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EAN 4719072525972    SKU 7A95-002R

Artikelbeschreibung

Seit dem 19.06.2017 im Sortiment

Das MSI X299 GAMING PRO CARBON besticht durch seine einzigartige Kohlefaser-Optik, die sich noch weiter durch austauschbare Blenden personalisieren lässt. Lassen Sie Ihr Mainboard neben dem edlen Schwarz in glänzendem Gold oder Silber erstrahlen und runden Sie das Gesamtbild mit 3D-Druck-Komponenten ab! So passen Sie Ihr X299 ganz an Sie und Ihr System an. Natürlich leistet es auch viel, denn es ist für Overclocker und anspruchsvolle Nutzer gedacht. Premium-Komponenten erlauben niedrige Ladezeiten und blitzschnelle M.2 SSDs werden durch ein wärmeableitendes M.2 Shield geschützt, damit ihre Leistung jederzeit stabil bleibt. Stabil ist auch die Netzwerkverbindung, das Gaming LAN sorgt hierfür. Schließlich wird auch Ihr RAM mit DDR4-BOOST zu kontinuierlicher Höchstleistung angetrieben.


**Informationen zur Finanzierung:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 317,80*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 30 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Aktionen und wichtige Informationen

GRATIS ASSASSINS CREED® ORIGINS

Weitere Infos

Technische Daten

Allgemein:
Mainboard Modell: X299 GAMING PRO CARBON
Mainboard Sockel: So.2066
Mainboard Chipsatz: Intel X299
Mainboard Formfaktor: ATX
Onboard Grafik: nicht vorhanden
Grafikausgänge: nicht vorhanden
MultiGPU Fähigkeit: AMD 3-Way CrossFireX, NVIDIA 3-Way SLI
Arbeitsspeicher Slots: 8x
Arbeitsspeicher Typ: DDR4
Arbeitsspeicher Bauform: DIMM
Arbeitsspeicherarchitektur: Quad Channel
Max. Kapazität der Einzelmodule: 16 GB
Unterstützte Speichermodule: DDR4-2133, DDR4-2400, DDR4-2667, DDR4-2800, DDR4-2933, DDR4-3000, DDR4-3200, DDR4-3333, DDR4-3400, DDR4-3466, DDR4-3600, DDR4-3733, DDR4-3800, DDR4-3866, DDR4-4000, DDR4-4133, DDR4-4266, DDR4-4333, DDR4-4500+
Anzahl PCIe x16 Slots: 2x PCIe 3.0 x16, 1x PCIe 3.0 x16 (x8), 1x PCIe 3.0 x16 (x4)
Anzahl PCIe x8 Slots: nicht vorhanden
Anzahl PCIe x4 Slots: nicht vorhanden
Anzahl PCIe x1 Slots: 2x
Anzahl PCI-X Slots: nicht vorhanden
Anzahl PCI Slots: nicht vorhanden
Anzahl AGP Slots: nicht vorhanden
Anzahl mSATA Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl M.2 Anschlüsse: 1x M.2 bis 2280, 1x M.2 bis 22110
Anzahl SATA 6GB/s Anschlüsse: 8x
Anzahl SATA 3GB/s Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl SAS 6GB/s Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl SAS 3GB/s Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl IDE Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl Floppy Anschlüsse: nicht vorhanden
Soundcodec: Realtek ALC1220 Codec
Audiotyp: 7.1 Sound
Audioanschlüsse: 5x 3,5mm Klinke, 1x Toslink (optisch)
Netzwerkadapter: 1x 1000 MBit
Wireless Lan: nicht vorhanden
Bluetooth: nicht vorhanden
Anzahl USB2.0 Anschlüsse: 3x
Anzahl USB3.0 Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl eSATA Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl FireWire Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl Parallelport Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl Seriellport Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl PS/2 Anschlüsse: 1x
BIOS Typ: UEFI
integrierte CPU: nicht vorhanden
Verpackung: Retail
Anzahl USB3.1 Anschlüsse: 5x

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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5 5
     am 04.10.2017
Der Testbericht für das MSI X299 GAMING PRO CARBON im Rahmen des Testers Keepers vom 28.09.17.

Mein System:
i7 7800X 6x3,50GHz
Corsair H100i v2
16GB G.Skill Ripjaws V DDR4-3000
MSI GeForce GTX 1080 Gaming X+ 8G
Samsung SSD 950 Pro 256GB
Corsair HX750i
AOC 271QG

Wichtige Daten zur CPU Wahl vorab:

Wer Kaby Lake-x CPU's mit diesem Board nutzen möchte, sollte sich im klaren sein, dass er den vollen Umfang des Boards nicht nutzen kann. Da der Kaby Lake-X eine 16 Lane CPU ist, kann er nachher die Garfikkarte nur mit maximal PCIe 8x betreiben. Des Weiteren kann man nur Daul Channel beim DDR-RAM betreiben. Daher empfiehlt es sich hier meiner Meinung nach die Finger vom Kaby Lake-x zu lassen, wenn man die Vorteile des Boards nutzen möchte.

Zu den Lane's der jetzigen CPU ist noch wichtig, dass der i7 28 Lane's und der i9 44Lane's hat. Wer ein 3er SLI im PCIe x16zu nutzen will muss wohl oder übel einen i9 kaufen. Meine Meinung zu den jetzigen 2066 CPU's ist eigentlich nur eine: Wartet bei den CPU's auf Coffee Lake-x.
Meine Empfehlung hierzu wäre: Kauft euch einen 7800x. Dieser reicht völlig für den Gaming- und Alltagsgebrauch.


# Design #

Als erstes fällt am Board auf, dass es auch ohne Beleuchtung hochwertig und sehr mächtig wirkt. Die Carbon-Optik ist perfekt über das gesamte Board in die Passiv-Kühler eingearbeitet worden. Was zugleich von der schwarzen Grundplatine unterstrichen wird. Mir persönlich gefällt die Optik und Anordnung einzelner Bauteile sehr gut. Auch der Bereich um die externen Anschlüsse wie Netzwerk, USB und Co., werden perfekt durch eine große designte Abdeckung verdeckt und veredelt. So haben auch gerade die Modder unter uns ihre Freude an diesem Board.

Zu der Beleuchtung: MSI hat es geschafft genau die richtige Anzahl von LED's auf dem Board zu platzieren. Es werden damit genau die entscheidenden Stellen des Boards hervorgehoben und betont. Diese kann man auch speziell Ansteuern. Dabie handelt es sich um 17 Effekte mit 16,8 Mio Farben. Darauf werde ich später noch weiter eingehen.


# Verarbeitung #

Die Verarbeitung wie man es von MSI gewohnt ist, ist sehr hochwertig. Es fällt sofort auf, dass MSI alle DIMM, PCI x16 und U.2 Anschlüsse mit Steel Armor ausgestattet hat. Dies hat zur Folge, dass gerade die Anschlüsse sehr robust gegen Vibrationen und Hängelast (Grafikkarten) sind. Zudem schirmt der DDR Steel Armor auch vor Elektromagnetischen Interferenzen ab. Zugleich hat MSI keine Kosten bei Spulen und Kondensatoren gescheut. Dadurch wird gerade das Spulen fiepen bei hohen Spannungen oder Strömen verhindert. Es stehen 11 Premium Spulen und PowIRstage-MOSFETs für das übertakten der CPU bereit. Die von einem 8-Pin-EPS12V und einen 4-Pin-12V Anschluss befeuert werden. Die Temperatur des Spannungswandlers ist im Test bei vollem Takt der CPU nicht über 73 Grad gestiegen. Wenn man das Board umdreht fällt einem sofort eine sehr große Druckplatte ins Auge, die mit dem Sockel fest verbunden ist. Diese Druckplatte soll die Kräfte vom Sockel nehmen und gleichmäßig auf das Board verteilen, sodass Kühler oder Pumpe perfekt auf dem CPU sitzen. Damit fällt auch die Druckplatte vom Kühler oder der Pumpe weg und man spart sich bei der Montage die fummel Arbeit.

->Alle die jetzt Angst haben einen neuen CPU-Kühler zu kaufen: Keine Panik, es passen die Kühler des 2011-3 Sockels auch auf den 2066. Wichtig hier zu ist nur, dass der Hersteller dieses auch freigegeben hat.<-
Das einzige was mich an der Verarbeitung, stört sind die Passivkühler. Warum muss man diese mit einer Plastikabdeckung ausstatten? Ich weiß, dass das x299 Pro Carbon AC welche zum tauschen hat, aber das hätte man auch aus Alu machen können. Man könnte locker durch einen Kompletten Alu/Kupfer Kühler ein paar Grad mehr Kühlleistung erwirken. Dadurch könnte man einfacher und besser Abwärme in das Gehäuse leiten und besser Übertakten. Das haben andere Hersteller besser gelöst.

Es gibt zwei M2 Schnittstellen die mit jeweils einem M2 Shield ausgestattet sind. Dieses M2 Shield ist eine Erfindung von MSI und ist auch nur auf den Boards von MSI zu finden. Es gibt jetzt auch Hersteller die Ihre M2-Speicher mit Kühlkörpern ausstatten, aber diese sind in der Regeln sehr teuer. Auf diesen Boards kriegt man dieses Feature umsonst gleich mit. Die besagten M2-Shield's sollen den Leistungseinbruch bei den M2 Datenträgern verhindern, damit man auch die volle Leistung bei Dauerbetrieb genutzt werden kann. Es gibt zwei Version auf dem Board, eine in max.80mm und eine in max.110mm.
Es sind ebenfalls zahlreiche Erweiterungsanschlüsse wie 1xUSB-C, 2xUSB 3.1, 2xUSB 2.0 auf dem Board vorhanden wie z.B. für Front Peripherie des Gehäuses.

# Benutzerfreundlichkeit der Software & Treiber #

Das Angebot von MSI an Zusatzsoftware ist fast schon erdrückend. Ich erwähne deswegen jetzt hier nur die Software die ich schon bei meinen z170 Gaming Pro Carbon Board genutzt habe.

- Command Center ist ein nützliches Tool bei Desktop Übertaktung und Lüfterkontrolle

- Gaming App zur Modus Einstellungen von CPU und GPU (muss von MSI sein), man hat die Möglichkeit in Spielen diverse Daten (OSD) darstellen zulassen zur besseren Kontrolle

- Live Update6 ist zum Updaten und zum neu installieren von Treiber, Tools und BIOS

- Mystic Light für die Steuerung von der RGB-Beleuchtung und der GPU (wenn von MSI)

- Gaming Lan Manager zum Einstellen der Wichtigkeit der Datenpakete

Ich benötige aber für den täglichen Gebrauch nur den Gaming Lan Manager, Live Update6, Mystic Light und Afterburner MSI (dieser ist nur online zu finden). Der Rest wird von mir im BIOS eingestellt. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase ist jedes Tool leicht zu bedienen. Alle Treiber und Tools sind auf der beiliegenden CD oder online zu finden.

# BIOS #

Das BIOS ist in mehreren Sprachen verfügbar, somit auch in Deutsch. Es wirkt sehr übersichtlich bei gutem Design. Selbst bei großen Monitoren ist die Darstellung sehr klar und gut lesbar. Der größte Teil wird per Maus gesteuert und verändert. Deswegen auch Click BIOS, welches mir sehr gut gefällt. Man kann zwei Darstellungsarten auswählen, den EZ Modus und Advanced Modus. Der EZ Modus ist für schnell Einstellungen und Advanced ist etwas für das Feintuning. Es wurde eine Suchfunktion eingefügt, mit dieser man in wenigen Sekunden alles im BIOS wieder finden kann. Bei häufigerem gebrauch dieser Funktion, kann man diese auch als Favorit markieren und per Short-Cut ablegen.

Des Weiteren gibt es hinten am Rear Panel zwei Tasten Clear CMOS (Standardwerte) und BIOS Flashback+ (BIOS auf USB) für Fehler die z.B. beim Übertakten entstehen können, . Kurz noch zu dem Flashback+ hier kann man mittels eines USB-Sticks, den man auf einem bestimmten USB im Rear Panel steckt, um direkt seine BIOS Einstellungen wieder einzuspielen. Das setzt aber voraus, dass man das BIOS, welches man zuvor eingestellt hat, auf dem USB abspeichert hat. Man kann auch die BIOS Einstellungen direkt abspeichern und hat sogar nach einem Crash die Möglichkeit dies wieder anzuwenden.

Des weiteren ist ein DAUL BIOS verbaut worden. Sollte das erste BIOS mal zicken machen, kann man ganz bequem, dass zweite Standrad BIOS verwenden. Umgestellt wird das mit Hilfe eines Schalters auf dem Board, mit Hilfe einer LED wird angezeigt im welchen BIOS man sich befindet.
Eine weitere schöne Funktion ist der Hardware Monitor, der für die Darstellung der Temperaturen und zur Lüfterkontrolle benötigt wird. Hier kann man wunderbar die Standard Lüfterdrezahlwerte oder die Anschlussart (PWM/DC/AUTO diese wird auch mit einer Zustand-LED am Anschluss angezeigt) ändern um diese beim starten schon anzuwenden. Man kann diese aber auch über den Command Center auf dem Desktop einstellen.


# Features #

Aufgrund der hohen Anzahl an Features habe ich die meiner Meinung nach wichtigsten einmal hier zusammengefasst.

Das Board besitzt Gaming Lan, was heutzutage nicht mehr aus der Gaming-Welt weg zu denken ist. Dies ermöglicht dem User bei einem Onlinespiel, mit einem niedrigen Ping gleichzeitig mit voller Leistung zu downloaden. Hier ist es auch möglich den verschiedenen Anwendungen unterschiedliche Prioritäten zu zuordnen.

Zum Mystic Light: Dieses lässt, wie bereits erwähnt, das Board in 16,8 Mio. Farben und 17 LED-Effekten erstrahlen. Die Funktion wird auch von diversen Herstellern wie z.B. von Corsair, G.Skill, Razer, etc. unterstützt. Man kann so alles an Maus, Tastatur und Lüftern synchronisieren, was einen Mega-Effekt auf allen Schreibtischen zaubert. Dies steuert man entweder über die Software auf dem Desktop oder per APP vom Handy aus. Als Erweiterungsmöglichkeit gibt es extra für 5050 RGB-Strips einen Erweiterungsanschluss, der auf dem unteren linken Bereich des Boards wiederzufinden ist.

Zahlreiche EZ Debug LEDs und EZ Code LED sind auf dem Board angebracht, die die Fehlersuche eingrenzen und vereinfachen. Zugleich gibt es diverse Zustands-LED die wie z.B. Zustände von DIMM oder PCIe Slots anzeigen können.

Ein weiteres cooles Feature ist der Leistungs-Boost-Drehschalter. Dieser setzt die CPU in Schritten von 1-11 auf gewisse GHz Leistungen, die je CPU Typ unterschiedlich sind. In meinen Fall (i7-7800x) von 3,5GHz  4,5GHz ohne das man im BIOS die Einstellungen ändern muss. Dieses erleichtert denVollprofis nicht gerade das Übertakten der CPU, ohne ein zu großes Risiko einzugehen die Hardware zu beschädigen. Sollte man dies nutzen, empfiehlt sich eine WaKu oder ein hochwertiger CPU-Kühler, da der CPU mehr Abwärme produziert, um eine optimale Temperatur des CPU zu halten.
Der besagte Drehschalter befindet sich leider an einer sehr ungünstigen Stelle. Es wäre in meinen Augen sinnvoller gewesen, wenn man diesen von außen bedienen könnte.


# Komfort bei der Handhabung #

MSI stellt zu fasst jedem Thema ein Video bereit, das mittels QR-Code in dem Handbuch wieder zu finden ist. So das Neulinge auch mittels der Videos sehr schnell an ihr Ziel kommen können.
Zu erwähnen ist hier noch, dass das Handbuch auf Englisch, ist, aber auf der Homepage von MSI in Deutsch zur Verfügung steht. Es wird hier alles sehr detailliert erklärt, sodass man auch die kleinste Sache nachlesen kann.


# Fazit #

Abschließend ist zu sagen. dass das x299 Gaming Pro Carbon von MSI nicht nur durch das Design beeindruckt, sondern die Taiwanern auch von der technischen Seite mit beachtlicher Leistung überzeugt. Wer sich überlegt ein Board mit dem 2066 Sockel zu kaufen, ist mit diesen Board sehr gut aufgestellt für ein super Preis- / Leistungsverhältnis. Wenn man Ryzen und Intel vergleicht, ist nur ein minimaler Vorsprung im Gamingbereich bei Intel zu sehen. Wenn man in den Videobereich geht hat klar der Ryzen die Nase vorn. Ich würde jederzeit dieses Board weiterempfehlen. Klare Kaufempfehlung für Leute die gerne Übertakten und Gehäuse-Modding betreiben.


Pro:
- Preis/Leistung Stand: 30.09.17
- Hochwertige Verarbeitung am gesamten Board
- M2 Kühlung
- kein Powerlock für die CPU
- einfaches Übertakten
- Sehr übersichtliches / einfache Handhabung des BIOS
- schönes Design / mit RGB Beleuchtung
- Erweiterung durch 3D-Druck
- Steel Armor
- DDR4 bis 4266+ OC möglich
- Stromverbrauch liegt bei vollem Takt (i7-7800x 4,7Ghz) Idle bei 30-40Watt

Contra:
- Plastik-Abdeckung an Passivkühlern
- Boost-Drehschalter innen liegend
- Handbuch auf Englisch

Grüße aus dem echten Norden

uR-Silva
    
  
5 5
     am 29.09.2017
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Review X299 MSI GAMING PRO CARBON
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Hallo liebe Community,

auf diesem Wege möchte ich euch mein Review zum MSI X299 Gaming Pro Carbon präsentieren. Wer sich das ganze gerne als Video ansehen möchte, kann dieses im Forum finden.

