https://image320.macovi.de/images/product_images/320/1230097_0__71040.jpg

Artikelbeschreibung

Seit dem 16.02.2018 im Sortiment

Der Eisbaer LT von Alphacool stellt eine leistungsfähige Kompaktwasserkühlung dar, welche sich durch normale Custom Komponenten von den bisherigen AIO Kühlungen abhebt. Die Anschlüsse sind auf hochwertigem Messing gefertigt und basieren auf üblichen G I/4"-Gewinden, wodurch diese einfach austauschbar sind. Des Weiteren lässt sich der Eisbaer LT über den Ready-Schnellverschluss erweitern und ist so kompatibel zu allen anderen Eisbaer Produkten. Der extradünne 25mm Slim-Radiator ist vollständig aus Kupfer gefertigt. Kupfer besitzt eine doppelt so hohe Wärmekapazität gegenüber Aluminium, wodurch der Slim-Radiator eine optimale Kühlung gewährleistet. Der Kühlerboden besteht ebenfalls vollständig aus Kupfer und leitet die Wärme durch ultrafeine Kreuzschlitze extrem schnell von der CPU.

Die ohnehin schon leise Pumpe kann optional mit einem 7V-Adapter noch stärker in der Geräuschentwicklung gedrosselt werden.

Die Eiswind-Lüfter wurden speziell für Radiatoren entwickelt und erzeugen einen hohen statischen Druck um kühle Luft zwischen den Kühlfinnen hindurch zu drücken. Zur Lüftersteuerung liegt dem Eisbaer ein PWMY-Adapter bei, sodass die drei Eiswind Lüfter über einen PWM-Anschluss Ihres Mainboards angesteuert werden können. Per PWM lassen sich die Lüfter im Bereich von 550 bis 1700 U/min regeln. Der Kupferradiator und Kupferkühler bieten eine enorm hohe Kühlleistung zudem wird dank der Schnellverschlüsse und den Custom-Wasserkühlungsteilen eine enorme Erweiterbarkeit ermöglicht


**Informationen zur Finanzierung:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 105,22*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 9 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Technische Daten

Allgemein:
Modell: Eisbaer LT 360 CPU
Typ: Komplett-Wasserkühlung
Sockel: 604, 754, 771, 939, 1150, 1151, 1155, 1156, 2011, 2011-3, 2066, AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, C32, FM1, FM2, FM2+, G34
Anschlüsse: 3-Pin, 4-Pol PWM, G1/4"

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

(33%)
(33%)
(60%)
(60%)
(7%)
(7%)
2 Sterne
(0%)
(0%)
1 Stern
(0%)
(0%)

15 Bewertungen

4.3 von 5,0  anzeigen

Sie haben Erfahrungen mit diesem Artikel?

Geben Sie eine Bewertung ab

Reklamationsquote

:

RMA-Quote: 2%

 
 
3 5
     am 27.10.2018
Verifizierter Kauf
Design:
Das Design ist relativ schlicht gehalten. kein RGB-Schnickschnack, keine besonders schönen Forrmen, mehr funktionell Designt.

Lautheit:
Die Lüfter sind minimal zu hören. Sie kommen aber von der Lautheit den Arctic 120mm PWM-Lüftern gleich.

Kühlleistung:
Die Kühlleistung entspricht ebenfalls den Werten der Arctic Lüfter. Ein Ryzen 3 1200 @ 4 GHz, 1.5V wird die meiste Zeit unter 60°C gekühlt. Meistens pendelt es sich bei Spielen um die 56°C ein. Einzig beim 4K-VIdeoeditieren kommt er auch mal gerne auf die 69°C. Insgesamt ist er nicht stärker als ein Arcitic A32 mit zwei Lüftern was doch sehr enttäuschend ist. Beide hatten einen AMD FX 8300 @ 4.7 GHz, 1.55V auf 72°C gekühlt.

