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NZXT Function MiniTKL Gateron Red Switches DE Layout schwarz

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NZXT Function MiniTKL Gateron Red Switches DE Layout schwarz

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Artikelbeschreibung

Seit dem 11.03.2022 im Sortiment

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4 5
     am 16.04.2022
Produkttester
Diese Produktbewertung ist im Rahmen des Testers-Keepers Programms von Mindfactory entstanden. Das Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt und von mir mal etwas unter die Lupe genommen. Meine Einschätzung im Folgenden:

Lieferung und ihr Umfang

Die NZXT Function MiniTKL kommt in einer eleganten funktionalen Verpackung, wie bei NZXT üblich in weiß und violett gehalten. Auf Plastik wurde bei der Verpackung genauso wie bei der Tastatur selbst in einigen Aspekten verzichtet, aber nicht komplett. Die Tastatur und das Zubehör lassen sich leicht entnehmen und auch wieder in der Verpackung verstauen, falls man mal grade keine Verwendung für das gute Stück hat.
Neben dem eigentlichen Keyboard wird ein schlankes abnehmbares Kabel, eine Zange für das Hot-Swapping der Switches und eine schonende Klammer für das Abnehmen der Keycaps mitgeliefert.
Wie sich anhand dieser kleinen Extras erahnen lässt, ist die NZXT nicht nur eine schicke kompakte Gaming-Tastatur, sondern auch für Enthusiasten einen Blick wert. Das mitgelieferte Kabel ließe sich durch ein Coiled Keyboard Cable ersetzen und auch Keycaps und Switches sind individuell austauschbar.
Tut das Not? Nö! Bietet es so die Möglichkeit aus einer schicken Tastatur einen richtigen Hingucker nach eigenen optischen und akustischen Vorlieben zu machen? Ja!
Aber auch ohne extra Scheine in die Hand zu nehmen, kann sich die Function MiniTKL sehen und hören lassen.

Optik

Optisch macht das kleine Brett von NZXT einiges her. Insgesamt wird hier auf ein dezenteres minimalistisches und eben kompaktes Design gesetzt. Die Technik verbirgt sich komplett in einem schicken, schwarzen und recht schlanken Case, dessen Oberseite aus Aluminium gefertigt ist. Auf diesem sitzen dann auch schon die RGB Switches und darauf die Keycaps. Durch das randlose Case und die schwarze Oberfläche kommt die RGB Beleuchtung gut zur Geltung, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken. Wenn man nicht grade am Schreibtisch sitzt und aus ein, zwei Metern Entfernung auf die Tastatur schaut, hat man freien Blick auf die Switches, außerdem wirken die Tasten recht hoch, dementsprechend gefällt die randlose Optik wahrscheinlich nicht jedem. Ich persönlich störe mich allerdings nicht daran. Für mich ist die MiniTKL sehr stilistisch, da kann ich gerne auf einen klassischen bis zuweilen wulstigen Rahmen um die Tasten verzichten. In meinen Augen ist diese kleine 75% Tastatur also ein dezenter Hingucker.
Sie sieht dazu nicht nur sehr edel aus, sondern fühlt sich auch sehr gut an. Das ganze Brett ist hochwertig verarbeitet und ist trotz der Größe schön schwer (718g).

Funktionalität

In Sachen Funktionalität macht die NZXT Funktion MiniTKL seinem Namen alle Ehre. Fangen wir mal auf der Unterseite an. Hier finden sich 5 kleine Flächen die mit einer rutschfesten und dämmenden Oberfläche versehen sind. Außerdem gibt es hier vier Füßchen, mit denen sich die Tastatur in zwei unterschiedliche Positionen aufrichten lässt.
Wenn man die Tastatur von der Oberseite betrachtet, dann ist fast das gesamte Brett von Tasten bedeckt. Lediglich auf der linken Seite steht das Case etwas mehr hervor. Hier lassen sich die meisten funktionalen Tasten ausmachen. An oberster Stelle befindet sich ein Rädchen zur Anpassung der Lautstärke. Hier lässt sich auch viel Liebe zum Detail feststellen, denn die Seiten des Rädchens sind ganz im Stile des Herstellers mit etwas Violett versehen. Das sollte jetzt aber niemanden vom Kauf abschrecken. Die kolorierten Flächen sind kaum sichtbar und fallen lediglich denjenigen ins Auge, die sich beim Betrachten auf die detaillierte Verarbeitung konzentrieren.
Unter dem Lautstärkeregler seitlich an das Case angebracht sind dann drei kleine Knöpfe mit denen sich einmal der PC stumm, die Windows-Taste sperren und die Helligkeit der Beleuchtung in fünf Stufen regeln lassen. Die Sperrfunktion der Windows-Taste ist natürlich für GamerInnen ein Muss, um nicht im entscheidenden Moment versehentlich aus dem Spiel zu tabben. Für die ersten beiden Knöpfe gibt es zusätzlich auf der Oberfläche zwei kleine Leuchten, anhand derer sich mit einem Blick kontrollieren lässt, ob die Tasten aktiviert wurden oder nicht, wobei die Lautlos-Taste lediglich kurz rot aufleuchtet. Die Position der Knöpfe ist etwas gewöhnungsbedürftig. Beim Testen musste ich mich immer wieder vergewissern, welcher Knopf welche Funktion hat. Zudem greife ich die Tastatur aus Gewohnheit immer seitlich, um sie auf meinem Tisch umzupositionieren und es kam dabei nicht nur einmal vor, dass ich dabei mehrere Knöpfe gleichzeitig betätigte.
Auch bietet die NZXT MiniTKL noch drei Multimedia Funktionen auf den F-Tasten, die sich in Kombination mit der FN-Taste betätigen lassen bzw. auch nicht, wenn man die Tastenbelegung in der Software anpasst und sie primär mit Multimedia Tasten belegt. Dann sind sie auch ohne FN Taste zu bedienen. Aber dazu später nochmal.

Aber wie tippt es sich denn nun auf der Tastatur?

Im Brett verbaut wurden Gateron Linear Red Switches, die vergleichbar sind mit den Cherry MX Red Switches. Dementsprechend leicht zu betätigen mit einem kurzen Reaktionsweg. Meiner Meinung nach zum Gamen sehr gut geeignet, aber zum Tippen nicht ganz so günstig. Wenn man die gewünschte Taste mal nicht perfekt trifft, dann hat man auch mal schnell eine andere Taste mitgenommen. Da die Tastatur mit Anti-Ghosting und N-Key-Rollover ausgestattet ist, wird jeder Tastenanschlag, auch Gleichzeitige, sofort erkannt und verarbeitet. So hat man beim Tippen auch hier und da mal einen Buchstaben drin, der eigentlich nicht erwünscht war. Mit anderen Switches bekommt man die NZXT MiniTKL leider nur, wenn man sich diese selbst auf der firmeneigenen Website im Build anpasst. Einerseits schade, dass die individuelle Auswahl bei Händlern damit aktuell limitiert ist, andererseits ist es cool, dass NZXT diese Möglichkeit der Individualisierung anbietet.
Switches sind einfach Geschmacksache. Negativ aufgefallen ist mir allerdings, dass die Keycaps aus schmutz- und abnutzungsanfälligerem ABS-Kunststoff gefertigt sind, während man im Builder dazu gezwungen ist, hochwertigere und langlebigere PBT-Keycaps für einen recht saftigen Aufpreis zu wählen. In dieser Preisklasse hätten ruhig auch auf den Stock-Modellen direkt PBT-Keycaps verbaut sein können.
Meiner Wahrnehmung nach kratzt das leider auch am ansonsten schönen Klangbild der Tastatur.

Sound

Das Case ist kompakt gebaut und wahrscheinlich auch gedämmt. Zumindest erzeugt Klopfen auf die Rückseite ein angenehmes dumpfes Geräusch. Es scheppert oder knarzt nichts. In Verbindung mit den guten Switches ergibt sich ein durchaus satisfizierender Sound, wenn man mal im Flow ist, der aber eben in meinen Ohren mit PBT-Keycaps noch ein Tick besser hätte sein können.

Die Software zur Hardware

Die Tastatur wird, wie andere NZXT Produkte auch, über die hauseigene NZXT CAM Software angesteuert. Sie ist auch ohne diese nutzbar, aber wer Festplatten- und Arbeitsspeicher über hat, sollte sich definitiv die dazugehörige Software runterladen.
Diese bietet einiges an Anpassungsmöglichkeiten. Neben den sonstigen Funktionen wie eine einfache Übersicht der verbauten Hardware, Overclocking oder eine Übersicht zu Strom und Kühlung (sofern unterstützte Hardware verbaut ist, be quiet! ist es bspw. nicht), usw., lässt sich mit der Software auch viel an der Beleuchtung und an der Tastenbelegung schrauben. Alle Switches sind in ihrer Beleuchtung einzeln ansteuerbar und mit einigen Lichteffekten zu versehen. Falls man eine Taste im Vergleich zu einer Full Size Tastatur auf der MiniTKL vermisst, dann lassen sich diese Funktionen auf bereits vorhandene Tasten auf der Tastatur legen (Remapping). Man kann sich die Tastatur also optisch und funktional so anpassen wie man es bevorzugt. Nur die seitlich angebrachten Tasten inklusive des Rädchens, sowie FN, ESC und Right Ctrl lassen sich nicht mit neuen Funktionen belegen. Zusätzlich kann man sich auch Makros für die Tastatur erstellen. Insgesamt macht die Tastatur in der Software aber einen wiedermal sehr praktischen Eindruck.

Fazit

Die NZXT Function MiniTKL ist eine sehr schicke Tastatur. Mit ihren vielen Möglichkeiten der individuellen Anpassungen (und gegebenenfalls Reparaturen) ist sie entsprechend ihres Namens einfach praktisch und dezent auf meinem Schreibtisch. Zum aktuellen Kaufpreis von 110 Euro, würde ich mir allerdings zwei Mal überlegen, auf was man Wert legt und wie viel es einem wert ist, dafür zu zahlen. Ich bin von der Funktionalität und dem Design wirklich begeistert, aber für eine perfekte Tastatur fehlen mir definitiv eine Auswahl an Switches und haltbarere PBT-Keycaps ab Werk, die letztendlich ja auch das entscheidende an einer Tastatur ausmachen, unzwar das Tippgefühl. Diese könnte man natürlich im Build von NZXT anpassen, allerdings ist man dann bereits bei 175 Euro. So wie Händler sie anbieten, bewegt sich die Tastatur im gehobeneren Preissegment. Hier sind PBT-Keycaps bei vielen Herstellern zwar nicht unbedingt Standard, trotz dessen liefern hier einige bereits.

Wer also ein schickes kleines Brett für einen im Großen und Ganzen guten Preis erwerben möchte und mit der Stock-Version völlig zufrieden ist, da ist die NZXT Fuction MiniTKL eine klare Kaufempfehlung. Für alle, die kein Problem haben, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, um sich ein schönes Custom Modell nach eigenen Vorstellungen zu basteln, auch.
Allen anderen würde ich empfehlen, sich doch nochmal umzusehen und dann abzuwägen.

Auf meinem Schreibtisch bleibt die NZXT Function MiniTKL auf jeden Fall erstmal an seinem Platz. Mit den ein oder anderen Extras zum Customizen habe ich auch schon geliebäugelt
    
  
4 5
     am 13.04.2022
Produkttester
Disclaimer: Ich habe die Tastatur im Rahmen der "Testers-Keepers Aktion" von Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen; meine Rezension soll dies allerdings nicht beeinflussen.

Verpackung und Accessoires

Die Tastatur kommt in einer angemessen großen Verpackung, die von außen den Eindruck erweckt, Verpackungsmaterialien würden für die Produktion eingespart werden. Innendrin setzt sich dieser Trend nur begrenzt fort; es wird mit Trennschaumfolie und einem Plastikblister gearbeitet, der sich über die gesamten Tasten erstreckt. Eine Pappauflage hätte es auch getan und einen Großteil des Plastikmülls eingespart. Die Konkurrenz macht es hier zwar nicht viel besser (Razer, Corsair und Logitech im Vergleich), ich hatte allerdings noch den Karton der SGK 3 von Sharkoon, die ohne einen solchen Blister auskam.
Das beiliegende, schwarz gesleevte USB-C Kabel macht einen guten Eindruck, es ist allerdings aus Hartgummi, was die Verlegung auf dem Schreibtisch etwas schwieriger gestalten kann. Die zwei Werkzeuge (einmal zum Entfernen der Switches und für das Austauschen der eigentlichen Switches) sind für den Anwendungsfall ausreichend stabil und wirken nicht zu billig.
Die Handballenauflage, die bei den großen Brüdern dieses Modells vorhanden ist, fehlt bei dieser Version der Tastatur allerdings leider. Darüber hinaus ist zum Anbringen der Auflage ein Magnetstreifen im Chassis der anderen Tastaturmodelle eingebaut, der auch bei der Mini-TKL eingespart wurde. Dies bedeutet, dass ein Nachkauf einer Auflage auch in Zukunft nicht möglich sein wird. Aus der wirtschaftlichen Perspektive NZXTs ergibt das keinen Sinn für mich.

Optik, Haptik und Wertigkeit

Die Tastatur erweckt auf den ersten Blick keine Assoziationen mit dem Begriff "Gaming" | was 2022 allerdings völlig wertfrei zu verstehen ist. Meines Erachtens kann diese Tastatur also sowohl im Bürobereich, als auch im Eigenheim platziert werden, ohne dabei irgendwelche stilistischen Spannungen hervorzurufen. Bis auf den glossy schwarz-auf-schwarz NZXT-Schriftzug, welcher sich auf der rechten hinteren Tastaturseite finden lässt, kann auf der Oberfläche kein anderes Branding gesehen werden, sodass die Tastatur insgesamt einen reduziert minimalistischen Eindruck macht. Mir gefällt das sehr gut.
Aufgrund der Aluminiumoberschale haben wir sehr wenig "Flex"; die Tastatur gibt bei wenig Seitendruck nicht nach, es ist kein Knarzen oder Knacken zu hören. Auch beim Drücken der Tasten lassen sich keine "Sümpfe" im Tastenbrett finden; das Andrücken erfolgt knackig und ohne Nachgeben des Chassis. Durch ihr solides Gewicht steht die Tastatur auf ihren zweifach höhenverstellbaren Gummifüßen sicher auf jeder Schreibtischoberfläche.

Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck

Die Tastatur kommt in der Standard-65%-Ausführung, der Nummernblock ist eingespart, die Funktionstasten allerdings erhalten geblieben. Die Abstände zwischen den Tasten sind nicht verringert, es handelt ich um ganz gewöhnliche, glatte ABS-Kappen. Einer meiner größten Kritikpunkte, der sich dann auch bei der Farbe und den Switches weiter fortsetzen wird, ist, dass man in seiner Auswahl der Kappen, Switches und Farbe weitestgehend auf eine Auswahlmöglichkeit begrenzt ist (mit Ausnahme, dass es die Modelle in Schwarz und Weiß im Warenhandel zu kaufen gibt.) Will man PBT-Kappen oder graue Kappen oder doch lieber Blue-Switches, so ist man auf das hauseigene Buildprogramm von NZXT angewiesen, welches die Tastatur nun mehr oder minder individualisiert anbieten kann. Mit den Preisen, die dort zustande kommen, kann man dann allerdings auch direkt zur Boutique-Variante greifen, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Für den Rest meiner Rezension klammere ich diese Tatsache aus und behandle diese Tastatur isoliert für ihren Preis von ungefähr 110¤.
Zurück zu den Kappen: Ich mag glatte ABS-Kappen nicht. Das gilt nicht nur für diese Tastatur, sondern für alle anderen auch. Auf dieser Oberfläche sammelt sich schnell Dreck und Schweiß und gerade nach einem Gamingabend, an dem nur gespielt und nicht gegessen wurde, sehen die Tastenoberflächen nicht besonders ansprechend aus. Hätte man sich für standardmäßige PBT-Oberflächen entschieden, hätte man diese Problematik umgehen können. Ansonsten sind die 87 recht dünnwandigen Tastenkappen aber in Ordnung; ich werde sie dennoch bald gegen ein PBT-Set tauschen.
Die Funktionstasten an der rechten Seite sind out-of-the-box zum Stummschalten der Systemsounds, zum Feststellen der FN-Tasten und zu vierstufigen Helligkeitsregelung der RGB-Beleuchtung programmiert. Sie besitzen einen angenehm klickenden Druckpunkt und sind gut erreichbar angebracht. Der Lautstärkeregler an der oberen linken Kante ist ein persönliches Highlight für mich, auf diese Weise kann man im Spielgeschehen zum Beispiel relativ einfach die Lautstärke mit der Tastaturhand ändern.
Zu den Gateron-Red-Switches gibt es nicht viel zu sagen, sie bieten einen guten Kompromiss, wenn man in seiner Freizeit den leichten und reaktiven Anschlag fürs Gaming und im Beruf den entlastenden Tastenanschlag fürs Schreiben haben möchte. Da ich außerhalb des Tests eine Tastatur mit Cherry-Browns verwendet habe, musste ich mich erstmal wieder an den sehr viel einfacheren Anschlag gewöhnen; nach zwei Tagen fand ich die Anschlagspunkte dann allerdings wieder recht angenehm. Mit den mitgelieferten Tools lassen sich die Switches problemlos aus dem Chassis lösen und können somit gegen alle anderen kompatiblen getauscht werden. Durch den Blick ins Innere offenbart sich eine Schaumfolie, die auf dem PCB ausgelegt ist, um den "Ping", also die Resonanz des Tastenanschlags im Chassis, zu verringern.

Software

Die NZXT Cam Software beinhaltet neben Übertaktungsfunktionen und anderen Systemeinstellungen einen Abschnitt, wo man RGB-Einstellungen und die Zuweisung der Funktionstasten vornehmen kann. Hier lassen sich auch Makros einstellen und die einzelnen Tasten neu belegen. Ich bin kein Fan von Peripheriesoftware, da diese sich, gerade wenn man unterschiedliche Marken von Peripheriegeräten besitzt, schnell anhäuft. Die Oberfläche ist allerdings recht intuitiv gestaltet und alle Standardfunktionen für die Tastenbeleuchtungen sind da. Positiv finde ich, dass es durch die Software keinen Leistungsschwund im System gibt und sie tatsächlich auch nach vorgenommenen Änderungen geschlossen werden kann.

Preis-/Leistungsverhältnis

Insgesamt macht die Tastatur einen recht soliden Eindruck; optisch kann ich keine Negativpunkte nennen. Die Handballenauflage wäre bei dem Preispunkt meiner Meinung nach auch angemessen gewesen, aber vielleicht wird das dann bei der V2 nachgereicht. Die Hotswapfunktion für die Switches eröffnet ein neues Marktfeld für die Konkurrenten; inwiefern sich das als Nische neben dem DIY-Markt etabliert, muss man dann in Zukunft sehen. Die gewählten Materialien erwecken insgesamt einen recht hochwertigen Eindruck, PBT-Kappen und Aluminium-Vollverschalung hätten es für mich dann komplett abgerundet (das kann Sharkoon auch). Bei einem Preispunkt von unter 100 Euro würde ich die Tastatur als Preiswert empfinden, knapp darüber kratzt sie für mich dann an Alternativen (Ducky, etc.) die weitaus mehr Auswahl in ihren Sortimenten anbieten.

Haltbarkeit

Zur allgemeinen Haltbarkeit kann ich nach 14 Tagen leider noch keine fundierten Aussagen treffen, allerdings würde ich auf Basis meiner aktuellen Eindrücke der Tastatur eine gewisse Langlebigkeit zutrauen. Die austauschbaren Switches ermöglichen es auch, einzelne Blindgänger in Zukunft auszutauschen, ohne das ganze Keyboard dabei opfern zu müssen. Die Funktionstasten an der linken Seite und der Drehregler machen einen anständigen Eindruck und sollten ebenfalls lange ihren Dienst erfüllen. Das abnehmbare USB-C Kabel beugt ebenfalls einem Kabelbruchdesaster vor und ermöglicht einen einfacheren Transport; die Tastatur geht problemlos in meine Umhängetasche für die Arbeit.
Bis auf wenige Abzüge im Bereich Accessoires, Materialwahl und Kostenpunkt haben wir es mit einer schönen, handlichen und wertigen TKL-Tastatur zu tun, die sowohl Gamer als auch Schreiber zufriedenstellen kann.

4/5
    
  
4 5
     am 12.04.2022
Produkttester
Im Voraus möchte ich bemerken, dass mir diese Tastatur im Rahmen des Testers Keepers -Programms durch Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Beworben habe ich mich zum Test dieser Tastatur, da ich sowohl für Gaming, für die berufliche Nutzung zu Hause, als auch für Dienstreisen eine kleine hochwertige mechanische Tastatur gesucht habe, die auch in einer eher zurückhaltenden Büroumgebung und mit reduzierten Lichteffekten noch einen professionellen Eindruck hinterlässt und nicht zu stark nach "Kirmes" aussieht. Genutzt wird die Tastatur zu circa 85% zum Schreiben längerer Texte und Programmierung sowie zu 15% zum Spielen.

- Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung grinst einen im typischen NZXT-Lila an. Material und Aufdruck sind einem Peripherie-Gerät in diesem Preisbereich angemessen und wirken hochwertig. Die Werbebotschaften auf der Umverpackung wirken professionell, zweckdienlich, keinesfalls reißerisch und kommen ohne die typischen Werbeversprechen aus, euch dank eures Kaufs unmittelbar zum Pro-Gamer zu machen.
Die Tastatur im Inneren wird durch einen hochwertigen Karton, samt entsprechend geformtem Kunststoffblister zum Schutz der Tasten, darunterliegend ein Stück Schaumpolsterfolie (leider etwas zu dünn für einen sogenannten "Foam-Mod" zur Dämpfung der Tastatur) geschützt. Separiert eingepackt findet sich das unten genannte Zubehör, oder auch nicht.
Das beiliegende, relativ dicke USB-C-Kabel mit einer Länge von knapp 2 Metern ist mit einem schlichten schwarzen, engmaschigen Sleeve versehen und macht mit seinen hochwertigen Steckern einen guten Eindruck. Es ist etwas störrisch, kann für eine ordentliche Verlegung auf dem Schreibtisch aber leicht in die gewünschte Form gebogen werden.
Weiter wurden der Tastatur Werkzeuge, ein einfacher Keycap-Puller und eine Zange zum Wechsel der Switches beigelegt. Beide machen einen hochwertigen Eindruck und sollten die Modding-Arbeiten eines gesamten Tastaturlebens überdauern.
Anders als bei der Fullsize und TKL-Version (ohne Zehner-Zahlenblock) der Tastatur, liegt der Mini TKL keine Handballenauflage bei. Dies ist bei dieser Produktgruppe typisch und für mich kein Minuskriterium, wäre jedoch eine Chance gewesen sich von der Konkurrenz abzusetzen.

-Optik und Haptik

Die mir gelieferte Tastatur mit schwarzem Body und Tasten kommt relativ unauffällig daher. Das Gehäuse besteht aus hochwertig verarbeitetem Kunststoff (schätzungsweise ABS) und vermittelt durch eine raue Textur an der Oberseite den Eindruck aus Gussmetall zu bestehen. Dies gefällt mir persönlich sehr.
Das Gehäuse ist für mein Verständnis auch sehr verwindungssteif, selbst im Vergleich zu Aluminium-Gehäusen wie aus der HyperX Alloy-Serie und gibt auch beim "aggressiven" Tippen nicht spürbar nach.
Es scheint über eine Metallplatte im Inneren zu verfügen, was ich noch nicht überprüfen konnte, jedoch nahe liegt, da die Tastatur kein schweres, jedoch angenehmes Gewicht hat und dadurch, in Verbindung mit den Gummifüßen sehr standsicher ist. Leicht genug zum Reisen, schwer genug für den nötigen Komfort und daher für mich perfekt.

Layout
Zum Layout gibt es nicht viele Worte zu verlieren. Die Tasten haben Standardabstände und der Umfang sowie die Anordnung der Tasten ist für meine Anforderungen perfekt. Wer die Entscheidung zu einem ca. 65%-Keyboard trifft, tut dies wohl bewusst und sollte sich daher Gedanken machen ob die vorhandenen Tasten für das eigene Nutzungsverhalten ausreichend sind.

Dedizierte Seitentasten
An der linken Seite der Tastatur gibt es drei fest belegte Funktionstasten. Die oberste ist Mute, die Mittlere Win-Lock, zum Deaktivieren der Windows-Taste um versehentliches Öffnen des Startmenüs beim Spielen zu verhindern und die unterste Taste zur Verstellung der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung. Diese kann in 4 Stufen (Aus und in drei verschiedene Helligkeiten) variiert werden. Individuelle Helligkeiten können natürlich mit der Konfigurations-Software (später mehr dazu) konfiguriert werden.

Scrollwheel
Ebenfalls an der linken Seite findet sich das Scroll-Wheel, welches im Vergleich zur Konkurrenz wie beispielsweise Corsair (dort ist es rechts), im Betrieb wesentlich angenehmer erreichbar ist, da die Hand nicht von der Maus genommen werden muss. Dieses ist jedoch leider lediglich für die Wiedergabelautstärke zuständig, lässt sonst aber keine Systemeingaben zu. Hier hätte ich mir als Vielschreiber die Option zum vertikalen oder horizontalen Scrollen, was mit Tastenkombinationen auch Zoomen und Rotieren möglich machen würde, gewünscht. Dies ist jedoch leider nicht möglich und lässt sich nach meinem Kenntnisstand in der zum Zeitpunkt dieses Reviews aktuellen Version der CAM-Software nicht konfigurieren. Hier wurden wieder Plus-Punkte im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern verschenkt.

Tastenkappen
Die Tastenkappen bestehen aus relativ dünnwandigem ABS, was mich hinsichtlich der Geräuschentwicklung etwas gestört hat, da hierdurch beim Anschlagen der Tasten am unteren Totpunkt und zurückprallen im oberen Anschlag ein leichtes Klappern aufgetreten ist. Dies muss nicht jeden stören und damit ist bei
nicht modifizierten mechanischen Tastaturen stets zu rechnen. Das durchscheinen der Tastaturbeleuchtung ist für mich mehr als ausreichend. RGB-Junkies sollten eventuell auf Pudding-Keycaps ausweichen. Generell hätten der Tastatur Tastenkappen aus PBT gutgetan. Immerhin kann von einer modifizierbaren Tastatur dieses Preissegments eine entsprechend lange Gesamtlebensdauer erwartet werden. Wie lange die Tastenkappen durchhalten ohne den für ABS typischen Glanz zu erhalten, der sie so ungepflegt "speckig" aussehen lässt, kann ich Rahmen des kurzen Tests natürlich nicht vorhersagen. Sicher ist nur, dass es passieren wird.
Die angebrachten Standfüße bieten drei Einstellungsmöglichkeiten des Winkels, sind sehr stabil ausgeführt und mit ausreichend rutschhemmenden Gummi versehen, die sehr fest befestigt sind.

Funktionalität und Tippgefühl
Spieler und Gelegenheitsschreiber werden mit dieser Tastatur und den verbauten linearen Gateron Red-Tastern sehr glücklich werden. Die Taster bewegen sich ohne jedwede Kratzgeräusche und sind meiner und auch der Meinung der Internet-Gemeinde nach eine gute Wahl für die vorgenannte Nutzergruppe. Vielschreiber sollten sich indes eventuell näher mit anderen Tastertypen, insbesondere taktilen Modellen, mit einem gewissen Anfangswiderstand und Feedback auseinandersetzen. Diese können Tippfehler enorm reduzieren. NZXT bietet die Tastaturen der Function-Reihe mit anderen Schaltern an. Dies jedoch nur als Werks-Modifikation in deren BLD-Konfigurator für einen enormen Aufpreis. Wer selbst Hand anlegen möchte kann dies auch als Laie, ohne Lötkolben und guten Gewissens, angehen. Die gesockelten Taster ermöglichen ein einfaches austauschen, was mit dem beiliegenden Werkzeug auch sehr einfach gelingt.

Soundcheck
Wie bereits bei den Tastenkappen angesprochen, bringen diese materialbedingt etwas "Eigenresonanz" mit. Dies würde ich als normal bezeichnen. Für meinen persönlichen Geschmack ist es etwas viel, jedoch bin ich diesbezüglich sehr anspruchsvoll und möchte meine Kollegen im Chat oder Büro nicht unnötig stören. Hier lässt sich mit Gummiringen als Dämpfer unter den Tastenkappen für wenige Euro eine starke Verbesserung erzielen. Dies betrifft auch die (vermutete) Metallinnenplatte. Diese gibt ein leichtes metallisches "Klingeln" von sich, was bei mechanischen Tastaturen dieser Preisklasse normal ist. Abhilfe kann hier nur ein Foam-Mod und oder eine Dämpfung des Anschlags durch oben beschriebene Gummiringe schaffen.

