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Artikelbeschreibung

Seit dem 20.06.2016 im Sortiment

Retro ist die neue Mode. Jedenfalls in der Gaming-Szene. Mit der NCORE Retro präsentiert Nanoxia erstmalig eine mechanische Tastatur, deren Design einer Schreibmaschine gleicht. Kommen Sie in den Genuss, dass typische Schreibmaschinen-Feeling erleben zu können. Wer damals schon gerne auf die Tasten einer Schreibmaschine gehauen hat, kann sich mit der mechanischen Tastatur einmal so richtig auslassen.

Einzeln austauschbare verchromte Tasten bieten eine Vielzahl an Mulitmedia-Tasten. So zum Bespiel das Öffnen des Windows Media Centers, die Regelung der Systemlautstärke oder das Wechseln zwischen den WASD und den Pfeiltasten. So stehen dem Nutzer 15 Multimedia-Tasten zur Verfügung. Die Tastatur ist spritzwassergeschützt, was eine unkomplizierte Reinigung der Tasten zulässt. Mit den freistehenden Tasten misst die NCORE Retro 465 x 150 x 69 mm und ist aus Kunststoff angefertigt.

Die mittels USB angeschlossene Tastatur kann mit allen Windows Betriebssystemen genutzt werden.

Mit der NCORE Retro haben Sie auf jeden Fall einen wahren Hingucker am Arbeitsplatz oder in Ihren heimischen vier Wänden stehen.


Technische Daten

Allgemein:
Modell: Ncore Retro
Typ: kabelgebunden
Anschluss: USB
Sprache: Deutsch
Switch Typ: Kailh White
Multimediatasten: vorhanden
Farbe: schwarz/silber
Besonderheiten: 1000Hz Polling-Rate, Anti Ghosting, auswechselbare Tasten, FN-Taste, N-key Rollover

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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5 Bewertungen

