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Artikelbeschreibung

Seit dem 06.11.2017 im Sortiment

Be quiet! hat mit seinen Erfahrungen die Entwicklung von Gehäusen perfektioniert, das Ergebnis ist das Dark Base 700, eine hervorragende Kombination von Flexibilität und Ruhe. Der schwarze Midi-Tower im unverwechselbaren be quiet!-Design besticht mit den Einsatzmöglichkeiten von leisen High-End-Desktop- bzw. Gaming-Rechnern bis hin zu extrem übertakteten Systemen mit ruhigen Wasserkühlungen. Ein großes Sichtfenster aus gehärtetem Glas gibt den Blick auf Ihre verbauten Komponenten frei und die stilvollen RGB-LED-Leisten an der edlen Front ziehen garantiert bewundernde Blicke auf das System. Drei Beleuchtungsmodi und die Farben können direkt am Gehäuse angesteuert werden, alternativ lässt sich die auffällige Beleuchtung mit dem Mainboard synchronisieren.

Der entkoppelte Mainboard-Schlitten lässt sich für einen alternativen Luftstrom auch auf der linken Seite installieren oder auch, komplett ausgebaut, als Benchtable nutzen. Bereits mit zwei effizienten und kaum hörbaren 140 mm Silent Wings 3 Lüftern ausgestattet, ist das Be quiet! Dark Base 700 perfekt für leise und ausgeklügelte Airflow-Konzepte vorbereitet, auf den herausnehmbaren Halterungen lassen sich komfortabel weitere Lüfter und Radiatoren bis 360 mm montieren. Die dreistufige PWM-Lüfter-Steuerung an der Front bietet für zwei Kanäle einen Silent- und Performance-Modus, damit können zwei unterschiedliche Kühlungszonen realisiert werden.

Das Gehäuse ist auch für eine vertikale Montage der Grafikkarte vorbereitet, somit kann das leistungsstarke Herzstück eines Gaming-PCs angemessen präsentiert werden. Perfektionisten werden den eleganten Innenraum und die Möglichkeiten für einen sauberen Look schätzen, nicht benötigte HDD-Käfige lassen sich entfernen und die Öffnungen mit praktischen Cover verschließen. Eine separate Netzteilkammer und der Platz hinter dem Mainboard-Schlitten bieten ausreichend Raum für komplexe Kabelmanagement-Konzepte. Auch bei der Konnektivität ist das Dark Base 700 seiner Zeit schon fast voraus, zusätzlich zu den modernen USB 3.0 A-Ports ist an der Front ein zukunftssicherer USB 3.1 Gen2 Typ-C Anschluss integriert.


**Informationen zur Finanzierung:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 161,54*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 12 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Technische Daten

Allgemein:
Modellname: Dark Base 700 gedämmt mit Sichtfenster
Typ: Midi Tower
Netzteil: ohne Netzteil
Farbe: schwarz
Einschübe: 7x 2.5/3.5 Zoll (intern), 9x 2.5 Zoll (intern)
Installierte Lüfter: 2x 140mm
Erweiterbare Lüfter: 5x 120mm, 5x 140mm
Formfaktor: ATX, EATX, mATX, MINI ITX
Erweiterungsslots: 9x
Frontanschlüsse: 1x Kopfhoerer, 1x MIC, 1x USB 3.1 Typ C, 2x USB 3.0
Fenster: Ja
Dämmung: Ja
Besonderheiten: CPU-Kühler bis max. 180mm, Grafikkarten bis max. 430mm, Kabelmanagement, Lueftersteuerung, Mainboardschlitten, RGB LED Beleuchtung, Staubfilter, Tempered Glass Sichtfenster, variable Lüfteranzahl
Länge: 544 mm
Breite: 241 mm
Höhe: 519 mm

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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53 Bewertungen

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5 5
     am 16.01.2018
Verifizierter Kauf
das beste Gehäuse das ich mir jeh gekauft habe , komponenten lassen sich super verbauen . kann es wirklich nur empfehlen :-)
    
  
5 5
     am 15.01.2018
Ich hatte das Glück, als einer der Produkttester für das be quiet! Dark Base 700 Gehäuse ausgewählt zu werden. Hierfür erst mal vielen Dank an die Firma Mindfactory.
Für alle, die es nicht bis zum Ende des Tests schaffen, sei schon mal verraten, dass es sich um ein rundum gutes Gehäuse handelt mit allerlei nützlichen Features, die den Hardware Liebhaber erfreuen. Von mir gibt es eine volle Kaufempfehlung, die 150 € sind gut angelegt. Aber warum das so ist, verrate ich euch im restlichen Text.
Lasst mich im Folgenden ins Detail gehen.
Mein altes Gehäuse war ein NZXT S340, welches ich eigentlich immer als relativ schick betitelt habe. Doch das be quiet! schlägt mein NZXT wirklich um Längen. Der Midi Tower ist von den Maßen her ein bisschen wuchtiger als das NZXT. Laut Herstellerangaben besitzt es folgende Maße:
Gehäuse inkl. Standfüße: (L x B x H) 544mm x 241mm x 519mm
Ich erhoffte mir also mehr Platz vom neuen Gehäuse. Endlich mehr Raum, um meine Hardware-Komponenten zu verbauen, was beim NZXT S340 am Ende doch ein wenig schwierig wurde.

Die Ausstattung...
Unterscheidet sich eigentlich wenig von anderen Gehäuse Herstellern. Im Lieferumfang sind das Gehäuse, eine HDD/SSD Halterung, Gummiringe für die Festplatten-Halterung, diverse Schrauben für das Mainboard, Festplatten und Lüfter. Dann natürlich Klettbänder für das Kabelmanagement und eine Bedienungsanleitung.

Das Design...
... weist ein paar Schwachstellen auf. Das Gehäuse ist fast vollständig aus gebürsteten Aluminium oder Stahl, eine Seite ist mit Tempered Glass versehen, das ein wenig abgedunkelt ist. Die Bedienelemente an der Front sind leicht abgeschrägt und dadurch - egal wo der Tower aufgestellt wird - immer gut zu erreichen. Neben dem Power- und Reset-Button bietet das Bedien-Panel noch Bedienelemente für Lüftersteuerung, LED Farbe, Front Audio Anschlüsse sowie 1x USB 3.1 und 2 x USB 3.0. An den Anschlussmöglichkeiten gibts in erster Linie nicht meckern.
An den seitlichen Front-Lüftungsschlitzen sind auf beiden Seiten die LED Leisten versteckt. Diese lassen sich leider, nicht wie meistens üblich, in allen 16,8 Millionen Farben konfigurieren, sondern nur in sechs verschiedenen Farben, die in drei Modi geschaltet werden. Zur Auswahl stehen die Farben Weiß, Rot, Grün, Blau, Orange oder Lila. Außerdem können die LEDs mit dem Mainboard oder RGB-Controller synchronisiert werden. Alle Farben können jeweils auch im Breath Mode laufen, im dauernden Farbwechsel oder für die Energiesparer oder Minimalisten unter euch auch ganz abgeschaltet werden.
Schaut man seitlich ins Gehäuse hinein, stellt man sofort fest, wie durchdacht das Ganze ist. Die Seitenscheibe ist mit vier Schrauben gesichert. Beim Abnehmen hatte ich zunächst Bedenken, wie z.B. Kracht die Scheibe jetzt gleich raus und auf den Boden? Es gibt nämlich keine Aussparung zum Festhalten dieser.
Im Inneren erwarten uns schon zwei vorinstallierte Silent Wings 3 Lüfter. Einer ist hinten und einer ist vorne verbaut. Die herausnehmbare Schiene unter dem Gehäusedeckel hat mich am meisten interessiert. Denn so kann man die Lüfter oder den Radiator der WAKÜ ohne lästiges Über-Kopf-Gefriemel festschrauben. Das Netzteil ist hinter einer Abdeckung versteckt, genauso wie die HDD Festplatten von außen nicht zu sehen sind bzw. die SSD Auf der Rückseite des Gehäuses angeschraubt werden kann. Insgesamt 3 SSD finden auf der Rückseite direkt Platz, ansonsten kann man auch zwei SSD auf die HDD Käfige schrauben. Ab der dritten HDD Festplatte muss dann allerdings eine Plastikabdeckung weichen. Ein weiterer Festplattenkäfig liegt als Zubehör bei, doch wo ich noch mehr bekommen kann, habe ich noch nicht herausgefunden.
Ebenfalls auf der Rückseite findet man die Lüftersteuerung. Diese kann über das Bedienpanel des Gehäuses in 3 Geschwindigkeiten bzw. einem Automatik-Modus eingestellt werden.
Folgende Lüfter-Drehzahlen sind am Gehäuse einstellbar:

Performance Mode
" Stufe 1 - 50% / 800 rpm
" Stufe 2 - 70 & / 1120 rpm
" Stufe 3 -100% 1600 rpm

Silence Mode
" Stufe 1 - 25% / 400 rpm
" Stufe 2 - 45% / 640 rpm
" Stufe 3 - 65% / 1040 rpm

Die Kühlung...
... ist wirklich effektiv. Das Dark Base 700 Gehäuse bietet zahlreiche Kühlmöglichkeiten. be quiet! stellt aus meiner Sicht die besten Gehäuselüfter mit der Silent Wings Reihe her, genau davon sind schon zwei im Auslieferungszustand verbaut. Das macht sich natürlich in der Kühlleistung mit dem durchdachten Airflow des Gehäuses bemerkbar. Durch meine insgesamt drei verbauten Front Lüfter, dem 280mm Radiator unter dem Gehäuse Deckel und dem Silent Wings Lüfter hinten komme ich auf folgende Kühlwerte:
Idle (Silent-Mode Stufe 1)
CPU: 26°
Grafikkarte 38°
Motherboard 25°

Unter Last hat meine ASUS Software folgende Temperaturen angezeigt:
CPU: 54°
Grafikkarte 68°
Motherboard 28°

Dabei waren zwei der drei Frontlüfter noch nicht einmal bei voller Laufleistung angekommen. Das Mainboard hat die Lüfter bei 600 U/min geregelt. Also gibt es auf jeden Fall, im wahrsten Sinne des Wortes, noch Luft nach oben, oder wer es dann doch ein bisschen kühler haben will, kann die Geschwindigkeit der Lüfter ein wenig höher drehen. Dann sind diese aber auch zu hören. Bei allen Werten lag mein altes NZXT s340 Gehäuse um knapp 10 Grad höher. Allerdings war das Gehäuse auch kleiner und der Luftstrom war durch die Enge im Gehäuse behindert. Hier im Dark Base 700 hat jede Komponente genug Platz und kann die Wärme optimal abgeben.

Die Lautstärke...
... ist erheblich gemindert. Die Seitenteile sowie die Front und der Deckel sind mit einer Dämmung auf der Innenseite ausgekleidet. Das minimiert den Geräuschpegel deutlich. Hinzu kommt, dass die beiden Silent Wings eine Laufruhe mit sich bringen, die in der Oberklasse der Lautstärke spielt. Im Idle ist am Schreibtisch (ca. 80cm Entfernung) so gut wie nichts zu hören. Lediglich unter Last dringt der Schall der Lüfter ein wenig nach außen. Aber auch hier macht das Dark Base 700 eine deutlich bessere Figur als mein altes NZXT.

