Produkttester
=========================== [ Der Disclaimer ] ===========================
Im Rahmen der Aktion "Testers Keepers" zähle ich mich zu den glücklichen Gewinnern und darf den Fortis 5 Black bewerten. Hierbei sichere ich eine sachliche und insbesondere neutrale Bewertung des Produktes zu.
=========================== [ Die Verpackung ] ===========================
Äußerlich verpackt Endorfy den Fortis 5 Black in einem Karton in bräunlicher Grundfarbe mit schwarzen Akzenten und schwarzer Schrift. Der Aufdruck des Produktnamens und des Herstellers ist ebenfalls in schwarzer Schrift gehalten. Auf der Rückseite stehen die Spezifikationen des Kühlkörpers und des Fluctus 140 mm Lüfters.
Das Innere der Verpackung gestaltet sich ordentlich aufgeräumt und gesichert für den Transport. Das Montagematerial und der Lüfter sind separat in braunen Kartons verpackt. Der Kühlkörper ist mit aufgeschäumtem Kunststoff gesichert. Auch eine ausgedruckte, bebilderte Anleitung liegt anbei.
=========================== [ Der Lieferumfang ] ===========================
1x Lüfter Fluctus ARGB 140 mm
1x Kühlkörper (L159 mm, W144 mm, H107 mm, 6 Heatpipes, 835 g)
1x ARGB-Controller Nano-Reset
1x Wärmeleitpaste Pactum PT-3 1,5 g
1x Montage-Set
4x Lüfterklammern (für zwei Lüfter)
1x gedruckte, bebilderte und faltbare Anleitung
sowie Transportschutz.
=========================== [ Die Spezifikationen ] ===========================
Die Kompatibilität erstreckt sich laut Herstellerwebseite über die INTEL-Sockel LGA1700, LGA 2066/2011-3/2011, LGA 1200/1151/1150/1155/1156 sowie über die AMD-Sockel AM5, AM4, AM3(+), AM2(+), FM2(+), FM1. Der Lüfter hat folgende Maße und Anschlüsse: L140 mm, W140 mm, H25 mm, 250-100 rpm, 4-Pin PWM, 5V/3-Pin ARGB)
Ausgelegt ist der Fortis 5 Black für eine maximale Thermal Design Power (TDP) von 220 Watt bei einem Eigengewicht von 835 g.
Zum Zeitpunkt dieses Berichts ist der Fortis 5 Black ab einem Preis von ca. EUR 46,00 erhältlich. Der Aufpreis für die schwarze Farbe des Kühlkörpers beträgt somit nur ca. vier Euro.
=========================== [ Die Verarbeitung ] ===========================
Design ist bekanntlich Geschmackssache, daher konzentriert sich dieser Abschnitt auf die Verarbeitung des Produkts.
Über Direct-Touch ist der Kühlkörper mit dem Heatspreader des Prozessors verbunden. Der Kühlkörper ist typischerweise für eine größere Kompatibilität in einem asymmetrischen Design gehalten, damit er z.B. die RAM-Bausteine nicht verdeckt. Alle Finnen des Kühlkörpers haben den gleichen Abstand. Insgesamt wirkt der Kühlkörper hochwertig verarbeitet
Der 140 mm-Lüfter des Typs Fluctus ARGB 140 besitzt eine schwarze Oberfläche wie die meisten handelsübliche Lüfter auch schon aus grauer Vorzeit. Eine Besonderheit des Lüfters besteht in dem wellenförmigen Profil eines jeden Lüfterblattes, welche Luftverwirbelungen reduzieren sollen. Ferner ist hervorzuheben, dass der Lüfter einen FAN-Stop für geringe PWM-Werte umsetzt. Während andere Lüfter niedrige PWM-Vorgaben schlicht ignorieren, schaltet der Fluctus ARGB 140 unter 5% PWM ab. Überschreitet das PWM-Signal anschließend 10%, läuft der Lüfter wieder an. Der Lochabstand beträgt 105 mm, während die Außenmaße des Lüfters bei 140 mm liegen.
=========================== [ Die Montage ] ===========================
Gekühlt werden soll der altbewährte und nicht mehr erhältliche AMD Ryzen 7 5800X3D ohne TDP-Limitierung. In Prime95 darf er laut HWinfo bis zu 135 Watt ziehen.