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5 5
     am 13.01.2017
Design
Das Schreibmaschinen Retro Design wurde absolut gut getroffen. Die Tasten sehen nicht nur richtig gut aus, sondern vermitteln auch das Gefühl einer Schreibmaschine, durch das Klickern der verbauten Cherry MX White Switches. Dies war für mich anfangs doch sehr ungewohnt. Ich habe zwar auch vorher schon eine mechanische Tastatur genutzt, allerdings mit den Cherry MX Brown Switches verbaut. Diese haben nicht dieses typische Geräusch, lassen sich aber meiner Meinung nach etwas leichter tippen, da sie etwas weniger Widerstand bieten (nach meinem Gefühl zumindest). Nach der doch recht kurzen Testphase konnte ich mich allerdings auch schon an das Klicken der Tasten gewöhnen und finde es gar nicht mehr so schlimm. Ob das auch die Kollegen im Büro sagen können, möchte ich nicht behaupten.
Verarbeitung
Sehr gut, vordere Chromleiste hat kleine Macke, die aber kaum zu spüren ist. Die Untere Kante der Leiste hat mehrere kleine Macken, die allerdings im Alltag absolut nicht auffallen und nur bei genauerem Hinsehen und fühlen bemerkbar sind. Ansonsten alles sehr schön und sauber.
Montage
Über die Montage der Tastatur selbst gibt es nicht viel zu sagen. Sie hat einen USB Stecker und war gleich nach dem Anschließen im vollen Umfang betriebsbereit. Es wurden keine weiteren Treiber oder sonstiges benötigt.
Features
Die Tastatur hat 12 integrierte Multimedia Tasten, die ebenfalls auf den Funktionstasten (F1-F12) liegen und über eine zusätzliche FN-Taste (neben ALT GR) bedient werden können, ähnlich wie man es von Laptops kennt. Die Tasten sind für den Internetbrowser, den Win-Explorer, das Mail-Programm, den Musik-Player, den Taschenrechner und die Bedienung der Musik (Play, Stopp, lauter, leiser usw.) Persönlich habe ich es lieber, wenn die wichtigsten Multimedia Tasten wirklich als eigene Taste verfügbar sind, ist aber alles Geschmackssache.
Eine weitere Funktion ist das Sperren der Windows Taste. Sicherlich auch ein ganz nettes Feature, allerdings weiß ich nicht, wann mir das das letzte mal passiert ist, dass ich während dem Zocken auf die Windows Taste gekommen bin.
Dass man die WASD-Tasten mit den Pfeiltasten tauschen kann, habe ich bisher auch noch auf keiner Tastatur gesehen. Kann auch eine sinnvolle Funktion sein, allerdings wüsste ich auch auf Anhieb nicht, wann ich diese Funktion brauchen könnte.
Eine Funktion, die ich nicht vermissen möchte, ist das N-Key Rollover. Es lässt sich umschalten zwischen 6-Key Rollover und N-Key Rollover. Gerade bei Spielen, die aufwendige Tastenkombinationen benötigen, ist es durchaus sinnvoll. Wenn ich mit 10 Fingern gleichzeitig auf die Tastatur drücke, wird auch wirklich jede einzelne Taste dabei erkannt. Sehr praktisch und funktioniert gut.
Preis-/Leistungsverhältnis
Dass man für mechanische Tastaturen bereit sein sollte, etwas mehr Geld auszugeben, sollte bereits für alle Interessierten bekannt sein. Ich habe mir noch einmal verschiedene Hersteller angeschaut und auf der Webseite von Mindfactory verglichen. Ich habe mir dafür folgende Hersteller herausgepickt und die Preise verglichen: Cherry, Corsair, daskeyboard, Logitech, Nanoxia und Razer.
Die günstigsten Tastaturen (hier von Cherry) beginnen bei 45¤. Allerdings muss man auch sagen, dass sie dementsprechend ausgestattet sind. Nachdem ich Cherry aus meiner Auswahl weggelassen habe, da diese für mich nicht sehr ansprechend waren, war der Startpreis bei ca. 92 ¤. Die Preise gehen hoch bis zu 200¤ (Das Keyboard) und man sieht auch deutliche Unterschiede.
Die Nanoxia Ncore Retro liegt mit dem Preis zwischen 100 und 110 ¤ dabei preislich im unteren Mittelfeld und überzeugt mich vor allem durch das einzigartige Design. Der Funktionsumfang ist dabei absolut ausreichend für alle, die sich am PC nur im Office-Bereich aufhalten (im Internet Surfen, Dokumente schreiben etc.), aber auch für Gamer, die keine besonderen Ansprüche, wie freibelegbare Tasten oder mehrere Profile, benötigen.
Haltbarkeit
Zur Haltbarkeit kann ich leider nach 14 Tagen sehr wenig testen. Wenn man eine mechanische Tastatur nicht mit dem Hammer bedient, hält diese auch einige Jahre, ohne dass sich das Tippverhalten verändert.
Vergleich zu anderen mechanischen Tastaturen
Selbst habe ich aktuell noch eine Das Keyboard 4 Ultimate im Einsatz. Sie ist auch sehr stabil gebaut und lässt sich meiner Meinung nach noch etwas leichter tippen. Das Keyboard wird wohl vorerst meine Nummer eins bleiben, sie ist allerdings preislich auch etwas höher angesiedelt. Für die Einsteiger, die nicht nur tolle mechanische Tastatur, sondern auch einen echten Hingucker vor dem Bildschirm stehen haben wollen, kann diese Tastatur absolut kein Fehlgriff sein. Sehr vielseitig und ein wahres Prachtstück. Der Preis von um die 100¤ klingt anfangs noch etwas hoch für eine Tastatur, allerdings möchte ich das Tippgefühl keineswegs vermissen.
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4 5
     am 12.01.2017
Die Nanoxia NCORE Retro wird ausgepackt, und was soll man sagen, die ausergewöhnliche Optik springt einem sofort ins Auge. Das Retrodesign wirkt sehr durchdacht und edel. Das ganze Designkonzept wird sogar bei der Statusanzeige für Numlock etc weitergeführt. Die Chromverzierungen und das hohe Produktgewicht wirken sehr wertig, auch wenn die Verzierungen nur aus Kunststoff sind.

Leider wird dieser sehr gute Ersteindruck bei genauerem hinsehen nicht dauerhaft gehalten. Der größte Negativpunkt an der Verarbeitung ist die Beschriftung der Tastenkappen. Ich habe die Tastatur seit knapp 2 Wochen im Betrieb und im Bereich von WASD ist die Beschriftung bereits sichtbar blasser. Hinzu kommt, das die Beschriftung nicht immer genau in der Tastenkappenmitte liegt und das optische Erscheinungsbild dadurch getrübt wird. Die restliche Verarbeitung wirkt hingegen sehr hochwertig und gut, kein knarzen oder knirschen vorhanden. Hinzu kommen die sehr guten Füße der Tastatur. Diese sind nicht zum Aufklappen, sondern werden aus der Tastatur geschraubt und geben der NCORE Retro einen super Halt. Für die Tastatur werden Khile White Switches mit hörbarem Klickgeräusch verwendet, welche bis zu 50 Millionen Anschläge standhalten.