Im Video enthalten sind das Unboxing, eine ausführliche Beschreibung der BIOS-Features, die im Bundle enthaltenen Programme und eine ebenso detaillierte Vorstellung von drei Tools die es aufgrund ihrer Funktionen, von meinem Standpunkt aus gesehen, verdient haben genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Design & Verarbeitung
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Beginnen wir mit dem Design des Mainboards. Dieses wird in einer schwarz-silbernen Farbkombination ausgeliefert, welche durch Carbonstruktur-Highlights auf den Kühlkörpern unterstrichen wird. Diese Kombination ist natürlich eine persönliche Geschmacksfrage, ich für meinen Teil finde das Design sehr ansprechend, besonders weil sich das Board somit optisch perfekt in mein schwarzes CoolerMaster-Gehäuse und dem schwarzen DarkRockPro-CPU Kühler von bequiet einfügt. Weiterhin bietet das Board dem Nutzer eine individuelle RGB-Beleuchtung, die ganz individuell auf die Bedürfnisse eingestellt werden kann. Trotz den im Vergleich zu älteren/anderen Mainboards recht wuchtigen Kühlern wirkt die Struktur auf dem Gaming Pro Carbon sehr übersichtlich und aufgeräumt, kein Bauteil wirkt deplatziert oder zu nah an anderen Einheiten verbaut. Nach Wunsch können die Abdeckungen der Kühlkörper gewechselt werden, wechselbare Platinen waren allerdings bei meinem Lieferumfang nicht enthalten. Im Gesamtbild wirkt das Board und deren Komponenten sehr hochwertig verarbeitet. Platz findet alles übersichtlich und kompakt auf dem ATX-Formfaktor.

Features & Leistung
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Das Gaming Pro Carbon wartet mit einer sehr großen Auswahl an Features und Tools auf, wobei ich zuerst die Hardware-Features näher vorstellen möchte.

CPU Sockel & Chipsatz
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Für die CPU kommt der 2066er Sockel mit dem X299-Chipsatz zum Einsatz, auf dem alle neuen Skylake-X sowie die Kaby Lake X Prozessoren Platz finden. Je nach gewählter CPU sind dabei die einhergehenden Funktionseinschränkungen zu beachten, bei dem nur eine bestimmte Anzahl von RAM-Bänken und PCI-Express-Lanes zur Verfügung stehen (dies gilt für die Kaby Lake X sowie die i7 Prozessoren).

Arbeitsspeicher
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Das Board bietet dem Anwender acht DDR4-DIMM-Steckplätze mit Quad-Channel-Interface, welche bis zu 128 GB Arbeitsspeicher verwalten können. Die RAM-Module können theoretisch mit einem Takt von 2133 Mhz bis zu 4266+ MHz betrieben werden, ein stabiler Betrieb ist logischerweise von der Bestückung und den Eigenschaften der Module abhängig. Eine Auflistung von getesteten Modulen findet man auf der Produktseite des Mainboards, außerdem wird in der Anleitung zusätzlich beschrieben, welche RAM-Bänke mit welcher CPU nutzbar sind und wie die Bestückung vorzunehmen ist.

Grafik & Storage
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Neben den sechs PCIe 3.0-Anschlüssen, über die ein Triple-SLI/Crossfire-Grafikkarten-Betrieb möglich ist, findet man zwei M.2, sowie einen U2-Anschluss, acht SATAIII-, 7 USB 2.0 und acht USB-3.1-Anschlüsse. Vier der PCIe Slots sind mit 16 Lanes angebunden, zwei weitere Expansion-Slots belegen weiterhin jeweils eine PCIe-Lane. Die praktisch zu erreichende Geschwindigkeit hängt hier von der verwendeten CPU und der Kombinationen der Endgeräte ab. Von den USB 2.0 Anschlüssen können vier an das Front- und drei an das Backpanel angeschlossen werden. Einer der hinteren USB 2.0 Ports fungiert dabei als sogenannter Flashback+-Anschluss. Die USB 3.1 Ports verteilen sich auf einen Gen2(Typ C)- und vier Gen1(Typ A)-Anschlüsse im Frontpanel. Auf der Rückseite stehen ein Gen2(Typ C), ein Gen2(Typ A) und vier Gen1(Typ A) Anschlüsse zur Verfügung. Von den acht SATAIII-Ports befinden sich sechs auf der rechten Mainboardseite in mittlerer Position und zwei in der rechten unteren Ecke. Als theoretische Geschwindigkeiten werden hier 6 GBit/s angegeben. Als Datenraten für M.2 und U.2 können hier theoretisch bis zu 32 Gbit/s erreicht werden, da diese über PCIe 3.0 x4 Schnittstellen angebunden sind. Natürlich ist die Verwendung und Geschwindigkeit abhängig von verwendeter CPU (Anzahl PCIe-Lanes) und den verwendeten Endgeräten. Nutzt man den U.2-Anschluss, fallen allerdings einige Belegungen weg, da dieser vier Lanes des PCIe verwendet (siehe Tabelle). Die M.2-Slots werden mit sogenannten M.2-Shields abgeschirmt, die zum einen eine bessere Wärmeableitung und zum anderen Schutz vor mechanischen Schäden gewährleisten sollen. Alle verbauten Festplatten können zusätzlich zu AHCI im RAID 0, 1, 5 oder 10 verwendet werden.

Weitere Anschlüsse
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Am Backpanel befinden sich weiterhin ein Intel I219-V Gigabit LAN- (10/100/1000 Mbit/s), sowie fünf 3,5mm Audio und ein optischer TOSLINK-SPDIF-Anschluss. Durch diese Anschlüsse ist es möglich, entweder über Klinke oder optischen Eingang eine 7.1 Heimkinoanlage an das Mainboard anzuschließen.

BIOS
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Gleich zu Anfang sei gesagt, dass das X299 MSI Gaming Pro Carbon über ein duales BIOS verfügt, welches man per Schalten am Mainboard wechseln kann. Dies verschafft zusätzliche Sicherheit, denn sollte man ein BIOS durch falsche Einstellungen unbrauchbar machen, kann hier notfalls per Schalter auf das zweite, noch funktionierende BIOS gewechselt werden. Startet man das Mainboard erstmalig, wird man sofort in das BIOS weitergeleitet. Durch die umfangreiche grafische Oberfläche sowie der Möglichkeit Maus- und Tastatureingaben zu verwenden, nimmt das Laden ein paar Sekunden in Anspruch. Begrüßt wird der Nutzer mit der einfachen BIOS-Übersicht, in der die wichtigsten Daten, wie Mainboardtyp, BIOS-Version usw., in der oberen rechten Ecke dargestellt werden. Hier besteht außerdem die Möglichkeit, den erweiterten Anzeigemodus zu aktivieren, die Sprache umzustellen und Screenshots aufzunehmen. Darunter kann per Drag&Drop die Reihenfolge der Bootmedien festgelegt werden. In der linken oberen Ecke besteht die Möglichkeit, den sogenannten Gameboost in verschiedenen Stufen zu aktivieren. Dabei werden verschiedene, voreingestellte Übertaktungen der CPU aufgerufen, die einen höheren GHz-Betrieb ermöglichen. Besagter Gameboost kann allerdings auch per Hardwareregler auf dem Mainboard, oder über die Softwarelösung MSI CommandCenter im laufenden Betriebssystem eingestellt werden. Rechts daneben befindet sich die Schaltfläche, um das auf dem Arbeitsspeicher hinterlegte XMP-Profil zu aktivieren und den RAM mit den dort hinterlegten Spezifikationen zu betreiben. Dabei gilt es zu beachten, ob ein solches Profil vom verwendeten Arbeitsspeicher unterstützt wird. Im unteren Bereich des BIOS befinden sich diverse Optionen die (de)aktiviert werden können. So besteht die Möglichkeit den PC im Hardcore Mode zu betreiben, was mehr Möglichkeiten für das Overclocking eröffnet. Über die LAN Option ROM kann die Möglichkeit genutzt werden, den PC ohne eigene Festplatte über das Netzwerk von einer separaten Boot-Partition zu starten. Die CPU Fan Fail Warning Control erfüllt den Zweck, sich Meldungen zu erstellen, die z.B. beim Erreichen kritischer Temperaturen sichtbar für den Nutzer ausgegeben werden. M.2/Optane Genie ermöglicht es unter Verwendung einer vorhandenen M.2-SSD einen RAID-Verbund mit den vorhandenen Festplatten einzugehen. Ist kein M.2-Endgerät verbaut, kann diese Möglichkeit für die Festplatten auch unter dem AHCI/RAID-Menüpunkt eingeschalten werden. ACHTUNG: Schaltet man auf den RAID-Modus um, werden sämtliche Daten auf den Datenträgern nach dem Reboot gelöscht. Der Nutzer erhält beim Aktivieren des Menüpunktes zur Sicherheit einen gut sichtbaren Hinweis. Experimentiert der Nutzer viel im BIOS herum, kann er sich im BIOS Log Review sämtliche Änderungen noch einmal ansehen, zudem besteht die Möglichkeit sich im Favoriten-Menü entsprechende Favoriten anzulegen, auf die er des Öfteren zugreift. Über die M-Flash-Option können vom Nutzer neue BIOS Versionen auf das Mainboard aufgespielt werden, indem er nach einem Neustart im erscheinenden Dateimanager das jeweilige Flash-File von einem USB Medium an einem beliebigen USB-Anschluss aufrufen kann. Der Hardware-Monitor ermöglicht präzise Einstellungen der Lüfterkurven aller am Mainboard angeschlossenen Systemlüfter. Dabei können manuelle Einstellungen getroffen oder Lüfterkurve konfiguriert werden, die das System beim Erreichen von festgelegten Kriterien automatisch ansteuert.

Zentral zeigt sich dem Nutzer beim Start die CPU-Übersicht, welche die wichtigsten Kerndaten, wie z.B. aktuelle CPU-Frequenz, PCIe-Lanes, etc. beinhaltet. Am linken Rand können über die Tabs Memory, Storage, Fan Info und Help die entsprechenden Systemdaten des Arbeitsspeichers, der Festplatten und Lüfter übersichtlich ausgegeben werden. Unter Help findet der Nutzer die entsprechenden Erläuterungen zu den möglichen Gameboost-Abstufungen.

Für mich fühlte sich die Benutzung des BIOS sehr angenehm an. Die Begrüßung mit einer grafischen Oberfläche, in der ich meine vorhandene Hardware auslesen konnte, war ein idealer Einstieg. Die Informationen sind auf den Punkt gebracht und man wird nicht sofort mit einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten überhäuft, dass begrüßen sicher auch andere Nutzer. Hat man sich dann erst einmal an die abgespeckte, einfache Menüübersicht gewöhnt, kann man den nächsten Schritt gehen und eventuell detailliertere Änderungen vornehmen. Wer an den Werten seines Systems Änderungen vornehmen will, muss dafür den Advanced-Modus am oberen Bildschirmrand aktivieren. Darüber gelangt er in die Textausführung des BIOS, in dem im unter anderem im Settings-Menü per Maus und Tastatur Werte eingegeben werden können. Da ich auf meinem alten Board meine CPU übertaktet hatte, erwartete mich hier nichts Neues, dazu sei auch gesagt das neben Spannungen und Timings auch normale Menüs vorhanden sind, wie z.B. die Verwaltung der Festplatten, das Setzen von BIOS-Passwörtern u.Ä. ACHTUNG: Besondere Vorsicht sollte besonders im Bereich Overclocking an den Tag gelegt werden. Falsche Einstellungen in Bereichen wie dem VCore, Baseclock u.Ä. können eine Instabilität des Systems nach sich ziehen und bis zum Hardwaredefekt führen (Überhitzung / Wählen zu hoher VCore-Spannungen).


Benutzerfreundlichkeit Software & Treiber
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Um einen kleinen Überblick über die Software zu geben habe ich drei, für meine Begriffe, wichtige Tools getestet. Die Tools MSI Command Denter, MSI Gaming App und MSI Live Update 6 möchte ich hier nur kurz beschreiben, eine ausführliche Erläuterung findet ihr im oben verlinkten Video.

MSI Command Center
Das in meinen Augen nützlichste Tool: Es bietet eine abgespeckte Variante zum Konfigurieren diverser Mainboardeinstellungen  nur eben unter Windows. Der Funktionsumfang beläuft sich hierbei vom Einstellen von Lüfterkurven, über das Anzeigen der wichtigsten Systemspecs im kleinen übersichtlichen Overlayfenster bis hin zum Übertakten der CPU-Kerne per Gameboost-Funktion oder manuellen Feintunings jedes einzelnen CPU- bzw. RAM-Wertes.


MSI Gaming App
Der Funktionsumfang der Gaming App fällt im Vergleich etwas sparsam aus, ermöglicht allerdings immerhin drei vorprogrammierte Modi für die CPU (OC-, Gaming- bzw. Silent-Modus) und ermöglicht die Konfiguration von Tastatur- und Mausmakros sowie dem Einschalten der integrierten VR-Funktion. Leider konnte ich nur Einstellungen für die Maus vornehmen, das Fenster für die Tastatur wollte sich partout nicht öffnen. Auch Einstellungen für das Headset waren ausgegraut, was aber daran liegen könnte das mein Headset a) über USB angeschlossen ist oder b) zum Zeitpunkt der Konfiguration nicht angeschlossen war. Über die verbleibenden zwei oberen Schaltflächen lassen sich Monitor-Daten abfragen (linkes Icon) bzw. Betriebsmodi für den Bildschirm auswählen/einstellen (rechtes Icon).


MSI Live Update 6
Ein für mich in diesem Sinne wichtiges Tool, da hier nicht nur die Möglichkeit besteht seine Tools und Treiber herunterzuladen, sondern auch festzulegen, in welchen Zeiträumen auf neue Versionen geprüft und der Nutzer erinnert werden soll. Gerade für vergessliche Leute wie mich ist diese Funktion sehr komfortabel, da aktuell auch noch auf der 2066er Plattform in regelmäßigen Abständen Patches zu aktuellen Fehlern released werden. Ansonsten liefert das Tool auch hier die wichtigsten Kerndaten zum aktuellen System.


Treiber
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Als ich meinen Rechner umgebaut und erfolgreich gestartet hatte, übernahm Windows die Ersteinrichtung und ich konnte, trotzdem ich quasi sämtliche Hardware getauscht hatte, normal mit Windows arbeiten. Als ich allerdings die Treiber für das MSI Gaming Pro Carbon installierte und Windows neu startete, konnte er danach meine Bootpartition nicht mehr finden. Dies kann unterschiedliche Gründe haben: Zum einen hatte ich alle Treiber nacheinander installiert und nur einmalig neu gestartet, vermutlich lag es an der Installation des Intel Rapid Storage Technology Treibers da ich sehr viele Festplatten in meinem System nutze. Natürlich kann es genauso gut auch Windows 10 selbst gewesen sein, auf der sicheren Seite seid ihr auf jeden Fall, wenn ihr eine saubere Windows-Installation aufsetzt. Bei mir hat die Treiberinstallation auf ein sauberes Betriebssystem auf jeden Fall keine Probleme gemacht.

Komfort / Handhabung
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Das BIOS sowie die von mir getestete Software war in jedem Menüpunkt klar strukturiert und ließ keine Fragen zur Bedienung aufkommen. Schade war in diesem Fall, dass manche Funktionen in der Gaming App nicht funktioniert haben, auch könnten die Erklärung zu manchen Funktionen z.B. im BIOS etwas näher beschrieben werden (Beispiel: M.2 Optane Genie). In den erweiterten Einstellungen muss man sich hingegen erst einmal daran gewöhnen, dass die Zeilen beim Mouseover direkt in die Eingabe springt und deswegen die Maus etwas hakelig über die Einstellungen wandert. Ansonsten gibt es von meiner Seite aus nichts zu beanstanden, alle Menüs wirken sinnvoll platziert, strukturiert und sind grafisch ansprechend gestaltet.

Preis-/ Leistungsverhältnis / Vergleich zu ähnlichen Produkten
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Das Board wird in Deutschland aktuell mit 289,85¤ (Stand 28.09.2017) gehandelt und befindet sich damit im oberen Mittelfeld was den Preis betrifft. Die dafür gelieferte Ausstattung in Form von Design, Verarbeitung, Features und Tools sind für diesen Preis in meinen Augen bereits in der Oberklasse zu finden. Man erhält zum Zeitpunkt dieses Reviews eine zukunftssichere und topaktuelle Intel-Plattform, der so schnell nicht die Puste ausgehen wird. Der vom Gaming Pro Carbon zu Verfügung gestellte Funktionsumfang hängt dabei in erster Linie von der verwendeten Intel CPU ab, da erst mit dem kleinsten i9 Modell (i9-7900X) alle PCIe-Lanes zur Verfügung stehen. Auch die von Haus mitgelieferten Möglichkeiten zur Übertaktung sind ein sehr netter Bonus, da dies auch eine stabile Leistung bis zu eben diesen Grenzen implizieren sollte. Einen Vergleich zu ähnlichen Produkten aufzustellen ist dabei eher schwierig, da sich die Produkte in diesem Fall meistens in der Anzahl der Anschlüsse für mögliche Speichermedien, Beleuchtungen oder integrierter Kühllösungen unterscheiden, der generelle Funktionsumfang aber i.d.R. gleich bleibt. Weitere Unterschiede findet man oft in der mitgelieferten Software bzw. dem Zubehör. Da ist es schade das die auswechselbaren Kühlabdeckungen nicht dabei waren, allerdings punktet MSI wiederum bei der Zugabe einer 1-Jahres-Lizenz für Xsplit-Gamecaster.

Fazit
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Was bleibt nun abschließend und zusammenfassend zum X299 MSI Gaming Pro Carbon zu sagen? Fakt ist, dass ~290¤ schon eine Menge Holz sind, man preislich jedoch schon im oberen mittleren Segment landet und funktional in meinen Augen schon Hardware auf Oberklasseniveau erhält. MSI liefert mit diesem Mainboard auf jeden Fall ein sehr gutes Produkt für einen durchaus vernünftigen Preis. Vielfach habe ich in anderen Reviews gesehen, dass hier ein 4-Wege-SLI/Crossfire vermisst wird. Da sollte man sich allerdings auch die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, in ein Mainboard für 300¤ vier Grafikkarten zu installieren. Solche Builds findet man i.d.R. eher im Rendering-/Workstation-Bereich, welche dafür speziellere Mainboards nutzen.

