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Artikelbeschreibung

Seit dem 16.02.2018 im Sortiment

Alphacool bietet Ihnen mit dem Eisbaer LT eine leistungsfähige Kompaktwasserkühlung, welche sich durch normale Custom Komponenten von den bisherigen AIO Kühlungen abhebt. Die Anschlüsse sind auf hochwertigem Messing gefertigt und basieren auf üblichen G I/4"-Gewinden, wodurch diese einfach austauschbar sind. Des Weiteren lässt sich der Eisbaer LT über den Ready-Schnellverschluss erweitern und ist so kompatibel zu allen anderen Eisbaer Produkten. Der extradünne 25mm Slim-Radiator ist vollständig aus Kupfer gefertigt. Kupfer besitzt eine doppelt so hohe Wärmekapazität gegenüber Aluminium, wodurch der Slim-Radiator eine optimale Kühlung gewährleistet. Der Kühlerboden besteht ebenfalls vollständig aus Kupfer und leitet die Wärme durch ultrafeine Kreuzschlitze extrem schnell von der CPU.

Die ohnehin schon leise Pumpe kann optional mit einem 7V-Adapter noch stärker in der Geräuschentwicklung gedrosselt werden.

Die Eiswind-Lüfter wurden speziell für Radiatoren entwickelt und erzeugen einen hohen statischen Druck um kühle Luft zwischen den Kühlfinnen hindurch zu drücken. Zur Lüftersteuerung liegt dem Eisbaer ein PWMY-Adapter bei, sodass beide Lüfter über einen PWM-Anschluss Ihres Mainboards angesteuert werden können. Per PWM lassen sich die Lüfter im Bereich von 550 bis 1700 U/min regeln. Der Kupferradiator und Kupferkühler bieten eine enorm hohe Kühlleistung zudem wird dank der Schnellverschlüsse und den Custom-Wasserkühlungsteilen eine enorme Erweiterbarkeit ermöglicht


Aktionen und wichtige Informationen

Mindfactory Kicktipp 2018

Weitere Infos

Technische Daten

Allgemein:
Modell: Eisbaer LT 240 CPU
Typ: Komplett-Wasserkühlung
Sockel: 604, 754, 771, 939, 1150, 1151, 1155, 1156, 2011, 2011-3, 2066, AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, C32, FM1, FM2, FM2+, G34
Anschlüsse: 3-Pin, 4-Pol PWM, G1/4"

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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11 Bewertungen

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5 5
     am 16.05.2018
Sehr leise und sehr gute Kühlung bei höchster Belastung der CPU (Ryzen 7 1700X).
Mit das Beste was der Markt zu bieten hat. Ich bin vollauf zufrieden.
    
  
5 5
     am 11.05.2018
Vorwort

Im Rahmen der Testers Keepers Aktion durfte ich die Alphacool Eisbär LT 240 testen. Hierfür bedanke ich mich bei Mindfactory und Alphacool, die diesen Produkttest erst ermöglicht haben. Das Produkt wurde von Mindfactory tadellos verpackt und wie gewohnt schnell versandt.


Erster Eindruck

Die Alphacool Eisbär LT 240 wird in einer eher schlichten schwarzen Verpackung ausgeliefert. Auf der Verpackung zu finden sind zumal das Logo des Herstellers, Produktbilder, sowie die Auflistung aller unterstützten Sockel von Intel und AMD. Im Lieferumfang befinden sich neben der Montageanleitung die All in One Wasserkühlung, zwei Eiswind 12 PWM Lüfter, Montagekits für Intel und AMD Sockel, ein Y- Adapter und Wärmeleitpaste. Alle Komponenten sind ordentlich und übersichtlich verpackt. Die Päckchen mit den Montagekits sind mit dem Herstellernamen versehen und beinhalten diverse Schrauben und sonstige Bauteile für eine erfolgreiche Montage. Beim Auspacken der Wasserkühlung fällt sofort, für ihre eher kompakte Form, hohes Gewicht auf. Dies liegt daran, dass der Radiator als auch die Pumpeneinheit mit dem CPU- Kühlkopf, aus Kupfer gefertigt sind. Ein besonderer Blickfang hierbei ist der Deckel der Pumpeneinheit aus gebürsteten Aluminium mit dem Alphacool Logo. Optisch etwas störend ist der Schlauch der Wasserkühlung, welcher mit einer Art Metallfeder ummantelt ist. Dies hat aber einen technischen Nutzen, da die Metallfeder als Knickschutz für den Schlauch dient. Die Alphacool Eisbär LT 240 macht auf den ersten Blick einen hochwertigen und edlen Eindruck, trotz fehlender RGB Beleuchtung oder sonstigen Spielereien.


Einbau

Der Einbau ist mit der beiliegenden Anleitung recht einfach durchzuführen, da jeder Arbeitsschritt ausführlich bebildert vorliegt. Somit ist diese Wasserkühlung auch für Einsteiger geeignet, die bisher keine Erfahrungen mit dem Einbau von solchen Produkten sammeln konnten. Ein sehr positiver Aspekt , der mir schon beim Auspacken aufgefallen ist, ist die Aufteilung der Schrauben und des Montagezubehörs in mehrere Päckchen. Mir hat diese Tatsache den Einbau sehr erleichtert, da ich nun keine Zeit mehr aufbringen muss, alles Nötige zu sortieren. Des Weiteren ist auch lobenswert zu erwähnen, dass für die kleinen Schrauben und Unterlegscheiben ein Ersatzteil mitgeliefert wurden ist, da diese mal schnell verloren gehen können. Die Montage erweist sich jedoch nur als schwierig, wenn man die All in One Wasserkühlung auf ein bereits eingebautes Mainboard setzen möchte. Hier sind aufgrund des Gewichts und der Größe vier Hände, zumindest bei diesem Modell, vorteilhaft. Die Eisbär LT 240 konnte ich problemlos auf mein Asus Prime B350 Plus anbringen. Was den Einbau, vor allen in mATX- Gehäusen wie meinem Fractal Design Focus G oder im Allgemeinen am Gehäusedeckel erleichtert, ist die schlanke Dicke des Radiators von lediglich 25 mm. Zu erwähnen ist hierbei, dass der große Bruder, die Alphacool Eisbär, einen 30 mm dicken Radiator besitzt. Eine weitere technische Änderung, die den Einbau erleichtern soll, ist, die im Vergleich zum großen Bruder, deutlich kompaktere und flachere Pumpeneinheit. Zwei negative Aspekte sind mir beim Einbau der Wasserkühlung aufgefallen. Zum einen die Halterung, die am CPU- Kühlkopf angebracht werden muss. Die zwei Teilstücke der CPU- Halterung sind bei falscher Montage oder bei einem Wechsel nur schwer wieder zu lösen. Ein Tipp: Am besten man benutzt einen Schraubenzieher und versucht die Teilstücke vorsichtig von einander zu trennen. Der zweite negative Punkt ist auf dem ersten Blick nicht so einfach zu erkennen, kann aber bei Unachtsamkeit zu einer Beschädigung der Finnen des Radiators führen. So fehlt bei der vorliegenden Kompaktwasserkühlung unterhalb der Gewinde für die Schrauben ein Schutzblech, damit man beim Eindrehen der Schrauben die Finnen nicht beschädigen kann. Dieses Problem liegt jedoch nur vor, wenn man die beiliegenden Schrauben aufgrund eines Lüfterwechsels nicht mehr benutzen kann und dadurch eventuell zu längeren Schrauben greifen muss. Zu erwähnen ist noch die Möglichkeit, die Wasserkühlung zu erweitern. Durch die Schnellverschlusskupplung lassen sich ganz einfach zusätzliche Kühlmöglichkeiten, wie beispielsweise eine GPU Kühlung anbringen.


Kühlleistung

Die Hauptkomponenten für den Test waren ein auf 3,8 Ghz übertakteter Ryzen 5 1600 und als Mainboard das Asus Prime B350 Plus. Die Kühlleistung der Alphacool Eisbär LT 240 wurde durch das Programm HwiNFO64 getestet. Hierbei wurde einmal die Temperatur im Leerlauf ermittelt und anschließen während einer dreißigminütigen Nutzung von Prime95. Hierbei ist zu erwähnen das Prime95 die CPU überdurchschnittlich hoch belastet und daher mit der alltäglichen Betriebstemperatur nur bedingt zu vergleichen ist.
Im Leerlauf lag die Temperatur des Prozessors im idle bei 31°C und während der Nutzung von Prime95 bei 49°C im idle. Ich bin sehr überrascht von den niedrigen Temperaturen, obwohl die Eisbär LT 240 ein sehr kompaktes Kühldesign besitzt. Der Grund hierfür ist wohl, dass alle wichtigen Kühlkomponenten aus Kupfer gefertigt wurden. Die Kompaktwasserkühlen bietet daher noch einige Kühlreserven, um beispielsweise die Lüfterdrehzahl zu senken, um die Lautstärke deutlich zu reduzieren.


Lautstärke

Die Lautstärke ist die einzige Schwäche, die die Alphacool LT 240 vorzuweisen hat. Die mitgelieferten Eisbär 12 Lüfter sind unter Vollast deutlich hörbar und zu Laut. Stellt man diese aber in den Silent Betrieb, sind sie kaum noch hörbar. Ein klarer Kritikpunkt der Kompaktwasserkühlung ist das laute Brummen der Pumpe. Das Geräusch der Wasserkühlung ist sehr störend, was eine Nutzung in diesem Zustand für mich auf Dauer unmöglich macht . Reduziert man jedoch die Spannung der Pumpeneinheit auf 7V sind keinerlei Geräusche mehr zu hören und die Wakü ist auch im Dauerbetrieb sehr gut nutzbar.


Fazit

Pro:
- sehr gute Verarbeitung der Kompaktwasserkühlung
- wichtige Kühlkomponenten bestehen vollwertig aus Kupfer
- kompaktes Design
- großartige Kühlleistung
- erweiterbare Kühlmöglichkeiten durch Eisbär Ready

Contra:
- störendes Pumpengeräusch
- mittelmäßige Lüfter
- fehlendes Schutzblech an den Gewinden
- Schläuche und Schnellverschlusskupplung sehen optisch minderwertig aus
- zu kurze Gebrauchsanweisung: fehlende Tipps für die Instandhaltung der Wasserkühlung

Für mich ist die Alphacool LT 240 eine gelungene und hochwertige Kompaktwasserkühlung. Sie ist durch ihre kompakte Bauweise perfekt für etwas kleinere PC- Gehäuse geeignet, besitzt aber dennoch alle Vorteile einer Wasserkühlung, wie gute Kühlleitung und schöne Optik. Die Lautstärke der Lüfter sowie der Pumpe, sind die einzigen Makel, die ich finden konnte. Meiner Meinung nach ist die Alphacool LT 240 eine äußerst gelungene Wasserkühlung, mit der jeder Käufer sehr zufrieden sein wird. In dieser Preisklasse ist dieses Modell von Alphacool eine klare Kaufempfehlung, da sie ein sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältniss besitzt.
    
