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NZXT Function MiniTKL Gateron Red Switches DE Layout schwarz

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NZXT Function MiniTKL Gateron Red Switches DE Layout schwarz

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Artikelbeschreibung

Seit dem 11.03.2022 im Sortiment

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5 5
     am 28.04.2024
Produkttester
Als leidenschaftliche Gamerin und Homeoffice-Nutzerin habe ich die NZXT Function MiniTKL Tastatur in Schwarz ausgiebig getestet; ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten und möchte nun meine ehrliche Meinung äußern. In dieser persönlichen Rezension teile ich meine Eindrücke zu verschiedenen Aspekten dieser Tastatur.

Design und Ergonomie
Das Design der NZXT Function MiniTKL ist schlicht und dennoch ansprechend.  Die schwarze Farbgebung verleiht der Tastatur eine elegante Note, die sich nahtlos in mein Arbeitszimmer einfügt. Die kompakte Größe und das minimalistische Layout sorgen dafür, dass sie auf meinem Schreibtisch nicht viel Platz einnimmt.  Alle Tasten sind klar beschriftet, und die RGB-Hintergrundbeleuchtung verleiht der Tastatur einen Hauch von Gaming-Atmosphäre. Somit sollte diese Tastatur auch eine gute Option für Gamer sein. Eine schlanke Formgebung und die abgerundeten Kanten machen sie zu einem ästhetischen Blickfang.

Die ergonomische Gestaltung der Tastatur ist bemerkenswert und gefällt mir sehr gut. Die leicht angewinkelte Position der Tasten ermöglicht ein komfortables Tippen, ohne dass die Handgelenke ermüden. Selbst wenn ich den ganzen Tag mit dieser Tastatur arbeite, denn selbst nach stundenlangem Arbeiten oder Spielen fühlen sich meine Hände nicht überstrapaziert an. Bleibt also genug Power für die anschließende Hausarbeit. Meinen Mann freut es.

Verarbeitung und Materialqualität
Die Verarbeitungsqualität der Tastatur ist beeindruckend. Das habe ich bereits beim Auspacken festgestellt. Das Gehäuse fühlt sich solide an und vermittelt ein Gefühl von Robustheit. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und sind widerstandsfähig gegenüber Abnutzung. Die gummierten Standfüße halten die Tastatur stabil auf dem Tisch, selbst bei intensiven Gaming-Sessions. Auch die abnehmbare USB-C-Kabelverbindung ist praktisch und ermöglicht eine einfache Verbindung mit meinem Laptop oder PC. Zusätzlich hat diese Tastatur geringe Abmessungen und nimmt auf meinem Schreibtisch nicht viel Platz weg. Und so kann mein Kater auch noch auf dem Schreibtisch Platz nehmen und sein Nickerchen halten.

Tasten und Schalter
Die NZXT Function MiniTKL ist mit linearen Gateron Red-Schaltern ausgestattet. Diese Schalter bieten eine reaktionsschnelle Leistung und eignen sich sowohl für schnelles Tippen als auch für Gaming. Die Anti-Ghosting-Technologie sorgt dafür, dass keine Tastenanschläge verloren gehen, selbst wenn ich mehrere Tasten gleichzeitig drücke. Die Tasten sind leise und haben einen angenehmen Widerstand. Ob beim Verfassen von E-Mails oder beim Zocken, die Tastatur überzeugt mich stets durch ihre Zuverlässigkeit und durch ihre Schnelligkeit.

Anpassungsmöglichkeiten und Hot-Swap-Funktion
Die NZXT Function MiniTKL bietet vielfältige Anpassungsmöglichkeiten, die sie von anderen Tastaturen abheben. Hier sind einige zusätzliche Details:

Hot-Swap-Funktion: Diese Funktion ermöglicht es, die Schalter ohne Löten oder technische Kenntnisse auszutauschen. Wenn ich das Tippgefühl ändern möchte, kann ich einfach die Schalter entfernen und neue einsetzen. Das ist besonders praktisch für Enthusiasten, die gerne verschiedene Schalter ausprobieren oder ihre Tastatur an unterschiedliche Anforderungen anpassen möchten.

Schaltervielfalt: Die NZXT Function MiniTKL ist mit Gateron Red-Schaltern ausgestattet, aber du kannst auch andere Schaltertypen verwenden. Von linearen über taktile bis hin zu klickenden Schaltern | die Wahl liegt bei dir. Die Hot-Swap-Funktion macht den Austausch unkompliziert.

Individuelle Keycaps: Die Tastatur verfügt über ein Standard-104-Tasten-Layout, was bedeutet, dass du die Keycaps nach Belieben austauschen kannst. Ob du spezielle Gaming-Keycaps, farbige Keycaps oder welche mit individuellen Beschriftungen bevorzugst | die NZXT Function MiniTKL bietet dir die Freiheit, deinen eigenen Stil zu wählen.

RGB-Beleuchtung: Die individuell anpassbare RGB-Hintergrundbeleuchtung ermöglicht es dir, die Tastatur nach deinem Geschmack zu gestalten. Du kannst Farben, Effekte und Helligkeit nach Belieben einstellen. Ob du einen dezenten Look fürs Büro oder ein lebhaftes Farbspiel fürs Gaming bevorzugst | die Tastatur passt sich deinen Vorlieben an.

Alltagserfahrungen und Haptik

Die NZXT Function MiniTKL Tastatur hat sich in meinem Alltag bewährt. Und ich möchte sie niemals wieder hergeben, so sehr bin ich von dieser Tastatur überzeugt. Hier sind einige zusätzliche Eindrücke:

Tippgefühl und Haptik: Die Gateron Red-Schalter bieten ein angenehmes und ein entspanntes Tippgefühl. Die linearen Schalter erfordern weniger Kraftaufwand und ermöglichen mir deshalb ein flüssiges Tippen. Auch wenn es einmal etwas schneller gehen muss, diese Tastatur und genug Power für lange Texte und Protokolle. Was ich persönlich auch sehr gut finde, die Tasten sind nicht zu laut, was ideal für das Arbeiten im Homeoffice ist. Sehr gut, denn so kann ich jedem Onlinemeeting mitschreiben, ohne dass sich meine Kollegen beim Meeting durch Tippgeräusche gestört fühlen.  Die leicht angeraute Oberfläche der Tasten verhindert ein Abrutschen der Finger, selbst bei längeren Schreibsessions.

Lautstärke: Die Tastatur ist insgesamt leise. Die Schalter haben einen gedämpften Klang, der weder Kollegen noch Mitbewohner stört. Selbst wenn ich nachts noch etwas arbeite oder spiele, muss ich keine Rücksicht auf andere nehmen.

Layout und Zusatztasten: Das 104-Tasten-Layout bietet alle wichtigen Funktionen. Die Funktionstasten sind gut platziert und leicht zu erreichen. Die zusätzlichen Medientasten (Lautstärke, Wiedergabe, Stummschaltung) sind praktisch an der Seite angeordnet.

Stabilität und Rutschfestigkeit: Die gummierten Standfüße halten die Tastatur sicher auf dem Tisch. Selbst bei hektischen Gaming-Momenten bleibt sie an Ort und Stelle. Die abnehmbare USB-C-Verbindung ist stabil verarbeitet und verhindert Kabelbrüche.

Alltagstauglichkeit: Ob beim Tippen von E-Mails, beim Programmieren oder beim Spielen | die Tastatur erfüllt ihre Aufgaben zuverlässig. Die Tastenanschläge sind präzise, und ich kann mich auf sie verlassen.
Vergleich zu ähnlichen Produkten.

Im Vergleich zu ähnlichen kompakten TKL-Tastaturen sticht die NZXT Function MiniTKL hervor. Ihre Anpassungsmöglichkeiten, die Hot-Swap-Funktion und die hochwertige Verarbeitung setzen sie von der Konkurrenz ab. Die Tastatur bietet eine ausgewogene Mischung aus Gaming-Performance und Alltagstauglichkeit.

Vorteile der NZXT Function MiniTKL:

Hot-Swap-Funktion: Die Möglichkeit, die Schalter ohne Löten auszutauschen, ist einzigartig und bietet eine hohe Anpassungsfähigkeit.
Verarbeitung und Materialqualität: Das solide Gehäuse und die widerstandsfähigen Tasten zeugen von guter Verarbeitung.

Ergonomie: Die leicht angewinkelte Position der Tasten ermöglicht komfortables Tippen.

Individuelle Keycaps: Du kannst die Keycaps nach Belieben austauschen und anpassen.

RGB-Beleuchtung: Die individuell anpassbare Beleuchtung erlaubt es, die Tastatur nach meinem Geschmack zu gestalten.


Nachteile der NZXT Function MiniTKL:
Die mitgelieferten ABS Keycaps fühlen sich etwas generisch an.

Preis: Der Preis liegt im mittleren Bereich, aber es gibt günstigere Optionen mit ähnlichen Funktionen.

Fehlende Handballenauflage: Die MiniTKL-Version kommt ohne Handballenauflage.

Software: Die Software bietet begrenzte Tastaturoptionen.

Fazit
Die NZXT Function MiniTKL Tastatur ist eine gelungene Kombination aus Design, Leistung und Anpassungsfähigkeit. Sie begleitet mich zuverlässig im Homeoffice und ermöglicht gleichzeitig ein angenehmes Spielerlebnis. Wenn du nach einer Tastatur suchst, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt, ist die NZXT Function MiniTKL definitiv einen Blick wert.

Vergleich zu ähnlichen Produkten.

Im Vergleich zu ähnlichen kompakten TKL-Tastaturen sticht die NZXT Function MiniTKL hervor. Ihre Anpassungsmöglichkeiten, die Hot-Swap-Funktion und die hochwertige Verarbeitung setzen sie von der Konkurrenz ab. Die Tastatur bietet eine ausgewogene Mischung aus Gaming-Performance und Alltagstauglichkeit. Ich empfehle sie gerne weiter, sie lässt sich vielseitig einsetzen und ist für Gamer genauso gut geeignet wie für Menschen, die im Homeoffice arbeiten. Den Preis halte ich angesichts der Qualität für durchaus berechtigt.
    
  
4 5
     am 16.04.2022
Produkttester
Diese Produktbewertung ist im Rahmen des Testers-Keepers Programms von Mindfactory entstanden. Das Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt und von mir mal etwas unter die Lupe genommen. Meine Einschätzung im Folgenden:

Lieferung und ihr Umfang

Die NZXT Function MiniTKL kommt in einer eleganten funktionalen Verpackung, wie bei NZXT üblich in weiß und violett gehalten. Auf Plastik wurde bei der Verpackung genauso wie bei der Tastatur selbst in einigen Aspekten verzichtet, aber nicht komplett. Die Tastatur und das Zubehör lassen sich leicht entnehmen und auch wieder in der Verpackung verstauen, falls man mal grade keine Verwendung für das gute Stück hat.
Neben dem eigentlichen Keyboard wird ein schlankes abnehmbares Kabel, eine Zange für das Hot-Swapping der Switches und eine schonende Klammer für das Abnehmen der Keycaps mitgeliefert.
Wie sich anhand dieser kleinen Extras erahnen lässt, ist die NZXT nicht nur eine schicke kompakte Gaming-Tastatur, sondern auch für Enthusiasten einen Blick wert. Das mitgelieferte Kabel ließe sich durch ein Coiled Keyboard Cable ersetzen und auch Keycaps und Switches sind individuell austauschbar.
Tut das Not? Nö! Bietet es so die Möglichkeit aus einer schicken Tastatur einen richtigen Hingucker nach eigenen optischen und akustischen Vorlieben zu machen? Ja!
Aber auch ohne extra Scheine in die Hand zu nehmen, kann sich die Function MiniTKL sehen und hören lassen.

Optik

Optisch macht das kleine Brett von NZXT einiges her. Insgesamt wird hier auf ein dezenteres minimalistisches und eben kompaktes Design gesetzt. Die Technik verbirgt sich komplett in einem schicken, schwarzen und recht schlanken Case, dessen Oberseite aus Aluminium gefertigt ist. Auf diesem sitzen dann auch schon die RGB Switches und darauf die Keycaps. Durch das randlose Case und die schwarze Oberfläche kommt die RGB Beleuchtung gut zur Geltung, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken. Wenn man nicht grade am Schreibtisch sitzt und aus ein, zwei Metern Entfernung auf die Tastatur schaut, hat man freien Blick auf die Switches, außerdem wirken die Tasten recht hoch, dementsprechend gefällt die randlose Optik wahrscheinlich nicht jedem. Ich persönlich störe mich allerdings nicht daran. Für mich ist die MiniTKL sehr stilistisch, da kann ich gerne auf einen klassischen bis zuweilen wulstigen Rahmen um die Tasten verzichten. In meinen Augen ist diese kleine 75% Tastatur also ein dezenter Hingucker.
Sie sieht dazu nicht nur sehr edel aus, sondern fühlt sich auch sehr gut an. Das ganze Brett ist hochwertig verarbeitet und ist trotz der Größe schön schwer (718g).

Funktionalität

In Sachen Funktionalität macht die NZXT Funktion MiniTKL seinem Namen alle Ehre. Fangen wir mal auf der Unterseite an. Hier finden sich 5 kleine Flächen die mit einer rutschfesten und dämmenden Oberfläche versehen sind. Außerdem gibt es hier vier Füßchen, mit denen sich die Tastatur in zwei unterschiedliche Positionen aufrichten lässt.
Wenn man die Tastatur von der Oberseite betrachtet, dann ist fast das gesamte Brett von Tasten bedeckt. Lediglich auf der linken Seite steht das Case etwas mehr hervor. Hier lassen sich die meisten funktionalen Tasten ausmachen. An oberster Stelle befindet sich ein Rädchen zur Anpassung der Lautstärke. Hier lässt sich auch viel Liebe zum Detail feststellen, denn die Seiten des Rädchens sind ganz im Stile des Herstellers mit etwas Violett versehen. Das sollte jetzt aber niemanden vom Kauf abschrecken. Die kolorierten Flächen sind kaum sichtbar und fallen lediglich denjenigen ins Auge, die sich beim Betrachten auf die detaillierte Verarbeitung konzentrieren.
Unter dem Lautstärkeregler seitlich an das Case angebracht sind dann drei kleine Knöpfe mit denen sich einmal der PC stumm, die Windows-Taste sperren und die Helligkeit der Beleuchtung in fünf Stufen regeln lassen. Die Sperrfunktion der Windows-Taste ist natürlich für GamerInnen ein Muss, um nicht im entscheidenden Moment versehentlich aus dem Spiel zu tabben. Für die ersten beiden Knöpfe gibt es zusätzlich auf der Oberfläche zwei kleine Leuchten, anhand derer sich mit einem Blick kontrollieren lässt, ob die Tasten aktiviert wurden oder nicht, wobei die Lautlos-Taste lediglich kurz rot aufleuchtet. Die Position der Knöpfe ist etwas gewöhnungsbedürftig. Beim Testen musste ich mich immer wieder vergewissern, welcher Knopf welche Funktion hat. Zudem greife ich die Tastatur aus Gewohnheit immer seitlich, um sie auf meinem Tisch umzupositionieren und es kam dabei nicht nur einmal vor, dass ich dabei mehrere Knöpfe gleichzeitig betätigte.
Auch bietet die NZXT MiniTKL noch drei Multimedia Funktionen auf den F-Tasten, die sich in Kombination mit der FN-Taste betätigen lassen bzw. auch nicht, wenn man die Tastenbelegung in der Software anpasst und sie primär mit Multimedia Tasten belegt. Dann sind sie auch ohne FN Taste zu bedienen. Aber dazu später nochmal.

Aber wie tippt es sich denn nun auf der Tastatur?

Im Brett verbaut wurden Gateron Linear Red Switches, die vergleichbar sind mit den Cherry MX Red Switches. Dementsprechend leicht zu betätigen mit einem kurzen Reaktionsweg. Meiner Meinung nach zum Gamen sehr gut geeignet, aber zum Tippen nicht ganz so günstig. Wenn man die gewünschte Taste mal nicht perfekt trifft, dann hat man auch mal schnell eine andere Taste mitgenommen. Da die Tastatur mit Anti-Ghosting und N-Key-Rollover ausgestattet ist, wird jeder Tastenanschlag, auch Gleichzeitige, sofort erkannt und verarbeitet. So hat man beim Tippen auch hier und da mal einen Buchstaben drin, der eigentlich nicht erwünscht war. Mit anderen Switches bekommt man die NZXT MiniTKL leider nur, wenn man sich diese selbst auf der firmeneigenen Website im Build anpasst. Einerseits schade, dass die individuelle Auswahl bei Händlern damit aktuell limitiert ist, andererseits ist es cool, dass NZXT diese Möglichkeit der Individualisierung anbietet.
Switches sind einfach Geschmacksache. Negativ aufgefallen ist mir allerdings, dass die Keycaps aus schmutz- und abnutzungsanfälligerem ABS-Kunststoff gefertigt sind, während man im Builder dazu gezwungen ist, hochwertigere und langlebigere PBT-Keycaps für einen recht saftigen Aufpreis zu wählen. In dieser Preisklasse hätten ruhig auch auf den Stock-Modellen direkt PBT-Keycaps verbaut sein können.
Meiner Wahrnehmung nach kratzt das leider auch am ansonsten schönen Klangbild der Tastatur.

Sound

Das Case ist kompakt gebaut und wahrscheinlich auch gedämmt. Zumindest erzeugt Klopfen auf die Rückseite ein angenehmes dumpfes Geräusch. Es scheppert oder knarzt nichts. In Verbindung mit den guten Switches ergibt sich ein durchaus satisfizierender Sound, wenn man mal im Flow ist, der aber eben in meinen Ohren mit PBT-Keycaps noch ein Tick besser hätte sein können.

Die Software zur Hardware

Die Tastatur wird, wie andere NZXT Produkte auch, über die hauseigene NZXT CAM Software angesteuert. Sie ist auch ohne diese nutzbar, aber wer Festplatten- und Arbeitsspeicher über hat, sollte sich definitiv die dazugehörige Software runterladen.
Diese bietet einiges an Anpassungsmöglichkeiten. Neben den sonstigen Funktionen wie eine einfache Übersicht der verbauten Hardware, Overclocking oder eine Übersicht zu Strom und Kühlung (sofern unterstützte Hardware verbaut ist, be quiet! ist es bspw. nicht), usw., lässt sich mit der Software auch viel an der Beleuchtung und an der Tastenbelegung schrauben. Alle Switches sind in ihrer Beleuchtung einzeln ansteuerbar und mit einigen Lichteffekten zu versehen. Falls man eine Taste im Vergleich zu einer Full Size Tastatur auf der MiniTKL vermisst, dann lassen sich diese Funktionen auf bereits vorhandene Tasten auf der Tastatur legen (Remapping). Man kann sich die Tastatur also optisch und funktional so anpassen wie man es bevorzugt. Nur die seitlich angebrachten Tasten inklusive des Rädchens, sowie FN, ESC und Right Ctrl lassen sich nicht mit neuen Funktionen belegen. Zusätzlich kann man sich auch Makros für die Tastatur erstellen. Insgesamt macht die Tastatur in der Software aber einen wiedermal sehr praktischen Eindruck.

Fazit

Die NZXT Function MiniTKL ist eine sehr schicke Tastatur. Mit ihren vielen Möglichkeiten der individuellen Anpassungen (und gegebenenfalls Reparaturen) ist sie entsprechend ihres Namens einfach praktisch und dezent auf meinem Schreibtisch. Zum aktuellen Kaufpreis von 110 Euro, würde ich mir allerdings zwei Mal überlegen, auf was man Wert legt und wie viel es einem wert ist, dafür zu zahlen. Ich bin von der Funktionalität und dem Design wirklich begeistert, aber für eine perfekte Tastatur fehlen mir definitiv eine Auswahl an Switches und haltbarere PBT-Keycaps ab Werk, die letztendlich ja auch das entscheidende an einer Tastatur ausmachen, unzwar das Tippgefühl. Diese könnte man natürlich im Build von NZXT anpassen, allerdings ist man dann bereits bei 175 Euro. So wie Händler sie anbieten, bewegt sich die Tastatur im gehobeneren Preissegment. Hier sind PBT-Keycaps bei vielen Herstellern zwar nicht unbedingt Standard, trotz dessen liefern hier einige bereits.

Wer also ein schickes kleines Brett für einen im Großen und Ganzen guten Preis erwerben möchte und mit der Stock-Version völlig zufrieden ist, da ist die NZXT Fuction MiniTKL eine klare Kaufempfehlung. Für alle, die kein Problem haben, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, um sich ein schönes Custom Modell nach eigenen Vorstellungen zu basteln, auch.
Allen anderen würde ich empfehlen, sich doch nochmal umzusehen und dann abzuwägen.

Auf meinem Schreibtisch bleibt die NZXT Function MiniTKL auf jeden Fall erstmal an seinem Platz. Mit den ein oder anderen Extras zum Customizen habe ich auch schon geliebäugelt
    
  
5 5
     am 14.04.2022
Produkttester
TL;DR: Gute, kompakte Tastatur zum mobilen Einsatz mit interessantem Tastaturlayout und sehr guten RGB-LEDs, aber auch mit kleineren Schwächen (z.B. Platzierung der Sonderfunktionstasten). Aber wer oder was ist schon perfekt :-)?

EINLEITUNG
Ich bin Software-Entwickler und ambitionierter Casual-Gamer in seinen 40er Jahren und seit ein paar Monaten auf der Suche nach einer mobilen Lösung, um zwischen Home-Office und Büroarbeitsplatz wechseln zu können. Umso erfreuter war ich, als ich vom Tester-Gewinnspiel von Mindfactory und NZXT mit nachgängiger Besitzübernahme erfuhr. Am wichtigsten daran war aber, dass meine "Bewerbung" erfolgreich beschieden wurde. Nennt mich also etwas "biased" :-).

VORAUSSETZUNGEN
Und so sitze ich hier vor meiner neuen NZXT-Tastatur und versuche, nach 14-Tagen ein faires Testurteil abzugeben.

Zum Vergleich kann ich die TKL-Tastatur LK20 von Lioncast( MX Braun) und das Top-Modell von Mountain, die Everest MAX (MX Braun) mit modularem Nummernblock und LED-Multimedia-Screen heranziehen. Dabei muss erwähnt werden, dass die Mountain mehr als zweimal so teuer und in einer anderen "Liga" spielt | und selbst die hat ihre Höhen und Tiefen. Daneben setze ich an meinen privaten Arbeitsplätzen und meinem Simulator-Rig kabellose Lösungen von Logitech ein, die aber ohne mechanische Schalter auskommen.

TECHNISCHE DATEN / VERPACKUNG / ZUBEHÖR
Die Tastatur kommt in einer zweckmässigen Verpackung, welches die Tastatur und das Zubehör sicher verwahrt. Als Zubehör sind ein 2-Meter-USB-C-Kabel und zwei Werkzeuge zum Entfernen der KeyCaps und mechanischen Schalter beigelegt. Anders als bei den Volllayout-Tastaturen von NZXT wird keine Handballenablage mitgeliefert.

Die Tastatur macht einen stabilen und kompakten Eindruck, kein Platz wird verschwendet. Die von mir ausgesuchte schwarze Variante wirkt dezent auf meinem Schreibtisch..

Die Maße betragen zirka 339x123x40cm. Das Gewicht beträgt 718g, was der Tastatur trotz der kompakten Größe ein angenehmes Gefühl von Gewicht verleiht.

Die Tastatur ist mit hot-swap-fähigen Gateron Linear Red-Schalter mit RGB-LEDs ausgerüstet, welche aber auch durch normale MX-Schalter ausgetauscht werden können.

An der linken Seite sind ein Lautstärkeregler in Form eines Rades und drei Druckknöpfe zum Stummschalten, Umschalten des WinLock-Modus und für die Einstellung der LED-Helligkeit eingelassen.

Die Tastatur verfügt über Füsse mit zwei Einstellungsmöglichkeiten, um den Winkel der Tastatur zu verändern.

Als Software kommt die hausinterne Software NZXT-CAM zum Einsatz, die kostenlos von der Webseite heruntergeladen werden kann, ebenso wie das Handbuch.

Die Tastatur wird per USB-C angebunden, das Kabel ist also abnehmbar. Der Anschluss dazu befindet sich gut erreichbar auf der Rückseite der Tastatur.

TASTATURLAYOUT/SCHALTER
Das Tastaturlayout ist im ISO-Format ausgelegt und verwendet 87 Tasten. Die Cursor- und Sondertasten (Einf, Pos1, Entf, etc.) sind auf der rechten Seite in abstandreduzierter Form in zwei Spalten angeordnet, um die Breite der Tastatur zu verringern.

Das Layout ist am Anfang etwas ungewohnt, da man des öfteren statt der ENTER-Taste eine Sondertaste (z.B. Entf) trifft. Nach einer Woche hat man sich aber daran gewöhnt und lernt die geringere Entfernung zu den Sondertasten zu schätzen. Die Schalter fühlen sich zu den von mir normalerweise genutzten braunen MX-Schaltern etwas weniger knackig resp. schwammig an. Die Tasten sind auch etwas "unruhiger", wenn man an ihnen ruckelt. Etwas, was man aber nur bei direktem und kritischem Vergleich bemerkt. Das Schreibgefühl dagegen ist sehr gut und entspricht meinen Erwartungen und Erfahrungen an und mit mechanischen Tastaturen für Schreiben und Programmieren. Die Schalter sind zu MX-Schaltern kompatibel, der Spielfreude mit unterschiedlichen Schaltstärken und -verhalten (taktil, linear, etc.) sind also keine Grenzen gesetzt.