Positiv:
- Übersichtliches BIOS
- Einfache Übertaktungsmöglichkeiten für Anfänger
- Generell sehr gute Konfigurationsmöglichkeiten in BIOS sowie im Command Center
- 1 Jahr Softwarelizenz für XSplit Gamecaster
- Übersichtliche Software
- Zukunftssichere Hardwareausstattung
- Gute Verarbeitung, stimmiges Gesamtbild
- Gutes Übertaktungspotential

Neutral:
- Erste Treiberinstallation auf bestehendes Windows schlug fehl
- Leicht verzögerte Eingabe im BIOS beim Mouseover
- Funktionseinschränkung bei MSI Gaming App (keine Reaktion bei Auswählen der Tastaturbelegung)

Negative Punkte die mich wirklich stören sind mir bis dato nicht aufgefallen, allerdings konnte ich das Board aufgrund von Zeitmangel noch nicht ausgiebig testen. Ich werde nach ein paar Monaten auf jeden Fall noch ein weiteres Review auf meinem YouTube-Kanal hochladen und eventuell auch probieren, mit Overclocking an die Grenzen meiner Luftkühlung zu gehen.
Ich hoffe ich konnte einen ersten Eindruck über das X299 MSI Gaming Pro Carbon geben
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5 5
     am 26.09.2017
Testsystem
Ich habe das Mainboard in einen Rechner eingebaut der zuvor mit einem MSI X299 RAIDER Board ausgestattet war. In dem Rechner ist eine GTX 980 verbaut und ein i7-7800X mit 32 GB Arbeitsspeicher. Der Arbeisspeicher ist von Gskill, einer der RIPJAWS Reihe 4 Module sind genutzt. Als Festplatte dient eine NVMe SSD mit 500 GB. Die SSD ist aus Samsungs Pro Reihe. An dieser Stelle kurzen aber herzlichen Dank an meine Freund Chris, der so freundlich war mir seinen Rechner zu leihen <3.

Allgemeine Informationen zum Sockel
Der Sockel 2066 richtet sich an die Enthusiaten die endlich einen Skylake X Rechner ihr Eigen nennen wollen. Bis zu 44 PCI-Express Lanes des 3.0 Standards und Quad Channel DDR4 Speicher – klingt verlockend! Mit dem verbauten i7 Prozessor sind wir bei 28 PCI Express Lanes. Das sind immerhin 12 mehr als es noch beim vorgänger Sockel möglich waren. Die Kaby-Lake X Porzessoren können auch auf dem Board betrieben werden. Doch dafür ist der Sockel sicherlich nicht gedacht! Mit das beste an der 2066 Technologie ist jedoch, dass Intel weitere Prozessoren in aussicht gestellt hat. Diese sollen mit bis zu 18 Kernen auf den Markt kommen. Erscheinen sollen diese im Lauf des Jahres 2017. Weitere Informationen gibts zB hier: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Intel-Core-i9-X-mit-18-Kernen-und-1-TFlops-3727268.html
Aufbau
Das MSI X299 Gaming Pro Carbon AC besticht duch seinen klaren Aufbau. Obwohl es komplett in schwarz gehalten ist, findet man nach dem Auspacken schnell die richtigen Anschlüsse für das Frontpanel des Gehäuses deiner Wahl.
Auch fällt sofort auf dass es ernst gemeint ist mit dem Mainboard. Die acht Arbeitsspeicherslots, welche im Quad-Channel betrieben werden können nehmen bis zu 128 GB DDR4 Speichers auf. Der RAM kann bis zu einer Taktung von 4266 MHz betrieben werden. Der Quadchannelmodus ist Nutzern einer Intel I7 78xx und Intel I9 xxxx Nutzern vorbehalten. Da das Speichermodul der LGA 2066 Prozessoren kleinerer Reihen keinen Quadchannelsupport liefert. Welche RAM-Bänke für den Quadchannelbetrieb zu nutzen sind, ist einerseits im Handbuch und auch auf dem Mainboard selbst zu finden. (Direkt neben dem Sockel)

Der M.2 Slot verfügt über ein eigenes Shield, wie der Name vermuten lässt Schützt dieses die wertvollen M.2 SSDs vor mechanischen Beschädigungen. Dass es wie im Hanbuch erwähnt zum Hitzetransport beiträgt wage ich zu bezweifeln. Erstens werden M.2 SSDs nicht kritisch heiß zweitens ist auf der Innenseite des Schutzes eine Moosgummiartige Matte, diese hat sicherlich eine isolierende Wirkung. Dennoch halte ich das Shield für eines der besten Features des Boards.

Wo wir gerade bei Features sind. Wem die Optik des Mainboards missfällt, der kann schnell die farbigen Platten auf den passiven Kühlkörpern des Mainbaords durch beiliegende tauschen. Hierzu erlaube ich mir kein Urteil. Das ist pure Geschmackssache. Ich hoffe nur, dass in die Entwicklung dieses Gimmicks nicht zu viel Energie floss.
Zudem die Zierleiste, die das Rearpanel verschönern soll nicht unter meinen Lüfter passt, ich dachte die Höhe sei genormt. Jedenfalls musste diese Abdeckung weg um das Mainboard montieren zu können. Das obere Bild zeigt den Zustand, wie es mit montierter Zierleiste ist, leider ist die Tiefenschärfe meiner Kamera nicht besonders toll, vertraut mir einfach es ging gerade so nicht drunter.
Mit demontierter Zierleiste geht das Mainboard dann endlich an seinen angedachten Platz. Es ist eine knappe Angelegenheit. Gut möglich dass es bei anderen Lüftern nicht geht...

Wer statt außer der M.2 SSD noch weitere Festplatten betreiben will kann auf die acht SATA 5 GB/s ports zurückgreifen. Auf dem Mainboard finden sich 4 PCI-E 3.0 x16 slots. Somit fällt sogar beim Aufbau eines dreifachen SLI Verbundes die Wahl des Slots schwer.

An der Blende des Mainboards findet man zwei USB 2.0, einen USB C Stecker und 4 USB3.1 Type A. zudem eine PS2 Schnittstelle, eine externe PCI-e Schnittstelle, die klinken Buchsen des 7.1 Onboardsystems, einen optischen S/PDIF Audioausgang und die Antenenbuchsen für die mitgelieferten WLAN und Bluetoothantennen.
Besonders ist, dass an der altvorderen Position, der PS2 Anschlüsse ein ClearCmos Button angebracht ist. Sollten die gewählten Konfigurationen einmal nicht so gut laufen wie gewollt oder gar der Rechner nicht mehr booten wollen, so erlaubt es der Clear Cmos Button schnell das Bios in eine stabile Konfiguration zu bringen. Und das ohne das lästige Öffnen des Computers.
Das System verbraucht im BIOS 122 Watt. Dabei sei bemerkt dass im Bios die CPU auf Volllast läuft. Dieser Wert ist eigentlich nicht besonders aussagekräftig.
Ist das System hochgefahren geht die Leistung auf 105 Watt. Genau wie auch mit dem RAIDER Board.

BIOS
Das Bios ist MSI typisch. Schon mit Einführung der UEFI-Technologie war dieser Aufbau verfügbar, damals noch als Option. Neu für mich ist, dass man die Sprache auf Deutsch wechseln kann. Ich beließ sie auf Englisch, die Begrifflichkeiten sind schlicht und ergreifend alle Englisch. Es macht für mich wenig Sinn die wenigen Wörter, die die Technologien beschreiben sollen ins Deutsche zu übersetzen.

Das BIOS bietet unterschiedliche Modi. Die Auswahl fällt leicht. Der EZ-Mode ist für erfahrene Anwender sehr unübersichtllich. Der Advanced-Mode ist MSI typisch. Schwarz Rot und übersichtlich. Was mir gefällt ist, dass man für alle Systemfans eigene Kurven erstellen kann. So lässt sich jedes System zum flüsterleisen System optimieren. Wie seit UEFI Einführung üblich gibt es auch bei diesem BIOS Profile auf die man die eingenen Overclockingsettings speichern kann. Diese Settings sind durch ein Rädchen auf dem Mainboard abrufbar. Was mir gefällt ist die Suchfunktion, diese befindet sich in der rechten oberen Ecke. Sucht man zum Beispiel nach dem Begriff „Boot“ so bekommt man alle Posten die das Codewort einthalten. Man kann die Einstellungen direkt im Suchfenster ändern leider jedoch nicht ins entsprechnede Unterfenster wechseln.
Beim Verlassen des BIOS werden alle Einstellungen die geändert wurden angezeigt. Ein versehentliches ändern von Einstellungen ist somit nur schwer möglich.

Fazit
Das Mainboard überzeugt durch seine Ausstattung, doch dass die Abdeckung nicht aufs Mainboard passt hat einen sehr faden Beigeschmack. Ist das Board die weiteren 100 Euro wert? Nur wenn man drei Karten verbauen will die alle samt auf die x16 Lane angewiesen sind.
    
  
5 5
     am 26.09.2017
Fangen wir mit den Hauptdaten an:


Auf dem ATX-PCB hat das Board neben 8 x DDR4-DIMM-Slots außerdem 4 x PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis sowie zwei PCIe-3.0-x1-Anschlüsse verbaut. 8 x SATA-6GBit/s-Ports, einmal U.2 und zwei M.2-Schnittstellen decken den Storage-Bereich ab. Neben einem Gigabit-LAN-Port und einem super Onboard-Sound hat das X299 Gaming Pro Carbon 3 x USB-3.1-Schnittstellen der 2. Gen., 8 x USB-3.1-Anschlüsse der ersten Generation und 7 x USB 2.0 zu bieten.

Die 8 DDR4 Quad Channel RAM-Slots können insgesamt bis zu 128 Gigabyte vertragen und die Speicher mit über 4266MHz befeuern, diese unterstützen auch DDR4-4266+(OC) Speicher! Mit dem DDR4 BOOST bekommst du den perfekten Leistungsschub für deinen DDR4-Hauptspeicher! Die RAM Bänke sind alle beschriftet,
auch ist im Lieferumfang ein Quickguide zum richtigen Einsätzen der Arbeitsspeicher beigelegt.

Für niedrigste Latenzen und effektives Bandbreitenmanagement sorgt das Gaming LAN mit LAN Protect Feature, ein absolutes muss für schnelle Reaktionen und jeden Zocker. Dieses Board wurde für extreme Performance entwickelt dies zeigen auch der Turbo-Sockel mit Game-Boost und das digitalisierte Power Design. Das MSI X299 GAMING PRO CARBON wurde von eSport Profis getestet und hat eine Zertifizierung für 24 Stunden on- und offline Gaming! Vergesst aber bitte nicht zu essen und zu trinken!

Abseits der Komponenten getrennt ist das Audio-Boost-4-Feature auf der Platine integriert. Ein Realtek-ALC1220-Codec, 13 Audio-Kondensatoren und ein Kopfhörerverstärker sorgen für den perfekten Sound beim spielen. Die 5 Audio Anschlüsse plus den optischen SPDIF sind alle vergoldet, das Audio Boost 4 mit NAHIMIC 2+ System gibt Gaming Sound in Studio Qualität wieder.

Alle FAN Anschlüsse außer CPU-Fan / Pumpe liegen an der unteren Seite des Boards, somit hat man beim Design darauf geachtet das kein Kabel in der Mitte des Boards angeschlossen werden muss, auch die Luftzirkulation wird nicht durch mittig störende Kabel verhindert.

Zwei wärme ableitende (Wärmeleitpads) M.2 Shields lassen die M.2 SSD geschützt verschwinden. Das Lightning Fast Game Experience besitzt Twin TURBO M.2 Technologie und ist Intel Optane Memory Ready und boostet mit Turbo U.2.

Zum Board werden 3D X-MOUNTING Schrauben für eine 3D Befestigung mitgeliefert somit steht jede Bauert eines Gehäuses zur Verfügung, ein klasse Feature!

Das X299 GAMING PRO CARBON ist VR Ready! Bietet Beste Virtual Reality Erfahrungen ohne Latenzen, ist auch Dank der schnellen USB 3.1 PORTS (2.Gen) zukünftig für schnelle Übertragungen für VR-Brillen bestens geeignet!

Der Multi-GPU Support mit Steel-Armor PCI-Express Slots, unterstützt 3-Way NVIDIA SLI" & AMD Crossfire"
Die Carbon Optik rundet das ganze ab und ist Phänomenal mit anzusehen.

Das Steel-Armor Feature:
Steel Armor besitzt für bessere Stabilität mehr Lötpunkte auf der Platine. Die PCI-Express Signale sind außerdem besser gegen elektromagnetische Interferenzen geschützt. Du kannst so flüssiges Gaming und hohe Übertaktungsergebnisse deiner GPU genießen.

Das Design:

Wie schon erwähnt ist die Carbon Optik sehr schön zum anschauen, passt auch zum restlichen Erscheinungsbild des Mainboards, dieses sieht sehr schnittig und kantig aus es orientiert sich an geraden Linien und dreieckigen Formen. Ein rundum gelungener Style wie ich finde.


Das MSI X299 Gaming Pro Carbon Mainboard besitzt eine CPU Bodenplatte diese verhindert das beim montieren eines CPU-Kühlers das Board oder die CPU bricht bzw. sich biegt. Einen Tipp kann ich euch mitgeben, beim öffnen der CPU Halterung fangt bitte mit dem linken Hebel an, dann den rechten. Beim schließen genau umgeehrt, zuerst den rechten Hebel und danach den linken Hebel, mir ist aufgefallen das sich dann der rechte Hebel besser schließen lässt und sich nicht am linken Hebel verkanntet.
Auch hat man darrauf geachtet das der Sockel weit genug weg von den Rambänken ist, somit fällt das Problem der verdeckten Arbeitsspeicher bei großen Luftkühlern weg.


Austauschbare Segmente mittels 3D Drucker Support verfeinern den Style individuell!Und lassen auch hier alles nur denkbare zu.
Mit dem MSI eigenem Mystic-Light LED-Feature können 17 Effekte mit einem Klick kontrollierbar mit MYSTIC LIGHT APP oder Mobilgeräten eingestellt werden, das Mystic-Light System besitzt 16.8 Million Farben und lässt keine Wünsche offen.

Verarbeitung:

Das Board fühlt sich sehr wertig an, es ist nichts lose, alles sitzt bombenfest. Es gibt keine scharfen Kanten, alle Bohrungen sind sehr präzise verarbeitet worden. Schutzfolien auf den Abdeckungen verhindern Kratzer beim Transport.



Preis-/ Leistungsverhältnis:

Das MSI X299 GAMING PRO CARBON kann bei Mindfactory für rund 289 Euro erworben werden somit liegt es im mittlerem Preissegment der High-End Gaming Hardware.
Für ein Mainboard mit solch enormer Leistung und dem ausgeklügeltem Konzept ist dies ein wirklich Fairer Preis. Es lässt alle Freiheiten zu, die man nur von höherpreisigen Mainboards kennt.

Bios:

Auf der EZ-Mode-Oberfläche erhält der Benutzer Informationen über die CPU, den installierten Arbeitsspeicher, die angeschlossenen Storage-Geräte und über die Lüfter.
Hier findet man auch weitere Reiter zum M-Flash-Bios, zur Favorites- und Hardware-Monitor-Seite und zusätzlich Buttons, für weitere Informationen.
Außerdem lässt sich bei Problemen der "BIOS Log" einsehen. Die Leiste oberhalb vom EZ-Mode wird auch im Advanced-Mode angezeigt, zu dem wir jetzt kommen.

Bei der Advanced-Oberfläche hat MSI oben links neben der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt, der den aktuellen Level anzeigt. Rechts davon ist der XMP-Button. Beim jeweiligen Mainboard-Modell (AC/NON-AC) können sich diese Menüpunkte unterscheiden. Ganz oben auf der rechten Seite werden Informationen zum Prozessor angezeigt, die Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher samt Takt. Unter der Uhrzeit und Datum findet man die aktuelle BIOS-Version. Die Farben Rot und Schwarz passen perfekt zu diesem Gaming Board.

Das Board verfügt auch über 2 physische UEFI BIOS Chips, tritt ein Fehler auf könnt ihr mittels des Schalters das BIOS switchen und mit diesem BIOS alles wieder korrigieren!
Der zweite BIOS Chip enthält das Standard Werks-BIOS.

Das Overclocking:

Mit jeweils einem 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss kann die Sockel-2066-CPU mit dem MSI X299 Gaming Pro Carbon ordentlich übertaktet werden. Dafür sorgen nicht nur die 11 Induktivitäts Spulen sondern außerdem die vielen zusätzlichen Overclocking-Funktionen im BIOS.
Alle 11 Mosfets werden mit einem LED-Kühler samt Wärmeleitpad hervorragend gekühlt.
Ein Bild der Spulen und Mosfets; Das grün markierte wird von dem LED-Kühler gekühlt:

Das BIOS erlaubt eine BCLK-Veränderung von 80 MHz bis 500 MHz in feinen 0,01-MHz-Intervallen. Neben der VRIN-Spannung lässt sich auch die CPU-Spannung festlegen.
Die BCLK (Baseclock) Veränderung ist für das sehr feine Overclocking bestens geeignet mit dieser Funktion kann man statt nur in 100MHz- Schritten den BaseTakt in 0,01-MHz Schritten festlegen und sich somit an die Spitze des möglichen ran arbeiten.

Abgesehen von den digitalen Möglichkeiten des Overclocking, hat das Board einen manuellen Game-Boost Schalter dieser besitzt 11 Stufen. Im BIOS könnt ihr diesen Ein-Ausschalten!
Die Stufe 0 entspricht dem Standard-Takt beziehungsweise dem Grundtakt.
INFO: Baseclock multipliziert mit CPU-Multiplier ergibt die Taktrate der CPU.

