 CL16
Weiter verwendet:
AORUS GTX 1060 Xtreme Edition 6G
OCZ Trion 150 240GB
Toshiba DT01ACA300 3TB
Seagate ST1000VM002-1CT162 1TB

Die Leistung meines aktuellen Systems hab ich mit einem Benchmark getestet.
Wie ich erkennen kann liegen meine erreichten Benchmarkwerte alle über den Standardwerten die für diese Komponenten angegeben sind. Ich vermute das dieses Leistungsplus auf die gute Performance des Motherboards zurück zu führen ist.

Preis-/Leistungsvergleich

Den Preis finde ich recht hoch wenn ich bedenke das es sich noch nicht um die Oberklasse Serie von MSI handelt.


Haltbarkeit

Zur Haltbarkeit kann ich natürlich noch nicht viel sagen. Ich erwarte aber eine gute Haltbarkeit durch die solide mechanisch verstärkte Bauweise. Außerdem habe ich nicht vor das System zu übertakten da ich als CPU einen i5 10400F verwende der nicht übertaktet werden kann. Somit werden auch die elektronischen Bauteile nicht bis ans Limit ausgereizt.

Fazit

Mein MPG Z590 Gaming Carbon WIFI Test zeigt, es ist gut ausgestattet, es sieht gut aus und die RGB Beleuchtung macht einiges her. Das BIOS hat mich mit seiner Vielfalt an Einstellmöglichkeiten sehr positiv überrascht! Es lässt sich alles einstellen was ich möchte. Was will ich mehr? Die Leistung in Verbindung mit meinen Komponenten finde ich sehr gut. In Verbindung mit einer größeren CPU und Grafikkarte sehe ich hier noch sehr viel Luft nach oben.
Ich halte das MPG Z590 Gaming Carbon WIFI für sehr gelungen und noch besser als den Vorgänger.

Pro:
Umfangreiche und gute Ausstattung des Boards,
Der RAM lässt sich auch ohne CPU mit "K"-Suffix übertakten womit ich meinen 3600er RAM anstandslos mit voller Geschwindigkeit zusammen mit meinem i5 10400F betreiben kann,
Das WIFI 6E / Bluetooth war eine echte positive Überraschung und taugt durch die niedrigen Latenzen sogar fürs Gaming.
Der gute ALC 4080 Audio Processor liefert hohe Soundqualität.

Contra:
Den einzigen Kritikpunkt den ich bis jetzt gefunden habe, ist der stattliche Preis.
Allerdings bekommt man eine Menge für sein Geld. Wenn ich mir andere Boards der gleichen Klasse von anderen
Herstellern ansehe, stelle ich fest das sie teilweise nicht so gut ausgestattet sind und dann sogar noch etwas mehr kosten.
    
  
5 5
     am 15.03.2021
Produkttester
Zusammenfassung:

Mich hat das MSI MPG Z590 GAMING CARBON WIFI Mainboard im Test definitiv überzeugt. Das Design ist modern, neutral und ansehnlich und auch durchdacht. MSI hat hier viel Wert auf die Kühlung temperatur-limitierter Komponenten gelegt, wodurch man das Mainboard auch zum Übertakten in einem leisen Gehäuse ohne großen Airflow problemlos einsetzen kann. Es ist auch toll, dass man die Treiber auf einem USB Stick mitgeliefert bekommt, so erspart man sich das CD-Laufwerk. Die Stromversorgung der CPU ist solide und durch den zweiten 8-Pin CPU-PWR slot hat hier wohl auch der extremste Übertakter noch Luft nach oben. Die Konnektivität überzeugt mich vor allem am I/O, wobei ich der Meinung bin, dass eine gewisse Anzahl an USB Slots Standard sein sollte, zumal allein der Chipsatz hier ausreichend Raum bietet. Intern fehlen mir mehr USB 2 Anschlüsse. Das Mainboard ist eine gute Wahl für jeden, der beim Mainboard nicht sparen muss, bzw. die Vorzüge eines Mainboards der oberen Mittelklasse zu schätzen und nutzen weiß.