- Software

Von der CAM-Software zur Konfiguration der Tastenbelegung und -beleuchtung bin ich weder besonders positiv, noch negativ beeindruckt. Sie bietet, bezogen auf die Tastaturoptionen das Notwendigste, jedoch nichts Herausragendes. Hinsichtlich der RGB-Optionen muss definitiv nachgebessert werden. Störend empfand ich, dass nicht klar ersichtlich ist, welches angelegte Profil in der Software, welcher Schnellwahltaste (FN + 1 bis 4) zugeordnet ist. Das macht es im Gebrauch zum Ratespiel und wurde durch zahlreiche Konkurrenten, auch eher unauffällige Klein- und Billighersteller, wesentlich besser gelöst. Beispielsweise das Anlegen von Ebenen von RGB-Effekten ist bei anderen Herstellern mittlerweile zum Quasi-Standard geworden, sodass man es bei einer Tastatur die sich lediglich durch gesockelte Taster hervorhebt, als grundlegende Voraussetzung annehmen möchte. Jedoch darf man nicht vergessen, dass NXZT neu auf dem Markt der Peripherie-Geräte ist und man den heutzutage beinahe üblichen "Welpenschutz" gelten lassen sollte. Zudem kann und wird (so hoffe ich jedenfalls) das ungenutzte Potential der Software zukünftig noch ausgeschöpft. Hierzu gehört auch, wie weiter oben beschrieben, in diesem Zug auch die Modifikationsmöglichkeit des Scroll-Wheels, was für Gamer wie auch Office-Nutzer ein echter Gewinn sein könnte.
Unter Win 11 macht die Software einen eher instabilen Eindruck. Abstürze wurden jedoch lediglich beim Versuch die internen vorgegebenen Profile zu löschen hervorgerufen. Unter Windows 10 konnte noch kein Test erfolgen. Ich nehme jedoch schlichtweg an, dass sie dort wesentlich besser läuft.

- Preis-/Leistungsverhältnis

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist für mich als noch gut (2-) zu bewerten. Besonders dann, wenn man entweder ohnehin eine Gaming-Tastatur mit Gateron Red-Tastern aufbauen möchte oder so wie es der Hersteller bei der Entwicklung wohl vor hatte, einen möglichst einfachen Einstieg in die Welt des Moddings mechanischer Tastaturen sucht. Anspruchsvolle Nutzer und ("aggressive") Vielschreiber, die ein dauerhaftes Schreibgerät suchen und Ausfälle einzelner Tasten leid sind, die im Normalfall unmittelbar zum Gesamttausch der Tastatur führen würden und die "Einarbeitung" einer neuen Tastatur nötig machen sind hier definitiv auch goldrichtig.
Die Preis-Leistung ist natürlich auch unmittelbar von der Haltbarkeit abhängig, zu der ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage treffen kann. Bisher schlägt sie sich, nach ca. 15000 geschriebenen Wörtern binnen zwei Wochen, sehr gut.
    
  
4 5
     am 05.04.2022
Produkttester
Dieses Produkt wurde mir von Mindfactory zur Verfügung gestellt und ich gebe hier meist eine subjektive Betrachtung ab, versuche aber auf so viel wie möglich einzugehen.

1. Verpackung und Lieferumfang
Die Tastatur kommt in einer schlichten weißen und lila Verpackung produziert aus Karton. Hierbei wurde wenig Luft verpackt, weshalb der Karton der Mini TKL fast genauso groß ausfällt wie die Tastatur an sich. Diese Größe ist auf jeden Fall für die Leute passend, welche das Numpad kaum verwenden, ein großes Mauspad haben und dieses auch ausnutzen wollen. Um einen Schutz während dem Transport zu gewährleisten, wurde eine Hartplastik Hülle mit Abstand zu den Tasten eingelegt und der Boden des Kartons wurde mit einer Schaumstofffolie ausgelegt. Hiernach sind nur noch die drei Tüten für jeweils das Kabel, den Keycap- und den Switch-Entferner aus Plastik. Diese sind zudem separat in einem umgeklappten Kartonbereich untergebracht. Dies ist auch gut so, da der Switch-Entferner nicht wie der Keycap-Entferner aus lila Plastik, sondern aus Metall mit einer lilanen Gummischicht ist. Das Kabel ist schwarz gesleevt, 2m lang und hat ein USB-Type-C und ein USB A Ende.

2. Optik und Haptik
Im Folgenden beziehe ich mich öfters auf die Logitech G810, da dies meine vorherige Tastatur war. Direkt nach dem Auspacken fällt das angenehme Gewicht auf, welches das Gefühl von Qualität vermittelt und ist zudem nicht viel leichter als die große G810. Die schwarze Aluminium Top-Platte fühlt sich in der Hand angenehm kühl an und hat eine weiche Oberflächenstruktur. Das Gehäuse darunter ist aus Plastik und bietet in zwei Stufen aufklappbare Füße und eine Antirutschgummierung auf der Unterseite.
Die RGB-Beleuchtung fällt hell aus da die Top-Platte bündig mit den Switches abschließt und die Tasten nicht in die Tastatur eingelassen sind. Dadurch können unter anderem Krümel oder dergleichen leicht bereinigt werden und sammeln sich nicht im Gehäuse. Hierdurch kann man auch das weiße Gehäuse der Switches sehen, was bei einer schwarzen Topplatte natürlich ein wenig seltsam aussieht und durch den Kontrast immer auffallen wird. Hierfür kann NZXT aber nichts, da die Switches zurzeit leider nur in der Form vorliegen. Einige könnte dies stören, zeigt aber, dass man der stolze Besitzer einer Mechanischen Tastatur ist. Die Tasten sind in einer leicht steigenden Schräge angebracht, was der Ergonomie zugutekommt. Während die RGB-Beleuchtung angeschaltet ist, gibt die Tastatur in jeder Helligkeitsstufe ein leichtes Fiepen von sich. Dies hört man nur wenn der Raum komplett leise ist und fällt nicht mehr auf, wenn man ein Headset anhat. Dennoch stört dieses Fiepen leicht, da ich zu Beginn dachte das Modell wäre beschädigt. Wenn die Tastatur länger nicht in Benutzung ist, wird die Beleuchtung gedimmt und erstrahlt erst nach Betätigung wieder in der zuvor eingestellten Stufe.

3. Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck
Die Tastenanschläge fühlen sich in der Bewegung sehr frei an und sind nicht viel lauter, aber hochtöniger, als die RomerG-Switches der Logitech. Die verbauten Gateron Red Switches besitzen eine lineare Charakteristik und haben somit bis zum Anschlag den gleichen Tastengegendruck und kein akustisches oder haptisches Feedback, wie etwaiges lautes Klicken. Die Stabilisierer der größeren Tasten sind sogar leiser als die der Logitech und geben ein eher hochtöniges, aber sanftes, Klickgeräusch von sich. Der Sound wird unter anderem durch eine Schaumstoffplatte zwischen der Topplatte und der Leiterplatte der Switches und LEDs gedämmt. Die Keycaps haben ein schönes Design, wobei einige Zeichen als eine Art Smiley angeordnet sind. Die Tasten sind aus ABS und fühlen sich im ersten Moment nicht nach Plastik an. Hier ist der negative Punkt aufgefallen, dass die Tasten sehr leicht Fingerprints aufnehmen und sehr schnell dreckig werden. Da die Tastatur ein Standardlayout der unteren Tastenreihe nutzt und Gateron Red Switches verbaut hat, kann man die Keycaps problemlos austauschen oder reinigen, falls einem das nach einiger Zeit stört. Die Tasten an der Seite sind Mute, Windows- und Fn-Tastendeaktivierung und Helligkeitseinstellung der Beleuchtung. Die zwei erstgenannten Tasten haben zusätzlich noch eine LED welche den Status der Funktion übermittelt. Leicht grün leuchtend zeigt die Position der Taste und ist der nicht aktivierte Zustand. Hell weiß leuchtend ist der aktivierte Zustand. Das Lautstärkerad ist aus Gummi und weist Noppen auf wodurch besserer Grip entsteht. Des Weiteren nimmt das innere des zylinderförmigen Rades die Markenfarbe Lila von NZXT wieder auf. Hier hätte ich mir eine weitere Verwendung von Metall gewünscht, da es sich einfach angenehmer und hochwertiger anfühlt. Hochwertig fühlt sich dafür der Widerstand bei Betätigung des Rades an. Dieser klickt auch leicht bei einer gewollten Drehung. Ein sehr gutes Feature ist die Belegung von Pause, Play, sowie vor und zurück von Titeln, da ich dies gewohnt war von der Logitech. Diese Tasten können standardmäßig mit der Fn Taste erreicht werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Änderung der Farbe von der Feststelltaste, wenn diese aktiviert worden ist. Zudem wurde bei dieser Tastatur in dem Größenformat nicht auf die F Tasten in der oberen Reihe verzichtet, was ich äußert praktisch finde.

4. Software
Die Software hat einige Pluspunkte, dazu zählt auch das Angebot einer einzigen Gesangsoftware von NZXT, welche man bereits besitzt wenn man andere Produkte von NZXT hat. Sie benötigt nach dem Download nicht unbedingt einen Account, sodass man die vier integrierten Profile für seine Bedürfnisse anpassen kann und danach die Software entweder nie wieder öffnen oder auch wieder deinstallieren kann. Sie bietet viele Beleuchtungseffekte welche auch fast alle auf der Tastatur speicherbar sind. Zudem kann man Effekte für einzelne Tasten festlegen und reaktive Effekte mit den Basis Effekten übereinander legen. Dennoch kann man keine eigene Animation erstellen, was bei Logitech möglich ist, aber durch ein Update eingefügt werden könnte. So wie bei Logitech gibt es auch eine optionale Spieleintegration, sodass die Profile automatisch zum Spiel gewechselt werden. Auch können Makros von Hand oder durch Tastenaufnahme erstellt werden. In der Software ist es auch möglich Tastenzuweisungen zu ändern. Hierbei muss man aus einer Liste von möglichen Tasten auswählen und auf ein Bild der Tastatur an die entsprechende Stelle ziehen. Ein Anklicken der gewollten Taste und dann eine Eingabe in die Suchleiste wäre eventuell eine elegantere Variante.
Man kann zwischen den zwei Ebenen wechseln, sodass auch bei gedrückter Fn Taste andere Befehle möglich sind. Hierbei sind aber einige Tasten nicht änderbar und werden zum Teil falsch in der Vorschau angezeigt. Zurzeit ist es auch nicht möglich die 3 Tasten an der Seite und das Lautstärkerad anders zu belegen.

5. Preis-/ Leistungsverhältnis
Das Preis-Leistungsverhältnis würde ich als gut bis sehr gut empfinden, da Switches und Keycaps austauschbar sind und so eine große Freiheit entsteht, das Gefühl der Tastatur zu ändern. Zudem ist die Basiskonfiguration sehr gut für einen Einstieg in die Welt der Custom mechanischen Tastaturen.

6. Haltbarkeit und Vergleich
Die Tastatur ermöglicht kaum eine Verbiegung und knarzt auch nicht unangenehm. Zudem wird die Haltbarkeit deutlich erhöht, da die Switches austauschbar sind, sodass ein kaputter Switch getauscht werden kann, sodass man keine komplett neue Tastatur kaufen muss. Der USB-Type-C Port ist auch sicher und fest angebracht und hält das Kabel so fest, dass es nicht aus Versehen rausgezogen werden kann. Im Vergleich zu anderen Marken, wie Glorious schlägt sie sich vergleichbar gut und liegt im selben Preisbudget, behält aber alle Tasten einer TKL Version und ist zudem kompakter.

