Produkttester
Hallo liebe Leserinnen und Leser,
ich habe die Ehre, dass ich im Namen von Mindfactory das ASUS ROG Strix B350-F Gaming für euch zu testen. Deshalb werde ich eine optimale Basis zum Testen dieses Mainboards bieten:
CPU: Ryzen 5 1600 (läuft auf dem Gigabyte Aorus AX 370 Gaming 5 zu 3,80 GHz zu 1,28 Volt)
Ich werde diese Bewertung in mehrere Kategorien unterteilen und mit einem teureren X370 Mainboard (GIGAYBTE AORUS AX370 Gaming 5) vergleichen und schauen, ob sich der Aufpreis zum teueren Chipsatz lohnt.
1. Design und Verarbeitung
Beim ersten Blick auf die Verpackung und während des Auspackens ist mir aufgefallen, dass man hier ein sehr hochwertiges, modernes und gutaussehendes Mainboard, das mit allen derzeit nötigen Standards daherkommt, in seinen Händen hält. Mir gefallen persönlich die Kühler der Spannungswandler im gebürstetem Aluminiumlook sehr gut, diese machen einen sehr guten und äußerst hochwertigen Eindruck, dass auch stabiles Overclocking der Prozessoren (in meinem Fall dem Ryzen 5 1600) unterstützen soll. Auch sonst macht das Board keinen minderwertigen Eindruck, mit den beiden Metallverstärkten PCIe 3.0 Express x16 Slots sollten auch schwerere Grafikkarten mit 2,5 oder 3 Slots nicht durchhängen. Was noch wünschenswert gewesen wäre, dass man den IO Bereich mit einer Abdeckung versehen hätte. Im I/O Bereich finden wir folgende Anschlüsse:
2. Features & Leistung:
Ich werde nun die internen Anschlüsse auflisten:
1 x USB 3.0-Anschluss unterstützt zusätzlich 2 USB 3.0-Schnittstellen
2 x USB 2.0-Anschlüsse unterstützen zusätzlich 4 USB 2.0-Schnittstellen
1 x COM-Schnittstelle
6 x SATA 6Gb/s-Schnittstellen
1 x Prozessorlüfteranschluss
3 x Gehäuselüfteranschlüsse
2 x RGB Header(s)
1 x 24-Pin EATX Netzanschluss
1 x 8-Pin ATX 12V Netzanschluss
1 x M.2 Socket 3 with M key, type 2242/2260/2280/22110 storage devices support (SATA & PCIE 3.0 x 4 mode)
1 x TPM connector(s)
1 x Audio-Anschluss an der Gehäusevorderseite (AAFP)
1 x CPU OPT Fan connector(s)
1 x AIO_PUMP connector
1 x Clear BIOS-Taste
1 x Thermal sensor connector(s)
1 x System panel connector
Ich finde die Q bzw. Debug LEDs super, diese zeigen dem Nutzer direkt an, wenn etwas mit dem System nicht stimmt. Dieses Feature sollten alle Mainboards haben.
Man ist mit diesem Mainboard auch für die Zukunft gerüstet - mit dem rasend schnellen M2 Anschluss, mit der Sicherheit, dass AMDs neue Raven Ridge unterstützt werden.
3. Lieferumfang
Der Lieferumfang hätte in meinem Fall nicht gereicht, da ich insgesamt 3 Festplatten habe. In der Box sind enthalten:
- Das Mainboard an sich in einer antistatischen Folie
- Eine sehr lobenswerte gepolsterte IO Blende
- Ein englischsprachiges Mainboardhandbuch mit innenliegender Treiber CD (es empfiehlt sich die aktuellen Treiber auf der ASUS Downloadpage herunterzuladen)
- Ein RGB Kabel um z.B. LED Stripes, LED Lüfter etc. per ASUS eigener Aura Software zu steuern (diese müssen aber auch ASUS Aura kompatibel sein.)
