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EAN 4719331304393    SKU GV-N2060WF2OC-6GD (Rev. 2.0)

Artikelbeschreibung

Seit dem 27.05.2019 im Sortiment

Für diesen Artikel ist noch keine Produktbeschreibung vorhanden.


**Informationen zur Finanzierung:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 340,44*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 30 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Technische Daten

Allgemein:
GPU Modell: GeForce RTX 2060
Edition: Windforce OC
Codename: TU106-200X-KA-A1
Schnittstelle: PCIe 3.0 x16
GPU Anzahl: Single GPU
GPU Takt: 1365MHz
Boost Takt: 1770MHz
Shader Model: 6.3
Anzahl der Streamprozessoren: 1920 Einheiten
Fertigungsprozess: 12nm
Speicher:
Grösse des Grafikspeichers: 6GB
Grafikspeichertyp: GDDR6
Grafikspeicher Taktfrequenz: 1750MHz (7000MHz GDDR6)
Grafikspeicher Anbindung: 192Bit
Video:
Anschlüsse der Grafikkarte: 1xHDMI, 3xDisplayPort
Verschiedenes:
Direct X Version: 12.1
OpenGL Version: 4.6
Kühlung der Grafikkarte: Aktiv
Stromversorgung: 1x 8pin
Max. Stromverbrauch: 160W
Grafikkarten Bauform: Dual Slot
Verpackung: Retail
Besonderheiten: Echtzeit-Raytracing, HDCP 2.2, NVIDIA G-Sync, NVIDIA VR-Ready, Tensor-Cores, Zero Fan Mode

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Artikelbewertungen

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5 5
     am 29.06.2019
Produkttester
Vorweg
Ich habe diese GIGABYTE Windforce OC RTX 2060 Rev. 2.0 im Rahmen des Testers-Keepers-Programmes zum reviewen umsonst bekommen und darf sie als Gegenleistung für ein mindestens 1000 Wörter langes Review behalten. Meine Wertung halte ich unter diesem Gesichtspunkt für unbeeinflusst. Es ist mein erstes Review und ich hoffe die wichtigsten Seiten ausgiebig beleuchtet zu haben. Den gleichen Text mit Bildern gibt's im Forum: https://forum.mindfactory.de/t106493-testers-keepers-gigabyte-rtx-2060-windforce-oc-6g.html


Einleitung und TLDR
Ich dachte, man bräuchte eine RTX 2080, um 1080p 144Hz zu bezwingen. Jetzt habe ich eine 2080 und eine 2060 und sehe kaum einen Unterschied - stabile Frametimes und das bei höchsten Einstellungen. Aber der Chip kommt von NVIDIA, nicht von GIGABYTE. Die haben den bloß auf eine Platine gelötet und einen Kühler draufgepappt, ein wenig Software dazu geschrieben, alles einkartoniert und verschickt. Haben sie's gut gemacht? Ja, ich denke schon.

GIGABYTE siedelt sich preislich mit dem Windforce-Modell im Mittelfeld an. Der Kühler ist damit auf das abgestimmt was die Karte erreichen soll mit ein wenig Platz zum übertakten. Keine übertriebene Stromversorgungs- oder Kühllösung, kein unnötiger Schnickschnack, die Windforce OC 2060 kommt zum Beispiel komplett ohne RGB-Beleuchtung. Out-of-the-Box kann man mit dieser Karte den TU106-Chip in vollem Umfang nutzen, welcher einen so wie es scheint ohne Probleme bis in die nächste Generation von Grafikkarten und darüber hinaus begleiten kann.


Meine Systemkonfiguration und Randnotizen
Prozessor: Intel Core i7 4790 (ohne K :c )
Arbeitsspeicher: 16GB DDR3 1600
Grafikkarten: GIGABYTE Windforce OC RTX 2060 Rev 2.0(für die Dauer der Tests), GIGABYTE Windforce OC RTX 2080 (Musste ich selbst kaufen, während der Tests natürlich ausgebaut, taucht ab und an zum Vergleich auf)
Dazu ein Z97 Mainboard, eine 750W PSU, ein paar SSDs, HDDs und ein altes OEM Gehäuse ohne Seitenpanel, was besonders mit kalter Winterluft gut funktioniert.
Mein Monitor unterstützt nativ 144Hz 1080p, zu Testzwecken werde ich 1440p also mit NVIDIAs Dynamic Super Resolution (DSR) simulieren müssen. Sofern nicht weiter angegeben läuft die Karte auf den Werksspezifikationen. G-Sync würde ich gerne anschalten, es geht aber mit leichten Performance-Einbußen einher und ist i. Allg. nicht für jeden Leser nutzbar, also bleibt es aus. Wem das nicht bewusst ist: G-Sync mit FreeSync Monitoren ist inzwischen möglich! Mein AOC C24G1 funktioniert damit einwandfrei.


Erste Eindrücke, ein Blick auf den Kühler und weitere Äußerlichkeiten

Der Karton
Der Karton der 2060 ist kompakt, ohne viel Schnickschnack und stabil gebaut. Im Inneren ist lediglich die Grafikkarte in ihrer Anti-Elektrostatik-Verpackung in Schaumstoff eingebettet, darunter versteckt ein Handbuch und eine Software CD.

Der Kühler (SPOILER: vollkommen ausreichend!)
Zwar befinden sich auf dem Dual-Slot Kühler nur zwei Lüfter, die haben dafür aber einen Durchmesser von je 100mm (statt 80/82mm bei den Varianten mit 3 Lüftern). In der Theorie resultiert daraus sogar eine größere Oberfläche! Die 100mm Lüfter drehen sich allerdings mit maximal 2100U/min (statt > 3000U/min), was ihnen am Ende in der Performance einen leichten Nachteil, in der Geräuscherzeugung einen leichten Vorteil verschafft. Die Kühllamellen sind längs angeordnet, sodass ein Teil der Abluft nach hinten aus dem Gehäuse entweichen kann. Ich schätze dieses Design ist an Blower-Kühler angelehnt und hilft bei Gehäusen mit wenig Luftzug, außerdem steht zu vermuten dass ein Kühler mit weniger Lamellen günstiger in der Herstellung ist. Auch mit Heatpipes war man sparsam, zwei sind verbaut. GIGABYTE bewirbt bei der Kühllösung die sich gegenläufig drehenden Lüfter, an dessen Effektivität ich bei längs verlaufenden Lamellen allerdings zweifle - bei quer laufenden wie bei den Gaming OC Modellen würde ich zustimmen. Am Ende ist das vielleicht eine Glaubensfrage.

Gewicht, Äußeres
Die Karte ist mit 665g für ihre Größe nicht sonderlich schwer. Die Backplate ist aus leicht transparentem Plastik und dient damit größtenteils als Dekorelement, macht das aber eigentlich ganz stylisch. In meiner Backplate ist ein kleiner Defekt hinter dem Core, der leicht schillert. Ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher ob der schon immer da war oder temperaturbedingt entstand. Sonst sieht dieses Modell sehr windschnittig aus, zumindest finde ich das. Von keiner Seite langweilig und wenn ich das so subjektiv bewerten darf (ist ja immerhin *mein* Review) muss es sich nicht einmal vor Zotacs Exemplaren verstecken.

Anschlüsse
Im Rechner wird sie mit einem 8-Pin Stecker angeschlossen und... ich schätze den PCIe 3.0 x16 Anschluss erwähne ich der Vollständigkeit halber. Über einen Anschluss für eine NVLink Bridge (ich glaube das ist das neue SLI) verfügt keine 2060, also auch diese nicht. Von VR habe ich generell so gar keinen Plan, aber meine 2080 hat einen USB Typ C Anschluss, dessen Fehlen mir hier auffiel. Ansonsten finden sich drei DisplayPorts und eine HDMI-Buchse in der Rückblende, alle vier sehen (interessanterweise im Gegensatz zur 2080) vergoldet aus. Nachträglich fand ich heraus, dass eigentlich nur zwei Modelle einen Typ C haben: NVIDIAs Founders Edition und GIGABYTEs Aorus Xtreme.