KEYCAPS
Die aus ABS gefertigten KeyCaps sind mit einer glatten Oberfläche versehen , die Beschriftung sauber und das LED-Licht intensiv und klar abgegeben. Trotzdem empfinde ich PBT-KeyCaps mit ihrer rauen Oberfläche angenehmer beim Schreiben und habe die KeyCaps darum durch PBT-PuddingCaps (oben schwarz, unten durchscheinend) ausgetauscht. Das Austauschen der KeyCaps war mit den mitgelieferten Tools einfach und ohne großen Kraftaufwand möglich. Dabei ist zu beachten, dass bei normalen KeyCaps-Kits durch die Neuanordnung der Sondertasten die Höhe einiger Sondertasten nicht mehr passt - sie sind zu hoch für ihre Reihe. Das führt zu einem uneinheitlichen Tastenbild und darum habe ich die Sondertastenspalten mit den alten ABS-KeyCaps belassen, was der Tastatur einen interessanten LED-Effekt verpasst und ihr Individualität verleiht.

RGB-LED
Kommen wir nun zu einem persönlichen Höhepunkt der Tastatur, den LEDs. Mit den normalen schwarzen ABS-KeyCaps noch etwas dezent, kommt die hohe Lichtstärke mit den PuddingCaps (unbedingt mal ausprobieren!) zur vollen Geltung. Selten habe ich den Regenbogeneffekt so genossen, wie mit dieser Tastatur. Verglichen mit meiner Haupttastatur, der Mountain MAX, strahlen die LEDs bei voller Helligkeit fast doppelt so stark.

Als Negativpunkt bei Nutzung von PuddingCaps ist mir aufgefallen, dass durch die roten Gateron-Schalter keine reinweißen Farben erzeugt werden. Weiß sieht immer etwas rosa aus. Dieser Effekt ist mir bei braunen Schaltern nicht aufgefallen. Dies ist aber ein Problem der KeyCap-Schalter-Kombination und nicht der Tastatur an sich.

SONDERFUNKTIONEN
Die auf der linken Seite seitlich angebrachten Knöpfe ermöglichen einen schnellen Zugriff auf die Lautstärkeeinstellung, die Audio-Stummschaltung, das Umschalten der Windows-Taste (WinLock-Mode) und der LED-Helligkeit (4 stufig). Das Drehrad zur Lautstärkeregelung ist angenehm zu nutzen und weist eine sehr geringe aber fühlbare Rasterung auf. Der WinLock-Mode wird mit einer dauernd leuchtenden weißen LED angezeigt. Dass die rote LED beim Stummschalten des Tons nur bei Tastendruck aktiv ist, ist wohl darauf zurückführen, dass dieser Wert von anderer Seite verändert werden kann und die Tastatur das nicht mitbekommt.

Negativ ist mir aufgefallen, dass man die Tasten sehr leicht betätigt, wenn man seine Tastatur oft bewegt. Dadurch habe ich schon mehrfach plötzlich vor einer "deaktivierten" Tastatur gesessen, weil ich aus Versehen die Helligkeit von Stufe 3 auf Stufe 0 "getastet" habe. Scheinbar nageln die Produkttester bei NZXT ihre Testobjekte am Tisch fest :-)

Zusätzlich gibt es in der Sondertasten-Spalte am rechten Rand noch eine dedizierte NZXT-Taste, die mit Sonderfunktionen belegt werden kann. Ich habe sie nicht intensiv genutzt, aber nachdem in der Software (s.u.) konfiguriert, wurde das Makro erfolgreich ausgeführt.

Über eine Funktionstaste (Fn) und die Funktionstasten F1-F4 kann zwischen vier in der Tastatur gespeicherten Profilen gewechselt werden. Eine schnelle Möglichkeit, um zwischen Arbeitsplatz- und Spiele-Konfiguration zeitnah wechseln zu können, ohne die Software zu starten.

SOFTWARE
Die Tastatur funktioniert out-of-the-box, entfaltet aber seine ganze Funktionalität erst, wenn man die hausinterne Software NZXT-Cam verwendet. Die Software ist die eierlegende Wollmilchsau des NZXT-Hardware-Universums und kann neben Tastaturen unter anderem Mäuse, Kühlerlösungen, Netzteile und PC-Info-Overlays steuern. Man kann diese Punkte, sofern nicht anwendbar, aber leicht in den Einstellungen verstecken.

Die CAM-Oberfläche ist übersichtlich, leicht verständlich und bedienbar. Ich habe mich auch ohne Handbuch schnell zurechtgefunden.

Für Tastaturen können mehrere Funktionen konfiguriert werden. Dazu zählen RGB-Einstellungen, Makro-Funktionen und Austauschen von Tastenwerten (Rebinding).

Die RGB-Einstellungen beinhalten die üblichen Verdächtigen wie zum Beispiel Rainbow, Matrix oder Custom mit allen notwendigen Optionen (Richtung, Größe, Geschwindigkeit).

Der Makro-Modus ermöglicht das Ausführen unterschiedlichster Tastenanschläge durch Drücken einer einzigen Aktivierungstaste. Einen wirklichen Nutzen habe ich für mich noch nicht gefunden.

SCHLUSSWORTE
Und damit möchte ich zum Schluss kommen. Als "Beschenkter" muss ich mir die Frage stellen, ob ich mir die Tastatur auch so gekauft hätte. Und eine Antwort fällt mir einerseits leicht, andererseits etwas schwerer.

Die Tastatur erfüllt meine Anforderungen an eine mobile und kompakte Lösung, ist qualitativ auf hohem Niveau und zeigt nur geringe, für mich vernachlässigbare Schwächen. Die Beantwortung der Frage, ob ich den aktuellen Preis von etwas über 100 Euro ausgegeben hätte, lässt mich etwas zögern. Meine vor kurzem getätigten Recherchen haben ähnlich ausgestattete Tastaturen in einem etwas geringeren Preissegment zu Tage gefördert. Ob dann aber auch Qualität und Ergonomie der NZXT erreicht worden wäre, kann ich nicht beurteilen.

Abseits des Preises kann man aus meiner Sicht nichts falsch machen, da man eine sehr gute Tastatur mit interessanten Eigenschaften und Funktionen erhält. Bei mir wird sie in ständiger Zweitbenutzung zu Hause und im Büro sein, da ich auf die Vorteile meiner Mountain Max dann doch nicht verzichten möchte.
    
  
4 5
     am 13.04.2022
Produkttester
Disclaimer: Ich habe die Tastatur im Rahmen der "Testers-Keepers Aktion" von Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen; meine Rezension soll dies allerdings nicht beeinflussen.

Verpackung und Accessoires

Die Tastatur kommt in einer angemessen großen Verpackung, die von außen den Eindruck erweckt, Verpackungsmaterialien würden für die Produktion eingespart werden. Innendrin setzt sich dieser Trend nur begrenzt fort; es wird mit Trennschaumfolie und einem Plastikblister gearbeitet, der sich über die gesamten Tasten erstreckt. Eine Pappauflage hätte es auch getan und einen Großteil des Plastikmülls eingespart. Die Konkurrenz macht es hier zwar nicht viel besser (Razer, Corsair und Logitech im Vergleich), ich hatte allerdings noch den Karton der SGK 3 von Sharkoon, die ohne einen solchen Blister auskam.
Das beiliegende, schwarz gesleevte USB-C Kabel macht einen guten Eindruck, es ist allerdings aus Hartgummi, was die Verlegung auf dem Schreibtisch etwas schwieriger gestalten kann. Die zwei Werkzeuge (einmal zum Entfernen der Switches und für das Austauschen der eigentlichen Switches) sind für den Anwendungsfall ausreichend stabil und wirken nicht zu billig.
Die Handballenauflage, die bei den großen Brüdern dieses Modells vorhanden ist, fehlt bei dieser Version der Tastatur allerdings leider. Darüber hinaus ist zum Anbringen der Auflage ein Magnetstreifen im Chassis der anderen Tastaturmodelle eingebaut, der auch bei der Mini-TKL eingespart wurde. Dies bedeutet, dass ein Nachkauf einer Auflage auch in Zukunft nicht möglich sein wird. Aus der wirtschaftlichen Perspektive NZXTs ergibt das keinen Sinn für mich.

Optik, Haptik und Wertigkeit

Die Tastatur erweckt auf den ersten Blick keine Assoziationen mit dem Begriff "Gaming" | was 2022 allerdings völlig wertfrei zu verstehen ist. Meines Erachtens kann diese Tastatur also sowohl im Bürobereich, als auch im Eigenheim platziert werden, ohne dabei irgendwelche stilistischen Spannungen hervorzurufen. Bis auf den glossy schwarz-auf-schwarz NZXT-Schriftzug, welcher sich auf der rechten hinteren Tastaturseite finden lässt, kann auf der Oberfläche kein anderes Branding gesehen werden, sodass die Tastatur insgesamt einen reduziert minimalistischen Eindruck macht. Mir gefällt das sehr gut.
Aufgrund der Aluminiumoberschale haben wir sehr wenig "Flex"; die Tastatur gibt bei wenig Seitendruck nicht nach, es ist kein Knarzen oder Knacken zu hören. Auch beim Drücken der Tasten lassen sich keine "Sümpfe" im Tastenbrett finden; das Andrücken erfolgt knackig und ohne Nachgeben des Chassis. Durch ihr solides Gewicht steht die Tastatur auf ihren zweifach höhenverstellbaren Gummifüßen sicher auf jeder Schreibtischoberfläche.

Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck

Die Tastatur kommt in der Standard-65%-Ausführung, der Nummernblock ist eingespart, die Funktionstasten allerdings erhalten geblieben. Die Abstände zwischen den Tasten sind nicht verringert, es handelt ich um ganz gewöhnliche, glatte ABS-Kappen. Einer meiner größten Kritikpunkte, der sich dann auch bei der Farbe und den Switches weiter fortsetzen wird, ist, dass man in seiner Auswahl der Kappen, Switches und Farbe weitestgehend auf eine Auswahlmöglichkeit begrenzt ist (mit Ausnahme, dass es die Modelle in Schwarz und Weiß im Warenhandel zu kaufen gibt.) Will man PBT-Kappen oder graue Kappen oder doch lieber Blue-Switches, so ist man auf das hauseigene Buildprogramm von NZXT angewiesen, welches die Tastatur nun mehr oder minder individualisiert anbieten kann. Mit den Preisen, die dort zustande kommen, kann man dann allerdings auch direkt zur Boutique-Variante greifen, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Für den Rest meiner Rezension klammere ich diese Tatsache aus und behandle diese Tastatur isoliert für ihren Preis von ungefähr 110¤.
Zurück zu den Kappen: Ich mag glatte ABS-Kappen nicht. Das gilt nicht nur für diese Tastatur, sondern für alle anderen auch. Auf dieser Oberfläche sammelt sich schnell Dreck und Schweiß und gerade nach einem Gamingabend, an dem nur gespielt und nicht gegessen wurde, sehen die Tastenoberflächen nicht besonders ansprechend aus. Hätte man sich für standardmäßige PBT-Oberflächen entschieden, hätte man diese Problematik umgehen können. Ansonsten sind die 87 recht dünnwandigen Tastenkappen aber in Ordnung; ich werde sie dennoch bald gegen ein PBT-Set tauschen.
Die Funktionstasten an der rechten Seite sind out-of-the-box zum Stummschalten der Systemsounds, zum Feststellen der FN-Tasten und zu vierstufigen Helligkeitsregelung der RGB-Beleuchtung programmiert. Sie besitzen einen angenehm klickenden Druckpunkt und sind gut erreichbar angebracht. Der Lautstärkeregler an der oberen linken Kante ist ein persönliches Highlight für mich, auf diese Weise kann man im Spielgeschehen zum Beispiel relativ einfach die Lautstärke mit der Tastaturhand ändern.
Zu den Gateron-Red-Switches gibt es nicht viel zu sagen, sie bieten einen guten Kompromiss, wenn man in seiner Freizeit den leichten und reaktiven Anschlag fürs Gaming und im Beruf den entlastenden Tastenanschlag fürs Schreiben haben möchte. Da ich außerhalb des Tests eine Tastatur mit Cherry-Browns verwendet habe, musste ich mich erstmal wieder an den sehr viel einfacheren Anschlag gewöhnen; nach zwei Tagen fand ich die Anschlagspunkte dann allerdings wieder recht angenehm. Mit den mitgelieferten Tools lassen sich die Switches problemlos aus dem Chassis lösen und können somit gegen alle anderen kompatiblen getauscht werden. Durch den Blick ins Innere offenbart sich eine Schaumfolie, die auf dem PCB ausgelegt ist, um den "Ping", also die Resonanz des Tastenanschlags im Chassis, zu verringern.

Software

Die NZXT Cam Software beinhaltet neben Übertaktungsfunktionen und anderen Systemeinstellungen einen Abschnitt, wo man RGB-Einstellungen und die Zuweisung der Funktionstasten vornehmen kann. Hier lassen sich auch Makros einstellen und die einzelnen Tasten neu belegen. Ich bin kein Fan von Peripheriesoftware, da diese sich, gerade wenn man unterschiedliche Marken von Peripheriegeräten besitzt, schnell anhäuft. Die Oberfläche ist allerdings recht intuitiv gestaltet und alle Standardfunktionen für die Tastenbeleuchtungen sind da. Positiv finde ich, dass es durch die Software keinen Leistungsschwund im System gibt und sie tatsächlich auch nach vorgenommenen Änderungen geschlossen werden kann.

Preis-/Leistungsverhältnis

Insgesamt macht die Tastatur einen recht soliden Eindruck; optisch kann ich keine Negativpunkte nennen. Die Handballenauflage wäre bei dem Preispunkt meiner Meinung nach auch angemessen gewesen, aber vielleicht wird das dann bei der V2 nachgereicht. Die Hotswapfunktion für die Switches eröffnet ein neues Marktfeld für die Konkurrenten; inwiefern sich das als Nische neben dem DIY-Markt etabliert, muss man dann in Zukunft sehen. Die gewählten Materialien erwecken insgesamt einen recht hochwertigen Eindruck, PBT-Kappen und Aluminium-Vollverschalung hätten es für mich dann komplett abgerundet (das kann Sharkoon auch). Bei einem Preispunkt von unter 100 Euro würde ich die Tastatur als Preiswert empfinden, knapp darüber kratzt sie für mich dann an Alternativen (Ducky, etc.) die weitaus mehr Auswahl in ihren Sortimenten anbieten.

Haltbarkeit

Zur allgemeinen Haltbarkeit kann ich nach 14 Tagen leider noch keine fundierten Aussagen treffen, allerdings würde ich auf Basis meiner aktuellen Eindrücke der Tastatur eine gewisse Langlebigkeit zutrauen. Die austauschbaren Switches ermöglichen es auch, einzelne Blindgänger in Zukunft auszutauschen, ohne das ganze Keyboard dabei opfern zu müssen. Die Funktionstasten an der linken Seite und der Drehregler machen einen anständigen Eindruck und sollten ebenfalls lange ihren Dienst erfüllen. Das abnehmbare USB-C Kabel beugt ebenfalls einem Kabelbruchdesaster vor und ermöglicht einen einfacheren Transport; die Tastatur geht problemlos in meine Umhängetasche für die Arbeit.
Bis auf wenige Abzüge im Bereich Accessoires, Materialwahl und Kostenpunkt haben wir es mit einer schönen, handlichen und wertigen TKL-Tastatur zu tun, die sowohl Gamer als auch Schreiber zufriedenstellen kann.

4/5
    
  
4 5
     am 12.04.2022
Produkttester
Im Voraus möchte ich bemerken, dass mir diese Tastatur im Rahmen des Testers Keepers -Programms durch Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Beworben habe ich mich zum Test dieser Tastatur, da ich sowohl für Gaming, für die berufliche Nutzung zu Hause, als auch für Dienstreisen eine kleine hochwertige mechanische Tastatur gesucht habe, die auch in einer eher zurückhaltenden Büroumgebung und mit reduzierten Lichteffekten noch einen professionellen Eindruck hinterlässt und nicht zu stark nach "Kirmes" aussieht. Genutzt wird die Tastatur zu circa 85% zum Schreiben längerer Texte und Programmierung sowie zu 15% zum Spielen.

- Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung grinst einen im typischen NZXT-Lila an. Material und Aufdruck sind einem Peripherie-Gerät in diesem Preisbereich angemessen und wirken hochwertig. Die Werbebotschaften auf der Umverpackung wirken professionell, zweckdienlich, keinesfalls reißerisch und kommen ohne die typischen Werbeversprechen aus, euch dank eures Kaufs unmittelbar zum Pro-Gamer zu machen.
Die Tastatur im Inneren wird durch einen hochwertigen Karton, samt entsprechend geformtem Kunststoffblister zum Schutz der Tasten, darunterliegend ein Stück Schaumpolsterfolie (leider etwas zu dünn für einen sogenannten "Foam-Mod" zur Dämpfung der Tastatur) geschützt. Separiert eingepackt findet sich das unten genannte Zubehör, oder auch nicht.
Das beiliegende, relativ dicke USB-C-Kabel mit einer Länge von knapp 2 Metern ist mit einem schlichten schwarzen, engmaschigen Sleeve versehen und macht mit seinen hochwertigen Steckern einen guten Eindruck. Es ist etwas störrisch, kann für eine ordentliche Verlegung auf dem Schreibtisch aber leicht in die gewünschte Form gebogen werden.
Weiter wurden der Tastatur Werkzeuge, ein einfacher Keycap-Puller und eine Zange zum Wechsel der Switches beigelegt. Beide machen einen hochwertigen Eindruck und sollten die Modding-Arbeiten eines gesamten Tastaturlebens überdauern.
Anders als bei der Fullsize und TKL-Version (ohne Zehner-Zahlenblock) der Tastatur, liegt der Mini TKL keine Handballenauflage bei. Dies ist bei dieser Produktgruppe typisch und für mich kein Minuskriterium, wäre jedoch eine Chance gewesen sich von der Konkurrenz abzusetzen.

-Optik und Haptik

Die mir gelieferte Tastatur mit schwarzem Body und Tasten kommt relativ unauffällig daher. Das Gehäuse besteht aus hochwertig verarbeitetem Kunststoff (schätzungsweise ABS) und vermittelt durch eine raue Textur an der Oberseite den Eindruck aus Gussmetall zu bestehen. Dies gefällt mir persönlich sehr.
Das Gehäuse ist für mein Verständnis auch sehr verwindungssteif, selbst im Vergleich zu Aluminium-Gehäusen wie aus der HyperX Alloy-Serie und gibt auch beim "aggressiven" Tippen nicht spürbar nach.
Es scheint über eine Metallplatte im Inneren zu verfügen, was ich noch nicht überprüfen konnte, jedoch nahe liegt, da die Tastatur kein schweres, jedoch angenehmes Gewicht hat und dadurch, in Verbindung mit den Gummifüßen sehr standsicher ist. Leicht genug zum Reisen, schwer genug für den nötigen Komfort und daher für mich perfekt.

Layout
Zum Layout gibt es nicht viele Worte zu verlieren. Die Tasten haben Standardabstände und der Umfang sowie die Anordnung der Tasten ist für meine Anforderungen perfekt. Wer die Entscheidung zu einem ca. 65%-Keyboard trifft, tut dies wohl bewusst und sollte sich daher Gedanken machen ob die vorhandenen Tasten für das eigene Nutzungsverhalten ausreichend sind.

Dedizierte Seitentasten
An der linken Seite der Tastatur gibt es drei fest belegte Funktionstasten. Die oberste ist Mute, die Mittlere Win-Lock, zum Deaktivieren der Windows-Taste um versehentliches Öffnen des Startmenüs beim Spielen zu verhindern und die unterste Taste zur Verstellung der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung. Diese kann in 4 Stufen (Aus und in drei verschiedene Helligkeiten) variiert werden. Individuelle Helligkeiten können natürlich mit der Konfigurations-Software (später mehr dazu) konfiguriert werden.

Scrollwheel
Ebenfalls an der linken Seite findet sich das Scroll-Wheel, welches im Vergleich zur Konkurrenz wie beispielsweise Corsair (dort ist es rechts), im Betrieb wesentlich angenehmer erreichbar ist, da die Hand nicht von der Maus genommen werden muss. Dieses ist jedoch leider lediglich für die Wiedergabelautstärke zuständig, lässt sonst aber keine Systemeingaben zu. Hier hätte ich mir als Vielschreiber die Option zum vertikalen oder horizontalen Scrollen, was mit Tastenkombinationen auch Zoomen und Rotieren möglich machen würde, gewünscht. Dies ist jedoch leider nicht möglich und lässt sich nach meinem Kenntnisstand in der zum Zeitpunkt dieses Reviews aktuellen Version der CAM-Software nicht konfigurieren. Hier wurden wieder Plus-Punkte im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern verschenkt.

Tastenkappen
Die Tastenkappen bestehen aus relativ dünnwandigem ABS, was mich hinsichtlich der Geräuschentwicklung etwas gestört hat, da hierdurch beim Anschlagen der Tasten am unteren Totpunkt und zurückprallen im oberen Anschlag ein leichtes Klappern aufgetreten ist. Dies muss nicht jeden stören und damit ist bei
nicht modifizierten mechanischen Tastaturen stets zu rechnen. Das durchscheinen der Tastaturbeleuchtung ist für mich mehr als ausreichend. RGB-Junkies sollten eventuell auf Pudding-Keycaps ausweichen. Generell hätten der Tastatur Tastenkappen aus PBT gutgetan. Immerhin kann von einer modifizierbaren Tastatur dieses Preissegments eine entsprechend lange Gesamtlebensdauer erwartet werden. Wie lange die Tastenkappen durchhalten ohne den für ABS typischen Glanz zu erhalten, der sie so ungepflegt "speckig" aussehen lässt, kann ich Rahmen des kurzen Tests natürlich nicht vorhersagen. Sicher ist nur, dass es passieren wird.
Die angebrachten Standfüße bieten drei Einstellungsmöglichkeiten des Winkels, sind sehr stabil ausgeführt und mit ausreichend rutschhemmenden Gummi versehen, die sehr fest befestigt sind.

Funktionalität und Tippgefühl
Spieler und Gelegenheitsschreiber werden mit dieser Tastatur und den verbauten linearen Gateron Red-Tastern sehr glücklich werden. Die Taster bewegen sich ohne jedwede Kratzgeräusche und sind meiner und auch der Meinung der Internet-Gemeinde nach eine gute Wahl für die vorgenannte Nutzergruppe. Vielschreiber sollten sich indes eventuell näher mit anderen Tastertypen, insbesondere taktilen Modellen, mit einem gewissen Anfangswiderstand und Feedback auseinandersetzen. Diese können Tippfehler enorm reduzieren. NZXT bietet die Tastaturen der Function-Reihe mit anderen Schaltern an. Dies jedoch nur als Werks-Modifikation in deren BLD-Konfigurator für einen enormen Aufpreis. Wer selbst Hand anlegen möchte kann dies auch als Laie, ohne Lötkolben und guten Gewissens, angehen. Die gesockelten Taster ermöglichen ein einfaches austauschen, was mit dem beiliegenden Werkzeug auch sehr einfach gelingt.

Soundcheck
Wie bereits bei den Tastenkappen angesprochen, bringen diese materialbedingt etwas "Eigenresonanz" mit. Dies würde ich als normal bezeichnen. Für meinen persönlichen Geschmack ist es etwas viel, jedoch bin ich diesbezüglich sehr anspruchsvoll und möchte meine Kollegen im Chat oder Büro nicht unnötig stören. Hier lässt sich mit Gummiringen als Dämpfer unter den Tastenkappen für wenige Euro eine starke Verbesserung erzielen. Dies betrifft auch die (vermutete) Metallinnenplatte. Diese gibt ein leichtes metallisches "Klingeln" von sich, was bei mechanischen Tastaturen dieser Preisklasse normal ist. Abhilfe kann hier nur ein Foam-Mod und oder eine Dämpfung des Anschlags durch oben beschriebene Gummiringe schaffen.

- Software

Von der CAM-Software zur Konfiguration der Tastenbelegung und -beleuchtung bin ich weder besonders positiv, noch negativ beeindruckt. Sie bietet, bezogen auf die Tastaturoptionen das Notwendigste, jedoch nichts Herausragendes. Hinsichtlich der RGB-Optionen muss definitiv nachgebessert werden. Störend empfand ich, dass nicht klar ersichtlich ist, welches angelegte Profil in der Software, welcher Schnellwahltaste (FN + 1 bis 4) zugeordnet ist. Das macht es im Gebrauch zum Ratespiel und wurde durch zahlreiche Konkurrenten, auch eher unauffällige Klein- und Billighersteller, wesentlich besser gelöst. Beispielsweise das Anlegen von Ebenen von RGB-Effekten ist bei anderen Herstellern mittlerweile zum Quasi-Standard geworden, sodass man es bei einer Tastatur die sich lediglich durch gesockelte Taster hervorhebt, als grundlegende Voraussetzung annehmen möchte. Jedoch darf man nicht vergessen, dass NXZT neu auf dem Markt der Peripherie-Geräte ist und man den heutzutage beinahe üblichen "Welpenschutz" gelten lassen sollte. Zudem kann und wird (so hoffe ich jedenfalls) das ungenutzte Potential der Software zukünftig noch ausgeschöpft. Hierzu gehört auch, wie weiter oben beschrieben, in diesem Zug auch die Modifikationsmöglichkeit des Scroll-Wheels, was für Gamer wie auch Office-Nutzer ein echter Gewinn sein könnte.
Unter Win 11 macht die Software einen eher instabilen Eindruck. Abstürze wurden jedoch lediglich beim Versuch die internen vorgegebenen Profile zu löschen hervorgerufen. Unter Windows 10 konnte noch kein Test erfolgen. Ich nehme jedoch schlichtweg an, dass sie dort wesentlich besser läuft.

