Produkttester
ROCKSTABLE Stonecliff Test I Testers Keepers
--Vorwort--
Ich durfte das Rockstable Stonecliff Case im Rahmen der Testers-Keepers-Aktion von Mindfactory für meinen ersten richtigen Produkttest mal von Kopf bis Fuß auseinandernehmen und natürlich auch zusammenbauen.
Vorab: Ich werde die Bewertung unabhängig davon abgeben, dass ich dieses Case kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen habe. Kurz gesagt, ich habe mich nicht davon beeinflussen lassen.
--Erster Eindruck--
Das Gehäuse kam, ähnlich wie man es auch von anderen Gehäusen kennt, verpackt in Styropor und aufgrund der Glasscheiben mit entsprechenden Schutzfolien überzogen, an.
Beim Anheben fiel direkt auf, dass es sich trotz der eher breiten Form ziemlich leicht anfühlte, aber die Verarbeitung des Gehäuses dennoch stabil wirkt.
Der erste Eindruck ist erstmal positiv.
--Design--
Das Rockstable Stonecliff Case hat ein schlichtes Design, was man durchaus positiv sehen kann.
Wir haben ein breites Gehäuse, das genug Platz für aktuelle Hardware liefert, da insbesondere GPUs dem Trend nachgehen, bis zu 40 cm lang zu sein und auch so hoch, dass der herkömmliche Tower je nach Maß an seine Grenzen kommt.
Darüber hinaus darf man das Case nicht auf sein auffälligstes Merkmal beschränken.
Es ist ein breites Gehäuse, das besonders viel Platz für "eigene Ideen" liefert. Das Case bietet genug Platz für kreative Gestaltung von innen.
Aber es sind einige Details, die mir aufgefallen sind, die das Case auch im Nachhinein sehr attraktiv machen:
1. Das Netzteil ist nicht unter einer zweiten Ebene im Case, sondern hinter dem Mainboard. Das mag unspektakulär klingen, macht aber das Cable Management teilweise sehr angenehm, bezogen auf die Kabellänge.
2. Trotz des erwähnten Platzes im Gehäuse nimmt es nicht außergewöhnlich viel Raum ein.
3. Die Fensterfront zieht sich über die Front des Gehäuses hinweg und bietet daher mehr Blick ins Innere. Somit bietet das Gehäuse diverse Möglichkeiten, es von innen zu gestalten, aber trotzdem nicht so viel Platz einzunehmen.
Man muss positiv hervorheben, dass es ein modernes Design hat, das auch in 10 Jahren noch gut aussieht, wenn man es gut behandelt.
Trotzdem muss man durch die breite Fensterfront etwas mehr Mühe ins Cable Management investieren, damit es nicht an allen Ecken herausquillt.
Hier liegt allerdings auch einer der größten Pluspunkte: Es bietet wirklich viel Potenzial für RGB-Beleuchtung und es lohnt sich, etwas mehr Arbeit hineinzustecken.
Ich persönlich finde vor allem die Lüfter am Boden sehr schön, da ich es oft schade finde, dass die Beleuchtung dort durch die Grafikkarte einfach untergeht.
--Verarbeitung--
Zur Verarbeitung kann ich nur sagen: Sehr gut!
Wir haben sehr robuste Materialien, die nicht den Eindruck erwecken, zu brechen, wenn man beim Bau mal etwas grober anfassen muss.
Die hintere Seite ist mit zwei Schrauben befestigt, die man auch wunderbar ohne Schraubenzieher entfernen kann und die Zugang zum Cable Management/Netzteil gewähren.
Die Vorderseite allerdings ist mit einem "Klippverschluss" versehen. Das klappt erstmal sehr gut, jedoch war das erste Öffnen etwas ungewohnt, und ich bin gespannt, wie nachhaltig dieser "Klippverschluss" hält, wenn man ihn häufiger öffnet und schließt. (Ergänzend dazu gesagt: Das ist meine eigene Meinung, und es erweckt nicht den Eindruck, als würde es schnell kaputtgehen.)
Insgesamt ist das Gehäuse wirklich hochwertig verarbeitet, und es fühlt sich gut an, daran zu arbeiten.
Für die noch etwas retro-angehauchten PC-Bauer fehlen natürlich Festplattenkäfige, aber das ist wohl ähnlich wie das CD-Laufwerk nicht mehr zeitgemäß.
--Montage--
Verbaut wurden:
Mainboard: ASUS TUF Gaming Plus B650
Prozessor: AMD Ryzen 7 7800X3D
Grafikkarte: ASUS RX 7800 XT
Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance 2 x 16 GB DDR5 RAM 6200 MHz
Die Montage hat sich als sehr unkompliziert herausgestellt.
Wie bereits erwähnt, ist es schlicht, und das ist hier etwas sehr Gutes!
Es gibt keine fragwürdigen Ecken und Kanten, an denen man sich Gedanken machen muss, wo die Kabel durchgesteckt werden. Es ist genug Platz für Kleinigkeiten wie in meinem Fall einer PWM-Lüftersteuerung, die ich auf der Rückseite zwischen den Kabeln montiert habe.
Wie bei den meisten Gehäusen ist der CPU-Connector für das Netzteilkabel etwas schwer zu erreichen, wenn man den Radiator direkt darüber befestigt oder eventuell einen längeren verwendet als ich.
--Leistung--
Hier möchte ich die Kühlleistung besonders hervorheben.
Ich bemerke, dass ich insgesamt ein leiseres Case habe, obwohl ich mehr Lüfter verbaut habe als vorher.
Das kann am Case liegen, im Verhältnis zu meinem alten Case. Jedoch bemerke ich, dass meine Lüfter seltener die Drehzahl nach oben hin anpassen müssen (PWM-gesteuert).
Eine Besonderheit, die ich leider nicht messen kann, ist, dass das Netzteil direkt hinter dem Mainboard liegt.
Ob das die Temperatur bei hoher Last negativ beeinflusst, ist mit meinen Mitteln nicht zu beurteilen. Jedoch konnte ich auch keine Temperaturspitzen messen, laut HW-Monitor.
--Preis-Leistungs-Verhältnis--
Bei einem Preis von 95€ (zum Zeitpunkt der Bewertung) macht man hier wirklich keine Fehler!
Das Gehäuse ist sehr gut verarbeitet, hat ein schönes, zeitloses Design, punktet mit vielen Designmöglichkeiten und hat genug Platz, um auch künftige Hardwaregenerationen unterzubringen.
Daher empfinde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis als sehr gut!
--Fazit--
Das Rockstable Stonecliff Case ist ein wirklich überzeugendes Gehäuse, das mit Preis-Leistung, Design und viel Platz für sich wirbt.
Ich würde das Gehäuse auch meinen Freunden empfehlen, wenn sie sich kreativ ausleben wollen und die Kühlleistung ein wichtiger Faktor ist.
Wer hier nach einem guten Gehäuse mit wenig Schwächen und viel Potenzial sucht, findet damit genau das Richtige.
Ich freue mich, dass ich an dem Produkttest teilnehmen durfte und hoffe, dass ich einen guten Eindruck von dem Gehäuse liefern konnte.