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Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

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Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

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über 130 verkauft

Artikelbeschreibung

Seit dem 16.01.2019 im Sortiment

Mit derm ETS-T50A-FSS aus dem Hause ENERMAX statten Sie Ihr System mit einem Hochleistungs-CPU-Kühler aus, welcher vor Innovationen nur so trotzt. Gerade bei Gaming Systemen wird immer anspruchsvollere Hardware verbaut, welche immer mehr Leistung bringt. Eine Steigerung der Leistung bringt in vielen Fällen auch eine Steigerung der Temperatur im Gehäuseinneren mit sich. Gerade bei intensiven Rechenprozessen der CPU, bedingt durch anspruchsvolle Software und hochauflösenden Games, ist eine ausgereifte Kühlung für den Anwender ein absolutes Muss.

ENERMAX ist sich des Umstandes bewusst und hat bei der Entwicklung des ETS-T50A-FSS auch nach Links und Rechts geschaut, um durch ausgeklügelte, innovative Technologie das Beste aus dem Kühlergebnis herauszuholen. Das Pressure Differential Flow Design erhöht den Luftstrom um bis zu 15 %. Dies wird möglich, da der Luftstrom durch konische Tunnel geleitet wird, was eine Beschleunigung mit sich bringt. Der nächste Geniestreich war es, sich die aus der Luftindustrie bekannte Vortex Generator Flow (VGF) – Technologie anzueignen. Hierbei wird die Luft so dicht wie nur möglich an die Heatpipes entlang geleitet. Kleine Spoiler an den Lamellen machen diesen Prozess möglich.

Die Heat Pipe Direct Touch (HDT) – Technologie lässt die Heatpipes direkt auf der CPU aufliegen. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass durch die nichtexistierende Bodenplatte die Wärmeübertragung ohne zusätzlichen Widerstand stattfindet. Mit dem ETS-T50A-FSS ist ENERMAX ein weiteres bekanntes Problem aus der Welt des Gamings angegangen. Die Heatpipes zeichnen sich durch ein asymmetrisches Design aus, was zur Folge hat, dass auch hohe RAM-Module genug Platz haben, um in Ihrem System untergebracht ohne blockiert zu werden. Im Endeffekt kann dieses Design zu einer echten Leistungssteigerung beitragen.

Damit Sie nicht durch eine hohe Geräuschkulisse abgelenkt werden, zeichnen sich die 14cm High Pressure Lüfter, durch den Einsatz der Twister Lager Technologie nicht nur durch eine lange Lebensdauer von bis zu 160.000 Stunden aus, sondern auch durch einen sehr laufruhigen Betrieb. Selbst die Beschichtung ist auf die Optimierung der Temperatur ausgelegt. Das Thermal Conductive Coating ist eine dünne Schutzschicht, die eine Oxidation verhindert und somit die Wärmeübertragung nicht beeinträchtigt. Der Air Guide sorgt für einen Luftstrom, der auf Ihr System zugeschnitten ist. Hier haben Sie die Möglichkeit den Luftstrom so zu lenken, wie Sie es für notwendig halten.


 

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5 5
     am 13.03.2019
Produkttester
Produktbewertung ENERMAX ETST50 AXE Silent Edition
In den vergangenen Wochen konnte ich den CPU Kühler "AXE ETS-T50A-FSS" von Enermax ausgiebig und gründlich testen. Anmerken möchte ich im Vorfeld, dass ich kein Experte bin, der tagtäglich PC-Bauteile testet und vergleicht. Da ich jedoch viele Jahre Erfahrung im Zusammen- und Umbau mit Computern habe, kann ich durchaus die einzelnen Aspekte des Lüfters objektiv beurteilen. Verwendet habe ich das 140mm "Silent Edition" Kühler Modell. Mein Vorab-Fazit: Ein toller, leistungsstarker Kühler, der mein Set-Up hervorragend ergänzt. Aber schauen wir uns den Kühler doch detaillierter an.

Da ich beim Spielen und Arbeiten eine möglichst ruhige Atmosphäre haben will, war mir im Vorhinein wichtig, dass der Kühler möglichst unauffällig arbeitet. Nachdem ich den Lüfter eingebaut habe, war ich daher sehr gespannt auf das Ergebnis: Der Lüfter arbeitet sehr ruhig, selbst bei rechenintensiven Prozessen bleibt die Lautstärke in einem angenehmen Bereich. Herstellermäßig ist eine Höchstlautstärke von 22db angegeben | subjektiv bin ich jedoch sehr zufrieden. Lautstärketests, zum Beispiel über entsprechende Apps, habe ich nicht durchgeführt, aber dazu gab mir der Kühler auch keinen Grund!

Ein weiterer Aspekt ist die Effizienz des Lüfters: Wie hoch ist der Luftdurchsatz und wie wirkungsvoll ist der Kühler? Enermax hat sich in dieser Hinsicht etwas sehr Interessantes einfallen lassen. Durch das sogenannte "Pressure Differential Flow Design" wurde der Luftdurchsatz um bis zu 15% erhöht. Hinter dieser zugegebenermaßen sehr komplizierten Bezeichnung verbirgt sich eine schlaue Bauweise, durch die die Luft innerhalb des Lüfters beschleunigt wird. Außerdem leitet der Lüfter die Luft sehr dicht an den Heatpipes vorbei, was den Kühleffekt des Lüfters noch einmal merklich erhöht. Diese Technologie nennt man auch "Vortel Generator Flow" und kommt aus einem Bereich, der mich auf den ersten Blick doch gewundert hat: Aus der Luftfahrtindustrie. Baulich umgesetzt wurde diese innovative Technologie, indem man kleine Spoiler an den Lamellen angebracht hat. Der Effekt: Viel mehr Luft strömt durch den Kühler, und das kommt seiner Leistung zu Gute. Als Poweruser lag es mir daher sehr am Herzen, dass der Kühler sehr effizient arbeitet | und das macht er auch zu meiner Zufriedenstellung! Die Kühlleistung reicht mit 500 bis 1000 RPM für meine Arbeiten vollkommen aus. Grundsätzlich gilt: Bei der Suche nach dem richtigen Kühler sollte jeder auf den verbauten CPU und die gewünschte Nutzung achten.

Vibrationen sind mir innerhalb der Testphase nicht aufgefallen. Das könnte unter anderem an den Gummiaufklebern liegen, die auf dem Lüfter angebracht sind.

Ein weiterer Aspekt, der dem einen oder anderen Nutzer möglicherweise am Herzen liegt, ist die Optik des Lüfters. Hier gilt zu sagen, dass der Lüfter insgesamt in Schwarz gehalten ist, was ihm eine elegante, edle Optik verleiht. Ästhetisch hält der Lüfter mit teureren Modellen durchaus mit. Der Lüfter ist durch sein dezentes Design sicherlich mit verschiedenen anderen Bauteilen kombinierbar und fällt nicht negativ ins Auge. Zu loben ist außerdem die solide Verpackung, die den Lüfter sicher an sein Ziel | also höchstwahrscheinlich Deinen Rechner | bringt. Auf der Verpackung sind alle wesentlichen Spezifikationen des Lüfters angegeben. In der Verpackung war der Lüfter mit dem mitgelieferten Zubehör ordentlich verpackt. Dadurch sind Schäden, die innerhalb des Versandwegs auftreten könnten, praktisch ausgeschlossen. Die Verarbeitungsqualität ist, soweit ich sie beurteilen kann, gut. Mängel konnte ich innerhalb des Zeitraums, in dem ich den Lüfter bereits verwende, nicht erkennen. Der haptische Eindruck war durchweg positiv, der Lüfter sieht daher nicht nur gut aus | er fühlt sich auch gut im Umgang und Einbau an.

Schauen wir uns nun an, wie die meine Montageerfahrung war. Da ich bereits einige Computer zusammen- und umgebaut habe, habe ich mit der Zeit eine gewisse Intuition zum Einbau bestimmter Computerkompetenten entwickeln. Doch auch für Menschen, die im Umgang mit Computerhardware unerfahren sind, ist gesorgt: Die Anleitung erklärt alle nötigen Schritte einfach und verständlich. Zu aller erst habe ich die Halteplatte unter dem Mainboard angebracht. Mithilfe eines Rings habe ich die Platte anschließend an der Oberseite meines Mainboards angebracht. Auf diesem Ring habe ich später den Kühlturm installiert. Zuvor muss jedoch auf dem CPU sorgfältig und sparsam eine bestimmte Menge Wärmeleitpaste aufgetragen werden. Dann habe ich den Kühlturm auf dem Prozessor platziert und zusammengeschraubt. Als letztes habe ich den Lüfter am Kühlturm befestigt. Der Montageprozess ist meiner Meinung nach für jeden einfach machbar.

Das Preisleistungsverhältnis des Prozessors ist gut. Dieser Aspekt hängt sicherlich auch damit zusammen, welche persönlichen Anforderungen man an den Prozessor hat. Für den Preis von rund 35 Euro sind die Kühlleistung sowie die geringe Lautstärke auf jeden Fall ordentlich. Nicht zu vergessen ist das ordentliche Design, das in meinem Fall perfekt zu den restlichen Komponenten passt. Daher empfehle ich den Kühler jedem, dem die technischen Daten ausreichen und auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legt.

Herstellermäßig liegt der Fokus | neben der tollen Optik, der durchdachten Bauweise und den guten "technischen" Parametern auf einer sehr hohen Lebensleistung. Laut Hersteller beträgt durch die "Twister-Lager Technologie" für bis zu 160.000 Stunden MTBF.

Einen Vergleich zu anderen Lüftern kann ich nur bedingt und auf Basis meiner subjektiven Erfahrungen anstellen. Im Gegensatz zu meinem vorigen Lüfter ist das vorliegende Modell von Enermax gerade bei hoher CPU-Belastung wesentlich ruhiger. Insbesondere fällt kein Brummen oder Ähnliches auf, das definitiv einen Minuspunkt bei meinem alten Lüfter darstellte. Wer den Lüfter detaillierter einem Vergleich unterziehen will, der findet im Internet | insbesondere im englischsprachigen Raum | sicherlich das eine oder andere interessante Review.

Zusammenfassend empfehle ich den Lüfter sehr. Klar, ist der Preis von 35 Euro nicht herausragend hoch. Doch das sagt noch nichts über die definitiv überzeugende Leistung des Lüfters aus. Durch sein ansehnliches Design passt es gut zu meinen restlichen Bauteilen. Die Montage gestaltete sich insgesamt unkompliziert und schnell. Auch die Leistung des Lüfters entspricht voll meinen Erwartungen, nicht nur in Sachen Luftdurchlass und Effizienz, sondern auch in Puncto Lärmpegel und Vibration. Eine Leistungssteigerung durch den Lüfter konnte ich definitiv feststellen. Da ich jedoch kein Experte, sondern ein mehr oder weniger gewöhnlicher Heimanwender bin, überlasse ich die Analyse der Leistung anderen. Abschließend bin ich gespannt, wie lange der Lüfter ordnungsgemäß funktionieren wird, da ich in Vergangenheit negative Erfahrungen mit bestimmten Lüftern gesammelt habe. Ein Lüfter vom PC-Zubehörhersteller Enermax war jedoch nicht dabei.
    
  
5 5
     am 13.03.2019
Produkttester
Testbericht zum Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

Einleitung
Die folgende Produktbewertung des Enermax CPU-Kühlers findet im Rahmen des Testers-Keepers-Programm von Mindfactory in der Kooperation mit Enermax statt. Zunächst möchte ich sowohl Mindafctory als auch Enermax für die Möglichkeit danken ein interessantes Produkt tsten zu dürfen

Testsystem
Als Testsystem habe ich einen Mainstream-PC verwendet, welcher zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat aber dennoch für einen solchen Test ausreichend ist.
- Gehäuse: AeroCool V3X Advance Evil Blue Edition Midi Tower ohne Netzteil schwarz/blau
- Prozessor: Intel Core i7 6700K zu 4,69 GHz übertaktet
- RAM: 8Gb Crucial DDR4, 2133 MHz Singel Channel
- Graphikkarte: Inno3D NVIDEA GeForce GTX 1070
- Alter CPU-Kühler: Arctic Freezer i11
- Mainboard: MSI Z170A Gaming M7
Alle Restlichen Komponenten (SSD, HDD, etc.) werde ich jetzt nicht hier auflisten, da diese für den Test keine große Rolle spielen.

Verpackung/Lieferumfang
Zunächst erst einmal das äußere ei der Lieferung. Die Verpackung ist schlicht gehalten in Rot/schwarz und birgt alle auf den ersten Blick wichtigen Features, sowie die Alleinstellungsmerkmale des Produkts, etwa das abnehmbare Rotorblatt oder den gerichteten Airflow dank eines speziellen Aufsatzes. Im Lieferumfang selber ist noch das Montagezubehör für alle gängigen Mainstream Plattformen enthalten:
CPU-Kühlkörper
Lüfter
Lüftungsgitter
Enermax Wärmeleitpaste
Bedienungsanleitung
Alle nötigen Montageelemente für sämtliche aktuellen Intel und AMD Sockel
Unboxing
Die Lieferung brauchte zwar verhältnismäßig lang für Mindfactory, allerdings geschah diese im Rahmen einer Aktion, weshalb ich darüber hinwegsehen kann. In dem Karton befand sich dann der Kühler in seiner Originalverpackung von Enermax sehr gut gepolstert.

Auf der Verpackung selber sind zunächst alle wesentlichen Merkmale des Kühlers bildlich und auch mit kleinen Texten an den Seiten beschrieben. Im inneren befinden sich dann drei "Kammern". In der größten und damit auch in der mittleren Kammer liegt der Kühlblock welcher mit einer kleinen Schutzabdeckung von Stößen geschützt wird. Darüber liegt der 140 mm Lüfter und die Bedienungsanleitung. An den Seiten befindet sich jeweils ein weiteres Fach in dem Sich sämtlicher Zubehör für die Montag finden lässt.

Bedienungsanleitung
In der Bedienungsanleitung ist die Montage der einzelnen Bestandteile auf die unterschiedlichen Plattformen sehr gut erklärt und in kleinen Bildern dargestellt. Des Weiteren sind auch noch alle Sicherheitshinweise sowie die allgemeinen Produkthinweise in allen gängigen Sprachen aufgeführt.

Optik
Meiner Meinung nach ist dieser Kühler rein optisch sehr gut gelungen. Die geschwärzten Lamellen des Kühlblockes passen so gut wie in jedes System und sehen auch in einem Gehäuse mit Sichtfenster sehr gut aus. Obwohl der Kühlblock mit Lüfter und Lüftungsgitter zu einem der größeren CPU-Kühler zählt, sieht man ihm die Größe nicht sofort an. Im Gehäuse sieht er dann aber doch sehr wuchtig aus.
Der Kühlblock hat den Vorteil, dass die fünf Doppel-Heat Pipes nicht wie bei anderen Kühlern nur indirekt mit der CPU verbunden ist, sondern die Heat Pipes sind in den unteren Kühlblock integriert und haben somit einen direkten Kontakt zur Wärmeleitpaste.

Montage
Mit Hilfe der Anleitung ist es ein Einfaches den Kühler zu montieren. Die Montage war in meinem System recht einfach, da ich auf dem ATX Mainboard viel Platz zum arbeiten hatte. Allerdings war der Platz im Gehäuse selbst nicht so viel, sodass ich schon ein wenig fummeln musste. Von Vorteil ist dabei auf jeden Fall ein sehr langer Schraubendreher allerding lässt sich der Kühler auch mit einem etwas kürzeren befestigen.

Auf einem ATX Mainboard ist auf jeden Fall genug Platz zwischen Kühler, Arbeitsspeicher und GPU, allerdings denke ich, dass das auf kleinen Mainboards kritisch werden könnte. Des Weiteren sollte man vorher schauen ob der Kühler auch in das Gehäuse passt, da dieser sehr hoch ist und somit nicht unbedingt in jedes Gehäuse passt. Ich habe selber die Erfahrung bei diesem Kühler gemacht, dass das Gehäuse zu niedrig ist.

Die Wärmeleitpaste lässt sich sehr leicht verteilen (Ich mache immer eine dünne Schicht auf die CPU damit diese sehr gut verteilt ist; ich weiß es gibt unterschiedliche Philosophien). Es wäre aber dennoch von Vorteil, wenn Enermax der Wärmeleitpaste einen kleinen Spachtel beilegen würde um die Paste besser verteilen zu können (ob dieser dann benutzt wird bleibt ja dann jedem selbst überlassen).


Besonderheit
Der Kühler hat eine große Besonderheit: Er besitzt auf der Rückseite des Kühlblocks eine abnehmbares Lüftungsgitter welches in einer Halterung um 360° gedreht werden kann. Durch die schrägstehenden Lamellen in diesem Gitter lässt sich der Luftstrom sehr gut steuern, sodass die warme Luft nicht direkt in Gehäuseinnere geblasen wird, sondern man diesen damit direkt aus dem Gehäuse leiten oder zumindest in die Richtung eines anderen Lüfters, welcher dann die warme Luft aus dem Gehäuse bläst.

Praxistest
In meinem System ist normalerweise ein Arctic Freezer i11 verbaut, welcher unter hoher Belastung sehr laut werden kann und ich muss sagen, dass ich im Vergleich mit dem Kühler von Enermax echt begeistert bin. Auch wenn ich die Lüfterleistung auf 100% stelle, habe ich im Vergleich zu dem alten Kühler nur ein leichtes Rauschen neben mir gehört und in 2 Metern Entfernung war der Lüfter fast geräuschlos. Bei einem Belastungstest mit Prime95 habe ich mit dem alten Kühler schon nach fünf Minuten sehr hohe und kritische Werte erreicht, wobei ich mit dem Kühler auf 100% Literleistung auch 15 Minuten Stresstest immer noch keine kritischen Temperaturen erreichen konnte.

Fazit
Ich bin von dem Produkt von Enermax sehr angenehm überrascht und bin der Meinung, dass es sich um ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis handelt, da dieser Kühler mit nicht einmal 40¤ zu den günstigeren Modellen bei den CPU-Kühlern zählt. Auch optisch überzeugt mich dieser Kühler auf ganzer Linie und ich würde den Kühler auf jeden Fall wieder benutzen und auch weiterempfehlen. Es ist zwar nicht so clean im Gehäuse als wenn eine Wasserkühlung verbaut ist, aber für einen Luftkühler sieht er alle mal sehr gut aus.

Was aber am wichtigsten ist, ist ja die Kühlleistung und die Lautstärke. Die Kühlleistung ist auf jeden Fall ausreichend, aber ich denke, wenn man jetzt einen Prozessor aus Intels Extrem-Reihe oder der AMD-Threadripper Reihe nehmen würde, denke ich das dieser Kühler schon an seine Grenzen kommen würde. Die Lautstärk ist auch vollkommen in Ordnung da die Vibrationen durch Gummiunterlagen komplett abgefedert werden und somit nicht auf das Gehäuse übertragen werden können. Auch ansonsten macht der Lüfter keine großen Geräusche und man kann diesen Kühler ruhig für einen Silent-PC benutzen.
    
  
5 5
     am 11.03.2019
Produkttester
Ich habe diesen CPU-Kühler von Mindfactory als Testprodukt, der "Testers Keepers" Aktion erhalten. Dafür erstmal vielen Dank an Mindfactory für die Möglichkeit, diesen CPU-Kühler testen zu dürfen.

Erstmal zur Lieferung: Diese dauerte zwar etwas länger (wurde ca. eine Woche nach Bestätigung erst losgeschickt), dies sehe ich aber nicht als großen Kritikpunkt, da es eine Aktion ist und man da auch etwas längere Bearbeitungszeit einplanen sollte.

Lieferumfang:
- CPU-Kühlkörper
- Lüfter
- Lüftungsgitter
- alle nötigen Befestigungsmaterialien zur Montage für sämtliche Intel und AMD Sockel (passende Sockel siehe Produktbeschreibung auf Mindfactory)
- Enermax Wärmeleitpaste
- Bedienungsanleitung

Mein Testsystem:
-CPU: Ryzen 5 2600
GPU: NVIDIA GTX 1070 ti von Asus Strix
Ram: 16Gb GSkill Aesis
Mainboard: Asus b450 M Pro TUF Gaming

Unboxing:
Der Kühler kam in einem ziemlich großen Karton, indem sich die Originalverpackung des Enermax befand. Alles war gut verpackt und auch die OVP des Kühlers sieht sehr ansprechend aus. Auf der Verpackung ist der Kühler und die genaue Bezeichnung abgebildet. Außerdem sind noch die wichtigsten Informationen und Besonderheiten beschrieben. öffnet man diese Verpackung sieht man schon wie groß der Kühler ist. Die Verpackung ist in 3 Teile geteilt, eine kleine Box mit allem Befestigungsmaterial, in der Mitte der Kühler und auf der anderen Seite die Bedienungsanleitung. Dies gefällt mir sehr gut da so alles viel ordentlicher erscheint als bei anderen Herstellern.

Bedienungsanleitung:
Die Anleitung beschreibt den Einbau für AMD und Intel Sockel. Es sind alle Montageschritte mit Bildern und einer kurzen Beschreibung dargestellt, sodass man nach kurzer Einlesezeit den Kühler theoretisch gut montieren kann. Die Bedienungsanleitung ist in sämtlichen Sprachen dargestellt und ist gut verständlich beschrieben.

Optik:
Ich finde den Kühler optisch sehr ansprechend, da auch der Kühlkörper in Schwarz gestaltet ist. Dies gefällt mir deutlich besser als die anderen, meist silberglänzenden Kühler und passt somit auch optisch in so gut wie jedes System. Des Weiteren sticht auch die sehr gute Verarbeitung ins Auge. Allerdings sollte man die Größe des Kühlers immer im Hinterkopf behalten und dann selbst entscheiden ob er in das vorhandene System passt.

Montage:
Die Montage gestaltet sich in der Praxis aber etwas kniffeliger, da es ein sehr großer Kühler ist (was natürlich sehr gut für die Kühlleistung ist). Man benötigt also einen sehr langen Schraubendreher, so dass man gut an die Befestigungsschrauben des Kühlers drankommt, dies ist aber auch alles auf garkeinen Fall kein Hexenwerk und lässt sich mit ein wenig Geschick gut durchführen.

Ich habe den Kühler in 2 Systemen getestet, dabei eines mit einem micro ATX Mainboard. Auf diesem wird es natürlich etwas eng und Ich würde den Kühler aufgrund der Größe, bei einem MB mit diesem Formfaktor nicht unbedingt empfehlen. Im zweiten System mit ATX Mainboard war der Platz auf dem Board nicht das Problem, es lässt sich alles gut erreichen und es ist auch genügend Platz zur GPU und Ram. Allerdings sollte man im Voraus die Maße des Gehäuses überprüfen, denn durch die große Aufbauhöhe passt dieser Kühler sicher nicht in jedes Gehäuse.

Besonderheit:
Dieser Kühler verfügt über ein Lüftungsgitter auf der Rückseite, dieses lässt sich einfach abnehmen und um bis zu 360 Grad drehen. Der Sinn dieses Gitters ist das durch die schräggestellten Lamellen des Gitters, die Luft auf dem schnellsten Wege aus dem Gehäuse "gelenkt" werden kann. Dies ist meiner Meinung nach eine sehr gute Funktion da die warme Luft dann nicht ins Gehäuse geblasen wird, sondern auf direktem Wege hinaus befördert wird.

Praxistest:

In meinem Hauptsystem ist eine AIO Wasserkühlung verbaut und in einem zweiten System ein Alpenföhn Brocken ECO. Auf Grund dessen konnte ich die Kühlleistung und Lautstärke gut in einem Vergleich testen und muss sagen, dass ich schon echt begeistert bin von dem Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition CPU Kühler. Die Kühlleistung ist sehr gut, dies lässt sich aber natürlich aufgrund der Größe schon erahnen. Natürlich kommt dieser Luftkühler nicht auf die Kühlleistung wie eine Wasserkühlung, muss sich aber auf keinen Fall verstecken, denn ich kam trotz sämtlichen Belastungstests mit einem I7 2600K und einem AMD Ryzen 5 2600 nicht einmal in einen kritischen Bereich. Die Kühlleistung überzeugt auf jeden Fall voll und ganz!

Auch die Lautstärke ist sehr angenehm, dadurch das der 140mm Lüfter mit 500-1000 RPM dreht. Also wenn man keinen kompletten silent PC haben möchte, ist dieser Lüfter eine sehr gute Wahl.

Insgesamt ist der "Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition" ein sehr gelungener und optisch schöner CPU-Kühler, der in einem gut gestalteten Karton verpackt ist und im PC mit guter Kühlleistung und geringer Geräuschentwicklung überzeugt, allerdings durch die Größe erst seinen Platz in ausreichend großen Gehäusen finden muss. Außerdem ist das Lüftungsgitter auf der Rückseite ein Highlight was mich persönlich sehr von dem Produkt überzeugt. Mit dem Preis/ Leistungsverhältnis bin ich vollkommen zufrieden. Es wird sehr viel geboten für einen echt fairen Preis.

Aufgrund der oben genannten Fakten vergebe Ich 5 von 5 Sternen, mit der Info, dass man gucken sollte, ob er ins Gehäuse passt.
    
  
5 5
     am 07.03.2019
Produkttester
Zunächst erstmal Vielen Dank an Mindfactory, dass Ich für die Testers and Keepers Aktion ausgewählt wurde.
Hier ist meine persönliche Bewertung:


Mein Testsystem:
CPU: AMD Ryzen 5 2600x
CPU Kühler: Wraith Spire ( Standard Kühler von dem 2600x )
GPU: Zotac RTX 2070 Mini
RAM: G.Skill DDR4 3466Mhz 2 x 4Gb ( Im Betrieb bei 3333Mhz
Mainboard: MSI Mortar B450m
Gehäuse: Jonsbo UMX4
Gehäuse Lüfter: 3 mal 120mm Lüfter (Zwei von unten einwärts und einer links oben auswärts)

Die Bewertung ist eingeteilt in:
- Design und Verarbeitung
- Montage
- Lautstärke
- Vibration
- Luftdurchsatz und Kühlung
- Vergleichstest
- Haltbarkeit
- Preis/Leistung
- Fazit


Design und Verarbeitung:
Das Design wirkt weder sehr schlicht noch sehr auffällig. Der CPU-Kühler ist bis auf die Klammern zur Befestigung des Lüfters am Kühlkörper und der Kontaktfläche zum CPU in einem matten Schwarz gehalten und wirkt sehr edel.
Durch ein asymmetrisches Design wird für die RAM-Sticks auf der rechten Seite von der CPU Platz geschaffen. Was aber dazu führt, dass links von der CPU weniger Platz ist.
Bei genauerem betrachten der Lamellen kann man erahnen, dass sich die Entwickler dieses CPU-Kühlers technisch etwas ausgedacht haben. Auch das Design der obersten Platte des Kühlkörpers zielt auf diesen Eindruck ab.
Die 5 Heatpipes (6mm) bestehen aus Kupfer und die Kühlrippen aus Aluminium. Der Lüfter und der Air Guide bestehen aus Plastik.
Bei der Suche nach optischen Makeln habe ich mit der Taschenlampe Drei kleine Stellen gefunden, an welchen der Lack fehlt. Dazu muss ich sagen, dass die Stellen wirklich sehr klein sind und auch hinter dem Lüfter verschwinden. Unter dem Aufkleber, welcher in der Mitte des Lüfters sitzt befinden sich ein paar kleine Luftbläschen. Sonst wirkt der Kühler im ganzen, sowohl optisch als auch haptisch sehr hochwertig. Ich denke auch, dass solche Makel auch bei anderen CPU-Kühlern in der selben Preisklasse auffindbar sind.
Im Vergleich zu dem Wraith Spire wirkt er groß und mächtig.
Leider fehlt bei dem CPU-Kühler eine RGB Beleuchtung.


