Produkttester
Bei diesem Mainboard stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Man muss nicht zu tief in die Geldbörse greifen um ein gutes, leistungsfähiges Mainboard zu bekommen.
Das umfangreich ausgestattete I/O Panel lässt kaum Anschluss-Wünsche offen.
Durch das schwarze Design ist das Mainboard in einem Gehäuse mit Fenster
zwar kein Blickfang aber auch kein farblicher Schandfleck.
Über die Haltbarkeit kann ich nach einer Woche Einsatz noch nichts sagen,
das muss sich erst noch zeigen, aber ich hoffe das es durch die Military Class4 Norm nicht so schnell klein zu kriegen ist.
Nachfolgend der ausführliche Testbericht.
1) Vorwort
Nach der Auswahl zum Testers Keepers vom MSI Mortar habe ich überlegt, was für ein System ich mit dem Board bauen würde. Da ich hauptsächlich SWTOR und Browsergames spiele, brauche ich keinen Highend Boliden, ein Mittelklasse-PC reicht mir. Der Intel Pentium G4520 mit 3,6 GHz und 8GB DDR4 2133Mhz RAM reichen aus und bieten einen Performancezuwachs gegen über meinem alten Core2Duo System.
2) Verpackung und Lieferumfang
Großer Karton, ausreichend Luftpolsterfolie, sicher versendet, überraschend schnell (Hermes braucht hier sonst 2 Tage länger als die Konkurrenz)
Der Karton des Mainboard ist im Military Look gehalten, Olivgrüne Grundfarbe, eine namensgebende Mörserabbildung, aufgedruckte Griffe und eine Militärschriftart (stilecht wie in weiß aufgesprüht) sorgen für einen sehr martialischen Eindruck. Auf der Rückseite ist eine Abbildung des Mainboards und die Auflistung der Features und Anschlüsse.
Lieferumfang:
MSI B150M Mortar Mainboard
Handbuch
Treiber-CD
2 S-ATA Kabel ( 1x gerade, 1x gewinkelt)
I/O Blende (schwarz mit roter Beschriftung)
Installationsanleitung
3) Das Mainboard
Das MSI B150M Mortar ist komplett in schwarz mit weißer Schrift designt,
vom PCB über die Kühlkörper bis zu den RAM und PCI-E Slots.
Besondere Highlights sind der Metall verstärkte PCI-E Slot, Rote LEDs an den Ecken des Mainboards,
ein Clear CMOS Schalter im I/O Panel sowie praktische abgewinkelte S-ATA Anschlüsse wodurch keine Kabel mehr abknicken.
Fakten:
Sockel LGA 1151 für Intel Prozessoren
4 DDR4 Slots für 2133Mhz Speicher mit DDR4 Boost ( die Technologie isoliert den Speicherkreislauf von den anderen Komponenten und sichert so maximale Performance und Stabilität)
1 PCI-E x16 Slot mit Metallverstärkung
2 PCI-E x1 Slots,
1 PCI-E x4 Slot,
6x S-ATA 6Gbs, 6x USB 3.1 Gen1
Gigabit - Gaming - LAN mit LAN Protect Technik
8- Kanal Audio mit optischem Ausgang
Ambient Light: LED-Beleuchtung auf der Rückseite
Military Class 4: Top Qualität & Stabilität
I/O Schnittstellen
PS/2 für Maus oder Tastatur
2x USB 2.0
1x VGA
1x DVI
1x HDMI
4x USB 3.1 Gen1
1x Gigabit LAN
1x Clear CMOS
7.1 Audiobuchsen + optischer Ausgang
4) Das Testsystem
Das Mortar zieht zusammen mit dem Intel G4520 und 8GB DDR4 in das
Cougar Evolution Gehäuse und bezieht seinen Strom von einem beQuiet Pure Power 530 Watt Netzteil. Das Windows 10 ist auf einer Samsung SSD mit 120GB installiert und als Datengrab dient eine Seagate HDD mit 500GB.
Für die Grafik sorgt eine betagte GTX 260, die schon lange zum Austausch vorgesehen ist, aber immer kommt etwas dazwischen.
