Produkttester
Bequiet besitzt ein breites Kühler Portfolio. Dieses wurde nun um den Shadow Rock LP erweitert. Ein besonders schmaler und kompakter Kühler, welcher sich allen voran in Multimedia und Mini ITX-PCs einfügen soll.
Ich gehe im nun folgenden Bericht darauf ein, ob der bequiet Shadow Rock LP sein Geld wert ist und ob sich ein Kauf lohnt.
Lieferumfang:
Bequiet verschickt den Shadow Rock LP mit allem benötigten Zubehör an den Endverbraucher. Darunter fällt das Montagematerial für alle gängigen Intel und AMD Sockel, ein 120mm PureWings 2 PWM Lüfter, eine kurze Installationsanleitung und vorinstallierte Wärmeleitpaste auf dem Block des Kühlers, welcher die falsche Dosierung der Wärmeleitpaste verhindert und einen direkten Einbau ermöglicht. Praktisch.
Design/Qualität:
Der Kühler an sich macht einen massiven und wertigen Eindruck und wiegt ca. 395g. Er besitzt die Maße von 13,4cm x 12,2cm x 7,5cm, welche ihn durch die angenehme Höhe von 7,5cm für den Einsatz in einem HTCP Computer prädestinieren. Dabei arbeitet der Shadow Rock LP mit einer TDP von 130W und verfügt über vier 6mm Kupfer-Heatpipes, welche den Aluminiumkühlkörper durchziehen und die Abwärme optimal an die Aluminium-Kühllamellen weiterleiten. Um den Kühler trotzdem effektiv zu Kühlen, ist im Lieferumfang ein 120mm Pure Wings 2 Lüfter vorhanden, welcher eine maximale Drehzahl von 1500 U/min erreicht und durch PWM problemlos gesteuert bzw. reguliert werden kann.
Montage:
Das Montagesystem des Kühlers erlaubt eine schnelle Montage und Demontage. Durch die Kurzanleitung sind die einzelnen Schritte leicht nachzuvollziehen und nehmen nicht mehr als 15-20 Minuten in Anspruch. Zuerst die Backplate des Kühlers mit vier Schrauben an der Rückseite des Mainboards befestigen. Danach den Kühlkörper am CPU Sockel verschrauben und schließlich den 120mm PureWings 2 PWM Lüfter mit den Befestigungsklammern fixieren. Stromzufuhr des Lüfters anschließen, fertig.
Leistung/Lautstärke/Temperatur:
Um den Kühler zu testen, verwende ich einen Intel QX9650 mit einer TDP von 130 Watt. Zum einen mit einer Taktrate von 3,00Ghz und zum anderen mit einer Taktrate von 4,00Ghz, um herauszufinden, ob der Kühler Overclock-tauglich ist. Dieser wird mit Prime95 unter Windows 8.1, 60 Minuten lang unter Last gesetzt, um die maximale Kühlleistung bzw. Lautstärke zu ermitteln. Die Temperaturen werden mit AIDA64 Extreme ausgelesen.
Im Idle Modus besitzt der CPU eine angenehme Temperatur von 38 Grad Celsius.
Nach dem einstündigen Test mit einer Taktrate von 3,00Ghz, hat der Prozessor bei einer CPU Auslastung von 100% eine Maximaltemperatur von akzeptablen 65 Grad.
Bei einer Taktrate von 4,00Ghz besitzt die CPU im Idle eine erhöhte Temperatur von 48 Grad und unter Volllast 82 Grad. Dies zeigt, dass der Kühler nur bedingt zum Übertakten geeignet ist.
Die Lautstärke des Kühlers ist sehr leise. Unter Last wird der Kühler nie lauter als 34,1 dB, was eine sehr angenehme Lautstärke ist.
Während des Betriebs, ist bei stiller Arbeitsumgebung nur ein leichtes Summen des Kühlers wahrzunehmen, welches ich nicht als störend empfinde. Die Gehäuselüfter des Systems sind um einiges lauter. Bei bequiet ist der Name nach wie vor Programm.
Preis/Leistung/Fazit:
Für knapp 35-40 Euro erhält man einen wertigen, kompakten und vor allem leisen Prozessorkühler der eine durchaus gute Leistung aufweist. Er ist zwar nicht mit großen CPU Kühlern zu vergleichen, aber dafür sind diese auch um einiges größer, schwerer, teurer und komplizierter zu Montieren. Nichtsdestotrotz hat der Kühler trotz seiner Größe eine überraschende Kühlleistung. Er nimmt es mit den mitgelieferten Boxed Kühlern der Hersteller AMD und Intel locker auf. Lediglich wer Übertakten möchte, sollte sich vielleicht nach einer Alternative umsehen.
Wer also einen kleinen, leisen, kompakten, leicht zu montierenden und vor allem leistungsstarken Prozessorkühler sucht, darf hier bedenkenlos zugreifen. Vor allem die bereits aufgetragene Wärmeleitpaste erleichtert die Inbetriebnahme ungemein. Eine klare Kaufempfehlung.