- Preis-/Leistungsverhältnis

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist für mich als noch gut (2-) zu bewerten. Besonders dann, wenn man entweder ohnehin eine Gaming-Tastatur mit Gateron Red-Tastern aufbauen möchte oder so wie es der Hersteller bei der Entwicklung wohl vor hatte, einen möglichst einfachen Einstieg in die Welt des Moddings mechanischer Tastaturen sucht. Anspruchsvolle Nutzer und ("aggressive") Vielschreiber, die ein dauerhaftes Schreibgerät suchen und Ausfälle einzelner Tasten leid sind, die im Normalfall unmittelbar zum Gesamttausch der Tastatur führen würden und die "Einarbeitung" einer neuen Tastatur nötig machen sind hier definitiv auch goldrichtig.
Die Preis-Leistung ist natürlich auch unmittelbar von der Haltbarkeit abhängig, zu der ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage treffen kann. Bisher schlägt sie sich, nach ca. 15000 geschriebenen Wörtern binnen zwei Wochen, sehr gut.
    
  
3 5
     am 10.04.2022
Produkttester
Das Produkt wurde mir von Mindfactory für dieses Review bereitgestellt. Im Folgenden bewerte und berichte ich von meinen Erfahrungen im Test und der Nutzung der NZXT Function MiniTKL. Ich beziehe mich dabei auf meine langjährige Erfahrung und vergleiche sie in meiner subjektiven Meinung mit anderen Tastaturen, die ich aus diesem Preissegment kenne.
Die Function MiniTKL kommt in einem einzigartigen Formfaktor, zwischen TKL und 65% Tastaturen. Gleich zu Beginn war dies eine Umstellung zur sonst klassischen Tastatur. Anfangs dachte ich, dass ich mich damit nie anfreunden werde. Doch bereits nach kurzer Eingewöhnungsphase lief alles wie geschmiert und ich bin begeistert.

1) (Pre-)Individualisierung
Für Individualisierungsenthusiasten bietet diese Tastatur eine gute und stabile Einstiegsbasis, um mit dem Thema vertraut zu werden und erste Erfahrungen zu Sammeln.
Bereits bei Bestellung ab Werk, kann man die Tastatur in vielen Punkten individualisieren. Die Grundfarbe der oberen Platte lässt sich in 3 Farben bestellen (Schwarz, Grau und Weiß). Auch das Layout lässt sich in den gängigsten Sprachen (Deutsch, Englisch UK sowie Französisch) auswählen. Dazu kommt noch die Wahl der Switches, welche in allen Facetten vorhanden sind. Die Keycaps sind in Schwarz und Grau wählbar. Ein großes Feature ist jedoch die Möglichkeit die Tastenkappen für ESC, Enter, Pfeil und Numpad-Enter in 5 verschiedenen Akzent-Farben zu individualisieren. Auch das gesleevte USB-C Kabel kann in der dazu passenden Farbe gewählt werden.
Wer dann aber noch einen Schritt weiter gehen möchte kann dank der 5-poligen Hot-Swap-Sockel jederzeit jegliche Switches seiner Wahl einsetzen und das Tippgefühl erleben, welches zu einem persönlich am besten passt. Auch dank der Standart-Bottomrow kann ein individuelles Keycap-Set benutzt und angepasst werden. Auch das Kabel der Tastatur lässt sich abnehmen und deshalb durch persönliche Präferenzen austauschen.

2) Verpackung und Lieferumfang
Die Function MiniTKL kommt in einem dickem, NZXT üblichen minimalistischen weiß/lila Karton. Dieser ist genau wie er auf den ersten Blick wirkt, sehr hochwertig und robust.
Im Lieferumfang befindet sich neben der Tastatur selbst, ein 2m langes, gerades, sowie gesleevtes USB-C Kabel für die Stromversorgung der Tastatur. Dazu kommen noch ein Keycap-Entferner, sowie ein Keyswitch-Entferner.
Der Inhalt ist solide und sicher verpackt, sodass nichts zu Bruch gehen sollte. Auch ist die Größe des Kartons passend zur Größe der Tastatur gewählt, sodass nicht mehr Luft als Inhalt geliefert wird. Zudem ist alles gepolstert und die Kleinteile separat in Tüten verpackt. Keycap-Entferner und Keyswitch-Entferner sind beide sehr hochwertig gefertigt und halten auch mehrfache Wechsel der Tastatur durch, was ich bisher leider nicht immer so erleben durfte. Pluspunkt für NZXT.

3) Optik und Haptik
Im Punkto Optik ist die Function MiniTKL definitiv gelungen. Die Abdeckung besteht aus Aluminium, wodurch die Tastatur nicht nur robust aussieht, sondern auch sehr stabil ist. Auch das flache und minimalistische Design wirkt auf dem Schreibtisch sehr nobel und liegt gut in der Hand. Das Gehäuse ist hochwertig und zeigt optisch keinerlei Mängel oder raue Kanten. Für mich eine der schönsten Tastaturen die ich bisher hatte.
Auch die Beleuchtung kommt bei dieser Tastatur hervorragend zur Geltung und lässt keinerlei Wünsche offen. Die LEDs leuchten extrem hell und scheinen unter den Tasten wunderbar hervor.
Optisch ist die Function MiniTKL auf jeden Fall ein Hingucker und haptisch definitiv einwandfrei.

4) Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck
Bei der Funktionalität steht sie wie der Name schon andeutet den Konkurrenten in nichts nach. Die Tastatur verfügt über alle 87 Tasten einer TKL Tastatur und verfügt dadurch über alle gängigen Tasten. Zusätzlich wurde noch eine spezielle Makrotaste untergebracht, die wie ich finde, extrem nützlich ist. Das Rad zur Lautstärkeregelung ist hier an einer doch außergewöhnlichen Stelle. Oben links statt oben rechts, was aber für mich unerwartet angenehm zu bedienen war, nachdem ich bisher nur den Standard gewohnt war.
Out of the Box ist die Tastatur bereits sehr hochwertig und sofort einsatzfähig. Man kann als Enthusiast die Function MiniTKL noch in vielen Facetten anpassen oder sofort damit loslegen und tippen. Dafür sind die bereits vorab verbauten (in meinem Fall die Gateron Red Switches) geeignet, bieten aber nur eine eher mäßige Soundkulisse. Längere Tippsessions lassen sich zwar gut überstehen, sind für viel Nutzer aber keine Empfehlung. Der Widerstand der Switches ist vergleichsweise angenehm und keinesfalls störend.
Wer also eine sehr schön klingende Tastatur kaufen will, sollte daher auf ein anderes Produkt zurückgreifen, wobei auch keine meiner letzten 5 (Gaming-)Tastaturen, auch aus dem oberen Preissegment, solch einen Klang hervorbrachte. Oder die hier inbegriffenen Switches luben, also schmieren oder sich einfach passendere Switches einsetzten, was bei der Function-Reihe ja sehr gut möglich ist.

5) Software
Die hauseigene Software -NZXT CAM- ist echt klasse. Sie ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Die Tastatur kann in wunderbar individualisiert und die RGB Beleuchtung nach eigenen Wünschen angepasst werden.
Zudem kann man auch andere NZXT Hardware, wie Mainboards, Gehäuse usw. dadurch steuern. Man hat somit alles in einem.
Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage: das ist nicht selbstverständlich. Viele Mitbewerber haben wirklich schlecht gemachte und schwer zu bedienende Software. Da ist -CAM- wirklich eine willkommene Abwechslung.

6) Preis- / Leistungsverhältnis
Für 110¤ ist die Tastatur preislich eher im oberen Segment anzusiedeln. Der Preis ist für Tastaturen nicht unüblich, aber doch etwas hoch.
Für den stolzen Preis bringt die Function MiniTKL vieles mit, vor allem die große Individualisierbarkeit und die sehr hochwertige Verarbeitung. Jedoch würde ich mir für 110¤ mehr Luxus bei den Switches bzw. dem Sound erwarten. Dieser fällt für meine langjährige Erfahrung zwar nicht unterirdisch aus, jedoch für den Preis etwas zu wenig.
Bei anderen Herstellern, z.B. bei Razer habe ich die Erfahrung gemacht, dass für dieses Geld noch PBT Doubleshot (also hochwertigere) Keycaps und vor allem besser klingende Switches, sowie Ersatzprodukte, wie zusätzliche Switches und Keycaps mit im Lieferumfang vorhanden sind.

7) Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
Nach 14 Tagen intensiver Nutzung, weist die Tastatur noch keinerlei Mängel oder auch erste sichtbare Abnutzungen auf. Durch die gute Verarbeitung und die Aluabdeckung ist man hierbei auch gut gerüstet.
Ähnlichkeiten in Funktion und Qualität sehe ich hier zu den etablierten und beliebten Herstellern, wobei die Function MiniTKL diesen in keinerlei Punkten hinterherhängt.

8) Negative Aspekte
Jedoch bringt die Function MiniTKL auch einige wenn auch wenige negative Punkte mit sich.
Zum einem ist bei dieser Version keine Handballenauflage mit im Lieferumfang inbegriffen. Diese ist nicht für alle Kunden notwendig, ich persönlich habe doch immer gerne eine für den Komfort und Gesundheit liegend. Auch sind die Keycaps, wie vorhin angesprochen, die mit der Tastatur geliefert werden aus ABS-Kunststoff und nicht aus dem besserem PBT-Kunststoff, wobei die Tasten sich nicht so schnell abnutzen würden.
Und bei einem Preis von 110¤ wären diese Extras, wie bei vergleichbaren Produkten durchaus in einem Rahmen des Erwartbaren.
Das größte Manko, das ich für mich Persönlich jedoch ausmachen konnte, sind die Buttons an der Seite. Diese sind zwar grundsätzlich in ihrer Funktion sehr nützlich, aber in der Platzierung durchaus ungünstig gewählt. Da ich durch Arbeit und Studium meine Tastatur eher häufig am Tisch umplatziere oder verschiebe, kam ich regelmäßig dagegen und drückte diese unabsichtlich. Was nach einiger Zeit doch unangenehm bzw. nervig wurde.

9) Fazit
Alles in allem ist die NZXT Function MiniTKL eine für den Preis durchaus solide Wahl. Sie ist hochwertig, funktional und vielseitig Individualisierbar. Man bekommt für 110¤ durchaus viel geboten. Out of the Box ist diese bereits sehr ansprechend und mit etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl wird diese Tastatur schnell zur luxuriösem Custom Keyboard.
Für mich ist Sie eine willkommene Abwechslung zu meinen bisherigen Fullsize-Tastaturen und wird diese auch in nächster Zeit ersetzen.
    
  
5 5
     am 10.04.2022
Produkttester
Ich hatte die Gelegenheit, die NZXT Function MiniTKL im Rahmen des "Testers Keepers"-Programms ausgiebig auszuprobieren. Hierfür vielen Dank an Mindfactory und NZXT!

Vorab ein paar Worte über mich, die für die Einordnung der Rezension wichtig sein könnten. Ich bin seit über zwei Jahrzehnten PC-Spieler und habe in dieser Zeit naturgemäß einige Tastaturen verschlissen. Diese waren von unterschiedlichsten Marken, hatten aber alle gemein, dass sie Fullsize-Modelle waren (mal mit mehr und mal mit weniger Funktions- und sonstigen Tasten). Für mich war es daher sehr spannend, eine Tastatur im Mini-Tenkeyless-Format (MiniTKL) auszuprobieren. Sozusagen nach all den Jahren Neuland für mich. Ich nutze mit der Razer Huntsman V2 Analog bisher ebenfalls eine mechanische Tastatur, allerdings im "normalen" Fullsize-Design mit Funktionstasten und LED-Beleuchtung. Sie wird in diesem Test als Vergleichsmodell zur NZXT Function MiniTKL dienen.

Kommen wir nun aber im Detail zur NZXT Function MiniTKL.

Verpackung und Lieferumfang:
Die Verpackung ist schlicht gehalten, in ihr befindet sich die Tastatur (welch Überraschung), die sehr gut geschützt daherkommt. Daneben sind ein USB-C-auf-USB-A-Kabel und zwei Tools (eines zum Entfernen der Tastenkappen und eines zum Entfernen der Taster als solche) im Lieferumfang enthalten. Die Tastatur bietet nämlich eine Hot-Swap-Funktion, dazu später mehr.
Verpackung und Lieferumfang empfinde ich als absolut angemessen für die Preisklasse der Tastatur. Ein Handbuch liegt der Tastatur nicht bei, sondern lediglich eine Karte mit einem QR-Code, um das Handbuch online abzurufen. Das empfinde ich jedoch nicht als Nachteil, sondern vielmehr als begrüßenswert im Interesse einer Einsparung von Ressourcen. Ich persönlich habe jedenfalls nicht das Bedürfnis, zunächst das Handbuch der Tastatur zu studieren, sondern gehe eher mit der Devise "learning by doing".

Optik und Haptik:
Mein erster Eindruck war, dass die NZXT Function MiniTKL wirklich klein ist. Sie trägt das "Mini" im Namen also durchaus zu Recht. Der Eindruck zeichnete sich schon wegen der überschaubaren Maße der Verpackung ab und bestätigte sich nach dem Auspacken einmal mehr. Die Tastatur ist 338 x 123 x 40 Millimeter klein und 718 Gramm leicht.
Die Tastatur macht optisch einen hervorragenden Eindruck. Der Rahmen ist aus Kunststoff, wirkt aber keineswegs billig. Die Tasten sind aus ABS-Kunststoff und haben eine glatte Oberfläche, die sich angenehm anfühlt. Sie verfügen über dezente Mulden, die für eine sehr angenehme Haptik sorgen. Die Aufsteller der Tastatur sind zweigeteilt und ermöglichen so eine leicht angehobene, sowie eine recht steile Position. Da ich meine Tastatur aber immer flach auf dem Tisch liegen habe, kann ich über den Nutzen nicht allzu viel sagen, denke aber, dass so im Grunde jede Vorliebe der Positionierung der Tastatur abgedeckt sein dürfte.
Die LED-Beleuchtung leuchtet die Tasten nach meinem Empfinden äußerst homogen und mit einer sehr ordentlichen Helligkeit aus. Positiv finde ich, dass neben den eigentlichen Buchstaben und Zahlen auch Sonderzeichen und Symbole ausgeleuchtet werden. Das ist bei meiner Razer nicht der Fall und sorgt im Dunkeln so das ein oder andere Mal für ein munteres Rätselraten beim Tippen.
Das Layout der Tastatur ist deutsch, soweit es die Buchstaben und Sonderzeichen betrifft (QWERTZ, Umlaute, Eszett usw.), weicht ansonsten aber von der Norm ab. So heißt die STRG-Taste gleichwohl CTRL, Alt Graph jedoch konform ALT GR. Tasten wie Einfügen, Ende, Bild hoch bzw. runter etc. tragen ebenfalls die englische Bezeichnung. Die Feststelltaste heißt "[A]", die Tabulatortaste besteht aus einem einzelnen Pfeil. Auch die Anordnung von Punkt und Doppelpunkt, Komma und Semikolon sowie Bindestrich-Minus und Unterstrich auf der jeweiligen Taste wirkt irgendwie "verschoben". Ist schwer zu beschreiben, man muss im Grunde selbst einen Blick darauf werfen. All dies empfinde ich jedoch weniger als Mangel, denn vielmehr als gewöhnungsbedürftig. Ich würde das Layout aus den genannten Gründen aber nicht als "klassisches deutsches Layout", sondern vielmehr als "hybrid" bezeichnen. Positiv hervorzuheben ist wiederum, dass die Größe sämtlicher Tasten der Norm entspricht, sodass diese bei Bedarf gegen so ziemlich jeden Satz Standardtastenkappen getauscht werden können.
Neben den üblichen Tasten verfügt die Tastatur über eine NZXT-Taste sowie über eine FN-Taste, über die in Kombination mit den Tasten F1 bis F4 die einzelnen Tastaturprofile durchgeschaltet werden können sowie andere Medienfunktionen nutzbar gemacht werden können. Außerdem befindet sich auf Höhe der ESC-Taste seitlich ein kleines Rad zum Regeln der Lautstärke sowie darunter Knöpfe zum Ausschalten des Tons sowie der LED-Beleuchtung der Tastatur.

Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck:
Bevor ich auf die Bedienung der Tastatur als solche eingehe, ein paar Worte zu einem interessanten Feature. Die Tastatur bietet nämlich die Möglichkeit, die Taster unkompliziert zu entfernen und andere einzusetzen. Denn diese sind gesockelt und nicht fest verlötet. Sie ist kompatibel mit allen gängigen Cherry MX-Tastern und solchen Derivaten, die diesem Format folgen. Ich habe zwar keinen Wechsel vorgenommen, finde die Möglichkeit aber äußerst reizvoll. Denn ich bin eher ein Freund taktiler Taster und hätte auf die Weise die Möglichkeit, die Tastatur nach meinen Bedürfnissen anzupassen - ich bräuchte hierfür nur z.B. einen Satz Cherry MX Brown-Taster zu besorgen. Nach meinem Empfinden ist die Hot-Swap-Funktion in dieser Preisklasse wirklich etwas Besonderes und alles andere als selbstverständlich. Definitiv ein nettes Feature, das NZXT seinen Tastaturen da spendiert hat.
Während ich diese Zeilen tippe, vergesse ich geradezu, dass ich es mit einer MiniTKL-Tastatur zu tun habe. Die Tasten lassen sich genauso intuitiv erreichen wie bei einer "großen" Tastatur und das Zusammenrücken der F-Tasten und anderen Sondertasten stört mich überhaupt nicht. Das empfinde ich als angenehme Überraschung, denn mein größter Vorbehalt gegenüber einer MiniTKL-Tastatur war es immer, dass ich aufgrund der sehr kompakten Bauweise Abstriche beim Tippgefühl gegenüber einer normalgroßen Tastatur erwartet hätte.
Das Tippen ist also sehr angenehm. Der Klang der Taster ist dezent und die Federn verursachen keine unangenehmen "Ping"-Geräusche. Da die Tastatur über Gateron Red Linear-Taster verfügt, geben die Tasten erwartungsgemäß kein taktiles Feedback, sondern lösen schnell und direkt aus. Dies ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, sorgt auf der anderen Seite aber in Spielen für eine schnelle und präzise Betätigung der Tasten. Interessant sicher für all diejenigen, die kompetitiv im Multiplayer spielen. Im Vergleich zu meiner Razer empfinde ich die NZXT Function MiniTKL als überraschend angenehm - angenehmer als ich es vorher erwartet hätte. Je länger ich die NZXT nutze, desto mehr habe ich das Gefühl, dass diese meine neue bevorzugte Tastatur werden könnte.
Das Thema Spulenfiepen der LEDs kann bei der NZXT Function MiniTKL vernachlässigt werden. Ein Fiepen ist überhaupt nur dann sehr leise hörbar, wenn die Beleuchtung auf maximale Helligkeit gestellt ist und ich mein Ohr direkt über die Tastatur halte - also kein sonderlich alltägliches Szenario. Bei meiner Razer sieht das schon anders aus: Bei dieser habe ich die Helligkeit permanent auf etwa ein Drittel der Maximalhelligkeit reduziert, da ich anderenfalls ein deutlich hörbares Fiepen vernehme (und das ohne mit dem Ohr über der Tastatur hängen zu müssen). Gute Arbeit an dieser Stelle also von NZXT.

Software:
Mit der CAM-Software von NZXT kommt eine proprietäre Software für die Feineinstellung der Tastatur zum Einsatz. Bei meiner Razer ist die Synapse-Software das Pendant dazu. Da ich bereits eine AiO-Wasserkühlung von NZXT besitze, ist mir die Software nicht fremd, da ich diese bereits über CAM steuere. Ich empfinde die CAM-Software als deutlich übersichtlicher und aufgeräumter als die Razer Synapse-Software. Das Hauptaugenmerk der CAM-Software liegt hinsichtlich der Tastatur auf der Verwaltung der LED-Effekte. Hier lassen sich verschiedene Effekte wechselnder Beleuchtung oder aber eine feste Farbgebung einstellen. Den einzelnen Tasten können unterschiedliche Farben zugeordnet werden. Wer Spaß an LED-Spielereien hat, wird sich hier sicherlich einige Zeit verlieren können. Ich hingegen bevorzuge eine Beleuchtung in einer fest eingestellten Farbe, weil mir persönlich die Wechselspiele zu unruhig sind.
Außerdem bietet die Software noch die Möglichkeit, eigene Makros zu programmieren sowie die Belegung einzelner Tasten zu individualisieren. Von beiden Möglichkeiten habe ich jedoch keinen Gebrauch gemacht, sodass ich außer zum Vorhandensein dieser Funktionen keine näheren Aussagen treffen kann.
Insgesamt lassen sich vier verschiedene eigene Profile über die CAM-Software in den Speicher der Tastatur integrieren sowie weitere Profile softwareseitig anlegen. Für mich macht die Software einen wirklich guten Job.

Preis-/Leistungsverhältnis:
Für einen Preis von rund 120 ¤ bekommt man sehr viel Tastatur geboten - also nicht von der reinen Größe her, sondern vielmehr bezogen auf den Funktionsumfang. Hervorragend ausgeleuchtete Tasten, ein angenehmes und intuitives Tippgefühl abgerundet von einer Hot-Swap-Funktion zum leichten Austausch der Taster, machen die NZXT Function MiniTKL aus meiner Sicht zu einem richtigen Kracher in dieser Preisklasse. Natürlich kostet die Tastatur mit über 100 ¤ deutlich mehr als so manche (Billig-)Tastatur von anderen Herstellern. Das Ganze relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, dass mechanische Tastaturen mit ähnlichem Funktionsumfang auch gerne mal das Doppelte kosten können. Bei diesen Tastaturen sucht man dann Funktionen wie Hot-Swap aber dennoch vergeblich. Insofern sehe ich das Preis-/Leistungsverhältnis dieser Tastatur durchweg positiv.

Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:
Über die Haltbarkeit kann ich natürlich nur spekulieren, nachdem ich die Tastatur lediglich knapp zwei Wochen im Betrieb habe. Ich muss aber sagen, dass sich der hochwertige erste Eindruck auch während des Ausprobierens bestätigt hat. Außerdem denke ich, dass die Möglichkeit des Austauschens von Tastern und Tastenkappen dafür sorgen kann, dass man von der Tastatur auch über die "übliche Verschleißgrenze" hinaus noch seine Freude haben kann. Die Tastenkappen könnten wohl am ehesten noch in ihrer Haltbarkeit eingeschränkt sein, da es sich um einfachen ABS-Kunststoff handelt. Meine Razer Huntsman V2 Analog verfügt demgegenüber über haltbarere PBT-Doubleshot-Tastenkappen. Letztlich ist dieses Detail sicher nicht zuletzt dem deutlich geringeren Preis der NZXT Function MiniTKL geschuldet und geht vor diesem Hintergrund aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung, zumal die ABS-Tastenkappen auch Vorteile hinsichtlich der Durchleuchtung durch die LEDs bieten. Die Haltbarkeit der Tastenkappen dürften aus meiner Sicht jedenfalls nicht die Lebensdauer der Tastatur als solche limitieren. Auch ansonsten braucht die NZXT keinen Vergleich zu scheuen, insbesondere nicht den mit meiner Razer, wie ich unter den vorangegangenen Punkten darzustellen versucht habe.

Mein Fazit:
Die erste Frage, die ich mir vor dem Ausprobieren dieser MiniTKL-Tastatur ausprobiert habe, war: Fehlt mir im Alltag der NUM-Block? Klare Antwort: Beim Zocken und alltagsmäßigem Schreiben definitiv nein! Auch meine Befürchtungen hinsichtlich der kompakten Anordnung des "Mittelblocks" rund um die Pfeiltasten sowie das Heruntersetzen der F-Tasten haben sich im Alltagstest nicht bestätigt. Das MiniTKL-Format gefällt mir aufgrund seiner Kompaktheit und es kommt mir sogar noch insofern zugute, als ich auf meinem Schreibtisch eigentlich permanent zu wenig Platz habe. Gut also, wenn die Tastatur ein Raumwunder ist. Daneben überzeugt die Tastatur mit einem durchweg angenehmen Tippgefühl, einer hervorragenden Beleuchtung, einer flexiblen Austauschbarkeit der Tastenkappen und - aufgrund der Hot-Swap-Funktion - sogar der Taster. Insbesondere Letzteres birgt das Potential, dass die NZXT Function MiniTKL meine primäre Tastatur werden könnte, wenn ich die schon guten Gateron Red Linear-Taster gegen Cherry MX Browns tauschen würde. Einziger - aber definitiv zu verschmerzender - Wehrmutstropfen ist aus meiner Sicht der Einsatz von ABS-Kunststoffkappen, die nicht den allerbesten Ruf in Sachen Haltbarkeit genießen. Alles in allem von mir vor dem Hintergrund eines hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnisses eine klare Kaufempfehlung.
    
  
4 5
     am 05.04.2022
Produkttester
Dieses Produkt wurde mir von Mindfactory zur Verfügung gestellt und ich gebe hier meist eine subjektive Betrachtung ab, versuche aber auf so viel wie möglich einzugehen.