Einbau:
Oje...
Da wären fast 3 Hände von nöten und das obwohl das Antec Dark Fleet DF500 RGB doch sehr viel Platz bietet. Auch weil die Schläuche durch die komische Spirale nur schwer zu justieren ist. Zumal meist die obere linke oder rechte Schraube blockiert wird.

Fazit:
Gesamt kann ich Sie empfehlen, wenn es unbedingt Wasserkühlung sein muss, am sonsten sind die Arctic Dual-Fan-Tower-Kühler gleich gut aber erheblich günstiger.
    
  
4 5
     am 01.10.2018
Verifizierter Kauf
Um es kurz zu machen: Gut und günstig, Pumpe leider nur kein PWM.
    
  
4 5
     am 26.09.2018
Verifizierter Kauf
Die Kühlleistung ist mehr als ausreichend für eine CPU. Kühle damit den i7-8700k und überlege auch die Grafikkarte mit einzubinden, was dank Schnellverschluss und Industriestandard keinerlei Probleme bereitet. Einziger Nachteil sind die Lüfter, die im Gegensatz zu der wirklich nicht zu hörenden Pumpe wirklich laut sind. Leider war bei meinem Radiator bei vier von zwölf Bohrungen für die Montage kein Gewinde gebohrt. Mit Gewindebohrer nachgearbeitet und seit dem keine Probleme. Für diesen Preis definitiv eine lohnende Investition!
    
  
5 5
     am 08.07.2018
Verifizierter Kauf
Einfach nur fett und silent!
    
  
5 5
     am 28.06.2018
Verifizierter Kauf
Super schnell. Super Günstig. Super gut. Einfach nur Top auf jeden Fall empfehlenswert!!!
    
  
4 5
     am 14.05.2018
Als glücklicher Gewinner des Eisbaer LT 360 im Rahmen der "Testers Keepers"-Aktion folgt nun meine damit verbundene Bewertung des Produktes.
Hauptgrund dafür, dass ich mich als Produkttester beworben habe, war, dass Alphacool modulare All-In-One Lösungen anbietet. Man hat so die Möglichkeit GPU und CPU in einen Kühlkreislauf einzubinden ohne den Mehraufwand einer Custom-Kühlung auf sich zu nehmen.
Hinzu kommt, dass Alphacool Kühllösungen für beinahe alle aktuellen Grafikkarten anbietet. Für meine ASUS Turbo GeForce GTX 1080 (kein Referenz-Layout) werde ich - fragwürde, ausländische Angebote ausgenommen - nur bei Alphacool fündig (Eiswolf-Serie).

Zu meinen Setup:

-Fractal Design define r6
-ASROCK Z370 PRO
-Intel Core i5 8600K
-ASUS Turbo GeForce GTX 1080
-16GB G.Skill Aegis DDR4-3000
-be quiet! Pure Power 10 CM
-Samsung 960 EVO 500GB SSD
-vormals der be quiet! Pure Rock, jetzt selbstverständlich der Eisbaer LT360

Zum Produkt:


Ersteindruck

Perfekt verpackt! Das Produkt kommt in einem Karton mit innenliegender Pappform, die alles sicher für den Transport schützt. Keine unnötigen Sticker, kein Krimskrams, nur die zusammengebaute Kühleinheit, drei Lüfter inkl. 1->3 Adapter, eine bebilderte Anleitung und drei Tüten mit Montagematerial (Intel / AMD / Schrauben für Radiator).

Design

Das ist selbstverständlich eine Frage des Geschmacks. Meinen Geschmack trifft der Eisbaer. Ich mag keine Drachen, keine wabernden LEDs, rote Tribals etc. Leider ist eine derart schlichte Desingsprache sehr rar im Gaming-/PC-Bereich. In Kombination mit dem define r6 macht die Kühlung einen wirklich guten Eindruck. Beiden Produkten würde ich eine eher technische Optik zuschreiben, was wunderbar harmoniert und erwachsen aussieht.
Oft kritisiert werden zum einen die dicken Schläuche, welche durch den Spiraldraht als Knickschutz vielleicht etwas an eine Drainage erinnern, zum anderen die noch wuchtigeren Fittings. Hier existieren selbstverständlich schlankere und elegantere Lösungen, mich stört es keineswegs.