Die komplette Bewertung samt Bildern könnt ihr euch hier im Forum durchlesen:
Forum/Reviews/PC Komponenten/MSI X299 GAMING PRO CARBON Testers Keepers


Beste Grüße
Acyy
    
  
5 5
     am 25.09.2017
Bewertung MSI X299 GAMING PRO CARBON
Zuerst einmal muss ich mich bei Mindfactory bedanken, die mir freundlicherweise das Mainboard zum Testen zur Verfügung gestellt haben. Die letzten zwei Wochen habe ich viel gebastelt und getestet, weshalb ich nun endlich froh bin, diesen Erfahrungsbericht schreiben zu können.
Das MSI X299 GAMING PRO CARBON basiert wie der Name schon sagt auf dem X299 Chipsatz, welcher momentan die Intel Prozessoren mit Sockel 2066 der Kaby Lake X und Skylake X Generation unterstützt. Das reicht vom Prozessor mit 4 Kernen und 4 Threads bis hin zum 18 Kerner mit 36 Threads.

Design:
Das Mainboard macht optisch einen sehr guten Eindruck, die Verarbeitung ist tadellos. Das matte Schwarz mit den Chrom farbenen Akzenten gefällt mir besonders gut. Die Abdeckungen der Kühlkörper können ausgetauscht werden, dies gibt dem ganzen dann die persönliche Note. Hier gibt es zusätzlich zur Carbon Optik (vorinstalliert) noch die Farben Gold und Silber (nicht bei der non AC Variante im Lieferumfang). Desweiteren gibt es diese Abdeckungen auch als 3D Datei, somit lassen sich hier wunderbar Abdeckungen im 3D Drucker drucken. Das Mystic Light ist eine nette Spielerei, welche den ganzen PC in buntem RBG Licht erstrahlen lässt.

Verarbeitung:
Das Mainboard macht einen stabilen Eindruck, es ist sehr steif und lässt sich kaum verbiegen. Die PCIe und die RAM Slots sind mit Metallrahmen versehen, um somit enorme Stabilität zu gewährleisten.

Features und Leistung:
Alle Features im Überblick:
Das Board unterstützt die neue Intel® Core" X-series Prozessor Familie für LGA 2066 Sockel und DDR4-4266+(OC) Speicher. Das MYSTIC LIGHT mit 16.8 million Farben / 17 Effekte ist dank der MYSTIC LIGHT APP oder oder mit Mobilgeräten mit einem Klick kontrollierbar. Das Mainboard bietet 3D Drucker Support, d. h. es gibt Austauschbare Abdeckung und 3D X-MOUNTING Schrauben zum Befestigen im Gehäuse. Es wurde entworfen für extreme Performance dank TURBO SOCKET mit GAME BOOST DIGITALL POWER Design. Des Weiteren bietet es TWIN TURBO M.2 mit M.2 Shield welche Intel Optane Memory Ready sind, Turbo U.2 und LIGHTNING USB 3.1 GEN2. Das Mainboard ist VR Ready für beste Virtual Reality Erfahrungen ohne Latenzen. Dank AUDIO BOOST 4 mit NAHIMIC 2+ gibt es Gaming-Sound in Studio-Qualität. DDR4 BOOST mit STEEL ARMOR, der Leistungsschub für deinen DDR4-Hauptspeicher. Durch GAMING LAN mit LAN Protect ergeben sich niedrigste Latenzen und effektives Bandbreitenmanagement. Mit STEEL ARMOR versehene PCI-E slots unterstützten 3-Way NVIDIA SLI & AMD Crossfire. Durch SYSTEM SAVER gibt es 3 einfach zu nutzende Optionen um dein System wieder erfolgreich zu booten. Folgende In-Game Weapons werden geboten, GAME BOOST, GAMING HOTKEY, X-BOOST, XSPLIT GAMECASTER, APP MANAGER. Das Board ist GAMING zertifiziert für 24-Stunden on- und offline Gaming, von eSports-Profis getestet. Das ClicClick BIOS 5 bietet skalierbarer High-Res-Darstellung, Favoriten und Suchfunktion. Zuletzt besitzt das Board die WHQL Zertifizierung für Windows 10.

Pakungsinhalt:
In der Verpackung befinden sich eine Stofftasche mit I/O Shield und RGB Y Verteiler Kabel für das Mystic Light, 4x SATA Kabel, eine Bedienungsanleitung, ein MSI Aufkleber, einen Quick Installation Guide für die Installation im Gehäuse, einen Quick Installation Guide für die richtige Installation des RAMs, eine SLI Bridge, 3D Mount Gehäuse Schrauben, und eine Treiber DVD.

Overclocking Performance:
Beim MSI X299 GAMING PRO CARBON gibt es auf der Platine einen Drehknopf, der es ermöglicht direkt und einfach das ganze System zu übertaten. Das funktioniert ganz gut. Aber um das Optimum heraus zu holen habe ich die manuelle Schraube angesetzt. Das Bios ist hier wirklich selbsterklärend, somit bin ich schließlich mit dem i7 7800x bei maximal 4,8GHz und 1,22 VCore gelandet. Hier hat sich die CPU im Belastungstest auf knapp 75°C aufgeheizt weshalb ich für 24/7 erstmal nicht weiter hoch gegangen bin. Man muss dazu sagen, dass ich eine Custom Wasserkühlung mit externem 1080mm Radiator verwende. Mit Luftkühlung wäre es sicherlich schwierig, solche Temperaturen zu erreichen. Außerdem kennt man ja die Problematik der Skylake CPUs mit der schlechten Wärmeleitpaste zwischen Kern und IHS. Hier bringt ein Deliding (Köpfen) mit Austausch der Wärmeleitpaste durch Flüssigmetal dann den entsprechenden Vorteil. Die Spannungswander erreichten bei kurzzeitigen 1,325 VCore und 5GHz Prozessor Takt eine Temperatur von 91°C. Ich denke, dadurch dass meine CPU mit Wasser gekühlt wird, fehlt hier etwas Luftzug. Hier bringt sicher ein Fullcover Kühlblock Abhilfe.

Um vergleichbare Werte zwischen meinem alten und meinem neuen System zu erhalten, habe ich das neue System ebenfalls nur auf 4,5GHz getaktet. Bei 4,5GHz ergaben sich folgende CPU Spannungen und Temperaturen:
ASrock z68 fatality professional gen 3 mit I7 2600k: 1,32 V bei 65°C bei Vollauslastung
MSI X299 GAMING PRO CARBON mit I7 7800x: 1,12 V bei 55°C bei Vollauslastung

Office und Desktop Performance:
Vergleich Cinebench R15:
@ Standart Takt
ASrock z68 fatality professional gen 3 mit i7 2600k ( 4/8 x 3,4GHz )
Single Core Benchmark: 127 cb
Multi Core Benchmark: 605 cb
MSI X299 GAMING PRO CARBON mit i7 7800x ( 6/12 x 3,5GHz )
Single Core Benchmark:153 cb
Multi Core Benchmark: 1138 cb

@ 4,5 GHz
ASrock z68 fatality professional gen 3 mit i7 2600k ( 4/8 x 4,5 GHz )
Single Core Benchmark: 157 cb
Multi Core Benchmark: 778 cb
MSI X299 GAMING PRO CARBON mit i7 7800x ( 6/12 x 4,5GHz )
Single Core Benchmark: 197 cb
Multi Core Benchmark: 1502 cb

Vergleich Ramdurchsatz AIDA64 read Test:

ASrock z68 fatality professional gen 3 mit i7 2600k ( 4/8 x 4,5 GHz ) 16 GB Mushkin DDR3 1333 CL9 Dualchannel
19231 MB pro Sekunde
MSI X299 GAMING PRO CARBON mit i7 7800x ( 6/12 x 4,5GHz ) und 32 GB Corsair DDR4 3000 CL15 Quadchannel
37612 MB pro Sekunde
MSI X299 GAMING PRO CARBON mit i7 7800x ( 6/12 x 4,5GHz ) und 32 GB Corsair DDR4 3600 CL20 Quadchannel übertaktet
42541 MB pro Sekunde

Gaming Perfomance:
Als aller erstes ist mir aufgefallen, das sich mein Ping in Battlefield 1 enorm gesenkt hat. Von ca. 35ms auf, im Schnitt, ca. 15ms. Das macht sich natürlich in der Treffsicherheit bemerkbar. Jeder kennt das Gefühl das man den Gegner gefühlt 100 mal getroffen hat, aber leider jedes mal vorbei, da er in Wirklichkeit immer einen Schritt weiter war, als man ihn gesehen hat. Das hat sich auf jeden Fall verbessert. Das weiteren performt der Realtek ALC 1220 Chip um einiges besser, als bei meinem alten ASrock z68 fatality professional gen 3 Board mit Realtek ALC 892 Chip. Jetzt hab ich wirklich das Gefühl trotz meines Stereo Headsets ich säße mittendrinn. Es Knallt und rappelt von vorne von hinten von links und rechts. Das hat mich sehr beeindruckt. Ist das ein Feature oder schon cheaten? Das dachte ich mir, als ich den neuen Sound Tracker testete. Hier wird mir anhand eines Pfeiles im Spiel angezeigt, woher Geräusche / Gegner kommen.

Battlefield 1 Auflösung 2560x1440 @75Hz, GTX 1080 @2100MHz auf vollen Details:
ASrock z68 fatality professional gen 3 mit i7 2600k ( 4/8 x 4,5 GHz ): im Schnitt 70 FPS
Prozessorauslastung bei 80-100%
MSI X299 GAMING PRO CARBON mit i7 7800x ( 6/12 x 4,5GHz ): im Schnitt 95 FPS
Prozessorauslastung bei 50-80%

Komfort und Handhabung:
Der Einbau gestaltete sich wie zu erwarten einfach, das benötigte Material, Schrauben ect. liegt dem Lieferumfang bei. Ebenfalls gut finde ich die beigelegten Aufkleber zur Beschriftung der SATA Kabel, somit kann man direkt das passende Kabel zur entsprechenden Festplatte identifizieren, ohne ein eventuell vorgenommenes Kabelmanagement zu zerlegen.

Preis-Leistungsverhältnis:
Das MSI X299 GAMING PRO CARBON wird im Moment (25.09.2017) für 288,17 Euro geführt. Damit liegt das Mainboard im unteren bis mittleren Preissegment. Die Ausstattung ist meiner Meinung nach sogar für mittlere bis gehobene Nutzer ausreichend, thema Overclocking, Spannungsanschluss für CPU ect. weshalb ich hier von einem guten Preis Leistungsverhältnis sprechen würde.

Fazit:
Als Zusammenfassung kann man sagen, dass das MSI X299 GAMING PRO CARBON eine hervorragende Grundlage für heutige Systeme bildet. In meinen Augen ist das Mainboard hier das Herzstück für ein stabiles und schnelles System. Ich denke, dass ich die nächsten 4-5 Jahre erst mal nicht weiter Aufrüsten muss.
    
  
5 5
     am 21.09.2017
Im Rahmen der Testers Keepers Aktion durfte ich das X299 Gaming Pro Carbon testen. Wer gerne auch einen visuellen Eindruck in Kombination mit auditiven Informationen haben möchte, der kann sich auch gerne mein detailiertes Unboxing Video ansehen, in dem ich auch auf einzelne Details des Boards genauer eingehe. Entweder kurz bei Youtube nach meinem Namen suchen, oder einfach im mindfactory forum nach meinem dortigen Review.

Meine Components:
- Gehäuse: CoolerMaster MasterBox 5 (white, Sichtfenster)
- CPU: Intel i5 7640X 4 mal 4.00GHz
- Kühler: Arctic Freezer i32, 120mm Lüfter
- RAM: G.Skill RipJaws 4 schwarz DDR4 -3200 DIMM (2x 4096GB)
- Grafik: NVIDIA GeForce GTX 550Ti
- Festplatte: Samsung SSD 840EVO 250GB
- Netzteil: EVGA SuperNOVA Modular 650 Watt 80+Gold

Die einzelnen Daten zu meinen Bauteilen holt ihr euch bitte über die jeweilige Herstellerseite.


Ein paar Daten und interessante Fakten:
Die Maximale Speichergröße beträgt mit dieser CPU 64GB bei einer maximalen Anzahl von 2 Speicherkanälen. Es wird PCI Express Version 3.0 unterstützt und maximal 16 PCI-Express-Lanes. Mehrere Grafikkarten sind bei dieser CPU keine gute Idee. Natürlich nutzt diese CPU die Möglichkeiten des Boards nicht voll aus, ist jedoch für alle, die in der Zukunft noch aufrüsten möchten eine Preisgünstige Alternative.
Skylake-X und Kabylake-X sind die für diesen Sockel verfügbaren Prozessoren, allerdings richtet sich das Board und auch der Sockel eher an die Skylake-X Topmodelle mit momentan bis zu 10 Kernen. geplant sind jedoch Prozessoren mit bis zu 18 Kernen, die bis Ende 2017 auf den Markt kommen sollen. Hauptsächlich findet man i7 Prozessoren sowie die neuen i9. Meine Wahl viel auf den einzigen i5 der für diesen Sockel momentan in Frage kommt. Zur Stromversorgung der CPU besitzt das Board einen 8-Pin und einen 4-Pin Anschluss.
Auf Grund von guten Erfahrungen mit dem Arctic Freezer A30, habe ich mich dafür entschieden mir zur Kühlung meines Prozessors einen Arctic Freezer i32 zuzulegen. Dieser Kühler ist trotz seiner Größe allerdings kleiner als der i30 und A30 Kühlkörper. An Kühlleistung steht er seinen Vorgängermodellen, wenn man Arctic glauben darf, aber in Nichts nach. Der Lüfter läuft bei niedriger CPU Auslastung normalerweise nicht mit, da er aber sehr leise ist, war dies einer der ersten Sachen, die ich im BIOS geändert habe. Bei mir wird er dauerhaft drehen.
Die RAM laufen auf Dual oder Quad Channel, je nach CPU. Bei meiner gewählten CPU ist nur Dual Channel möglich, was dazu führt, dass nur die RAM Slots rechts von der CPU verfügbar sind. Das Board zeigt mittels farbiger LED an, ob die CPU Dual oder Quad Channel unterstützt. Die RAM Steckplätze sind mittels Steel Armor nochmal zusätzlich verbessert und bieten, genau wie die PCI-E Steckplätze die das Steel Armor ebenfalls haben, einen verbesserten Halt und höheren Schutz. Darüber hinaus sieht es auch einfach gut aus. Laut MSI schafft das Board mehr als 4266 bei seinem RAM. Der Grund für die relativ kleine Wahl bei meinem RAM hängt zum einen mit der CPU Wahl zusammen, zum anderen aber auch mit den aktuellen Preisen der Arbeitsspeicher. Später soll das als erstes mit 2x 8GB RAM erweitert werden.
Zugunsten der M.2 Steckplätze können übrigens 4 SATA Steckplätze deaktiviert werden. So ist man mit dem Board für eine Zukunft vorbereitet, in der die passenden SSDs mit höherer Kapazität und erschwinglicher zu haben sein werden.
Als Grafik vewende ich nicht grade ein junges und feuriges Modell, eher einen alten Rentner, jedoch ist die 550Ti für mich aktuell noch ausreichend. Und ich kann nun sagen, dass das Board, trotz seiner High End Zielkundschaft, sehr gut Abwärtskompatibel ist und aus diesem GPU Rentner noch so einiges herausholt.
Als Netzteil sollte man bei diesem Board speziell darauf achten, dass einem ein 8-Pin Stecker für die CPU Stromversorgung nicht reichen wird. Man benötigt zwingend ein Netzteil mit zusätzlich mindestens 4-Pins, um die CPU zu feuern.
Alle meine Bauteile habe ich mit der gegebenen Kompatibilitätsliste von MSI abgeglichen, sofern eine für das betreffende Bauteil vorhanden war.


Design und Layout:
Das Board ist hauptsächlich in schlichtem Schwarz gehalten, während die größeren Bauteile, wie zum Beispiel die Heatsinks, in einer Carbon-Optik daher kommen. In einem Gehäuse mit Seitenfenster sieht alleine das schon sehr gut aus. Hinzu kommt hier allerdings noch MSIs Mystic Light, welches natürlich den passenden farblichen Akzent ermöglicht, den man sich nach persönlichen Vorlieben mit 16,8 Millionen Farben und 17 Effekten gestalten kann. Die RAM Riegel sind rechts und links von der CPU in jeweils 4 Steckplätzen angeordnet. Alle weiteren Steckplätze, wie zum Beispiel Lüfter, USB, Front Panel Audio, SATA, U.2 oder USB 3.1, sind wie auf einem Motherboard üblich rechts und unten angeordnet. Große Abweichungen von der Norm erlaubt sich MSI hier nicht. Mittels kleinen LEDs gibt das Board auch Statusmeldungen raus, zum Beispiel ob ein RAM Riegel richtig gesteckt ist, oder ob alle 8 RAM Steckplätze nutzbar sind mit der eingesteckten CPU, oder nur 4. Was ebenfalls vorhanden ist, ist ein Display oben rechts, dass in roter Schrift Zahlen von 00 bis 99 darstellen kann, sowie einige Buchstaben, was das anzeigen von Status und evtl. Fehlercodes sehr einfach macht. Negativ aufgefallen ist mir, dass der Entriegelungshebel bei dem ersten PCI-E Steckplatz, der meine Grafikkarte aufgenommen hat, sehr schwer zu erreichen ist. Das ausbauen wird also fummelig. Auch ist es bei meiner Grafikkarte so, dass sie auf dem Kühlkörper aufliegt. Austauschbare Cover liegen bei dieser Version leider nicht dabei, bei der AC Version allerdings schon.


Verarbeitung und Haltbarkeit:
Die gute Verarbeitung des Boards ist spürbar, es liegt gut in der Hand und macht einen robusten Eindruck. Einen Knick- oder Falltest wollte ich auf Grund der noch ausstehenden Langzeitanalyse nicht vollziehen. Ich habe mir auch die Lötstellen und verbauten Teile genauer angesehen und bin positiv überrascht von der guten Verarbeitung und den qualitativ hochwertigen Bauteilen. Auch der Sockel der CPU kommt robust daher, was einem die Sorge und Angst vor den Flaggschiffen unter den Luftkühlern, die ja meist eine gewisse Größe und ein gewisses Gewicht mitbringen, vergessen lässt. In diversen Tests und diversen Usermeinungen wurde ebenfalls schon die überaus hohe Leistung des Boards gelobt. Die Steel Armor Steckplätze, die hochwertigen heatsinks und das rot/schwarze I.O Panel runden das Gesamtpaket ab.


