https://image320.macovi.de/images/product_images/320/1291944_0__8903392.jpg

Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

Nicht mehr lieferbar.

Alternativen anzeigen »

Enermax AXE ETS-T50A-FSS Kühler 140mm Silent Edition

https://image320.macovi.de/images/product_images/320/1291944_0__8903392.jpg
über 130 verkauft

Artikelbeschreibung

Seit dem 16.01.2019 im Sortiment

Mit derm ETS-T50A-FSS aus dem Hause ENERMAX statten Sie Ihr System mit einem Hochleistungs-CPU-Kühler aus, welcher vor Innovationen nur so trotzt. Gerade bei Gaming Systemen wird immer anspruchsvollere Hardware verbaut, welche immer mehr Leistung bringt. Eine Steigerung der Leistung bringt in vielen Fällen auch eine Steigerung der Temperatur im Gehäuseinneren mit sich. Gerade bei intensiven Rechenprozessen der CPU, bedingt durch anspruchsvolle Software und hochauflösenden Games, ist eine ausgereifte Kühlung für den Anwender ein absolutes Muss.

ENERMAX ist sich des Umstandes bewusst und hat bei der Entwicklung des ETS-T50A-FSS auch nach Links und Rechts geschaut, um durch ausgeklügelte, innovative Technologie das Beste aus dem Kühlergebnis herauszuholen. Das Pressure Differential Flow Design erhöht den Luftstrom um bis zu 15 %. Dies wird möglich, da der Luftstrom durch konische Tunnel geleitet wird, was eine Beschleunigung mit sich bringt. Der nächste Geniestreich war es, sich die aus der Luftindustrie bekannte Vortex Generator Flow (VGF) – Technologie anzueignen. Hierbei wird die Luft so dicht wie nur möglich an die Heatpipes entlang geleitet. Kleine Spoiler an den Lamellen machen diesen Prozess möglich.

Die Heat Pipe Direct Touch (HDT) – Technologie lässt die Heatpipes direkt auf der CPU aufliegen. Daraus ergibt sich der Vorteil, dass durch die nichtexistierende Bodenplatte die Wärmeübertragung ohne zusätzlichen Widerstand stattfindet. Mit dem ETS-T50A-FSS ist ENERMAX ein weiteres bekanntes Problem aus der Welt des Gamings angegangen. Die Heatpipes zeichnen sich durch ein asymmetrisches Design aus, was zur Folge hat, dass auch hohe RAM-Module genug Platz haben, um in Ihrem System untergebracht ohne blockiert zu werden. Im Endeffekt kann dieses Design zu einer echten Leistungssteigerung beitragen.

Damit Sie nicht durch eine hohe Geräuschkulisse abgelenkt werden, zeichnen sich die 14cm High Pressure Lüfter, durch den Einsatz der Twister Lager Technologie nicht nur durch eine lange Lebensdauer von bis zu 160.000 Stunden aus, sondern auch durch einen sehr laufruhigen Betrieb. Selbst die Beschichtung ist auf die Optimierung der Temperatur ausgelegt. Das Thermal Conductive Coating ist eine dünne Schutzschicht, die eine Oxidation verhindert und somit die Wärmeübertragung nicht beeinträchtigt. Der Air Guide sorgt für einen Luftstrom, der auf Ihr System zugeschnitten ist. Hier haben Sie die Möglichkeit den Luftstrom so zu lenken, wie Sie es für notwendig halten.


 

Artikelbewertungen

(65%)
(65%)
(26%)
(26%)
(9%)
(9%)
2 Sterne
(0%)
(0%)
1 Stern
(0%)
(0%)

23 Bewertungen

4.6 von 5,0  anzeigen

Du hast Erfahrungen mit diesem Artikel?

Bewerte diesen Artikel

Reklamationsquote:

Reklamationsquote: 0,76%

 
 
4 5
     am 22.03.2019
Produkttester
Ich möchte mich vielmals bedanken bei dem Testers Keepers Programm mitwirken zu dürfen.
Ich durfte den Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler testen und bewerten.

Ich bin kein professioneller PC-Komponente Tester, habe in meinem Leben dennoch mehrere PCs zusammengebaut und einigen Stabilitäts-Tests unterzogen. Ich denke, dass ich der Lage bin diverse Komponente für den PC zu überprüfen und zu beurteilen, ob diese ihren Zweck gut erfüllen oder nicht.

Ich habe durch das Testers Keepers Programm den zuvor benannten Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler kostenlos erhalten. Der kostenfreie Erhalt des Kühlers beeinflusst meine Bewertung in keinster Weise und ich bewerte den gesamten Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler neutral.

Mein genutztes Testsystem:

Asus 970 Pro Gaming Aura Mainboard
AMD FX 8350 CPU
AMD Sapphire RX 580 Nitro+
2 x G.Skill Ripjaw X 8GB 1600 MHZ Kits
Kingston A400 SSD 240GB
Be Quiet! 500 Watt Pure Power 10
Game Max Falcon Gehäuse
2 x 12 cm Lüfter

Der Kühler befand sich in einem optisch ansprechenden roten Karton. An den Seiten des Aufbewahrungskartons wurde die Spezifikation, der Inhalt des Kartons und eine kurze Einleitung ersichtlich.

Der Kühler befand sich in einer guten Polsterung, wodurch Transportschäden in der Regel auszuschließen sind. Im Lieferumfang sind eine Bedienungsanleitung und dazugehöriges Montagezubehör erhalten. Eine Wärmeleitpaste befand sich ebenfalls im Lieferumfang und gehört zum Zubehör des Kühlers.

Der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler ist in einer schwarzen Farbe gehalten und lässt sich durch seine neutrale Farbe gut mit den anderen Komponenten integrieren.

Die Montage war weder herausfordernd noch schwierig und ist für den Käufer sehr leicht zu bewerkstelligen. Für ungeübte PC-Schrauber sind in der Bedienungsanleitung sämtliche Vorgänge ausführlich beschrieben, was die Montage erleichtert.

In meinem Fall habe ich den Kühler auf einem AM3+ Sockel angebracht. Die Backplate wird mit vier Schrauben an der Mainboard Rückseite angebracht. Von der Vorderseite werden aus Plastik bestehende Abstandshalter auf die Schrauben gesteckt. Im Anschluss kommt die Montageplatte für den Kühler auf diese Schrauben drauf. Um alle Teile in ihrer Positon zu lassen gibt es kleine Plastikscheiben die mit etwas Druck auf den Schrauben befestigt werden.

Im nächsten Schritt muss der Air Guide entfernt werden. Der Air Guide ist mit vier Plastiknasen am Kühler befestigt. Es befindet sich ein zusätzliches Schutzpapier am Kühlerboden. Dieses Schutzpapier am Kühlerboden muss zunächst entfernt werden, um die im Packungsinhalt mitgelieferte Wärmeleitpaste auftragen zu können. Leider war die Verpackungstube der Wärmeleitpaste so fest verschlossen, dass diese nur mithilfe einer Zange geöffnet werden konnte. Der Deckel ließ sich sonst nicht entfernen. Der Verschluss der Warmeleitpastentube sollte leichter zu öffnen sein, so dass man kein zusätzliches Werkzeug dafür benötigt.

Der Kühlkörper wird mit zwei Schrauben an der Montageplatte befestigt und der Air Guide kann wieder aufgesteckt werden.

Der Lüfter wird mit zwei größeren Halteklammern am Kühlkörper befestigt und der PWM Stecker auf das Mainboard gesteckt.

Mir gefällt am Air Guide, dass man ihn in vier Richtungen montieren kann. Dadurch lässt sich die Luft individuell Steuern und man bekommt einen Luftstrom an der Stelle, an der dieser benötigt wird.

Ich finde es sehr vorteilhaft, dass sich zwischen Lüfter und Arbeitsspeicher ein wenig Platz befindet. Somit ist es möglich auch einen Arbeitsspeicher mit einem in der Regel großen Kühlkörper zu benutzen und zu verbauen.

Der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler war für mich im Idle und im geschlossenen Gehäuse nicht hörbar. Nur, wenn man mit dem Ohr sehr nah an das Gehäuse geht kann man ein leises Knattern und einen leichten Luftstrom vernehmen. Läuft der Kühler Lüfter auf 100% kann man ihn jedoch sehr deutlich wahrnehmen. Auf der Höchstleistung verschwindet das zuvor erwähnte Knattern. Eine Vibration fiel mir nicht auf.

Da so gut wie jeder Lüfter auf in seiner Maximalleistung von 100% ziemlich laut sein kann, werte ich diesen Punkt nicht negativ, sondern neutral. Leider bin ich nicht im Besitz von einem Dezibel-Messgerät und kann aus diesem Grund keine genauen Daten über eine gemessene Lautstärke aufzeigen.

Das Design des Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler bewerte ich als mittelmäßig und nicht herausstechend. Mir gefällt, dass er komplett schwarz gehalten ist. Die Verarbeitung des Kühlers erscheint sehr gut. Der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler wirkt weder minderwertig noch instabil.

Der in meinen Augen wichtigste Teil eines Kühlers ist die Kühlleistung. Ich habe einige Daten gesammelt und wie folgt aufgelistet:

FX-8350
VCore - 1,39v
Mhz - 4216
RPM Idle - 510
Temperatur Idle - 24-33c
Cinebench 1. Durchlauf - 872 RPM | 57c
Cinebecnh 2. Durchlauf - 898 RPM | 58c
Prime 95 small FFTs - 1051 RPM | 58c

VCore - 1,42v
Mhz - 4424
RPM Idle - 550
Temperatur Idle - 28-36c
Cinebench 1. Durchlauf - 1000 RPM | 64c
Cinebecnh 2. Durchlauf - 1043 RPM | 65c
Prime 95 small FFTs - 1064 RPM | 67c

VCore - 1,46v
Mhz - 4628
RPM Idle - 576
Temperatur Idle - 31-39c
Cinebench 1. Durchlauf - 1059 RPM | 70c
Cinebecnh 2. Durchlauf - 1059 RPM | 70c
Prime 95 small FFTs - 1062 RPM | 72c


Direkt nach dem ersten Durchlauf wurde der Cinebench Testlauf gestarten. Nach dem zweiten Durchlauf von Cinebench wurde der Prime Test durchgeführt und lief 5 Minuten.

Mein FX könnte bis zu 4800 Mhz hochgetaktet werden. Dies ist aber eine Region, die der Kühler definitiv nicht gekühlt bekommt. Mein Eindruck war, dass der Kühler nicht für das Übertakten entwickelt wurde, eventuell wäre er nur für sehr moderates Übertakten brauchbar. Ich habe bewusst diesen FX Prozessor ausgewählt und keinen Ryzen, da der FX sehr viel Wärme abgeben kann und sich die Kühlleistung des Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler besser bewerten lässt.

Der Kühler ist nicht schlecht und kann sich in dieser Preisklasse auf jeden Fall sehen lassen. Die Kühlleistung ist in Ordnung, aber nicht überragend und auch das Design des Kühlers ist ansprechend. Leider vermisse ich zwei weitere Halter für einen zusätzlichen Lüfter. Der Air Guide ist eine nette Idee und die Umsetzung ist gut, allerdings ist er in meinem Gehäuse nicht wirklich notwendig. In der Regel wird die Luft durch einen zusätzlichen Lüfter am hinterem Gehäuseteil nach außen befördert.

Alles in allem ist der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler sehr solide und für HomeOffice und leichtes Übertakten gut geeignet.
1 von 1 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
4 5
     am 06.03.2019
Produkttester
Hallihallo, ich darf nun zum ersten Mal meine Eindrücke im Rahmen des großzügigen Testers Keepers-Programms mit euch teilen. Ich hoffe damit einige Fragen von Kaufinteressierten beantworten zu können. Viel Spaß beim Lesen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Review: Enermax ETS T50 Axe Silent Edition

EINLEITUNG:
Die folgende Produktbewertung geschieht im Rahmen des Testers Keepers-Programm. Der getestete CPU-Kühler wurde also von Mindfactory kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Die nachfolgende Review bleibt davon jedoch unbeeinflusst, und es werden reine subjektive Wahrnehmungen sowie eine objektive Bewertung anhand bestimmter Kriterien wiedergegeben.

TESTSYSTEM:
Gehäuse: InterTech M-908 mit Infinity Mirror
Mainboard: MSI X470 GAMING PRO CARBON
Prozessor (CPU): AMD Ryzen 7 2700X
Arbeitsspeicher (RAM): 2x 8GB Corsair Vengeance RGB PRO DDR4 auf 3200Mhz
GPU: MSI GTX 1080 Ti Armor mit verbautem Arctic Accelero Xtreme IV (installiert im untersten PCI-E-Slot)
Alle restlichen Komponenten sind für den Test eines CPU-Kühlers mehr oder minder irrelevant. Kleiner Hinweis noch: Die Grafikkarte mit dem fetten Kühlkörper passte nach Installation des Enermax nicht mehr in den primären PCI-E-Slot mit x16-Anbindung, wurde daher in den sekundären PCI-E-x8-Slot gesteckt, was bei einer GTX 1080 Ti in Sachen Bandbreite aber nicht limitiert und somit nicht die Performance beeinflusst.
Die Spezifikationen des Kühlers führe ich hier bewusst nicht an, da diese oben aus dem Datenblatt entnommen werden können.

VERPACKUNG/LIEFERUMFANG:
Das Offensichtliche zuerst. Die Verpackung ist schlicht gehalten in rot/schwarz und birgt alle auf den ersten Blick wichtigen Features, sowie die Alleinstellungsmerkmale des Produkt, etwa das abnehmbare Rotorblatt oder den gerichteten Airflow dank eines speziellen Aufsatzes. Optimalerweise hat man sogar die gesamten Spezifikationen mitsamt einer bemaßten Skizze mit drei Ansichten auf der Packung untergebracht. Im Lieferumfang sind eigentlich alle gewohnten Standardteile dabei, also Abstandhalter, Schrauben, Muttern, Backplate, und eine universelle Frontplate (nennt man das so?). Auch eine kleine Tube Wärmeleitpaste ist dabei, welche für den Integrated Heat Spreader des 2700X gerade so ausreichte. Wie hochwertig Wärmeleitpaste letztlich aber ist, lässt sich in einem Zeitraum von 14 Tagen nicht sicher bestimmen.

