Verifizierter Kauf
Asus ROG STRIX B450-F Gaming
Wichtige Feature für mich:
- Full Size ATX- Board: Ich habe Platz in neuen Gehäuse und an der Ausstattung soll nicht gespart werden aus Platzgründen
- 4 RAM - Bänke: Mein altes Mainboard hatte nur 2, ich hätte dort längst aufgerüstet, wenn es möglich gewesen wäre.
- Optischer SPDIF-out (Toslink):
Ich habe einen AV-Receiver und möchte diesen in Zukunft direkt ohne HDMI an den PC anschließen. HDMI bedeutete immer auch eine Bildumleitung über die GPU, da zwingend ein HDMI- Out angeschlossen sein musste. Zudem wurde dann der NVIDIA Soundchip genutzt, der neue Realtek SupremeFX S1220A 8-Channel Sound wäre dann flach gefallen.
- M2-PCIe x4 - Slot:
Ja ist bei den neuen Boards Standard, war mir aber wichtig, erfreulich bei diesem Board, die Unterstützung für M2-22110 SSDs
- USB 3.1 Type-C Anschluss:
Einige der anderen B450-Boards, sowie sogar einige mit dem X470 Chipsatz (zB MSI) haben leider keinen USB-C Port am (an?) Board, weder hinten noch einen Front-Anschluss-Möglichkeit auf dem Board. Einen USB-C-Front Anschluss auf dem Board hätte ich gerne gehabt. Das ist etwas, was ich hier vermisse. Man plant mit einem Board 5 Jahre, daher ist klar, dass dieser Anschluss in Zukunft wichtiger wird..
Unboxing:
Nach dem Auspacken fällt zunächst das matte Schwarz ins Auge, das mit allerlei Schriftzügen in Comic Manier in glänzendem Schwarz durchbrochen wird. Zusätzlich hat Asus die Southbridge mit einem weiteren Aufkleber versehen, der in Regenbogenfarben und mit japanischen Schriftzeichen auf die Marke ROG Strix Gaming hinweist und einen weiteren schlichteren beigelegt. Trotzdem wirkt es stimmig und macht einen guten Gesamteindruck. Schön ist hier auch, dass die Slotblende der hinteren Anschlüsse mit dem Mainboardkühlkörper verbunden ist. Da verliert man beim Umzug in ein neues Gehäuse nichts.
Beim Auspacken des Zubehörs fällt auf, dass es zwar für beide M2-SSD-Slots Befestigungsschrauben mit Sockel separat dazu gibt, aber auch, dass es lediglich nur 3! Mainboard Schrauben dazu gibt. Das war vor 7 Jahren noch besser. Da gab es schon beim Board einen ganzen Satz oder zu mindest 4-6 Befestigungsschrauben.
Davon ab gibt es 4 SATA - Kabel, bei denen zwei Kabel abgewinkelte Stecker haben.
Zusätzlich liegt noch eine LED-Connector - Verlängerung.
Montage:
Bestückt wird das Board mit folgenden Komponenten:
- CPU: AMD Ryzen 2700x mit dem Wraith Prism boxed Lüfter
- RAM: 2x 8GB RAM DDR4-3000 MHz G.Skill Aegis
- SSD: Samsung 970 Evo 500GB M2 SSD
- GPU: Gigabyte Geforce GTX 1070 G1 Gaming 8GB
- bequiet Pure Power 10 600 Watt Netzteil
Begonnen habe ich mit der SSD, da ich nach CPU-Kühler Montage und nach Einbau der Grafikkarte nur sehr wenig Platz haben werde.
Der Schrauben sind schnell gefunden und lassen sich leicht befestigen, der Einbau erfolg problemlos, guter Punkt.
Die CPU ließ sich ebenfalls komplett problemlos einsetzen, die Ecken sind klar deklariert.
Bei der Montage des Kühlers musste ich mich erstmal orientieren. Die Halterungen für AM4 Kühler sind zum Glück schon fest montiert. der Wraith Prism Kühler hat wie die meisten AMD Kühler einen Montage Bügel mit einer Halterung, im krassen Gegensatz zu den Intel Push-Pins. Dieser hält den Kühler aber fest an Position nach erfolreicher Montage und Board und Kühler passen gut zusammen. Es gibt für die CPU am Mainboard zwei 4-Pin Anschlüsse, sowie einen 4-Pin LED Connector. Dank der guten Beschriftung am Board lassen sich auch die LEDs des CPU Lüfters einfach anschließen.
