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NZXT H1 Version 2 650W SFX12V, 140mm AIO Wasserkühlung, Mini-ITX mit Sichtfenster weiß

Artikelnummer 70091

EAN 5060301695355    SKU CA-H16WR-W1-EU-Rev2

NZXT H1 Version 2 650W SFX12V, 140mm AIO Wasserkühlung, Mini-ITX mit Sichtfenster weiß

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Artikelbeschreibung

Seit dem 09.06.2021 im Sortiment

Das neue NZXT H1 (2021) Mini ITX Gehäuse bietet ein kompaktes Design, das Grafikkarten in Standardgröße unterstützt. Die vorverlegten Kabelkanäle und das integrierte Netzteil sowie die AIO-Wasserkühlung sorgen für ein optimiertes Bauerlebnis. Eine ideale Luftzufuhr ist durch das Abluftsystem mit zwei Kammern ebenfalls gesichert wodurch eine hervorragende Kühlleistung für CPU und Grafikkarte ermöglicht wird. Das kompakte, vertikale Design spart Platz und bietet dennoch ausreichend Raum für moderne Desktop-Komponenten. Der werkzeuglose SSD-Einschub und die Riser-Karten lassen sich einfach installieren und sorgen gemeinsam mit den geordneten vorverlegten Kabeln für ein sauberes und vereinfachtes Erscheinungsbild. Das NZXT H1 (2021) enthält ebenfalls bereits ein integriertes Netzteil, das mit 650 Watt für ausreichend Leistung sorgt.


***Informationen zum Santander Ratenkredit**:

Barauszahlung entspricht jeweils dem Nettodarlehensbetrag. Der effektive Jahreszins von 7,90% entspricht einem festen Sollzins von 7,63% p.a. Letzte Rate kann abweichen. Bonität vorausgesetzt. Ein Angebot der Santander Consumer Bank AG, Santander Platz 1, 41061 Mönchengladbach. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß § 6a Abs. 4 PAngV dar.

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5 5
     am 12.07.2021
Produkttester
Hinweis: Ich habe das Gehäuse im Rahmen der "Testers Keepers-Aktion von Mindfactory kostenlos zugesandt bekomme n. Die Bewertung spiegelt meine persönliche Meinung dar.


TL;DR

Das NZXT H1 ist ein optisch sehr ansprechendes und technisch ausgereiftes SFF-Gehäuse, mit welchem auch moderne Hardware vernünftig betrieben werden kann. Die Korrektur des (jetzt PCIe 4.0) Riser-Kabels und die damit behobene Brandproblematik, die inkludierte AIO-Wasserkühlung und das mit 650 Watt (SFX-L, 80 Plus Gold) ausreichend dimensionierte Netzteil machen es auch heute für Neukonfigurationen interessant. Das vorkonfektionierte Gesamtpaket, gepaart mit (sehr) guter Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, für den andere Hersteller einen höheren Preis aufrufen. Es gibt mittlerweile Alternativen, wenn auch nicht im selben Format, und so entscheidet letztlich der eigene Geschmack, über welchen sich bekanntlich streiten lässt. Wer einen High End-PC mit RTX 3090 und stromhungriger CPU bauen möchte, könnte Schwierigkeiten mit der Stromversorgung bekommen (bei angenommen ~87% Wirkungsgrad liefert das Netzteil 650*0,85 = 565,5 Watt). Wer auf die Art der Grafikkartenbelüftung achtet, bekommt mit den Temperaturen keine Probleme. Unschön sind wenige Details, unter anderem die für mich leise wahrnehmbare Pumpe, die die Funktion jedoch in keiner Weise beeinflussen. Für den anspruchsvollen Heimanwender kann ich das H1 nur empfehlen!


Erzähl mir alles:

Mit etwa 13 Litern Gesamtvolumen auf einer Grundfläche von 18,7x18,8 cm (BxT) ist das H1 ein sehr kompaktes Gehäuse. Die Höhe beträgt 38,8 cm. Vorstellen können sich darunter die wenigsten etwas. Zum Vergleich: eine heutzutage nicht unübliche Länge der Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll bei Smartphones entspricht etwa 15,5cm. Die Seitenteile des Gehäuses sind nur knapp 3 cm länger. Das horizontale Design ist ein echter Eyecatcher. Der Stammplatz des H1 ist wohl neben dem Monitor auf dem Schreibtisch, und genau dort macht es einiges her. Das Frontpanel ist in schwarz gedämpftem (?) Glas gehalten und mit einem dezenten "NZXT-Schriftzug im unteren Bereich verziert. Das einzige Branding, das man auf Anhieb sieht. Das Hinterteil ist aus gelochtem Blech und schwarz matt lackiert. Das haben die beiden möglichen Farbvarianten gemein. Ich habe mich für die Version mit weiß matten, gelochten Seitenteilen entschieden. Es ist noch eine andere in schwarz matt verfügbar. Bis auf den Power-Button nebst klassischem USB-, USB-C- und 3.5mm Klinge-Anschluss auf der Oberseite sind keine Anschlüsse zu sehen. Das Mainboard wird so montiert, dass die Kabel mit ausreichend Abstand nach unten in Richtung Untergrund zeigen, von wo aus sie gebündelt über eine entsprechende Öffnung im Heck des Gehäuses geführt werden. Kabelmanagement auf dem Schreibtisch: check. Klever gelöst! Das H1 macht optisch wirklich was her, und das von jeder Seite.

In Puncto Verarbeitung bestätigt sich der positive Ersteindruck, mit klitzekleinen Einschränkungen, auf die ich später eingehe. Das Gehäuse ist sehr solide und liegt mit nachgewogenen 6,5 kg satt in der Hand bzw. steht stabil auf dem Schreibtisch. Auch die Front-, Seiten und Heckteile klackern nicht herum. Die Schienen, in denen die Seitenteile geführt werden, sind in Plastik gehalten. Das macht aus diversen Gründen Sinn und ist deshalb nicht negativ zu bewerten. Viele Teile sind aus Metall. Die Kanten sind nicht scharf, die Finger bleiben also heile. Die Art des Zusammenbaus erweckt einen super Eindruck. Es gibt auch auf den zweiten Blick einige Details zu entdecken. Hier wurde definitiv mit Köpfchen gearbeitet! Die Seitenteile sind mit magnetischen Staubfiltern ausgestattet. Auch diese wirken qualitativ hochwertig. Die Kabel des Netzteils sind bereits mit Kabelbindern bzw. Klettklebern an die richtigen Stellen vorverlegt. Auch hier konnte ich mich trotz Provozieren nicht schneiden - die Klage hätte wohl ohnehin nur in Amerika Erfolgsaussichten. Die Enden verschwinden hinter einer Abdeckung, so sieht es wirklich ordentlich aus. Auch die AIO macht einen wertigen Eindruck. Die Anschlüsse lassen sich angenehm leicht bewegen, sodass man keine Angst hat, irgendetwas abzureißen. Einzig das Kabel der Pumpte könnte weniger fisselig sein, was zu verkraften ist. Der Power-Button hat einen schönen Druckpunkt. Ein Detail, auf das wohl die wenigsten Hersteller Wert legen. So weit, so gut. Was mir nicht gefällt: die Schrauben zur Befestigung der Grafikkarte und des Radiatorkäfigs am Gehäuse sind für mich etwas grobgewindrig und erwecken teilweise sogar den Eindruck, als hätten sie das Gewinde in die Wände geschnitten. Bei meinem Exemplar ist außerdem der Klebestreifen beim Heckteil minimal verrutscht und dadurch auf der Innenseite (nicht von außen!) sichtbar. Beides stört überhaupt nicht, aber 1. habt ihr gefragt und 2. reden wir über ein Gehäuse im gehobenen Preissegment.

