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Artikelbeschreibung

Seit dem 26.07.2018 im Sortiment

Mit dem B450 Gaming Pro Carbon AC wird Ihnen die Möglichkeit zur Einrichtung eines Systems geboten, das gerade für Gamer kaum einen Wunsch mehr offenlässt. Mit der Mystic Light App können Sie Ihr System personalisieren und bei Kompatibilität der Hardware Komponenten, die gesamte Beleuchtung beispielsweise über das Smartphone oder das Tablet steuern.

Gamer wollen natürlich nur das Eine: Power! Und da wo effizient gearbeitet und viel Leistung versprüht wird, entsteht natürlich auch ein gewisser Grad an Wärme. Hier hat MSI vorgesorgt. Der M.2 Shield, sorgt dafür, dass die SSD stets optimal gekühlt, seinen Dienst verrichtet und keine Leistungseinbußen zu verzeichnen sind. Aber nicht nur bei der SSD bedarf es einer ordentlichen Kühlung, sondern auch die CPU, gerade wenn man einen Mehrkern Prozessor betreibt, sollte immer die Coolness bewahren. Durch das fortschrittliche PWM Design, hat MSI hier vorgesorgt. Auch bei hoher Arbeitslast, wird die CPU ausreichend gekühlt.

Damit die Stromzufuhr bestens geregelt ist, spendiert MSI dem Board 8+4 Stromanschlüsse. Hier wird die optimlale Stromzufuhr für die CPU sichergestellt, was gerade für Overclocker ein wichtiger Aspekt ist, denn nur ein stabil laufendes Board, kann für eben solche Zwecke optimal eingesetzt werden. Um den Effekt des Overclockings zu verstärken, hat die Core Boost Technik ein wachsames Auge auf Stromzufuhr des Prozessors. Hier reiht sich der DDR4 Boost nahtlos ein. USB 3.1 liefert bei der Datenübertragung oder dem Betrieben von externen Geräten den nötigen Speed. Dieser Effekt wird noch durch AMD TURBO USB verstärkt.

Gaming ist schon längst kein einfaches Hobby mehr, sondern wird mittlerweile auf vielen Ebenen professionell betrieben. Um sich hier einen oberen Ranglistenplatz zu erarbeiten, sollte die Konzentration stets auf das Game gerichtet sein. Um dies zu ermöglichen hat MSI dem B450 Gaming Pro Carbon AC einige Gaming Hotkeys verpasst, die es dem Spieler ermöglichen die wichtigsten Information schnell abzurufen und sich weiterhin voll auf das Game konzentrieren zu können. Damit auch der Spielspaß auf einem hohen Level betrieben werden kann, ist die Verwendung eines Multi-GPU Systems schon beinahe eine Aufforderung. Der Game Boost liefert hier eine höhere FPS und beschert ein flüssiges Gameplay.

Damit ein Spiel auch wirklich immersiv erlebt werden kann, müssen Bild und Ton eine Symbiose eingehen. Nur wenn der Sound kristallklar und abgestimmt auf die Grafik dem Spiel sein akustisches Bett verleiht, macht Zocken auch so wirklich Spaß. Der Audio Boost mit Nahimic arbeitet ähnlich wie eine dedizierte Soundkarte und hat einen eigenen HD Audioprozessor, sowie einen Verstärker und hochwertige Audiokapazitoren.

Für eine schnelle Verbindung zur Außenwelt, steht Ihnen MSI GAMING LAN zur Verfügung. Mit dem Feature des MSI GAMING LAN MANAGERS, können Sie Ihre aktiven LAN Verbindung jederzeit einsehen und verwalten. Ein praktisches Feature ist die zeitgleiche Nutzung des LAN Ports und des WLANs. Durch die Nutzung der MU-MIMO Technologie, können im Wireless Network bis zu 1,73 Gb/s erreicht werden.


***ACHTUNG:****
Die Nutzung des Mainboards ist nur in Verbindung mit ausgewählten AMD Ryzen™ Prozessoren möglich. Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie bitte den Hersteller. Beim Kauf eines Mainboards bieten wir optional eine BIOS-Aktualisierung an und bringen die Plattform auf den neuesten Stand.


**Informationen zur Finanzierung:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 142,63*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 12 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Technische Daten

Allgemein:
Mainboard Modell: B450 Gaming Pro Carbon AC
Mainboard Sockel: So.AM4
Mainboard Chipsatz: AMD B450
Mainboard Formfaktor: ATX
Onboard Grafik: AMD Radeon Grafik Unterstützung
Grafikausgänge: 1x HDMI, 1x Displayport
MultiGPU Fähigkeit: AMD 2-Way CrossFireX
Arbeitsspeicher Slots: 4x
Arbeitsspeicher Typ: DDR4
Arbeitsspeicher Bauform: DIMM
Arbeitsspeicherarchitektur: Dual Channel
Max. Kapazität der Einzelmodule: 16 GB
Unterstützte Speichermodule: DDR4-2133, DDR4-2400, DDR4-3466
Anzahl PCIe x16 Slots: 1x PCIe 2.0 x16, 1x PCIe 3.0 x16
Anzahl PCIe x8 Slots: nicht vorhanden
Anzahl PCIe x4 Slots: nicht vorhanden
Anzahl PCIe x1 Slots: 3x
Anzahl PCI-X Slots: nicht vorhanden
Anzahl PCI Slots: nicht vorhanden
Anzahl AGP Slots: nicht vorhanden
Anzahl mSATA Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl M.2 Anschlüsse: 2x M.2 bis 2280
Anzahl SATA 6GB/s Anschlüsse: 6x
Anzahl SATA 3GB/s Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl SAS 6GB/s Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl SAS 3GB/s Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl IDE Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl Floppy Anschlüsse: nicht vorhanden
Soundcodec: HD Audio
Audiotyp: 7.1 Sound
Audioanschlüsse: 5x 3,5mm Klinke, 1x Toslink (optisch)
Netzwerkadapter: 1x 1000 MBit
Wireless Lan: Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth: Bluetooth V5
Anzahl USB2.0 Anschlüsse: 2x
Anzahl USB3.0 Anschlüsse: 2x
Anzahl eSATA Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl FireWire Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl Parallelport Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl Seriellport Anschlüsse: nicht vorhanden
Anzahl PS/2 Anschlüsse: 1x
BIOS Typ: nicht angegeben
integrierte CPU: nicht vorhanden
Verpackung: Retail
Anzahl USB3.1 Anschlüsse: 2x

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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12 Bewertungen

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5 5
     am 19.11.2018
Verifizierter Kauf
Wahrscheinlich das beste B450 Mainboard. Dicke VRM-Kühler, Intel Wireless AC-9260, Bluetooth 5.0 und generell sehr wertige Verarbeitung. Für knapp 125 Euro schlägt dieses Board viele vergleichbare und ebenso auch teurere X470-Varianten um Längen.

Allerdings sehr schlecht kompatibel mit dem Ben Nevis Advanced CPU-Kühler, der sich nur mit unglaublichen Mühen auf das Brett pressen ließ. Dies nur so als Warnung.

RAM-Overclocking mit meinen Patriot Viper 4 DDR4-3200 ging im UEFI lockig-flockig von der Hand, laufen auf 3200MhZ mit den Timings 16-18-18-36 und 1,360 bis 1,374 Volt. Generell finde ich das UEFI schön übersichtlich, hat sogar eine Suchfunktion falls man was auf Anhieb nicht findet.

Nebenbei: Wenn ihr keine SSD im M.2 Formfaktor habt, braucht ihr den M.2 Shield (Passivkühler) nicht anrühren, um bspw. die Folie dort abzuziehen. Die gehört dahin und ist Platzhalter für die SSD. Wenn ihr sie abzieht (es klebt ein Gummi-Nupsie dran), sitzt der Shield plötzlich schief auf dem Mainboard. Die Folien vom CPU-Kühler und den VRM-Kühlern des MoBos müssen dagegen entfernt werden.
    
  
5 5
     am 16.11.2018
Verifizierter Kauf
Top Produkt!!!
Auch das WLan Funktionierte ohne Treiber von der CD (da ich kein optisches Laufwerk habe).
Aktuelle Treiber konnte ich von der MSI-Homepage downloaden.
    