MONTAGE/EINBAU:
Bevor man einen neuen CPU-Kühler installieren kann, muss der alte natürlich erstmal runter. In meinem Fall war das der AMD Wraith Prism Stock Cooler des Ryzen 2700X. Diesen zu deinstallieren war dank minderwertiger Wärmeleitpaste und dem leicht fehlkonstruierten AM4-Sockel alles andere als einfach. Umso entspannter war jedoch die Installation des Enermax-Kühlers. In einer gefalteten Anleitung ist übersichtlich und schrittweise alles erklärt und bebildert. Auch die Komponenten aus dem Lieferumfang lassen kaum Fehler zu. Besonders nennenswert fand ich die gefederten Schrauben zur Befestigung des Kühlkörpers an dem Montagerahmen. Diese müssen nicht wie bei der Konkurrenz nach eigenem Ermessen festgedreht werden, sondern lassen sich nur bis zu einem gewissen Punkt einschrauben | den Rest erledigen dann die Federn. So ist ein einheitlicher Anpressdruck gegeben, aber weniger erfahrene Käufer laufen nicht in Gefahr, durch Überziehen der Schrauben das Board oder andere Teile zu beschädigen. Auch der Lüfter und der Air Guide lassen sich bequem anbringen. Am Luftausgang kann man sich für eine Richtung entscheiden | im Falle meines Gehäuses (siehe oben) wurde der Air Guide nach oben gerichtet -, und wird dann einfach an den Kühlkörper angeclipst. Beim Rotor zum Lufteinsaugen muss man wie bei anderen Produkten auch auf kleine Metallklemmen zurückgreifen. Zwar ist es zunächst etwas schwierig die richtige Orientierung der Klemmen zu bestimmen, dafür sitzen diese dann aber bei richtiger Ausführung wie angegossen. Wer sehr hohen RAM verbaut hat, kann auch ohne Probleme den Lüfter etwas weiter oben einklemmen ohne großartig Airflow zu verlieren. Das RAM-Problem wird jedoch aufgrund der cleveren Konstruktion sowieso weitestgehend dezimiert. Doch dazu mehr im Abschnitt "Design/Verarbeitung".

DESIGN/VERARBEITUNG:
Eines Vorweg, zu bemängeln habe ich hier gar nichts, das Design gefällt mir persönlich, fügt sich mit seinem mattschwarz super in mein Rig ein. Der Kühlkörper an sich ist von dem Kaliber, wie es sich für diese TDP-Klasse gehört, aber auch nicht zu wuchtig wie etwa ein Macho von Thermaltake. Gegen diesen wirkt der ETS T50 eher schlank und rank. Die fünf Heatpipes gehen beidseitig in den Lamellentrakt über, wobei beide Abteile vollständig schwarz lackiert sind. Auf der Kontaktseite kommen jedoch die blanken Kupferheatpipes zum Vorschein und liegen direkt auf der Paste/dem Heatspreader auf. Clevererweise "lehnt sich die Heatpipe-Lamellen-Konstellation etwas zur Seite, wodurch man nicht so schnell in die Bredouille kommt, was große RAM-Riegel angeht. Hätte ich mein Board voll mit Corsair RGB-RAM bestückt, hätte ich trotzdem noch ein wenig Spalt zwischen dem ersten Slot und dem Rotorgehäuse des Enermax. Bei meinem alten Alpenföhn lag der Lüfter quasi auf dem RIegel auf und hat sich dort abgestützt, das ist hier löblicherweise nicht der Fall. Ein weiterer wichtiger Punkt des Designs ist der Lüfter, der zur Reinigung ohne Mühe abnehmbar (!) ist, und dank Gumminoppen sogar entkoppelt an den Kühlkörper angeklemmt wird. Der patentierte Air Guide drückt die ausgehende Luft sogar wahlweise etwas nach unten oder nach oben, je nachdem wo im Case der Luftauslass platziert ist. Das ist nicht nur neuartig, sondern trägt auch wie vom Hersteller gewollt zu einem sauberen Airflow im Case bei.

VIBRATIONEN/LAUTSTÄRKE:
Vibrationen die sich in nervigen Schnarren oder Ähnlichem äußern konnte ich nicht feststellen. Bei aufgelegter Hand im Betrieb war der Kühlkörper auch überraschend bewegungsarm, was wohl dem entkoppelten Rotorgehäuse geschuldet ist, wie bereits im vorherigen Abschnitt erläutert. Mangels Sone-Messgerät kann ich bezüglich der Lautstärke aber natürlich nur die Eindrücke weitergeben, die mein Gehör zulässt. Im normalen Desktopbetrieb mit offenem Gehäuse ist der Enermax bei genauem Hinhören nur schwer von den übrigen Geräuschen zu unterscheiden. Dreht der Lüfter unter Volllast wie in Prime95 oder Cinebench auf, wird die Sache schon klarer. Von störend kann hier aber keine Rede sein. Selbst der hitzige Ryzen 2700X bleibt so schön kühl, ohne dass er von einem Turbinengebläse gekühlt werden muss. Dem Namenszusatz "Silent Edition" kommt Enermax mit diesem Produkt voll und ganz nach. Mit geschlossenem Gehäuse hört man bestenfalls nur noch ein leises Rauschen. Wenn etwas zu hören ist, dann ist es mitnichten der CPU-Kühler, sondern viel eher die Grafikkarte oder die Gehäuselüftung . Wer wie ich mit geschlossenen Kopfhörern am PC sitzt, sollte ohnehin nichts vom Lüfter hören, geschweige denn es liegt Sound an. Zum Vergleich: Die unglaublich minderwertigen Gehäuselüfter meines InterTech-Gehäuses habe ich bei mittlerem Spielsound, mit geschlossenen Kopfhörern und geschlossenem PC-Case noch deutlich wahrnehmen können. Der Enermax braucht sich hier jedoch keiner Schuld bewusst sein.

LUFTDURCHSATZ/KÜHLUNG:
Da ich eine Privatperson bin und kein professioneller Tester für PC-Komponenten, habe ich natürlich weder Messgeräte für den Luftdurchsatz, noch für Temperaturen im PC-Innenbereich. Ich teile daher meine persönlichen Erfahrungen mit dem Produkt. In Sachen Kühlung sieht aber alles bestens aus, was für einen gerade mal 35 Euro teuren Kühler schon beachtlich ist. Mit der Hand konnte man den Luftdurchsatz aber recht gut überprüfen. Der Air Guide sorgt beispielsweise tatsächlich dafür, dass die Luft gerichtet aus dem Gehäuse rausfließt, was ich in der Form noch nicht gesehen habe. Prinzipbedingt entsteht am Übergangspunkt zwischen Lüfter und Lamellen aber ein ordentlicher Schwall verwirbelte Luft. Ob das für die Kühlung des Innenraums nun gut oder schlecht ist, kann ich leider nicht beurteilen. Nun zu den Messwerten. Im BIOS wurde eine recht flache lineare Lüfterkurve von 30 bis 100% Drehkraft festgelegt, mit sehr hohen Stepup/-down-Times von 0,7s um eine gleichmäßigere Geräuschentwicklung zu gewährleisten. Im BIOS hielt der Enermax meine CPU bei fast schon Raumtemperatur (28°C). Der AMD Werkslüfter lag hier bei 40°C. Im Idle-Betrieb auf dem Desktop lag die Temperatur schon bei 41,8°C, der AMD lag hier fast bei 50 Grad (48°C). Nun zum Wichtigen: Der Volllasttest. Getestet wurde sowohl mit mehreren aufeinander folgenden Cinebench R15-Läufen, sowie dem neuen Cinebench R20 von Maxon. Hier blieb der Lüfter aber trotz acht belasteter Kerne erstaunlich ruhig und bei um die 70 Grad Celsius. Für die Dauerbelastung habe ich den Stresstest von CPU-Z herangezogen. Nach fast 15 Minuten pendelte sich die Temperatur hier bei einem Spitzenwert von 70,7°C ein und konnte den Echtzeit-Score durchgehend halten. Beim Werkskühler sank der Score mit der Zeit etwas ab, was man aber von Stock Coolern nicht anders gewohnt ist. Alles in allem also eine respektable Kühlleistung für den Preis. Kein Highend-Wert, aber dafür stets leise und mit Kühlpotenzial für manuelles Overclocking.

PREIS-/LEISTUNGSVERHÄLTNIS:
Dieser Abschnitt wird von allen mit Abstand der kürzeste. Für 35 Euro bei Mindfactory bekommt man hier einen Kühler, der zwar nicht an Highend-Produkte von bequiet etc. herankommt, aber trotzdem mehr als leise genug arbeitet und selbst hitzköpfige Prozessoren von AMD vorbildlich im Zaum hält. Dazu ist das Produkt überraschend hochwertig und macht in seiner schlichten schwarzen Lackierung auch durchaus was her. Keinerlei Kritik in Sachen PLV!

VERGLEICH MIT ANDEREN KÜHLERN:
Hier kann ich bisher auf Vergleichswerte zu einem EKL Alpenföhn Brocken 2 (ähnliche Bauweise), einem EKL Silvretta Low-Profile-Kühler, sowie dem AMD Wraith Prism Stock Cooler zurückgreifen. In der Rangliste würde ich den Enermax auf dem zweiten Platz hinter dem Brocken von EKL einordnen, zumindest in Sachen Lautstärke. Denn in Sachen Design und Bauweise bringt der getestete Enermax einfach aktuellere Erkenntnisse aus diesem Marktsegment mit. Der Brocken 2 erschien etliche Jahre davor und somit etwas "altehrwüriger" unterwegs. Im Vergleich zu dem Werkskühler von AMD sowie dem Low Profile-Silvretta von EKL zeigt der Enermax klare Vorteile auf, sowohl in Bezug auf Lautstärke, als auch in der exzellenten Kühlleistung.

FAZIT:
Fassen wir einmal zusammen. Der Kühler hat den Anspruch "silent zu sein und kommt diesem auch voll nach. Zwar gibt es leisere Alternativen, diese kosten aber auch gerne mal etwas mehr oder nehmen mehr Platz ein. Die Kühlleistung ist ebenfalls hervorragend und ermöglicht selbst bei AMD Raum für moderates Übertakten, ohne dabei laut zu werden. Das design ist schlicht, kommt aber hochwertig und schnittig daher. Dank entkoppelter Montage kann der Lüfter auch ohne Vibrationen abzugeben sein Werk verrichten. Zur Reinigung kann der Rotor sogar einfach abgenommen werden, was ein großes Plus ist! Der Air Guide Aufsatz ist zudem eine gern gesehene Ergänzung. Auch Platzprobleme in Verbindung mit den RAM-Bänken sollte man in den meisten Fällen dank der schlauen Konstruktion wohl nicht befürchten müssen. Wer also auf der Suche nach einem günstigen, leisen und leistungsstarken Kühler mit schwarzen Design und ohne RGB-Schnickschnack sucht, braucht hier nicht lange nachzudenken. Auf einer Skala von 1 - 10 hätte sich der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition wohl seine 9 wohl verdient.

PRO:
Schlichtes, einheitlich schwarzes Design mit netten Akzenten
Recht schlank im Vergleich zu anderen Kühlern mit vergleichbarer Kühlleistung
Sehr leise, aber auch sehr leistungsfähig

CONTRA:
Wärmeleitpaste ließ sich nur mit einer kleinen Zange öffnen
    
  
4 5
     am 05.03.2019
Produkttester
Wir dürfen heute für Mindfactory den ENERMAX ETS-T50 AXE Silent Edition im Rahmen des Testers Keepers Programm testen.

Der Kühler kommt in einer für ihr Gewicht kleinen Verpackung, ist jedoch ausreichend gepolstert.
Die Box enthält
- den Kühlkörper
- einen 140mm PWM Lüfter
- den AirGuide-Aufsatz
- mounting kits für Intel und AMD Prozessoren
- Wärmeleitpaste, sowie diverse Kleinteile zur Montage

Die Anleitung ist grundsätzlich ausreichend, jedoch nicht ganz intuitiv. Die Schritte sind fortlaufend nummeriert, jedoch müssen nicht alle hintereinander ausgeführt werden. Schritt 1.1 bis 1.3 befasst sich mit vorbereitenden Arbeiten für eine Montage auf Intel-basierten Mainstream-Systemen (Sockel 115x und ältere), während Schritt 2 die Vorbereitungen für die HEDT-Sockel Intel 2011 und 2066 beschreibt. Schritt 3 beschreibt alle verbleibenden AMD-Sockel. Für unser Testsystem mussten wir also die Schritte 1,4,5,6,7 befolgen. Der Hinweis, für welchen Sockel der aktuelle Schritt gültig ist, findet sich relativ klein in der rechten oberen Ecke der Anleitungen und ist leicht zu übersehen. Ansonsten ist die Anleitung in jedem Schritt mit Bildern und Textanweisungen präzise genug.

Der Kühlkörper ist schwarzmatt beschichtet, was ihm insgesamt einen schlichten und hochwertigen Anblick verschafft. Die Wärme wird aus der vernickelten Bodenplatte, die sogar einen eigenen kleinen Kühlkörper besitzt, durch fünf Heatpipes zu jeder Seite transportiert. Die Heatpipes sind ebenfalls schwarzmatt lackiert, haben jedoch direkten Kontakt zum Heatspreader. An der Kontaktstelle sind sie nicht lackiert, was zweifelsfrei den Wärmetransport verbessert und bei der Montage kurz schick aussieht.

Der Lüfter ist ein 140mm-PWM Lüfter mit einer maximalen Drehzahl von 1000 RPM. Auf den ersten Blick scheint diese Drehzahl im Vergleich zu anderen Lüftern gering zu sein, aber wie sich im späteren Test herausstellt, ist sie nicht der limitierende Faktor des Kühlers.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Kühlkörpers, also am Luftauslass, wird der sogenannte AirGuide befestigt. Er dient zur Führung des Luftstromes und kann gedreht werden, sodass die Luft optimal abgeführt wird.

Der Kühler ist für AMD Mainstream, sowie Intel Mainstream und Highend-Desktop geeignet. Die Backplate ist universell und hat viele verschiedene Bohrungen für die Sockeltypen.

MONTAGE

Zunächst wird die Backplate vorbereitet. Die passenden Bohrungen konnten wir mit der Anleitung schnell finden, das mitgelieferte Zubehör ermöglicht eine einfache Montage ohne dritte Hand, die Schrauben werden mit Hilfe von Gummihülsen gut in der Führung gehalten. Das Auftragen der Wärmeleitpaste stellte uns vor eine kleine Herausforderung, da die Tube sehr fest verschlossen und von der Wärmeleitpaste verklebt war. Der Verschluss ist sehr klein und wir haben schon eine Weile gebraucht, um genug Kraft aufzubringen, das hätte man deutlich besser lösen können. Abhilfe schaffte letztendlich ein Küchentuch, da die Finger einfach zu rutschig waren. Kleine Flügel an dem Verschluss könnten an dieser Stelle sehr hilfreich sein. Deutlich problematischer ist allerdings das Anschrauben des Kühlkörpers. Die Schrauben befinden sich unten an der Basis und es wird auf einer Seite ein ungewöhnlich langer Kreuzschlitz-Schraubendreher benötigt, der nicht zum Lieferumfang gehört. Glücklicherweise hatten wir ein passendes Werkzeug aus dem Lieferumfang des NH-D15 zur Hand. Für alle, die nicht zufällig bereits solches Werkzeug von anderen Herstellern haben: Der Schraubendreher sollte eine Länge von mindestens 15 cm von Spitze bis Griff haben und an keiner Stelle einen Durchmesser von über einem Zentimeter aufweisen. Ohne ein derartiges Werkzeug kann die Montage unter Umständen nicht durchgeführt werden. Der Lüfter wird mit zwei Bügeln aus Draht am Kühlkörper befestigt, eine konventionelle Lösung, aber es haben andere Hersteller bereits deutlich einfachere und stabilere Befestigungen entwickelt.