Der Zusammenbau gestaltet sich erwartungsgemäß kinderleicht. Front- und Heckteil sind nur geklippt, wodurch sich das H1 werkzeuglos öffnen lässt. Man hat in diesem Zustand schon Zugriff auf die (bald installierte) Grafikkarte und die potentiell installierten 2,5 Zoll-Laufwerke sowie das Netzteil. Möchte man den Radiator seitig öffnen, um an die darunterliegende Hardware zu gelangen oder selbige einzubauen, muss man zum Schraubendreher greifen. Der dazu benötigte Phillips-/Kreuzschlitzschraubendreher wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in keinem Haushalt fehlen. Wenn doch: Mindfactory bietet iFixit-Kits an, die ich nur wärmstens für eben solche Zwecke empfehlen kann. NZXT gibt die maximale Höhe des zu verwendenden Arbeitsspeichers mit 45 mm an. Maximal sind Grafikkartendicken bis 2,5 Slots mit Größen von 30,5x12,8 bzw. 26,5x14,5 cm angegeben. Weitere Einschränkungen gibt der Hersteller nicht vor und - Spoileralarm - habe ich auch nicht feststellen können. Es empfiehlt sich CPU, RAM und NMVe SSD zu installieren, bevor man das Mainboard einbaut (weil einfacher). Für Grobmotoriker oder Wurstfingerbesitzer könnte es zudem hilfreich sein, auch die Kabel für Powerbutton und Co. vor dem Verschrauben anzustecken. Worauf geachtet werden sollte: Die Schrauben zur Befestigung des Mainboards zentrieren selbiges nicht, so kann es passieren, dass die Anschlüsse nicht 100%ig hinterm IO-Shield sitzen. Wer auf Details achtet sollte einen Blick riskieren. Der Block der AIO hat Wärmeleitpaste aufgetragen und muss nur, mit entsprechender Halterung, angeschraubt werden. Auch das Riser-Kabel liegt schon an der richtigen Stelle und wird nur eingeklippt. Das beworbene Zwei-Kammer-Design ist allerdings wörtlich zu nehmen. Der Bereich der Grafikkarte ist durch die Konstruktion vom restlichen Teil des Innenraums "getrennt. Das soll verhindern, dass warme Luft vom Radiator von der Grafikkarte angesaugt wird und umgekehrt - und funktioniert ganz gut. Die Grafikkarte wird wie üblich mit der Slotblende am Gehäuse verschraubt. Auch hier liegen die Kabel für die Stromversorgung bereit. Das wars!

Interessant wird es beim Thema Leistung/Temperaturen. Wo auch immer der Mythos entstand, dieses Gehäuse sei ungeeignet für aktuelle Hardware, mit Fakten hat es wenig zu tun. Ja, es handelt sich um einen 140mm Radiator. Ja, es gibt nicht ganz optimale Designs bei Grafikkartenlüftern. Ich war aufgrund der vorherrschenden Meinung, eine 140mm AIO sei zu schwach für Power-CPUs ebenso skeptisch und habe mich, nach langer Überlegung, gegen Intel und für einen Ryzen 5600x entschieden. Betrieben wird dieser auf einem ASUS Strix B550-i. Als Grafikkarte kommt (derzeit) eine RTX 3060 zum Einsatz. In Sachen RTX kann ich es kurz machen: Egal was man da baut, die Temperaturen unter Volllast ändern sich nicht. Gehäuse auf, Gehäuse zu, Gehäuse schräg damit die Luft unten besser weg kann... Ich habe alles probiert, allein um mit dem Thema aufzuräumen. Auch wenn es nicht vergleichbar ist: meine Temperatur steigt, bei knapp 26 Grad Raumtemperatur, nicht über 71°C. Die Lüfter drehen dabei nicht auf 100%. Spannend wird es bei der CPU? Eher unspektakulär! Der Ryzen zeigt im synthetischen Benchmark, mit aktiviertem PBO knapp über dem Boost-Takt mit 4,65 GHz auf allen Kernen und leichtem Undervolt nach 30 Minuten im HWiNFO eine maximale Temperatur von 68°C. Jetzt rennen wieder viele im Kreis, aber das ist absolut im Rahmen. Der Lüfter der AIO dreht mit maximal 1359 RPM bei laut Hersteller möglichen 1800 RPM. Es scheint also noch Luft nach oben zu sein. Ich will gar nicht zu sehr auf das Thema eingehen, denke aber, dass man hier auch gut noch eine energiehungrigere CPU einsetzen kann. Das ein quasi auf Ohrhöhe stehendes Gehäuse, welches ca. 75 CFM (98,17 CFM bei 1800 RPM) Luft bewegt nicht lautlos ist, sollte klar sein. Einziger Wermutstropfen ist für mich die Pumpe der AIO, welche ich auch im Idle wahrnehme. Abgesehen davon bin ich positiv überrascht!

Wer dennoch Bedenken hat oder wem das H1 optisch nicht zusagt, kann auf Alternativen ausweichen. Ein vertikales Design ist mit dem ssupd Meshilicious möglich. Es ist nur wenig größer und kommt mit inkludiertem Riser-Kabel. Optisch kommt es meines Erachtens nicht ganz an das H1 heran, besteht "aber zu 100% aus gelochtem Blech. Zum Preis von ca. 180 Euro kommen dann ca. 80 Euro für eine AIO (120 mm für die Vergleichbarkeit, mehr möglich) und ein Netzteil (ATX möglich, hier SFX-L für Vergleichbarkeit) für ca. 160 Euro. Macht unterm Strich 420 Euro. Das NZXT H1 kostet zum Zeitpunkt des Reviews bei Mindfactory 319 Euro.

Es ist schön zu sehen das es Hersteller gibt, die das muffige Nerd-Klischee beiseiteschieben und den PC zum "Designobjekt für den Schreibtisch umfunktionieren. Ich hoffe, dieser Trend wird so schnell nicht enden! Im Falle des NZXT H1 ist dieser Schritt super gelungen, auch die Leistung überzeugt. Ich nutze das Gehäuse nun knapp 2 Wochen und kann kaum negatives (außer das genannte) berichten. Wer auf blinkendes Diskolicht beim Arbeiten/Spielen nicht verzichten kann, der muss selbst handanlegen oder ein anderes Gehäuse wählen. Für jeden anderen: Kaufen!
    