Zustellung und Lieferumfang:

Die Zustellung des Mainboards ging wie immer schnell Innerhalb von zwei Werktagen. Das Mainboard wurde mit der Originalverpackung noch einmal in einem größeren Karton verschickt, welcher mit Luftpolsterfolie ausgefüllt wurde. Zum Mainboard war wie immer eine Vielzahl von Gutscheinen beigelegt. Alles war intakt und unbeschädigt. Das Mainboard selbst ist verpackt wie typische Mittelklasse Mainboards. Der Karton entspricht der Größe des Mainboards und in einem kleineren Karton liegt die WLAN Antenne bei. Unter dem Mainboard findet sich das restliche Zubehör. Dazu zählen: Stand-off Schrauben, zwei Schraubenzieher, ein USB Stick mit Treibern, 2 SATA Kabel, ein 1-zu-2 4-Pin RGB Splitter, ein CORSAIR RGB Extension Kabel, ein Rainbow RGB Extension Kabel, diverse Aufkleber von MSI, das Nutzerhandbuch und ein Schnellinstallationsguide, die Produktregistrierungskarte und ein Produktkatalog. Hier kurz am Rande: das Nutzerhandbuch kann man sich ruhig auch als erfahrener PC-Bauer mal zur Hand nehmen, so erfährt man mehr über sein Mainboard als man denken würde.

Verarbeitung, Anschlüsse und Design:

Die Verarbeitung vom MSI MPG Z590 GAMING CARBON WIFI ist in meinen Augen tadellos. Ich konnte beim Umgang mit dem Board keine offensichtlichen Mängel oder ähnliches feststellen. Die Schrauben und auch die Stromanschlüsse sind leicht erreichbar. Die Montage war wirklich sehr leicht, vor allem die vorinstallierte I/O Blende ist super. Das Mainboard macht von Anfang einen hochwertigen Eindruck, und in dem Preisbereich, bietet es auch alles, was der Enthusiast Gamer so braucht.
Die CPU wird über 16 Power Stages von zwei 8-Pin 12V Anschlüssen mit Strom versorgt, wovon nur einer notwendig ist, der zweite dient wie gewohnt eher zum Extreme Overclocking. Allerdings könnte die zusätzliche Stromversorgung schon fürs Übertakten von Spitzenmodellen notwendig werden, zum Beispiel hat GamersNexus beim Übertakten auf 5.2 GHz bereits eine Leistungsaufnahme von 316 Watt erreicht. Vielleicht geht MSI hier auf Nummer sicher um auch die Prozessoren der 11. Generation mit genug Strom zu versorgen.

Das Mainboard wird außerdem über einen 24-Pin Anschluss mit Strom versorgt. Intern bietet das Mainboard Schnittstellen für drei M.2 SSDs, sechs SATA 6 Gb/s Verbindungen, einen USB 3.2 Gen 1 und einen Gen 2 Slot, zwei USB 2.0 Typ A, und neben einem CPU-Lüfteranschluss und Pumpen-Anschluss auch noch sechs Gehäuselüfter Anschlüsse. Bei einem Mainboard mit Augenmerk auf das Aussehen und für das Geld, würde ich mir ein oder zwei interne USB 2.0 Header wünschen. Die wird nicht jeder brauchen, aber einer geht auf jeden fall für das Frontpanel drauf, einer vielleicht für eine Lüftersteuerung, und dann braucht man häufig noch mehr für LED Controller oder ähnliches. Zumindest war das bei mir in Vergangenheit immer mal ein Problem.
Die Anschlüsse fürs Gehäuse sind leider wie bei den meisten Mainboards lose. Bei manchen Herstellern gibt es einen Adapter zum Mainboard, damit man die kleinen Stecker für Audio, Power und Reset nicht im Gehäuse an das Mainboard basteln muss, was das ganze wesentlich erleichtert. Ein solcher Adapter ist hier leider nicht dabei.