Montage:
Die Anleitung erscheint sehr ersichtlich.
Zuerst bringt man unter und über dem Mainboard die Befestigungsplatten für den Kühler an. Dann folgt das Auftragen einer dünnen Schicht Wärmeleitpaste auf die CPU. Leider habe ich an dieser Stelle einen kleinen Spachtel vermisst, aber ich konnte mir mit einem Stück Plastik, welches ich aus einer alten Bankkarte ausgeschnitten habe aushelfen.
Danach schraubt man zunächst nur den Kühlkörper ohne Lüfter und Air Guide an. Man kommt an die linke Schraube etwas schwieriger ran und braucht für beide Schrauben auf jeden Fall einen Langen Schraubenzieher. Zum Schluss steckt man den Lüfter und den Air Guide an den Kühlkörper ran und schließt den Lüfter am Mainboard an. So ungefähr ist die Anleitung auch aufgebaut.
Die Montage lief sehr schnell ab und war einfach. Ich habe nur 15 Minuten für den CPU Kühlerwechsel benötigt.


Lautstärke:
Als ich meinen PC gestartet habe ist mir sofort aufgefallen, dass mein PC leiser wurde!
Mit 13 bis 22 dB gehört dieser Kühler auch zu den leisesten auf dem Markt in seiner Größe.
Hierzu auch noch eine kleine Information: Den Unterschied von Beispielsweise 22 und 26 dB kann man deutlich hören.

Vibration:
Beim Einbau sind mir Gummiaufkleber auf dem Lüfter/Air Guide aufgefallen. Diese sollen mögliche Vibrationen davon aufhalten weiter geleitet zu werden.
Mir sind beim abtasten keine nervigen Vibrationen aufgefallen.


Luftdurchsatz und Kühlung:
Ich denke, dass der Hersteller sich mit der Luftstromangabe etwas geirrt hat und die Zahlen in cfm und m³/h verwechselt hat, da 94,21 m³/h 55,45 cfm ergeben und nicht umgekehrt. Also beträgt der maximale Luftdurchsatz 94,21 in m³/h.
Der Luftdurchsatz von diesem CPU-Kühler ist ganz solide im Vergleich zu anderen CPU Kühlern.
Wenn man den Aufbau des Kühlkörpers betrachtet merkt man, dass die Ingenieure von Enermax etwas echt feines hingezaubert haben. Durch Vortex Generatoren ( kleine Spoiler auf den Kühllamellen ) wird die Luft so dicht wie möglich an die Heatpipes getrieben, sodass die wärme effizienter abgetrieben werden kann. Durch den Air Guide kann man die warme abgetriebene Luft in Richtung der absaugenden Gehäuselüfter führen, damit sich das Gehäuseinnere weniger erwärmt. Die 5 Heatpipes sind aus Kupfer, was bekanntlich gut Wärme leitet. Die Heatpipes liegen direkt auf dem CPU an und sollen so auch die Hitze besser abnehmen.
An sich kann der ETS-T50 Silent Edition gut kühlen, wer aber jedoch seine CPU übertakten will, sollte zu potenteren Modellen greifen.

Vergleichstest:
Ich habe einen simplen und realen Test für den Vergleich des Wraith Spire mit dem ETS T50 Silent Edition ausgeführt. 45 Minuten lang habe ich Battlefield 5 laufen lassen und habe dann über einige Sekunden die Temperatur beobachtet und einen Durchschnittswert berechnet.
Gemessen wurde mit HWMonitor.
Wraith Spire: 74° C
Enermax ETS T50 Silent Edition: 61° C
Differenz: 13° C
Da ich ein relativ kleines Gehäuse besitze und die angezogene Luft erst durch die Grafikkarte erwärmt wird, würde ich sagen, dass das Ergebnis ganz gut ausgefallen ist für den CPU-Kühler von Enermax.


Haltbarkeit:
Der Hersteller gibt 160 000 h MTBF an. Was heißen soll, dass dieser Kühler bzw. Lüfter diese Anzahl an Stunden ohne Ausfälle beschreiten soll.
Um ehrlich zu sein denke ich, dass der CPU-Kühler genügend Jahre seinen Dienst erbringen wird, sodass man sich um die Haltbarkeit keine Sorgen machen muss.


Preis/Leistung:
Leider kann man durch die falsche Luftdurchsatz Angabe bei Vergleichsseiten nicht auf diesen CPU-Kühler stoßen, wenn man seine Suche durch den Luftdurchsatz eingrenzt.
Da ich sowieso auf der Suche nach einem neuen CPU-Kühler war habe ich oft Preise verglichen und bin auch auf den ETS-T50 Silent Edition gestoßen.
Tatsächlich kam er in meine engere Auswahl und vergleichbare Produkte waren dann entweder teurer, schwächer oder sahen nicht so edel aus wie dieser hier.
Leider fehlt bei dem ETS T50 Silent Edition eine RGB Beleuchtung, welche das Sahnehäubchen gewesen wäre. Bei aufgerundet 35¤ kann man aber davon gut absehen.


Fazit:
Für 35¤ bekommt man hier einen CPU-Kühler, welcher in jeder Disziplin ganz solide da steht.
Technisch hat der CPU-Kühler ein paar nette Features dabei.
Der Kühler sieht edel aus und da er schwarz ist kann er sich in nahezu jedes Gehäuse optisch eingliedern.
Kühlleistung bringt er auch nicht zu wenig.
Von mir auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung.


Zum Schluss möchte ich nochmal Mindfactory und Enermax danken, dass ich an dieser Aktion teilnehmen konnte und würde ähnliche Tests gerne wieder machen.
    
  
5 5
     am 07.03.2019
Produkttester
Ich habe im Rahmen einer Tester / Keepers | Aktion die Möglichkeit bekommen, den CPU-Kühler Enermax ETS-T50 Silent Edition zu testen.
Aufgabe des neuen Kühlers ist es, den Boxed-Kühler des AMD 2400G zu ersetzen und dabei leiser zu sein und zudem Reserven für Übertaktungen zu bieten. Wobei man dem Boxed-Kühler schon zugutehalten muss, dass dieser im geschlossenen Gehäuse nur unter Last und dann gedämpft wahrnehmbar ist.

--Auspacken / Umfang:
Der Kühler kommt in einer hochwertigen Verpackung, auf der alle wichtigen Daten aufgeführt sind. Die angegebenen 230W TDP sollen für den 2400G mit seinen 65W TDP wohl ausreichen.
Die Verpackung ist durchdacht und robust. So ist der Kühler gut geschützt sowie unbeschadet angekommen.
Der Diffusor an der Abluftseite ist vormontiert. Der Lüfter muss später mit beiliegenden Halteklammern angebracht werden. Neben Montagekits für AMD und Intel ist eine kleine Tube Wärmeleitpaste "Dow Coming TC-5121" dabei. Diese liegt in ausreichender Menge vor, so dass auch mindestens zwei weitere Montagen möglich sein sollten.
Der Kühler wirkt hochwertig und edel. Dieser Eindruck entsteht durch den einheitlichen schwarzen Mattlack. Die Lamellen sind gleichmäßig angeordnet und nichts ist verbogen. Die Heatpipes sind an der Kontaktstelle blank und haben einen direkten Kontakt zur CPU.
Bling-Bling in Form von (RGB-) Beleuchtung ist nicht vorhanden.

--Einbau:
Der Einbau gestaltet sich bei einem AM4-System recht einfach. Es gibt zwei leicht verbesserungswürdige Punkte in der Anleitung. Dazu kommen wir sofort.
Erst muss die Halteplatte unter dem Mainboard montiert werden. In unserem Fall musste dafür die vorhandene Platte entfernt werden. Jetzt muss auf der Anleitung mit Adlerauge ermittelt werden wie herum die Platte am Mainboard montiert werden muss. Das ist je nach AMD/Intel verschieden und das Bild in der Anleitung fast zu klein, um die Lage der Platte zu erkennen. Die Platte unter dem Mainboard wird mit dem Ring für die Oberseite an dem Mainboard befestigt. An diesem Ring wird dann später der Kühlturm angeschraubt.
Damit der Kühler mit den zwei Schrauben an dem Ring befestigt werden kann, muss der Diffusor demontiert werden. Nur so ist der Zugang zu beiden Schrauben möglich. Wer einen langen Kreuzschlitz besitzt, kann diesen Punkt überspringen, da eben für solche Werkzeuge ein entsprechender Platz zwischen Diffusor und Kühllamellen gelassen wurde.
Nach dem sparsamen Auftragen der Wärmeleitpaste kann der Kühlturm auf die CPU aufgesetzt und verschraubt werden.
Danach wird der Diffusor wieder an den Turm geklickt und der Lüfter mit Haltebügeln am Kühlturm befestigt. Hier ist der zweite Punkt, in der die Bebilderung etwas undeutlich ist. Für Geübte dürfte es kein Problem sein, Ungeübte müssen ggf. zur Lupe greifen.
Nun kam bei uns ein kurzer Schreck. Der Kühler ist mit dem 140er Lüfter recht hoch. Und auf den ersten Blick schien es in dem Gehäuse eng zu werden. Im Verhältnis zum Boxed-Kühler ist der ETS-T50 deutlich größer. Im Gehäuse ist der Unterschied dann extrem. Wo vorher reichlich Luft war, ist jetzt fast Kontakt zur seitlichen Scheibe.
Aber es passt, und durch den gleichmäßigen Mattlack sieht es gut aus.
Auf dem Asus B350 Prime Plus bleibt rund 1 cm Abstand zu den Speicherriegeln. Zudem wäre in der Höhe auch rund 1 cm Platz zu dem Arbeitsspeicher. Wobei die eingesetzten Ballistix Sport auch nicht sehr hoch gebaut sind.

--Betrieb:
Die Lüfterkurven des Mainboards wurden nicht angepasst. Damit sind beide Kühler mit den gleichen Kurven gelaufen und wie man unten sehen wird, gäbe es für den Enermax Optimierungspotential in zwei Richtungen: Silent und Frosting
Die Werte wurden mit CPUID HWMonitor ausgelesen und jeweils der MAX-Wert der Messzeit genommen. Vor jeder Messung wurde der Rechner 10 Minuten im Idle belassen. Nach 10 Minuten waren die Werte bereits einige Zeit rel. konstant. Wobei die Reaktionen mit dem Boxed-Kühler deutlich schneller waren. Zur Beginn der Messzeit wurden die Werte genullt und dann das jeweilige Tool gestartet. Nach 5 Minuten wurden die Max-Werte abgelesen. Auch hier hätte der Boxed-Kühler keine 5 Minuten benötigt. Bei dem großen Enermax Kühlturm sind die Temperaturänderungen deutlich gedämpfter.
Für die CPU wurde der Wert aus dem CPUID -Block zum 2400G gewählt. Die CPU- Angabe aus dem Mainboard-Block lagen deutlich niedriger.
Temperatur CPU[°C]
Boxed:
Idle : ..........46
Prime 95 :..94
Furmark : ..78
Cinebench: 95
ARK : ..........74

Enermax ETS-T50:
Idle : ..........40
Prime 95 : ..85
Furmark : ...62
Cinebench: 78
ARK : ..........68

CPU-Fan RPM / Gehäuse-Fan RPM
Boxed:
Idle : ...........1433 / 1027
Prime 95 : ..2636 / 1220
Furmark : ...2657 / 1240
Cinebench: 2311 / 1207
ARK : ..........2647 / 1238

Enermax ETS-T50:
Idle : ...........538 / 907
Prime 95 : ..774 / 1117
Furmark : ...789 / 1134
Cinebench: 745 / 1094
ARK : ...........778 / 1117

Die Zeiten bis zur Beruhigung der Temperaturen waren beim Enermax ETS-T50 deutlich länger. Wie man sieht, ist die CPU-Temperatur auch bei allen Szenarien deutlich niedriger. Dabei wurde die maximale Drehzahl des Lüfters nicht annähernd erreicht.
Die höchsten Werte beim Cinebench sind während des CPU-Tests entstanden. In den weiteren GPU-lastigen Tests ging die Temperatur in beiden Fällen wieder runter. Dies hätte ich so bei einer APU nicht erwartet.
Interessant ist die Temperatur der NVME-SSD. Diese liegt bei dem Mainboard direkt unterhalb des CPU-Sockels. Beim Prime95 ist die Temperatur mit dem Boxed-Kühler höher. Dieser hat die SSD wohl eher aufgewärmt. In den anderen Benchmark ist das Maximum beim ETS-T50 leicht höher. Wenn die SSD also mal belastet wird, geht die Temperatur kurz höher. Dies ist vor allem bei ARK zu sehen. Da die Temperatur sehr schnell wieder sinkt, ist in dem gut durchlüfteten Gehäuse die Kühlung durch den CPU-Lüfter anscheinend wenig relevant.
Die Temperatur der am Gehäuseboden befestigten SATA-SSD bleiben bis auf 2°C konstant.

--Fazit
AMD hat bei dem Boxed-Kühler sehr effizient gearbeitet. Im Office-Betrieb nicht zu hören, beim Spielen hörbar, aber bei den Temperaturen alles im Rahmen und beim Stresstest im Grenzbereich. Wobei auch im Grenzbereich die Lärmbelästigung nicht extrem wird.
Der ETS-T50 geht das Ganze souveräner und vor allem noch deutlich leiser an. Sprich, er ist nicht hörbar. Es werden also Möglichkeiten der Optimierung geboten, die vorher nicht bestanden. Man kann das System extrem leise gestalten. Man könnte die Lüfterkurven so ändern, dass die Temperaturen extrem niedrig bleiben und somit der Chip geschont wird. Oder man kann die Reserven fürs Overlocking nutzen. Da die APU mit ARK in HD an ihre Grenzen kommt und Übertaktungen der Grafikeinheit bei stärkerer Leistungsaufnahme (und damit auch Wärmeabgabe) in einigen Fällen mit ansprechenden Ergebnissen berichtet wurden, steht dieser Weg jetzt offen.
In Summe ist der Kühler sehr gut verarbeitet. Kühlt gut sowie leise und ist meiner Meinung nach für den Preis ein sehr gutes Angebot. Die etwas klein bebilderte Einbauanleitung ist zu verschmerzen.
    
  
5 5
     am 06.03.2019
Produkttester
Moin Technikinteressierte | Moin Nerds ;)

Im Rahmen der Produkttesteraktion 2019 bekam ich einen schönen CPU-Kühler der Marke ENERMAX in meine Finger. Seine Produktbezeichnung lautet: ETST50 AXE Silent Edition. Dadurch das ich meine Rechner seit über 15 Jahren selber zusammenbaue, war mir klar, dieses Review, bzw. dieser Kühler braucht eine kleine aber entscheidende Steroid Gabe, um so zu funktionieren wie er es eigentlich bauartbedingt können müsste.
Mir war halt klar, dass ENERMAX bei einem Endpreis von ca. 35¤ irgendwo Abstriche machen musste!

Doch bevor ich mit dem Review hier richtig loslege, möchte ich kurz anmerken in welchen Umfeld er bei mir werkelt. Da dies einen Unterschied in Messung und Kühlleistung mit sich bringen kann!!!
Die Arbeitsumgebung ;)

Das Gehäuse: Ein be quiet! Silent Base 801 mit Sichtfenster, schallgedämmter Midi -Tower ist passend für CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 185 mm. Die originalen Lüfter habe ich durch 7x Cooltek Silent Fan 140mm Blue mit 13,9db ersetzt. Wobei 6 dieser Lüfter nur im 7 Volt Betrieb laufen. Außerdem haben noch 2 140mm Lüfter eines kleinen europäischen Konkurrenzanbieters ihren Platz im Gehäuseboden gefunden. Sie dürften so bei ca. 10-12db liegen.
Der Tower wurde von mir noch mit Dämmung nachbehandelt (fast eine große Platte gestückelt) und jeder Gehäuselüfter werkelt entweder hinter einem Gummi- oder Silikon- Entkoppler.

Die CPU: AMD FX 8370e ohne Turbo. Die CPU arbeitet mit einer Offsetspannung und werkelt von 0,988V-1,022V bei 7x267Mhz Systemtakt (1869Mhz) bis 1,344V bei 17x267Mhz(4539Mhz) | auf allen 8Kernen. Sie erreicht dadurch im CinebenchR15
einen Single Core von 107 und einen Multi Core von genau 720.
Spannungswandler: Werden mit einer Offsetspannung von +0,16250V, bei einer Geschwindigkeit von 2403Mhz, im NB-+HT- Takt gequält.

Arbeitsspeicher:16 GB HyperX 2400Mhz @2136Mhz mit einer Latenz von 11-13-13-30
OS: Win10 1809 Enterprise mit allen Updates bis dato.
Grafikkarte: RX 580 Nitro+ 8GB
Festplatten: Eine 120GB SSD HyperX wird von 2x 1TB Enterprise HD mit 128MB Cache unterstützt und von 2 externen 1TB Festplatten via USB 3.0 ergänzt.

Das Schlangenöl | oder das Steroid fürs Review hatte ich mir schon vor Erhalt des Kühlers bestellt und für den Test fest eingeplant. Es ist nicht ganz profane Wärmeleitpaste mit einer Wärmeleitfähigkeit von 12,5 W/mK.
Beigelegt war übrigens Dow Corning TC-5121 mit einer Wärmeleitfähigkeit(oder vielleicht doch eher Dämmfähigkeit) von 2,5 W/mk, laut Fremdhersteller PDF. Enermax hat auf seinem Karton aber sehr fair auf das verwendete Produkt hingewiesen! Perfekt!!!

Design & Verarbeitung:
Doch eins nach dem Anderen. Erhalten hab ich den ENERMAX ETST50 AXE Silent Edition Kühler in einem ansprechenden Karton auf dem alle wesentlichen Produktangaben enthalten waren. Der CPU-Kühler samt Zubehör war sicher und übersichtlich verpackt, so das nichts aneinander reiben, bzw. sich Stoßschäden oder Kratzer zuziehen konnte. Beim Auspacken konnte ich auch den ersten Blick auf den Airguard | eine klasse Idee zum Lenken und zum Verdichten des Luftstroms erhaschen. Ehrlicherweise hatte ich so etwas vorher noch nicht gesehen. Auch viel mir gleich auf, dass bei diesem Kühler sehr wenig Luft an den Seiten entweichen kann, was zu einem schönen gerichteten Luftstrom zum hinteren Gehäuselüfter beiträgt. Von der Haptik war nichts scharfkantig oder mangelhaft verarbeitet. Im Gegenteil | selbst hinter dem Airguard waren gummierte Vierecke verklebt die wie die verklebten gummierten Unterlegscheiben am Lüfter Vibrationen schon im Keim ersticken sollten!!!
Doch wo so viel Licht bei ca. 35¤ ist, da gibt auch ein wenig Schatten. Als erstes viel mir ein scheinbar unterschiedlicher Schwarzton oben auf dem Kühler auf, der sich aber unter zu Hilfenahme von Fensterreiniger und einem Mikrofasertuch restlos(!!!) beseitigen ließ.
Als nächstes war bei dem CPU-Lüfter angepriesen worden, dass man die Lüfter Blätter samt Kappe vom Rest des Lüfters trennen könne. Ich bin ja eher Typ Grobmechaniker | aber mein Verstand hat mir nach einem größeren Kraftaufwand Einhalt geboten. Auf der anderen Seite wäre anzumerken, dass dadurch bei mir Lüftervibrationen mal so etwas von ausgeschlossen waren ;). Zur Einordnung möchte ich aber anmerken, dass man den Lüfter an der entscheidenden Stelle gut mit einem Druckluftspray säubern kann
Schön wäre noch ein langer Kreuzschlitzschraubendreher gewesen da die eine Schraube zum Montieren des Kühlers sonst schwer zu erreichen ist. Und | na ja | Wärmeleitpaste halt& Doch das war mir von vornherein klar!
Bevor ich dies vergesse! In vorletzten Nachteil sind übrigens noch zwei dicke Vorteile versteckt. Dadurch das der Kühler seine Fläche versetzt zu den Heatpipes führt gibt es mit Arbeitsspeicher, von der Einbauhöhe keinerlei Probleme. Und der Airguard ist näher am hinteren Gehäuselüfter was ein plus an Kühlleistung bedeutet, aber etwa auf Sockel 2011ér Systemen den darunter liegenden Arbeitsspeicher nicht behindert. Auf die sehr gut gelöste Montagelösung des Kühlers komme ich im nächsten Punkt der Montage zu sprechen.

Montage:
Zuerst sei kurz erwähnt, was wir hier eigentlich Montieren. Fünf doppelt geführte Heatpipes a 6mm mit einem Kampfgewicht von 864 Gramm inklusive Lüfter. Von der Konnektivität ist bei AMD seit Sockel AM2 alles dabei ausgenommen Serversockel und TR-4. Bei Team Blau sieht es ähnlich aus da geht von Sockel 775 über Sockel115x und von Sockel 2011 | Sockel 2066 alles! Mit einer gigantischen Kühlfähigkeit von bis zu 230 Watt.
Kleiner Tipp für Interessierte: Erden | nein | Nylon Antistatik Handschuhe - ja ;-)
Nachdem der Rechner stromfrei, die Staubfilter und Gehäuse Seitenteile abgebaut waren baute ich zunächst erst mal die Grafikkarte und die SSD | Halterung nebst SSD aus, damit ich den CPU | Kühler, ohne Mainboard Ausbau installieren konnte.
Nachdem das Vormodell mit 6 Heatpipes, vernickelten Boden und ebenfalls 14cm Lüfter aus dem Weg war(meine Erwartungen an ENERMAX sind also hoch), fing ich an die CPU mit einer Mischung aus Entfetter und Alkohol zu reinigen. Danach baute ich den Kühler, strickt nach Anweisung auf. Die abgerundeten Schrauben fallen in einer Position bombenfest in die dafür vorgesehene Öffnung rein, ohne das sie sich später beim Befestigen mitdrehen könnten!!! Das war in sofern bemerkenswert, da für AM3+ und AM4 die Schraublöcher halboffen ineinander übergingen. Gehalten werden sie dann erst mal von vier Gummi Unterlegscheiben, die so bemessen sind, das die Schrauben schön in Position gehalten werden. Diese waren übrigens gerändelt, so dass man sie erst vorsichtig über das Gewinde drehen und dann über den glatten Hals der Schraube schieben konnte. Darüber kommen kommen auf der Vorderseite des Mainboards weitere vier weitere Kunststoff | Abstandshalter die ebenfalls eine kleine innere Fixierung besaßen. So bleiben sie schön mittig zum Schraubenkörper. Danach vorsichtig den oberen Teil der Kühler Halterung auflegen | um ihn dann mit vier gerändelten Muttern zu fixieren.
Dabei sollte man darauf achten, dass die aufgezeichneten Kreise der Löcher am Mainboard unter den Kunststoff | Abstandshaltern verschwinden. Dann sitzt der Kühler hinterher auch mittig und gerade auf der CPU!!!
Nun habe ich die CPU mit der anderen Wärmeleitpaste versehen und den Kühler ohne Lüfter und Airguard mit der Halterung verschraubt. Auf der Seite zum Arbeitsspeicher ein Kinderspiel | auf der anderen Seite ging es überraschenderweise dann doch leicht schräg mit einem normal langen Schlitzschraubenzieher. Bis auf dieses Gefrickel und dem Punkt, das man den Lüfter lieber vorher bei ungünstiger Lage des Stromanschlusses (abweichend zur Anleitung) einstecken sollte, hat auch hier ENERMAX sonst alles sehr gut gelöst! Man schraubt nämlich ein hohles Röhrchen links und rechts auf eine kleine Gewindestange, was für eine sehr gute Stabilität und Halt des CPU-Kühlers sorgt.
Der Lüfter hat übrigens ein super schön langes Kabel, was es möglich macht, dass man den Rest davon super auf der Gehäuserückseite verschwinden lassen kann. Das spätere Reinigen wird damit zum Kinderspiel. Nach dem der Lüfter montiert ist, bleibt es nur noch den Airguard ein zu haken und das drehbare Gitter bestmöglich Richtung hinteren Gehäuselüfter auszurichten.

Vibrationen:
Nope&Never ;-)

Luftdurchsatz:
50m³/h | 94m³/h | bei 500 - 1000U/Min
Da der Lüfter bei mir aber von 550U/Min | 1073U/Min gedreht hat(ausgelesen mit Aida64),
kann man durchaus von einem Luftdurchsatz von 100m³/h ausgehen!

Lautstärke:
Dafür musste ich ein paar Apps auf einem Nokia 7 Plus probieren.
Das Smartphone verfügt über 3 Mikrofone. Benutzte App Werte:
Raum ohne Lärm von draußen 18db.
Staubsauger volle Leistung / 2m Entfernung 87db.
Stärkeres Tippen auf mechanischer Tastatur ergab Ausschläge von über
60db.
Bauch und Magengrummeln nach Essen von Sauerkraut bei Lautstärkemessung Rechner + 12db.

Es funktioniert wohl ganz gut und verlässlich!
Gemessen habe ich im offenen Gehäuse, direkt mit allen anderen Lüftern am voll laufenden CPU-Lüfter, 50db. Diesen Wert kann man aber sofort wieder vergessen, da im Gehäuse die Schallwellen reflektiert werden.
Um einen REALISTISCHEN WERT bei offenen Gehäuse zu ermitteln habe ich das Smartphone, auf Höhe des CPU-Lüfters, im Abstand von 0,75cm im 90°Grad Winkel positioniert! Ergebnis: 28db mit allen anderen Gehäuselüfter, bei 1073U/Min(CPU-Kühler).

Bei normal geschlossenen Gehäuse ergab sich gerade mal ein Wert von max. 24db, ohne HD Geräusche in 1m Entfernung, im absoluten Lastszenario, bei 1073U/Min(CPU-Kühler).

Bei gleicher Messentfernung ergab die Idle Messung 20db-22db.

Ergebnis: Selbst wenn der Lüfter mit Volldampf läuft, ist er vom restlichen Lüftersäuseln kaum raus zu hören.



Kühlung:
Fairerweise möchte ich hier nochmal anmerken, dass ich eine Wärmeleitpaste mit einem 5x besseren Wärmeleitwert wie der Hersteller des Kühlers verwendet habe.

Ich mache es mal kurz und trocken&Im Idle kann es bei 1% Systemauslastung unter Raumtemperatur gehen. Dieses Review wird ja nochmal analog im Mindfactory Forum mit Bildern erscheinen. Gemessen bei 21°Celsius Raumtemperatur, 12°Celsius mit Bildbeweis. Klar, springt der Virenscanner kurz an oder ich schaue ein YouTube Video sind es in etwa Raumtemperatur(+-5°Celsius).

