Produkttester
MSI Immerse GH 50 Surround Headset Unboxing und Ersteindruck
Vielen Dank an MSI und Mindfactory für die Chance, das MSI Immerse GH 50 Surround Headset testen zu dürfen. Die Lieferung erfolgte wie immer schnell und zuverlässig, so wie ich es von Mindfactory gewohnt bin.
In meinem Unboxing und Ersteindruck möchte ich auf:
- Verpackung / Lieferumfang
- Verarbeitung / Anmutung
- Tragekomfort
- Anschluss / Quick Access Control
- Software (Dragon Center)
- Soundqualität
- 7.1 Sound - Vorteil für Shooter?
- Mikrofonqualität
- weitere Feature
eingehen und am Ende mein persönliches Fazit präsentieren.
Darum möchte ich keine Zeit verlieren und gleich mit dem Offensichtlichen beginnen.
Verpackung
==========
Die Verpackung des MSI Immerse GH 50 Headsets zeichnet sich durch ein schlichtes, in Weiß und Rot gehaltenes Design aus. Doch das ist nicht neu und von anderen MSI Headsets, wie dem MSI GH 30, bekannt. Mir persönlich gefällt es, doch viel wichtiger ist eigentlich, was in der Packung ist!
Öffnet man die Verpackung, so kommt zunächst eine braune Papphalterung mit eingeprägtem MSI Dragon Logo zum Vorschein, in der die Kopfhörer verstaut sind. Somit wird sichergestellt, dass das Headset selbst bei unsanftem Transport ohne Schäden ankommt.
Nimmt man die Kopfhörer samt Papphalterung heraus, kommt der weitere Lieferumfang ebenfalls zum Vorschein.
Lieferumfang
===========
Neben den Kopfhörern, mit angeschlossener Kabelfernbedienung (Quick Access Control), ist im Lieferumfang noch eine mehrsprachige Anleitung, das Ansteckmikrofon und ein kleiner Beutel für den sicheren Transport der Kopfhörer enthalten.
Hier hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht, denn auswechselbare Ohrpolster, weitere Informationen oder etwas Merchandise für die MSI-Fans hätten hier sicher nicht geschadet und sind bei anderen Herstellern in dem Preissegment durchaus zu finden.
Doch kommen wir wieder zum wichtigen Teil, dem Headset!
Verarbeitung / Anmutung
=====================
Das MSI GH 50 Headset ist hauptsächlich aus grauem Kunststoff gefertigt, welcher durch schwarze Akzente an den Seiten unterbrochen wird und einen hochwertigen ersten Eindruck hinterlässt.
Die Polsterung am Kopfbügel und an den Hörmuscheln besteht aus einem seidigen Kunstleder und ist angenehm weich. Damit sollten auch bei längeren Gaming-Sessions keine unangenehmen Druckstellen auftreten.
Ich kann mir jedoch vorstellen, dass das Material durch die Abschirmung zu "heißen Ohren" führen und Schwitzen begünstigen kann. Das Problem habe ich mit den Velourspolstern meiner aktuellen Kopfhörer nicht und sollte daher meiner Meinung nach berücksichtigt werden.
Das Ansteckmikrofon besteht aus einem flexibleren Kunststoff, der sich aufgrund seiner Eigenschaften von dem des restlichen Kopfhörers unterscheidet, jedoch eine ähnlich griffige Textur aufweist, die gut zum Rest des Headsets passt.
Die nicht austauschbare Verkabelung des Headsets ist mit einem geflochtenen Stoff ummantelt, was einen guten Eindruck macht, doch wie später noch zu lesen ist, einen kleinen Nachteil hat.
Alles in allem ist das Headset hochwertig verarbeitet und macht einen soliden Eindruck. Nichts knarzt, fühlt sich locker an oder weist Verarbeitungsmängel auf. Doch genug vom Aussehen, jetzt wird es Zeit für eine erste Anprobe!
Tragekomfort
===========
Beim ersten Aufsetzen fällt sofort auf, dass die Kopfhörer durch ihre geschlossene Bauweise und die anschmiegsamen Ohrpolster die äußere Geräuschkulisse sehr gut abschirmen. So ist es möglich, völlig ungestört ins Spielgeschehen einzutauchen und die Außenwelt zu vergessen.
Das Gewicht sowie die Klemmkraft sind angenehm und das Headset lässt sich gut auf dem Kopf einstellen. Die Ohrpolster haben eine gute Größe, jedoch gibt es deutlich größere Ohrpolster und mit sehr großen Ohren wird es sicher etwas eng.
Die Ohrpolster sind tief genug und meine Ohren haben keinen Kontakt zum darunterliegenden Gitter, welches nur durch einen dünnen Stoff geschützt wird, um den Sound nicht zu stark zu dämpfen.
Nach all dem Anprobieren möchte ich mich nun auch von den inneren Werten überzeugen und schließe das Headset an meinem Rechner an.
Anschluss / Quick Access Control
===========================
Das Headset wird mittels vergoldetem USB-Stecker an einem freien USB-A Port angeschlossen und sofort vom System erkannt.
Zusätzlich kann man sich auf der MSI Website die passende Software (Dragon Center) herunterladen, um weitere Einstellungen vorzunehmen. Doch dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Am Kabel befindet sich nämlich noch die Quick Access Control, an der man alle wichtigen Einstellungen vornehmen kann.
Funktionen der Quick Access Control:
1. Lautstärkeregelung
2. Stummschaltung für das Mikrofon
3. Aktivierung / Deaktivierung der Bassanhebung
4. Aktivierung / Deaktivierung des 7.1 Sounds
Für mich persönlich ist das Feature jedoch nicht so wichtig, da ich mein Headset nur einmal einstelle und diese Einstellungen nicht ständig verändere.
Doch kommen wir nun zur Software, denn die hat es in sich.
Software Dragon Center
====================
Das Dragon Center dient nicht nur der Einstellung des GH 50 Headsets, sondern ist auch für die Steuerung und Synchronisation weiterer MSI Geräte zuständig.
Leider besitze ich keine weitere MSI-Hardware, sodass ich nun ein zusätzliches Programm installieren muss, um alle Feature des Headsets nutzen zu können.
Die Installation geht gut von der Hand, auch wenn zusätzlich noch das MSI SDK installiert und ein Account angelegt werden muss, damit alles wirklich funktioniert. Dieser Vorgang hat ungefähr 6 Minuten gedauert.
Das Dragon Center bietet verschiedene Möglichkeiten, um den ausgegebenen Ton sowie die Aufnahme über das Mikrofon einzustellen. So lässt sich der Ton leicht an den eigenen Geschmack anpassen und es können Effekte für die Aufnahme hinzugefügt werden.
Doch kommen wir nun zur spannendsten Frage, wie klingt es denn nun das MSI GH 50?
Soundqualität
============
Das Headset ist neutral abgestimmt und bietet einen ordentlichen Sound, wenn man es nicht gerade mit einem reinen Hi-Fi-Kopfhörer vergleicht. Für alle, die primär Spiele damit erleben wollen, ist die gebotene Soundqualität vollkommen ausreichend.
Das Enhanced Bass Feature, welches sich an der Kabelfernbedienung aktivieren lässt, klingt etwas aufgesetzt und "brummig". In Spielen ist es noch zu ertragen, doch bei der Musikwiedergabe empfand ich es als störend, was zur schnellen Deaktivierung führte.
7.1 Sound Vorteil für Shooter?
-------------------------------------------
Jetzt kommen wir zum spannendsten Punkt auf meiner Liste, dem 7.1 Surround Sound. Von ihm habe ich mir einen Vorteil in Shootern versprochen, um besser Schritte orten zu können, doch nach dem Aktivieren herrschte leider Ernüchterung.
Der 7.1 Surround Sound wird nämlich nur simuliert und schafft es nicht, eine Räumlichkeit zu erzeugen, die eine bessere Ortbarkeit ermöglicht. Für mich persönlich klingt der Effekt eher wie ein Hall, der die Ortbarkeit sogar erschwert, warum ich die 7.1 Funktion wieder deaktiviert habe.
Schade eigentlich! Doch wie sieht es mit dem Mikrofon aus?
Mikrofonqualität
==============
Das ansteckbare Mikrofon klingt gut, ist jedoch nicht mit einem Standmikrofon zu vergleichen, wie mir von meinen Mitspielern bestätigt wurde. Die Stimme ist klar verständlich, jedoch lässt das Stimmvolumen etwas zu wünschen übrig.
Das mit Stoff ummantelte Kabel sieht gut aus, doch kann es zu Störgeräuschen führen, wenn es direkt unter dem Mikrofon an Kleidung oder einem Reißverschluss reibt. Ein gummiertes Kabel ist da weniger anfällig für Störgeräusche und wäre in diesem Fall wohl die bessere Wahl gewesen.
Auch die Effekte, die man im Dragon Center beim Mikrofon hinzufügen kann, sind eher eine nette Spielerei, bringen jedoch kaum Vorteile bei der Nutzung.
Das MSI GH 50 Headset hat jedoch noch weitere Feature, auf die ich gern eingehen möchte.
Weitere Feature
=============
RGB-Beleuchtung
-------------------------
Am auffälligsten ist natürlich die RGB-Beleuchtung, die ein echter Hingucker ist und sich im Dragon-Center an die eigenen Vorlieben oder das restliche Setup anpassen lässt. Es ist sogar möglich, die Effekte mit anderen MSI-Geräten zu koppeln, was ich in Ermangelung von MSI-Hardware leider nicht testen konnte.
Allerdings ist mir bei der RGB-Beleuchtung etwas aufgefallen: Bei Effekten (z.B. Atmen), die zur Veränderung der Farben führen, brummen die Kopfhörer leicht. Wird nur eine Farbe ausgegeben oder ist die Beleuchtung komplett deaktiviert, tritt das Brummen nicht auf.
Faltfunktion
------------------
Das Headset lässt sich zum besseren Transport zusammenfalten. Die Größe wird dadurch zwar nicht deutlich geringer, allerdings ist es dadurch kompakter und lässt sich im mitgelieferten Beutel gut transportieren.
Was halte ich nun vom MSI GH 50 Headset und konnte es meine Erwartungen erfüllen?
Fazit
====
Das Headset ist alles in allem gut verarbeitet und erfüllt seinen Zweck, doch würde ich es für 75-80 ¤ kaufen? Da ich schon seit Jahren mit einem Hi-Fi-Kopfhörer und einem USB-Mikrofon unterwegs bin, wohl eher nicht. Doch man darf dabei nicht vergessen, dass diese Kombination auch bedeutend teurer ist.
Für alle, die ein solide verarbeitetes Headset zum Zocken suchen, ist es auf jeden Fall einen Test wert, auch wenn Feature wie 7.1 Sound und Enhanced Bass meiner Meinung nach auf der Packung mehr versprechen als sie tatsächlich halten.
Das einzige Problem ist am Ende der Preis: Denn in diesem Preissegment gibt es ein riesiges Angebot an Alternativen, die zwar weniger Feature bieten, doch ihre Kernkompetenzen besser ausspielen können.
Da hilft nur eins, selbst ausprobieren und herausfinden, ob es den eigenen Ansprüchen genügt.