Verifizierter Kauf
Da mein neuer PC ein SFF-Format hat, und auf jedenfall von einem AMD-Prozessor angetrieben werden sollte habe ich mich nach entsprechenden ITX-Boards umgeschaut. Das Angebot ist momentan noch recht dünn, aber hat durchaus gute Boards parat. Wichtig war für mich, dass ein WLAN-Modul vorhanden ist, da der PC öfters auch mal woanders hin mitgenommen wird und nicht überall die Möglichkeit besteht ein Kabel anzuschließen. Und ein WLAN-Stick für USB kommt für mich nicht in Frage.
Im System verbaut sind:
AMD Ryzen 7 1800x
ASRock Fatal1ty AB350 Gaming-ITX/ac
16GB G.Skill Aegis DDR4-3000
XFX Radeon Vega 64 Air
500GB Samsung 960 Evo M.2 2280
1000GB WD-Black 2,5"
8000GB Seagate Archive 3,5"
Teac BD-W26SS-BM3 - Blu-ray-Brenner
Thermalright AXP-100RH
600 Watt be quiet! SFX
Lieferumfang:
Im Karton selbst enthalten sind natürlich das Board, zwei SATA-Kabel, Schrauben, Bedienungsanleitungen, eine Treiber-CD und die zwei WLAN Stab-Antennen (Welche sich mittels Gelenk ausrichten lassen). Ebenfalls mit an Bord ist eine Backplate und die Halterung für die Boxed-Kühler von AMD.
Haptik und Design:
Das Board an sich macht einen stabilen Eindruck. Es biegt sich nicht und auch die Backplate wirkt ziemlich stabil. Fast alle Anschlüsse sitzen gut und fest auf dem Board.
Hier kommt allerdings die erste (und bisher einzige) Kehrseite ans Licht. Das WLAN-Modul auf der Rückseite ist sehr empfindlich. Es wackelt recht stark und man könnte den Eindruck gewinnen, dass es nicht lange heben wird. Die Buchse an sich sitzt ebenfalls recht locker, man kann die Antenne nicht fest verschrauben, ohne dass sich die Befestigung der Buchse am Modul selbst mitdreht. Wenn es sich nicht einfach um ein Montagsmodell handelt, muss hier dringend nachgebessert werden.
Das Design des Boards ist angenehm schlicht gehalten. Keine übertriebenen Abdeckungen und abenteuerliche Designs, keine aufdringliche Beleuchtung. In diesem Fall bin ich ein Freund des Minimalismus. Natürlich lassen sich bei den Disco-Boards die Beleuchtung ausschalten und in einem Fensterlosen Gehäuse bekommt man davon sowieso nichts mehr mit.
Dennoch hier ein dickes Plus, weil hier nach dem Motto "Weniger ist Mehr" gehandelt wurde. Sehr schön!
Der Einbau und die Installation:
Der Einbau gestaltet sich einfach, da unterscheiden sich die Boards idR nur durch ihre Größe. Schrauben rein, alles anschließen und fertig. Die Bedienungsanleitung hilft dabei verständlich.
Die Installation verlief einwandfrei. Es wurden sofort Prozessor und RAM erkannt. Die Treiber ließen sich einfach von der CD Installieren. Einlegen, Installation auswählen und durchlaufen lassen, Neustart -> Fertig. Im Gegensatz zu anderen Boards die ich für mich und Freunde verbaut habe, keinerlei Probleme wegen nicht gefundenen Treibern. Alles lief nach dem Neustart sofort und stabil. Auch das BIOS-Update lief ohne Probleme fast von selbst. Noch nie ging es so leicht. Danke ASRock!
Im Betrieb:
Das UEFI ist recht übersichtlich und liefert die meisten nötigen Informationen. Nach einigen anderen Infos und Optionen muss erst gesucht werden, da die Menüs manchmal etwas versteckt sind. Hier muss ich mich allerdings vom MSI-UEFI umgewöhnen.
Der RAM wurde direkt nach der Installation mit 3000MHz erkannt und läuft auch stabil. Der Prozessor macht ebenfalls keine Probleme. Die Temperaturen des Chipsatzes halten sich im Rahmen, auch wenn sie, wegen meinem kleinen Silverstone FTZ01, um ein paar Grad höher liegen als in einem Midi-Tower.
Bisher gab es nach einem Monat noch keine Ausfälle oder Bluescreens.
Das WLAN funktioniert einwandfrei, die Verbindung ist zuverlässig und schnell. Bisher keine Probleme damit. Alle angeschlossenen Geräte, sowohl intern als auch extern laufen zuverlässig, keine Verbindungsabbrüche oder Ähnliches. Es wird alles optimal versorgt.
Fazit:
Das ASRock Fatal1ty AB350 ITX ist ein gutes Board, mit wenigen Schwachpunkten (WLAN-Modul). Es bietet viele Funktionen, ein übersichtliches und leicht zu bedienendes UEFI. Die Anschlussmöglichkeiten sind für ein ITX-Board völlig in Ordnung. Was mich volllends überzeugt hat, ist die kinderleichte Einrichtung und Installation, sowie das zuverlässige Arbeiten.
Weniger gut hat mir jedoch die äußere Qualität des WLAN-Moduls gefallen. Dafür gibt es einen Stern Abzug, für das sonst tolle Board. Eigentlich schade, denn sollte Dieses tatsächlich einmal das Zeitliche segnen, ist ein Argument für mich (das integrierte WLAN ohne einen USB-Port zu belegen) dahin.
Ich würde das Board dennoch empfehlen, da es sich um ein sonst gutes Stück Hardware handelt und der Rest völlig in Ordnung geht. Alles läuft reibungslos und für den Preis bietet es viele tolle Sachen. Als ITX-Board für einen Gaming-PC definitiv einen Kauf wert!