Das I/O ist hier im Vergleich zu den meisten anderen Mainboards sehr reichhaltig. So findet man neben vier USB 2.0 Slots auch zwei USB 3.2 Gen 1 und drei USB 3.2 Gen 2 Slots. Wem das nicht reicht, der hat auch noch einen USB 3.2 Gen 2 Typ C Slot. Es gibt einen 2.5G LAN-Anschluss und Anschlüsse für WLAN und Bluetooth Antennen. Das Audiointerface bietet neben 5 Multi-Kanalanschlüssen auch einen optischen Ausgang. Eine SP/2 Schnittstelle findet man hier nicht mehr. Die Kühlkörper auf den MOSFETs sind aus Metall und bieten viel Oberfläche für die Wärmeabgabe. Besonders gut gefällt mir hier, dass die Blende mit dem MSI Logo nicht den Luftstrom über dem Kühlkörper verhindert, so wie das bei manch anderen Boards der Fall ist. Das kommt vor allem in Gehäusen mit geringen Airflow (zb. Mein Bequiet Silent Base 801) zugute. Auch der Kühlkörper des einzelnen M.2 Slots und die der restlichen M.2 Slots und den Chipsatz sind aus Metall. Auf die Kühlleistung gehe ich später noch einmal ein.

Funktionalität, Betrieb und Leistung:

Das Mainboard sieht im Betriebt sehr cool aus. Bei der LED Beleuchtung fallen vor allem der Große Drache auf der Blende der Kühlkörper über den Spannungswandlern und der farbige Schriftzug auf dem Chipsatzkühler auf. Generell ist das Design aber schlicht gehalten und lässt sich sicher in jedes Showcase gut integrieren. Besonders praktisch ist hier die Konnektivität für RGB. So kooperiert MSI hier mit Corsair und bietet dafür einen Extension Slot. Dieser kann entweder direkt an Corsair LEDs oder an den Commander Pro angeschlossen werden.
In Sachen Konnektivität sollte man vor allem auf eines achten: der M.2 1 Slot, also der oberste Slot, funktioniert nur mit CPUs der 11. Generation ab den I5-Prozessoren. Sobald man einen 11. Gen Prozessor einbaut, so funktioniert der oberste M.2 Slot mit PCI Gen 4. Mit einem Prozessor der 10. Generation funktioniert der Slot gar nicht.
Getestet habe ich das Mainboard in einem Bequiet Silent Base 801, mit einem I7-10700K Prozessor mit Corsair H150i Pro Wasserkühlung. Mein aktuelles Mainboard hatte beim Übertakten bisher Probleme mit der Temperatur der Spannungswandler, da das Gehäuse einen recht schlechten Airflow hat und das MSI Z370 Gaming M5 keine ausreichende Kühllösung besitzt. Das gleiche galt für die M.2 SSDs, die vom Shield Frozr eher in der Wärmeabgabe behindert wurden. Das hat sich bei dem MSI Z590 Carbon Wifi geändert. Zunächst aber zum Übertakten der CPU: die CPU läuft stabil auf 5.0 GHz mit 1.35 V. Die Mosfets waren bei 100 % Leistung der Gehäuselüfter nie heißer als 70 °C, bei der geringsten Lüfterstufe nicht heißer als 91 °C, aber auch das war nur eine Temperaturspitze. Als viel spannender empfand ich allerdings die Kühlung der M.2 SSDs mit dem Shield Frozr. Im alten Setup (I5 8600K, MSI Gaming M5) erreichte die SSD im Load immer die 90°C Grenze, der alte Shield Frozr hat es sogar verschlimmert. Im neuen Design hat die M.2 Abdeckung mehr Masse und eingravierte Finnen. Die SSD mit dem Kühlkörper 11 °C kühler als ohne den Kühler. Ich war zunächst skeptisch, da die SSD zwangsweise unter die Grafikkarte musste, weil der obere Slot ja, wie bereits beschrieben, nur mit CPUs der 11. Generation läuft. Trotzdem gab es hier eine deutliche Temperaturverminderung.
    