Kühlung:
In Sachen Kühlung ist das Board bestens vorbereitet, oben neben der Stromversorgung der CPU ist ein Anschluss für den CPU Lüfter und oberhalb rechts ein zweiter für eine Wasserkühlung, sowie der erste Gehäuselüftersteckplatz. Des weiteren sitzen noch 4 Lüfteranschlüsse unten links am Board. Alle diese Anschlüsse ermöglichen auch die Steuerung der Lüfter. Doch ist die sehr gute Lüftervorbereitung in Sachen Kühlung nicht das einzige, was MSI bedacht hat, die M.2 Steckplätze sind beispielsweise durch spezielle "M.2 Shields" geschützt, die die Hitze besser verteilen/ableiten sollen. Auch alle anderen Kühlkörper sind nicht zu klein geraten und sollten daher dem Board und seinen Bauteilen eine ausreichende Kühlung ermöglichen. Interessant ist ebenfalls, dass es Hersteller gibt, die Wasserkühlungen speziell für das Board anbieten, die dann noch etwas größer sind, um auch Bauteile des Boards mit zu kühlen. Mit kurzer Suche findet man diese schnell.


Benutzerfreundlichkeit der Hardware:
Durch die vielen Anleitungen und das sehr genaue Handbuch des Boards, hat man keine Probleme das Board einzubauen und einzurichten. In dem Handbuch sind YouTube Videolinks vermerkt, die zum Beispiel den Einbau der CPU erklären. Bei den Links befindet sich auch ein QR Code, den man mit einer normalen Handy QR Code App lesen kann. Auch komplette Neulinge sollten mit etwas Geschick in der Lage sein das Board einzubauen und auch einzurichten.


BIOS:
Um an den vorherigen Punkt anzuknüpfen: Das einzige, was ich im BIOS habe einstellen müssen, war die Zeit, das System ist auch so gestartet, da das alte Windows noch auf meiner Festplatte war. Ich wollte allerdings selber noch ein paar Änderungen vornehmen und habe eine neue Windows 10 Installation vorgenommen, für die ich vorher im BIOS Einstellungen vorgenommen habe, die es mir ermöglichten den Partitionsstil meiner SSD auf GPT zu ändern. Das BIOS hat 2 Layouts, einmal ein etwas vereinfachtes mit den Wichtigsten Einstellungen im Vordergrund, und einmal ein erweitertes für alle die schonmal mit einem BIOS gearbeitet haben. Auch die erweiterte Übersicht ist jedoch sehr gut strukturiert, sodass man die gesuchte Einstellung schnell finden kann. Eine Suche und eine Hilfe Funktion ist ebenfalls vorhanden. Die Hilfe Funktion öffnet eine Abbildung des Mainboards, auf der man dann einzelne Bereiche anklicken kann um Informationen und evtl. damit verbundene Einstellungen anzuzeigen. Bedienen lässt sich das BIOS mit der Tastatur, aber eben auch mit der Maus, was es viel einfacher macht Einstellungen vorzunehmen und eben auch eine übersichtlichere und angenehmere Darstellung zu realisieren. Das hat MSI hier gut hinbekommen.


Übertaktung:
Mein verwendeter Arbeitsspeicher wurde nicht automatisch auf die maximale Taktung hochgebracht, daher musste ich Eigenständig die passende Taktung im BIOS einstellen. 3200 wären eigentlich möglich, jedoch habe ich mich für 3000 entschieden. Spannungen und andere nötigen Änderungen nimmt das Board automatisch für einen vor, um die gewünschte Taktung zu erzielen. Dies funktionierte in meinem Fall einwandfrei. Was die CPU betrifft, so habe ich mich dazu entschlossen erstmal nicht zu übertakten und sie lediglich auf den Standard 4.00 GHz laufen zu lassen. Durch die 8-Pin + 4-Pin Stromversorgung der CPU ist ausreichende Stromversorgung auch bei absoluten Höchstleistungsübertaktungsaktionen garantiert. Passendes Netzteil natürlich vorausgesetzt. Ausprobiert habe ich jedoch den Drehknopf der es einem in 12 Stufen vereinfacht die CPU zu übertakten. Man dreht nur und ein roter Punkt markiert auf welcher Stufe der Knopf sich befindet. Startet man dann, ändert sich die Leistung der CPU. Wie auch meinen Vorschreibern ist mir jedoch aufgefallen, dass sich die Spannung teilweise unnötig hoch stellt, wenn man diese Automatische Overclocking Funktion benutzt. Das Board gibt einem jedoch alle Einstellungen auf Wunsch frei, sodass man sich beim Übertakten austoben kann. Ich persönlich habe die Übertaktung auch nur im BIOS vorgenommen, da es für mich am sinnvollsten war. Es ist jedoch Möglich mit MSIs Software die Einstellungen auch im laufenden Betriebssystem vorzunehmen. Auch die voreingestellten 12 Overclockingstufen sind über die Software einstellbar, wenn gewünscht. MSI liefert auch diverse Software zum Überwachen der Lüfter, der Spannungen, der Temperaturen und allen anderen wichtigen Daten. Je nachdem wie man es persönlich lieber hat, kann man sich also aussuchen welchen Weg man lieber hat um seinen PC an seine Höchstleistung zu bringen.


Benutzerfreundlichkeit der Software:
MSI bietet eine Menge Software an, die alleine für die Mainboard ist, hat man dann noch einige Gaming Components neben der Grafikkarte, so kommen zum Beispiel noch die Software der Grafikkarte, eine Software für das Headset, eine Software für die Maus, eine für die Tastatur&. so kommt einfach eine ganze Menge Software zusammen, was ich schon fast zu viel finde. Jedoch ist es natürlich positiv, dass MSI an alles gedacht hat und man mit der Software einiges anfangen kann. Die Software war für mich nicht auf anhieb verständlich, jedoch ging es mit etwas probieren und kurzer Recherche. Eine Verbesserung wäre hier evtl. die Softwares ein klein wenig Zusammenzufassen, ist jedoch ein eher nebensächlicher Punkt. Ein Problem auf das ich gestoßen bin nachdem ich mein Windows 10 als Neuinstallation aufgespielt habe, ist, dass der Netzwerktreiber nicht installiert werden konnte. Es konnte nicht der passende Netzwerkadapter gefunden werden, wurde mir angezeigt. Ich war dann gezwungen, den passenden Treiber manuell zu installieren. Ob es an der Version meines Windows 10 lag, ist in meinen Augen hier auch egal, da ein User ja nicht in der Lage ist ein Update zu laden, wenn der Netzwerktreiber nicht installiert werden kann. Details zur Software bitte von MSIs Produktseite oder aus den Bildern entnehmen.


Features und Leistung:
Wie bereits an einigen Stellen erwähnt bietet dieses Board viele Leistungsreserven und ist in der Lage seine Hardware ausreichend zu versorgen, auch bei Übertakteter Hardware. Ich habe einen Test gefunden, in dem dieses Board für seine sehr hohen Leistungsreserven gelobt wurde, jedoch konnte ich den Test bis jetzt nicht finden und bin daher aktuell nicht in der Lage diesen zu zitieren. Zu den gebotenen Features kann man sich auf MSIs Produktseite sowie in meinem Unboxing-Video noch Informationen einholen.


Preis-/Leistungsverhältnis und Vergleich:
Aktueller Preis des Boards liegt bei 288€ (Stand: 21.09.2017). Bei dem Punkt Preis-/Leistung kommt es immer darauf an wie viele Funktionen des Boards man denn nun nutzen kann, bzw. nutzen möchte. Und ob man für die einzigartige Carbon Optik und der RGB Beleuchtung etwas mehr zahlen möchte. Mein Fazit nachdem ich andere X299 Mainboards angesehen habe ist, dass der Preis völlig gerechtfertigt ist. In einer Note würde ich eine 2 geben. Die 1 könnte ich nur geben, wenn ich der Meinung bin, dass der Preis eigtl. schon zu wenig ist. Qualität, Design und Features, sowie auch die Leistung überzeugen hier schlicht und einfach und rechtfertigen den Preis. Es sind alle Features da, die sich ein Gamer wünscht, ein paar kleine Mankos gibt es zwar, wie zum Beispiel das fehlende 4-Way-SLI, aber mit den Dingen, die hier bei diesem Board evtl. noch fehlen, würde man sich sowieso wieder in einer viel höheren Preisklasse bewegen. Für etwas mehr Geld würde man die AC Variante des Boards bekommen, wo man zusätzlich noch WLAN und Bluetooth bekommt. Der Preis der AC Variante liegt aktuell bei um die 303€ (Stand 21.09.2017)


Fazit:
Dieses Mainboard ist einfach zum übertakten da. Egal ob man ganz neu beim Overclocking ist oder ein eingefleischter Profi ist, dieses Motherboard ist einfach das richtige für einen. Sie kann automatisch viele Dinge für einen übernehmen, überlässt einem jedoch jegliche Kontrolle, wenn man sie denn will. Grade die, die Übertakten und den eigenen PC an seine Grenzen bringen, haben auch nicht selten Gehäuse mit Fenster und beleuchtete Teile, wie Lüfter oder Wasserkühlung. Mit der RGB Beleuchtung die bei diesem Board vorhanden ist, mit dem Carbon Design und dem dunkel gehaltenen Stil hat man einfach eine gute Basis um nicht nur die Leistung seines Systems auszuschöpfen, sondern auch die Optik bis auf den letzten Punkt auszuschöpfen. Das Board ist alles in allem das absolute Endpaket, von mir eine klare Kaufempfehlung. Selbst wenn man das Board nicht völlig ausschöpfen sollte, so ist es eine gute Basis für späteres verbessern und aufrüsten.

Pro:
- Sehr schönes Design mit Beleuchtung in 16,8 Mill Farben
- Automatische Übertaktung auf die verschiedensten Arten
- Sehr Benutzerfreundliches Handbuch
- Übersichtliches BIOS
- BIOS Flash und ClearCMOS Buttons am I.O Panel
- Hochwertige Bauteile und Verarbeitung
- M.2 Kühlung

Neutral:
- 3D Druck Erweiterungen
- Automatische Übertaktung erhöht Spannung teilweise zu viel
- Kein 4-Way SLI
- VR Boost

Kontra:
- Keine Tauschbaren Abdeckungen in dieser Variante
- Netzwerkadaptertreiber lies sich nicht installieren (nur manuell)
    
  
     am 21.09.2017
Zu meinem System:
Intel 7820X CPU
2 x 8 GB 3000 MHZ GeIL RAM
Gigabyte GTX 1060 G1 Gaming 6G
Noctua NH-U14S Kühler

- Design
Das Design des MSI X299 Gaming Carbon, ist wie der Name schon suggeriert, in Carbon ähnlichen Farben gehalten. Zusätzlich beleuchten noch LEDs das Mainboard in verstellbaren Farben. Durch die Kombination aus schlichtem aber edlen Design und der Möglichkeit, die RGB Farben und die Blende zu individualisieren, ist dieses Board meiner Meinung nach zumindest erst einmal äußerlich nicht nur etwas für Gamer. Denn lässt man die RGBs aus, ist das Design sicherlich auch für Personen, die es vom Design her nicht so verspielt mögen, ein echter Hingucker.
Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit, die Platten auf den Heatsinks des Mainboards auszutauschen, um das Design zu einem gewissen Grad individualisieren zu können. Leider lagen meinem Board keine dieser Platten bei, weswegen ich die Handhabung des Austausches nicht bewerten kann. (Edit: Nur bei der AC Variante vorhanden.) Nichts destotrotz ist es eine vorbildliche Idee, dem Kunden so etwas anzubieten.

- Verarbeitung
MSI Steel Armor und Military Class 6 mögen Marketingbegriffe sein, aber zumindest vom Feeling her fühlen sich die Steel Armor unterstützen Teile wie z.B. die PCIe Ports wirklich stabiler und robuster an. Die Kontakte sind alle sauber verarbeitet und bieten eine große Fläche.

- Benutzerfreundlichkeit der Software & Treiber
MSI bietet ein wirklich sehr großes Softwarepaket als Download und auf der beigelegten CD an. Folgende Software ist dabei: Nahimic 2, X-Boost, Command Center, Live Update 6, RAMDisk, Gaming Lan Manager, DPC Latency Tuner, Mystic Light, Gaming APP, MSI Smart Tool, APP Manager, Super Charger und Fast Boot

Um die Übersicht nicht so schnell zu verlieren, kann man sich über den APP Manager die anderen Softwarelösungen in einer einfachen und übersichtlichen Appleiste anzeigen lassen und diese auch hierrüber starten.
Um das Updaten von Treibern und Installieren von BIOS Versionen zu vereinfachen, stellt MSI ihre Live Update Software zu Verfügung. Diese sucht automatisch nach den neusten Versionen und installiert sie.

Die Mystic Light Software dient zur Steuerung der RGBs des Mainboards. Es lassen sich verschiedene Profile anlegen und in diesen kann man dann die RGB Farben, Effekte, Helligkeit und Geschwindigkeit der Effekte festlegen. Die Werte kann man für alle LEDs zusammen oder für bestimmte Teilbereiche des Mainboards einstellen.

Über das Command Center lassen sich Übertaktungseinstellungen und die Lüfter Steuerung auch im Betriebssystem konfigurieren.
Für den Gaming Bereich sind vor allem die Nahimic 2, Gaming APP, Gaming Lan Manager und DPC Latency Tuner interessant. Über Nahimic 2 könnt ihr eure Soundkarte für verschiedene Szenarien wie Spiele oder Musik hören optimieren. Die Bedienung ist simpel gehalten mit einer Profil Auswahl und Slidern für den jeweiligen Effekt, der optimiert werden soll. So kann man z.B. der Klarheit von Sprache verbessern lassen, damit man seine Teamkollegen in Spielen besser versteht. Integriert in Nahimic 2 ist auch ein Soundtracker. Dieser soll euch über ein kleines Radar die Richtung anzeigen, aus der die Geräusche kommen. Der Gaming Lan Manager ist eine Software, um Datenübertragungen, die auf eurem PC laufen, zu priorisieren. Spielt und streamt ihr über euren PC gleichzeitig, sollte das Spiel natürlich eine höhere Priorität bei der Übertragung ins Internet bekommen als die Streaming Software, damit euer Ping nicht zu stark leidet. Dies kann man über die Software machen und auch kleine Tests wie die Messung der Internetgeschwindigkeit und Pingtests lassen sich hier ausführen.

Die Gaming APP bietet eine Vielzahl von Funktionen für Spiele. Die wichtigsten Funktionen sind unter anderem das Auswählen von Übertaktungs-Profilen vor dem Spielstart, Eine Überwachungsanzeige von Temperaturen und Auslastung der PC Komponenten und die Funktion, sich Streams in einem extra Fenster während des Spielens anzeigen zu lassen.

Der DPC Latency Tuner ist dafür gedacht, die Reaktionszeit eures Systems zu verbessern. Ohne auf das Thema im Detail einzugehen, da dieses jeglichen Rahmen sprengen würde, können verschiedene Faktoren von Software bis hin zur Hardware dafür sorgen, dass eure DPC Latenz hoch oder niedrig ist. MSI versucht zumindest auf der Hardwareseite alle Einstellungen mit dieser Software zu Verfügung zu stellen, die darauf Einfluss haben, für Leute denen diese Reaktionszeit wichtig ist. Ein viel diskutierter Faktor ist z.B. der HPET Timer der standardmäßig überall aktiviert ist und bei einigen Nutzern zu einer höheren DPC Latenz führen (bei anderen wiederum zu einer niedrigeren oder gleichbleibenden, dies stellt also keine Empfehlung dar!). Über einen Regler lässt sich dieser z.B. in der Software abschalten, so wie noch einige andere Sachen die Einflüsse auf die DPC Latenz haben.
Insgesamt gibt es Softwareseitig nichts, das ich vermissen würde. Die Bedienung der Software ist leicht und auch für nicht ganz so erfahrene Nutzer gut zu bedienen. Natürlich solltet ihr beim Thema Übertakten euch aber definitiv belesen, bevor ihr über das Command Center übertaktet, denn hier besteht schon eine gewisse Gefahr, eure Hardware zu beschädigen. Auch erfahrene Nutzer werden es begrüßen, nicht für jede kleinste Einstellung immer wieder in das BIOS booten zu müssen, sondern alles direkt im Betriebssystem steuern zu können.

- BIOS
Getestet wurde das BIOS mit der Version 7A95v13. Das BIOS von MSI kommt wie bei den anderen Herstellern auch, mit einem einfachen (EZ Mode) und einem Experten(Advanced) Modus. Im einfachen Modus wird viel mit Bildern zur Unterstützung der Texte gearbeitet und lassen so auch etwas unerfahrene Nutzer die wichtigsten Einstellungen leicht bedienen.
Das BIOS bietet unter anderem Overclocking Einstellungen, eine Lüfter Steuerung, eine Umgebung zum Aufspielen eines BIOS und die üblichen Möglichkeiten zum Aktivieren und Deaktivieren von Peripherie, Anschlüssen und CPU Features.
Im Hauptmenü der Overclocking Einstellungen lassen sich, wie gewohnt, der Multiplikator für die einzelnen Kerne oder für alle Kerne festlegen, sowie das Übertakten über den BCLK. Auch XMP lässt sich hier aktivieren, welches problemlos meinen GEIL RAM auf die im X.M.P. Profil hinterlegten Einstellungen gesetzt hat. Natürlich lassen sich die einzelnen Timings und die Frequenz und Spannung der RAM Rigel hier auch manuel ändern, wobei ich hier mit meinen 3000 Mhz des X.M.P. zufrieden war und dies nicht weiter getestet habe.
Im unterem Bereich der Übertaktungseinstellungen findet man die gewohnten Spannungseinstellungen, um den VCore und die Loadline Calibration der CPU anzupassen.
Neu sind in den Frequenz- und Spannungseinstellungen aber die Einstellungen für die Ring Frequenz und Spannung. Skylake-X/Kabylake-X arbeiten nicht mehr mit einem klassischen Ring Architektur, um zwischen seinen Kernen zu kommunizieren, sondern mit einer neuen Mesh Architektur. Diese hat vor allem bei sehr vielen Kernen Vorteile, ist aber im Vergleich zu Vier-kern CPUs mit Ring Architektur in den Zugriffszeiten langsamer. Die Zugriffszeiten sind vor allem im Spielebereich wichtig und haben in vielen Benchmarks dazu geführt, dass die Ring CPUs wie der 7700K oder 6700K merklich schneller in diesem Bereich sind. Um diesem entgegenzuwirken, gibt es daher die Möglichkeit, das Mesh zu Übertakten, um die Kommunikationswege zu verkürzen.