- 2 SATA Datenkabel, die an einem Ende gewinkelt sind
- Einen 20% Gutschein für Cablemod
- Eine Quickstartanleitung in mehreren Sprachen
- Kabelbinder für Kabelmanagement
- Einen Getränkeuntersatz für Gläser
- Aufkleber zum Beschriften der Kabel im PC
- Weitere Aufkleber u.a auch größere Aufkleber
- Sehr kleine Schrauben
- Die Garantieanweisung und einem gefalteten Sicherheitsblatt
4. Technische Daten
CPU: Alle AM4 Ryzen CPUs und die 7. Generation der Athlon APUs
Chipsatz: AMDs Mittelklasse B350
Arbeitsspeicher: 4x DIMM mit maximal 64 GB Gesamtbesetzung (16 GB pro Slot) Ryzen: DDR 4 2133 MHz bis 3200 MHz OC | Athlon: DDR4 2133 MHz bis 2400 MHz
Erweiterungskarten: 2x PCIe 3.0/2.0 x16, 1x PCIe x4 und 3x PCIe x1
Multi GPU: AMD 3- Way Crossfire
Formfaktor: ATX
5. BIOS
Was ich gehört habe und selbst bestätigen kann ist, dass Asus eines der besten benutzerfreundlichsten BIOS macht. Der Laie und der Extreme Overclocker sind sehr gut in diesem UEFI aufgehoben. Hier erhält der Laie die nötigsten Informationen im EZ Mode über die Boot Prioritäten, der anliegenden Spannung auf der CPU, den Arbeitsspeicherstatus, Auto Overclocking usw. und ist gut und sicher aufgehoben. Der Profi und der Extreme Overclocker können sich im Advanced Modus richtig austoben. Dort kann er noch die letzten MHz aus der CPU herauskitzeln. Im Autooverclocking waren es 3,40 GHz im manuellen 3,80 GHz. Man kann die Lüfter in vorgefertigten Modi wie Lautlos oder Performance laufen lassen oder komplett benutzerdefiniert einstellen. Was mehrere Hersteller in Ihr BIOS einpflegen könnten, wäre die Funktion den Takt und die Spannung um minimale MHz und Volt anzuheben.
6. Benutzerfreundlichkeit der Software & Treiber
Für mich war die mitgelierte Treiber CD wertlos, da mein PC kein DVD/CD Laufwerk mehr besitzt musste ich mir nur den LAN Treiber von ASUS Download Seite holen, um die volle Bandbreite nutzen zu können. Sonst habe ich mir noch die ASUS Aura Software geholt um die meine Cablemod RGB Streifen mit dem Mainboard zu synchronisieren. Wie im Punkt "Asus Aura", ist die Benutzeroberfläche sehr übersichtlich und übernimmt alle Einstellungen und Änderung sofort.
7. Einbau
Der Einbau war sehr tricky, welches aber mein Verschulden war, da es beim Kabelmanagement im hinterem Bereich Nachholbedarf gibt. Aber trotz der nicht optimalen Verhältnisse war der Einbau so wie beim anderen Mainboard auch, bloß, dass ich beim GIGABYTE AORUS AX 370 Gaming 5 einen Hilfeadapter für die Frontanschlüsse hatte und bei dem ASUS ROG Strix B350-F Gaming war das halt nicht der Fall. Das Board sieht in meinem S340 Elite einfach nur super aus auch mit meiner neuen Kraken X62 von NZXT, da meine Silent Loop 240 kurzzeitig weichen musste wegen ständig auftretender technischer Probleme. Von einem PC, der gar nicht leuchtet, einem einfarbigen PC bis hin zur kunterbunten Kirmesbude mit allen möglichen Effekten ist alles möglich und umsetzbar.