PERFORMANCE

Der Hersteller verspricht eine Wärmeabfuhr von bis zu 250W. Das Testsystem besteht aus einem i7-2600K @ 4.3 GHz auf einem ASRock Z68 Pro3 Mainboard. Unter Last zieht das Package insgesamt 145W. Die Last wurde künstlich mit prime95 im small fft Test und zur Auslastung der integrierten GPU mit Furmark erzeugt. Die Sensoren wurden mit HWInfo64 ausgelesen und aufgenommen.
Der Lüfter dreht deutlich höher als zu Beginn des Testes, ist aber auch nicht merklich lauter geworden. Hier waren die verbauten Gehäuselüfter des Corsair Carbide Series 200R unter Last immer noch lauter. Wie das nach einer gewissen Betriebszeit aussieht können wir jetzt natürlich noch nicht sagen, die meisten Lüfter entwickeln ihre wahre Lautstärke erst nach einigen Betriebsstunden. Ebenso sind keine spürbaren Vibrationen wahrnehmbar. Dies wird effektiv durch eine Gummientkopplung des Lüfters vom Kühlkörper verhindert.
Nach weniger als fünf Minuten taktet die CPU bereits runter, da zwei Kerne die Maximaltemperatur 97 C erreicht haben. Wir sind etwas verwundert und messen mit einem Messfühler die Temperatur des Kühlkörpers. In der Nähe der CPU ist nach etwa zehn Minuten Volllast eine Temperatur von etwa 40°C messbar. Am oberen Ende des Kühlkörpers ist nach wie vor normale Umgebungstemperatur, es scheint also nicht am Lüfter oder den Kühlfinnen zu liegen. Auf der Suche nach dem Problem nehmen wir den Kühlkörper heraus und stellen anhand des Abdruckes der Wärmeleitpaste fest, dass der Heatspreader der CPU signifikant kleiner ist als die Bodenplatte des Kühlers. Mit der Kompatibilität zur Intel Extreme Plattform und dem damit einhergehenden 2011 bzw. 2066 Sockel ist das auch nicht verwunderlich, jedoch vermuten wir genau an dieser Stelle das Problem zu finden. Die CPU hat nur zu drei der fünf Heatpipes direkten Kontakt. Der Unterschied ist sogar noch spürbar. Die inneren drei Heatpipes sind noch merklich warm von dem vergangenen Test, wohingegen die anderen beiden fast schon kalt sind. Vermutlich ist die Auflagefläche an dieser Stelle entscheidend. Der Kühler scheint nicht für derartige Leistungen auf einer kleinen Fläche konzipiert zu sein, was zu Zeiten eines i9-9900K, der unter Last gut und gerne bis zu 200W zieht, eigentlich schade ist. Kurze Leistungsspitzen kann der Kühler gut abführen, jedoch schwächelt er bei längeren Belastungen. Wir konnten eine Last von 130W über eine längere Zeit aufrechterhalten, ohne dass es zu Thermal Throtteling kam, dies scheint auch die Grenze des Kühlers für kontinuierliche Belastungen auf Intel 115x Sockeln zu sein.
Als kurzer Vergleich sei gesagt, dass der gleiche Test mit dem zuvor installierten Kühler, einem Thermalright Macho 120 Rev A. ähnliche Ergebnisse brachte. Dieser war jedoch bereits 4 Jahre installiert, hatte also ältere Wärmeleitpaste, war entsprechend schon etwas eingestaubt und hat nur einen 120mm Lüfter.

ZUSAMMENFASSUNG

Der ENERMAX ETS-T50 AXE Silent Edition ist ein Mittelklasse-Luftkühler für die meisten Intel und AMD Sockel. Er hat ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wird im alltäglichen Gebrauch nicht an seine Grenzen geraten. Die Montage kann sich als herausfordernd, aber keineswegs unmöglich gestalten. Auch Einsteigern des PC-Buildings ist die Montage nach einer kurzen Durchsicht der Anleitung definitiv möglich, vorausgesetzt das passende Werkzeug ist zur Hand.
Das schlichte Design gefällt uns persönlich sehr gut. Keine LEDs und keine unnötigen Ecken und Kanten. Der Kühler wirkt insgesamt wertig verarbeitet und stabil.
Die meiste Zeit verwenden wir unsere Computer weit unterhalb des Leistungslimits. Selbst in modernen Computerspielen wird der Prozessor mit dem ENERMAX ETS-T50 AXE Silent Edition vollkommen ausreichend gekühlt. Bei extrem CPU-intensiven Aufgaben, wie zum Beispiel Video-Rendering, kann es unter Umständen passieren, dass der Kühler an seine Grenzen gerät. Bis zu einer Leistungsaufnahme von 130W im CPU-Package ist die Kühl-Leistung absolut ausreichend und der Lüfter ist beinahe nicht zu hören. Eine Last oberhalb dieser 130W ist außerhalb von Benchmarks und sonstigen Stresstests nur selten erreichbar.
    
  
4 5
     am 02.03.2019
Produkttester
TLDR: Ein extrem leiser Kühler mit guter Kühlleistung und einem schönen Design (schlicht und schwarz), einfach zu verbauen (Schraubendreher mit mindestens 13cm Stiellänge, besser 15+cm benötigt). Die mitgelieferte Wärmeleitpaste ist mit der NT-H1 von Noctua vergleichbar (meine Messungen)

Einleitung

Im Rahmen des Testers Keepers Programmes von Mindfactory wurde ich ausgewählt den Enermax T50 AXE Silent Edition CPU-Kühler zu testen.

In diesem Test wird der Kühler einem be quiet! Pure Rock (mit einem be quiet! Shadow Wings Lüfter) gegenübergestellt, des Weiteren werde ich den Enermax ETS T50 AXE Silent Edition für den weiteren Verlauf dieser Review lediglich T50 nennen.

Das Testsystem und die benutzte Software sehen wie folgt aus:
Gehäuse: Coolermaster Centurion 5 II 140mm Lüfter vorne 120mm Lüfter hinten
CPU: Ryzen 5 1600 3,8GHz 1,33V
GPU: Gainward Phoenix GTX 1060 6GB
RAM: 16 GB Corsair Vengeance LPX 3000
Motherboard: Gigabyte GA-AB350-Gaming 3
Software: HWInfo64 (Monitoring Software), AIDA64, Prime95 (29.4), Blender, Overwatch, Ace Combat 7


Der Kühler

Verpackung:
Nettes Design und einfach zu öffnen. Neben dem Kühlkörper sind in der Box ein 140mm PWM Lüfter, die Befestigungshardware für alle gängigen Intel und AMD Sockel (ausgenommen TR4) sowie eine kleine Spritze Wärmeleitpaste die für ca. 1-3 Anwendungen reichen sollte. (Je nach CPU-Größe)

Kühlerdesign und Verarbeitungsqualität:
Der Lüfter ist schwarz und macht einen wertigen Eindruck, er ist mit Gummipads bestückt, um Vibrationen zu entkoppeln. Das Kabel des Lüfters ist flach und lang genug für alle Konfigurationen, für meinen Fall vielleicht sogar etwas zu lang, da es etwas schwieriger war das Kabel ansehnlich zu verlegen.

Auch standardmäßig an der Rückseite des T50 angebracht ist ein sogenannter "Air Guide", ein an den Auflageflächen ebenfalls mit Gummipads entkoppelter Plastitclip (leicht entfernbar), der aus einer äußeren Fassung und einem drehbaren Ring aus gekippten Plastiklamellen, die den Luftstrom in die für das gewählte Belüftungskonzept passende Richtung zu leiten sollen.

Die Lamellen sowie die Heatpipes sind mit einer matt schwarzen Beschichtung überzogen. Sie ist sehr gleichmäßig aufgetragen und sorgt für ein sehr stimmiges, unauffälliges Gesamtbild und einen wertigen Eindruck, lediglich die Enden der Heatpipes sehen etwas ungleichmäßig aus. Hier wären Kappen, wie sie beim be quiet! Pure Rock verbaut sind, noch einen Tick hübscher gewesen. Die Befestigungshardware ist ebenfalls schwarz lackiert, lediglich die Brackets für die Lüfterbefestigung sind nicht lackiert.

Die Baseplate besteht aus 5 Heatpipes, die in einem Aluminiumblock eingelassen sind, die Heatpipes berühren direkt den CPU-Heatspreader ( direct touch ). Hier gibt es einige kleinere Unebenheiten, jedoch sind zwischen den Heatpipes keine tieferen Rillen vorhanden, wie es beim Thermalright Macho Direct der Fall ist.

Anleitung und Montage:
Die Anleitung ist mit gut verständlichen Bildern gestaltet, sodass die Installation auch für Anfänger ohne größere Probleme durchführbar ist. Jedoch fehlt in der Anleitung für AMD-Desktop-Sockel (AM4 etc.) das Entfernen der Haltelaschen sowie der Backplate vom Mainboard als erster Arbeitsschritt, man kann es zwar durch einen einfachen Vergleich zwischen Bild und Mainboard schnell herausfinden, dennoch ein kleiner Makel.
Es gibt eine Backplate mit zwei verschiedenen Seiten, eine für Intel Sockel (ausgenommen LGA 2011/2066) und eine für AMD Sockel, was später übrig gebliebene Teile spart.

Die Schrauben sind so geformt, dass sie nur in einer Ausrichtung ganz in die Löcher in der Backplate passen, sodass die Schrauben, nach dem sie mit den mitgelieferten Gummiringen befestigt wurden, nicht zur Seite verrutschen können.
Steckt man nun die Schrauben durch das Mainboard muss man Abstandshalter über die Schrauben stecken und darauf eine Trägerplatte befestigen, dann kann man den Kühler (Sofern bereits Wärmeleitpaste aufgetragen wurde) an zwei fest verbauten federgespannten Schrauben befestigen. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste hat eine weich-cremige Konsistenz und lässt sich sehr leicht verarbeiten.

Beim Befestigen kann man die Schrauben bis zum Anschlag rein drehen, da der Schraubweg kleiner ist als der Federweg der Federn, somit kann man hierbei auch kaum einen Fehler machen. Für das Festziehen der Schrauben benötigt man jedoch einen langen Kreuz-Schraubendreher (Stiellänge ab ca. 13cm, lieber 15cm), da der Kühlkörper durch das asymmetrische Design über eine Schraube ragt und man nur über eine kleine Einbuchtung in den Lamellen an die Schraube kommt.
Tipp: Den Air Guide - erst nach dem Einbau des Mainboards und dem Anschließen der Kabel (Lüfterkabel und CPU-Power) anbringen, da dies sonst sehr schwierig werden kann.


Testmethode

Bedingungen:
Die Lüfterkurve in den BIOS Einstellungen bleibt unverändert.
Der T50 wird mit installiertem Air Guide - getestet.
Für eine bessere Vergleichbarkeit wird der T50 einmal mit der mitgelieferten und einmal mit der Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste getestet, da diese ebenfalls für den Pure Rock verwendet wird.

Die Kühler werden Folgenden Tests unterzogen:
Leerlauf
AIDA64 (CPU, FPU, Cache)
Prime95 (Small FFTs)
Blender (RyzenGraphic 600 Samples 1600x1600px)
Overwatch (Practice Range)
Ace Combat 7 (Mission 7)

Messmethode:
Zwischen den Tests liegen mindestens 5 Minuten Abkühlzeit, um sowohl CPU- als auch Raumtemperatur abkühlen zu lassen. Die Stresstests (Aida64 und Prime95) laufen solange, bis sich die Temperatur auf ein stetiges Niveau eingependelt hat, welches erreicht ist, wenn dieselbe Temperatur für 2 Minuten konstant anliegt. Der Blender Test wird einmal durchgeführt. Der Overwatch Test findet auf der Practice Range statt hierbei werden sowohl CPU als auch GPU Temperatur gemessen.

Die Temperaturwerte werden in K”T der Umgebungstemperatur angegeben, die Umgebungstemperatur wird nach jedem Test kontrolliert und das jeweilige Ergebnis daran angepasst.

Testergebnisse

Kühlleistung:
Der T50 zeigt auch mit der mitgelieferten Wärmeleitpaste in allen Tests eine gute Performance und sorgt unter Last durchweg für um 4-5°C niedrigere Temperaturen als der Pure Rock, was sich Prozentual in 9-15% (gerundet) besserer Kühlleistung widerspiegelt.

Die Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste lieferte in meinem Fall lediglich eine Temperaturdifferenz von maximal 1°C. Somit lässt sich sagen, dass die Pasten unter meinen Testbedingungen eine identische Leistung zeigen.

Geräuschentwicklung:
Der T50 wird seinem Beinamen Silent Edition - in vollem Umfang gerecht, er zeigt unter den oben beschriebenen Bedingungen eine sehr große Laufruhe, selbst unter Prime95 Last ist der Kühler lediglich mit einem dumpfen, für mich sehr angenehmen Luftrauschen zu hören und das auch nur wenn man gezielt darauf achtet. Im Leerlauf ist er praktisch unhörbar, da dort die meine Festplatten die lautesten Komponenten sind. Auch produziert der Lüfter, dank guter Entkopplung keine nervigen Vibrationsgeräusche, wie es z.B. mein Wraith Spire (Ryzen Stockkühler) macht.

Im Vergleich mit dem Pure Rock ist der T50 sowohl im Leerlauf als auch unter Last um Einiges leiser im Betrieb. So ist der T50 kaum zu hören, wohingegen der Pure Rock zwar immer noch leise, jedoch auch ohne gezieltes Hinhören wahrnehmbar ist (lauteres etwas helleres Luftrauschen).

Preis/Leistungs-Verhältnis:
Der T50 ist zurzeit für ca. 35€ erhältlich und bietet bis auf ein paar Kleinigkeiten ein schönes Design, gute Kühlleistung und eine hohe Laufruhe. Somit bietet der T50 für seinen Preis ein wirklich attraktives Gesamtpaket.


Fazit

Der Enermax ETS T50 AXE Silent Edition ist ein Leistungsfähiger und besonders Leiser CPU-Kühler, der auch noch gut dabei aussieht. Auch der Einbau gestaltet sich unkompliziert, sofern man im Besitz eines Schraubendrehers mit mindestens 13-15cm Stiellänge ist. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste lässt sich gut verarbeiten und steht bei einer Midrange CPU (Ryzen 5 1600 @ 3,8GHz 1,33V) der NT-H1 von Noctua in nichts nach.

Alles in Allem kann ich den Kühler für alle empfehlen, die sich einen leisen Kühler wünschen und einen gewissen Wert auf Ästhetik legen. Auch für (noch) ungeübte PC-Bastler/Bastlerinnen sehr empfehlenswert.
    