  
5 5
     am 13.03.2021
Produkttester
MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi Test | Testers Keepers

Die MSI Gaming (Pro) Carbon Serie bedient bei MSI Maiboards die gehobene Mittelklasse und richtet sich dementsprechend an anspruchsvolle Spieler, die ihr Geld nicht beim Mainboard sparen möchten. Der neuste Vertreter basiert auf Intels aktueller 500er Serie mit dem Namen MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi. Im Vergleich zum Z490 Vorgänger hat sich sowohl optisch als auch technisch einiges geändert. Grundlage bleibt allerdings der Sockel 1200, der für Intels 10. Und 11. Desktop Generation ausgelegt ist. Beim RAM hat sich auch nicht viel geändert. Es bleibt bei maximal 128GB auf vier Rambänken mit Dual Channel. Die maximal freigegebene Geschwindigkeit ist auf 5500 MHz erhöht worden, allerdings waren die 4800 MHz des Vorgängers bereits weit jenseits üblicher Geschwindigkeiten für Spieler. Der neue Z590 Chipsatz bietet einige Verbesserungen gegenüber Z490 worunter unteranderem Wifi 6e, USB 3.2 Gen 2x2 und Thunderbolt 4 zählen. Der größte Unterschied ist jedoch die Verdopplung der Datengeschwindigkeit zwischen PCH und CPU, die durch eine Verdopplung der Leitungen von DMI 3.0 x4 auf x8 ermöglicht wird.

Optik
Frisch aus der Verpackung macht das Board einiges her. Sofort fallen die massiven Kühlkörper auf den Spannungswandeln und der PCH auf. Das Design sieht nun geradliniger und weniger verspielt aus als noch beim Vorgänger. Das Design setzt vornehmlich auf Grautöne und klare Kanten. Der Carbon Optik bleibt MSI weiterhin treu und setzt entsprechende Elemente an einigen Stellen ein. Auf der PCH Abdeckung sind der Carbon Schriftzug und der MSI Drache auf der oberen Abdeckung mit einer RGB Beleuchtung ausgestattet. Diese ist definitiv ausreichend hell, um nicht unter den RGB Elementen anderer Komponenten unter zu gehen. Auch wenn dies in dieser Preisklasse schon seit einiger Zeit Standard ist, rundet die vorinstallierte I/O Blende das Bild der Board nach außen hin ab. Besitzer dieses Bretts müssen sich vor der Optik wahrlich nicht verstecken, sowohl mit den schicken Design Elementen als auch mit der RGB Beleuchtung macht das Z590 Gaming Carbon WiFi einiges her.

Zubehör
Das Zubehör dieses Mainboards fällt meiner Meinung nach überdurchschnittlich gut aus. Neben den üblichen Stickern und des Papierkrams inklusive Handbuch werden einige Kabel beigelegt. So finden wir zwei SATA Kabel vor, ein 3-Pin ARGB Kabel, ein 4-Pin Y-Kabel und ein 3-Pin Lüfter Kabel. Dazu kommt noch die WiFi Antenne, die dem Namen entsprechend logischerweise dazu gehört. Dann finden wir noch die Schrauben für die M.2 Steckplätze, eine weitere Selbstverständlichkeit. Zusätzlich gibt es aber noch ein paar tatsächlich sinnvolle Goodies. Dazu zählen zwei kleine Schraubenzieher im praktischem Schlüsselanhänger Format und eine Bürste mit zwei unterschiedlich harten Seiten, mit der man enge und empfindliche Stellen eines PCs sicher reinigen kann. Als letztes haben wir noch einen USB-Stick, auf dem sich alle Treiber und BIOS-Versionen für das Mainboard befinden. Der Schritt weg von der beigelegten Treiber CD war längst überfällig und ist überaus erfreulich, da die meisten modernen Computer kein Optisches Laufwerk mehr besitzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man den USB-Stick nach der Treiberinstallation auch noch weiter nutzen kann. Dieser bietet zwar nur mickrige 16GB Speicher, jedoch ist er als Begleiter für den Schlüssel Anhänger mit seinem wertigen Metallgehäuse durchaus geeignet.