  
5 5
     am 11.11.2018
Verifizierter Kauf
Als erstes: Preis-/Leistungsverhältnis passt sehr gut.
Die Anschlüsse sehen sehr hochwertig aus und die Kabel sitzen ordentlich straff in den Buchsen.
Das System läuft bisher sehr stabil (benutze es seit ca. 1 Woche, nach ein paar Monaten wird dieser Beitrag aktualisiert) und die Installation der Treiber ist kinderleicht.

Was man vor dem Kauf beachten sollte: Im Lieferumfang befindet sich eine Installations-CD und ein Handbuch, ergo, es sollte wenigstens ein Laufwerk vorhanden sein (auch extern ist kein Problem).

Optisch hat das Mainboard einen besonderen reiz, durch die carbon Optik und den dezent verteilten LEDs.
Auch der PCIe 3.0 ist sehr gut und sofort zu erkennen.

Das lästige überlegen, wo man welche Festplatte nun angesteckte, hat auch ein Ende, da im BIOS-Menü die belegten Plätze angezeigt werden.

Das BIOS-Menü im allgemeinen ist sehr übersichtlich aufgebaut und wenn irgendetwas unklar ist, hat man ja noch das beigelegte Handbuch.

Ich als Anfänger bin sehr begeistert, wie benutzerfreundlich dieses Mainboard ist und was für Funktionen es hat, zumal man mit der mitgelieferten Software noch mehr Auswahlmöglichkeiten zur Optimierung des Systems hat.

Mein Fazit:

Ich würde es auf jeden Fall empfehlen, auch wenn es derzeitig Lieferverzögerungen gibt.
    
  
5 5
     am 03.11.2018
Verifizierter Kauf
Gefaellt mir sehr gut. Ausreichend Anschluesse und bisher sehr stabil. BIOS uebersichtlich aber alles da.
    
  
5 5
     am 28.10.2018
Verifizierter Kauf
Solides Mainboard! Läuft problemlos mit Vega64 und Ryzen7 2700x.
    
  
5 5
     am 09.10.2018
Verifizierter Kauf
Sehr gut Versand war schnell
    
  
     am 19.09.2018
Im Rahmen der Testers Keepers Aktion wurde mir das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC Mainboard zugesendet.

Zur Vorgeschichte: Ich hatte mir in diesem Jahr 2018 bereits ein Ryzen System mit dem MSI Mainboard X370 Gaming Pro (im Vorjahr erschienen) zusammengestellt. Als Prozessor kam ein AMD Ryzen 3 2200g mit integrierter Vega 8 APU zum Einsatz. Diesen benutze ich nun auch beim Test des neuen Mainboards. Meine Intention beim Test bestand darin, mein altes Mainboard mit dem Testprodukt zu vergleichen und sowohl Vor- als auch Nachteile klar herauszufiltern. Anfangs möchte ich allerdings erst einmal auf ein paar grundlegende Eigenschaften des MSI B450 Gaming Pro Carbon AC eingehen. Um den Text nicht unnötig in die Länge zu ziehen, werde ich im folgendem Text die Chipsatzbezeichnungen X370 und B450 zur Benennung der 2 von mir benutzten Mainboards verwenden. Ebenso ist der Fließtext in Absätze/Überschriften unterteilt.
MSI X370 Gaming Pro  vorheriges System Mainboard, erworben August
MSI B450 Gaming Pro Carbon AC  neues System Mainboard

Aktuelle Systemdaten:
CPU Ryzen 3 2200 g, MSI B450 Gaming Pro Carbon AC, RAM 8 GB Ram 3000 MHz DDR4 G.Skill JRipJaws, Boxed-Kühler, Be Quiet 400 Watt Netzteil, IGPU Vega 8 2GB, Windows 10