  
5 5
     am 11.05.2018
Mein vorher luftgekühltes System sollte ein flüssiges Update bekommen, und dank Testers Keepers konnte ich diesen Schritt nun tätigen. Läuft bei mir (und bläst nicht mehr). Danke an dieser Stelle an Mindfactory und Alphacool.
Erstmal natürlich die Vorstellung des Testsystems.
CPU: intel Xeon X5670 6 Kerne/12 Threads @2.92 GHz
MB: EVGA X58 FTW 3
RAM: 16GB G.Skill Ripjaws DDR3-1600
GPU: MSI GeForce GTX 950 Gaming 2G
Gehäuse: Fractal Design Focus G mit Corsair AF-140 (Front) & Lepa BOL.Quiet (Back)

Nach wenigen Tagen kam das Paket bei mir an, und schon beim Auspacken bot sich ein wertiger Anblick. Die recht kompakte Packung war in Folie eingeschweißt. Statt den Betrachter hier mit Bildern und Fakten zu bombadieren, wurde sich auf das wesentliche beschränkt: Alphacool-Symbol, Produktbezechnung, kompatible Sockel, dezent gehaltene Produktbilder und einen Hinweis auf die Kompatibilität zu anderen Produkten der Eisbär-Serie. Hier ist gleich zu bemerken, die AiO lässt sich durch andere Produkte der Eis-Serie erweitern, zum Beispiel durch den Eiswolf GPU-Kühler oder einen zweiten CPU-Kühler, was die Kühlung für Multi-Prozessor-Systeme wie die derzeit auf dem Gebrauchtmarkt populären Xeon X56xx, die als "i7-Killer" getauft wurden. Also hier leg ich mich fest, zwei CPUs an einen Kreislauf zu klemmen, schafft man nur hiermit, zumindest mit dem geringen Aufwand. Auch lässt sich die AiO schnell zu einem Costum-System umbauen oder in eins integrieren, da bei allen Anschlüssen mit dem Standardgewindemaßmaß G1/4 gearbeitet wurde.

Im Inneren befanden sich unter einer Kunststoffmatte und der Bedienungsanleitung, die Teile, allesamt in Kunststoff verpackt und in eine passende Pappform eingelassen. Der Lieferumfang ließ keine Wünsche offen. Neben der AiO und den zwei Lüftern wurden für jede erdenkliche Sockel-Art die jeweiligen Schrauben und Schablonen zur Befestigung geliefert. Auch Wärmeleitpaste lag bei, also wurde an alles gedacht. Die Schablonen und dazugehörigen Schraubenkits wurden in zwei seperate Tütchen unterteilt, jeweils eine für Intel und AMD. in beiden wurde nochmals unterteilt, bei Intel zwischen den High-End-/ Server-Sockeln 2011, 2011-3, 2066 und den restlichen gängigen Intel-Sockeln, AMD zwischen AM4/Ryzen-Sockel und den älteren Sockeln. Für jede Unterteilung ist eine seperate Montageanteilung innerhalb des Handbuches vorhanden. Zum AM4-Sockel kam noch ein Beipackzettel, der sich allgemein auf die Montage des Eisbären-CPU-Blocks (nicht Eisbär LT!) beschränkt.
Nun zur Montage. Ich bin erst ein wenig durcheinander gekommen und hab somit erst die Schrauben für 2011 und co. verbaut. Das war aber denke Mal die allgemeine Aufregung. Bei der Montage hatte ich allerdings ein wenig Probleme mit der Backplate, weil die darauf befindlichen Gewinde sich nicht richtig fixieren ließen. Nach ein wenig Fummelei war das aber auch erledigt und bis auf diesen kleinen Punkt ließ sich der CPU-Block einfach montieren. Auch der Radiator war schnell am Gehäuse verschraubt und die Lüfter fanden trotz der allgemein engen Situation meines Midi-Towers, der vor allem bei der Montage des Lüfters Probleme machte, weil auch der CPU bei dem Motherboard sehr hoch sitzt, schnell ihren Platz. Schnell noch den PWM-Verteiler für die beiden Lüfter und den 3-pin-Stecker für die Pumpe an das Mainboard montiert, und schon war es startklar.

Bevor ich nun zur Perfomance komme, schnell ein paar Worte zur Optik. Durch das durchgängige schwarz ist die AiO sehr unauffällig und passt farblich natürlich in jedes System. Der dezente metallene Schriftzug auf dem CPU-Block ist die einzige Abweichung vom dunklen Design. Die Schläuche sind mit schwarzen Federn ummantelt, welche vor Knicken schützen und dabei nicht wirklich störend ins Auge fallen. Kleines Manko: der Erweiterungsanschluss für die Eisbär-Reihe wirkt etwas wuchtig und stört ein wenig in der Optik. Fans von RGB und wild blinkenden Disco-PCs werden enttäuscht sein, hier leuchtet nichts, was sich aber durch die Montage von RGB-Lüftern ändern ließe. Die Verarbeitung ist sehr wertig, man bemerkt garnicht, dass man es hier mit einer AiO kleinerer Preisklasse zu tun hat.

Beim Anschalten wurde ich durch ein kleines Gluckern begrüßt, danach herrschte Stille. Nicht in dem Sinne, dass nichts funktionierte, es war einfach nur kaum hörbar und deswegen schonmal ein fetter Pluspunkt in der Lautstärke. Danach hab den CPU ein paar mal durch den CPU-Z Stresstest gejagt und das Ergebnis ist durchaus zufriedenstellend. Nach drei Durchläufen kam befanden sich alle Kerne zwischen 43 und 49 Grad. Im Idle läuft die CPU nach mehreren Stunden bei 30-35 Grad. Und im Gaming, wo die Grafikkarte natürlich noch als zusätzliche Heizung des Gehäuse-Innenraums fungiert, liegt der maximal erreichte Wert bei 54 Grad, auch nach einem 10-stündigen Zocker-Tag. Ich hab noch ein paar Tage getestet und egal wie sehr meinen PC ausreize, die 55 Grad bekomm ich nicht geknackt. Also in Sachen Kühlleistung, definitiv empfehlenswert und deutlich über dem vorher verbauten Alpenföhn Brocken 2, wo es schon Temperaturspitzen bis zu 65 Grad gab und es selbst im Idle über 40 Grad warm wurde. Nebenbei höre ich immer nur noch die Luft strömen, weder die Pumpe noch die Lüfter geben groß Geräusche von sich geschweige Vibrationen. Ich habe dann noch ein bischen im BIOS rumgewerkelt, um mal die Lüfter voll auszureizen, da sie vorher auf maximal 1400-1500 RPM liefen. Und zugegeben, dort wird es dann schon etwas lauter. Man konnte auch ein leicht surrendes Geräusch von den Lüftern entnehmen. Also ein kleiner Kritikpunkt bezüglich der mitgelieferten Lüfter. Aber da man diese eh nicht voll ausfahren muss, um eine gute Kühlleistung zu haben, ist es nur ein kleiner Minuspunkt.

Fazit:
Da AiO bleibt aufjeden Fall in meinem System, weil die Leistung ist wirklich sehr gut. Vor allem in der Hinsicht, dass sie preislich sogar bei manchen 120mm-Kühlungen der Konkurrenz liegt, würde ich diese sogar käuflich erwerben. Negative Punkte hab ich ehrlich gesagt kaum gefunden. Die Kühlleistung ist ordentlich, die Lautstärke leise bei den richtigen Einstellungen und entspricht optisch meinen Vorstellungen, auch wenn ich hier denke, dass es im RGB-Zeitalter durchaus nicht jedem gefällt. Ganz wichtiges Feature ist und bleibt, dass es ohne Probleme erweiterbar ist und somit für Xeon-User mit Multi-CPU-System besonders interessant ist oder für Leute mit schmalem Geldbeutel und kleinem Gehäuse, die sowohl CPU als auch GPU mit einem Kreislauf kühlen wollen. Auch für die fauleren PC-Auf- und Umrüster, die sich nicht gleich eine komplette Costum-Wasserkühlung zusammenschrauben wollen, ist es eine gute Lösung. Ich lasse die Höchstpunktzahl an Sternen da. Das Lüfterproblem und das Optikmanko kompensiert sich mit der einzigartigen Erweiterungsfunktion und der sehr guten Kühlleistung, gemessen am Preis.
Pro:
-neutrales Design
-kaum hörbar
-passt auch in kleinere Gehäuse
-mit anderen Produkten erweiterbar
-Preis/Leistung
Contra:
-etwas klobiger Erweiterungsanschluss
- Lüfter bei hohen Lasten etwas laut
    
  
4 5
     am 10.05.2018
Ich bin einer der glücklichen Tester aus der Mindfactory Testers Keepers Aktion KW 15-2018 die einen EISBAER LT 240 von ALPHACOOL auf Herz und Nieren ausprobieren dürfen, vielen Dank dafür!

Vorwort
Oh cool, ein Testers Keepers bei Mindfactory für eine All-in-One Wasserkühlung, da mach ich auf jeden Fall mit! Damit hab ich jetzt schon länger mal geliebäugelt, und ein Eisbär war auch schon in der engeren Auswahl!
Hmm, 120er, 240er, oder 360er Radiator? Bei nur 120 mm kann ich mir vorstellen, dass dem doch bei "mildem OC" die Puste ausgehen könnte... 360 mm? Ich wollte eigentlich nicht auf einen Threadripper oder gar auf einen Brat-Lake in HEDT umsteigen. Nein, der LT 240 sollte meinen Mainstream-Gaming-Bedürfnissen entsprechen können, ich klick mal fertig.
Moment mal, warum hat er das Formular nicht abgeschickt? Achso, es muss ein richtiger Bewerbungstext geschrieben werden...? Puh, na okay, schließlich wollte ich ja doch gegen Ende des Jahres auf ein Ryzen 2000 6 oder 8 Core System umsteigen, da kann der Bär über den Sommer schon mal bei meinem derzeitigen i7-3770K zeigen, was so eine Wasserkühlung kann. Der Alpenföhn Sella hat ja schon die letzten Sommer schon ordentlich geächzt, bei mir im Büro unter dem Dach.
Klick, abgeschickt, dann hoffe ich doch mal, dass das was wird& :)

Mein derzeitiges Setup
* Intel Core i7-3770K @4,2 GHz OC
* Alpenföhn Sella
* 16 GB Geil "Dragon Ram" 1333 (damals für 70 Euro, *schnief*)
* Gigabyte GeForce GTX 970 Gaming G1
* Asus P8Z77-V LX2
Thermaltake Suppressor F51

Das Setup ist komplett auf "leise" eingestellt, entsprechend sind sowohl der in der Front des voll gedämmten F51 verbaute 200mm Lüfter und der im Heck verbaute 140mm Lüfter auf der niedrigsten der drei Stufen der integrierten Lüftersteuerung quasi dauerhaft eingestellt.
Zusätzlich ist der CPU-Lüfter mit einem benutzerdefinierten Profil zum Schweigen gebracht.