Der Einbau...
... hat ganz schön lange gedauert und ich bin da schon echt erfahren, weil ich seit bestimmt 20 Jahren meine eigenen PCs zusammenbaue. Obwohl jedes Teil an sich super easy anzubringen ist, dauert es länger als bei einem normalen Gehäuse. Ich habe jedes Teil auf dem Tisch zusammengebaut und dann wieder einbauen müssen. Dafür ist aber auch alles ordentlich und sauber angebracht.
Als erstes habe ich die Schrauben von der ausziehbaren Leiste gelöst und den Radiator meiner be quiet! Silent Loop 280 angebracht. Danach das Mainboard auf die, schon für ATX angebrachten, Abstandshalter angeschraubt - Schiene rein und der größte Teil war fertig.
Als nächsten Schritt habe ich die Festplattenkäfige mit den Festplatten versehen. Eine Plastikabdeckung musste ich dafür lösen, weil ich insgesamt drei HDD verbaut habe. Dafür drückt man das Plastik leicht zusammen und schiebt die Abdeckung nach vorne raus. Man kann darüber auch Kabel zum Mainboard verlegen, denn die Abdeckung ist in mehreren Positionen einsteckbar.
Ich habe neben den zwei vorhandenen Silent Wings Lüftern noch weitere be quiet! Lüfter verbaut. Insgesamt drei 140mm Lüfter sind es dadurch in meiner Front. Diese passen leider nicht vollständig an die Anbringungsschiene in der Front. Der Unterste wird von zwei Befestigungen, anstelle von vieren, gehalten. Trotzdem sitzt alles bombenfest und man hört auch keine lästigen Rattergeräusche.
Zum Schluss dann noch das Netzteil. Für ein gutes Kabelmanagement bietet das be quiet! Dark Base 700 jede Menge Möglichkeiten, die Kabel versteckt zu verlegen. Sei es durch die 3 Kabeldurchlässe, oder die Schlitze rund um das Mainboard, bis hin zur Plastikabdeckung am Boden, die man kurz abnimmt und dann wieder über den Kabeln anbringt. Durch die Scheibe sieht man ein sehr organisiertes, klares Innenleben. Das Chaos ist gut verdeckt auf der Rückseite. Doch auch hier hat man genug Platz und wenn man es wirklich ganz genau nimmt, kann man die Kabel hier auch ordentlich verlegen. Ich gehöre eher zur Kategorie: Was ich nicht sehe... ;)

Die Leistung...
Zwei der Frontlüfter lasse ich über die Steuerplatine des Gehäuses laufen. Ansonsten regle ich meine Lüfterdrehzahl lieber über die ASUS Steuerung, da sich so einfach alles besser konfigurieren lässt.
Wenn ich die beiden Frontlüfter auf Automatik laufen lasse, dann drehen sie durchgehend mit voller Drehzahl. Obwohl das Gehäuse eigentlich sehr gut gedämmt ist, sind sie dann aber noch leicht hörbar. Deswegen laufen die Lüfter bei mir auf Stufe 2 im Silent Mode mit 640 rpm. Selbst unter Last, wenn das Mainboard die Lüfter hochdreht, dringen relativ wenig Geräusche nach außen. Hier macht be quiet! seinem Namen wirklich alle Ehre und bietet eine sehr effektive Dämmung.
Ich besitze ein ASUS Strix Z270 E Mainboard, welches natürlich über eine Farbspielerei verfügt. Ich habe das Mainboard mit dem Gehäuse synchronisiert. Die geringe Farbpalette ist natürlich direkt ins Auge gefallen. Bei manchen Farbwerten, in der ASUS Aura Software, bleiben die Gehäuse LED des be quiet! dann halt einfach aus. Ich vermute, dass das Gehäuse die Zwischenfarben einfach nicht erkennt. Trotzdem kann man bei den meisten Farben die Helligkeit und Sättigung zumindest ein wenig verändern. Schade finde ich auch, dass die Farbe des Powerknopfs immer weiß bleibt und sich nicht der Farbe des Gehäuses anpasst. Hier finde ich, könnte be quiet! noch eine weitere LED verbauen, die mit den Seitenleisten gekoppelt ist.
Nimmt man das vordere Panel des Gehäuses ab, so kommt man an die Staubgitter, die in der Front und unter dem Gehäuse angebracht sind. Schade, dass man immer dafür das Front Panel komplett abnehmen muss. Aber sind wir mal ehrlich, wer reinigt schon so häufig sein Gehäuse vom Staub. Ich gebe zu: Ich sicher nicht.
Was eventuell manche Nutzer vermissen könnten, sind die Schächte für ein DVD/ BlueRay Laufwerke. Ich habe mich mittlerweile durch das NZXT S340 Gehäuse daran gewöhnt, dass ich diese nicht mehr brauche. Selbst Windows benötigt zur Installation ja nur einen USB Stick. Die meisten Spiele werden heute eh über einen Download Code runtergeladen.

Die Haltbarkeit...
... ist in der Kürze der Zeit, seit dem Erhalt des Gehäuses schwer einschätzbar. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass das Dark Base 700 Gehäuse die nächsten 5 bis 6 Hardware Generationen ohne Mühen überstehen wird. Das Gehäuse besteht aus solidem Aluminium und Stahl. Wenn ich meine Kabel am Gehäuse anschließe, lehne ich mich durch den Schreibtisch schon ein wenig mehr auf das Gehäuse. Dabei hatte ich bei meinem alten Gehäuse immer die Angst, dass das Metall eine leichte Beule bekommt. Bei dem be quiet! Gehäuse gibt nichts vom Gehäusedeckel nach.

Preis-/Leistungsverhältnis...
... ist bei dem be quiet! Dark Base 700 ausgezeichnet. Für 150 bis 160€ bekommt man ein solides Aluminiumgehäuse. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, denn nichts wackelt oder fühlt sich beim Einbau so an, als wenn es schnell brechen würde. Auch die beiden Silent Wings Lüfter sind schon im Preis enthalten.

Mein Fazit...
... fällt insgesamt recht positiv aus. Be quiet! hat mit dem Dark Base 700 ein High End Gehäuse auf den Markt gebracht, welches nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch jede Menge Features mitbringt, die den deutlichen Unterschied zur Konkurrenz machen. Die Wahlmöglichkeit, ob man das Mainboard oder die Lüfter lieber auf dem Tisch anbringt, indem die modularen Teile einfach ausgebaut werden und das sehr gute Kabelmanagement müssen hier besonders hervorgehoben werden. Die Lüftersteuerung die über das Gehäuse Bedienpanel eingestellt werden kann und die edle Glasscheibe runden das Ganze ab. Auch die Dämmung ist echt quiet. Be quiet! halt.
Lediglich für einige User von Nachteil ist, dass das Gehäuse keine Laufwerksschächte für DVD-/ BlueRay-Brenner bietet und dass die Gehäuse LED nur in bestimmten Farben funktionieren.
Aber ansonsten bekommt man für derzeitig ca. 150 bis 160€ ein absolutes High End Gehäuse, das wirklich gut aussieht.
Von meiner Seite aus gibt es eine klare Kaufempfehlung.
    
  
5 5
     am 15.01.2018
Im Zuge des Testers Keepers Programm habe ich das be quiet! Dark Base 700 erhalten. Während ich dieses höherpreisige Gehäuse auf Herz und Nieren untersuchen möchte, werde ich es immer wieder in den Vergleich zum be quiet! Pure Base 600 stellen. Mancher möchte vielleicht sagen, dass es nicht fair ist, ein Gehäuse, das für etwa 75¤ gehandelt wird, gegen ein doppelt so teures Produkt antreten zu lassen. Mir geht es hier jedoch weniger um direkten Wettstreit auf Augenhöhe, sondern um eine Vorstellung, ob und wie sich die in meinen Augen nicht unerhebliche Preisdifferenz äußert.

VERPACKUNG
Doch beginnen wir, wo auch ich begann. Dieses unsagbar schwere Paket auszupacken, das mich erreichte. Das Gehäuse ist mit über 13 Kilogramm definitiv ein schweres. Grund dafür dürfte die sehr verwindungssteife Stahlkonstruktion des Rahmens sein. Die Temperglasscheibe an einer der Seiten macht dabei ihr übriges. Das Gehäuse ist im Karton von zwei Styroporblöcken und einer Textiltasche geschützt. Mich wunderte jedoch, dass auf dem Glas keinerlei Schutzfolie war. Dies ist immerhin bei Konkurrenzprodukten Standard.
Anleitung, sowie Zubehör des Gehäuses befanden sich im Gehäuseinneren. Der Karton, mit den nicht gerade federleichten Festplattenkäfigen, hatte sich während der Lieferung jedoch von seinem einzigen Faden, der ihn hielt, befreit und war wohl beim weiteren Transport frei im Gehäuse. Dass dabei kein Schaden entstanden ist, ist wohl als Glück zu bezeichnen. Hier sollte be quiet! definitiv noch einmal nachbessern  niemand würde sich freuen, eine vom Zubehör zerschlagene Glasscheibe vorzufinden, falls der Versand ruppiger war als üblich.

Im Lieferumfang findet sich eine große Anzahl an Schrauben zur HDD- und SSD-Befestigung, sowie sechs Kabelbinder aus Klettband. Diese kleinen Helferlein werden später für die Organisation der Verkabelung hilfreich werden. Außerdem finden wir einen Festplattenkäfig mitsamt Entkopplungsgummis zur Reduzierung der HDD-Vibrationen  zwei weitere sind bereits verbaut. Außerdem fallen vier längere Schrauben auf. Zu diesen komme ich später noch.


DESIGN
Optisch präsentiert sich das Gehäuse von eleganter und gleichzeitig beinah monolithischer Seite. Die Maße sind im Vergleich zum Mid Tower Pure Base 600 immens, einzig die Höhe lässt darauf schließen, dass dieses Gehäuse noch kein Big Tower ist. Die Front, wie auch der Deckel werden von dunklem Aluminium geziert, zumindest solange man es nicht anfasst. Gebürstetes Aluminium neigt leider dazu, Handfette, bzw. -öle magisch anzuziehen und kaum herausputzen zu lassen. Highlight ist natürlich einerseits die Temperglasscheibe, die wahlweise die linke oder rechte Seite des Gehäuses bedeckt. In Kombination mit dem LED-Streifen, der sich über den Fuß hinauszieht, wirkt das Gehäuse noch gewaltiger, als es ohnehin schon ist. Der Streifen kann über einen Schalter oder wahlweise über ein kompatibles Mainboard gesteuert werden. Der Schalter der Bedienleiste, die gut erreichbar und sauber verarbeitet an der Vorderseite zu finden ist, schaltet Farben durch, die je nach Gusto statisch leuchten oder pulsieren. Ausschalten kann man diese Spielerei jedoch selbstverständlich auch. Ansonsten lassen sich dort eine Festplattenaktivitätsleuchte, der leider unregelmäßig beleuchtete Ein- und Ausschalter, zwei USB 3.0 Typ A, ein USB 3.1 Gen2 Typ C Anschluss, Kopfhörer- und Mikrofonklinkenbuchsen, sowie ein Regler für die Lüftersteuerung finden. Betreffender Schieberegler hat vier Positionen, Geschwindigkeitsstufen zwischen eins und drei, sowie ein Automatikmodus, der das Mainboard  sofern kompatibel  die Lüfter über PWM steuern lässt. Leider ist der Schalter so angebracht, dass die Erhebung immer zwischen zwei Punkten steht. Man hat zwar schnell raus, welche der vier Positionen eingestellt ist, dennoch ist dies ein Detailfehler, der sehr schnell auffällt. Auch fraglich ist, weshalb die USB Typ C Buchse nicht, wie die Typ A Buchsen, direkt ins Metall eingelassen ist, sondern mitsamt einer Plastikfläche etwas tiefer verbaut wurde. Es wirkt, als sei die Entscheidung, USB-C anzubieten, erst spät im Designprozess gefallen, weshalb es zügig und wenig raffiniert umgesetzt wurde. Positiv zu erwähnen ist aber, dass Typ-C überhaupt hier zu finden ist. Dies sucht man auch Anfang 2018 noch zu oft vergebens.