  
4 5
     am 24.02.2019
Produkttester
Testbericht Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition im Rahmen der Testers Keepers Aktoin

System
Zunächst etwas zu meinem System. Ich verwende ein ASRock B150M Pro 4 mit einem Intel Core i5 6400, eine NVIDIA GeForce GTX 1070, zudem 16 GB Ram, verteilt auf alle vier Steckplätze. Verbaut ist das ganze in einem Nanoxia Deep Silence 3 mit Seitenfenster. Ich nutze den PC für Büroarbeiten, Bildbearbeitung und zum Spielen, auch VR.
Als weitere Lüfter sind im Case vorne ein Nanoxia Lüfter und hinten ein be quiet!-Lüfter verbaut.
Besonders bei den ersten beiden Tätigkeiten ist mir ein zumindest annehmbar leiser PC wichtig.
Vor dem Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition war in dem PC ein Scythe Mugen 4 verbaut, der damit schon erheblich in die Jahre gekommen ist, dennoch soll dieser als Vergleichslüfter zum Enermax herhalten. Da beide in der gleichen Preisklasse sind, erwarte ich vom ETS-T50 den Mugen deutlich zu schlagen.

Montage
Ich habe bereits 15 Jahre Erfahrung im Zusammenbau von PCs, nicht nur für mich sondern auch für Familienmitglieder und Freunde. Wenn andere als die Boxed-Kühler verbaut werden, graut es mir davor noch am meisten. Daher war ich gespannt, wie die Montage des ETS-T50 verlaufen wird und ob es möglich sein wird, diesen zu montieren, ohne mein Mainboard auszubauen.
Um die Antwort vorweg zu nehmen: es war möglich. Auch sonst erwies sich die Montage des Enermax Lüfters als ziemlich unkompliziert und als bisher einfachste, an die ich mich erinnern kann. Dies ist vor allem auf kleine Details zurückzuführen, so sind die Gummiunterlegscheiben so geschnitten, dass sie die Schrauben an der Backplate halten und die Abstandshalter auf der Mainboardseite haben kleine Widerhaken, die dafür sorgen, dass diese nicht ständig herunterfallen.
Die Anleitung war für mich leicht verständlich und dürfte meiner Meinung nach auch für Laien verständlich sein. Lustig, aber kein wirkliches Problem ist allerdings, dass beispielsweise die Muttern (eng. Nuts) als "Nüsse" übersetzt werden.
Nachdem die Backplate montiert ist und auf der Mainboardseite die Halterungen angebracht sind, wird der Lüfter montiert, hierbei müssen keine Metallprofile unter oder zwischen den Lüfter geschoben werden, sondern dieser einfach in Position gebracht und mit zwei Schrauben festgezogen werden. Hier machte sich das asymmetrische Design des Kühlkörpers bemerkbar, da ausreichend Abstand zum RAM war und die Schraube auf der Seite somit recht problemlos festgezogen werden konnte. Nachdem beide Schrauben montiert waren sitzt der Kühler sicher.
Anschließend ist der Lüfter zu montieren, hierfür werden zwei Drahtspangen verwendet, die mir beim Mugen immer wieder einige Nerven gekostet haben. Dieses Problem scheint beim ETS-T50 aber behoben zu sein, die Spangen ließen sich leicht in die Kühlrippen schieben und dort mit wenig Kraftaufwand und Rütteln befestigen. Die einfache Montage und Demontage des Lüfters ist besonders dann wichtig, wenn die Zwischenräume der Lamellen vom Staub befreit werden müssen, was beim Mugen regelmäßig der Fall war.
Insgesamt habe ich | auch Dank einiger sehr durchdachter Details | nur wenig mehr als 30 Minuten für die Montage gebraucht.

Kühlleistung
Kommen wir zur wesentlichen Aufgabe des Kühlers, kühlen.
Hierfür habe ich zwei Tests jeweils mit dem Scythe Mugen 4 und dem Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition gemacht. Zuerst wurden mit dem Benchmark von 7-zip alle vier CPU-Kerne voll ausgelastet. Der zweite Test bestand aus einer Runde Battlefield V.
Bei der Überwachung der Temperatursensoren fiel auf, dass ein Kern meiner CPU immer zwischen 3-5°C wärmer war, als die anderen Kerne. Das kann passieren, wenn man die Wärmeleitpaste nicht gleichmäßig aufträgt oder wenn sich Unebenheiten auf der Kontaktstelle vom Kühler zur CPU befinden.
Beim 7-zip Benchmark erreichten die Kerne nach einer halben Stunde eine maximale Temperatur von 31°C, wenn sie vom Scythe Mugen 4 gekühlt werden. Beim ETS-T50 kam der wärmste Kern in der halben Stunde auf 35°C, dies war allerdings der beschriebene Ausreißer, die anderen Kerne wurden nicht wärmer als 30°C. Die CPU Package Temperatur kam beim Mugen auf nicht mehr als 32°C, beim ETS-T50 waren 35°C der Spitzenwert.
Bei der Runde Battlefield V, etwa 45 Minuten, erreichten die CPU-Kerne eine Höchsttemperatur von 40°C und das CPU-Package 38°C, mit der Kühlung vom Mugen. Beim ETS-T50 wurde der Ausreißer bis zu 41°C warm, die anderen Kerne dagegen höchsten 36°C. Die CPU-Package-Temperatur war maximal 41°C.
Bei beiden Lüftern war die Temperatur nach Beendigung der Belastung in weniger als einer Minute wieder im Bereich von vor der Belastung.
Die Kühlleistung des ETS-T50 fällt damit minimal schlechter aus, was allerdings auf andere Faktoren, wie eine veränderte Umgebungstemperatur zurückzuführen sein kann. Bei beiden Kühlern blieben die Temperaturen jedenfalls sehr deutlich im grünen Bereich.

Lautstärke
In Ermangelung ausreichend präziser Messgeräte, kann ich diesen Punkt nur nach Gefühl beantworten, ich kann aber ohnehin wenig damit anfangen, wenn ich weiß, dass der eine Lüfter eine bestimmte Menge an dB leiser oder lauter ist.
Wichtig ist mir, dass der Prozessorkühler bei Officearbeiten, also unter minimaler Last, leise ist. Angesichts des Alters des Scythe war es wenig überraschend, dass der Enermax hier deutlich das Rennen macht. Neben dem Altersunterschied dürfte mindestens die Lüftergröße, die mit 140mm ordentlich ist, und die damit möglichen geringen Drehzahlen im Bereich von 700-800 RPM ausschlaggebend sein. Während der Mugen auch ohne Belastung deutlich zu hören war, höre ich den Enermax nicht, sondern eher einen der Gehäuselüfter.
Erwähnenswert ist jedoch, dass beim Enermaxlüfter ein leises rhythmisches Laufgeräusch zu hören ist, wenn man nah genug ran geht. Das Geräusch ist nicht unbedingt störend, nur hoffe ich, dass es die Lebensdauer des Lüfters nicht beeinträchtigt.
Unter Last bleibt der Enermax ebenfalls leise, sodass er besonders vor der Lautstärke der Grafikkarte beim Spielen gar nicht zu hören ist. Beim Benchmark von 7-zip, der nur die CPU belastet, konnte ich keine Änderung der Lautstärke wahrnehmen.
Wem es wirklich auf absolute Unhörbarkeit, auch unter Last, ankommt und auch die anderen Komponenten des PCs nach diesem Kriterium aussucht, sollte allerdings nochmal einen größeren Vergleich mit mehreren Lüftern und unter professionelleren Bedingungen zur Rate ziehen.

Verarbeitung und Design
Das Aussehen des Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition gefällt mir. Er ist komplett in schwarz gehalten und passt damit zu meinen Komponenten, die ebenfalls überwiegend schwarz sind. Die Form der obersten | also sichtbaren | Lamelle ist allerdings für meinen Geschmack etwas zu martialisch.
Die Verarbeitung erscheint sehr solide, ich konnte keine Grate oder Ungenauigkeiten finden, der Kühler und der Lüfter sitzen zudem fest, nichts wackelt oder klappert.
Die heat pipes sind direct touch, das heißt auf dem Prozessor liegen direkt die heat pipes und dazwischen ein Alukern. Eine solche Oberfläche ist schwerer mit der nötigen Präzision plan herzustellen als nur ein Alukern in den die heat pipes eingelassen sind. Angesichts des Ausreißers bei den Temperaturen der CPU-Kerne ist die Frage, ob dies hier gelungen ist. Es ist aber auch denkbar, dass die Wärmeleitpaste ungleichmäßig verteilt ist. Da aber die Temperaturen von jedem Kern absolut unbedenklich sind, wäre auch eine solche Abweichung entschuldbar.

Fazit
Für 35¤ bekommt man hier einen soliden Lüfter. Wer keine gesteigerten Anforderungen bezüglich Unhörbarkeit oder Kühlleistung hat, kann hier meiner Meinung nach wenig falsch machen.
Pro:
++ Preis
+ sehr einfache Montage
+ ausreichende Kühlleistung
+ gute Verarbeitung
+ Platz für RAM

Contra:
- Laufgeräusch des Lüfters
- eventuelle Unebenheit der Basis
    
  
4 5
     am 24.02.2019
Produkttester
Hallo,
Ich hatte das Glück den Enermax ETS-T50 AXE in der Silent Edition bei der Aktion "Testers Keepers" zu gewinnen. Auf die Lieferung musste ich zwar eine Woche warten, jedoch kam das Produkt gut geschützt in einem großen Karton bei mir an. Im Anschluss folgt nun meine Bewertung des Produkts.
Testprodukt war wie gesagt der neue Enermax ETS-T50 AXE in der Silent Edition. Im Vergleich zum normalen ETS-T50 (ohne Silent), besitzt diese Version einen größeren 140mm Lüfter, der wegen seiner Größe einen leiseren Betrieb ermöglichen soll. Enermax ist vor allem aufgrund seiner hochwertigen Kühlprodukte und Netzteile bekannt, wovon ich mich hier überzeugen lassen möchte. Der Kühler ist für alle Mainstream Desktop-Sockel geeignet, bis auf TR4 (Threadripper) und verspricht einer Leistungsaufnahme von mehr als 230W standzuhalten. Im ersten Teil dieses Reviews werden die technischen Details, sowie die äußeren Features bewertet. Danach wird sich mit den Haupteigenschaften des Kühlers beschäftigt. Dieser wird hierzu in meinem Testsystem ausführlich getestet. Zum Schluss kann daraus dann ein Fazit zum Kühler gezogen werden.

1. Design, Verarbeitung, Montage
Der Enermax Kühler kommt in einer hochwertigen, schwarzen Verpackung, wo alle ausschlaggebenden Features auf den Außenseiten angezeigt sind. Man nimmt den Kühler aus der Verpackung und spürt durch das Gewicht sofort die Mächtigkeit und Qualität dieses Produkts. Der Kühlkörper besteht aus Aluminium und die fünf 6mm Heatpipes, sowie die Kontaktfläche zur CPU sind aus Kupfer, wodurch er auch für den Betrieb mit Flüssigmetall genutzt werden kann. Die Heatpipes haben zudem direkten Kontakt zur CPU, was den Wärmetransfer verbessert. Der Kühler gefällt mir optisch sehr gut. Er hat zwar keine RGB-Beleuchtung, aber durch den schlichten, matt-schwarzen Look passt der Kühler in jeden Build und sieht dazu noch sehr hochwertig aus. Besonders der patentierte Fan Grill oder Air Guide sieht echt schick aus, ist flexibel einsetzbar und fördert natürlich auch den Airflow. Zusätzlich im Lieferumfang waren Befestigungsmaterial, Wärmeleitpaste und eine Benutzeranleitung.

Der Einbau erfolgte in einem NZXT Noctis 450 auf einem ASUS ROG STRIX Z370-F (LGA 1151) mit einem i5-8600K. Da mein Gehäuse relativ groß ist, musste ich das Mainboard nicht extra ausbauen, bei kleineren Gehäusen kann dies jedoch der Fall sein, jedoch sollte ein 163mm hoher Kühler in so ziemlich jedes Case passen. Alles war durch die anfängerfreundliche Anleitung gut machbar, auch wenn die Befestigung der zweiten Schraube des Heatsinks, aufgrund von eingeschränktem Platz mit einem dickeren Schraubenzieher, etwas fummelig war. Sonst kam es zu keinerlei Kompatibilitätsprobleme. Auch RAM mit größeren Heatspreadern wie mein Trident Z RGB passen ohne Problem und die Grafikkarten-Slots werden durch die kompakten Dimensionen des Kühlers nicht beeinträchtigt. Der Lüfter ist über ein schwarz-ummanteltes 4-Pin-PWM-Kabel angeschlossen, wodurch die RPM geregelt werden kann.

2. Test: Lautstärke, Temperaturen/Kühlleistung, Vibration
Testsystem, bestehend aus:
1. Intel i5 8600K (@ 4,5 GHz bei 1,25V) (LGA 1151)
2. ASUS Z370- F Mainboard
3. G.Skill Trident Z RGB 2x8 Kit @3200 MHz CL 16
4. ASUS ROG Strix GTX 1070 Ti Advanced (Small OC)
5. Bequiet! Straight Power 11 550W
6. 1x Samsung 960 Evo NVMe SSD, 1x 2TB Toshiba HDD
7. Windows 10 Pro
8. Corsair H150i Pro RGB (Hauptkühlung)
9. Gehäuse: NZXT Noctis 450 mit insg. 6 Lüftern (800-1000 RPM)
10. Enermax ETS -TS50 AXE Silent FAN. (Testkühlung)
Es ist also ein übertaktetes Gaming System, das den Kühler ordentlich fordern sollte.
Das System ist im Idle sehr ruhig und der Lüfter läuft mit ca. 500 RPM. Bei Vollast und steigender Temperatur dreht er bis auf 1000 RPM auf. Der Kühler ist, wie die Silent Edition verspricht, im Idle und im Gamingbetrieb sehr leise. Wenn die CPU dann jedoch voll ausgelastet wird, kann man bei 1000 RPM den Kühler schon gut hören, wobei die Geräusche nicht nervig laut sind. Für einen Luftkühler in dem Preisbereich ist die Lautstärke völlig in Ordnung und der Name "Silent" ist meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt. Selbst bei höher Lüfterdrehzahl konnte ich während meiner gesamten Testphase keine Vibrationen feststellen. Der Lüfter lief stets konstant und machte auch nach längerem Betrieb keine Probleme.

Ich habe den Kühler hier für den i5-8600K getestet im OC auf 4,5 GHz bei 1.25V, da ich denke, dass der Kühler für den Prozessor im Stock ein wenig unterfordert wäre. Im Idle lagen die Temperaturen bei 37-41 °C. Für den Stresstest benutzte ich Cinebench R15 und Prime95, ausgelesen wurde alles mit HWMonitor. Der Prozessor kommt bei Cinebench auf 69 °C und bei Prime95 auf bis zu 78°C. Im Gaming bleibt er eher im Bereich von 62-65°C. Im Vergleich zu meiner Corsair H150i Pro RGB zwar ca. 8-10 °C wärmer, jedoch ein solides Ergebnis für eine Luftkühlung. Ein weiteres Testexemplar, womit ich den Kühler verglichen habe, ist der MA620P von Cooler Master: ein High-End Dual-Tower Kühler. Im Vergleich zu diesem Luftkühler ist der Unterschied insgesamt nicht so groß. Lediglich 4-5°C trennen die beiden, wobei die Temperaturunterschiede unter Volllast und im Idle nochmal stärker ausfallen (ca. 6-8°C). Das Ergebnis ist bei einer Luftkühlung natürlich auch immer abhängig vom Airflow im Gehäuse. Außerdem war der Prozessor übertaktet. Im Stock würden die Temperaturen daher noch einmal besser ausfallen. Bei stärkerem OC ab 5GHz mit höherer Spannung, würde der Kühler stark an seine Grenzen kommen, weshalb man dann zu einer stärkeren Kühllösung greifen sollte.