1. Verpackung und Lieferumfang
Die Tastatur kommt in einer schlichten weißen und lila Verpackung produziert aus Karton. Hierbei wurde wenig Luft verpackt, weshalb der Karton der Mini TKL fast genauso groß ausfällt wie die Tastatur an sich. Diese Größe ist auf jeden Fall für die Leute passend, welche das Numpad kaum verwenden, ein großes Mauspad haben und dieses auch ausnutzen wollen. Um einen Schutz während dem Transport zu gewährleisten, wurde eine Hartplastik Hülle mit Abstand zu den Tasten eingelegt und der Boden des Kartons wurde mit einer Schaumstofffolie ausgelegt. Hiernach sind nur noch die drei Tüten für jeweils das Kabel, den Keycap- und den Switch-Entferner aus Plastik. Diese sind zudem separat in einem umgeklappten Kartonbereich untergebracht. Dies ist auch gut so, da der Switch-Entferner nicht wie der Keycap-Entferner aus lila Plastik, sondern aus Metall mit einer lilanen Gummischicht ist. Das Kabel ist schwarz gesleevt, 2m lang und hat ein USB-Type-C und ein USB A Ende.

2. Optik und Haptik
Im Folgenden beziehe ich mich öfters auf die Logitech G810, da dies meine vorherige Tastatur war. Direkt nach dem Auspacken fällt das angenehme Gewicht auf, welches das Gefühl von Qualität vermittelt und ist zudem nicht viel leichter als die große G810. Die schwarze Aluminium Top-Platte fühlt sich in der Hand angenehm kühl an und hat eine weiche Oberflächenstruktur. Das Gehäuse darunter ist aus Plastik und bietet in zwei Stufen aufklappbare Füße und eine Antirutschgummierung auf der Unterseite.
Die RGB-Beleuchtung fällt hell aus da die Top-Platte bündig mit den Switches abschließt und die Tasten nicht in die Tastatur eingelassen sind. Dadurch können unter anderem Krümel oder dergleichen leicht bereinigt werden und sammeln sich nicht im Gehäuse. Hierdurch kann man auch das weiße Gehäuse der Switches sehen, was bei einer schwarzen Topplatte natürlich ein wenig seltsam aussieht und durch den Kontrast immer auffallen wird. Hierfür kann NZXT aber nichts, da die Switches zurzeit leider nur in der Form vorliegen. Einige könnte dies stören, zeigt aber, dass man der stolze Besitzer einer Mechanischen Tastatur ist. Die Tasten sind in einer leicht steigenden Schräge angebracht, was der Ergonomie zugutekommt. Während die RGB-Beleuchtung angeschaltet ist, gibt die Tastatur in jeder Helligkeitsstufe ein leichtes Fiepen von sich. Dies hört man nur wenn der Raum komplett leise ist und fällt nicht mehr auf, wenn man ein Headset anhat. Dennoch stört dieses Fiepen leicht, da ich zu Beginn dachte das Modell wäre beschädigt. Wenn die Tastatur länger nicht in Benutzung ist, wird die Beleuchtung gedimmt und erstrahlt erst nach Betätigung wieder in der zuvor eingestellten Stufe.

3. Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck
Die Tastenanschläge fühlen sich in der Bewegung sehr frei an und sind nicht viel lauter, aber hochtöniger, als die RomerG-Switches der Logitech. Die verbauten Gateron Red Switches besitzen eine lineare Charakteristik und haben somit bis zum Anschlag den gleichen Tastengegendruck und kein akustisches oder haptisches Feedback, wie etwaiges lautes Klicken. Die Stabilisierer der größeren Tasten sind sogar leiser als die der Logitech und geben ein eher hochtöniges, aber sanftes, Klickgeräusch von sich. Der Sound wird unter anderem durch eine Schaumstoffplatte zwischen der Topplatte und der Leiterplatte der Switches und LEDs gedämmt. Die Keycaps haben ein schönes Design, wobei einige Zeichen als eine Art Smiley angeordnet sind. Die Tasten sind aus ABS und fühlen sich im ersten Moment nicht nach Plastik an. Hier ist der negative Punkt aufgefallen, dass die Tasten sehr leicht Fingerprints aufnehmen und sehr schnell dreckig werden. Da die Tastatur ein Standardlayout der unteren Tastenreihe nutzt und Gateron Red Switches verbaut hat, kann man die Keycaps problemlos austauschen oder reinigen, falls einem das nach einiger Zeit stört. Die Tasten an der Seite sind Mute, Windows- und Fn-Tastendeaktivierung und Helligkeitseinstellung der Beleuchtung. Die zwei erstgenannten Tasten haben zusätzlich noch eine LED welche den Status der Funktion übermittelt. Leicht grün leuchtend zeigt die Position der Taste und ist der nicht aktivierte Zustand. Hell weiß leuchtend ist der aktivierte Zustand. Das Lautstärkerad ist aus Gummi und weist Noppen auf wodurch besserer Grip entsteht. Des Weiteren nimmt das innere des zylinderförmigen Rades die Markenfarbe Lila von NZXT wieder auf. Hier hätte ich mir eine weitere Verwendung von Metall gewünscht, da es sich einfach angenehmer und hochwertiger anfühlt. Hochwertig fühlt sich dafür der Widerstand bei Betätigung des Rades an. Dieser klickt auch leicht bei einer gewollten Drehung. Ein sehr gutes Feature ist die Belegung von Pause, Play, sowie vor und zurück von Titeln, da ich dies gewohnt war von der Logitech. Diese Tasten können standardmäßig mit der Fn Taste erreicht werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Änderung der Farbe von der Feststelltaste, wenn diese aktiviert worden ist. Zudem wurde bei dieser Tastatur in dem Größenformat nicht auf die F Tasten in der oberen Reihe verzichtet, was ich äußert praktisch finde.

4. Software
Die Software hat einige Pluspunkte, dazu zählt auch das Angebot einer einzigen Gesangsoftware von NZXT, welche man bereits besitzt wenn man andere Produkte von NZXT hat. Sie benötigt nach dem Download nicht unbedingt einen Account, sodass man die vier integrierten Profile für seine Bedürfnisse anpassen kann und danach die Software entweder nie wieder öffnen oder auch wieder deinstallieren kann. Sie bietet viele Beleuchtungseffekte welche auch fast alle auf der Tastatur speicherbar sind. Zudem kann man Effekte für einzelne Tasten festlegen und reaktive Effekte mit den Basis Effekten übereinander legen. Dennoch kann man keine eigene Animation erstellen, was bei Logitech möglich ist, aber durch ein Update eingefügt werden könnte. So wie bei Logitech gibt es auch eine optionale Spieleintegration, sodass die Profile automatisch zum Spiel gewechselt werden. Auch können Makros von Hand oder durch Tastenaufnahme erstellt werden. In der Software ist es auch möglich Tastenzuweisungen zu ändern. Hierbei muss man aus einer Liste von möglichen Tasten auswählen und auf ein Bild der Tastatur an die entsprechende Stelle ziehen. Ein Anklicken der gewollten Taste und dann eine Eingabe in die Suchleiste wäre eventuell eine elegantere Variante.
Man kann zwischen den zwei Ebenen wechseln, sodass auch bei gedrückter Fn Taste andere Befehle möglich sind. Hierbei sind aber einige Tasten nicht änderbar und werden zum Teil falsch in der Vorschau angezeigt. Zurzeit ist es auch nicht möglich die 3 Tasten an der Seite und das Lautstärkerad anders zu belegen.

5. Preis-/ Leistungsverhältnis
Das Preis-Leistungsverhältnis würde ich als gut bis sehr gut empfinden, da Switches und Keycaps austauschbar sind und so eine große Freiheit entsteht, das Gefühl der Tastatur zu ändern. Zudem ist die Basiskonfiguration sehr gut für einen Einstieg in die Welt der Custom mechanischen Tastaturen.

6. Haltbarkeit und Vergleich
Die Tastatur ermöglicht kaum eine Verbiegung und knarzt auch nicht unangenehm. Zudem wird die Haltbarkeit deutlich erhöht, da die Switches austauschbar sind, sodass ein kaputter Switch getauscht werden kann, sodass man keine komplett neue Tastatur kaufen muss. Der USB-Type-C Port ist auch sicher und fest angebracht und hält das Kabel so fest, dass es nicht aus Versehen rausgezogen werden kann. Im Vergleich zu anderen Marken, wie Glorious schlägt sie sich vergleichbar gut und liegt im selben Preisbudget, behält aber alle Tasten einer TKL Version und ist zudem kompakter.

7. Fazit
Die Tastatur bildet mit der Maus die wichtigste und einzige haptische Mensch-Maschine-Schnittstelle und sollte dadurch ein wertiges und angenehmes Gefühl vermitteln. Dies ist NZXT mit dieser Tastatur auf jeden Fall gelungen. Zudem legt NZXT einige Features nochmal obendrauf und gibt die Möglichkeit dieses Gefühl nach Belieben Hard- und Softwareseitig anzupassen. Nach kurzer Zeit kann ich bereits sagen, dass die Tastatur mich in einigen Punkten überrascht hat und keineswegs in einem Punkt richtig enttäuscht hat. Dennoch gebe ich nur vier Sterne, wegen dem Fiepen der Beleuchtung und der Schmutzanfälligkeit der verbauten Keycaps.
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4 5
     am 04.04.2022
Produkttester
Das Produkt wurde von Mindfactory für dieses Review bereitgestellt.
Die Verpackung war bei der Ankunft an der Ecke leider etwas eingedellt, dies hatte jedoch keinen Einfluss auf die Tastatur und den Inhalt. Sonst war die Verpackung clever und kompakt. Die Tastatur kann leicht rausgehoben werden und wird gut durch ein passendes Plastikstück geschützt. Im Lieferumfang ist die Tastatur, ein schönes schwarzes Kabel aus Stoff und zwei Hilfsmittel zum Entfernen der Tasten und der Switches enthalten.
Die Bilder aus dem Internet sind akkurat und die Tastatur schaut meiner Meinung nach auch sehr hochwertig aus. Durch die sehr kleine Bauart ist sie auch sehr kompakt. Dies finde ich sehr gut, es kann jedoch auch als etwas zusammengequetscht empfunden werden. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran. Optisch lassen sich keinerlei Fehler, wie zu große Spaltmaße erkennen. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet.
Die Tasten sind ein wenig matt. Sie fühlen sich im Vergleich zu meiner alten Corsair K65 nicht sehr hochwertig an, da sie sehr glatt und daher relativ rutschig sind, besonders die Leertaste. Außerdem fetten die Tasten schnell ein und schauen nach kürzerem Tippen nicht mehr neu aus. Hier hätten definitiv bessere Tasten verbaut werden können. Dies bedeutet nicht, dass diese schlecht sind, es geht nur bestimmt deutlich besser. Für einige Leute kann es jedoch ein Ausschlusskriterium sein.
Die restliche Haptik der Tastatur fühlt sich hochwertig an, obwohl das Gehäuse aus Plastik besteht. Trotzdem hat die Tastatur ein schönes Gewicht und rutscht nicht auf dem Tisch. Auch die auf zwei Stufen einstellbaren Füße für die Winkelanpassung lassen sich leicht und fest verstellen und halten sicher. Das mitgelieferte Kabel macht einen hochwertigen Eindruck und ist abnehmbar. Hier ist schön, dass das Kabel mit Stoff ummantelt ist und somit hoffentlich lange halten sollte. Gut ist auch, dass auf USB C beim Tastaturanschluss gesetzt wurde, was die Austauschbarkeit des Kabels deutlich verbessert und die Tastatur flexibler macht. Die Länge des Kabels sollte für die meisten Menschen ausreichend sein, bei mir hat es für den Anschluss direkt am PC bei einem Stehschreibtisch gereicht.
Die Tastatur bietet alle Hauptfunktionen einer Tastatur und hat zusätzlich noch 3 extra Tasten, welche die Beleuchtung, eine Mute Funktion und ein Win-Lock regeln. Zusätzlich gibt es links ein nettes Rad, welches stufenweise Einstellungen der Lautstärke erlaubt. Dieses ist eine nette Idee, da ich jedoch sehr selten die gesamte Lautstärke meines Computers einstelle, habe ich dieses bisher wenig verwendet. Rechts gibt es noch eine NZXT Taste, bei der ich jedoch nicht herausfinden konnte, was diese standartmäßig macht. Durch das kompakte Mini TKL Layout, welches ich bis jetzt noch nicht kannte, sind die Tasten zudem teilweise leicht anders angeordnet, als man von anderen Tastaturen gewöhnt ist.
In der Software lassen sich Tasten, bis auf ein paar Ausnahmen frei belegen. Dies funktioniert auch gut und schnell und ist schön gestaltet, so dass man Änderungen sofort erkennen kann. Die Beleuchtung lässt sich sehr gut und flexibel einstellen. Besonders gut finde ich, dass es viele Einstellungen bezüglich der Geschwindigkeit von Farbveränderungen gibt. Es gibt noch eine Makro Funktion und die Möglichkeit, das Tastaturlayout auf eine Region einzustellen, was für einige Benutzer bestimmt hilfreich ist. Zusätzlich kann man mehrere Profile anlegen, welche auch auf der Tastatur speicherbar sind, was bei mir jedoch nicht funktioniert hat. Insgesamt ist die Software NZXT CAM gut bedienbar, weil es relativ wenige Optionen gibt, welche einen verwirren könnten. Zusätzlich kann man damit anscheinend auch andere NZXT Produkte steuern, dies konnte ich aber leider nicht testen.
Nun zum wichtigsten Teil, dem Schreibgefühl. Ich schreibe jeden Tag im Zusammenhang mit meinem Wirtschaftsinformatik Studium, beim Programmieren und Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und spiele relativ häufig, insofern es die Zeit zulässt. Ich habe die Tastatur hauptsächlich zum Schreiben verwendet. Auch dieses Review habe ich hiermit verfasst. Das Schreiben ist der beste Punkt an dieser Tastatur. Ich habe bereits einige andere Tastaturen ausprobiert, auch für mehr Geld, die NZXT Function ist meines Gefühls nach eine der besten. Die Tasten haben einen linearen Anschlag, welcher sich stabil anfühlt. Ich hatte sehr wenige Anschläge, welche nicht registriert wurden, was das Schreiben sicher macht und mir erlaubt, ohne viel Nachzudenken zu schreiben. Dafür benötigt ein Anschlag jedoch relativ viel Kraft, was über die Zeit anstrengend sein kann, für eine mechanische Tastatur ist dieser jedoch normal. Insgesamt ist das Schreibgefühl sehr gut. An das Mini TKL Format musste ich mich jedoch erst einmal gewöhnen und habe anfangs relativ viele Fehler gemacht. Es erinnert vom Layout her teilweise an einen Laptop. Besonders beim Programmieren ist der Ort der Pfeiltasten anfangs ungewohnt und auch nach längerer Nutzung nicht ideal, weil die Wahrscheinlichkeit falsche Tasten zu treffen höher ist als bei einer normalen TKL Tastatur. Dafür kann NZXT natürlich nichts, dies muss man sich aber bewusst sein. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich mich jedoch sehr gut an das Layout gewöhnt und bin sogar auf eine schnellere und präzisere Schreibgeschwindigkeit als bei den meisten anderen Tastaturen gekommen. Durch die kompakte Bauweise sind die Wege für die Finger teilweise etwas kürzer als bei anderen Layouts.
Beim Spielen hat sich für mich ein ähnliches Gefühl gezeigt. Insgesamt habe ich unterschiedliche Spiele gespielt, hauptsächlich jedoch Guild Wars 2 und Cities Skylines. Bei Guild Wars 2 habe ich bemerkt, dass der Weg, bis ein Tastenanschlag registriert wird, in der Tat relativ weit ist im Vergleich zu meiner Corsair K65. Auch bemerkt man hier wieder, dass der Tastenanschlag deutliche Kraft benötigt, was bei längerem Spielen etwas anstrengend werden kann. Nach ca. 2-3 Stunden wurden meine Finger etwas müde. Ob das langfristig bleibt, kann ich leider nicht sagen. Vermutlich gewöhnt man sich jedoch daran. Dadurch, dass man relativ viel Kraft benötigt, eine Taste zu drücken, ist es bei mir nicht vorgekommen, dass ich aus Versehen eine Taste mit z.B. meinen Handballen drückte.
Preis-Leistungs-technisch ist die Tastatur bei den aktuellen ca. 100 | 110¤ meiner Einschätzung nach, ein guter Deal. Ich hätte mir jedoch gerne eine Handballenauflage, bessere Tasten und vielleicht einen USB-Anschluss für USB-Sticks oder wie bei mir einer kabellosen Maus gewünscht. Insgesamt ist der Preis für eine solide mechanische Tastatur jedoch attraktiv.
Wie gut sich die Tastatur langfristig schlägt, kann ich natürlich nicht sagen, meine Einschätzung ist aber, dass alles bis auf die Tastenkappen gut hält. Die Tasten könnten mit der Zeit etwas fettig werden. Ob neue Tasten passen, weiß ich leider nicht genau. Ich habe einen Test mit einzelnen Corsair Tasten gemacht und diese haben gepasst. NZXT hatte jedoch auf ihrer Website geschrieben, dass anscheinend nicht alle passen. Nach ca. einem Tag ist mir zudem aufgefallen, dass die Tastatur bei eingeschalteter Beleuchtung leise und sehr hoch fiept. Hier bin ich auch sehr empfindlich und die meisten sollten das aber nicht wirklich hören.
Zusammenfassend finde ich, dass die NZXT Function MiniTKL eine gelungene Tastatur ist, welche jedoch kleine Abstriche aufgrund des Preises macht. Falls man mit diesen Abstichen kein Problem hat, kann ich sie empfehlen.
    
  
3 5
     am 04.04.2022
Produkttester
Die nachfolgende Bewertung bezieht sich auf ein Produkt, was mir als Produkttester überlassen wurde. Dies beeinflusst meine nachfolgende Meinung zum Produkt nicht.

Die Bewertung erfolgt aus der Perspektive eines "Custom-Keyboard-Interessierten", d. h. ich habe mich über mehrere Wochen mit dem Thema Custom-Keyboard/Tastatur beschäftigt. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Themen Keycaps, Switches, Barebones, Modding und dem Markt generell.

Meiner Auffassung nach, steht NZXT für moderne und gut durchdachte Computer-Gehäuse und Lüfterlösungen. Ob diese Vorstellungen auch bei der NZXT Function MiniTKL umgesetzt wurden, zeige ich mit der nachfolgenden Bewertung.
Bevor es zur Bewertung geht, gibt es hier noch eine kurze Legende für die verwendeten Fachbegriffe:
- Lube = Schmiermittel
- Keycaps = Tastenkappen
- Switches = Tastenschalter
- Keycap-Puller = Tastenkappenentferner
- Switchpuller = Tastenschalterentferner
- gesleevt = mit Stoff ummantelt

Verpackung und Lieferung
Die Verpackung und der Versand seitens Mindfactory verliefen wie immer problemlos. Auch an der Produktverpackung konnte ich keine negativen Punkte, wie bspw. negative Gerüche, feststellen. Das Design der Verpackung war weder negativ noch postiv.
Lieferumfang
Im Lieferumfang enthalten sind die Tastatur, ein gesleevtes USB-C Kabel, ein Keycap-Puller und ein Switch-Puller. Besonders hochwertig ist hierbei der Switch-Puller, welcher sehr hochwertig wirkt. Schade finde ich, dass keine Akzentkeycaps oder Ersatzkeycaps mitgeliefert werden, wie es bei vielen anderen Herstellern der Fall ist. Ersatzswitches sind auch nicht mit inbegriffen.

Optik und Haptik
Qualität - Die Tastatur macht qualitätstechnisch einen unterdurchschnittlichen Eindruck. Sie fühlt sich nicht hochwertig an. Der Grund dafür ist, dass die Tastatur zu ca. 80% aus Plastik besteht. Einzig die Grundplatte ist aus Aluminium gefertigt. Dagegen macht das gesleevte USB-C-Kabel einen guten Eindruck. Beliebt sind hier sogenannte "Coiled Cable". Das sind optisch ansprechende Spiralkabel. Die Lebensdauer der Switches gibt NZXT mit 50 Millionen Klicks an.

Funktionalität | Die Tastatur besitzt drei Tasten am linken Tastaturrand. Diese sind standartmäßig als Lautsprecher-Stummschalttaste, Winlock-Taste und als Helligkeitstaste belegt. Auf die individuelle Belegung komme ich weiter unten zu sprechen. Zusätzlich zu den Tasten besitzt die Tastatur ein gummiertes Rad, welches die Lautstärke regelt. Hier sei jedoch gesagt, dass das Rad sehr leichtgängig ist und sich dadurch etwas weniger qualitativ anfühlt. Zudem kann man die Tastatur mit drei verschiedenen Neigungswinkeln einstellen. Über die mitgelieferte Software kann man zudem Makros programmieren und 4 Profile einrichten.

Optik | Wenn man NZXT hört, denkt man an ein schönes und modernes Design. Das Design ist ein subjektives Empfinden. Meine Version der Tastatur ist komplett schwarz. Ich persönlich, finde die Tastatur optisch gelungen, es gibt aber auch viele Leute, die ein geschlosseneres Design besser finden.
Beleuchtung | Jede Taste ist beleuchtet und kann durch die NZXT Cam Software gesteuert werden. Hierbei gibt es die verschiedensten Modis, aber leider nur eine voreingestellte Farbpalette.

Keycaps, Switches, Tippgefühl, Soundcheck
Keycaps und Switches - Die Tastatur ist hotswapfähig, d. h. man kann die Switches und ferner auch die Keycaps tauschen. Das ist jedoch das Einzige, was an ein "Custom-Keyboard" erinnert, denn spätestens jetzt bekommt jeder Custom-Keyboard-Enthusiast einen Schock. Die Stabilizer sind schlecht, die Keycaps sind billig und die Switches sind nicht gelubed. Das heißt im Klartext: Es handelt sich um ABS-Keycaps, die nach einiger Zeit fettig werden und die Switches sind teilweise kratzig. Versteht mich nicht falsch, dem jungen Gamer wird das bei seiner ersten Tastatur nicht stören, aber es handelt sich nun mal um eine hotswapfähige Tastatur.

Tippgefühl - Anders würde es aussehen, wenn die Switches geprelubed wären, da mir die Gateron-Red-Switches generell sehr gut gefallen. Das Tippgefühl ist demnach nicht gut.

Sound | Wie bereits oben beschrieben sind die Tasten nicht gelubed, teilweise kratzig und die verbaute Dämmplatte hat auch keinen großen Einfluss auf den Sound. Das heißt, dass der Sound kratzig, blechern und einfach schlecht ist.
Layout
Das Layout gefällt mir persönlich sehr gut, da ich kein Numpad brauche, aber dennoch die Pfeiltasten nicht missen möchte. Negativ ist, dass man keine deutschen Tastenbezeichnungen für Tasten wie bspw. Entfernen und Einfügen hat. Hier hätte NZXT zumindest Keycaps mit deutschen Bezeichnungen, zum Austausch, mitliefern können.

Software
Die hauseigene Software namens NZXT CAM bietet die Möglichkeit jegliche Einstellung an der Tastatur vorzunehmen. Zusätzlich kann man seinen PC monitoren. Besonders hat mir gefallen, dann man jede Taste neu belegen kann. Daneben kann man Makros programmieren und die Tastaturregion ändern. Der Einsatz der Software verlief problemlos. Die Beleuchtungseinstellungen wurden in Echtzeit übernommen und die Tastenbelegung war schnell geändert. Zu Fehlern oder Abstürzen kam es nicht. Die Monitoringfunktionen habe ich nicht getestet. Wichtig ist noch, dass man keinen Account bei NZXT erstellen muss, um die Software zu verwenden.

Preis-Leistungsverhältnis
Das von mir getestete Produkt hat eine UVP von 139,99 ¤. Für dieses Geld bekommt man bei anderen Herstellern wertige PBT-Keycaps, Ersatzkeycaps, behandelte Switches und dementsprechend ein viel besseres Produkt. Preislich würde ich, gemessen an dem was die Tastatur bietet, einen Preis von 60 bis 70 ¤ gerechtfertigt finden.
Die Tastatur liegt zwischenzeitlich bei ca. 110 ¤.

Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
Über die Haltbarkeit kann ich in dieser kurzen Zeit nichts sagen. Fraglich ist, ob aufgrund der mangelnden Qualität auch eine schlechte Haltbarkeit vorauszusagen ist. Bei anderen Herstellern bekommt man jedenfalls mehr geboten. Man könnte aufgrund der Hotswapfähigkeit zwar die Switches luben oder wechseln und auch die Keycaps tauschen, aber dann kann man sich auch gleich eine andere Tastatur kaufen, die von Anfang an eine bessere Basis schafft. Hier ist die Konkurrenz einfach noch besser und gleichzeitig günstiger.

Fazit
Ich bin ehrlichgesagt enttäuscht von NZXT. Meine Erwartungen und Vorstellungen konnten nicht erfüllt werden. Andererseits ist es der erste Versuch in dem Custom-Keyboard-Markt fußzufassen, deshalb bin ich guter Dinge, dass es beim nächsten Mal besser funktioniert. Dann wäre ich auch wieder bereit, eine NZXT-Tastatur zu testen. Bis hierhin muss ich jedoch sagen, ich hätte die Tastatur wieder zurückgeschickt, wenn ich sie mir selbst gekauft hätte
Für Kinder und Jugendliche, die gerade ihren ersten PC und die dazugehörige Peripherie bekommen, mag es durchaus gehen. Die Tastatur funktioniert, fernab von der Custom-Keyboard-Thematik, wie sie soll.
Derzeit wird spekuliert, dass NZXT Peripherie-Bundles anbieten wird, welche im Gesamtpreis sicherlich etwas günstiger werden. Auch das würde für eine gute Einsteiger-Hardware sprechen.
    