VERARBEITUNG
Löst man nun, die durch Gummi gelagerte Glasscheibe, sowie die einfach verschraubte Metallrückwand, lässt sich das Innere des Gehäuse erreichen. Dort gibt es mannigfaltige Möglichkeiten, Kabel hinter die Mainboardrückwand verschwinden zu lassen. Auch das Netzteil verschwindet in seinem eigenen Tunnel, in dem auch bis zu zwei Festplatten oder vier SSDs untergebracht werden können. Insgesamt fällt das hohe Verarbeitungsniveau auf. Die Stahlkonstruktion des Rahmens ist mehr als solide. Scharfe Kanten haben sich keine ausmachen lassen, Kanten sind gerundet und oft zusätzlich umgebogen, um weitere Stabilität zu gewährleisten. Die Mainboardrückwand besteht aus einem L-förmigen Wandstück, an dem auch der rückwärtige 140mm PureWings 3 Lüfter angebracht ist. Dieser ist einer von zwei 140mm 4-Pin PWM Lüfter, die dem Firmennamen folgend sehr leise laufen. Eines der Hauptausstattungsmerkmale des Gehäuses ist die Invertierbarkeit dieser Mainboardwand, sodass man die Glasscheibe auch auf der anderen Seite des großen Kastens befestigen kann und nicht auf Kabelgewirr, sondern weiterhin auf seine Komponenten blicken kann.

MONTAGE
Damit kommen wir zum Ein- und Umbauerlebnis, während ich vorwegnehmen kann, dass es insgesamt eines der positivsten Erfahrungen mit dem Zusammenbau eines Systems war. Dennoch fanden sich mehrere Kritikpunkte, die jedoch unter die Kategorie Detailfehler fallen. Positiv erwähnen kann man, dass nicht nur die beiden Lüfter durch Gummi entkoppelt sind, um so Vibrationen zu minimieren, der gesamte Mainboardtray wird durch Gummistopper vom restlichen Rahmen getrennt. Wenn also eines von beidem schwingt, geht dies nicht auf den anderen Teil über. Da hat jemand mitgedacht! Das invertieren des Trays selbst, ist kinderleicht und schnell gemacht. Leider wurde dabei ein wichtiger Punkt vergessen  die Frontpanelanschlüsse. Diese werden durch, in meinen Augen, zu schmale Öffnungen gezwängt, die noch dazu kaum erreichbar sind. Wenn man also die vielen Kabel des vorderen Panels schön versteckt hinter die Mainboardwand legen möchte, muss man diese von rechts nach links umlegen. Dies war mir nur möglich, indem ich die Gehäuseoberseite entfernte, da man sonst nicht genug Zugriff auf die Kabel hat. Das waren 11 Schrauben, die mitunter sehr fest saßen. Da dies auch in der Anleitung nicht erwähnt wurde, scheint be quiet! dies überhaupt nicht vorzusehen. Dies empfand ich durchaus als enttäuschend und vor allem die Mehrarbeit als sehr frustrierend.
Ansonsten lassen sich die Abdeckungen über den Slots links, bzw. rechts des Mainboards hervorheben. Dort kann man die von be quiet! bekannten Festplattenkäfige auf fünf verschiedene Höhen verteilen. Die Abdeckungen sorgen jedoch dafür, dass die Aussparungen, die nicht für Festplatten genutzt sind, nicht unschön auffallen. Stattdessen sehen sie durch, das entstehende Kachelmuster, sogar wirklich gut aus. Freunde der Wasserkühlsysteme würden sich hier jedoch wünschen, dass trotz der Abdeckungen eine Möglichkeit bliebe, ein größeres Reservoir zu montieren. Mit gegenwärtigen Lösungen müsste man jedoch die Plastikverkleidungen ganz abnehmen. Hier könnte noch einmal für Enthusiasten nachgebessert werden.
Weitere Plastikverkleidungen finden sich auf dem Netzwerktunnel. Vier separat voneinander entfernbare Platten können für Kabel oder Luftstrom entfernt werden. Auch die Montage einer Grafikkarte in vertikaler Orientierung, für die das Gehäuse zwei Slotblenden Höhe, bzw. Breite vorsieht, erfordern die Demontage zweier dieser Platten. Während die Vorbereitung, Grafikkarten vertikal auszurichten, ein willkommener Einzug in dieses Gehäuse darstellt, wird leider darauf verzichtet, ein erforderliches PCIe-Riserkabel mitzuliefern. Angesichts der Positionierung des Produkts wäre dies jedoch durchaus einen leicht erhöhten Preis wert gewesen. Unter ihnen findet sich ein Lochgitter, durch das Luft strömen kann. Außerdem sind dort Aussparungen für Kabel. Dort fiel jedoch ein weiterer Designfehler auf. PCIe-Kabel, die dort sehr passend hindurchgeführt werden könnten, passen nicht durch die Löcher  diese sind schlichtweg zu schmal für den PCIe-Stecker. Vielmehr passen die Pins und ihr Plastikgehäuse dort hindurch, nicht jedoch der Sicherungshaken, der an den Anschlüssen befestigt ist.
Zum Testen nutzte ich extra ein be quiet! Netzteil, um sogar den Heimvorteil zu nutzen, doch hier wurde offensichtlich nicht zu Ende gedacht. Außerdem findet sich im Netzteiltunnel reichlich Schaumstoff, um das Netzteil vollständig vom Gehäuse zu entkoppeln. Außerdem zwei Festplattenplätze, sowie die Vorbereitung für einen 120mm oder 140mm Lüfter. Für diesen Bodenlüfter liefert be quiet! vier passende Langschrauben mit, um das Gehäuse nicht herumwuchten zu müssen und Lüfter bequem von oben verschrauben zu können. Leider sind die Schrauben für die eher schmalen PureWings Lüfter ausgelegt. Viele andere Lüfter sind etwas breiter, sodass man gerade mal mit einer Umdrehung im Gewinde ist, wenn man die mitgelieferten Schrauben nutzt. Gut, denke ich, verschraube ich meinen Drittherstellerlüfter eben von unten mit längeren Schrauben und Konterstücken  weit gefehlt. Der vordere Fuß ist, wohl aus Optikgründen, durchgehend und blockiert so die Sicht auf die beiden vorderen Schraublöcher. Doch nicht nur das Aluminium als Abdeckung verdeckt diese komplett, auch das Plastik darunter lässt kein Zugriff darauf zu. Dabei hätten es zwei runde Aussparungen schon getan, um dort die Schrauben zu montieren. Um also von unten die Lüfter anzuschrauben, müsste man die komplette Vorderseite, die aus mehrere Aluminium- und Plastikbauteilen besteht, abmontieren. Unvergleichlich viel Aufwand für ein so simples Problem. Hier sollte be quiet! definitiv bei einer zukünftigen Revision nachbessern.

KOMPATIBILITÄT
Der Einbau der Komponenten geht angesichts des großzügigen Platzangebots ansonsten jedoch sehr komplikationsfrei von der Hand. Vor allem sind die Kabel des Frontpanels lang genug, um auch bei ungünstiger Position auf dem Mainboard oder bei Adapterkarten alles anschließen zu können.
Anschließen kann man weitere Lüfter übrigens an einer weiteren Besonderheit des Gehäuses. Hinter der Mainboardwand verbirgt sich eine Steuerplatine, die bis zu sechs PWM-Lüfter regelt. Je drei von ihnen lassen sich entweder in einen Silent- oder Performancemodus schalten, die die Umdrehungszahl der Lüftersteuerung, die man am Frontpanel vornehmen kann, beeinflusst. Da mein Computer auf dem Schreibtisch neben mir steht, nutze ich das Silentpreset in der niedrigsten Stufe. Der PC bleibt flüsterleise, die Lüfter sorgen jedoch trotzdem für ordentlichen Luftdurchsatz. Beschränkt ist dieser jedoch, sollte man am oberen Schlitten Lüfter oder gar Radiatoren montieren. Löblich ist der Einsatz eines herausziehbaren Trägers, der ein einfacheres Anbringen von Kühlern an der Oberseite ermöglicht. Jedoch lässt sich im Gegensatz zum 75¤ Pure Base 600 auf der Oberseite der Deckel nicht anheben, um mehr Luftzug zu ermöglichen. So muss sich die Luft von bis zu drei 120mm Lüftern durch sechs schmale Schlitze zwängen  optimale Kühlung sähe anders aus. Auch hier wurde offensichtlich nicht zu Ende gedacht, oder aber die Gehäuseoberseite, die optisch in einem Guss ist, war wichtiger als sinnvolle Kühlungsmöglichkeiten.



KÜHLEIGENSCHAFTEN
Die Kühleigenschaften der beiden mitgelieferten Lüfter sind jedoch, trotz langsamster Stufe, mehr als respektabel. Meinen AMD Phenom halten sie trotz hoher Beanspruchung bei Videostreaming und gleichzeitigem Multiplayer-Civilizationspiel bei kühlen 35°C. Im Pure Base 600 mit seinen PureWings 2 Lüftern, waren es oftmals über 52°C.
Interessant fand ich die Frage, ob das Invertieren der Mainboardwand oder die Aufstellung der Grafikkarte in die Vertikale, im Gegensatz zur bekannten Horizontalen Auswirkungen auf die Kühlleistung oder die Geräuschentwicklung haben. Beides kann jedoch verneint werden. Auch bei voller Grafikkartenauslastung bliebt meine AMD Radeon zu jeder Zeit in der Spitze, bei gleicher Lüfterdrehzahl, gleich warm und geräuschvoll. Über 65°C wurde die GPU nicht erhitzt.


PREIS-/LEOSTUNGSVERHÄLTNIS
Fragt sich nun, ist dieses Gehäuse sein Geld wert, oder bleibt der Preis von rund 150¤ eine saftige Hausnummer?
Ich bin schlussendlich zwiegespalten. Das Gehäuse selbst und alle, im Regelfall wichtigen, Eigenschaften sind exzellent. Die Verarbeitung ist erstklassig, die beworbenen Merkmale des Gehäuses sind gut durchdacht und noch besser umgesetzt. Vor allem dem Anspruch der Modularität und gleichzeitiger Stille wird das Gehäuse mehr als recht und es sieht dabei auch noch schick aus.
Mir persönlich blieben jedoch all die kleinen Detailfehler stärker im Hinterkopf, als zuvor gedacht. Vor allem, da das schwere Gehäuse mehrfach gehoben und getragen werden wollte, war jeder kleine Fehler noch einmal schwerwiegender. Was mir jedoch vor allem merkwürdig aufstößt ist der fehlende, stufenweise hörbare Deckel, der beim Pure Base 600, dem günstigsten aller be quiet! Gehäuse, für mehr Atemluft zur Kühlung vorhanden ist. Weshalb man den Luftdurchsatz gerade bei der sinnvollen Innovation des modularen Lüfter-/Radiatorträgers derart beschränkt, erschließt sich mir nicht.

FAZIT
Dies jedoch sind Fehler, die gesucht wurden, weil in seiner Gesamtheit das Gehäuse nicht nur wunderbar aussieht, sondern ebenso gut verarbeitet und durchdacht ist. Im Sinne Niemand ist vor Fehlern gefeit attestiere ich be quiet! eine gute Leistung bei der Entwicklung dieses Gehäuses und kann eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Hätte ich das Geld für dieses Gehäuse übrig und hätte es nicht zum Test kostenlos erhalten, würde ich über einen Kauf ernsthaft nachdenken.



Zu guter Letzt möchte ich Mindfactory und be quiet! für diese einmalige Möglichkeit danken, ein Produkt kostenfrei testen zu können.

Bilder vom Gehäuse werde ich hier zeitnah nachreichen. Leider streikt aktuell meine Kombination aus Digitalkamera und Windows.
    
  
5 5
     am 14.01.2018
Top Gehäuse mit viel Platz für Komponenten und gutes Kabelmanagement. Die LEDs in der Front sind sehr hell und sehen auch geil aus. Wer also ein Gehäuse mit Platz benötigt, das leise ist und ein Glassichtfenster besitzt unbedingt zuschlagen.
    