Die Tastatur kommt mit einer Anleitung, Reinigungsbürste und einem Greifer zum entfernen der Tastenkappen Zuhause an. Die Reinigungsbürste wird auch tatsächlich gebraucht, da man auf der Hochglanzoberfläche jeden kleinsten Fussel sieht. Da ich zum ersten mal eine mechanische Tastatur besitzte, war mir zuerst die Funktion des Greifers nicht bewusst, dies wird einem aber klar wenn man liest das die Tastenkappen wechselbar sind. Das ist sehr hilfreich zum Reinigen der Tastatur. Für mein Empfinden sind die 1,5m Kabellänge ein Stück zu kurz bemessen. Ich habe Glück, da der PC auf dem Schreibtisch steht. Wäre mein PC unter dem Tisch, müsste ich eine Verlängerung benutzen, daher wären mir mindestens 2m Kabellänge lieber.

Nun kommen wir zu den wichtigsten Eigenschaften der NCORE Retro. Das Tippgefühl ist für mich ausgesprochen angenehm. Der Druckpunkt wird einem durch ein spürbares Feedback und ein Klickgeräusch klar zu erkennen gegeben. Der 4mm lange Hubweg der Tasten ist nicht zu groß. Durch die konkave Form der Tastenkappen ist das Schreibgefühl zuerst ungewohnt. Die Tastenfläche fällt durch die runden Tasten kleiner aus und man muss die Tasten immer gut mittig treffen, damit man sich nicht vertippt. Am ungewöhnlichsten war die schmale Entertaste. Die kleine Bauform scheint dem Design geschuldet zu sein, voraussichtlich passte die übliche Tastenform nicht in das Gesamtbild des Tastaturdesigns. Oberhalb von der Enter- Taste befindet sich nun die Rautetaste. Bei mir hat sich die Eingewöhnungszeit auf ca. 3 Tage beziffert, wobei ich für das präzise Treffen und umgewöhnen der Entertaste ca. 1 Woche brauchte, da ich sehr häufig dabei noch Raute mit ausgelöst hatte.

Die Tastatur hat die übliche FN- Doppelbelegung für Multimediatasten. Diese sind alle sehr gut und einfach zu erreichen. Viel praktischer ist die Möglichkeit über FN+WIN die Windowstaste zu sperren. Zusätzlich kann man die Funktionalität von WASD und den Pfeiltasten über FN+W tauschen, sowie mit FN+Druck zwischen 6-Tasten Rollover und N-tasten-Rollover umschalten. Sonst verfügt die NCORE Retro über keine weiteren Makrotasten, was mich auch nicht stört.

Die große Frage, welche ich mir die knapp 2 Wochen über gestellt habe war, würde ich die NCORE Retro für den Preis empfehlen? Ich habe die Tastatur als Produkttester bekommen. Das Schreibgefühl und das Design sind für mich absolut Empfehlenswert, trotz der kurzen Eingewöhnungszeit. Im Vergleich zu meiner alten Rubberdome- Tastatur ein gewaltiger Unterschied, diesen habe ich besonders gemerkt, als ich nach ein paar Tagen mal wieder die alte Tastatur in die Hand nahm. Das schwammige Druckgefühl und das fehlende, haptische Feedback haben mich die Alte sehr schnell wieder beiseite legen lassen. Von einer mechanischen Tastatur werde ich nicht mehr zurück wechseln.

Die Nanoxia kann ich jedem empfehlen der sich von dem außergewöhnlichen Design angesprochen fühlt und mit den vorhandenen Makeln klar kommt. Sicherlich gibt es bei anderen mechanischen Tastaturen in der Preisklasse mehr Features, doch wer diese nicht benötigt, bekommt bei der NCORE Retro ein tadelloses Tippgefühl in optisch sehr ansprechender Form geboten.
    
  
5 5
     am 11.01.2017
Bewertung Nanoxia Ncore Retro

Bei der Nanoxia Ncore Retro handelt es sich um eine mechanische Tastatur im Schreibmaschinen-Look. Sie verspricht "Schreibmaschinen-Feeling mit modernster Technik". Kann die Tastatur halten, was sie verspricht?