  
4 5
     am 03.04.2022
Produkttester
Erfahrungsbericht zur NZXT-Function
Als ich erfahren haben, dass die Firma NZXT jetzt eine neue Reihe mechanischer Tastaturen auf den Markt bringt, war mein Interesse groß. Nicht nur weil ich NZXT für hochwertige und gut designte Produkte in Erinnerung habe, sondern weil ich mich, seit einiger Zeit mit dem Thema mechanische Tastaturen intensiv auseinandergesetzt habe.
Somit habe ich die Chance genutzt, mich bei Mindfactory als Produkttester zu bewerben. Meine Wahl fiel auf das kompakteste Modell, da ich kein Numpad brauche und so den Platz auf dem Schreibtisch klein und aufgeräumt halten kann. Als verfügbare Varianten gibt es sowohl eine Fullsize, eine Tenkeyless sowie eine Mini-Tenkeyless Tastatur. Als Farboptionen gibt es Schwarz und Weiß, sowie eine graue Variante die es aber nur als Custom Modell aus dem NZXT-BLD Konfigurator gibt, auf den ich später noch eingehen werde.
Die Bestellung und Lieferung erfolgte, Mindfactory typisch, einfach und schnell.
Nun zum eigentlichen Produkt, welches in einem kompakten Karton, welcher in den typischen NZXT-Farben Weiß und Violett gehalten und durchaus sehr ansprechend gestaltet ist.
Zum Lieferumfang gehören neben der eigentlichen Tastatur noch ein hochwertiger Keycap-puller, einem gummierten Werkzeug, um die vorinstallierten Schalter auszubauen, sowie einem zwei Meter langen und ummantelten USB-A zu USB type-C Kabel und einer schlichten Plastikabdeckung, welche aber auch nützlich sein kann, um Staub während der Nichtbenutzung abzuhalten. Leider ist bei meiner Mini-TKL Variante keine Handballenauflage enthalten, die aber bei den zwei größeren Modellen, soviel ich weiß, dabei sein sollte.
Das Keyboard selbst ist wie schon erwähnt die Mini-TKL Version ohne rechtsseitigen Nummerblock. Neben den Pfeiltasten gibt es aber auch sämtliche Funktionstasten und eine eigene FN-Taste, welche beim Betätigen doppelbelegte Tasten aktiviert. An der linken Seite des Gehäuses sind drei spezielle Knöpfe verbaut und ein Drehrad für die Kontrolle der Lautstärke.
Die Verarbeitung ist sehr gut, es knarzt nirgendwo und alle Kanten sind weich abgerundet. An der Unterseite verhindern fünf Gummifüße ein Verrutschen und sorgen bei einer glatten Tischoberflache, wie zum Beispiel Glas, für einen stabilen Halt. Außerdem verbaut der Hersteller klappbare Füße, die eine Neigungsverstellung in drei Winkeln ermöglichen.
Für ein konventionelles Keyboard baut es nicht hoch und kann sich mit seiner Bauhöhe schon fast mit einigen Low Profile Keyboards messen. Die USB-Buchse findet man an der Rückseite etwas nach links versetzt, was löblich ist für Kunden, die eine Lösung mit Custom-Coil Kabeln nachrüsten wollen. Das gesamte Gehäuse besteht aus Kunststoff, welches eine etwas angeraute Oberfläche hat und so eine angenehm hochwertige Haptik zustande kommt.
Demgegenüber fallen die standardmäßig verbauten Keycaps etwas ab, da sie aus einfachem ABS Plastik mit transparenten Zeichen bestehen. Die Oberfläche ist glatt und auf den Tasten sieht man relativ deutlich Fingerabdrücke und Schmutz. Das schmälert doch schon etwas den sonst sehr guten haptischen Gesamteindruck des Produktes.
Der Hersteller verbaut in der mir vorliegenden vorgefertigten Tastatur rote Gateron-Switches, die eine lineare Charakteristik haben, heißt der Tastendruck bleibt den gesamten Anschlagweg gleich und hat kein besonderes haptisches oder akustisches Feedback.
Diese Art von Switches eignet sich meiner Meinung am besten zum Spielen am PC und sind von der Geräuschentwicklung die leisesten mechanischen Schalter im Vergleich zu den gebräuchlichen braunen und blauen Schaltern. Eine Option für braune Schalter, welche einen taktilen Druckpunkt und blaue Schalter, welche ein hörbares Klicken haben gibt es nur als Option im NZXT-BLD Konfigurator.
NZXT ist aber einer der wenigen Hersteller der sein Produkt als
"hot-swap fähiges" Keyboard verkauft. Daher kann man einfach die Gateron Reds gegen beliebige Switches austauschen, die Cherry MX kompatibel sind und so das Nutzererlebnis nach seinen eigenen Wünschen anpassen.
Das Tippgefühl ist sehr gut. An den Gateron-Red Switches kann ich nichts aussetzen, nicht kratzig und wie gesagt sehr leise, mit angenehmem Druckpunkt und Auslösekraft. Des Weiteren ist auf dem PCB eine Lage Schaumstoff, der metallisches "Pingen" quasi nicht existent macht. Was aber noch stört sind die Stabilisatoren, die bei den großen Tasten eingesetzt werden, um die Führung zu gewährleisten. Diese sind nicht gut und lassen den Druck auf zum Beispiel die Leertaste etwas hohl klingen und wackeln. Dem ultrakompakten Formfaktor geschuldet ist es auch, dass die F-Reihe direkt an die Zahlenreihe angrenzt, was bei mir oft zu Fehlbedienungen geführt hat. Das ist aber wahrscheinlich eine Gewöhnungssache.
Zum direkten Vergleich habe ich ein Razer Blackwidow V3 mini Hyperspeed hier, die sich vom Tippgefühl noch etwas wertiger anfühlt aber auch Razer eigene Yellow Switches verbaut hat und gemäß der UVP auch eine Preisklasse höher angesiedelt ist. Mein Sohn benutzt eine SPC-Gear GK630 mit Kalih Red Switches die sich sehr ähnlich anfühlt, anhört und sogar Double-Shot PBT Pudding Keycaps verbaut hat und circa halb so viel kostet.
Allerdings sind diese Keyboards nicht direkt vergleichbar, weil sie eher "out of the Box" Produkte sind, die durch das fehlende "hot-swap" Feature nicht so sehr im Nachhinein angepasst werden können.
Man kann wie in meinem Fall eine NZXT Function vorgefertigt kaufen und erhält ein gutes Produkt, welches seinen Preis durchaus wert ist.
Aber es gibt die Möglichkeit sich auf dieser Basis sein eigenes Board zu bauen mit verschiedenen Keycaps, Switches und Kabeln.
Womit wir bei NZXTs eigenem Konfigurator sind, wo man webbasiert sein individuelles Keyboard zusammenstellen kann. Verschiedene Farben, Kabel, PBT Doubleshot Keycaps, Akzent-Keycaps und alle gängigen Switches sind dort zu finden.
Ein Wort noch zu den drei Tasten an der linken Gehäuseflanke. Der untere Knopf regelt die Helligkeit der RGB Beleuchtung in fünf Schritten. Die Windowstaste wird mit Druck auf den zweiten Knopf deaktiviert und der letzte bedient die "Mute" Funktion.
Seitlich und etwas unkonventionell angebracht ist das Drehrad zur Lautstärkenverstellung welches ich persönlich genial finde, weil es sich so exzellent erreichen lässt und sich so nicht negativ auf die Baugröße auswirkt.
NZXTs CAM Software dient zur Steuerung der Tastatur und ist ein aufgeräumtes Programm, welches auch sämtliche System Temperaturen auslesen kann. Die Software steuert die tastenspezifische RGB-Beleuchtung, kann Tastenbelegungen ändern und Makros verwalten. Alle Einstellungen können auf der Tastatur unter vier frei wählbaren Profilen gespeichert werden und später auch ohne laufende Software abgerufen werden.
Die RGB Effekte sind sehr ansehnlich und lassen sich sehr gut anpassen, allerdings hätten es ohne Software ruhig ein paar mehr Presets direkt von der Tastatur geben können.
Alles in Allem bin ich mit NZXTs Einstand in den Peripheriemarkt zufrieden, weil man einige Innovationen wie die tolle Position des Lautstärkerads, eine "hot-swap" Fähigkeit im Mainstreambereich und ein vollwertiges TKL-Layout in ultrakompakten Format haben kann zu einem kompetitiven Preis.
    
  
5 5
     am 28.04.2024
Produkttester
Als leidenschaftliche Gamerin und Homeoffice-Nutzerin habe ich die NZXT Function MiniTKL Tastatur in Schwarz ausgiebig getestet; ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar erhalten und möchte nun meine ehrliche Meinung äußern. In dieser persönlichen Rezension teile ich meine Eindrücke zu verschiedenen Aspekten dieser Tastatur.

Design und Ergonomie
Das Design der NZXT Function MiniTKL ist schlicht und dennoch ansprechend.  Die schwarze Farbgebung verleiht der Tastatur eine elegante Note, die sich nahtlos in mein Arbeitszimmer einfügt. Die kompakte Größe und das minimalistische Layout sorgen dafür, dass sie auf meinem Schreibtisch nicht viel Platz einnimmt.  Alle Tasten sind klar beschriftet, und die RGB-Hintergrundbeleuchtung verleiht der Tastatur einen Hauch von Gaming-Atmosphäre. Somit sollte diese Tastatur auch eine gute Option für Gamer sein. Eine schlanke Formgebung und die abgerundeten Kanten machen sie zu einem ästhetischen Blickfang.

Die ergonomische Gestaltung der Tastatur ist bemerkenswert und gefällt mir sehr gut. Die leicht angewinkelte Position der Tasten ermöglicht ein komfortables Tippen, ohne dass die Handgelenke ermüden. Selbst wenn ich den ganzen Tag mit dieser Tastatur arbeite, denn selbst nach stundenlangem Arbeiten oder Spielen fühlen sich meine Hände nicht überstrapaziert an. Bleibt also genug Power für die anschließende Hausarbeit. Meinen Mann freut es.

Verarbeitung und Materialqualität
Die Verarbeitungsqualität der Tastatur ist beeindruckend. Das habe ich bereits beim Auspacken festgestellt. Das Gehäuse fühlt sich solide an und vermittelt ein Gefühl von Robustheit. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und sind widerstandsfähig gegenüber Abnutzung. Die gummierten Standfüße halten die Tastatur stabil auf dem Tisch, selbst bei intensiven Gaming-Sessions. Auch die abnehmbare USB-C-Kabelverbindung ist praktisch und ermöglicht eine einfache Verbindung mit meinem Laptop oder PC. Zusätzlich hat diese Tastatur geringe Abmessungen und nimmt auf meinem Schreibtisch nicht viel Platz weg. Und so kann mein Kater auch noch auf dem Schreibtisch Platz nehmen und sein Nickerchen halten.

Tasten und Schalter
Die NZXT Function MiniTKL ist mit linearen Gateron Red-Schaltern ausgestattet. Diese Schalter bieten eine reaktionsschnelle Leistung und eignen sich sowohl für schnelles Tippen als auch für Gaming. Die Anti-Ghosting-Technologie sorgt dafür, dass keine Tastenanschläge verloren gehen, selbst wenn ich mehrere Tasten gleichzeitig drücke. Die Tasten sind leise und haben einen angenehmen Widerstand. Ob beim Verfassen von E-Mails oder beim Zocken, die Tastatur überzeugt mich stets durch ihre Zuverlässigkeit und durch ihre Schnelligkeit.

Anpassungsmöglichkeiten und Hot-Swap-Funktion
Die NZXT Function MiniTKL bietet vielfältige Anpassungsmöglichkeiten, die sie von anderen Tastaturen abheben. Hier sind einige zusätzliche Details:

Hot-Swap-Funktion: Diese Funktion ermöglicht es, die Schalter ohne Löten oder technische Kenntnisse auszutauschen. Wenn ich das Tippgefühl ändern möchte, kann ich einfach die Schalter entfernen und neue einsetzen. Das ist besonders praktisch für Enthusiasten, die gerne verschiedene Schalter ausprobieren oder ihre Tastatur an unterschiedliche Anforderungen anpassen möchten.

Schaltervielfalt: Die NZXT Function MiniTKL ist mit Gateron Red-Schaltern ausgestattet, aber du kannst auch andere Schaltertypen verwenden. Von linearen über taktile bis hin zu klickenden Schaltern | die Wahl liegt bei dir. Die Hot-Swap-Funktion macht den Austausch unkompliziert.

Individuelle Keycaps: Die Tastatur verfügt über ein Standard-104-Tasten-Layout, was bedeutet, dass du die Keycaps nach Belieben austauschen kannst. Ob du spezielle Gaming-Keycaps, farbige Keycaps oder welche mit individuellen Beschriftungen bevorzugst | die NZXT Function MiniTKL bietet dir die Freiheit, deinen eigenen Stil zu wählen.

RGB-Beleuchtung: Die individuell anpassbare RGB-Hintergrundbeleuchtung ermöglicht es dir, die Tastatur nach deinem Geschmack zu gestalten. Du kannst Farben, Effekte und Helligkeit nach Belieben einstellen. Ob du einen dezenten Look fürs Büro oder ein lebhaftes Farbspiel fürs Gaming bevorzugst | die Tastatur passt sich deinen Vorlieben an.

Alltagserfahrungen und Haptik

Die NZXT Function MiniTKL Tastatur hat sich in meinem Alltag bewährt. Und ich möchte sie niemals wieder hergeben, so sehr bin ich von dieser Tastatur überzeugt. Hier sind einige zusätzliche Eindrücke:

Tippgefühl und Haptik: Die Gateron Red-Schalter bieten ein angenehmes und ein entspanntes Tippgefühl. Die linearen Schalter erfordern weniger Kraftaufwand und ermöglichen mir deshalb ein flüssiges Tippen. Auch wenn es einmal etwas schneller gehen muss, diese Tastatur und genug Power für lange Texte und Protokolle. Was ich persönlich auch sehr gut finde, die Tasten sind nicht zu laut, was ideal für das Arbeiten im Homeoffice ist. Sehr gut, denn so kann ich jedem Onlinemeeting mitschreiben, ohne dass sich meine Kollegen beim Meeting durch Tippgeräusche gestört fühlen.  Die leicht angeraute Oberfläche der Tasten verhindert ein Abrutschen der Finger, selbst bei längeren Schreibsessions.

Lautstärke: Die Tastatur ist insgesamt leise. Die Schalter haben einen gedämpften Klang, der weder Kollegen noch Mitbewohner stört. Selbst wenn ich nachts noch etwas arbeite oder spiele, muss ich keine Rücksicht auf andere nehmen.

Layout und Zusatztasten: Das 104-Tasten-Layout bietet alle wichtigen Funktionen. Die Funktionstasten sind gut platziert und leicht zu erreichen. Die zusätzlichen Medientasten (Lautstärke, Wiedergabe, Stummschaltung) sind praktisch an der Seite angeordnet.

Stabilität und Rutschfestigkeit: Die gummierten Standfüße halten die Tastatur sicher auf dem Tisch. Selbst bei hektischen Gaming-Momenten bleibt sie an Ort und Stelle. Die abnehmbare USB-C-Verbindung ist stabil verarbeitet und verhindert Kabelbrüche.

Alltagstauglichkeit: Ob beim Tippen von E-Mails, beim Programmieren oder beim Spielen | die Tastatur erfüllt ihre Aufgaben zuverlässig. Die Tastenanschläge sind präzise, und ich kann mich auf sie verlassen.
Vergleich zu ähnlichen Produkten.

Im Vergleich zu ähnlichen kompakten TKL-Tastaturen sticht die NZXT Function MiniTKL hervor. Ihre Anpassungsmöglichkeiten, die Hot-Swap-Funktion und die hochwertige Verarbeitung setzen sie von der Konkurrenz ab. Die Tastatur bietet eine ausgewogene Mischung aus Gaming-Performance und Alltagstauglichkeit.

Vorteile der NZXT Function MiniTKL:

Hot-Swap-Funktion: Die Möglichkeit, die Schalter ohne Löten auszutauschen, ist einzigartig und bietet eine hohe Anpassungsfähigkeit.
Verarbeitung und Materialqualität: Das solide Gehäuse und die widerstandsfähigen Tasten zeugen von guter Verarbeitung.

Ergonomie: Die leicht angewinkelte Position der Tasten ermöglicht komfortables Tippen.

Individuelle Keycaps: Du kannst die Keycaps nach Belieben austauschen und anpassen.

RGB-Beleuchtung: Die individuell anpassbare Beleuchtung erlaubt es, die Tastatur nach meinem Geschmack zu gestalten.


Nachteile der NZXT Function MiniTKL:
Die mitgelieferten ABS Keycaps fühlen sich etwas generisch an.

Preis: Der Preis liegt im mittleren Bereich, aber es gibt günstigere Optionen mit ähnlichen Funktionen.

Fehlende Handballenauflage: Die MiniTKL-Version kommt ohne Handballenauflage.

Software: Die Software bietet begrenzte Tastaturoptionen.

Fazit
Die NZXT Function MiniTKL Tastatur ist eine gelungene Kombination aus Design, Leistung und Anpassungsfähigkeit. Sie begleitet mich zuverlässig im Homeoffice und ermöglicht gleichzeitig ein angenehmes Spielerlebnis. Wenn du nach einer Tastatur suchst, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt, ist die NZXT Function MiniTKL definitiv einen Blick wert.

Vergleich zu ähnlichen Produkten.

Im Vergleich zu ähnlichen kompakten TKL-Tastaturen sticht die NZXT Function MiniTKL hervor. Ihre Anpassungsmöglichkeiten, die Hot-Swap-Funktion und die hochwertige Verarbeitung setzen sie von der Konkurrenz ab. Die Tastatur bietet eine ausgewogene Mischung aus Gaming-Performance und Alltagstauglichkeit. Ich empfehle sie gerne weiter, sie lässt sich vielseitig einsetzen und ist für Gamer genauso gut geeignet wie für Menschen, die im Homeoffice arbeiten. Den Preis halte ich angesichts der Qualität für durchaus berechtigt.
    
  
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     am 27.01.2024
Verifizierter Kauf
Vorweg, die Lieferung von Mindfactory war sehr schnell und ich bekam über jeden Status eine Information.
Die Tastatur ist mein erstes NZXT Produkt, die wollte ich auch schon immer haben. Meine Erwartungen wurden absolut übertroffen was die Technik und Haptik angeht. Über die Haltbarkeit kann ich so noch nichts sagen. Da ich mir aber aktuell auch ein PC Building zusammen baue, wird da sicher noch mehr von NZXT kommen.
Das hier ist nicht "NUR" eine Tastatur.
    
  
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     am 16.04.2022
Produkttester
Diese Produktbewertung ist im Rahmen des Testers-Keepers Programms von Mindfactory entstanden. Das Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt und von mir mal etwas unter die Lupe genommen. Meine Einschätzung im Folgenden:

Lieferung und ihr Umfang

Die NZXT Function MiniTKL kommt in einer eleganten funktionalen Verpackung, wie bei NZXT üblich in weiß und violett gehalten. Auf Plastik wurde bei der Verpackung genauso wie bei der Tastatur selbst in einigen Aspekten verzichtet, aber nicht komplett. Die Tastatur und das Zubehör lassen sich leicht entnehmen und auch wieder in der Verpackung verstauen, falls man mal grade keine Verwendung für das gute Stück hat.
Neben dem eigentlichen Keyboard wird ein schlankes abnehmbares Kabel, eine Zange für das Hot-Swapping der Switches und eine schonende Klammer für das Abnehmen der Keycaps mitgeliefert.
Wie sich anhand dieser kleinen Extras erahnen lässt, ist die NZXT nicht nur eine schicke kompakte Gaming-Tastatur, sondern auch für Enthusiasten einen Blick wert. Das mitgelieferte Kabel ließe sich durch ein Coiled Keyboard Cable ersetzen und auch Keycaps und Switches sind individuell austauschbar.
Tut das Not? Nö! Bietet es so die Möglichkeit aus einer schicken Tastatur einen richtigen Hingucker nach eigenen optischen und akustischen Vorlieben zu machen? Ja!
Aber auch ohne extra Scheine in die Hand zu nehmen, kann sich die Function MiniTKL sehen und hören lassen.

Optik

Optisch macht das kleine Brett von NZXT einiges her. Insgesamt wird hier auf ein dezenteres minimalistisches und eben kompaktes Design gesetzt. Die Technik verbirgt sich komplett in einem schicken, schwarzen und recht schlanken Case, dessen Oberseite aus Aluminium gefertigt ist. Auf diesem sitzen dann auch schon die RGB Switches und darauf die Keycaps. Durch das randlose Case und die schwarze Oberfläche kommt die RGB Beleuchtung gut zur Geltung, ohne dabei zu aufdringlich zu wirken. Wenn man nicht grade am Schreibtisch sitzt und aus ein, zwei Metern Entfernung auf die Tastatur schaut, hat man freien Blick auf die Switches, außerdem wirken die Tasten recht hoch, dementsprechend gefällt die randlose Optik wahrscheinlich nicht jedem. Ich persönlich störe mich allerdings nicht daran. Für mich ist die MiniTKL sehr stilistisch, da kann ich gerne auf einen klassischen bis zuweilen wulstigen Rahmen um die Tasten verzichten. In meinen Augen ist diese kleine 75% Tastatur also ein dezenter Hingucker.
Sie sieht dazu nicht nur sehr edel aus, sondern fühlt sich auch sehr gut an. Das ganze Brett ist hochwertig verarbeitet und ist trotz der Größe schön schwer (718g).

Funktionalität

In Sachen Funktionalität macht die NZXT Funktion MiniTKL seinem Namen alle Ehre. Fangen wir mal auf der Unterseite an. Hier finden sich 5 kleine Flächen die mit einer rutschfesten und dämmenden Oberfläche versehen sind. Außerdem gibt es hier vier Füßchen, mit denen sich die Tastatur in zwei unterschiedliche Positionen aufrichten lässt.
Wenn man die Tastatur von der Oberseite betrachtet, dann ist fast das gesamte Brett von Tasten bedeckt. Lediglich auf der linken Seite steht das Case etwas mehr hervor. Hier lassen sich die meisten funktionalen Tasten ausmachen. An oberster Stelle befindet sich ein Rädchen zur Anpassung der Lautstärke. Hier lässt sich auch viel Liebe zum Detail feststellen, denn die Seiten des Rädchens sind ganz im Stile des Herstellers mit etwas Violett versehen. Das sollte jetzt aber niemanden vom Kauf abschrecken. Die kolorierten Flächen sind kaum sichtbar und fallen lediglich denjenigen ins Auge, die sich beim Betrachten auf die detaillierte Verarbeitung konzentrieren.
Unter dem Lautstärkeregler seitlich an das Case angebracht sind dann drei kleine Knöpfe mit denen sich einmal der PC stumm, die Windows-Taste sperren und die Helligkeit der Beleuchtung in fünf Stufen regeln lassen. Die Sperrfunktion der Windows-Taste ist natürlich für GamerInnen ein Muss, um nicht im entscheidenden Moment versehentlich aus dem Spiel zu tabben. Für die ersten beiden Knöpfe gibt es zusätzlich auf der Oberfläche zwei kleine Leuchten, anhand derer sich mit einem Blick kontrollieren lässt, ob die Tasten aktiviert wurden oder nicht, wobei die Lautlos-Taste lediglich kurz rot aufleuchtet. Die Position der Knöpfe ist etwas gewöhnungsbedürftig. Beim Testen musste ich mich immer wieder vergewissern, welcher Knopf welche Funktion hat. Zudem greife ich die Tastatur aus Gewohnheit immer seitlich, um sie auf meinem Tisch umzupositionieren und es kam dabei nicht nur einmal vor, dass ich dabei mehrere Knöpfe gleichzeitig betätigte.
Auch bietet die NZXT MiniTKL noch drei Multimedia Funktionen auf den F-Tasten, die sich in Kombination mit der FN-Taste betätigen lassen bzw. auch nicht, wenn man die Tastenbelegung in der Software anpasst und sie primär mit Multimedia Tasten belegt. Dann sind sie auch ohne FN Taste zu bedienen. Aber dazu später nochmal.

Aber wie tippt es sich denn nun auf der Tastatur?

Im Brett verbaut wurden Gateron Linear Red Switches, die vergleichbar sind mit den Cherry MX Red Switches. Dementsprechend leicht zu betätigen mit einem kurzen Reaktionsweg. Meiner Meinung nach zum Gamen sehr gut geeignet, aber zum Tippen nicht ganz so günstig. Wenn man die gewünschte Taste mal nicht perfekt trifft, dann hat man auch mal schnell eine andere Taste mitgenommen. Da die Tastatur mit Anti-Ghosting und N-Key-Rollover ausgestattet ist, wird jeder Tastenanschlag, auch Gleichzeitige, sofort erkannt und verarbeitet. So hat man beim Tippen auch hier und da mal einen Buchstaben drin, der eigentlich nicht erwünscht war. Mit anderen Switches bekommt man die NZXT MiniTKL leider nur, wenn man sich diese selbst auf der firmeneigenen Website im Build anpasst. Einerseits schade, dass die individuelle Auswahl bei Händlern damit aktuell limitiert ist, andererseits ist es cool, dass NZXT diese Möglichkeit der Individualisierung anbietet.
Switches sind einfach Geschmacksache. Negativ aufgefallen ist mir allerdings, dass die Keycaps aus schmutz- und abnutzungsanfälligerem ABS-Kunststoff gefertigt sind, während man im Builder dazu gezwungen ist, hochwertigere und langlebigere PBT-Keycaps für einen recht saftigen Aufpreis zu wählen. In dieser Preisklasse hätten ruhig auch auf den Stock-Modellen direkt PBT-Keycaps verbaut sein können.
Meiner Wahrnehmung nach kratzt das leider auch am ansonsten schönen Klangbild der Tastatur.

