Verifizierter Kauf
Für mein Gehäuse "LC-Power LC-1370BII" mit 90 W-Netzteil benötigte ich ein neues Innenleben. Wegen der Position der Anschlüsse vom optischen LW habe ich genau dieses Board gewählt, da sich die Buchsen für SATA und USB an einer problemlosen Stelle befinden.
Die Verarbeitungsqualität ist völlig ok, beiliegendes Zubehör war für meine Bedürfnisse absolut ausreichend.
PC-Konfig:
Ryzen 3 4300 GE (35 W, Rev. RN-A1) mit Noctua NH-L9a-AM4 Topblow CPU-Kühler per Thermal Grizzly Kryonaut WLP
2x 8 GB CORSAIR VENGANCE LPX v4.32 (CMK16GX4M2B3200C16)
1x 500 GB SAMSUNG 980 PRO PCIe 4.0 NVMe M.2 (MZ-V8P500) als Boot-Laufwerk, mit Bios-Update auf 5B2QGXA7
1x 1 TB SanDisk Ultra 3D NAND SSD (SDSSDH31024G)
1x Toshiba-Samsung SN-506BB/BEBE Blu-ray Disc Writer SATA
Montage:
Der Einbau ins LC-1370BII verlief (fast) problemlos. Das MSI-Handbuch ist umfassend und alles ist gut beschrieben.
Auf dem Board ist ein zusätzlicher Power-Anschluss "CPU PWR1" mit 8 Pins; vom Netzteil verfügbar war jedoch nur noch ein 4-poliges Kabel -> habe ich mit einem 4-auf-8 Adapterkabel gelöst, System läuft einwandfrei.
Lediglich die Noctua-Kühlermontage ergab ein Problem, denn Board-rückseitig kollidieren im Bereich der CPU einige SMD-Bauteile mit der Noctua-Backplatefläche; es musste also die zum Board gelieferte MSI-Backplate verwendet werden.
Problem: Die MSI-Backplate hat Gewinde und auch der Kühler - in beide eine Schraube drehen, um Board+Kühler miteinander zu befestigen, klappt nicht wirklich. Noctua schlägt vor, Abstandshülsen für deren Backplate zu nehmen. Aber damit wird die Auflagefläche der Noctua-Backplate nur noch auf die Hülsen begrenzt; ich wollte aber, dass sie bestimmungsgemäß komplett auf der Mainboard-Unterseite aufliegt.
Lösung: Man nehme vier M3x12 Flachkopfschrauben und drehe das Gewinde ab Kopf auf 7,0 mm Länge ab (2 Muttern kontern, in Bohrmaschine einspannen, mit Nadelfeile "abschmirgeln"). So bleiben 5 mm Gewinde am Schraubenende. Dann mit Unterlegscheibe (0,7 mm dick) von unten durch das MSI-Backplate-Gewinde eindrehen; wenn durch, schlackern sie und das Ganze kann von unten durchs Mainboard am CPU-Kühler befestigt werden - klappte 1A!
Stabilität:
Das Board (Rev. 1.04 / BIOS seit 02/2022 = 7C92v18) läuft seit 07/2021 mehrere Stunden/Woche. Im BIOS ist das "XMP1"-Profil aktiviert, gelegentlich auch mal der CPU-Booster mit Defaulteinstellungen. Im Idle läuft die CPU laut "Core Temp" mit 37 °C.
Es gab bislang keinen einzigen Freeze oder BSOD (Win10), PC läuft absolut flott, stabil und bei meiner normalen Nutzung sogar lautlos (Lüftersteuerung im BIOS entspr. eingestellt); auch der Chipsatz-Kühler ist kaum hörbar.
Mit dem Realtek 8125B 2.5 G LAN-Controller gab's bislang auch noch kein einziges Problem; sehe viele YouTube-Videos und transferiere gelegentlich SW im GByte-Umfang - kein Thema. Onlinespiele mache ich nicht.
Stresstest:
Prime95 (v30.7B9, default-Einstellungen), Stresstest mit aktivierter BIOS-Einstellung "CPU-Boost" + "XMP1", Torture-Test mit 4 Worker, 100 % CPU-Last (Windows-Taskmanager):
Der "Lucas-Lehmer iteration of M..... using FMA3 FFT length 4K" brachte die Kerne bei 3,92 GHz auf max. 94 °C und bis zu 58 W CPU-Leistungsaufnahme. Der Noctua lief mit 100 %, wurde hörbar, aber nicht laut (Rauschen). Den Chipsatzkühler konnte man nicht heraushören.
Nach 12 Minuten wurde Test durch mich beendet, Rechner lief unverändert stabil. Ergebnismeldung jedes Workers: "Torture Test completed 10 tests in 12 minutes - 0 errors, 0 warnings"
Fazit: Würde das MSI MPG GAMING EDGE MAX WIFI wieder kaufen!