  
5 5
     am 11.07.2021
Produkttester
Ich wurde im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion ausgewählt, das neue NZXT H1 Gehäuse zu testen. Ich werde im Produkttest die Aspekte Design, Verarbeitung, Montage, Leistung, Preis-/Leistungsverhältnis und Haltbarkeit eingehen. Im Anhang befinden sich beim Aufbau entstandene Bilder.
Folgende Hardware habe ich im NZXT H1 verbaut:
- AMD Ryzen 5600X
- ASUS ROG B550-I
- G.SKILL 3200 MHz 16GB
- Samsung 970 1TB
- Nvidia GeForce GTX 1060
Für mich war es ein besonderes Projekt, da es mein erster selbstgebauter PC ist. Bevor ich die Zusage hatte, das Gehäuse testen zu dürfen, habe ich auf einem alten zusammengewürfelten Windows PC gespielt. Umso gespannter war ich, als da Gehäuse ankam.
Design:
Auf den ersten Blick macht das Gehäuse einen überraschend kleinen Eindruck. Es sieht sehr edel aus, da das Metallgehäuse eine geschmeidige Lackierung hat. Entfernt man die Frontschreibe und das Rückteil, sieht man erstmals die Einschubfächer für die SSDs und die einzelnen Fächer für Grafikkarte und Mainboard. Das übrig gebliebene Seitenteil kann man einfach nach oben abziehen, sodass man von allen Seiten Zugang hat. Dies ist vor allem beim Verkabeln und Verschrauben hilfreich. Die weiße Version, welche ich erhalten habe, ist optisch sehr schön, da sie gut mit der Frontscheibe und einem modernen, minimalistischen Gaming-Setup harmoniert.
Verarbeitung:
Auf dem Gehäuse hat man einen Aux-, einen USB- und einen USB-C | Anschluss. Im Inneren findet man neben dem Netzteil, an dem bereits alle Kabel vorinstalliert waren, Einschubfächer für Speicherplatten. Darunter befindet sich Platz für das Mainboard, Prozessor und zuletzt die AIO Wasserkühlung. Im Fach dahinter ist Platz für eine Grafikkarte. Auch wenn das Gehäuse von außen klein aussieht, bietet sich im Inneren genügend Platz, alle Komponenten zu verwenden. Durch das Lösen von zwei weiteren Schrauben kann man den Radiator aus dem Gehäuse aufklappen und man hat Platz das Mainboard einzubauen. Wenn man das Gehäuse ohne Abdeckungen vor sich stehen hatte, konnte man gut die Qualität erkennen.
Montage:
Da es mein erster Versuch war, einen PC zusammenzubauen, hatte ich etwas Respekt vor der Montage. Im Lieferumfang des Gehäuses ist eine Anleitung enthalten, die jeden Schritt mit anbringen und den richtigen Schrauben etc. erklärt. Dies hat es mir als Anfänger umso mehr vereinfacht. Es sind unter anderen Schrauben für das Anbringen des Mainboards, Kabelbinder und Halterungen des CPU-Kühlkopfes für Intel und AMD enthalten. Was nicht enthalten war, war ein passendes Montagewerkzeug. Zwar hat man in der Regel einen Schraubenzieher im Normalfall schnell zur Hand, jedoch kann man ein solches im Preis von 318¤ schon erwarten. Da man außer zum Einbau des Mainboards keine Schrauben benötigt, kann ich das Weglassen jedoch entschuldigen. Dadurch, dass das H1 von allen Seiten geöffnet war, kommt man gut an die Komponenten zur Befestigung. Der Einbau des Mainboards war ein wenig unhandlich, da man die Schrauben nur um die Stangen herum reinschrauben kann. Zum Befestigen der Wasserkühlung musste der Aufsatz für den AM4 Sockel angebracht werden, was nach kurzem Nachlesen in der Anleitung auch flott ging. Die Grafikkarte wurde horizontal in das vorgesehen Fach eingebaut. Die verwendete 1060 hatte dabei noch ordentlich Platz. Interessant fand ich das beigelegte PCI Riser Kabel. Äußerlich machte das Kabel einen qualitativen Eindruck, da es gut geschützt und der Anschluss gut verarbeitet war. Ein guter und zeitsparender Faktor ist, dass die Kabel vorinstalliert sind. Man hat kein großes Gefummel mit einzelnen Kabeln und gerade für mich als Anfänger hat es den Einbau erleichtert. Die Anschlüsse der Maiboards befinden sich unterhalb des Gehäuses. Hier wurde Platz gelassen, um die Kabel am Mainboard anzubringen. Auch wenn es etwas schwierig war, die Anschlüsse einzustecken, sehe ich hier einen Vorteil, da die Kabel gut versteckt und gebündelt werden. So umgeht man den bekannten "Kabelsalat" und es sieht gleich viel ordentlicher aus. Man könnte sich beim Kauf überlegen, ob man möglicherweise auf eine Docking Station setzt, wenn man regelmäßig Sachen ein und aussteckt. Grund dafür ist, dass dafür jedes Mal das Gehäuse um ca. 45 Grad gekippt werden muss, um die Kabel in die richtigen Anschlussbuchsen zu stecken. Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich angenehmer gewesen, wenn man die Kabel in das Mainboard einsteckt, bevor man das Mainboard in das Gehäuse einbaut. Das Einstecken der Kabel war durch den engen Formfaktor des Gehäuses ein wenig problematisch.
Leistung:
Die AIO-Wasserkühlung war ausreichend gut. Im Idle zu Beginn des Testes hatte meine Verbaute CPU eine Temperatur von 35 Grad. Bei erstem Durchlauf vom aktuellen COD: Cold War hatte die CPU eine maximale Temperatur von 65 Grad. Die CPU wurde davor nicht übertaktet oder Ähnliches. Über den Verlauf des Tages ist mir aufgefallen, dass vermehrt warme Abluft aus den Löchern des Gehäuses pustete. Bei der Wahl des Standortes des Gehäuses sollte, das am besten beachtet werden, wenn man sowas nicht angenehm findet. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die AIO-Wasserkühlung etwas brummt. Um ein Montagefehler auszuschließen habe ich erneut die Komponenten aus dem Gehäuse teilweise raushängen lassen und erneut getestet. Das etwas störende Geräusch kommt meiner Meinung nach aus der Pumpe der Kühlung. Ich gehe davon aus, dass das verbaute Netzteil mit 650 Watt Hardware der besseren Mittelklasse versorgen kann. Im Laufe der Zeit werde ich durch diese erfüllte Voraussetzung auch meine Grafikkarte auf zumindest eine Generation upgraden.
Preis-/Leistungsverhältnis
Für 318,-¤ bekommt der Käufer ein modernes Gehäuse in einem wirklich überraschend ausreichenden Formfaktor und guten Extras. Das schöne Netzteil und die komplett ausreichende Wasserkühlung passt gut in das Gehäuse und rechtfertig somit den höheren Preis. Der aktuelle Trend von Mini-ITX Gehäusen geht nach Recherche sowieso eher in den dreistelligen Bereich, weshalb die beigelegte Hardware eher ein Segen als ein Fluch ist. Das bereits vorverbaute PCI Riser Kabel kostet im Einzelhandel sowieso etwas mehr, weshalb eine Anschaffung dieses Cases lohnend ist. Im großen Ganzen kann jeder selbst bewerten, wie viel er für welches Teil ausgeben möchte. Falls er sich dann für dieses Gesamtpaket entscheidet, macht er einen guten Deal.
Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich
Während der Montage ist aufgefallen, dass die verwendeten Schrauben für das Mainboard leicht innen abgebröckelt sind, als man sie reingeschraubt hat. Natürlich bietet ein schmales, schlankes Case nicht die Dicke der Bauteile wie zum Beispiel im Vergleich zu einem BeQuiet Case für den e-ATX Formfaktor. Das Case an sich wirkte ausreichend stabil, möglicherweise kann man das auch so in einen Rucksack stecken und auf die nächste LAN-Party gehen.

Im großen Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Gehäuse und dem eingebauten Rest und bin froh, dass ich es im Rahmen der Testers Keepers Aktion behalten durfte.
    
  
5 5
     am 10.07.2021
Produkttester
Ich hatte das große Glück und durfte im Rahmen der "Testers-Keepers"- Aktion das NZXT H1 in der 2021 Version, mit der der Mangel, der durch das ursprünglichen PCIe-Riser entstand, behoben wurde, ausgiebig testen. Im Folgenden werde ich versuchen meine Eindrücke, die ich während des Zusammenbaus des Systems gesammelt habe, so akkurat wie möglich wiederzugeben. Auf diese Weise sollte mein Testbericht einen guten Überblick verschaffen, was euch mit dem Gehäuse-Bundle erwartet und ob es euren Ansprüchen gerecht wird.

I) Design & Verarbeitung
Dieser Punkt ist bekanntlich ein Heimspiel von NZXT und so ist es wenig überraschend, dass sich das H1 durch eine äußerst elegante, minimalistische Optik und gleichzeitig eine makellose, hochwertige Verarbeitung auszeichnet. So bin ich während des gesamten Zusammenbaus, auf keinen einzigen Produktionsrückstand gestoßen und die Hardware passte millimetergenau in die Schraubfassungen und Steckvorrichtungen. Auch die verwendeten Materialen (SGCC Stahl und gehärtetes Glas) wirkten äußerst wertig.