Die Lüfter Steuerung bietet im Gegensatz zu den meisten anderen Einstellungen eine grafische Oberfläche, bei der man die Lüfterkurve über Punkte einstellt. Jeder Lüfter Anschluss am Mainboard hat seine eigene Kurve und ist sehr leicht einzustellen.

Insgesamt gibt es nichts im BIOS, was ich vermissen würde und das Design ist zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man eine klassische Tab Ansicht in der oberen Menüleiste gewöhnt ist, ist aber nach einer kurzen Einarbeitung sehr gut zu bedienen und sieht dazu noch gut aus. Vor allem die Möglichkeit, das Mesh Grid zu übertakten und die einfache Steuerung der Lüfter gefallen mir sehr gut.

- Features & Leistung
Intel LAN
Es gibt viele Lösungen für LAN von z.B. Realtek oder Rivet Networks. In vielen Benchmarks zeigt sich allerdings, dass die hauseigenen Lösungen von Intel die CPU weniger belasten als Chips von Drittanbietern und dabei ähnlich gute Übertragungswerte bieten. Vor allem bei Gigabit LAN nehmen sich die unterschiedlichen Hersteller bei der reinen Übertragung nichts, solange man keine Verwendung von Priorisierung gleichzeitiger Netzwerkübertragung hat. Daher begrüße ich das Verbauen von Intel Lösungen in beiden Bereichen sehr.
Keine Gaming Network Software, die im Hintergrund laufen muss und CPU Ressourcen dabei beansprucht, sondern solide Netzwerkübertragung ohne unnötigen Schnickschnack. Die eigentliche Netzwerkoptimierung findet nämlich weder am Netzwerk Port noch am Betriebssystem statt, sondern bei einer schnellen und stabilen Leitung des Internetanbieters, auf die man leider wenig bis gar keinen Einfluss hat.

Audio Boost
Kurz und Knapp: Besser zu laut als zu leise! Nein im Ernst, ob man ein Headset besitzt, welches Probleme an anderen Soundchips mit der Lautstärke hat oder nicht, es ist immer gut, solch ein Feature zu haben. Ich selber habe relativ leise Kopfhörer und musste früher Spiel und Windows immer auf 100% Lautstärke laufen lassen, um genug zu hören, es funktionierte zwar aber lässt auch weniger Spielraum offen, wie laut oder leise man z.B. Teamspeak dann laufen lässt. Mein vorheriges Mainboard hatte dieses Problem dann zwar schon nicht mehr, hatte aber auch eine ähnliche Technik im Einsatz und sollte auch auf jedem anderen Mainboard zum Standard werden.

8 RAM SLOTS
Ich persönlich habe kein Bedarf an 8 RAM Slots, aber falls RAM Preise jemals wieder fallen sollten (gerade diese Woche gelesen, dass sie weiter steigen werden) ist es natürlich eine Super Option, sein bisheriges RAM Kit nicht austauschen zu müssen, sondern einfach erweitern zu können. Je nach RAM Bedarf kann es sowieso günstiger sein, sich 8 anstatt 4 Riegel zu kaufen, so würden 8 x 8 weniger Kosten als 4 x 16.

M.2 Shield
Einer meiner Meinung nach interessantesten Technik von MSI ist der M.2 Shield. Viele M.2 SSDs leiden unter dem Problem einer ungenügenden Abwärme. Das bedeutet, dass die SSD, wenn sie zu lange mit ihrer maximalen Performance Daten überträgt oder andere ähnlich schwierigen Aufgaben erledigt, so warm wird, dass die SSD anfangen muss, zu throttlen, also die Leistung zu verringern, um nicht zu überhitzen. MSI bietet auf einigen ihrer Mainboards daher Passiv Kühler zum Überklappen auf die M.2 SSD an. Dies nennt sich eben M.2 Shield und soll durch die verbesserte Abwärme dafür sorgen, dass das Einsetzen von Throttlen hinausgezögert und der Throttle Effekt verringert wird.

3-Way SLI / CrossFireX
Es laufen bis zu zwei Grafikkarten mit einer x16 PCIe Anbindung, die dritte läuft zwar nur noch mit x8, aber es ist immerhin möglich. SLI / CrossFire spielen keine allzu große Rolle mehr, aber für ein Gaming Board sollte dies zumindest noch angeboten werden. Ich selber nutze auch nur eine Single GPU Lösung.

12 PHASE DrMOS POWER DESIGN
Von den 12 Phasen werden 8 Phasen für die CPU benutzt und jeweils 2 Phasen für jeweils vier Ram-Bänke. Jede Phase wird von einem IOR 3555M Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor (oder abgekürzt MOSFET) unterstützt, welche für 60A Ausgangsleistung ausgelegt sind. Es handelt sich also um sehr hochwertige MOSFETs, die für eine stabile Leistung eurer RAMs und eurer CPU sorgen.

Übertakten
Da ich leider nur einen Noctua NH-U14S besitze und der 7820X doch sehr warm wird, bin ich in meinen Versuchen vorerst bei 4.4 Ghz und einer Spannungserhöhung auf 1.14v geblieben. Diese liefen unter Last bei ca. 82°. Für die ersten Übertaktungsversuche bin ich damit aber mehr als zufrieden.

Das Mainboard und die CPU liefen trotz der geringen Spannungserhöhung sehr stabil. In den meisten Spielen bleibt die CPU bei milden 60°, denn hier gibt es bisher kaum Spiele, die die CPU wirklich auslasten können.

- Komfort bei der Handhabung
Durch die Vielfalt an Software zur Steuerung des Mainboards und des leicht zu bedienen BIOS ist die Handhabung erst einmal sehr einfach. Was schwer ist, ist das Austauschen der Platte für die Heatsinks des Mainboards. Denn man muss schon ein wenig Kraft aufwenden, um die schon befestigten Platten abzubekommen, was bei solchen Teilen auch schnell schiefgehen kann. Der Einbau ins Gehäuse und das Einstecken der GPU, CPU und der RAM Riegel war nicht besonders schwer, was ich jetzt von anderen Mainboards aber auch nicht behaupten kann.

- Preis-/ Leistungsverhältnis
Die X299 Plattform von Intel ist im allgemeinen preislich höher angesiedelt als z.B. die 1151 Sockel Plattformen. Bei der x299 Plattform handelt es sich aber auch um eine HEDT Plattform für Enthusiasten und bietet in vielen Bereichen deutlich mehr. Daher bewerte ich hier nur den Preis zu anderen X299 Boards. Das Gaming Carbon befindet sich preislich ca. in der Mitte der ATX X299 Boards. Im Vergleich zu anderen Herstellern oder auch MSI eigenen Produkten finden sich kaum andere Boards mit mindestens 12 CPU Phasen und einer so breiten Ausstattung. Das Carbon mit AC Kürzel ist in etwa 15¤ teurer und ist im Grunde das gleiche Board nur mit Intel WLAN und etwas mehr Ausstattung. Wer also auf Onboard WLAN verzichten kann, kann getrost zur non-AC Variante greifen. Durch die große Ausstattung, der guten Verarbeitung und der leichten Bedienbarkeit erzielen das Carbon und Carbon AC ein sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis.

- Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich
Als Vergleich dient meine letzte Z170 Plattform, ein Gigabyte Z170 Gaming 7 zusammen mit einem i7 6700k.
Ich war ab einer bestimmten BIOS Version ziemlich zufrieden mit meinem Gaming 7, bis dahin war es aber ein längerer Weg. Ich habe die etwas älteren BIOS Versionen von MSI nicht getestet, sondern gleich mit der aktuellen angefangen und muss sagen, dass hier alles etwas runder läuft als zu meinen Anfangszeiten meines Gaming 7. Alleine um die Offset Übertaktung im Gaming 7 zu finden, sind fast 6 Monate vergangen (ich bin nach vergeblicher Suche erst einmal davon ausgegangen, dass es einfach gar keine Offset Übertaktung gibt). Auch das schlichtere Design des Carbons gefällt mir deutlich besser, ich muss aber auch dazu sagen, dass ich persönlich mir nie ein Board nach Aussehen aussuche. Ich finde ein gutes Design und LEDs sind ein netter Beigeschmack, aber ausschlaggebend für einen Kauf sind bei mir immer zu 99% Funktionen und Leistung.
Ansonsten bieten beide Boards eine Vielzahl von Anschlüssen und eine Menge Übertaktungsmöglichkeiten (wenn man sie findet). Beim X299 freuen mich aber natürlich die Verbesserungen in diesem Bereich, volle 8 SATA Ports über den Intel Controller, beim Gaming 7 liefen zwei Ports über einen langsamen ASMEDIA Controller und waren dementsprechend auch nicht RAID fähig. Da ich mehrere SSDs und Festplatten besitze, ist dies auch das Minimum an Anschlüssen, die ich benötige. Auch die M.2 Shields für eine bessere M.2 SSD Kühlung und natürlich die allgemeine Unterstützung für deutlich mehr CPU Kerne freuen mich. Allerdings hatte das Gaming 7 ausschließlich nur noch USB 3.0 Anschlüsse und aufwärts verbaut, was ich beim Carbon etwas vermisse. Kaum einer meiner externen Festplatten oder USB Sticks arbeiten noch mit USB 2.0 und selbst die USB 2.0 Geräte laufen an USB 3.0 Ports meist schneller.

- Fazit
Ich bin bislang ziemlich begeistert von meinem MSI x299 Gaming Carbon. Es erfüllt nicht nur die Wünsche von Spielern, sondern bietet auch in anderen Bereichen wie dem Übertakten viel. Es gibt sehr viele Anschlüsse, auch wenn sich darunter leider auch noch USB 2.0 Anschlüsse befinden und die Verarbeitung des Boards ist klasse. Wer also nach einem X299 Mainboard mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis sucht, ist hier genau richtig. Die Zukunftssicherheit durch ganze acht Slots für Arbeitsspeicher, die Unterstützung für zwei M.2 SSDs sowie U.2 SSDs und Intel Optane Speicher, die Möglichkeit bis zu drei Grafikkarten gleichzeitig zu betreiben, den anpassbarem Mainboard Design sowie die qualitativ sehr gut verbauten Komponenten lassen einem lange Spaß an diesem Mainboard haben.
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     am 20.09.2017
Guten Tag,
ich bin einer der glücklichen Teilnehmer der MSI X299 GAMING PRO CARBON Testers Keepers Aktion von Mindfactory und durfte das MSI Board testen.

Vorab möchte ich hier auf den dazu relevanten Forenbeitrag verweisen, in welchem ihr noch mehr über das Produkt und die Tests erfahren könnt. Außerdem sind dort Videos und Bilder vorhanden, welche nicht in den Bewertungen zu sehen sind:
Forum/Review/PC Komponenten/ MSI X299 GAMING PRO CARBON Testers Keepers

Design und Verarbeitung
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Das Mainboard macht einen sehr guten Eindruck. Es wirkt edel und ist für die Gaming Szene entwickelt worden, besonders die Carbon Optik ist ein Hingucker. Mit seinen RGB LEDs (Mystic Light) lässt es sich an die weitere Beleuchtung im Gehäuse bequem anpassen. Die austauschbaren Abdeckungen würden einen einfachen und schnellen Wechsel des Aussehens ermöglichen - hier ermöglicht MSI per 3D Druck Bauplan außerdem einen Nachbau in jeglicher Wunschfarbe - jedoch werden diese nur bei der AC Variante mitgeliefert. Mit Steel Armor hat MSI eine Technik im Einsatz welche die Stabilität von Steckplätzen auf der Platine durch mehr Lötpunkte erhöht und die PCI-Express Slots weniger gegen elektromagnetische Interferenzen anfällig sein lässt. Weiterhin werden die USB 3.1 Anschlüsse doppelt gegen elektrostatische Entladungen geschützt. Allgemein ist das Board sehr gut verarbeitet und bietet einen Qualitätsstandard, den man in dieser Preisklasse auch erwarten darf.

Benutzerfreundlichkeit der Software und Treiber
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Die Evaluation der Software und Treiber betrachtet einzelne Software-Komponenten separat. Nicht alle von MSI angebotenen Applikation haben es in diese Vorstellrunde geschafft und so will ich vorab auf den Software Katalog auf der Supportseite des Herstellers verweisen. Dort sind auch alle Treiber zum manuellen Download verfügbar.

Treiber
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Wer ein aktuelles Betriebssystem wie Windows 10 einsetzt, wird mit der Treiberinstallation wenig Probleme haben. In meinem Fall wurden alle benötigten Treiber bei der Installation des Betriebssystems installiert. An dieser Stelle möchte ich anfügen, dass bei meinem Testsystem eine nachträgliche Installation des Intel Rapid Storage Technologie Treiber Pakets dazu geführt hat, dass das Betriebssystem nicht mehr gestartet hat. Erst ein Reset des BIOS hat dieses Problem wieder abgewendet. Die Treiber sind auf der Hersteller Website unter dem Menüpunkt Support zu finden.

Live Update 6
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MSI bietet mit diesem Tool eine Möglichkeit seine Treiber und Software von MSI zu installieren und aktuell zu halten. Allerdings installiert die Software auch ein Registrierungsprogramm ohne Vorwarnung, welches aber unabhängig entfernt werden kann. Obwohl die Oberfläche etwas veraltet wirkt, erfüllt Live Update 6 seinen Zweck.

Nahimic 2
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Mit dieser Software will MSI den Sound eures Systems verbessern. Hierfür werden Features wie das Unterdrücken von Hintergrundgeräuschen oder die bessere räumliche Wahrnehmung von Klängen im Spiel angepriesen. Auf der Projekt-Webseite lässt sich eine Soundprobe mit und ohne Nahimic 2 zum Vergleich anhören. Zuletzt sei erwähnt, dass diese Software nicht die installierte Oberfläche für den Audiotreiber ersetzt sondern diesen ergänzt. Es sind also beide Prozesse aktiv.

RAMDisc
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Mit diesem kleinen Stück Software will MSI Eigentümer von Systemen mit viel RAM eine Möglichkeit bieten, ein virtuelles Dateisystem in einem reservierten Bereich des Arbeitsspeichers anzulegen und benutzen zu können wie eine normale Festplatte. Dabei lässt sich die Größe frei einstellen, bestimmen ob dieses beim nächsten Neustart wiederhergestellt werden soll und wie oft das Dateisystem gesichert wird. Meiner Meinung nach ein nützliches Stück Software, wenn man >= 16 GB RAM besitzt.

Mystic Light
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Nutzer können mit dieser Anwendung ihre RGB LEDs des Boards einstellen und externe LED-Bänder zusätzlich synchronisieren. Ich nutzte die Software genau einmal, um die LEDs auszuschalten, da dies nicht im BIOS möglich ist und ich ein Gehäuse ohne Fenster einsetze.

BIOS
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Auf den ersten Blick macht das BIOS einen unübersichtlichen Eindruck. Wenn man sich aber an die Optik gewöhnt hat, kommt man gut zurecht - vielleicht mag das auch daran liegen, dass ich noch nicht oft zuvor eine Pre-OS Umgebung mit der Maus gesteuert habe ;D. MSI hat erfolgreich viele Informationen und Steuerungen in die Hauptansicht gepackt. Hinzukommend ist die Konfigurierbarkeit weitreichend: von der Taktung des RAM - manuell oder per XMP Profil, über die Lüftersteuerung zum RAID-Tool Genie, MSI stellt eine Vielzahl an Einstellungen bereit, was für Gamer und OC-Freunde nützlich und essentiell ist.
Jegliche Einstellung ist einerseits im Handbuch beschrieben und wird auch direkt im BIOS auf der Rechten Seite unter Hilfe erläutert, wenn man mit der Maus darüber fährt oder den Menüpunkt direkt auswählt.

Leider war es mir erst nach einigen Stunden möglich Windows 10 auf einer Samsung 960 Evo M.2 2280 NVMe PCIe 3.0 zu installieren. Während dieses Prozesses musste ich das BIOS zweimal zurücksetzen, da ich kein Bild mehr erhielt. Dies kam nach einem Update auf die jüngste BIOS-Version (7A95v14) nicht mehr vor. Der Reset-Vorgang war, nebenbei bemerkt, sehr praktisch über den reset CMOS Knopf an der Rückseite handhabbar ist - einfach System ausschalten und 5-10 Sek. gedrückt lassen, danach ist das BIOS wieder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt.