Design:
Die Verpackung des Mainboards entspricht der gängigen Standartgröße bei ATX Mainboards. Die Verpackung des B450 sowie das Designbild/Layout wirkt auf mich ein Tacken frischer und erwachsener als beim X370. Ein Sportwagen im roten Design auch wenn er futuristisch auf dem Cover der X370 Verpackung platziert ist wirkt nicht so erwachsen, wie eben eine schlicht gehaltene dunkle Verpackung, die ein wenig Farbe mit rein bringt in Form von der angedeuteten LED Beleuchtung. Ebenso greift die dunklere schlichte Farbe schon vorab das Carbon Design der Platine auf.
Beide weißen sich direkt auf dem Cover als Ryzen Mainboards aus und beide unterstützen Ryzen 2000 Prozessoren. Während bei dem X370 noch der ´AMD Ryzen Desktop 2000 Ready´ Hinweis auf der Verpackungsoberfläche mit einem zusätzlichen Aufkleber geklebt wurde, wurde beim Design des B450 natürlich dieser direkt in den Druck integriert. Hier gibt es dank dem neusten Bios keine Mischbestände bezüglich der Ryzen 2000 Unterstützung, wie es beim X370 der Fall war. Des Weiteren wirbt die Mainboard Verpackung des B450 mit einem Bios Flashback +, ein Vorteil zum X370 welchen ich vermisst habe. Zukünftige Bios Updates können somit falls nötig über USB 2.0 ausgeführt werden. Der Taster Knopf befindet sich neben den USB Ports.
Beim B450 fällt außerdem direkt der Mystic Light-Schriftzug mit dem kleinen runden Logo auf, welches als ein kleiner Eyecatcher oben rechts in der Ecke der Produktverpackung platziert wurde. Die meisten bekommen da doch direkt Lust auf RGB Beleuchtung :D und wollen die APP ausprobieren.
Oder vielleicht anstatt der nächsten LAN-Party bei euch Zuhause eine Mystic Light Party?! Zu diesem Feature später mehr.
Das eigentliche Mainboard ist schlicht aber hochwertig gehalten. Das Carbon Design der Platine wirkt sehr edel. Ebenso ist die Beleuchtung nicht zu aufdringlich und auch nicht zu dezent sowie über die dementsprechend verfügbare App per Smartphone in Farbe und Leuchtmodus ohne weiteres steuerbar.
Unboxing:
Das Mainboard kam gut verpackt bei mir an wie ich es von Bestellungen bei Mindfactory auch gewohnt bin.
Beim Öffnen erblickt man ein in Elektrostatischer-Schutzfolie (ESD) gepacktes Mainboard. Dies ist selbstverständlich sehr wichtig. Auch vor der Mainboard Montage sollte die jeweilige Person darauf achten, sich zuvor an einem unisolierten Heizungsrohr zu entladen. Es gibt Kleinstelektronik, welche sonst durch den möglichen Stromfluss beim Berühren der Leiterbahnen zerstört werden kann: Stichwort Potentialdifferenz und Stromfluss.
Ansonsten liegen der Verpackung alle wichtigen Dinge wie die zwei WLAN Antennen, eine DVD mit Treibern (welche ihr wie ich auch über die MSI Webseite beziehen könnt, sofern ihr kein DVD CD Laufwerk mehr verbaut habt/vorhabt zu verbauen in der neuen Konfi), der User-Guide (Ausführliche Anleitung), eine Papierkarte (mit der Bitte der Produktregistrierung), ein Kabel zum Anschluss von LED Beleuchtung, ein schöner MSI Aufkleber den ihr auf eurem PC anbringen könnt und eine Quick Start Anleitung bei.
Diese beschreibt sehr verständlich mit Bildern wie dementsprechende Kühler-Varianten der CPU für den AM4-Sockel anzubringen sind, ebenso die Montage der RAM Bänke und der CPU. Das Mainboard unterstützt selbstverständlich ebenso wie das X370 Dual-Channel. Ich musste beispielsweise für den Boxed-Kühler die ´Montage-Klammern´ abschrauben. Dazu später mehr im Unterpunkt Montage. Da ich dies allerdings von dem X370 schon kannte war das switchen des Mainboards gar nicht so kompliziert.
Natürlich liegen auch beim B450 wie beim X370 zwei Sata-Kabel bei, von dem eines einen im 90 Grad-Winkel zum Kabel angebrachten Stecker aufweist. Das war auch bereits beim X370 der Fall, auch hier die gewohnt gute Qualität bei den Sata-Kabeln. So lassen sich auch in engen Gehäusen die Festplatten einfach und mit gutem Kabelmanagement an das Mainboard anschließen. Auch lagen noch ein paar andere Kleinigkeiten bei wie die Aufkleber zur Beschriftung der Sata-Kabel. Diese kannte ich bereits von dem X370. Das ist wirklich eine gute Sache. Vor allem für Systeme mit mehreren Festplatten um den Überblick zu behalten. Der beiliegende MSI Aufkleber war mir neu und bei meinem X370 nicht vorhanden.
Verarbeitung:
Ebenso wie das X370 Gaming Pro ist das B450 Gaming Pro Carbon AC gut verarbeitet. Die Platine wirkt wertig die Kondensatoren fest. Der Kühlkörper der Spannungswandler wirkt aus thermischer Sicht besser designt, wenn ich dies auch nicht mit einem Laser-Thermometer im Praxistest nachmessen konnte. Hier musste das Bauchgefühl und das Hands-on (anfassen, fühlen) beim Unboxing und Einbau als Test, sowie das Temperaturfühlen nach Betrieb der ersten Stunden ausreichen. Auch ist neben den mitgelieferten Sata-Kabeln und Anleitungen nun endlich auch die IO Blende deutlich stabiler. Beim X370 knickten mir beim Einbau des Mainboards die Abstandshalter Pins der Blende in meinen Ethernet Port (RJ-45). Dies bemerkte ich erst nach fertiger Montage. Beim
B450 kann selbst ein Laie nichts falsch machen da auf Abstandshalter Pins (siehe Bilder) verzichtet wurde und stattdessen eine Art von Moosgummi mit Folie überzogen den Part übernimmt. Auch werden dadurch die aus Metall bestehenden Querstreben der IO-Blende die zwischen 2 USB Anschlüssen mitunter sehr dünn sind zusätzlich stabilisiert. Dies mag für den ein oder anderen vom Fach sicherlich kein Problem darstellen, Grobmotoriker freuen sich allerdings wirklich über die gute neue IO-Blende.
Ausstattung:
Das Mainboard verfügt über die für mich wünschenswerten Anschlussmöglichkeiten. Das Rückseiten I/O-Panel beinhaltet:
- BIOS Flashback + Knopf - 2x USB 2.0 (wovon einer BIOS Flashback + Port ist) - 1x DisplayPort - 1x HDMI - 2x USB 3.1 GEN1 beide Type-A - 2x USB 3.1 GEN2 (1x Type-A, 1x Type-C) - 5x 3,5 mm Klinke - 1x Toslink (optisch) - 1x Wireless mit neuem AC-Standart mit 2 Antennen - 1x RJ-45
Internetanbindung:
Das Wireless-Lan Modul unterstützt mit seinen 2 Antennen und dem AC-Standart bis zu 867 Mbps. Möglich wären bei AC Standart bis zu 1300 Mbit/s, wobei 867 auch schon i.d.R. im Jahre 2018 von fast keinem Homeanwender ausgereizt werden dürfte. Somit ist das integrierte WLAN-Modul (Karte) ziemlich zukunftssicher. Dieses ersetzt unter anderem auch meine PCIe WLAN Karte, welche zuvor in meinem X370 Verwendung fand. Meine Wireless Karte von Asus schaffte mit ihren 2 Antennen Downloadraten zwischen 4 bis max. 12 Mbit/s bei einem 50 Mbit/s Internetvertrag. Per 10 Meter Lankabel beträgt die Downloadgeschwindigkeit 47 Mbit/s und über das neue integrierte WLANModul des B450 um die 37 Mbit/s. Die aufgrund der Entfernung erreichte Werte sprechen für das Wlan des B450.
Sound:
Ebenso wichtig wie die Wireless-Verbindung ist für mich der Klang. Und auch hier bietet MSI sowohl beim älteren X370 als auch beim B450 eine gute Lösung an. Dies war auch ursprünglich ein Grund, warum ich mir ein MSI Mainboard zugelegt habe. Die Klangqualität ist auf dem Niveau dedizierter Soundkarten die sonst zusätzliche Investitionen darstellen. Während beim X370 Gaming Pro noch der Realtek ALC892 Codec verbaut ist, wird beim B450 Gaming Pro Carbon AC der Realtek ALC1220 verwendet. Vom subjektiven Gefühl her sind beide fast gleich gut. Kein Rauschen und keine Interferenz. Für eine bessere Beurteilung wären hier verschiedene Einstellungen sowie Musikrichtungen und Kopfhörerimpedanzen sinnvoll. Für den normalen User reichen beide aus.
Memory:
Wie beim X370 liegen 4 Memory-Slots vor (DDR4), welche mit passendem RAM im A-XMP OC Mode bis zu 3466 MHz unterstützen. Die Maximale Speicherkapazität an DDR4 Arbeitsspeicher liegt bei 64 GB, maximale Einzelmodulgröße 16 GB.
Kühler/Lüfter:
Das Mainboard verfügt über den AM4 Sockel und bietet sowohl die Möglichkeit einen Kühler wie den mitgelieferten Boxed-Kühler meines Ryzen 3 2200g zu verschrauben, als auch über die angebrachten Klemmen draufzustecken. In jedem Fall ist für eine schnelle und stabile Kühler Installation gesorgt. Insgesamt können 6 FANs sprich Lüfter angeschlossen werden. Die 4-Pin Lüfter lassen sich über PulsWeitenModulation kurz PWM ansteuern. Über das UEFI lassen sich dann Lüfter Profile für die Lüfter FAN 1-4 sowie die Lüfter Fan CPU und Fan Pump erstellen. Auch 3 Pin Lüfter können angeschlossen werden und über DC Werte gesteuert werden.
Die Lüftersteuerung im UEFI beider Mainboards sowohl des B450 als auch des X370 sind hervorragend. Dies war ein Grund, warum ich mir vor ein paar Monaten das X370 Mainboard zugelegt habe. Auch die Peripherie Eingabe funktioniert flüssig.
PCIe/SATA-6Gbs/Multi-GPU:
Das Mainboard verfügt weiterhin über einen M.2 SSD Slot mit einem sogenannten M.2-Shield zur Kühlung und 6 SATA 6Gb/s Ports. Der als M2 1 deklarierte Slot deaktiviert bei Anschluss einer M.2 SSD die SATA 6Gb/s Ports 5 und 6. Somit lässt sich bei dedizierter Grafikkarte nur noch ein Setup aus maximal 3 SSDs/HDDs über die SATA 6Gb/s Ports erreichen. Bei Multi-GPU Setup über CrossFire wären es noch eine Konfiguration aus max. 2 zusätzlichen Festplatten.
SLI wird im Gegensatz zum X370 nicht unterstützt. Auch ist nur der PCIe 3.0 x16 Slot zusätzlich verstärkt und somit ideal für eine Grafikkarte. Zwar ist ein Multi-GPU Setup über 2-WAY AMD CrossFire möglich, die Anbindung der 2 Grafikkarte wäre dann allerdings über den PCIe 2.0 x16 Slot. Dieser läuft allerdings nur noch auf x1, sobald ein einziger der 3 vorhandenen PCIe 2.0 x1 Slots Benutzung findet. Der Vorteil liegt dann wieder in der Ausstattung da beim B450 Gaming Pro Carbon AC keine WLAN-Karte zusätzlich benötigt wird. Diese benötigte ich bis vor ca. 2 Wochen in meinem Setup. Des Weiteren sei an der Stelle anzumerken, dass die 3 PCIe 2.0 x1 Slots sowie der PCIe 2.0 x16 Slot nicht mehr benutzt werden können sobald die M.2 SSD im auf dem Mainboard deklarierten M2 2 Slot angeschlossen wird! Ein Multi-GPU Setup mit CrossFire ist dann nicht mehr ohne weiteres möglich. Für den Durchschnittsuser sind solche Dinge möglicherweise irrelevant, für Unternehmen die im Bereich Video & Marketing unterwegs sind können Anzahl der Festplatten- sowie Grafikkarten- Konfigurationen durchaus bei der Auswahl eines Mainboards relevant sein.
Des Weiteren sei anzumerken, dass bei Benutzung einer Ryzen-2000-APU der PCIe 3.0 x16 Slot nur noch x8 unterstützt. Dies ist bedingt durch den Prozessor.
Das Mainboard bietet noch ein paar andere interessante Features und Ausstattungsmerkmale, deren Vielzahl eine Produktreview bei weitem übersteigt. Anzumerken sei hier allerdings noch das integrierte Bluetooth sowie einige Software Funktionen.
Software/UEFI:
Wie bereits erwähnt kann die beigelegte Software auch über die MSI Seite bezogen werden. Dies umfasst unter anderem auch den Treiber des Wlan Moduls. Das UEFI ist strukturiert aufgebaut und überzeugt ohne hohe Latenzen des Mauszeigers. Ich habe genug Möglichkeiten mit der Lüftersteuerung rumzuspielen. Dies ermöglicht mir ein Office Setup für leises arbeiten und ausfüllen von Dokumenten zu schaffen, dennoch auch ein Leistungssetup festzulegen, bei dem die Lüfter auf voller Leistung laufen und ich mit guter Kühlung Aufgaben wie Rendern und Bildbearbeitung dem kompletten System abverlangen kann. Auch Übertaktungsmöglichkeiten bietet das B450 genug. So habe ich meinen Ryzen 2200 g auf stabile 3,92 GHz übertakten können und meinen G.Skill Ram auf 3200 MHz. Diese Werte erreichte ich bereits beim vorherigen X370 Chipsatz. Ich denke das irgendwo auch die Grenzen liegen. Der Advanced Modus ist verständlich aufgebaut und die Memory Try
Funktion bei beiden Mainboards eine gute Sache beim Übertakten für Unerfahrene. Auch die Auswahl des vorkonfigurierten A-XMP Profils für den verbauten Arbeitsspeicher gestaltet sich einfach.
Die im Appstore zur Verfügung stehende Software zum steuern der Mystic Light Funktion des Mainboards ist einfach und intuitiv. Farben können abhängig von den 3 festgelegten Farbwerten für RGB konfiguriert werden. Die konfigurierte Farbmischung wird direkt in der App angezeigt. Auch viele verschiedene Modi zur dynamischen Wiedergabe der RGB Beleuchtung sind vorhanden. Da die App sich über das Netzwerk mit dem Mainboard verbindet können somit auch mehrere Mystic Light kompatible Geräte in einem Netzwerk gesteuert werden. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit aus verschiedenen Mystic Light fähigen Geräten in einem lokalen Netzwerk eine Hostgruppe zu erstellen, um eine sogenannte Mystic Light Party zu machen. Für jeden der gerne RGB verbaut genau das richtige.
Es werden noch viele weitere Programme/Funktionen durch das Mainboard und MSI bereitgestellt, deren Auflistung den Rahmen sprengen würde. Unter anderem wie auch beim X370 lässt sich spielend einfach eine RAMDisk erstellen oder mit dem Sound Tracker Tab in Shootern oder Open World spielen die Herkunft eines Sounds bestimmen, wodurch ihr den anderen Spielern mitunter ein paar Züge voraus seit.
Stromversorgung:
Die Stromversorgung der CPU wird über einen 8 und einen 4 Pin Anschluss bereitgestellt. Da ich nur eine 4 Kern CPU mit 4 Threads und integrierter Vega 8 GPU besitze, benötigte ich den zusätzlichen 4Pin Anschluss trotz Übertaktung nicht. Eine ganz normale 24-Pin ATX Stromversorgung wird für das Mainboard und dementsprechende Elektronik benötigt.
Montage:
Die Montage des Mainboards erfolgt recht einfach. Sich selbst und dementsprechende Schraubenzieher erden, altes Mainboards entfernen und das neue anbringen. Bei mir hatte sich die CPU mit dem Kühler verbunden. Somit drehte ich die beiden ein wenig und schon war auch dieses Problem beseitigt. Mit Nagellackentfernen, einem Pinsel und einem Papiertuch entfernte ich die Wärmeleitpaste der CPU. Dann die CPU in das neue Mainboard in richtiger Richtung einsetzen. Verwendet habe ich eine nicht leitende Wärmeleitpaste. Dann habe ich den Boxed Kühler verschraubt und zuvor die Klemmen für AM4 Kühler entfernt. Nun baute ich die noch zuvor benutzte IO Blende aus und setzte die neuere stabilere ein. Danach die Stromversorgung anbringen und starten. Ich brauchte den zusätzlichen 4-Pin Anschluss nicht. Bei CPUs mit mehreren Kernen und hohen Taktraten wie einem 2700 ist das wahrscheinlich sinnvoll. Der 2200g hat eine TDP von 65 Watt. Der Prozessor wurde erkannt und der Computer fuhr hoch. Alles war so wie es sein soll und wie ich es von MSI kenne. Danach habe ich alle Konfigurationen im UEFI vorgenommen und das System lief stabil auf 3,92 GHz.
Leistung:
Das Mainboard bietet mir genügend Leistung um in den folgenden Jahren auf eine 8 Kern CPU auch mit Übertaktung aufzurüsten. Gerade mit dem zusätzlichen 4-Pin Anschluss auf dem Mainboard der beim X370 nicht vorhanden war, ist hier genug Reservespielraum. Bei einer normalen 4 Kern CPU mit integrierter Grafikkarte reicht allerdings der 8-Pin Anschluss vollkommen. Zur Haltbarkeit kann ich nach 2 Wochen Testzeit nicht besonders viel sagen. Ich habe mich bewusst dazu entschieden möglichst bis zum letzten Tag mit der Bewertung zu
warten um mögliche Komplikationen festzuhalten. Seitens des Mainboards traten diese nicht auf im Testzeitraum. Da die Verarbeitung wie auch beim X370 wertig aussieht bleibt abzuwarten wie lange das Mainboard hält. Ich denke mit der Leistungsaufnahme der CPU sind die Verbindungen und die Elektronik noch nicht ausgelastet und halten bestimmt ein paar gute Jahre bis die AM4 Plattform veraltet ist und ich auf ein neues System umsteige.
Abschließendes Fazit: MSI B450 Gaming Pro Carbon AC vs. MSI X370 Gaming Pro
Mein abschließendes Fazit spricht für mich persönlich und für meine Anforderungen ganz klar eine Kaufempfehlung für das derzeit etwas teurere MSI B450 Gaming Pro aus. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.
Im Vergleich zum X370 lohnt es sich für mich schon einzig durch die bessere Datenübertragung des WLAN Moduls (im Vergleich zu meinem vorherigen Setup: nachträgliche Wlan Karte eingebaut). Für die derzeitige Preisdifferenz habe ich mir damals eine Wlan-Karte und einen Bluetooth Adapter besorgt. Diese benötigten wiederum zusätzliche Anschlüsse des Mainboards, hier sind diese direkt integriert. Das Modul mit AC Standard in Kombination mit den Antennen sorgt für gute Übertragungsraten. Auch das anschließen von Bluetooth Kopfhörern funktioniert ohne Probleme. Die Anschlussmöglichkeiten für Festplatten und Grafikkarten entsprechen meinen Anforderungen. Wer natürlich SLI benötigt oder ein paar mehr USB Anschlüsse am hinteren I/O Panel und kein WLAN sowie Bluetooth, der kann gerne zum X370 greifen. Ich finde das B450 aber gerade aufgrund des edel wirkenden Carbon Designs und der integrierten Module etwas smarter. Einfach anschließen und alles was ich brauche funktioniert. Somit bleibt das MSI B450 Gaming Pro Carbon in meinem System bestehen und wird nicht wieder am Ende des Testzeitraums zurückgebaut. Ganz klar ein Schritt in die Zukunft.
Am Ende bedanke ich mich nochmals recht herzlich für die Chance, mein kurz zuvor erworbenes Mainboard mit dem neuen MSI B 450 Gaming Pro Carbon AC vergleichen zu können.
Im Forum findet ihr weitere Medieninhalte zum Test.
Irrtümer und Schreibfehler vorbehalten.
19.09.2018
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     am 19.09.2018
Einleitung:

In diesem Review geht es um das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC. Ich wurde als einer der glücklichen Gewinner des Produkttester der Produkttesteraktion 2018 in Zusammenarbeit mit MSI ausgewählt. Dafür möchte ich mich hier gerne bei Mindfactory und MSI bedanken. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um ein neues Mainboard von MSI mit dem neuen B450 Chipsatz von AMD. Damit eignet es sich perfekt für den Einsatz mit CPUs der AMD Ryzen 2000 Reihe, da kein Bios Update nötig ist. Ältere Mainboard (mit altem Chipsatz) müssen erst aktualisiert werden, damit sie mit den neuen Ryzen 2000 CPUs eingesetzt werden können. Dazu ist oft eine ältere CPU nötig, die nicht jeder besitzt, wodurch alte Mainboards für neue Builds oft nur schwer verwendet werden können.
Der B450 Chipset ist für Mittelklasse Mainboards gedacht. Dieser Umstand hat MSI aber nicht davon abgehalten das Mainboard Ausstattungsmerkmalen auszustatten, die man sonst nur von Premium Mainboards kennt. Am Kürzel AC kann man schon erkennen, dass das Mainboard ein integriertes WLAN Modul besitzt. Im Lieferumfang befinden sich zwei große Antennen, welche für einen guten Empfang sorgen sollten. Ein weiteres Feature, welches ich bei mittelpreisigen Mainboards noch nie gesehen habe, ist die Möglichkeit ein BIOS Update zu machen, ohne das man CPU, RAM und Grafikkarte benötigt.
Im Folgenden möchte ich einen kurzen Überblick über das Mainboard und seine besonderen Ausstattungsmerkmale geben, sowie eine Bewertung des Preis-/Leistungsverhältnis abgeben.