II) Spezifikationen & Besonderheiten
Trotz seines bescheidenen Volumens von knapp unter 14 Litern, passen Grafikkarten mit einer Länge bis 30,5 cm und einer Breite von maximal 2,5 Slots hinein. Das Gehäuse bietet daher beispielsweise Platz für eine RTX 3070 Founders Edition. In meinem Fall wurde lediglich eine GTX 960 von Palit verbaut, welche selbstverständlich ohne Probleme in das Gehäuse passte.
Das NZXT H1 sticht natürlich besonders durch das bereits verbaute Netzteil und die 140mm AIO Wasserkühlung hervor. Dass genau diese Komponenten verbaut sind, ist kein Zufall, so bedürfen diese Teile nicht wirklich einer individuellen Abstimmung und sind in der vorliegenden Konfiguration sowohl für Einsteiger-, als auch Enthusiasten-Systeme bestens geeignet. Außerdem erspart man dem Kunden so den mitunter nervenaufreibendsten Aspekt beim PC-Bau, dem sauberen Verlegen der Kabel. Durch die vorinstallierte AIO muss zudem kein extra Platz für ausgefallene Kühlvorrichtungen eingeplant werden, was ja in einem ITX-System einer der entscheidendsten Faktoren ist.
Ein kleines Manko der AIO-Wasserkühlung ist das Mounting-Kit für AMD-Systeme, dieses nutzt die Kunststoffverstrebungen des Mainboards und wird so an nur zwei Punkten fixiert, was in einem unregelmäßigen Druck und damit in einer suboptimalen Wärmeabfuhr resultiert.
Durch die vorverlegten Kabel spart man sich nicht nur eine Menge Zeit, diese garantieren auch ein perfektes Ergebnis. So hat das ATX- sowie das CPU-Kabel bereits die ideale Länge und muss nur noch eingesteckt werden. Die Kabel des Front-Panels sowie das der Grafikkarte muss allerdings in den meisten Fällen noch etwas versteckt werden, da diese aufgrund unterschiedlicher Mainboard Layouts recht lang sind.
Sehr nett zu sehen ist, dass in dem NZXT H1 neben einem USB-Typ A Port auch ein Typ C Port an der Front installiert ist. Dieser wird mehr und mehr gebraucht, ist allerdings noch immer nicht in jedem Gehäuse verbaut. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich ein entsprechender Anschluss am Mainboard.
Darüber hinaus anzumerken ist, dass im H1 die IO-Blende unten installiert wird, wodurch dann natürlich auch alle Kabel, inklusive der Display-Kabel, unten angesteckt werden müssen. Neben dem Nachteil, dass es so deutlich schwieriger ist Peripherie einzustecken, hat es aber auch den entscheidenden Vorteil, dass alle Kabel gebündelt nach hinten weggehen und so ein besonders sauberes Kabel-Management, auch außerhalb des Systems, ermöglicht wird.

III) Zusammenbau des Systems
In meinem Leben habe ich nun schon einige System zusammengebaut und dennoch kann ich mit Gewissheit sagen, dass sich der Zusammenbau im NZXT H1 mit Abstand am einfachsten und intuitivsten gestaltet hat. Zuerst muss man sich zwar einen kurzen Überblick über das Konzept des Gehäuses machen, da es sich ja grundlegend von anderen Gehäusen abhebt, der eigentliche Bau im Anschluss war dann allerdings kinderleicht. Hierzu trägt vor allem auch die "Step by Step" Anleitung durch nummerierte Sticker im Innern bei, die sich übrigens rückstandsfrei abziehen lassen.
Besonders hervorzuheben ist auch der Fakt, dass das Case praktisch ohne Schrauben auskommt und sich, bis auf eine Ausnahme, "tool-less" auseinanderbauen lässt. Das bestätigt einmal mehr den modernen Charakter des Gehäuses.
Leider sind einige Schrauben, wie die des Mainboards, nicht immer auf geradem Weg mit dem Schraubendreher erreichbar und so musste ich diese teilweise schräg hineindrehen. Eine Bärenaufgabe war das allerdings nicht und so ist das eher in die Kategorie "meckern auf hohem Niveau" einzuordnen.
Insgesamt habe ich eine gute Stunde benötigt das System zu bauen, dazu muss gesagt werden, dass ich stets sehr ruhig und sorgfältig arbeite und mir in diesem Fall nebenbei auch Notizen gemacht habe.

IV) Geräuschpegel und Hitzeentwicklung
Dieser Punkt ist wohl die größte Schwäche des H1, nicht weil es in diesem Punkt katastrophal abschneidet, sondern weil es die Messlatte in allen anderen Belangen so hoch gesetzt hat. Die Lüfter der Grafikkarte und des Radiators haben definitiv kein Problem durch die perforierten Außenwände Frischluft anzuziehen, aber durch den fehlenden Ausstoßlüfter und den sehr komprimierten Aufbau, staut sich die Warmluft im Innern, was natürlich einen negativen Einfluss auf die Lautstärke und Temperatur der Komponenten hat. In meinem Fall wurde ein Ryzen 5 1600 und eine GTX 960 verbaut, die sich unter Last mit 51° CPU-Temperatur und 75° GPU-Temperatur trotzdem noch im grünen Bereich befanden. Dies ist wohl allerdings maßgeblich auf die geringe TDP zurückzuführen, sollten hier also High-End Komponenten verbaut werden und diese im Zweifelsfall auch noch übertaktet werden, könnte es hier zu einem Problem kommen.
Insgesamt bleibt der PC im Idle angenehm ruhig, das Summen der Pumpe ist allerdings zu jedem Zeitpunkt wahrnehmbar. Unter Last ist die Geräuschentwicklung dann wesentlich höher, bleibt aber vor allem mit Kopfhörern oder Ingame-Sound erträglich.

V) Fazit
Im ersten Moment war ich etwas skeptisch bei dem auf den ersten Blick sehr hoch erscheinenden Preis, doch für ein vergleichbares Netzteil werden ca. 110¤, für eine vergleichbare AIO ca. 70¤ und für eine Riser Karte ca. 20¤ fällig. Zieht man das ab, kommt man auf einen Preis von 150¤ für das Gehäuse, was für ein Small Form Factor Case mit völlig neuem Konzept durchaus vertretbar ist.
Und gerade dieses neue Konzept ist durch eine fabelhafte Umsetzung die größte Stärke des H1. So eignet es sich durch seine winzige Grundfläche von 18,7 x 18,7 cm beispielweise ideal als Konsolen-Killer neben dem TV oder für besonders kleine Computertische, wie in meinem Fall. Dank des sehr strukturierten Aufbaus und den vorverlegten Kabeln ist es außerdem auch für blutige Anfänger geeignet, die trotzdem Wert auf ein sauberes Kabelmanagement legen. Wie schwierig das für gewöhnlich in einem ITX-System umzusetzen ist, sollte kein Geheimnis sein.
Trotz einiger kleiner Schwächen bin ich insgesamt ziemlich überzeugt von dem H1 und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich ein System in ihm baue.
Wer allerdings bereits ein SFX-Netzteil oder eine CPU-Kühlung besitzt oder noch etwas mehr Raum für die Grafikkarte benötigt, aber ein Gehäuse mit ähnlichem Format sucht, könnte mit dem etwas günstigeren Meshlicious von Ssupd besser beraten sein. Dies bietet zudem einen wesentlich besseren Airflow, wird allerdings meiner Meinung nach im Punkto Design vom NZXT H1 geschlagen.

Zuletzt möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Mindfactory und NZXT für das in mich gesetzte Vertrauen und diese einmalige Gelegenheit bedanken. Das gesamte Projekt hat mir wirklich sehr viel Spaß bereitet.
    
