Produkttester
Ich habe das Endorfy Fishtank 6000 Flex im Rahmen der Aktion "Testers Keepers" kostenlos erhalten und möchte euch hier meine Erfahrungen zu diesem Showcase-Gehäuse mitteilen.
Verpackung, Ersteindruck und Design
Das Gehäuse kommt gut verpackt in Styropor und mit Schaumstoff vor den Scheiben zu euch nach Hause. Hier folgt Endorfy dem allgemeinen Standard.
Nach dem Auspacken fallen vor allem natürlich die beiden soliden Scheiben an der Front und der Seite auf. Die vordere Scheibe ist fest mit dem Gehäuse verbunden. Die Seitenscheibe hält sich mit Magneten am Gehäuse fest und wird zusätzlich durch eine Rändelschraube fixiert, so dass die Scheibe nicht unbeabsichtigt herausfällt.
Hier zeigt sich auch schon eines der Highlights des Gehäuses, denn durch die großen Glasscheiben sind die später verbauten Komponenten sehr gut zu sehen und können mit entsprechender Beleuchtung in Szene gesetzt werden.
Die Metallstruktur ist stabil und das benutzte Blech hat eine ausreichende Dicke, so dass nichts wackelt oder sich billig anfühlt. Das Hochheben ist problemlos möglich, da sich nichts verbiegt und man keine Angst hat, das Gehäuse fällt gleich auseinander. Einzig die Abdeckung der Schrauben der hinteren Slotbleche hätte etwas dicker sein können. Es kann schnell passieren, dass man bei der Installation z.B. der Grafikkarte die Klappe abreißt. Allerdings ist diese auch wieder schnell installiert.
Das Gehäuse kann bis zu E-ATX-Mainboards aufnehmen und ist durch passende Ausschnitte auch Back-Connect-fähig. Grafikkarten bis zu einer Länge von 445mm finden im Gehäuse problemlos Platz.
Lüfter können oben, seitlich und hinten bis zu 140mm groß sein. Falls Lüfter über dem Netzteil installiert werden sollen, dann sollten diese 120mm sein. Hier ist wichtig zu erwähnen, dass das Fishtank 6000 Flex KEINE Lüfter verbaut hat. Entweder hat man noch Lüfter oder muss sich weitere Lüfter dazu kaufen. Dies kann durchaus Sinn machen, wenn man eine andere Optik bevorzugt, als das Endorfy Fishtank 6000 Corona (dem Modell mit integrierten Lüftern) anbietet.
Endorfy hat an allen entscheidenden Stellen Staubfilter verbaut, so dass man länger etwas von seinem Rechner hat und nicht ständig den Staub rauspusten muss.
Am Gehäuse sind die USB-Anschlüsse (2x USB-A; 1x USB-C), der Kopfhöreranschluss, sowie die Starttaste seitlich zugänglich. Zusätzlich befindet sich an der Seite die Taste zur Steuerung der LED-Beleuchtung aller A-RGB-Lüfter, die am integrierten Lüfterhub angeschlossen sind. Für mich ist die seitliche Positionierung ideal, da der Rechner auf dem Schreibtisch steht und ich damit direkten Zugriff auf die Anschlüsse habe.
Einbau der Komponenten, Funktionen des Gehäuses und Airflow
Das Gehäuse bietet genügend Platz für alle Komponenten und macht den Einbau sehr einfach und man muss sich nicht quälen, um Kabel auf das Mainboard zu stecken. Trotzdem schafft es Endorfy mit dem Fishtank 6000 die Abmaße relativ kompakt zu halten - gegenüber meinem alten µATX-Gehäuse (Asus Prime AP201) ist es nur in der Höhe gewachsen - Länge und Breite bleiben gleich.. Der Platz für das Netzteil ist ordentlich bemessen und die notwendigen Kabel lassen sich gut im unteren Teil des Gehäuses verstauen.
Besonders hat mir beim Zusammenbau gefallen:
1. Die Rückseite bietet genügend Platz für Kabelmanagement, das durch die enthaltenden Klettbänder und Ösen an diversen Stellen zusätzlich unterstützt wird. Es gibt eine Installationsplatte für zwei 2,5" SSD und auf der Unterseite im vorderen Teil des Gehäuses genügend Platz für eine 3,5"-Festplatte.
2. Der Einbau der seitlichen Lüfter gestaltet sich sehr einfach, da die komplette Halterung entnommen werden kann und die Lüfter außerhalb des Gehäuses angebracht werden können. Der integrierte Lüfterhub erleichtert den Anschluss der Lüfter an PWM-Stecker und A-RGB-Stecker. So ist alles an einer Stelle und man muss die Lüfter nicht über diverse Daisychain-Kabel zusammenklemmen.
3. Der vordere Teil des Gehäuses enthält einen Einsatz, um die Luft der Seitenlüfter besser zur Grafikkarte zu leiten. So ergibt sich im Gehäuse (bei mir 3x Reverse 120mm-Lüfter an der Seite, eine 240mm Wasserkühlung oben und einem 120mm-Lüfter an der Hinterseite) ein sehr guter Airflow. Ich kann den Rechner in den meisten Fällen entspannt im Silent-Modus laufen lassen und trotzdem bleiben CPU und GPU gut gekühlt.
4. Die Kabel zum Mainboard können durch diverse Aussparungen geführt werden. Die Öffnungen am Boden enthalten sogar eine Gummiabdeckung, so dass das ganze Gehäuse trotz diverser Kabel sehr aufgeräumt wirkt.
Beim Zusammenbau sind mir jedoch auch folgende Kernkritikpunkte aufgefallen:
1. Die Kabeldurchführungen neben dem Mainboard sind ohne Gummiabdeckungen, so dass die Öffnungen deutlich zu sehen sind. Dies wirkt etwas unruhig.
2. Die Stecker für das Seitenpanel sind leider diese fummeligen Einzelstecker. Da hätte gerne ein Komplettstecker genutzt werden können.
3. Das Gehäuse hat keinen integrierten oder beigelegten GPU-Halter. Gerade weil bis zu 445mm lange Grafikkarten eingebaut werden könnten, wäre eine entsprechende Entlastungslösung sinnvoll.
Insgesamt macht das Gehäuse jedoch einen sehr guten Eindruck und man bekommt ein anständiges Preis-Leistungs-Verhältnis mit vielen sinnvollen Details. Sofern man sich der oben angesprochenen Kritikpunkte bewusst ist und man noch Lüfter aus seinem alten Rechner hat, steht einem PC-Umbau nichts im Wege. Wichtig ist nochmal zu erwähnen, dass für einen PC-Neubau Lüfter auf die Einkaufsliste müssen oder auf das Endorfy Fishtank 6000 Corona zurückgegriffen wird.