Produkttester
Endorfy Ventum 200 ARGB
- Vorwort -
Im Rahmen von Mindfactory`s Testers Keepers Aktion habe ich das Endorfy Ventum 200 ARGB kostenfrei zum Testen erhalten.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Mindfactory bedanken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, dieses Produkt testen zu dürfen.
Ich werde mich bemühen eine objektive und konkrete Bewertung abzuliefern.
Nun zum Produkt.
- Verpackung u. Lieferumfang -
Das Ventum 200 kommt in einem klassisch braunen Karton mit minimalistisch schwarzen und blauen Akzenten wie Hersteller- u. Produktname, Spezifikationen, QR-Code und einer Explosionszeichnung des Gehäuses.
Hervorgehoben werden die vier vorinstallierten Stratum 120 mm ARGB PWM Lüfter, das Tempered Glass sowie das abnehmbare Meshgitter an der Front und die magnetische Staubfiltermatte im Top des Gehäuses.
Im Inneren befindet sich das Gehäuse gut geschützt von zwei Styroporschichten und Kunststofffolie umhüllt.
Das mitgelieferte Päckchen mit Schrauben, PCIe Blenden und Kabelbindern befindet sich gut fixiert im Gehäuse.
Beim Entpacken fallen mir hier persönlich sofort das geringe Gewicht und Abmaße des Gehäuses auf.
Im Lieferumfang enthalten sind:
4x vorinstallierte Endorfy Stratum 120 mm PWM-ARGB Lüfter
2x magnetische Staubschutzmatten
1x Lüfter- ARGB- Steuerung
1x bedruckte Übersicht der Komponenten
1x ein Päckchen mit Schrauben, Kabelbinder und PCIe-Blenden
- Design u. Verarbeitung -
Das Endorfy Ventum 200 ARGB kommt als sehr kompaktes Gehäuse mit echtem Tempered Glass Seitenpanel daher und zeichnet sich durch schlichte Eleganz aus, welches mit seinen vier vorinstallierten ARGB Lüftern (drei in der Front und einem an der Rückseite) dezente und keine übertriebenen Akzente setzt.
Die Lüfter sind allesamt an dem im Lieferumfang enthaltenen Splitter angeschlossen, über den sich PWM- u. ARGB Signal von insgesamt 5 Lüftern mit gängigen Mainboard-Plattformen ansteuern lassen.
Insgesamt können 7 Lüfter im Gehäuse verbaut werden.
Mögliche Konfigurationen wären dabei drei 120 mm oder zwei 140 mm Lüfter in der Front,
zwei 120 mm Lüfter im Top, ein 120 mm Lüfter an der Rückseite und ein 120 mm Lüfter im Boden des Gehäuses.
Die Endorfy Stratus 120 PWM ARGB Lüfter sind einfach und dezent gehalten, verfügen über einzeln adressierbare ARGB LEDs welche das milchige Rotorblatt gleichmäßig erstrahlen lassen, aber leider in der Preisklasse keine Entkoppelung per Gummi- o. Silicon-Pads zur schwingungsfreien Montage mit sich bringen.
Sie können aber dennoch optisch überzeugen.
Auf der Oberseite befinden sich dem dezenten Design entsprechend, neben der magnetischen Staubschutzmatte (welche sich auch auf der Unterseite wiederfindet) der Power- u. Reset-Button zwei USB3-A sowie Kopfhörer- u. Mikrofonbuchsen.
Werkseitig wird hier der Reset-Button für die ARGB Steuerung der Lüfter verwendet, mit dem sich die gehäuseeigenen ARGB Modi durchschalten lassen.
Möchte man die ARGB-Funktion gern über das Mainbaord steuern, lässt sich der Reset-Button auch wieder seiner eigentlichen Funktion entsprechend verkabeln.
Trotz seiner geringen Abmaße von 373x440x216 mm bietet es genügend Platz für Mini-ITX, µATX, mATX und ATX Mainbords,
Radiatoren mit bis zu 360 mm Länge in der Front,
240 mm im Top und 120 mm in der Rückseite des Gehäuses,
Grafikkarten mit bis zu 315 mm Länge (ohne Radiator in der Front),
CPU-Kühler bis 161 mm Höhe und
Netzteile bis 180 mm Länge.
Hierbei ist zu beachten das je nach Größe der VRM-Kühlkörper bzw. der Verkleidung des I/O Panels auf dem Mainboard, der Platz für einen 240 mm Radiator mit entsprechenden Lüftern im Deckel des Gehäuses nicht mehr gegeben ist.
Es können drei SSDs oder zwei SSDs und eine HDD als Speicherlösung verbaut werden.
Da sich moderne Speicherlösungen voraussichtlich in Richtung M.2 SSD bzw. SSD entwickeln werden, sollte diese Lösung aus meiner Sicht ausreichend sein.
An der Verarbeitung lässt sich auf den ersten Blick nichts bemängeln.
Die Lackierung weißt keine Fehler auf, das Tempered Glass ist beidseitig mit einer entfernbaren Folie geschützt, die Spaltmaße sind in Ordnung, alle Teile sind entgratet und ohne scharfe Kanten.
Auf den zweiten Blick fällt das dünnere Material auf, welches sich doch bei größerer Belastung leicht verwinden oder biegen lässt.
Hier würde ich mir persönlich etwas mehr Steifigkeit wünschen.
- Montage -
Verglichen mit anderen Gehäusen bietet das Endorfy Ventum 200 ARGB weniger Platz.
Die Montage gestaltet sich aber insgesamt als unkompliziert, wenn man die Komponenten, wie in meinem Fall, nach einem bestimmten Schema einbaut.
Das Netzteil und das Mainboard wurden zuerst verbaut, im zweiten Schritt wurden Radiator plus Lüfter in der Front des Gehäuses befestigt, im dritten Schritt wurden die Grafikarte und Festplatten verbaut und zu guter Letzt das Kabelmanagement.
Bei der Verarbeitung der Schrauben und Gewinde ist etwas Vorsicht geboten.
- Leistung -
In Bezug auf Leistung erfüllt das Gehäuse seine grundlegende Aufgabe, Komponenten sicher zu beherbergen und eine gute bis sehr gute Kühlung zu gewährleisten, mit kleinen Abstrichen bei Materialdicke und Steifigkeit.
Die vorinstallierten Lüfter bieten eine angemessene Belüftung, mit minimalem Verbesserungspotential in den Punkten Lautheit, Kühlleistung und Design.
Wer es gerne etwas leiser und effizienter in der Lüfter-Preisklasse wünscht, dem
kann ich persönlich die Arctic P12 PWM-ARGB guten Gewissens weiterempfehlen.
Diese lassen zudem noch eine Entkoppelung per Gummi-Pads zur schwingungsfreien Montage zu.
- Peis-/Leistung -
Das Endorfy Ventum 200 ARGB bietet eine vernünftige Preis-Leistungs-Balance.
Der Preis spiegelt angemessen die Qualität, das Design und die mitgelieferten Funktionen wieder.
Während es möglicherweise Konkurrenten wie MSI, BeQuiet oder Fractal Design gibt, die mit ähnlichen Eigenschaften zu einem vergleichbaren Preis aufwarten, bleibt das Ventum 200 eine attraktive Option für Anwender, die ein modernes Gehäuse mit visuellen Akzenten suchen, ohne das Budget zu überstrapazieren.
- Haltbarkeit -
Im Vergleich zu anderen Gehäusen in derselben Preisklasse bietet das Enorfy Ventum 200 ARGB eine durchschnittliche bis gute Haltbarkeit.
Die Verwendung von gehärtetem Glas und Metall vermittelt eine gewisse Stabilität.
Dennoch ist es ratsam, vorsichtig mit dem Gehäuse umzugehen, um Kratzer, Verwindungen und Beschädigungen zu vermeiden.
Es gibt möglicherweise Gehäuseoptionen in der Preisklasse, die eine noch robustere Konstruktion aufweisen.
- Fazit -
Insgesamt präsentiert sich das Endorfy Ventum 200 ARGB Gehäuse als eine attraktive Option für Benutzer, die ein minimalistisches Design, eine anpassbare Beleuchtung und einen integrierten Splitter für die 4 vorinstallierten ARGB Lüfter wünschen.
Die Montage ist größtenteils unkompliziert, die Leistung ist angemessen und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist vernünftig.
Während es Raum für Verbesserungen gibt, bietet das Gehäuse eine solide Grundlage für die Zusammenstellung eines schönen und kompakten Systems.
Mit freundlichen Grüßen
David