Auch die drei Lüfter der Gigabyte GeForce GTX 970 Gaming G1 ist mit einem benutzerdefinierten Profil auf "so leise wie möglich" gestellt, um auch unter Volllast nichts zu hören. Da die GPU aber kein Upgrade erfahren wird - noch nicht, dazu später mehr - wird diese vorerst nicht mehr erwähnt.


CPU quälen
Um generell herausfinden zu können, was so eine Wasserkühlung leisten kann, vergleiche ich die Vorher- und Nachher-Temperaturen, jeweils im Idle-Zustand und unter Volllast. Da das Asus-Mainboard auch eine automatische Overclocking-Funktion hat, die den FSB anhebt und die RAM Timings anzieht, und somit ca. 20% mehr aus der CPU rausholt, vergleiche ich schon mal die Nicht-OC und OC Werte im luftgekühlten Zustand miteinander, um auch da zu sehen, was die Wasserkühlung so rausholen kann.

Idle-Temperatur ohne OC
33/39/32/31°C

Volllast ohne OC
Für den direkten Temperatur- und Lautstärke-Vergleich habe ich den Prime95 Small FFTs Test laufen lassen, der bringt bekanntlich die CPU auf Volldampf.

Nach wenigen Minuten Primzahlen-Berechnung sieht man mit CoreTemp auch gleich das Torture-Test-Ergebnis: Bis zu 83°C auf dem zweiten Kern, die anderen auch nicht viel "kälter" und der CPU-Lüfter laut Asus AI Suite dreht auf deutlich hörbare 1550+ Umdrehungen pro Minute auf, das entspricht 90% Geschwindigkeit, es ginge also noch lauter bei 1750 rmp, dafür evtl. etwas kühler, es soll ja aber so silent wie möglich sein.

Idle mit OC
35/39/36/33°C

Für den Vergleich wieder den Torture-Test von Prime95 laufen lassen. Erneut pendeln sich die Temperaturen nach wenigen Minuten ein: Diesmal bis zu 86°C auf dem zweiten Kern, der CPU-Lüfter dreht auf 100% auf 1700+ Umdrehungen pro Minute auf.
80/86/83/80°C

Da die Temperaturen mit Overclocking nur um wenige Grad weiter nach oben steigen, werde ich den Gegentest mit der Wasserkühlung nur im OC-Modus durchlaufen lassen - schließlich ist dies auch meine Alltagseinstellung, und es soll ja vor allem kälter und leiser unter Wasser werden.

Da bin ich ja mal gespannt, was der Eisbär drauf hat!


Auspacken
Die Versandpackung war wie erwartet: Karton, Lieferschein, Knallfolie als Füllstoff (Puff, puff, puff, da war sie nur noch "normale Folie") und der Eisbaer selbst.
Karton auf, aaah, der herrliche Geruch neuer Hardware; sweet!
Als erstes fällt einem die ausführliche und bebilderte Montageanleitung in die Hand, klingt jetzt nicht nach Hexenwerk, ich freu mich aber jetzt schon auf das Einbauen.
Neben der vorgefüllten AiO-Wasserkühlung bestehend aus Kühler/Pumpe/Ausgleichsbehälter, Schläuchen und dem Radiator, befinden sich noch zwei 120er Eiswind-Lüfter, sowie Montage-Material für die verschiedenen Sockel im Paket.

Beim Entfernen der Schutztütchen gefällt vor allem das schlicht gehaltene schwarze Design, keine Bling-Bling-Disco-Beleuchtung, es reicht mir schon, dass RAM und Grafikkarte leuchten - in meinem Gehäuse kann ich eh nichts sehen.


Umbaupause
Da ich mich schon als erfahrenen PC-Bastler bezeichnen würde, aber lieber gleich ordentlich verbaue und die Kabel nur einmal verlegen wollte, hat der komplette Umbau samt Verlegeplanung gemütliche zwei Stunden gedauert.

Alter Tower-Kühler raus - so nackt war die CPU seit Anschaffung vor 5 Jahren nicht mehr. Im Bild sieht man auch die beiden Teile der Dämmung, die zu Gunsten des Radiators weichen müssen.

Die Backplate muss man praktischerweise nicht die ganze Zeit festhalten, sie wird an die Backplate des Sockels mit zwei Klebestreifen geklebt.

Leider muss man selber herausfinden, dass die Backplate Einkerbungen für die Schrauben der CPU-Backplate hat, siehe die beiden oberen Schrauben, das wurde in der Anleitung verschwiegen - auch wenn es fast klar ersichtlich ist.

Ich habe mich für "Push nach oben" entschieden, von daher konnte ich die Lüfter schon vorab auf den Radiator installieren.

Alles drin!
Hier erkennt man, dass bei Einbau mit "geradem Schriftzug" (also dass ich alles lesen kann, falls ich mal die Tür aufmachen sollte) die Schläuche quasi den einen RAM-Sockel blockieren. Bei neueren Generationen ist ja in der Regel eh etwas mehr Platz um den Sockel herum. Außerdem hätte ich die Schläuche ja auch nach unten ausrichten können.

Dann mal Licht an!
(bzw. zweites Mal Licht an, weil ich dann doch den falschen Lüfter-Sockel beim ersten Stecken erwischt hatte&)

Die Anleitung ist nach dem Umbau dann doch nicht ganz perfekt, denn zum einen werden kleine Details ausgelassen, zum anderen fehlt mir persönlich eine eindeutige Nummerierung der Einbau-Schritte.

Abschließend ist zu erwähnen, dass es keine spitzen Grate oder Ähnliches am gesamten Produkt gab, und weder bei den Federn um die Schläuche, noch beim Radiator muss man Angst haben, sich die Finger blutig zu schneiden. So soll es sein, klasse Verarbeitung!


Jetzt wird wieder gequält
Nach dem Neustart direkt wieder CoreTemp an, was sagen die neuen Idle-Temperaturen unter Wasser:
31/36/31/29°C

Die Temperaturen sind leicht nach unten gegangen, ca 3°C unterschied. Zusätzlich drehen die beiden Lüfter ca. 150 Umdrehungen mehr, was das Grundrauschauen ein wenig erhöht.
Rechts sieht man noch, dass ein weiterer Lüfter-Wert dazu kommen ist: Dies ist die Pumpe.

Dann wieder Prime95 angeworfen mit dem Small FFTs Torture-Test für maximale Hitzeentwicklung.

Zur Erinnerung: Die Kerntemperaturen unter Luft stiegen auf 80/86/83/80°C respektive.

Nach mehreren Minuten Laufzeit landen die maximalen Temperaturen auf 73/81/77/72°C, also 7/5/6/8°C weniger als mit Luftkühler. Dazu drehen die Lüfter auf merklich hörbare 90%/1400+ Umdrehungen pro Minute auf. Das macht schon deutlich mehr Wind als vorher, vor allem, da das Gehäuse ja etwas geöffnet werden musste.


Ein Blick in die Zukunft
Neben der Möglichkeit, die Wasserkühlung mit quasi allen modernen Sockeln nutzen zu können, was diese zukunftssicher macht, finde ich es bei der Eisbaer LT 240 noch sehr interessant, dass sie mit Schläuchen mit Schnellverschlüssen ausgestattet ist, und somit ausgelegt ist, weitere "Alpha(cool)-Tiere", wie den Eiswolf, in den Kreislauf mit aufzunehmen. Da die 3,5/0,5 GB VRAM meiner GTX 970 nicht mehr dauerhaft mithalten können - erst recht nicht, wenn ich mit meinen UHD-Monitor auch endlich in UHD-Auflösung in mehr als niedrigen Details spielen möchte - werde ich mir sicher einmal die Optionen einer Wasserkühlung für die nächste Grafikkarte durch den Kopf gehen lassen.
Überlegen müsste man nur, ob ein 240 Radiator für CPU+Graka reicht, oder man dafür doch den 360er braucht, doch dafür muss erst mal eine hypothetische 1170/1180 für einen angemessenen Preis erscheinen.


Fazit
Generell war das ein schöner Einstieg in die Welt der Wasserkühlung.
Der Einbau war okay, könnte für Laien etwas Kopfzerbrechen bereiten - aber Laien denken eh nicht an Wasserkühlungen...
Da die von mir durchgeführten Tests nur die Extremsituation darstellen, muss sich jetzt über die Zeit, und den anbahnenden Sommer, zeigen, wie sich die Temperaturen im "echten Leben" entwickeln.
Im Torture-Test waren mir die mitgelieferten Lüfter etwas zu laut. Ich denke, da ist mit anderen Lüftern noch etwas Lautstärke nach unten drin, ich werde das im Auge (oder im Ohr) behalten, kommt aber auch wieder auf die reale CPU-Nutzung drauf an.
Zum Preis/Leistungs-Verhältnis kann ich nur sagen, dass man bei den derzeit aufgerufenen 89,85 EUR für die Eisbaer LT 240 keinesfalls meckern kann, da man vor allem ein wertiges Produkt von Alphacool erhält, das durch den Schnellverschluss auch noch erweiterbar ist.

Abschließend vergebe ich 4 von 5 Sternen, da die Volllast-Lautstärke etwas zu hoch war und die Temperaturen nicht so stark gesunken sind, wie ich durch meinen WaKü-Hype erwartet habe (mehr als 10°C weniger).
    