Der bislang eingesetzte Dark Rock 4 stößt hierbei schon nach einer Minute an seine Grenzen, wurde aber auch vor rund zwei Jahren installiert. Insofern ergibt sich ohnehin der Bedarf des Erneuerns der Wärmeleitpaste. Aus Spiel- und Basteltrieb und zum Reinigen der Komponenten von Staub wurde somit auch die Backplate ausgetauscht und der Endorfy Fortis 5 Black eingebaut. Verwendet wurde die mitgelieferte Wärmeleitpaste Pactum PT-3 Wärmeleitpaste.
Der Einbau verlief insgesamt dank der bebilderten Anleitung ohne große Probleme. Zwei Rändelschrauben werden handfest angezogen.
=========================== [ Die Leistung ] ===========================
Es muss darauf hingewiesen werden, dass ein Vergleich der Leistung beider Kühlkörper auch abhängig von der eingesetzten Wärmeleitpaste und der übrigen Temperaturen ist. Während ich vor rund zwei Jahren auf den 5800X3D wechselte, blieben alle anderen Komponenten identisch. Lediglich die Wärmeleitpaste ist gealtert. Um ehrlich zu sein, gehe ich davon aus, dass die Leistung mittlerweile nachgelassen hat: In Kurztests mit dem Dark Rock 4 - vor dem Umbau -erreichte ich in Prime95 schon nach einer Minuten knapp 90°C mit einer Frequenz von ca. 4,25 GHz auf allen Kernen. Die Leistungsaufnahme in HWinfo sank auf ca. 117 W. Der Dark Rock 4 dreht laut eingestelltem Lüfterprofil hierbei auf die volle Drehzahl von rund 1.200 rpm auf.
Nach dem Umbau auf den Fortis 5 Black unter Einsatz frischer Wärmeleitpaste führte ich den gleichen Test mit Prime95 erneut durch. Die Temperaturen blieben durchweg auf 88-90°C, jedoch sank die Leistungsaufnahme nicht ab, sondern verblieb bei 125 bis 130 W, was ich als gutes Zeichen deute. Auch musste der Lüfter sein Potenzial nicht voll ausschöpfen; ca. 1.100 rpm genügen für die oben genannte Leistung. Insgesamt bin ich hiermit sehr zufrieden.
Die Lautstärke ist subjektiv vergleichbar zwischen beiden CPU-Kühlern. Ehrlich gesagt, kann ich keinen Unterschied in der Geräuschkulisse wahrnehmen. Auch das Motorengeräusch des Fluctus 140 pwm ist angenehm, ohne bei niedriger PWM-Leistung zu klackern oder ähnliche Störgeräusche von sich zu geben. Gut gemacht, Endorfy!
=========================== [ Das Fazit ] ===========================
Endorfy hat vieles richtig gemacht. Das Design und die Verarbeitung des Produkts ist ansprechend, alle Finnen sind gerade, und der Lüfter agiert über einen breiten Drehzahlbereich leise, ohne störend aufzufallen. Aus meiner Sicht hat Endorfy an den richtigen Stellen gespart, ohne Leistungseinbußen in Kauf zu nehmen. Die schwarze Lackierung des in 2025 neu vorgestellten CPU-Kühlers ist gefällig. Mir persönlich gefällt außerdem, dass der Kühler für die gebotene Leistung weniger ca. 850 g wiegt. Natürlich gibt es leistungsstärkere, schwere CPU-Kühler, die auch entsprechend mehr wiegen. Gut gefällt mir außerdem, dass Endorfy vier Halteklammern beilegt, um bei Bedarf einen zweiten Lüfter an den Kühlkörper zu klemmen. Ob es etwas bringt, kann ich leider nicht testen.
Insgesamt kann ich den Fortis 5 Black für den gebotenen Preis von weniger als EUR 50,- bedingungslos empfehlen für alle diejenigen, die ohnehin keine Beleuchtung von einem CPU-Kühler erwarten. Seine solide Fertigungsqualität und Leistung sprechen für sich und für die Marke Endorfy.
=========================== [ In aller Kürze ] ===========================
+ hohe Fertigungsqualität
+ ausreichende Leistung
+ geräuscharmer Lüfter
+ angemessener Preis