Innere Werte

Die mitgelieferte CD
Ich persönlich halte nicht viel von mitgelieferten CDs, von einem Unterhaltungfaktor beim Hersteller-Bashing mal abgesehen. Aus genau diesem Grund beeinflusst sie meine Wertung nicht, es sei denn sie ist extra witzig. Ist sie aber leider nicht, eine vertane Chance! Auf der CD sind...

NVIDIA GeForce Experience, was einem automatisch den passenden Treiber für sein System heraussucht - nachdem man sich einen Account erstellt hat. Früher, vor langer, langer Zeit, ging das auch alles ohne Accounts. Aber man kann sich den Treiber immer noch manuell bei NVIDIA herunterladen, ganz ohne Account.

Die GIGABYTE Aorus Engine... Oh Gott, die Aorus Engine. Also man kann damit übertakten, aber irgendwie flüchte ich immer recht schnell zum MSI Afterburner. Mit Ladebalken und Nahtoderfahrungen wenn man der Memory Clock zu nahe kommt würde ich meine Erfahrung hier auf jeden Fall als abenteuerlich beschreiben, aber ein wenig kompromisslos finde ich das Interface mit drei Farben und vier Pixeln Schriftgröße dann doch. Pls fix.

Google Bloatware. Vielen Dank Google, dass Ihr meine Grafikkarte einen Euro günstiger gemacht habt :3 Modulo dass ich die Karte für's Review umsonst bekommen hab. (eigentlich keine so schlechte Idee)

Leistung und Effizienz
Leider weigert sich meine Karte bei 1770MHz zu bleiben. Durch GPU Boost 3.0 übertaktet sie sich von selbst ganz ohne Zutun auf 1860-1920MHz, je nach Temperatur. Das kann von Chip zu Chip variieren ("Silicon Lottery"), die 1770MHz kann man aber mindestens erwarten und 1900MHz sind wohl gewöhnlich. Dabei bewegt sich die Leistungsaufnahme bei 16-20W im Leerlauf und 170W unter Volllast. Mit der Hilfe von Google schließe ich, dass die Effizienz in den Größenordnungen der Vorgängergeneration liegt und damit nichts besonderes ist, die inzwischen älteren AMD Modelle sind wohl aber ein ganzes bisschen energiehungriger.

Temperatur und Lüfter
Im Stresstest (FurMark) pendelte sich die Temperatur bei 74°C mit ~20°C Zimmertemperatur und 79°C mit ~30°C Sommerhitze ein. Diese Temperaturen befinden sich am oberen Ende des angenehmen Bereiches, den sich die Grafikkarte von Werk auf 83°C begrenzt. Die Lüfter stehen bis ca. 50°C still und sind von da an selbst bei 100% nur leise aus dem Hintergrund hörbar - wenn sie 100% denn mal erreichen würden.

Spieleleistung
Die tatsächliche Leistung in Spielen ist hier natürlich noch maßgeblich von der CPU abhängig. Mein in die Jahre kommender i7 4790 reicht aus, dass 60FPS in 1080p schon gar kein Kriterium mehr für eine 2060 sind. In Overwatch beobachtet man bei höchsten Einstellungen gute 100FPS wenn viel los ist, sonst gut und gerne 150 und mehr. Minecraft beschert mir mit Shadern meistens 80-110FPS. Ich durfte begeistert feststellen dass das fast dieselben Zahlen sind wie sie mir die 2080 ausspuckt, ich muss also annehmen dass selbst jetzt beide Karten noch Platz nach oben haben. Der Unterschied zeigte sich bisher für mich nur in Benchmarks und Stresstests, wo meine CPU bedeutend weniger zu tun hat als meine GPU. Wenn einem 60FPS reichen, dann denke ich kann man mit dieser Grafikkarte getrost auf 1440p upgraden. Mit 4K würde ich mich dann doch zurückhalten, da hätte ich nicht zuletzt Angst um die 6GB Grafikspeicher.

Ach ja, VRAM
Was den Grafikspeicher angeht, so halte ich die 6GB der 2060 für vollkommen angemessen. Mit meinen Spielen komme ich selbst wenn ich mich anstrenge nicht über 4GB und wenn man es doch irgendwie schafft die 6GB voll zu bekommen, kann man immer noch die Auflösung oder die Texturqualität runterdrehen. Außerdem denke ich dass einem die Speicherkapazität nicht hilft, wenn der Core mit dem Rechnen irgendwann nicht mehr hinterher kommt.

Ein paar FPS-Zahlen aus Spielen (1080p / 1440p, jeweils Durchschnitt):
DOOM: 102 / 101
Killing Floor 2: 144 / 107
Overwatch: 160 / 104
ProjectCars: 118 / 90
World of Tanks: 139 / 105

Werte aus Benchmarks:
3DMark Time Spy: 6535 Total, 7613 GPU, 3626 CPU
3DMark Fire Strike: 14373 Total, 19596 Graphics, 10232 Physics, 6013 Combined
3DMark Port Royal: 4045
Unigine Heaven: 2312 (1080p), 1459 (1440p)
Unigine Superposition: 4525 (1080p Extreme), 6126 (4K Optimized)

RTX
Da ich selbst leider keine RTX-Spiele besitze kann ich dazu wenig sagen, bis auf das was ich in anderen Reviews gesehen habe. Die 2060 soll Battlefield V mit RTX auf 1080p 60FPS schaffen, gerade so. Ich sehe das noch immer mehr als Tech Demo denn als vollwertiges Feature, und würde es vermutlich gerne mal gesehen haben wollen, dann aber auch wieder ausschalten. Die RTX Karten sollte man sich nicht ausschließlich wegen Raytracing kaufen, aber dass es schon mit dieser Generation überhaupt in Echtzeit möglich gemacht wird halte ich für fantastisch.

Übertaktbarkeit
Wie bereits oben erwähnt lässt der verbaute Kühler ein wenig Platz nach oben zum übertakten. GIGABYTE liefert ja eigene Software dafür mit, aus persönlichen Präferenzen habe ich allerdings wie immer MSI Afterburner genommen. Da das Wetter heiß ist und der Lüfter nun doch an seine Grenzen kommt habe ich es bei 80MHz Core Offset und 500MHz Memory Offset belassen, was mich im Stresstest dann doch auf 84°C brachte. Das maximale Power Limit ist 117%, was unter Volllast einer Leistungsaufnahme von 200W entspricht. Leider hatte ich schon bei +100 Core Stabilitätsprobleme und das Power Limit zu erhöhen hat auch zum größten Teil nur das Zimmer warm gemacht. Spannung hab ich in Ruhe gelassen. Alles in allem konnte ich im Superposition Benchmark den Score von 4533 auf 4818 verbessern, was 6% entspricht. Das muss nicht konsistent in allen Anwendungen sein, und ist auch nicht die Welt. Man sollte aber bedenken, dass die Karte sich dauernd selbst übertaktet und die 4533 Punkte damit mit um die 1900MHz entstanden sind.

Haltbarkeit
Zur Haltbarkeit kann ich lediglich sagen, dass meine 2080 nach 8 Monaten die ich sie fast täglich übertaktet in Benutzung hatte noch lebt, und dass GIGABYTE die verwendeten Bauteile selbst als "Ultra Durable" bewirbt.


Preisliche Einordnung

Im gesamten Markt
Als direkte Konkurrenz zur 2060 sollte man sich vielleicht Reviews zu AMDs RX Vega 56 anschauen, oder auf Release der RX 5700 warten. Wirklich bewerten kann ich ihre Leistung nur im Vergleich zur 2080, oder absolut. Der Preis von 380€ fühlt sich an, als sollten da kaum Wünsche offen bleiben. Ich wollte 1080p mit hoher Refresh-Rate (144Hz fordere ich nur in schnellen Spielen) und höchsten Einstellungen spielen, und.. entweder bin ich sehr genügsam, oder eine 2060 lässt hier einfach nichts zu wünschen übrig. Ich frage mich allerdings inzwischen wie weit ich mit den Grafikkarten nach unten gehen muss, damit ich mit meinem i7 4790 endlich nennenswerte Unterschiede sehe. Etwas teureres als eine 2060 ergibt in älteren Systemen jedenfalls scheinbar kaum Sinn.

