Produkttester
Das Gehäuse ENDORFY Aquarius 8000 Flex habe ich im Rahmen der Testers-Keepers-Aktion zur Verfügung gestellt bekommen. Auf mein Testurteil hat dies jedoch keinen Einfluss.
Lieferumfang & Design:
Das Gehäuse wird in einer recht großen Verpackung geliefert, die aber letztlich durch die sehr gute Polsterung an allen Seiten zu erklären ist. Der Lieferumfang fällt überschaubar aus, bietet jedoch alles, was für die Montage benötigt wird. Neben Kabelbindern, verschiedenen Schraubentypen und Abstandshülsen, einem Reinigungstuch und einer Kurzbeschreibung, sind bereits vorinstallierte RGB- und Lüftercontrollerboards beigefügt, was die spätere Installation und den Anschluss der Lüfter deutlich erleichtert.
Mit seinem Design kann das Gehäuse voll überzeugen. Insbesondere das gebogene Glaspanel ist ein echter Hingucker und eröffnet in Verbindung mit dem gläsernen Seitenpanel die Möglichkeit seine Hardware zu präsentieren. Durch das üppige Platzangebot entsteht zudem die Möglichkeit umfangreichere bzw. extravagantere PC Builds zu erstellen.
Ausstattung und Aufbau:
Das ENDORFY Aquarius 8000 Flex bietet auf Grund seiner Abmessungen die Möglichkeit alle gängigen Mainboardgrößen inklusive E-ATX zu verbauen. Auch hinsichtlich High Performance Grafikkarten bleiben keine Wünsche offen. Bei einer maximalen GPU-Länge von 450 mm steht genug Platz für sehr große Karten zur Verfügung. Für CPU Lüfter bietet eine maximale Bauhöhe von 179 mm ebenso genug Raum für Hochleistungsluftkühler.
Das Gehäuse wird gänzlich ohne vorinstallierte Lüfter geliefert, und richtet sich daher eher an Anwender, die ihre Kühlung individuell planen möchten. Installierbar sind an der Rückseite ein 120 mm oder 140 mm Lüfter, an der Unterseite drei 120 mm oder 140 mm Lüfter, ebenso an der Oberseite, sowie entweder drei 120 mm oder zwei 140 mm an der Seite. Bedingt durch die Glasfront befinden sich die Frontlüfter an der Seite. Alternativ lassen sich Radiatoren an der Rückseite (120 mm oder 140 mm), an der Oberseite (120/240/280/360/420 mm) und an der Seite (120/240/280/360 mm) installieren. An der Unterseite ist hingegen keine Radiatormontage vorgesehen.
Beim Thema Staubschutz fällt auf, dass lediglich an der Unterseite ein einigermaßen feiner Staubfilter installiert ist, der durch seitliches Herausschieben entfernt werden kann. Beim Reinschieben rastet er in der Endposition sauber ein.
Zwar sind auch das Ober- und das Seitenpanel mit fein perforierten Flächen ausgestattet, verzichten jedoch auf einen zusätzlichen Staubfilter, stattdessen handelt es sich lediglich um eng gesetzte Bohrungen mit geringem Durchmesser. Für gröbere Staubpartikel dürfte dies sicherlich ausreichend sein, wie effektiv jedoch feiner Staub zurückgehalten wird, wird sich erst im Langzeiteinsatz zeigen. Da sich das Gehäuse mit seinem Design aber ohnehin nicht an Nutzer richtet, die ihr System unter dem Tisch platzieren und dann erstmal für Jahre auf Wartung und Pflege verzichten, dürfte dieser Faktor für die Zielgruppe vernachlässigbar sein.
Der Staubfilter an der Unterseite ist jedenfalls feiner, als an Seiten- und Oberpanel.