Während des 2. 15 minütigen Lasttest (alle 8 Kerne auf 100%), via Aida64, stellte sich bei mittlerweile 26°Celsius Raumtemperatur (hatte dafür extra nochmal meinen großen Heizkörper aufgedreht) folgendes Ergebnis ein:
Motherboard: 31°C
CPU:51°C
North Bridge:56°C

Auch dazu wird ein Bild gepostet, da meine alte CPU bei 8x 4,5Ghz, bei 1,344V, sehr vorsichtig geschätzt, im Schnitt ca.115 Watt konsumieren dürfte.


Kommen wir also zum Preis/Leistungsverhältnis:
Bei der hier vorgelegten Verarbeitungsqualität und erreichbaren Kühlleistung, kann ich diese einfach nur als überragend bezeichnen. Dieser CPU-Kühler ist, wenn man sich die Mühe macht, den Kompromiss beim Preis von ca. 35¤ zu finden, einfach der absolute Preis Leistungshammer. Von mir nochmal ein ganz großes Lob an Mindfactory, dass Ihr euch genau diesen Kühler als Produkttest herausgesucht habt!!!! Klar war ich froh, mich als Tester bewerben zu können. Aber nur so war ich auf den Kühler aufmerksam geworden!
Als sich dann 2 Tage nach dem Stichtag, zur Auswahl der Tester nichts rührte und der Kühler nicht verfügbar war, hatte ich Ihn mir nämlich bei einer anderen Firma, als angeblich lieferbar bestellt. Hätte da noch eine knappe Woche auf das Produkt warten müssen, weil er auch dort nicht lieferbar war. Sprich den CPU-Kühler wollte ich unbedingt!
Mir war halbwegs klar, was dort für welchen Preis angeboten wird und wo die eigentliche Schwachstelle des Lüfters, für den Preis, liegen dürfte. Deshalb bin ich auch vorher bei gegangen und habe sehr genau nach einer Wärmeleitpaste mit eben solchen Werten gesucht.

Wertigkeit & Haltbarkeit:
Werde mit diesem Kühler auch auf AM4 noch viel Freude haben. Im Gegensatz zu meinen alten Kühler, kann ich diesen nämlich auf den neuen Sockel montieren. Bei der Verarbeitungsqualität und einer Lebensleistung von 160000 Std. für den Lüfter werde ich mit diesem Lüfter noch Jahre Freude haben. Was soll der denn etwa bei einem 3000ér Ryzen
8-Kern Prozessor mit 16 Threads nicht kühlen? Das wird doch leichter als beim bestehenden System!

Vergleich zu ähnlichen Produkten:

Auch hier kann ich den Punkt kurz gestalten. Ein eher günstiger Anbieter aus Asien wollte etwas vernünftiges bauen und haute einen Lüfter für 59,90¤ raus. Einen alten Testbericht findet ihr unter: https://www.planet3dnow.de/vbulletin/threads/390493-Weltpremiere-CPU-Kuehler-Xilence-M612-Pro
Beim Xilence-M612-Pro musste ich noch ein wenig an der unteren Mainboardhalterung feilen, damit er überhaupt sicher auf den AM3+ Sockel umziehen konnte. Von der Kühlleistung dieses Lüfters kann sich jeder überzeugen | auch bei 140Watt Last.
Nun kommt Jahre später Enermax mit diesem Kühler& Hätte ich die Wahl würde ich zum Enermax greifen, da er zwar nur genauso gut mit einer Heatpipe weniger kühlt | jedoch bei gleicher Kühlleistung schöner aussieht, besser mit meinem jetzigen Gehäuse harmoniert und leiser als mein letzter CPU-Kühler arbeitet!


Fazit:
Hochwertige Wärmeleitpaste kaufen und nicht versuchen den Lüfter auseinander zu nehmen. Und ich kaufe mir definitiv nochmal einen Kreuzschlitzschraubendreher mit einem sehr langen Hals.
Ansonsten kneife ich es mir nach diesem Monsterreview nochmal alle positiven Punkte raus zu kramen ;) Für mich, unter Erwägung des Preises | besser kann man sein Geld kaum anlegen!

Schlussbemerkung: Nein, ich habe kein Flüssigmetall verwendet und nenne meine Bezugsquelle nur nicht, weil dieses Produkt definitiv nicht bei Mindfactory angeboten wird. So etwas würde ich unredlich finden und ich bitte diesbezüglich um Verständnis.
    
  
5 5
     am 06.03.2019
Produkttester
Im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion von Mindfactory zusammen mit Enermax durfte ich den Enermax AXE ETS-T50A-FSS in der Silent Edition ausgiebig testen.
Dementsprechend erstmal ein Dankeschön an Mindfactory und Enermax, der Community eine Chance zu geben, ein neues Produkt zu testen und dann auch noch selber etwas davon zu haben.
Der Enermax ETS-T50A ist neben dem schwarzen Kühlblock mit einem 140mm Lüfter und einem Gitter zur Adjustierung des Luftstroms ausgestattet. Die angegebene TDP beträgt 235 Watt. Des Weiteren "trotze" der T50A vor Innovationen, unter anderem beispielsweise dem bereits genannten Gitter oder dem Direktkontakt der Heat Pipes (Heat Pipe Direct Touch/HDT).
Diese und weitere Innovationen, Erneuerungen und Charakteristiken sollen diesen CPU Kühler zu einem optimalen Produkt für Gaming orientierte Nutzer mit anspruchsvollen Bedürfnissen machen.

Mein System, in welchem ich den Kühler eingebaut und ausgiebig getestet habe, besteht aus den folgenden Komponenten, als Betriebssystem nutze ich Windows 10 Home.
AMD Ryzen 7 2700x
MSI B450 GAMING PRO CARBON AC
Corsair Vengeance 16 GB DDR4 3000mhz CL15
ASUS GeForce STRIX 1060 STRIX OC

[ 512GB Samsung 960 Evo M.2 NVME SSD
Seagate 3TB HDD
be quiet! Pure Power 10 500 Watt Non-Modular 80+ Silver
Creative Sound BlasterX Ae-5 Hi-Res Gaming Soundkarte / DAC | RGB, PCIe (interne Soundkarte) ]

zusätzliche Lüfter: 2x be quiet! Silent Wings 140mm (Front)
1x be quiet! Silent Wings 120mm (Back)

Alles verbaut im Fractal Design Meshify C (Midi Tower).


Mein Review werde ich unterschiedliche Abschnitte unterteilen, die sich jeweils auf ein anderes Augenmerk des Kühlers fokussieren.

1. Unboxing, Bestandteile
2. Äußerliche/optische Eigenschaften des Kühlers
3. Montage und benötigtes Werkzeug
4. Prüfsystem und Vorstellung der Games & Benchmarks
5. Benchmarks & Temperaturen
6. Anmerkungen zu Lautstärke, Kühlung, Drehzahl
7. Vergleich zum AMD Wraith Prism (Boxed Kühler)
8. Fazit, Pro/Contra


1. Unboxing und Bestandteile

Der Enermax AXE ETS-T50A kommt in einer gut aussehenden, wertigen Box aus Pappe, gehalten in Schwarz und Rot. In dieser Box finden sich der Kühlblock mit bereits angebrachtem Luftzug-Gitter, dem Lüfter und einer kleinen Schachtel mit den Accessoires, bestehend aus einer Back Plate, mehreren Washern, Position Screws, Muttern (Nuts), Abstandshaltern (Stand-offs), Schrauben für den Intel Sockel LGA 2011/2066, zwei Mounting Plates für Intel Sockel, zwei Fan Clips, einer Mounting Plate für AMD Sockel und einer kleinen Tube Wärmeleitpaste. Des Weiteren ist noch eine übersichtliche, kurz gehaltene Anleitung beigelegt. Alles schön und sauber verpackt. Die Bodenplatte des Kühlkörpers ist abgeklebt, andere Kühler haben bereits Wärmeleitpaste aufgetragen - meiner Meinung nach besser gelöst von Enermax!
Das Gitter zur Regulierung des Luftstroms ist bereits am Kühler befestigt, jedoch muss es zur Montage vorerst abgenommen und nach der Befestigung des Kühlers wieder festgemacht werden, da es sonst eine der beiden Schrauben verdecken würde. Es ist etwas umständlich, dass dieses Gitter bereits montiert ist, jedoch ist es so einfach ab zu machen, kein großes Problem.


2) Äußerliche bzw. optische Eigenschaften und Merkmale des Kühlers

Der Kühlkörper ist in Schwarz gehalten und sieht designtechnisch einfach sehr gut aus. Das matte schwarz würde in eigentlich fast jedes System passen. Details wie die ergonomische Pfeileinkerbung, oder das Färben der Copper Heat Pipes runden das Gesamtbild des Kühlers ab. Auch das Gitter sieht sehr gut aus, passt zum Kühler, und ist, wie bereits gesagt, ein sehr gutes Feature. Der Lüfter könnte besser aussehen, die Finnen des Kühlers sehen beispielweise bei den be quiet! Lüftern besser aus. Im Betrieb kommt dies aber sowieso nicht groß zu tragen.
Auf dem Lüfter ist das Enermax Logo mit Schriftzug zu sehen, was leider unter Betrieb nicht gut aussieht, da es nicht symmetrisch ist und der Schriftzug somit etwas unregelmäßig drehend rüberkommt. Dies könnte auch auf die niedrige Drehzahl im Idle zurückführbar sein, be quiet! aber löst dies beispielweise durch einen Schriftzug, der beim Drehen des Lüfters kreisähnlich erscheint. Ein Kleiner, jedoch berechtigter Kritikpunkt. Könnte man etwas anders machen.
Das Kabel des Kühlers ist nicht gesleeved, was ich schade finde, da dies bei meinem boxed Kühler von AMD der Fall war und es optisch nochmal besser aussieht. Die Handhabung und Verarbeitung ist auch nicht zu bemängeln, keine Makel. Die Heat Pipes sind asymmetrisch, jedoch hat das mit der RAM Kompatibilität auch seinen Grund.

Insgesamt ist die Optik sehr ansprechend mit ein paar kleinen Makeln, die aber das Gesamtbild des Kühlers nicht groß beeinträchtigen. Abgesehen von diesen Kritikpunkten ist die Optik insbesondere in dieser Preisklasse für fast jeden PC geeignet.

2. Montage und benötigtes Werkzeug

Die Montage war einfach, bei mir musste ich erstmal die vorhandene Backplate lösen, um die Backplate für den T50A mit vier Schrauben, vier Washern und Abstandshaltern zu befestigen. Daraufhin kamen die Muttern zum Einsatz, wurden auf die Abstandshalter geschraubt/gedreht. Dann kam direkt der Kühlkörper zum Einsatz, das bereits montierte Gitter musste mit einem leichten Handgriff gelöst werden und man konnte schon mal Wärmeleitpaste auf den Heat Spreader auftragen, ich habe zuerst die beigelegte, dann, für den eigenen Gebrauch nach dem Test, Thermalgrizzly Kryonaut genommen. Vorerst musste die Folie von der Bodenplatte des Kühlers entfernt werden. Dann begann die eigentliche Installation; man musste einfach nur den Kühler mit den bereits montierten Schrauben auf die vorgesehen Fassungen setzen und festschrauben. Hier kommt aber ein Kritikpunkt auf. Ich persönlich besitze Wera Schraubendzieher und die und diese waren schwer zu benutzen, da sie zu kurz waren. Man braucht einen (sehr) langen Schraubenzieher, den, wie ich, nicht alle haben werden, um die Schraube ohne Komplikationen festzudrehen. Notfalls könnte Enermax auch einen dazulegen, dann wäre das kein Problem gewesen. Somit nutzt sich der Schraubenzieher und die Schraube unnötigerweise ab. Dieses Problem tritt nur auf einer Seite auf. Die Schraube, die näher an den (vom Sockel aus rechten) RAM Bänken liegt, lässt sich einfach, reindrehen. Nach dem Befestigen des Kühlkörpers montiert man einfach das Gitter und den Lüfter. Mit den Spangen, die der Befestigung des Lüfters dienen, hatte ich anfangs Probleme; nachdem ich es aber einmal richtig gemacht habe bzw. verstanden habe, ging es aber. Zum Ende hin kann man das Lüftergitter nach belieben ausrichten und das war's.
Insgesamt einfach und unkompliziert, kleine Komplikationen wie das Problem mit dem langen Schraubenzieher stören etwas.

3. Prüfsystem und Vorstellungen der Games & Benchmarks

Ich teste in dem oben genannten System bei normaler Raumtemperatur. Das Gehäuse wird durch zwei 140mm Silent Wings 3 in der Front und einem 120mm SW3 hinten im Gehäuse belüftet. Die Lüfter sind im BIOS auf "Auto" eingestellt und laufen ungefähr etwas unter 1000 RP/M.

Die Temperaturen teste ich mit dem Prime95, dem CPU-Z (Stress+Bench) und dem Cinebench R15 Benchmark. Dazu kommen noch ein paar Spiele, der Benchmark aus Far Cry New Dawn und das Rendern eines Videos mit Adobe Premiere Elements.

Gemessen wurde alles mit dem Argus Monitor und dem AMD Ryzen Master.
Temperaturen sind immer auf alle Kerne bezogen. Als Referenz zum Enermax T50 nehme ich den boxed Kühler von AMD und verschiedene Modi, einmal den Auto Mode und ein manueller OC sowie das Gehäuse im geschlossenen und offenen Zustand. Für den RAM ist das XMP Profile 2 eingestellt (2933mhz, CL15).


4. Ergebnisse der Games & Benchmarks


Alle Spiele wurden in 1920x1080p getestet. Die Benchmarks (und der Idle "Test") liefen mindestens 5 Minuten.

1) AMD Wraith Prism (Boxed), Geschlossenes Case, Auto Mode (XFR2), ThermalGrizzly Kryonaut

Idle: 36-38° @4,0ghz (~2269 RPM)
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): 68° (nach ~20Min.) @3,825 | 3,850ghz
Overwatch (hoch-ultra): ~50° @~3,95ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 59° @~3,875ghz
Cinebench R15: 1564 Punkte, 70-74° @~3,850ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4678.1 Punkte, 67° @3,9ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: 4600 Punkte, 74° @3,8ghz
Prime95 (Stufe 1/ Small FFTS): 79° @3,7ghz
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 65-67° @3,85 | 4,00ghz

2) Enermax ETS-T50A-FSS, Geschlossenes Case, Auto Mode (XFR2), Enermax Dow Corning TC-5121 (mitgelieferte Wärmeleitpaste)

Idle: 32° @4,0ghz
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): 52° @3,95ghz
Overwatch (hoch-ultra): 45° @4,0ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 51° @3,9ghz
Cinebench R15: 1724 Punkte, 62° @3,750ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4786.7 Punkte, 60° @3,875ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: ~4745 Punkte, 66° @3,875ghz
Prime95 (Stufe 1)/ Small FFTS): 69° @3,775ghz (~1000 RPM)
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 55-60° @3,925ghz

3) Enermax ETS-T50A-FSS, Geschlossenes Case, Auto Mode (XFR2), ThermalGrizzly Kryonaut

Idle: 33° @4,05 | 4,2ghz
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): ////
Overwatch (hoch-ultra): 42-44° @4,0ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 53° @3,95ghz
Cinebench R15: 1699 Punkte, ~63° @3,825/3,850ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4749.1 Punkte, 65° @3,85ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: 4725 Punkte, 67° @3,825/3,850ghz
Prime95 (Stufe 1): 71° @3,725/3,750ghz
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 60° @3,9ghz


4) Enermax ETS-T50A-FSS, Offenes Case, Auto Mode (XFR2), ThermalGrizzly Kryonaut

Idle: 31° @4,0ghz
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): 48° @3,95ghz
Overwatch (hoch-ultra): 40-42° @4,0ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 47° @3,9ghz
Cinebench R15: 1724 Punkte, max. 62° @3,750ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4765.5 Punkte, max. 59° @3,875ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: 4765 Punkte, 63° @3,875ghz
Prime95 (Stufe 1): 67,5° @3,775ghz
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 51-60° @3,9ghz

Die Temperaturen sind alle so gut wie möglich gemessen worden, können jedoch gut möglich um ein paar Grad abweichen.


5. Der Kühler läuft im Idle sehr leise, man bemerkt ihn fast gar nicht. Unter 100% Last hört man ein leichtes brummen bzw. summen, aber noch immer im akzeptablen Raum. Ich habe noch eine etwas ältere 3TB HDD eingebaut, die beim Boot des Systems sogar am lautesten ist. Die Silent Wings 3 sind meines Erachtens nach noch leiser, kosten aber auch fast 20 Euro pro Stück, was preislich natürlich nicht vergleichbar ist. Zwei dieser kosten schon mehr als der CPU Kühler mit Lüfter, dafür macht der Lüfter einen sehr guten Eindruck.
Für diese Preiskategorie ist die Lautstärke angenehm leise.

Die Temperaturen sind auch sehr gut. Alles ist im guten Rahmen. Insbesondere im Vergleich zum Boxed Kühler schneidet der T50 sehr gut ab.

Läuft Prime 95 liegt die Drehzahl bei ungefähr 1000 RP/M. Man hört den Lüfter dann zwar, aber ich empfinde dies als nicht sonderlich störend. Da läuft meine HDD lauter. Im Idle ist der Kühler so gut wie stumm, man hört ihn ganz leicht, aber für diese Preiskategorie ist das sehr stark.

6. Vergleich zum AMD Boxed Kühler "Wraith Prism" des Ryzen 7 2700x

Aufgrund des Designs und der RGB Beleuchtung hatte ich seit meines Kaufes meiner Ryzen CPU den Boxed Lüfter in Benutzung, da er noch ausreichte und einfach gut aussieht. Mit dem Enermax T50A, der design technisch den Wraith Prism überragt, obwohl er keine RGB Beleuchtung hat bzw. ich die Version ohne besitze, habe ich nun eine sehr gute Alternative.
Der Wraith Prism lief relativ laut, was insbesondere im Idle sehr gestört hat. Dieses Problem habe ich dank des T50A nun nicht mehr. Zur Lautstärke kommt auch noch die verbesserte Kühlung hinzu, die sich beispielweise in Prime 95 um 10° (!) verbessert hat. Auch im Idle ist der Enermax Kühler um die 8° kühler. Der Airflow des Cases wurde zudem auch noch verbessert, da der Wraith Prism vertikal saß.

Insgesamt ist der T50A ein sehr gelungenes Upgrade, das mir jetzt auch eine gute Basis für höhere Taktraten bietet. Des Weiteren ist kann ich den PC jetzt beinahe geräuschlos auch über Nacht laufen lassen.

7. Fazit zum Enermax AXE ETS-T50A Silent Edition
Insgesamt überzeugt mich der T50A beinahe komplett. Ich finde nur kleine Kritikpunkte, die jedoch nicht gravierend sind. In seiner Preiskategorie ist er meiner Meinung nach durchaus eine Empfehlung, jedoch müsste man ihn nochmal gegen den be quiet! Pure Rock antreten lassen, da dieser nicht unbedeutend ist, insbesondere in der niedrigen bis mittleren Preiskategorie der Luftkühler. Ich würde eigentlich 4.5 Punkte geben, aber da das nicht geht runde ich auf 5 Sterne. Die genannten Kritikpunkte sind alle lösbar, insbesondere durch Enermax.

Danke nochmal an Mindfactory und Enermax!
Sollten Fehler im Review auftreten, gerne melden.
    
  
5 5
     am 05.03.2019
Produkttester
Review zum Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

Im Folgenden werde ich etwas über meine Erfahrungen und Tests mit dem Lüfter in den ersten 1-2 Wochen der Nutzung erläutern.

Lieferumfang:

Der CPU-Kühler kommt in einem Pappkarton zusammen mit einer Installationsanleitung und Montagezubehör. Das Montagezubehör besteht aus einer Spritze mit Wärmeleitpaste, sowie einer Backplate, andere Metallplatten, Schrauben, Muttern, Klammern und Abstandshaltern zur Befestigung des Kühlkörpers am Mainboard. Die Anleitung bietet Deutsch, Englisch und zehn anderen Sprachen. Sie ist etwas merkwürdig strukturiert, aber übermittelt die wesentlichen Informationen. So werden nach der Anleitung die Sockel Intel LGA775/115X/1366, Intel LGA2011/2066 und AMD AM4/AM3(+)/AM2(+)/FM1/FM2(+) unterstützt.

Kühlkörper:

Der CPU-Kühler ansich besteht aus weiteren drei, voneinander trennbare, Teilen. Als größter Bestandteil der Kühlkörper selbst. Dieser ist komplett im matten Schwarz gehalten und wirkt sehr wertig. Der Kühler ist zur Halterung etwas versetzt, damit es zu keinen Problemen mit zu hohem RAM kommt. Dies finde ich sehr praktisch, da man sich vor dem Kauf oft nicht sicher sein kann, ob der Kühler mit dem Arbeitsspeicher räumlich zusammen passt.
Der Kühler hat fünf Kupferheatpipes welche direkt an der CPU anliegen und bis auf die Kontaktfläche, auch in mattem Schwarz lackiert sind.
Die 54 Lamellen des Kühlers sind über die kurze Seite asymmetrisch geformt, wahrscheinlich mit dem Gedanken den Luftstrom besser auszunutzen. Die Lamellen sind, wie auch bei anderen Kühlern dieser Bauart, leicht zu verbiegen und der Abstand zwischen den Lamellen ist zwar nicht perfekt gleichmäßig, aber auch nicht schlechter als bei anderen Kühlern. Von Haus aus sind ein paar "Optimierungen" an der Lamellen vorgenommen worden. So ist jede von ihnen an den kurzen Seiten um 90 Grad gebogen, womit die Seiten des Kühlers zum großen Teil geschlossen sind und die Luft nicht zur Seite entweichen kann. Zusätzlich sind jeweils hinter den Heatpipes zwei kleine Stückchen der Lamellen hochgebogen. Diese sollen Luft an Stellen befördern, an die sonst angeblich zu wenig kalte Luft kommt. Auch wenn diese Verbesserung sicherlich alle gut gemeint und gedacht sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie einen wirklichen Unterschied in der Kühlleistung bringen.
Der Kühlkörper wiegt inklusive Halterung 830g und zusammen mit dem Lüfter und Luftgitter 1043g.

Luftstromgitter:

Ein weiteres Teil des Kühlers ist ein Luftgitter aus Plastik, welches den ausgehenden Luftstrom in eine Richtung, die selbst eingestellt werden kann, lenken soll. Ich denke, dass dies ebenfalls nicht viel bringt, da ja die meiste Zeit eher niedrige Windgeschwindigkeiten durch den Lüfter erzeugt werden. Aber wenn man es hat, kann es natürlich auch nutzen und so den Wind etwas in Richtung einer Gehäuseöffnung lenken.

Lüfter

Der dritte Teil des Kühlers ist der aktive Lüfter selbst. Dieser hat eine Größe von etwa 130 mm und einen vierpoligen-PWM-Stromanschluss. Das Kabel hat eine Länge von knapp 50 cm. Da bei meinem Mainboard der Anschluss für den CPU-Lüfter sehr nah am Kühler gelegen ist, ist das Kabel eigentlich zu lang. Der Lüfter wird über zwei Metallklammern am Kühlkörper befestigt. Leider sind diese, als einziges Teil nicht schwarz, sondern metallig. Außerdem ist bei der Montage des Lüfters durch die Klammern etwas schwarzer Lack von den Lamellen abgekratzt. Da der Lüfter diese kleinen Stellen aber verdeckt, ist dies relativ egal.
Auf den ersten Blick wirkt der Lüfter, besonders die Rotorblätter, eher mittelmäßig, besonders im Vergleich mit einem Lüfter von be quiet!. Angegeben sind für den Lüfter 500 bis 1000 Umdrehungen pro Minute.
In meinem Test betrug die maximale Drehzahl des Lüfters sogar rund 1070 RPM, egal ob über PWM oder DC gesteuert.
Und zumindest mit meinen Mainboard (MSI X370 Gaming Pro Carbon) beträgt die minimale Drehzahl per PWM 507 RPM und per DC 208 RPM.
Auf maximaler Drehzahl ist der Lüfter klar zu hören, aber nicht stören laut. Auf niedrigeren Umdrehungszahlen ist der Lüfter sehr leise und wird deutlich von eingebauten Festplatten und auch anderen Umgebungsgeräuschen übertönt. Die leichte Dämmung an den Schraublöchern hält die Vibrationen gut vom Kühlkörper fern.
Ich denke nach dem Kurztest kann man sagen, dass ich mich in meiner Ersteinschätzung vertan habe, denn der Lüfter macht seinen Job echt gut, auch wenn ich meine, bei ganz genauem hinhören, ein ganz leises rattern gehört zu haben.

Benchmark:

Außerhalb meines etwas gedämmten Gehäuse (be quiet! Silent Base 600), ist von dem Lüfter im Idle kaum etwas zuhören, sodass viele Umgebungsgeräusche lauter sind als der Lüfter selbst. Ich musste z.B. meine HDDs ausbauen, um überhaupt den Lüfter explizit wahrnehmen zu können.
Ich habe mit einem Blender-Benchmark den Ryzen 5 2600 über etwa 20 Minuten auf Volllast laufen lassen. Während des Benchmark war der Lüfter leise, aber schon hörbar.

Angaben zur Testumgebung:
Prozessor: AMD Ryzen 5 2600
Gehäuse: be quiet! Silent Base 600
Drei Gehäuselüfter
Blender CPU-Benchmark zur Auslastung (100% auf allen Kernen/Threads) der CPU unter Fedora 29
Die Werte sind natürlich abhängig von der gewählten Lüfterkurve. Ich habe die Lüfterkurve zwischen den Benchmarks nicht geändert. Die Lüfter wurden beide über PWM gesteuert.

Enermax AXE ETS-T50A-FSS
0min: 35°C 507RPM | Idle
1min: 57,5°C 540RPM
5min: 66,5°C 615 RPM
10min: 68°C 650 RPM
15min: 69°C 680 RPM
20min: 69°C 690 RPM

be quiet! Shadow Rock Slim
0min: 43°C 420RPM - Idle
1min: 65°C 680RPM
5min: 68°C 730 RPM
10min: 67°C 740 RPM
15min: 69°C 758 RPM
20min: 67.5°C 735 RPM

Montage für AM4:

Für Montage wird nur ein langer, mittelgroßer Kreuzschraubendreher als zusätzliches Werkzeug benötigt.
Der Kühler besitzt eine eigene Halterung, sodass bei einem neuen Mainboard als erstes die Standardhalterung abmontiert werden muss, was mit vier Kreuzschrauben schnell getan ist.

Die eigene Halterung für AM4 besteht aus zwei Metallplatten, je eine für Vor- und Rückseite des Mainboards.
Die beiden Seiten werden durch vier Schrauben mit Abstandshaltern und Schraubmuttern verbunden. Das praktische an dieser Konstruktion ist, dass man nur die kleine Halterung am Mainboard frühzeitig befestigen muss und der Kühlkörper später nur von oben auf die Halterung gesetzt wird und mit zwei Schrauben festgemacht. Dabei wird dann kein Zugriff auf die Rückseite des Mainboards mehr benötigt, denn die beiden Schrauben schrauben sich von oben auf die Halterung drauf. Um an die beiden finalen Schrauben dran zukommen, müssen der Lüfter und das Luftstromgitter abmontiert sein. Aber selbst dann ist eine der beiden Schrauben noch recht schwerer zu erreichen und erfordert einen langen Kreuzschraubendreher.
Wenn der Kühlkörper fest sitzt, kann der Lüfter über zwei Metallklammern am Kühler befestigt werden. Dies ist etwas frickelig.
Zudem kann auf der anderen Seite das Luftstromgitter befestigt werden.