  
5 5
     am 12.07.2021
Produkttester
Hinweis: Ich habe das Gehäuse im Rahmen der "Testers Keepers-Aktion von Mindfactory kostenlos zugesandt bekomme n. Die Bewertung spiegelt meine persönliche Meinung dar.


TL;DR

Das NZXT H1 ist ein optisch sehr ansprechendes und technisch ausgereiftes SFF-Gehäuse, mit welchem auch moderne Hardware vernünftig betrieben werden kann. Die Korrektur des (jetzt PCIe 4.0) Riser-Kabels und die damit behobene Brandproblematik, die inkludierte AIO-Wasserkühlung und das mit 650 Watt (SFX-L, 80 Plus Gold) ausreichend dimensionierte Netzteil machen es auch heute für Neukonfigurationen interessant. Das vorkonfektionierte Gesamtpaket, gepaart mit (sehr) guter Verarbeitung macht einen soliden Eindruck, für den andere Hersteller einen höheren Preis aufrufen. Es gibt mittlerweile Alternativen, wenn auch nicht im selben Format, und so entscheidet letztlich der eigene Geschmack, über welchen sich bekanntlich streiten lässt. Wer einen High End-PC mit RTX 3090 und stromhungriger CPU bauen möchte, könnte Schwierigkeiten mit der Stromversorgung bekommen (bei angenommen ~87% Wirkungsgrad liefert das Netzteil 650*0,85 = 565,5 Watt). Wer auf die Art der Grafikkartenbelüftung achtet, bekommt mit den Temperaturen keine Probleme. Unschön sind wenige Details, unter anderem die für mich leise wahrnehmbare Pumpe, die die Funktion jedoch in keiner Weise beeinflussen. Für den anspruchsvollen Heimanwender kann ich das H1 nur empfehlen!


Erzähl mir alles:

Mit etwa 13 Litern Gesamtvolumen auf einer Grundfläche von 18,7x18,8 cm (BxT) ist das H1 ein sehr kompaktes Gehäuse. Die Höhe beträgt 38,8 cm. Vorstellen können sich darunter die wenigsten etwas. Zum Vergleich: eine heutzutage nicht unübliche Länge der Bildschirmdiagonale von 6,1 Zoll bei Smartphones entspricht etwa 15,5cm. Die Seitenteile des Gehäuses sind nur knapp 3 cm länger. Das horizontale Design ist ein echter Eyecatcher. Der Stammplatz des H1 ist wohl neben dem Monitor auf dem Schreibtisch, und genau dort macht es einiges her. Das Frontpanel ist in schwarz gedämpftem (?) Glas gehalten und mit einem dezenten "NZXT-Schriftzug im unteren Bereich verziert. Das einzige Branding, das man auf Anhieb sieht. Das Hinterteil ist aus gelochtem Blech und schwarz matt lackiert. Das haben die beiden möglichen Farbvarianten gemein. Ich habe mich für die Version mit weiß matten, gelochten Seitenteilen entschieden. Es ist noch eine andere in schwarz matt verfügbar. Bis auf den Power-Button nebst klassischem USB-, USB-C- und 3.5mm Klinge-Anschluss auf der Oberseite sind keine Anschlüsse zu sehen. Das Mainboard wird so montiert, dass die Kabel mit ausreichend Abstand nach unten in Richtung Untergrund zeigen, von wo aus sie gebündelt über eine entsprechende Öffnung im Heck des Gehäuses geführt werden. Kabelmanagement auf dem Schreibtisch: check. Klever gelöst! Das H1 macht optisch wirklich was her, und das von jeder Seite.

In Puncto Verarbeitung bestätigt sich der positive Ersteindruck, mit klitzekleinen Einschränkungen, auf die ich später eingehe. Das Gehäuse ist sehr solide und liegt mit nachgewogenen 6,5 kg satt in der Hand bzw. steht stabil auf dem Schreibtisch. Auch die Front-, Seiten und Heckteile klackern nicht herum. Die Schienen, in denen die Seitenteile geführt werden, sind in Plastik gehalten. Das macht aus diversen Gründen Sinn und ist deshalb nicht negativ zu bewerten. Viele Teile sind aus Metall. Die Kanten sind nicht scharf, die Finger bleiben also heile. Die Art des Zusammenbaus erweckt einen super Eindruck. Es gibt auch auf den zweiten Blick einige Details zu entdecken. Hier wurde definitiv mit Köpfchen gearbeitet! Die Seitenteile sind mit magnetischen Staubfiltern ausgestattet. Auch diese wirken qualitativ hochwertig. Die Kabel des Netzteils sind bereits mit Kabelbindern bzw. Klettklebern an die richtigen Stellen vorverlegt. Auch hier konnte ich mich trotz Provozieren nicht schneiden - die Klage hätte wohl ohnehin nur in Amerika Erfolgsaussichten. Die Enden verschwinden hinter einer Abdeckung, so sieht es wirklich ordentlich aus. Auch die AIO macht einen wertigen Eindruck. Die Anschlüsse lassen sich angenehm leicht bewegen, sodass man keine Angst hat, irgendetwas abzureißen. Einzig das Kabel der Pumpte könnte weniger fisselig sein, was zu verkraften ist. Der Power-Button hat einen schönen Druckpunkt. Ein Detail, auf das wohl die wenigsten Hersteller Wert legen. So weit, so gut. Was mir nicht gefällt: die Schrauben zur Befestigung der Grafikkarte und des Radiatorkäfigs am Gehäuse sind für mich etwas grobgewindrig und erwecken teilweise sogar den Eindruck, als hätten sie das Gewinde in die Wände geschnitten. Bei meinem Exemplar ist außerdem der Klebestreifen beim Heckteil minimal verrutscht und dadurch auf der Innenseite (nicht von außen!) sichtbar. Beides stört überhaupt nicht, aber 1. habt ihr gefragt und 2. reden wir über ein Gehäuse im gehobenen Preissegment.

Der Zusammenbau gestaltet sich erwartungsgemäß kinderleicht. Front- und Heckteil sind nur geklippt, wodurch sich das H1 werkzeuglos öffnen lässt. Man hat in diesem Zustand schon Zugriff auf die (bald installierte) Grafikkarte und die potentiell installierten 2,5 Zoll-Laufwerke sowie das Netzteil. Möchte man den Radiator seitig öffnen, um an die darunterliegende Hardware zu gelangen oder selbige einzubauen, muss man zum Schraubendreher greifen. Der dazu benötigte Phillips-/Kreuzschlitzschraubendreher wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in keinem Haushalt fehlen. Wenn doch: Mindfactory bietet iFixit-Kits an, die ich nur wärmstens für eben solche Zwecke empfehlen kann. NZXT gibt die maximale Höhe des zu verwendenden Arbeitsspeichers mit 45 mm an. Maximal sind Grafikkartendicken bis 2,5 Slots mit Größen von 30,5x12,8 bzw. 26,5x14,5 cm angegeben. Weitere Einschränkungen gibt der Hersteller nicht vor und - Spoileralarm - habe ich auch nicht feststellen können. Es empfiehlt sich CPU, RAM und NMVe SSD zu installieren, bevor man das Mainboard einbaut (weil einfacher). Für Grobmotoriker oder Wurstfingerbesitzer könnte es zudem hilfreich sein, auch die Kabel für Powerbutton und Co. vor dem Verschrauben anzustecken. Worauf geachtet werden sollte: Die Schrauben zur Befestigung des Mainboards zentrieren selbiges nicht, so kann es passieren, dass die Anschlüsse nicht 100%ig hinterm IO-Shield sitzen. Wer auf Details achtet sollte einen Blick riskieren. Der Block der AIO hat Wärmeleitpaste aufgetragen und muss nur, mit entsprechender Halterung, angeschraubt werden. Auch das Riser-Kabel liegt schon an der richtigen Stelle und wird nur eingeklippt. Das beworbene Zwei-Kammer-Design ist allerdings wörtlich zu nehmen. Der Bereich der Grafikkarte ist durch die Konstruktion vom restlichen Teil des Innenraums "getrennt. Das soll verhindern, dass warme Luft vom Radiator von der Grafikkarte angesaugt wird und umgekehrt - und funktioniert ganz gut. Die Grafikkarte wird wie üblich mit der Slotblende am Gehäuse verschraubt. Auch hier liegen die Kabel für die Stromversorgung bereit. Das wars!