3. Fazit

Zusammengefasst ist der Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition ein schicker und starker CPU-Kühler. Er eignet sich aufgrund seiner schwarzen Optik und Größe bei so gut wie jedem Build. Auch die Kompatibilität mit jeglichen RAM-Riegeln ist gewährleistet, was den Kühler zu einem echten Allrounder macht. Für einen Preis von rund 35 € erhält man hier einen CPU-Kühler, der alle derzeitigen Prozessoren gut kühlen kann und auch zum leichten Übertakten geeignet ist. Preis-leistungstechnisch ist der ETS-T50 AXE Silent Edition definitiv einen Blick wert, da er für überschaubares Geld alle wünschenswerten Features hat und zudem noch eine sehr gute Kühlleistung besitzt.
Pro:
- Unterstützung aller gängigen Desktop-Plattformen
- Schwarzes Design mit direktem Kontakt der Heatpipes zur CPU
- Hochwertiger PWM-Lüfter
- Anpassbarer Air Guide für optimalen Luftdurchsatz
- Einfache Installation, gut für Anfänger geeignet
- Kompatibilität mit RAM-Modulen
- 163mm Höhe, somit für viele Cases geeignet
- Hohe Kühlungseffizienz bei Hexacore-Prozessoren wie meinem 8600K
Contra:
- Kühlleistung sinkt bei niedriger Lüfterdrehzahl drastisch
    
  
4 5
     am 22.03.2019
Produkttester
Ich möchte mich vielmals bedanken bei dem Testers Keepers Programm mitwirken zu dürfen.
Ich durfte den Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler testen und bewerten.

Ich bin kein professioneller PC-Komponente Tester, habe in meinem Leben dennoch mehrere PCs zusammengebaut und einigen Stabilitäts-Tests unterzogen. Ich denke, dass ich der Lage bin diverse Komponente für den PC zu überprüfen und zu beurteilen, ob diese ihren Zweck gut erfüllen oder nicht.

Ich habe durch das Testers Keepers Programm den zuvor benannten Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler kostenlos erhalten. Der kostenfreie Erhalt des Kühlers beeinflusst meine Bewertung in keinster Weise und ich bewerte den gesamten Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler neutral.

Mein genutztes Testsystem:

Asus 970 Pro Gaming Aura Mainboard
AMD FX 8350 CPU
AMD Sapphire RX 580 Nitro+
2 x G.Skill Ripjaw X 8GB 1600 MHZ Kits
Kingston A400 SSD 240GB
Be Quiet! 500 Watt Pure Power 10
Game Max Falcon Gehäuse
2 x 12 cm Lüfter

Der Kühler befand sich in einem optisch ansprechenden roten Karton. An den Seiten des Aufbewahrungskartons wurde die Spezifikation, der Inhalt des Kartons und eine kurze Einleitung ersichtlich.

Der Kühler befand sich in einer guten Polsterung, wodurch Transportschäden in der Regel auszuschließen sind. Im Lieferumfang sind eine Bedienungsanleitung und dazugehöriges Montagezubehör erhalten. Eine Wärmeleitpaste befand sich ebenfalls im Lieferumfang und gehört zum Zubehör des Kühlers.

Der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler ist in einer schwarzen Farbe gehalten und lässt sich durch seine neutrale Farbe gut mit den anderen Komponenten integrieren.

Die Montage war weder herausfordernd noch schwierig und ist für den Käufer sehr leicht zu bewerkstelligen. Für ungeübte PC-Schrauber sind in der Bedienungsanleitung sämtliche Vorgänge ausführlich beschrieben, was die Montage erleichtert.

In meinem Fall habe ich den Kühler auf einem AM3+ Sockel angebracht. Die Backplate wird mit vier Schrauben an der Mainboard Rückseite angebracht. Von der Vorderseite werden aus Plastik bestehende Abstandshalter auf die Schrauben gesteckt. Im Anschluss kommt die Montageplatte für den Kühler auf diese Schrauben drauf. Um alle Teile in ihrer Positon zu lassen gibt es kleine Plastikscheiben die mit etwas Druck auf den Schrauben befestigt werden.

Im nächsten Schritt muss der Air Guide entfernt werden. Der Air Guide ist mit vier Plastiknasen am Kühler befestigt. Es befindet sich ein zusätzliches Schutzpapier am Kühlerboden. Dieses Schutzpapier am Kühlerboden muss zunächst entfernt werden, um die im Packungsinhalt mitgelieferte Wärmeleitpaste auftragen zu können. Leider war die Verpackungstube der Wärmeleitpaste so fest verschlossen, dass diese nur mithilfe einer Zange geöffnet werden konnte. Der Deckel ließ sich sonst nicht entfernen. Der Verschluss der Warmeleitpastentube sollte leichter zu öffnen sein, so dass man kein zusätzliches Werkzeug dafür benötigt.

Der Kühlkörper wird mit zwei Schrauben an der Montageplatte befestigt und der Air Guide kann wieder aufgesteckt werden.

Der Lüfter wird mit zwei größeren Halteklammern am Kühlkörper befestigt und der PWM Stecker auf das Mainboard gesteckt.

Mir gefällt am Air Guide, dass man ihn in vier Richtungen montieren kann. Dadurch lässt sich die Luft individuell Steuern und man bekommt einen Luftstrom an der Stelle, an der dieser benötigt wird.

Ich finde es sehr vorteilhaft, dass sich zwischen Lüfter und Arbeitsspeicher ein wenig Platz befindet. Somit ist es möglich auch einen Arbeitsspeicher mit einem in der Regel großen Kühlkörper zu benutzen und zu verbauen.

Der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler war für mich im Idle und im geschlossenen Gehäuse nicht hörbar. Nur, wenn man mit dem Ohr sehr nah an das Gehäuse geht kann man ein leises Knattern und einen leichten Luftstrom vernehmen. Läuft der Kühler Lüfter auf 100% kann man ihn jedoch sehr deutlich wahrnehmen. Auf der Höchstleistung verschwindet das zuvor erwähnte Knattern. Eine Vibration fiel mir nicht auf.

Da so gut wie jeder Lüfter auf in seiner Maximalleistung von 100% ziemlich laut sein kann, werte ich diesen Punkt nicht negativ, sondern neutral. Leider bin ich nicht im Besitz von einem Dezibel-Messgerät und kann aus diesem Grund keine genauen Daten über eine gemessene Lautstärke aufzeigen.

Das Design des Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler bewerte ich als mittelmäßig und nicht herausstechend. Mir gefällt, dass er komplett schwarz gehalten ist. Die Verarbeitung des Kühlers erscheint sehr gut. Der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler wirkt weder minderwertig noch instabil.

Der in meinen Augen wichtigste Teil eines Kühlers ist die Kühlleistung. Ich habe einige Daten gesammelt und wie folgt aufgelistet:

FX-8350
VCore - 1,39v
Mhz - 4216
RPM Idle - 510
Temperatur Idle - 24-33c
Cinebench 1. Durchlauf - 872 RPM | 57c
Cinebecnh 2. Durchlauf - 898 RPM | 58c
Prime 95 small FFTs - 1051 RPM | 58c

VCore - 1,42v
Mhz - 4424
RPM Idle - 550
Temperatur Idle - 28-36c
Cinebench 1. Durchlauf - 1000 RPM | 64c
Cinebecnh 2. Durchlauf - 1043 RPM | 65c
Prime 95 small FFTs - 1064 RPM | 67c

VCore - 1,46v
Mhz - 4628
RPM Idle - 576
Temperatur Idle - 31-39c
Cinebench 1. Durchlauf - 1059 RPM | 70c
Cinebecnh 2. Durchlauf - 1059 RPM | 70c
Prime 95 small FFTs - 1062 RPM | 72c


Direkt nach dem ersten Durchlauf wurde der Cinebench Testlauf gestarten. Nach dem zweiten Durchlauf von Cinebench wurde der Prime Test durchgeführt und lief 5 Minuten.

Mein FX könnte bis zu 4800 Mhz hochgetaktet werden. Dies ist aber eine Region, die der Kühler definitiv nicht gekühlt bekommt. Mein Eindruck war, dass der Kühler nicht für das Übertakten entwickelt wurde, eventuell wäre er nur für sehr moderates Übertakten brauchbar. Ich habe bewusst diesen FX Prozessor ausgewählt und keinen Ryzen, da der FX sehr viel Wärme abgeben kann und sich die Kühlleistung des Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler besser bewerten lässt.

Der Kühler ist nicht schlecht und kann sich in dieser Preisklasse auf jeden Fall sehen lassen. Die Kühlleistung ist in Ordnung, aber nicht überragend und auch das Design des Kühlers ist ansprechend. Leider vermisse ich zwei weitere Halter für einen zusätzlichen Lüfter. Der Air Guide ist eine nette Idee und die Umsetzung ist gut, allerdings ist er in meinem Gehäuse nicht wirklich notwendig. In der Regel wird die Luft durch einen zusätzlichen Lüfter am hinterem Gehäuseteil nach außen befördert.

Alles in allem ist der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition CPU Kühler sehr solide und für HomeOffice und leichtes Übertakten gut geeignet.
1 von 1 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
4 5
     am 06.03.2019
Produkttester
Hallihallo, ich darf nun zum ersten Mal meine Eindrücke im Rahmen des großzügigen Testers Keepers-Programms mit euch teilen. Ich hoffe damit einige Fragen von Kaufinteressierten beantworten zu können. Viel Spaß beim Lesen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Review: Enermax ETS T50 Axe Silent Edition

EINLEITUNG:
Die folgende Produktbewertung geschieht im Rahmen des Testers Keepers-Programm. Der getestete CPU-Kühler wurde also von Mindfactory kostenfrei zum Testen zur Verfügung gestellt. Die nachfolgende Review bleibt davon jedoch unbeeinflusst, und es werden reine subjektive Wahrnehmungen sowie eine objektive Bewertung anhand bestimmter Kriterien wiedergegeben.

TESTSYSTEM:
Gehäuse: InterTech M-908 mit Infinity Mirror
Mainboard: MSI X470 GAMING PRO CARBON
Prozessor (CPU): AMD Ryzen 7 2700X
Arbeitsspeicher (RAM): 2x 8GB Corsair Vengeance RGB PRO DDR4 auf 3200Mhz
GPU: MSI GTX 1080 Ti Armor mit verbautem Arctic Accelero Xtreme IV (installiert im untersten PCI-E-Slot)
Alle restlichen Komponenten sind für den Test eines CPU-Kühlers mehr oder minder irrelevant. Kleiner Hinweis noch: Die Grafikkarte mit dem fetten Kühlkörper passte nach Installation des Enermax nicht mehr in den primären PCI-E-Slot mit x16-Anbindung, wurde daher in den sekundären PCI-E-x8-Slot gesteckt, was bei einer GTX 1080 Ti in Sachen Bandbreite aber nicht limitiert und somit nicht die Performance beeinflusst.
Die Spezifikationen des Kühlers führe ich hier bewusst nicht an, da diese oben aus dem Datenblatt entnommen werden können.

VERPACKUNG/LIEFERUMFANG:
Das Offensichtliche zuerst. Die Verpackung ist schlicht gehalten in rot/schwarz und birgt alle auf den ersten Blick wichtigen Features, sowie die Alleinstellungsmerkmale des Produkt, etwa das abnehmbare Rotorblatt oder den gerichteten Airflow dank eines speziellen Aufsatzes. Optimalerweise hat man sogar die gesamten Spezifikationen mitsamt einer bemaßten Skizze mit drei Ansichten auf der Packung untergebracht. Im Lieferumfang sind eigentlich alle gewohnten Standardteile dabei, also Abstandhalter, Schrauben, Muttern, Backplate, und eine universelle Frontplate (nennt man das so?). Auch eine kleine Tube Wärmeleitpaste ist dabei, welche für den Integrated Heat Spreader des 2700X gerade so ausreichte. Wie hochwertig Wärmeleitpaste letztlich aber ist, lässt sich in einem Zeitraum von 14 Tagen nicht sicher bestimmen.

MONTAGE/EINBAU:
Bevor man einen neuen CPU-Kühler installieren kann, muss der alte natürlich erstmal runter. In meinem Fall war das der AMD Wraith Prism Stock Cooler des Ryzen 2700X. Diesen zu deinstallieren war dank minderwertiger Wärmeleitpaste und dem leicht fehlkonstruierten AM4-Sockel alles andere als einfach. Umso entspannter war jedoch die Installation des Enermax-Kühlers. In einer gefalteten Anleitung ist übersichtlich und schrittweise alles erklärt und bebildert. Auch die Komponenten aus dem Lieferumfang lassen kaum Fehler zu. Besonders nennenswert fand ich die gefederten Schrauben zur Befestigung des Kühlkörpers an dem Montagerahmen. Diese müssen nicht wie bei der Konkurrenz nach eigenem Ermessen festgedreht werden, sondern lassen sich nur bis zu einem gewissen Punkt einschrauben | den Rest erledigen dann die Federn. So ist ein einheitlicher Anpressdruck gegeben, aber weniger erfahrene Käufer laufen nicht in Gefahr, durch Überziehen der Schrauben das Board oder andere Teile zu beschädigen. Auch der Lüfter und der Air Guide lassen sich bequem anbringen. Am Luftausgang kann man sich für eine Richtung entscheiden | im Falle meines Gehäuses (siehe oben) wurde der Air Guide nach oben gerichtet -, und wird dann einfach an den Kühlkörper angeclipst. Beim Rotor zum Lufteinsaugen muss man wie bei anderen Produkten auch auf kleine Metallklemmen zurückgreifen. Zwar ist es zunächst etwas schwierig die richtige Orientierung der Klemmen zu bestimmen, dafür sitzen diese dann aber bei richtiger Ausführung wie angegossen. Wer sehr hohen RAM verbaut hat, kann auch ohne Probleme den Lüfter etwas weiter oben einklemmen ohne großartig Airflow zu verlieren. Das RAM-Problem wird jedoch aufgrund der cleveren Konstruktion sowieso weitestgehend dezimiert. Doch dazu mehr im Abschnitt "Design/Verarbeitung".