Ihr Design hat mich jedenfalls auf ganzer Linie überzeugt. Sie sieht einer Schreibmaschine tatsächlich sehr ähnlich, weil sie runde Tasten mit verchromten Umrandungen besitzt. Meine Befürchtung, dass diese Umrandungen besonders stark spiegeln könnten, hat sich nicht bestätigt. Liegt die Tastatur auf dem Schreibtisch, treten kaum Reflexionen auf. Das Design der Tastatur ist ansonsten bis auf die blau leuchtenden LEDs zur Anzeige von Num- und Caps-Lock schlicht gehalten - Retro eben.

Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck. Schon beim Auspacken fühlt sie sich wertig an, auch aufgrund ihres recht hohen Gewichts. Nichts wackelt oder knarzt. Auch nicht beim Test auf Verwindungssteifigkeit, bei dem diese Tastatur absolut überzeugt. Ihr geflochtenes Kabel ist 1,80 Meter lang, was in den meisten Fällen ausreichen sollte. Es macht auf mich einen robusten Eindruck. Besonders interessant ist die Möglichkeit der Höhenverstellung. Die hinteren beiden Füße besitzen ein Gewinde und können somit durch Drehen in ihrer Höhe verstellt werden. Maximal kann die Tastatur so um ca. 0,5 cm aufgerichtet werden. Weil die Füße aufgrund der vergleichsweise schlanken Form der Tastatur aber recht nah beieinander liegen und sie bereits bei eingefahrenen Füßen leicht aufgerichtet ist, ergibt sich trotzdem ein recht großer maximaler Aufstellwinkel. Laut Spezifikationen ist die Tastatur außerdem spritzwassergeschützt. Das wollte ich nicht unbedingt ausprobieren und ich habe mich entschieden, Nanoxia in diesem Punkt einfach zu glauben ;).

Das im Lieferumfang enthaltene Zubehör ist ebenfalls ordentlich. Neben der Bedienungsanleitung in deutsch und englisch liegen ein Staubschutz, sowie ein Pinsel, ein Mikrofasertuch und ein Werkzeug zum Abnehmen einzelner Tasten bei. Somit ist alles dabei, was man für eine gründliche Reinigung der Tastatur benötigt. Diesen Lieferumfang bin ich von anderen Tastaturen nicht gewohnt. Die Bedienungsanleitung ist sehr verständlich und erklärt Zusatzfunktionen des Geräts, wie eine deaktivierbare Windows-Taste oder den Wechsel zwischen N-Key- und 6-Key-Rollover, wirklich gut.

Einmal ausgepackt habe ich die Tastatur natürlich schnell angeschlossen. Zunächst an einen Raspberry Pi und später an meinen Computer. Sie wurde an beiden Geräten direkt erkannt und konnte sofort verwendet werden. Dabei fiel auf, dass sie keine Hintergrundbeleuchtung besitzt. Für das Arbeiten unter schwierigen Lichtverhältnissen ist sie somit möglicherweise weniger gut geeignet.

Die Tasten besitzen einen deutlich fühlbaren Druckpunkt und knacken bei jedem Tastendruck leicht. Sie ist dadurch vergleichsweise laut, aber mir gefällt diese Art des Feedbacks, weil man genau weiß, ob ein Tastendruck stattgefunden hat oder nicht. Ob sie zu laut ist, wird wohl immer eine Frage des persönlichen Geschmacks bleiben. Im Gegensatz zu Tastaturen mit Rubberdome (Gummimatte) ist das Schreibgefühl jedoch deutlich angenehmer und viel präziser.

Mit ca. 100¤ kostet die mechanische Ncore Retro viel Geld im Vergleich zu diesen Rubberdome-Tastaturen. Doch meiner Ansicht nach lohnt sich der Aufpreis.

Für mich hat diese Tastatur gehalten, was sie verspricht. Neben einem außergewöhnlichen Design, umfangreichem Zubehör und durchdachten Funktionen macht es einfach Spaß, darauf zu tippen. Aus diesem Grund ist auch dieser Testbericht auf einer Schreibmaschine entstanden - aber auf einer modernen :).
    