Unter anderen 2060-Modellen
Die eigentliche Schwierigkeit besteht für GIGABYTE darin, sich mit ihrem Modell von den anderen RTX 2060 Grafikkarten abzusetzen. Das tut sie mit Kühlerdesign, Einsparung des USB-C Anschlusses, Spielraum beim Übertakten (zum Beispiel das Power Limit wird von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein) und den damit einhergehenden Preisdifferenzen. Beim Kühler muss man sich überlegen was man haben möchte, die Windforce OC 2060 bietet einen kompakten zwei Slots hohen Kühler der vollkommen reicht wenn man sich um OC nicht kümmert. Einsteiger, die mit OC keine Erfahrung haben, bekommen nach oben ein wenig Platz zum spielen. Wenn man den TU106-Chip auch langfristig an seine Grenzen treiben will, sollte man vielleicht doch zu einem Top-End Modell greifen, zahlt dafür dann aber entsprechend Aufpreis.


Fazit
Ich wiederhole hier mehr oder weniger die Einleitung. Ich möchte Spiele auf höchsten Einstellungen mit hoher Refresh-Rate spielen und befinde, dass GIGABYTEs Windforce OC RTX 2060 dafür wie geschaffen ist. Vielleicht ändert sich meine Meinung noch einmal insbesondere im Bezug auf meine 2080, wenn ich einen neuen Prozessor habe. Bis dahin aber ist die Leistung beider Karten für mich fast identisch und das zeigt mir nicht nur wie alt mein Prozessor ist, sondern wie sehr ich die 2060 unterschätzt habe. Vor den anderen Ausführungen ihrer Art muss sie sich nicht verstecken und man bekommt an Spaß was man an Preis zahlt, aber es fällt mir schwer etwas zu finden womit sie sich wirklich abhebt. Ihr schwächster Punkt ist der Kühler, den man doch recht schnell an seine Grenzen bekommt. So wirklich negativ anrechnen kann ich das aber nicht, da die Karte nicht als hyperkrass übertaktbares Top-End Modell vermarktet wird und der Preis damit konsistent ist. Am liebsten würde ich 4.5 Sterne vergeben, da ich ansonsten aber echt nichts zu meckern habe werden's im Shop 5.
2 von 3 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
5 5
     am 28.06.2019
Produkttester
Zuerst vorweg: Diese Grafikkarte wurde mir von Mindfactory im Rahmen der Testers Keepers Aktion zugestellt - danke dafür, das nimmt aber in keinerlei Hinsicht Einfluss auf meine Bewertung.

Testsystem:
Eingebaut habe ich die Grafikkarte in meinem System, laufen wird sie aber bei meinem Bruder, der ein Upgrade bitterlich nötig hat (GTX 960 4GB).

Bei mir im System ist verbaut:
i7 7700K @4.8 GHz
Arctic Liquid Freezer 240 mit 4x Corsair SP120 RGB in der Front, Push Pull als Intake
ASRock Z270M Extreme4
4x 8GB Crucial Ballistix Sports LT 2400MHz
Seasonic Focus Plus 650W Platinum
Zotac GTX 1080 Ti Mini
2x Corsair SP120 oben als Exhaust
2x Arctic F8 PWM hinten als Exhaust
1x Silverstone Slim 120mm unter der GPU als Intake
im Corsair Air 240

Getestet wurde die GPU auf meinem System zuerst mit ASUS Rog Realbench um die Temperatur zu überprüfen, und es wurde ein 3d Mark Benchmark (Time Spy, non 4k Version) durchgeführt. Anschließend wurden auf meinem PC einige Spiele in Full HD getestet.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Grafikkarte kam in einem gut gepolsterten Karton an, war dazu noch in eine antistatische Tüte gepackt. Kaputtgehen kann also nichts, wie man auf den Bildern sieht, meine EVGA GTX 1060 war weniger gepolstert verpackt.
Allerdings ist der Lieferumfang für eine 370¤ Karte eher spärlich - dabei waren eine CD mit Treibern und eine Bedienungsanleitung, also keine Stromadapterkabel oder Aufkleber.

Design:
Das Design ist schlicht und minimalistisch, aber dennoch modern. Die GPU ist in matten Schwarz- und Grautönen gehalten und kommt ihrer Preisklasse entsprechend hochwertig daher. Ich persönlich finde es gut, dass die GPU nicht mit RGB Spielereien überladen ist. Auch toll ist die schöne schlichte schwarze Backplate, welche in der 1060/2060 Preisklasse nicht unbedingt selbstverständlich ist (meine alte 1060 von Evga hatte beispielsweise keine).
Die Grafikkarte ist also toll für eher schlichtere Systeme geeignet, die dennoch eine leistungsstarke GPU suchen, aber bei der Kühlleistung keine Abstriche machen wollen.
Ich finde die GPU sogar recht groß für die xx60er Klasse, sie ist deutlich größer als meine EVGA 1060 und auch viel größer als die Zotac 1080 Ti Mini. Problematisch wird es aber in normalgroßen Gehäusen nicht - mit meinem Air 240 wurde es aber eng, ich musste beispielsweise meine AiO komplett abmontieren, und die Grafikkarte einbauen, erst dann kam die AiO wieder rein. Auch konnte ich nicht wie bei der 1080 Ti die Schläuche der AiO hinter der GPU führen, sondern habe sie jetzt seitlich über die GPU gelegt, siehe Bilder. Ich persönlich finde die GPU schon viel zu groß für kleine Gehäuse, aber in normalen Midi Towern ist das in der Regel kein Problem. Die Abmessungen sind:
L=264.9 W=120.58 H=40.41 mm
Interessant finde ich das Lüfterkonzept, die beiden 100mm Lüfter drehen sich in entgegengesetzte Richtungen (dh einer links rum, der andere rechts), was laut Gigabyte in einer effektiveren Kühlung resultieren soll.

Verarbeitung:
Die Grafikkarte ist von der Verarbeitung her in etwa auf einer Stufe mit meiner Zotac 1080 Ti, welche allerdings eine Metallbackplate und keine aus Plastik wie die Gigabyte hier hat. Sie wirkt aber dennoch einen Tacken weniger hochwertig verarbeitet als meine EVGA GTX 1060 (wobei ich die Verarbeitung von EVGA Karten auch als führend betrachte, ähnlich toll fassen sich meiner Meinung nach nur die Sapphire Karten an). Zwischen Backplate und Kühllösung ist ein kleiner Spalt zwischen den beiden Plastikabdeckungen, was meiner Meinung nach etwas schlampig aussieht. Ansonsten fasst sich die Karte aber gut an, und wirkt durchaus solide, es klappert nichts. Bei Druck knarzt die Backplate leicht, das ist aber nicht weiter schlimm, liegt vermutlich am verwendeten Plastik.

Geschwindigkeit und Leistung:
Die GPU ist die schwächste Nvidia Raytracing GPU, Raytracing mit ihr soll wohl auch noch nicht so Spaß machen, getestet habe ich es auch nicht, da mir keine Spiele vorliegen, die diese Fähigkeit haben. Die Karte ist von Werk aus leicht übertaktet mit einem Core Clock von 1770 MHz (Stock: 1680 MHz).
Die Karte erzielte folgende Werte in denen zuerst beschriebenen Systemen in den jeweiligen Games und Benchmarks:

Mit i7-7700K, 32 GB RAM, Full HD, alle Einstellungen auf Ultra

3d Mark Time Spy: 49,16 FPS in GPU-Test 1, 44,31 FPS in GPU-Test 2, Punkte: 7640
Anno 1800: circa 125 FPS - allerdings kam ich noch nicht dazu, das Spiel wirklich zu spielen, deswegen war die Stadt winzig, sprich early game. Im späteren Verlauf ist Anno 1800 aber sowieso eher CPU-lastig.
Cities Skylines: circa 35 FPS, allerdings habe ich um die 1200 Assets installiert und mehrere Mods und die Stadt ist schon über 70000 Einwohner groß Das Spiel ist einfach unglaublich Ressourcenhungrig, wenn man nicht Vanilla spielt. Vanilla FPS sind hier so um die 63 in einer Stadt mit 15000 Einwohnern. (das Spiel futtert eher CPU und RAM, und ist auch echt scheiße optimiert imho)
Civilization VI: circa 75-85 FPS, Runde 306, Midgame, x Zivilisationen, war mein letzter Spielstand
Fallout 4 mit Grafikmods: circa 80 FPS in Bunker Hill, Siedlung Starlight Drive in ca 90 FPS
No Mans Sky: circa 95-105 FPS
Skyrim Special Edition mit Grafikmods: konstante 60 FPS, Vsync ausschalten ist bei dem Game nicht zu empfehlen (habe nämlich nur einen 60Hz Monitor) und es läuft auch nicht besser bei mehr als 60 FPS.