DESIGN/VERARBEITUNG:
Eines Vorweg, zu bemängeln habe ich hier gar nichts, das Design gefällt mir persönlich, fügt sich mit seinem mattschwarz super in mein Rig ein. Der Kühlkörper an sich ist von dem Kaliber, wie es sich für diese TDP-Klasse gehört, aber auch nicht zu wuchtig wie etwa ein Macho von Thermaltake. Gegen diesen wirkt der ETS T50 eher schlank und rank. Die fünf Heatpipes gehen beidseitig in den Lamellentrakt über, wobei beide Abteile vollständig schwarz lackiert sind. Auf der Kontaktseite kommen jedoch die blanken Kupferheatpipes zum Vorschein und liegen direkt auf der Paste/dem Heatspreader auf. Clevererweise "lehnt sich die Heatpipe-Lamellen-Konstellation etwas zur Seite, wodurch man nicht so schnell in die Bredouille kommt, was große RAM-Riegel angeht. Hätte ich mein Board voll mit Corsair RGB-RAM bestückt, hätte ich trotzdem noch ein wenig Spalt zwischen dem ersten Slot und dem Rotorgehäuse des Enermax. Bei meinem alten Alpenföhn lag der Lüfter quasi auf dem RIegel auf und hat sich dort abgestützt, das ist hier löblicherweise nicht der Fall. Ein weiterer wichtiger Punkt des Designs ist der Lüfter, der zur Reinigung ohne Mühe abnehmbar (!) ist, und dank Gumminoppen sogar entkoppelt an den Kühlkörper angeklemmt wird. Der patentierte Air Guide drückt die ausgehende Luft sogar wahlweise etwas nach unten oder nach oben, je nachdem wo im Case der Luftauslass platziert ist. Das ist nicht nur neuartig, sondern trägt auch wie vom Hersteller gewollt zu einem sauberen Airflow im Case bei.

VIBRATIONEN/LAUTSTÄRKE:
Vibrationen die sich in nervigen Schnarren oder Ähnlichem äußern konnte ich nicht feststellen. Bei aufgelegter Hand im Betrieb war der Kühlkörper auch überraschend bewegungsarm, was wohl dem entkoppelten Rotorgehäuse geschuldet ist, wie bereits im vorherigen Abschnitt erläutert. Mangels Sone-Messgerät kann ich bezüglich der Lautstärke aber natürlich nur die Eindrücke weitergeben, die mein Gehör zulässt. Im normalen Desktopbetrieb mit offenem Gehäuse ist der Enermax bei genauem Hinhören nur schwer von den übrigen Geräuschen zu unterscheiden. Dreht der Lüfter unter Volllast wie in Prime95 oder Cinebench auf, wird die Sache schon klarer. Von störend kann hier aber keine Rede sein. Selbst der hitzige Ryzen 2700X bleibt so schön kühl, ohne dass er von einem Turbinengebläse gekühlt werden muss. Dem Namenszusatz "Silent Edition" kommt Enermax mit diesem Produkt voll und ganz nach. Mit geschlossenem Gehäuse hört man bestenfalls nur noch ein leises Rauschen. Wenn etwas zu hören ist, dann ist es mitnichten der CPU-Kühler, sondern viel eher die Grafikkarte oder die Gehäuselüftung . Wer wie ich mit geschlossenen Kopfhörern am PC sitzt, sollte ohnehin nichts vom Lüfter hören, geschweige denn es liegt Sound an. Zum Vergleich: Die unglaublich minderwertigen Gehäuselüfter meines InterTech-Gehäuses habe ich bei mittlerem Spielsound, mit geschlossenen Kopfhörern und geschlossenem PC-Case noch deutlich wahrnehmen können. Der Enermax braucht sich hier jedoch keiner Schuld bewusst sein.

LUFTDURCHSATZ/KÜHLUNG:
Da ich eine Privatperson bin und kein professioneller Tester für PC-Komponenten, habe ich natürlich weder Messgeräte für den Luftdurchsatz, noch für Temperaturen im PC-Innenbereich. Ich teile daher meine persönlichen Erfahrungen mit dem Produkt. In Sachen Kühlung sieht aber alles bestens aus, was für einen gerade mal 35 Euro teuren Kühler schon beachtlich ist. Mit der Hand konnte man den Luftdurchsatz aber recht gut überprüfen. Der Air Guide sorgt beispielsweise tatsächlich dafür, dass die Luft gerichtet aus dem Gehäuse rausfließt, was ich in der Form noch nicht gesehen habe. Prinzipbedingt entsteht am Übergangspunkt zwischen Lüfter und Lamellen aber ein ordentlicher Schwall verwirbelte Luft. Ob das für die Kühlung des Innenraums nun gut oder schlecht ist, kann ich leider nicht beurteilen. Nun zu den Messwerten. Im BIOS wurde eine recht flache lineare Lüfterkurve von 30 bis 100% Drehkraft festgelegt, mit sehr hohen Stepup/-down-Times von 0,7s um eine gleichmäßigere Geräuschentwicklung zu gewährleisten. Im BIOS hielt der Enermax meine CPU bei fast schon Raumtemperatur (28°C). Der AMD Werkslüfter lag hier bei 40°C. Im Idle-Betrieb auf dem Desktop lag die Temperatur schon bei 41,8°C, der AMD lag hier fast bei 50 Grad (48°C). Nun zum Wichtigen: Der Volllasttest. Getestet wurde sowohl mit mehreren aufeinander folgenden Cinebench R15-Läufen, sowie dem neuen Cinebench R20 von Maxon. Hier blieb der Lüfter aber trotz acht belasteter Kerne erstaunlich ruhig und bei um die 70 Grad Celsius. Für die Dauerbelastung habe ich den Stresstest von CPU-Z herangezogen. Nach fast 15 Minuten pendelte sich die Temperatur hier bei einem Spitzenwert von 70,7°C ein und konnte den Echtzeit-Score durchgehend halten. Beim Werkskühler sank der Score mit der Zeit etwas ab, was man aber von Stock Coolern nicht anders gewohnt ist. Alles in allem also eine respektable Kühlleistung für den Preis. Kein Highend-Wert, aber dafür stets leise und mit Kühlpotenzial für manuelles Overclocking.

PREIS-/LEISTUNGSVERHÄLTNIS:
Dieser Abschnitt wird von allen mit Abstand der kürzeste. Für 35 Euro bei Mindfactory bekommt man hier einen Kühler, der zwar nicht an Highend-Produkte von bequiet etc. herankommt, aber trotzdem mehr als leise genug arbeitet und selbst hitzköpfige Prozessoren von AMD vorbildlich im Zaum hält. Dazu ist das Produkt überraschend hochwertig und macht in seiner schlichten schwarzen Lackierung auch durchaus was her. Keinerlei Kritik in Sachen PLV!

VERGLEICH MIT ANDEREN KÜHLERN:
Hier kann ich bisher auf Vergleichswerte zu einem EKL Alpenföhn Brocken 2 (ähnliche Bauweise), einem EKL Silvretta Low-Profile-Kühler, sowie dem AMD Wraith Prism Stock Cooler zurückgreifen. In der Rangliste würde ich den Enermax auf dem zweiten Platz hinter dem Brocken von EKL einordnen, zumindest in Sachen Lautstärke. Denn in Sachen Design und Bauweise bringt der getestete Enermax einfach aktuellere Erkenntnisse aus diesem Marktsegment mit. Der Brocken 2 erschien etliche Jahre davor und somit etwas "altehrwüriger" unterwegs. Im Vergleich zu dem Werkskühler von AMD sowie dem Low Profile-Silvretta von EKL zeigt der Enermax klare Vorteile auf, sowohl in Bezug auf Lautstärke, als auch in der exzellenten Kühlleistung.

FAZIT:
Fassen wir einmal zusammen. Der Kühler hat den Anspruch "silent zu sein und kommt diesem auch voll nach. Zwar gibt es leisere Alternativen, diese kosten aber auch gerne mal etwas mehr oder nehmen mehr Platz ein. Die Kühlleistung ist ebenfalls hervorragend und ermöglicht selbst bei AMD Raum für moderates Übertakten, ohne dabei laut zu werden. Das design ist schlicht, kommt aber hochwertig und schnittig daher. Dank entkoppelter Montage kann der Lüfter auch ohne Vibrationen abzugeben sein Werk verrichten. Zur Reinigung kann der Rotor sogar einfach abgenommen werden, was ein großes Plus ist! Der Air Guide Aufsatz ist zudem eine gern gesehene Ergänzung. Auch Platzprobleme in Verbindung mit den RAM-Bänken sollte man in den meisten Fällen dank der schlauen Konstruktion wohl nicht befürchten müssen. Wer also auf der Suche nach einem günstigen, leisen und leistungsstarken Kühler mit schwarzen Design und ohne RGB-Schnickschnack sucht, braucht hier nicht lange nachzudenken. Auf einer Skala von 1 - 10 hätte sich der Enermax ETS T50 Axe Silent Edition wohl seine 9 wohl verdient.

PRO:
Schlichtes, einheitlich schwarzes Design mit netten Akzenten
Recht schlank im Vergleich zu anderen Kühlern mit vergleichbarer Kühlleistung
Sehr leise, aber auch sehr leistungsfähig

CONTRA:
Wärmeleitpaste ließ sich nur mit einer kleinen Zange öffnen
    
  
4 5
     am 05.03.2019
Produkttester
Wir dürfen heute für Mindfactory den ENERMAX ETS-T50 AXE Silent Edition im Rahmen des Testers Keepers Programm testen.

Der Kühler kommt in einer für ihr Gewicht kleinen Verpackung, ist jedoch ausreichend gepolstert.
Die Box enthält
- den Kühlkörper
- einen 140mm PWM Lüfter
- den AirGuide-Aufsatz
- mounting kits für Intel und AMD Prozessoren
- Wärmeleitpaste, sowie diverse Kleinteile zur Montage

Die Anleitung ist grundsätzlich ausreichend, jedoch nicht ganz intuitiv. Die Schritte sind fortlaufend nummeriert, jedoch müssen nicht alle hintereinander ausgeführt werden. Schritt 1.1 bis 1.3 befasst sich mit vorbereitenden Arbeiten für eine Montage auf Intel-basierten Mainstream-Systemen (Sockel 115x und ältere), während Schritt 2 die Vorbereitungen für die HEDT-Sockel Intel 2011 und 2066 beschreibt. Schritt 3 beschreibt alle verbleibenden AMD-Sockel. Für unser Testsystem mussten wir also die Schritte 1,4,5,6,7 befolgen. Der Hinweis, für welchen Sockel der aktuelle Schritt gültig ist, findet sich relativ klein in der rechten oberen Ecke der Anleitungen und ist leicht zu übersehen. Ansonsten ist die Anleitung in jedem Schritt mit Bildern und Textanweisungen präzise genug.

Der Kühlkörper ist schwarzmatt beschichtet, was ihm insgesamt einen schlichten und hochwertigen Anblick verschafft. Die Wärme wird aus der vernickelten Bodenplatte, die sogar einen eigenen kleinen Kühlkörper besitzt, durch fünf Heatpipes zu jeder Seite transportiert. Die Heatpipes sind ebenfalls schwarzmatt lackiert, haben jedoch direkten Kontakt zum Heatspreader. An der Kontaktstelle sind sie nicht lackiert, was zweifelsfrei den Wärmetransport verbessert und bei der Montage kurz schick aussieht.

Der Lüfter ist ein 140mm-PWM Lüfter mit einer maximalen Drehzahl von 1000 RPM. Auf den ersten Blick scheint diese Drehzahl im Vergleich zu anderen Lüftern gering zu sein, aber wie sich im späteren Test herausstellt, ist sie nicht der limitierende Faktor des Kühlers.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Kühlkörpers, also am Luftauslass, wird der sogenannte AirGuide befestigt. Er dient zur Führung des Luftstromes und kann gedreht werden, sodass die Luft optimal abgeführt wird.

Der Kühler ist für AMD Mainstream, sowie Intel Mainstream und Highend-Desktop geeignet. Die Backplate ist universell und hat viele verschiedene Bohrungen für die Sockeltypen.

MONTAGE

Zunächst wird die Backplate vorbereitet. Die passenden Bohrungen konnten wir mit der Anleitung schnell finden, das mitgelieferte Zubehör ermöglicht eine einfache Montage ohne dritte Hand, die Schrauben werden mit Hilfe von Gummihülsen gut in der Führung gehalten. Das Auftragen der Wärmeleitpaste stellte uns vor eine kleine Herausforderung, da die Tube sehr fest verschlossen und von der Wärmeleitpaste verklebt war. Der Verschluss ist sehr klein und wir haben schon eine Weile gebraucht, um genug Kraft aufzubringen, das hätte man deutlich besser lösen können. Abhilfe schaffte letztendlich ein Küchentuch, da die Finger einfach zu rutschig waren. Kleine Flügel an dem Verschluss könnten an dieser Stelle sehr hilfreich sein. Deutlich problematischer ist allerdings das Anschrauben des Kühlkörpers. Die Schrauben befinden sich unten an der Basis und es wird auf einer Seite ein ungewöhnlich langer Kreuzschlitz-Schraubendreher benötigt, der nicht zum Lieferumfang gehört. Glücklicherweise hatten wir ein passendes Werkzeug aus dem Lieferumfang des NH-D15 zur Hand. Für alle, die nicht zufällig bereits solches Werkzeug von anderen Herstellern haben: Der Schraubendreher sollte eine Länge von mindestens 15 cm von Spitze bis Griff haben und an keiner Stelle einen Durchmesser von über einem Zentimeter aufweisen. Ohne ein derartiges Werkzeug kann die Montage unter Umständen nicht durchgeführt werden. Der Lüfter wird mit zwei Bügeln aus Draht am Kühlkörper befestigt, eine konventionelle Lösung, aber es haben andere Hersteller bereits deutlich einfachere und stabilere Befestigungen entwickelt.

PERFORMANCE

Der Hersteller verspricht eine Wärmeabfuhr von bis zu 250W. Das Testsystem besteht aus einem i7-2600K @ 4.3 GHz auf einem ASRock Z68 Pro3 Mainboard. Unter Last zieht das Package insgesamt 145W. Die Last wurde künstlich mit prime95 im small fft Test und zur Auslastung der integrierten GPU mit Furmark erzeugt. Die Sensoren wurden mit HWInfo64 ausgelesen und aufgenommen.
Der Lüfter dreht deutlich höher als zu Beginn des Testes, ist aber auch nicht merklich lauter geworden. Hier waren die verbauten Gehäuselüfter des Corsair Carbide Series 200R unter Last immer noch lauter. Wie das nach einer gewissen Betriebszeit aussieht können wir jetzt natürlich noch nicht sagen, die meisten Lüfter entwickeln ihre wahre Lautstärke erst nach einigen Betriebsstunden. Ebenso sind keine spürbaren Vibrationen wahrnehmbar. Dies wird effektiv durch eine Gummientkopplung des Lüfters vom Kühlkörper verhindert.
Nach weniger als fünf Minuten taktet die CPU bereits runter, da zwei Kerne die Maximaltemperatur 97 C erreicht haben. Wir sind etwas verwundert und messen mit einem Messfühler die Temperatur des Kühlkörpers. In der Nähe der CPU ist nach etwa zehn Minuten Volllast eine Temperatur von etwa 40°C messbar. Am oberen Ende des Kühlkörpers ist nach wie vor normale Umgebungstemperatur, es scheint also nicht am Lüfter oder den Kühlfinnen zu liegen. Auf der Suche nach dem Problem nehmen wir den Kühlkörper heraus und stellen anhand des Abdruckes der Wärmeleitpaste fest, dass der Heatspreader der CPU signifikant kleiner ist als die Bodenplatte des Kühlers. Mit der Kompatibilität zur Intel Extreme Plattform und dem damit einhergehenden 2011 bzw. 2066 Sockel ist das auch nicht verwunderlich, jedoch vermuten wir genau an dieser Stelle das Problem zu finden. Die CPU hat nur zu drei der fünf Heatpipes direkten Kontakt. Der Unterschied ist sogar noch spürbar. Die inneren drei Heatpipes sind noch merklich warm von dem vergangenen Test, wohingegen die anderen beiden fast schon kalt sind. Vermutlich ist die Auflagefläche an dieser Stelle entscheidend. Der Kühler scheint nicht für derartige Leistungen auf einer kleinen Fläche konzipiert zu sein, was zu Zeiten eines i9-9900K, der unter Last gut und gerne bis zu 200W zieht, eigentlich schade ist. Kurze Leistungsspitzen kann der Kühler gut abführen, jedoch schwächelt er bei längeren Belastungen. Wir konnten eine Last von 130W über eine längere Zeit aufrechterhalten, ohne dass es zu Thermal Throtteling kam, dies scheint auch die Grenze des Kühlers für kontinuierliche Belastungen auf Intel 115x Sockeln zu sein.
Als kurzer Vergleich sei gesagt, dass der gleiche Test mit dem zuvor installierten Kühler, einem Thermalright Macho 120 Rev A. ähnliche Ergebnisse brachte. Dieser war jedoch bereits 4 Jahre installiert, hatte also ältere Wärmeleitpaste, war entsprechend schon etwas eingestaubt und hat nur einen 120mm Lüfter.