Verpackung und Lieferumfang:

Die Verpackung ist überwiegend Schwarz gehalten und präsentiert die prägnantesten Eigenschaften des Mainboards. Die Größe des Kartons ist perfekt an das Mainboard angepasst. Dadurch kann es in der Verpackung nicht hin und her rutschen, somit werden Transportschäden vermieden. Die Vorderseite wird vom MSI Logo und dem Namen des Mainboards dominiert. Bei genauerem Hinsehen ist im Hintergrund ein LED RGB beleuchtetes Carbon Teil zu erkennen, welches einen kleinen Vorgeschmack auf das Design des Mainboards geben soll.
Zwei der besten Features der aktuellen Zeit werden auf der Vorderseite beworben:

1. Mystic Light: Mit diesem Feature kann man jede LED individuell ansteuern und verschiedene Effekte abspielen, die in der MSI Mystic Light Software verfügbar sind. Mittlerweile ja ein absoluter Trend im PC Bereich und darf daher nicht fehlen.

2. BIOS Flashback+: Wie ich finde ist dieses Feature ein absolutes Premium-Feature. Viele Leute, die aktuell Versuchen ein Ryzen 2000 CPU mit einem älteren Mainboard (B350 oder X370) zu kombinieren, würden dieses Feature lieben. Aktuell muss man entweder ein BIOS Update direkt im Shop dazukaufen (für Geld) oder bereits eine Ryzen CPU der älteren Generation besitzen, damit man ein Update machen kann. Mit Flashback+ ist es möglich, komplett ohne CPU, RAM und Grafikkarte, ein BIOS Update zu machen. Dafür ist nur ein USB Stick und ein ATX-Netzteil nötig. Der Vorgang ist super simpel. Netzteil anschließen, auf einen passend formatierten USB Stick die BIOS Datei packen, USB Stick in den passenden USB Port stecken und anschließend einen kleinen Knopf im I/O Bereich des Mainboards drücken. Mehr ist nicht zu tun. Dieses Feature könnte sehr Hilfreich sein, sobald Ryzen 3000 CPUs auf den Markt kommen.

Auf der Rückseite werden Eigenschaften noch mal genauer beschrieben und bebildert.

Öffnet man den Karton, sieht man als erstes das Mainboard in einer antistatischen Tüte. Es liegt in einer Pappeinlage, welche für zusätzlichen Schutz sorgt. Unter der Einlage befindet sich das komplette restliche Zubehör und ist damit gut separiert vom eigentlichen Mainboard. Dadurch werden Transportschäden, durch herumfliegendes Zubehör, vermieden.

Im Karton ist folgendes Zubehör zu finden:

- I/O Blende
- Gebrauchsanleitung
- Treiber DVD
- zwei WLAN Antennen
- zwei SATA-Kabel
- eine Verlängerung für den RGB Header auf dem Mainboards
- eine Schraube für M2 SSDs
- Mehrere Sticker von MSI

Design und Aussehen:

Beim MSI B450 Gaming Pro Carbon AC Mainboard setzt MSI auf ein hauptsächlich schwarzen Look. Es kommt ein dunkles PCB zum Einsatz, wobei MSI mit weißen Streifen Akzente setzt. Die verbauten Kühlkörper sind in Carbon-Optik gehalten und sind wohl maßgeblich für den Namen Gaming Carbon Pro AC verantwortlich. Die I/O Elemente und I/O Blende sind in Rot-Schwarz gehalten.
Das Highlight sind die verbauten RGB-LEDs, die das relativ schlichte Mainboard zu einem echten Hingucker machen. Zusätzlich lassen sich weitere RGB-LED Streifen anschließen. Dafür gibt es oben und unten je einen Anschluss (2 x 5050 RGB LED strip 12V). Außerdem gibt es einen Anschluss für adressierbare RGB-Streifen. Dadurch lässt sich jede LED einzeln ansteuern, sodass verschiedenste Effekte und Farbverläufe möglich sind (MSI Mystic Light).

Verarbeitung:

An der Verarbeitung des Mainboards habe ich nichts zu meckern gefunden. Alles sieht sehr solide aus.

Testsystem und Montage:

Für den Aufbau eines Testsystems, hab ich folgende Komponenten besorgt:

- CPU: AMD Ryzen 5 2600 6x 3.40GHz So.AM4 BOX
- RAM: 16GB G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL16 Dual Kit
- Grafikkarte: SAPPHIRE Tri-X Radeon" R9 FURY 4G HBM
- Tower: Kolink International Horizon RGB Midi-Tower
- SSD: Kingston A400 480GB TLC 2.5zoll SATA600
- Kühler: AMD Wraith PRISM
- Ansonsten noch eine normale Festplatte

Der Aufbau des Systems war relativ einfach und Dank der guten Bedienungsanleitung/Beschreibung des Mainboards, gab es keine Überraschungen. Die Anleitung ist sehr gut bebildert und zeigt anschaulich jeden Schritt. Zusätzlich gibt es für jeden Hardware-Installationsschritt ein QR-Code bzw. Youtube Link. Die Videos sind sehr anschaulichen und beschreiben Schritt für Schritt die Hardwareinstallation. Dadurch sollte es selbst Anfängern möglich sein, ein eigenes System zusammenzubauen. Bei mir wurde alles direkt erkannt und ich konnte ohne Probleme booten und ein Betriebssystem installieren. Falls es doch Probleme geben sollte, bietet das Mainboard eine sogenannte EZ Debug LED Anzeige, direkt auf dem Mainboard. Diese LEDs zeigen den aktuellen Debug Status des Mainboards an und können dabei helfen zu erkennen, welche Komponente gerade Probleme verursacht.
Zu Beginn lief mein RAM nicht mit der spezifizierten Geschwindigkeit (DDR4-3200). Da es sich nicht um Samsung B-Dies handelt und der RAM (soweit mir bekannt ist) nicht in der Kompatibilitätsliste auftaucht, war ich nicht sonderlich schockiert. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass ich den RAM nicht auf die spezifizierte Geschwindigkeit bekomme und einfach mit einer langsameren Einstellung leben muss. Doch zu meiner Überraschung musste ich im BIOS nur die gewünschte Geschwindigkeit auswählen (Profil) und schon lief der RAM in der vom Hersteller spezifizierten Geschwindigkeit.

Leistung:

Für das Testen der Systemleistung bzw. der Systemstabilität habe ich folgende Software eingesetzt:

- Cinebench: Mit Cinebench teste ich, ob mein System eine ähnliche Leistung bringt, wie vergleichbare Systeme. Dadurch weiß ich, dass bei der Installation der Treiber keine Probleme entstanden sind.

- Memtest: Prüft, ob der RAM keine Fehler hat. Fehler könnten zu Systeminstabilitäten führen.

- Prime95: Testen das gesamte System und ist gut geeignet, um die Systemstabilität über einen längeren Zeitraum zu testen. Außerdem benutzte ich Prime95 immer, um den VRMs des Mainboards zu testen.

- Einige Game-Benchmarks auf die ich nicht weiter eingehen möchte.