Die Leistung ist also für modernes Full HD Gaming mit 60Hz auf Ultra perfekt, auch für 144Hz ist die GPU noch ausreichend, wenn man Abstriche bei den Einstellungen macht, für WQHD und 144Hz empfehle ich eher eine RTX 2070. Für 4K darf es dann schon eher in Richtung GTX 1080 Ti / RTX 2080 / RTX 2080 Ti gehen. Im Vergleich zu meiner 1080 Ti schneidet die RTX 2060 natürlich schlechter ab, nichts desto trotz ist sie eine gute Karte für Full HD Gaming über Jahre hinweg. Mein Bruder jedoch freute sich - die RTX 2060 lässt die alte GTX 960 wirklich schlecht aussehen.

Temperatur und Lautstärke
Die GPU ist zwar kein Eisklotz wie meine alte EVGA 1060, die wirklich NIE heißer als 60 Grad wurde, wird aber auch nie heißer als 80 Grad - und dabei auch noch annehmbar leise, kein Vergleich zu meiner 1080 Ti, die unter Gaminglast wie ein Fön klingt und dazu noch die 80 Grad bei weitem überschreitet, bis ca 84 Grad und dann das Thermal Throttling einsetzt. Ich habe die Temperaturen via HWinfo in beiden System während der Last ausgelesen, anbei kurz die Durchschnitts- sowie Höchsttemperaturen während den Benchmarks und den verschiedenen Spielen sowie die Lüfterdrehzahlen. Im Idle und beim Surfen etc sind die Lüfter aus - lobenswert! Beim Benchen, Stresstest und Spielen hört man die GPU zwar, da der Lüfter anspringt, aber es ist jetzt nicht unangenehm, es ist lediglich ein leises Rauschen durch den Luftstrom wahrnehmbar, kein Tosen, kein Spulenfiepen, kein Rattern und Klappern.

Mit i7-7700K, 32 GB RAM, Full HD, alle Einstellungen auf Ultra

Idle/Surfen/Office: um die 43 Grad, Lüfter aus!
3d Mark Time Spy: 75 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max. 1813 rpm
Asus ROG Realbench: 74 Grad Maximum, 65 Grad Durchschnitt, Lüfter max. 1823 rpm (87% der Maximaldrehzahl - immer noch verdammt leise dafür!)
Anno 1800: 74 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max 2064 rpm (aber immer noch angenehm leise!)
Cities Skylines: 55 Grad Maximum, 50 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1550 rpm
Civilization VI: 77 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1853 rpm
Fallout 4 mit Grafikmods: 76 Grad Maximum, 72 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1840 rpm
No Mans Sky: 76 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1837 rpm
Skyrim Special Edition mit Grafikmods: 64 Grad Maximum, 60 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1744 rpm

Verbrauch unter Last:
Die Grafikkarte wird mit einem 1x 8-Pin Stecker mit dem Netzteil verbunden und erfordert laut Gigabyte ein mindestens 500W Netzteil. Ich habe den ungefähren Verbrauch der GPU in HWInfo ausgelesen, sowie ein Strommessgerät zwischen Netzstecker und Steckdose des Rechners geklemmt, um den Gesamtverbrauch des Systems zu messen.

Mit i7-7700K:
Benchmark: 290-300 Watt bei Asus Rog Realbench, Verbrauch Gesamtsystem laut Stromzähler, GPU laut HW Info zwischen 140-150 Watt.
Spielelast: 270-280 Watt laut Stromzähler, GPU laut HW Info (No Mans Sky lief) ca 170 Watt maximum, 120 Watt durchschnitt.

Die RTX 2060 futtert also ganz gut Strom, mit 170 Watt Spitzen muss man Rechnen, ich unterschreibe die Empfehlung von Gigabyte nach einem 500 Watt Netzteil Minimum, je nachdem, was sonst noch drin ist an CPU, Laufwerken etc, kann man unter Volllast die 300 Watt locker knacken. Mein System mit eingebauter 1080 Ti verbraucht circa 330 Watt bei Realbench, was nochmal verdeutlicht, wie energiehungrig die RTX 2060 für eine Upper Mid-Range Karte ist, gerade im Vergleich zu der Vorgängergeneration Pascal sind die Turing Karten deutlich stromfressender, was u.A. auch an der Raytracingfähigkeit liegt.

Preis/Leistung:
Die Gigabyte Windforce RTX 2060 OC ist ein gutes, empfehlenswertes Custom Design der RTX 2060 mit einer intelligenten Kühllösung, die die Karte leise kühlt. Das Design ist gelungen, bietet jedoch keinerlei RGB Spielereien. Wenn man auf der Mindfactoryseite schaut, ist die GPU einer der teureren RTX 2060 Karten, die momentan bei 317¤ losgehen. Die Karte ist etwas schneller als eine GTX 1070, jedoch hat sie nur 6GB Speicher. Ich persönlich finde die Karte gut für einen Midrange Budget Gaming PC, würde aber nicht mehr als 320¤ für eine RTX 2060 zahlen. Hardware ist in den letzten Jahren aber allgemein teurer geworden, und die RTX Serie glänzt nicht unbedingt durch niedrige Preise.

Vergleich zu anderen Produkten:
Von den drei Grafikkarten, die hier noch rumliegen (GTX 960 4GB Gainward, GTX 1060 6GB EVGA, GTX 1080 Ti Mini Zotac) ist diese hier definitiv die ansehnlichste in ihren schlichten schwarz- und grautönen, und sie ist ebenso wie die EVGA für die Mittelklasse (xx60er Karten) hochwertig verarbeitet. Von der Kühllösung bin ich persönlich auch angetan - hat mMn von allen GPUs, die ich hier rumliegen habe, die beste und intelligenteste Kühllösung mit den entgegengesetzt drehenden Lüftern, die auch in einer kühlen GPU mit geringer Lautstärke resultiert. Leistungsmäßig Vergleiche zu ziehen halte ich hier für überflüssig, auf Benchmarkseiten ist ersichtlich, um wie viel schneller oder langsamer die GPUs einer neuen Generation so sind - und es ist ja klar, dass eine 1080 Ti immer noch schneller ist, die RTX 2060 aber deutlich schneller als ihre Äquivalente (GTX 960 und 1060) aus den Vorgängergenerationen ist.

Fazit:
Ich empfehle die Karte, wenn man Wert auf eine hochwertige, leise Kühllösung legt und einem RGB-Spielereien egal sind. Die Karte beeindruckt durch niedrige Lautstärke bei annehmbaren Temperaturen. Sie liefert konstant hohe FPS in allen modernen Spielen in Full HD. Perfekte Grafikkarte für einen guten Mittelklassegaming-PC a la Ryzen 5 2600X - allerdings meiner Meinung nach circa 30-40¤ zu teuer, das liegt aber wohl an der generellen Preisinflation bei Hardware im allgemeinen und den RTX Karten im besonderen. Abschließend möchte ich noch sagen, dass die bei mir gemessenen Temperaturen und FPS in keiner Weise bei Euch identisch sein müssen - CPU und RAM spielen hier auch eine Rolle.

Ich gebe der Karte 4.5 Sterne, da das hier aber nicht geht runde ich auf 5 auf.