  
4 5
     am 07.01.2017
Das wohl einmalige Design der NCORE Retro ist ein echter Hingucker, egal ob zuhause oder im Büro.
Auffalend sind neben der runden Form der mattschwarzen Tastenköpfen die verchromten Ränder der Tasten und des schwarz-glänzenden Tastaturrahmens.
Die Enter-Taste ist im Stil des US-Layouts einzeilig gehalten, was für mich persönlich kein Problem war, da ich ohnehin die meiste Zeit mit Tastaturen im US-Layout arbeite. Doch auch sonst sollte dieser Umstieg keine allzu lange Umgewöhnungsphase erforden.
Das 1,8m lange USB-Kabel macht dank des Sleeves einen schicken und stabilen Eindruck.
Einziges Manko in Sachen Design ist eine kleine Inkonsistenz: Die Schriftart der Enter-Taste ist eindeutig nicht dieselbe wie bei den restlichen Tasten. Selbst auf der Enter-Taste des Nummernblocks ganz rechts ist die Schriftart die richtige. Dies fällt aber erst bei genauerem Hinsehen wirklich auf und stört daher nur marginal.

Die Verabeitung wirkt bei genauerem Hinsehen zunächst nicht ganz so wertig, wie man es erwarten würde. Beim Betrachten von vorne sind an der Unterkante des Chromrahmens kleine Unregelmäßigkeiten erkennbar  allerdings nur bei einem bestimmten Lichteinfall. Auf den zweiten Blick erkennt man auch, dass (zumindest bei meinem Exemplar) die Leertaste und die rechte Shift-Taste minimal schräg auf den Switches sitzen. Bei der Bedienung sind mir dadurch aber keine Nachteile aufgefallen.
Meine anfänglichen Bedenken haben sich nach einer nun zehntägigen Testphase jedoch in Luft aufgelöst, an der Bedienbarkeit ist nichts auszusetzen. Das vermittelte Schreibgefühl ist keineswegs billig, auch wenn es sicher nicht ganz mit der Top-of-the-line-keyboards mithalten kann.
Ein deutlicher Pluspunkt ist das Fehlen von Zwischenräumen, in denen sich Staub und Krümel festsetzen könnten.

Die runde Form der Tastenköpfe erfordert zwar etwas Übung, doch gewöhnt man sich erstaunlich schnell daran. Die leicht nach innen gewölbten Tasten lassen sich schon nach sehr kurzer Zeit treffsicher bedienen. Als Switches sind hier Kailh-White verbaut, die einen deutlichen, aber sehr angenehmen Druckpunkt haben. Für ihre Betätigung muss deutlich weniger Kraft aufgebracht werden als bei ihren blauen Pendants. Das Klick-Geräusch erinnert  passend zum Design  an alte Schreibmaschinen. Was den Geräuschpegel betrifft, ist die NCORE Retro für mich zwischen Brown- und Blue-Switches anzusiedeln. In einer Büroumgebung könnte man den Kollegen mit der Zeit etwas auf die Nerven gehen, doch das gilt wohl für die meisten mechanischen Tastaturen.

Dank der massiven Füße mit der großen Gummiauflagefläche liegt die Tastatur selbst auf glatten Oberflächen absolut rutschfest. Die hinteren Füße lassen sich ein Stück weit herausdrehen, was bei der Höhe der Tastatur für ein angenehmes Schreibgefühl fast schon unumgänglich ist. Punktabzug gibt es für das Fehlen einer Handballenauflage, die hier sehr wünschenswert wäre. Dedizierte Multimediatasten sind ebenfalls nicht vorhanden  etwas schade für eine Tastatur dieser Preisklasse, auch wenn dies weitestgehend durch vorkonfigurierte FN-Tasten kompensiert wird. Farblich eher unpassend erscheinen die blauen LED-Indikatoren für Num-, Caps- und Scroll-Lock sowie für das Sperren der Windows-Taste.

Mit im Lieferumfang ist ein praktischer Keycap-puller zum Abziehen der Tastenköpfe sowie ein Pinsel zum Reinigen der Tastatur  definitiv ein schönes Gimmick. Praktisch ist auch die mitgelieferfte durchsichtige Plastikabdeckung, die sich gut als Staubschutz eignet.

Fazit: Als Gaming-Tastatur eignet sich die NCORE Retro meiner Meinung nach eher wenig  fürs Büro oder für Zuhause dafür umso besser. Wer eine mechanische Tastatur sucht, die ein gutes Schreibgefühl vermittelt und dabei auch ein optisches Highlight darstellt, dürfte mit dieser Tastatur gut bedient sein.
    
