Verifizierter Kauf
B550 ist die "Budget" Version vom aktuellen AMD Flaggschiff Chipset X570. Aber trotzdem bekommt man alles was man braucht. Die genauen Spezifikationen der einzelnen Varianten würde ich jedem empfehlen selber zu recherchieren, vergleichen und überlegen was man braucht. Deshalb nachfolgend meine Eindrücke und hoffentlich hilfreiche Gedanken zu diesem Board.
Grundlegende Ausstattung:
Hat "genügend" Anschlussmöglichkeiten: 6xSATA, 2xM.2, 8xUSB(ext) [im Gegensatz zu so manch anderem Board...], das ist wohl grundlegend erstmal am wichtigsten.
An "zusätzlichem" hat man auch so ziemlich alles was man braucht. USB Typ-C auf der Rückseite ist im Moment vlt nicht so nützlich, aber in Zukunft wird man wohl froh drüber sein. Das gleiche gilt für den internen Typ-C Header. USB BIOS Flashback ist etwas, dass man hoffentlich nie braucht, aber ein gutes Ruhekissen für den Notfall ist.
Qualität:
Ganz ehrlich, die "Super VRM", "Premium Kühlsystem", "dickeres PCB", "Qualität Komponenten" usw... wird man als Otto-Normal Benutzer im Alltag nicht merken oder brauchen. Was ich davon gemerkt habe war nur, dass die VRM Temperatur durchweg schön niedrig war (wenn einen das interessiert). Sowas wird sich höchstens langfristig bemerkbar machen (sprich, das Board funktioniert auch in 10 Jahren noch gut). Dazu kann ich nach einer Woche natürlich nichts sagen.
Was mMn erstmal wichtiger ist, ist die Software-Qualität, sprich BIOS und zusätzliche Software.
BIOS, bis jetzt keinerlei Probleme. Es gibt im Moment immer wieder Updates, weshalb ich auch keinen ausgiebigen Kommentar dazu geben kann, aber an sich ist das ein gutes Zeichen (wenn es Probleme geben sollte, würden sie behoben). An Funktionen hat es wieder alles was man braucht. Die Bedienung ist nicht perfekt, aber wirklich ok. (Es folgen kleine Nörgeleien:) EZ-Mode ist etwas zu simpel, Advanced Mode etwas unübersichtlich. Mit einer High-DPI Maus hat man evtl Probleme sie unter Kontrolle zu halten. Positiv ist definitiv die Suchfunktion (die beste Erfindung seit geschnitten Brot), nur Schade, dass sie nicht anzeigt, wo man den Punkt hätte finden können.
Treiber, braucht man keine! Windows 10 machts möglich. Keine lange Liste zum installieren, einfach anschalten, den Rest macht Windows selber.
Steuer Software (Nennt sich "Dragon Center"): Was ich toll finde, ist dass es nur ein Programm ist (nicht ein halbes Dutzend wie bei anderen), und trotzdem nicht total überladen. Installation ist etwas holprig (warum ist das SDK nicht enthalten?), hat auch kleine Bugs, aber das "no-nonsense" Prinzip finde ich gut. Die Sachen die man braucht sind da und noch hübsch anzusehen. Ich kann die meisten Sachen am Board verstellen ohne ins BIOS zu müssen (yay), und muss mich nichtmal durch 4 Menus und Popups wühlen.
Also kann man sagen: Man bekommt wofür man bezahlt. (Positiv gemeint). Es ist kein "Flaggschiff" super-ultra Mainboard, aber auch kein "Wühltisch"-Produkt. Es ist alles da was man braucht und an der Qualität gibts nichts zu meckern.
Der Entscheidungsgrund wird am meisten sein, ob es genau die Features und Ports hat, die ich brauche, zu dem Preis den ich bereit bin zu zahlen. Das sollte jeder selber nachforschen und überlegen, es gibt ja genug von den Dingern auf dem Markt. Wenn das zutrifft, kann man dieses Board bedenkenlos kaufen.
Persönliche Note:
Was mein persönlicher Kaufgrund für dieses Board war, ist das PCIe Layout (die Gen3 Lanes vom Chipset). Während bei den meisten anderen der x4 Slot geteilt wird (zB mit SATA oÄ) sodass man mit x1/x1/x1 oder x1/x2/x1 dasteht, ist er bei diesem Board mit dem zweiten M.2 Slot wechselbar. Dh wenn man keine zweite M.2 SSD einbaut (man hat ja noch den ersten Slot zum CPU), hat man die volle x4 Bandbreite. Das ist sehr vorteilhaft, wenn man eine "hungrigere" Erweiterungskarte installieren will (zB 10G-NIC oder SAS-Controller).