Produkttester
Bitte überprüfen Sie vor dem ersten Start, ob wirklich alle Kabel montiert sind!
Ich gehöre zu den ausgewählten Personen, die dank Mindfactory und Endorfy die Gelegenheit hatten, diese tolle CPU AIO Wasserkühlung auszuprobieren. Da ich zuvor bereits eine Wasserkühlung hatte, um genau zu sein die "Xilence LiQuRizer LQ240.ARGB", werde ich sie natürlich einbeziehen und vergleichen.
Hier ist schon mal meine Meinung im Voraus:
ENDORFY bietet hier eine absolut zufriedenstellende Wasserkühlung, die meinen PC auch unter hoher Last und den aktuellen Sommertemperaturen gut gekühlt hat. Mit "gut" meine ich, dass die CPU-Temperaturen zwischen 40 und 65 Grad lagen und die Wärme im Gehäuse kaum spürbar war. Allerdings sollte man die Lautstärke der Lüfter unter Last nicht unterschätzen.
+ Die Wasserkühlung ist von hoher Qualität und gut verarbeitet.
+ Die Lüfter sind bereits vorinstalliert und die Kabel sind gut geführt.
+ Die Kühlung sorgt für einen effizienten Luftstrom, besonders für 120mm Lüfter.
- Die Lautstärke der Lüfter unter Last sollte beachtet werden.
- Die Rotoren wirken optisch eher günstig oder minderwertig.
+ Das Design ist ansprechend und verfügt über SRGB-Beleuchtung.
+ Die Wasserkühlung bietet ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung.
Zu mir:
Als Student der Informatik und leidenschaftlicher Gamer stehe ich derzeit vor mehreren anspruchsvollen Universitätsprojekten, die einen überraschend hohen Ressourcenbedarf haben, insbesondere was die CPU-Leistung betrifft. Die Verwendung der Robotersimulationssoftware ROS und der Entwicklungsumgebung Android Studio zur Erstellung von Android-Apps stellen große Herausforderungen dar. Diese Projekte erfordern eine erhebliche Rechenleistung, um effizient zu funktionieren und optimale Ergebnisse zu erzielen. Aufgrund dieser Anforderungen war ich gespannt zu sehen, wie gut die XILENCE Navis F240 AIO-Wasserkühlung meine CPU kühlen würde.
Verpackung/Versand:
Die Verpackung des Produkts verdient besonderes Lob. Schon beim Auspacken wurde deutlich, dass viel Wert auf Qualität und Schutz gelegt wurde. Sie war stabil und gut gepolstert, sodass das Produkt während des Transports sicher geschützt war. Es gab keine Anzeichen von Beschädigungen oder Kratzern, was mir das Vertrauen gab, dass das Produkt in einwandfreiem Zustand bei mir ankam.
Montage:
Die Montage der AIO auf meinem Intel Core i7 10700K mit dem 1200 Sockel und einem Gigabyte Z490 Mainboard war etwas aufwendiger. Ich wollte das Kabelmanagement sauber machen, was zusätzliche Zeit in Anspruch nahm. Zunächst musste ich meine alte Wasserkühlung demontieren, was den Prozess weiter verzögerte. Glücklicherweise hatte ENDORFY bereits die Lüfter auf den Radiator montiert und das Kabelmanagement berücksichtigt. Ich musste lediglich die Verlängerungskabel anschließen und an den entsprechenden Stellen am Mainboard und Netzteil befestigen.
Darüber hinaus wurde 1g Pactum PT-3 Wärmeleitpaste mitgeliefert, die für 2 bis 3 Montagen ausreichen sollte. Das war sehr hilfreich, da ich keine zusätzliche Wärmeleitpaste bestellen musste, als ich meine AIO für Tests gewechselt habe.
Leider habe ich einen Fehler gemacht und vergessen, die Pumpe mit dem Netzteil über das SATA-Kabel zu verbinden. Das habe ich jedoch schnell bemerkt, da die LEDs und Lüfter funktionierten, aber meine CPU-Temperatur extrem hoch war. Nach einer kurzen Fehlersuche konnte ich das Problem beheben.
