Verifizierter Kauf
Was kann man großartig über den Prozesser sagen, was nicht ohnehin schon über einschlägige Medien hinreichend getestet wurde?!
Top-Leistung, richtig flott und dabei recht kühl.
Rig-Aufbau
Ich habe den 5600X auf ein MSI X570 Tomahawk geschraubt, dazu gibts eine WaKü von MSI (CoreLiquid 240) und 32 GB RAM von Crucial @3600 Mhz mit den Timings 16-18-18.
Mein Vergleichsaufbau vorher:
Ryzen 5 2600X, ASUS TUF B450 Plus Gaming, Kühler Cooler Master Hyper 412R, 16 GB RAM G.Skill FlareX 3200 Mhz @CL 14-14-14.
Messwerte
Man merkt sehr schnell den Temperaturanstieg wenn der Prozessor beansprucht wird. Dann habe ich sehr fix ca. 70 Grad anliegen, die dann aber auch konstant bleiben.
Manuelles OC findet bei mir nicht statt, Langlebigkeit ist mir da wichtiger. Dadurch boostet der Prozessor im Automatikmodus hoch, den ich ihm im DragonCenter vorgebe.
Empfinden Desktopbetrieb
Ich habe regelmäßig mehrere Fenster und Programme offen, zwischen denen ich hin und her switche. Hier ist ein spürbarer Geschwindigekitsvorteil gegenüber dem 2600X zu spüren. Die Reaktionszeit ist schneller, die Ladezeit kürzer. Das schafft eine geiwsse Komfortzone.
Dadurch, dass ich eine PCIe 4.0 M.2 Platte im Einsatz habe, habe ich diese auch durchgemessen und es liegen ca. 5 GB Lesegeschwindigkeit an. Gegenüber den 3.5 GB vorher ist das sicherlich mess- aber nicht spürbar.
Empfinden Gaming
Da mir der Umgang mit diversen Benchmarktools abgeht, kann ich den Gamingbetrieb nicht in Zahlen belegen, sondern schildere mein subjektives Emfpinden. Da meine RTX 3080 noch nicht da ist, kommt meine altgediente GTX 1060 zum Einsatz.
Klar, die GPU ist der Bottleneck, ich habe nicht auf einmal 20 Fps mehr in WQHD. Hexen kann der 5600X auch nicht. Was aber spürbar auffällt: Die Framedrops sind spürbar geringer als mit dem 2600X. Mag auch dem Zusammenspiel mit den 3600ern geschuldet sein, die aber von den Zugriffszeiten ein wenig langsamer sind als die der FlareX (8,75ns vs 8,89ns bzw. 10ns). Den Arbeitsspeicher hatte ich vorher auch nicht voll, das konnte ich über den MSI Afterburner sehen. Im Höchstfall waren das 9 GB RAM, sodass man die Verbesserung eindeutig dem Prozessor zuschreiben kann.
Das Spielempfinden ist dadurch auch bei einer älteren Grafikkarte angenehmer und flüssiger.
Fazit
Man merkt den Generationssprung teils deutlich, teils etwas weniger intensiv. Der Prozessor ist durch seine verbauten Technologien für die kommenden Neurungen besten gerüstet; insbesondere:
- Resizable BAR
- DirectStorage
Upgradeempfehlung
Für diejenigen, die einen ZEN2, also Ryzen 3000, verbaut haben: Wartet auf die nächste Generation. Die Mehrleistung ist ein Luxusproblem.
Für ZEN und ZEN+: Ihr könnte ohne Bedenken zugreifen. Man merkt, dass die alten Plattformen im Vergleich angestaubt sind. Gerade wenn ihr überlegt, euch eine RTX30 oder AMD6000 zuzulegen, solltet ihr euren Prozessor auffrischen, da dieser sonst zum Flaschenhals wird und euer PC nicht das Potential eurere Grafikkarte ausschöpft.
Und zur Differenzierung zum Ryzen 7 5800X:
Seid ihr Gamer lohnt sich der Mehrpreis ungefähr 0. Der Aufpreis beträgt knapp 50% und ihr erhaltet ein Leistungsplus von deutlich weniger als 5%.
Seid ihr Streamer: Überlegt euch, in welcher Auflösung ihr streamt. Für Full-HD nehmt einen 12 oder 16-Kerner, da hier der Prozessor richtig arbeiten muss. Bei WQHD relativiert sich das (hier macht ggf. schon der 5800X fast keinen Sinn mehr) und bei 4K reicht der Ryzen 5 5600X dicke aus.