  
5 5
     am 07.05.2018
Im Zuge der Tester Keepers Aktion wurde mir die Alphacool Eisbaer LT 240 von Mindfactory zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um eine All-in-One Wasserkühlung mit interessanten technischen Details. Die Verpackung und Versandzeit war wie von Mindfactory gewohnt gut.

Fazit:
Das Fazit stelle ich voran um niemand vorschnell abzuschrecken. Kritik und Dinge die man besser machen kann sind vorhanden. Aber ist es möglich zu diesem Preis? Dieser ist in Anbetracht des erhaltenen Gesamtpakets, der verwendeten Materialien und der Kühlleistung wirklich klasse. Kühlen, wofür sie gemacht ist, tut sie wirklich sehr gut. Kritische Einzelpunkte sind Erbsenzählerei bei diesem Preis-Leistungs-Kracher! Vielleicht helfen Kritikpunkte Alphacool trotzdem bei zukünftigen Produktentwicklungen.

Testsystem:
Das Testsystem ist erst wenige Tage alt und besteht aus einem Asus Strix B350-F Motherboard, einem AMD Ryzen 1600 CPU, G.SKill Ripjaws 2*8GB DDR4 3200MHz und einer Asus Strix GTX 1060. Das Gehäuse ist ein NZXT S340 Elite, welches zu dem originalen 12cm Lüfter hinten noch einen 14cm Arctic Freezer Lüfter in der Decke installiert hat. Platz für die Wasserkühlung bietet nur noch die Front, aber dazu später mehr. Die Leistungsversorgung übernimmt ein BeQuiet Pure Power 400W.

Unboxing
Die Wasserkühlung wird in einem beachtlich großem Karton geliefert, welcher sehr dezent aber gerade deshalb schick gestaltet ist. Geöffnet findet man alles einzelnd, gut sortiert und sicher verpackt vor. Auch die Lüfter sind noch nicht montiert, was dem Käufer die entscheidung zwischen Push- und Pull-Betrieb lässt. Die Optik lehnt sich an die Verpackung an, schlicht (und) cool, tiefschwarz mit schönen Akzenten - mir gefällt sie sehr!
Bei genauerer Betrachtung des Systems fällt die sehr große Schnellverschlusskupplung sofort ins Auge. Damit lässt sich simpel und schnell das System um weitere Komponenten erweitern. Nutzt man diese Möglichkeit nicht, stört schlicht der klobige Anblick. Die Leitungsanschlüsse sind sehr hochwertig ausgeführt.
Der CPU-Block ist optisch ansprechend und ordentlich verarbeitet. Trotz integriertem Ausgleichsbehälter und Pumpe ist die Bauweise sehr kompakt. Der Vollkupfer-Boden gefällt, die Schrauben sind für meinen Geschmack etwas zu tief/könnten bündiger gesenkt sein.
Der Vollkupfer Radiator bleibt auf den zweiten Blick hinter seinen Erwartungen zurück. Positiv ist sicher, dass sowohl Kammern, Kühlfinnen und Kanäle vollständig aus Kupfer gefertigt sind. Die Verarbeitung ist aber nicht zufriedenstellend. Die Kühlfinnen sind ungleichmäßig lackiert und es ist auf der Hälfte der Fläche deutlich das Kupfer zu sehen. Dazu gibt es zwei mögliche Argumente: Kupfer unlackiert kann die Wärme direkt an die Umgebung abgeben; mattes schwarz emittiert am meisten Wärmestrahlung. Beide Konzepte in ungleichmäßiger Lackierung zu verfolgen kann nicht das Ziel gewesen sein. Des weiteren sind einige Kühlfinnen 4-5 cm nicht an den Kanälen befestigt, wodurch eine direkte Wärmeleitung nicht möglich ist.

Montage
Der Einbau gestaltet sich insgesamt unkompliziert. Falls nötig erklärt die Bedienungsanleitung alles detailiert genug. Super positiv fällt hier wieder die gute Sortierung auf. Jede Tüte ist ordentlich beschriftet, sodass die nötigen Teile schnell gefunden sind. Die Passgenauigkeit aller Komponenten ist sehr gut.
DIe Lösung zur Sandwichfixierung von Lüfter und Radiator mit langem Schrauben am Gehäuse ist schick gelöst. Leider ist so jedoch keine Entkopplung zwischen Lüfter und Gehäuse gegeben (später mehr). Die Lüfter werden zum Test im Pull-Betrieb zusammen mit dem Radiator an der Gehäusefrontseite montiert.
Die beiliegende Wärmeleitpaste lässt sich gut verarbeiten. In der Bedienungsanleitung ist hierfür ein Kunststoffrakel abgebildet, welcher leider nicht beiliegt. So bleibt meist die umständliche Scheckkarte zur Verteilung der Wärmeleitpaste. Hier könnte der Hersteller mit wenigen Cent Materialaufwand den Komfort steigern. Der CPU-Block ist sehr einfach zu montieren. Hier zahlt sich die kompatkte Bauweise aus. Jeder der schon einmal einen groß dimensionierten Lüftkühler montiert hat wird daran seine Freude haben.
Beim Verlegen verhindert die Schnellverschlusskupplung einen schönen parallelen Bogen der beiden Schläuche. Die Kühlschläuche sind bei meinem recht kompakten Gehäuse ausreichend wenn auch für meinen Geschmack etwas knapp. Die Einzelkomponenten passen gut aufs Motherboard beziehungsweise ins Gehäuse. Definitiv zu kurz geraten sind nach meinem Geschmack die Lüfterkabel. Gedacht war der separate Anschluss der Lüfter am Motherbaord, da dieses über ausreichend verfügt. Hierfür waren die Kabel allerdings zu kurz. Auch mit dem beiliegenden Y-Kabel konnte ich nur die naheliegendsten Anschlüsse verwenden.
Allgemein war ich jedoch überrascht, wie einfach doch eine Wasserkühlung umzusetzen ist.

Testlauf
Als Referenz wird zuerst das oben genannte System mit dem boxed AMD Kühler ausgewertet. Zur Messung wird der PC im Leerlauf beginnend für 180 Sekunden(nahezu statischer Zustand erreicht) mit 100% CPU Last und anschließend 90 Sekunden im Leerlauf betrieben. Hierbei ließen sich diese Messwerte auslesen:
0sek/28°C,30sek/ 49°C,60sek/52°C,90sek/53°C,120sek/55°C,150sek/55°C,180sek/56°C
30sek/36°C,60sek/34°C,90sek/32°C
Dabei ergaben Lautstärkemessungen(Smartphone) bei geöffneter Seitenwand in etwa 40cm Abstand vom CPU-Kühler im Leerlauf 18 dB und nach 180 Sekunden Volllast 32 dB. Dabei sind die Lüftergeräusche bei geöffneter Seitenwand bereits während der kurzen Messzeit subjektiv zu laut.

Nach dem Einbau wurden die minimale und maximale Drehzahl der Lüfter des LT240 im BIOS mit der ASUS Lüftersteuerung ermittelt und stimmten in etwa mit den von Alphacool angegebenen Werten überein. Das Lüfterprofil wurde wie vorgeschlagen belassen. Anschließend wurde mit der LT240 auch der oben beschriebene Probelauf durchgeführt und diese Werte ermittelt:
0sek/26°C,30sek/28°C,60sek/29°C,90sek/31°C,120sek/33°C,150sek/35°C,180sek/38°C
30sek/37°C,60sek/35°C,90sek/32°C
Die Lautstärke im Leerlauf war mit 19 dB gemessen minimal lauter, was wohl der deutlich größeren Lüfterfläche geschuldet ist. Der Höreindruck nimmt diesen Unterschied aber nicht wahr. Nach 180 Sekunden Volllast wurden passend zu den niedrigend Temperaturen nur 23 dB notiert! Auch subjektiv war das System immernoch sehr sehr leise. Die langsame und nahezu lineare Temperaturänderung deutet auf eine deulich höhere Trägheit des Systems im Vergleich zum AMD Kühler schließen. Daher ließ ich das Testsystem noch etwa eine Stunde mit voller CPU Auslastung laufen. Das Ergebnis waren 50°C und 28 dB. Ein bachtlicher Temperatur und Lautstärkeunterschied im Vergleich zum boxed Kühler.
Das System lief nun etliche Stunden. Insgesamt bleibt im Betrieb ein positiver Eindruck. Der Computer ist mit geschlossener Glasscheibe nicht hörbar.

Sonstiges
Zwei weitere Dinge möchte ich abschließend noch erwähnen:
Zum einen sind, wenn sich mit dem Ohr unmittelbar am Radiator befindet, leichte Flußgeräusche zu hören. Dies liegt wohl an der vertikalen Installation des Radiators, wie im Internet zu lesen ist. Dabei sammelt sich die Luft im System nicht an einer Stelle sondern wird immer etwas umhergetrieben. Probehalber habe ich den Radiator einige Zeit horizontal montiert, was die Geräusche tatsächlich weiter reduzierte.
Zum anderen habe ich die Lüfter zuletzt mit 10mm M3 Schrauben am Radiator befestigt. Mit einem kleinen Schlitzschraubendreher kam ich dazu durch die Gehäusebohrung des Lüfters. Die andere Lüfterseite Richtung Case blieb dadurch frei und ich konnte das Paket mit Gummihaltern am Gehäuse befestigen. Dies reduzierte vor allem die subjektive Lautstärke noch etwas und machte den PC quasi lautlos.
    