Ein weiterer Punkt war mein eigener Fehler während des Einbaus. Ich hatte vergessen, Benchmarks meiner alten AIO-Kühlung mit HWMonitor durchzuführen, um einen direkten Vergleich zu haben. Daher musste ich die neue AIO von ENDORFY noch einmal abmontieren und vorübergehend meine alte Kühlung wieder einbauen.
Dieser Umstand erwies sich jedoch als vorteilhaft, da ich dadurch die Gelegenheit hatte, den mitgelieferten Schraubenschlüssel von ENDORFY zu verwenden. Ohne diesen kleinen, aber praktischen Helfer wäre das erneute Abmontieren und Anbringen meiner alten AIO-Kühlung deutlich schwieriger gewesen. Der Schraubenschlüssel ermöglichte eine einfache und schnelle Befestigung der Schrauben, was den gesamten Vorgang deutlich erleichterte.
erster Start:
Der erste Start der AIO hat mich positiv überrascht, besonders die geringe Lautstärke der Pumpe. Ich musste wirklich nah an den Kühlerblock herangehen, um ein leichtes Brummen zu hören. Im Vergleich zu meiner alten AIO, der "Xilence LiQuRizer LQ240.ARGB", war die Pumpe deutlich nerviger und auch durch mein Gehäuse hörbar. Mit der neuen AIO ist das nicht mehr der Fall.
Die LED-Beleuchtung der AIO hat sich automatisch an die Farben meiner Gehäuselüfter angepasst, was wirklich schön aussieht. Natürlich kann man die Beleuchtung auch individuell über eine Software einstellen. Es ist erwähnenswert, dass die RGB-Beleuchtung der AIO bei mir auch weiterhin leuchtet, nachdem ich meinen PC ausgeschaltet habe. Ich bin mir jedoch sicher, dass sich dies durch eine entsprechende Einstellung in der Software ändern lässt.
Erste Tests:
Nach der Montage habe ich natürlich sofort mit dem Spielen begonnen, um die Leistung zu testen, und ich war sehr zufrieden. Die Temperaturen waren sehr gut und lagen im Durchschnitt bei etwa 60-65 Grad Celsius. Selbst nach mehreren Stunden Spielzeit blieben die Temperaturen stabil und stiegen nicht weiter an. Nachdem ich ein schlechtes Gewissen hatte, weil ich den ganzen Abend gespielt habe (im Namen der Wissenschaft, versteht sich), wollte ich die AIO auch in meiner Tätigkeit als Informatikstudent testen, wie zum Beispiel beim Programmieren und anderen allgemeinen Aufgaben.
Hier ist mir sofort aufgefallen, dass der Lüfter gelegentlich hochdreht, um die aktuelle Temperatur zu halten. Aus meiner Sicht ist die Lüfterkurve etwas zu früh eingestellt. Dieses Problem lässt sich jedoch leicht beheben, indem man eine manuelle Lüfterkurve einstellt. Dabei sollte man jedoch beachten, dass die CPU dadurch etwas wärmer wird. In meinem Fall wurde die CPU jedoch selbst unter Last nicht wirklich heiß. Zurück zum Thema:
Derzeit muss ich für die Universität ROS Noetic verwenden, eine Simulationssoftware für beispielsweise Staubsaugerroboter, um ein Steuerungsprogramm zu erstellen. Aufgrund der Echtzeitsimulation werden hierbei extrem viele CPU-Ressourcen benötigt, was die CPU natürlich auch erhitzt. Sobald ich die Simulationssoftware starte, fällt mir auf, dass die Lüfter konstant bei etwa 1500/1700 Umdrehungen pro Minute bleiben. Dadurch wird zwar eine gute Kühlleistung erzielt, aber die Lüfter sind definitiv hörbar. Wenn man stundenlang am Stück programmiert, kann die Lautstärke schon nervig werden. Dies ist tatsächlich mein einziger Kritikpunkt, aber ich nehme an, dass dies bei einem 240-mm-Radiator einfach nicht anders umzusetzen ist, da die Lüfter unter Last hörbar werden.