5) Erste Einstellungen (BIOS)
Im Advanced Modus hat man eine schnelle Sofort-Übersicht über die Daten der verbauten Komponenten und ihre derzeitigen Temperaturen. Datum, Uhrzeit und Sprache des BIOS lassen sich schnell und intuitiv einstellen. Sogar eine Screenshot Funktion hat MSI dem Click Bios verpasst. Hierfür muss lediglich ein Usb-Stick angeschlossen sein auf den gespeichert werden kann. Große Schaltflächen für Einstellungen, OC, Bios flashen, Profile speichern und laden, Hardware Monitor zum überwachen der Komponenten, Boardexplorer für Infos führen zu Untermenüs in denen die Einstellungen vorgenommen werden können.
Im einfachen Modus (EZ-Modus), hat man ebenfalls sofort Überblick über Daten und Temperaturen,zwar kleinere Schaltflächen für die Kategorien aber trotzdem übersichtlich. Nachträglich fällt mir auf das ich Einstellungen nur im Advanced Modus vorgenommen habe und gar nicht weiß, ob das auch im EZ-Modus geht. Da man aber mit einem Klick in die obere Bildschirmmitte schnell zwischen den Modi wechseln kann ist das auch nicht wichtig.
6) Driver & Tools
Liveupdate ist gut und übersichtlich um schnell alle Treiber auf den neuesten Stand zu bringen.
MSI Command Center ist anscheinend ein Programm um im laufenden Betrieb CPU und RAM Takt anzupassen, Temperaturen auszulesen und Lüftergeschwindigkeiten zu verändern.
MSI RAMDisk erstellt eine Partition im Arbeitsspeicher.
MSI M-Cloud ist ein Programm um Daten in die Cloud bzw. aus der Cloud zu laden.
MSI Gaming LAN Manager bietet die Möglichkeit, die Netzwerkgeschwindigkeit einzelner Anwendungen zu optimieren.
MSI Fast Boot verspricht einen rasend schnellen PC-Start, habe ich aber bisher noch nicht ausprobiert.
MSI Intel Extreme Tuning Utility ist eine komplette Anwendung um den PC zu übertakten und danach auf Stabilität zu überprüfen.
7) Pro & Contra
+ Preis/Leistung
+ dezentes Design
+ 4 RAM Slots
+ robust und schwer wirkende Verarbeitung
+ einfache Montage aufgrund durchdachter Platzierung der Kabelanschlüsse (alles am Rand, nur ein Kabel quer übers Board und das nur bauartbedingt durch mein Gehäuse bei dem das Netzteil unten eingebaut wird)
+ abgewinkelt S-ATA Anschlüsse gegen geknickte Kabel
+ umfangreiche Toolsammlung
+ 3 onboard Monitoranschlüsse
- zu wenig interne USB-anschlüsse ( mein Cougar Evolution Gehäuse hat ein Frontpanel mit 2 USB 2.0 und 2 USB 3.0 Buchsen, angeschlossen, läuft, wunderbar, aber das Gehäuse hat auch noch einen Cardreader der an einem internen USB 2.0 angeschlossen werden möchte. So muss ich mich entscheiden ob ich eher den Cardreader oder die USB 2.0 Buchsen aktiv haben möchte. Und weil ich gerne alle Optionen zur Verfügung habe ist das für mich ein Minuspunkt, wenn auch nur ein kleiner.
8) Fazit
Bei diesem Mainboard stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Man muss nicht zu tief in die Geldbörse greifen um ein gutes, leistungsfähiges Mainboard zu bekommen.
Das umfangreich ausgestattete I/O Panel lässt kaum Anschluss-Wünsche offen.
Durch das schwarze Design ist das Mainboard in einem Gehäuse mit Fenster
zwar kein Blickfang aber auch kein farblicher Schandfleck.
Über die Haltbarkeit kann ich nach einer Woche Einsatz noch nichts sagen,
das muss sich erst noch zeigen, aber ich hoffe das es durch die Military Class4 Norm nicht so schnell klein zu kriegen ist.
Link zur vollständigen Bewertung im Mindfactory Forum
https://forum.mindfactory.de/t94505-msi-b150m-mortar-testers-keepers.html#post1083965