Wärmeleitpaste:

Als Wärmeleitpaste liegt eine kleine Spritze bei, die mit Enermax Dow Corning® TC-5121 beschriftet ist. Die verwendeten Spritze sieht der Spritze der Thermal Grizzly Kryonaut Wärmeleitpaste sehr ähnlich. Es könnte also sein, dass es die gleiche Paste ist.


Preis/Leistung:

Ich halte den Preisbereich um die 30¤ für sehr vernünftig, für Kühler die eine Mittelklasse CPU mit bis zu 100 Watt TDP kühl halten sollen. Der Enermax AXE ETS-T50A-FSS (Wer hat sich diesen Namen ausgedacht??) ist vom Hersteller für bis 230 Watt TDP ausgelegt, sodass man eine Mittelklasse CPU sehr leise damit kühler kann.
Ich selbst hatte mit zuvor den be quiet! Shadow Rock Slim gekauft, der ebenfalls in diesem Preisbereich liegt, aber durch die kompakteren Maße nur für 160 Watt TDP ausgelegt ist, was in der Praxis aber nur wenig ausmacht.

Fazit:
Der Enermax AXE ETS-T50A-FSS ist ein Lüfter, der in seinem Preissegment gut mit anderen Lüftern mithalten kann, aber auch nicht hervor sticht. Er ist gut verarbeitet und durch sein (fast) komplett schwarzes Design passt er wohl auch in die Computer derjenigen Leute, die ein möglichst stilvolles Aussehen erreichen wollen.


Testers Keepers:
Ich habe den CPU-Kühler im Rahmen des Testers Keepers Programm von Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Ich denke, dass ich in meiner Neutralität dadurch nicht beeinträchtigt wurde.
    
  
5 5
     am 03.03.2019
Produkttester
die folgende Bewertung erfolgte im Rahmen des Testers Keepers Programm für das Produkt ENERMAX ETS T50 AXE Silent Edition. Produkte von Enermax habe ich bisher noch nie benutzt und die Marke an sich war mir noch recht unbekannt.
Die Bewertung des Kühlers werde ich anhand dieser Kriterien durchführen:
- Design, Verarbeitung
- Montage
- Leistung (Kühlung, Lautstärke)
- Vergleich zu anderen Kühlern
- Preis- Leistungsverhältnis

Design & Verarbeitung:
Die Verpackung erscheint zunächst recht wuchtig und groß, wodurch ich anfangs kurzzeitig Angst hatte, ob der Kühler überhaupt in mein Gehäuse passen wurde. Öffnet man nun die Verpackung, blickt man sprichwörtlich ins Schwarze. Der komplette Kühlkörper, samt Lüfter wird in einem einheitlichem schwarz ausgeliefert. Nach meinem Geschmack wirkt das sehr edel, Fans von RGB würden bei diesem Modell wohl eher in die Röhre schauen. Schon beim ersten Anfassen wird auch die Qualität des Produkts deutlich. Die einzelnen Lamellen wirken sehr stabil, wodurch man keine Angst haben muss, sie beim Einbau versehentlich zu verbiegen. Ich besitze noch einen Thermaltake Macho Rev. B bei dem sich diese Lamellen sehr dünn und fast schon zerbrechlich anfühlen, daher ein großer Pluspunkt in Sachen Wertigkeit für das Enermax Produkt. Neben Kühlkörper und 140mm Lüfter ist noch ein sogenannter Air Guide mitgeliefert. Dieser wird auf der Rückseite des Lüfters befestigt, ist 360 Grad drehbar, wodurch der Luftstrom in eine beliebige Richtung gelenkt werden kann. Über die fünf Heatpipes soll möglich viel Hitze an den Kühlkörper geleitet werden. Besonders gespannt bin ich dabei auf die Verbindung zwischen Heatpipe und CPU. Normalerweise sind diese Heatpipes in eine Bodenplatte eingelassen, die auf der CPU aufliegt. Bei Enermax hat man bewusst auf diese Platte verzichtet, wodurch die geschliffenen Heatpipes direkt auf der CPU aufliegen. Sowas habe ich das erste Mal gesehen. Mit einer Höhe von 163mm sollte der Kühler, trotz anfänglicher Bedenken auch problemlos in die meisten Midi Tower passen.

Montage:
Die Bedienungsanleitung ist recht kurzgehalten, aber dank zusätzlicher Bildbeschreibung auch verständlich. Der Kühler ist sowohl für AMD als auch Intel Prozessoren geeignet. Letztendlich erfolgt die Montage wie auch bei jedem anderen Kühlkörper, über die Verschraubung mittels Backplate am Mainboard und anschließend die Befestigung des Kühlers. Eine geeignete Wärmeleitpaste wurde mitgeliefert, welche jedoch manuell aufgetragen werden muss und nicht als "Pad" bereits am Kühler aufgetragen ist. Vermutlich liegt das auch daran, dass keine Bodenplatte, sondern nur die Heatpipes den Kontakt zur CPU bilden. Aber für den geübten Anwender stellt das auch kein Problem dar. Dementsprechend verlief der Einbau ohne Probleme. Der Lüfter wird nachträglich über Metallclips am Kühlkörper befestigt, was in einem engen Gehäuse etwas nervenaufreiben sein könnte. In meinem Fall habe ich den beigelegten Air Guide nicht montiert, da direkt hinter dem Kühlkörper ein Gehäuselüfter befestigt war, der die Luft nach außen transportiert. Da große CPU Kühler oftmals Probleme für die RAM Speicherplätze belegen, sollte hier erwähnt werden, dass es bei mir keinerlei Probleme gab. Ob das bei anderen Mainboards anders ist, kann ich nicht beurteilen.

Leistung:
Um die Leistung vergleichen zu können ist es für die Leser natürlich relevant zu wissen, aus welchen Komponenten mein System besteht. Wichtig ist es zu erwähnen, dass das ganze System nicht übertaktet wurde:
Mainboard: ASUS Prime B450M-A
Gehäuse: Sharkoon S25-W
CPU: AMD Ryzen 5 2600
Grafikkarte: Sapphire Radeon R9 380

Zuerst habe ich in den BIOS Einstellungen mit der Lüfterkurve gespielt, je nach Hersteller gibt es verschiedene Modi. Setzt man die Lüfterleistung auf 100% ist die Lautstärke auf jeden Fall wahrnehmbar, aber nicht wirklich störend. Realistisch betrachtet wird die 100% Leistung auch nie erreicht und gerade bei leistungsintensivem Gaming würde der Sound des Spiels jeglichen Geräuschpegel überdecken. In der normalen Nutzung beträgt die Leistung um die 50% wodurch der Kühler auch gar nicht bis kaum wahrnehmbar ist. Letztendlich war bei mir immer der Lüfter der GPU zu höhen / lauter als der CPU Lüfter.
Um einen Überblick über die Kühlleistung und die Temperatur geben zu können, habe ich einen Vorher/Nachher Versuch anhand von Idle und Gaming, sowie dem Enermax Lüfter und Standard AMD Lüfter durchgeführt.
Temperatur und Leistung im Idle mit dem Standard Lüfter:
CPU 39 Grad
RPM (Lüfterumdrehungen pro Minute) ~ 1200
Grafikkarte 51 Grad

Temperatur und Leistung im Idle mit Enermax Lüfter:
CPU 32 Grad
RPM (Lüfterumdrehungen pro Minute) ~ 550
Grafikkarte 47 Grad

Temperatur und Leistung beim Gaming (Madden NFL 19) mit dem Standard Lüfter:
CPU 51 Grad (max. 69 Grad)
RPM (Lüfterumdrehungen pro Minute) ~ 1500
Grafikkarte 57 Grad (max. 71 Grad)

Temperatur und Leistung beim Gaming (Madden NFL 19) mit dem Standard Lüfter:
CPU 43 Grad (max. 60 Grad)
RPM (Lüfterumdrehungen pro Minute) ~ 580 (max. 780)
Grafikkarte 60 Grad

Für einen Standardlüfter lässt sich die Leistung des AMD Kühlers auf jeden Fall sehen, aber an den Daten lässt sich deutlich erkennen, dass der Enermax Kühler eine deutliche Leistungssteigerung in Form der CPU Temperatur zwischen 15-20% mit sich bringt. Durch den 140mm Lüfter sinkt natürlich auch die RPM, was in einer niedrigeren Lautstäke resultiert, wobei wie eingangs angedeutet die Lautstärke nie ein Problem war, zumal die GPU sowieso lauter war. Ein netter Nebeneffekt des Enermax Produkts ist die niedrigere Temperatur der Grafikkarte im Idle, vermutlich dadurch, dass die heiße Luft nun besser aus dem Gehäuse geblasen wird.

Preis- Leistungsverhältnis:
Für einen Preis von momentan knapp 35¤ ist der Kühler im unteren Mittelfeld zu finden. Im Vergleich zum Standardlüfter ohne Übertaktung würde ich fast behaupten, dass es nicht unbedingt nötigt ist das Geld in einen neuen Lüfter zu investieren. Möchte man übertakten wird der Unterschied in der Leistung vermutlich deutlicher ausfallen und ist dann eine klare Kaufüberlegung. Die Abgrenzung zu anderen, teils auch bekannteren Marken, ist ohne direkte Vergleiche schwer zu tätigen, ich denke YouTube kann hier bestimmt helfen.
Unabhängig davon ist das was Enermax für den genannten Preis auf jeden Fall top und es gibt meines Erachtens auch nichts zu bemängeln. Gerade in Sachen Haptik und Qualität war ich positiv überrascht. Für meine Nutzung ist der Enermax Kühler auf jeden Fall ausreichend und hat mich auch gleich zufriedengestellt.

Fazit:
Wer sich einen CPU Kühler zulegen, jedoch nicht allzu viel Geld investieren möchte, macht mit dem ENERMEX ETS T50 AXE keine Fehler. Mit seinem sehr hochwertigen Design sammelt er optisch viele Pluspunkte. Auch seine Montage ist dank der detaillierten Bedienungsanleitung nicht sonderlich schwer. Die Kühlerleistung ist auch während dem Gaming hervorragend und bleibt dabei immer noch leise. Im Gesamten ist der CPU Kühler sehr gut gelungen und verdient somit eine klare Kaufempfehlung.
    
  
5 5
     am 03.03.2019
Produkttester
Review ENERMAX ETS-T50 AXE Silent Edition


Ich habe den CPU-Kühler über die "Tester Keepers"-Aktion von Mindfactory zum testen erhalten. Dafür großen Dank an das Mindfactory-Team! Natürlich versuche ich trotzdem den Test so objektiv wie möglich zu halten. Vorweg noch dazu: Ich habe keine Ausbildung im technischen Bereich oder das nötige Equipment für etwaige Messungen (Lautstärke o.ä.), alle Test sind rein subjektiv und nach bestem Wissen und Gewissen, und mit einem gewissen technischen Allgemeinwissen durchgeführt. Ich versuche hier meine persönlichen Eindrücke nach ungefähr 1,5 Wochen Nutzung darzulegen. Leider habe ich auch keine von der Bauart vergleichbaren CPU-Kühler.

Spezifikationen

Bauart: Tower-Kühler
TDP: 230 W
Dimensionen (BxHxT): 144 mm x 163 mm x 110 mm
Gewicht: 864g
Sockel: Intel: LGA 775/115X/1366/2011/2011-3/2066
Amd: AM2/AM2+/AM3/AM3+/AM4/FM1/FM2/FM2+
Heatpipes: 5 x Ø6 mm (Kupfer)
Lüfter: 140 mm @ 500 ~ 1000 RPM (±10%)
Luftdurchsatz: 29.78 ~ 55.45 (CFM) / 50.59 ~ 94.21 (m³/h)
Statischer Druck: 0.57 ~ 2.13 (mm-H2O)
Lautstärke: 13 ~ 22 (dBA)
Anschluss: 4-Pin Anschluss @ 12V

Preis (bei Mindfactory): 34,84 ¤


Testsystem

Mainboard: Asus Z170I Pro Gaming (Mini ITX)
CPU: Intel i7 6700k
CPU-Lüfter (Vergleich): Noctua NH-L12 & Corsair H55 120mm AIO
Arbeitsspeicher: Balistix 16 Gb DDR4 @ 3000 Mhz
GPU: Asus GeForce GTX 1060 Dual OC (6Gb)
Festplatte(n): Samsung 860 Evo 2.5 SATA SSD 512 Gb
Seagate Barracuda 2.5 HDD 1000 Gb @ 7200 rpm
Netzteil: Silverstone SFX 500W
Gehäuse: Streamcom DA2 Mini ITX (dazu später mehr)
Betriebssystem: Windows 10

Verpackung

Der Lüfter kommt wie meist üblich in 2 Kartons geliefert: eine äußere Hülle inklusive Polsterungsmaterial und der eigentlichen Verpackung, einem für einen Lüfter dieser Größe relativ kleinem Karton. Auf dem optisch angemessen gestalteten Karton (es ist kein Premium Produkt) finden sich direkt die meisten wichtigen Informationen (inklusive QR-Code) wie TDP, Dimensionen, kompatible Sockel, Lüfter-Größe und Umdrehungszahl und der Lautstärkebereich abgedruckt. Innerhalb des Kartons ist alles kompakt verpackt und mit einem Inlet aus Pappe sind die Einzelteile voneinander getrennt und beim Transport gut geschützt.

Lieferumfang

Neben dem Kühlkörper und dem Lüfter im mittleren Fach sind im Lieferumfang (in einem separaten Karton) noch
- Backplates für die verschiedenen Sockel
- alle notwendigen Schrauben/Muttern/Distanzstücke zur Montage
- Wärmeleitpaste (Enermax Dow Corning TC-5121)
- Haltespangen für den Lüfter
- Einbau-Anleitung
enthalten.


Design

Das Design des Lüfters ist komplett in Schwarz und klassisch schlicht gehalten, und dadurch sehr gefällig, da er sich optisch zurücknimmt und dadurch mit fast allen PC-Bauteilen farbschematisch kombinierbar ist.
Natürlich könnte man den Lüfter gegen einen anderen 140mm-Lüfter mit RGB-Effekten tauschen soweit man das möchte. Einzig das Enermax-Logo ist in Silber auf dem Lüfter abgedruckt, dabei aber auch relativ klein und zurückhaltend. Auffällig und in meinen Augen das herausstechende Unterscheidungsmerkmal zu vergleichbaren Lüftern ist der "Auspuff" beziehungsweise "Air Guide" an der Rückseite des Kühlkörpers, ein drehbares Element, mit dem man den austretenden Luftstrom leicht lenken kann, um die warme Luft direkt eventuell verbauten Gehäuselüftern zu dirigieren. Die 5 Kupfer-Heatpipes haben einen direkten Kontakt zur CPU ohne dazwischenliegender Kontaktplatte. Im Kühlkörper sind sie ebenso wie die Kühllamellen komplett Schwarz. Insgesamt ist es ein elegant-schlichter Schwarzer Tower-Kühler mit einer (optisch) guten Verarbeitungsqualität.

Montage

Die Montage des Kühlers ist nicht deutlich aufwendiger als bei anderen Tower-Kühlern dieser Größe, aber dennoch mein eigentlich einziger richtiger Kritikpunkt. Die beigelegte Anleitung ist dabei gut verständlich und völlig ausreichend. Dabei allerdings nicht Intel und Amd verwechseln!
Aufgrund des verwendeten Gehäuses war es notwendig, das Mainboard komplett aus dem Gehäuse zu nehmen und den Kühler außerhalb des Gehäuses zu montieren. Bei anderen Gehäusen sollte es möglich sein, den Kühler zu montieren, ohne das Mainboard auszubauen, falls eine entsprechende Aussparung hinterm Mainboard vorhanden ist. Ich würde trotzdem davon abraten und den Kühler außerhalb montieren.
Als erstes muss die Backplate (in diesem Fall für Intel) montiert werden, dazu legen wir sie vorsichtig, da leider ohne Gummierung oder anderen Schutz ausgestattet, von hinten auf das Mainboard. Von der anderen Seite wird die Backplate dann mit den beiden Halterungen und 4 Schrauben fixiert (Abstandshalter nicht vergessen!).
Anmerkung dazu: es gibt unterschiedliche Montageplatten für Intel und Amd, aber nur eine Backplate. Da hätte ich mir 2 verschiedene Backplates gewünscht, um mögliche Verwirrungen zu vermeiden. Das und der fehlende Schutz für das Mainboard unterscheidet diesen Kühler von manchen Premium-Modellen.
Als nächstes muss man die Wärmeleitpaste auftragen (ich verwende allerdings nicht die beigelegte Paste, da ich insgesamt 3 Lüfter teste. Die verwendete Paste ist die Kryonaut von Thermal Grizzly. Dies sollte allerdings kaum einen Unterschied machen, das Temperatur-Delta dürfte maximal 2°C betragen) und dann den Kühlkörper (vorher die Plastik-Abdeckung der Heatpipes entfernen!) vorsichtig und ohne den Air Guide und den Lüfter positionieren und festschrauben. Dies gestaltete sich etwas fummelig, da man optimalerweise einen sehr langen Kreuzschlitz-Schraubenzieher braucht (Schaft über 160mm), den ich aber leider nicht hatte. Nachdem der Kühler ausgerichtet ist kann man ihn gut mit den beiden federgelagerten Schrauben festziehen. Dann den 4-Pin Stecker an den entsprechenden Header auf dem Mainboard anstecken.
Danach bringt man dann den Air Guide und den 140mm Lüfter am Kühlkörper an. Der Air Guide wird einfach angeklippt, der Lüfter mit 2 metallenen und leider etwas billig wirkenden Metallspangen angebracht. Anschließend wird das Mainboard mit dem Lüfter wieder ins Gehäuse gesetzt.
Dabei fällt auf, dass es trotz der Größe des Lüfters und dem kleinen Mainboard (Mini ITX) nirgendwo Probleme mit anderen Komponenten gibt, überall ist genügend Abstand vorhanden, auch die RAM-Riegel haben genug Platz und werden in der Höhe nicht eingeschränkt.
Je nach Übung und Gehäuse sollte die Montage in 15 bis 30 Minuten zu schaffen sein, dabei ist sie in meinen Augen gut und einfach durchzuführen, obwohl es noch Verbesserungsspielraum gibt.

Testsystematik

Ich habe versucht den Test so breit wie möglich zu streuen, und vergleiche dabei verschiedene Anwendungen mit insgesamt 3 verschiedenen Kühlern. Dabei ist dieser Test rein subjektiv, ich habe weder die entsprechenden Messgeräte noch habe ich versucht Ergebnisse wiederholt zu reproduzieren. Ich habe den Kühlern aber immer ausreichend Zeit zum herunterkühlen gegeben, um eine Verfälschung der Ergebnisse zu vermeiden.
Ich habe alle Kühler sowohl mit und ohne Übertaktung der CPU getestet. Dabei ist allerdings zu unterscheiden, dass ich die CPU unterschiedlich hoch übertakten konnte. Ohne Übertaktung kommt der i7 6700k auf 4,0 Ghz auf allen Kernen bzw 4,2 Ghz auf einem Kern im Turbo. Mit dem Noctua NH-L12 habe ich den i7 6700k mit 4,2 Ghz @ 1,15 V auf allen Kernen betrieben, unter der Corsair H55 (120 mm Aio) auf 4,3 Ghz @ 1,2 V und der Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition hat die höchste Übertaktung mit 4,5 Ghz @ 1,25 V möglich gemacht. Die Übertaktung dabei ist allerdings nicht am absoluten Limit, sondern auf Stabilität ausgerichtet. Die Lüfterkurven sind bei allen auf Werkseinstellung gesetzt. Trotz der unterschiedlichen Übertaktungen finde ich die Ergebnisse aussagekräftig, da sie aufzeigen, welchen Spielraum die Kühler haben.
Als Tests habe ich dann Idle/Office/Webbrosing, Prime 95, verschieden Spiele (AAA, Moba, FPS) und verschiedene Arbeitsprogramme (CAD, 3D Rendering) benutzt. Die folgenden Ergebnisse sind immer auf durchschnittliche Höchstwerte bezogen. Alle Tests waren dabei knapp 30 Minuten lang.
Außerdem wurden alle Tests mit offenem Gehäuse durchgeführt, da mein Gehäuse nur Lüfter bis zu einer Bauhöhe von 145 mm (eher 140 mm) unterstützt, der Enermax würde nicht hereinpassen.

Testergebnisse:

Temperaturen (abgelesen aus CPU-Z):

Kühler Idle/Office Prime 95 Spiele Arbeit

Noctua NH-L12 38°C 78°C 70°C 50°C
Noctua NH-L12 (OC) 40°C 84°C 76°C 53°C

Corsair H55 31°C 67°C 61°C 46°C
Corsair H55 (OC) 33°C 72°C 65°C 49°C

Enermax ETS-T50 SE 34°C 65°C 58°C 43°C
Enermax ETS-T50 SE (OC) 36°C 70°C 62°C 46°C

Man kann also deutlich sehen, dass der Enermax Lüfter die Temperaturen sowohl ohne als auch mit (deutlich höherer) Übertaktung niedriger hält als meine anderen Kühler, die einzige Ausnahme ist der Idle-Betrieb bei der Corsair H55.

Lautstärke

Bei der Lautstärke ist noch anzumerken, dass ich für den Test die Gehäuselüfter (2x120mm) deaktiviert habe. Der Noctua NH-L12 hat zwei Lüfter (1x120 mm & 1x90mm @ 300-1600 rpm), die Corsair H55 wurde mit dem 120 mm Noctua Lüfter betrieben.
Trotz des offenen Gehäuses ist der Enermax ETS-T50 SE kaum hörbar. Im Idle praktisch lautlos (geht in den Umgebungsgeräuschen unter, ich wohne an einer viel befahrenen Straße inklusive S-Bahn), hört man ihn unter Last nur leise Summen, aber dies ist keinesfalls unangenehm. Sobald man Kopfhörer auf hat ist er praktisch nicht wahrnehmbar.
Sowohl der Noctua NH-L12 als auch die Corsair H55 sind im Idle ebenfalls kaum wahrzunehmen, die Lüfterdrehzahl liegt nochmals 200rpm unter dem von Enermax. Unter Last dagegen kann man aufgrund der höheren Drehzahl ein Rauschen vernehmen, und leider auch ein leichtes Spulenfiepen bei der Pumpe der Corsair H55. Mit Kopfhören ist dies aber ebenfalls zu vernachlässigen.

Wahrnehmbare Vibrationen habe ich dabei bei keinem der Kühler/Lüfter feststellen können, alle verwendeten Lüfter sind gummigelagert.

Fazit

Der Enermax ETX-T50 AXE Silent Edition hat mich überzeugt. Er schlägt beide meiner Vergleichslüfter, teilweise deutlich, sowohl bei Temperatur als auch Lautstärke, und ist dabei ca. 20¤ günstiger in der Anschaffung. Das Preis-Leistungsverhältnis ist somit sehr gut, von mir eine klare Empfehlung. Allerdings werde ich wohl weiterhin die Corsair H55 verwenden, da ich doch gerne das Seitenteil meines Gehäuses wieder schließen möchte.

Positiv:
- Super Preis/Leistung (!)
- Gute Leistung sowohl hinsichtlich Temperatur wie Lautstärke
- Air Guide
- Gut verständliche Anleitung, relativ einfache Montage
- Extra Wärmeleitpaste (reicht für mehrere Anwendungen)
- Gute Verarbeitungsqualität

Negativ:
- Backplate könnte besser sein
- Es wird ein langer Schraubenzieher benötigt.

9/10 Punkten beziehungsweise 4,5/5 Sternen, aufgrund des Preises vergebe ich hier 5 Sterne!
    
  
5 5
     am 28.02.2019
Produkttester
Einleitung
Ich darf heute dank der Testers-Keepers Aktion von Mindfactory, den Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition testen. Dies ist ein seit Januar 2019 verfügbarer Luftkühler mit einer TDP von 230W+ aus dem Hause Enermax, ausgestattet mit fünf Kupfer Heatpipes und einem einzelnen 140mm Lüfter. Letzterer ist mit "high pressure blades" versehen, welche also zu einem erhöhten Luftdruck und Airflow führen sollen. Diese können ebenfalls demontiert werden, was eine Reinigung erleichtert. Zudem ist der Lüfter von Werk aus mit Gummi-Scheiben ausgestattet, um so die Übertragung von Vibrationen auf den Kühlkörper und die damit einhergehende Geräuschentwicklung zu reduzieren.

Der Lüfter wird mit einem einfachen 4-Pin an das Motherboard angeschlossen und dreht zwischen 500 und 1000 RPM. Des Weiteren wird ein Air Guide auf der Rückseite des Kühlkörpers montiert, ein interessanter Ansatz in meinen Augen, da hier auch ein zweiter Lüfter Platz gehabt hätte. Dieser Aufsatz kann um 360 Grad rotiert werden und soll die Luft typischerweise in Richtung Exhaust-Lüfter bringen, oder aber in eine vom Nutzer präferierte Richtung. Die bereits angesprochenen Heatpipes sind asymmetrisch angeordnet, sodass mehr Platz für RAM Module offenbleibt und so die Kompatibilität z.B. mit sehr hohen Sticks gesteigert wird. Weitergehend nutzt Enermax hier die sogenannte "Heat Pipe Direct Touch Technologie", bei der die fünf Heatpipes direkten Kontakt zur CPU haben, anstatt vorher in einer Bodenplatte zusammen zu laufen.

Der Kühlkörper mit seinen Aluminium Finnen ist in schlichtem Schwarz gehalten, generell passt das Aussehen des Kühlers zu seinem Silent-Titel. Der Lüfter wirkt sehr stealthy, wertig und ist alles andere als klein. Er hat eine Gesamtgröße von 144.2 x 109.5 x 163mm (LxBxH) und wiegt stolze 864g. Im Bezug auf Kompatibilität wurde ebenfalls nicht geschludert, der Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition passt auf alle gängigen Sockel, dies sollte vor einem Kauf jedoch noch einmal kontrolliert werden.


Umverpackung und Lieferumfang
Auch die Umverpackung macht einen sehr wertigen Eindruck. Enermax setzt hier auf ein schlichtes Schwarz und Rot während in weiß alle wichtigen Informationen abgebildet sind.
Ist die Box einmal geöffnet präsentiert sich auch schon das gute Stück. Der Lieferumfang ist dabei verhältnismäßig schlicht, er beinhaltet den Kühlkörper mit vormontiertem Air Guide, den bereits beschriebenen 140mm Lüfter, eine Backplate, eine Mounting Plate und Abstandshalter. Des Weiteren wird selbstverständlich eine Anleitung und eine ausreichende Menge Thermal Paste zugeliefert, diese werde ich in meinem Test jedoch nicht nutzen, Näheres dazu später.

Einbau und Montage
Mit Hilfe der Anleitung ließ sich der Lüfter innerhalb von ca. 15 Minuten montieren. Dabei ist jeder einzelne Schritt in mehreren Sprachen beschrieben und sinnvoll illustriert, besonders hat mir hier gefallen, dass die einzelnen benötigten Teile auf den ersten Seiten mit Buchstaben versehen wurden und diese Buchstaben dann wiederum in jedem einzelnen Schritt an den benötigten Bauteilen standen. Das schließt eine Verwechslung von z.B. einzelnen Schrauben aus.

