Produkttester
Azza Reaver ist ein neues Mittelklasse-Gehäuse, das zahlreiche Eigenschaften von Premium-Modellen bietet und dabei mit einem äußerst attraktiven Preis überzeugt, der zum Zeitpunkt dieses Tests bei 72,49 ¤ liegt.
Das Azza Reaver wurde mir für diesen Test im Rahmen einer Produkttest-Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt. Unabhängig davon schildere ich hier meine persönlichen und ehrlichen Eindrücke.
Azza Reaver ist ausschließlich in Schwarz erhältlich und bietet ein einzelnes seitliches Glaspanel. Die zweite Seitenwand besteht aus Metall und besitzt im unteren Bereich zusätzliche Lüftungsöffnungen. Beide Seitenteile lassen sich werkzeuglos abnehmen, was den Zugang zum Innenraum angenehm vereinfacht. Die Umsetzung wirkt insgesamt durchdacht und praxisnah. Unter dem Seitenteil aus gehärtetem Glas befindet sich ein gelochtes Metallpaneel, das für eine bessere Belüftung sorgt.
Bereits auf den ersten Blick fällt die Front mit ihrem schräg angeordneten Mesh-Gitter auf, hinter dem zwei 140-mm Lüfter mit LED-Beleuchtung sitzen. Im Gehäuse sind insgesamt fünf vorinstallierte Lüfter verbaut, davon drei mit ARGB-Beleuchtung | eine Seltenheit, besonders in dieser Preisklasse.
Das obere Panel des Gehäuses bietet genug Raum, um einen Radiator für eine Wasserkühlung zu installieren entweder in Kombination mit drei 120-mm oder zwei 140-mm Lüftern. Außerdem ist auf der Gehäuseoberseite ein magnetischer Staubfilter angebracht. Auf dem oberen Panel sind sämtliche Anschlüsse untergebracht: zwei USB 3.0, ein USB Type-C, ein 3,5-mm HD-Audio-Combo Anschluss (TRRS) sowie die Ein-/Aus-Taste und die Taste zur LED-Steuerung. Die Anordnung der Anschlüsse und Bedienelemente auf der Oberseite des Gehäuses legt nahe, dass es für eine komfortable Handhabung am besten unter dem Schreibtisch platziert wird. Steht es dagegen auf dem Tisch, können die Elemente auf der Oberseite weniger leicht erreichbar sein, was man vor dem Kauf bedenken sollte.
Auf der Rückseite befindet sich ein 120-mm ARGB-Lüfter, während unten zur vertikalen Kühlung der Grafikkarte zwei klassische 120-mm Lüfter installiert sind. Infolgedessen ist der Platz für das Netzteil nicht wie üblich hinten, sondern weiter vorne im Gehäuse untergebracht, und für den Anschluss des Netzteilkabels wird ein Verlängerungskabel verwendet. Diese Lösung wird sicherlich nicht jedem gefallen, da der Netzschalter des Netzteils im Gehäuseinneren verbleibt und im Bedarfsfall kein direkter Zugriff darauf möglich ist.
Hinter der Abdeckung sind unter den unteren Lüftern zwei Laufwerksplätze für HDDs oder SSDs untergebracht. Darüber hinaus gibt es zwei Steckplätze ausschließlich für 2,5-Zoll Laufwerke. Das Gehäuse steht auf soliden, niedrigen Füßen, die für eine besonders stabile und sichere Aufstellung sorgen.
Die Materialien und die Verarbeitung des Azza Reaver sind von guter Qualität und haben keinerlei Beanstandungen hervorgerufen. Im Inneren bietet das Gehäuse genügend Platz für alle gängigen Komponenten, selbst für massive Tower-Luftkühler für die CPU und aktuelle High-End-Grafikkarten. Außerdem ist im Gehäuse bereits eine verstellbare Halterung für große Grafikkarten vorinstalliert, was ein angenehmer Bonus ist. Dabei gestaltet sich auch der Zusammenbau des Computers problemlos, einschließlich des Kabelmanagements.
Alles in allem ist das Azza Reaver eine gute Wahl für alle, die ein schickes und solides Gehäuse wollen, ohne dafür mehr als 80 Euro auszugeben.
Vorteile des Azza Reaver:
-Attraktiver Preis (~72,50 ¤) bei guter Ausstattung.
-Stilvolles Design mit Seitenglas und Frontpanel mit LED-Lüftern.
-5 vorinstallierte Lüfter, davon 3 mit ARGB-Beleuchtung (selten in dieser Preisklasse).
-Gute Belüftung und Möglichkeit für Radiator-Wasserkühlung (oberes Panel).
-Werkzeuglos abnehmbare Seitenteile für einfachen Zugang.
-Genügend Platz für große CPU-Kühler und aktuelle Grafikkarten.
-Praktisches Kabelmanagement, inklusive verstellbarer Halterung für Grafikkarten.
-Hochwertige Materialien und Verarbeitung.
Nachteile:
-Oberseitige Anschlüsse sind nur bequem erreichbar, wenn das Gehäuse unter dem Schreibtisch steht.
-Kein direkter Zugriff auf den Netzschalter des Netzteils wegen ungewöhnlicher Positionierung.