Spannungsversorgung und Kühlung
Nun kommen wir zu dem mitunter wichtigsten Thema, der Kühlkonstruktion und der Spannungsversorgung. Und ich kann dabei direkt Entwarnung geben. Nach dem Desaster der Spannungsversorgung des X570 Gaming Pro Carbon/ Gaming Edge erlaubt sich MSI nicht nochmal so einen Patzer. Von der Spannungsversorgung eines Mainboards in dieser Preisklasse erwartet man, dass sie jede passende CPU selbst im übertakteten Zustand Versorgen kann, ohne zu überhitzen und das stellt hier trotz der extrem Stromhungrigen CPUs aus Intels 10. Und 11. Generation überhaupt kein Problem dar. Im Gegenteil, dieses Mainboard könnte noch weitaus größere CPUs aufnehmen als die 8 respektive 10 Kerner, die Intel aktuell anbietet. Das Board bietet ganze 16 virtuelle Phasen für die CPU. Dabei handelt es sich um 75A Smart Power Stages. Das bedeutet ein immenses Upgrade zum ebenfalls soliden Vorgänger und stellt damit die meisten X570 und Z490 Platinen in den Schatten. Wer glaubt für so eine massive Spannungsversorgung hat MSI beim Kühlkörper gespart, dem muss ich widersprechen. Die Kühlkörper sind nicht nur ziemlich groß und schwer, sondern bieten auch verhältnismäßig viel Oberfläche. Es ist zwar Schade, dass Mainboard Hersteller inzwischen nur noch den absoluten High End Boards richtige Kühlfinnen spendieren, jedoch wird die Oberfläche dieses Kühlkörpers durch diverse Einschnitte und Riffellungen deutlich erhöht gegenüber einem einfachen Aluminium Block. Außerdem sind der Seitliche und obere Kühlblock durch eine Heat Pipe verbunden, was nochmal förderlich für die Wärmeabfuhr sein sollte. In Praxis wird der Vorteil dieser fast schon überdimensionierten Spannungsversorgung deutlich. Mit einem übertakteten Core i7 11700K auf 5 GHz bei einer Spannung von 1,38 Volt und nach einer halben Stunden Prime95 mit AVX512 erreichen die Spannungswandler gerade einmal lauwarme 65 Grad Celsius. Dabei zieht der 11700K dauerhaft über 250 Watt und in der Spitze bis 300 Watt aus der Steckdose und wird dabei über 100 Grad heiß mit einem Scythe Mugen 5 Luftkühler. Da für diese Plattform in der 10. Generation 10 und in der 11. Generation nur noch 8 Kerne angeboten werden, sehe ich beim Thema Spannungswandler Temperaturen überhaupt kein Problem bei diesem Mainboard.

Schnittstellen
Das MSI Z590 Gaming Carbon bietet ganze drei M.2 Schnittstellen für Pfeilschnelle NVMe SSDs. Was zuvor nur den High End Mainboards vorhalten war scheint nun Standard zu werden. Dabei stellt die Z590 Plattform ein Novum dar. Der oberste M.2 Anschluss ist nur mit Rocket Lake, also Intels 11. Generation nutzbar. Der oberste Slot wird direkt mit 4 PCIe Lanes der CPU verbunden, die der 10. Generation schlichtweg fehlen. Dabei kann auch nur dieser oberste Slot mit PCIe 4.0 betrieben werden, aufgrund der Anbindung des Chipsatzes ähnlich wie bei B550. Wer also beispielsweise zwei PCIe 4.0 SSDs im RAID0 mit voller Geschwindigkeit nutzen will, dem bleibt weiterhin nur AMD als Option. Wobei sich über die Sinnhaftigkeit eines solchen Systems streiten lässt. Die versprochenen Geschwindigkeiten hält das System mit 11700K und der WD Black SN850 wie erwartet mit um die 7GB/s im Lesen. Das Mainboard bietet außerdem drei PCIe x16 und zwei PCIe x1 Anschlüsse wobei wieder nur der oberste x16 Slot über die CPU mit PCIe 4.0 und der Rest mit PCIe 3.0 angebunden ist. Die obersten beiden PCIe x16 Slots sind verstärkt, was in Zeiten von Grafikkarten, die deutlich mehr gram wiegen, als Stückzahlen verfügbar sind, sehr sinnvoll ist und die Wertigkeit dieses Mainboards nochmal unterstreicht.