Sound

Das Case ist kompakt gebaut und wahrscheinlich auch gedämmt. Zumindest erzeugt Klopfen auf die Rückseite ein angenehmes dumpfes Geräusch. Es scheppert oder knarzt nichts. In Verbindung mit den guten Switches ergibt sich ein durchaus satisfizierender Sound, wenn man mal im Flow ist, der aber eben in meinen Ohren mit PBT-Keycaps noch ein Tick besser hätte sein können.

Die Software zur Hardware

Die Tastatur wird, wie andere NZXT Produkte auch, über die hauseigene NZXT CAM Software angesteuert. Sie ist auch ohne diese nutzbar, aber wer Festplatten- und Arbeitsspeicher über hat, sollte sich definitiv die dazugehörige Software runterladen.
Diese bietet einiges an Anpassungsmöglichkeiten. Neben den sonstigen Funktionen wie eine einfache Übersicht der verbauten Hardware, Overclocking oder eine Übersicht zu Strom und Kühlung (sofern unterstützte Hardware verbaut ist, be quiet! ist es bspw. nicht), usw., lässt sich mit der Software auch viel an der Beleuchtung und an der Tastenbelegung schrauben. Alle Switches sind in ihrer Beleuchtung einzeln ansteuerbar und mit einigen Lichteffekten zu versehen. Falls man eine Taste im Vergleich zu einer Full Size Tastatur auf der MiniTKL vermisst, dann lassen sich diese Funktionen auf bereits vorhandene Tasten auf der Tastatur legen (Remapping). Man kann sich die Tastatur also optisch und funktional so anpassen wie man es bevorzugt. Nur die seitlich angebrachten Tasten inklusive des Rädchens, sowie FN, ESC und Right Ctrl lassen sich nicht mit neuen Funktionen belegen. Zusätzlich kann man sich auch Makros für die Tastatur erstellen. Insgesamt macht die Tastatur in der Software aber einen wiedermal sehr praktischen Eindruck.

Fazit

Die NZXT Function MiniTKL ist eine sehr schicke Tastatur. Mit ihren vielen Möglichkeiten der individuellen Anpassungen (und gegebenenfalls Reparaturen) ist sie entsprechend ihres Namens einfach praktisch und dezent auf meinem Schreibtisch. Zum aktuellen Kaufpreis von 110 Euro, würde ich mir allerdings zwei Mal überlegen, auf was man Wert legt und wie viel es einem wert ist, dafür zu zahlen. Ich bin von der Funktionalität und dem Design wirklich begeistert, aber für eine perfekte Tastatur fehlen mir definitiv eine Auswahl an Switches und haltbarere PBT-Keycaps ab Werk, die letztendlich ja auch das entscheidende an einer Tastatur ausmachen, unzwar das Tippgefühl. Diese könnte man natürlich im Build von NZXT anpassen, allerdings ist man dann bereits bei 175 Euro. So wie Händler sie anbieten, bewegt sich die Tastatur im gehobeneren Preissegment. Hier sind PBT-Keycaps bei vielen Herstellern zwar nicht unbedingt Standard, trotz dessen liefern hier einige bereits.

Wer also ein schickes kleines Brett für einen im Großen und Ganzen guten Preis erwerben möchte und mit der Stock-Version völlig zufrieden ist, da ist die NZXT Fuction MiniTKL eine klare Kaufempfehlung. Für alle, die kein Problem haben, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, um sich ein schönes Custom Modell nach eigenen Vorstellungen zu basteln, auch.
Allen anderen würde ich empfehlen, sich doch nochmal umzusehen und dann abzuwägen.

Auf meinem Schreibtisch bleibt die NZXT Function MiniTKL auf jeden Fall erstmal an seinem Platz. Mit den ein oder anderen Extras zum Customizen habe ich auch schon geliebäugelt
    
  
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     am 14.04.2022
Produkttester
TL;DR: Gute, kompakte Tastatur zum mobilen Einsatz mit interessantem Tastaturlayout und sehr guten RGB-LEDs, aber auch mit kleineren Schwächen (z.B. Platzierung der Sonderfunktionstasten). Aber wer oder was ist schon perfekt :-)?

EINLEITUNG
Ich bin Software-Entwickler und ambitionierter Casual-Gamer in seinen 40er Jahren und seit ein paar Monaten auf der Suche nach einer mobilen Lösung, um zwischen Home-Office und Büroarbeitsplatz wechseln zu können. Umso erfreuter war ich, als ich vom Tester-Gewinnspiel von Mindfactory und NZXT mit nachgängiger Besitzübernahme erfuhr. Am wichtigsten daran war aber, dass meine "Bewerbung" erfolgreich beschieden wurde. Nennt mich also etwas "biased" :-).

VORAUSSETZUNGEN
Und so sitze ich hier vor meiner neuen NZXT-Tastatur und versuche, nach 14-Tagen ein faires Testurteil abzugeben.

Zum Vergleich kann ich die TKL-Tastatur LK20 von Lioncast( MX Braun) und das Top-Modell von Mountain, die Everest MAX (MX Braun) mit modularem Nummernblock und LED-Multimedia-Screen heranziehen. Dabei muss erwähnt werden, dass die Mountain mehr als zweimal so teuer und in einer anderen "Liga" spielt | und selbst die hat ihre Höhen und Tiefen. Daneben setze ich an meinen privaten Arbeitsplätzen und meinem Simulator-Rig kabellose Lösungen von Logitech ein, die aber ohne mechanische Schalter auskommen.

TECHNISCHE DATEN / VERPACKUNG / ZUBEHÖR
Die Tastatur kommt in einer zweckmässigen Verpackung, welches die Tastatur und das Zubehör sicher verwahrt. Als Zubehör sind ein 2-Meter-USB-C-Kabel und zwei Werkzeuge zum Entfernen der KeyCaps und mechanischen Schalter beigelegt. Anders als bei den Volllayout-Tastaturen von NZXT wird keine Handballenablage mitgeliefert.

Die Tastatur macht einen stabilen und kompakten Eindruck, kein Platz wird verschwendet. Die von mir ausgesuchte schwarze Variante wirkt dezent auf meinem Schreibtisch..

Die Maße betragen zirka 339x123x40cm. Das Gewicht beträgt 718g, was der Tastatur trotz der kompakten Größe ein angenehmes Gefühl von Gewicht verleiht.

Die Tastatur ist mit hot-swap-fähigen Gateron Linear Red-Schalter mit RGB-LEDs ausgerüstet, welche aber auch durch normale MX-Schalter ausgetauscht werden können.

An der linken Seite sind ein Lautstärkeregler in Form eines Rades und drei Druckknöpfe zum Stummschalten, Umschalten des WinLock-Modus und für die Einstellung der LED-Helligkeit eingelassen.

Die Tastatur verfügt über Füsse mit zwei Einstellungsmöglichkeiten, um den Winkel der Tastatur zu verändern.

Als Software kommt die hausinterne Software NZXT-CAM zum Einsatz, die kostenlos von der Webseite heruntergeladen werden kann, ebenso wie das Handbuch.

Die Tastatur wird per USB-C angebunden, das Kabel ist also abnehmbar. Der Anschluss dazu befindet sich gut erreichbar auf der Rückseite der Tastatur.

TASTATURLAYOUT/SCHALTER
Das Tastaturlayout ist im ISO-Format ausgelegt und verwendet 87 Tasten. Die Cursor- und Sondertasten (Einf, Pos1, Entf, etc.) sind auf der rechten Seite in abstandreduzierter Form in zwei Spalten angeordnet, um die Breite der Tastatur zu verringern.

Das Layout ist am Anfang etwas ungewohnt, da man des öfteren statt der ENTER-Taste eine Sondertaste (z.B. Entf) trifft. Nach einer Woche hat man sich aber daran gewöhnt und lernt die geringere Entfernung zu den Sondertasten zu schätzen. Die Schalter fühlen sich zu den von mir normalerweise genutzten braunen MX-Schaltern etwas weniger knackig resp. schwammig an. Die Tasten sind auch etwas "unruhiger", wenn man an ihnen ruckelt. Etwas, was man aber nur bei direktem und kritischem Vergleich bemerkt. Das Schreibgefühl dagegen ist sehr gut und entspricht meinen Erwartungen und Erfahrungen an und mit mechanischen Tastaturen für Schreiben und Programmieren. Die Schalter sind zu MX-Schaltern kompatibel, der Spielfreude mit unterschiedlichen Schaltstärken und -verhalten (taktil, linear, etc.) sind also keine Grenzen gesetzt.

KEYCAPS
Die aus ABS gefertigten KeyCaps sind mit einer glatten Oberfläche versehen , die Beschriftung sauber und das LED-Licht intensiv und klar abgegeben. Trotzdem empfinde ich PBT-KeyCaps mit ihrer rauen Oberfläche angenehmer beim Schreiben und habe die KeyCaps darum durch PBT-PuddingCaps (oben schwarz, unten durchscheinend) ausgetauscht. Das Austauschen der KeyCaps war mit den mitgelieferten Tools einfach und ohne großen Kraftaufwand möglich. Dabei ist zu beachten, dass bei normalen KeyCaps-Kits durch die Neuanordnung der Sondertasten die Höhe einiger Sondertasten nicht mehr passt - sie sind zu hoch für ihre Reihe. Das führt zu einem uneinheitlichen Tastenbild und darum habe ich die Sondertastenspalten mit den alten ABS-KeyCaps belassen, was der Tastatur einen interessanten LED-Effekt verpasst und ihr Individualität verleiht.

RGB-LED
Kommen wir nun zu einem persönlichen Höhepunkt der Tastatur, den LEDs. Mit den normalen schwarzen ABS-KeyCaps noch etwas dezent, kommt die hohe Lichtstärke mit den PuddingCaps (unbedingt mal ausprobieren!) zur vollen Geltung. Selten habe ich den Regenbogeneffekt so genossen, wie mit dieser Tastatur. Verglichen mit meiner Haupttastatur, der Mountain MAX, strahlen die LEDs bei voller Helligkeit fast doppelt so stark.

Als Negativpunkt bei Nutzung von PuddingCaps ist mir aufgefallen, dass durch die roten Gateron-Schalter keine reinweißen Farben erzeugt werden. Weiß sieht immer etwas rosa aus. Dieser Effekt ist mir bei braunen Schaltern nicht aufgefallen. Dies ist aber ein Problem der KeyCap-Schalter-Kombination und nicht der Tastatur an sich.

SONDERFUNKTIONEN
Die auf der linken Seite seitlich angebrachten Knöpfe ermöglichen einen schnellen Zugriff auf die Lautstärkeeinstellung, die Audio-Stummschaltung, das Umschalten der Windows-Taste (WinLock-Mode) und der LED-Helligkeit (4 stufig). Das Drehrad zur Lautstärkeregelung ist angenehm zu nutzen und weist eine sehr geringe aber fühlbare Rasterung auf. Der WinLock-Mode wird mit einer dauernd leuchtenden weißen LED angezeigt. Dass die rote LED beim Stummschalten des Tons nur bei Tastendruck aktiv ist, ist wohl darauf zurückführen, dass dieser Wert von anderer Seite verändert werden kann und die Tastatur das nicht mitbekommt.

Negativ ist mir aufgefallen, dass man die Tasten sehr leicht betätigt, wenn man seine Tastatur oft bewegt. Dadurch habe ich schon mehrfach plötzlich vor einer "deaktivierten" Tastatur gesessen, weil ich aus Versehen die Helligkeit von Stufe 3 auf Stufe 0 "getastet" habe. Scheinbar nageln die Produkttester bei NZXT ihre Testobjekte am Tisch fest :-)

Zusätzlich gibt es in der Sondertasten-Spalte am rechten Rand noch eine dedizierte NZXT-Taste, die mit Sonderfunktionen belegt werden kann. Ich habe sie nicht intensiv genutzt, aber nachdem in der Software (s.u.) konfiguriert, wurde das Makro erfolgreich ausgeführt.

Über eine Funktionstaste (Fn) und die Funktionstasten F1-F4 kann zwischen vier in der Tastatur gespeicherten Profilen gewechselt werden. Eine schnelle Möglichkeit, um zwischen Arbeitsplatz- und Spiele-Konfiguration zeitnah wechseln zu können, ohne die Software zu starten.

SOFTWARE
Die Tastatur funktioniert out-of-the-box, entfaltet aber seine ganze Funktionalität erst, wenn man die hausinterne Software NZXT-Cam verwendet. Die Software ist die eierlegende Wollmilchsau des NZXT-Hardware-Universums und kann neben Tastaturen unter anderem Mäuse, Kühlerlösungen, Netzteile und PC-Info-Overlays steuern. Man kann diese Punkte, sofern nicht anwendbar, aber leicht in den Einstellungen verstecken.

Die CAM-Oberfläche ist übersichtlich, leicht verständlich und bedienbar. Ich habe mich auch ohne Handbuch schnell zurechtgefunden.

Für Tastaturen können mehrere Funktionen konfiguriert werden. Dazu zählen RGB-Einstellungen, Makro-Funktionen und Austauschen von Tastenwerten (Rebinding).

Die RGB-Einstellungen beinhalten die üblichen Verdächtigen wie zum Beispiel Rainbow, Matrix oder Custom mit allen notwendigen Optionen (Richtung, Größe, Geschwindigkeit).

Der Makro-Modus ermöglicht das Ausführen unterschiedlichster Tastenanschläge durch Drücken einer einzigen Aktivierungstaste. Einen wirklichen Nutzen habe ich für mich noch nicht gefunden.

SCHLUSSWORTE
Und damit möchte ich zum Schluss kommen. Als "Beschenkter" muss ich mir die Frage stellen, ob ich mir die Tastatur auch so gekauft hätte. Und eine Antwort fällt mir einerseits leicht, andererseits etwas schwerer.

Die Tastatur erfüllt meine Anforderungen an eine mobile und kompakte Lösung, ist qualitativ auf hohem Niveau und zeigt nur geringe, für mich vernachlässigbare Schwächen. Die Beantwortung der Frage, ob ich den aktuellen Preis von etwas über 100 Euro ausgegeben hätte, lässt mich etwas zögern. Meine vor kurzem getätigten Recherchen haben ähnlich ausgestattete Tastaturen in einem etwas geringeren Preissegment zu Tage gefördert. Ob dann aber auch Qualität und Ergonomie der NZXT erreicht worden wäre, kann ich nicht beurteilen.

Abseits des Preises kann man aus meiner Sicht nichts falsch machen, da man eine sehr gute Tastatur mit interessanten Eigenschaften und Funktionen erhält. Bei mir wird sie in ständiger Zweitbenutzung zu Hause und im Büro sein, da ich auf die Vorteile meiner Mountain Max dann doch nicht verzichten möchte.
    
  
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     am 13.04.2022
Produkttester
Disclaimer: Ich habe die Tastatur im Rahmen der "Testers-Keepers Aktion" von Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen; meine Rezension soll dies allerdings nicht beeinflussen.

Verpackung und Accessoires

Die Tastatur kommt in einer angemessen großen Verpackung, die von außen den Eindruck erweckt, Verpackungsmaterialien würden für die Produktion eingespart werden. Innendrin setzt sich dieser Trend nur begrenzt fort; es wird mit Trennschaumfolie und einem Plastikblister gearbeitet, der sich über die gesamten Tasten erstreckt. Eine Pappauflage hätte es auch getan und einen Großteil des Plastikmülls eingespart. Die Konkurrenz macht es hier zwar nicht viel besser (Razer, Corsair und Logitech im Vergleich), ich hatte allerdings noch den Karton der SGK 3 von Sharkoon, die ohne einen solchen Blister auskam.
Das beiliegende, schwarz gesleevte USB-C Kabel macht einen guten Eindruck, es ist allerdings aus Hartgummi, was die Verlegung auf dem Schreibtisch etwas schwieriger gestalten kann. Die zwei Werkzeuge (einmal zum Entfernen der Switches und für das Austauschen der eigentlichen Switches) sind für den Anwendungsfall ausreichend stabil und wirken nicht zu billig.
Die Handballenauflage, die bei den großen Brüdern dieses Modells vorhanden ist, fehlt bei dieser Version der Tastatur allerdings leider. Darüber hinaus ist zum Anbringen der Auflage ein Magnetstreifen im Chassis der anderen Tastaturmodelle eingebaut, der auch bei der Mini-TKL eingespart wurde. Dies bedeutet, dass ein Nachkauf einer Auflage auch in Zukunft nicht möglich sein wird. Aus der wirtschaftlichen Perspektive NZXTs ergibt das keinen Sinn für mich.

Optik, Haptik und Wertigkeit

Die Tastatur erweckt auf den ersten Blick keine Assoziationen mit dem Begriff "Gaming" | was 2022 allerdings völlig wertfrei zu verstehen ist. Meines Erachtens kann diese Tastatur also sowohl im Bürobereich, als auch im Eigenheim platziert werden, ohne dabei irgendwelche stilistischen Spannungen hervorzurufen. Bis auf den glossy schwarz-auf-schwarz NZXT-Schriftzug, welcher sich auf der rechten hinteren Tastaturseite finden lässt, kann auf der Oberfläche kein anderes Branding gesehen werden, sodass die Tastatur insgesamt einen reduziert minimalistischen Eindruck macht. Mir gefällt das sehr gut.
Aufgrund der Aluminiumoberschale haben wir sehr wenig "Flex"; die Tastatur gibt bei wenig Seitendruck nicht nach, es ist kein Knarzen oder Knacken zu hören. Auch beim Drücken der Tasten lassen sich keine "Sümpfe" im Tastenbrett finden; das Andrücken erfolgt knackig und ohne Nachgeben des Chassis. Durch ihr solides Gewicht steht die Tastatur auf ihren zweifach höhenverstellbaren Gummifüßen sicher auf jeder Schreibtischoberfläche.

Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck

Die Tastatur kommt in der Standard-65%-Ausführung, der Nummernblock ist eingespart, die Funktionstasten allerdings erhalten geblieben. Die Abstände zwischen den Tasten sind nicht verringert, es handelt ich um ganz gewöhnliche, glatte ABS-Kappen. Einer meiner größten Kritikpunkte, der sich dann auch bei der Farbe und den Switches weiter fortsetzen wird, ist, dass man in seiner Auswahl der Kappen, Switches und Farbe weitestgehend auf eine Auswahlmöglichkeit begrenzt ist (mit Ausnahme, dass es die Modelle in Schwarz und Weiß im Warenhandel zu kaufen gibt.) Will man PBT-Kappen oder graue Kappen oder doch lieber Blue-Switches, so ist man auf das hauseigene Buildprogramm von NZXT angewiesen, welches die Tastatur nun mehr oder minder individualisiert anbieten kann. Mit den Preisen, die dort zustande kommen, kann man dann allerdings auch direkt zur Boutique-Variante greifen, die auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Für den Rest meiner Rezension klammere ich diese Tatsache aus und behandle diese Tastatur isoliert für ihren Preis von ungefähr 110¤.
Zurück zu den Kappen: Ich mag glatte ABS-Kappen nicht. Das gilt nicht nur für diese Tastatur, sondern für alle anderen auch. Auf dieser Oberfläche sammelt sich schnell Dreck und Schweiß und gerade nach einem Gamingabend, an dem nur gespielt und nicht gegessen wurde, sehen die Tastenoberflächen nicht besonders ansprechend aus. Hätte man sich für standardmäßige PBT-Oberflächen entschieden, hätte man diese Problematik umgehen können. Ansonsten sind die 87 recht dünnwandigen Tastenkappen aber in Ordnung; ich werde sie dennoch bald gegen ein PBT-Set tauschen.
Die Funktionstasten an der rechten Seite sind out-of-the-box zum Stummschalten der Systemsounds, zum Feststellen der FN-Tasten und zu vierstufigen Helligkeitsregelung der RGB-Beleuchtung programmiert. Sie besitzen einen angenehm klickenden Druckpunkt und sind gut erreichbar angebracht. Der Lautstärkeregler an der oberen linken Kante ist ein persönliches Highlight für mich, auf diese Weise kann man im Spielgeschehen zum Beispiel relativ einfach die Lautstärke mit der Tastaturhand ändern.
Zu den Gateron-Red-Switches gibt es nicht viel zu sagen, sie bieten einen guten Kompromiss, wenn man in seiner Freizeit den leichten und reaktiven Anschlag fürs Gaming und im Beruf den entlastenden Tastenanschlag fürs Schreiben haben möchte. Da ich außerhalb des Tests eine Tastatur mit Cherry-Browns verwendet habe, musste ich mich erstmal wieder an den sehr viel einfacheren Anschlag gewöhnen; nach zwei Tagen fand ich die Anschlagspunkte dann allerdings wieder recht angenehm. Mit den mitgelieferten Tools lassen sich die Switches problemlos aus dem Chassis lösen und können somit gegen alle anderen kompatiblen getauscht werden. Durch den Blick ins Innere offenbart sich eine Schaumfolie, die auf dem PCB ausgelegt ist, um den "Ping", also die Resonanz des Tastenanschlags im Chassis, zu verringern.

Software

Die NZXT Cam Software beinhaltet neben Übertaktungsfunktionen und anderen Systemeinstellungen einen Abschnitt, wo man RGB-Einstellungen und die Zuweisung der Funktionstasten vornehmen kann. Hier lassen sich auch Makros einstellen und die einzelnen Tasten neu belegen. Ich bin kein Fan von Peripheriesoftware, da diese sich, gerade wenn man unterschiedliche Marken von Peripheriegeräten besitzt, schnell anhäuft. Die Oberfläche ist allerdings recht intuitiv gestaltet und alle Standardfunktionen für die Tastenbeleuchtungen sind da. Positiv finde ich, dass es durch die Software keinen Leistungsschwund im System gibt und sie tatsächlich auch nach vorgenommenen Änderungen geschlossen werden kann.

Preis-/Leistungsverhältnis

Insgesamt macht die Tastatur einen recht soliden Eindruck; optisch kann ich keine Negativpunkte nennen. Die Handballenauflage wäre bei dem Preispunkt meiner Meinung nach auch angemessen gewesen, aber vielleicht wird das dann bei der V2 nachgereicht. Die Hotswapfunktion für die Switches eröffnet ein neues Marktfeld für die Konkurrenten; inwiefern sich das als Nische neben dem DIY-Markt etabliert, muss man dann in Zukunft sehen. Die gewählten Materialien erwecken insgesamt einen recht hochwertigen Eindruck, PBT-Kappen und Aluminium-Vollverschalung hätten es für mich dann komplett abgerundet (das kann Sharkoon auch). Bei einem Preispunkt von unter 100 Euro würde ich die Tastatur als Preiswert empfinden, knapp darüber kratzt sie für mich dann an Alternativen (Ducky, etc.) die weitaus mehr Auswahl in ihren Sortimenten anbieten.

Haltbarkeit

Zur allgemeinen Haltbarkeit kann ich nach 14 Tagen leider noch keine fundierten Aussagen treffen, allerdings würde ich auf Basis meiner aktuellen Eindrücke der Tastatur eine gewisse Langlebigkeit zutrauen. Die austauschbaren Switches ermöglichen es auch, einzelne Blindgänger in Zukunft auszutauschen, ohne das ganze Keyboard dabei opfern zu müssen. Die Funktionstasten an der linken Seite und der Drehregler machen einen anständigen Eindruck und sollten ebenfalls lange ihren Dienst erfüllen. Das abnehmbare USB-C Kabel beugt ebenfalls einem Kabelbruchdesaster vor und ermöglicht einen einfacheren Transport; die Tastatur geht problemlos in meine Umhängetasche für die Arbeit.
Bis auf wenige Abzüge im Bereich Accessoires, Materialwahl und Kostenpunkt haben wir es mit einer schönen, handlichen und wertigen TKL-Tastatur zu tun, die sowohl Gamer als auch Schreiber zufriedenstellen kann.

4/5
    
  
4 5
     am 12.04.2022
Produkttester
Im Voraus möchte ich bemerken, dass mir diese Tastatur im Rahmen des Testers Keepers -Programms durch Mindfactory kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Beworben habe ich mich zum Test dieser Tastatur, da ich sowohl für Gaming, für die berufliche Nutzung zu Hause, als auch für Dienstreisen eine kleine hochwertige mechanische Tastatur gesucht habe, die auch in einer eher zurückhaltenden Büroumgebung und mit reduzierten Lichteffekten noch einen professionellen Eindruck hinterlässt und nicht zu stark nach "Kirmes" aussieht. Genutzt wird die Tastatur zu circa 85% zum Schreiben längerer Texte und Programmierung sowie zu 15% zum Spielen.

- Verpackung und Lieferumfang

Die Verpackung grinst einen im typischen NZXT-Lila an. Material und Aufdruck sind einem Peripherie-Gerät in diesem Preisbereich angemessen und wirken hochwertig. Die Werbebotschaften auf der Umverpackung wirken professionell, zweckdienlich, keinesfalls reißerisch und kommen ohne die typischen Werbeversprechen aus, euch dank eures Kaufs unmittelbar zum Pro-Gamer zu machen.
Die Tastatur im Inneren wird durch einen hochwertigen Karton, samt entsprechend geformtem Kunststoffblister zum Schutz der Tasten, darunterliegend ein Stück Schaumpolsterfolie (leider etwas zu dünn für einen sogenannten "Foam-Mod" zur Dämpfung der Tastatur) geschützt. Separiert eingepackt findet sich das unten genannte Zubehör, oder auch nicht.
Das beiliegende, relativ dicke USB-C-Kabel mit einer Länge von knapp 2 Metern ist mit einem schlichten schwarzen, engmaschigen Sleeve versehen und macht mit seinen hochwertigen Steckern einen guten Eindruck. Es ist etwas störrisch, kann für eine ordentliche Verlegung auf dem Schreibtisch aber leicht in die gewünschte Form gebogen werden.
Weiter wurden der Tastatur Werkzeuge, ein einfacher Keycap-Puller und eine Zange zum Wechsel der Switches beigelegt. Beide machen einen hochwertigen Eindruck und sollten die Modding-Arbeiten eines gesamten Tastaturlebens überdauern.
Anders als bei der Fullsize und TKL-Version (ohne Zehner-Zahlenblock) der Tastatur, liegt der Mini TKL keine Handballenauflage bei. Dies ist bei dieser Produktgruppe typisch und für mich kein Minuskriterium, wäre jedoch eine Chance gewesen sich von der Konkurrenz abzusetzen.