  
5 5
     am 13.01.2018
Verifizierter Kauf
Mit wurde das Gehäuse im PCGH-Forum empfohlen und ich habe es nicht bereut.
Das Case ist absolut wertig verarbeitet. Leider haben jedoch ein paar Schrauben gefehlt. Das hab ich direkt bei be quiet! reklamiert. Die werden mir noch zugeschickt.
Insgesamt war ich mit meinen Käufen vom Dezember und den diversen Telefonaten (Rückrufservice von Mindfactory super zufrieden). Daumen hoch.
    
  
3 5
     am 13.01.2018
Verifizierter Kauf
Platzmangel auf der Rückseite

Schwergängige Schrauben sowohl bei den vorinstallierten Lüftern als auch für die Glasseite.
Bei mir fehlt ein Abstandshalter für das Netzteil ( 3/4 )

Ansich aber edele Verarbeitung.
    
  
     am 12.01.2018
Ich habe das Gehäuse als Produkttester von Mindfactory erhalten und dadurch die Chance bekommen das Dark Base 700 Gehäuse von be quiet! ausgiebig zu testen.
Ohne gezielt auf einzelne Punkte ein zu gehen und diese einfach ab zu arbeiten möchte ich hier vielmehr berichten wie ich vorgegangen bin und wie der Aufbau dann bei mir abgelaufen ist und was mich dabei so erwartet hat.
Den gleichen Testbericht aber inkl. Fotos dazu findet man im Forum von Mindfactory.
Zum Testen verwende ich mein aktuelles Setup, ich habe mir keine neuen Komponenten für den Test gekauft und möchte entsprechend auch alle aktuellen Komponenten mit in das Gehäuse nehmen zum Testen.
Also war mein erster Schritt alles aus dem aktuellen Cooler Master HAF 932 Gehäuse zu entfernen und dann in das neue Gehäuse ein zu bauen.

Bestandsaufnahme
Meine Hardware besteht aus einem ASRock Z97 Extreme 4 Mainboard mit einer Intel Core i5-4690K CPU, einem Alpenföhn Brocken 2 Kühler mit einer Höhe von 165mm, einer GeForce GTX 960 Grafikkarte von GIGABYTE, einem älteren be quiet! Dark Power Pro Netzteil mit Cabel Management, zwei 3,5" HDDs, einer 2,5" SSD, einem Cardreader im 5,25" Schacht und einem DVD Brenner.

Auspacken und erster Eindruck
Erstes auspacken: das Gehäuse kommt gut verpackt an. Das gesamte Gehäuse ist in einem schwarzen Stofftuch verpackt. Im Karton erwartet einen erst einmal nur das Gehäuse und die Bedienungsanleitung. Im Gehäuse selbst ist dann das weitere Zubehör.
Hier dann aber schon der erste Schock: Wo kommt denn da mein DVD Laufwerk und mein Cardreader hin? Tja, die haben wohl kein Platz mehr im neuen Gehäuse denn 5,25" Schächte sucht man bei diesem Gehäuse vergebens.
Da mein altes Gehäuse schon sehr alt ist wusste ich ja, sowas muss ja auch nicht immer mit erneuert werden genau wie das Netzteil, aber auch das Silent Base 600 hatte noch Platz für DVD Laufwerke.
Nun aber erst einmal weitermachen mit dem Auspacken und dem Einbauen.
Die Glasscheibe wird von vier schrauben gehalten, welche mit Gummi überzogen sind damit nichts verkratzt, alles gut gedämmt ist und es keine Vibrationen gibt. Bei mir kam eine Schraube direkt mit Gewinde heraus, das ist aber kein Problem denn alle Gewinde haben vorne einen Schlitz und lassen sich damit sehr schnell und einfach heraus und wieder fest herein drehen. Da man das Gehäuse ja auch drehen kann, also die Glasscheibe an die andere Seite bauen kann ist dies auch sehr gut gelöst.
Etwas verwundert war ich, dass keine Festplattenbefestigung zu sehen war und im Zubehör war auch nur eine Festplattenhalterung mitgeliefert für 3,5" Festplatten.
Nachdem ich dann auch die Netzteilabdeckung entfernt habe, kamen aber zwei weitere Festplattenkäfige hinter der Verkleidung zum Vorschein. Hier wurde dann sofort klar was sich be quiet! dabei gedacht hat:
Mehr als zwei Festplatten kann man zwar verbauen sieht dann aber unschön aus!
Die Festplatten und vor allem die dazugehörigen Strom- und SATA Kabel sollen vollständig verschwinden und unsichtbar sein.
Vermutlich ist das auch der Grund für die fehlenden Laufwerksschächte, hier geht ja die Glasscheibe über die ganze Seite und zeigt nicht nur einen Ausschnitt und somit ist alles deutlich aufgeräumter.
Das hat aber natürlich nicht nur Optische Vorteile, sondern so ist auch der Weg für den Luftstrom komplett frei und die von vorne gezogene Luft kommt so noch schneller und besser zur CPU.
Spätestens ab jetzt hat man aber den vollen Überblick über das Innenleben des Gehäuses und allen bereits verbauten Komponenten.
Ab Werk sind zwei SilentWings 3 140mm PWM Lüfter im Gehäuse verbaut. Einer vorne in der Front zum Ansaugen der Luft und einer hinten weiter oben, der die Luft wieder heraus pustet.
Die zweite Seitenwand aus Aluminium ist bereits vollständig gedämmt, genau wie die Front und das Oberteil des Gehäuses.
Die Unterseite vom Gehäuse ist komplett offen. Zum einen wird hier, wie seit Jahren üblich, das Netzteil eingebaut damit es keine Wärme in das Gehäuse hereinbringt und den Luftstrom nicht stört. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit noch weitere Lüfter zu verbauen. Um alles vor Staub und gröberem Dreck zu schützen gibt es an der Unterseite, genau wie an der Front ein Staubschutz in Form eines herausnehmbaren Gitters.
Um an das Gitter in der Front zu kommen muss die ganze Front einfach nach vorne abgezogen werden. Gut gefällt mir hier die Lösung für die LED Streifen, denn diese sind in der abnehmbaren Front nicht mit Kabeln verbunden, sondern über einen Kontaktstreifen, sodass man eigentlich nichts kaputt machen kann, wenn man einfach mal die Front entfernt.
Auf der Rückseite des Mainboard-Trays finden wir dann schon jede Menge Kabel und auch eine kleine Platine welche die komplette Gehäusesteuerung übernimmt.
Es gibt auf der Platine die Anschlussmöglichkeit für sechs Lüfter in zwei Kanälen, einen Stromanschluss in Form eines SATA Steckers, einen Eingang für die LED RGB Steuerung, zwei Ausgänge für die Front LEDS, einen Ausgang für weitere LED Stripes, damit diese passend zum Gehäuse leuchten und einen PWM Anschluss für die Lüfter.
Das wirkt auf den ersten Blick etwas verwirrend, aber eigentlich ist es ganz einfach und es muss nicht alles angeschlossen werden. Hier sollte man aber auf jeden Fall einmal in das mitgelieferte Handbuch schauen.
Die Front LEDs steuere ich z.B. nur über den Taster in der Front da mein Mainboard keinen Anschluss dafür hat und somit konnte ich dieses Kabel auch direkt entfernen.
Die beiden Schieberegler auf der Platine dienen nur der Lüftersteuerung und das auch nur dann, wenn die Lüfter nicht auf Automatik stehen.
In der Front des Gehäuses gibt es ja einen Schieberegler für die Lüfter welcher vier Stellungen kennt. Automatik und 1-3. Im Automatikmodus wird der PWM Anschluss der kleinen Platine genutzt und alle Lüfter werden hierrüber gesteuert, unabhängig von der Schalterstellung auf der Platine.
Erst wenn an der Front eins, zwei oder drei ausgewählt wird, ist es interessant was innen geschaltet worden ist. Hier gibt es die Möglichkeit Silent und Performance auszuwählen. Nur unter Performance können die Lüfter per Hand mit 100% betrieben werden, im Silent Modus ist bei 65% Schluss.
Eine genaue Tabelle mit beiden Modi gibt es im Handbuch.
Möchte man z.B. einen Lüfter im Silent Modus haben und den anderen im Performance Modus, so kann man die Lüfter an die beiden unterschiedlichen Kanäle der Platine anschließen (jeweils drei Lüfteranschlüsse) und die beiden Kanäle separat voneinander schalten.

Einbau vom Mainboard:
Beim Einbau des Mainboards bemerkt man dann wieder was es doch für ein Vorteil ist, wenn man keine Laufwerksschächte oder HDD-Schächte im Weg hat.
Selten habe ich ein Mainboard so einfach einbauen können.
Für den ATX Standard ist bereits alles vorbereitet. Es sind 8 veränderbare Gewinde im Gehäuse angebracht und ein PIN der zum korrekten Ausrichten des Mainboards dient.
Genau die gleiche Anordnung und Anzahl hatte ich bereits im Silent Base 600 eines Freundes und genau wie dort habe ich weitere Gewinde bzw. Ersatzteile im Zubehör vermisst!
Sowohl mein ATX Mainboard, als auch das vor kurzem verbaute ATX Mainboard im Silent Base haben zehn Befestigungen, anstelle von neun. An der passenden stelle gibt es auch die Möglichkeit ein weiteres dieser Gewinde an zu bringen. Im Zubehör gibt es aber einfach kein weiteres mehr und auch keine weiteren Schrauben mehr.
Das finde ich etwas schade und habe ich auch so beim anderen Gehäuse damals so empfunden.
Bei dem Preis sollte es nicht an zwei drei extra Schrauben scheitern vor allem auch als Ersatz falls mal eine verloren geht.

Einbau der Festplatten und der SSD:
Nachdem dann aber Mainboard und Netzteil soweit verbaut waren ging es nun an den Einbau der Festplatten. Die HDDs werden in ihre Halter in Gummis geschraubt um hier Vibrationen zu mindern, was auch soweit alles sehr gut klappte. Die HDD Käfige können sehr einfach herausgenommen werden zum HDD Einbau und die Kabel werden auch direkt nach hinten geführt. Nutzt man mehr als die zwei unten integrierten 3,5" Schächte, so werden auch oberhalb der Netzteilabdeckung die Kabel direkt nach hinten geführt, sodass man auch dort nicht allzu viel sehen sollte. Wenn man möchte kann man natürlich auch direkt alle Festplatten oberhalb der Abdeckung anbringen, das macht für mich aber wenig Sinn.
Auf der Rückseite des Mainboards kann man dann noch drei 2,5" SSDs oder HDDS ohne weitere Einbaurahmen befestigen und so auch völlig unsichtbar anbringen.
Auf Höhe der CPU können zwei SSDs angebracht werden und eine weiter unten bei der Steuerungsplatine.
Ich habe meine SSD unten angeschraubt, um dann später fest zu stellen das unten der Platz murks ist!
Steckt man dann an der SSD ein gerades SATA Kabel an so wird dieses geknickt und steckt dann auch schräg im Anschluss an der Festplatte, wegen eines direkt darunter angebrachten Standfußes für den herausnehmbaren Mainboard-Tray. Ich habe meine SSD dann nachträglich oben hinter der CPU angebracht, da ich das SATA Kabel so nicht knicken wollte.
Mein Vorschlag an be quiet!: hier hätte man besser den Platz der Platine mit dem der SSD tauschen können, denn unter der Platine befindet sich kein Standfuß!
Entfernt man die obere Halterung für die beiden SSDs so hat man hier freien Blick auf die Rückseite des Mainboards, was es einem ermöglicht ohne großen Aufwand auch größere CPU Kühler mit Backplate schnell zu tauschen bzw. den Kühler erst an zu bringen, wenn das Mainboard schon im Gehäuse verbaut ist.

