Verifizierter Kauf
An sich bin ich sehr zufrieden mit dem R7 5700x.
Da ich ich vorher einen (auf 3,8 Ghz) übertakteten) Ryzen 5 1600 hatte, erhoffte ich mir ein wenig mehr Leistung in der Spiele-Performance auf 1080p.
Dem ist allerdings nicht so; in der Hinsicht sind die Unterschiede marginal. Man merkt aber an jeder, das der R7 5700x wesentlich mehr Reverven als ein R5 1600 hat.
Gerade bei Multitasking oder beim Rendern von 3D Modellen und Videos ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Z.B. Nutze ich häufig den Windows Energiesparmodus, bei dem ich die Leistung des Prozessors auf 66% (ca 1,7Ghz] limitiert habe.
Die meisten Spiele merken davon allerdings nix und laufen nach wie vor auf stabilen 60 Fps - bei gerade mal 51° Grad, was für eine sehr angenehme Geräuschkulisse im PC sorgt.
Weniger angenehm ist allerdings die Hitze- und Geräuschentwicklung, sobald man den Ryzen 7 5700x gewähren lässt.
Zu meiner Überraschung entpuppt sich dieser doch als ziemlicher Hitzkopf, was ich bei einer TDP von 65 nicht erwartet habe.
Der CPU-Takt ist sehr unruhig und springt bei der kleinsten Aktion kurzzeitig auf 4,6 Ghz, obwohl es eigentlich nicht nötig ist.
Mein guter alter Hyper 212 Luftkühler reagierte darauf ziemlich empfindlich und quittierte jede meiner Aktionen mit einem kurzen Aufheulen, was auf dauer ziemlich nervig wurde.
Eine Neujustierung der Lüftersteuerung ist daher unumgänglich, wenn einem die Nerven lieb sind.
Richtig eingestellt war das aber auch kein Thema mehr.
Aber an dieser Steller auch Entwarnung an alle, die diese CPU mit einem Luftkühler betreiben wollen.
Eine Wasserkühlung ist definiv nicht nötig. Eine guter Turmlüfter tut es auch.
Zumindest meine Hyper 212 schafft es problemlos, den Prozessor selbst unter Vollast auf durchschnittlich 71°C zu halten.
Bei mittlerer Belastung pendelt sich die Temperatur bei 61°C ein, Im normalen Desktopbetrieg sind es im schnitt 39°-41°C.
Erst ein einstündiger Stresstest bei aktivierter PBO mittels Prime95 & gleichzeitig Furmark schaffte es, die Temperatur auf über 92° C zu treiben. Im alltag dürfte das kaum zu erreichen sein.
Fazit:
Ein toller Allround-Prozessor für alle, die hin und wieder mehr als nur 6 Kerne brauchen und der auch sonst die Lebensqualität spürbar verbessert, wenn man von der ersten ZEN Generation kommt.
Einziger Wehrmutstropfen ist die doch recht hohe Hitzeentwicklung bei geringer Belastung.
Mit wenigen Handgriffen lässt sich das aber auch das leicht beseitigen, wenn man mit geringfügigen Leistungseinbußen leben kann.