  
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     am 07.05.2018
Eisbaer LT 240
Im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory bin ich zu dem Vergnügen gekommen mir diese Wasserkühlung in meinen Rechner bauen zu dürfen. Zunächst möchte ich anmerken, dass ich das Produkt unabhängig von der Aktion komplett objektiv bewerten werde.
Um die Wasserkühlung zu testen, habe ich einige Benchmarks laufen lassen und die Eisbaer Lt 240 mit dem Scythe Mugen 5 verglichen. Kriterien waren dabei vor allem die Lautstärke, sowie die Kühlleistung im Hinblick auf das Preis-/Leistungsverhältnis. Neben den Hauptkriterien spielt natürlich auch das Design, sowie die generelle Verarbeitung, und die Montage eine Rolle in Bezug auf die Produktbewertung.
Die Alphacool LT 240 besteht aus einem Kühlkörper mit zwei 120mm Lüftern, sowie einer Wasserpumpe und einer Kontaktfläche für die CPU. Das Material ist hauptsächlich Kupfer und leitet damit besonders gut Abwärme um.
Die Wasserkühlung kam bei mir in einem ziemlich stabilen und gut designten Karton an. Neben der Wasserkühlung an sich waren sowohl Backplates, sowie anderes Montagematerial und Wärmeleitpaste für AMD und INTEL Prozessoren bzw. Mainboards vorhanden. Der erste Eindruck war sehr positiv und sollte sich im weiteren Test bewahrheiten.
Die Montage der Wasserkühlung dauerte bei mir in etwa 15 Minuten inklusive Demontage meines alten CPU-Kühlers. Jeder, der schon mal eine Wasserkühlung montiert hat weiß, dass es teils auf Grund der Schläuche etwas fummelig sein kann Alles in seine Position zu bekommen. Jedoch stellt dies für den erfahrenen Nutzer kein Problem dar. Ein besonders Feature der Eisbaer Lt 240 ist die Erweiterbarkeit der Wasserkühlung. Hierbei muss lediglich der Schlauch aufgedreht werden und ein Adapter für eine GPU Wasserkühlung angeschlossen werden und schon kann sowohl CPU als auch GPU gekühlt werden. Besonders positiv ist dies für User, die sich den Aufbaue einer Custom Wasserkühlung nicht zutrauen, oder schlicht und ergreifend nicht leisten können. Da ich jedoch ausschließlich meine CPU unter Wasser laufen habe, werde ich nicht weiter auf dieses Feature eingehen können. Negativ aufgefallen ist mir allerdings, dass die Gewinde, bzw. die Schrauben für die Montage des Kühlkörpers nicht besonders gut verarbeitet sind. Da mein Case nicht den meisten Platz bietet, musste ich die Wasserkühlung einmal wieder demontieren und musste dabei zwei Schrauben gewaltsam entfernen.
Das Design der Eisbaer LT 240 ist durchaus edel, besonders im Vergleich zu den Meisten Luftkühlern. Wer in seinem Case bereits genügend RGB hat, oder gänzlich auf das bunte Farbenspiel verzichten kann, wird sich über eine schlichte, aber schicke Wasserkühlung freuen können.
Doch nun zu den zentralen Aspekten einer Wasserkühlung, der Kühlleistung und der Lautstärke unter Last, sowie den Vorteilen und Nachteilen gegenüber einer Luftkühlung in Bezug auf den normalen Betrieb, sowie beim Overclocking.
Getestet wurde die Eisbaer Lt 240 in einem System bestehend aus einem Corsair Crystal 460X RGB (https://www.mindfactory.de/product info.php/Corsair-Crystal-460X-RGB-mit-Sichtfenster-Midi-Tower-ohne-Netzteil-schw 1120714.html ), einem Gigabyte GA-AB350-GAMING 3(https://www.mindfactory.de/product info.php/Gigabyte-GA-AB350-Gaming-3-AMD-B350-So-AM4-Dual-Channel-DDR4-ATX-Retail 1144083.html ) einer MSI GTX 1060 Gaming X (https://www.mindfactory.de/product info.php/6GB-MSI-GeForce-GTX-1060-Gaming-X-6G-Aktiv-PCIe-3-0-x16--Retail- 1112554.html ), 16 GB Corsair Vengeance LPX (https://www.mindfactory.de/product info.php/16GB-Corsair-Vengeance-LPX-schwarz-DDR4-3000-DIMM-CL15-Dual-Kit 1012401.html ) und einem Ryzen 7 1700(https://www.mindfactory.de/product info.php/AMD-Ryzen-7-1700-8x-3-00GHz-So-AM4-BOX 1144032.html ) overclocked auf 3.9 Ghz (mit 1.31 Volt) auf allen acht Kernen. Zum Vergleich mit einer Luftkühlung, habe ich den Scythe Mugen 5(https://www.mindfactory.de/product info.php/Scythe-Mugen-5-Rev-B-Tower-Kuehler 1133900.html ) (meinen zuvor verbauten Kühler) , bzw. der hier getesteten Alphacool Eisbaer LT 240 (https://www.mindfactory.de/product info.php/AlphaCool-Eisbaer-LT-240-CPU-Komplett-Wasserkuehlung 1230098.html) verwendet und das System sowohl unter Prime 95, als auch in verschiedenen Games getestet.

Damit auch nicht so erfahrene PC-Nutzer verstehen was Prime ist, werde ich dies kurz erläutern.
Prime ist ein Programm, welches Primzahlen mittels der CPU errechnet und diese damit vollständig auslastet. Oft wird dieses Programm dafür eingesetzt um die Stabilität der übertakteten CPU zu testen. Da die CPU dabei auf 100% läuft, ist es zudem geeignet, um die Temperatur zu testen und damit in einen Bereich vorzudringen, den es im normalen Betrieb eigentlich nie gibt. In meinem Testaufbau sollte genau dies geschehen. Zunächst habe ich den Test 10 Minuten lang mit meinem alten Luftkühler laufen lassen und anschließend die Temperaturen ausgelesen. Hierbei erzielte der Scythe Mugen eine Temperatur von 64-65 Grad Celsius. Die Alphacool Eisbaer LT 240 stellte diesen Wert deutlich in den Schatten und lieferte mit 55 Grad Celsius ein sehr gutes Ergebnis für eine All in One Wasserkühlung. Wichtig zu erwähnen ist dabei, dass mein Mainboard dabei auf einer ausgewogenen Lüftereinstellung lief, um den normalen Betrieb zu simulieren. Die Lautstärke der beiden Kontrahenten lies sich bei meinem Test kaum hören und blieb damit zu vernachlässigen.
Für Overclocker ist eine Wasserkühlung heutzutage kein Muss mehr, allerdings zeigt eine mittelmäßige AIO häufig genau so gute Werte in Punkto Kühlleistung und Lautstärke wie ein guter Luftkühler und ist daher zu empfehlen. Gerade für User, die das letzte aus ihrer CPU herauskitzeln wollen und einen der Intel Hitzköpfe besitzt, werden hier das richtige Produkt für sich gefunden haben.
Bei realer Belastung durch Computerspiele und gleichzeitiger Belastung durch einige andere Programme läuft die CPU zusammen mit der AIO Wasserkühlung bei circa 45-50 Grad Celsius im Silent Mode und ist durch ein Headset, oder den Sound von angeschlossenen Boxen fast unhörbar. Das einzige Manko bei der Lautstärke stellen die Standartlüfter dar, welche bei einem absoluten Silent System durch andere ausgetauscht werden müssen, allerdings ist dies nur für wirkliche Silent Fans nötig.
Ein bekanntes Phänomen bei Wasserkühlungen ist es, dass eine hörbare Vibration durch die Pumpe entsteht. Allerdings ist diese bei der Alphacool Eisbaer LT 240 nur sehr gering und erzeugt damit kaum mess- und hörbare Werte.
Der von mir durchgeführte Test zeigt deutlich, dass die Wasserkühlung der Luftkühlung in Sachen Temperatur überlegen ist und in Punkte Geräuschentwicklung in nichts nachsteht.
Alles in Allem lässt sich sagen, dass die Eisbaer LT 240 eine gute Wasserkühlung zu einem fairen Preis ist. Durch das Feature der Erweiterbarkeit ist diese besonders flexibel und damit ein gutes Produkt für Leute, die ihre Grafikkarte unter Wasser setzen wollen. Für mich ist diese AIO eine klare Kaufempfehlung, da der Preis mit knapp 90 Euro im Verhältnis zu einem Luftkühler nicht allzu hoch ist und sich durch die Wasserkühlung ein viel schöneres Gesamtbild des Rechners ergibt. Außerdem stimmt die Kühlleistung und die AIO bleibt auch im Betrieb angenehm Leise. Lediglich die von mir beschriebenen Probleme bei der Montage bleiben als negativer Punkt in meiner Bewertung zurück, allerdings gehe ich davon aus, dass dies nicht bei jeder WaKü so ist.
    
  
     am 06.05.2018
Die heiße Jahreszeit steht vor der Tür und somit auch die Frage, wie man den heimischen,
hitzköpfigen Prozessor angenehm kühl hält. Da kommt die neue AlphaCool Eisbaer LT 240
doch gerade recht und dank mindfactory darf ich diese im testers-keepers Programm auch direkt mal ausprobieren.
Als Testsystem dient hierbei ein Ryzen 5 1600x auf einem ASUS Prime-B350-Plus, gepaart mit
16Gb Crucial RAM, einer Gigabyte GTX1050 D5 und das alles verpackt in einem Sharkoon S25-V.
Also keineswegs ein herausragendes System, aber eines, das Vielen von euch gut vergleichbare
Ergebnisse liefern sollte.
Der Referenzkühler, den es dabei vom Eisbär zu schlagen gilt ist ein bequiet Pure Rock, der mit der Thermal Grizzly Kryonaut bisher den Ryzen bändigt.
Da ich mich im Folgenden auf Bilder beziehe, verlinke ich hier das Forum, wo man diese findet. https://forum.mindfactory.de/t102475-testers-keepers-kw-15-alphacool-eisbaer.html#post1144967

Doch zunächst einmal ein paar Worte zur Verpackung und erstem Eindruck:

Die robuste Verpackung enthält außer dem Namen, ein paar Bildern auf schwarzem Grund, einer
Liste der kompatiblen Sockel und dem EisberReady Logo, nebst Designed in Germany, made in China-Schriftzug nichts Auffälliges. Beim Öffnen wird man von den in Plastikfolie eingewickelten und in eine stabile Pappform eingepassten Teilen begrüßt. Alles in Allem wirkt die Verpackung sicher und sollte auch eine etwas rauere Behandlung von diversen Paketboten unbeschadet überstehen. Ausgepackt lässt sich dann der Inhalt bewundern: Eine recht ausführliche Anleitung für den Einbau, die auch direkt die Beschreibung sowie Werbung für einige Eisbaer Erweiterungen enthält, alles benötigte Zubehör inklusive Wärmeleitpaste und 4-Pin Y-Weiche für die Lüfter, die zwei 120mm Lüfter selbst und dann natürlich noch der Kühlkörper mit 240mm Radiator. Hierbei fällt direkt das Gewicht auf, das neben der vor eingefüllten Kühlflüssigkeit vermutlich am verwendeten Kupfer liegen dürfte und insgesamt einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Auch bei genauerer Inspektion fallen keine Fertigungsfehler oder Ähnliches auf und der erste gute Eindruck verstärkt sich.