-Optik und Haptik

Die mir gelieferte Tastatur mit schwarzem Body und Tasten kommt relativ unauffällig daher. Das Gehäuse besteht aus hochwertig verarbeitetem Kunststoff (schätzungsweise ABS) und vermittelt durch eine raue Textur an der Oberseite den Eindruck aus Gussmetall zu bestehen. Dies gefällt mir persönlich sehr.
Das Gehäuse ist für mein Verständnis auch sehr verwindungssteif, selbst im Vergleich zu Aluminium-Gehäusen wie aus der HyperX Alloy-Serie und gibt auch beim "aggressiven" Tippen nicht spürbar nach.
Es scheint über eine Metallplatte im Inneren zu verfügen, was ich noch nicht überprüfen konnte, jedoch nahe liegt, da die Tastatur kein schweres, jedoch angenehmes Gewicht hat und dadurch, in Verbindung mit den Gummifüßen sehr standsicher ist. Leicht genug zum Reisen, schwer genug für den nötigen Komfort und daher für mich perfekt.

Layout
Zum Layout gibt es nicht viele Worte zu verlieren. Die Tasten haben Standardabstände und der Umfang sowie die Anordnung der Tasten ist für meine Anforderungen perfekt. Wer die Entscheidung zu einem ca. 65%-Keyboard trifft, tut dies wohl bewusst und sollte sich daher Gedanken machen ob die vorhandenen Tasten für das eigene Nutzungsverhalten ausreichend sind.

Dedizierte Seitentasten
An der linken Seite der Tastatur gibt es drei fest belegte Funktionstasten. Die oberste ist Mute, die Mittlere Win-Lock, zum Deaktivieren der Windows-Taste um versehentliches Öffnen des Startmenüs beim Spielen zu verhindern und die unterste Taste zur Verstellung der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung. Diese kann in 4 Stufen (Aus und in drei verschiedene Helligkeiten) variiert werden. Individuelle Helligkeiten können natürlich mit der Konfigurations-Software (später mehr dazu) konfiguriert werden.

Scrollwheel
Ebenfalls an der linken Seite findet sich das Scroll-Wheel, welches im Vergleich zur Konkurrenz wie beispielsweise Corsair (dort ist es rechts), im Betrieb wesentlich angenehmer erreichbar ist, da die Hand nicht von der Maus genommen werden muss. Dieses ist jedoch leider lediglich für die Wiedergabelautstärke zuständig, lässt sonst aber keine Systemeingaben zu. Hier hätte ich mir als Vielschreiber die Option zum vertikalen oder horizontalen Scrollen, was mit Tastenkombinationen auch Zoomen und Rotieren möglich machen würde, gewünscht. Dies ist jedoch leider nicht möglich und lässt sich nach meinem Kenntnisstand in der zum Zeitpunkt dieses Reviews aktuellen Version der CAM-Software nicht konfigurieren. Hier wurden wieder Plus-Punkte im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern verschenkt.

Tastenkappen
Die Tastenkappen bestehen aus relativ dünnwandigem ABS, was mich hinsichtlich der Geräuschentwicklung etwas gestört hat, da hierdurch beim Anschlagen der Tasten am unteren Totpunkt und zurückprallen im oberen Anschlag ein leichtes Klappern aufgetreten ist. Dies muss nicht jeden stören und damit ist bei
nicht modifizierten mechanischen Tastaturen stets zu rechnen. Das durchscheinen der Tastaturbeleuchtung ist für mich mehr als ausreichend. RGB-Junkies sollten eventuell auf Pudding-Keycaps ausweichen. Generell hätten der Tastatur Tastenkappen aus PBT gutgetan. Immerhin kann von einer modifizierbaren Tastatur dieses Preissegments eine entsprechend lange Gesamtlebensdauer erwartet werden. Wie lange die Tastenkappen durchhalten ohne den für ABS typischen Glanz zu erhalten, der sie so ungepflegt "speckig" aussehen lässt, kann ich Rahmen des kurzen Tests natürlich nicht vorhersagen. Sicher ist nur, dass es passieren wird.
Die angebrachten Standfüße bieten drei Einstellungsmöglichkeiten des Winkels, sind sehr stabil ausgeführt und mit ausreichend rutschhemmenden Gummi versehen, die sehr fest befestigt sind.

Funktionalität und Tippgefühl
Spieler und Gelegenheitsschreiber werden mit dieser Tastatur und den verbauten linearen Gateron Red-Tastern sehr glücklich werden. Die Taster bewegen sich ohne jedwede Kratzgeräusche und sind meiner und auch der Meinung der Internet-Gemeinde nach eine gute Wahl für die vorgenannte Nutzergruppe. Vielschreiber sollten sich indes eventuell näher mit anderen Tastertypen, insbesondere taktilen Modellen, mit einem gewissen Anfangswiderstand und Feedback auseinandersetzen. Diese können Tippfehler enorm reduzieren. NZXT bietet die Tastaturen der Function-Reihe mit anderen Schaltern an. Dies jedoch nur als Werks-Modifikation in deren BLD-Konfigurator für einen enormen Aufpreis. Wer selbst Hand anlegen möchte kann dies auch als Laie, ohne Lötkolben und guten Gewissens, angehen. Die gesockelten Taster ermöglichen ein einfaches austauschen, was mit dem beiliegenden Werkzeug auch sehr einfach gelingt.

Soundcheck
Wie bereits bei den Tastenkappen angesprochen, bringen diese materialbedingt etwas "Eigenresonanz" mit. Dies würde ich als normal bezeichnen. Für meinen persönlichen Geschmack ist es etwas viel, jedoch bin ich diesbezüglich sehr anspruchsvoll und möchte meine Kollegen im Chat oder Büro nicht unnötig stören. Hier lässt sich mit Gummiringen als Dämpfer unter den Tastenkappen für wenige Euro eine starke Verbesserung erzielen. Dies betrifft auch die (vermutete) Metallinnenplatte. Diese gibt ein leichtes metallisches "Klingeln" von sich, was bei mechanischen Tastaturen dieser Preisklasse normal ist. Abhilfe kann hier nur ein Foam-Mod und oder eine Dämpfung des Anschlags durch oben beschriebene Gummiringe schaffen.

- Software

Von der CAM-Software zur Konfiguration der Tastenbelegung und -beleuchtung bin ich weder besonders positiv, noch negativ beeindruckt. Sie bietet, bezogen auf die Tastaturoptionen das Notwendigste, jedoch nichts Herausragendes. Hinsichtlich der RGB-Optionen muss definitiv nachgebessert werden. Störend empfand ich, dass nicht klar ersichtlich ist, welches angelegte Profil in der Software, welcher Schnellwahltaste (FN + 1 bis 4) zugeordnet ist. Das macht es im Gebrauch zum Ratespiel und wurde durch zahlreiche Konkurrenten, auch eher unauffällige Klein- und Billighersteller, wesentlich besser gelöst. Beispielsweise das Anlegen von Ebenen von RGB-Effekten ist bei anderen Herstellern mittlerweile zum Quasi-Standard geworden, sodass man es bei einer Tastatur die sich lediglich durch gesockelte Taster hervorhebt, als grundlegende Voraussetzung annehmen möchte. Jedoch darf man nicht vergessen, dass NXZT neu auf dem Markt der Peripherie-Geräte ist und man den heutzutage beinahe üblichen "Welpenschutz" gelten lassen sollte. Zudem kann und wird (so hoffe ich jedenfalls) das ungenutzte Potential der Software zukünftig noch ausgeschöpft. Hierzu gehört auch, wie weiter oben beschrieben, in diesem Zug auch die Modifikationsmöglichkeit des Scroll-Wheels, was für Gamer wie auch Office-Nutzer ein echter Gewinn sein könnte.
Unter Win 11 macht die Software einen eher instabilen Eindruck. Abstürze wurden jedoch lediglich beim Versuch die internen vorgegebenen Profile zu löschen hervorgerufen. Unter Windows 10 konnte noch kein Test erfolgen. Ich nehme jedoch schlichtweg an, dass sie dort wesentlich besser läuft.

- Preis-/Leistungsverhältnis

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist für mich als noch gut (2-) zu bewerten. Besonders dann, wenn man entweder ohnehin eine Gaming-Tastatur mit Gateron Red-Tastern aufbauen möchte oder so wie es der Hersteller bei der Entwicklung wohl vor hatte, einen möglichst einfachen Einstieg in die Welt des Moddings mechanischer Tastaturen sucht. Anspruchsvolle Nutzer und ("aggressive") Vielschreiber, die ein dauerhaftes Schreibgerät suchen und Ausfälle einzelner Tasten leid sind, die im Normalfall unmittelbar zum Gesamttausch der Tastatur führen würden und die "Einarbeitung" einer neuen Tastatur nötig machen sind hier definitiv auch goldrichtig.
Die Preis-Leistung ist natürlich auch unmittelbar von der Haltbarkeit abhängig, zu der ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussage treffen kann. Bisher schlägt sie sich, nach ca. 15000 geschriebenen Wörtern binnen zwei Wochen, sehr gut.
    
  
3 5
     am 10.04.2022
Produkttester
Das Produkt wurde mir von Mindfactory für dieses Review bereitgestellt. Im Folgenden bewerte und berichte ich von meinen Erfahrungen im Test und der Nutzung der NZXT Function MiniTKL. Ich beziehe mich dabei auf meine langjährige Erfahrung und vergleiche sie in meiner subjektiven Meinung mit anderen Tastaturen, die ich aus diesem Preissegment kenne.
Die Function MiniTKL kommt in einem einzigartigen Formfaktor, zwischen TKL und 65% Tastaturen. Gleich zu Beginn war dies eine Umstellung zur sonst klassischen Tastatur. Anfangs dachte ich, dass ich mich damit nie anfreunden werde. Doch bereits nach kurzer Eingewöhnungsphase lief alles wie geschmiert und ich bin begeistert.

1) (Pre-)Individualisierung
Für Individualisierungsenthusiasten bietet diese Tastatur eine gute und stabile Einstiegsbasis, um mit dem Thema vertraut zu werden und erste Erfahrungen zu Sammeln.
Bereits bei Bestellung ab Werk, kann man die Tastatur in vielen Punkten individualisieren. Die Grundfarbe der oberen Platte lässt sich in 3 Farben bestellen (Schwarz, Grau und Weiß). Auch das Layout lässt sich in den gängigsten Sprachen (Deutsch, Englisch UK sowie Französisch) auswählen. Dazu kommt noch die Wahl der Switches, welche in allen Facetten vorhanden sind. Die Keycaps sind in Schwarz und Grau wählbar. Ein großes Feature ist jedoch die Möglichkeit die Tastenkappen für ESC, Enter, Pfeil und Numpad-Enter in 5 verschiedenen Akzent-Farben zu individualisieren. Auch das gesleevte USB-C Kabel kann in der dazu passenden Farbe gewählt werden.
Wer dann aber noch einen Schritt weiter gehen möchte kann dank der 5-poligen Hot-Swap-Sockel jederzeit jegliche Switches seiner Wahl einsetzen und das Tippgefühl erleben, welches zu einem persönlich am besten passt. Auch dank der Standart-Bottomrow kann ein individuelles Keycap-Set benutzt und angepasst werden. Auch das Kabel der Tastatur lässt sich abnehmen und deshalb durch persönliche Präferenzen austauschen.

2) Verpackung und Lieferumfang
Die Function MiniTKL kommt in einem dickem, NZXT üblichen minimalistischen weiß/lila Karton. Dieser ist genau wie er auf den ersten Blick wirkt, sehr hochwertig und robust.
Im Lieferumfang befindet sich neben der Tastatur selbst, ein 2m langes, gerades, sowie gesleevtes USB-C Kabel für die Stromversorgung der Tastatur. Dazu kommen noch ein Keycap-Entferner, sowie ein Keyswitch-Entferner.
Der Inhalt ist solide und sicher verpackt, sodass nichts zu Bruch gehen sollte. Auch ist die Größe des Kartons passend zur Größe der Tastatur gewählt, sodass nicht mehr Luft als Inhalt geliefert wird. Zudem ist alles gepolstert und die Kleinteile separat in Tüten verpackt. Keycap-Entferner und Keyswitch-Entferner sind beide sehr hochwertig gefertigt und halten auch mehrfache Wechsel der Tastatur durch, was ich bisher leider nicht immer so erleben durfte. Pluspunkt für NZXT.

3) Optik und Haptik
Im Punkto Optik ist die Function MiniTKL definitiv gelungen. Die Abdeckung besteht aus Aluminium, wodurch die Tastatur nicht nur robust aussieht, sondern auch sehr stabil ist. Auch das flache und minimalistische Design wirkt auf dem Schreibtisch sehr nobel und liegt gut in der Hand. Das Gehäuse ist hochwertig und zeigt optisch keinerlei Mängel oder raue Kanten. Für mich eine der schönsten Tastaturen die ich bisher hatte.
Auch die Beleuchtung kommt bei dieser Tastatur hervorragend zur Geltung und lässt keinerlei Wünsche offen. Die LEDs leuchten extrem hell und scheinen unter den Tasten wunderbar hervor.
Optisch ist die Function MiniTKL auf jeden Fall ein Hingucker und haptisch definitiv einwandfrei.

4) Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck
Bei der Funktionalität steht sie wie der Name schon andeutet den Konkurrenten in nichts nach. Die Tastatur verfügt über alle 87 Tasten einer TKL Tastatur und verfügt dadurch über alle gängigen Tasten. Zusätzlich wurde noch eine spezielle Makrotaste untergebracht, die wie ich finde, extrem nützlich ist. Das Rad zur Lautstärkeregelung ist hier an einer doch außergewöhnlichen Stelle. Oben links statt oben rechts, was aber für mich unerwartet angenehm zu bedienen war, nachdem ich bisher nur den Standard gewohnt war.
Out of the Box ist die Tastatur bereits sehr hochwertig und sofort einsatzfähig. Man kann als Enthusiast die Function MiniTKL noch in vielen Facetten anpassen oder sofort damit loslegen und tippen. Dafür sind die bereits vorab verbauten (in meinem Fall die Gateron Red Switches) geeignet, bieten aber nur eine eher mäßige Soundkulisse. Längere Tippsessions lassen sich zwar gut überstehen, sind für viel Nutzer aber keine Empfehlung. Der Widerstand der Switches ist vergleichsweise angenehm und keinesfalls störend.
Wer also eine sehr schön klingende Tastatur kaufen will, sollte daher auf ein anderes Produkt zurückgreifen, wobei auch keine meiner letzten 5 (Gaming-)Tastaturen, auch aus dem oberen Preissegment, solch einen Klang hervorbrachte. Oder die hier inbegriffenen Switches luben, also schmieren oder sich einfach passendere Switches einsetzten, was bei der Function-Reihe ja sehr gut möglich ist.

5) Software
Die hauseigene Software -NZXT CAM- ist echt klasse. Sie ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Die Tastatur kann in wunderbar individualisiert und die RGB Beleuchtung nach eigenen Wünschen angepasst werden.
Zudem kann man auch andere NZXT Hardware, wie Mainboards, Gehäuse usw. dadurch steuern. Man hat somit alles in einem.
Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage: das ist nicht selbstverständlich. Viele Mitbewerber haben wirklich schlecht gemachte und schwer zu bedienende Software. Da ist -CAM- wirklich eine willkommene Abwechslung.

6) Preis- / Leistungsverhältnis
Für 110¤ ist die Tastatur preislich eher im oberen Segment anzusiedeln. Der Preis ist für Tastaturen nicht unüblich, aber doch etwas hoch.
Für den stolzen Preis bringt die Function MiniTKL vieles mit, vor allem die große Individualisierbarkeit und die sehr hochwertige Verarbeitung. Jedoch würde ich mir für 110¤ mehr Luxus bei den Switches bzw. dem Sound erwarten. Dieser fällt für meine langjährige Erfahrung zwar nicht unterirdisch aus, jedoch für den Preis etwas zu wenig.
Bei anderen Herstellern, z.B. bei Razer habe ich die Erfahrung gemacht, dass für dieses Geld noch PBT Doubleshot (also hochwertigere) Keycaps und vor allem besser klingende Switches, sowie Ersatzprodukte, wie zusätzliche Switches und Keycaps mit im Lieferumfang vorhanden sind.

7) Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
Nach 14 Tagen intensiver Nutzung, weist die Tastatur noch keinerlei Mängel oder auch erste sichtbare Abnutzungen auf. Durch die gute Verarbeitung und die Aluabdeckung ist man hierbei auch gut gerüstet.
Ähnlichkeiten in Funktion und Qualität sehe ich hier zu den etablierten und beliebten Herstellern, wobei die Function MiniTKL diesen in keinerlei Punkten hinterherhängt.

8) Negative Aspekte
Jedoch bringt die Function MiniTKL auch einige wenn auch wenige negative Punkte mit sich.
Zum einem ist bei dieser Version keine Handballenauflage mit im Lieferumfang inbegriffen. Diese ist nicht für alle Kunden notwendig, ich persönlich habe doch immer gerne eine für den Komfort und Gesundheit liegend. Auch sind die Keycaps, wie vorhin angesprochen, die mit der Tastatur geliefert werden aus ABS-Kunststoff und nicht aus dem besserem PBT-Kunststoff, wobei die Tasten sich nicht so schnell abnutzen würden.
Und bei einem Preis von 110¤ wären diese Extras, wie bei vergleichbaren Produkten durchaus in einem Rahmen des Erwartbaren.
Das größte Manko, das ich für mich Persönlich jedoch ausmachen konnte, sind die Buttons an der Seite. Diese sind zwar grundsätzlich in ihrer Funktion sehr nützlich, aber in der Platzierung durchaus ungünstig gewählt. Da ich durch Arbeit und Studium meine Tastatur eher häufig am Tisch umplatziere oder verschiebe, kam ich regelmäßig dagegen und drückte diese unabsichtlich. Was nach einiger Zeit doch unangenehm bzw. nervig wurde.

9) Fazit
Alles in allem ist die NZXT Function MiniTKL eine für den Preis durchaus solide Wahl. Sie ist hochwertig, funktional und vielseitig Individualisierbar. Man bekommt für 110¤ durchaus viel geboten. Out of the Box ist diese bereits sehr ansprechend und mit etwas Erfahrung und Fingerspitzengefühl wird diese Tastatur schnell zur luxuriösem Custom Keyboard.
Für mich ist Sie eine willkommene Abwechslung zu meinen bisherigen Fullsize-Tastaturen und wird diese auch in nächster Zeit ersetzen.
    
  
5 5
     am 10.04.2022
Produkttester
Ich hatte die Gelegenheit, die NZXT Function MiniTKL im Rahmen des "Testers Keepers"-Programms ausgiebig auszuprobieren. Hierfür vielen Dank an Mindfactory und NZXT!

Vorab ein paar Worte über mich, die für die Einordnung der Rezension wichtig sein könnten. Ich bin seit über zwei Jahrzehnten PC-Spieler und habe in dieser Zeit naturgemäß einige Tastaturen verschlissen. Diese waren von unterschiedlichsten Marken, hatten aber alle gemein, dass sie Fullsize-Modelle waren (mal mit mehr und mal mit weniger Funktions- und sonstigen Tasten). Für mich war es daher sehr spannend, eine Tastatur im Mini-Tenkeyless-Format (MiniTKL) auszuprobieren. Sozusagen nach all den Jahren Neuland für mich. Ich nutze mit der Razer Huntsman V2 Analog bisher ebenfalls eine mechanische Tastatur, allerdings im "normalen" Fullsize-Design mit Funktionstasten und LED-Beleuchtung. Sie wird in diesem Test als Vergleichsmodell zur NZXT Function MiniTKL dienen.

Kommen wir nun aber im Detail zur NZXT Function MiniTKL.

Verpackung und Lieferumfang:
Die Verpackung ist schlicht gehalten, in ihr befindet sich die Tastatur (welch Überraschung), die sehr gut geschützt daherkommt. Daneben sind ein USB-C-auf-USB-A-Kabel und zwei Tools (eines zum Entfernen der Tastenkappen und eines zum Entfernen der Taster als solche) im Lieferumfang enthalten. Die Tastatur bietet nämlich eine Hot-Swap-Funktion, dazu später mehr.
Verpackung und Lieferumfang empfinde ich als absolut angemessen für die Preisklasse der Tastatur. Ein Handbuch liegt der Tastatur nicht bei, sondern lediglich eine Karte mit einem QR-Code, um das Handbuch online abzurufen. Das empfinde ich jedoch nicht als Nachteil, sondern vielmehr als begrüßenswert im Interesse einer Einsparung von Ressourcen. Ich persönlich habe jedenfalls nicht das Bedürfnis, zunächst das Handbuch der Tastatur zu studieren, sondern gehe eher mit der Devise "learning by doing".

Optik und Haptik:
Mein erster Eindruck war, dass die NZXT Function MiniTKL wirklich klein ist. Sie trägt das "Mini" im Namen also durchaus zu Recht. Der Eindruck zeichnete sich schon wegen der überschaubaren Maße der Verpackung ab und bestätigte sich nach dem Auspacken einmal mehr. Die Tastatur ist 338 x 123 x 40 Millimeter klein und 718 Gramm leicht.
Die Tastatur macht optisch einen hervorragenden Eindruck. Der Rahmen ist aus Kunststoff, wirkt aber keineswegs billig. Die Tasten sind aus ABS-Kunststoff und haben eine glatte Oberfläche, die sich angenehm anfühlt. Sie verfügen über dezente Mulden, die für eine sehr angenehme Haptik sorgen. Die Aufsteller der Tastatur sind zweigeteilt und ermöglichen so eine leicht angehobene, sowie eine recht steile Position. Da ich meine Tastatur aber immer flach auf dem Tisch liegen habe, kann ich über den Nutzen nicht allzu viel sagen, denke aber, dass so im Grunde jede Vorliebe der Positionierung der Tastatur abgedeckt sein dürfte.
Die LED-Beleuchtung leuchtet die Tasten nach meinem Empfinden äußerst homogen und mit einer sehr ordentlichen Helligkeit aus. Positiv finde ich, dass neben den eigentlichen Buchstaben und Zahlen auch Sonderzeichen und Symbole ausgeleuchtet werden. Das ist bei meiner Razer nicht der Fall und sorgt im Dunkeln so das ein oder andere Mal für ein munteres Rätselraten beim Tippen.
Das Layout der Tastatur ist deutsch, soweit es die Buchstaben und Sonderzeichen betrifft (QWERTZ, Umlaute, Eszett usw.), weicht ansonsten aber von der Norm ab. So heißt die STRG-Taste gleichwohl CTRL, Alt Graph jedoch konform ALT GR. Tasten wie Einfügen, Ende, Bild hoch bzw. runter etc. tragen ebenfalls die englische Bezeichnung. Die Feststelltaste heißt "[A]", die Tabulatortaste besteht aus einem einzelnen Pfeil. Auch die Anordnung von Punkt und Doppelpunkt, Komma und Semikolon sowie Bindestrich-Minus und Unterstrich auf der jeweiligen Taste wirkt irgendwie "verschoben". Ist schwer zu beschreiben, man muss im Grunde selbst einen Blick darauf werfen. All dies empfinde ich jedoch weniger als Mangel, denn vielmehr als gewöhnungsbedürftig. Ich würde das Layout aus den genannten Gründen aber nicht als "klassisches deutsches Layout", sondern vielmehr als "hybrid" bezeichnen. Positiv hervorzuheben ist wiederum, dass die Größe sämtlicher Tasten der Norm entspricht, sodass diese bei Bedarf gegen so ziemlich jeden Satz Standardtastenkappen getauscht werden können.
Neben den üblichen Tasten verfügt die Tastatur über eine NZXT-Taste sowie über eine FN-Taste, über die in Kombination mit den Tasten F1 bis F4 die einzelnen Tastaturprofile durchgeschaltet werden können sowie andere Medienfunktionen nutzbar gemacht werden können. Außerdem befindet sich auf Höhe der ESC-Taste seitlich ein kleines Rad zum Regeln der Lautstärke sowie darunter Knöpfe zum Ausschalten des Tons sowie der LED-Beleuchtung der Tastatur.

Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck:
Bevor ich auf die Bedienung der Tastatur als solche eingehe, ein paar Worte zu einem interessanten Feature. Die Tastatur bietet nämlich die Möglichkeit, die Taster unkompliziert zu entfernen und andere einzusetzen. Denn diese sind gesockelt und nicht fest verlötet. Sie ist kompatibel mit allen gängigen Cherry MX-Tastern und solchen Derivaten, die diesem Format folgen. Ich habe zwar keinen Wechsel vorgenommen, finde die Möglichkeit aber äußerst reizvoll. Denn ich bin eher ein Freund taktiler Taster und hätte auf die Weise die Möglichkeit, die Tastatur nach meinen Bedürfnissen anzupassen - ich bräuchte hierfür nur z.B. einen Satz Cherry MX Brown-Taster zu besorgen. Nach meinem Empfinden ist die Hot-Swap-Funktion in dieser Preisklasse wirklich etwas Besonderes und alles andere als selbstverständlich. Definitiv ein nettes Feature, das NZXT seinen Tastaturen da spendiert hat.
Während ich diese Zeilen tippe, vergesse ich geradezu, dass ich es mit einer MiniTKL-Tastatur zu tun habe. Die Tasten lassen sich genauso intuitiv erreichen wie bei einer "großen" Tastatur und das Zusammenrücken der F-Tasten und anderen Sondertasten stört mich überhaupt nicht. Das empfinde ich als angenehme Überraschung, denn mein größter Vorbehalt gegenüber einer MiniTKL-Tastatur war es immer, dass ich aufgrund der sehr kompakten Bauweise Abstriche beim Tippgefühl gegenüber einer normalgroßen Tastatur erwartet hätte.
Das Tippen ist also sehr angenehm. Der Klang der Taster ist dezent und die Federn verursachen keine unangenehmen "Ping"-Geräusche. Da die Tastatur über Gateron Red Linear-Taster verfügt, geben die Tasten erwartungsgemäß kein taktiles Feedback, sondern lösen schnell und direkt aus. Dies ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig, sorgt auf der anderen Seite aber in Spielen für eine schnelle und präzise Betätigung der Tasten. Interessant sicher für all diejenigen, die kompetitiv im Multiplayer spielen. Im Vergleich zu meiner Razer empfinde ich die NZXT Function MiniTKL als überraschend angenehm - angenehmer als ich es vorher erwartet hätte. Je länger ich die NZXT nutze, desto mehr habe ich das Gefühl, dass diese meine neue bevorzugte Tastatur werden könnte.
Das Thema Spulenfiepen der LEDs kann bei der NZXT Function MiniTKL vernachlässigt werden. Ein Fiepen ist überhaupt nur dann sehr leise hörbar, wenn die Beleuchtung auf maximale Helligkeit gestellt ist und ich mein Ohr direkt über die Tastatur halte - also kein sonderlich alltägliches Szenario. Bei meiner Razer sieht das schon anders aus: Bei dieser habe ich die Helligkeit permanent auf etwa ein Drittel der Maximalhelligkeit reduziert, da ich anderenfalls ein deutlich hörbares Fiepen vernehme (und das ohne mit dem Ohr über der Tastatur hängen zu müssen). Gute Arbeit an dieser Stelle also von NZXT.

Software:
Mit der CAM-Software von NZXT kommt eine proprietäre Software für die Feineinstellung der Tastatur zum Einsatz. Bei meiner Razer ist die Synapse-Software das Pendant dazu. Da ich bereits eine AiO-Wasserkühlung von NZXT besitze, ist mir die Software nicht fremd, da ich diese bereits über CAM steuere. Ich empfinde die CAM-Software als deutlich übersichtlicher und aufgeräumter als die Razer Synapse-Software. Das Hauptaugenmerk der CAM-Software liegt hinsichtlich der Tastatur auf der Verwaltung der LED-Effekte. Hier lassen sich verschiedene Effekte wechselnder Beleuchtung oder aber eine feste Farbgebung einstellen. Den einzelnen Tasten können unterschiedliche Farben zugeordnet werden. Wer Spaß an LED-Spielereien hat, wird sich hier sicherlich einige Zeit verlieren können. Ich hingegen bevorzuge eine Beleuchtung in einer fest eingestellten Farbe, weil mir persönlich die Wechselspiele zu unruhig sind.
Außerdem bietet die Software noch die Möglichkeit, eigene Makros zu programmieren sowie die Belegung einzelner Tasten zu individualisieren. Von beiden Möglichkeiten habe ich jedoch keinen Gebrauch gemacht, sodass ich außer zum Vorhandensein dieser Funktionen keine näheren Aussagen treffen kann.
Insgesamt lassen sich vier verschiedene eigene Profile über die CAM-Software in den Speicher der Tastatur integrieren sowie weitere Profile softwareseitig anlegen. Für mich macht die Software einen wirklich guten Job.

Preis-/Leistungsverhältnis:
Für einen Preis von rund 120 ¤ bekommt man sehr viel Tastatur geboten - also nicht von der reinen Größe her, sondern vielmehr bezogen auf den Funktionsumfang. Hervorragend ausgeleuchtete Tasten, ein angenehmes und intuitives Tippgefühl abgerundet von einer Hot-Swap-Funktion zum leichten Austausch der Taster, machen die NZXT Function MiniTKL aus meiner Sicht zu einem richtigen Kracher in dieser Preisklasse. Natürlich kostet die Tastatur mit über 100 ¤ deutlich mehr als so manche (Billig-)Tastatur von anderen Herstellern. Das Ganze relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, dass mechanische Tastaturen mit ähnlichem Funktionsumfang auch gerne mal das Doppelte kosten können. Bei diesen Tastaturen sucht man dann Funktionen wie Hot-Swap aber dennoch vergeblich. Insofern sehe ich das Preis-/Leistungsverhältnis dieser Tastatur durchweg positiv.

Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:
Über die Haltbarkeit kann ich natürlich nur spekulieren, nachdem ich die Tastatur lediglich knapp zwei Wochen im Betrieb habe. Ich muss aber sagen, dass sich der hochwertige erste Eindruck auch während des Ausprobierens bestätigt hat. Außerdem denke ich, dass die Möglichkeit des Austauschens von Tastern und Tastenkappen dafür sorgen kann, dass man von der Tastatur auch über die "übliche Verschleißgrenze" hinaus noch seine Freude haben kann. Die Tastenkappen könnten wohl am ehesten noch in ihrer Haltbarkeit eingeschränkt sein, da es sich um einfachen ABS-Kunststoff handelt. Meine Razer Huntsman V2 Analog verfügt demgegenüber über haltbarere PBT-Doubleshot-Tastenkappen. Letztlich ist dieses Detail sicher nicht zuletzt dem deutlich geringeren Preis der NZXT Function MiniTKL geschuldet und geht vor diesem Hintergrund aus meiner Sicht vollkommen in Ordnung, zumal die ABS-Tastenkappen auch Vorteile hinsichtlich der Durchleuchtung durch die LEDs bieten. Die Haltbarkeit der Tastenkappen dürften aus meiner Sicht jedenfalls nicht die Lebensdauer der Tastatur als solche limitieren. Auch ansonsten braucht die NZXT keinen Vergleich zu scheuen, insbesondere nicht den mit meiner Razer, wie ich unter den vorangegangenen Punkten darzustellen versucht habe.

Mein Fazit:
Die erste Frage, die ich mir vor dem Ausprobieren dieser MiniTKL-Tastatur ausprobiert habe, war: Fehlt mir im Alltag der NUM-Block? Klare Antwort: Beim Zocken und alltagsmäßigem Schreiben definitiv nein! Auch meine Befürchtungen hinsichtlich der kompakten Anordnung des "Mittelblocks" rund um die Pfeiltasten sowie das Heruntersetzen der F-Tasten haben sich im Alltagstest nicht bestätigt. Das MiniTKL-Format gefällt mir aufgrund seiner Kompaktheit und es kommt mir sogar noch insofern zugute, als ich auf meinem Schreibtisch eigentlich permanent zu wenig Platz habe. Gut also, wenn die Tastatur ein Raumwunder ist. Daneben überzeugt die Tastatur mit einem durchweg angenehmen Tippgefühl, einer hervorragenden Beleuchtung, einer flexiblen Austauschbarkeit der Tastenkappen und - aufgrund der Hot-Swap-Funktion - sogar der Taster. Insbesondere Letzteres birgt das Potential, dass die NZXT Function MiniTKL meine primäre Tastatur werden könnte, wenn ich die schon guten Gateron Red Linear-Taster gegen Cherry MX Browns tauschen würde. Einziger - aber definitiv zu verschmerzender - Wehrmutstropfen ist aus meiner Sicht der Einsatz von ABS-Kunststoffkappen, die nicht den allerbesten Ruf in Sachen Haltbarkeit genießen. Alles in allem von mir vor dem Hintergrund eines hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnisses eine klare Kaufempfehlung.
    
  
4 5
     am 05.04.2022
Produkttester
Dieses Produkt wurde mir von Mindfactory zur Verfügung gestellt und ich gebe hier meist eine subjektive Betrachtung ab, versuche aber auf so viel wie möglich einzugehen.

1. Verpackung und Lieferumfang
Die Tastatur kommt in einer schlichten weißen und lila Verpackung produziert aus Karton. Hierbei wurde wenig Luft verpackt, weshalb der Karton der Mini TKL fast genauso groß ausfällt wie die Tastatur an sich. Diese Größe ist auf jeden Fall für die Leute passend, welche das Numpad kaum verwenden, ein großes Mauspad haben und dieses auch ausnutzen wollen. Um einen Schutz während dem Transport zu gewährleisten, wurde eine Hartplastik Hülle mit Abstand zu den Tasten eingelegt und der Boden des Kartons wurde mit einer Schaumstofffolie ausgelegt. Hiernach sind nur noch die drei Tüten für jeweils das Kabel, den Keycap- und den Switch-Entferner aus Plastik. Diese sind zudem separat in einem umgeklappten Kartonbereich untergebracht. Dies ist auch gut so, da der Switch-Entferner nicht wie der Keycap-Entferner aus lila Plastik, sondern aus Metall mit einer lilanen Gummischicht ist. Das Kabel ist schwarz gesleevt, 2m lang und hat ein USB-Type-C und ein USB A Ende.

2. Optik und Haptik
Im Folgenden beziehe ich mich öfters auf die Logitech G810, da dies meine vorherige Tastatur war. Direkt nach dem Auspacken fällt das angenehme Gewicht auf, welches das Gefühl von Qualität vermittelt und ist zudem nicht viel leichter als die große G810. Die schwarze Aluminium Top-Platte fühlt sich in der Hand angenehm kühl an und hat eine weiche Oberflächenstruktur. Das Gehäuse darunter ist aus Plastik und bietet in zwei Stufen aufklappbare Füße und eine Antirutschgummierung auf der Unterseite.
Die RGB-Beleuchtung fällt hell aus da die Top-Platte bündig mit den Switches abschließt und die Tasten nicht in die Tastatur eingelassen sind. Dadurch können unter anderem Krümel oder dergleichen leicht bereinigt werden und sammeln sich nicht im Gehäuse. Hierdurch kann man auch das weiße Gehäuse der Switches sehen, was bei einer schwarzen Topplatte natürlich ein wenig seltsam aussieht und durch den Kontrast immer auffallen wird. Hierfür kann NZXT aber nichts, da die Switches zurzeit leider nur in der Form vorliegen. Einige könnte dies stören, zeigt aber, dass man der stolze Besitzer einer Mechanischen Tastatur ist. Die Tasten sind in einer leicht steigenden Schräge angebracht, was der Ergonomie zugutekommt. Während die RGB-Beleuchtung angeschaltet ist, gibt die Tastatur in jeder Helligkeitsstufe ein leichtes Fiepen von sich. Dies hört man nur wenn der Raum komplett leise ist und fällt nicht mehr auf, wenn man ein Headset anhat. Dennoch stört dieses Fiepen leicht, da ich zu Beginn dachte das Modell wäre beschädigt. Wenn die Tastatur länger nicht in Benutzung ist, wird die Beleuchtung gedimmt und erstrahlt erst nach Betätigung wieder in der zuvor eingestellten Stufe.

3. Funktionalität, Tippgefühl und Soundcheck
Die Tastenanschläge fühlen sich in der Bewegung sehr frei an und sind nicht viel lauter, aber hochtöniger, als die RomerG-Switches der Logitech. Die verbauten Gateron Red Switches besitzen eine lineare Charakteristik und haben somit bis zum Anschlag den gleichen Tastengegendruck und kein akustisches oder haptisches Feedback, wie etwaiges lautes Klicken. Die Stabilisierer der größeren Tasten sind sogar leiser als die der Logitech und geben ein eher hochtöniges, aber sanftes, Klickgeräusch von sich. Der Sound wird unter anderem durch eine Schaumstoffplatte zwischen der Topplatte und der Leiterplatte der Switches und LEDs gedämmt. Die Keycaps haben ein schönes Design, wobei einige Zeichen als eine Art Smiley angeordnet sind. Die Tasten sind aus ABS und fühlen sich im ersten Moment nicht nach Plastik an. Hier ist der negative Punkt aufgefallen, dass die Tasten sehr leicht Fingerprints aufnehmen und sehr schnell dreckig werden. Da die Tastatur ein Standardlayout der unteren Tastenreihe nutzt und Gateron Red Switches verbaut hat, kann man die Keycaps problemlos austauschen oder reinigen, falls einem das nach einiger Zeit stört. Die Tasten an der Seite sind Mute, Windows- und Fn-Tastendeaktivierung und Helligkeitseinstellung der Beleuchtung. Die zwei erstgenannten Tasten haben zusätzlich noch eine LED welche den Status der Funktion übermittelt. Leicht grün leuchtend zeigt die Position der Taste und ist der nicht aktivierte Zustand. Hell weiß leuchtend ist der aktivierte Zustand. Das Lautstärkerad ist aus Gummi und weist Noppen auf wodurch besserer Grip entsteht. Des Weiteren nimmt das innere des zylinderförmigen Rades die Markenfarbe Lila von NZXT wieder auf. Hier hätte ich mir eine weitere Verwendung von Metall gewünscht, da es sich einfach angenehmer und hochwertiger anfühlt. Hochwertig fühlt sich dafür der Widerstand bei Betätigung des Rades an. Dieser klickt auch leicht bei einer gewollten Drehung. Ein sehr gutes Feature ist die Belegung von Pause, Play, sowie vor und zurück von Titeln, da ich dies gewohnt war von der Logitech. Diese Tasten können standardmäßig mit der Fn Taste erreicht werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Änderung der Farbe von der Feststelltaste, wenn diese aktiviert worden ist. Zudem wurde bei dieser Tastatur in dem Größenformat nicht auf die F Tasten in der oberen Reihe verzichtet, was ich äußert praktisch finde.

4. Software
Die Software hat einige Pluspunkte, dazu zählt auch das Angebot einer einzigen Gesangsoftware von NZXT, welche man bereits besitzt wenn man andere Produkte von NZXT hat. Sie benötigt nach dem Download nicht unbedingt einen Account, sodass man die vier integrierten Profile für seine Bedürfnisse anpassen kann und danach die Software entweder nie wieder öffnen oder auch wieder deinstallieren kann. Sie bietet viele Beleuchtungseffekte welche auch fast alle auf der Tastatur speicherbar sind. Zudem kann man Effekte für einzelne Tasten festlegen und reaktive Effekte mit den Basis Effekten übereinander legen. Dennoch kann man keine eigene Animation erstellen, was bei Logitech möglich ist, aber durch ein Update eingefügt werden könnte. So wie bei Logitech gibt es auch eine optionale Spieleintegration, sodass die Profile automatisch zum Spiel gewechselt werden. Auch können Makros von Hand oder durch Tastenaufnahme erstellt werden. In der Software ist es auch möglich Tastenzuweisungen zu ändern. Hierbei muss man aus einer Liste von möglichen Tasten auswählen und auf ein Bild der Tastatur an die entsprechende Stelle ziehen. Ein Anklicken der gewollten Taste und dann eine Eingabe in die Suchleiste wäre eventuell eine elegantere Variante.
Man kann zwischen den zwei Ebenen wechseln, sodass auch bei gedrückter Fn Taste andere Befehle möglich sind. Hierbei sind aber einige Tasten nicht änderbar und werden zum Teil falsch in der Vorschau angezeigt. Zurzeit ist es auch nicht möglich die 3 Tasten an der Seite und das Lautstärkerad anders zu belegen.

5. Preis-/ Leistungsverhältnis
Das Preis-Leistungsverhältnis würde ich als gut bis sehr gut empfinden, da Switches und Keycaps austauschbar sind und so eine große Freiheit entsteht, das Gefühl der Tastatur zu ändern. Zudem ist die Basiskonfiguration sehr gut für einen Einstieg in die Welt der Custom mechanischen Tastaturen.

6. Haltbarkeit und Vergleich
Die Tastatur ermöglicht kaum eine Verbiegung und knarzt auch nicht unangenehm. Zudem wird die Haltbarkeit deutlich erhöht, da die Switches austauschbar sind, sodass ein kaputter Switch getauscht werden kann, sodass man keine komplett neue Tastatur kaufen muss. Der USB-Type-C Port ist auch sicher und fest angebracht und hält das Kabel so fest, dass es nicht aus Versehen rausgezogen werden kann. Im Vergleich zu anderen Marken, wie Glorious schlägt sie sich vergleichbar gut und liegt im selben Preisbudget, behält aber alle Tasten einer TKL Version und ist zudem kompakter.

7. Fazit
Die Tastatur bildet mit der Maus die wichtigste und einzige haptische Mensch-Maschine-Schnittstelle und sollte dadurch ein wertiges und angenehmes Gefühl vermitteln. Dies ist NZXT mit dieser Tastatur auf jeden Fall gelungen. Zudem legt NZXT einige Features nochmal obendrauf und gibt die Möglichkeit dieses Gefühl nach Belieben Hard- und Softwareseitig anzupassen. Nach kurzer Zeit kann ich bereits sagen, dass die Tastatur mich in einigen Punkten überrascht hat und keineswegs in einem Punkt richtig enttäuscht hat. Dennoch gebe ich nur vier Sterne, wegen dem Fiepen der Beleuchtung und der Schmutzanfälligkeit der verbauten Keycaps.
1 von 1 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
4 5
     am 04.04.2022
Produkttester
Das Produkt wurde von Mindfactory für dieses Review bereitgestellt.
Die Verpackung war bei der Ankunft an der Ecke leider etwas eingedellt, dies hatte jedoch keinen Einfluss auf die Tastatur und den Inhalt. Sonst war die Verpackung clever und kompakt. Die Tastatur kann leicht rausgehoben werden und wird gut durch ein passendes Plastikstück geschützt. Im Lieferumfang ist die Tastatur, ein schönes schwarzes Kabel aus Stoff und zwei Hilfsmittel zum Entfernen der Tasten und der Switches enthalten.
Die Bilder aus dem Internet sind akkurat und die Tastatur schaut meiner Meinung nach auch sehr hochwertig aus. Durch die sehr kleine Bauart ist sie auch sehr kompakt. Dies finde ich sehr gut, es kann jedoch auch als etwas zusammengequetscht empfunden werden. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran. Optisch lassen sich keinerlei Fehler, wie zu große Spaltmaße erkennen. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet.
Die Tasten sind ein wenig matt. Sie fühlen sich im Vergleich zu meiner alten Corsair K65 nicht sehr hochwertig an, da sie sehr glatt und daher relativ rutschig sind, besonders die Leertaste. Außerdem fetten die Tasten schnell ein und schauen nach kürzerem Tippen nicht mehr neu aus. Hier hätten definitiv bessere Tasten verbaut werden können. Dies bedeutet nicht, dass diese schlecht sind, es geht nur bestimmt deutlich besser. Für einige Leute kann es jedoch ein Ausschlusskriterium sein.
Die restliche Haptik der Tastatur fühlt sich hochwertig an, obwohl das Gehäuse aus Plastik besteht. Trotzdem hat die Tastatur ein schönes Gewicht und rutscht nicht auf dem Tisch. Auch die auf zwei Stufen einstellbaren Füße für die Winkelanpassung lassen sich leicht und fest verstellen und halten sicher. Das mitgelieferte Kabel macht einen hochwertigen Eindruck und ist abnehmbar. Hier ist schön, dass das Kabel mit Stoff ummantelt ist und somit hoffentlich lange halten sollte. Gut ist auch, dass auf USB C beim Tastaturanschluss gesetzt wurde, was die Austauschbarkeit des Kabels deutlich verbessert und die Tastatur flexibler macht. Die Länge des Kabels sollte für die meisten Menschen ausreichend sein, bei mir hat es für den Anschluss direkt am PC bei einem Stehschreibtisch gereicht.
Die Tastatur bietet alle Hauptfunktionen einer Tastatur und hat zusätzlich noch 3 extra Tasten, welche die Beleuchtung, eine Mute Funktion und ein Win-Lock regeln. Zusätzlich gibt es links ein nettes Rad, welches stufenweise Einstellungen der Lautstärke erlaubt. Dieses ist eine nette Idee, da ich jedoch sehr selten die gesamte Lautstärke meines Computers einstelle, habe ich dieses bisher wenig verwendet. Rechts gibt es noch eine NZXT Taste, bei der ich jedoch nicht herausfinden konnte, was diese standartmäßig macht. Durch das kompakte Mini TKL Layout, welches ich bis jetzt noch nicht kannte, sind die Tasten zudem teilweise leicht anders angeordnet, als man von anderen Tastaturen gewöhnt ist.
In der Software lassen sich Tasten, bis auf ein paar Ausnahmen frei belegen. Dies funktioniert auch gut und schnell und ist schön gestaltet, so dass man Änderungen sofort erkennen kann. Die Beleuchtung lässt sich sehr gut und flexibel einstellen. Besonders gut finde ich, dass es viele Einstellungen bezüglich der Geschwindigkeit von Farbveränderungen gibt. Es gibt noch eine Makro Funktion und die Möglichkeit, das Tastaturlayout auf eine Region einzustellen, was für einige Benutzer bestimmt hilfreich ist. Zusätzlich kann man mehrere Profile anlegen, welche auch auf der Tastatur speicherbar sind, was bei mir jedoch nicht funktioniert hat. Insgesamt ist die Software NZXT CAM gut bedienbar, weil es relativ wenige Optionen gibt, welche einen verwirren könnten. Zusätzlich kann man damit anscheinend auch andere NZXT Produkte steuern, dies konnte ich aber leider nicht testen.
Nun zum wichtigsten Teil, dem Schreibgefühl. Ich schreibe jeden Tag im Zusammenhang mit meinem Wirtschaftsinformatik Studium, beim Programmieren und Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und spiele relativ häufig, insofern es die Zeit zulässt. Ich habe die Tastatur hauptsächlich zum Schreiben verwendet. Auch dieses Review habe ich hiermit verfasst. Das Schreiben ist der beste Punkt an dieser Tastatur. Ich habe bereits einige andere Tastaturen ausprobiert, auch für mehr Geld, die NZXT Function ist meines Gefühls nach eine der besten. Die Tasten haben einen linearen Anschlag, welcher sich stabil anfühlt. Ich hatte sehr wenige Anschläge, welche nicht registriert wurden, was das Schreiben sicher macht und mir erlaubt, ohne viel Nachzudenken zu schreiben. Dafür benötigt ein Anschlag jedoch relativ viel Kraft, was über die Zeit anstrengend sein kann, für eine mechanische Tastatur ist dieser jedoch normal. Insgesamt ist das Schreibgefühl sehr gut. An das Mini TKL Format musste ich mich jedoch erst einmal gewöhnen und habe anfangs relativ viele Fehler gemacht. Es erinnert vom Layout her teilweise an einen Laptop. Besonders beim Programmieren ist der Ort der Pfeiltasten anfangs ungewohnt und auch nach längerer Nutzung nicht ideal, weil die Wahrscheinlichkeit falsche Tasten zu treffen höher ist als bei einer normalen TKL Tastatur. Dafür kann NZXT natürlich nichts, dies muss man sich aber bewusst sein. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit habe ich mich jedoch sehr gut an das Layout gewöhnt und bin sogar auf eine schnellere und präzisere Schreibgeschwindigkeit als bei den meisten anderen Tastaturen gekommen. Durch die kompakte Bauweise sind die Wege für die Finger teilweise etwas kürzer als bei anderen Layouts.
Beim Spielen hat sich für mich ein ähnliches Gefühl gezeigt. Insgesamt habe ich unterschiedliche Spiele gespielt, hauptsächlich jedoch Guild Wars 2 und Cities Skylines. Bei Guild Wars 2 habe ich bemerkt, dass der Weg, bis ein Tastenanschlag registriert wird, in der Tat relativ weit ist im Vergleich zu meiner Corsair K65. Auch bemerkt man hier wieder, dass der Tastenanschlag deutliche Kraft benötigt, was bei längerem Spielen etwas anstrengend werden kann. Nach ca. 2-3 Stunden wurden meine Finger etwas müde. Ob das langfristig bleibt, kann ich leider nicht sagen. Vermutlich gewöhnt man sich jedoch daran. Dadurch, dass man relativ viel Kraft benötigt, eine Taste zu drücken, ist es bei mir nicht vorgekommen, dass ich aus Versehen eine Taste mit z.B. meinen Handballen drückte.
Preis-Leistungs-technisch ist die Tastatur bei den aktuellen ca. 100 | 110¤ meiner Einschätzung nach, ein guter Deal. Ich hätte mir jedoch gerne eine Handballenauflage, bessere Tasten und vielleicht einen USB-Anschluss für USB-Sticks oder wie bei mir einer kabellosen Maus gewünscht. Insgesamt ist der Preis für eine solide mechanische Tastatur jedoch attraktiv.
Wie gut sich die Tastatur langfristig schlägt, kann ich natürlich nicht sagen, meine Einschätzung ist aber, dass alles bis auf die Tastenkappen gut hält. Die Tasten könnten mit der Zeit etwas fettig werden. Ob neue Tasten passen, weiß ich leider nicht genau. Ich habe einen Test mit einzelnen Corsair Tasten gemacht und diese haben gepasst. NZXT hatte jedoch auf ihrer Website geschrieben, dass anscheinend nicht alle passen. Nach ca. einem Tag ist mir zudem aufgefallen, dass die Tastatur bei eingeschalteter Beleuchtung leise und sehr hoch fiept. Hier bin ich auch sehr empfindlich und die meisten sollten das aber nicht wirklich hören.
Zusammenfassend finde ich, dass die NZXT Function MiniTKL eine gelungene Tastatur ist, welche jedoch kleine Abstriche aufgrund des Preises macht. Falls man mit diesen Abstichen kein Problem hat, kann ich sie empfehlen.
    
  
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