Interessant wird es beim Thema Leistung/Temperaturen. Wo auch immer der Mythos entstand, dieses Gehäuse sei ungeeignet für aktuelle Hardware, mit Fakten hat es wenig zu tun. Ja, es handelt sich um einen 140mm Radiator. Ja, es gibt nicht ganz optimale Designs bei Grafikkartenlüftern. Ich war aufgrund der vorherrschenden Meinung, eine 140mm AIO sei zu schwach für Power-CPUs ebenso skeptisch und habe mich, nach langer Überlegung, gegen Intel und für einen Ryzen 5600x entschieden. Betrieben wird dieser auf einem ASUS Strix B550-i. Als Grafikkarte kommt (derzeit) eine RTX 3060 zum Einsatz. In Sachen RTX kann ich es kurz machen: Egal was man da baut, die Temperaturen unter Volllast ändern sich nicht. Gehäuse auf, Gehäuse zu, Gehäuse schräg damit die Luft unten besser weg kann... Ich habe alles probiert, allein um mit dem Thema aufzuräumen. Auch wenn es nicht vergleichbar ist: meine Temperatur steigt, bei knapp 26 Grad Raumtemperatur, nicht über 71°C. Die Lüfter drehen dabei nicht auf 100%. Spannend wird es bei der CPU? Eher unspektakulär! Der Ryzen zeigt im synthetischen Benchmark, mit aktiviertem PBO knapp über dem Boost-Takt mit 4,65 GHz auf allen Kernen und leichtem Undervolt nach 30 Minuten im HWiNFO eine maximale Temperatur von 68°C. Jetzt rennen wieder viele im Kreis, aber das ist absolut im Rahmen. Der Lüfter der AIO dreht mit maximal 1359 RPM bei laut Hersteller möglichen 1800 RPM. Es scheint also noch Luft nach oben zu sein. Ich will gar nicht zu sehr auf das Thema eingehen, denke aber, dass man hier auch gut noch eine energiehungrigere CPU einsetzen kann. Das ein quasi auf Ohrhöhe stehendes Gehäuse, welches ca. 75 CFM (98,17 CFM bei 1800 RPM) Luft bewegt nicht lautlos ist, sollte klar sein. Einziger Wermutstropfen ist für mich die Pumpe der AIO, welche ich auch im Idle wahrnehme. Abgesehen davon bin ich positiv überrascht!

Wer dennoch Bedenken hat oder wem das H1 optisch nicht zusagt, kann auf Alternativen ausweichen. Ein vertikales Design ist mit dem ssupd Meshilicious möglich. Es ist nur wenig größer und kommt mit inkludiertem Riser-Kabel. Optisch kommt es meines Erachtens nicht ganz an das H1 heran, besteht "aber zu 100% aus gelochtem Blech. Zum Preis von ca. 180 Euro kommen dann ca. 80 Euro für eine AIO (120 mm für die Vergleichbarkeit, mehr möglich) und ein Netzteil (ATX möglich, hier SFX-L für Vergleichbarkeit) für ca. 160 Euro. Macht unterm Strich 420 Euro. Das NZXT H1 kostet zum Zeitpunkt des Reviews bei Mindfactory 319 Euro.

Es ist schön zu sehen das es Hersteller gibt, die das muffige Nerd-Klischee beiseiteschieben und den PC zum "Designobjekt für den Schreibtisch umfunktionieren. Ich hoffe, dieser Trend wird so schnell nicht enden! Im Falle des NZXT H1 ist dieser Schritt super gelungen, auch die Leistung überzeugt. Ich nutze das Gehäuse nun knapp 2 Wochen und kann kaum negatives (außer das genannte) berichten. Wer auf blinkendes Diskolicht beim Arbeiten/Spielen nicht verzichten kann, der muss selbst handanlegen oder ein anderes Gehäuse wählen. Für jeden anderen: Kaufen!
    