Die RAM - Steckplätze in aktuellen Mainboards sind nur noch einseitig mit einrastenden Haken ausgestattet, was die Bestückung vereinfacht. Die Anleitung in Handbuch bot hier eine übersichtliche und schnelle Hilfe.
Der Einbau der Grafikkarte und das Verbinden der Netzkabel war hier dann keine spannende Angelegenheit, lief alles problemlos, so weit so gut.
Konfiguration:
Schon vor dem ersten Einschalten fällt der Blick auf das leuchtende ROG-Auge, dass diesen bereits in wechselnden Farben erwidert. Abseits des Auges ist die LED Beleuchtung nicht vorhanden. Dies ist aber keine schlechte Sache, zusätzlich lässt sich die Beleuchtung auch gänzlich im BIOS abstellen. Bei vielen Boards im Vergleich ist die LED Beleuchtung teilweise so üppig, dass man schon fast eine Disco Beleuchtung im Gehäuse hat. Nicht jeder wollte als Kind mit leuchtenden Turnschuhen herumlaufen, noch weniger möchte man dies als Erwachsener.
Nach dem ersten Einschalten startet sich das Mainboard mehrfach neu, danach fordert es zur Konfiguration im UEFI-BIOS von ASUS auf.
Das Board hat als Mittelklasse Modell keinen direkten Einschalter am Board, da ich noch auf mein Gehäuse warte, muss der Schraubenzieher (Schlitz) als Einschalter dienen. Hierbei fällt auch die gute Beschriftung am Board auf, die eine Orientierung an den Pins ohne Probleme zulässt.
UEFI-BIOS:
Das UEFI-BIOS von Asus gibt einem gleich recht viele Informationen und man orientiert sich erstmal. Schön ist hier, dass man gleich sieht, ob die CPU-Kühler Montage gut gelaufen ist, da die Temperatur auf der Hauptseite sichtbar ist. Die Einstellung des Datum ist umständlich , man braucht die Maus um es einzustellen, nicht optimal meiner Meinung nach.
!!!!! 3000 MHz RAM, HIER IST DIE ERKLÄRUNG, die IHR sucht
Es fällt auf, dass mein Speicher nicht korrekt erkannt wurde und eingestellt werden muss. Er läuft standardmäßig nur bei 2133 MHz. Dieser weist aber extra ein XMP Profil aus, da sucht man aber vergeblich nach diesem Begriff im UEFI-BIOS, dann noch im beiliegenden Handbuch.
Einer Suche im Netz sei Dank, dass unter dem Ai Tweaker Reiter den Punkt Ai Overclock Tuner auswählen muss und dort erst D.O.C.P Standard einstellen muss. Danach darunter das Profil auswählen, dass wird dann auch automatisch erkannt.
XMP (eXtreme Memory Profiles) ist die Intel-Zertifizierung für standardmäßig übertakteten Arbeitsspeicher, dies ist bei Asus als D.O.C.P = Direct Over Clock Profile bezeichnet. Dies wird aber im Handbuch nicht beschrieben und auch das UEFI gibt da keine eindeutigen Informationen, hier besteht Nachholbedarf. Zumindest sollte der Begriff irgendwo mal ausgeschrieben auftauchen, damit man nicht völlig verloren davorsitzt.
!!!!!
Wenn dieser Eintrag gefunden ist, geht die Konfiguration wie von selbst, alles weitere lässt sich tatsächlich einfach und übersichtlich konfigurieren. Das UEFI dürfte vielen noch vom Crosshair Hero VI und neuer bekannt sein.
Features: Ganz ehrlich Siehe Oben.
Anmerkung:
Die PCIe Lanes sind aufgeteilt. Bei Nutzung des ersten M2-Slots
fallen SATA Port 5 und 6 weg.
Bei Nutzung des zweiten M2-Slots fällt der 1. PCIe 3.0 x16 Slot
auf x8 Geschwindigkeit zurück.
Fazit:
Das ASUS ROG STRIX B450-F Gaming ist nicht nur des Preises, aber auch wegen der Verarbeitung sicherlich ganz weit oben anzusiedeln. Es ist für Kunden, die hohe Standards bei Ausstattung haben und auch mal ins Kleingedruckte bei der Ausstattung schauen. Und es ist für die, die Oberklasse ohne so viel Schnickschnack haben wollen.
Es zählt nicht umsonst als das beste B450 Board und muss sich lediglich im Preis/Leistung gegenüber anderen B450 Boards geschlagen geben. Wer aber alle Anschlüsse eines X470 Boards haben möchte ohne Performance-Einbußen, wird mit diesem Board sicherlich eine gute Wahl treffen und lange Zeit ohne Upgrade auskommen.