Bilder im Forum hier: https://forum.mindfactory.de/t106493-testers-keepers-gigabyte-rtx-2060-windforce-oc-6g.html#post1167005
1 von 2 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
5 5
     am 29.07.2020
Verifizierter Kauf
Super Preis / Leistung!
Genau das, was ich mir unter einer RTX 2060 vorgestellt habe. Ich spiele selten bis gar nicht triple A Titel und ich kann es verschmerzen, wenn mal nicht auf höchster Auflösung gespielt werden kann.
    
  
5 5
     am 16.05.2020
Verifizierter Kauf
Verarbeitung :
Ausgewogen keine Schafen kanten in schlichten Schwarz
Verbesserungsvorschläge: keine
Erwartungsansprüche erfüllt: ja habe mir diese Grafikkarte aufgrund der Preis Leistung gekauft (oder anders gesagt konnte mir keine größere Leisten) dennoch kann ich mit dieser ohne Probleme meine PC Spiele spielen, Grafiken erstellen und bei Twitch streamen(was der haupt Grund der für die neuanschaffung war) Vorher hatte ich eine KFA2 Geforce GTX 960 Ex OC 4GB verbaut.

Weiterempfehlungsrate:
Für das Geld Ja
    
  
5 5
     am 29.06.2019
Produkttester
Vorweg
Ich habe diese GIGABYTE Windforce OC RTX 2060 Rev. 2.0 im Rahmen des Testers-Keepers-Programmes zum reviewen umsonst bekommen und darf sie als Gegenleistung für ein mindestens 1000 Wörter langes Review behalten. Meine Wertung halte ich unter diesem Gesichtspunkt für unbeeinflusst. Es ist mein erstes Review und ich hoffe die wichtigsten Seiten ausgiebig beleuchtet zu haben. Den gleichen Text mit Bildern gibt's im Forum: https://forum.mindfactory.de/t106493-testers-keepers-gigabyte-rtx-2060-windforce-oc-6g.html


Einleitung und TLDR
Ich dachte, man bräuchte eine RTX 2080, um 1080p 144Hz zu bezwingen. Jetzt habe ich eine 2080 und eine 2060 und sehe kaum einen Unterschied - stabile Frametimes und das bei höchsten Einstellungen. Aber der Chip kommt von NVIDIA, nicht von GIGABYTE. Die haben den bloß auf eine Platine gelötet und einen Kühler draufgepappt, ein wenig Software dazu geschrieben, alles einkartoniert und verschickt. Haben sie's gut gemacht? Ja, ich denke schon.

GIGABYTE siedelt sich preislich mit dem Windforce-Modell im Mittelfeld an. Der Kühler ist damit auf das abgestimmt was die Karte erreichen soll mit ein wenig Platz zum übertakten. Keine übertriebene Stromversorgungs- oder Kühllösung, kein unnötiger Schnickschnack, die Windforce OC 2060 kommt zum Beispiel komplett ohne RGB-Beleuchtung. Out-of-the-Box kann man mit dieser Karte den TU106-Chip in vollem Umfang nutzen, welcher einen so wie es scheint ohne Probleme bis in die nächste Generation von Grafikkarten und darüber hinaus begleiten kann.


Meine Systemkonfiguration und Randnotizen
Prozessor: Intel Core i7 4790 (ohne K :c )
Arbeitsspeicher: 16GB DDR3 1600
Grafikkarten: GIGABYTE Windforce OC RTX 2060 Rev 2.0(für die Dauer der Tests), GIGABYTE Windforce OC RTX 2080 (Musste ich selbst kaufen, während der Tests natürlich ausgebaut, taucht ab und an zum Vergleich auf)
Dazu ein Z97 Mainboard, eine 750W PSU, ein paar SSDs, HDDs und ein altes OEM Gehäuse ohne Seitenpanel, was besonders mit kalter Winterluft gut funktioniert.
Mein Monitor unterstützt nativ 144Hz 1080p, zu Testzwecken werde ich 1440p also mit NVIDIAs Dynamic Super Resolution (DSR) simulieren müssen. Sofern nicht weiter angegeben läuft die Karte auf den Werksspezifikationen. G-Sync würde ich gerne anschalten, es geht aber mit leichten Performance-Einbußen einher und ist i. Allg. nicht für jeden Leser nutzbar, also bleibt es aus. Wem das nicht bewusst ist: G-Sync mit FreeSync Monitoren ist inzwischen möglich! Mein AOC C24G1 funktioniert damit einwandfrei.


Erste Eindrücke, ein Blick auf den Kühler und weitere Äußerlichkeiten

Der Karton
Der Karton der 2060 ist kompakt, ohne viel Schnickschnack und stabil gebaut. Im Inneren ist lediglich die Grafikkarte in ihrer Anti-Elektrostatik-Verpackung in Schaumstoff eingebettet, darunter versteckt ein Handbuch und eine Software CD.

Der Kühler (SPOILER: vollkommen ausreichend!)
Zwar befinden sich auf dem Dual-Slot Kühler nur zwei Lüfter, die haben dafür aber einen Durchmesser von je 100mm (statt 80/82mm bei den Varianten mit 3 Lüftern). In der Theorie resultiert daraus sogar eine größere Oberfläche! Die 100mm Lüfter drehen sich allerdings mit maximal 2100U/min (statt > 3000U/min), was ihnen am Ende in der Performance einen leichten Nachteil, in der Geräuscherzeugung einen leichten Vorteil verschafft. Die Kühllamellen sind längs angeordnet, sodass ein Teil der Abluft nach hinten aus dem Gehäuse entweichen kann. Ich schätze dieses Design ist an Blower-Kühler angelehnt und hilft bei Gehäusen mit wenig Luftzug, außerdem steht zu vermuten dass ein Kühler mit weniger Lamellen günstiger in der Herstellung ist. Auch mit Heatpipes war man sparsam, zwei sind verbaut. GIGABYTE bewirbt bei der Kühllösung die sich gegenläufig drehenden Lüfter, an dessen Effektivität ich bei längs verlaufenden Lamellen allerdings zweifle - bei quer laufenden wie bei den Gaming OC Modellen würde ich zustimmen. Am Ende ist das vielleicht eine Glaubensfrage.

Gewicht, Äußeres
Die Karte ist mit 665g für ihre Größe nicht sonderlich schwer. Die Backplate ist aus leicht transparentem Plastik und dient damit größtenteils als Dekorelement, macht das aber eigentlich ganz stylisch. In meiner Backplate ist ein kleiner Defekt hinter dem Core, der leicht schillert. Ich bin mir inzwischen nicht mehr sicher ob der schon immer da war oder temperaturbedingt entstand. Sonst sieht dieses Modell sehr windschnittig aus, zumindest finde ich das. Von keiner Seite langweilig und wenn ich das so subjektiv bewerten darf (ist ja immerhin *mein* Review) muss es sich nicht einmal vor Zotacs Exemplaren verstecken.

Anschlüsse
Im Rechner wird sie mit einem 8-Pin Stecker angeschlossen und... ich schätze den PCIe 3.0 x16 Anschluss erwähne ich der Vollständigkeit halber. Über einen Anschluss für eine NVLink Bridge (ich glaube das ist das neue SLI) verfügt keine 2060, also auch diese nicht. Von VR habe ich generell so gar keinen Plan, aber meine 2080 hat einen USB Typ C Anschluss, dessen Fehlen mir hier auffiel. Ansonsten finden sich drei DisplayPorts und eine HDMI-Buchse in der Rückblende, alle vier sehen (interessanterweise im Gegensatz zur 2080) vergoldet aus. Nachträglich fand ich heraus, dass eigentlich nur zwei Modelle einen Typ C haben: NVIDIAs Founders Edition und GIGABYTEs Aorus Xtreme.


Innere Werte

Die mitgelieferte CD
Ich persönlich halte nicht viel von mitgelieferten CDs, von einem Unterhaltungfaktor beim Hersteller-Bashing mal abgesehen. Aus genau diesem Grund beeinflusst sie meine Wertung nicht, es sei denn sie ist extra witzig. Ist sie aber leider nicht, eine vertane Chance! Auf der CD sind...

NVIDIA GeForce Experience, was einem automatisch den passenden Treiber für sein System heraussucht - nachdem man sich einen Account erstellt hat. Früher, vor langer, langer Zeit, ging das auch alles ohne Accounts. Aber man kann sich den Treiber immer noch manuell bei NVIDIA herunterladen, ganz ohne Account.

Die GIGABYTE Aorus Engine... Oh Gott, die Aorus Engine. Also man kann damit übertakten, aber irgendwie flüchte ich immer recht schnell zum MSI Afterburner. Mit Ladebalken und Nahtoderfahrungen wenn man der Memory Clock zu nahe kommt würde ich meine Erfahrung hier auf jeden Fall als abenteuerlich beschreiben, aber ein wenig kompromisslos finde ich das Interface mit drei Farben und vier Pixeln Schriftgröße dann doch. Pls fix.

Google Bloatware. Vielen Dank Google, dass Ihr meine Grafikkarte einen Euro günstiger gemacht habt :3 Modulo dass ich die Karte für's Review umsonst bekommen hab. (eigentlich keine so schlechte Idee)

Leistung und Effizienz
Leider weigert sich meine Karte bei 1770MHz zu bleiben. Durch GPU Boost 3.0 übertaktet sie sich von selbst ganz ohne Zutun auf 1860-1920MHz, je nach Temperatur. Das kann von Chip zu Chip variieren ("Silicon Lottery"), die 1770MHz kann man aber mindestens erwarten und 1900MHz sind wohl gewöhnlich. Dabei bewegt sich die Leistungsaufnahme bei 16-20W im Leerlauf und 170W unter Volllast. Mit der Hilfe von Google schließe ich, dass die Effizienz in den Größenordnungen der Vorgängergeneration liegt und damit nichts besonderes ist, die inzwischen älteren AMD Modelle sind wohl aber ein ganzes bisschen energiehungriger.

Temperatur und Lüfter
Im Stresstest (FurMark) pendelte sich die Temperatur bei 74°C mit ~20°C Zimmertemperatur und 79°C mit ~30°C Sommerhitze ein. Diese Temperaturen befinden sich am oberen Ende des angenehmen Bereiches, den sich die Grafikkarte von Werk auf 83°C begrenzt. Die Lüfter stehen bis ca. 50°C still und sind von da an selbst bei 100% nur leise aus dem Hintergrund hörbar - wenn sie 100% denn mal erreichen würden.

Spieleleistung
Die tatsächliche Leistung in Spielen ist hier natürlich noch maßgeblich von der CPU abhängig. Mein in die Jahre kommender i7 4790 reicht aus, dass 60FPS in 1080p schon gar kein Kriterium mehr für eine 2060 sind. In Overwatch beobachtet man bei höchsten Einstellungen gute 100FPS wenn viel los ist, sonst gut und gerne 150 und mehr. Minecraft beschert mir mit Shadern meistens 80-110FPS. Ich durfte begeistert feststellen dass das fast dieselben Zahlen sind wie sie mir die 2080 ausspuckt, ich muss also annehmen dass selbst jetzt beide Karten noch Platz nach oben haben. Der Unterschied zeigte sich bisher für mich nur in Benchmarks und Stresstests, wo meine CPU bedeutend weniger zu tun hat als meine GPU. Wenn einem 60FPS reichen, dann denke ich kann man mit dieser Grafikkarte getrost auf 1440p upgraden. Mit 4K würde ich mich dann doch zurückhalten, da hätte ich nicht zuletzt Angst um die 6GB Grafikspeicher.

Ach ja, VRAM
Was den Grafikspeicher angeht, so halte ich die 6GB der 2060 für vollkommen angemessen. Mit meinen Spielen komme ich selbst wenn ich mich anstrenge nicht über 4GB und wenn man es doch irgendwie schafft die 6GB voll zu bekommen, kann man immer noch die Auflösung oder die Texturqualität runterdrehen. Außerdem denke ich dass einem die Speicherkapazität nicht hilft, wenn der Core mit dem Rechnen irgendwann nicht mehr hinterher kommt.

Ein paar FPS-Zahlen aus Spielen (1080p / 1440p, jeweils Durchschnitt):
DOOM: 102 / 101
Killing Floor 2: 144 / 107
Overwatch: 160 / 104
ProjectCars: 118 / 90
World of Tanks: 139 / 105

Werte aus Benchmarks:
3DMark Time Spy: 6535 Total, 7613 GPU, 3626 CPU
3DMark Fire Strike: 14373 Total, 19596 Graphics, 10232 Physics, 6013 Combined
3DMark Port Royal: 4045
Unigine Heaven: 2312 (1080p), 1459 (1440p)
Unigine Superposition: 4525 (1080p Extreme), 6126 (4K Optimized)

RTX
Da ich selbst leider keine RTX-Spiele besitze kann ich dazu wenig sagen, bis auf das was ich in anderen Reviews gesehen habe. Die 2060 soll Battlefield V mit RTX auf 1080p 60FPS schaffen, gerade so. Ich sehe das noch immer mehr als Tech Demo denn als vollwertiges Feature, und würde es vermutlich gerne mal gesehen haben wollen, dann aber auch wieder ausschalten. Die RTX Karten sollte man sich nicht ausschließlich wegen Raytracing kaufen, aber dass es schon mit dieser Generation überhaupt in Echtzeit möglich gemacht wird halte ich für fantastisch.

Übertaktbarkeit
Wie bereits oben erwähnt lässt der verbaute Kühler ein wenig Platz nach oben zum übertakten. GIGABYTE liefert ja eigene Software dafür mit, aus persönlichen Präferenzen habe ich allerdings wie immer MSI Afterburner genommen. Da das Wetter heiß ist und der Lüfter nun doch an seine Grenzen kommt habe ich es bei 80MHz Core Offset und 500MHz Memory Offset belassen, was mich im Stresstest dann doch auf 84°C brachte. Das maximale Power Limit ist 117%, was unter Volllast einer Leistungsaufnahme von 200W entspricht. Leider hatte ich schon bei +100 Core Stabilitätsprobleme und das Power Limit zu erhöhen hat auch zum größten Teil nur das Zimmer warm gemacht. Spannung hab ich in Ruhe gelassen. Alles in allem konnte ich im Superposition Benchmark den Score von 4533 auf 4818 verbessern, was 6% entspricht. Das muss nicht konsistent in allen Anwendungen sein, und ist auch nicht die Welt. Man sollte aber bedenken, dass die Karte sich dauernd selbst übertaktet und die 4533 Punkte damit mit um die 1900MHz entstanden sind.

Haltbarkeit
Zur Haltbarkeit kann ich lediglich sagen, dass meine 2080 nach 8 Monaten die ich sie fast täglich übertaktet in Benutzung hatte noch lebt, und dass GIGABYTE die verwendeten Bauteile selbst als "Ultra Durable" bewirbt.


Preisliche Einordnung

Im gesamten Markt
Als direkte Konkurrenz zur 2060 sollte man sich vielleicht Reviews zu AMDs RX Vega 56 anschauen, oder auf Release der RX 5700 warten. Wirklich bewerten kann ich ihre Leistung nur im Vergleich zur 2080, oder absolut. Der Preis von 380€ fühlt sich an, als sollten da kaum Wünsche offen bleiben. Ich wollte 1080p mit hoher Refresh-Rate (144Hz fordere ich nur in schnellen Spielen) und höchsten Einstellungen spielen, und.. entweder bin ich sehr genügsam, oder eine 2060 lässt hier einfach nichts zu wünschen übrig. Ich frage mich allerdings inzwischen wie weit ich mit den Grafikkarten nach unten gehen muss, damit ich mit meinem i7 4790 endlich nennenswerte Unterschiede sehe. Etwas teureres als eine 2060 ergibt in älteren Systemen jedenfalls scheinbar kaum Sinn.

Unter anderen 2060-Modellen
Die eigentliche Schwierigkeit besteht für GIGABYTE darin, sich mit ihrem Modell von den anderen RTX 2060 Grafikkarten abzusetzen. Das tut sie mit Kühlerdesign, Einsparung des USB-C Anschlusses, Spielraum beim Übertakten (zum Beispiel das Power Limit wird von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein) und den damit einhergehenden Preisdifferenzen. Beim Kühler muss man sich überlegen was man haben möchte, die Windforce OC 2060 bietet einen kompakten zwei Slots hohen Kühler der vollkommen reicht wenn man sich um OC nicht kümmert. Einsteiger, die mit OC keine Erfahrung haben, bekommen nach oben ein wenig Platz zum spielen. Wenn man den TU106-Chip auch langfristig an seine Grenzen treiben will, sollte man vielleicht doch zu einem Top-End Modell greifen, zahlt dafür dann aber entsprechend Aufpreis.


Fazit
Ich wiederhole hier mehr oder weniger die Einleitung. Ich möchte Spiele auf höchsten Einstellungen mit hoher Refresh-Rate spielen und befinde, dass GIGABYTEs Windforce OC RTX 2060 dafür wie geschaffen ist. Vielleicht ändert sich meine Meinung noch einmal insbesondere im Bezug auf meine 2080, wenn ich einen neuen Prozessor habe. Bis dahin aber ist die Leistung beider Karten für mich fast identisch und das zeigt mir nicht nur wie alt mein Prozessor ist, sondern wie sehr ich die 2060 unterschätzt habe. Vor den anderen Ausführungen ihrer Art muss sie sich nicht verstecken und man bekommt an Spaß was man an Preis zahlt, aber es fällt mir schwer etwas zu finden womit sie sich wirklich abhebt. Ihr schwächster Punkt ist der Kühler, den man doch recht schnell an seine Grenzen bekommt. So wirklich negativ anrechnen kann ich das aber nicht, da die Karte nicht als hyperkrass übertaktbares Top-End Modell vermarktet wird und der Preis damit konsistent ist. Am liebsten würde ich 4.5 Sterne vergeben, da ich ansonsten aber echt nichts zu meckern habe werden's im Shop 5.
2 von 3 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
5 5
     am 28.06.2019
Produkttester
Zuerst vorweg: Diese Grafikkarte wurde mir von Mindfactory im Rahmen der Testers Keepers Aktion zugestellt - danke dafür, das nimmt aber in keinerlei Hinsicht Einfluss auf meine Bewertung.

Testsystem:
Eingebaut habe ich die Grafikkarte in meinem System, laufen wird sie aber bei meinem Bruder, der ein Upgrade bitterlich nötig hat (GTX 960 4GB).

Bei mir im System ist verbaut:
i7 7700K @4.8 GHz
Arctic Liquid Freezer 240 mit 4x Corsair SP120 RGB in der Front, Push Pull als Intake
ASRock Z270M Extreme4
4x 8GB Crucial Ballistix Sports LT 2400MHz
Seasonic Focus Plus 650W Platinum
Zotac GTX 1080 Ti Mini
2x Corsair SP120 oben als Exhaust
2x Arctic F8 PWM hinten als Exhaust
1x Silverstone Slim 120mm unter der GPU als Intake
im Corsair Air 240

Getestet wurde die GPU auf meinem System zuerst mit ASUS Rog Realbench um die Temperatur zu überprüfen, und es wurde ein 3d Mark Benchmark (Time Spy, non 4k Version) durchgeführt. Anschließend wurden auf meinem PC einige Spiele in Full HD getestet.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Grafikkarte kam in einem gut gepolsterten Karton an, war dazu noch in eine antistatische Tüte gepackt. Kaputtgehen kann also nichts, wie man auf den Bildern sieht, meine EVGA GTX 1060 war weniger gepolstert verpackt.
Allerdings ist der Lieferumfang für eine 370¤ Karte eher spärlich - dabei waren eine CD mit Treibern und eine Bedienungsanleitung, also keine Stromadapterkabel oder Aufkleber.

Design:
Das Design ist schlicht und minimalistisch, aber dennoch modern. Die GPU ist in matten Schwarz- und Grautönen gehalten und kommt ihrer Preisklasse entsprechend hochwertig daher. Ich persönlich finde es gut, dass die GPU nicht mit RGB Spielereien überladen ist. Auch toll ist die schöne schlichte schwarze Backplate, welche in der 1060/2060 Preisklasse nicht unbedingt selbstverständlich ist (meine alte 1060 von Evga hatte beispielsweise keine).
Die Grafikkarte ist also toll für eher schlichtere Systeme geeignet, die dennoch eine leistungsstarke GPU suchen, aber bei der Kühlleistung keine Abstriche machen wollen.
Ich finde die GPU sogar recht groß für die xx60er Klasse, sie ist deutlich größer als meine EVGA 1060 und auch viel größer als die Zotac 1080 Ti Mini. Problematisch wird es aber in normalgroßen Gehäusen nicht - mit meinem Air 240 wurde es aber eng, ich musste beispielsweise meine AiO komplett abmontieren, und die Grafikkarte einbauen, erst dann kam die AiO wieder rein. Auch konnte ich nicht wie bei der 1080 Ti die Schläuche der AiO hinter der GPU führen, sondern habe sie jetzt seitlich über die GPU gelegt, siehe Bilder. Ich persönlich finde die GPU schon viel zu groß für kleine Gehäuse, aber in normalen Midi Towern ist das in der Regel kein Problem. Die Abmessungen sind:
L=264.9 W=120.58 H=40.41 mm
Interessant finde ich das Lüfterkonzept, die beiden 100mm Lüfter drehen sich in entgegengesetzte Richtungen (dh einer links rum, der andere rechts), was laut Gigabyte in einer effektiveren Kühlung resultieren soll.

Verarbeitung:
Die Grafikkarte ist von der Verarbeitung her in etwa auf einer Stufe mit meiner Zotac 1080 Ti, welche allerdings eine Metallbackplate und keine aus Plastik wie die Gigabyte hier hat. Sie wirkt aber dennoch einen Tacken weniger hochwertig verarbeitet als meine EVGA GTX 1060 (wobei ich die Verarbeitung von EVGA Karten auch als führend betrachte, ähnlich toll fassen sich meiner Meinung nach nur die Sapphire Karten an). Zwischen Backplate und Kühllösung ist ein kleiner Spalt zwischen den beiden Plastikabdeckungen, was meiner Meinung nach etwas schlampig aussieht. Ansonsten fasst sich die Karte aber gut an, und wirkt durchaus solide, es klappert nichts. Bei Druck knarzt die Backplate leicht, das ist aber nicht weiter schlimm, liegt vermutlich am verwendeten Plastik.

Geschwindigkeit und Leistung:
Die GPU ist die schwächste Nvidia Raytracing GPU, Raytracing mit ihr soll wohl auch noch nicht so Spaß machen, getestet habe ich es auch nicht, da mir keine Spiele vorliegen, die diese Fähigkeit haben. Die Karte ist von Werk aus leicht übertaktet mit einem Core Clock von 1770 MHz (Stock: 1680 MHz).
Die Karte erzielte folgende Werte in denen zuerst beschriebenen Systemen in den jeweiligen Games und Benchmarks:

Mit i7-7700K, 32 GB RAM, Full HD, alle Einstellungen auf Ultra

3d Mark Time Spy: 49,16 FPS in GPU-Test 1, 44,31 FPS in GPU-Test 2, Punkte: 7640
Anno 1800: circa 125 FPS - allerdings kam ich noch nicht dazu, das Spiel wirklich zu spielen, deswegen war die Stadt winzig, sprich early game. Im späteren Verlauf ist Anno 1800 aber sowieso eher CPU-lastig.
Cities Skylines: circa 35 FPS, allerdings habe ich um die 1200 Assets installiert und mehrere Mods und die Stadt ist schon über 70000 Einwohner groß Das Spiel ist einfach unglaublich Ressourcenhungrig, wenn man nicht Vanilla spielt. Vanilla FPS sind hier so um die 63 in einer Stadt mit 15000 Einwohnern. (das Spiel futtert eher CPU und RAM, und ist auch echt scheiße optimiert imho)
Civilization VI: circa 75-85 FPS, Runde 306, Midgame, x Zivilisationen, war mein letzter Spielstand
Fallout 4 mit Grafikmods: circa 80 FPS in Bunker Hill, Siedlung Starlight Drive in ca 90 FPS
No Mans Sky: circa 95-105 FPS
Skyrim Special Edition mit Grafikmods: konstante 60 FPS, Vsync ausschalten ist bei dem Game nicht zu empfehlen (habe nämlich nur einen 60Hz Monitor) und es läuft auch nicht besser bei mehr als 60 FPS.

Die Leistung ist also für modernes Full HD Gaming mit 60Hz auf Ultra perfekt, auch für 144Hz ist die GPU noch ausreichend, wenn man Abstriche bei den Einstellungen macht, für WQHD und 144Hz empfehle ich eher eine RTX 2070. Für 4K darf es dann schon eher in Richtung GTX 1080 Ti / RTX 2080 / RTX 2080 Ti gehen. Im Vergleich zu meiner 1080 Ti schneidet die RTX 2060 natürlich schlechter ab, nichts desto trotz ist sie eine gute Karte für Full HD Gaming über Jahre hinweg. Mein Bruder jedoch freute sich - die RTX 2060 lässt die alte GTX 960 wirklich schlecht aussehen.

Temperatur und Lautstärke
Die GPU ist zwar kein Eisklotz wie meine alte EVGA 1060, die wirklich NIE heißer als 60 Grad wurde, wird aber auch nie heißer als 80 Grad - und dabei auch noch annehmbar leise, kein Vergleich zu meiner 1080 Ti, die unter Gaminglast wie ein Fön klingt und dazu noch die 80 Grad bei weitem überschreitet, bis ca 84 Grad und dann das Thermal Throttling einsetzt. Ich habe die Temperaturen via HWinfo in beiden System während der Last ausgelesen, anbei kurz die Durchschnitts- sowie Höchsttemperaturen während den Benchmarks und den verschiedenen Spielen sowie die Lüfterdrehzahlen. Im Idle und beim Surfen etc sind die Lüfter aus - lobenswert! Beim Benchen, Stresstest und Spielen hört man die GPU zwar, da der Lüfter anspringt, aber es ist jetzt nicht unangenehm, es ist lediglich ein leises Rauschen durch den Luftstrom wahrnehmbar, kein Tosen, kein Spulenfiepen, kein Rattern und Klappern.

Mit i7-7700K, 32 GB RAM, Full HD, alle Einstellungen auf Ultra

Idle/Surfen/Office: um die 43 Grad, Lüfter aus!
3d Mark Time Spy: 75 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max. 1813 rpm
Asus ROG Realbench: 74 Grad Maximum, 65 Grad Durchschnitt, Lüfter max. 1823 rpm (87% der Maximaldrehzahl - immer noch verdammt leise dafür!)
Anno 1800: 74 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max 2064 rpm (aber immer noch angenehm leise!)
Cities Skylines: 55 Grad Maximum, 50 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1550 rpm
Civilization VI: 77 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1853 rpm
Fallout 4 mit Grafikmods: 76 Grad Maximum, 72 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1840 rpm
No Mans Sky: 76 Grad Maximum, 70 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1837 rpm
Skyrim Special Edition mit Grafikmods: 64 Grad Maximum, 60 Grad Durchschnitt, Lüfter max 1744 rpm

Verbrauch unter Last:
Die Grafikkarte wird mit einem 1x 8-Pin Stecker mit dem Netzteil verbunden und erfordert laut Gigabyte ein mindestens 500W Netzteil. Ich habe den ungefähren Verbrauch der GPU in HWInfo ausgelesen, sowie ein Strommessgerät zwischen Netzstecker und Steckdose des Rechners geklemmt, um den Gesamtverbrauch des Systems zu messen.

Mit i7-7700K:
Benchmark: 290-300 Watt bei Asus Rog Realbench, Verbrauch Gesamtsystem laut Stromzähler, GPU laut HW Info zwischen 140-150 Watt.
Spielelast: 270-280 Watt laut Stromzähler, GPU laut HW Info (No Mans Sky lief) ca 170 Watt maximum, 120 Watt durchschnitt.

Die RTX 2060 futtert also ganz gut Strom, mit 170 Watt Spitzen muss man Rechnen, ich unterschreibe die Empfehlung von Gigabyte nach einem 500 Watt Netzteil Minimum, je nachdem, was sonst noch drin ist an CPU, Laufwerken etc, kann man unter Volllast die 300 Watt locker knacken. Mein System mit eingebauter 1080 Ti verbraucht circa 330 Watt bei Realbench, was nochmal verdeutlicht, wie energiehungrig die RTX 2060 für eine Upper Mid-Range Karte ist, gerade im Vergleich zu der Vorgängergeneration Pascal sind die Turing Karten deutlich stromfressender, was u.A. auch an der Raytracingfähigkeit liegt.

Preis/Leistung:
Die Gigabyte Windforce RTX 2060 OC ist ein gutes, empfehlenswertes Custom Design der RTX 2060 mit einer intelligenten Kühllösung, die die Karte leise kühlt. Das Design ist gelungen, bietet jedoch keinerlei RGB Spielereien. Wenn man auf der Mindfactoryseite schaut, ist die GPU einer der teureren RTX 2060 Karten, die momentan bei 317¤ losgehen. Die Karte ist etwas schneller als eine GTX 1070, jedoch hat sie nur 6GB Speicher. Ich persönlich finde die Karte gut für einen Midrange Budget Gaming PC, würde aber nicht mehr als 320¤ für eine RTX 2060 zahlen. Hardware ist in den letzten Jahren aber allgemein teurer geworden, und die RTX Serie glänzt nicht unbedingt durch niedrige Preise.

Vergleich zu anderen Produkten:
Von den drei Grafikkarten, die hier noch rumliegen (GTX 960 4GB Gainward, GTX 1060 6GB EVGA, GTX 1080 Ti Mini Zotac) ist diese hier definitiv die ansehnlichste in ihren schlichten schwarz- und grautönen, und sie ist ebenso wie die EVGA für die Mittelklasse (xx60er Karten) hochwertig verarbeitet. Von der Kühllösung bin ich persönlich auch angetan - hat mMn von allen GPUs, die ich hier rumliegen habe, die beste und intelligenteste Kühllösung mit den entgegengesetzt drehenden Lüftern, die auch in einer kühlen GPU mit geringer Lautstärke resultiert. Leistungsmäßig Vergleiche zu ziehen halte ich hier für überflüssig, auf Benchmarkseiten ist ersichtlich, um wie viel schneller oder langsamer die GPUs einer neuen Generation so sind - und es ist ja klar, dass eine 1080 Ti immer noch schneller ist, die RTX 2060 aber deutlich schneller als ihre Äquivalente (GTX 960 und 1060) aus den Vorgängergenerationen ist.

Fazit:
Ich empfehle die Karte, wenn man Wert auf eine hochwertige, leise Kühllösung legt und einem RGB-Spielereien egal sind. Die Karte beeindruckt durch niedrige Lautstärke bei annehmbaren Temperaturen. Sie liefert konstant hohe FPS in allen modernen Spielen in Full HD. Perfekte Grafikkarte für einen guten Mittelklassegaming-PC a la Ryzen 5 2600X - allerdings meiner Meinung nach circa 30-40¤ zu teuer, das liegt aber wohl an der generellen Preisinflation bei Hardware im allgemeinen und den RTX Karten im besonderen. Abschließend möchte ich noch sagen, dass die bei mir gemessenen Temperaturen und FPS in keiner Weise bei Euch identisch sein müssen - CPU und RAM spielen hier auch eine Rolle.

Ich gebe der Karte 4.5 Sterne, da das hier aber nicht geht runde ich auf 5 auf.

Bilder im Forum hier: https://forum.mindfactory.de/t106493-testers-keepers-gigabyte-rtx-2060-windforce-oc-6g.html#post1167005
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