Einbau

Die alte Push oder Pull Frage, an der sich nach wie vor die Geister scheiden beantworte ich
hierbei mit Pull und einem Einbau im Gehäusedeckel um die warme Luft nicht ins Gehäuse zu
blasen und RAM, sowie Grafikkarte weiterhin passiv mit kühlen zu können.
Großes Lob zunächst einmal an Alphacool: Man findet sich in dem umfangreichen Zubehör dank
der ausführlichen Anleitung mit leicht verständlichen Bildern und den gut beschrifteten und
sortierten Beuteln schnell zurecht. Außerdem liegen die eine oder andere Schraube oder
Unterlegscheibe mehr bei, falls mal etwas verloren geht. Dementsprechend geht der Einbau auch
einfach und ohne große Hindernisse in einer guten halben Stunde von der Hand. Weiterhin
interessant dürfte insbesondere für Leute mit anspruchsvollerer Grafikkarte die Option sein in
diesen AiO Loop weitere Elemente, wie bspw. Grafikkarten- oder RAM-Kühler über den
integrierten Schnellverschluss einbinden zu können.
Doch leider gibt es auch eine etwas unangenehme Überraschung: einige der Schrauben sind
minimal verbogen, weshalb der Einbau stellenweise sehr fummelig wird. Insbesondere bei den
langen Gehäuseschrauben um die Lüfter auf dem Radiator fest zu ziehen sollte man etwas Geduld und vor allem Fingerspitzengefühl mitbringen. Es war außerdem etwas schwierig den Radiator mit den Lüftern obenauf an die richtige Stelle im Gehäuse zu platzieren, was aber wohl eher dem Gehäuse geschuldet war. Besitzer von Bigtowers sollten hierbei wesentlich besser dran sein. Außerdem sollte sich dort auch die Schlauchführung einfacher und vor allem optisch ansprechender gestalten lassen. Generell finde ich persönlich die Optik allerdings auch so vollkommen in Ordnung. AlltagIm Alltag stört die Kühlung erstmal nicht. Alles was zu hören ist ist das sanfte Brummen und Rauschen der Lüfter, welches allerdings sehr dunkel ist und somit nicht stört. Insbesondere beim Video schauen oder Spielen werden die Geräusche völlig ausgeblendet und sollten damit auch niemanden aus der Konzentration reißen. Allerdings traten bei meinem speziellen Aufbau nach einiger Zeit leichte Vibrationen auf, die vom Gehäuse aufgenommen und somit verstärkt wurden. Ich habe trotz längerer Suche und zwischenzeitlichem Ausbau des Kühlers nicht feststellen können, woher diese kamen, allerdings treten diese vermutlich in anderen Gehäusen nicht oder zumindest weniger auf. Es war wohl eine ungünstige Kombination. Die Vibrationen lagen weiterhin in einem
nicht wirklich angenehmen Frequenzbereich und störten deshalb, anders als die reinen
Lüftergeräusche. Somit hatte ich leider jedes Mal ein unangenehmes Brummen im Ohr, nachdem der Rechner eingeschaltet wurde und ein paar Minuten lief.

Leistung

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: der Kühlleistung. Dabei vergleiche ich zum einen den bequiet PureRock (mit Thermal Grizzly Kryonaut) mit dem Eisbären, einmal mit der mitgelieferten WLP und dann noch einmal mit der Kryonaut. Die Temperaturen werden dabei mittels CoreTemp
aufgenommen und da die Zimmertemperatur an den verschiedenen Tagen nicht gleich war habe ich die Werte auf eine Zimmertemperatur von 20°C umgerechnet.
Als Testreihen dienen dabei zum einen die idle-Temperatur, ohne dass andere Programme liefen,
zum zweiten Alltagswendungen mit Firefox und leichten Spielen und abschließend zwei Reihen
unter Vollast, einmal ein synthetischer CPU Burner von Furmark und das Blender Classroom-
Benchmark. Hierbei habe ich bewusst auf Übertaktung verzichtet um besser reproduzierbare zahlen geben zu können, der Ryzen lief also mit 3,6GHz. Um euch nicht unnötig zu langweilen findet ihr die exakten Zahlen im Forum, aber ich will hier die kurze Zusammenfassung geben: Der Eisbaer lieferte Idletemperaturen von 23°C, normale Temperaturen von 28°C und Temperaturen unter
Vollast von 48°C. Verglichen mit den 27°C, 34°C bzw. 58°C, die mit Luftkühlung erreicht wurden
zeigt sich hier die eindeutige Stärke des Kühlers. Auch die Mitgelieferte WLP konnte überzeugen,
da sich mit der recht teuren Kryonaut nur schlappe 2°C weniger heraus holen ließen.
Die Zahlen zeigen schön, dass Alphacool sich beim Kühlerdesign hier nicht hat lumpen lassen und durchweg gute Arbeit geleistet hat. Die Temperaturen lassen jede Menge Platz zum Übertakten oder für den Einbau einer stärkeren CPU mit höherer TDP.

Fazit

Nach ca. einer Woche mit dem Alphacool Eisbaer LT240 bin ich gespaltener Meinung. Auf der Für-
Seite liegen eindeutig die (subjektiv) bessere Optik und natürlich die Kühlleistung. Ganze 10°C
unter der an sich schon sehr respektablen Temperatur des bequiet-Luftkühlers sind nicht zu
verachten und machen natürlich Lust auf Mehr um auch das letzte aus dem Prozessor zu kitzeln.
Leider muss ich sagen dass mir zumindest bei meinem Modell die Geräuschkulisse den Spaß etwas verdorben hat, insbesondere, wenn ich sie mit meiner (unhörbaren) Luftkühlung vergleiche. Das Brummen hat mich letztendlich so gestört, dass ich wieder zurück zu meiner alten Luftkühlung gewechselt habe. Schade eigentlich, denn alles in Allem hat mir der Kühler gefallen und die Temperaturen haben mir ursprünglich ein kleines Lächeln ins Gesicht gezaubert. Sofern euch also ein etwas lauterer Lüfter nicht stört oder ihr noch ein paar leisere Lüfter rum liegen habt und ihr nicht gerade das Sharkoon S25-V benutzt kann ich den Kühler doch wärmstens empfehlen. Das gilt besonders, wenn ihr vor habt euer System um eine Grafikkarten Wasserkühlung zu erweitern.
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     am 06.05.2018
Ich habe die Ehre im Rahmen der Aktion von Mindfactory und Alphacool, die Waaserkühlung Eisbear LT 240 testen zu dürfen.
Ich habe das Produkt Kostenlos bekommen, was aber keine Auswirkungen auf mein Urteil haben wird.

Vorweg erst einmal mein PC in den das Produkt eingebaut wurde.
Motherboard: Asus Prime X370-Pro
Arbeitsspeicher: 2x 8GB - G.Skill Flare DDR4 3200
Festplatte 250GB Samsung Evo 960 M.2
Prozessor: AMD Ryzen 7 1700 bei 3000 MGHz
Netzteil: 600 Watt be quiet! Pure Power 80+ Silver
Grafik: Ausus Strix GTX 1070


VERPACKUNG

Ist auf den Ersten Blick schlicht in schwarz gehalten, mit einem Bild der Pumpe und Texten an den Seiten zu diversen Eigenschaften.
Wenn man das Paket dann endlich auf macht, ist alles aufgeräumt und übersichtlich, ich habe direkt alles gefunden und musste nicht im Karton herumwühlen.
Der Kühler ist vormontiert nur die Lüfter, die mit im Lieferumfang mit dabei sind die muss man nur noch, je nachdem wie sie montiert werden sollen anbringen, dies geht von beiden Seiten.
Ansonsten ist noch alles was sonst benötigt wird ordentlich in Tüten verpackt. Dabei sind Verschiedene Backplates die passenden Schrauben. Verschiedene Backplates daher, weil man das Produkt für AMD als auch für Intel Benutzten kann. Für die Lüfter ist sogar ein PWM-Y Adapter dabei so das ich auch bei mir alle Lüfter anschließen konnte da ich so schon 4 Stück habe und die beiden mit gelieferten sonst hätte nicht anschließen können.

DIE VERARBEITUNG
Ich habe mir alles genau angeschaut und hab nichts bewegendes erwarten und bin aber auch nicht enttäuscht alles in allem sieht das Produkt recht Wertig aus. Alles ist sehr schlicht gehalten in schwarz, die Pumpe hat von Oben eine Aluminiumplatte mit dem Logo der Firma. Die Schläuche haben einen Knick-Schutz. Der Radiator ist aus Kupfer was wenn ich mich so belese nicht unbedingt üblich ist, weil sonst eher Legierungen zusammen mit Kupfer benutzt werden.
Der eine Schlauch ist an einer Stelle zum Trennen vorbereiten was ein Erweitern des Systems ermöglicht. Ich habe es nicht probiert aber dafür wirkt es recht einfach da man immer einen roten und einen blauen Anschluss mit einander verbinden muss.
Erstaunt bin ich auch über die Größe des Systems, es recht kompakt und die Leitungen sind ausreichend.


DER EINBAU

Der Einbau war aufwendig aber nicht kompliziert, das lag daran das ich das Mainboard ausbauen musste, weil sich die Backplate sonst nicht an Ort und Stelle hält zum Befestigen, was bei mir etwas komplizierter ist da ich kein normales Gehäuse habe, sondern es in ein Möbelstück eingebaut habe.
Angefangen habe ich mit den Adaptern für den Jeweiligen Prozessor, diese zwei Teile muss man von oben und unten zusammen schieben bis sie einrasten, was etwas kraft benötigt, also nicht zimperlich sein das muss so, da es danach Bombenfest sitzt und nur mit zu Hilfe nahme eines Schraubenziehers oder ähnlichen wieder auseinander ginge.
Dann sucht man sich die Passenden vier Schrauben raus, die man vorher noch mit den jeweiligen Unterlegscheiben und Muttern kombiniert und an der Pumpe befestigt. Als nächstes kommt erstmal der alte AMD Lüfter ab samt alter Wärmeleitpaste, worauf dann gleich neue rauf kommt die auch im Lieferumfang mit dabei ist. Einfach mit der Spritze auf dem Prozessor verteilen mit einem Gegenstand vorsichtig glatt verteilen um dann die Pumpe vorsichtig drauf zusetzten. Achtung, mir ist sofort aufgefallen das, wenn man die Pumpe mit dem Schriftzug richtig herum montiert es sein kann das RAM-Slots Verdeckt werden können oder es zumindest knapp werden kann. Mich hat es nicht gestört aber für die die auf Optik achten eventuell ein Knackpunkt.
Dann wurde es etwas fummelig da die Platte an der Pumpe universell ist sind die Schraublöcher länglich um die Schrauben entsprechen anzupassen. Diese müssen dann mit einer Mutter von unten festgestellt werden da sonst die Schrauben locker sind. Wenn das getan ist kann man einfach alle vier Festziehen, wichtig immer über Kreuz damit sich nichts verkantet oder schief aufliegt. Sehr positiv, man kann es nicht zu fest an ziehen da die Schrauben nur bis zu einen bestimmten grad ein Gewinde haben. Das war bei dem Original Kühler nicht so, da hatte ich nicht das Gefühl wann Schluss war.
Den Rest dann musste ich erstmal improvisieren, da ich wie schon geschrieben kein normales Gehäuse habe. Aber wenn ich der Anleitung nach gehe, die nebenbei gemerkt sehr übersichtlich und einfach ist, ist Montage in einem Gehäuse einfach mit den beiliegenden Schrauben einfach am entsprechenden Platz.