Ich hatte das gleiche Problem auch in der Anwendung "Android Studio". Sobald ich dort einen Emulator für ein Android-Handy gestartet habe, wurde der Lüfter direkt lauter, um die CPU-Temperatur zu regulieren.
Preis/Leistung:
Der Preisunterschied zwischen meiner vorherigen AIO von XILENCE (Stand: 7. Dezember 2020) für ca. 70€ und dem Modell von ENDORFY (Stand: 8. Juni 2023) für ca. 100€ ist tatsächlich spürbar. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass die Hardwarepreise im Allgemeinen in den letzten 3 Jahren aufgrund der Inflation gestiegen sind. Dennoch hatte ich hohe Erwartungen an die neue AIO, da beide Modelle einen 240mm Radiator mit zwei 120mm Lüftern hatten. Ich war gespannt, was den Preisunterschied rechtfertigen würde.
Nach den oben beschriebenen Tests ist mir die geringe Lautstärke der Pumpe sowie die gute Kühlleistung aufgefallen. Um konkrete Zahlen zu nennen, lag die CPU-Temperatur mit meiner alten AIO bei etwa 45-75 Grad Celsius, während sie mit der neuen AIO von ENDORFY bei etwa 40-65 Grad Celsius lag. Ich erkläre mir diesen Unterschied durch die deutlich verbesserte Lüfterleistung und den daraus resultierenden stärkeren Luftstrom. Im Vergleich zu einem bekannteren Markenhersteller wie zb. NZXT sehe ich abgesehen vom Design keinen signifikanten Unterschied, der es rechtfertigen würde, mehr Geld für eine AIO auszugeben. Denn ENDORFY hat bereits alle meine Erwartungen an eine gute AIO erfüllt.
Design:
Das Design spielt in der Tat eine wichtige Rolle, obwohl es letztendlich auf die Leistung ankommt. Ich persönlich finde, dass die Optik des PCs auch einen großen Einfluss darauf hat, wie zufrieden man mit seiner Hardware ist. Aus meiner Sicht hat ENDORFY mit dem Modell "Navis F240 ARGB" ein ansprechendes Design für Gamer geschaffen, insbesondere aufgrund der RGB-Beleuchtung. Positiv ist mir die reflektierende Oberfläche des Kühlerblocks aufgefallen, die einen hochwertigen Eindruck vermittelt.
Das Einzige, was mir nicht gefallen hat, war das Aussehen der Lüfterrotoren. Wenn sich die Lüfter nicht drehen, wirken sie etwas billig. Glücklicherweise vergisst man das jedoch sofort, wenn man sieht, wie gut die RGB-Beleuchtung auf den Lüftern aussieht.
Fazit:
Insgesamt bin ich mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis von rund 100€ absolut zufrieden. Die Leistung ist definitiv ausreichend, das Design ist ansprechend und die Montage war dank der klaren Anleitung sehr angenehm. Für einen Studenten, der eher ein begrenztes Budget hat und weniger Wert auf Optik und zusätzliche Funktionen legt, kann ich die AIO von ENDORFY definitiv empfehlen.
Ich gebe diese Empfehlung nicht nur aufgrund der Tatsache, dass ich die AIO im Rahmen einer "Test and Keep"-Aktion von Mindfactory bewerte, sondern weil ich selbst jemand bin, der vor einem Kauf viele YouTube-Videos anschaut, um herauszufinden, welches Produkt das Beste für mein Budget ist. Daher finde ich ehrliche Bewertungen sehr hilfreich bei der Entscheidungsfindung.
Ich Bedanke mich hier auch nochmal bei Mindfactory für die Aktion und hoffe meine Produktbewertung hilft einigen bei der Suche nach ihrer neuen Wasserkühlung zu entscheiden.