ZUSAMMENFASSUNG

Der ENERMAX ETS-T50 AXE Silent Edition ist ein Mittelklasse-Luftkühler für die meisten Intel und AMD Sockel. Er hat ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wird im alltäglichen Gebrauch nicht an seine Grenzen geraten. Die Montage kann sich als herausfordernd, aber keineswegs unmöglich gestalten. Auch Einsteigern des PC-Buildings ist die Montage nach einer kurzen Durchsicht der Anleitung definitiv möglich, vorausgesetzt das passende Werkzeug ist zur Hand.
Das schlichte Design gefällt uns persönlich sehr gut. Keine LEDs und keine unnötigen Ecken und Kanten. Der Kühler wirkt insgesamt wertig verarbeitet und stabil.
Die meiste Zeit verwenden wir unsere Computer weit unterhalb des Leistungslimits. Selbst in modernen Computerspielen wird der Prozessor mit dem ENERMAX ETS-T50 AXE Silent Edition vollkommen ausreichend gekühlt. Bei extrem CPU-intensiven Aufgaben, wie zum Beispiel Video-Rendering, kann es unter Umständen passieren, dass der Kühler an seine Grenzen gerät. Bis zu einer Leistungsaufnahme von 130W im CPU-Package ist die Kühl-Leistung absolut ausreichend und der Lüfter ist beinahe nicht zu hören. Eine Last oberhalb dieser 130W ist außerhalb von Benchmarks und sonstigen Stresstests nur selten erreichbar.
    
  
4 5
     am 02.03.2019
Produkttester
TLDR: Ein extrem leiser Kühler mit guter Kühlleistung und einem schönen Design (schlicht und schwarz), einfach zu verbauen (Schraubendreher mit mindestens 13cm Stiellänge, besser 15+cm benötigt). Die mitgelieferte Wärmeleitpaste ist mit der NT-H1 von Noctua vergleichbar (meine Messungen)

Einleitung

Im Rahmen des Testers Keepers Programmes von Mindfactory wurde ich ausgewählt den Enermax T50 AXE Silent Edition CPU-Kühler zu testen.

In diesem Test wird der Kühler einem be quiet! Pure Rock (mit einem be quiet! Shadow Wings Lüfter) gegenübergestellt, des Weiteren werde ich den Enermax ETS T50 AXE Silent Edition für den weiteren Verlauf dieser Review lediglich T50 nennen.

Das Testsystem und die benutzte Software sehen wie folgt aus:
Gehäuse: Coolermaster Centurion 5 II 140mm Lüfter vorne 120mm Lüfter hinten
CPU: Ryzen 5 1600 3,8GHz 1,33V
GPU: Gainward Phoenix GTX 1060 6GB
RAM: 16 GB Corsair Vengeance LPX 3000
Motherboard: Gigabyte GA-AB350-Gaming 3
Software: HWInfo64 (Monitoring Software), AIDA64, Prime95 (29.4), Blender, Overwatch, Ace Combat 7


Der Kühler

Verpackung:
Nettes Design und einfach zu öffnen. Neben dem Kühlkörper sind in der Box ein 140mm PWM Lüfter, die Befestigungshardware für alle gängigen Intel und AMD Sockel (ausgenommen TR4) sowie eine kleine Spritze Wärmeleitpaste die für ca. 1-3 Anwendungen reichen sollte. (Je nach CPU-Größe)

Kühlerdesign und Verarbeitungsqualität:
Der Lüfter ist schwarz und macht einen wertigen Eindruck, er ist mit Gummipads bestückt, um Vibrationen zu entkoppeln. Das Kabel des Lüfters ist flach und lang genug für alle Konfigurationen, für meinen Fall vielleicht sogar etwas zu lang, da es etwas schwieriger war das Kabel ansehnlich zu verlegen.

Auch standardmäßig an der Rückseite des T50 angebracht ist ein sogenannter "Air Guide", ein an den Auflageflächen ebenfalls mit Gummipads entkoppelter Plastitclip (leicht entfernbar), der aus einer äußeren Fassung und einem drehbaren Ring aus gekippten Plastiklamellen, die den Luftstrom in die für das gewählte Belüftungskonzept passende Richtung zu leiten sollen.

Die Lamellen sowie die Heatpipes sind mit einer matt schwarzen Beschichtung überzogen. Sie ist sehr gleichmäßig aufgetragen und sorgt für ein sehr stimmiges, unauffälliges Gesamtbild und einen wertigen Eindruck, lediglich die Enden der Heatpipes sehen etwas ungleichmäßig aus. Hier wären Kappen, wie sie beim be quiet! Pure Rock verbaut sind, noch einen Tick hübscher gewesen. Die Befestigungshardware ist ebenfalls schwarz lackiert, lediglich die Brackets für die Lüfterbefestigung sind nicht lackiert.

Die Baseplate besteht aus 5 Heatpipes, die in einem Aluminiumblock eingelassen sind, die Heatpipes berühren direkt den CPU-Heatspreader ( direct touch ). Hier gibt es einige kleinere Unebenheiten, jedoch sind zwischen den Heatpipes keine tieferen Rillen vorhanden, wie es beim Thermalright Macho Direct der Fall ist.

Anleitung und Montage:
Die Anleitung ist mit gut verständlichen Bildern gestaltet, sodass die Installation auch für Anfänger ohne größere Probleme durchführbar ist. Jedoch fehlt in der Anleitung für AMD-Desktop-Sockel (AM4 etc.) das Entfernen der Haltelaschen sowie der Backplate vom Mainboard als erster Arbeitsschritt, man kann es zwar durch einen einfachen Vergleich zwischen Bild und Mainboard schnell herausfinden, dennoch ein kleiner Makel.
Es gibt eine Backplate mit zwei verschiedenen Seiten, eine für Intel Sockel (ausgenommen LGA 2011/2066) und eine für AMD Sockel, was später übrig gebliebene Teile spart.

Die Schrauben sind so geformt, dass sie nur in einer Ausrichtung ganz in die Löcher in der Backplate passen, sodass die Schrauben, nach dem sie mit den mitgelieferten Gummiringen befestigt wurden, nicht zur Seite verrutschen können.
Steckt man nun die Schrauben durch das Mainboard muss man Abstandshalter über die Schrauben stecken und darauf eine Trägerplatte befestigen, dann kann man den Kühler (Sofern bereits Wärmeleitpaste aufgetragen wurde) an zwei fest verbauten federgespannten Schrauben befestigen. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste hat eine weich-cremige Konsistenz und lässt sich sehr leicht verarbeiten.

Beim Befestigen kann man die Schrauben bis zum Anschlag rein drehen, da der Schraubweg kleiner ist als der Federweg der Federn, somit kann man hierbei auch kaum einen Fehler machen. Für das Festziehen der Schrauben benötigt man jedoch einen langen Kreuz-Schraubendreher (Stiellänge ab ca. 13cm, lieber 15cm), da der Kühlkörper durch das asymmetrische Design über eine Schraube ragt und man nur über eine kleine Einbuchtung in den Lamellen an die Schraube kommt.
Tipp: Den Air Guide - erst nach dem Einbau des Mainboards und dem Anschließen der Kabel (Lüfterkabel und CPU-Power) anbringen, da dies sonst sehr schwierig werden kann.


Testmethode

Bedingungen:
Die Lüfterkurve in den BIOS Einstellungen bleibt unverändert.
Der T50 wird mit installiertem Air Guide - getestet.
Für eine bessere Vergleichbarkeit wird der T50 einmal mit der mitgelieferten und einmal mit der Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste getestet, da diese ebenfalls für den Pure Rock verwendet wird.

Die Kühler werden Folgenden Tests unterzogen:
Leerlauf
AIDA64 (CPU, FPU, Cache)
Prime95 (Small FFTs)
Blender (RyzenGraphic 600 Samples 1600x1600px)
Overwatch (Practice Range)
Ace Combat 7 (Mission 7)

Messmethode:
Zwischen den Tests liegen mindestens 5 Minuten Abkühlzeit, um sowohl CPU- als auch Raumtemperatur abkühlen zu lassen. Die Stresstests (Aida64 und Prime95) laufen solange, bis sich die Temperatur auf ein stetiges Niveau eingependelt hat, welches erreicht ist, wenn dieselbe Temperatur für 2 Minuten konstant anliegt. Der Blender Test wird einmal durchgeführt. Der Overwatch Test findet auf der Practice Range statt hierbei werden sowohl CPU als auch GPU Temperatur gemessen.

Die Temperaturwerte werden in K”T der Umgebungstemperatur angegeben, die Umgebungstemperatur wird nach jedem Test kontrolliert und das jeweilige Ergebnis daran angepasst.

Testergebnisse

Kühlleistung:
Der T50 zeigt auch mit der mitgelieferten Wärmeleitpaste in allen Tests eine gute Performance und sorgt unter Last durchweg für um 4-5°C niedrigere Temperaturen als der Pure Rock, was sich Prozentual in 9-15% (gerundet) besserer Kühlleistung widerspiegelt.

Die Noctua NT-H1 Wärmeleitpaste lieferte in meinem Fall lediglich eine Temperaturdifferenz von maximal 1°C. Somit lässt sich sagen, dass die Pasten unter meinen Testbedingungen eine identische Leistung zeigen.

Geräuschentwicklung:
Der T50 wird seinem Beinamen Silent Edition - in vollem Umfang gerecht, er zeigt unter den oben beschriebenen Bedingungen eine sehr große Laufruhe, selbst unter Prime95 Last ist der Kühler lediglich mit einem dumpfen, für mich sehr angenehmen Luftrauschen zu hören und das auch nur wenn man gezielt darauf achtet. Im Leerlauf ist er praktisch unhörbar, da dort die meine Festplatten die lautesten Komponenten sind. Auch produziert der Lüfter, dank guter Entkopplung keine nervigen Vibrationsgeräusche, wie es z.B. mein Wraith Spire (Ryzen Stockkühler) macht.

Im Vergleich mit dem Pure Rock ist der T50 sowohl im Leerlauf als auch unter Last um Einiges leiser im Betrieb. So ist der T50 kaum zu hören, wohingegen der Pure Rock zwar immer noch leise, jedoch auch ohne gezieltes Hinhören wahrnehmbar ist (lauteres etwas helleres Luftrauschen).

Preis/Leistungs-Verhältnis:
Der T50 ist zurzeit für ca. 35€ erhältlich und bietet bis auf ein paar Kleinigkeiten ein schönes Design, gute Kühlleistung und eine hohe Laufruhe. Somit bietet der T50 für seinen Preis ein wirklich attraktives Gesamtpaket.


Fazit

Der Enermax ETS T50 AXE Silent Edition ist ein Leistungsfähiger und besonders Leiser CPU-Kühler, der auch noch gut dabei aussieht. Auch der Einbau gestaltet sich unkompliziert, sofern man im Besitz eines Schraubendrehers mit mindestens 13-15cm Stiellänge ist. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste lässt sich gut verarbeiten und steht bei einer Midrange CPU (Ryzen 5 1600 @ 3,8GHz 1,33V) der NT-H1 von Noctua in nichts nach.

Alles in Allem kann ich den Kühler für alle empfehlen, die sich einen leisen Kühler wünschen und einen gewissen Wert auf Ästhetik legen. Auch für (noch) ungeübte PC-Bastler/Bastlerinnen sehr empfehlenswert.
    
  
4 5
     am 24.02.2019
Produkttester
Testbericht Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition im Rahmen der Testers Keepers Aktoin

System
Zunächst etwas zu meinem System. Ich verwende ein ASRock B150M Pro 4 mit einem Intel Core i5 6400, eine NVIDIA GeForce GTX 1070, zudem 16 GB Ram, verteilt auf alle vier Steckplätze. Verbaut ist das ganze in einem Nanoxia Deep Silence 3 mit Seitenfenster. Ich nutze den PC für Büroarbeiten, Bildbearbeitung und zum Spielen, auch VR.
Als weitere Lüfter sind im Case vorne ein Nanoxia Lüfter und hinten ein be quiet!-Lüfter verbaut.
Besonders bei den ersten beiden Tätigkeiten ist mir ein zumindest annehmbar leiser PC wichtig.
Vor dem Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition war in dem PC ein Scythe Mugen 4 verbaut, der damit schon erheblich in die Jahre gekommen ist, dennoch soll dieser als Vergleichslüfter zum Enermax herhalten. Da beide in der gleichen Preisklasse sind, erwarte ich vom ETS-T50 den Mugen deutlich zu schlagen.