DIE TEMPERATUR UND LEISTUNG

Da ich schon in der Bewerbung erwähnt habe das ich kein Experte bin und mir vor meinem Kauf des PC´s letztes Jahr alles selbst angelesen habe und danach die Teile zusammengestellt habe, ist der Test eventuell etwas laienhaft. Aber ich habe mein Bestes gegeben.
Als Test habe ich einmal vorher mit dem alten AMD Lüfter des Ryzen 7 1700 und dann nach mit dem Eisbear.
Jeweils im Idlebetrieb und dann in GTA 5 mit MODs wie Natural Vision. Die Werte habe ich mit dem Ryzen Master Programm ausgelesen. Zimmertemperatur lag bei 20°C.
Im BIOS habe ich auch Werte ausgelesen
BIOS mit AMD Lüfter
Ich habe den PC jeweils 5min laufen lassen ohne ein weiteres Programm. Gemessen wurde 35-38°C dabei drehten die Lüfter ca. 1000-1100 U/min
BIOS mit Eisbear LT 240
Und da habe ich echt gestaunt, es wurden mir 22-24°C angezeigt, dabei machte die Pumpe ca. 2000 U/Min und die Lüfter 700-750 U/min. Mehr als 10°C unterschied im Leerlauf hätte ich nicht erwartet, erstaunlich.
Bei GTA 5 habe ich diverse Mods aktiviert die die Grafik verbessern und versucht für beide Tests gleiche Bedingungen zu schaffen.
GTA 5 mit AMD Lüfter
Temperaturen zwischen 65-70°C wurden angezeigt, bei Drehzahlen der Pumpe von ca. 2450 U/min und der Lüfter ca. 1350 U/min.
GTA 5 mit Eisbear LT 240
Temperaturen zwischen 50-55°C wurden angezeigt, bei Drehzahlen der Pumpe von ca. 2200 U/min und der Lüfter ca. 1200 U/min.
Anhand der Datenblätter geht da noch mehr, Luft ist noch da, da die Pumpe bis 2600 und die mitgelieferten Lüfter 1700 U/min. Der nächste Schritt wäre für mich ans Übertakten der CPU zu machen, da ich davon bisher keine Ahnung habe lasse ich diesen Punkt in meinem Test weg.


DIE LAUTSTÄRKE

Das erste was mir auffiel als ich den PC das erste Mal gestartet hatte war, dass er leiser ist und nur ein leises Suren der Pumpe zu hören ist. Der AMD Lüfter ist wesentlich lauter gewesen.


FAZIT

Ich bin überrascht was man für das Geld bekommt! Als ich mich vor meinem Kauf der Teile mit dem Thema beschäftigt hatte war kurz Wasserkühlung ein Thema aber so richtig getraut hatte ich mich nicht. Also an alle die keine Ahnung habe und sich nicht so recht Trauen können zu greifen. Das Modell LT 240 ist nicht das kleinste, es gibt noch das LT 120 und größer LT 360.
Aktuell liegt der 240er bei ca. 90,-, was wie ich finde angemessen ist Anhand der Ergebnisse, die ICH erzielt habe. Einen Richtigen verglich mit anderen kann ich nicht schließen.
Der Test hat mir eine Menge Spaß gemacht gerne wieder!
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     am 02.05.2018
Kurz vorweg: Die Geschichte von Wasserkühlungen für den PC beobachte ich seit zig Jahren durch Berichte in PC-Zeitschriften, Hardwareforen und Webseiten schon von Anfang an.
Die ersten Versuche mit Aquariumpumpen von Eheim und entsprechenden Schläuchen, Radiatoren aus dem Klimasektor usw.
Dann die ersten Hersteller, die auf dem Zug aufsprangen mit entsprechendem Zubehör.
Danach die ersten All-in-Ones und heute die ganze Entwicklung mit RGB-Geblinke, Hardtubes etc.
Interessant war es für mich immer, nur sah ich bei mir nie eine Notwendigkeit, mir selber eine zuzulegen.
Jetzt aber habe ich die Möglichkeit bekommen,im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory die AiO Wasserkühlung ALPHACOOL Eisbaer LT 240 testen zu können.

Verpackung

Die Verpackung selber macht schon mal Freude. Zu gut 90% aus recyclebarer Pappe, lediglich die einzelnen Komponenten sind in dünnen Folientüten verpackt und eine dünne Lage Schaumstoff zum Schutz obendrauf.
Alles übersichtlich und stoßsicher verstaut.
Auf nervige Blisterverpackung wird komplett verzichtet.

Verarbeitung und Design

Das ganze Set macht einen sehr wertigen Eindruck. Bis auf die Schriftzüge und der Kühlerbodenboden komplett in schwarz gehalten, saubere Spaltmaße, keine verbogenen Lamellen.
Ebenso sämtliche Befestigungsteile der verschiedenen Sockeltypen, Schrauben, Scheiben und Federn.
Lediglich der innere Teil der Lamellen des Radiators hat wenig Farbe abbekommen und man sieht das Kupfer durchscheinen.
Der massive Kupferboden der Pumpeneinheit macht echt Respekt.

Anleitung

Die farbig bebilderte Anleitung in Englisch, Französisch und Deutsch ist zwar knapp, aber völlig ausreichend verständlich.

Testsystem

Mein Testsystem besteht aus einem Be Quiet! Dark Base 900, einem AMD Ryzen R5 1600+ mit 95 Watt TDP und einem Asus Prime B350 Plus.
Das Gehäuse selber ist vergleichsweise riesig und hat die Möglichkeit, an 4 Plätzen Radiatoren bis zu 420mm aufzunehmen.
Am sinnigsten für den Eisbaer LT 240 wäre ein Einbau unter dem Dach, aber dafür müsste ich das Mainboard um ein paar Zentimeter nach unten versetzen,
und da ich die nächsten Tage ein Dark Base 900 Pro "White Edition" bekomme und eh alles umbauen muss, spare ich mir die Arbeit und setze die Radiatoreinheit in die Front.
Dort wird die erwärmte Luft zwar in das Gehäuse gepustet, ich hoffe aber, das es nicht allzuviel ausmacht.

Einbau

Der Einbau des Radiators ging recht problemlos von statten. Die beiden 140er Gehäuselüfter entfernen, den Radiator innen so lange verschieben, bis das Lochbild passt.
Die Lüfter von aussen durch die Befestigungslöcher mit den entsprechenden Schrauben gegenschrauben, fertig.
Interessanterweise ist genau diese Variante in der Anleitung nicht beschrieben, mein Gehäuse und ich sind da aber flexibel.
Als praktizierender Maschinenbauer möchte ich aber die Qualität der Gewindebohrungen und der Schrauben als etwas grenzwertig bemängeln.
Beide Gewinde laufen nicht 100%ig sauber und leicht schwergängig. Das fällt aber vermutlich den meisten PC Schraubern gar nicht auf.

Der Einbau des Kühlers war da schon etwas spezieller. Ich habe es tatsächlich geschafft, die beiden zusammenschiebbaren Halterungen zuerst um 90° verkehrt zu montieren.
Da diese durch ihre Form einrasten, musste schon ein kleiner Schlitzschraubendreher als Hebel und leichte Gewalt kommen, um die Verbindung zu lösen.
Beim zweiten Versuch passte es dann, die Halterung hat mir den ersten Fehlversuch auch nicht krumgenommen.
Die lose Backplate des AM4 Sockels störte mich schon beim ersten zusammenbau meines Rechners, jetzt mit dem Wasserkühler und den relativ steifen Schläuchen hintendran noch viel mehr.
Letztere reichen bei meinem relativ großen Gehäuse gerade mal so bis zum Sockel, ansonsten hätte ich die Lüfter doch wieder umbauen müssen auf die Innenseite, um noch wenige Zentimeter herauszukitzeln.
Durch drehen, schieben und fummeln saß der Sockel dann doch perfekt.
Jetzt kamen die Kabelprobleme: Die beiden Anschlussleitungen der Eiswindlüfter waren trotz Y-Adapter viel zu kurz, um bis zum CPU-Fan Anschluss zu kommen.
Aber der gute PC Schrauber hat immer eine PWM-Verlängerung im Haus.
Ich war mir völlig sicher, das mein Prime B350 Plus einen Pumpenanschluss hat, dementsprechen muss ich doof geguckt haben, als ich den doch nicht fand.
Aber ich hatte noch einen 4 Pin Gehäuselüfteranschluss frei, nach kurzer Nachfrage in einem Forum habe ich den dann für die Pumpe genommen, im BIOS dann entsprechend auf DC Mode gestellt.

Testlauf

Rechner gestartet, zuerst in das BIOS/UEFI und die Funktionen getestet. Drehzahl der Lüfter und der Pumpe werden angezeigt, Temperatur auch OK.
Bei geöffnetem Gehäuse sind die Lüfter und vor allem die Pumpe zwar leise, aber unverkennbar zu hören. Einen Wasseraustritt kann ich nicht feststellen.
Also Gehäuse zu, Windows wird gestartet.

Mit meinem vorherigem sehr leisem Noctua NH-U12S SE AM4 Luftkühler hatte ich nach 45 Minuten Vollast unter Prime95 Torture Test eine CPU Temperatur von 59° Celsius.
Ausgelesen wird mit CPUID HWMonitor.

Mal sehen wie sich der LT240 schlägt.