  
4 5
     am 03.01.2017
Das auffälligste Merkmal der Tastatur ist definitiv ihr Steampunkdesign, das sich am Aussehen alter Schreibmaschinen orientiert. Der Tastaturrahmen ist unten aus mattschwarzem Aluminium und oben aus Plastik mit schwarzer Klavierlackoptik gefertigt; der Rahmen um die Oberseite wie auch die Rahmen der Tastenkappen sind aus chromglänzendem Plastik. Der Rahmen und die Ränder laden daher sehr zu Fingerabdrücken ein, sehen natürlich aber auch schick aus. Mit dem Rechner verbunden wird die Tastatur über ein 1,8 Meter langes USB-Kabel, dessen geflochtener Mantel einen unverwüstlichen und ebenfalls sehr schicken Eindruck macht. Insgesamt wirkt die Tastatur gut verarbeitet, an den Rahmenverzierungen sind jedoch minimale Unsauberkeiten.

Die Tasten sind aus etwas rauhem grauen Plastik und die runden Tasten haben in der Mitte eine kleine Mulde, sie fühlen sich gut an. Schön ist die Konstruktion der Tasten, die in Kanälen befestigt sind, sodass man nicht in die Tastatur krümeln kann - für mich definitiv ein Vorteil. Der Umstieg von eckigen Tasten auf anderen Tastaturen ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, gelingt aber schnell und stellt jedenfalls für mich bereits nach kurzer Eingewöhnung kein Hindernis dar. Nicht ganz so schnell gewöhnt man sich dagegen an das etwas eigenwillige Design der Enter-Taste, deren oberer Teil als Doppelkreuz-Taste ("Hash") dient. Ich habe zu Beginn noch einige Absätze mit Doppelkreuzen versehen, obwohl ich beruflich regelmäßig zwischen Laptop- und diversen Desktoptastaturen rotiere und daher eigentlich gewohnt bin zu wechseln. Die Tastenbeschriftungen sind aufgedruckt, teilweise leider etwas schief und teilweise in unterschiedlichen Schriftarten. Das fällt vor allem bei Enter- und Shift-Taste auf, weil diese direkt nebeneinanderliegen.

Der Anschlag der Tastatur ist angenehm. Die Kailh-White-Switches sind taktil und besitzen einen spürbaren Klickpunkt. Dieser ist etwas weicher und fühlt sich daher nicht ganz so präzise an wie bei den blauen Vorbildern. Sie sind zwar leiser als die Blauen, aber immer noch deutlich zu hören. Ich persönlich schätze das aber, da ich jahrelang auf einer Model M geschrieben habe ("Maschinengewehr") und den Klickpunkt nicht vermissen möchte, Bürokollegen und Voice Activation hingegen gewissen Unmut über laute Tastaturen geäußert haben. Ich würde sagen sie sind etwas lauter als die braunen Switches der Konkurrenz.

Was die weiteren Features angeht, so hat die Tastatur nicht viel zu bieten. Gegenüber Konkurrenzprodukten in derselben Preiskategorie wirkt das schon etwas mager. Mitgeliefert werden ein Werkzeug zum Austausch der Tastenkappen, ein Reinigungspinsel und ein Tuch zum Reinigen. Eine Handballenauflage, die man sich angesichts der Tastaturhöhe wünschen würde, liegt leider nicht bei. Auch die clevere Höhenverstellbarkeit, die über drehbare hintere Standfüße geregelt wird, kann das nicht leider nicht kompensieren. Die Windowstaste lässt sich sperren, WASD und die Pfeiltasten vertauschen und über Fn können vorgegebene Multimediafunktionen aufgerufen werden. Das ist allerdings alles und schon etwas überraschend, kann doch die Konkurrenz mit Makros und Funktionstasten beinahe schon mehr als die ersten Handys und nebenbei RGB- Lightshows abfeuern, auf die manche Großraumdisko neidisch wäre.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Tastatur sich gut als schicke und etwas leisere Büroalternative für Leute eignet, denen ein deutlicher Klickpunkt wichtig ist. Wenn sie als Gamingtastatur genutzt werden soll, ist von Nachteil, dass Zusatzfunktionen fehlen und die Präzision nicht ganz auf der Höhe ist, die man von anderen Switches gewohnt ist.
    
  

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