  
5 5
     am 11.07.2021
Produkttester
Ich wurde im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion ausgewählt, das neue NZXT H1 Gehäuse zu testen. Ich werde im Produkttest die Aspekte Design, Verarbeitung, Montage, Leistung, Preis-/Leistungsverhältnis und Haltbarkeit eingehen. Im Anhang befinden sich beim Aufbau entstandene Bilder.
Folgende Hardware habe ich im NZXT H1 verbaut:
- AMD Ryzen 5600X
- ASUS ROG B550-I
- G.SKILL 3200 MHz 16GB
- Samsung 970 1TB
- Nvidia GeForce GTX 1060
Für mich war es ein besonderes Projekt, da es mein erster selbstgebauter PC ist. Bevor ich die Zusage hatte, das Gehäuse testen zu dürfen, habe ich auf einem alten zusammengewürfelten Windows PC gespielt. Umso gespannter war ich, als da Gehäuse ankam.
Design:
Auf den ersten Blick macht das Gehäuse einen überraschend kleinen Eindruck. Es sieht sehr edel aus, da das Metallgehäuse eine geschmeidige Lackierung hat. Entfernt man die Frontschreibe und das Rückteil, sieht man erstmals die Einschubfächer für die SSDs und die einzelnen Fächer für Grafikkarte und Mainboard. Das übrig gebliebene Seitenteil kann man einfach nach oben abziehen, sodass man von allen Seiten Zugang hat. Dies ist vor allem beim Verkabeln und Verschrauben hilfreich. Die weiße Version, welche ich erhalten habe, ist optisch sehr schön, da sie gut mit der Frontscheibe und einem modernen, minimalistischen Gaming-Setup harmoniert.
Verarbeitung:
Auf dem Gehäuse hat man einen Aux-, einen USB- und einen USB-C | Anschluss. Im Inneren findet man neben dem Netzteil, an dem bereits alle Kabel vorinstalliert waren, Einschubfächer für Speicherplatten. Darunter befindet sich Platz für das Mainboard, Prozessor und zuletzt die AIO Wasserkühlung. Im Fach dahinter ist Platz für eine Grafikkarte. Auch wenn das Gehäuse von außen klein aussieht, bietet sich im Inneren genügend Platz, alle Komponenten zu verwenden. Durch das Lösen von zwei weiteren Schrauben kann man den Radiator aus dem Gehäuse aufklappen und man hat Platz das Mainboard einzubauen. Wenn man das Gehäuse ohne Abdeckungen vor sich stehen hatte, konnte man gut die Qualität erkennen.
Montage:
Da es mein erster Versuch war, einen PC zusammenzubauen, hatte ich etwas Respekt vor der Montage. Im Lieferumfang des Gehäuses ist eine Anleitung enthalten, die jeden Schritt mit anbringen und den richtigen Schrauben etc. erklärt. Dies hat es mir als Anfänger umso mehr vereinfacht. Es sind unter anderen Schrauben für das Anbringen des Mainboards, Kabelbinder und Halterungen des CPU-Kühlkopfes für Intel und AMD enthalten. Was nicht enthalten war, war ein passendes Montagewerkzeug. Zwar hat man in der Regel einen Schraubenzieher im Normalfall schnell zur Hand, jedoch kann man ein solches im Preis von 318¤ schon erwarten. Da man außer zum Einbau des Mainboards keine Schrauben benötigt, kann ich das Weglassen jedoch entschuldigen. Dadurch, dass das H1 von allen Seiten geöffnet war, kommt man gut an die Komponenten zur Befestigung. Der Einbau des Mainboards war ein wenig unhandlich, da man die Schrauben nur um die Stangen herum reinschrauben kann. Zum Befestigen der Wasserkühlung musste der Aufsatz für den AM4 Sockel angebracht werden, was nach kurzem Nachlesen in der Anleitung auch flott ging. Die Grafikkarte wurde horizontal in das vorgesehen Fach eingebaut. Die verwendete 1060 hatte dabei noch ordentlich Platz. Interessant fand ich das beigelegte PCI Riser Kabel. Äußerlich machte das Kabel einen qualitativen Eindruck, da es gut geschützt und der Anschluss gut verarbeitet war. Ein guter und zeitsparender Faktor ist, dass die Kabel vorinstalliert sind. Man hat kein großes Gefummel mit einzelnen Kabeln und gerade für mich als Anfänger hat es den Einbau erleichtert. Die Anschlüsse der Maiboards befinden sich unterhalb des Gehäuses. Hier wurde Platz gelassen, um die Kabel am Mainboard anzubringen. Auch wenn es etwas schwierig war, die Anschlüsse einzustecken, sehe ich hier einen Vorteil, da die Kabel gut versteckt und gebündelt werden. So umgeht man den bekannten "Kabelsalat" und es sieht gleich viel ordentlicher aus. Man könnte sich beim Kauf überlegen, ob man möglicherweise auf eine Docking Station setzt, wenn man regelmäßig Sachen ein und aussteckt. Grund dafür ist, dass dafür jedes Mal das Gehäuse um ca. 45 Grad gekippt werden muss, um die Kabel in die richtigen Anschlussbuchsen zu stecken. Im Nachhinein wäre es wahrscheinlich angenehmer gewesen, wenn man die Kabel in das Mainboard einsteckt, bevor man das Mainboard in das Gehäuse einbaut. Das Einstecken der Kabel war durch den engen Formfaktor des Gehäuses ein wenig problematisch.
Leistung:
Die AIO-Wasserkühlung war ausreichend gut. Im Idle zu Beginn des Testes hatte meine Verbaute CPU eine Temperatur von 35 Grad. Bei erstem Durchlauf vom aktuellen COD: Cold War hatte die CPU eine maximale Temperatur von 65 Grad. Die CPU wurde davor nicht übertaktet oder Ähnliches. Über den Verlauf des Tages ist mir aufgefallen, dass vermehrt warme Abluft aus den Löchern des Gehäuses pustete. Bei der Wahl des Standortes des Gehäuses sollte, das am besten beachtet werden, wenn man sowas nicht angenehm findet. Außerdem ist mir aufgefallen, dass die AIO-Wasserkühlung etwas brummt. Um ein Montagefehler auszuschließen habe ich erneut die Komponenten aus dem Gehäuse teilweise raushängen lassen und erneut getestet. Das etwas störende Geräusch kommt meiner Meinung nach aus der Pumpe der Kühlung. Ich gehe davon aus, dass das verbaute Netzteil mit 650 Watt Hardware der besseren Mittelklasse versorgen kann. Im Laufe der Zeit werde ich durch diese erfüllte Voraussetzung auch meine Grafikkarte auf zumindest eine Generation upgraden.
Preis-/Leistungsverhältnis
Für 318,-¤ bekommt der Käufer ein modernes Gehäuse in einem wirklich überraschend ausreichenden Formfaktor und guten Extras. Das schöne Netzteil und die komplett ausreichende Wasserkühlung passt gut in das Gehäuse und rechtfertig somit den höheren Preis. Der aktuelle Trend von Mini-ITX Gehäusen geht nach Recherche sowieso eher in den dreistelligen Bereich, weshalb die beigelegte Hardware eher ein Segen als ein Fluch ist. Das bereits vorverbaute PCI Riser Kabel kostet im Einzelhandel sowieso etwas mehr, weshalb eine Anschaffung dieses Cases lohnend ist. Im großen Ganzen kann jeder selbst bewerten, wie viel er für welches Teil ausgeben möchte. Falls er sich dann für dieses Gesamtpaket entscheidet, macht er einen guten Deal.
Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten soweit möglich
Während der Montage ist aufgefallen, dass die verwendeten Schrauben für das Mainboard leicht innen abgebröckelt sind, als man sie reingeschraubt hat. Natürlich bietet ein schmales, schlankes Case nicht die Dicke der Bauteile wie zum Beispiel im Vergleich zu einem BeQuiet Case für den e-ATX Formfaktor. Das Case an sich wirkte ausreichend stabil, möglicherweise kann man das auch so in einen Rucksack stecken und auf die nächste LAN-Party gehen.

Im großen Ganzen bin ich sehr zufrieden mit dem Gehäuse und dem eingebauten Rest und bin froh, dass ich es im Rahmen der Testers Keepers Aktion behalten durfte.
    
  
5 5
     am 10.07.2021
Produkttester
Ich hatte das große Glück und durfte im Rahmen der "Testers-Keepers"- Aktion das NZXT H1 in der 2021 Version, mit der der Mangel, der durch das ursprünglichen PCIe-Riser entstand, behoben wurde, ausgiebig testen. Im Folgenden werde ich versuchen meine Eindrücke, die ich während des Zusammenbaus des Systems gesammelt habe, so akkurat wie möglich wiederzugeben. Auf diese Weise sollte mein Testbericht einen guten Überblick verschaffen, was euch mit dem Gehäuse-Bundle erwartet und ob es euren Ansprüchen gerecht wird.

I) Design & Verarbeitung
Dieser Punkt ist bekanntlich ein Heimspiel von NZXT und so ist es wenig überraschend, dass sich das H1 durch eine äußerst elegante, minimalistische Optik und gleichzeitig eine makellose, hochwertige Verarbeitung auszeichnet. So bin ich während des gesamten Zusammenbaus, auf keinen einzigen Produktionsrückstand gestoßen und die Hardware passte millimetergenau in die Schraubfassungen und Steckvorrichtungen. Auch die verwendeten Materialen (SGCC Stahl und gehärtetes Glas) wirkten äußerst wertig.

II) Spezifikationen & Besonderheiten
Trotz seines bescheidenen Volumens von knapp unter 14 Litern, passen Grafikkarten mit einer Länge bis 30,5 cm und einer Breite von maximal 2,5 Slots hinein. Das Gehäuse bietet daher beispielsweise Platz für eine RTX 3070 Founders Edition. In meinem Fall wurde lediglich eine GTX 960 von Palit verbaut, welche selbstverständlich ohne Probleme in das Gehäuse passte.
Das NZXT H1 sticht natürlich besonders durch das bereits verbaute Netzteil und die 140mm AIO Wasserkühlung hervor. Dass genau diese Komponenten verbaut sind, ist kein Zufall, so bedürfen diese Teile nicht wirklich einer individuellen Abstimmung und sind in der vorliegenden Konfiguration sowohl für Einsteiger-, als auch Enthusiasten-Systeme bestens geeignet. Außerdem erspart man dem Kunden so den mitunter nervenaufreibendsten Aspekt beim PC-Bau, dem sauberen Verlegen der Kabel. Durch die vorinstallierte AIO muss zudem kein extra Platz für ausgefallene Kühlvorrichtungen eingeplant werden, was ja in einem ITX-System einer der entscheidendsten Faktoren ist.
Ein kleines Manko der AIO-Wasserkühlung ist das Mounting-Kit für AMD-Systeme, dieses nutzt die Kunststoffverstrebungen des Mainboards und wird so an nur zwei Punkten fixiert, was in einem unregelmäßigen Druck und damit in einer suboptimalen Wärmeabfuhr resultiert.
Durch die vorverlegten Kabel spart man sich nicht nur eine Menge Zeit, diese garantieren auch ein perfektes Ergebnis. So hat das ATX- sowie das CPU-Kabel bereits die ideale Länge und muss nur noch eingesteckt werden. Die Kabel des Front-Panels sowie das der Grafikkarte muss allerdings in den meisten Fällen noch etwas versteckt werden, da diese aufgrund unterschiedlicher Mainboard Layouts recht lang sind.
Sehr nett zu sehen ist, dass in dem NZXT H1 neben einem USB-Typ A Port auch ein Typ C Port an der Front installiert ist. Dieser wird mehr und mehr gebraucht, ist allerdings noch immer nicht in jedem Gehäuse verbaut. Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich ein entsprechender Anschluss am Mainboard.
Darüber hinaus anzumerken ist, dass im H1 die IO-Blende unten installiert wird, wodurch dann natürlich auch alle Kabel, inklusive der Display-Kabel, unten angesteckt werden müssen. Neben dem Nachteil, dass es so deutlich schwieriger ist Peripherie einzustecken, hat es aber auch den entscheidenden Vorteil, dass alle Kabel gebündelt nach hinten weggehen und so ein besonders sauberes Kabel-Management, auch außerhalb des Systems, ermöglicht wird.