Das große Kabelchaos:
Nach den HDDs und der SSD erfolgte nun die Verkabelung der Stromversorgung aller Komponenten inkl. des großen Stromanschlusses am Mainboard und hier hat sich be quiet! etwas sehr Schönes einfallen lassen:
Von vorne gesehen, rechts neben dem Mainboard gibt es neben den gummierten Kabelauslässen auch Kunststoffabdeckungen, welche sich in unterschiedlichen Höhen anbringen lassen. So bieten diese auch unterschiedlich dicken Kabel einen sehr schönen geraden Auslass, ohne dass die Kabel stark gebogen werden müssen. Ich empfand diese Gummiauslässe an Gehäusen bisher immer nur als halbwegs gut. Ja man hat damit Auslässe direkt am Mainboard, aber die Kabel müssen dann meist sehr stark gebogen werden und meist öffnen die Kabel diese Abdeckungen nach hinten immer etwas und man kann dann hindurch auf das Kabelchaos dahinter blicken.
Die Kunststoffabdeckungen gefallen mir hier viel besser und ich habe sowas zumindest vorher noch nicht gesehen.
Jetzt ist soweit alles angeschlossen und es mussten nur noch alle Kabel schön angebunden werden, damit alles etwas hübscher aussieht. Dafür liegen dem Gehäuse ein paar Klettverschlussbänder bei und an der Rückseite gibt es ausreichend Schlaufen um alles zu verzurren.
Hinter dem Mainboard, auf der Rückseite existiert natürlich weiterhin totales Kabelchaos, aber von vorne habe ich noch nie ein so aufgeräumtes Gehäuse gesehen!
Ich denke in diesem Gehäuse findet man die absoluten Top Bedingungen für einen sehr guten Luftstrom und somit eine sehr gute Kühlung aller wichtigen Komponenten.

Der erste Betrieb:
Beim ersten Einschalten des PCs mit komplett geschlossenem Gehäuse musste ich dann erst mal schauen ob er wirklich an ist, denn das Gehäuse dämmt trotz der großen Glasscheibe wirklich sehr gut. Durch den optimierten Luftstrom können die Lüfter auch etwas langsamer laufen als vorher, um eine immer noch sehr gut ausreichende Kühlleistung zu erbringen. Die SilentWings Lüfter machen hier ihrem Namen aber auch alle Ehre, denn diese sind wirklich super leise und für mich eigentlich nicht hörbar auf kleiner Stufe.



Fazit:
" Design:
o Durch den Aufbau im inneren und die vielen Möglichkeiten Kabel zu verstecken sieht es sehr aufgeräumt und sauber aus
o Netzteilabdeckung verbessert die Optik enorm, vor allem bei einer kompletten Glasscheibe
o LED Licht in der Front wirkt sehr modern, auch weil es bis in den Fuß geht und eine Innenraumbeleuchtung kann farblich passend dazu installiert werden
o Von außen eher schlicht gehalten, bis auf die Glasscheibe, was mir sehr gut gefällt

" Verarbeitung:
o Gehäuse wirkt sehr stabil und überall wo es möglich war, ist bereits eine gute Dämmung integriert
o Der Schalter für die Einstellung der Lüfter wirkt im Vergleich zum Rest schon fast etwas billig, funktioniert aber und erfüllt seinen Zweck
o Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff wie jeder weiß, und dass was an diesem Gehäuse aus Kunststoff ist macht einen sehr wertigen Eindruck

" Montage:
o Durch das Fehlen von Laufwerks- und Festplattenschächten in Höhe des Mainboards ist die Montage sehr einfach
o Montage der dritten SSD durch schlechte Position sehr unglücklich
o Es fehlen Ersatzschrauben und zusätzliche Gewinde für das Mainboard

" Kompatibilität / Ausstattung:
o Nicht komplett kompatibel mit alter Hardware durch Fehlen von Laufwerksschächten
o Frontanschlüsse mit 2x USB 3.0, 1x 3.1 Type C und Kopfhöreranschluss eigentlich ausreichend und zukunftssicher
o Die Vorbereitung für weitere LEDs im Innenraum ist sehr gut gelöst genau wie die Möglichkeit der Farbsynchronisation zwischen Front, Innenraum und Mainboard
o Gute Lüftersteuerung, die ohne umbauen zwischen manuellem Betrieb und PWM Betrieb umgeschaltet werden kann

" Kühleigenschaften:
o Gute Kühlleistung für ein Schallgedämmtes Gehäuse
o Luftstrom durch das Fehlen der Laufwerksschächte deutlich optimiert
o Viele Möglichkeiten zur Installation weiterer Lüfter
o Luftauslässe auf der Oberseite leider nur Suboptimal, da Lüfter eingebaut werden können an Positionen ohne Luftauslass

" Preis- / Leistungsverhältnis:

Ein schwieriger Punkt bei einem Gehäuse, denn es gibt hier sehr große Preisspannen, aber natürlich auch sehr große qualitative Unterschiede. Mit aktuell ca. 150,-€ ist das Dark Base 700 ganz klar ein Premium Gehäuse. Durch viele gut durchdachte Kleinigkeiten aber auch die durchweg hohe Verarbeitungsqualität würde ich dem Gehäuse 8 von 10 Punkten geben beim Preis- / Leistungsverhältnis.

" Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten:

Vergleichen konnte ich das Gehäuse natürlich mit meinem alten Cooler Master HAF 932, aber auch mit einem be quiet! Silent Base 600.
Verglichen mit dem Cooler Master ist das Dark Base 700 absolut Flüsterleise und macht das Arbeiten am PC noch einmal deutlich angenehmer. Höhere Temperaturen konnte ich mit meiner Hardware nicht wirklich feststellen.
Die Verarbeitungsqualität vom Gehäuse generell würde ich beim be quiet! höher ansehen als beim Cooler Master.

Der Vergleich mit dem Silent Base ist da schon deutlich schwieriger und ich glaube auch, dass die Silent Base Gehäuse die größte Konkurrenz für das Dark Base 700 sind.
Die Verarbeitungsqualität ist bei beiden sehr gut und absolut vergleichbar. Das Silent Base ist noch mal deutlich günstiger und bietet Laufwerksschächte für die, die es noch benötigen.
Das Dark Base bietet zum Silent Base aber viele Verbesserungen, wie den herausnehmbaren Mainboard-Tray, die LED Beleuchtung und Steuerung, die große Glasseite, USB Type C und eine bessere Kabelführung die auch den Mehrpreis ganz klar rechtfertigen.

Müsste ich zwischen einem Silent Base und dem Dark Base 700 entscheiden, würde ich persönlich zum teureren Dark Base greifen, da hier die Vorteile für mich überwiegen und ich dann doch lieber auf das Laufwerk verzichte.

Zur Haltbarkeit lässt sich noch nicht viel sagen, aber z.B. waren beim alten Cooler Master die Festplatten in Kunststoffschienen befestigt, bei dem mir mit der Zeit auch welche kaputtgegangen sind. Beim Dark Base 700 sind die Festplatten über Gummis in Metallkäfigen verschraubt und diese können natürlich nicht so einfach brechen, oder mit der Zeit porös werden.
Ich würde behaupten das jeder Käufer eines Dark Base 700 sehr lange spaß mit diesem Gehäuse haben wird.
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     am 12.01.2018
Vorwort:
Erstmal vielen Dank das ich die Möglichkeit bekommen habe das Gehäuse testen zu dürfen.
Mein Test kommt exakt auf den letzten Drücker , da die bestellte Hardware ein wenig auf sich warten ließ und der Einbau schon wichtig für einen fundierten Test ist.
Ich habe in meinem Testbericht keine Punkte verteilt und diesen auch nicht streng durchkategorisiert.
Dennoch findet eine Wertung bzw. Bewertung statt und alle Testattribute werden in einem Fließtext angesprochen.
Eine Angabe der herrschenden Temperaturen im Gehäuse eines OC Systems , wird von mir nächste Woche nachgereicht falls dies erwünscht wird.
Bis dahin habe ich hoffentlich ausreichend Daten gesammelt.

Dark Base 700
Mit dem Dark Base 700 bringt be quiet! nach dem Big Tower Dark Base 900 nun das nächste Case der Dark Base Reihe im Midi Format auf den heiß umkämpften Gehäusemarkt raus.
Konnte be quiet! mit dem Dark Base 900 mit einigen Features wie dem Qi Lademodul für Aufmerksamkeit sorgen, musste man sich allerdings eingestehen, dass das Gehäuse noch nicht ausgereift ist und einige Mängel aufweist. Mit dem Dark Base 700 spricht be quiet! gezielt eine Käuferschicht an und möchte sich gegen direkte Konkurrenten aus dem Hause Corsair, Coolermaster,Phantek, Thermaltake und Silverstone behaupten. Das Ziel ist klar. Fehler der Vergangenheit vermeiden, Unternehmensphilosophie beibehalten und sich dennoch mit Innovationen von den Mitbewerbern abheben. Ob dies gelingt und für wen sich so ein Gehäuse lohnt, erfahrt ihr in meinem Testbericht.

Daten im Überblick


Formfaktor PSU :ATX*PS/2
Mainboard-Kompatibilität :E-ATX (30.5 x 27.5cm), ATX, M-ATX, Mini-ITX
Installation von Mainboards mit Backplate :
Gehäuseabmessungen inkl. Standfüße (L x B x H), (mm) :544 x 241 x 519
Abmessungen Seitenfenster (L x W), (mm) :510 x 470 x 4
Farbauswahl :RBG LED front panel (white, red, green, blue, orange, purple)
Gewicht (kg) :13.25
USB 2.0 : Nicht vorhanden
USB 3.0 :2
USB 3.1 Gen 2 Type C :1
HD Audio I/O :1
PCI-Steckplätze :7 + 2
Anzahl der Installationsmöglichkeiten :9
Qi-Ladestation :Nicht vorhanden

Schlichtes Design mit Akzenten

Das Gehäuse misst 241 x 519 x 544mm und fällt damit im Vergleich zu anderen Midi Towern eher größer aus. Es ist komplett in schwarz gehalten und wurde aus gebürsteten Aluminium gefertigt. Das macht das Gehäuse anfällig für Fingerabdrücke, aber lässt es dadurch sehr Edel und Hochwertig aussehen.
Trotz der sehr stabilen Materialien, die verbaut wurden (schließlich besteht das Gehäuse im Kern aus Stahl), weißt das Gehäuse nur ein Nettogewicht von 13 kg auf.
Die Frontblende, aus ebenfalls hochfertig gebürstetem Aluminium, ist gedämpft und besitzt einen extra herausnehmbaren Staubfilter. Seitlich an der Front zieren 2 durchgängig vertikale Meshgitter die Front und sorgen so für ausreichenden Luftdurchlass, um das Gehäuse mit Frischluft zu versorgen. Die Designentscheidung, die Front mit einer alles abdeckenden Blende zu versehen, wirkt edel und schlicht, nimmt durch die fehlenden Aussparungen dem Gehäuse aber die Möglichkeit 5,25 Zoll Laufwerke zu verbauen. Damit setzt be quiet! ihren Schwerpunkt auf die Gehäusedämmung und verhindert einen perfekten Airflow, womit in Sachen Kühlleistung nicht die Performance erreicht wird, die erreicht hätte werden können. Möchte man weiterhin in der Lage sein Disc Formate auslesen zu können, muss man, ähnlich wie beim Corsair Carbine, auf ein Externes Laufwerk zurückgreifen. Darin unterscheidet sich das Dark Base 700 vom großem Bruder dem Dark Base 900, der mit einer Fronttür ausgerüstet ist und Laufwerkschächte vorzuweisen hat. Außerdem hat man beim neuen Flaggschiff auf eine QI Ladefunktion verzichtet. Oberhalb der Frontblende ist das Steuerungspanel fest am Deckel des Gehäuses verbaut. Im hinteren Bereich des Gehäusedeckels sind insgesamt 6 Luftschächte eingefräst , die durch ihre Stufenform den austretenden Schall vom Bediener wegleitet.
Das Gehäuse steht auf breitem Fuß ,genau genommen auf 4 gummierten Füßen die am Gehäuse fest verbaut sind und für ein ausreichendes Standvermögen sorgen.
Das optische Highlight ist zweifellos die getönte 4 mm starke Echtglasscheibe, die dank des modular aufgebauten Gehäuses auf beiden Seiten montiert werden kann. Die Glasscheibe ist mit vorgeschalteten Gummiringen entkoppelt und wird mit 4 Schrauben an der modularen Seitenwand fixiert. Solche Details zeigen das be quiet! seine Prioritäten im Verringern der Geräuschkulisse setzt. Durch das Echtglas wird die verbaute Hardware sehr gut in Szene gesetzt. Gerade LED Applikationen der verbauten Hardware wirken enorm durch die getönte Scheibe.
Ein weiteres Highlight und eine absolute Neuheit bei be quiet! ist die mehrteilige Netzteilabdeckung, die optional montiert werden kann und sich bereits einiger Beliebtheit erfreut. Damit orientiert man sich an den Mitbewerbern und geht auf die Wünsche derer ein, die das Dark Base 900 kauften und dies monierten. Die Entscheidung, die ebenfalls modulare Blende ins Dark Base Sortiment einzuführen, wertet das Erscheinungsbild enorm auf und bietet nebenbei Features für ein aufgeräumtes Kabelmanagement ,sowie die Möglichkeit insgesamt 2 HDDs versteckt zu verbauen.
Für Freunde der Beleuchtungstechnik hat be quiet! an der Front vertikal am Meshgitter entlang, eine LED Beleuchtung angebracht. Diese kann je nach verbautem Mainboard, per Software mit anderen RGB Beleuchtungen synchronisiert werden. Hat man kein RGB fähiges Mainboard können die zwei LEDs in den Farben Weiß, Rot, Grün, Blau , Orange oder Lila statisch oder pulsierend über das Panel beleuchtet werden.