Cinebench und Memtest lieferten die gewünschten Ergebnisse. Mein RAM war Fehlerfrei und mein Gesamtsystem lieferte ähnliche Cinebench Werte wie vergleichbare Systeme. Mit Prime95 habe ich vor allem die VRMs getestet.
Ich komme von einer AM3+ Plattform mit dem AMD FX-8350 und hatte damals leider geschlafen bei der Mainboard-Wahl und ein Mainboard mit sehr schlechten VRMs bzw. einer sehr schlechten VRM Kühlung gekauft. Dadurch wurde mein 8350 unter Vollast immer herunter-getaktet, da die VRMs überhitzten. Da bringt auch der beste Kühler auf der CPU nichts, wenn das Mainboard schuld ist.
Das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC leistet hier ganze Arbeit. Die VRMs bzw. das komplette Mainboard sind ausreichend gekühlt, da die Kühlkörper mehr als ausreichend dimensioniert sind. Außerdem verwendet MSI, anders als früher, sehr hochwertige VRM Komponenten (Controller/MOSfets).

Preis-/Leitungsverhältnis:

Zum Zeitpunkt dieses Tests, kostet das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC zirka 130€. Mit der oben genannten Ausstattung, sowie den ganzen Premium Features, die das Board bietet, muss sich das MSI B450 Gaming Pro Carbon AC nicht verstecken und kann locker mit einigen günstigen X470 Brettern mithalten.

Fazit:

Ich bin absolut begeistert und kann eine Kaufempfehlung aussprechen. Das Design und die verbauten RGB-LEDs sind sehr ansprechend und bieten viele Möglichkeiten seinen PCs zu personalisieren. Ein Feature, das ich weniger angesprochen habe, ist das integrierte WLAN Modul. Da ich in meiner aktuellen Wohnsituation schlecht ein Netzwerkkabel verlegen kann, ist dieses Mainboard für mich der absolute Segen. In Online-Spielen konnte ich keinen Nachteil zu einer kabelgebundenen Verbindung feststellen, wobei ich sagen muss, dass ich kein E-Sports oder ähnliches betreibe.
Bilder und ein Unboxing Video sind im Mindfactory Forum zu finden!
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     am 17.09.2018
Mit Bildern und einem Unboxing Video ist diese Bewertung auch im Mindfactory Forum verfügbar. Das Produkt habe ich von Mindfactory im Ramen eines Produkttests zur Verfügung gestellt bekommen.

Nach dem ich das B450 Gaming Pro Carbon Ac erhalten und ausgiebig getestet habe werde ich euch nun von meinen Eindrücken berichten. Ich habe das Mainboard mit einem Ryzen 5 2600 sowie 16 gb Ripjaws V DDR4 3200 verwendet. Zuerst werde ich mit einem groben Überblick über dieses Mainboard beginnen. Das Board ist schlicht gehalten und kann sich durch die RGB-Beleuchtung sehr gut in jeden Computer gut einfügen. Die RGB-LEDs vom Mainboard werden individuell adressiert, sodass mit der Mystic Light Software verschiedene Lichteffekte abgespielt werden können. Die Slotblende ist auch in Schwarz gehalten, was auch zum übrigen Design des Mainboards passt.

Ausstattung:

Die Ausstattung des Mainboards fällt sehr großzügig aus. Zum einen bietet das Mainboard Wlan Ac, zwei M.2 Anschlüsse, zwei PCIe 16x Slots, sechs SATA-Ports, sechs 4-Pin Lüfter Anschlüsse, von denen einer für den CPU-Kühler und einer für eine Pumpe vorgesehen ist. Die PCIe Slots sind dabei sinnvoll verteilt, sodass beide verwendet werden können, auch wenn eine Grafikkarte eingebaut ist, welche mehrere Slots belegt. Die M.2 Slots liegen auch gut auf dem Board, da sie auch noch erreichbar sind, wenn schon eine Grafikkarte installiert ist. Die Gehäusefrontanschlüsse, HD-Audio und Front USB 3.0 sind unten vom Board platziert. Für mich hat dies den Einbau sehr vereinfacht, da in meinem Gehäuse hier sehr gut möglich war, die Kabel zu verstecken. Der Sockel ist 5,3 cm vom ersten Ram Slot entfernt, diese Angabe hilft bei der Auswahl eines CPU-Kühlers. Die Lüfteranschlüsse sind mit vier für die Gehäuselüfter vorgesehen, sowie einen für den CPU-Kühler und einen weiteren für eine Pumpe ausreichend vorhanden und gut positioniert. Die für den CPU-Lüfter und für die Pumpe sind oben in der Nähe des Sockels. Die Anschlüsse für die Gehäuselüfter sind über das Mainboard verteilt, sodass normalerweise keine Verlängerungs- und Y-Kabel notwendig sind. Zusätzlich zu den schon verbauten RGB-LEDs können auch noch weitere RGB-LED-Streifen von dem Mainboard angesteuert werden. Ein hierfür benötigtes Verlängerungskabel liegt dem Mainboard auch bei. Für normale RGB-Streifen bietet das Mainboard zwei Anschlüsse, die sich oben und unten vom Board befinden. Besonders ist, dass das Mainboard auch einen Anschluss für adressierbare RGB-Steifen bietet. Hier ist es dann möglich jede LED einzeln anzusteuern, sodass Effekte wie Farbverläufe möglich werden. Des Weiteren gibt es einen Anschluss zur Steuerung von Corsair RGB-LED Lüftern. Einen LED-Streifen mit adressierbaren LEDs und Corsair RGB-LED-Lüfter hatte ich leider nicht, sodass ich über diese Funktion keine weitere Auskunft geben kann. Besonders positiv habe ich empfunden, dass alle relevanten Informationen über Anschlüsse, Ram-Slots auf das Mainboard aufgedruckt sind. Mir war es so möglich, auch ohne Anleitung alles richtig an dem Mainboard anzuschließen. Die Pinbelegung für die Frontanschlüsse sowie die bevorzugt zu verwendenden Ram-Slots kann man direkt vom Mainboard ablesen ohne erst einmal die Anleitung herrauszusuchen. Zuerst verwundert, dass dieses Mainboard zwei CPU-Stromanschlüsse besitzt. Zum Betrieb muss nur der erste Stromanschluss angeschlossen werden. Der zweite Anschluss ist jedoch etwas überflüssig, da es kaum Netzteile gibt, die zwei CPU-Stromanschlüsse haben. Außerdem gibt es keine Ryzen CPU, welche selbst unter extrem Overclocking mit Flüssigstickstoff einen zusätzlichen Stromanschluss bräuchte. Das VRM hat vier Phasen für die Kernspannung und zwei für den SOC. Die Kühlkörper sind ziemlich groß, sodass es selbst beim Übertakten nicht dazu kommen sollte, dass diese überhitzen.

Zubehör:

Neben dem Mainboard befand sich noch weiteres Zubehör in der Verpackung. Das beiliegende Handbuch ist auf Englisch. Die wichtigen Schritte zum Aufbauen eines Computers sind sehr gut in Bildern dargestellt. Zusätzlich sind Links mit QR-Codes angegeben die zu gut produzierten Youtube-Videos führen, welche sehr genau darauf hinweisen, wie zum Beispiel der Ram eingebaut werden muss. Für Anfänger sollte somit der Aufbau des Systems sehr gut möglich sein. Eine deutsche Version der Anleitung ist online verfügbar.
Auch dabei sind zwei SATA-Kabel, zwei WLan Antennen, eine Treiber CD, die IO-Blende, eine Schraube für eine M.2 SSD, Aufkleber zur Kabelbeschriftung, ein 80 cm RGB-LED Verlängerungskabel und ein Gehäuseaufkleber mit MSI-Logo.
Ein solches Zubehör ist relativ üblich. Besonders ist hier nur das RGB-LED-Verlängerungskabel sowie die Aufkleber zur Kabelbeschriftung. Ich persönlich hätte mir noch ein drittes SATA-Kabel gewünscht, da in vielen Computern ein optisches Laufwerk, eine SSD sowie eine HDD-Festplatte an das Mainboard angeschlossen werden. Jedoch kann man weitere SATA-Kabel auch für relativ wenig Geld dazu kaufen, wenn man diese benötigt.
Das Bios ist übersichtlich gestaltet und lässt sich sehr gut mit der Maus und auch mit der Tastatur bedienen. Es lassen sich die Lüfterkurven anpassen. Dieses Menü ist sehr verständlich aufgebaut, sodass es kein Problem ist, die Lüfterkurven nach den persönlichen Wünschen einzustellen. Unter OC lassen sich verschiedene Ram Profile einstellen, sowie den Takt und Spannung der CPU einstellen. Das einzige Feature, welches ich hier vermisst habe ist die Möglichkeit eine Offsetvoltage einzustellen. Bedauerlicherweise ist dieses Feature (noch) nicht implementiert. Offsetvoltage ist sehr praktisch um die CPUs mit precision boost overdrive zu übertakten.