8. Vergleich zwischen dem GIGAYBTE AORUS AX 370 Gaming 5
Erstmal eingebaut in das System habe ich mich gleich an das Testen gesetzt und es sind faszinierende Werte herausgekommen:
Es war sogar keine Spannungsanhebung des Ryzen 5 1600 bei konstantem 3,80 GHz notwendig, da ich ihn weiterhin auf 1,28 Volt betreiben konnte, was mich sehr faszinierte. Ich probierte auch die 3,90 bzw. 4,00 GHz Marke zu knacken, was mit dem GIGAYBTE AORUS AX 370 Gaming 5 nicht möglich war und zum Absturz des Systems führte. Auch nicht anders verhielt es sich beim ASUS ROG Strix B350-F Gaming, was auch nichts Schlimmes war.
Was auch nicht schlecht aussieht ist, wie o. g., die ASUS Aura RGB Beleuchtung, diese ist etwas dezenter am Chipsatzkühler als beim GIGAYBTE AORUS AX 370 Gaming 5, da dort noch die 4 RAM Bänke, ein kleiner Abschnitt aus Plexiglas und ein Teil unter der I/O Abdeckung, was auf keinen Fall unbedingt schlechter aussieht.
Die Softwareumsetzung von ASUS Aura gefällt mir ein bisschen besser, da Änderungen sofort umgesetzt werden, wo beim GIGAYBTE AORUS AX 370 Gaming 5 ein Neustart nötig ist (war früher auch möglich)
Auch das UEFI BIOS gefällt mir um einiges besser, ich will nicht sagen das Gigabyte schlechte UEFIs macht, aber das von ASUS ist deutlich übersichtlicher und einfacher gestaltet. Vor allem, wer sich nicht direkt ans Übertakten herantraut, aber es unbedingt versuchen will, kommt beim Overclocking besser klar, da man minimale, aber sichere Spannungs- und Taktanhebung vornehmen kann, schneller an sein Ergebnis als bei GIGABYTE, wo man feste Spannungen und feste Frequenzen eingeben muss, die ggf. zu Verkürzung der Lebenszeit der Komponenten führen kann.
9. ASUS Aura
Das Programm ASUS Aura erntete oft sehr negative Kritik, was mit dem neuen Update behoben sein sollte. Ich spüre an ASUS Aura nichts Negatives, da alle Farb- und Effekteinstellungen, präzise und schnell übernommen werden. Man kann, was sehr cool ist, Komponenten und Peripherie (wie LED Streifen, Maus, Tastatur, Headset etc.) mit seiner im PC verbauten Hardware synchronisieren und ansteuern, was mit meinem Cablemod RGB LED Strip sehr gut funktioniert hat.
10. Preis/Leistung
Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt bei diesem Mainboard auf jeden Fall. Es kann sogar mit der Übertaktungsfähigkeit zum GIGAYBTE AORUS AX 370 Gaming 5 nahezu mithalten. Bei diesem Mainboard bekommt man die Übertaktungsfähigkeit und genügend Anschlüsse für überschaubares Geld und auch genügend RGB Beleuchtung für die Leute, die Ihren PC leuchten lassen wollen.
11. Abschließendes Fazit mit Danksagung
Erstmal vielen Dank an Mindfactory und ASUS für die Bereitstellung dieses fantastischen Mainboards. Ich finde wie o. g., dass man viel Leistung für überschaubares Geld bekommt, aber was mir noch gefehlt hat, wäre eine Abdeckung für den I/O Bereich und einen passiven Kühlkörper für M.2 NVME SSDs. Das wäre auch ein Aufpreis gewesen, der für mich rentabel gewesen wäre. Aber das war Meckern auf hohem Niveau, wer ein Board sucht, bei dem die Übertaktungsfähigkeit gegeben ist und bei dem auch bisschen Bling Bling dabei ist, ist hier mit dem ASUS ROG Strix B350-F Gaming bedient.
PS: Ich werde das Mainboard nicht dauerhaft nutzen, da ich ja eins mit X370 Chipsatz habe. Es geht an meinen Cousin der es viel dringender braucht, weil sein Notebook ständig überhitzt und seine Arbeiten mit der Musik abbricht.