Zuerst wird die Backplate montiert und darauf kommt dann mit Abstandshaltern die Mounting Plate. Nachdem dann die Thermal Paste aufgetragen und die Plastikfolie von der Kontaktfläche des Kühlers abgenommen wurde (Vorsicht! Sehr wichtig!), sollte nun der Kühlkörper ohne Air Guide und ohne Lüfter auf die Mounting Plate gesetzt werden. Hier konnte ich gleich zwei Schwierigkeiten feststellen. Zum einen sind die Befestigungsschrauben keine richtigen Schrauben, diese sind hohl und man schraubt im Grunde genommen auf den männlichen Teil, welcher an der Mounting Plate befestigt ist. Es war etwas fummelig auf beiden Seiten die männlichen Teile so zu treffen, dass sich der Kühler befestigen ließ.

Das zweite Problem ist, dass nicht jeder einen langen Schraubenzieher im Haus hat. Vor dem Kauf sollte also bedacht werden, dass für die Montage des Enermax Kühlers ein Schraubenzieher mit verhältnismäßig langem Hals benötigt wird. Der von mir genutzte Kreuzschlitz misst 16cm vom Ende des Griffes bis zur Spitze und war gut dafür geeignet.
Hat man den Kühler einmal ausgerichtet, dann lassen sich die Schrauben sehr gut festziehen. Da diese Federgelagert sind lässt sich der optimale Druckpunkt gut treffen, da der Kühler von jetzt auf gleich einfach festsitzt. Danach muss nur noch der Air Guide angeklippt werden und der Lüfter wird mit den klassischen Klammern befestigt. Nach diesem Schritt zeigte sich mir, wie viel Platz noch zwischen Kühler und Ram vorhanden war, Enermax hat an dieser Stelle einen sehr guten Job gemacht!
Alles in allem eine sehr angenehme Montage.

Testsystem, Temperatur und Lautstärke
Für meinen Test verbaue ich den Luftkühler von Enermax in folgendem System:

CPU: AMD Ryzen 2700X
RAM: 2x 8GB G.Skill Flare X DDR4-3200 CL14
GPU: ASUS Dual Advanced RTX 2080 Ti
MoBo: ASUS X470-F Gaming
Gehäuse: bequiet! Silen Base 601
Lüfter: 2x Silent Wings 3 Intake Vorne
1x Pure Wing 2 Intake Vorne
1x Silent Wing 3 Exhaust Hinten
1x Pure Wing 2 Exhaust Oben Hinten

Zu dem System muss ich vorab einige Worte sagen:
Wer selbst einen 2700X besitzt, der weiß, dass dieser gerne mal Voltage Peaks von bis zu 1.5V anlegt. Um dem entgegen zu wirken, jedoch trotzdem möglichst viel Leistung aus dem System zu holen, fahre ich die CPU mit eingeschaltetem Precision Boost Overdrive und Performance Enhancer Level 2, bei einem Voltage offset von -0.1V. Demnach kann die CPU ordentlich warm werden, ich habe mich deshalb für einen bequiet! Dark Rock Pro 4 (im Test mit DRP 4 gekennzeichnet) als Kühllösung entschieden.
Diesen werde ich in diesem Test auch als Referenzpunkt für einen Vergleich mit dem Enermax ETS-T50 nehmen, dabei muss man jedoch im Kopf behalten, dass der bequiet! Lüfter ca. 70¤ und damit das Doppelte kostet. Dennoch dachte ich mir, dass dieser Vergleich interessant sein kann, da mein gesamter PC eher auf einen Silent Betrieb ausgelegt ist und damit ein perfektes Test-Szenario für die Silent Edition des Enermax Kühlers bildet. Durch diesen Fokus auf einen möglichst leisen Betrieb ist jedoch auch der Airflow im Silent Base 601 eher mager, eine Herausforderung also für den zu testenden Kühler.

Um möglichst standardisiert vorzugehen, werde ich MX-4 Thermal Paste von Arctic nutzen, damit diese Variable als konfundierender Faktor in den Temperaturmessungen ausgeschlossen werden kann.

Temperaturen wurden mittels HWInfo64 bei einer Raumtemperatur von 20± 0.5°C als CPU (Tdie) ausgelesen, es sind also bereits die +10 Grad Offset von Seitens AMD abgezogen. Die dB Angaben sind semi-professionell durch eine Smartphone App in einem Abstand von ca. 5cm zum Sidepanel entstanden.

Mein Testdurchlauf sah wie folgt aus:

-10 Minuten Idle-Betrieb nach der Montage (ohne Sidepanel)
oETS-T50: Durchschnittlich 33.9°C
o DRP 4: Durchschnittlich 31.1°C

-Weitere 10 Minuten Idle-Betrieb (mit Sidepanel)
o ETS-T50: Durchschnittlich 35.3°C
o DRP 4: Durchschnittlich 32.8°C

-Drei gemittelte Cinebench R15 Durchläufe
o ETS-T50: 1. 68.8 °C/ 2. 69.9°C/ 3. 71.0°C/ Mittel: 69.9°C
o DRP 4: 1. 65.8°C/ 2. 67.8°C/ 3. 67.5°C/ Mittel: 67.03°C

-15 Minuten Prime 95 mit Small FFTs
o ETS-T50: Min.: 34.8°C/ Max.: 84.3°C/ Mittel: 82.1°C/ dB-Mittel: 19 dB
o DRP 4: Min.: 36.1°C/ Max.: 74°C/ Mittel: 65.2°C/ dB-Mittel: 17 dB

-Ein Durchlauf Heaven Benchmark (Extreme Preset, 1920x1080, Windowed Mode)
o ETS-T50: Min.: 51.0°C/ Max.: 68.8°C/ Mittel: 58.0°C
o DRP 4: Min.: 46.0°C/ Max.: 64.5°C/ Mittel: 54.3°C

Im Idle Betrieb war der ETS-T50 leicht zu hören, jedoch nur als sanftes Hintergrundrauschen. Zwischendurch war ein tieffrequentes Summen zu hören. Sobald eine Last auf die CPU gegeben wird, in diesem Falle Cinebench und Prime95, wird der Lüfter merklich hörbar und dreht auf die vollen 1000RPM auf, jedoch mit einem gleichmäßigen Rauschen. Gemessen habe ich 19 dB neben dem geschlossenen Sidepanel, dies bewegt sich also innerhalb der Angaben von 13-22 dB durch Enermax. Das Geräusch hat mich persönlich nicht gestört und wird wahrscheinlich von Kopfhörer-Nutzern gar nicht erst wahrgenommen. Es waren keine eindeutigen Vibrationen hören oder am Gehäuse selbst zu spüren.

Im Vergleich dazu war der Dark Rock Pro 4 im Idle noch einmal etwas leiser. Sobald jedoch die CPU ausgelastet wird, steigt der Lautstärkepegel stark an und übersteigt zumindest subjektiv den des Enermax Kühlers. Dies ist der Tatsche geschuldet, dass der DRP 4 mit zwei Lüftern ausgestattet ist, welche beide bis zu 1500 RPM erreichen können und dies unter Last auch tun. Dadurch können zwar geringere Temperaturen erreicht werden, steigert jedoch die Laustärke und macht den Enermax damit zu einem geeigneteren Kandidaten für eine Silent-Konfiguration, auf welcher häufig stark CPU-lastige Programme genutzt werden.

Fazit
Der Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition ist ein sehr gelungener CPU Kühler. Für seine ca. 35¤ leistet er gute Arbeit und ist dabei im Idle nahezu lautlos. Selbst leichtes manuelles, oder wie in meinem Fall automatisches Overclocking steckt er gut weg, auch wenn nicht allzu viel Spielraum nach oben hin weg ist. Natürlich wird die CPU unter voller Auslastung verhältnismäßig warm, jedoch sind solche Temperaturen während der Ausführung von Spielen nicht zu erwarten, geschweige denn während einem alltäglichen Gebrauch. Selbst unter Volllast und bei maximaler Lüfterdrehzahl bleibt der Enermax Kühler auf einem angenehmen Geräuschpegel und stellt damit eine gute Empfehlung für Mid-Range PCs oder Menschen ohne extrem hohe Overclocking-Ansprüche dar.
Im Vergleich zum Dark Rock Pro 4 konnte ich, zu meiner Überraschung, nur wenig Unterschied feststellen. Das Delta war häufig weniger als 5°C, außer es wurden alle Kerne mit Prime 95 ausgelastet. Des Weiteren war der Enermax Kühler unter Last subjektiv leiser. Demnach ist er für den reinen Gaming Betrieb ausgezeichnet geeignet und abschließend lässt sich sagen, dass ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis gegeben ist.

Pro:
+ abnehmbarer Lüfter-Blades für erleichterte Reinigung
+ gut strukturierte Anleitung
+ Air Guide auf der Rückseite für verbesserten Airflow
+ viel Platz für RAM
+ kaum hörbar im Idle
+ nicht störend unter Volllast und hält dabei einen angenehmen Ton
+ sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Cons:
- unübliche Schraubenzieher-Größe bzw. Länge wird benötigt
- etwas frimelige Ausrichtung des Kühlers auf der Montage Platte

Ich danke Ihnen für das Lesen dieses Testes, ich hoffe ich konnte den Enermax Lüfter angemessen vorstellen. Ebenso möchte ich Mindfactory für das entgegen gebrachte Vertrauen danken und dass sie diesen Test möglich gemacht haben, es hat mir sehr viel Freude bereitet!
    
  
5 5
     am 26.02.2019
Produkttester
Testbericht Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition im Rahmen der Testers Keepers Aktion

System
CPU: Ryzen 5 1600 @1,35 V 3,9 Ghz
CPU-Kühler: Enermax AXE ETS-T50A-FSS
Mainboard: MSI B350 Gaming Pro Carbon
GPU: GTX 1080 Founders Edition
RAM: 4x 8 GB Corsair Vengeance @2933 Mhz
Gehäuse: Cooltek TG-01 mit 4x 120 mm Lüftern
M.2 mit Betriebssystem: Samsung 970 Pro 500 GB
Betriebssystem: Windows 10 Pro

Montage

Ich habe selbst schon einige System zusammengebaut, die meistens sehr aufs Budget geachtet haben. Dem entsprechend kamen meist be quiet! Pure Rock Kühler zum Einsatz, welche kein besonders ansprechendes Design, noch eine effiziente Montage vorsehen.
Die beiliegende Bedienungsanleitung ist sehr verständlich aufgebaut und lässt keine Fragen offen.
Der Enermax AXE ETS-T50A-FSS setzt für die AMD Plattform auf eine Back Plate, die die Rückseite nicht nur gut durch zusätzlichen Abstand schützt, sondern auch sehr gute Stabilität gewährleistet. Die Montage ist allem in allem nicht sehr komplex und nach spätestens einer halben Stunde steht und hält das Ding wie eine Eins. Kein wackeln oder ähnliches.
Ein nützliches Feature, was ich so noch nicht gesehen habe ist die Möglichkeit zu steuern in welche Richtung der Airflow sich hinter dem Kühler bewegt. Dabei lässt sich die Richtung stufenlos im 360° Winkel variieren. Dadurch wird ein geordneter Luftstrom durch das Gehäuse garantiert. Wenn man den Airflow Guide nicht benötig lässt er sich auch ohne Probleme entfernen.
Zum Zusammenbau der Intel Plattform kann ich leider nichts sagen.

Erwähnenswert ist, dass der Kühler eine Höhe von 163 mm aufweist und mein Gehäuse lediglich für CPU Kühler bis 160 mm optimiert ist. Dadurch steht mein Glas Panel am oberen Ende des Gehäuses professionell 1 mm ab. Wem meine Konfiguration also zusagt und sich eventuell etwas abgucken möchte, der sollte wahrscheinlich auf ein anderes Gehäuse zurückgreifen. Dies ist jedoch kein Fehler des Kühlers.

Kühlleistung

Der wahrscheinlich wichtigste Part in dem Review.

Alle Test sind bei einer Raumtemperatur von circa 22°C getestet worden. In beiden Fällen drehten die Gehäuselüfter gleich schnell und vor den Tests war der PC 30 Minuten im Idle.

Mein bisheriger Kühler war der be quiet! Pure Rock Slim, der bisher seinen Job ganz okay gemacht hat. Doch es gab noch, im wahrsten Sinne des Wortes, viel Luft nach oben. Der be quiet! erreichte bei damals noch 3.7 Ghz bei 1.34 V in Prime 95 86°C was wahrscheinlich auf Dauer nicht sehr vorteilhaft wäre. Der Airflow der durch die 4 120 mm Lüfter im Gehäuse hervorgerufen wird hatte und hat darauf einen nicht unwesentlichen Einfluss.

Nun aber zum Upgrade. Zu einem Lüfter mit 14 cm Durchmesser und Heatpipes die direkt auf der CPU aufliegen. Die Erwartungen waren dementsprechend groß. Und siehe da, nach erfolgreicher Installation und ebenfalls sehr praktischem einstellen der Lüftungsrichtung sind die Temperaturen rapide runter gegangen.
Im Idle bzw. bei Office arbeiten oder einfachem Browsen bleibt die CPU bei 32°C. Damit sind wir bei circa 10°C über der Raumtemperatur was meiner Meinung nach angemessen ist, zumal der Lüfter dabei mit lediglich 500 rpm dreht. Das Gegenteil, quasi der Extremfall, wäre Prime 95. Nach ca. 30 Minuten immer noch lediglich 65°C erreicht. Da ich gerne noch mehr Leistung mit dem neuen Kühler aus meiner CPU raus holen will habe ich nach weiterem Overclocking meines Ryzen 5 1600 ihn auf ganze 3.9 Ghz bei 1.35 Volt gebracht. Dabei hat sich Prime 95 nach einer halben Stunde bei 69°C eingependelt. Und mit diesem Wert kann man denke sehr gut leben.
In Spielen bleibt die CPU ebenfalls cool. Spiele, die wenig Anforderungen an die CPU haben wie bspw. League of Legends oder Hearthstone lassen die Kühler komplett kalt, sodass dabei nicht mal an der 45°C Marke gekratzt wird. Spiele die den Prozessor sehr stark beanspruchen und dem entsprechen gut optimiert sind wie beispielsweise Battlefield 1 oder Apex Legends hat die CPU Temperatur im Peak bis zu 65°C betragen. Jedoch im Großteil der Zeit lag sie bei ca. 55°C. Während der ganzen Spielesession war der Lüfter nicht zu hören.
In Premiere Pro ist ein ähnliches Bild wie in den anspruchsvollen Spielen zu verzeichnen. Bei Playback von Videomaterial fällt nicht sehr viel Last an was auf Temperaturen um 50°C schließen lässt und während des Exports von Videos werden alle Kerne sehr beansprucht wodurch Temperaturen bis 65°C entstehen.

Höhere Taktungen sind bei diesen vergleichsweisen niedrigen Temperaturen natürlich denkbar, jedoch will ich meiner CPU nicht noch mehr Spannung zumuten. Der Vorteil bei den AMD CPUs ist ebenfalls, dass der Headspreader verlötet ist, was die Wärmeabgabe erleichtert. Bei nicht verlöteten Intel Prozessoren sind höhere Taktraten denkbar, die der Kühler jedoch ebenfalls gut verarbeiten kann.

Lautstärke

Zur Lautstärke kann ich leider keine professionellen Angaben in db machen, da mir benötigtes Equipment fehlt. Was man aber auf jeden Fall feststellt ist, dass er sehr leise ist. Wie erwähnt ist in meinem System eine GTX 1080 Founders Edition verbaut dessen Lüfter sich permanent mit 1000 rpm dreht. Dieses Geräusch ist von der Lautstärke deutlich über die Lautstärke der anderen Lüfter zu stellen. Laut einem Online Test erzeugt die Karte auf 1 Meter Distanz ca. 23 dba. Dem entsprechend liegt der CPU Kühler unter diesem Wert. Im Normalfall als auch unter Last ist er nicht zu hören.

Verarbeitung und Design

Mein System ist sehr dunkel mit ein paar roten Aktzenten gehalten. Der komplett schwarze Kühlblock passt demnach sehr gut in das Konzept. Der Lüfter ist ebenfalls komplett in Schwarz, was das ganze einheitlich macht. Lediglich die Klemmen zum befestigen des Lüfters sind nicht schwarz, was aber meines Erachtens optisch überhaupt kein Problem ist. Die Oberseite ist ebenfalls sehr schlicht und wirkt von außen durch das Glas sehr wertig. Generell ein Kühler mit dem man ruhig ein Glaspanel verwenden kann.



Fazit

Der für 35¤ zu habende Kühler hat bei mir auf ganzer Linie überzeugt. Er lässt sich gut montieren, weißt ein ansprechendes schlichtes Design auf. Kühlt sehr gut und dazu noch sehr leise. Alles in allem ein sehr gelungener preiswerter Kühler, den ich jedem der auf Overclocking Lust hat, empfehlen kann.
Pro:
++ Preis
+ einfache Montage
+ gute Kühlleistung
+ gute Verarbeitung
+ Steuerung des Airflows

Contra:
- 163 mm Höhe nicht für Kompaktsysteme geeignet

Vielen Dank nochmal an Mindfactory für die Testers Keepers Aktion
    
  
5 5
     am 23.02.2019
Produkttester
Hallo,
ich habe heute den Enermax ETS-T50A-FSS erhalten im Rahmen des Testers Keepers Programm. Ich kenne Enermax bisher als Marke nicht und habe auch noch nicht so viele Produkte von diesem Hersteller gesehen.

In meinem Test beziehe ich mich auf folgende Punkte : Lieferung, Montagte, Design, Verarbeitung, Preis- Leistungsverhältnis, Kühlung, Luftdurchsatz, Vergleich zum vorherigen Boxed Kühler

Lieferung und Verpackung:
Die Lieferung erfolgte durch Mindfactory umgehend und gewohnt schnell. Negativ fiel auf das die Ware im Karton nicht von allen Seiten geschützt war (Karton stand im Umkarton auf dem Pappboden). Das könnte Beschädigungen verursachen, mein Karton kam aber heil an.

Die Verpackung vom Lüfter sieht sehr wertig aus, das sollte man bei einem Preis von ca. 40,00¤ auch erwarten können.

Design und Verarbeitung:
Der Kühler fühlt sich hochwertig an, es gibt keine scharfen Ecken die auf eine unsaubere Produktion zurückzuführen sind, kein Grat oder Ähnliches sind festzustellen. Die schwarze matte Lackierung ist fehlerlos und sieht Klasse aus. Wer kein FAN von RGB ist kommt hier voll auf seinen Geschmack.

Das Design ist modern, die Heatpipes sind gut zu erkennen, außerdem ist ein AirGuide montiert. Der Kunde kann entscheiden in welche Richtung der warme Luftstrom hingeleitet werden soll. Das ist sehr praktisch, je nachdem ob ich Gehäuselüfter oben oder hinten im Gehäuse habe, lässt sich der Luftstrom in diese Richtung lenken. Der Airguide lässt sich drehen und mühelos ohne Werkzeug demontieren, drehen und wieder befestigen.

Die Verarbeitung unten am Kühler ist Top - es ist kein |Absatz - fühlbar von den Heatpipes zur umliegenden Metallplatte. Dieses System ohne Platte vor den HeatPipes nennt sich Heat-Pipe Direct Touch (HDT) und soll die Wärme direkter und besser übertragen. Der Kühler Tower misst eine Höhe von ca. 160 mm und dürft somit in die meisten Gehäuse reinpassen. Bei mir war es recht eng, zum Glück habe ich ein Seitenfenster welches einen Vorsprung hat. Eingebaut wurde der Kühler in ein Sharkoon TG3, Midi Tower.

Der Lüfter ist mit 140 mm recht groß, dafür kann er langsamer laufen bei gleicher Kühlleistung wie ein kleinerer Lüfter. Ausgestattet ist der Enermax mit einem 4-Pin Kabel zum Anschluss an das Mainbord. Höhere Ram Riegel sind bei diesem Kühlerdesign kein Problem.

Montage:
Lobend zu erwähnen ist auch die Tatsache das eine passende Wärmeleitpaste mitgeliefert wird. Diese reicht problemlos aus und es ist nicht notwendig über die Dosierung nachzudenken. Das ist für mich als Anfänger ein klarer Pluspunkt. Einfach alles auf die CPU auftragen und verstreichen fertig.

Die Anleitung zur Montage ist mit Bildern gestaltet für die unterschiedlichen Sockel Typen, Intel und AMD. Sie ist leicht verständlich der Tower lässt sich montieren auch ohne die Anleitung gelesen zu haben. Die benötigten Schrauben sind extra sortiert für Intel und AMD, was mir die Suche erleichtert hat und somit auch Fehler ausgeschlossen sind. Die Montage verlief einfach und zügig obwohl ich bisher nur meinen Boxed Kühler installiert haben. Auch Anfänger können den Kühler montieren ohne Angst haben zu müssen etwas kaputt zu machen. Lediglich eine Info wäre nett gewesen, wie stark ich die Schrauben zur Befestigung anziehen darf / muss. Backplate von unten ans Mainboard, in der Anleitung ist einfach beschrieben welche Öffnungen für die Schrauben passend zu dem jeweiligen Sockel Typ verwendet werden sollen. Spacer von der Oberseite rauf, Befestigungsplatte und Mutter, alles fest drehen und fertig ist der Grundaufbau. Nun den Kühler mittels zwei Schrauben die vorbereitete Befestigungsplatte schrauben und fertig. Vorher natürlich die Wärmeleitpaste auf die CPU auftragen. Alles in Allem unkompliziert , passgenau und einfach.

Nun zum Testsystem welches aus folgender Hardware besteht:

Mainboard: GIGABYTE A320M-S2H V2-CF
CPU: AMD Ryzen 5 - 2600 (TDP 65W), 3,4 GHZ , Boost 3,9 GHZ
Arbeitsspeicher: G Skill 16 GB DDR4 - 2400 MHZ
Grafikkarte: Powercolor Radeon RX 580 mit 8GB
Speicher: SSD Kingston 240 GB und 2 TB HDD Western Digital
Gehäuse: Sharkoon TG3 mit 1 Lüfter vorne und 1 Lüften rückseitig
Betriebssystem: Windows 10 Professional
CPU Kühler: Enermax ETS-T50A-FSS und Boxed Kühler AND Wraith Stealth Cooler

Soweit ich weiß für die 65 Watt TDP der CPU vollkommend ausreichend, dieser läuft mit den Standard Takt.

Lautstärke und Vibration:
Der AMD Boxed Kühler dreht im normalen Modus schon leise, der Enermax mit seinem 140 mm großem Lüfter ist noch einmal langsamer und deutlich leiser im Windows Leerlauf. Ich kann sagen, dass ich den Lüfter gar nicht mehr höre. Vibrationen entstehen nicht.

Die Lautstärke des AMD Kühlers ist während des Prime 95 Test`s deutlich zu hören.
Die Lautstärke des Enermax ist während des Prime 95 Test`s nicht zu hören.
Der allgemeine Luftdurchsatz im Gehäuse ist auch besser geworden , da auch die Temperaturen vom Chip etc. niedriger sind als vorher. Gemessen habe ich das mit Hwinfo bei geschlossenem Gehäuse.

Temperatur im Windows Leerlauf :
Enermax AMD
CPU: 31° C 39° C
Chipset: 40° C 42° C
GPU: 54° C 55° C

Lüfterdrehzahl im Windows Leerlauf :
Enermax AMD
CPU: 585 RPM 1.052 RPM
GPU: 0 RPM 0 RPM


Temperatur nach 15min Prime 95 bei 100% CPU Auslastung :
Enermax AMD
CPU: 54° C 62° C
Chipset: 46° C 48° C
GPU: 55° C 58° C

Lüfterdrehzahl nach 15min Prime95 bei 100% CPU Auslastung:
Enermax AMD
CPU: 810 RPM 2.368 RPM
GPU: 0 RPM 0 RPM

Ich habe nun noch 30 min Resident Evil 2 gespielt und die Lautstärke verfolgt, der Lüfter bleibt ruhig , lediglich meine HDD und die Kühler meiner Grafikkarte sind zu hören. Die Temperatur an der CPU ging während des Spielens nie über 60° C obwohl die Grafikkarte bei 75° Celsius gearbeitet hat. Das spricht für den Enermax Kühler, mein AMD Kühler hat die zusätzliche Hitze der Grafikkarte nicht so gut abtransportieren können. Da mir die Luftzirkulation allgemein in meinem Gehäuse nicht gefällt habe ich bei geöffneter Front sprich 2 Laufwerksblenden entfernt, somit mehr Lufteinlass den Prime 95 Test wiederholt.

Das Ergebnis ist mehr als super, 47° C bei voller Last auf die CPU, dabei dreht der Lüfter mit 779 RPM. Nun war mein Interesse geweckt, mittels App habe ich den Lüfter auf feste 1.000 RPM gestellt. Siehe da die CPU Temperatur liegt bei 44° C. Eine weitere Absenkung war möglich, besser geht es wahrscheinlich nur noch mit. noch besserer Wärmeleitpaste. Aber ich bin beeindruckt wir reden hier immerhin von 100% CPU Auslastung im Prime95 Test.

Fazit:
- Tolles Design
- Einfache Montage auch für Anfänger wie ich
- Top Material Qualität
- Sehr gute Kühlleistung
- Halber Stern Abzug für Ausrichtung der Backplate
    
  
5 5
     am 26.10.2019
Verifizierter Kauf
Sehr gut. Sehr leise. Sehr günstig. Empfehlung.
    
  
5 5
     am 13.03.2019
Produkttester
Produktbewertung ENERMAX ETST50 AXE Silent Edition
In den vergangenen Wochen konnte ich den CPU Kühler "AXE ETS-T50A-FSS" von Enermax ausgiebig und gründlich testen. Anmerken möchte ich im Vorfeld, dass ich kein Experte bin, der tagtäglich PC-Bauteile testet und vergleicht. Da ich jedoch viele Jahre Erfahrung im Zusammen- und Umbau mit Computern habe, kann ich durchaus die einzelnen Aspekte des Lüfters objektiv beurteilen. Verwendet habe ich das 140mm "Silent Edition" Kühler Modell. Mein Vorab-Fazit: Ein toller, leistungsstarker Kühler, der mein Set-Up hervorragend ergänzt. Aber schauen wir uns den Kühler doch detaillierter an.

Da ich beim Spielen und Arbeiten eine möglichst ruhige Atmosphäre haben will, war mir im Vorhinein wichtig, dass der Kühler möglichst unauffällig arbeitet. Nachdem ich den Lüfter eingebaut habe, war ich daher sehr gespannt auf das Ergebnis: Der Lüfter arbeitet sehr ruhig, selbst bei rechenintensiven Prozessen bleibt die Lautstärke in einem angenehmen Bereich. Herstellermäßig ist eine Höchstlautstärke von 22db angegeben | subjektiv bin ich jedoch sehr zufrieden. Lautstärketests, zum Beispiel über entsprechende Apps, habe ich nicht durchgeführt, aber dazu gab mir der Kühler auch keinen Grund!

