Produkttester
Auch ich bin einer der glücklichen Gewinner der Mindfactory Testers Keepers Aktion. Für den Erhalt des ASUS STRIX Z270F Gaming Mainboards möchte ich mich an dieser Stelle bei Mindfactory und ASUS bedanken. Meine Bewertung wird dennoch keinen Einfluss darauf haben.
Ebenfalls möchte ich an dieser Stelle auch einmal ein Lob an Mindfactory zum Ausdruck bringen. Die Lieferung erfolgte, wie nicht anders von Mindfactory gewohnt, schnell und unkompliziert. Ich habe bereits häufig bei Mindfactory gekauft und mehrfach im Freundes- und Bekanntenkreis weiterempfohlen. Bisher bin ich nie enttäuscht worden. Der Kundenservice ist top, im Freundeskreis gab es einen Garantiefall, der perfekt abgewickelt worden ist. Im Preis-/Leistungsvergleich ist Mindfactory immer oben auf. Das alles sind Gründe dafür, warum ich meine Hardware am liebsten bei Mindfactory kaufe. Macht weiter so! Das musste ich einfach mal los werden.. ;-)
Mein Testsystem habe ich mit folgenden Hardware-Komponenten bestückt und in nachfolgender Umgebung betrieben:
### System ###
Mainboard: ASUS STRIX Z270F Gaming
Prozessor: Intel i7 6700k
CPU Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 3
RAM: 32 GB Crucial Ballistix Sport LT DDR4 2400 Mhz (4x8 GB Module)
Festplatte: Samsung SSD 950 Pro 512 GB (M.2)
Grafikkarte: Sapphire Nitro+ Radeon RX 480 4 GB
Netzteil: be quiet! Straight Power E9 CM Modular
Gehäuse: Cooler Master Cosmos 1000 Pure Black
### Externe Speicher ###
Intenso Festplatte USB 3.0 (2 TB)
NAS: Qnap TS-453a mit 4x2 TB WD red
### Sound-Test ###
Soundtest am optischen Ausgang: 5.1 Teufel-Boxen mit Yamaha-Receiver
Soundtest an Klinken-Ausgänge: Magnat LZR 980 (Kopfhörer) und Logitech 5.1 Soundsystem
### Software ###
Windows 10
AIDA64 Extreme (Trial Version)
Adobe Creative Cloud 2017 (PS/AE inkl.C4d Lite)
GTA 5 (Benchmark-Test)
Counter Strike Source (Latenz-Test)
### Sonstiges ###
Wärmeleitpaste: Artic MX-2
Internet-Zugang: Unitymedia 120 Mbit/s DL und 6 Mbit/s UL
### Verarbeitung ###
Die Verarbeitung ist top. Ich habe von ASUS auch nichts anderes erwartet. Was ich positiv erwähnen möchte, dass sich das Mainboard von der Passgenauigkeit bezüglich der Bohrlöcher perfekt in das Gehäuse einsetzen ließ.
### Montage ###
Die Montage der Hardware ging leicht von der Hand und war in wenigen Arbeitsschritten vollzogen:
1) CPU eingesetzt
2) SSD M.2 eingesetzt und mit der beiligenden Schraube fixiert
3) RAM-Module eingesetzt *(siehe Kritik "Herausnehmen der RAM-Module")
4) Einen kleinen Punkt Wärmeleitpaste mittig auf die CPU aufgetragen
5) CPU-Kühler mit Hilfe der Backplate und 4 Schrauben montiert und angeschlossen
6) Kabel für die Spannungsversorung der CPU (8Pin EATX12V Stecker) eingesteckt (Tipp: Solltet ihr ein Netzteil mit Kabelmanagement besitzen, würde ich empfehlen das Kabel für die Spannungsversorung der CPU (8Pin EATX12V Stecker), bereits vor dem Einbau des Mainboards in das Gehäuse, auf dem Mainboard anzubringen. Das erspart euch Gefummel zwischen den Passivkühlern.)
7) I/O-Shield in das Gehäuse eingesetzt
8) Das Mainboard in das Gehäuse eingelassen und vorsichtig, ohne die Abstandshalter zu berühren in Position gebracht (Tipp: Das Mainboard leicht schräg zum I/O-Shield führen und die Klinken-Ausgänge des I/O-Panels in die Aussparung des I/O-Shields einführen und das Mainboard langsam ablassen, dann sollte alles andere auch passen.)
9) Das Mainboard mit 9 leicht angezogenen Schrauben fixiert
10) Netzteil und Gehäuse-Kabel** sowie den DVD-Brenner an das Mainboard angeschlossen - FERTIG.
* Das Herausnehmen der RAM-Module.
Früher waren die Klicksysteme der Speicherbänke noch auf beiden Seiten beweglich, so das die RAM-Module ohne große Mühe vom Board gelöst werden konnten. Die neuen Boards haben nun leider nur einen beweglichen "Hebel" zum Lösen der Module. Das finde ich persönlich sehr schade, da die Entnahme wegen des "strammen Sitzes" nun mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist.
** Fehlender Adapter für Gehäuse-Kabel
Was mir persönlich an diesem Mainboard fehlt ist ein Adapter für die Gehäuse Schalter und LEDs. Das ist in meinen Augen nur Pfennig-Artikel, den ich in dieser Preisklasse durchaus als Standard erwarten würde. Mit diesen Adaptern lassen sich die Gehäuse-Kabel ohne große Mühe außerhalb des Gehäuses bequem anbringen, so dass nur einen "großen Stecker" auf das Mainboard schieben muss.