Externe Anschlüsse
Das MSI Z590 Gaming Carbon WiFi bietet extern viermal USB 2.0, zwei mehr als beim Vorgänger im Austausch für den antiken PS/2 Anschluss, den wohl nur eine kleine Gruppe von Hardcore Zockern vermissen wird. Daneben befinden sich mit einem HDMI und einem DisplayPort Anschluss die Bildschirmanschlüsse für die integrierte Grafikeinheit. Dazu kommen noch zwei USB 3.2 Gen1, also 5GB/s USB Anschlüsse und drei USB 3.2 Gen 2, also 10GB/s USB Anschlüsse. Darunter befindet sich der neue USB Typ C 3.2 Gen 2x2 mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 20GB/s. Darüber der seit Z490 zum Standard gewordene 2.5 GB Lan Anschluss, daneben das WiFi 6e Modul und daneben ein volles Audio Panel inklusive Toslink. Ein weiteres vorteilhaftes Feature ist der Flash BIOS Button, mit dem man das BIOS ohne CPU updaten kann. Da für diese Plattform wahrscheinlich keine weiteren CPUs erscheinen, wird dieser Knopf jedoch nur bedingt von Nutzen sein. Aber hier lautet die Devise: besser zu viel als zu wenig.

Interne Anschlüsse
Auch intern hat das MSI Z590 Gaming Carbon WiFi einiges zu bieten. Als erstes fällt hier die überaus praktische Debug LED auf, deren Fehlercodes sich spezifischen Fehlern zuordnen lassen. Zum üblichen 24 Pin ATX Stecker gesellen sich zwei 8-Pin EPS Stecker. Dabei muss jedoch die Sinnhaftigkeit dieser zwei EPS Stecker angezweifelt werden. Ein einzelner 8-Pin Stecker kann bereits über 300 Watt liefern, was die getestete CPU selbst bei realitätsfernen Szenarien nicht im Stande ist zu leisten. Um noch Luft nach oben zu haben scheint ein weiterer 4-Pin durchaus sinnvoll, aber zwei 8-Pin Stecker sind für diese Plattform völlig überdimensioniert. Falls man also ein älteres Netzteil besitzt, was nur einen 8-Pin bietet oder nur einen weiteren 4-Pin, kann das Board damit völlig ohne Probleme betrieben werden. Beim Soundchip setzt MSI auf den neuen ALC 4080, dem Nachfolger des 1220 und damit auf einen der besten Soundchip, die auf Mainboards verbaut werden. Das Mainboard verfügt außerdem über sechs SATA 3 Anschlüsse, einen USB 3.0 Header, zwei USB 2.0 Header, einen USB C Header, sechs Lüfteranschlüsse, einen Pumpenanschluss, einen 4-Pin RGB Header und zwei 3-Pin ARGB Header. Eine Besonderheit ist der Corsair 3-Pin Header, mit dem sich Corsair Geräte direkt an das Mainboard anschließen lassen. Dieser ist aktuell leider nur auf MSI Boards vorhanden sind. Weiterhin gibt es noch einen Thunderbolt 4 Header, ein überaus sinnvoller Anschluss, mit dem sich Thunderbolt ohne großen Aufwand nachrüsten lässt. Unter den PCIe Slots befindet sich ein weiterer Anschluss, der in meinen Augen völlig unnötig verlötet wurde. Es handelt sich dabei um einen 6-Pin PCIe Auxiliary Stromanschluss. Dieser Anschluss soll das 24-Pin Kabel entlasten, wenn zu viel Strom aus den verschiedenen PCIe Slots gezogen wird. Derartig viel Strom ziehen üblicherweise nur Grafikkarten und um Sinnhaftigkeit dieses Anschlusses zu rechtfertigen braucht es dafür mindestens zwei solcher Stromfresser. Dieses Board unterstützt aber nicht einmal SLI und AMD hat den Support für Crossfire schon vor einiger Zeit offiziell eingestellt. Wenn man nicht gerade ein ausgesprochen ineffizientes Multi-GPU System mit Steinalten Grafikkarten bauen will erschließt sich mir die Existenz dieses Anschlusses beim besten Willen nicht.