Ein weiterer Aspekt ist die Effizienz des Lüfters: Wie hoch ist der Luftdurchsatz und wie wirkungsvoll ist der Kühler? Enermax hat sich in dieser Hinsicht etwas sehr Interessantes einfallen lassen. Durch das sogenannte "Pressure Differential Flow Design" wurde der Luftdurchsatz um bis zu 15% erhöht. Hinter dieser zugegebenermaßen sehr komplizierten Bezeichnung verbirgt sich eine schlaue Bauweise, durch die die Luft innerhalb des Lüfters beschleunigt wird. Außerdem leitet der Lüfter die Luft sehr dicht an den Heatpipes vorbei, was den Kühleffekt des Lüfters noch einmal merklich erhöht. Diese Technologie nennt man auch "Vortel Generator Flow" und kommt aus einem Bereich, der mich auf den ersten Blick doch gewundert hat: Aus der Luftfahrtindustrie. Baulich umgesetzt wurde diese innovative Technologie, indem man kleine Spoiler an den Lamellen angebracht hat. Der Effekt: Viel mehr Luft strömt durch den Kühler, und das kommt seiner Leistung zu Gute. Als Poweruser lag es mir daher sehr am Herzen, dass der Kühler sehr effizient arbeitet | und das macht er auch zu meiner Zufriedenstellung! Die Kühlleistung reicht mit 500 bis 1000 RPM für meine Arbeiten vollkommen aus. Grundsätzlich gilt: Bei der Suche nach dem richtigen Kühler sollte jeder auf den verbauten CPU und die gewünschte Nutzung achten.

Vibrationen sind mir innerhalb der Testphase nicht aufgefallen. Das könnte unter anderem an den Gummiaufklebern liegen, die auf dem Lüfter angebracht sind.

Ein weiterer Aspekt, der dem einen oder anderen Nutzer möglicherweise am Herzen liegt, ist die Optik des Lüfters. Hier gilt zu sagen, dass der Lüfter insgesamt in Schwarz gehalten ist, was ihm eine elegante, edle Optik verleiht. Ästhetisch hält der Lüfter mit teureren Modellen durchaus mit. Der Lüfter ist durch sein dezentes Design sicherlich mit verschiedenen anderen Bauteilen kombinierbar und fällt nicht negativ ins Auge. Zu loben ist außerdem die solide Verpackung, die den Lüfter sicher an sein Ziel | also höchstwahrscheinlich Deinen Rechner | bringt. Auf der Verpackung sind alle wesentlichen Spezifikationen des Lüfters angegeben. In der Verpackung war der Lüfter mit dem mitgelieferten Zubehör ordentlich verpackt. Dadurch sind Schäden, die innerhalb des Versandwegs auftreten könnten, praktisch ausgeschlossen. Die Verarbeitungsqualität ist, soweit ich sie beurteilen kann, gut. Mängel konnte ich innerhalb des Zeitraums, in dem ich den Lüfter bereits verwende, nicht erkennen. Der haptische Eindruck war durchweg positiv, der Lüfter sieht daher nicht nur gut aus | er fühlt sich auch gut im Umgang und Einbau an.

Schauen wir uns nun an, wie die meine Montageerfahrung war. Da ich bereits einige Computer zusammen- und umgebaut habe, habe ich mit der Zeit eine gewisse Intuition zum Einbau bestimmter Computerkompetenten entwickeln. Doch auch für Menschen, die im Umgang mit Computerhardware unerfahren sind, ist gesorgt: Die Anleitung erklärt alle nötigen Schritte einfach und verständlich. Zu aller erst habe ich die Halteplatte unter dem Mainboard angebracht. Mithilfe eines Rings habe ich die Platte anschließend an der Oberseite meines Mainboards angebracht. Auf diesem Ring habe ich später den Kühlturm installiert. Zuvor muss jedoch auf dem CPU sorgfältig und sparsam eine bestimmte Menge Wärmeleitpaste aufgetragen werden. Dann habe ich den Kühlturm auf dem Prozessor platziert und zusammengeschraubt. Als letztes habe ich den Lüfter am Kühlturm befestigt. Der Montageprozess ist meiner Meinung nach für jeden einfach machbar.

Das Preisleistungsverhältnis des Prozessors ist gut. Dieser Aspekt hängt sicherlich auch damit zusammen, welche persönlichen Anforderungen man an den Prozessor hat. Für den Preis von rund 35 Euro sind die Kühlleistung sowie die geringe Lautstärke auf jeden Fall ordentlich. Nicht zu vergessen ist das ordentliche Design, das in meinem Fall perfekt zu den restlichen Komponenten passt. Daher empfehle ich den Kühler jedem, dem die technischen Daten ausreichen und auf ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legt.

Herstellermäßig liegt der Fokus | neben der tollen Optik, der durchdachten Bauweise und den guten "technischen" Parametern auf einer sehr hohen Lebensleistung. Laut Hersteller beträgt durch die "Twister-Lager Technologie" für bis zu 160.000 Stunden MTBF.

Einen Vergleich zu anderen Lüftern kann ich nur bedingt und auf Basis meiner subjektiven Erfahrungen anstellen. Im Gegensatz zu meinem vorigen Lüfter ist das vorliegende Modell von Enermax gerade bei hoher CPU-Belastung wesentlich ruhiger. Insbesondere fällt kein Brummen oder Ähnliches auf, das definitiv einen Minuspunkt bei meinem alten Lüfter darstellte. Wer den Lüfter detaillierter einem Vergleich unterziehen will, der findet im Internet | insbesondere im englischsprachigen Raum | sicherlich das eine oder andere interessante Review.

Zusammenfassend empfehle ich den Lüfter sehr. Klar, ist der Preis von 35 Euro nicht herausragend hoch. Doch das sagt noch nichts über die definitiv überzeugende Leistung des Lüfters aus. Durch sein ansehnliches Design passt es gut zu meinen restlichen Bauteilen. Die Montage gestaltete sich insgesamt unkompliziert und schnell. Auch die Leistung des Lüfters entspricht voll meinen Erwartungen, nicht nur in Sachen Luftdurchlass und Effizienz, sondern auch in Puncto Lärmpegel und Vibration. Eine Leistungssteigerung durch den Lüfter konnte ich definitiv feststellen. Da ich jedoch kein Experte, sondern ein mehr oder weniger gewöhnlicher Heimanwender bin, überlasse ich die Analyse der Leistung anderen. Abschließend bin ich gespannt, wie lange der Lüfter ordnungsgemäß funktionieren wird, da ich in Vergangenheit negative Erfahrungen mit bestimmten Lüftern gesammelt habe. Ein Lüfter vom PC-Zubehörhersteller Enermax war jedoch nicht dabei.
    
  
5 5
     am 13.03.2019
Produkttester
Testbericht zum Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

Einleitung
Die folgende Produktbewertung des Enermax CPU-Kühlers findet im Rahmen des Testers-Keepers-Programm von Mindfactory in der Kooperation mit Enermax statt. Zunächst möchte ich sowohl Mindafctory als auch Enermax für die Möglichkeit danken ein interessantes Produkt tsten zu dürfen

Testsystem
Als Testsystem habe ich einen Mainstream-PC verwendet, welcher zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat aber dennoch für einen solchen Test ausreichend ist.
- Gehäuse: AeroCool V3X Advance Evil Blue Edition Midi Tower ohne Netzteil schwarz/blau
- Prozessor: Intel Core i7 6700K zu 4,69 GHz übertaktet
- RAM: 8Gb Crucial DDR4, 2133 MHz Singel Channel
- Graphikkarte: Inno3D NVIDEA GeForce GTX 1070
- Alter CPU-Kühler: Arctic Freezer i11
- Mainboard: MSI Z170A Gaming M7
Alle Restlichen Komponenten (SSD, HDD, etc.) werde ich jetzt nicht hier auflisten, da diese für den Test keine große Rolle spielen.

Verpackung/Lieferumfang
Zunächst erst einmal das äußere ei der Lieferung. Die Verpackung ist schlicht gehalten in Rot/schwarz und birgt alle auf den ersten Blick wichtigen Features, sowie die Alleinstellungsmerkmale des Produkts, etwa das abnehmbare Rotorblatt oder den gerichteten Airflow dank eines speziellen Aufsatzes. Im Lieferumfang selber ist noch das Montagezubehör für alle gängigen Mainstream Plattformen enthalten:
CPU-Kühlkörper
Lüfter
Lüftungsgitter
Enermax Wärmeleitpaste
Bedienungsanleitung
Alle nötigen Montageelemente für sämtliche aktuellen Intel und AMD Sockel
Unboxing
Die Lieferung brauchte zwar verhältnismäßig lang für Mindfactory, allerdings geschah diese im Rahmen einer Aktion, weshalb ich darüber hinwegsehen kann. In dem Karton befand sich dann der Kühler in seiner Originalverpackung von Enermax sehr gut gepolstert.

Auf der Verpackung selber sind zunächst alle wesentlichen Merkmale des Kühlers bildlich und auch mit kleinen Texten an den Seiten beschrieben. Im inneren befinden sich dann drei "Kammern". In der größten und damit auch in der mittleren Kammer liegt der Kühlblock welcher mit einer kleinen Schutzabdeckung von Stößen geschützt wird. Darüber liegt der 140 mm Lüfter und die Bedienungsanleitung. An den Seiten befindet sich jeweils ein weiteres Fach in dem Sich sämtlicher Zubehör für die Montag finden lässt.

Bedienungsanleitung
In der Bedienungsanleitung ist die Montage der einzelnen Bestandteile auf die unterschiedlichen Plattformen sehr gut erklärt und in kleinen Bildern dargestellt. Des Weiteren sind auch noch alle Sicherheitshinweise sowie die allgemeinen Produkthinweise in allen gängigen Sprachen aufgeführt.

Optik
Meiner Meinung nach ist dieser Kühler rein optisch sehr gut gelungen. Die geschwärzten Lamellen des Kühlblockes passen so gut wie in jedes System und sehen auch in einem Gehäuse mit Sichtfenster sehr gut aus. Obwohl der Kühlblock mit Lüfter und Lüftungsgitter zu einem der größeren CPU-Kühler zählt, sieht man ihm die Größe nicht sofort an. Im Gehäuse sieht er dann aber doch sehr wuchtig aus.
Der Kühlblock hat den Vorteil, dass die fünf Doppel-Heat Pipes nicht wie bei anderen Kühlern nur indirekt mit der CPU verbunden ist, sondern die Heat Pipes sind in den unteren Kühlblock integriert und haben somit einen direkten Kontakt zur Wärmeleitpaste.

Montage
Mit Hilfe der Anleitung ist es ein Einfaches den Kühler zu montieren. Die Montage war in meinem System recht einfach, da ich auf dem ATX Mainboard viel Platz zum arbeiten hatte. Allerdings war der Platz im Gehäuse selbst nicht so viel, sodass ich schon ein wenig fummeln musste. Von Vorteil ist dabei auf jeden Fall ein sehr langer Schraubendreher allerding lässt sich der Kühler auch mit einem etwas kürzeren befestigen.

Auf einem ATX Mainboard ist auf jeden Fall genug Platz zwischen Kühler, Arbeitsspeicher und GPU, allerdings denke ich, dass das auf kleinen Mainboards kritisch werden könnte. Des Weiteren sollte man vorher schauen ob der Kühler auch in das Gehäuse passt, da dieser sehr hoch ist und somit nicht unbedingt in jedes Gehäuse passt. Ich habe selber die Erfahrung bei diesem Kühler gemacht, dass das Gehäuse zu niedrig ist.

Die Wärmeleitpaste lässt sich sehr leicht verteilen (Ich mache immer eine dünne Schicht auf die CPU damit diese sehr gut verteilt ist; ich weiß es gibt unterschiedliche Philosophien). Es wäre aber dennoch von Vorteil, wenn Enermax der Wärmeleitpaste einen kleinen Spachtel beilegen würde um die Paste besser verteilen zu können (ob dieser dann benutzt wird bleibt ja dann jedem selbst überlassen).


Besonderheit
Der Kühler hat eine große Besonderheit: Er besitzt auf der Rückseite des Kühlblocks eine abnehmbares Lüftungsgitter welches in einer Halterung um 360° gedreht werden kann. Durch die schrägstehenden Lamellen in diesem Gitter lässt sich der Luftstrom sehr gut steuern, sodass die warme Luft nicht direkt in Gehäuseinnere geblasen wird, sondern man diesen damit direkt aus dem Gehäuse leiten oder zumindest in die Richtung eines anderen Lüfters, welcher dann die warme Luft aus dem Gehäuse bläst.

Praxistest
In meinem System ist normalerweise ein Arctic Freezer i11 verbaut, welcher unter hoher Belastung sehr laut werden kann und ich muss sagen, dass ich im Vergleich mit dem Kühler von Enermax echt begeistert bin. Auch wenn ich die Lüfterleistung auf 100% stelle, habe ich im Vergleich zu dem alten Kühler nur ein leichtes Rauschen neben mir gehört und in 2 Metern Entfernung war der Lüfter fast geräuschlos. Bei einem Belastungstest mit Prime95 habe ich mit dem alten Kühler schon nach fünf Minuten sehr hohe und kritische Werte erreicht, wobei ich mit dem Kühler auf 100% Literleistung auch 15 Minuten Stresstest immer noch keine kritischen Temperaturen erreichen konnte.

Fazit
Ich bin von dem Produkt von Enermax sehr angenehm überrascht und bin der Meinung, dass es sich um ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis handelt, da dieser Kühler mit nicht einmal 40¤ zu den günstigeren Modellen bei den CPU-Kühlern zählt. Auch optisch überzeugt mich dieser Kühler auf ganzer Linie und ich würde den Kühler auf jeden Fall wieder benutzen und auch weiterempfehlen. Es ist zwar nicht so clean im Gehäuse als wenn eine Wasserkühlung verbaut ist, aber für einen Luftkühler sieht er alle mal sehr gut aus.

Was aber am wichtigsten ist, ist ja die Kühlleistung und die Lautstärke. Die Kühlleistung ist auf jeden Fall ausreichend, aber ich denke, wenn man jetzt einen Prozessor aus Intels Extrem-Reihe oder der AMD-Threadripper Reihe nehmen würde, denke ich das dieser Kühler schon an seine Grenzen kommen würde. Die Lautstärk ist auch vollkommen in Ordnung da die Vibrationen durch Gummiunterlagen komplett abgefedert werden und somit nicht auf das Gehäuse übertragen werden können. Auch ansonsten macht der Lüfter keine großen Geräusche und man kann diesen Kühler ruhig für einen Silent-PC benutzen.
    
  
5 5
     am 11.03.2019
Produkttester
Ich habe diesen CPU-Kühler von Mindfactory als Testprodukt, der "Testers Keepers" Aktion erhalten. Dafür erstmal vielen Dank an Mindfactory für die Möglichkeit, diesen CPU-Kühler testen zu dürfen.

Erstmal zur Lieferung: Diese dauerte zwar etwas länger (wurde ca. eine Woche nach Bestätigung erst losgeschickt), dies sehe ich aber nicht als großen Kritikpunkt, da es eine Aktion ist und man da auch etwas längere Bearbeitungszeit einplanen sollte.

Lieferumfang:
- CPU-Kühlkörper
- Lüfter
- Lüftungsgitter
- alle nötigen Befestigungsmaterialien zur Montage für sämtliche Intel und AMD Sockel (passende Sockel siehe Produktbeschreibung auf Mindfactory)
- Enermax Wärmeleitpaste
- Bedienungsanleitung

Mein Testsystem:
-CPU: Ryzen 5 2600
GPU: NVIDIA GTX 1070 ti von Asus Strix
Ram: 16Gb GSkill Aesis
Mainboard: Asus b450 M Pro TUF Gaming

Unboxing:
Der Kühler kam in einem ziemlich großen Karton, indem sich die Originalverpackung des Enermax befand. Alles war gut verpackt und auch die OVP des Kühlers sieht sehr ansprechend aus. Auf der Verpackung ist der Kühler und die genaue Bezeichnung abgebildet. Außerdem sind noch die wichtigsten Informationen und Besonderheiten beschrieben. öffnet man diese Verpackung sieht man schon wie groß der Kühler ist. Die Verpackung ist in 3 Teile geteilt, eine kleine Box mit allem Befestigungsmaterial, in der Mitte der Kühler und auf der anderen Seite die Bedienungsanleitung. Dies gefällt mir sehr gut da so alles viel ordentlicher erscheint als bei anderen Herstellern.

Bedienungsanleitung:
Die Anleitung beschreibt den Einbau für AMD und Intel Sockel. Es sind alle Montageschritte mit Bildern und einer kurzen Beschreibung dargestellt, sodass man nach kurzer Einlesezeit den Kühler theoretisch gut montieren kann. Die Bedienungsanleitung ist in sämtlichen Sprachen dargestellt und ist gut verständlich beschrieben.

Optik:
Ich finde den Kühler optisch sehr ansprechend, da auch der Kühlkörper in Schwarz gestaltet ist. Dies gefällt mir deutlich besser als die anderen, meist silberglänzenden Kühler und passt somit auch optisch in so gut wie jedes System. Des Weiteren sticht auch die sehr gute Verarbeitung ins Auge. Allerdings sollte man die Größe des Kühlers immer im Hinterkopf behalten und dann selbst entscheiden ob er in das vorhandene System passt.

Montage:
Die Montage gestaltet sich in der Praxis aber etwas kniffeliger, da es ein sehr großer Kühler ist (was natürlich sehr gut für die Kühlleistung ist). Man benötigt also einen sehr langen Schraubendreher, so dass man gut an die Befestigungsschrauben des Kühlers drankommt, dies ist aber auch alles auf garkeinen Fall kein Hexenwerk und lässt sich mit ein wenig Geschick gut durchführen.

Ich habe den Kühler in 2 Systemen getestet, dabei eines mit einem micro ATX Mainboard. Auf diesem wird es natürlich etwas eng und Ich würde den Kühler aufgrund der Größe, bei einem MB mit diesem Formfaktor nicht unbedingt empfehlen. Im zweiten System mit ATX Mainboard war der Platz auf dem Board nicht das Problem, es lässt sich alles gut erreichen und es ist auch genügend Platz zur GPU und Ram. Allerdings sollte man im Voraus die Maße des Gehäuses überprüfen, denn durch die große Aufbauhöhe passt dieser Kühler sicher nicht in jedes Gehäuse.

Besonderheit:
Dieser Kühler verfügt über ein Lüftungsgitter auf der Rückseite, dieses lässt sich einfach abnehmen und um bis zu 360 Grad drehen. Der Sinn dieses Gitters ist das durch die schräggestellten Lamellen des Gitters, die Luft auf dem schnellsten Wege aus dem Gehäuse "gelenkt" werden kann. Dies ist meiner Meinung nach eine sehr gute Funktion da die warme Luft dann nicht ins Gehäuse geblasen wird, sondern auf direktem Wege hinaus befördert wird.

Praxistest:

In meinem Hauptsystem ist eine AIO Wasserkühlung verbaut und in einem zweiten System ein Alpenföhn Brocken ECO. Auf Grund dessen konnte ich die Kühlleistung und Lautstärke gut in einem Vergleich testen und muss sagen, dass ich schon echt begeistert bin von dem Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition CPU Kühler. Die Kühlleistung ist sehr gut, dies lässt sich aber natürlich aufgrund der Größe schon erahnen. Natürlich kommt dieser Luftkühler nicht auf die Kühlleistung wie eine Wasserkühlung, muss sich aber auf keinen Fall verstecken, denn ich kam trotz sämtlichen Belastungstests mit einem I7 2600K und einem AMD Ryzen 5 2600 nicht einmal in einen kritischen Bereich. Die Kühlleistung überzeugt auf jeden Fall voll und ganz!

Auch die Lautstärke ist sehr angenehm, dadurch das der 140mm Lüfter mit 500-1000 RPM dreht. Also wenn man keinen kompletten silent PC haben möchte, ist dieser Lüfter eine sehr gute Wahl.

Insgesamt ist der "Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition" ein sehr gelungener und optisch schöner CPU-Kühler, der in einem gut gestalteten Karton verpackt ist und im PC mit guter Kühlleistung und geringer Geräuschentwicklung überzeugt, allerdings durch die Größe erst seinen Platz in ausreichend großen Gehäusen finden muss. Außerdem ist das Lüftungsgitter auf der Rückseite ein Highlight was mich persönlich sehr von dem Produkt überzeugt. Mit dem Preis/ Leistungsverhältnis bin ich vollkommen zufrieden. Es wird sehr viel geboten für einen echt fairen Preis.

Aufgrund der oben genannten Fakten vergebe Ich 5 von 5 Sternen, mit der Info, dass man gucken sollte, ob er ins Gehäuse passt.
    
  
5 5
     am 09.03.2019
Verifizierter Kauf
Gestern hab ich das Paket erhalten und gleich in meinen Pc eingebaut.

Kurz und kanpp ;) Der Cpu Kühler ist sein Geld wert.
-Läuft etwas kühler als der AMD Wraith prism
-deutlich leiser
-besserer Airflow
-Gute Verarbeitung
-Guter Preis
-nicht riesen Groß

zu meiner Hardware:

MB: Msi x470 pro gaming
CPU: Amd Ryzen 7 2700x
RAM: 32Gb Corsair Vengeance LPX CMK16GX4M2B3000C15
GPU: Asus Gtx 1070 ti ROG Strix
Gehäuse: Corsair Crabide 200r

Meine CPU läuft mit aktivierten Precision Boost Overdrive
Der Pc selbst steht in meinem Schreibtisch (der nur nach hinten offen ist) neben einem Nas und einer Fritzbox die 24/7 laufen.

Anfangs hatte ich den Wraith prism Kühler von AMD drauf, der für einen Boxed Kühler eigentlich ganz okay ist.

Nun zu den Enermax Kühler
Die Montage war relativ leich, gab keine Probleme. Auch mit dem Arbeitsspeicher gab es keinen Stress.
es fühlte sich alles wertig an. Auch die Optik ist meiner meinung nach gelungen

Der Lüfter läuft im idle so gut wie geräuschlos.
Auch nach 1-2 Stunden zocken (Battlefield 5 auf max) ist nur ein recht leises Hintergrundgeräusch warnehmbar. Ich vermute mal das hier die Grafikkarte weitaus lauter war.

Im Idle läuft der Enermax im schnitt mit 530 U/min bei einer Temperatur von 42,8°C
Bei BF5 läuft der Kühler im schnitt mit 900 U/min bei einer Temperatur von 64°C

Bei dem Stresstest Prime95 kam der Kühler an seine Grezen. Hier hatte ich 84,8°C bei 1000 U/min. Allerdings konnte ich feststellen das der Cpu takt dank des besseren Kühlers im Schnitt um 50 mhz pro Kern mehr war als bei dem Boxed Kühler.


Einen Weiteren Positiven effekt merkte ich bei der Grafikkarte, diese blieb im Druchschnitt 5°C kühler als vorher. Ich denke mal das liegt an der Airflow des Kühlers.

Ich würde mir diesen Kühler wieder kaufen, da das Preis/leistungs verhältniss passt und der Kühler für seine Größe eine Ordentliche Kühlleistung hat, auch was die Lautstärke angeht ist er sehr leise.
    
  
5 5
     am 07.03.2019
Produkttester
Zunächst erstmal Vielen Dank an Mindfactory, dass Ich für die Testers and Keepers Aktion ausgewählt wurde.
Hier ist meine persönliche Bewertung:


Mein Testsystem:
CPU: AMD Ryzen 5 2600x
CPU Kühler: Wraith Spire ( Standard Kühler von dem 2600x )
GPU: Zotac RTX 2070 Mini
RAM: G.Skill DDR4 3466Mhz 2 x 4Gb ( Im Betrieb bei 3333Mhz
Mainboard: MSI Mortar B450m
Gehäuse: Jonsbo UMX4
Gehäuse Lüfter: 3 mal 120mm Lüfter (Zwei von unten einwärts und einer links oben auswärts)

Die Bewertung ist eingeteilt in:
- Design und Verarbeitung
- Montage
- Lautstärke
- Vibration
- Luftdurchsatz und Kühlung
- Vergleichstest
- Haltbarkeit
- Preis/Leistung
- Fazit


Design und Verarbeitung:
Das Design wirkt weder sehr schlicht noch sehr auffällig. Der CPU-Kühler ist bis auf die Klammern zur Befestigung des Lüfters am Kühlkörper und der Kontaktfläche zum CPU in einem matten Schwarz gehalten und wirkt sehr edel.
Durch ein asymmetrisches Design wird für die RAM-Sticks auf der rechten Seite von der CPU Platz geschaffen. Was aber dazu führt, dass links von der CPU weniger Platz ist.
Bei genauerem betrachten der Lamellen kann man erahnen, dass sich die Entwickler dieses CPU-Kühlers technisch etwas ausgedacht haben. Auch das Design der obersten Platte des Kühlkörpers zielt auf diesen Eindruck ab.
Die 5 Heatpipes (6mm) bestehen aus Kupfer und die Kühlrippen aus Aluminium. Der Lüfter und der Air Guide bestehen aus Plastik.
Bei der Suche nach optischen Makeln habe ich mit der Taschenlampe Drei kleine Stellen gefunden, an welchen der Lack fehlt. Dazu muss ich sagen, dass die Stellen wirklich sehr klein sind und auch hinter dem Lüfter verschwinden. Unter dem Aufkleber, welcher in der Mitte des Lüfters sitzt befinden sich ein paar kleine Luftbläschen. Sonst wirkt der Kühler im ganzen, sowohl optisch als auch haptisch sehr hochwertig. Ich denke auch, dass solche Makel auch bei anderen CPU-Kühlern in der selben Preisklasse auffindbar sind.
Im Vergleich zu dem Wraith Spire wirkt er groß und mächtig.
Leider fehlt bei dem CPU-Kühler eine RGB Beleuchtung.


Montage:
Die Anleitung erscheint sehr ersichtlich.
Zuerst bringt man unter und über dem Mainboard die Befestigungsplatten für den Kühler an. Dann folgt das Auftragen einer dünnen Schicht Wärmeleitpaste auf die CPU. Leider habe ich an dieser Stelle einen kleinen Spachtel vermisst, aber ich konnte mir mit einem Stück Plastik, welches ich aus einer alten Bankkarte ausgeschnitten habe aushelfen.
Danach schraubt man zunächst nur den Kühlkörper ohne Lüfter und Air Guide an. Man kommt an die linke Schraube etwas schwieriger ran und braucht für beide Schrauben auf jeden Fall einen Langen Schraubenzieher. Zum Schluss steckt man den Lüfter und den Air Guide an den Kühlkörper ran und schließt den Lüfter am Mainboard an. So ungefähr ist die Anleitung auch aufgebaut.
Die Montage lief sehr schnell ab und war einfach. Ich habe nur 15 Minuten für den CPU Kühlerwechsel benötigt.


Lautstärke:
Als ich meinen PC gestartet habe ist mir sofort aufgefallen, dass mein PC leiser wurde!
Mit 13 bis 22 dB gehört dieser Kühler auch zu den leisesten auf dem Markt in seiner Größe.
Hierzu auch noch eine kleine Information: Den Unterschied von Beispielsweise 22 und 26 dB kann man deutlich hören.

Vibration:
Beim Einbau sind mir Gummiaufkleber auf dem Lüfter/Air Guide aufgefallen. Diese sollen mögliche Vibrationen davon aufhalten weiter geleitet zu werden.
Mir sind beim abtasten keine nervigen Vibrationen aufgefallen.


Luftdurchsatz und Kühlung:
Ich denke, dass der Hersteller sich mit der Luftstromangabe etwas geirrt hat und die Zahlen in cfm und m³/h verwechselt hat, da 94,21 m³/h 55,45 cfm ergeben und nicht umgekehrt. Also beträgt der maximale Luftdurchsatz 94,21 in m³/h.
Der Luftdurchsatz von diesem CPU-Kühler ist ganz solide im Vergleich zu anderen CPU Kühlern.
Wenn man den Aufbau des Kühlkörpers betrachtet merkt man, dass die Ingenieure von Enermax etwas echt feines hingezaubert haben. Durch Vortex Generatoren ( kleine Spoiler auf den Kühllamellen ) wird die Luft so dicht wie möglich an die Heatpipes getrieben, sodass die wärme effizienter abgetrieben werden kann. Durch den Air Guide kann man die warme abgetriebene Luft in Richtung der absaugenden Gehäuselüfter führen, damit sich das Gehäuseinnere weniger erwärmt. Die 5 Heatpipes sind aus Kupfer, was bekanntlich gut Wärme leitet. Die Heatpipes liegen direkt auf dem CPU an und sollen so auch die Hitze besser abnehmen.
An sich kann der ETS-T50 Silent Edition gut kühlen, wer aber jedoch seine CPU übertakten will, sollte zu potenteren Modellen greifen.

Vergleichstest:
Ich habe einen simplen und realen Test für den Vergleich des Wraith Spire mit dem ETS T50 Silent Edition ausgeführt. 45 Minuten lang habe ich Battlefield 5 laufen lassen und habe dann über einige Sekunden die Temperatur beobachtet und einen Durchschnittswert berechnet.
Gemessen wurde mit HWMonitor.
Wraith Spire: 74° C
Enermax ETS T50 Silent Edition: 61° C
Differenz: 13° C
Da ich ein relativ kleines Gehäuse besitze und die angezogene Luft erst durch die Grafikkarte erwärmt wird, würde ich sagen, dass das Ergebnis ganz gut ausgefallen ist für den CPU-Kühler von Enermax.


Haltbarkeit:
Der Hersteller gibt 160 000 h MTBF an. Was heißen soll, dass dieser Kühler bzw. Lüfter diese Anzahl an Stunden ohne Ausfälle beschreiten soll.
Um ehrlich zu sein denke ich, dass der CPU-Kühler genügend Jahre seinen Dienst erbringen wird, sodass man sich um die Haltbarkeit keine Sorgen machen muss.


Preis/Leistung:
Leider kann man durch die falsche Luftdurchsatz Angabe bei Vergleichsseiten nicht auf diesen CPU-Kühler stoßen, wenn man seine Suche durch den Luftdurchsatz eingrenzt.
Da ich sowieso auf der Suche nach einem neuen CPU-Kühler war habe ich oft Preise verglichen und bin auch auf den ETS-T50 Silent Edition gestoßen.
Tatsächlich kam er in meine engere Auswahl und vergleichbare Produkte waren dann entweder teurer, schwächer oder sahen nicht so edel aus wie dieser hier.
Leider fehlt bei dem ETS T50 Silent Edition eine RGB Beleuchtung, welche das Sahnehäubchen gewesen wäre. Bei aufgerundet 35¤ kann man aber davon gut absehen.


Fazit:
Für 35¤ bekommt man hier einen CPU-Kühler, welcher in jeder Disziplin ganz solide da steht.
Technisch hat der CPU-Kühler ein paar nette Features dabei.
Der Kühler sieht edel aus und da er schwarz ist kann er sich in nahezu jedes Gehäuse optisch eingliedern.
Kühlleistung bringt er auch nicht zu wenig.
Von mir auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung.


Zum Schluss möchte ich nochmal Mindfactory und Enermax danken, dass ich an dieser Aktion teilnehmen konnte und würde ähnliche Tests gerne wieder machen.
    
  
5 5
     am 07.03.2019
Produkttester
Ich habe im Rahmen einer Tester / Keepers | Aktion die Möglichkeit bekommen, den CPU-Kühler Enermax ETS-T50 Silent Edition zu testen.
Aufgabe des neuen Kühlers ist es, den Boxed-Kühler des AMD 2400G zu ersetzen und dabei leiser zu sein und zudem Reserven für Übertaktungen zu bieten. Wobei man dem Boxed-Kühler schon zugutehalten muss, dass dieser im geschlossenen Gehäuse nur unter Last und dann gedämpft wahrnehmbar ist.

--Auspacken / Umfang:
Der Kühler kommt in einer hochwertigen Verpackung, auf der alle wichtigen Daten aufgeführt sind. Die angegebenen 230W TDP sollen für den 2400G mit seinen 65W TDP wohl ausreichen.
Die Verpackung ist durchdacht und robust. So ist der Kühler gut geschützt sowie unbeschadet angekommen.
Der Diffusor an der Abluftseite ist vormontiert. Der Lüfter muss später mit beiliegenden Halteklammern angebracht werden. Neben Montagekits für AMD und Intel ist eine kleine Tube Wärmeleitpaste "Dow Coming TC-5121" dabei. Diese liegt in ausreichender Menge vor, so dass auch mindestens zwei weitere Montagen möglich sein sollten.
Der Kühler wirkt hochwertig und edel. Dieser Eindruck entsteht durch den einheitlichen schwarzen Mattlack. Die Lamellen sind gleichmäßig angeordnet und nichts ist verbogen. Die Heatpipes sind an der Kontaktstelle blank und haben einen direkten Kontakt zur CPU.
Bling-Bling in Form von (RGB-) Beleuchtung ist nicht vorhanden.

--Einbau:
Der Einbau gestaltet sich bei einem AM4-System recht einfach. Es gibt zwei leicht verbesserungswürdige Punkte in der Anleitung. Dazu kommen wir sofort.
Erst muss die Halteplatte unter dem Mainboard montiert werden. In unserem Fall musste dafür die vorhandene Platte entfernt werden. Jetzt muss auf der Anleitung mit Adlerauge ermittelt werden wie herum die Platte am Mainboard montiert werden muss. Das ist je nach AMD/Intel verschieden und das Bild in der Anleitung fast zu klein, um die Lage der Platte zu erkennen. Die Platte unter dem Mainboard wird mit dem Ring für die Oberseite an dem Mainboard befestigt. An diesem Ring wird dann später der Kühlturm angeschraubt.
Damit der Kühler mit den zwei Schrauben an dem Ring befestigt werden kann, muss der Diffusor demontiert werden. Nur so ist der Zugang zu beiden Schrauben möglich. Wer einen langen Kreuzschlitz besitzt, kann diesen Punkt überspringen, da eben für solche Werkzeuge ein entsprechender Platz zwischen Diffusor und Kühllamellen gelassen wurde.
Nach dem sparsamen Auftragen der Wärmeleitpaste kann der Kühlturm auf die CPU aufgesetzt und verschraubt werden.
Danach wird der Diffusor wieder an den Turm geklickt und der Lüfter mit Haltebügeln am Kühlturm befestigt. Hier ist der zweite Punkt, in der die Bebilderung etwas undeutlich ist. Für Geübte dürfte es kein Problem sein, Ungeübte müssen ggf. zur Lupe greifen.
Nun kam bei uns ein kurzer Schreck. Der Kühler ist mit dem 140er Lüfter recht hoch. Und auf den ersten Blick schien es in dem Gehäuse eng zu werden. Im Verhältnis zum Boxed-Kühler ist der ETS-T50 deutlich größer. Im Gehäuse ist der Unterschied dann extrem. Wo vorher reichlich Luft war, ist jetzt fast Kontakt zur seitlichen Scheibe.
Aber es passt, und durch den gleichmäßigen Mattlack sieht es gut aus.
Auf dem Asus B350 Prime Plus bleibt rund 1 cm Abstand zu den Speicherriegeln. Zudem wäre in der Höhe auch rund 1 cm Platz zu dem Arbeitsspeicher. Wobei die eingesetzten Ballistix Sport auch nicht sehr hoch gebaut sind.

--Betrieb:
Die Lüfterkurven des Mainboards wurden nicht angepasst. Damit sind beide Kühler mit den gleichen Kurven gelaufen und wie man unten sehen wird, gäbe es für den Enermax Optimierungspotential in zwei Richtungen: Silent und Frosting
Die Werte wurden mit CPUID HWMonitor ausgelesen und jeweils der MAX-Wert der Messzeit genommen. Vor jeder Messung wurde der Rechner 10 Minuten im Idle belassen. Nach 10 Minuten waren die Werte bereits einige Zeit rel. konstant. Wobei die Reaktionen mit dem Boxed-Kühler deutlich schneller waren. Zur Beginn der Messzeit wurden die Werte genullt und dann das jeweilige Tool gestartet. Nach 5 Minuten wurden die Max-Werte abgelesen. Auch hier hätte der Boxed-Kühler keine 5 Minuten benötigt. Bei dem großen Enermax Kühlturm sind die Temperaturänderungen deutlich gedämpfter.
Für die CPU wurde der Wert aus dem CPUID -Block zum 2400G gewählt. Die CPU- Angabe aus dem Mainboard-Block lagen deutlich niedriger.
Temperatur CPU[°C]
Boxed:
Idle : ..........46
Prime 95 :..94
Furmark : ..78
Cinebench: 95
ARK : ..........74

Enermax ETS-T50:
Idle : ..........40
Prime 95 : ..85
Furmark : ...62
Cinebench: 78
ARK : ..........68

CPU-Fan RPM / Gehäuse-Fan RPM
Boxed:
Idle : ...........1433 / 1027
Prime 95 : ..2636 / 1220
Furmark : ...2657 / 1240
Cinebench: 2311 / 1207
ARK : ..........2647 / 1238

Enermax ETS-T50:
Idle : ...........538 / 907
Prime 95 : ..774 / 1117
Furmark : ...789 / 1134
Cinebench: 745 / 1094
ARK : ...........778 / 1117

Die Zeiten bis zur Beruhigung der Temperaturen waren beim Enermax ETS-T50 deutlich länger. Wie man sieht, ist die CPU-Temperatur auch bei allen Szenarien deutlich niedriger. Dabei wurde die maximale Drehzahl des Lüfters nicht annähernd erreicht.
Die höchsten Werte beim Cinebench sind während des CPU-Tests entstanden. In den weiteren GPU-lastigen Tests ging die Temperatur in beiden Fällen wieder runter. Dies hätte ich so bei einer APU nicht erwartet.
Interessant ist die Temperatur der NVME-SSD. Diese liegt bei dem Mainboard direkt unterhalb des CPU-Sockels. Beim Prime95 ist die Temperatur mit dem Boxed-Kühler höher. Dieser hat die SSD wohl eher aufgewärmt. In den anderen Benchmark ist das Maximum beim ETS-T50 leicht höher. Wenn die SSD also mal belastet wird, geht die Temperatur kurz höher. Dies ist vor allem bei ARK zu sehen. Da die Temperatur sehr schnell wieder sinkt, ist in dem gut durchlüfteten Gehäuse die Kühlung durch den CPU-Lüfter anscheinend wenig relevant.
Die Temperatur der am Gehäuseboden befestigten SATA-SSD bleiben bis auf 2°C konstant.

--Fazit
AMD hat bei dem Boxed-Kühler sehr effizient gearbeitet. Im Office-Betrieb nicht zu hören, beim Spielen hörbar, aber bei den Temperaturen alles im Rahmen und beim Stresstest im Grenzbereich. Wobei auch im Grenzbereich die Lärmbelästigung nicht extrem wird.
Der ETS-T50 geht das Ganze souveräner und vor allem noch deutlich leiser an. Sprich, er ist nicht hörbar. Es werden also Möglichkeiten der Optimierung geboten, die vorher nicht bestanden. Man kann das System extrem leise gestalten. Man könnte die Lüfterkurven so ändern, dass die Temperaturen extrem niedrig bleiben und somit der Chip geschont wird. Oder man kann die Reserven fürs Overlocking nutzen. Da die APU mit ARK in HD an ihre Grenzen kommt und Übertaktungen der Grafikeinheit bei stärkerer Leistungsaufnahme (und damit auch Wärmeabgabe) in einigen Fällen mit ansprechenden Ergebnissen berichtet wurden, steht dieser Weg jetzt offen.
In Summe ist der Kühler sehr gut verarbeitet. Kühlt gut sowie leise und ist meiner Meinung nach für den Preis ein sehr gutes Angebot. Die etwas klein bebilderte Einbauanleitung ist zu verschmerzen.
    
  
5 5
     am 06.03.2019
Produkttester
Moin Technikinteressierte | Moin Nerds ;)

Im Rahmen der Produkttesteraktion 2019 bekam ich einen schönen CPU-Kühler der Marke ENERMAX in meine Finger. Seine Produktbezeichnung lautet: ETST50 AXE Silent Edition. Dadurch das ich meine Rechner seit über 15 Jahren selber zusammenbaue, war mir klar, dieses Review, bzw. dieser Kühler braucht eine kleine aber entscheidende Steroid Gabe, um so zu funktionieren wie er es eigentlich bauartbedingt können müsste.
Mir war halt klar, dass ENERMAX bei einem Endpreis von ca. 35¤ irgendwo Abstriche machen musste!

Doch bevor ich mit dem Review hier richtig loslege, möchte ich kurz anmerken in welchen Umfeld er bei mir werkelt. Da dies einen Unterschied in Messung und Kühlleistung mit sich bringen kann!!!
Die Arbeitsumgebung ;)

Das Gehäuse: Ein be quiet! Silent Base 801 mit Sichtfenster, schallgedämmter Midi -Tower ist passend für CPU-Kühler bis zu einer Höhe von 185 mm. Die originalen Lüfter habe ich durch 7x Cooltek Silent Fan 140mm Blue mit 13,9db ersetzt. Wobei 6 dieser Lüfter nur im 7 Volt Betrieb laufen. Außerdem haben noch 2 140mm Lüfter eines kleinen europäischen Konkurrenzanbieters ihren Platz im Gehäuseboden gefunden. Sie dürften so bei ca. 10-12db liegen.
Der Tower wurde von mir noch mit Dämmung nachbehandelt (fast eine große Platte gestückelt) und jeder Gehäuselüfter werkelt entweder hinter einem Gummi- oder Silikon- Entkoppler.

Die CPU: AMD FX 8370e ohne Turbo. Die CPU arbeitet mit einer Offsetspannung und werkelt von 0,988V-1,022V bei 7x267Mhz Systemtakt (1869Mhz) bis 1,344V bei 17x267Mhz(4539Mhz) | auf allen 8Kernen. Sie erreicht dadurch im CinebenchR15
einen Single Core von 107 und einen Multi Core von genau 720.
Spannungswandler: Werden mit einer Offsetspannung von +0,16250V, bei einer Geschwindigkeit von 2403Mhz, im NB-+HT- Takt gequält.

Arbeitsspeicher:16 GB HyperX 2400Mhz @2136Mhz mit einer Latenz von 11-13-13-30
OS: Win10 1809 Enterprise mit allen Updates bis dato.
Grafikkarte: RX 580 Nitro+ 8GB
Festplatten: Eine 120GB SSD HyperX wird von 2x 1TB Enterprise HD mit 128MB Cache unterstützt und von 2 externen 1TB Festplatten via USB 3.0 ergänzt.

Das Schlangenöl | oder das Steroid fürs Review hatte ich mir schon vor Erhalt des Kühlers bestellt und für den Test fest eingeplant. Es ist nicht ganz profane Wärmeleitpaste mit einer Wärmeleitfähigkeit von 12,5 W/mK.
Beigelegt war übrigens Dow Corning TC-5121 mit einer Wärmeleitfähigkeit(oder vielleicht doch eher Dämmfähigkeit) von 2,5 W/mk, laut Fremdhersteller PDF. Enermax hat auf seinem Karton aber sehr fair auf das verwendete Produkt hingewiesen! Perfekt!!!

Design & Verarbeitung:
Doch eins nach dem Anderen. Erhalten hab ich den ENERMAX ETST50 AXE Silent Edition Kühler in einem ansprechenden Karton auf dem alle wesentlichen Produktangaben enthalten waren. Der CPU-Kühler samt Zubehör war sicher und übersichtlich verpackt, so das nichts aneinander reiben, bzw. sich Stoßschäden oder Kratzer zuziehen konnte. Beim Auspacken konnte ich auch den ersten Blick auf den Airguard | eine klasse Idee zum Lenken und zum Verdichten des Luftstroms erhaschen. Ehrlicherweise hatte ich so etwas vorher noch nicht gesehen. Auch viel mir gleich auf, dass bei diesem Kühler sehr wenig Luft an den Seiten entweichen kann, was zu einem schönen gerichteten Luftstrom zum hinteren Gehäuselüfter beiträgt. Von der Haptik war nichts scharfkantig oder mangelhaft verarbeitet. Im Gegenteil | selbst hinter dem Airguard waren gummierte Vierecke verklebt die wie die verklebten gummierten Unterlegscheiben am Lüfter Vibrationen schon im Keim ersticken sollten!!!
Doch wo so viel Licht bei ca. 35¤ ist, da gibt auch ein wenig Schatten. Als erstes viel mir ein scheinbar unterschiedlicher Schwarzton oben auf dem Kühler auf, der sich aber unter zu Hilfenahme von Fensterreiniger und einem Mikrofasertuch restlos(!!!) beseitigen ließ.
Als nächstes war bei dem CPU-Lüfter angepriesen worden, dass man die Lüfter Blätter samt Kappe vom Rest des Lüfters trennen könne. Ich bin ja eher Typ Grobmechaniker | aber mein Verstand hat mir nach einem größeren Kraftaufwand Einhalt geboten. Auf der anderen Seite wäre anzumerken, dass dadurch bei mir Lüftervibrationen mal so etwas von ausgeschlossen waren ;). Zur Einordnung möchte ich aber anmerken, dass man den Lüfter an der entscheidenden Stelle gut mit einem Druckluftspray säubern kann
Schön wäre noch ein langer Kreuzschlitzschraubendreher gewesen da die eine Schraube zum Montieren des Kühlers sonst schwer zu erreichen ist. Und | na ja | Wärmeleitpaste halt& Doch das war mir von vornherein klar!
Bevor ich dies vergesse! In vorletzten Nachteil sind übrigens noch zwei dicke Vorteile versteckt. Dadurch das der Kühler seine Fläche versetzt zu den Heatpipes führt gibt es mit Arbeitsspeicher, von der Einbauhöhe keinerlei Probleme. Und der Airguard ist näher am hinteren Gehäuselüfter was ein plus an Kühlleistung bedeutet, aber etwa auf Sockel 2011ér Systemen den darunter liegenden Arbeitsspeicher nicht behindert. Auf die sehr gut gelöste Montagelösung des Kühlers komme ich im nächsten Punkt der Montage zu sprechen.

Montage:
Zuerst sei kurz erwähnt, was wir hier eigentlich Montieren. Fünf doppelt geführte Heatpipes a 6mm mit einem Kampfgewicht von 864 Gramm inklusive Lüfter. Von der Konnektivität ist bei AMD seit Sockel AM2 alles dabei ausgenommen Serversockel und TR-4. Bei Team Blau sieht es ähnlich aus da geht von Sockel 775 über Sockel115x und von Sockel 2011 | Sockel 2066 alles! Mit einer gigantischen Kühlfähigkeit von bis zu 230 Watt.
Kleiner Tipp für Interessierte: Erden | nein | Nylon Antistatik Handschuhe - ja ;-)
Nachdem der Rechner stromfrei, die Staubfilter und Gehäuse Seitenteile abgebaut waren baute ich zunächst erst mal die Grafikkarte und die SSD | Halterung nebst SSD aus, damit ich den CPU | Kühler, ohne Mainboard Ausbau installieren konnte.
Nachdem das Vormodell mit 6 Heatpipes, vernickelten Boden und ebenfalls 14cm Lüfter aus dem Weg war(meine Erwartungen an ENERMAX sind also hoch), fing ich an die CPU mit einer Mischung aus Entfetter und Alkohol zu reinigen. Danach baute ich den Kühler, strickt nach Anweisung auf. Die abgerundeten Schrauben fallen in einer Position bombenfest in die dafür vorgesehene Öffnung rein, ohne das sie sich später beim Befestigen mitdrehen könnten!!! Das war in sofern bemerkenswert, da für AM3+ und AM4 die Schraublöcher halboffen ineinander übergingen. Gehalten werden sie dann erst mal von vier Gummi Unterlegscheiben, die so bemessen sind, das die Schrauben schön in Position gehalten werden. Diese waren übrigens gerändelt, so dass man sie erst vorsichtig über das Gewinde drehen und dann über den glatten Hals der Schraube schieben konnte. Darüber kommen kommen auf der Vorderseite des Mainboards weitere vier weitere Kunststoff | Abstandshalter die ebenfalls eine kleine innere Fixierung besaßen. So bleiben sie schön mittig zum Schraubenkörper. Danach vorsichtig den oberen Teil der Kühler Halterung auflegen | um ihn dann mit vier gerändelten Muttern zu fixieren.
Dabei sollte man darauf achten, dass die aufgezeichneten Kreise der Löcher am Mainboard unter den Kunststoff | Abstandshaltern verschwinden. Dann sitzt der Kühler hinterher auch mittig und gerade auf der CPU!!!
Nun habe ich die CPU mit der anderen Wärmeleitpaste versehen und den Kühler ohne Lüfter und Airguard mit der Halterung verschraubt. Auf der Seite zum Arbeitsspeicher ein Kinderspiel | auf der anderen Seite ging es überraschenderweise dann doch leicht schräg mit einem normal langen Schlitzschraubenzieher. Bis auf dieses Gefrickel und dem Punkt, das man den Lüfter lieber vorher bei ungünstiger Lage des Stromanschlusses (abweichend zur Anleitung) einstecken sollte, hat auch hier ENERMAX sonst alles sehr gut gelöst! Man schraubt nämlich ein hohles Röhrchen links und rechts auf eine kleine Gewindestange, was für eine sehr gute Stabilität und Halt des CPU-Kühlers sorgt.
Der Lüfter hat übrigens ein super schön langes Kabel, was es möglich macht, dass man den Rest davon super auf der Gehäuserückseite verschwinden lassen kann. Das spätere Reinigen wird damit zum Kinderspiel. Nach dem der Lüfter montiert ist, bleibt es nur noch den Airguard ein zu haken und das drehbare Gitter bestmöglich Richtung hinteren Gehäuselüfter auszurichten.

Vibrationen:
Nope&Never ;-)

Luftdurchsatz:
50m³/h | 94m³/h | bei 500 - 1000U/Min
Da der Lüfter bei mir aber von 550U/Min | 1073U/Min gedreht hat(ausgelesen mit Aida64),
kann man durchaus von einem Luftdurchsatz von 100m³/h ausgehen!

Lautstärke:
Dafür musste ich ein paar Apps auf einem Nokia 7 Plus probieren.
Das Smartphone verfügt über 3 Mikrofone. Benutzte App Werte:
Raum ohne Lärm von draußen 18db.
Staubsauger volle Leistung / 2m Entfernung 87db.
Stärkeres Tippen auf mechanischer Tastatur ergab Ausschläge von über
60db.
Bauch und Magengrummeln nach Essen von Sauerkraut bei Lautstärkemessung Rechner + 12db.

Es funktioniert wohl ganz gut und verlässlich!
Gemessen habe ich im offenen Gehäuse, direkt mit allen anderen Lüftern am voll laufenden CPU-Lüfter, 50db. Diesen Wert kann man aber sofort wieder vergessen, da im Gehäuse die Schallwellen reflektiert werden.
Um einen REALISTISCHEN WERT bei offenen Gehäuse zu ermitteln habe ich das Smartphone, auf Höhe des CPU-Lüfters, im Abstand von 0,75cm im 90°Grad Winkel positioniert! Ergebnis: 28db mit allen anderen Gehäuselüfter, bei 1073U/Min(CPU-Kühler).

Bei normal geschlossenen Gehäuse ergab sich gerade mal ein Wert von max. 24db, ohne HD Geräusche in 1m Entfernung, im absoluten Lastszenario, bei 1073U/Min(CPU-Kühler).

Bei gleicher Messentfernung ergab die Idle Messung 20db-22db.

Ergebnis: Selbst wenn der Lüfter mit Volldampf läuft, ist er vom restlichen Lüftersäuseln kaum raus zu hören.



Kühlung:
Fairerweise möchte ich hier nochmal anmerken, dass ich eine Wärmeleitpaste mit einem 5x besseren Wärmeleitwert wie der Hersteller des Kühlers verwendet habe.

Ich mache es mal kurz und trocken&Im Idle kann es bei 1% Systemauslastung unter Raumtemperatur gehen. Dieses Review wird ja nochmal analog im Mindfactory Forum mit Bildern erscheinen. Gemessen bei 21°Celsius Raumtemperatur, 12°Celsius mit Bildbeweis. Klar, springt der Virenscanner kurz an oder ich schaue ein YouTube Video sind es in etwa Raumtemperatur(+-5°Celsius).

Während des 2. 15 minütigen Lasttest (alle 8 Kerne auf 100%), via Aida64, stellte sich bei mittlerweile 26°Celsius Raumtemperatur (hatte dafür extra nochmal meinen großen Heizkörper aufgedreht) folgendes Ergebnis ein:
Motherboard: 31°C
CPU:51°C
North Bridge:56°C

Auch dazu wird ein Bild gepostet, da meine alte CPU bei 8x 4,5Ghz, bei 1,344V, sehr vorsichtig geschätzt, im Schnitt ca.115 Watt konsumieren dürfte.


Kommen wir also zum Preis/Leistungsverhältnis:
Bei der hier vorgelegten Verarbeitungsqualität und erreichbaren Kühlleistung, kann ich diese einfach nur als überragend bezeichnen. Dieser CPU-Kühler ist, wenn man sich die Mühe macht, den Kompromiss beim Preis von ca. 35¤ zu finden, einfach der absolute Preis Leistungshammer. Von mir nochmal ein ganz großes Lob an Mindfactory, dass Ihr euch genau diesen Kühler als Produkttest herausgesucht habt!!!! Klar war ich froh, mich als Tester bewerben zu können. Aber nur so war ich auf den Kühler aufmerksam geworden!
Als sich dann 2 Tage nach dem Stichtag, zur Auswahl der Tester nichts rührte und der Kühler nicht verfügbar war, hatte ich Ihn mir nämlich bei einer anderen Firma, als angeblich lieferbar bestellt. Hätte da noch eine knappe Woche auf das Produkt warten müssen, weil er auch dort nicht lieferbar war. Sprich den CPU-Kühler wollte ich unbedingt!
Mir war halbwegs klar, was dort für welchen Preis angeboten wird und wo die eigentliche Schwachstelle des Lüfters, für den Preis, liegen dürfte. Deshalb bin ich auch vorher bei gegangen und habe sehr genau nach einer Wärmeleitpaste mit eben solchen Werten gesucht.

Wertigkeit & Haltbarkeit:
Werde mit diesem Kühler auch auf AM4 noch viel Freude haben. Im Gegensatz zu meinen alten Kühler, kann ich diesen nämlich auf den neuen Sockel montieren. Bei der Verarbeitungsqualität und einer Lebensleistung von 160000 Std. für den Lüfter werde ich mit diesem Lüfter noch Jahre Freude haben. Was soll der denn etwa bei einem 3000ér Ryzen
8-Kern Prozessor mit 16 Threads nicht kühlen? Das wird doch leichter als beim bestehenden System!