Features und Leistung
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Wie bereits im vorhergehenden Abschnitt Design und Verarbeitung erwähnt, bietet das Gaming Pro Carbon eine RGB Beleuchtung, welche eine Erweiterung der Beleuchtung per 4-PIN Anschluss ermöglicht. Hierbei kann der Benutzer bis zu zwei weitere RGB-LED Streifen hinzufügen. Diese und andere kompatible Komponenten können über Mystic Light Sync miteinander synchronisiert werden, um so ein harmonisches Gesamtbild zu liefern. Eine manuelle Lüfterkontrolle erlaubt das individuelle Anpassen der Geschwindigkeiten und kontrollieren der Temperaturen. Das Board bietet Anschlüsse für 6 Lüfter (inklusive CPU-Lüfter). Mit der MSI Gaming App werden Hotkey-Funktionen und Makros, sowie Übertaktungsprofile angeboten und das Steuern der RGB-Beleuchtung ermöglicht. Außerdem ermöglicht die Software eine on-demand Umstellung des Systems für VR-Spiele. Weitere Funktionen sind der Hersteller Webseite zu entnehmen. Der Gaming Device Port ist ein spezieller Anschluss der für Gaming-Mäuse designed wurde. Mittels der Software Mouse Master lässt sich dieser bzw. das Endgerät konfigurieren. Mit der Software Dragon Eye können Spieler während des Spiels einen Twitch Stream oder ein Youtube anzeigen lassen und die Größe und Position im Bild einstellen. Mit der Unterstützung von Intel® Optane" Technologie ermöglicht es MSI Nutzern ihre HDDs zu beschleunigen. Dafür ist allerdings Windows 10 64 Bit erforderlich. Der Optane Speicher ist im M.2 Slot anzubringen. Ungeachtet der verwendeten M.2 Speicher, verbaut MSI Temperatur senkende Thermal Shields in das M.2 Shield. Diese sorgen für eine bessere Kühlung des Speichers. Weiterhin lässt sich mit dem Tool M.2 Genie unterschiedlicher Speicher kombinieren, um schnellere Zugriffszeiten zu ermöglichen. Alle M.2 und U.2 Ports unterstützen den Speicherstandard NVMe. Durch Isolierung des Audio-Chipsatzes wird das Signal so pur wie möglich belassen, was zu einer optimierten Wahrnehmung des Sounds führt. Mit Audio Boost 4 unterstützt das Board ein Signal-Rausch-Verhältnis von bis zu 120 dB und Direct Stream Digital Playback und Aufnahme. Der Netzwerkport ist mit einem 15KV Überspannungsschutz gegen Blitzeinschläge und statische Einwirkungen gefeit. Außerdem sorgt Intel® LAN für bessere Latenzen während dem Gameplay. Mit BIOS Flashback bietet MSI ein Tool zur einfachen Wiederherstellung einer funktionstüchtigen BIOS-Version. Das ist möglich ohne CPU, GPU oder RAM im System eingebaut zu haben. Weiter lässt eine Debug LED einfaches Fehlerfinden bei Störungen zu. Diese zeigt den zweistelligen Fehlercode direkt in einem kleinen Display auf dem Board an. Die Bedeutung des Codes kann über das Handbuch nachgelesen werden.

Komfort bei der Handhabung
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MSI stellt ein umfassendes Benutzerhandbuch bereit. Dieses beinhaltet auf den Seiten 4-11 Barcodes zu Youtube Videos in welchen der Einbau von CPU, RAM, Front Panel, HDD, GPU und PSU dokumentiert ist. Der Einbau von Hardware auf dem Board verlief ohne Probleme und selbst ein Neuling weiß sich schnell zu helfen durch Zuhilfenahme der bereitgestellten Anleitungen. Einbau-Zubehör wird in Form von Schrauben, Kabelbindern und Etiketten für Kabel genügend mitgeliefert.
Für eine Beschreibung der Software wird hier auf den vorangehenden Abschnitt Benutzerfreundlichkeit der Software und Treiber und BIOS verwiesen.
Ein abschließender Kommentar gilt den PCI-Express Slots: hier musste ich leider feststellen, dass die Nase zum Entriegeln der Grafikkarte sehr schwer zu erreichen ist, wenn die Karte selbst bereits ein einiges an Platz wegnimmt, wie in meinem Fall eine MSI GTX 1080. Eine Veranschaulichung bietet das dazugehörige Bild in meinem Foren Beitrag unter dem zu Beginn hinterlegten Link.

Preis-/Leistungsverhältnis und Vergleich zu ähnlichen Produkten
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In der Formfaktor-Klasse ATX für den Sockel 2066 bietet Mindfactory zum Stand der Bewertung drei weitere Boards im Kostenrahmen des Gaming Pro Carbon zwischen 270 und 310 €:

MSI Gaming Pro Carbon AC
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Die beiden Boards unterscheiden sich kaum in ihrer Ausführung. Der maßgebliche Unterschied liegt in der Chipsatz Ausstattung der AC Variante für drahtlose Kommunikation per WLAN und Bluetooth. Außerdem besitzt diese Variante einen USB 3.1 Anschluss mehr, was in 6 statt 5 Anschlüssen resultiert.

Gigabyte X299 Aorus Gaming 3
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Gigabyte bietet mit dem Aorus Gaming 3 ein etwas günstigeres Board an, welches sich nur unwesentlich vom Gaming Pro Carbon unterscheidet. Einerseits kann das Board von MSI die doppelte RAM Kapazität mit 128 GB aufnehmen und bietet einen optischen Audioanschluss an (Toslink). Andererseits besitzt das Gigabyte Board zwei weitere USB 3.1 Anschlüsse und ermöglicht übertakteten RAM bis zu DDR4-4400.

Asrock X299 Taichi
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Asrock bietet mit dem X299 Taichi ein etwas teureres Board, welches dadurch auch etwas mehr bietet: zwei zusätzliche SATA 6GB/s Ports, einen zusätzlichen M.2 Port, einen zusätzlichen Gigabit Ethernet Port, RAM bis zu DDR4-4400 und am erwähnenswertesten, den Chipsatz wie bei der AC-Variante von MSI, für WLAN- und Bluetooth Kommunikation.

Haltbarkeit
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Neben den bisher genannten Optimierungen der einzelnen Komponenten und Steckplätze aus Abschnitt Design und Verarbeitung, verarbeitet MSI außerdem sogenannte Dark Cap Kondensatoren, welche eine hohe Lebenserwartung von bis zu 10 Jahren durch geringeren Widerstand mit sich bringen. Durch die kurze bisherige kurze Einsatzzeit des Boards kann keine weitere Aussage zur Haltbarkeit getroffen werden.

Fazit
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Das Gaming Pro Carbon macht einen soliden Eindruck, kann sich gegen die Konkurrenz behaupten und steht dieser in nichts nach. Eine absolute Kaufempfehlung kann aber nicht ausgesprochen werden, da es eher Geschmacksache bleibt, welchen Hersteller man wählt. Wer wert auf drahtlose Schnittstellen legt, der ist mit den teureren Varianten von MSI und Asrock besser bedient. Die RJ45-Fans und MSI-Freunde können sich das Geld sparen und in ein gutes Gamer Mainboard investieren.


Ich hoffe mein Beitrag hat euch geholfen einen Einblick in das Board zu erhalten. Falls Fragen sein sollten, einfach im Forum antworten.

Viele Grüße,
David
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     am 18.09.2017
Moin Moin aus dem Norden,

ich durfte ebenfalls das MSI X299 Gaming Pro Carbon für euch ausprobieren. Das Testsystem läuft mit folgender Hardware:
i7-7800X dazu ein Alpenföhn Matterhorn Pure Lüfter
G.Skill TridentZ 16GB mit 3200MHz
eine GTX 970 von Asus
zwei HDDs mit jeweils 1 TB und eine SSD mit 128 GB
und ein Be Quiet 600W Pure Power 10 Netzteil.
Das ganze ist in einem Nanoxia CoolForce 1 verbaut :)

Pro:
+ Leichte Übertaktungsfunktionen per App, UEFI oder direkt am Boostschalter auf dem Mainboard
+ Schönes Design mit RGB Beleuchtung (Bis zu 16.8 mio. Farben)
+ Steelarmor
+ 8x Ramsteckplätze
+ Bis zu 3 Grafikkarten Steckplätze
+ M.2 Kühlsystem für SSDs
+ Quad- und/oder Dualchannel
+ Sehr schönes und durchdachtes UEFI

Neutral:
* VR-Boost Chipsatz (VR ist noch nicht wirklich am Markt angekommen)
* Kaufpreis

Contra:
- Erkennt nur 2133 MHz von 3200MHz (RAM)
- Die Boostfunktion erhöht die Spannung stärker als nötig
- (Eventuell nur bei mir) Hängt sich bei der Installation der Treiber öfter Mal auf und benötigt dadurch einen Neustart. Bei mir waren mehrere Versuche nötig bis er alle Treiber installiert hat.

Braucht man überhaupt ein teures Mainboard? Was kann so ein gutes Stück eigentlich? - Wenn Ihr an diesem Punkt seid und noch nicht so recht wisst, was Ihr eigentlich benutzen möchtet, dann gibt es jetzt eine kleine Hilfestellung.

Das MSI X299 Gaming Pro Carbon ist mit 288,00¤ eine wunderbare Lösung für alle, die zwischen Highend und Casual liegen. Dennoch ist das MSI X299 Gaming Pro Carbon ein Highend Produkt! Ihr könnt Ihr über mehrere vorinstallierte Stufen übertakten und müsst somit erstmal nicht selbst Hand anlegen. Das ermöglicht auch den Anfängern den Einstieg ins Übertakten. Sollte die Leistung des Mainboards dennoch mal nicht ausreichen, könnt Ihr selbstverständlich auch mit der Hand nachhelfen. Für die Übertaktung gibt es auf dem Mainboard einen extra schalter (unten Rechts), eine spezielle APP fürs Handy oder Ihr startet den PC und geht direkt am Anfang ins BIOS / UEFI und übertaktet es dort mit der recht übersichtlichen Übertaktungsfunktion.

Übertaktungsstufen: Beispiel am i7-7800X
Stufe 0: 3,5 GHz
Stufe 1: 4,1 GHz
Stufe 2: 4,2 GHz
Stufe 4: 4,3 GHz
Stufe 6: 4,4 GHz
Stufe 8: 4,5 GHz
Stufe 11: 4,7 GHz

Das Mainboard verfügt somit über 11 Stufen die das Übertakten per Knopfdruck, App oder UEFI Einstellungen ermöglichen. Damit kann man sein System deutlich mehr Leistung verschaffen. Eine Garantie für den entsprechenden Boost gibt es allerdings nicht. Dehalb sind manuelle Überaktungen immernoch die effektiveren.
Das Design und die Verarbeitung des Mainboards sind sehr hochwertig. Es ist in einem schlichten schwarz gehalten mit einer leichten Carbon Optik. Es klappert nichts und es sieht extrem hochwertig aus. Wenn man das Mainboard anhebt, hat man ein schönes Kampfgewicht in der Hand. Das liegt aber wohl vorallem an den Komponenten die hier verbaut wurden (Kühlblöcke, Dekoblöcke usw.) Dennoch hat das Mainboard ein gesundes Gewicht, bei dem man sich die Qualität gut vorstellen kann. Das schwarz ist auch deshalb gut gewählt, weil eine RGB Beleuchtung durch einen schwarzen Hintergrund viel besser wirken kann, als durch einen z.B. weißen Hintergrund.

Das UEFI ist in einer sehr einfachen und schönen Oberfläche vorzufinden. Wir können über ein einfaches Drag&Drop System unsere Bootreihenfolge festlegen und müssen somit auf dem Mainboard die SATA Anschlüsse nicht mehr weiter beachten. Bei der Installation der HDD und SSD können wir also ungeachtet die SATA-Kabel verlegen und die Reihenfolge anschließend im UEFI korrigieren. Das Mainboard kennt auch den USB-Boot und CD/DVD Laufwerke. Hier sind euch also kaum grenzen gesetzt. Weiter im UEFI könnt Ihr auch die Taktfrequenz eures Arbeitsspeicher einsehen, die aktuelle Wärmeentwicklung und die Taktfrequenz der CPU. Beide Hardware Komponenten lassen sich problemlos über das Mainboard übertakten. Dazu findet Ihr entsprechende Programme im Internet oder Ihr nutzt die Übertaktungsfunktion des Mainboards.

Interessant ist dieses Mal aber, wenn jemand übertreibt und der CPU oder dem Arbeitsspeicher einen zu hohen Takt verpasst, passiert in der Regel nichts. Das Mainboard bootet einfach wieder mit dem Basistakt und Ihr könnt es nochmal probieren, solange bis es klappt. Das bedeutet nicht, dass man die CPU auf 7,0GHz takten sollte um zu sehen was passiert. Das Mainboard schaltet sich aus Sicherheitsgründen ab, sollte die CPU zu heiß werden und benötigt dann etwas Kühlung. Erst danach könnt Ihr die Einstellungen zurücksetzen oder Ihr resettet das Mainboard an der Rückblende hinten.

Es befinden sich insgesamt sieben USB 3.1 Anschlüsse an der Seite, die mehr als ausreichend Daten übertragen können - Von den sieben USB-Anschlüssen müsste einer der Anschlüsse für die BIOS-Updates zur Verfügung stehen. Der High-Quality-Audio Chipsatz wurde dieses Mal extra ausgebaut, sogar extra Transistoren finden wir in der unteren linken Ecke. Alle diese Komponenten sorgen für einen durchgehend kristallklaren Sound. Damit gehört eure Soundkarte nun der Vergangenheit an. Jeder noch so große Soundfan wird durch diesen Audio Chipsatz verwöhnt.

Der CPU-Steckplatz arbeitet mit den beiden Architekturen Kabylake und Skylake. Das ist auch besonders wichtig, denn der Sockel 2066 verfügt über diese beiden Architekturen. Dadurch das dieses Mainboard beide unterstützt (jedes MSI Mainboard unterstützt beide) benötigen wir nur eine CPU mit dem Sockel 2066 und müssen nichts weiter beachten. Einfach reinlegen und los gehts. Je nachdem welche CPU Ihr einsetzt, kann das Mainboard den Arbeitsspeicher im Dual- oder Quadchannel betreiben.

Da ich selbst nur 16 GB Arbeitsspeicher verwende (Jjeweils 2x8 GB) kann ich hier leider nur auf die Internetangaben zurückgreifen und keinen direkten Test durchführen. Das Mainboard soll pro RAM-Steckplatz bis zu 8 GB Unterstützen, so dass Ihr auf maximal 64 GB Arbeitsspeicher kommen könnt. Besonders für Bild- und Videobearbeitung ist das ein wichtiger Aspekt, denn diese benötigen oft eine riesige Auslage in den Arbeitsspeicher (Das Programm Blender hat als Mindestanforderung 16GB und empfohlen 32 oder 64GB)

Die Steelarmor die auf diesem Mainboard verbaut wurde, wurde gezielt an den Arbeitsspeicher und Grafikkarten Steckplätzen eingebaut. Der Grund dafür ist recht simpel: Stabilität und Sicherheit. Einige Nutzer sind sehr grob und elektronik ist sehr anfällig für jede noch so kleine Veränderung auf der Platine. Sobald nur ein Nano-Haarriss entsteht da ein zu hoher Druck ausgeübt wurde, kann es bereits so stark beschädigt worden sein, dass es unbrauchbar ist. Aber nicht nur das Mainboard leidet unter den Grobmotorikern. Auch die Grafikkarte oder der Arbeitsspeicher könnten einen erheblichen Schaden tragen.
Das braucht euch aber nicht beunruhigen. In den meisten Fällen drückt niemand so stark auch das Mainboard. Es geht hier ganz allein um die Sicherheit um eben soetwas vorzubeugen damit niemand verärgert auf das Mainboard einprügelt.

VR-Boost Chipsatz
Dieses Mainboard verfügt über den VR-Boost. Ich selbst besitze leider keine VR Brille, kann daher also nur auf die Angaben im Internet zurückgreifen. Der VR-Boost Chip ermöglicht euch das Gaming per VR Brille über eine längere Distanz. Aktuell liegt wohl das Problem vor, dass nur über eine sehr kurze Reichweite (Wenige Meter) die VR Brille richtig funktioniert. Genau da setzt der VR-Boost an: Dieser ermöglicht euch auch auf größerer Entfernung problemlos Spielen zu können.

M.2 Shields
Die M.2 Shields sind für die neuen SSD Steckplätze im PCI-E Bereich. Dabei handelt es sich um Gaming-SSDs die eine unglaublich schnelle Datenrate vorweisen aufgrund der genutzten PCI-E. Diese SSDs werden gerne mal sehr warm und müssen daher ausreichend gekühlt werden. Denn ein heißes System leidet unter Datenverlust, Leistungsverlust und verliert wertvolle Lebensdauer. Die M.2 Shields sorgen hier für ausreichend Kühlung im System, so dass Ihr euch keine Sorgen darüber machen müsst, dass irgendwelche einbußen zu erwarten wären. Aktuell verfüge ich selbst noch nicht über eine solche SSD, bin aber auf jedenfall sehr daran interessiert.

Wenn Ihr euch also Leistung, Design, Übertaktungsmöglichkeiten, Steuerung per APP, VR spaß uvm. gönnen möchtet, dann seid Ihr mit diesem Mainboard sehr gut bedient. Denn besonders die vorinstallierte Übertaktungsfunktion bietet vielen unerfahrenen Spielern eine neue Möglichkeit die Hardware länger auszukosten und eben nicht alle 2 Jahre eine neue CPU kaufen zu müssen. (Was man eigentlich sowieso nicht so oft tut) Durch die Übertaktung können auch die ein oder anderen FPS gewonnen werden und somit aus 25 FPS auch mal 35 FPS werden. Bei mir ist es im Spiel Crysis der Fall gewesen. Ich habe dort mit der Stufe 0 ca. 30-40 FPS, allein durch die Booststufe 6 konnte ich auf 40-45 FPS erhöhen.

Ein aktueller Vergleich zu ähnlichen Produkten ist sehr schwierig da der Sockel noch recht Neu ist und Krankheiten oder Nachteile erst über einen längeren Zeitraum ermittelt werden können. Auch die Updates in der Zukunft um eventuelle kritische Lücken zu schließen oder allgemeine Leistungsoptimierungen vorzunehmen sind hier nicht ganz unwichtig.
Der aktuelle Markt bietet aber wenig Konkurrenz für dieses Mainboard.
Die Handhabung ist nach meiner aktuellen Auffassung sehr einfach. Es gibt beim Einbau selbst keine Unterschiede zu anderen Mainboards. Die Installation der Treiber und Software gestaltet sich ebenfalls sehr einfach und teilweise problemlos. Das Uefi ist überraschend übersichtlich strukturiert und macht echt Spaß.