Flexibler Aufbau mit guten Kühleigenschaften

Das Gehäuse wird komplett, bis auf einen HDD  Schacht, vormontiert ausgeliefert. Das Mainboard Tray ist linkslastig montiert und kann bei Bedarf invertiert installiert werden. Trotz der kleinen Bauform fällt der Innenbereich groß aus. Somit lassen sich zum Beispiel Grafikkarten bis zu einer Länge von 430 mm verbauen. Damit findet selbst die momentan größte Grafikkarte die MSI GTX 1080 Ti Gaming X Trio mit einer Gesamtlänge von 33 cm Platz. Möchte man diese vertikal verbauen, lässt sich die Blende im hinteren Teil des Gehäuses mit Hilfe eines Schraubendrehers anpassen. Platz für Gehäuselüfter und andere Moddingwünsche bietet das Dark Base 700 ausreichend Spielraum. Die beiden, aus eigenem Hause stammenden, mitgelieferten 140mm Silent Wing 3 PWM Lüfter wurden einmal hinter der Front und einmal im Heck oberhalb des Netzteils verbaut. Bei Bedarf können im Heck sowie in der Front 2 weitere Lüfter installiert werden. Hinter der gedämmten Seitenwand, ebenfalls aus gebürsteten Aluminium gefertigt, befindet sich die Steuerungsplatine die leicht zugänglich ist. An dieser können bis zu 6 Lüfter angeschlossen werden. Jeweils 3 Lüfter können separat, entweder im Performance, oder im Silent Modus angesteuert werden. Damit lassen sich zwei Bereiche unterschiedlich kühlen. Das Steuergerät kann allerdings auch am Mainboard angeschlossen werden, sodass das Mainboard per PWM Signal die Steuerung übernimmt und die Lüfter ab einer bestimmten Temperatur ein schaltet.
Entscheidet man sich gegen das Anschließen ans Mainboard, werden die Lüfter über den, im Frontpanel verbauten, 4 Stufen Regler gesteuert. Die im Lieferumfang beinhaltenden Lüfter erreichen in der höchsten Stufe eine maximale Drehzahl von 1600 Umdrehungen in der Minute. Allerdings muss gesagt werden, dass bei maximaler Drehzahl nicht mehr von quiet die Rede sein kann, dafür aber eine gute Kühlung erzielt wird. Hier muss sich be quiet! der Konkurrenz geschlagen geben. Der Airflow ist nicht so gut wie er hätte sein können. Die eingefrästen Schlitze im Deckel können bei extremen Systemen für einen Wärmestau sorgen. Durch die verbauten Lüfter und die Luftdurchlässe im Boden, Deckel, Front und Heck entsteht dennoch ein guter Luftaustausch. Das verbaute Aluminium leitet hierbei die entstehende Wärme nach außen ab und kühlt das Case zusätzlich passiv.

Die Lüfter Stufen im Überblick:

Performance Modus: 50% - 800 Umdrehungen in der Minute
70% - 1200 Umdrehungen in der Minute
100% - 1600 Umdrehungen in der Minute

Silent Modus : 25% - 400 Umdrehungen in der Minute
45% - 640 Umdrehungen in der Minute
65% - 1040 Umdrehungen in der Minute

Üppige Ausstattung mit einigen Features

Am Frontpanel befinden sich neben der Lüftersteuerung zwei USB 3.0 Slots, ein USB 3.1 Slot, der Powerknopf, die LED Steuerung, sowie ein Mikrofon und ein Headset Ein - bzw. Ausgang. Bis auf den Lüfterregler sind alle Bedienelemente sehr gut bedienbar. Der Aufbau des Panels gleicht dem Dark Base 900. Der kleine Bruder geht allerdings mehr mit der Zeit und präsentiert einen USB 3.1 Slot mit dem eine maximale Datenrate von 10GB erreicht werden kann.
Im Gehäuse findet jedes Mainboard im ATX Format Platz. Das heißt, theoretisch kann auch ein Mini ATX Mainboard verbaut werden. In der modularen Seitenwand und damit nicht sichtbar, können optional bis zu 3 SSD Festplatten verbaut werden. Das Kabelmanagement wird durch sehr schöne, mit be quiet! Schriftzug versehende, Kabelbinder erleichtert. Diese, sowie Gummierte Löcher im Mainboardtray, sorgen für ein sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild, da die Kabel aus dem Sichtbereich geführt werden.
Das, im Vergleich zum großen Bruder Dark Base 900, kleiner ausfallende Gehäuse , muss auf keine bautechnischen Features verzichten. In der Front, sowie im Deckel und theoretisch sogar im Boden können bis zu 360 mm große Radiatoren, zum Beispiel das Silent Loop von be quiet!, verbaut werden. Im Deckel ist eine Menge Platz, in der eine CPU Wasserkühlung Platz findet. Sehr praktisch ist hierbei der ausziehbare Schacht, der eine Montage der Wasserkühlung enorm erleichtert.

Fazit :


Mit dem Dark Base 700 schafft be quiet! es, ein super Gehäuse für Ästheten und Moddingfans auf den Markt zu bringen. Durch die Modularität erlaubt das Gehäuse einen gewissen Spielraum im Aufbau und lässt Casemodder z.B. die Möglichkeit, gezielt Elemente verschiedenfarbig zu lackieren. Der stolze Preis von 160¤ ist aufgrund der hochwertigen Materialien, der sehr guten Verarbeitung und der ebenso sehr guten Ausstattung absolut gerechtfertigt.
Einige Fehler der Vergangenheit wurden behoben und be quiet! hat erneut eindrucksvoll bewiesen, dass sie auf dem Gehäusemarkt ein ernst zu nehmender Mitbewerber sind. In Sachen Unternehmensphilosophie macht be quiet! seinem Namen alle Ehre und legt ganz klar ihren Fokus auf eine sehr gute Dämmung. Dabei machen sie bewusst Abstriche in Sachen Airflow was dieses Gehäuse für OC Enthusiasten nicht zur ersten Wahl machen wird.
Ebenso ist es schade das be quiet! (vermutlich aus Kostengründen) auf das Qi Lademodul verzichtet hat.
Wer ein kleines Gehäuse mit einer sehr guten Ausstattung und einer sehr guten Qualität sucht und dem extremes OC eh nichts abgewinnen kann , wird vom Dark Base 700 begeistert sein.
.
Ich hoffe ich kann mit meinem Testbericht den ein oder anderen im Zuge seiner Kaufentscheidung beeinflussen.
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     am 12.01.2018
Produkttest zum Dark Base 700 von be quite!

In diesem Erfahrungsbericht zum Dark Base 700, möchte ich meinen persönlichen Eindruck von diesem PC-Gehäuse mit Euch teilen. Da ich selbst dazu neige, mich in den unzähligen Testberichten und Forumsbeiträgen irgendwann zu verlieren, hoffe ich, dass ich Euch helfen kann eine Entscheidung zu treffen. Ich bin kein Testfreak und daher gehe ich hier auf die relevanten Faktoren ein.
Ich bedanke mich bei be quite! und Mindfactory für die Bereitstellung des DB700 im Rahmen des Testers-Keepers.

Design:
Das Design kennt wohl jeder von zahlreichen Fotos, jedoch wirkt es vor einem stehend doch noch edler und schöner. Es hat eine zurückhaltende Eleganz, zeitlos in schwarz und wirkt doch auch modern. Das gebürstete Aluminium strahlt Wertigkeit aus.
Das leicht getönte Tempered - Glass passt in Größe und Farbton perfekt und lässt die verbaute Hardware einfach cool erscheinen.
Die RGB Beleuchtung sieht schick aus und durch die sechs verschiedenen Farben in verschiedenen Beleuchtungsmodi auch je nach Geschmack einstellbar, das macht einfach Spaß, besonders bei wenig Licht im Raum. Der PC wird so zum stylischen Element der Wohnung.
Das I/O Panel in schräger Lage passt hervorragend zum Gesamtdesign und ist dadurch zudem auch sehr praktikabel.

Verarbeitung:
Die Verarbeitung ist auf einem hohen Niveau. Das Gehäuse ist Verwindungssteif und solide. Die Glasscheibe wird von vier Rändelschrauben auf Gummi gehalten und man muss sie komplett entnehmen. Die rechte Seitenwand ist ebenfalls Verwindungssteif und wertig.
Alle Materialien des Gehäuses haben eine ordentliche Qualität und auch die Gewinde sind gut.
Probleme mit Schrauben hatte ich keine.
Die Dämmung ist sauber verklebt. Das I/O Panel macht einen guten Eindruck, Schalter und Knöpfe bestehen aus Plastik, wirken jedoch stabil.
Die Abdeckungen am Netzteil und der Laufwerksplätzte sind ebenfalls aus Plastik, aber auch gut verarbeitet.
Die Lüfterplatine ist ebenfalls wertig, hier wackelt nichts. Die gedämmte Front lässt sich abziehen, da sollte man auf die Kontakte für die RGB-Beleuchtung am unteren Rand achten, damit man sie nicht verbiegt.

Kompatibilität/Ausstattung:
Abmessungen: 24.1 cm x 54.4 cm x 51.9 cm Gewicht: 13,25 KG
Seitenwand aus gehärtetem Glas, manuelle Steuerung der Lüfter-Geschwindigkeit in drei Stufen und ein Automatikmodus für das Mainboard, Vibrationsdämpfung, Front und Bodenstaubfilter(herausnehmbar), Schalldämmung, unterstützt bis 360 mm Radiator in der Front und Deckel, RGB-Beleuchtung in 6 Farben, Mainboard-Tray ist invertierbar, Frontpanel mit 2x USB 3.0 und 1x USB 3.1, Kopfhörer und Mikrofonanschluss, Reset-Button und LED- Knopf, Power-Button, 4- stufige Dual-Rail  Lüftersteuerung (6x4 Pin)
Bis zu 7x 3,5 und 17x 2,5 Zoll Laufwerke möglich. Max. Kühlerhöhe 18 cm. Also auch sehr hohe Kühler-Platine zum Anschluss von 6 Lüftern inkl. Regelschaltern und RGB Anschluss. Weitere Spezifikationen bitte auf der Herstellerseite nachlesen.