Vergleich zu ähnlichen Produkten:

Auch hier kann ich den Punkt kurz gestalten. Ein eher günstiger Anbieter aus Asien wollte etwas vernünftiges bauen und haute einen Lüfter für 59,90¤ raus. Einen alten Testbericht findet ihr unter: https://www.planet3dnow.de/vbulletin/threads/390493-Weltpremiere-CPU-Kuehler-Xilence-M612-Pro
Beim Xilence-M612-Pro musste ich noch ein wenig an der unteren Mainboardhalterung feilen, damit er überhaupt sicher auf den AM3+ Sockel umziehen konnte. Von der Kühlleistung dieses Lüfters kann sich jeder überzeugen | auch bei 140Watt Last.
Nun kommt Jahre später Enermax mit diesem Kühler& Hätte ich die Wahl würde ich zum Enermax greifen, da er zwar nur genauso gut mit einer Heatpipe weniger kühlt | jedoch bei gleicher Kühlleistung schöner aussieht, besser mit meinem jetzigen Gehäuse harmoniert und leiser als mein letzter CPU-Kühler arbeitet!


Fazit:
Hochwertige Wärmeleitpaste kaufen und nicht versuchen den Lüfter auseinander zu nehmen. Und ich kaufe mir definitiv nochmal einen Kreuzschlitzschraubendreher mit einem sehr langen Hals.
Ansonsten kneife ich es mir nach diesem Monsterreview nochmal alle positiven Punkte raus zu kramen ;) Für mich, unter Erwägung des Preises | besser kann man sein Geld kaum anlegen!

Schlussbemerkung: Nein, ich habe kein Flüssigmetall verwendet und nenne meine Bezugsquelle nur nicht, weil dieses Produkt definitiv nicht bei Mindfactory angeboten wird. So etwas würde ich unredlich finden und ich bitte diesbezüglich um Verständnis.
    
  
5 5
     am 06.03.2019
Produkttester
Im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion von Mindfactory zusammen mit Enermax durfte ich den Enermax AXE ETS-T50A-FSS in der Silent Edition ausgiebig testen.
Dementsprechend erstmal ein Dankeschön an Mindfactory und Enermax, der Community eine Chance zu geben, ein neues Produkt zu testen und dann auch noch selber etwas davon zu haben.
Der Enermax ETS-T50A ist neben dem schwarzen Kühlblock mit einem 140mm Lüfter und einem Gitter zur Adjustierung des Luftstroms ausgestattet. Die angegebene TDP beträgt 235 Watt. Des Weiteren "trotze" der T50A vor Innovationen, unter anderem beispielsweise dem bereits genannten Gitter oder dem Direktkontakt der Heat Pipes (Heat Pipe Direct Touch/HDT).
Diese und weitere Innovationen, Erneuerungen und Charakteristiken sollen diesen CPU Kühler zu einem optimalen Produkt für Gaming orientierte Nutzer mit anspruchsvollen Bedürfnissen machen.

Mein System, in welchem ich den Kühler eingebaut und ausgiebig getestet habe, besteht aus den folgenden Komponenten, als Betriebssystem nutze ich Windows 10 Home.
AMD Ryzen 7 2700x
MSI B450 GAMING PRO CARBON AC
Corsair Vengeance 16 GB DDR4 3000mhz CL15
ASUS GeForce STRIX 1060 STRIX OC

[ 512GB Samsung 960 Evo M.2 NVME SSD
Seagate 3TB HDD
be quiet! Pure Power 10 500 Watt Non-Modular 80+ Silver
Creative Sound BlasterX Ae-5 Hi-Res Gaming Soundkarte / DAC | RGB, PCIe (interne Soundkarte) ]

zusätzliche Lüfter: 2x be quiet! Silent Wings 140mm (Front)
1x be quiet! Silent Wings 120mm (Back)

Alles verbaut im Fractal Design Meshify C (Midi Tower).


Mein Review werde ich unterschiedliche Abschnitte unterteilen, die sich jeweils auf ein anderes Augenmerk des Kühlers fokussieren.

1. Unboxing, Bestandteile
2. Äußerliche/optische Eigenschaften des Kühlers
3. Montage und benötigtes Werkzeug
4. Prüfsystem und Vorstellung der Games & Benchmarks
5. Benchmarks & Temperaturen
6. Anmerkungen zu Lautstärke, Kühlung, Drehzahl
7. Vergleich zum AMD Wraith Prism (Boxed Kühler)
8. Fazit, Pro/Contra


1. Unboxing und Bestandteile

Der Enermax AXE ETS-T50A kommt in einer gut aussehenden, wertigen Box aus Pappe, gehalten in Schwarz und Rot. In dieser Box finden sich der Kühlblock mit bereits angebrachtem Luftzug-Gitter, dem Lüfter und einer kleinen Schachtel mit den Accessoires, bestehend aus einer Back Plate, mehreren Washern, Position Screws, Muttern (Nuts), Abstandshaltern (Stand-offs), Schrauben für den Intel Sockel LGA 2011/2066, zwei Mounting Plates für Intel Sockel, zwei Fan Clips, einer Mounting Plate für AMD Sockel und einer kleinen Tube Wärmeleitpaste. Des Weiteren ist noch eine übersichtliche, kurz gehaltene Anleitung beigelegt. Alles schön und sauber verpackt. Die Bodenplatte des Kühlkörpers ist abgeklebt, andere Kühler haben bereits Wärmeleitpaste aufgetragen - meiner Meinung nach besser gelöst von Enermax!
Das Gitter zur Regulierung des Luftstroms ist bereits am Kühler befestigt, jedoch muss es zur Montage vorerst abgenommen und nach der Befestigung des Kühlers wieder festgemacht werden, da es sonst eine der beiden Schrauben verdecken würde. Es ist etwas umständlich, dass dieses Gitter bereits montiert ist, jedoch ist es so einfach ab zu machen, kein großes Problem.


2) Äußerliche bzw. optische Eigenschaften und Merkmale des Kühlers

Der Kühlkörper ist in Schwarz gehalten und sieht designtechnisch einfach sehr gut aus. Das matte schwarz würde in eigentlich fast jedes System passen. Details wie die ergonomische Pfeileinkerbung, oder das Färben der Copper Heat Pipes runden das Gesamtbild des Kühlers ab. Auch das Gitter sieht sehr gut aus, passt zum Kühler, und ist, wie bereits gesagt, ein sehr gutes Feature. Der Lüfter könnte besser aussehen, die Finnen des Kühlers sehen beispielweise bei den be quiet! Lüftern besser aus. Im Betrieb kommt dies aber sowieso nicht groß zu tragen.
Auf dem Lüfter ist das Enermax Logo mit Schriftzug zu sehen, was leider unter Betrieb nicht gut aussieht, da es nicht symmetrisch ist und der Schriftzug somit etwas unregelmäßig drehend rüberkommt. Dies könnte auch auf die niedrige Drehzahl im Idle zurückführbar sein, be quiet! aber löst dies beispielweise durch einen Schriftzug, der beim Drehen des Lüfters kreisähnlich erscheint. Ein Kleiner, jedoch berechtigter Kritikpunkt. Könnte man etwas anders machen.
Das Kabel des Kühlers ist nicht gesleeved, was ich schade finde, da dies bei meinem boxed Kühler von AMD der Fall war und es optisch nochmal besser aussieht. Die Handhabung und Verarbeitung ist auch nicht zu bemängeln, keine Makel. Die Heat Pipes sind asymmetrisch, jedoch hat das mit der RAM Kompatibilität auch seinen Grund.

Insgesamt ist die Optik sehr ansprechend mit ein paar kleinen Makeln, die aber das Gesamtbild des Kühlers nicht groß beeinträchtigen. Abgesehen von diesen Kritikpunkten ist die Optik insbesondere in dieser Preisklasse für fast jeden PC geeignet.

2. Montage und benötigtes Werkzeug

Die Montage war einfach, bei mir musste ich erstmal die vorhandene Backplate lösen, um die Backplate für den T50A mit vier Schrauben, vier Washern und Abstandshaltern zu befestigen. Daraufhin kamen die Muttern zum Einsatz, wurden auf die Abstandshalter geschraubt/gedreht. Dann kam direkt der Kühlkörper zum Einsatz, das bereits montierte Gitter musste mit einem leichten Handgriff gelöst werden und man konnte schon mal Wärmeleitpaste auf den Heat Spreader auftragen, ich habe zuerst die beigelegte, dann, für den eigenen Gebrauch nach dem Test, Thermalgrizzly Kryonaut genommen. Vorerst musste die Folie von der Bodenplatte des Kühlers entfernt werden. Dann begann die eigentliche Installation; man musste einfach nur den Kühler mit den bereits montierten Schrauben auf die vorgesehen Fassungen setzen und festschrauben. Hier kommt aber ein Kritikpunkt auf. Ich persönlich besitze Wera Schraubendzieher und die und diese waren schwer zu benutzen, da sie zu kurz waren. Man braucht einen (sehr) langen Schraubenzieher, den, wie ich, nicht alle haben werden, um die Schraube ohne Komplikationen festzudrehen. Notfalls könnte Enermax auch einen dazulegen, dann wäre das kein Problem gewesen. Somit nutzt sich der Schraubenzieher und die Schraube unnötigerweise ab. Dieses Problem tritt nur auf einer Seite auf. Die Schraube, die näher an den (vom Sockel aus rechten) RAM Bänken liegt, lässt sich einfach, reindrehen. Nach dem Befestigen des Kühlkörpers montiert man einfach das Gitter und den Lüfter. Mit den Spangen, die der Befestigung des Lüfters dienen, hatte ich anfangs Probleme; nachdem ich es aber einmal richtig gemacht habe bzw. verstanden habe, ging es aber. Zum Ende hin kann man das Lüftergitter nach belieben ausrichten und das war's.
Insgesamt einfach und unkompliziert, kleine Komplikationen wie das Problem mit dem langen Schraubenzieher stören etwas.

3. Prüfsystem und Vorstellungen der Games & Benchmarks

Ich teste in dem oben genannten System bei normaler Raumtemperatur. Das Gehäuse wird durch zwei 140mm Silent Wings 3 in der Front und einem 120mm SW3 hinten im Gehäuse belüftet. Die Lüfter sind im BIOS auf "Auto" eingestellt und laufen ungefähr etwas unter 1000 RP/M.

Die Temperaturen teste ich mit dem Prime95, dem CPU-Z (Stress+Bench) und dem Cinebench R15 Benchmark. Dazu kommen noch ein paar Spiele, der Benchmark aus Far Cry New Dawn und das Rendern eines Videos mit Adobe Premiere Elements.

Gemessen wurde alles mit dem Argus Monitor und dem AMD Ryzen Master.
Temperaturen sind immer auf alle Kerne bezogen. Als Referenz zum Enermax T50 nehme ich den boxed Kühler von AMD und verschiedene Modi, einmal den Auto Mode und ein manueller OC sowie das Gehäuse im geschlossenen und offenen Zustand. Für den RAM ist das XMP Profile 2 eingestellt (2933mhz, CL15).


4. Ergebnisse der Games & Benchmarks


Alle Spiele wurden in 1920x1080p getestet. Die Benchmarks (und der Idle "Test") liefen mindestens 5 Minuten.

1) AMD Wraith Prism (Boxed), Geschlossenes Case, Auto Mode (XFR2), ThermalGrizzly Kryonaut

Idle: 36-38° @4,0ghz (~2269 RPM)
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): 68° (nach ~20Min.) @3,825 | 3,850ghz
Overwatch (hoch-ultra): ~50° @~3,95ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 59° @~3,875ghz
Cinebench R15: 1564 Punkte, 70-74° @~3,850ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4678.1 Punkte, 67° @3,9ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: 4600 Punkte, 74° @3,8ghz
Prime95 (Stufe 1/ Small FFTS): 79° @3,7ghz
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 65-67° @3,85 | 4,00ghz

2) Enermax ETS-T50A-FSS, Geschlossenes Case, Auto Mode (XFR2), Enermax Dow Corning TC-5121 (mitgelieferte Wärmeleitpaste)

Idle: 32° @4,0ghz
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): 52° @3,95ghz
Overwatch (hoch-ultra): 45° @4,0ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 51° @3,9ghz
Cinebench R15: 1724 Punkte, 62° @3,750ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4786.7 Punkte, 60° @3,875ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: ~4745 Punkte, 66° @3,875ghz
Prime95 (Stufe 1)/ Small FFTS): 69° @3,775ghz (~1000 RPM)
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 55-60° @3,925ghz

3) Enermax ETS-T50A-FSS, Geschlossenes Case, Auto Mode (XFR2), ThermalGrizzly Kryonaut

Idle: 33° @4,05 | 4,2ghz
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): ////
Overwatch (hoch-ultra): 42-44° @4,0ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 53° @3,95ghz
Cinebench R15: 1699 Punkte, ~63° @3,825/3,850ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4749.1 Punkte, 65° @3,85ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: 4725 Punkte, 67° @3,825/3,850ghz
Prime95 (Stufe 1): 71° @3,725/3,750ghz
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 60° @3,9ghz


4) Enermax ETS-T50A-FSS, Offenes Case, Auto Mode (XFR2), ThermalGrizzly Kryonaut

Idle: 31° @4,0ghz
Battlefield 5 (hohe Einstellungen): 48° @3,95ghz
Overwatch (hoch-ultra): 40-42° @4,0ghz
Far Cry New Dawn Benchmark: 47° @3,9ghz
Cinebench R15: 1724 Punkte, max. 62° @3,750ghz
CPU-Z Benchmark Multithread: 4765.5 Punkte, max. 59° @3,875ghz
CPU-Z Stress Test Multithread: 4765 Punkte, 63° @3,875ghz
Prime95 (Stufe 1): 67,5° @3,775ghz
Adobe Premiere Elements 30min. Vid Rendering: 51-60° @3,9ghz

Die Temperaturen sind alle so gut wie möglich gemessen worden, können jedoch gut möglich um ein paar Grad abweichen.


5. Der Kühler läuft im Idle sehr leise, man bemerkt ihn fast gar nicht. Unter 100% Last hört man ein leichtes brummen bzw. summen, aber noch immer im akzeptablen Raum. Ich habe noch eine etwas ältere 3TB HDD eingebaut, die beim Boot des Systems sogar am lautesten ist. Die Silent Wings 3 sind meines Erachtens nach noch leiser, kosten aber auch fast 20 Euro pro Stück, was preislich natürlich nicht vergleichbar ist. Zwei dieser kosten schon mehr als der CPU Kühler mit Lüfter, dafür macht der Lüfter einen sehr guten Eindruck.
Für diese Preiskategorie ist die Lautstärke angenehm leise.

Die Temperaturen sind auch sehr gut. Alles ist im guten Rahmen. Insbesondere im Vergleich zum Boxed Kühler schneidet der T50 sehr gut ab.

Läuft Prime 95 liegt die Drehzahl bei ungefähr 1000 RP/M. Man hört den Lüfter dann zwar, aber ich empfinde dies als nicht sonderlich störend. Da läuft meine HDD lauter. Im Idle ist der Kühler so gut wie stumm, man hört ihn ganz leicht, aber für diese Preiskategorie ist das sehr stark.

6. Vergleich zum AMD Boxed Kühler "Wraith Prism" des Ryzen 7 2700x

Aufgrund des Designs und der RGB Beleuchtung hatte ich seit meines Kaufes meiner Ryzen CPU den Boxed Lüfter in Benutzung, da er noch ausreichte und einfach gut aussieht. Mit dem Enermax T50A, der design technisch den Wraith Prism überragt, obwohl er keine RGB Beleuchtung hat bzw. ich die Version ohne besitze, habe ich nun eine sehr gute Alternative.
Der Wraith Prism lief relativ laut, was insbesondere im Idle sehr gestört hat. Dieses Problem habe ich dank des T50A nun nicht mehr. Zur Lautstärke kommt auch noch die verbesserte Kühlung hinzu, die sich beispielweise in Prime 95 um 10° (!) verbessert hat. Auch im Idle ist der Enermax Kühler um die 8° kühler. Der Airflow des Cases wurde zudem auch noch verbessert, da der Wraith Prism vertikal saß.

Insgesamt ist der T50A ein sehr gelungenes Upgrade, das mir jetzt auch eine gute Basis für höhere Taktraten bietet. Des Weiteren ist kann ich den PC jetzt beinahe geräuschlos auch über Nacht laufen lassen.

7. Fazit zum Enermax AXE ETS-T50A Silent Edition
Insgesamt überzeugt mich der T50A beinahe komplett. Ich finde nur kleine Kritikpunkte, die jedoch nicht gravierend sind. In seiner Preiskategorie ist er meiner Meinung nach durchaus eine Empfehlung, jedoch müsste man ihn nochmal gegen den be quiet! Pure Rock antreten lassen, da dieser nicht unbedeutend ist, insbesondere in der niedrigen bis mittleren Preiskategorie der Luftkühler. Ich würde eigentlich 4.5 Punkte geben, aber da das nicht geht runde ich auf 5 Sterne. Die genannten Kritikpunkte sind alle lösbar, insbesondere durch Enermax.

Danke nochmal an Mindfactory und Enermax!
Sollten Fehler im Review auftreten, gerne melden.
    
  
5 5
     am 05.03.2019
Produkttester
Review zum Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

Im Folgenden werde ich etwas über meine Erfahrungen und Tests mit dem Lüfter in den ersten 1-2 Wochen der Nutzung erläutern.

Lieferumfang:

Der CPU-Kühler kommt in einem Pappkarton zusammen mit einer Installationsanleitung und Montagezubehör. Das Montagezubehör besteht aus einer Spritze mit Wärmeleitpaste, sowie einer Backplate, andere Metallplatten, Schrauben, Muttern, Klammern und Abstandshaltern zur Befestigung des Kühlkörpers am Mainboard. Die Anleitung bietet Deutsch, Englisch und zehn anderen Sprachen. Sie ist etwas merkwürdig strukturiert, aber übermittelt die wesentlichen Informationen. So werden nach der Anleitung die Sockel Intel LGA775/115X/1366, Intel LGA2011/2066 und AMD AM4/AM3(+)/AM2(+)/FM1/FM2(+) unterstützt.

Kühlkörper:

Der CPU-Kühler ansich besteht aus weiteren drei, voneinander trennbare, Teilen. Als größter Bestandteil der Kühlkörper selbst. Dieser ist komplett im matten Schwarz gehalten und wirkt sehr wertig. Der Kühler ist zur Halterung etwas versetzt, damit es zu keinen Problemen mit zu hohem RAM kommt. Dies finde ich sehr praktisch, da man sich vor dem Kauf oft nicht sicher sein kann, ob der Kühler mit dem Arbeitsspeicher räumlich zusammen passt.
Der Kühler hat fünf Kupferheatpipes welche direkt an der CPU anliegen und bis auf die Kontaktfläche, auch in mattem Schwarz lackiert sind.
Die 54 Lamellen des Kühlers sind über die kurze Seite asymmetrisch geformt, wahrscheinlich mit dem Gedanken den Luftstrom besser auszunutzen. Die Lamellen sind, wie auch bei anderen Kühlern dieser Bauart, leicht zu verbiegen und der Abstand zwischen den Lamellen ist zwar nicht perfekt gleichmäßig, aber auch nicht schlechter als bei anderen Kühlern. Von Haus aus sind ein paar "Optimierungen" an der Lamellen vorgenommen worden. So ist jede von ihnen an den kurzen Seiten um 90 Grad gebogen, womit die Seiten des Kühlers zum großen Teil geschlossen sind und die Luft nicht zur Seite entweichen kann. Zusätzlich sind jeweils hinter den Heatpipes zwei kleine Stückchen der Lamellen hochgebogen. Diese sollen Luft an Stellen befördern, an die sonst angeblich zu wenig kalte Luft kommt. Auch wenn diese Verbesserung sicherlich alle gut gemeint und gedacht sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie einen wirklichen Unterschied in der Kühlleistung bringen.
Der Kühlkörper wiegt inklusive Halterung 830g und zusammen mit dem Lüfter und Luftgitter 1043g.

Luftstromgitter:

Ein weiteres Teil des Kühlers ist ein Luftgitter aus Plastik, welches den ausgehenden Luftstrom in eine Richtung, die selbst eingestellt werden kann, lenken soll. Ich denke, dass dies ebenfalls nicht viel bringt, da ja die meiste Zeit eher niedrige Windgeschwindigkeiten durch den Lüfter erzeugt werden. Aber wenn man es hat, kann es natürlich auch nutzen und so den Wind etwas in Richtung einer Gehäuseöffnung lenken.

Lüfter

Der dritte Teil des Kühlers ist der aktive Lüfter selbst. Dieser hat eine Größe von etwa 130 mm und einen vierpoligen-PWM-Stromanschluss. Das Kabel hat eine Länge von knapp 50 cm. Da bei meinem Mainboard der Anschluss für den CPU-Lüfter sehr nah am Kühler gelegen ist, ist das Kabel eigentlich zu lang. Der Lüfter wird über zwei Metallklammern am Kühlkörper befestigt. Leider sind diese, als einziges Teil nicht schwarz, sondern metallig. Außerdem ist bei der Montage des Lüfters durch die Klammern etwas schwarzer Lack von den Lamellen abgekratzt. Da der Lüfter diese kleinen Stellen aber verdeckt, ist dies relativ egal.
Auf den ersten Blick wirkt der Lüfter, besonders die Rotorblätter, eher mittelmäßig, besonders im Vergleich mit einem Lüfter von be quiet!. Angegeben sind für den Lüfter 500 bis 1000 Umdrehungen pro Minute.
In meinem Test betrug die maximale Drehzahl des Lüfters sogar rund 1070 RPM, egal ob über PWM oder DC gesteuert.
Und zumindest mit meinen Mainboard (MSI X370 Gaming Pro Carbon) beträgt die minimale Drehzahl per PWM 507 RPM und per DC 208 RPM.
Auf maximaler Drehzahl ist der Lüfter klar zu hören, aber nicht stören laut. Auf niedrigeren Umdrehungszahlen ist der Lüfter sehr leise und wird deutlich von eingebauten Festplatten und auch anderen Umgebungsgeräuschen übertönt. Die leichte Dämmung an den Schraublöchern hält die Vibrationen gut vom Kühlkörper fern.
Ich denke nach dem Kurztest kann man sagen, dass ich mich in meiner Ersteinschätzung vertan habe, denn der Lüfter macht seinen Job echt gut, auch wenn ich meine, bei ganz genauem hinhören, ein ganz leises rattern gehört zu haben.

Benchmark:

Außerhalb meines etwas gedämmten Gehäuse (be quiet! Silent Base 600), ist von dem Lüfter im Idle kaum etwas zuhören, sodass viele Umgebungsgeräusche lauter sind als der Lüfter selbst. Ich musste z.B. meine HDDs ausbauen, um überhaupt den Lüfter explizit wahrnehmen zu können.
Ich habe mit einem Blender-Benchmark den Ryzen 5 2600 über etwa 20 Minuten auf Volllast laufen lassen. Während des Benchmark war der Lüfter leise, aber schon hörbar.

Angaben zur Testumgebung:
Prozessor: AMD Ryzen 5 2600
Gehäuse: be quiet! Silent Base 600
Drei Gehäuselüfter
Blender CPU-Benchmark zur Auslastung (100% auf allen Kernen/Threads) der CPU unter Fedora 29
Die Werte sind natürlich abhängig von der gewählten Lüfterkurve. Ich habe die Lüfterkurve zwischen den Benchmarks nicht geändert. Die Lüfter wurden beide über PWM gesteuert.

Enermax AXE ETS-T50A-FSS
0min: 35°C 507RPM | Idle
1min: 57,5°C 540RPM
5min: 66,5°C 615 RPM
10min: 68°C 650 RPM
15min: 69°C 680 RPM
20min: 69°C 690 RPM

be quiet! Shadow Rock Slim
0min: 43°C 420RPM - Idle
1min: 65°C 680RPM
5min: 68°C 730 RPM
10min: 67°C 740 RPM
15min: 69°C 758 RPM
20min: 67.5°C 735 RPM

Montage für AM4:

Für Montage wird nur ein langer, mittelgroßer Kreuzschraubendreher als zusätzliches Werkzeug benötigt.
Der Kühler besitzt eine eigene Halterung, sodass bei einem neuen Mainboard als erstes die Standardhalterung abmontiert werden muss, was mit vier Kreuzschrauben schnell getan ist.

Die eigene Halterung für AM4 besteht aus zwei Metallplatten, je eine für Vor- und Rückseite des Mainboards.
Die beiden Seiten werden durch vier Schrauben mit Abstandshaltern und Schraubmuttern verbunden. Das praktische an dieser Konstruktion ist, dass man nur die kleine Halterung am Mainboard frühzeitig befestigen muss und der Kühlkörper später nur von oben auf die Halterung gesetzt wird und mit zwei Schrauben festgemacht. Dabei wird dann kein Zugriff auf die Rückseite des Mainboards mehr benötigt, denn die beiden Schrauben schrauben sich von oben auf die Halterung drauf. Um an die beiden finalen Schrauben dran zukommen, müssen der Lüfter und das Luftstromgitter abmontiert sein. Aber selbst dann ist eine der beiden Schrauben noch recht schwerer zu erreichen und erfordert einen langen Kreuzschraubendreher.
Wenn der Kühlkörper fest sitzt, kann der Lüfter über zwei Metallklammern am Kühler befestigt werden. Dies ist etwas frickelig.
Zudem kann auf der anderen Seite das Luftstromgitter befestigt werden.

Wärmeleitpaste:

Als Wärmeleitpaste liegt eine kleine Spritze bei, die mit Enermax Dow Corning® TC-5121 beschriftet ist. Die verwendeten Spritze sieht der Spritze der Thermal Grizzly Kryonaut Wärmeleitpaste sehr ähnlich. Es könnte also sein, dass es die gleiche Paste ist.


Preis/Leistung:

Ich halte den Preisbereich um die 30¤ für sehr vernünftig, für Kühler die eine Mittelklasse CPU mit bis zu 100 Watt TDP kühl halten sollen. Der Enermax AXE ETS-T50A-FSS (Wer hat sich diesen Namen ausgedacht??) ist vom Hersteller für bis 230 Watt TDP ausgelegt, sodass man eine Mittelklasse CPU sehr leise damit kühler kann.
Ich selbst hatte mit zuvor den be quiet! Shadow Rock Slim gekauft, der ebenfalls in diesem Preisbereich liegt, aber durch die kompakteren Maße nur für 160 Watt TDP ausgelegt ist, was in der Praxis aber nur wenig ausmacht.

Fazit:
Der Enermax AXE ETS-T50A-FSS ist ein Lüfter, der in seinem Preissegment gut mit anderen Lüftern mithalten kann, aber auch nicht hervor sticht. Er ist gut verarbeitet und durch sein (fast) komplett schwarzes Design passt er wohl auch in die Computer derjenigen Leute, die ein möglichst stilvolles Aussehen erreichen wollen.


Testers Keepers:
Ich habe den CPU-Kühler im Rahmen des Testers Keepers Programm von Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Ich denke, dass ich in meiner Neutralität dadurch nicht beeinträchtigt wurde.
    
  
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