Fazit:
Dieses Mainboard ist eine gute Mittelklasse Lösung für euren highend Desktop. Mit 288,00¤ bei Mindfactory macht man hier wenig falsch. Es gibt natürlich günstigere Versionen, dort müsst Ihr aber auf das ein oder andere Feature verzichten. Wer alles im Programm haben möchte, der kann hier bedenkenlos einkaufen gehen. Wer auch mit weniger aus kommt, kann zu günstigeren Alternativen greifen.
Ein Argument für dieses Mainboard ist aber die Übertaktungsfunktion, mit der nun jeder sein System ganz ohne Probleme verbessern kann. Gerade für Anfänger ist dieses Mainboard optimal und für alle anderen, die sich nicht trauen das System manuell zu übertakten.

Mit freundlichen Grüßen

Cwybellringe
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     am 17.09.2017
Einleitung:
Seit AMDs Ryzen Anfang des Jahres erschienen ist, ist endlich wieder Leben im CPU Markt. Als Reaktion hat Intel seine Nachfolger der bekannten Enthusiastenplattform der Haswell-E-Prozessoren mit dem X99 Chipsatz zwei Monate vorgezogen. Die SkylakeX Prozessoren und KabylakeX Prozessoren bilden den neue High-End-Consumer Bereich.
In Kooperation mit Mindfactory und MSI teste ich das für SkylakeX- sowie KabylakeX -Prozessoren ausgelegte MSI X299 Gamining Pro Carbon. Natürlich bleibt meine Meinung davon unbeeinflusst und ich werde sowohl positive als auch negative Aspekte des Boards ausführlich erläutern. Die Rezension wird sehr lang. Wer nicht jedes Detail lesen möchte, kann jeweils zu den gewünschten Unterpunkten scrollen.

Für jeden, der in PC-Hardware interessiert ist, ist es wohl ein Traum, eine X299 Plattform in Betrieb zu nehmen. Ich bin von einem MSI Z170 TOMAHAWK mit i5 6600k auf dieses Board umgestiegen.
Das MSI X299 ist mit momentan 290 € (Stand 9/17) das beliebteste MSI-Board mit dem X299 Chipsatz. MSI wirbt damit, dass es speziell für Gamer und deren Bedürfnisse angepasst ist. Das selbe Board ist auch für knapp 20 € mehr in der AC Version mit Wlan Modulen verfügbar. Die Ausstattung sowie der Lieferumfang ist im Unboxing Video zu sehen.

Design:
Wie im Unboxing-Video bereits zu sehen war, ist das Design MSI-typisch gehalten. Wie der Zusatz „Gaming Carbon Pro“ bereits erahnen lässt, ist das Mainboard in schwarz-carbon gehalten. Der Chipsatz, die Spannungswandler, der Audio-Bereich sowie die I/O-Anschlüsse sind mit großen Kühlflächen abgedeckt. Die Abdeckungen bzw. Kühlkörper der Spannungswandler und des Chipsatzes können durch goldene oder silberne, welche leider nur bei der AC Version im Lieferumfang enthalten sind, ausgetauscht werden. Für den Preis hätte man sich die Austauschteile auch bei der nicht AC-Version gewünscht, da nicht jeder die Wifi-Funktion benötigt, jedoch die meisten gerne die Austauschcover hätten. Auch spendiert MSI RGB-LEDs an der Unterseite des Boards sowie an diversen Stellen an der Vorderseite, welche mittels Software oder des Drehknopfes am unteren Boardrand individuell angesteuert werden können. Weiterhin kann man individuelle LEDs-Stripes erweitern. Dazu später mehr, wenn ich näher auf die Software eingehe. Die Positionierung der internen Anschlussmöglichkeiten ist gut gewählt aber nicht herausstechend.

Die PCIe x16 Anschlüsse für die Grafikkarte(n) sind wie üblich in dieser Preisklasse mit Aluminium verstärkt. Weiterhin besitzt das Board Abdeckungen für eventuelle M.2 SSDs, welche gleichzeitig als Heatsink dient. Durch die vielen Abdeckungen sind kaum noch Bauteile wie große Transistoren oder Spulen zu sehen. Allgemein macht das Design dadurch, aber auch generell durch die qualitativ hochwertigen Bauteile und die großen Kühlflächen der Bauteile, einen sehr professionellen Eindruck.
Weiterhin kann man auf der MSI-Homepage 3D-Modelle herunterladen, welche man selbst modifizieren und mithilfe eines 3D Druckers drucken kann. Natürlich hat nicht jeder einen 3D Drucker daheim oder Zugang zu einem, daher ist das wohl eher Werbestrategie statt praktisches Feature für Jedermann. Außerdem ist die Auswahl noch sehr begrenzt.

Verarbeitung:
Bei einem Mainboard, was mehr kostet als manche PCs, hat man natürlich hohe Qualitätsansprüche. MSI hat dabei nicht enttäuscht.
Wie Bereits angedeutet, sind Bauteile wie Spulen oder Transistoren, welche die Basis eines jeden Mainboards bilden, von sehr guter Qualität. Obwohl mein vorheriges Z170 Board mit 130 € auch nicht zu den günstigen zählt, merkt man nochmal deutlich einen Qualitätsunterschied. Dadurch ist z.B. die Spannungsversorgung der einzelnen Phasen ohne große Rippelspannungen möglich, welches vor allem bei großen Leistungspeaks problematisch werden kann. Das ist vor allem bei den 6-10 Kernen wichtig, da bei einer TDP von >200W mal 20A oder mehr bereitgestellt werden müssen.
Auch die bereits erwähnten Heatsinks sind top verarbeitet und wirken dem Preisbereich entsprechend hochwertig. Einzig die I/O Blende ist nur Standard. Das finde ich sehr schade, da vor allem diese auch außerhalb des Gehäuses sichtbar ist.
Allgemein ist die Verarbeitung dem Preis entsprechend gut.

Benutzerfreundlichkeit der Software und Treiber:
Wie im Lieferumfang gezeigt, war eine CD beigelegt. Es werden neben den essenziellen Programmen und Treibern auch noch optionale Programme wie z.B. „X-Boost“, „Mystic-Light“ oder „MSI App Manager“ bereitgestellt. Jedes Programm zu erläutern, würde jetzt den Rahmen dieser Rezension sprengen. Es sind jedoch einige nützliche Gadgets dabei. Hervorzuheben für Gamer ist die MSI Gaming App sowie das „Dragon Eye“. Damit kann man z.B. InGame via eines Overlays ein passendes Tutorial anschauen. „Fast Boost“ ermöglicht kürzere Bootzeiten, indem beim Booten nichtessenzielle Bios-Checks übersprungen werden. Es hat außerdem eine „Go2Bios“ Funktion. (siehe Bilder). So muss man nicht beim Hochfahren die Ent-Taste missbrauchen. Ich denke das wird jeder kennen. Beim Übertakten ein wahrer Segen.
Allgemein ging das Installieren und Einstellen schnell und problemlos und bekommt jeder Laie hin. Die Programme sind sehr umfangreich und man muss sich hineinlesen, um alles in vollem Umfang nutzen zu können. Man findet dazu jedoch sehr gute Tutorials online und viele erklären sich auch von selbst.

Bios:
Wie bereits erwähnt, hatte ich bereits ein MSI Z170 Board und bin deshalb mit dem Bios von MSI vertraut. Die Bios ähneln sich stark, nur in Kleinigkeiten gibt es Unterschiede. Zunächst ist Deutsch verfügbar, wenn möglich, würde ich es jedoch auf Englisch lassen, damit man vertrauter mit den internationalen Begriffen wird.
Es gibt einen Easy-Modus und einen Advanced-Modus, wobei jeder, der sich dieses Board kauft, wohl den Expertenmodus verwenden wird.
Im Bios werden sehr übersichtlich die Komponenten und der dazugehörige Takt angezeigt.
Ebenfalls besitzt das Bios viele kleine Features wie z.B. das Einstellen einer Lüfterkurve über ein benutzerfreundliche GUI, dass die Lüfter „aggressiver“ kühlen. Sehr nützlich finde ich den Auto-Gameboost, welcher mit einem Knopfdruck die einzelnen Komponenten „bestmöglich“ übertaktet. Jedoch lässt sich durch manuelles Übertakten immer noch mehr rausholen.
Weiterhin kann man verschiedene OC-Profile speichern und diese, z.B. im Fall eines Absturzes, jeder Zeit wieder aufrufen.
Das einzige, was ich schon bei meinem alten Bios bemängelt habe, ist, dass die Navigationsleisten im OC-Menu nicht gleichzeitig mit den Komponentendetails angezeigt werden können.
Außerdem hatte ich sehr oft das Problem, dass das Bios meine Einstellungen einfach nicht speichert bzw. überschreibt und die Einstellung des Hardware-Buttons übernimmt. Dies war sehr selten und sporadisch vorgekommen.
Achtung:
Die Bios Bilder zeigen 1,38V. Das ist nicht der Betriebszustand, siehe den Unterpunkt „Overclocking“.

Features und Leistung:
Das, was die meisten interessieren wird, sind die Leistungsbenchmarks. Sowohl Spiele als vor allem auch Multicoreanwendungen werden getestet.

Testsystem:
Als CPU nimmt der i7-7800X auf dem 2066er Sockel Platz. Alle CPUs unter 6 Kernen machen meiner Meinung nach auf dieser Plattform wenig Sinn, außer, man ist zwingend auf die mehreren Lanes oder Features wie Quadchannel angewiesen und will den derzeit höchst taktbaren 4-Kerner für Gaming. Von KabylakeX fange ich erst gar nicht an zu sprechen. Was sich Intel dabei gedacht hat, ist mir bis heute nicht klar.
Der 7800X hingegen besitzt 28 PCIe-Lanes und ist somit für den Großteil des Consumerbereichs mehr als ausreichend. Wer 3-Way-SLI bzw. Crossfire nutzen möchte, wird sich eher an die Modelle mit 44 PCIe-Lanes daher ab dem 7820X oder höher wenden. Weiterhin besitzt die CPU eine TDP von 140W.
Gekühlt wird dieses Monster von einer Artic 240mm AIO Wasserkühlung, welcher eine maximale TDP von 300W kühlen kann. Das schafft Reserven fürs spätere Übertakten.
Als Ram wird 2x8GB DDR4 2133 CL15 von D.Skill Ripjaws im Dual-Channel betrieben. Bei den momentanen Rampreisen sind 32GB noch unrentabel, und es rentiert sich mehr in andere Komponenten zu investieren. Wenn die Preise sich wieder normalisiert haben, können zwei weitere Riegel nachgekauft werden, und insgesamt 4x8GB Riegel im Quadchannel betrieben werden.
Weiterhin ist Win10 auf einer Crucial MX300 750GB SSD installiert sowie eine 1TB HDD als Massenspeicher.
Die Grafikberechnung übernimmt eine Zotac 1060 6GB AMP Version. Diese ist für die meisten derzeitigen Spiele in FHD ausreichend.
Versorgt wird das System von einem 600W Netzteil mit 80+, welches für dieses System mehr als ausreichend ist.

Overclocking:
Zunächst wird der des Prozessors unter Prime95 getestet. Es ergibt sich 120 Watt bei Volllast.
Anschließend wird die CPU mithilfe der Übertaktungsfunktion mit dem Onboard-Button übertaktet. Der Standarttakt von 4Ghz wird bei einer automatischen erhöhten Spannung auf 4,6Ghz stabil und konstant auf allen Kernen angehoben.
ACHTUNG: Der Button hat bei mir bei Stufe 8 und 10 VCore zunächst auf 1,4V hochgedreht. Ich musste manuell auf 4,5-4,6 GHz und 1,28V runterregeln, damit die Temperaturen stabil niedrig bleiben.
Die Bilder vom Bios zeigen noch knapp 1,4V – das niemals nachmachen, da das zu viel ist für die CPU. Ich weiß nicht welche, Kühlung das schaffen kann.

4,0 GHz Standart
Idle: 27 Grad
Vollast: 52-11 Grad
Cinebench: 1314 Punkte
TDP: 126 W
Vcore: 1.213

Automatische Übertaktung:
4,6 GHz
Idle: 41 Grad
Vollast: 81-86 Grad
Cinebench: 1485 Punkte
TDP: ca. 180 W
Vcore: 1.398

Manuelle Nachbesserung
4,5 GHz Manuell-OC
Idle: 29 Grad
Vollast: 56-60 Grad
Cinebench: 1445 Punkte
TDP: ca. 155 W
Vcore: 1.28


Der Ram konnte im Dual-Channel von 2133 15-15-15-36 auf 3000 MHz mit Latenzerhöhungen auf 19-19-19-49 übertaktet werden. Die Spannung betrug 1,2V.

In anderen Berichten habe ich mit Problemen und Überhitzen Spannungswandlern bis hin zu Schmorspuren an der CPU gelesen. Ich konnte keine dieser Effekte beobachten. Wahrscheinlich, weil die CPU „nur“ 6 Kerne besitzt.
Die Spannungswandler bleiben nach dem OC bei Volllast auf konstanten 45-50 °C (Nachgemessen).
Benchmarks, Temperaturen etc. können den Bildern entnommen werden.

Spiele:
Da ich den PC in erster Linie nicht primär zum Gamen nutze, sind meine Spieleanforderungen sehr gering:
Mit dem i7-7800k konnte ich bei 4,5 GHz kombiniert mit der 1060 6gb folgende Benchmarks erreichen, wobei klar die 1060 den Flaschenhals bildet.

Cs Go FHD alles Hoch: AVG: 300+ fps
Cs Go UHD alles Hoch: AVG: 150 fps Min: 120 fps

PubG: FHD alles Ultra: AVG 100 fps
PubG: UHD alles Ultra AVG 26 fps
PubG: UHD alles mittel AVG 46 fps

Wichtiger sind für mich Renderzeiten. Das Unboxing-Video wurde hier als Beispiel genommen.
FHD wird bei durchschnittlicher Schnittmenge in fast doppelter Echtzeit gerendert und UHD in nahezu Echtzeit.
Allgemein konnte ich den Prozessor noch nie bis zum Limit ausreizen.

Konform bei der Handhabung:
Nachdem die Leistungsdaten akzeptabel aber nichts außergewöhnliches waren, kann das Mainboard vor allem bei der einfachen und benutzerfreundlichen Handhabung punkten. Die manuelle Handhabung, daher der Einbau der Komponenten wie CPU oder das Befestigen des Mainboards im Gehäuse ging schnell, problemlos und ohne großen Kraftaufwand. Es ist alles auf den Millimeter genau gefertigt.
Ansonsten war, vor allem beim Übertakten, der Bios-Reset-, sowie der Clear-CMos-Button sehr hilfreich. Diese liegen sehr gut. Die Debug-LEDs sind meiner Meinung nach zu klein.

Preis-/Leistungsverhältnis:
Zur Zeit des Testberichts liegt der Preis bei ca. 290€ und 310€ für die AC Version. Damit befindet es sich im unteren bis mittleren Preisspanne der X299 Boards. Für diesen Preis bekommt man eine solide Plattform, welche für meinen 6-Kerner bestens geeignet war. Die Ausstattung sowie die I/O- Möglichkeiten sind umfangreich. Die Verarbeitung und das Design sind dem Preis entsprechend hochwertig. Die vielen On-Board-Knöpfe sind mir schon zuviel des Guten.
Insgesamt ist das Preis-/Leistungsverhältnis in Ordnung.

Haltbarkeit und Vergleich zu ähnlichen Produkten:
Da diese Plattform nur auf einen sehr kleinen Benutzerkreis abzielt, sind die direkten Konkurrenzprodukte überschaubar. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie dem ASRock X299 Taichi muss es sich weder qualitativ noch quantitativ verstecken. Sowohl Ausstattung, Anschlussmöglichkeiten als auch Features sind mindestens auf Augenhöhe. Jedoch sei auch gesagt, dass es auch Konkurrenzprodukte wie das Gigabyte X299 Aorus Ultra Gaming gibt, welches laut mehrerer Testergebnisse energieeffizienter sein soll.

Fazit:

Pros:
+Optik
+Verarbeitung und Qualität der Bauteile
+Benutzerfreundliches Bios
+3D Druckerweiterungen
+RGB Beleuchtung
+M.2 Kühlung
+Quadchannel Ram

Neutral:
Preis
Onboard Übertaktungs-Button erhöht teils Spannung zu stark

Contra:
-Tauschbare Abdeckungen nur bei AC Variante enthalten
-Debug-LEDs zu klein
-Sehr begrenzte Auswahl bei 3D Druckerweiterungen
-(Kein 4-way SLI)

Alles in allem hat MSI mit ihrem X299 Gaming Pro Carbon ein gut ausgestattetes Mainboard für die Enthusiastenplattform rund um den X299 Chipsatz in den Markt gebracht. Es ist ausgestattet mit allen modernen Standards wie UBS 3.1, Quadchannel Ram und benutzerfreundlichem Bios. Die Spannungswandler arbeiten zuverlässig. Aktuell kann ich es jedem empfehlen, der mehr als vier Kerne benötigt und viel Wert auf Benutzerfreundlichkeit legt oder spezielle Ansprüche wie 3Way-SLI oder Quadchannel hat. Für alle anderen ist die normale Skylake bzw. Kabylake Plattform ausreichend.

Innerhalb der X299 Boards kann man dieses Board als Sweet-Spot bezeichnen wobei der Preis absolut gesehen noch relativ hoch ist aber jeder, der sich eine solche High-End Plattform zulegt, sollte bereit sein, dementsprechend Geld zu investieren.
Innovativ sind auch die 3D-Modelle, welche es bisher so noch nicht auf dem Mainboardmarkt gab, auch, wenn die Auswahl beschränkt ist.
Es hat eine ansprechende Optik sowie eine einstellbare Front und Back RGB-LED-Beleuchtung.
Durch Features wie Auto-Overclocking oder den Game-Boost ist es für Neueinsteiger sowie auch erfahrene Übertakter und Gamer geeignet.
Zusammenfassend würde ich dem Board eine 8,5/10 geben.
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