Das Gehäuse ist ausgestattet mit zwei SilentWings 3 Lüftern, welche wirklich leise sind und auch genug Power besitzen.
Am Frontpanel kann man die Lüftersteuerung in vier Modi regeln, zusätzlich zu den drei Regelstufen gibt es den Automatikmodus beim Anschluss an das Mainboard. Eine Platine an der rechten Seitenwand dient der Lüfter und RGB Steuerung/Anschluss. Lobenswert sind die Einstellungsschalter an der Platine, die auf Performance- oder Silentmode gestellt werden können, um die Lüfter schon dort zu regeln, so hat man letztendlich 6 Modi für die Lüfter und das getrennt für vorne und hinten, top! Weitere 4 Lüfteranschlüsse an der Platine runden das Bild ab.
Auch die RGB Beleuchtung kann man durch den Knopf im Frontpanel steuern und in 6 verschiedenen Farben einstellen (Weiß, Rot, Grün, Lila, Orange und Blau), dauerhaft/wechselnd/pulsierend. Über den RGB Anschluss auf der Platine kann man die Beleuchtung auch über das Mainboard regeln (ASUS Aura usw.). Flexibilität also auch hier.
USB 3.1 Typ C ist im Frontpanel vorhanden, was ich besonders loben muss, und ich frage mich warum andere Hersteller das meistens nicht anbieten.
Das Mainboard-Tray ist entkoppelt und lässt sich auch auf der anderen Gehäuseseite anbringen. Auch die Glasscheibe kann auf der anderen Seite angebracht werden, das ist wirklich ein Vorteil, da ich mir dann die Schreibtischseite aussuchen kann. Dies können nicht viele Gehäuse. Allerdings muss man für die Herausnahme des Mainboard-Tray schon einige Schrauben und Kabel lösen, aber im Grunde ist es einfach.
Man hat die Möglichkeit in der Frontseite und oben bis zu 360mm Radiatoren unterzubringen. Ein sehr praktisches Feature ist auch die dafür herausnehmbare Radiatoren-Halterung im Deckel, das bieten auch nur wenige mir bekannte Gehäuse. Die Radiatordicke sollte man vorher prüfen.
Die Abdeckungen der Festplattenkäfige in Form kleiner Blenden aus Plastik finde ich sehr gelungen, in Verbindung mit den Abdeckungen der Netzteilblende, habe ich ein ordentlich aufgeräumtes Case.
Staubfilter sind ausreichend vorhanden und für die Reinigung leicht zu entnehmen.

Montage:
Hardware: AMD 1800x
Noctua NH-D 15 SE-AM4
Asrock Taichi x370
3x Samsung SSD
EVGA 1080ti FTW
Seasonic Prime 1200 Watt
Der Einbau verlief ohne Probleme, alles passte recht einfach in das Gehäuse. Die Netzteilabdeckung kam mir sehr entgegen, da ich die Verkabelung eigentlich meistens eher schlampig handhabe. Hier sieht man davon nichts, das spart Zeit und Nerven. Die Verkabelung hinter dem Mainboard-Tray war eigentlich kein Problem, hilfreich sind die mitgelieferten Klettverschlüsse. Etwas mehr Platz (0,5mm) wünschte ich mir hier, aber dies wünsche ich mir bei fast jedem Gehäuse. Insgesamt ist das Kabelmanagement als gut zu bezeichnen.
An manchen Stellen musste ich etwas fest andrücken, um das Seitenteil zu schließen, aber es hat oben und unten Haken und dadurch hält das Seitenteil sehr gut, auch weil es sehr stabil ist.
Der 16 cm hohe Kühler passte locker hinein und ich hatte sogar noch Platz, den Kühlerlüfter auf der RAM-Seite um den notwendigen Zentimeter über den Kühlkörper anzuheben, damit er am selbigen angebracht werden konnte. Auch die Grafikkarte passt spielend hinein, man hat ja ohne HHD bis zu 43 cm Platz! Eine zweite Grafikkarte hat ebenso Platz. Die Kabeldurchführungen sind da, wo man sie benötigt, daher sieht man nicht mehr als nötig von den Kabeln. Festplatten sind leicht in entkoppelten Rahmen einzubauen. Für SSD´s gibt es noch drei weitere Plätze an der Rückseite des Trays.

Kühleigenschaften/ Leistung:
In Verbindung mit einem Noctua NH-D 15 SE-AM4 und einem Ryzen 1800x im Standardtakt bin ich in allen Szenarien immer im grünen Bereich geblieben. Der Airflow ist insgesamt ausreichend, trotzdem werde ich mir aber noch einen Frontlüfter und einen Lüfter im Deckel montieren, um das Optimum für mich herauszuholen. Ein weiterer Lüfter im Lieferumfang wäre natürlich perfekt. Auf Stufe 2 der Lüfter erreichte die CPU ca. 49 Grad beim Spielen (BF1 64 Multiplayer über 3 Std.) Aus meiner Sicht ist das gut, im Bezug zur Lautstärke.
Es ist also aus meiner Sicht leise und kühl genug. Weitere Lüfter werden das wahrscheinlich noch verbessern.
Die Lüftungsschlitze im hinteren Deckel und die Mesheinsätze in den Rändern bieten für den alltäglichen Gebrauch auch unter Last eine ausreichende Kühlung.
Die Lautstärke bei Stufe drei ist natürlich zu hören, aber mit Kopfhörern beim Spielen höre ich davon nichts mehr. Ohne Kopfhörer auf Stufe 3 ist es aber noch recht angenehm im Vergleich zu meinem Phanteks. Stufe 1 ist sehr leise. Daher bietet für mich Stufe 2 einen guten Kompromiss aus Leistung und angenehmer Geräuschkulisse.

Haltbarkeit und Vergleich zu ähnlichen Produkten:
Ich kann es direkt mit dem kürzlich erworbenen Phanteks Enthoo Luxe, Tempered Glass vergleichen.
Beide bieten gehärtetes Glas in der Seite und einstellbare RGB  Beleuchtung im Gehäuserand, sowie eine Netzteilabdeckung.
Beide sind schwarz gehalten. Die Qualität ist bei beiden Gehäusen sehr gut, da mache ich mir um die Haltbarkeit keine Sorgen.
Die Netzteilabdeckung beim Dark Base 700 gefällt mir wesentlich besser, denn das Phanteks bietet unter der Netzteilabdeckung viel weniger Platz und leider verdeckt es nur einen Teil der Kabel, der Rest ist sichtbar. Das Dark Base ist in dieser Hinsicht praktischer, da es größer ist und die Kabel vollständig verdeckt, zudem ist es auch optisch schöner gelöst.
Dafür besitzt das Phanteks ein Scharnier für die Glasscheibe. Man kann es daher einfach aufklappen, was wiederum hier praktischer ist, wenn man oft an die Hardware muss. Beim Dark Base 700 muss ich stets die Scheibe herausnehmen und wegstellen. Das wäre ein Verbesserungsvorschlag für das nächste Gehäuse von be quite!.
Die RGB - Beleuchtung sieht bei beiden Gehäusen gut aus und besitzt gleichwertige Eigenschaften.
Das Dark Base 700 besitzt eine Lüftersteuerung, das Phanteks leider nicht. Das ist ein dicker Pluspunkt für das be quite!. Die Lüftersteuerung ist wirklich gut, besonders da sie auf der Platine selbst Regelschalter besitzt um die Lüfter nochmals zu regulieren und das sogar in zwei Zonen!
Natürlich kann man die Lüfter auch über das Mainboard steuern, aber beim Dark Base habe ich im Vergleich zum Phanteks beide Möglichkeiten! Es ist mit einer Lüftersteuerung einfach bequemer, so stelle ich beim Spielen gerne mal die Lüftung höher, intuitiv und mit einem Griff zum Gehäuse. Das habe ich beim Fractal Arc Xl schätzen gelernt und vermisse es beim Phanteks schon sehr.
Das Phanteks bietet dafür eine noch effektivere Kühlung aller Komponenten, falls man dies benötigt. Es ist aber auch viel lauter als das Dark Base 700! Die offenere und ungedämmte Bauweise des Phanteks in Verbindung mit den schlechteren Lüftern macht sich hier deutlich bemerkbar. Die Lüfter beim Phanteks sind für mich daher nicht brauchbar. Ich werde sie alle vier austauschen.
Beim Dark Base 700 sind schon zwei Toplüfter vorhanden und ich kaufe welche dazu.
Das Dark Base 700 bietet keine Option für ein optisches Laufwerk, aber es gibt ja USB Laufwerke, daher ist es kein wirklicher Nachteil.
Das Dark Base 700 ist auch modularer als das Phanteks, allein schon das invertierbare Mainboard - Tray kann ein dicker Pluspunkt sein, sollte man einmal den PC auf die andere Schreibtischseite stellen wollen, oder müssen.
Das Phanteks Enthoo Luxe ist ein gutes Gehäuse, bitte nicht falsch verstehen, aber das Dark Base 700 ist aus meiner Sicht und für meine Zwecke durchdachter, es ist aufgeräumter, leiser und wirkt durch das gebürstete Alu und die laufwerkslose Front hochwertiger. Zudem besitzt es eine wirklich gute Lüftersteuerung. Wem diese Punkte wichtig sind und wer einen schönen und modularen Midi-Tower sucht, der macht beim Dark Base 700 einen guten Fang. Der Preis/Leistungssieger ist in diesem Vergleich das Dark Base 700.


Preis/Leistungsverhältnis/Fazit
Der aktuelle Straßenpreis von zurzeit um die 150,- ¤, ist wirklich fair. Die Verarbeitung ist auf einem hohen Niveau, ich konnte keine Mängel erkennen. Preis und Leistung stimmen hier für mich. Die Ausstattung ist hervorragend, die Modularität lässt wenig Wünsche offen, die Leistungsdaten sind gut, das Design empfinde ich als schön, ja sogar edel.
Zu guter Letzt: es ist leise!

Eine klare Kaufempfehlung von mir.
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     am 11.01.2018
Das Dark Base 700 wirbt mit "unschlagbarer Flexibilität und herausragenden Features".
Doch wird das Gehäuse diesen Ansprüchen auch gerecht?
Um diese Frage zu beantworten, habe ich folgende Aspekte genauer betrachtet:
- Verpackung
- Kompatibilität/Ausstattung
- Design
- Montage
- Kühleigenschaften/Lautstärke
- Verarbeitung/Haltbarkeit
- Preis-/Leistungsverhältnis
Am Ende ziehe ich noch ein ganz knappes Fazit und vergleiche es mit dem Pure Base 600.