7. Fazit
Die Tastatur bildet mit der Maus die wichtigste und einzige haptische Mensch-Maschine-Schnittstelle und sollte dadurch ein wertiges und angenehmes Gefühl vermitteln. Dies ist NZXT mit dieser Tastatur auf jeden Fall gelungen. Zudem legt NZXT einige Features nochmal obendrauf und gibt die Möglichkeit dieses Gefühl nach Belieben Hard- und Softwareseitig anzupassen. Nach kurzer Zeit kann ich bereits sagen, dass die Tastatur mich in einigen Punkten überrascht hat und keineswegs in einem Punkt richtig enttäuscht hat. Dennoch gebe ich nur vier Sterne, wegen dem Fiepen der Beleuchtung und der Schmutzanfälligkeit der verbauten Keycaps.
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4 5
     am 04.04.2022
Produkttester
Das Produkt wurde von Mindfactory für dieses Review bereitgestellt.
Die Verpackung war bei der Ankunft an der Ecke leider etwas eingedellt, dies hatte jedoch keinen Einfluss auf die Tastatur und den Inhalt. Sonst war die Verpackung clever und kompakt. Die Tastatur kann leicht rausgehoben werden und wird gut durch ein passendes Plastikstück geschützt. Im Lieferumfang ist die Tastatur, ein schönes schwarzes Kabel aus Stoff und zwei Hilfsmittel zum Entfernen der Tasten und der Switches enthalten.
Die Bilder aus dem Internet sind akkurat und die Tastatur schaut meiner Meinung nach auch sehr hochwertig aus. Durch die sehr kleine Bauart ist sie auch sehr kompakt. Dies finde ich sehr gut, es kann jedoch auch als etwas zusammengequetscht empfunden werden. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran. Optisch lassen sich keinerlei Fehler, wie zu große Spaltmaße erkennen. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet.
Die Tasten sind ein wenig matt. Sie fühlen sich im Vergleich zu meiner alten Corsair K65 nicht sehr hochwertig an, da sie sehr glatt und daher relativ rutschig sind, besonders die Leertaste. Außerdem fetten die Tasten schnell ein und schauen nach kürzerem Tippen nicht mehr neu aus. Hier hätten definitiv bessere Tasten verbaut werden können. Dies bedeutet nicht, dass diese schlecht sind, es geht nur bestimmt deutlich besser. Für einige Leute kann es jedoch ein Ausschlusskriterium sein.
Die restliche Haptik der Tastatur fühlt sich hochwertig an, obwohl das Gehäuse aus Plastik besteht. Trotzdem hat die Tastatur ein schönes Gewicht und rutscht nicht auf dem Tisch. Auch die auf zwei Stufen einstellbaren Füße für die Winkelanpassung lassen sich leicht und fest verstellen und halten sicher. Das mitgelieferte Kabel macht einen hochwertigen Eindruck und ist abnehmbar. Hier ist schön, dass das Kabel mit Stoff ummantelt ist und somit hoffentlich lange halten sollte. Gut ist auch, dass auf USB C beim Tastaturanschluss gesetzt wurde, was die Austauschbarkeit des Kabels deutlich verbessert und die Tastatur flexibler macht. Die Länge des Kabels sollte für die meisten Menschen ausreichend sein, bei mir hat es für den Anschluss direkt am PC bei einem Stehschreibtisch gereicht.
Die Tastatur bietet alle Hauptfunktionen einer Tastatur und hat zusätzlich noch 3 extra Tasten, welche die Beleuchtung, eine Mute Funktion und ein Win-Lock regeln. Zusätzlich gibt es links ein nettes Rad, welches stufenweise Einstellungen der Lautstärke erlaubt. Dieses ist eine nette Idee, da ich jedoch sehr selten die gesamte Lautstärke meines Computers einstelle, habe ich dieses bisher wenig verwendet. Rechts gibt es noch eine NZXT Taste, bei der ich jedoch nicht herausfinden konnte, was diese standartmäßig macht. Durch das kompakte Mini TKL Layout, welches ich bis jetzt noch nicht kannte, sind die Tasten zudem teilweise leicht anders angeordnet, als man von anderen Tastaturen gewöhnt ist.
In der Software lassen sich Tasten, bis auf ein paar Ausnahmen frei belegen. Dies funktioniert auch gut und schnell und ist schön gestaltet, so dass man Änderungen sofort erkennen kann. Die Beleuchtung lässt sich sehr gut und flexibel einstellen. Besonders gut finde ich, dass es viele Einstellungen bezüglich der Geschwindigkeit von Farbveränderungen gibt. Es gibt noch eine Makro Funktion und die Möglichkeit, das Tastaturlayout auf eine Region einzustellen, was für einige Benutzer bestimmt hilfreich ist. Zusätzlich kann man mehrere Profile anlegen, welche auch auf der Tastatur speicherbar sind, was bei mir jedoch nicht funktioniert hat. Insgesamt ist die Software NZXT CAM gut bedienbar, weil es relativ wenige Optionen gibt, welche einen verwirren könnten. Zusätzlich kann man damit anscheinend auch andere NZXT Produkte steuern, dies konnte ich aber leider nicht testen.
Nun zum wichtigsten Teil, dem Schreibgefühl. Ich schreibe jeden Tag im Zusammenhang mit meinem Wirtschaftsinformatik Studium, beim Programmieren und Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und spiele relativ häufig, insofern es die Zeit zulässt. Ich habe die Tastatur hauptsächlich zum Schreiben verwendet. Auch dieses Review habe ich hiermit verfasst. Das Schreiben ist der beste Punkt an dieser Tastatur. Ich habe bereits einige andere Tastaturen ausprobiert, auch für mehr Geld, die NZXT Function ist meines Gefühls nach eine der besten. Die Tasten haben einen linearen Anschlag, welcher sich stabil anfühlt. Ich hatte sehr wenige Anschläge, welche nicht registriert wurden, was das Schreiben sicher macht und mir erlaubt, ohne viel Nachzudenken zu schreiben. Dafür benötigt ein Anschlag jedoch relativ viel Kraft, was über die Zeit anstrengend sein kann, für eine mechanische Tastatur ist dieser jedoch normal. Insgesamt ist das Schreibgefühl sehr gut. An das Mini TKL Format musste ich mich jedoch erst einmal gewöhnen und habe anfangs relativ viele Fehler gemacht. Es erinnert vom Layout her teilweise an einen Laptop. Besonders beim Programmieren ist der Ort der Pfeiltasten anfangs ungewohnt und auch nach längerer Nutzung nicht ideal, weil die Wahrscheinlichkeit falsche Tasten zu treffen höher ist als bei einer normalen TKL Tastatur. Dafür kann NZXT natürlich nichts, dies muss man sich aber bewusst sein. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich mich jedoch sehr gut an das Layout gewöhnt und bin sogar auf eine schnellere und präzisere Schreibgeschwindigkeit als bei den meisten anderen Tastaturen gekommen. Durch die kompakte Bauweise sind die Wege für die Finger teilweise etwas kürzer als bei anderen Layouts.
Beim Spielen hat sich für mich ein ähnliches Gefühl gezeigt. Insgesamt habe ich unterschiedliche Spiele gespielt, hauptsächlich jedoch Guild Wars 2 und Cities Skylines. Bei Guild Wars 2 habe ich bemerkt, dass der Weg, bis ein Tastenanschlag registriert wird, in der Tat relativ weit ist im Vergleich zu meiner Corsair K65. Auch bemerkt man hier wieder, dass der Tastenanschlag deutliche Kraft benötigt, was bei längerem Spielen etwas anstrengend werden kann. Nach ca. 2-3 Stunden wurden meine Finger etwas müde. Ob das langfristig bleibt, kann ich leider nicht sagen. Vermutlich gewöhnt man sich jedoch daran. Dadurch, dass man relativ viel Kraft benötigt, eine Taste zu drücken, ist es bei mir nicht vorgekommen, dass ich aus Versehen eine Taste mit z.B. meinen Handballen drückte.
Preis-Leistungs-technisch ist die Tastatur bei den aktuellen ca. 100 | 110¤ meiner Einschätzung nach, ein guter Deal. Ich hätte mir jedoch gerne eine Handballenauflage, bessere Tasten und vielleicht einen USB-Anschluss für USB-Sticks oder wie bei mir einer kabellosen Maus gewünscht. Insgesamt ist der Preis für eine solide mechanische Tastatur jedoch attraktiv.
Wie gut sich die Tastatur langfristig schlägt, kann ich natürlich nicht sagen, meine Einschätzung ist aber, dass alles bis auf die Tastenkappen gut hält. Die Tasten könnten mit der Zeit etwas fettig werden. Ob neue Tasten passen, weiß ich leider nicht genau. Ich habe einen Test mit einzelnen Corsair Tasten gemacht und diese haben gepasst. NZXT hatte jedoch auf ihrer Website geschrieben, dass anscheinend nicht alle passen. Nach ca. einem Tag ist mir zudem aufgefallen, dass die Tastatur bei eingeschalteter Beleuchtung leise und sehr hoch fiept. Hier bin ich auch sehr empfindlich und die meisten sollten das aber nicht wirklich hören.
Zusammenfassend finde ich, dass die NZXT Function MiniTKL eine gelungene Tastatur ist, welche jedoch kleine Abstriche aufgrund des Preises macht. Falls man mit diesen Abstichen kein Problem hat, kann ich sie empfehlen.
    
  
4 5
     am 03.04.2022
Produkttester
Erfahrungsbericht zur NZXT-Function
Als ich erfahren haben, dass die Firma NZXT jetzt eine neue Reihe mechanischer Tastaturen auf den Markt bringt, war mein Interesse groß. Nicht nur weil ich NZXT für hochwertige und gut designte Produkte in Erinnerung habe, sondern weil ich mich, seit einiger Zeit mit dem Thema mechanische Tastaturen intensiv auseinandergesetzt habe.
Somit habe ich die Chance genutzt, mich bei Mindfactory als Produkttester zu bewerben. Meine Wahl fiel auf das kompakteste Modell, da ich kein Numpad brauche und so den Platz auf dem Schreibtisch klein und aufgeräumt halten kann. Als verfügbare Varianten gibt es sowohl eine Fullsize, eine Tenkeyless sowie eine Mini-Tenkeyless Tastatur. Als Farboptionen gibt es Schwarz und Weiß, sowie eine graue Variante die es aber nur als Custom Modell aus dem NZXT-BLD Konfigurator gibt, auf den ich später noch eingehen werde.
Die Bestellung und Lieferung erfolgte, Mindfactory typisch, einfach und schnell.
Nun zum eigentlichen Produkt, welches in einem kompakten Karton, welcher in den typischen NZXT-Farben Weiß und Violett gehalten und durchaus sehr ansprechend gestaltet ist.
Zum Lieferumfang gehören neben der eigentlichen Tastatur noch ein hochwertiger Keycap-puller, einem gummierten Werkzeug, um die vorinstallierten Schalter auszubauen, sowie einem zwei Meter langen und ummantelten USB-A zu USB type-C Kabel und einer schlichten Plastikabdeckung, welche aber auch nützlich sein kann, um Staub während der Nichtbenutzung abzuhalten. Leider ist bei meiner Mini-TKL Variante keine Handballenauflage enthalten, die aber bei den zwei größeren Modellen, soviel ich weiß, dabei sein sollte.
Das Keyboard selbst ist wie schon erwähnt die Mini-TKL Version ohne rechtsseitigen Nummerblock. Neben den Pfeiltasten gibt es aber auch sämtliche Funktionstasten und eine eigene FN-Taste, welche beim Betätigen doppelbelegte Tasten aktiviert. An der linken Seite des Gehäuses sind drei spezielle Knöpfe verbaut und ein Drehrad für die Kontrolle der Lautstärke.
Die Verarbeitung ist sehr gut, es knarzt nirgendwo und alle Kanten sind weich abgerundet. An der Unterseite verhindern fünf Gummifüße ein Verrutschen und sorgen bei einer glatten Tischoberflache, wie zum Beispiel Glas, für einen stabilen Halt. Außerdem verbaut der Hersteller klappbare Füße, die eine Neigungsverstellung in drei Winkeln ermöglichen.
Für ein konventionelles Keyboard baut es nicht hoch und kann sich mit seiner Bauhöhe schon fast mit einigen Low Profile Keyboards messen. Die USB-Buchse findet man an der Rückseite etwas nach links versetzt, was löblich ist für Kunden, die eine Lösung mit Custom-Coil Kabeln nachrüsten wollen. Das gesamte Gehäuse besteht aus Kunststoff, welches eine etwas angeraute Oberfläche hat und so eine angenehm hochwertige Haptik zustande kommt.
Demgegenüber fallen die standardmäßig verbauten Keycaps etwas ab, da sie aus einfachem ABS Plastik mit transparenten Zeichen bestehen. Die Oberfläche ist glatt und auf den Tasten sieht man relativ deutlich Fingerabdrücke und Schmutz. Das schmälert doch schon etwas den sonst sehr guten haptischen Gesamteindruck des Produktes.
Der Hersteller verbaut in der mir vorliegenden vorgefertigten Tastatur rote Gateron-Switches, die eine lineare Charakteristik haben, heißt der Tastendruck bleibt den gesamten Anschlagweg gleich und hat kein besonderes haptisches oder akustisches Feedback.
Diese Art von Switches eignet sich meiner Meinung am besten zum Spielen am PC und sind von der Geräuschentwicklung die leisesten mechanischen Schalter im Vergleich zu den gebräuchlichen braunen und blauen Schaltern. Eine Option für braune Schalter, welche einen taktilen Druckpunkt und blaue Schalter, welche ein hörbares Klicken haben gibt es nur als Option im NZXT-BLD Konfigurator.
NZXT ist aber einer der wenigen Hersteller der sein Produkt als
"hot-swap fähiges" Keyboard verkauft. Daher kann man einfach die Gateron Reds gegen beliebige Switches austauschen, die Cherry MX kompatibel sind und so das Nutzererlebnis nach seinen eigenen Wünschen anpassen.
Das Tippgefühl ist sehr gut. An den Gateron-Red Switches kann ich nichts aussetzen, nicht kratzig und wie gesagt sehr leise, mit angenehmem Druckpunkt und Auslösekraft. Des Weiteren ist auf dem PCB eine Lage Schaumstoff, der metallisches "Pingen" quasi nicht existent macht. Was aber noch stört sind die Stabilisatoren, die bei den großen Tasten eingesetzt werden, um die Führung zu gewährleisten. Diese sind nicht gut und lassen den Druck auf zum Beispiel die Leertaste etwas hohl klingen und wackeln. Dem ultrakompakten Formfaktor geschuldet ist es auch, dass die F-Reihe direkt an die Zahlenreihe angrenzt, was bei mir oft zu Fehlbedienungen geführt hat. Das ist aber wahrscheinlich eine Gewöhnungssache.
Zum direkten Vergleich habe ich ein Razer Blackwidow V3 mini Hyperspeed hier, die sich vom Tippgefühl noch etwas wertiger anfühlt aber auch Razer eigene Yellow Switches verbaut hat und gemäß der UVP auch eine Preisklasse höher angesiedelt ist. Mein Sohn benutzt eine SPC-Gear GK630 mit Kalih Red Switches die sich sehr ähnlich anfühlt, anhört und sogar Double-Shot PBT Pudding Keycaps verbaut hat und circa halb so viel kostet.
Allerdings sind diese Keyboards nicht direkt vergleichbar, weil sie eher "out of the Box" Produkte sind, die durch das fehlende "hot-swap" Feature nicht so sehr im Nachhinein angepasst werden können.
Man kann wie in meinem Fall eine NZXT Function vorgefertigt kaufen und erhält ein gutes Produkt, welches seinen Preis durchaus wert ist.
Aber es gibt die Möglichkeit sich auf dieser Basis sein eigenes Board zu bauen mit verschiedenen Keycaps, Switches und Kabeln.
Womit wir bei NZXTs eigenem Konfigurator sind, wo man webbasiert sein individuelles Keyboard zusammenstellen kann. Verschiedene Farben, Kabel, PBT Doubleshot Keycaps, Akzent-Keycaps und alle gängigen Switches sind dort zu finden.
Ein Wort noch zu den drei Tasten an der linken Gehäuseflanke. Der untere Knopf regelt die Helligkeit der RGB Beleuchtung in fünf Schritten. Die Windowstaste wird mit Druck auf den zweiten Knopf deaktiviert und der letzte bedient die "Mute" Funktion.
Seitlich und etwas unkonventionell angebracht ist das Drehrad zur Lautstärkenverstellung welches ich persönlich genial finde, weil es sich so exzellent erreichen lässt und sich so nicht negativ auf die Baugröße auswirkt.
NZXTs CAM Software dient zur Steuerung der Tastatur und ist ein aufgeräumtes Programm, welches auch sämtliche System Temperaturen auslesen kann. Die Software steuert die tastenspezifische RGB-Beleuchtung, kann Tastenbelegungen ändern und Makros verwalten. Alle Einstellungen können auf der Tastatur unter vier frei wählbaren Profilen gespeichert werden und später auch ohne laufende Software abgerufen werden.
Die RGB Effekte sind sehr ansehnlich und lassen sich sehr gut anpassen, allerdings hätten es ohne Software ruhig ein paar mehr Presets direkt von der Tastatur geben können.
Alles in Allem bin ich mit NZXTs Einstand in den Peripheriemarkt zufrieden, weil man einige Innovationen wie die tolle Position des Lautstärkerads, eine "hot-swap" Fähigkeit im Mainstreambereich und ein vollwertiges TKL-Layout in ultrakompakten Format haben kann zu einem kompetitiven Preis.
    