Fazit
Insgesamt hat mich das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi in vollem Umfang überzeugt und meine Erwartungen sogar in einigen Punkten übertroffen. Das Board besticht mit einer, meiner Meinung nach, sehr ansehnlichen Optik und schicken RGB Beleuchtung, sowie einer sehr guten Verarbeitung. Das Zubehör fällt üppig und sinnvoll aus, wie beispielsweise das Ersetzen der Treiber CD durch einen praktischen USB-Stick. Die Spannungsversorgung und Kühlkonstruktion sind gut durchdacht und schon beinahe überdimensioniert. Das Mainboard bietet viele M.2, PCIe, Audio und USB Schnittstellen und beherrscht die neusten Standards wie WiFi 6e, 2.5GB LAN, Bluetooth 5.2, PCIe 4.0 und Thunderbolt 4. Die Anschlussvielfalt ist groß und sollte für die Mehrheit der Interessenten ausreichend sein. Das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi bietet ein rundes und vollständiges Paket und macht die Notwendigkeit für teurere Mainboards nur in seltenen Fällen erforderlich, wie 10GB Networking, Extreme Overclocking oder auch einfach nur Prestige. Mit der überragenden Leistung kommt allerdings der einzige größere Kritikpunkt für dieses Board einher, nämlich der Preis. Bei einem Preis von ca. 310 Euro bewegen wir eigentlich nicht mehr in der Mittelklasse für Mainboards und für viele Außerhalb ihres Budgets. Für eine Plattform, auf der die teuerste CPU um die 500 Euro kostet, sind über 300 Euro eine Menge Geld für ein Mainboard. Gegenüber dem Vorgänger ist der Preis um ungefähr 50 Euro gestiegen, dafür hat es aber auch einiges mehr zu bieten. Mit Features wie der Debug LED oder dem Corsair Header kann sich MSI damit trotzdem in der Preisklasse von der Konkurrenz abheben, denn Z590 Bretter sind allgemein deutlich teurer geworden als ihre Vorgänger. Das ist leider eine beunruhigende Entwicklung, wodurch der Markt den Fokus vom Einsteiger- und Mittelklassesegment verliert und die einst sehr beliebte 200 Euro Klasse langsam ausstirbt. Stattdessen werden die Mainboards mit Features überhäuft, unnötige Stromanschlüsse ans Board gelötet und mit einer kolossalen Spannungsversorgung ausgestattet, um den Preis zu rechtfertigen. Wer bereit ist den Aufpreis zu zahlen, bekommt dafür aber mitunter das Beste, was die Z590 Plattform zu bieten hat und kann mit diesem Board viele Jahre glücklich werden. Für jeden, der bereit ist das Geld ausgeben, kann ich das MSI MPG Z590 Gaming Carbon WiFi uneingeschränkt empfehlen.
    
  

Video

MSI - Der Pionier im Gaming

Als eine der weltweit führenden Marken im Gaming-Bereich entwickelt MSI - Micro-Star International - Produkte für höchste Ansprüche. Design und Innovation vereinen sich zu Hardware-Komponenten, die von professionellen Gamern hochgeschätzt werden. 1986 in Taiwan gegründet, ist beste Qualität und Performance stets das Ziel der Entwickler. MSI hat nicht nur weltweit Partnerschaften mit über 15 Profi-eSports-Teams, die Hersteller nehmen auch selbst aktiv an internationalen Gaming-Turnieren teil. Seien Sie selbst bei der Masters Gaming Arena dabei, dem renommierten Gaming-Event von MSI!

MSI Logo
MSI Produkte

Einzigartige Spieleerlebnisse

Als begeisterter Gamer gehört eine MSI GeForce GTX 1660 Ti Gaming X 6G Grafikkarte unbedingt zu Ihrer Ausstattung. Beeindruckende Innovationen wie Turing-Shader, eine starke Performance und GeForce Experience™ sorgen für einzigartige Spieleerlebnisse auf höchstem Niveau. Auch die MSI Radeon RX Vega 56 AIR BOOST 8G Grafikkarte wartet mit bahnbrechenden Funktionen auf. Erleben Sie Ihre Spielewelt lebendig wie nie zuvor. Sogar VR-Abenteuer sind möglich. Ist Ihnen auf dem Office-Rechner gute Qualität wichtig, nutzen Sie die 1GB MSI GeForce GT 710 LP Passiv Grafikkarte.

Kunden kauften auch: