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Artikelbeschreibung

Seit dem 31.08.2018 im Sortiment

Ganz gleich ob Sie High-End-Gaming- und Multimediasysteme, extrem leise luftgekühlte Systeme, übertaktete und besonders leise wassergekühlte PCs oder schnell zu modifizierende Konfigurationen wünschen, das be quiet! Silent Base 601 bietet die idealen Voraussetzungen.

Dank der verbesserten geräuschreduzierenden Lufteinlässe und den zwei vorinstallierten Pure Wings 2 140mm Lüfter wird eine exzellente Luftströmung bei maximaler Geräuschlosigkeit geboten. Extra dicke Dämmmatten von 10 mm sind an der Vorder- und Rückseite sowie an den Seiten angebracht.

Mit der 3-Stufen-Lüftersteuerung können problemlos bis zu 3 Lüfter gesteuert werden. Dank des PSU-Cover und des ausgeklügelten HDD-Slot-Cover bietet das Silent Base 601 einen aufgeräumten Innenraum und somit eine verbesserte Luftzirkulation.

Die Installation des Netzteils erfolgt in wenigen Schritten von der Rückseite des Gehäuses aus. Herausnehmbare Halterungen ermöglichen darüber hinaus die einfache Installation von Radiatoren bis zu einer Größe von 360 mm. Im großzügig gemessenen Innenraum finden sogar E-ATX-Mainboards, große Kühler und Grafikkarten ihren Platz.


Technische Daten

Allgemein:
Modellname: Silent Base 601
Typ: Midi Tower
Netzteil: ohne Netzteil
Farbe: schwarz
Einschübe: 3x 3.5 Zoll (intern), 6x 2.5 Zoll (intern)
Installierte Lüfter: 1x 120mm, 1x 140mm
Erweiterbare Lüfter: 6x 120mm, 6x 140mm
Formfaktor: ATX, EATX, mATX, mITX
Erweiterungsslots: 9x
Frontanschlüsse: 1x Kopfhoerer, 1x MIC, 1x USB 2.0, 2x USB 3.0
Fenster: Nein
Dämmung: Ja
Besonderheiten: CPU-Kühler bis max. 185mm, Grafikkarten bis max. 287mm, Kabelmanagement, Lueftersteuerung, Staubfilter, variable Lüfteranzahl
Länge: 532 mm
Breite: 240 mm
Höhe: 514 mm

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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5 5
     am 25.10.2018
Anlass dieses Reviews ist meine Teilnahme am Testers Keepers Programm von Mindfactory, bei dem ich ein "be quiet! 601 Gehäuse" in schwarz und ohne Sichtscheibe testen darf.

# Die Vorgeschichte

Alles hat einen Anfang. Schon als kleines Kind entdeckte ich meine Leidenschaft für Computer und Computerspiele. Fortan begleitete mich diese Leidenschaft und ihr folgten dann entsprechende Computer.

Vor ziemlich genau acht Jahren und drei Monaten - ich hatte mein Abi in der Tasche und der verlängerte Grundwehrdienst war auch schon zur Hälfte vorbei - kam dann mein erster, selbst gebauter PC. Im jugendlichen Eifer wollte ich natürlich alles: Leistung, Platz für weitere Aufrüstungen (CPU, GPU), Platz für Erweiterungen (Soundkarte, Festplatten, Laufwerke, Fernsehkarte, Killer Gaming Netzwerkkarte), gute Kühlung und Haltbarkeit, da er mindestens die nächsten fünf Jahre Informatikstudium überstehen muss. Damals fiel die Wahl auf einen Big Tower aus der Serie HAF von CoolerMaster (die Details sind im Anhang).

In den oben genannten Jahren lernte ich jedoch einiges dazu. Ich übertaktete den PC nicht. Die Grafikkarte erneuerte ich nur wegen eines Defektes (die Karte konnte ich im Nachhinein noch mal zur Funktionsfähigkeit zurückbacken). Ich baute mehr Komponenten aus als ein. Nur mit SSDs rüstete ich nach. Auch die Vorstellung, dass ich das Gehäuse später für einen neuen Computer nutzen würde, stellt sich als kurzsichtig heraus. Am schlimmsten war jedoch die Erkenntnis, dass man den PC hört, bevor man ihn sieht. Den Rechner im Idle laufen zu lassen war also nicht sonderlich angenehm.

Doch jetzt soll alles anders werden. Nach jetzt gut einem Jahr aus dem Studium ist es Zeit für die nächste Iteration. Mit acht Dienstjahren ist mein alter Rechner nun reif für den Ruhestand (oder andere Aufgaben) . Auch meine Anforderungen haben sich geändert. Ein Big Tower ist unnötig. Raum brauche ich nur genau so viel wie nötig. Der Alltagsbetrieb soll auf einen Laptop ausgelagert werden, sodass auch nicht unnötig viele Festplatten im Gehäuse Platz finden müssen - andere Laufwerke wie DVD erst recht nicht. Bei der Lautstärke halte ich es wie bei meinem Staubsauger - Leistung steht nicht in Zusammenhang mit Lautstärke. Daher kommt mir "be quiet!" gerade recht. Zu guter Letzt soll der Rechner auch unscheinbar sein, sodass er auch im Wohnzimmer nicht unangenehm auffällt. Hier ist auch blinkender Gaming-Hardware meist nicht hilfreich.
Daher kommen wir zurück auf das eigentliche Thema: Das be quiet! 601 Gehäuse in schwarz und ohne Fenster. Also leise, unscheinbar - und doch auch elegant. Es soll aber nicht die einzige "be quiet!"- Komponente in meinem Rechner bleiben.

# Der erste Blick:

Die Verpackung überrascht auf den ersten Blick. So groß habe ich ihn mir gar nicht vorgestellt. Ein direkter Vergleich zeigt, dass er sich in der Breite nicht hinter dem Big Tower versteckt. In der Länge ist er etwas kürzer und ein ganzes Stück niedriger. Durch niedrigere Höhe und das schnörkellose und geradlinige Design wirkt er nicht so brachial und erdrückend. Daher bietet er auch dem Staub eine geringere Angriffsfläche.

Die Front zeigt sich simpel und zeitlos. Da die Anschlüsse auf dem Deckel angebracht sind, können alle Lüftungs- und Einbauschächte durch eine Blende verdeckt werden. Zu den Seiten wird die Linienführung nur je durch einen Schlitz und ein Lüftungseinlass unterbrochen. Die Blende selbst ist Außen aus Metall. Insgesamt wirkt der Anblick sehr wertig und unscheinbar.
Die Gehäuseanschlüsse wie Powerbutton, LEDs, Audio und USB-Anschlüsse befinden sich auf der Oberseite. So ist die Front frei von irgendwelchen optischen Unterbrechungen - das gefällt mir. Den Resetbutton übersieht man zuerst, da er dem HDD LED stark ähnelt.
Be quiet richtete die LEDs für Power und HDD nach oben aus. Da bleibt mir die Hoffnung, dass die LEDs nicht - wie beim CoolerMaster - als Todesstrahlen blendend gradeaus gesendet werden. Das würde einem Einsatz im Wohnzimmer ohne Weiteres im Wege stehen.
Die Drehzahlreglung in drei Stufen ist ein nettes Gimmick. Bei meinem alten Rechner hatte ich so etwas auch für den CPU-Kühler als PCI-Karte, mit dem Resultat, dass ich sie immer auf MAX gedreht ließ. Ob ich dieses Feature nutzen werde, ist also noch fraglich. Nach Möglichkeit sollte das Motherboard die Lüfter steuern, um optimale Bedienungen für die Leistungsentfaltung zu schaffen.
Weiterhin befinden sich auf der hinteren Seite sechs Lüftungsschlitze. Das Design entkräftigt damit eine meiner unbegründeten Ängste. Das CoolerMaster Gehäuse hat nach oben nur ein Lüftungsgitter. Würde man irgendwelche Flüssigkeiten darauf verschütten, so würden diese ungehindert in das Innere laufen. Unbegründet ist die Angst daher, dass das Gehäuse immer sicher unter einem Tisch stand. Schlafen könnte ich bei dem Design von be quiet! jedoch besser.

Auf der Rückseite sieht man die Öffnungen für Motherboard und Netzteil. Es sind dabei auch zwei extra Blenden zu sehen, die senkrecht neben den regulären PCI-Blenden angebracht sind. Laut Anleitung dienen sie dem senkrechten Einbau einer Grafikkarte. Leider liegt kein PCI Kabel dabei, um dies auszuprobieren. Meinem kleinen Motherboard wäre dies sicher eine willkommene Entlastung. Eine weitere kleine rechteckige Öffnung erschließt sich mir jedoch nicht.

Von unten wird ein Blick auf einen Staubfilter und einen dahinter liegendes Lüftungsgitter gewährt. Dort wird vor allem das Netzteil mit ausreichend Luft versorgt.

# Der erste Blick hinein

Die Blende vorne lässt sich mit etwas Druck nach oben schieben und gibt so den Blick auf den Staubfilter und den ersten Lüfter frei. Auf der Innseite des Frontpanels ist ein Kunststoffeinsatz, auf dem eine Dämmmatte befestigt ist. Dass die Haltenasen bei Kunststoff eher abbrechen können als bei Metall, ist für mich kein Problem. Ich habe nicht die Absicht das Gehäuse ständig zu öffnen und zu schließen. Es ist auch von außen nicht sichtbar, sodass es auch optisch nicht störend auffällt.

Die seitlichen Klappen lassen sich durch Druck auf einen Knopf an der Rückseite entriegeln. Sie öffnen dabei leicht zur Seite und müssen dann nach oben aus ihrer Verankerung geschoben/gezogen werden. Der Mechanismus an der Oberseite besteht ebenfalls aus Kunststoff. Die Seitenpanels haben an den seitlichen und an der oberen Kante eine Gummilippe, die das Gehäuse klapperfrei abdichten.

Beim Öffnen des Gehäuses fiel mir sofort die lose Pappschachtel auf und ein Kabelbinder, der verloren am oberen Deckel des Gehäuses hängt. Anscheinend hat sich die Box während des Transportes gelöst und auch eine kleine Delle in der Dämmschutzmatte hinterlassen. Das ist jedoch halb so wild (oder so hoffe ich als Laie).

Danach wird der Blick sofort vom schwarz lackierten Innenraum eingefangen. Die einheitliche schwarze Farbe für außen und innen wirkt edel und man hält kurz inne. Mit einem weiteren Blick fallen die Details auf wie die liebevoll eingestanzten "be quiet!"-Logos und Hilfsmarkierung für die Motherboardplatzierung (6 Innen 2, 3 und 4). Das ist der erste Moment, wo ich etwas bereue, dass ich niemanden einen Blick darauf gewähren kann (z. B. durch ein Seitenfenster). Darauf folgt jedoch Ernüchterung. Die sehr robust wirkende Platte wird später durch das Motherboard und diverse Kabel verdeckt. Das Fehlen von fest eingebauten Einbauschächten wirkt neu und erfrischend. Dadurch hat nicht nur das Gefühl, dass mehr Platz ist. Beim Cooler-Master wirkt der Blick ins Innere eher nüchtern und langweilig.

Ein weiterer Blick lässt die zwei Pure Wings 2 Lüfter erkennen. Diese sind von Werk aus mit der dreistufigen Lüftersteuerung verbunden.

Richtet man den Blick nun nach oben, so macht sich die Lüfterhalterung sichtbar, die bis zu drei Lüfter aufnehmen kann. Dahinter befindet sich eine weitere Dämmmatte und auf der linken Seite sieht man die sechs Lüftungsschlitze.

Auf der Unterseite befindet sich eine Abdeckung, die die Einbauposition des Netzteils verdeckt. Zur Front sind zwei Platten zu erkennen, die sich entfernen lassen.

Nun wenden wir uns der anderen Seite zu. Man entfernt in gleicher Manier das Seitenteil, welches den Blick sowohl auf die Rückseite der Grundplatte als auch auf das Innere der Netzteilabdeckung freigibt.
Auf Höhe der CPU sieht man eine Halterung, die zwei SSDs aufnehmen kann.
Unter der Netzteilabdeckung befindet sich ein Festplattenkäfig, indem zwei 3,5 Zoll Festplatten ihren Platz finden.
Von dieser Seite lässt sich auch unter die Netzteilabdeckung greifen, um die zwei Kunststoffabdeckungen nach oben heraus zu drücken. Die vordere ist dabei durch seitliche Haltenasen befestigt und die hintere durch Haltenasen, die durch die runden Öffnungen in der Platte geschoben werden. Bei letzterer ist besonders darauf zu achten, dass die Nasen bei häufiger Nutzung nicht abbrechen. Die beiden Öffnungen dienen z.B. dem Anbringen eines weiteren Gehäuse Lüfters oder eines Lüfters an der Front. So kann die Luft von unten in den Innenraum oder von der Front unter die Netzteilabdeckung geblasen werden.

An der Oberseite ragen die diversen Kabel für das Frontpanel heraus. Die dreistufige Lüftersteuerung hat dabei die eben erforderlichen drei Anschlüsse
für Lüfter und einen Stromanschluss mit SATA Stromstecker. Diese sind durch die schwarz-weißen Kabel gut zu erkennen.
Die übrigen Kabel dienen dem Anschluss der Power und Reset Knöpfe, den USB 2.0 und 3.0 Anschlüssen sowie dem Audiokabel.

Zum Lieferumfang gehören auch noch sechs Klett-Kabelbinder mit "be quiet!" Logo, ein weiterer Festplattenkäfig mit Gummihalterung als Entkoppelung sowie drei Schraubensets (HDD, SSD, Motherboardbefestigung).



# Fazit

## Sound:
Im Vergleich zu meinem vorherigen Rechner ist dieses System kaum hörbar. Bei leichter Last erzeugt die Grafikkarte eine "Atmen"-Geräusch, wenn sie die Lüfter ständig an- und ausschaltet. Dies wird nicht vom Gehäuse eingefangen. Im Vergleich zu meinem alten System ist es jedoch extrem leise. Daher gibt es hier volle Punkte.

## Design:
Das Design ist schlicht und elegant. Meine Anforderung war ein Platz im Wohnzimmer und den bekommt er. Das Gehäuse fällt jedoch breiter aus, als ich es erwartete. Doch insgesamt gibt es auch hier volle Punktzahl.

## Platz:
Für das, was ich eingebaut habe, ist das Gehäuse schon fast zu groß. Die Hardware wirkt innen schon fast verloren. Es hätte also auch etwas kleiner sein können. Wobei ich hier nicht nur von der Breite, sondern auch von der Höhe und der Länge spreche. Dieser Punkt hat bei mir jedoch kein so hohes Gewicht.

Insgesamt gebe ich also 5 Sterne, da meine Anforderungen vollständig erfüllt wurden.
Das Gehäuse und die Hardware werden mir sicher auf die nächsten Jahre treue Dienste leisten.

Im Forum kann man auch die Details zum Einbau nachlesen: https://forum.mindfactory.de/t104125-testers-keepers-quiet-silent-base-601-a.html#post1153950 (Forum -> Reviews -> PC Umgebung und Peripherie -> Testers Keepers mit be quiet! Silent Base 601)
Da das Lesen mit Bildern vor den Augen besser ist, habe ich sie hier verlinkt: https://imgur.com/a/VHIS06B

# Addendum

Das komplette neue Setup:
Gehäuse: be quiet! Silent Base 601 Midi Tower ohne Netzteil schwarz
Mainboard: Asus ROG STRIX Z370-I Gaming Intel Z370 So.1151 Dual Channel DDR4 Mini-ITX Retaill
CPU: Intel Core i7 8700K 6x 3.70GHz So.1151 WOF
CPU-Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 3 Tower Kühlerl
Netzteil: 650 Watt be quiet! Dark Power Pro 11 Modular 80+ Platinum
RAM: 16GB HyperX FURY schwarz DDR4-2666 DIMM CL16 Dual Kit
GPU: 8GB Asus GeForce GTX 1070 Ti ROG Strix Advanced Aktiv PCIe 3.0 x16 (Retail)
Harddrive: 1000GB Samsung 860 Evo M.2 2280 SATA 6Gb/s 3D-NAND TLC (MZ-N6E1T0BW)

Das alte Setup:
CoolerMaster HAF 832
CoolerMaster V8 CPU Kühler
Intel i7 960
8 GB G.Skill Ripjaws
Palit Geforce GTX470 --> 2016 ersetzt durch ASUS Geforce 670
AuzenTech Soundkarte --> ausgebaut, das wie andere Creative Soundkarten nach langem Betrieb aussetzt
ASUS P6X58D-E X58
    
  
5 5
     am 24.10.2018
Einleitung:
Seit einigen Wochen bin ich an der Planung für einen neuen PC. Mein altes Mini-ITX ist nicht mehr aufrüstbar und die neuen AMD Threadripper reizen mich schon. Außerdem möchte ich wieder ein M-ATX oder ATX System zusammenstellen. Kurzum, ein neues Gehäuse wird Pflicht.
Da ich auf optische Laufwerke verzichten kann und auf sehr leise Systeme stehe, habe ich mich auf dem Markt nach entsprechenden Silent Modellen umgeschaut und habe schließlich mit Interesse der Vorstellung der neuen Be Quiet 601 Silent Serie verfolgt.

Als Mindfactory schließlich auch noch eine Aktion Testers Keepers auslobten, war für mich klar, dass ich mich bewerben werde, da sich die Spezifikationen des Gehäuses sehr gut anhörten.
Und tatsächlich habe ich auch den Zuschlag bekommen und bin damit einer der glücklichen Tester. Ob das Gehäuse nun wirklich meine Erwartungen erfüllen konnte lest ihr nachfolgend:
Lieferung und unboxing:
Das Gehäuse wurde in einem extrem stabil anmutenden Karton geliefert. Das muss er auch sein, denn das Gehäuse bringt rund 10KG Leergewicht auf die Waage!
Das Gehäuse lässt sich leicht aus dem Karton herausschieben und macht einen optisch sehr edlen Eindruck. Ich habe die Version mit geschlossenem Seitenteil und kompletter schwarzer Lackierung ohne farbliche Zierleisten.

Verarbeitung des Gehäuses:
Der sehr gute äußere optische Eindruck setzt sich nahtlos fort. Die Seitenteile, die Fronklappe und der bodenseitig herausschiebbare Staubfilter, alles sitzt perfekt und lässt sich kinderleicht lösen und wieder befestigen. Der durchgehende Staubfilter erstreckt sich über sämtliche Luftungsöffnungen im Boden und kann zur Reinigung einfach nach vorn herausgezogen werden. Damit braucht das Gehäuse selbst bei einer Filterreinigung nicht bewegt werden! TOP!
Die Seitenteile sind schraubenlos nur auf Knopfdrück zu lösen! So eine tolle Lösung habe ich bislang noch nicht gesehen. Durch den Drück auf die rückwärtig angebrachten Knöpfe drückt man auf der gesamten Länge der Seitenwände eine Feder, die die Arretierungshaken lösen und das Seitenteil damit freigeben! Klasse!
Innenraum:
Der Innenraum ist komplett in schwarz gehalten, auch hier ist bei dieser Version kein weiterer farblicher Akzent zu sehen.
Alle Mainboard Abstandshalter (mit Ausnahme von E-ATX, welche aber als Zubehör beiliegen) sind bereits montiert, sodass man von Mini-ITX, über M-ATX und ATX alle Mainboardgrößen direkt einbauen könnte.
Die Verarbeitung wirkt sehr edel. Hier wird noch einmal deutlich, dass Be-Quiet nicht an stabilen Stahl gegeizt hat. Die gesamte Konstruktion ist extrem verwindungssteif, nichts wackelt, alles ist extrem solide wirkt aber gleichzeitig elegant und edel.
Beachtenswert ist jedoch, dass es im Innenraum Unterschiede zu den Gehäusevarianten mit Sichtfenster gibt! Bei den Sichtfenstermodellen sind alle 3,5 Zoll Laufwerksschächte mit Blenden versehen, bei dem Modell mit geschlossenem Seitenteil, sind die Schächte alle offen. Dies ist mit grundsätzlich egal, da ich den Innenraum bei Fertigstellung eh nicht einsehen werde können, aber es mag den ein oder anderen vielleicht interessieren.
Ebenfalls erwähnenswert: Die Gehäuseanschlüsse finden sich allesamt an der Oberseite. Auf einen Rest-Knopf wurde gänzlich verzichtet, was nicht großartig stören dürfte, allerdings verzichtet man auch auf die Integration eines 3.1 Anschlusses, sondern verbaut 2 USB3.0 Steckplätze.

Zubehör:
Für effiziente und gleichzeitig leise Kühlung sollen zwei vorinstallierte Pure Wings2 Lüfter mit 140mm Durchmesser aus hauseigener Herstellung sorgen, die über die integrierte Lüftersteuerung in drei Stufen geregelt werden können. An der Lüftersteuerung kann zudem noch ein weiterer Lüfter angeschlossen werden. Gesteuert werden können die beiden Lüfter in drei Stufen, von unhörbar bis leise.
Und auch bei der Dämmung geizt Be-Quiet nicht. In dieser Version des Gehäuses werden auf beiden Seitenteilen Schalldämmmatten mit 1cm Stärke verbaut! Die Dämmplatten machen einen extrem hochwertigen Eindruck. Hier dürfte also für Silent Fans die geschlossene Variante noch einmal deutlich attraktiver werden. Auch preislich gesehen, sollte man die zusätzliche Dämmmatte positiv hervorheben!
BeQuiet legt in einem extra Karton noch einen HDD-laufwerksrahmen bei, etliche Schrauben, Klettbänder zur Fixierung von Kabeln und HDD Gummi-Entkoppler.

Montagemöglichkeiten:
Bislang machte das Be-Quiet einen fast perfekten Eindruck. Leider habe ich dann aber auch einen kritischen Punkt bemerkt. War ich vor dem Gehäuserelease geflasht von der Schiene für Radiatoren, oder weiteren Lüftern an der Oberseite des Innengehäuses, so musste ich jetzt feststellen, dass es hier eine arge Überraschung gibt.
Man kann zwar eine wirklich montagefreundliche Halteschiene an der Oberseite lösen und dort bis zu 360mm lange Radiatoren einsetzen, aber die Wirksamkeit dürfte an dieser Position extrem gering sein. Warum? Hier spielt das Wörtlichen silent eine Rolle. Um die Dämmwirkung des Gehäuses nicht durch zu viele offene Lüftergitter an der Oberseite des Gehäuses zu konterkarieren, hat sich Be-Quiet dazu entschlossen lediglich 6 Lüftungsschlitze in das Metall zu fräsen, welche wiederum wie an der Vorderseite diagonal abgewinkelt werden. Dies ist dem Schallschutz natürlich mehr als dienlich, ist aber für Abluft kaum geeignet. Würde man also überlegen einen 360mm Radiator dort unterzubringen, so würde wohl nur ein geringer Teil der Abwärme wirklich abgeführt werden können.
Bleibt zwar noch die Front zum Einbau eines Radiators, aber die aufgewärmte Abluft durch das gesamte Gehäuse zu schicken und dann erst abzuführen ist nicht jedermanns Sache.
Mein alter übertakteter Intel i7 3770k produziert nicht genügend Abwärme, um das Gehäuse an die Grenzen zu bringen, ich bezweifle jedoch, dass die Abwärme eines AMD Threadripper 2950x oder selbst die des kommenden 2920x (180 Watt) über die Gehäuseoberseite abgeleitet werden kann.
Und genau diesen Prozessor werde ich mir zum Jahresende zulegen. Dann wird sich zeigen, ob das Be Quiet 601 silent wirklich ausschließlich silent kann, oder auch gaming silent tauglich ist.
Ich bin etwas enttäuscht, kann Be Quiet allerdings auch keinerlei Vorwürfe machen, das Gehäuse ist auf maximale Geräuschdämmung ausgelegt, eigentlich hätte es mir, wie auch jedem anderen Interessierten, klar sein müssen, dass sich die Be- und Entlüftung des Gehäuses von anderen Systemen unterscheidet. Nun habe ich den Vorteil, dass mich das Gehäuse nichts gekostet hat, aber ich möchte hiermit alle Interessenten darauf hinweisen, sich die Oberseite noch einmal genau anzuschauen, und ihr Bauvorhaben entsprechend daran auszulegen.
Dieser (persönliche) Kritikpunkt sollte aber auch der einzige größere seiner Art werden. Der Rest des Gehäuses überzeugte mich fast lückenlos.
Die Abtrennung des Netzteil in eine eigene Kammer mit ausreichend Platz, selbst für überlange Netzteile, die Möglichkeiten des Kabelmanagements inklusive der Durchführungsmöglichkeiten von Kabeln hinter das Mainboard, alles wirkt durchdacht, ist einfach zu erreichen und qualitativ auf höchstem Stand.
Ich kann nicht umhin dem BeQuiet 601 eine TOP Bewertung zukommen zu lassen. Das Gehäuse ist als Silentgehäuse entwickelt und macht in dieser Beziehung alles richtig, solide Stahlkonstruktion, gewinkelte Luftöffnungen, eine integrierte Lüftersteuerung mitsamt vorinstallierter 140mm Lüfter, 1cm Dämmmaterial rund um das Gehäuse verteilt, das Gehäuse trägt den Namen völlig zu Recht.
Qualitativ ist es das hochwertigste Gehäuse welches ich bislang in den Fingern hatte.
Wer mit den bedingt nutzbaren Radiatorplatz an der Gehäuseseite und fehlendem USB3.1 am Gehäuse leben kann, erhält ein sensationell hochwertiges und vor allem montagefreundliches Gehäuse!

Zusammenfassung:
- Design: Elegantes, edel anmutendes Gehäuse welches in mehreren Farbvarianten angeboten wird!

- Verarbeitung Sensationell gute Verarbeitung, dicker Stahl, passgenaue Teile, 1cm Dicke Dämmmatten, überzeugende Wartungsmöglichkeiten, extrem hochwertige Lackierung.

- Montage Flexible Innenraumgestaltung, werkzeugfreie Montage möglich

 Kompatibilität/ Ausstattung Unterstützt auf allen Lüfterplätzen sowohl 140mm als auch 120mm Lüfter, bietet Mini-ITX, M-ATX, ATX und E-ATX Mainboards Platz. Radiatoren bis 360mm sowohl in Front als auch Oberseite möglich, wobei die oberseitige Montage problematisch sein könnte (Luftabfuhr)

- Kühleigenschaften Bei meinem System (120mm CPU Radiator), Nvidia 1070 bleibt alles kühl und trotzdem alles flüsterleise bzw. nicht hörbar.

- Preis-/Leistungsverhältnis Ich halte den Preis von derzeit ca 100 Euro angemessen, da die Qualität der verbauten Teile sensationell hochwertig ausfällt.
    
  
5 5
     am 22.10.2018
Produktest be quiet! Silent Base 601, schwarz, ohne Window-Kit

Zu erst ein Mal vielen Dank, dass ich das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse im Rahmen von Testers Keepers von Mindfactory erhalten habe.

Verpackung
Das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse wurde im Originalkarton ohne Umverpackung geliefert. Das Gehäuse wird durch zwei dicke Styroporteile sehr gut gesichert, so dass keine Umverpackung notwendig ist. Das Gehäuse selbst steckt noch ein Mal in einer durchsichtigen Plastikverpackung. In dem Gehäuse befindet sich ein kleiner weiterer Karton mit Zubehör.

Design
Ich habe das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse in schwarz ohne Fenster erhalten. Die Front des Gehäuses ziert eine schwarze Abdeckung aus Plastik. Die Kante zum Deckel hin ist dabei sehr schön abgerundet. Im unteren Bereich der Front befindet sich ein be quiet! Schriftzug sowie der sauber versteckte Griff zur Entnahme des unteren Staubfilters. Links und rechts neben der Frontabdeckung befinden sich geräuschmindernde Lufteinlässe für den beziehungsweise die Lüfter in der Front.
Im Gegensatz zu der Frontabdeckung besteht der Deckel des Gehäuses aus Stahl. Im vorderen Bereich des Deckels befinden sich eine 3-stufige Lüftersteuerung, ein USB 2.0 Anschluss, ein Mikrofoneingang, ein Audioausgang, ein Ein-/Ausschalter, eine Reset-Taste, eine HDD-LED und zwei USB 3.0 Anschlüsse. Normalerweise sind die USB 3.0 Anschlüsse in blau gehalten, be quiet! verzichtet hier jedoch darauf und verbaut sie in schwarz. Durch die gut erkennbare Beschriftung der Elemente im Deckel besteht hier keine Gefahr der Verwechslung. Im hinteren Bereich des Deckels befinden sich sechs eingearbeitete Luftschlitze. Weitere Luftauslässe befindet sich seitlich im Deckel im Übergang zu den Seitenteilen.
Die beiden Seitenteile sind wie der Deckel ebenfalls aus Stahl und matt schwarz. Die Übergänge zum Deckel sind dabei schräg gestaltet. Das Heck des Gehäuses ist matt schwarz lackiert. Auch der Innenraum ist komplett in schwarz gehalten.

Ausstattung, Zubehör und Funktionalität
Zum Lieferumfang respektive Zubehör gehört ein HDD-Käfig, der an entsprechender Stelle installiert werden kann. Dazu kommen vier HDD-Entkopplungs-Gummis für die Befestigung einer Festplatte im oben genannten Festplattenkäfig. Des Weiteren sind zwölf HDD-Schrauben für herkömmliche mechanische Festplatten, zwölf M3 Schrauben für die Befestigung von SSDs, zwölf 6#32 Schrauben für die Befestigung des Mainboards auf dem Mainboard-Tray, sechs Kabelbinder mit be quiet! Logo für das Kabelmanagement innerhalb des Gehäuses und eine Stand Off Schraube, um ein Mainboard im E-ATX Format zu verbauen, enthalten.
Dem Paket ist auch noch eine bebilderte Bedienungsanleitung in acht Sprachen (englisch, deutsch, französisch, polnisch, spanisch, russisch, taiwanesisch, chinesisch und japanisch) beigelegt. Sie ist leicht verständlich und zeigt durch Bilder und Beschreibungen, wie was wo zu verbauen ist.
Die Seitenteile des Gehäuses lassen sich durch einen einfachen Druck auf den Kopf auf der Rückseite des Gehäuses entriegeln. Danach zieht man das entsprechende Seitenteil zu sich und anschließend nach oben hin weg. Die Frontblende kann einfach entfernt werden, indem es nach oben hinausgezogen wird.
In das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse können Mainboards mit den Formfaktoren E-ATX, ATX, M-ATX und Mini-ITX verbaut werden. Die entsprechenden Stand Off Schrauben sind bereits auf dem Mainboard-Tray verschraubt. Falls ein E-ATX Mainboard eingebaut werden soll, muss die mitgelieferte Stand Off Schraube eingesetzt werden. Dabei können CPU Kühler bis zu einer Höhe von 185 mm eingebaut werden. Es findet sich Platz für sieben PCI Steckplätze und zwei weitere Plätze, um beispielsweise eine Grafikkarte vertikal verbauen zu können. Die maximale Länge einer Grafikkarte darf ohne eingebauten Festplattenkäfig 449 mm und mit 287 mm betragen.
Rechts daneben befinden sich drei Durchlässe für die Verkabelung, die durch Gummiabdeckungen verdeckt werden.
Weiter rechts befinden sich fünf Aussparungen für Festplattenkäfige. Ein Käfig wird mittels drei Schrauben am Mainboard-Tray befestigt. In einen solchen Festplattenkäfig können entweder eine herkömmliche mechanische 3,5 Festplatte oder zwei SSDs verbaut werden.
Im unteren Bereich des Gehäuses wird das Netzteil verbaut, welches von einem PSU Cover abgedeckt wird. Das Netzteil kann dabei von außen eingeschoben werden. Das Netzteil darf dabei eine maximale Länge von 288 mm haben. Hier ist auch genug Platz für die Kabel, die vom Netzteil kommen. Direkt daneben befindet sich ein bereits vorinstallierter Festplattenkäfig, der die doppelte Kapazität als der im Zubehör enthaltene Käfig, das heißt, hier können zwei 3,5 Festplatten oder zwei SSDs verbaut werden oder je eine von jeder Sorte. Insgesamt können somit bis zu sieben 3,5 Festplatten oder 14 2,5 SSDs (Zwei weitere SSDs können mittels einer SSD-Halterung an der Rückseite des Mainboard-Trays installiert werden) oder Kombinationen von diesen installiert werden. Wie der Bereich des Netzteiles ist auch dieser Bereich abgedeckt. Hier kann die Abdeckung allerdings abgenommen werden, um beispielsweise einen 140 mm Lüfter oder einen 120 mm Radiator mit Lüfter zu installieren, wobei allerdings der darunter liegende Festplattenkäfig entfernt werden muss.
Vorinstalliert sind bereits hinten und vorne jeweils ein 120 mm be quiet! Silent Wings 2 Gehäuselüfter, die mit maximal 1000 Umdrehungen die Minute laufen können. Des Weiteren können insgesamt 3 x 140 bzw. 120 mm Lüfter an der Front und im Deckel installiert werden. Falls eine Wasserkühlung verbaut werden soll, können an dem Deckel 120 / 240 / 360 und/oder an der Front 120 / 140 / 240 / 280 / 360 mm Radiatoren verbaut werden, um z. B. die CPU oder eine Grafikkarte zu kühlen. Zur generellen Reduktion der Geräusche sind Dämmungsmatten mit einer Stärke von 10 mm an der Front, den beiden Seitenteilen und dem Deckel verklebt.
Des Weiteren befinden sich in der Front und in dem Boden des Gehäuses je ein Staubfilter. Zur Entnahme des Ersteren muss die Frontabdeckung entfernt werden, der Filter im Boden kann einfach herausgezogen werden. Danach können beide leicht unter fließend Wasser gereinigt werden.

Fazit
Das be quiet! Silent Base 601 Gehäuse weist ein schlichtes funktionales Design auf. Die verwendeten Materialien bestehen zum größten Teil aus Stahl, nur ein kleiner Teil besteht aus Plastik. Dies verleiht dem Gehäuse zum einen eine hohe Wertigkeit und zum anderen auch eine hohe Stabilität im Stand. Das Gehäuse ist darauf ausgelegt, Geräusche zu reduzieren und dabei noch einen guten Luftstrom beziehungsweise Luftdurchsatz zu gewährleisten. Das Gehäuse bietet sehr viele Möglichkeiten, um Komponenten je nach Anwendungsszenario so zu verbauen, dass eine sehr gute Kühlung der Komponenten erreicht werden kann und alles sehr aufgeräumt wirkt. Zum Vergleich wurden die Komponenten eines Bürorechners aus einem älteren no name Gehäuse, das keinerlei Gehäuselüfter vorzuweisen hat, in das Silent Base 601 Gehäuse verbaut. Der Einbau gestaltete sich durch die sehr gut durchdachte Anordnung der Elemente als sehr einfach. Auch die Verkabelung der Komponenten war einfach aufgrund der Kabeldurchlässe gut zu bewältigen. Mit dem neuen Gehäuse sanken die Temperaturen der CPU und GPU um 20% respektive 15%. Sehr schön ist, dass nun die Geräuschkulisse im Arbeitszimmer um einiges gesunken ist, obwohl im alten Gehäuse kein Gehäuselüfter verbaut wurde. Der Luftstrom sorgt nun dafür, dass die Lüfter von CPU und GPU langsamer drehen. Das Preis-/Leistungsverhältnis des be quiet! Silent Base 601 kann dabei als gut bezeichnet werden. Aufgrund der sehr guten Verarbeitung, der vielen Einbaumöglichkeiten, Flexibilität, Funktionalität und geringen Geräuschkulisse kann ich das Gehäuse weiterempfehlen.
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