  
4 5
     am 16.04.2022
Produkttester
Diese Produktbewertung ist im Rahmen des Testers-Keepers Programms von Mindfactory entstanden. Das Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt und von mir mal etwas unter die Lupe genommen. Meine Einschätzung im Folgenden:

Lieferung und ihr Umfang

Die NZXT Function MiniTKL kommt in einer eleganten funktionalen Verpackung, wie bei NZXT üblich in weiß und violett gehalten. Auf Plastik wurde bei der Verpackung genauso wie bei der Tastatur selbst in einigen Aspekten verzichtet, aber nicht komplett. Die Tastatur und das Zubehör lassen sich leicht entnehmen und auch wieder in der Verpackung verstauen, falls man mal grade keine Verwendung für das gute Stück hat.
Neben dem eigentlichen Keyboard wird ein schlankes abnehmbares Kabel, eine Zange für das Hot-Swapping der Switches und eine schonende Klammer für das Abnehmen der Keycaps mitgeliefert.
Wie sich anhand dieser kleinen Extras erahnen lässt, ist die NZXT nicht nur eine schicke kompakte Gaming-Tastatur, sondern auch für Enthusiasten einen Blick wert. Das mitgelieferte Kabel ließe sich durch ein Coiled Keyboard Cable ersetzen und auch Keycaps und Switches sind individuell austauschbar.
Tut das Not? Nö! Bietet es so die Möglichkeit aus einer schicken Tastatur einen richtigen Hingucker nach eigenen optischen und akustischen Vorlieben zu machen? Ja!
Aber auch ohne extra Scheine in die Hand zu nehmen, kann sich die Function MiniTKL sehen und hören lassen.

Optik

Optisch macht das kleine Brett von NZXT einiges her. Insgesamt wird hier auf ein dezenteres minimalistisches und eben kompaktes Design gesetzt. Die Technik verbirgt sich komplett in einem schicken, schwarzen und recht schlanken Case, dessen Oberseite aus Aluminium gefertigt ist. Auf diesem sitzen dann auch schon die RGB Switches und darauf die Keycaps. Durch das randlose Case und die schwarze Oberfläche kommt die RGB Beleuchtung gut zur Geltung, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken. Wenn man nicht grade am Schreibtisch sitzt und aus ein, zwei Metern Entfernung auf die Tastatur schaut, hat man freien Blick auf die Switches, außerdem wirken die Tasten recht hoch, dementsprechend gefällt die randlose Optik wahrscheinlich nicht jedem. Ich persönlich störe mich allerdings nicht daran. Für mich ist die MiniTKL sehr stilistisch, da kann ich gerne auf einen klassischen bis zuweilen wulstigen Rahmen um die Tasten verzichten. In meinen Augen ist diese kleine 75% Tastatur also ein dezenter Hingucker.
Sie sieht dazu nicht nur sehr edel aus, sondern fühlt sich auch sehr gut an. Das ganze Brett ist hochwertig verarbeitet und ist trotz der Größe schön schwer (718g).

Funktionalität

In Sachen Funktionalität macht die NZXT Funktion MiniTKL seinem Namen alle Ehre. Fangen wir mal auf der Unterseite an. Hier finden sich 5 kleine Flächen die mit einer rutschfesten und dämmenden Oberfläche versehen sind. Außerdem gibt es hier vier Füßchen, mit denen sich die Tastatur in zwei unterschiedliche Positionen aufrichten lässt.
Wenn man die Tastatur von der Oberseite betrachtet, dann ist fast das gesamte Brett von Tasten bedeckt. Lediglich auf der linken Seite steht das Case etwas mehr hervor. Hier lassen sich die meisten funktionalen Tasten ausmachen. An oberster Stelle befindet sich ein Rädchen zur Anpassung der Lautstärke. Hier lässt sich auch viel Liebe zum Detail feststellen, denn die Seiten des Rädchens sind ganz im Stile des Herstellers mit etwas Violett versehen. Das sollte jetzt aber niemanden vom Kauf abschrecken. Die kolorierten Flächen sind kaum sichtbar und fallen lediglich denjenigen ins Auge, die sich beim Betrachten auf die detaillierte Verarbeitung konzentrieren.
Unter dem Lautstärkeregler seitlich an das Case angebracht sind dann drei kleine Knöpfe mit denen sich einmal der PC stumm, die Windows-Taste sperren und die Helligkeit der Beleuchtung in fünf Stufen regeln lassen. Die Sperrfunktion der Windows-Taste ist natürlich für GamerInnen ein Muss, um nicht im entscheidenden Moment versehentlich aus dem Spiel zu tabben. Für die ersten beiden Knöpfe gibt es zusätzlich auf der Oberfläche zwei kleine Leuchten, anhand derer sich mit einem Blick kontrollieren lässt, ob die Tasten aktiviert wurden oder nicht, wobei die Lautlos-Taste lediglich kurz rot aufleuchtet. Die Position der Knöpfe ist etwas gewöhnungsbedürftig. Beim Testen musste ich mich immer wieder vergewissern, welcher Knopf welche Funktion hat. Zudem greife ich die Tastatur aus Gewohnheit immer seitlich, um sie auf meinem Tisch umzupositionieren und es kam dabei nicht nur einmal vor, dass ich dabei mehrere Knöpfe gleichzeitig betätigte.
Auch bietet die NZXT MiniTKL noch drei Multimedia Funktionen auf den F-Tasten, die sich in Kombination mit der FN-Taste betätigen lassen bzw. auch nicht, wenn man die Tastenbelegung in der Software anpasst und sie primär mit Multimedia Tasten belegt. Dann sind sie auch ohne FN Taste zu bedienen. Aber dazu später nochmal.

Aber wie tippt es sich denn nun auf der Tastatur?

Im Brett verbaut wurden Gateron Linear Red Switches, die vergleichbar sind mit den Cherry MX Red Switches. Dementsprechend leicht zu betätigen mit einem kurzen Reaktionsweg. Meiner Meinung nach zum Gamen sehr gut geeignet, aber zum Tippen nicht ganz so günstig. Wenn man die gewünschte Taste mal nicht perfekt trifft, dann hat man auch mal schnell eine andere Taste mitgenommen. Da die Tastatur mit Anti-Ghosting und N-Key-Rollover ausgestattet ist, wird jeder Tastenanschlag, auch Gleichzeitige, sofort erkannt und verarbeitet. So hat man beim Tippen auch hier und da mal einen Buchstaben drin, der eigentlich nicht erwünscht war. Mit anderen Switches bekommt man die NZXT MiniTKL leider nur, wenn man sich diese selbst auf der firmeneigenen Website im Build anpasst. Einerseits schade, dass die individuelle Auswahl bei Händlern damit aktuell limitiert ist, andererseits ist es cool, dass NZXT diese Möglichkeit der Individualisierung anbietet.
Switches sind einfach Geschmacksache. Negativ aufgefallen ist mir allerdings, dass die Keycaps aus schmutz- und abnutzungsanfälligerem ABS-Kunststoff gefertigt sind, während man im Builder dazu gezwungen ist, hochwertigere und langlebigere PBT-Keycaps für einen recht saftigen Aufpreis zu wählen. In dieser Preisklasse hätten ruhig auch auf den Stock-Modellen direkt PBT-Keycaps verbaut sein können.
Meiner Wahrnehmung nach kratzt das leider auch am ansonsten schönen Klangbild der Tastatur.

Sound

Das Case ist kompakt gebaut und wahrscheinlich auch gedämmt. Zumindest erzeugt Klopfen auf die Rückseite ein angenehmes dumpfes Geräusch. Es scheppert oder knarzt nichts. In Verbindung mit den guten Switches ergibt sich ein durchaus satisfizierender Sound, wenn man mal im Flow ist, der aber eben in meinen Ohren mit PBT-Keycaps noch ein Tick besser hätte sein können.

Die Software zur Hardware

Die Tastatur wird, wie andere NZXT Produkte auch, über die hauseigene NZXT CAM Software angesteuert. Sie ist auch ohne diese nutzbar, aber wer Festplatten- und Arbeitsspeicher über hat, sollte sich definitiv die dazugehörige Software runterladen.
Diese bietet einiges an Anpassungsmöglichkeiten. Neben den sonstigen Funktionen wie eine einfache Übersicht der verbauten Hardware, Overclocking oder eine Übersicht zu Strom und Kühlung (sofern unterstützte Hardware verbaut ist, be quiet! ist es bspw. nicht), usw., lässt sich mit der Software auch viel an der Beleuchtung und an der Tastenbelegung schrauben. Alle Switches sind in ihrer Beleuchtung einzeln ansteuerbar und mit einigen Lichteffekten zu versehen. Falls man eine Taste im Vergleich zu einer Full Size Tastatur auf der MiniTKL vermisst, dann lassen sich diese Funktionen auf bereits vorhandene Tasten auf der Tastatur legen (Remapping). Man kann sich die Tastatur also optisch und funktional so anpassen wie man es bevorzugt. Nur die seitlich angebrachten Tasten inklusive des Rädchens, sowie FN, ESC und Right Ctrl lassen sich nicht mit neuen Funktionen belegen. Zusätzlich kann man sich auch Makros für die Tastatur erstellen. Insgesamt macht die Tastatur in der Software aber einen wiedermal sehr praktischen Eindruck.

Fazit

Die NZXT Function MiniTKL ist eine sehr schicke Tastatur. Mit ihren vielen Möglichkeiten der individuellen Anpassungen (und gegebenenfalls Reparaturen) ist sie entsprechend ihres Namens einfach praktisch und dezent auf meinem Schreibtisch. Zum aktuellen Kaufpreis von 110 Euro, würde ich mir allerdings zwei Mal überlegen, auf was man Wert legt und wie viel es einem wert ist, dafür zu zahlen. Ich bin von der Funktionalität und dem Design wirklich begeistert, aber für eine perfekte Tastatur fehlen mir definitiv eine Auswahl an Switches und haltbarere PBT-Keycaps ab Werk, die letztendlich ja auch das entscheidende an einer Tastatur ausmachen, unzwar das Tippgefühl. Diese könnte man natürlich im Build von NZXT anpassen, allerdings ist man dann bereits bei 175 Euro. So wie Händler sie anbieten, bewegt sich die Tastatur im gehobeneren Preissegment. Hier sind PBT-Keycaps bei vielen Herstellern zwar nicht unbedingt Standard, trotz dessen liefern hier einige bereits.

Wer also ein schickes kleines Brett für einen im Großen und Ganzen guten Preis erwerben möchte und mit der Stock-Version völlig zufrieden ist, da ist die NZXT Fuction MiniTKL eine klare Kaufempfehlung. Für alle, die kein Problem haben, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, um sich ein schönes Custom Modell nach eigenen Vorstellungen zu basteln, auch.
Allen anderen würde ich empfehlen, sich doch nochmal umzusehen und dann abzuwägen.

Auf meinem Schreibtisch bleibt die NZXT Function MiniTKL auf jeden Fall erstmal an seinem Platz. Mit den ein oder anderen Extras zum Customizen habe ich auch schon geliebäugelt
    
  
4 5
     am 13.04.2022
Produkttester
Disclaimer: Ich habe die Tastatur im Rahmen der "Testers-Keepers Aktion" von Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen; meine Rezension soll dies allerdings nicht beeinflussen.

Verpackung und Accessoires

Die Tastatur kommt in einer angemessen großen Verpackung, die von außen den Eindruck erweckt, Verpackungsmaterialien würden für die Produktion eingespart werden. Innendrin setzt sich dieser Trend nur begrenzt fort; es wird mit Trennschaumfolie und einem Plastikblister gearbeitet, der sich über die gesamten Tasten erstreckt. Eine Pappauflage hätte es auch getan und einen Großteil des Plastikmülls eingespart. Die Konkurrenz macht es hier zwar nicht viel besser (Razer, Corsair und Logitech im Vergleich), ich hatte allerdings noch den Karton der SGK 3 von Sharkoon, die ohne einen solchen Blister auskam.
Das beiliegende, schwarz gesleevte USB-C Kabel macht einen guten Eindruck, es ist allerdings aus Hartgummi, was die Verlegung auf dem Schreibtisch etwas schwieriger gestalten kann. Die zwei Werkzeuge (einmal zum Entfernen der Switches und für das Austauschen der eigentlichen Switches) sind für den Anwendungsfall ausreichend stabil und wirken nicht zu billig.
Die Handballenauflage, die bei den großen Brüdern dieses Modells vorhanden ist, fehlt bei dieser Version der Tastatur allerdings leider. Darüber hinaus ist zum Anbringen der Auflage ein Magnetstreifen im Chassis der anderen Tastaturmodelle eingebaut, der auch bei der Mini-TKL eingespart wurde. Dies bedeutet, dass ein Nachkauf einer Auflage auch in Zukunft nicht möglich sein wird. Aus der wirtschaftlichen Perspektive NZXTs ergibt das keinen Sinn für mich.

Optik, Haptik und Wertigkeit

Die Tastatur erweckt auf den ersten Blick keine Assoziationen mit dem Begriff "Gaming" | was 2022 allerdings völlig wertfrei zu verstehen ist. Meines Erachtens kann diese Tastatur also sowohl im Bürobereich, als auch im Eigenheim platziert werden, ohne dabei irgendwelche stilistischen Spannungen hervorzurufen. Bis auf den glossy schwarz-auf-schwarz NZXT-Schriftzug, welcher sich auf der rechten hinteren Tastaturseite finden lässt, kann auf der Oberfläche kein anderes Branding gesehen werden, sodass die Tastatur insgesamt einen reduziert minimalistischen Eindruck macht. Mir gefällt das sehr gut.
Aufgrund der Aluminiumoberschale haben wir sehr wenig "Flex"; die Tastatur gibt bei wenig Seitendruck nicht nach, es ist kein Knarzen oder Knacken zu hören. Auch beim Drücken der Tasten lassen sich keine "Sümpfe" im Tastenbrett finden; das Andrücken erfolgt knackig und ohne Nachgeben des Chassis. Durch ihr solides Gewicht steht die Tastatur auf ihren zweifach höhenverstellbaren Gummifüßen sicher auf jeder Schreibtischoberfläche.

Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck

Die Tastatur kommt in der Standard-65%-Ausführung, der Nummernblock ist eingespart, die Funktionstasten allerdings erhalten geblieben. Die Abstände zwischen den Tasten sind nicht verringert, es handelt ich um ganz gewöhnliche, glatte ABS-Kappen. Einer meiner größten Kritikpunkte, der sich dann auch bei der Farbe und den Switches weiter fortsetzen wird, ist, dass man in seiner Auswahl der Kappen, Switches und Farbe weitestgehend auf eine Auswahlmöglichkeit begrenzt ist (mit Ausnahme, dass es die Modelle in Schwarz und Weiß im Warenhandel zu kaufen gibt.) Will man PBT-Kappen oder graue Kappen oder doch lieber Blue-Switches, so ist man auf das hauseigene Buildprogramm von NZXT angewiesen, welches die Tastatur nun mehr oder minder individualisiert anbieten kann. Mit den Preisen, die dort zustande kommen, kann man dann allerdings auch direkt zur Boutique-Variante greifen, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Für den Rest meiner Rezension klammere ich diese Tatsache aus und behandle diese Tastatur isoliert für ihren Preis von ungefähr 110¤.
Zurück zu den Kappen: Ich mag glatte ABS-Kappen nicht. Das gilt nicht nur für diese Tastatur, sondern für alle anderen auch. Auf dieser Oberfläche sammelt sich schnell Dreck und Schweiß und gerade nach einem Gamingabend, an dem nur gespielt und nicht gegessen wurde, sehen die Tastenoberflächen nicht besonders ansprechend aus. Hätte man sich für standardmäßige PBT-Oberflächen entschieden, hätte man diese Problematik umgehen können. Ansonsten sind die 87 recht dünnwandigen Tastenkappen aber in Ordnung; ich werde sie dennoch bald gegen ein PBT-Set tauschen.
Die Funktionstasten an der rechten Seite sind out-of-the-box zum Stummschalten der Systemsounds, zum Feststellen der FN-Tasten und zu vierstufigen Helligkeitsregelung der RGB-Beleuchtung programmiert. Sie besitzen einen angenehm klickenden Druckpunkt und sind gut erreichbar angebracht. Der Lautstärkeregler an der oberen linken Kante ist ein persönliches Highlight für mich, auf diese Weise kann man im Spielgeschehen zum Beispiel relativ einfach die Lautstärke mit der Tastaturhand ändern.
Zu den Gateron-Red-Switches gibt es nicht viel zu sagen, sie bieten einen guten Kompromiss, wenn man in seiner Freizeit den leichten und reaktiven Anschlag fürs Gaming und im Beruf den entlastenden Tastenanschlag fürs Schreiben haben möchte. Da ich außerhalb des Tests eine Tastatur mit Cherry-Browns verwendet habe, musste ich mich erstmal wieder an den sehr viel einfacheren Anschlag gewöhnen; nach zwei Tagen fand ich die Anschlagspunkte dann allerdings wieder recht angenehm. Mit den mitgelieferten Tools lassen sich die Switches problemlos aus dem Chassis lösen und können somit gegen alle anderen kompatiblen getauscht werden. Durch den Blick ins Innere offenbart sich eine Schaumfolie, die auf dem PCB ausgelegt ist, um den "Ping", also die Resonanz des Tastenanschlags im Chassis, zu verringern.

Software

Die NZXT Cam Software beinhaltet neben Übertaktungsfunktionen und anderen Systemeinstellungen einen Abschnitt, wo man RGB-Einstellungen und die Zuweisung der Funktionstasten vornehmen kann. Hier lassen sich auch Makros einstellen und die einzelnen Tasten neu belegen. Ich bin kein Fan von Peripheriesoftware, da diese sich, gerade wenn man unterschiedliche Marken von Peripheriegeräten besitzt, schnell anhäuft. Die Oberfläche ist allerdings recht intuitiv gestaltet und alle Standardfunktionen für die Tastenbeleuchtungen sind da. Positiv finde ich, dass es durch die Software keinen Leistungsschwund im System gibt und sie tatsächlich auch nach vorgenommenen Änderungen geschlossen werden kann.

Preis-/Leistungsverhältnis

Insgesamt macht die Tastatur einen recht soliden Eindruck; optisch kann ich keine Negativpunkte nennen. Die Handballenauflage wäre bei dem Preispunkt meiner Meinung nach auch angemessen gewesen, aber vielleicht wird das dann bei der V2 nachgereicht. Die Hotswapfunktion für die Switches eröffnet ein neues Marktfeld für die Konkurrenten; inwiefern sich das als Nische neben dem DIY-Markt etabliert, muss man dann in Zukunft sehen. Die gewählten Materialien erwecken insgesamt einen recht hochwertigen Eindruck, PBT-Kappen und Aluminium-Vollverschalung hätten es für mich dann komplett abgerundet (das kann Sharkoon auch). Bei einem Preispunkt von unter 100 Euro würde ich die Tastatur als Preiswert empfinden, knapp darüber kratzt sie für mich dann an Alternativen (Ducky, etc.) die weitaus mehr Auswahl in ihren Sortimenten anbieten.

Haltbarkeit

Zur allgemeinen Haltbarkeit kann ich nach 14 Tagen leider noch keine fundierten Aussagen treffen, allerdings würde ich auf Basis meiner aktuellen Eindrücke der Tastatur eine gewisse Langlebigkeit zutrauen. Die austauschbaren Switches ermöglichen es auch, einzelne Blindgänger in Zukunft auszutauschen, ohne das ganze Keyboard dabei opfern zu müssen. Die Funktionstasten an der linken Seite und der Drehregler machen einen anständigen Eindruck und sollten ebenfalls lange ihren Dienst erfüllen. Das abnehmbare USB-C Kabel beugt ebenfalls einem Kabelbruchdesaster vor und ermöglicht einen einfacheren Transport; die Tastatur geht problemlos in meine Umhängetasche für die Arbeit.
Bis auf wenige Abzüge im Bereich Accessoires, Materialwahl und Kostenpunkt haben wir es mit einer schönen, handlichen und wertigen TKL-Tastatur zu tun, die sowohl Gamer als auch Schreiber zufriedenstellen kann.

4/5
    
  
4 5
     am 12.04.2022
Produkttester
Im Voraus möchte ich bemerken, dass mir diese Tastatur im Rahmen des Testers Keepers -Programms durch Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Beworben habe ich mich zum Test dieser Tastatur, da ich sowohl für Gaming, für die berufliche Nutzung zu Hause, als auch für Dienstreisen eine kleine hochwertige mechanische Tastatur gesucht habe, die auch in einer eher zurückhaltenden Büroumgebung und mit reduzierten Lichteffekten noch einen professionellen Eindruck hinterlässt und nicht zu stark nach "Kirmes" aussieht. Genutzt wird die Tastatur zu circa 85% zum Schreiben längerer Texte und Programmierung sowie zu 15% zum Spielen.

- Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung grinst einen im typischen NZXT-Lila an. Material und Aufdruck sind einem Peripherie-Gerät in diesem Preisbereich angemessen und wirken hochwertig. Die Werbebotschaften auf der Umverpackung wirken professionell, zweckdienlich, keinesfalls reißerisch und kommen ohne die typischen Werbeversprechen aus, euch dank eures Kaufs unmittelbar zum Pro-Gamer zu machen.
Die Tastatur im Inneren wird durch einen hochwertigen Karton, samt entsprechend geformtem Kunststoffblister zum Schutz der Tasten, darunterliegend ein Stück Schaumpolsterfolie (leider etwas zu dünn für einen sogenannten "Foam-Mod" zur Dämpfung der Tastatur) geschützt. Separiert eingepackt findet sich das unten genannte Zubehör, oder auch nicht.
Das beiliegende, relativ dicke USB-C-Kabel mit einer Länge von knapp 2 Metern ist mit einem schlichten schwarzen, engmaschigen Sleeve versehen und macht mit seinen hochwertigen Steckern einen guten Eindruck. Es ist etwas störrisch, kann für eine ordentliche Verlegung auf dem Schreibtisch aber leicht in die gewünschte Form gebogen werden.
Weiter wurden der Tastatur Werkzeuge, ein einfacher Keycap-Puller und eine Zange zum Wechsel der Switches beigelegt. Beide machen einen hochwertigen Eindruck und sollten die Modding-Arbeiten eines gesamten Tastaturlebens überdauern.
Anders als bei der Fullsize und TKL-Version (ohne Zehner-Zahlenblock) der Tastatur, liegt der Mini TKL keine Handballenauflage bei. Dies ist bei dieser Produktgruppe typisch und für mich kein Minuskriterium, wäre jedoch eine Chance gewesen sich von der Konkurrenz abzusetzen.

-Optik und Haptik

Die mir gelieferte Tastatur mit schwarzem Body und Tasten kommt relativ unauffällig daher. Das Gehäuse besteht aus hochwertig verarbeitetem Kunststoff (schätzungsweise ABS) und vermittelt durch eine raue Textur an der Oberseite den Eindruck aus Gussmetall zu bestehen. Dies gefällt mir persönlich sehr.
Das Gehäuse ist für mein Verständnis auch sehr verwindungssteif, selbst im Vergleich zu Aluminium-Gehäusen wie aus der HyperX Alloy-Serie und gibt auch beim "aggressiven" Tippen nicht spürbar nach.
Es scheint über eine Metallplatte im Inneren zu verfügen, was ich noch nicht überprüfen konnte, jedoch nahe liegt, da die Tastatur kein schweres, jedoch angenehmes Gewicht hat und dadurch, in Verbindung mit den Gummifüßen sehr standsicher ist. Leicht genug zum Reisen, schwer genug für den nötigen Komfort und daher für mich perfekt.

Layout
Zum Layout gibt es nicht viele Worte zu verlieren. Die Tasten haben Standardabstände und der Umfang sowie die Anordnung der Tasten ist für meine Anforderungen perfekt. Wer die Entscheidung zu einem ca. 65%-Keyboard trifft, tut dies wohl bewusst und sollte sich daher Gedanken machen ob die vorhandenen Tasten für das eigene Nutzungsverhalten ausreichend sind.

Dedizierte Seitentasten
An der linken Seite der Tastatur gibt es drei fest belegte Funktionstasten. Die oberste ist Mute, die Mittlere Win-Lock, zum Deaktivieren der Windows-Taste um versehentliches Öffnen des Startmenüs beim Spielen zu verhindern und die unterste Taste zur Verstellung der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung. Diese kann in 4 Stufen (Aus und in drei verschiedene Helligkeiten) variiert werden. Individuelle Helligkeiten können natürlich mit der Konfigurations-Software (später mehr dazu) konfiguriert werden.

Scrollwheel
Ebenfalls an der linken Seite findet sich das Scroll-Wheel, welches im Vergleich zur Konkurrenz wie beispielsweise Corsair (dort ist es rechts), im Betrieb wesentlich angenehmer erreichbar ist, da die Hand nicht von der Maus genommen werden muss. Dieses ist jedoch leider lediglich für die Wiedergabelautstärke zuständig, lässt sonst aber keine Systemeingaben zu. Hier hätte ich mir als Vielschreiber die Option zum vertikalen oder horizontalen Scrollen, was mit Tastenkombinationen auch Zoomen und Rotieren möglich machen würde, gewünscht. Dies ist jedoch leider nicht möglich und lässt sich nach meinem Kenntnisstand in der zum Zeitpunkt dieses Reviews aktuellen Version der CAM-Software nicht konfigurieren. Hier wurden wieder Plus-Punkte im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern verschenkt.

Tastenkappen
Die Tastenkappen bestehen aus relativ dünnwandigem ABS, was mich hinsichtlich der Geräuschentwicklung etwas gestört hat, da hierdurch beim Anschlagen der Tasten am unteren Totpunkt und zurückprallen im oberen Anschlag ein leichtes Klappern aufgetreten ist. Dies muss nicht jeden stören und damit ist bei
nicht modifizierten mechanischen Tastaturen stets zu rechnen. Das durchscheinen der Tastaturbeleuchtung ist für mich mehr als ausreichend. RGB-Junkies sollten eventuell auf Pudding-Keycaps ausweichen. Generell hätten der Tastatur Tastenkappen aus PBT gutgetan. Immerhin kann von einer modifizierbaren Tastatur dieses Preissegments eine entsprechend lange Gesamtlebensdauer erwartet werden. Wie lange die Tastenkappen durchhalten ohne den für ABS typischen Glanz zu erhalten, der sie so ungepflegt "speckig" aussehen lässt, kann ich Rahmen des kurzen Tests natürlich nicht vorhersagen. Sicher ist nur, dass es passieren wird.
Die angebrachten Standfüße bieten drei Einstellungsmöglichkeiten des Winkels, sind sehr stabil ausgeführt und mit ausreichend rutschhemmenden Gummi versehen, die sehr fest befestigt sind.

Funktionalität und Tippgefühl
Spieler und Gelegenheitsschreiber werden mit dieser Tastatur und den verbauten linearen Gateron Red-Tastern sehr glücklich werden. Die Taster bewegen sich ohne jedwede Kratzgeräusche und sind meiner und auch der Meinung der Internet-Gemeinde nach eine gute Wahl für die vorgenannte Nutzergruppe. Vielschreiber sollten sich indes eventuell näher mit anderen Tastertypen, insbesondere taktilen Modellen, mit einem gewissen Anfangswiderstand und Feedback auseinandersetzen. Diese können Tippfehler enorm reduzieren. NZXT bietet die Tastaturen der Function-Reihe mit anderen Schaltern an. Dies jedoch nur als Werks-Modifikation in deren BLD-Konfigurator für einen enormen Aufpreis. Wer selbst Hand anlegen möchte kann dies auch als Laie, ohne Lötkolben und guten Gewissens, angehen. Die gesockelten Taster ermöglichen ein einfaches austauschen, was mit dem beiliegenden Werkzeug auch sehr einfach gelingt.

Soundcheck
Wie bereits bei den Tastenkappen angesprochen, bringen diese materialbedingt etwas "Eigenresonanz" mit. Dies würde ich als normal bezeichnen. Für meinen persönlichen Geschmack ist es etwas viel, jedoch bin ich diesbezüglich sehr anspruchsvoll und möchte meine Kollegen im Chat oder Büro nicht unnötig stören. Hier lässt sich mit Gummiringen als Dämpfer unter den Tastenkappen für wenige Euro eine starke Verbesserung erzielen. Dies betrifft auch die (vermutete) Metallinnenplatte. Diese gibt ein leichtes metallisches "Klingeln" von sich, was bei mechanischen Tastaturen dieser Preisklasse normal ist. Abhilfe kann hier nur ein Foam-Mod und oder eine Dämpfung des Anschlags durch oben beschriebene Gummiringe schaffen.