III) Zusammenbau des Systems
In meinem Leben habe ich nun schon einige System zusammengebaut und dennoch kann ich mit Gewissheit sagen, dass sich der Zusammenbau im NZXT H1 mit Abstand am einfachsten und intuitivsten gestaltet hat. Zuerst muss man sich zwar einen kurzen Überblick über das Konzept des Gehäuses machen, da es sich ja grundlegend von anderen Gehäusen abhebt, der eigentliche Bau im Anschluss war dann allerdings kinderleicht. Hierzu trägt vor allem auch die "Step by Step" Anleitung durch nummerierte Sticker im Innern bei, die sich übrigens rückstandsfrei abziehen lassen.
Besonders hervorzuheben ist auch der Fakt, dass das Case praktisch ohne Schrauben auskommt und sich, bis auf eine Ausnahme, "tool-less" auseinanderbauen lässt. Das bestätigt einmal mehr den modernen Charakter des Gehäuses.
Leider sind einige Schrauben, wie die des Mainboards, nicht immer auf geradem Weg mit dem Schraubendreher erreichbar und so musste ich diese teilweise schräg hineindrehen. Eine Bärenaufgabe war das allerdings nicht und so ist das eher in die Kategorie "meckern auf hohem Niveau" einzuordnen.
Insgesamt habe ich eine gute Stunde benötigt das System zu bauen, dazu muss gesagt werden, dass ich stets sehr ruhig und sorgfältig arbeite und mir in diesem Fall nebenbei auch Notizen gemacht habe.

IV) Geräuschpegel und Hitzeentwicklung
Dieser Punkt ist wohl die größte Schwäche des H1, nicht weil es in diesem Punkt katastrophal abschneidet, sondern weil es die Messlatte in allen anderen Belangen so hoch gesetzt hat. Die Lüfter der Grafikkarte und des Radiators haben definitiv kein Problem durch die perforierten Außenwände Frischluft anzuziehen, aber durch den fehlenden Ausstoßlüfter und den sehr komprimierten Aufbau, staut sich die Warmluft im Innern, was natürlich einen negativen Einfluss auf die Lautstärke und Temperatur der Komponenten hat. In meinem Fall wurde ein Ryzen 5 1600 und eine GTX 960 verbaut, die sich unter Last mit 51° CPU-Temperatur und 75° GPU-Temperatur trotzdem noch im grünen Bereich befanden. Dies ist wohl allerdings maßgeblich auf die geringe TDP zurückzuführen, sollten hier also High-End Komponenten verbaut werden und diese im Zweifelsfall auch noch übertaktet werden, könnte es hier zu einem Problem kommen.
Insgesamt bleibt der PC im Idle angenehm ruhig, das Summen der Pumpe ist allerdings zu jedem Zeitpunkt wahrnehmbar. Unter Last ist die Geräuschentwicklung dann wesentlich höher, bleibt aber vor allem mit Kopfhörern oder Ingame-Sound erträglich.

V) Fazit
Im ersten Moment war ich etwas skeptisch bei dem auf den ersten Blick sehr hoch erscheinenden Preis, doch für ein vergleichbares Netzteil werden ca. 110¤, für eine vergleichbare AIO ca. 70¤ und für eine Riser Karte ca. 20¤ fällig. Zieht man das ab, kommt man auf einen Preis von 150¤ für das Gehäuse, was für ein Small Form Factor Case mit völlig neuem Konzept durchaus vertretbar ist.
Und gerade dieses neue Konzept ist durch eine fabelhafte Umsetzung die größte Stärke des H1. So eignet es sich durch seine winzige Grundfläche von 18,7 x 18,7 cm beispielweise ideal als Konsolen-Killer neben dem TV oder für besonders kleine Computertische, wie in meinem Fall. Dank des sehr strukturierten Aufbaus und den vorverlegten Kabeln ist es außerdem auch für blutige Anfänger geeignet, die trotzdem Wert auf ein sauberes Kabelmanagement legen. Wie schwierig das für gewöhnlich in einem ITX-System umzusetzen ist, sollte kein Geheimnis sein.
Trotz einiger kleiner Schwächen bin ich insgesamt ziemlich überzeugt von dem H1 und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich ein System in ihm baue.
Wer allerdings bereits ein SFX-Netzteil oder eine CPU-Kühlung besitzt oder noch etwas mehr Raum für die Grafikkarte benötigt, aber ein Gehäuse mit ähnlichem Format sucht, könnte mit dem etwas günstigeren Meshlicious von Ssupd besser beraten sein. Dies bietet zudem einen wesentlich besseren Airflow, wird allerdings meiner Meinung nach im Punkto Design vom NZXT H1 geschlagen.

Zuletzt möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Mindfactory und NZXT für das in mich gesetzte Vertrauen und diese einmalige Gelegenheit bedanken. Das gesamte Projekt hat mir wirklich sehr viel Spaß bereitet.
    
  

Video

NZXT: ungewöhnliche Designs für individuelle PCs

NZXT ist ein US-amerikanischer PC-Hardware-Hersteller für PC-Gehäuse, PC-Komponenten und weiteres Zubehör. Fokusgruppe ist dabei die Gaming-Community. 2004 war das Gründungsjahr des Unternehmens, dessen erstes Produkt, ein Modding-Tower, wegen der Frontaufsätze an die Protagonisten von Transformers erinnerte. Das war für die Firma der Startschuss für den zunehmenden Erfolg am Markt, den NZXT heute hat. Nach wie vor sind PC-Gehäuse das Steckenpferd des Herstellers, der sein Sortiment über die Jahre hinweg allerdings um Mainboards, Netzteile, Wasserkühlungen, LEDs und weiteres Zubehör erweitert hat.

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NZXT Produkte

NZXT - Extravaganz am und im Tower

Die neueren Gehäuse tendieren zu einem minimalistischen Look. Dank der verglasten Sidepanels einiger Gehäuse-Modelle können Gamer sich allerdings beim Zusammenstellen des PC-Innenlebens so richtig auslassen und mit LED-Leuchtstreifen oder beleuchteten Lüftern ein Lichtfeuerwerk beim Zocken entfachen. Generell ist NZXT die ideale Marke, wenn es um ungewöhnliches Design geht. Langweilige Gehäuse gibt es bei NZXT nicht, dafür eine Vielzahl an extravaganten Towern für Gamer und sogar für Liebhaber des Overclockings. Die Funktionalität kommt bei all dem Design nicht zu kurz. NZXT lässt Gamer-Herzen höherschlagen.

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