Im Idle nach etwa 10 Minuten Windows im Leerklauf: 35° C
Pumpe macht 2024 U/min
Lüfter machen 834 U/Min

Nach 50 Minuten Prime95 Torture Test: 56° Celsius
Pumpe macht 2490 U/min
Lüfter machen 1275 U/Min

Nach den Datenblättern kann die Pumpe bis 2600 U/Min, die Lüfter bis 1700 U/Min. Der Eisbaer LT240 hat bei mir also noch etwas Luft nach oben.
Dafür sind beide bei Vollast auch bei geschlossenem Gehäuse gut zu hören, zumindestens für meine Ohren, interessanterweise wurde die Pumpe gegen Ende der Torturphase trotz gleichbleibender Drehzahl wieder etwas leiser.
Vibrationen der Pumpe wie in diversen Forenpostings berichtet konnte ich nicht feststellen, das Geräusch war eher wie ein schnurren.
Im normalen Windowsbetrieb ist der Rechner auch nicht lauter wie vorher mit reiner Luftkühlung.

Mein Fazit:

Da dies meiner erste Wasserkühlung überhaupt ist, habe ich keine Vergleichsmöglichkeit.
Trotzdem hat der Einbau Spaß gemacht, im Prinzip läuft das gute Stück bestens. Soo schlecht wie in diversen Foren behauptet sind diese Eiswindlüfter nicht, werde sie bei Gelegenheit aber wohl doch austauschen.
Auch die Erweiterungsmöglichkeit mit den Schnellkuplungen ist eine schöne Sache, vielleicht komme ich ja wirklich noch mal auf den Geschmack.
Für mich hat die AiO Wasserkühlung ALPHACOOL Eisbaer LT 240 eine klare Kaufemfehlung.
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     am 01.05.2018
Im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory habe ich die Möglichkeit bekommen, das ALPHACOOL Eisbaer LT 240 testen zu können. Ich habe dabei das Produkt kostenlos erhalten, was jedoch keine Auswirkung auf mein endgültiges Urteil hat.

VERPACKUNG
Die äußere Verpackung ist recht schlicht gehalten und wirkt geradezu unscheinbar. Außerdem wurden auf keiner Seite Werbetexte gedruckt.


Nach dem Öffnen findet man dann als erstes die Einbauanleitung, und nach dem Entfernen der Schaumstoffabdeckung findet man dann das eigentliche Kühlsystem, welches AiO-typisch bereits vormontiert ist, ebenfalls sehr schlicht und zweckmäßig verpackt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um den Radiator selbst, den Kühlblock, zwei 120mm-Lüfter und dem Zubehörbeutel, welcher einen PWM-Y-Adapter und die nötigen Schrauben und Backplates für den Einbau auf AM4 und Intel-Mainboards beinhaltet.



VERARBEITUNG
Auf den ersten Blick wirkten alle Komponenten ziemlich hochwertig und stabil. Das Design des Radiators und des Kühlblocks sprechen eine sehr schlichte, allerdings hochwertige Sprache. Dazu passt, dass alle Teile der AiO aus Kupfer gefertigt wurden und nicht wie üblich aus einer Kupfer/Aluminium-Kombination, die anfällig für Korrosion ist. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass echte Metallfittings verbaut wurden, was alles andere als üblich in dieser Preisklasse ist. Andere Modelle, die teilweise teurer sind, setzen da auf weniger haltbares Plastik. Die Kabel sind wiederum nicht wie üblich vollummantelt, sondern werden von einem schwarzen Draht umwickelt. Ob dies auf die Lebensdauer geht, kann man noch nicht sagen, allerdings wirkt es so, was ein wenig die gefühlte Verarbeitungsqualität drückt. Ebenso ist in der Mitte eines Schlauchs ein Schnellverschluss für Erweiterungen platziert (dazu hinten mehr), was ein wenig deplatziert wirkt, ansonsten aber nicht billig oder schlecht verarbeitet wirkt. Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die Backplate lediglich aus Hartplastik bestand und damit auf mich einen eher instabilen Eindruck machte. Keines der Teile verfügt über RGB-Beleuchtung. Die Bauteile sind recht kompakt gehalten, womit das System auch für kleinere Gehäuse interessant ist.

EINBAU
Der Einbau erwies sich für mich zunächst als schwieriger heraus als ich es erwartet hätte. Ich musste den Kühlblock außerhalb des Mainboards montieren, da mir sonst die Backplate herausgesprungen wäre und ich sie somit manuell festhalten musste. Da dabei auch der Radiator befestigt ist und ich das alles gleichzeitig unbeschadet in mein bereits geräumiges Gehäuse packen musste, wurde der Einbau zu einer größeren Schwierigkeit. Allerdings möchte ich nicht mit Gewissheit sagen, dass das ein Problem des Produkts ist, da ich selber kein erfahrener PC-Bauer bin. Abschließend musste ich feststellen, dass, wenn ich den Kühlblock mit korrekt ausgerichtetem Schriftzug montiere, der erste RAM-Slot teilweise blockiert wird. Schmaler Value-RAM passt dann zwar noch, aber wenn man RAM mit Kühlkörpern einbauen will, ist dies nicht möglich. Wenn man den Kühler jedoch anders ausrichtet, lässt sich das vermeiden. Die Anleitung zum Bau hingegen ist sehr einsteigerfreundlich und ihr war durch aussagekräftige Bebilderung auch leicht zu folgen. Ebenfalls positiv zu vermerken ist, dass die Anleitung für alle Intel-Sockel und alle AMD-Sockel der letzten zehn Jahre vorhanden ist.


TEMPERATUREN
Kommen wir nun zur Hauptaufgabe einer jeden (Wasser-)Kühlung: Der Temperaturen. Dabei habe ich mich für folgende Szenarien entschieden: Idlebetrieb, wo ausschließlich der Windows-Desktop und keine Programme außer HWMonitor geöffnet sind, Gamingbetrieb mit F1 2015 im Benchmarkmodus auf 720p; Die Wahl fiel darauf, da dieses Spiel alle sechs Kerne meines Intel Core i7-8700k auslasten kann, und künstliche Volllast, um die Kühllimits zu finden. Dafür verwende ich den Stabilitätstest von Aida64 Extreme. Aus Vergleichsgründen habe ich auch hier den Cryorig R1 Universal zurate gezogen, da dieser ein vergleichbar starker Luftkühler mit ähnlichem Preis ist (75¤ vs. 90¤). Dabei stellte sich heraus, dass die Wasserkühlung in den meisten Tests ca. 5 Grad kühler ist, was zuerst nach nicht viel klingt, allerdings gab es deutlich weniger Schwankungen in den Spitzentemperaturen; diese waren z.B. beim Gaming 10 Grad kühler als beim Cryorig.
Interessanter wird es beim Test mit einer schnellen Übertaktung auf 4,9 GHz. Weiterhin ist der Eisbaer im Idle kühler, allerdings in einem erwartbaren Rahmen. Was mich erstaunt hat ist die Temperatur beim Gaming, wo er nahezu die gleichen Werte erreicht wie der Cryorig bei Standardtakt, lediglich die Spitzentemperaturen sind etwas höher. Beide Kühler sind jedoch bei Volllast sichtlich überfordert; beide Kühllösungen sind nahezu gleich warm und teilen die gleichen, enorm hohen Spitzentemperaturen von 92°C. Um fair zu bleiben muss man aber sagen, dass beide Kühler die CPU in beiden Lagen ausreichend genug kühlen, ohne das sogenanntes Thermal Throttling auftritt, in welchem die CPU zum Selbstschutz runtergetaktet wird.
(Anmerkung: Ich bin kein OC-Experte, daher kann es möglich sein, dass man bessere Kühlergebnisse mit anderen Einstellungen/Boards/CPUs erhält. Deshalb sind die OC-Temperaturwerte eher als Richtwert zu verstehen.)

LAUTSTÄRKE
Im Vergleich zum Cryorig R1 Universal, meinem bisherigen Luftkühler, fällt auf, dass die Pumpe bei 12V ein nicht sonderlich lautes, aber hochfrequentes Geräusch macht, was störend sein kann. Man kann allerdings ohne nennenswerte Temperatureinbußen über das BIOS die Spannung auf 7V setzen und hat somit ein auch unter hoher Last recht leises System. Was auch noch auffällt, ist, dass die 120mm-Lüfter leicht sirren. Auch das ist nahezu nicht zu hören, aber definitiv wahrnehmbar für empfindliche Personen. Vibrationen treten keine auf, auch unter maximaler Last nicht. Im Vergleich zu einem vergleichbar starken Luftkühler ist der Eisbaer LT 240 grade unter hoher Last allerdings merklich ruhiger. Spätestens mit Kopfhörern hört man allerdings sicher nichts mehr.

EXTRAS
Das Eisbaer ist modular, was ziemlich ungewöhnlich für eine AiO-Kühllösung dieser Preisklasse ist. Dabei lassen sich u.a. ein GPU-Kühlblock und weitere Radiatoren nachrüsten, vorausgesetzt, diese stammen ebenfalls aus der Eisbaer-Serie von ALPHACOOL und verfügen über das EisbaerReady-Siegel. Mangels kompatibler Produkte habe ich dieses Feature nicht getestet, erachte es jedoch durchaus erwähnenswert.
Alphacool bietet laut Webseite leider nur die standardmäßigen zwei Jahre Gewährleistung, zumindest konnte ich dem Lieferumfang nichts Anderslautendes entnehmen. Da andere Hersteller wie z.B. Corsair auf deren Wasserkühlungen 5 Jahre bieten, erscheint das als recht wenig. Angesichts der Verarbeitungsqualität sollte man sich allerdings keine Gedanken machen.

FAZIT
Im Allgemeinen liefert der ALPHACOOL Eisbaer LT 240 eine gute Figur ab. Für ca. 90¤ bekommt man hier eine ordentlich verarbeitete, gutaussehende, und mit kleinen BIOS-Tweaks auch eher leise Kühlung in allen Situationen. Dabei zeigt sie sich als durchweg besserer Kühler als ein vergleichbarer Luftkühler. Erst beim stärkeren Overclocking muss er sich wie das Pendant mit Luft geschlagen geben. Ein Nachteil ist allerdings der Einbau, welcher sich als eher schwierig erweist und die Pumpe, die bei üblichen Standardeinstellung relativ laut erscheint. Die Backplate hätte meiner Meinung nach auch aus Metall sein können, da das Hartplastik einen recht großen Fleck auf der sonst so weißen Weste in Sachen Verarbeitungsqualität hinterlässt. Im Gesamtpaket sind das jedoch eher Kleinigkeiten, die man entweder mit Geschick und/oder mit den passenden Einstellungen beseitigen kann. Daher spreche ich eine klare Empfehlung aus und vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.
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