- Software

Von der CAM-Software zur Konfiguration der Tastenbelegung und -beleuchtung bin ich weder besonders positiv, noch negativ beeindruckt. Sie bietet, bezogen auf die Tastaturoptionen das Notwendigste, jedoch nichts Herausragendes. Hinsichtlich der RGB-Optionen muss definitiv nachgebessert werden. Störend empfand ich, dass nicht klar ersichtlich ist, welches angelegte Profil in der Software, welcher Schnellwahltaste (FN + 1 bis 4) zugeordnet ist. Das macht es im Gebrauch zum Ratespiel und wurde durch zahlreiche Konkurrenten, auch eher unauffällige Klein- und Billighersteller, wesentlich besser gelöst. Beispielsweise das Anlegen von Ebenen von RGB-Effekten ist bei anderen Herstellern mittlerweile zum Quasi-Standard geworden, sodass man es bei einer Tastatur die sich lediglich durch gesockelte Taster hervorhebt, als grundlegende Voraussetzung annehmen möchte. Jedoch darf man nicht vergessen, dass NXZT neu auf dem Markt der Peripherie-Geräte ist und man den heutzutage beinahe üblichen "Welpenschutz" gelten lassen sollte. Zudem kann und wird (so hoffe ich jedenfalls) das ungenutzte Potential der Software zukünftig noch ausgeschöpft. Hierzu gehört auch, wie weiter oben beschrieben, in diesem Zug auch die Modifikationsmöglichkeit des Scroll-Wheels, was für Gamer wie auch Office-Nutzer ein echter Gewinn sein könnte.
Unter Win 11 macht die Software einen eher instabilen Eindruck. Abstürze wurden jedoch lediglich beim Versuch die internen vorgegebenen Profile zu löschen hervorgerufen. Unter Windows 10 konnte noch kein Test erfolgen. Ich nehme jedoch schlichtweg an, dass sie dort wesentlich besser läuft.

- Preis-/Leistungsverhältnis

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist für mich als noch gut (2-) zu bewerten. Besonders dann, wenn man entweder ohnehin eine Gaming-Tastatur mit Gateron Red-Tastern aufbauen möchte oder so wie es der Hersteller bei der Entwicklung wohl vor hatte, einen möglichst einfachen Einstieg in die Welt des Moddings mechanischer Tastaturen sucht. Anspruchsvolle Nutzer und ("aggressive") Vielschreiber, die ein dauerhaftes Schreibgerät suchen und Ausfälle einzelner Tasten leid sind, die im Normalfall unmittelbar zum Gesamttausch der Tastatur führen würden und die "Einarbeitung" einer neuen Tastatur nötig machen sind hier definitiv auch goldrichtig.
Die Preis-Leistung ist natürlich auch unmittelbar von der Haltbarkeit abhängig, zu der ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage treffen kann. Bisher schlägt sie sich, nach ca. 15000 geschriebenen Wörtern binnen zwei Wochen, sehr gut.
    
  
4 5
     am 05.04.2022
Produkttester
Dieses Produkt wurde mir von Mindfactory zur Verfügung gestellt und ich gebe hier meist eine subjektive Betrachtung ab, versuche aber auf so viel wie möglich einzugehen.

1. Verpackung und Lieferumfang
Die Tastatur kommt in einer schlichten weißen und lila Verpackung produziert aus Karton. Hierbei wurde wenig Luft verpackt, weshalb der Karton der Mini TKL fast genauso groß ausfällt wie die Tastatur an sich. Diese Größe ist auf jeden Fall für die Leute passend, welche das Numpad kaum verwenden, ein großes Mauspad haben und dieses auch ausnutzen wollen. Um einen Schutz während dem Transport zu gewährleisten, wurde eine Hartplastik Hülle mit Abstand zu den Tasten eingelegt und der Boden des Kartons wurde mit einer Schaumstofffolie ausgelegt. Hiernach sind nur noch die drei Tüten für jeweils das Kabel, den Keycap- und den Switch-Entferner aus Plastik. Diese sind zudem separat in einem umgeklappten Kartonbereich untergebracht. Dies ist auch gut so, da der Switch-Entferner nicht wie der Keycap-Entferner aus lila Plastik, sondern aus Metall mit einer lilanen Gummischicht ist. Das Kabel ist schwarz gesleevt, 2m lang und hat ein USB-Type-C und ein USB A Ende.

2. Optik und Haptik
Im Folgenden beziehe ich mich öfters auf die Logitech G810, da dies meine vorherige Tastatur war. Direkt nach dem Auspacken fällt das angenehme Gewicht auf, welches das Gefühl von Qualität vermittelt und ist zudem nicht viel leichter als die große G810. Die schwarze Aluminium Top-Platte fühlt sich in der Hand angenehm kühl an und hat eine weiche Oberflächenstruktur. Das Gehäuse darunter ist aus Plastik und bietet in zwei Stufen aufklappbare Füße und eine Antirutschgummierung auf der Unterseite.
Die RGB-Beleuchtung fällt hell aus da die Top-Platte bündig mit den Switches abschließt und die Tasten nicht in die Tastatur eingelassen sind. Dadurch können unter anderem Krümel oder dergleichen leicht bereinigt werden und sammeln sich nicht im Gehäuse. Hierdurch kann man auch das weiße Gehäuse der Switches sehen, was bei einer schwarzen Topplatte natürlich ein wenig seltsam aussieht und durch den Kontrast immer auffallen wird. Hierfür kann NZXT aber nichts, da die Switches zurzeit leider nur in der Form vorliegen. Einige könnte dies stören, zeigt aber, dass man der stolze Besitzer einer Mechanischen Tastatur ist. Die Tasten sind in einer leicht steigenden Schräge angebracht, was der Ergonomie zugutekommt. Während die RGB-Beleuchtung angeschaltet ist, gibt die Tastatur in jeder Helligkeitsstufe ein leichtes Fiepen von sich. Dies hört man nur wenn der Raum komplett leise ist und fällt nicht mehr auf, wenn man ein Headset anhat. Dennoch stört dieses Fiepen leicht, da ich zu Beginn dachte das Modell wäre beschädigt. Wenn die Tastatur länger nicht in Benutzung ist, wird die Beleuchtung gedimmt und erstrahlt erst nach Betätigung wieder in der zuvor eingestellten Stufe.

3. Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck
Die Tastenanschläge fühlen sich in der Bewegung sehr frei an und sind nicht viel lauter, aber hochtöniger, als die RomerG-Switches der Logitech. Die verbauten Gateron Red Switches besitzen eine lineare Charakteristik und haben somit bis zum Anschlag den gleichen Tastengegendruck und kein akustisches oder haptisches Feedback, wie etwaiges lautes Klicken. Die Stabilisierer der größeren Tasten sind sogar leiser als die der Logitech und geben ein eher hochtöniges, aber sanftes, Klickgeräusch von sich. Der Sound wird unter anderem durch eine Schaumstoffplatte zwischen der Topplatte und der Leiterplatte der Switches und LEDs gedämmt. Die Keycaps haben ein schönes Design, wobei einige Zeichen als eine Art Smiley angeordnet sind. Die Tasten sind aus ABS und fühlen sich im ersten Moment nicht nach Plastik an. Hier ist der negative Punkt aufgefallen, dass die Tasten sehr leicht Fingerprints aufnehmen und sehr schnell dreckig werden. Da die Tastatur ein Standardlayout der unteren Tastenreihe nutzt und Gateron Red Switches verbaut hat, kann man die Keycaps problemlos austauschen oder reinigen, falls einem das nach einiger Zeit stört. Die Tasten an der Seite sind Mute, Windows- und Fn-Tastendeaktivierung und Helligkeitseinstellung der Beleuchtung. Die zwei erstgenannten Tasten haben zusätzlich noch eine LED welche den Status der Funktion übermittelt. Leicht grün leuchtend zeigt die Position der Taste und ist der nicht aktivierte Zustand. Hell weiß leuchtend ist der aktivierte Zustand. Das Lautstärkerad ist aus Gummi und weist Noppen auf wodurch besserer Grip entsteht. Des Weiteren nimmt das innere des zylinderförmigen Rades die Markenfarbe Lila von NZXT wieder auf. Hier hätte ich mir eine weitere Verwendung von Metall gewünscht, da es sich einfach angenehmer und hochwertiger anfühlt. Hochwertig fühlt sich dafür der Widerstand bei Betätigung des Rades an. Dieser klickt auch leicht bei einer gewollten Drehung. Ein sehr gutes Feature ist die Belegung von Pause, Play, sowie vor und zurück von Titeln, da ich dies gewohnt war von der Logitech. Diese Tasten können standardmäßig mit der Fn Taste erreicht werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Änderung der Farbe von der Feststelltaste, wenn diese aktiviert worden ist. Zudem wurde bei dieser Tastatur in dem Größenformat nicht auf die F Tasten in der oberen Reihe verzichtet, was ich äußert praktisch finde.

4. Software
Die Software hat einige Pluspunkte, dazu zählt auch das Angebot einer einzigen Gesangsoftware von NZXT, welche man bereits besitzt wenn man andere Produkte von NZXT hat. Sie benötigt nach dem Download nicht unbedingt einen Account, sodass man die vier integrierten Profile für seine Bedürfnisse anpassen kann und danach die Software entweder nie wieder öffnen oder auch wieder deinstallieren kann. Sie bietet viele Beleuchtungseffekte welche auch fast alle auf der Tastatur speicherbar sind. Zudem kann man Effekte für einzelne Tasten festlegen und reaktive Effekte mit den Basis Effekten übereinander legen. Dennoch kann man keine eigene Animation erstellen, was bei Logitech möglich ist, aber durch ein Update eingefügt werden könnte. So wie bei Logitech gibt es auch eine optionale Spieleintegration, sodass die Profile automatisch zum Spiel gewechselt werden. Auch können Makros von Hand oder durch Tastenaufnahme erstellt werden. In der Software ist es auch möglich Tastenzuweisungen zu ändern. Hierbei muss man aus einer Liste von möglichen Tasten auswählen und auf ein Bild der Tastatur an die entsprechende Stelle ziehen. Ein Anklicken der gewollten Taste und dann eine Eingabe in die Suchleiste wäre eventuell eine elegantere Variante.
Man kann zwischen den zwei Ebenen wechseln, sodass auch bei gedrückter Fn Taste andere Befehle möglich sind. Hierbei sind aber einige Tasten nicht änderbar und werden zum Teil falsch in der Vorschau angezeigt. Zurzeit ist es auch nicht möglich die 3 Tasten an der Seite und das Lautstärkerad anders zu belegen.

5. Preis-/ Leistungsverhältnis
Das Preis-Leistungsverhältnis würde ich als gut bis sehr gut empfinden, da Switches und Keycaps austauschbar sind und so eine große Freiheit entsteht, das Gefühl der Tastatur zu ändern. Zudem ist die Basiskonfiguration sehr gut für einen Einstieg in die Welt der Custom mechanischen Tastaturen.

6. Haltbarkeit und Vergleich
Die Tastatur ermöglicht kaum eine Verbiegung und knarzt auch nicht unangenehm. Zudem wird die Haltbarkeit deutlich erhöht, da die Switches austauschbar sind, sodass ein kaputter Switch getauscht werden kann, sodass man keine komplett neue Tastatur kaufen muss. Der USB-Type-C Port ist auch sicher und fest angebracht und hält das Kabel so fest, dass es nicht aus Versehen rausgezogen werden kann. Im Vergleich zu anderen Marken, wie Glorious schlägt sie sich vergleichbar gut und liegt im selben Preisbudget, behält aber alle Tasten einer TKL Version und ist zudem kompakter.