Bios Flashback+

Ein Bios Update ist bei diesem Mainboard neben dem Klassischen Weg mit einem USB-Stick über das Bios, sowie mithilfe von Live Update von Windows aus auch ohne die Installation einer CPU möglich. Für ein Board in dieser Preiskasse ist dies etwas besonders. Benötigt wird hierfür nur ein USB-Stick im FAT32 Format, ein Standard ATX-Netzteil, welches an das Mainboard angeschlossen ist. Im Gegensatz zu den anderen beiden Möglichkeiten ist hierfür jedoch keine CPU nötig. Dies macht das Mainboard auch für CPUs der nächsten Ryzen Generation interessant, auch wenn man keine CPU hat, mit der man ein Bios Update durchführen kann. So ist es zum Beispiel nicht möglich mit einer Ryzen 2000 Generation ein Update eines nicht kompatiblen Bios eines b350 oder x370 Mainboard durchzuführen. Für die nächste (wahrscheinlich 3000) Generation ist das mit diesem Mainboard kein Problem, wenn es ein passendes Bios-Update von MSI gibt.

Aufbau des Systems

Der Aufbau des Systems gelang ohne Probleme. CPU, Ram, M.2 SSD und Grafikkarte wurden direkt erkannt. Nur der Ram musste auf DDR4 3200 eingestellt werden. Dies war auch ohne Probleme möglich und nach einem Durchlauf von Memtest konnte ich auch verifizieren, dass diese Einstellungen stabil sind. Die anschließende Installation von Windows und den entsprechenden Treibern bereitete auch keine Schwierigkeiten. Ein anschließender Durchlauf von Cinebench bestätigte mir, dass die CPU die zu erwartende Leistung bringt.
Sollte es jedoch zu Problemen kommen hat dieses Mainboard LEDs oberhalb des 24-Pin ATX Stecker eingebaut, anhand deren abgelesen werden kann, welche Komponente verhindert, dass das System Bootet. Dies erleichtert vor allem Einsteigern nach Fehlern zu suchen. Vor allem stelle ich mir dies auch zukünftig sehr praktisch vor wenn eine Komponente des Computers, wie die Grafikkarte oder der Ram defekt ist, so ist es erkennbar, welches Teil ausgetauscht werden muss.

Fazit und Empfehlung:

Insgesamt kann ich dieses Mainboard weiterempfehlen, da es zu einem guten Preis sehr viele nützliche Features bietet. Das Layout ist durchdacht, optisch ist es ansprechend und die Kühlung der Spannungswandler ist gut. Es bietet viele Anschlussmöglichkeiten und Wlan. Das Mainboard kann auch Einsteigern empfohlen werden, da die Anleitung verständlich zeigt, wie der Aufbau durchzuführen ist. Zusätzlich lässt sich durch LEDs erkennen, welche Komponente Probleme bereitet. Die Möglichkeit des BIOS-Flashbacks ohne eine CPU macht dieses Mainboard auch für zukünftige Ryzen-Generationen interessant. Das einzige, dass mir fehlt ist die Möglichkeit im BIOS eine Offset Voltage einzustellen. Hier könnte MSI noch nachbessern. Für mich spielte dies jedoch keine Rolle, da ich meine CPU mit einer festen Spannung übertaktet habe. Solange man nicht mit precision boost overdrive übertakten möchte kann ich dieses Mainboard uneingeschränkt empfehlen.
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     am 15.09.2018
Unboxing:

Der Karton des Gaming Pro Carbon AC enthält die Treiber CD, ein Handbuch (heut zutage keine Selbstverständlichkeit mehr), die WLAN Antennen, eine M2 Schraube, 2 SATA Kabel, sowie noch kleinere Goodies.

Das Board ist passend in einer ESD Tüte verpacke und in einer Papp Einlage sicher gehalten.



PCIe Verteilung:

Die 24 PCIe Lanes von der CPU werden folgendermaßen aufteilt:

16 Lanes gehen an den PCIe 3 16 Fach Slot

4 Lanes gehen an den M2 1 M2 Slot

4 Lanes gehen an den Chipsatz



Der Chipsatz verteilt dann die Lanes an die SATA Slots 1-4, den M2 2 M2 Slot, 6x USB 2.0, 2x USB 3.1 Gen1, 2x USB 3.1 Gen2 sowie 3x PCIe 1x Slot und einmal PCIe 4x Slot.

Die 4 Lanes die an den M2 1 M2 Slot gehen haben noch einen Switch, wodurch die SATA Slots 5-6 angebunden sind. Das heißt aber auch sobald eine M2 SSD in diesem Slot verbaut ist können die SATA Anschlüsse 5 und 6 nicht mehr verwendet werden.



CPU Power Anschlüsse:

Um die CPU mit Strom zu versorgen gibt es einen P8 Pint (CPU PWR 1) und einen P4 Pin (CPU PWR 2).

Mein Netzteil (750 Watt BeQuiet Dark Power Pro 11) kann auf seiner 12V1 Rail für P8 25A Pushen, P=U*I sagt uns daher das über den P8 Anschluss 300 Watt von meinem Netzteil kommen können (Dies kann je nach Netzteil Varieren). Das Niedrigste was ich bis jetzt gesehen, was ein Netzteil (300-350 Watt Netzteil) an einen P8/P4 Rail geben kann waren 18A was immer noch 216 Watt sind.

Wenn man jetzt mal zum Beispiel den R7 2700X betrachtet nimmt dieser unter Volllast 105 Watt, übertaktet auf 4,2 GHz (1,4V Vcore) kam ich auf einen Verbraucht von 170 Watt.

Das heißt selbst mit meinem Netzteil habe ich noch 130 Watt Luft nach oben, heißt wenn man nicht mit LN2 overclocked oder unter Wasser suicide overclocked ist der zusätzliche P4 Anschluss für den Prozessor sinnlos und wahrscheinlich ist das vorhanden sein dieses Anschlusses eher dem Marketing geschuldet.



VRM:

Für das Board wird ein RT8894A als VRM Controller verwendet. Dieser Controller unterstützt nur 4+2 Phasen. Also auch wenn für VCore Komponenten für 8 Phasen vorhanden sind, sind diese gedoppelt was sich auf die Thermischen Eigenschaften auswirkt.

Die VRM’s sind dazu da die 12V welche von der EPS12V Rail kommen auf 1,2V (oder entsprechend dem Unvervolt/Overvolt wert bei Untertakten/Übertakten) zu wandeln.

Dabei ist normalerweise immer nur ein oder 2 VRM Phasen aktiv und es wird in bestimmten Frequenzen auf diesen Board 300 KHz zwischen diesen gewechselt.

Das sorgt für eine Verteilung der Last und eine Reduzierung der Temperaturen. (Wer zum Thema VRM noch etwas nachlesen will und des englischen mächtig ist, der wikichip Artikel ist sehr gut https://en.wikichip.org/wiki/voltage regulator module)

Was nun bei diesen Gedoppelten Phasen passiert ist das die 8 Phasen immer in 2er Blöcken eingeteilt sind und aktiv geschaltet werden. Hier sind die Zusammengeschalteten Phasen

https://i.imgur.com/bRbH7Y0.jpg


Bild von https://cdn01.hardwareluxx.de/razuna/assets/1/6CBFFA19E50441A59CF5E10C3C71B551/img/9A2B7256E80E49B1B0F5DA6FCEC63D03/MSI B450 Gaming Pro Carbon AC 007 9A2B7256E80E49B1B0F5DA6FCEC63D03.jpg



Die in einem roten Block nebeneinander liegenden Phasen sind immer gleichzeitig aktiv, heißt beide entwickeln Wärme und haben daher neben der Selbsterhitzung noch daher eine gegenseitige Erwärmung.



VRM Heatsinks:

Die Heatsinks sind sehr gewichtig, wodurch sie viel Wärme aufsaugen können. Befestigt sind diese am Board nur über Kreuzschrauben was das Abschrauben sehr einfach macht.

Die Heatsinks haben eine größere Oberfläche als die MOSfets selber, wodurch mehr Wärme abgeleitet werden kann. An der Wirksamkeit der “Flosse” beim VCore Heatsink wage ich zu zweifeln, es kommt wärme an aber auch erst wenn der restliche Block schon mit Wärme gesättigt ist. Auch fehlen Einkerbungen um die Oberfläche nochmals zu vergrößern wodurch die Heatsinks nicht ganz so gut kühlen wie sie könnten. Beim ersten betrachten der Heatsinks dachte ich mit, “Ob die wirklich helfen”, und habe auch im Review Video gesagt entweder helfen sie nur minimal oder schaden sogar den VRM Temperaturen.



Overclocking und Temperatur Messungen:

Nachdem ich auf die VRM’s und die VRM Heatsinks eingegangen bin kommen wir zum Overclocking..

Mein Testaufbau:

CPU: Ryzen 1800X

RAM: 16 GB G.Skill Trident Z

Mainboard: MSI B450 Gaming Pro Carbon AC

PSU: beQuiet Dark Power Pro 750 Watt

CPU Kühler: Corsair H110i

Case: PC-T70X ATX Test Bench

GPU: Nvidia GTX 1060



Leider war zum Zeitpunkt der Messungen mein 2700 in einer anderen Testbench mit meiner AM4 Custom Loop verbaut daher habe ich zu meinen 1800X gegriffen.



Als Präambel will ich erstmal kurz die Cinebench Scores zeigen:

stock 1551

Übertaktet auf 4.0 GHz 1758 +13% Performance



Das System läuft Stabil mit einem VCore von 1.35 Volt.



Leider habe ich es nicht geschafft mit dem Mainboard den 1800X auf 4.1 GHz zubringen selbst als ich den VCore auf 1.5V angehoben hatte lief das System nicht stabil, was ich aber mit anderen Mainboards geschafft habe.

Da ich es nicht geschafft habe das System auf stabile 4.1 GHz zu bringen habe ich die Last auf den VRM künstlich erhöht indem ich bei 4.0 GHz die VCore Spannung erhöht habe.

Bei jedem Durchgang habe ich dann mit Prime95 smallFFT Stresstest auf die CPU eingehämmert um die Temperaturen in die hoehe zu treiben, dies habe ich einmal ohne Heatsink gemacht und einmal mit Heatsink, sowie mit Luftzug und ohne.

Ich habe prime95 immer 15 Minuten laufen lassen bevor ich die Temperaturen genommen habe.

Anm: ohne Heatsink konnte ich noch einen Temperatur Fühler Nutzen um die Informationen vom Mainboard zu verifizieren, ich habe im Durchschnitt eine Abweichung von 2Grad zum Mainboard Sensor gehabt.

Ohne Luftzug über die VRM’s/Heatsink war mir wichtig da viele Gehäuse heutzutage Filter vor den Lüftern verbauen die aber auch den Luftfluss im Gehäuse erheblich beeinflussen sodass sehr wenig Luft durch das Gehäuse bewegt wird.



Kommen wir zu den Ergebnissen dieser Tests

https://i.imgur.com/xD8omCb.jpg



Die VRM Temperaturen mit Heatsink in Idle habe ich nicht genommen da ich die Tests immer nacheinander gemacht habe.

Also prime95 mit Heatsink -> idle mit Heatsink -> prime 95 mit Heatsink mit Airflow -> idle mit Heatsink mit Airflow usw.

Bei einem Voll gesättigten Heatsink dauert es aber um die 25 Minuten um bei Idle ohne Airflow normalisiert zu sein, was das Testen sehr in die Länge gezogen hätte.



Wir sehen auch einige sehr interessante Auffälligkeiten, ich kann nicht Erklären warum das System bei prime95 bei 4.0GHz 1.35V mit Heatsink instabil wird, vor allem wirklich immer, wenn der Sensor 77 Grad Celsius erreicht. (Ich habe das 5-mal getestet um sicher zu gehen)

Auch merkwürdig ist bei prime95 bei 1.425V und 1.45V das er bei 107 und 111 Grad nicht anfängt den Prozessor zu bremsen um die Temperaturen zu reduzieren, was ich für gefährlich halte und abträglich für die Lebensdauer der MOSfets und der Inductoren.

Wenn genügend Airflow herrscht sieht man das der Heatsink mehr bringt desto mehr Hitze der VRM erzeugt.



Mit allen Ergebnissen kann man sagen das für einfaches Übertakten das Board geeignet ist aber alles was ernster wird es zu Problemen kommen kann. Auch erscheint der zusätzliche P4 Pin mit diesen Ergebnissen nochmals überflüssig da einem die VRM Phasen abrennen bevor man den P8 Pin ausgereizt hat und den extra Strom vom P4 braucht. Weil eine offene Testbench mit Lüfter der direkt auf den VRM bläst ist der optimalste Fall und in jedem Gehäuse werden die Temperaturen höher ausfallen.



Board Design Copy Paste:

Ich habe schon über den VRM Controller geschrieben die verwendeten MOSfets sind 4C029N und 4C024N. Das sind derselbe Controller und dieselben MOSfets wie bei den günstigen X470 Mainboards von MSI, auch weitere Komponenten auf den Mainboards sind gleich und an gleichen Positionen, heißt MSI hat das PCB design einmal gemacht und dann nur einzelne Komponenten wie den Soundchip gewechselt. Damit kann MSI die MOSfets, Inductoren und weitere in größeren Mengen kaufen, was zu günstigeren Einzelpreisen führet. Man bekommt also mit dem B450 die gleiche CPU Stromversorgung und einen Großteil der Komponenten wie bei dem X470 Gaming Plus und Pro.

Da alle 3 Boards auch fast das gleiche Kosten spielen eigentlich nur die Anschlüsse (zweiter PCIe 16 Dach Slot, 4 USB3 Anschlüsse mehr, anderes Board IO) eine Rolle und ob die erweiterten Chipsatz Features braucht.



Marketing Komponenten:

Das ist nur ein kurzer Absatz über den PCIe Shield am 16 Fach Slot. Normallerweise wenn eine Grafikkarte richtig eingebaut ist und auch verschraubt ist kann an solchen Slots nichts passieren. Ich habe bisher einmal gesehen das eine Grafikkarte kaputt gegangen ist und den Slot mitgenommen hat. Die Karte war nicht verschraubt und hat daher per Hebelwirkung den Slot nach oben gedrückt. Aber im Normalfall wird da nie etwas passieren, daher sind solche Sachen eher schön Marketing Buzzwords. Auf der Mindfactory Seite steht das zwar nicht aber auf der MSI Seite zu dem Board wird das extra erwähnt.

Auf der Mindfactory Seite wird aber die 8+4 Stecker Kombi für den CPU Anschluss erwähnt welche total sinnlos ist.



In Betriebnahme:

Kurz ein paar Worte zur Inbetriebnahme, wer ein frisches Windows 10 über einen USB (erstellt mit dem Media Creation Tool) installiert wird festellen dürfen das Windows 10 nicht die Treiber für das WLAN kennt am besten also einen 2. USB Stick bereithalten mit den Treibern, oder per LAN anschließen.

Was auch noch gesagt werden muss ist, dass das Board nicht warnt wenn kein CPU Fan eingesteckt ist, bei meiner AIO Kühlung hat das keine Rolle gespielt aber wenn ihr einen Luftkühler auf der CPU habt und sich die Lüfter nicht drehen dann wird der PC schnell ausgehen.



Fazit:

Mit dem MSI B450 Gaming Pro Carbon AC haben wir ein solides Mainboard im unteren bis mittleren Preissegment. Zum übertakten der Ryzen CPU’s ist das Board nur mäßig geeignet, mein Ryzen 1800X den ich auf anderen Boards auf 4.2 GHz gebracht habe bekomme ich mit diesem Board nur auf 4.0 GHz, egal was ich im BIOS einstelle. Die Schnittstellen entsprechen der Zeit, und jeder der nur Spielen will oder das WLAN vom Board braucht wird damit zufrieden sein.
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