Verpackung: 4/5
Das Dark Base 700 kommt in einer großen, schwarz gefärbten Verpackung, die mit einer Menge Text und Bildern bedruckt ist. Auch wenn ein Aufdruck das Gehäuse nicht besser vor Transportschäden schützt, wirkt dieser Karton sehr wertig im Vergleich zu "normalen" Kartons. In der Verpackung ist das Gehäuse großzügig mit Styroporleisten verpackt und geschützt. Eine schwarze Stoffhülle stellt außerdem sicher, dass die Glasscheibe nicht verkratzt wird, jedoch hat es sich so angefühlt, als hätte sich das Gehäuse beim Ablösen der Stoffhülle statisch aufgeladen (!). Leider kommt die Seitenscheibe ohne Folie, wodurch Fingerabdrücke beim ersten Entfernen recht leicht auf die Oberfläche gelangen können. (Man könnte es aber auch positiv sehen, da so weniger Plastikmüll entsteht und man die Glasscheibe auch mit Handschuhen entfernen kann, um Fingerabdrücke zu vermeiden)

Kompatibilität/Ausstattung: 5/5
In das Gehäuse passen Mainboards des Formfaktors E-ATX, ATX, M-ATX und Mini-ITX, CPU-Kühler mit einer maximalen Höhe von 180mm und Grafikkarten mit einer maximalen Länge von 286mm bzw. 430mm, falls keine weiteren HDD-Käfige eingebaut werden. Unter der Netzteilabdeckung können Netzteile mit einer maximalen Länge von 150-285mm installiert werden.
Das Frontpanel ist sehr schlicht gehalten und bietet zwei schwarze USB 3.0-, einen USB 3.1- (Typ C) und 2 Klinkenanschlüsse, sowie einen großen Powerknopf (mit perfektem Druckpunkt), einen Resetknopf mit integrierter HDD-Leuchte, einen Knopf zur Steuerung der Front-LEDs und eine vierstufige Lüftersteuerung (Auto-1-2-3).
Der Lieferumfang umfasst, neben dem Gehäuse selbst, noch ein Benutzerhandbuch und eine kleine Box mit Zubehör. Neben den üblichen Schrauben für die Montage sind auch noch ein zusätzlicher HDD-Käfig (1x HDD oder 2x SSD), vier Entkopplungs-Gummis und sechs sehr praktische "Kabelbinder" mit Klettverschluss darin enthalten. Zwei SilentWings 3 140mm Lüfter sind im Gehäuse vorinstalliert und bis zu sieben weitere 140mm bzw. 120mm Lüfter können nachgerüstet werden. Hinter dem Mainboard können zwei SSDs montiert werden und unter der Netzteilabdeckung zwei HDDs oder vier weitere SSDs. Der innere Käfig, auf dem das Mainboard und die restliche Hardware befestigt wird, ist herausnehmbar und um 180° drehbar. Durch das Lösen von wenigen Kabeln und ein paar Schrauben kann man also ein "normales" System in ein invertiertes umwandeln. Entsprechend lassen sich dann auch die Seitenteile (normal und gläsern) tauschen. Meiner Meinung nach entspricht das "unschlagbarer Flexibilität" und das Werbeversprechen wird eingehalten.

Design: 5/5
Das Dark Base 700 vereint eine schlichte Farb- und Formwahl mit einer auffälligen LED-Beleuchtung und einem Seitenfenster aus Echtglas. Das Seitenfenster ist größtenteils schwarz/durchsichtig, nur die Ränder sind komplett schwarz, um einen weichen Übergang zum restlichen Gehäuse zu schaffen. Die gesamte Oberfläche ist im Stil von gebürstetem Aluminium gehalten und wirkt sehr edel. Ein kleiner Nachteil ist dabei leider, dass Fingerabdrücke überall sichtbar sind. Auch beim Aufbau des Dark Base 700 macht be quiet! fast alles richtig. Drei mögliche Lüfter in der Gehäusefront ziehen kalte Luft in das Gehäuseinnere, kühlen die Hardware und die warme Luft kann anschließend durch die Rückseite und den Deckel herausgepustet werden. Nur im hinteren Drittel des Gehäusedeckels befinden sich Lüftungsschlitze, was meiner Meinung nach leider ein Designfehler ist. Somit wird die Abluft von nur einem, statt drei möglichen Lüfter effektiv aus dem Gehäuse heraustransportiert. Dennoch sind die Lüftungsschlitze hervorragend entworfen, da sie ohne einen zusätzlichen Staubfilter auskommen. Außerdem werden die wenigsten Benutzer diese drei Lüfterplätze benötigen, da das System auch mit den zwei vorinstallierten Lüftern kühl genug läuft. Ein Radiator für Wasserkühlung müsste aufgrund dieser Anordnung aber wahrscheinlich dennoch in der Front installiert werden. Ansonsten ist das Gehäuseinnere sehr schlicht und aufgeräumt. Die Abdeckungen der erweiterbaren HDD-Käfige spielen hierbei eine große Rolle. Die Gehäusefront kann abgenommen werden um zwei riesige Staubfilter (1x Front und 1x Boden) zu entnehmen. Da man beide Filter von vorne entnimmt, entfällt das lästige "Hervorziehen" des Systems um den Staubfilter des Bodens zu erreichen. Außerdem ist die Gehäusefront nicht verkabelt, sondern erhält die Signale für die LEDs über Kontaktpunkte. Beide Punkte zusammen bieten großen Luxus im Vergleich zu anderen Gehäusen dieser Art und lassen das Gehäuse sehr durchdacht wirken. Die vier großen gummierten Standfüße des Gehäuses sind mit Abstand die besten die ich bis jetzt erlebt habe. Vibrationsübertragung an den Tisch gibt es so gut wie keine und beim Verschieben des Systems, verrutscht eher die lose Tischplatte als das Gehäuse. Verbunden mit beleuchteter Hardware entfaltet das Gehäuse aber erst seine wirkliche Schönheit. Per ASUS AURA habe ich die Gehäuse-LEDs mit meinem Mainboard synchronisiert und kann dadurch die Beleuchtung per Software steuern.

Montage: 5/5
Die Montage der Hardware verlief ohne Probleme. Die Abstandhalter für das Mainboard sind schon vorinstalliert, was für mich ein riesiger Pluspunkt ist, da diese in vielen anderen Gehäusen nur mit großem Kraftaufwand hereinzuschrauben sind. Die Blenden der Netzteilabdeckung sollte man während der Montage entfernen, da man so alle notwendigen Bereiche leichter erreicht und einem das Kabelmanagement vereinfacht wird. Gummierte Öffnungen neben dem Mainboard bieten ausreichend Platz für alle notwendigen Kabel, die bei der Installation des Systems anfallen (Bei kleineren Mainboardtypen werden die Durchführungen etwas weiter entfernt sein und somit Kabel sichtbar. Das beste optische Gesamtbild ergibt sich also mit einem ATX-Board). Auf der Rückseite des Mainboard-Trays ist genug Platz um die Kabel geordnet zu verlegen, lange Kabelpassagen können zudem noch unterhalb der Netzteilblende verstaut werden. Auch hier zeigt sich die Flexibilität, mit der geworben wird: Die Abdeckungen der optionalen HDD-Käfige ermöglichen seperate Kabelführungen und können auch einzeln entnommen werden, um eine weitere Kabeldurchführung zur Vorderseite zu ermöglichen. Die mitgelieferten wiederverschließbaren "Kabelbinder" sind äußerst praktisch und können so viele Kabel zusammenhalten wie nötig. Eine kleine Platine am unteren Ende des Mainboard-Trays regelt die Lüfter und die Front-LEDs. Beim Anschließen der Platine an den RGB-Header des Mainboards ist jedoch Vorsicht geboten, da sie keinen Überspannungsschutz besitzt und nicht mehr funktioniert, wenn 12V des Mainboards auf sie treffen. Man sollte sich auch schon anfangs überlegen, ob man die Lüfter im Silent-, oder im Performance-Modus nutzen möchte, da man für späteres Ändern die Seitenwand wieder entfernen muss. Falls man sich dennoch umentscheidet, ist das auch kein großes Problem, da beide Seitenteile (normal und gläsern) werkzeuglos (de)montierbar sind.

Kühleigenschaften/Lautstärke: 5/5
Das Gehäuse bietet mit seiner Lüftersteuerung einen Performance- und einen Silent-Modus mit jeweils vier verschiedenen Modi, auto - 1 - 2 - 3, wobei der automatische Modus die Drehzahl an die Temperatur bzw. Auslastung dynamisch anpasst. Persönlich habe ich nur den automatischen Modus verwendet und keine Probleme damit gehabt. Anfangs war ich sehr unsicher, ob genug Luft in das Gehäuse gezogen werden kann, da der Airflow durch die Frontblende stark eingeschränkt wird. Aber die SilentWings-Lüfter schaffen es ohne Probleme genug kühle Luft ins Gehäuseinnere zu befördern. Front- und Seitenteil (normal) sind mit Dämmmaterial ausgestattet und jede Stelle im Gehäuse, die potentiell Vibrationen erzeugen könnte, ist gummiert. Dass sogar die Auflagepunkte des Netzteils mit dicken Gummistreifen abgedeckt sind, hat mich sehr positiv überrascht. Alles also ganz gemäß dem Namen be quiet!.
Anzumerken ist dennoch, dass man mit einer Seitenscheibe immer einen Kompromiss zwischen Lautstärke und Design eingeht, da sich durch diese Glasscheibe der Schall leichter ausbreiten kann, als durch ein schallgedämmtes Seitenteil. Da einem dies vorher bewusst sein sollte, ziehe ich keinen Punkt für die etwas höhere Lautstärke ab. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Werte solide sind und ich den Computer selbst unter realistischer Last nicht wirklich durch die Kopfhörer hindurch wahrnehme.
Mit einem AMD Ryzen 5 1600 (boxed Kühler) und einer Asus GTX 1070 habe ich die anschließenden mittleren Werte gemessen:

Normaler Desktopgebrauch:
Lautsträke [in dB]:
Vorne: 12-15
Seite (gläsern): 17-22
Hinten: 10
Temperatur [in °C]:
Prozessor: 36
Grafikkarte: 49

Realistische Last (PlayerUnknown's Battleground auf Ultra oder viele Google-Chrome-Tabs geöffnet + Videobearbeitung):
Lautstärke [in dB]:
Vorne: 15-16
Seite (gläsern): 18-23
Hinten: 15
Temperatur [in °C]:
Prozessor: < 60
Grafikkarte: < 60

Auf maximaler Stufe des Silent-Modus drehen die Gehäuselüfter deutlich lauter:
Lautstärke [in dB]:
Vorne: 18
Seite (gläsern): 18-23
Hinten: 25-32

(Alle Temperaturwerte wurden bei einer Raumtemperatur von ~ 23°C gemessen, Alle Lautstärkewerte mit einer Android-App bestimmt; Fehler oder Ungenauigkeiten kann ich nicht ausschließen)

Verarbeitung/Haltbarkeit: 5/5
Das Gehäuse ist perfekt verarbeitet. Ich konnte weder Produktionsfehler, noch scharfe Kanten oder zu feste Schrauben finden. Die Glasscheibe ist kratzerfrei und passt sich präzise an den Rest des Gehäuses an. Das Gesamtsystem wiegt über 10kg und fühlt sich solide und wertig an. Beinahe das gesamte Gehäuseinnere besteht aus Metall, lässt sich nicht verbiegen und fühlt sich massiv an. Selbst die Gummierungen sind so dick, dass ich fest davon ausgehe, dass sie auch häufigem Ein- und Ausbauen von Hardware ohne Probleme standhalten.

Preis-/Leistungsverhältnis: 5/5
Das Dark Base 700 bietet eine Echtglasscheibe, eine eingebaute Lüftersteuerung, Front-LEDs mit eigener Steuerung, ein gutes Front-Panel, sehr gute Schalldämmung und zwei Premium Gehäuselüfter von be quiet!. Zudem ist es beinahe perfekt designt, bietet ultimative Flexibilität und ist hervorragend verarbeitet. Ein dritter Gehäuselüfter wäre bei einem Preis von ~ 155€ sehr wünschenswert und hätte beinahe einen Punkt in der Kategorie gekostet. Doch man muss definitiv den Kundenservice von be quiet! dazurechen. Ohne Probleme wurde mir schnell und freundlich weitergeholfen. Hier muss man nicht warten und kann mit schneller Hilfe rechnen.

Gesamtwertung: 4,85/5
Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich mit dem Gehäuse rundum zufrieden bin und es jedem empfehlen kann, der überlegt es zu kaufen. Falls man plant eine Wasserkühlung einzubauen, sollte man sich vorher bewusst sein, dass der Radiator nicht optimal im Deckel des Gehäuses zu verwenden ist.
Falls man keinen Wert auf LEDs und ein Seitenfenster legt, oder ein internes DVD-Laufwerk einbauen möchte, kann ich das be quiet! Pure Base 600 empfehlen.
Verglichen mit einem Fractal Design Define R4 fühlen sich die be quiet! Gehäuse insgesamt wertiger und stabiler an und man hat zudem den wunderbaren Kundenservice einer deutschen Firma.

Anmerkung: Das Gehäuse wurde mir freundlicher Weise kostenlos von Mindfactory zur Verfügung gestellt. Hierdurch wurde meine Meinung nicht beeinflusst.
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