Positiv fällt die werkzeuglose Demontage der Seiten- und des Oberpanels auf. Hier kommen jeweils Doppel-Dornhalterungen zum Einsatz (zwei Dorne nahe beieinander), wodurch eine sichere, aber eben auch einfach zu lösende Verbindung zustande kommt. Leichtes Spiel bleibt jedoch vorhanden.
Zu beachten ist auch, dass die beiden Seitenteile erst entfernt werden können, wenn das Oberteil entfernt wurde. Dies hängt auf der einen Seite damit zusammen, dass man nur von oben (nach Entfernung des Oberteils) eine Greifmöglichkeit zum Lösen der Seitenteile hat, auf der anderen Seite damit, dass einer der vorher beschriebenen Dorne im Falle des Glaspanels noch einmal durch eine Halterung durchgedrückt werden muss, die mit dem Glaspanel verbunden ist.
Unter dem Oberteil befindet sich noch die Lüfterhalterung, die leider nicht entfernt werden kann. Allerdings kann man durch die drei lüfterbedingt großen Öffnungen auch von der Oberseite in das Gehäuse reingreifen und entsprechende Arbeiten vornehmen.
Die Front ist mit Schrauben befestigt. Deren Entfernung verursacht also etwas mehr Aufwand.
Die Verarbeitung ist tadellos.
Die äußeren Anschlüsse, inklusive Einschaltknopf, befinden sich an der Seite unterhalb vom Glaspanel. Tendenziell eignet sich das Gehäuse also eher zur Platzierung auf, als unter dem Tisch, was natürlich gerade auch in Anbetracht des generellen Designs nicht verwunderlich ist. Der Einschaltknopf ist mit dem Endorfy Logo bedruckt.
Als Anschlüsse gibt es einen USB-C, zwei USB-A und eine 3,5 mm Audiobuchse. Abgerundet wird das Panel durch einen RGB-Mode/Reset Knopf und den vorher erwähnten Einschaltknopf.
Installation:
Das Netzteil kann sowohl von der Seite, als auch von hinten eingeschoben und dort mit dem vorinstallierten Befestigungskranz verschraubt werden.
An der Seite, hinter der Mainboard Aufnahme, lassen sich zwei SSD installieren, unter der Front ist zudem noch Festplattenkäfig installiert, der zwei HDD plus eine SSD aufnehmen kann. Der Käfig selbst lässt sich entfernen, die entsprechenden Schrauben befinden sich an der Unterseite, und werden durch das Entfernen des Staubschutzes sichtbar. Merkwürdig ist, dass nur eine der zwei HDD befestigt werden kann. Die zweite HDD wird einfach oben auf den Festplattenkäfig gelegt. Sofern das Gehäuse nicht bewegt wird, stellt das natürlich keine Einschränkung da, man sollte dies allerdings bedenken, wenn man den Computer transportieren möchte.
An der Unterseite befindet sich eine großflächige Polsterung, wodurch ein sicherer Stand des Gehäuses auf verschiedenen Oberflächen gewährleistet ist und ein eventuelles Abrutschen verhindert wird.
Fazit:
Beim Endorfy Aquarius 8000 Flex handelt es sich um ein solides und durchdachtes Gehäuse. Positiv fallen neben Design, Aufbau und Verarbeitung die 10 installierbaren Lüfter, die Möglichkeit der vertikalen Installation der Grafikkarte, die Unterstützung von Mainboards mit rückseitigen Anschlüssen und die Glasfront mit gebogenen Kanten auf.
Negativ das leichte Spiel des Toppanels und des Einschaltknopfes, sowie die fehlende Möglichkeit eine der HDDs fest zu installieren. Auch der nur bedingt vorhandene Staubschutz ist zu bemängeln, hier wären feine Mesh-Einsätze zumindest an der Seite wünschenswert gewesen.
Alles in allem handelt es sich aber um sehr gutes Gehäuse, welches nur durch wenige, je nach Nutzerbedürfnis vernachlässigbare, Schwächen auffällt.