Montage
Ich habe bereits 15 Jahre Erfahrung im Zusammenbau von PCs, nicht nur für mich sondern auch für Familienmitglieder und Freunde. Wenn andere als die Boxed-Kühler verbaut werden, graut es mir davor noch am meisten. Daher war ich gespannt, wie die Montage des ETS-T50 verlaufen wird und ob es möglich sein wird, diesen zu montieren, ohne mein Mainboard auszubauen.
Um die Antwort vorweg zu nehmen: es war möglich. Auch sonst erwies sich die Montage des Enermax Lüfters als ziemlich unkompliziert und als bisher einfachste, an die ich mich erinnern kann. Dies ist vor allem auf kleine Details zurückzuführen, so sind die Gummiunterlegscheiben so geschnitten, dass sie die Schrauben an der Backplate halten und die Abstandshalter auf der Mainboardseite haben kleine Widerhaken, die dafür sorgen, dass diese nicht ständig herunterfallen.
Die Anleitung war für mich leicht verständlich und dürfte meiner Meinung nach auch für Laien verständlich sein. Lustig, aber kein wirkliches Problem ist allerdings, dass beispielsweise die Muttern (eng. Nuts) als "Nüsse" übersetzt werden.
Nachdem die Backplate montiert ist und auf der Mainboardseite die Halterungen angebracht sind, wird der Lüfter montiert, hierbei müssen keine Metallprofile unter oder zwischen den Lüfter geschoben werden, sondern dieser einfach in Position gebracht und mit zwei Schrauben festgezogen werden. Hier machte sich das asymmetrische Design des Kühlkörpers bemerkbar, da ausreichend Abstand zum RAM war und die Schraube auf der Seite somit recht problemlos festgezogen werden konnte. Nachdem beide Schrauben montiert waren sitzt der Kühler sicher.
Anschließend ist der Lüfter zu montieren, hierfür werden zwei Drahtspangen verwendet, die mir beim Mugen immer wieder einige Nerven gekostet haben. Dieses Problem scheint beim ETS-T50 aber behoben zu sein, die Spangen ließen sich leicht in die Kühlrippen schieben und dort mit wenig Kraftaufwand und Rütteln befestigen. Die einfache Montage und Demontage des Lüfters ist besonders dann wichtig, wenn die Zwischenräume der Lamellen vom Staub befreit werden müssen, was beim Mugen regelmäßig der Fall war.
Insgesamt habe ich | auch Dank einiger sehr durchdachter Details | nur wenig mehr als 30 Minuten für die Montage gebraucht.

Kühlleistung
Kommen wir zur wesentlichen Aufgabe des Kühlers, kühlen.
Hierfür habe ich zwei Tests jeweils mit dem Scythe Mugen 4 und dem Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition gemacht. Zuerst wurden mit dem Benchmark von 7-zip alle vier CPU-Kerne voll ausgelastet. Der zweite Test bestand aus einer Runde Battlefield V.
Bei der Überwachung der Temperatursensoren fiel auf, dass ein Kern meiner CPU immer zwischen 3-5°C wärmer war, als die anderen Kerne. Das kann passieren, wenn man die Wärmeleitpaste nicht gleichmäßig aufträgt oder wenn sich Unebenheiten auf der Kontaktstelle vom Kühler zur CPU befinden.
Beim 7-zip Benchmark erreichten die Kerne nach einer halben Stunde eine maximale Temperatur von 31°C, wenn sie vom Scythe Mugen 4 gekühlt werden. Beim ETS-T50 kam der wärmste Kern in der halben Stunde auf 35°C, dies war allerdings der beschriebene Ausreißer, die anderen Kerne wurden nicht wärmer als 30°C. Die CPU Package Temperatur kam beim Mugen auf nicht mehr als 32°C, beim ETS-T50 waren 35°C der Spitzenwert.
Bei der Runde Battlefield V, etwa 45 Minuten, erreichten die CPU-Kerne eine Höchsttemperatur von 40°C und das CPU-Package 38°C, mit der Kühlung vom Mugen. Beim ETS-T50 wurde der Ausreißer bis zu 41°C warm, die anderen Kerne dagegen höchsten 36°C. Die CPU-Package-Temperatur war maximal 41°C.
Bei beiden Lüftern war die Temperatur nach Beendigung der Belastung in weniger als einer Minute wieder im Bereich von vor der Belastung.
Die Kühlleistung des ETS-T50 fällt damit minimal schlechter aus, was allerdings auf andere Faktoren, wie eine veränderte Umgebungstemperatur zurückzuführen sein kann. Bei beiden Kühlern blieben die Temperaturen jedenfalls sehr deutlich im grünen Bereich.

Lautstärke
In Ermangelung ausreichend präziser Messgeräte, kann ich diesen Punkt nur nach Gefühl beantworten, ich kann aber ohnehin wenig damit anfangen, wenn ich weiß, dass der eine Lüfter eine bestimmte Menge an dB leiser oder lauter ist.
Wichtig ist mir, dass der Prozessorkühler bei Officearbeiten, also unter minimaler Last, leise ist. Angesichts des Alters des Scythe war es wenig überraschend, dass der Enermax hier deutlich das Rennen macht. Neben dem Altersunterschied dürfte mindestens die Lüftergröße, die mit 140mm ordentlich ist, und die damit möglichen geringen Drehzahlen im Bereich von 700-800 RPM ausschlaggebend sein. Während der Mugen auch ohne Belastung deutlich zu hören war, höre ich den Enermax nicht, sondern eher einen der Gehäuselüfter.
Erwähnenswert ist jedoch, dass beim Enermaxlüfter ein leises rhythmisches Laufgeräusch zu hören ist, wenn man nah genug ran geht. Das Geräusch ist nicht unbedingt störend, nur hoffe ich, dass es die Lebensdauer des Lüfters nicht beeinträchtigt.
Unter Last bleibt der Enermax ebenfalls leise, sodass er besonders vor der Lautstärke der Grafikkarte beim Spielen gar nicht zu hören ist. Beim Benchmark von 7-zip, der nur die CPU belastet, konnte ich keine Änderung der Lautstärke wahrnehmen.
Wem es wirklich auf absolute Unhörbarkeit, auch unter Last, ankommt und auch die anderen Komponenten des PCs nach diesem Kriterium aussucht, sollte allerdings nochmal einen größeren Vergleich mit mehreren Lüftern und unter professionelleren Bedingungen zur Rate ziehen.

Verarbeitung und Design
Das Aussehen des Enermax ETS-T50 Axe Silent Edition gefällt mir. Er ist komplett in schwarz gehalten und passt damit zu meinen Komponenten, die ebenfalls überwiegend schwarz sind. Die Form der obersten | also sichtbaren | Lamelle ist allerdings für meinen Geschmack etwas zu martialisch.
Die Verarbeitung erscheint sehr solide, ich konnte keine Grate oder Ungenauigkeiten finden, der Kühler und der Lüfter sitzen zudem fest, nichts wackelt oder klappert.
Die heat pipes sind direct touch, das heißt auf dem Prozessor liegen direkt die heat pipes und dazwischen ein Alukern. Eine solche Oberfläche ist schwerer mit der nötigen Präzision plan herzustellen als nur ein Alukern in den die heat pipes eingelassen sind. Angesichts des Ausreißers bei den Temperaturen der CPU-Kerne ist die Frage, ob dies hier gelungen ist. Es ist aber auch denkbar, dass die Wärmeleitpaste ungleichmäßig verteilt ist. Da aber die Temperaturen von jedem Kern absolut unbedenklich sind, wäre auch eine solche Abweichung entschuldbar.

Fazit
Für 35¤ bekommt man hier einen soliden Lüfter. Wer keine gesteigerten Anforderungen bezüglich Unhörbarkeit oder Kühlleistung hat, kann hier meiner Meinung nach wenig falsch machen.
Pro:
++ Preis
+ sehr einfache Montage
+ ausreichende Kühlleistung
+ gute Verarbeitung
+ Platz für RAM

Contra:
- Laufgeräusch des Lüfters
- eventuelle Unebenheit der Basis
    
  
4 5
     am 24.02.2019
Produkttester
Hallo,
Ich hatte das Glück den Enermax ETS-T50 AXE in der Silent Edition bei der Aktion "Testers Keepers" zu gewinnen. Auf die Lieferung musste ich zwar eine Woche warten, jedoch kam das Produkt gut geschützt in einem großen Karton bei mir an. Im Anschluss folgt nun meine Bewertung des Produkts.
Testprodukt war wie gesagt der neue Enermax ETS-T50 AXE in der Silent Edition. Im Vergleich zum normalen ETS-T50 (ohne Silent), besitzt diese Version einen größeren 140mm Lüfter, der wegen seiner Größe einen leiseren Betrieb ermöglichen soll. Enermax ist vor allem aufgrund seiner hochwertigen Kühlprodukte und Netzteile bekannt, wovon ich mich hier überzeugen lassen möchte. Der Kühler ist für alle Mainstream Desktop-Sockel geeignet, bis auf TR4 (Threadripper) und verspricht einer Leistungsaufnahme von mehr als 230W standzuhalten. Im ersten Teil dieses Reviews werden die technischen Details, sowie die äußeren Features bewertet. Danach wird sich mit den Haupteigenschaften des Kühlers beschäftigt. Dieser wird hierzu in meinem Testsystem ausführlich getestet. Zum Schluss kann daraus dann ein Fazit zum Kühler gezogen werden.

1. Design, Verarbeitung, Montage
Der Enermax Kühler kommt in einer hochwertigen, schwarzen Verpackung, wo alle ausschlaggebenden Features auf den Außenseiten angezeigt sind. Man nimmt den Kühler aus der Verpackung und spürt durch das Gewicht sofort die Mächtigkeit und Qualität dieses Produkts. Der Kühlkörper besteht aus Aluminium und die fünf 6mm Heatpipes, sowie die Kontaktfläche zur CPU sind aus Kupfer, wodurch er auch für den Betrieb mit Flüssigmetall genutzt werden kann. Die Heatpipes haben zudem direkten Kontakt zur CPU, was den Wärmetransfer verbessert. Der Kühler gefällt mir optisch sehr gut. Er hat zwar keine RGB-Beleuchtung, aber durch den schlichten, matt-schwarzen Look passt der Kühler in jeden Build und sieht dazu noch sehr hochwertig aus. Besonders der patentierte Fan Grill oder Air Guide sieht echt schick aus, ist flexibel einsetzbar und fördert natürlich auch den Airflow. Zusätzlich im Lieferumfang waren Befestigungsmaterial, Wärmeleitpaste und eine Benutzeranleitung.

Der Einbau erfolgte in einem NZXT Noctis 450 auf einem ASUS ROG STRIX Z370-F (LGA 1151) mit einem i5-8600K. Da mein Gehäuse relativ groß ist, musste ich das Mainboard nicht extra ausbauen, bei kleineren Gehäusen kann dies jedoch der Fall sein, jedoch sollte ein 163mm hoher Kühler in so ziemlich jedes Case passen. Alles war durch die anfängerfreundliche Anleitung gut machbar, auch wenn die Befestigung der zweiten Schraube des Heatsinks, aufgrund von eingeschränktem Platz mit einem dickeren Schraubenzieher, etwas fummelig war. Sonst kam es zu keinerlei Kompatibilitätsprobleme. Auch RAM mit größeren Heatspreadern wie mein Trident Z RGB passen ohne Problem und die Grafikkarten-Slots werden durch die kompakten Dimensionen des Kühlers nicht beeinträchtigt. Der Lüfter ist über ein schwarz-ummanteltes 4-Pin-PWM-Kabel angeschlossen, wodurch die RPM geregelt werden kann.

2. Test: Lautstärke, Temperaturen/Kühlleistung, Vibration
Testsystem, bestehend aus:
1. Intel i5 8600K (@ 4,5 GHz bei 1,25V) (LGA 1151)
2. ASUS Z370- F Mainboard
3. G.Skill Trident Z RGB 2x8 Kit @3200 MHz CL 16
4. ASUS ROG Strix GTX 1070 Ti Advanced (Small OC)
5. Bequiet! Straight Power 11 550W
6. 1x Samsung 960 Evo NVMe SSD, 1x 2TB Toshiba HDD
7. Windows 10 Pro
8. Corsair H150i Pro RGB (Hauptkühlung)
9. Gehäuse: NZXT Noctis 450 mit insg. 6 Lüftern (800-1000 RPM)
10. Enermax ETS -TS50 AXE Silent FAN. (Testkühlung)
Es ist also ein übertaktetes Gaming System, das den Kühler ordentlich fordern sollte.
Das System ist im Idle sehr ruhig und der Lüfter läuft mit ca. 500 RPM. Bei Vollast und steigender Temperatur dreht er bis auf 1000 RPM auf. Der Kühler ist, wie die Silent Edition verspricht, im Idle und im Gamingbetrieb sehr leise. Wenn die CPU dann jedoch voll ausgelastet wird, kann man bei 1000 RPM den Kühler schon gut hören, wobei die Geräusche nicht nervig laut sind. Für einen Luftkühler in dem Preisbereich ist die Lautstärke völlig in Ordnung und der Name "Silent" ist meiner Meinung nach völlig gerechtfertigt. Selbst bei höher Lüfterdrehzahl konnte ich während meiner gesamten Testphase keine Vibrationen feststellen. Der Lüfter lief stets konstant und machte auch nach längerem Betrieb keine Probleme.

Ich habe den Kühler hier für den i5-8600K getestet im OC auf 4,5 GHz bei 1.25V, da ich denke, dass der Kühler für den Prozessor im Stock ein wenig unterfordert wäre. Im Idle lagen die Temperaturen bei 37-41 °C. Für den Stresstest benutzte ich Cinebench R15 und Prime95, ausgelesen wurde alles mit HWMonitor. Der Prozessor kommt bei Cinebench auf 69 °C und bei Prime95 auf bis zu 78°C. Im Gaming bleibt er eher im Bereich von 62-65°C. Im Vergleich zu meiner Corsair H150i Pro RGB zwar ca. 8-10 °C wärmer, jedoch ein solides Ergebnis für eine Luftkühlung. Ein weiteres Testexemplar, womit ich den Kühler verglichen habe, ist der MA620P von Cooler Master: ein High-End Dual-Tower Kühler. Im Vergleich zu diesem Luftkühler ist der Unterschied insgesamt nicht so groß. Lediglich 4-5°C trennen die beiden, wobei die Temperaturunterschiede unter Volllast und im Idle nochmal stärker ausfallen (ca. 6-8°C). Das Ergebnis ist bei einer Luftkühlung natürlich auch immer abhängig vom Airflow im Gehäuse. Außerdem war der Prozessor übertaktet. Im Stock würden die Temperaturen daher noch einmal besser ausfallen. Bei stärkerem OC ab 5GHz mit höherer Spannung, würde der Kühler stark an seine Grenzen kommen, weshalb man dann zu einer stärkeren Kühllösung greifen sollte.

3. Fazit

Zusammengefasst ist der Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition ein schicker und starker CPU-Kühler. Er eignet sich aufgrund seiner schwarzen Optik und Größe bei so gut wie jedem Build. Auch die Kompatibilität mit jeglichen RAM-Riegeln ist gewährleistet, was den Kühler zu einem echten Allrounder macht. Für einen Preis von rund 35 € erhält man hier einen CPU-Kühler, der alle derzeitigen Prozessoren gut kühlen kann und auch zum leichten Übertakten geeignet ist. Preis-leistungstechnisch ist der ETS-T50 AXE Silent Edition definitiv einen Blick wert, da er für überschaubares Geld alle wünschenswerten Features hat und zudem noch eine sehr gute Kühlleistung besitzt.
Pro:
- Unterstützung aller gängigen Desktop-Plattformen
- Schwarzes Design mit direktem Kontakt der Heatpipes zur CPU
- Hochwertiger PWM-Lüfter
- Anpassbarer Air Guide für optimalen Luftdurchsatz
- Einfache Installation, gut für Anfänger geeignet
- Kompatibilität mit RAM-Modulen
- 163mm Höhe, somit für viele Cases geeignet
- Hohe Kühlungseffizienz bei Hexacore-Prozessoren wie meinem 8600K
Contra:
- Kühlleistung sinkt bei niedriger Lüfterdrehzahl drastisch
    
  

Video

Kunden kauften auch: