Verifizierter Kauf
Ich hatte schon ein paar Wochen eine i5 8400er Coffee-Lake-CPU sowie 2400er Crucial Ballistix DDR4-Ram-Siegel in der Schublade liegen und wartete nur darauf, dass die günstigeren Mainboards mit den neuen Chipsätzen nach den Z370 auf den Markt kommen. Am 3.4. war es dann soweit und schon kurz danach orderte ich ein ASUS PRIME B360-Plus. Warum ich mich gerade für dieses Board entschieden habe, wird weiter unten beschrieben.
Verpackung und Zubehör: Die Verpackung ist durchaus typisch für eine gaming-orientierte Zielgruppe. Ich glaube im Desktop-PC-Bereich kommt man als Unternehmen um diese nicht mehr herum. Daher war es für mich weder überraschend, noch störend. Als Zubehör liegen zwei SATA-Kabel und eine Anschlussblende bei.
Optik und Design des Boards:
Der Kunststoff des Boards ist anthrazit bis schwarz und hat einen Kohlefaser/Carbon-touch. Dies passte sehr gut zu meinen übrigen schwarzen oder schwarz-grauen Komponenten und war durchaus ein Entscheidungsgrund.
Anschlüsse:
Gute Mainboards zeichnen sich unter anderem durch eine Vielzahl von sinnvollen Anschlussmöglichkeiten aus. Davon besitzt dieses Board viele.
Das Board besitzt sechs SATA-Anschlüsse, welche ich auch alle benötige. Andere (kleinere) Boards haben hier nur fünf oder gar vier, weswegen sie direkt bei der Entscheidungsfindung rausfielen.
Ein weiterer Grund, weshalb ich mich für dieses ATX-Board (das einzige unter den B360-Boards) entschieden habe, liegt darin begründet, dass meine Grafikkarte eine enorm dicke Backplate besitzt (durch einen Accelero S3-Kühler) und sich bei diesem Board über dem PCI-E x16-Slot noch ein x1-Slot befindet. Nur so war genügen Platz zwischen dem voluminösen CPU-Kühler bzw. den RAM-Slots und der Backplate. Durchaus ein knappes Unterfangen. Ich hätte zwar bei diesem Board noch einen zweiten (mechanischen) x16-Slot, allerdings ist dieser elektrisch nur ein x4-Slot.
Wie viele der neuen Boards (allerdings nicht alle), besitzt dieses Board zwei M.2-Steckplätze. Diese haben den Vorteil, dass sie direkt auf das Board geschraubt werden und damit keine möglicherweise störenden Kabel benötigen. Bislang habe ich diese aber noch nicht gebraucht.
Zum Betreiben von Lüftern gibt es neben dem 4-Pin-CPU-Fan-Slot noch zwei gleichartige für Gehäuselüftern. Hier hätte ein weiterer meiner Meinung nach nicht geschadet. Ich benötige doch recht viele Lüfter (-> Grafikkarte), allerdings arbeitet in meinem System eine Hardware-Lüftersteuerung, sodass ich diesen Umstand verschmerzen konnte.
Das Board bietet zwei hellblaue USB-C-Anschlüsse. Ich besitze noch kein Gerät mit USB-C, aber das wird sicherlich folgen. Ich bin jedenfalls sehr froh über dieses Feature und fühle mich damit zukunftssicher.
BIOS:
Das Maus-unterstützte UEFI BIOS lässt sich in zwei Modi bearbeiten. Voreingestellt ist eine einfache Oberfläche, die einem die wichtigsten Funktionen anbietet, die man mal schnell benötigt. Besonders positiv fand ich hier die Lüftersteuerung für CPU- und Gehäuselüfter, die man schnell und intuitiv mit Hilfe einer Temperatur-Lüfterdrehzahl-Kurve einstellen kann.
Der erweiterte Modus zeigt die Vielfältigkeit der Einstellungen. Es gibt sehr viele Einstellmöglichkeiten, die logisch über thematische Reiter erreichbar sind. Im Reiter Ai Tweaker werden Übertaktoptionen angeboten, wobei ich dies nicht verstehe. Soweit ich es verstanden habe, lassen sich weder CPU, noch RAM mit diesem B360-Chipsatz übertakten. Der Sinn erschließt sich mir nicht. Aber da ich eh nicht vorhabe, irgendetwas zu übertakten, soll ich mir egal sein.
Ein weiteres sehr schönes Feature, das ich bislang nicht hatte, ist, dass mir beim Verlassen und Abspeichern des BIOS nochmal alle Veränderungen angezeigt werden. Minimales Manko: Beim Anpassen der Lüfterkurve wird die Veränderung beim Verlassen nicht angezeigt.
Preis:
Da nach dem Release der Coffee-Lake-CPUs monatelang nur die relativ teuren Z370-Boards angeboten wurden und ich für meine non-K-CPU kein Z-Board benötigte, habe ich einige Zeit auf die B360-Boards gewartet, da ich mir erhoffte, eine günstigere Alternative geboten zu bekommen. Nun sind nach dieser Zeit die Preise für die Z-Boards gefallen und die ATX-Versionen der B360/H310 und H370-Boards liegen nur noch knapp darunter. Dafür bekommt man mit diesem Board im Gegensatz zu den Z370ern USB-3.1 Typ C.
Fazit:
Alles in allem kann ich dieses Board wirklich empfehlen. Die Optik ist sehr ansprechend, die Anschlussmöglichkeiten sind opulent (SATA, M.2, USB-C usw.), das UEFI BIOS macht einen wirklich großartigen Eindruck. Meine kleinen Kritikpunkte sind, dass ein weiterer Gehäuselüfter-Slot großartig gewesen wäre und dass ein etwas niedrigerer Einstiegspreis meiner Meinung nach vorteilhafter gewesen wäre, um sich besser von den Z370-Boards abgrenzen zu können.