7. Fazit
Die Tastatur bildet mit der Maus die wichtigste und einzige haptische Mensch-Maschine-Schnittstelle und sollte dadurch ein wertiges und angenehmes Gefühl vermitteln. Dies ist NZXT mit dieser Tastatur auf jeden Fall gelungen. Zudem legt NZXT einige Features nochmal obendrauf und gibt die Möglichkeit dieses Gefühl nach Belieben Hard- und Softwareseitig anzupassen. Nach kurzer Zeit kann ich bereits sagen, dass die Tastatur mich in einigen Punkten überrascht hat und keineswegs in einem Punkt richtig enttäuscht hat. Dennoch gebe ich nur vier Sterne, wegen dem Fiepen der Beleuchtung und der Schmutzanfälligkeit der verbauten Keycaps.
1 von 1 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
4 5
     am 04.04.2022
Produkttester
Das Produkt wurde von Mindfactory für dieses Review bereitgestellt.
Die Verpackung war bei der Ankunft an der Ecke leider etwas eingedellt, dies hatte jedoch keinen Einfluss auf die Tastatur und den Inhalt. Sonst war die Verpackung clever und kompakt. Die Tastatur kann leicht rausgehoben werden und wird gut durch ein passendes Plastikstück geschützt. Im Lieferumfang ist die Tastatur, ein schönes schwarzes Kabel aus Stoff und zwei Hilfsmittel zum Entfernen der Tasten und der Switches enthalten.
Die Bilder aus dem Internet sind akkurat und die Tastatur schaut meiner Meinung nach auch sehr hochwertig aus. Durch die sehr kleine Bauart ist sie auch sehr kompakt. Dies finde ich sehr gut, es kann jedoch auch als etwas zusammengequetscht empfunden werden. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran. Optisch lassen sich keinerlei Fehler, wie zu große Spaltmaße erkennen. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet.
Die Tasten sind ein wenig matt. Sie fühlen sich im Vergleich zu meiner alten Corsair K65 nicht sehr hochwertig an, da sie sehr glatt und daher relativ rutschig sind, besonders die Leertaste. Außerdem fetten die Tasten schnell ein und schauen nach kürzerem Tippen nicht mehr neu aus. Hier hätten definitiv bessere Tasten verbaut werden können. Dies bedeutet nicht, dass diese schlecht sind, es geht nur bestimmt deutlich besser. Für einige Leute kann es jedoch ein Ausschlusskriterium sein.
Die restliche Haptik der Tastatur fühlt sich hochwertig an, obwohl das Gehäuse aus Plastik besteht. Trotzdem hat die Tastatur ein schönes Gewicht und rutscht nicht auf dem Tisch. Auch die auf zwei Stufen einstellbaren Füße für die Winkelanpassung lassen sich leicht und fest verstellen und halten sicher. Das mitgelieferte Kabel macht einen hochwertigen Eindruck und ist abnehmbar. Hier ist schön, dass das Kabel mit Stoff ummantelt ist und somit hoffentlich lange halten sollte. Gut ist auch, dass auf USB C beim Tastaturanschluss gesetzt wurde, was die Austauschbarkeit des Kabels deutlich verbessert und die Tastatur flexibler macht. Die Länge des Kabels sollte für die meisten Menschen ausreichend sein, bei mir hat es für den Anschluss direkt am PC bei einem Stehschreibtisch gereicht.
Die Tastatur bietet alle Hauptfunktionen einer Tastatur und hat zusätzlich noch 3 extra Tasten, welche die Beleuchtung, eine Mute Funktion und ein Win-Lock regeln. Zusätzlich gibt es links ein nettes Rad, welches stufenweise Einstellungen der Lautstärke erlaubt. Dieses ist eine nette Idee, da ich jedoch sehr selten die gesamte Lautstärke meines Computers einstelle, habe ich dieses bisher wenig verwendet. Rechts gibt es noch eine NZXT Taste, bei der ich jedoch nicht herausfinden konnte, was diese standartmäßig macht. Durch das kompakte Mini TKL Layout, welches ich bis jetzt noch nicht kannte, sind die Tasten zudem teilweise leicht anders angeordnet, als man von anderen Tastaturen gewöhnt ist.
In der Software lassen sich Tasten, bis auf ein paar Ausnahmen frei belegen. Dies funktioniert auch gut und schnell und ist schön gestaltet, so dass man Änderungen sofort erkennen kann. Die Beleuchtung lässt sich sehr gut und flexibel einstellen. Besonders gut finde ich, dass es viele Einstellungen bezüglich der Geschwindigkeit von Farbveränderungen gibt. Es gibt noch eine Makro Funktion und die Möglichkeit, das Tastaturlayout auf eine Region einzustellen, was für einige Benutzer bestimmt hilfreich ist. Zusätzlich kann man mehrere Profile anlegen, welche auch auf der Tastatur speicherbar sind, was bei mir jedoch nicht funktioniert hat. Insgesamt ist die Software NZXT CAM gut bedienbar, weil es relativ wenige Optionen gibt, welche einen verwirren könnten. Zusätzlich kann man damit anscheinend auch andere NZXT Produkte steuern, dies konnte ich aber leider nicht testen.
Nun zum wichtigsten Teil, dem Schreibgefühl. Ich schreibe jeden Tag im Zusammenhang mit meinem Wirtschaftsinformatik Studium, beim Programmieren und Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und spiele relativ häufig, insofern es die Zeit zulässt. Ich habe die Tastatur hauptsächlich zum Schreiben verwendet. Auch dieses Review habe ich hiermit verfasst. Das Schreiben ist der beste Punkt an dieser Tastatur. Ich habe bereits einige andere Tastaturen ausprobiert, auch für mehr Geld, die NZXT Function ist meines Gefühls nach eine der besten. Die Tasten haben einen linearen Anschlag, welcher sich stabil anfühlt. Ich hatte sehr wenige Anschläge, welche nicht registriert wurden, was das Schreiben sicher macht und mir erlaubt, ohne viel Nachzudenken zu schreiben. Dafür benötigt ein Anschlag jedoch relativ viel Kraft, was über die Zeit anstrengend sein kann, für eine mechanische Tastatur ist dieser jedoch normal. Insgesamt ist das Schreibgefühl sehr gut. An das Mini TKL Format musste ich mich jedoch erst einmal gewöhnen und habe anfangs relativ viele Fehler gemacht. Es erinnert vom Layout her teilweise an einen Laptop. Besonders beim Programmieren ist der Ort der Pfeiltasten anfangs ungewohnt und auch nach längerer Nutzung nicht ideal, weil die Wahrscheinlichkeit falsche Tasten zu treffen höher ist als bei einer normalen TKL Tastatur. Dafür kann NZXT natürlich nichts, dies muss man sich aber bewusst sein. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich mich jedoch sehr gut an das Layout gewöhnt und bin sogar auf eine schnellere und präzisere Schreibgeschwindigkeit als bei den meisten anderen Tastaturen gekommen. Durch die kompakte Bauweise sind die Wege für die Finger teilweise etwas kürzer als bei anderen Layouts.
Beim Spielen hat sich für mich ein ähnliches Gefühl gezeigt. Insgesamt habe ich unterschiedliche Spiele gespielt, hauptsächlich jedoch Guild Wars 2 und Cities Skylines. Bei Guild Wars 2 habe ich bemerkt, dass der Weg, bis ein Tastenanschlag registriert wird, in der Tat relativ weit ist im Vergleich zu meiner Corsair K65. Auch bemerkt man hier wieder, dass der Tastenanschlag deutliche Kraft benötigt, was bei längerem Spielen etwas anstrengend werden kann. Nach ca. 2-3 Stunden wurden meine Finger etwas müde. Ob das langfristig bleibt, kann ich leider nicht sagen. Vermutlich gewöhnt man sich jedoch daran. Dadurch, dass man relativ viel Kraft benötigt, eine Taste zu drücken, ist es bei mir nicht vorgekommen, dass ich aus Versehen eine Taste mit z.B. meinen Handballen drückte.
Preis-Leistungs-technisch ist die Tastatur bei den aktuellen ca. 100 | 110¤ meiner Einschätzung nach, ein guter Deal. Ich hätte mir jedoch gerne eine Handballenauflage, bessere Tasten und vielleicht einen USB-Anschluss für USB-Sticks oder wie bei mir einer kabellosen Maus gewünscht. Insgesamt ist der Preis für eine solide mechanische Tastatur jedoch attraktiv.
Wie gut sich die Tastatur langfristig schlägt, kann ich natürlich nicht sagen, meine Einschätzung ist aber, dass alles bis auf die Tastenkappen gut hält. Die Tasten könnten mit der Zeit etwas fettig werden. Ob neue Tasten passen, weiß ich leider nicht genau. Ich habe einen Test mit einzelnen Corsair Tasten gemacht und diese haben gepasst. NZXT hatte jedoch auf ihrer Website geschrieben, dass anscheinend nicht alle passen. Nach ca. einem Tag ist mir zudem aufgefallen, dass die Tastatur bei eingeschalteter Beleuchtung leise und sehr hoch fiept. Hier bin ich auch sehr empfindlich und die meisten sollten das aber nicht wirklich hören.
Zusammenfassend finde ich, dass die NZXT Function MiniTKL eine gelungene Tastatur ist, welche jedoch kleine Abstriche aufgrund des Preises macht. Falls man mit diesen Abstichen kein Problem hat, kann ich sie empfehlen.
    
  
4 5
     am 03.04.2022
Produkttester
Erfahrungsbericht zur NZXT-Function
Als ich erfahren haben, dass die Firma NZXT jetzt eine neue Reihe mechanischer Tastaturen auf den Markt bringt, war mein Interesse groß. Nicht nur weil ich NZXT für hochwertige und gut designte Produkte in Erinnerung habe, sondern weil ich mich, seit einiger Zeit mit dem Thema mechanische Tastaturen intensiv auseinandergesetzt habe.
Somit habe ich die Chance genutzt, mich bei Mindfactory als Produkttester zu bewerben. Meine Wahl fiel auf das kompakteste Modell, da ich kein Numpad brauche und so den Platz auf dem Schreibtisch klein und aufgeräumt halten kann. Als verfügbare Varianten gibt es sowohl eine Fullsize, eine Tenkeyless sowie eine Mini-Tenkeyless Tastatur. Als Farboptionen gibt es Schwarz und Weiß, sowie eine graue Variante die es aber nur als Custom Modell aus dem NZXT-BLD Konfigurator gibt, auf den ich später noch eingehen werde.
Die Bestellung und Lieferung erfolgte, Mindfactory typisch, einfach und schnell.
Nun zum eigentlichen Produkt, welches in einem kompakten Karton, welcher in den typischen NZXT-Farben Weiß und Violett gehalten und durchaus sehr ansprechend gestaltet ist.
Zum Lieferumfang gehören neben der eigentlichen Tastatur noch ein hochwertiger Keycap-puller, einem gummierten Werkzeug, um die vorinstallierten Schalter auszubauen, sowie einem zwei Meter langen und ummantelten USB-A zu USB type-C Kabel und einer schlichten Plastikabdeckung, welche aber auch nützlich sein kann, um Staub während der Nichtbenutzung abzuhalten. Leider ist bei meiner Mini-TKL Variante keine Handballenauflage enthalten, die aber bei den zwei größeren Modellen, soviel ich weiß, dabei sein sollte.
Das Keyboard selbst ist wie schon erwähnt die Mini-TKL Version ohne rechtsseitigen Nummerblock. Neben den Pfeiltasten gibt es aber auch sämtliche Funktionstasten und eine eigene FN-Taste, welche beim Betätigen doppelbelegte Tasten aktiviert. An der linken Seite des Gehäuses sind drei spezielle Knöpfe verbaut und ein Drehrad für die Kontrolle der Lautstärke.
Die Verarbeitung ist sehr gut, es knarzt nirgendwo und alle Kanten sind weich abgerundet. An der Unterseite verhindern fünf Gummifüße ein Verrutschen und sorgen bei einer glatten Tischoberflache, wie zum Beispiel Glas, für einen stabilen Halt. Außerdem verbaut der Hersteller klappbare Füße, die eine Neigungsverstellung in drei Winkeln ermöglichen.
Für ein konventionelles Keyboard baut es nicht hoch und kann sich mit seiner Bauhöhe schon fast mit einigen Low Profile Keyboards messen. Die USB-Buchse findet man an der Rückseite etwas nach links versetzt, was löblich ist für Kunden, die eine Lösung mit Custom-Coil Kabeln nachrüsten wollen. Das gesamte Gehäuse besteht aus Kunststoff, welches eine etwas angeraute Oberfläche hat und so eine angenehm hochwertige Haptik zustande kommt.
Demgegenüber fallen die standardmäßig verbauten Keycaps etwas ab, da sie aus einfachem ABS Plastik mit transparenten Zeichen bestehen. Die Oberfläche ist glatt und auf den Tasten sieht man relativ deutlich Fingerabdrücke und Schmutz. Das schmälert doch schon etwas den sonst sehr guten haptischen Gesamteindruck des Produktes.
Der Hersteller verbaut in der mir vorliegenden vorgefertigten Tastatur rote Gateron-Switches, die eine lineare Charakteristik haben, heißt der Tastendruck bleibt den gesamten Anschlagweg gleich und hat kein besonderes haptisches oder akustisches Feedback.
Diese Art von Switches eignet sich meiner Meinung am besten zum Spielen am PC und sind von der Geräuschentwicklung die leisesten mechanischen Schalter im Vergleich zu den gebräuchlichen braunen und blauen Schaltern. Eine Option für braune Schalter, welche einen taktilen Druckpunkt und blaue Schalter, welche ein hörbares Klicken haben gibt es nur als Option im NZXT-BLD Konfigurator.
NZXT ist aber einer der wenigen Hersteller der sein Produkt als
"hot-swap fähiges" Keyboard verkauft. Daher kann man einfach die Gateron Reds gegen beliebige Switches austauschen, die Cherry MX kompatibel sind und so das Nutzererlebnis nach seinen eigenen Wünschen anpassen.
Das Tippgefühl ist sehr gut. An den Gateron-Red Switches kann ich nichts aussetzen, nicht kratzig und wie gesagt sehr leise, mit angenehmem Druckpunkt und Auslösekraft. Des Weiteren ist auf dem PCB eine Lage Schaumstoff, der metallisches "Pingen" quasi nicht existent macht. Was aber noch stört sind die Stabilisatoren, die bei den großen Tasten eingesetzt werden, um die Führung zu gewährleisten. Diese sind nicht gut und lassen den Druck auf zum Beispiel die Leertaste etwas hohl klingen und wackeln. Dem ultrakompakten Formfaktor geschuldet ist es auch, dass die F-Reihe direkt an die Zahlenreihe angrenzt, was bei mir oft zu Fehlbedienungen geführt hat. Das ist aber wahrscheinlich eine Gewöhnungssache.
Zum direkten Vergleich habe ich ein Razer Blackwidow V3 mini Hyperspeed hier, die sich vom Tippgefühl noch etwas wertiger anfühlt aber auch Razer eigene Yellow Switches verbaut hat und gemäß der UVP auch eine Preisklasse höher angesiedelt ist. Mein Sohn benutzt eine SPC-Gear GK630 mit Kalih Red Switches die sich sehr ähnlich anfühlt, anhört und sogar Double-Shot PBT Pudding Keycaps verbaut hat und circa halb so viel kostet.
Allerdings sind diese Keyboards nicht direkt vergleichbar, weil sie eher "out of the Box" Produkte sind, die durch das fehlende "hot-swap" Feature nicht so sehr im Nachhinein angepasst werden können.
Man kann wie in meinem Fall eine NZXT Function vorgefertigt kaufen und erhält ein gutes Produkt, welches seinen Preis durchaus wert ist.
Aber es gibt die Möglichkeit sich auf dieser Basis sein eigenes Board zu bauen mit verschiedenen Keycaps, Switches und Kabeln.
Womit wir bei NZXTs eigenem Konfigurator sind, wo man webbasiert sein individuelles Keyboard zusammenstellen kann. Verschiedene Farben, Kabel, PBT Doubleshot Keycaps, Akzent-Keycaps und alle gängigen Switches sind dort zu finden.
Ein Wort noch zu den drei Tasten an der linken Gehäuseflanke. Der untere Knopf regelt die Helligkeit der RGB Beleuchtung in fünf Schritten. Die Windowstaste wird mit Druck auf den zweiten Knopf deaktiviert und der letzte bedient die "Mute" Funktion.
Seitlich und etwas unkonventionell angebracht ist das Drehrad zur Lautstärkenverstellung welches ich persönlich genial finde, weil es sich so exzellent erreichen lässt und sich so nicht negativ auf die Baugröße auswirkt.
NZXTs CAM Software dient zur Steuerung der Tastatur und ist ein aufgeräumtes Programm, welches auch sämtliche System Temperaturen auslesen kann. Die Software steuert die tastenspezifische RGB-Beleuchtung, kann Tastenbelegungen ändern und Makros verwalten. Alle Einstellungen können auf der Tastatur unter vier frei wählbaren Profilen gespeichert werden und später auch ohne laufende Software abgerufen werden.
Die RGB Effekte sind sehr ansehnlich und lassen sich sehr gut anpassen, allerdings hätten es ohne Software ruhig ein paar mehr Presets direkt von der Tastatur geben können.
Alles in Allem bin ich mit NZXTs Einstand in den Peripheriemarkt zufrieden, weil man einige Innovationen wie die tolle Position des Lautstärkerads, eine "hot-swap" Fähigkeit im Mainstreambereich und ein vollwertiges TKL-Layout in ultrakompakten Format haben kann zu einem kompetitiven Preis.
    
  

Das sagt die Presse

Kauftipp

15.03.2022

"Kauftipp"

OC Inside - 15.03.2022

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