### Leistung und BIOS ###
Für mich kommt das manuelle Übertakten der Hardware-Komponenten nicht in Frage. Das automatische Übertakten des im BIOS angebotenen Features hat mir eine Leistungssteigerung von 7% eingebracht. Das BIOS ist klar und übersichtlich Strukturiert und lässt keine Wünsche offen. Mein System bootet Windows 10 in ca. 30 Sekunden bis es komplett geladen ist. Leider dauert der
Bootvorgang mit einer M.2 SSD immer noch länger als mit einer SATA SSD. Hier besteht noch Optimierungsbedarf.
### Preis-/Leistungsverhältnis ###
Der derzeitige Preis von ca. 180¤ ist für das was man bekommt gerechtfertigt.
### Haltbarkeit ###
Über die Haltbarkeit mag ich mir nach einem Testzeitraum von 2 Wochen kein Urteil erlauben. Es macht jedoch einen sehr soliden Eindruck | ASUS eben. Ich mache mir über die Haltbarkeit nie Gedanken, da meine Hardware nicht länger als 2 Jahre bei mir ist ;-) Allerdings habe ich *toi toi toi*, auch noch nie Probleme mit Hardware-Defekten gehabt. Und ich habe schon sehr viele Rechner gebaut..
### Design ###
Das ASUS STRIX Z270F Gaming ist ein klassisches ATX-Mainboard mit den Maßen 244x305 mm. Es kommt in einem schwarz-grau mattem Design und einem imposanten I/O-Panel Gehäuse daher, welches auf mich sehr ansprechend wirkt. Optisch verschmilzt das I/O-Panel Gehäuse mit dem VRM-Kühlkörper. Die Kühlkörper wirken durch die geborstene Stahloptik sehr edel.
In diesem Panel-Gehäuse ist die Platine der LED-Leiste des Aura-Sync integriert. Das Lichtspiel der Aura-Sync gefällt mir ebenfalls sehr gut. Ich bin eigentlich eher der Silent-Freak, der bisher keinen Wert auf Modding gelegt hat. Mit einem be quiet! Dark Base Pro 900 würde sich ja beides problemlos realisieren lassen. Also beim nächsten Aktionspreis bin ich dabei ;-)
Das Layout des Mainboards ist im Großen und Ganzen gut. Was mir sehr gut gefallen hat, sind die vielen Lüfteranschlüsse (5 Stück + 2 für die CPU), welche genau da angeordnet sind, wo ich sie erwarten würde.
ASUS spendierte dem Mainboard zwei der drei PCIe 3.0/2.0 x16 / x8 Steckplätzen einen SafeSlot,
die mit verstärktem Metall und zusätzlichen Lötstellen besonders robust sein sollen. Für meine Grafikkarte habe ich den PCIE X16/X8 1 verwendet und kann bestätigen, dass die Grafikkarte einen sicheren Halt gehabt hat.
Es sind zwei M.2 Steckplätze vorhanden, wobei mir der Steckplatz M.2 2 definitiv zu nah (ca. 2-3 mm) am Lösehebel des PCIE X16/X8 1 Steckplatzes platziert worden ist. In meinem Fall habe ich diesen M.2 Steckplatz verwendet. Bei Verwendung eines großen CPU-Kühlers und eingesetzter Grafikkarte ist es extrem schwierig die Grafikkarte aus dem SafeSlot zu lösen. Das ist auch der größte Kritikpunkt, den ich zu vermelden habe!
Sofern vorhanden, stünden für die GPU des Prozessors die drei gängigen digitalen Monitor-Anschlussmöglichkeiten via DVI-D, HDMI und Display-Port zur Verfügung. Für den Anschluss externer Geräte stehen 4 x USB 3.0, 1 x USB 3.1 Type-A und 1x USB 3.1 Type-C zur Verfügung.
Weitere USB2.0-Ports lassen sich jedoch durch die Direktverbindung auf dem Mainboard via Slotblende, PC-Gehäuse o.ä. einbinden. Das Mainboard besitzt 6 SATA Steckplätze für den Anschluss von Festplatten und optischen Laufwerken. In meinem Fall brauchte ich lediglich einen für meinen DVD-Brenner, da ich meine Daten via NAS ins Netzwerk stelle und somit via LAN-Port darauf zugreife.
Wer noch über eine PS/2 Maus oder Tastatur verfügt, kann eines der beiden Geräte am PS/2 Anschluss verwenden. Der Intel Gigabit-Ethernet-Anschluss ermöglicht einen schnellen Datentransfer, sehr kurze Latenz-Zeiten bei CS:S von 8 (!) - beste Latenz-Zeit auf dem Server, wozu aber auch die 120er Leitung seinen Teil zu beiträgt.
Der wirklich bemerkenswerte Sound findet seinen Weg über den optischen S/PDIF Ausgang ins Freie, oder besser gesagt in meinen Yamaha-Receiver. In Kombination mit unseren Teufel-Boxen ist das schon ganz großes Kino von ASUS, was mit der SupremeFX-Audio-Technologie gelungen ist.
Aber auch die Nutzung der analoges Audio-Ports kann sich hören lassen. Hier gibt es definitiv nichts zu meckern.
### Fazit ###
Ein solides Mittelklasse Board, welches trotz einiger kleinen Kritikpunkte dennoch überzeugt. Im Endeffekt kommt es bei einem Mainboard auf Stabilität und Leistung an und diese sind auf jeden Fall gegeben. Somit würde einer Empfehlung meinerseits nichts im Wege stehen.