Verarbeitung

Rund 100€ für einen Radiator dieser Größe, drei beiliegende Lüfter, einen Kühlblock samt Pumpe, Schläuche, Fittings usw. sind meines Erachtens nicht viel Geld. Trotzdem schafft es Alphacool mit dem Qualitätseindruck der Kühllösung zu überzeugen. Alles wirkt sehr massiv, Spaltmaße stimmen durchweg und die Oberflächen sind fehlerfrei.


Montage

Radiator

Es liegen kurze und lange Schrauben bei. Je nachdem welches Setup (push / pull) man wünscht, montiert man alles mit dem passenden Material. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass man auch mit den kurzen Schrauben den Radiator beschädigen kann, zieht man sie zu fest an. Mit etwas Menschenverstand und gefühlvollem Umgang mit dem Schraubendreher ist dennoch alles schnell verbunden.
Einen 360mm Radiator in einem Gehäuse zu montieren ist zeitweise nicht die einfachste Übung, geht mit dem define r6 aber relativ gut von der Hand. Zu beachten ist, dass die Anschlüsse für die Schläuche etwa 4cm überstehen; er in Summe entsprechend ca. 400mm lang ist.

Kühlblock

Ich habe schon etliche Luftkühler montiert. Das war jedoch mein erster Kühlblock, wobei das Montageprinzip sehr ähnlich ist:
Man nimmt die richtige Backplate, montiert das passende Gegenstück am Kühlblock und schraubt alles mit etwas Wärmeleitpaste zusammen.
Hier hat sich Alphacool jedoch nicht so viel Mühe gegeben. Sowohl die Backplate, also auch die Aufnahme an dem Kühlblock hat keine "arretierten" Löcher für die Schrauben, sondern Schlitze, wodurch verschiedene Lochabstände des Motherboards mit einem Bauteil abgedeckt werden können.
Problematisch hierbei ist, dass die (selbstklebende) Backplate mit Muttern ausgestattet ist, die nur von Gummiringen gehalten werden, der Kühlblock mit gefederten Schrauben und gekonterten Muttern.

Der Montagevorgang verlang also, dass man:

1. die Backplate festhält, da die Klebestreifen nicht gut haften und das Plastik recht elastisch ist,
2. die Muttern der Backplate festält, da man sie sonst mit den Schrauben einfach rausdrücken kann,
3. den Kühlblock festhält,
4. die gefederten Schrauben auf die richtige Position bringt,
5. und zu guter letzt die Schrauben runterdrückt - wobei der Federdruck doch recht hoch ist - und versucht anzuziehen.

Ich würde mich als recht geschickt bezeichnen, hatte aber bei der ersten Montage wirklich Schwierigkeiten. Nebenbei kratzt man mit den Schrauben unvermeidlich auf dem Motherboard rum, wenn man sie in die Backplate einfädeln möchte. Wie sich die Montage bei anderen Sockeln verhält, kann ich nicht sagen.
Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass die Schläuche am Kühlblock durch leicht drehbare Fittings angebracht sind. Somit kann man die Schläuche einfach in Richtung des Radiators drehen, was die Montage extrem vereinfacht, weil kaum Zug auf den Kühlblock besteht.

Lautstärke

Beim ersten Start ist mir kurz das Herz in die Hose gerutscht, weil ich dachte, dass die Pumpe nicht läuft, denn sie ist wirklich unhörbar. Vibrationen spürt man nur, wenn man die Schläuche ganz leicht mit den Fingerspitzen berührt. Da ist jeder Gehäuselüfter ein Randalierer im Vergleich.
Die beiliegenden Lüfter vergleichsweise laut. Man muss fairerweise erwähnen, dass hier der Vergleich mit den be quiet! Pure Wings 3 gezogen wird, die preislich bei knapp 50€ liegen, würde man drei Stück auf den Radiator montieren. Letztendlich entscheidend ist die gewählte Lüfterkurve. Bei mir laufen die Lüfter erst bei 70°C auf 50% ihrer Drehzahl, was ich als Silent-Konfiguration bezeichnen würde und im Normalbetrieb auch sehr leise ist.

Kühlleistung

Auch hier muss zu aller erst erwähnt werden, dass die Kühlleistung extrem davon abhängt, wie die Lüfterdrehzahlen eingestellt sind. Bei meinen Einstellungen liegt die Maximaltemperatur bei 70°C unter künstlicher Belastung durch prime95. Der i5 8600k ist mit seinen 95W TDP kein sonderlich kühler Prozessor. Ein weiterer Faktor ist selbstverständlich die Radiatormontage. Bei mir ist der Radiator topmounted als Auslass vor einem Staubfilter. Somit strömt warme Luft, zusätzlich gebremst durch den Staubfilter, aus dem Gehäuse durch die Kühlrippen, was die Kühlleistung verschlechtert. Würde der Radiator in der Front als Einlass angebracht, ist ein besseres Kühlergebnis sehr wahrscheinlich.
Lasse ich die Lüfter auf 100% laufen, komme ich auf ein Temperaturmaximum von 55°C. Die Kühllösung birgt somit noch Potenzial für Übertaktung, ist so mit den mitgebrachten Lüftern allerdings auch vergleichbar mit einer Dunstabzugshaube auf Stufe 1.
Wenn noch die GPU aus Wärmequelle hinzukommt, sollte man auf andere Lüfter umsteigen oder einen weiteren Radiator mit in den Kreislauf einbinden, um so die Geräuschentwicklung niedrig zu halten.

-Fazit:
Für 100€ bekommt man eine ernst zu nehmende Kühllösung mit wirklich guter Verarbeitung. 70°C sind mehr als vertretbar für einen Prozessor, wenn einem die geringe Lautstärke des Systems wichtig ist. Die Möglichkeit der Erweiterung durch die Steckverbindungen ist wirklich attraktiv, denn am Ende ist bei mir die Grafikkarte noch(!) deutlich lauter als die CPU. Ich hätte mir das Produkt ohnehin gekauft, und bin sehr froh, im Rahmen dieser Aktion das Geld für den GPU-Block sparen zu können.

Pro:
-Gute Kühlleistung
-Verarbeitung ohne Mängel
-Preis

Neutral:
-das Design muss man mögen

Contra:
-beiliegende Lüfter
-kniffelige Montage des Kühlblocks
1 von 1 fanden diese Bewertung hilfreich.    
  
     am 12.05.2018
Ich habe die "AlphaCool Eisbaer LT 360 CPU Komplett-Wasserkühlung" in Form der Mindfactory Produkttestaktion kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, hierfür erst mal ein Dankeschön an Mindfactory.

Daten zum Testsystem:

Gehäuse: Fractal Design Arc Midi
Mainboard: Asus P9D WS
CPU: Intel Xeon E3-1245 v3, 4x 3.40GHz
CPU-Kühler: Thermalright Macho Rev. A mit Originallüfter
RAM: 2x Kingston ValueRAM 8GB DDR3-1600 unbuffered ECC
SSD: Crucial M500, 960GB (S-ATA)
Grafikkarte: MSI N770 TF 2GD5/OC Twin Frozr Gaming, GeForce GTX 770, 2GB GDDR5
ODD: LG GH24NS70 DVD-RW
Netzteil: Seasonic X-400 FL (Fanless/Lüfterlos)
Gehäuselüfter: keine

Verpackung/Aufmachung (4 Sterne):
Die Verpackung ist fast komplett in schwarz gehalten mit blauen und weißen Schriftzügen. Man findet keine Spezifikationen bzw. technische Daten außen auf der Verpackung bis auf die Informationen mit welchen CPU-Sockeln die Wasserkühlung kompatibel ist und ich glaube da wird fast alles abgedeckt.
Prinzipiell gefällt das schlichte Design und es wirkt recht wertig und nicht überladen. Aber zumindest auf einer der Seiten hätte man auflisten können was sich denn alles in der Verpackung befindet und dass es sich hier um einen Triple-Radiator handelt. Rein aus dem Produktnamen 360 geht das nicht zwangsläufig hervor. Man muss sich also schon im Vorfeld informieren was man kauft/bestellt.
Drehzahlen/Lautstärkeangaben Lüfter/Pumpe oder Durchsatz wären hier auch hilfreich, alles leider nicht vorhanden, evtl. dann im Handbuch? Mal schauen.

What's inside the Box (4 Sterne):
Öffnet man die Verpackung ist jedes Teil einfoliert und schön eingeräumt in eine Art Eierschalenkarton mit entsprechenden Aussparungen für die AIO, die Lüfter und das Montagezubehör. Oben abgedeckt mit einer Schaumstoffeinlage und noch einer DIN A5 Montageanleitung. Bei den Lüftern handelt es sich um Eiswind  12 mit 1700rpm  12V DC  2,2 Watt, diese Angabe ist direkt auf den Lüftern. Die Verpackung würde ich als recht transportsicher bewerten. Ökologisch macht sich der Einsatz der Pappe bestimmt gut, komplett mit Schaumstoff wäre es aber noch sicherer verpackt. Es gibt Montagezubehör für die diversen Sockel und auch eine Wärmeleitpaste liegt bei.
Ich hätte mir noch ein Reinigungspad für die CPU gewünscht um diese richtig zu reinigen, damit erleichtert man es den Leuten welche von anderen Kühlern auf die Wakü AIO wechseln.
Ich hätte ich mir auch ein paar Gummientkopplungen für die Lüfter gewünscht, leider Fehlanzeige.
Die Montageanleitung ist dreisprachig (deutsch/englisch/französisch) gehalten, farbig bebildert und einfach und verständlich. Leider hat es hier auch keinerlei Infos zu Specs der Pumpe oder der AIO generell, es beschränkt sich nur auf die reine Montage.

Design/Verarbeitung (4 Sterne):
Das Design ist nicht auffällig und alles ist in schwarz gehalten, die AIO und auch die Lüfter. Sollte sich somit eigentlich stimmig in die meisten Gehäuse integrieren lassen, mir gefällt es gut. An der Verarbeitung der AIO habe ich eigentlich nicht wirklich etwas auszusetzen, vor allem da ich hier kaum Referenzwerte habe.
Würde ich mit einem gut bis sehr gut bewerten. Die Lüfter scheinen aber nach erstem Anschein aber nichts Besonderes zu sein.

Montage (4 Sterne):
Mein Gehäuse ist nicht wirklich für einen Triple-Radiator ausgelegt. Eher maximal für einen 2x140mm Radiator. Die einzige Wahl für die Montage fiel auf die Oberseite/Deckel des Gehäuses.
Die Lüfter zuerst an dem Radiator befestigen und dann das Ganze als Einheit ins Gehäuse rein.

Damit der Riesenoschi in das Gehäuse passt musste ich den obersten 5,25 Schacht ausräumen, also DVD-Brenner raus. 5 von 12 Schrauben konnte ich in passende Schraublöcher in dem Mesh-Deckel des Gehäuses setzen. Die Platzierung der 2x4 PIN Mainboard/CPU Stromversorgung hat mir bei der Montage des hintersten Lüfters Probleme gemacht, weswegen ich ihn nicht normal mit dem Radiator verschrauben konnte sondern ihn eben dann mit Kabelbindern direkt an dem Meshdeckel vom Gehäuse festgemacht habe, somit war dann auch gleich der ganze mit Radiator festgemacht.
Rein für den Test habe ich mich damit erst mal begnügt.

Ich hatte das Board und alles andere in dem Gehäuse drin gelassen und einfach nur den Macho durch die AIO ausgetauscht, es ist etwas fummelig wenn man es alleine macht aber mit etwas Konzentration gut machbar. Strom und Lüfter anschließen und fertig ist alles, alle 3 Lüfter können über einen Adapter am PWM CPU Fan Header vom Mainboard betrieben werden.
Für die komplette Montage der AIO (ohne Abbau des CPU-Kühlers) habe ich etwa 45-60 Minuten gebraucht.
Früher hat man für sowas mindestens einen halben Tag gebraucht und eine Riesensauerei gemacht.
Das hier ist alles schon sehr easy auch für Wakü Laien. Die Montage des Macho ist aufgrund der riesigen Ausmaße noch fummeliger. Mit der AIO montiert sieht man zum ersten Mal Bereiche des Mainboards die man vorher nicht gesehen hat, es wirkt alles aufgeräumter.

Lautstärke (3 Sterne):
Dazu ein kurzes Vorwort hierzu:
Mir ist die Lautstärke in meinem PC sehr wichtig und entsprechend habe ich ihn auch ausgelegt.
Im Desktopbetrieb hört man eigentlich wirklich fast nichts. Nur beim anspruchsvolleren Spielen merkt man leicht den CPU Lüfter hauchen aber eher noch den Lüfter der Grafikkarte, den hört man schon raus weil er eine wahrnehmbarere (höhere) Frequenz hat. Da ich aber meist mit Headset oder Lautsprechern spiele fällt das nicht mehr so sehr ins Gewicht.

Entsprechend liegt hier mein Anspruch bzgl. Lautstärke an die Wasserkühlung sehr hoch und entscheidet ob Sie im System bleibt oder nicht.

Mit allen 3 Lüftern angeschlossen hört man sie im Desktopbetrieb als auch bei 100% CPU-Last aus dem System heraus im Vergleich zu vorher mit dem Macho als CPU-Kühler. Die Lüfter der AIO laufen beim mir bei ca. 800 U/Min egal bei welcher Last, als Lüfterprofil ist im BIOS weiterhin Silent eingestellt, wie vorher auch beim Macho.
Ich habe dann mal einzeln die Lüfter abgesteckt weil ich herausfinden wollte ob die Lüfter oder die Pumpe die meisten Geräusche macht. Durch Abstecken der Lüfter war schon mal der Geräuschpegel um ca. 40% gesenkt. Die Lüfter sind qualitativ nicht sehr gut, ich finde sie schleifen etwas und das trägt mit Sicherheit zu dem etwas nervigen Geräuschpegel bei.

Die Pumpe selbst trägt ca. nochmal 60% zur Geräuschkulisse bei.
Ich hatte gehofft, dass die Pumpe evtl. eher unhörbar ist und man die Lüfter soweit runter regeln kann dass man diese auch nicht mehr hört.

Da aber die Pumpe allein für mich schon zu laut ist würde es auch nichts bringen die Lüfter durch qualitativ hochwertigere zu ersetzen. Ich habe jetzt nicht weiter mit der Spannung der Pumpe rumgespielt, da dazu kein entsprechender Adapter beilag etc.

Kühlleistung (4 Sterne):
Im Desktopbetrieb hatte ich mit der AIO eine um ca. 7°C geringere CPU-Temperatur (38°C vs. 45°C).
Unter halbstündiger 100% CPU-Last war die Differenz sogar 15°C zum Macho (61°C vs. 76°C).
Umgebungstemperatur beim PC waren ca. 24-25°C.

Ich denke die Kühlleistung ist gut bzw. hat noch Reserven. Ich hatte aber insgeheim gehofft einen größeren Unterschied zu sehen, immerhin ist es ja ein Triple-Radiator.

Aber ich glaube um hier wirklich große Unterschiede zur Luftkühlung zu sehen müsste man wohl die CPU übertakten oder eben noch z.B. eine Grafikkarte mit im Kreislauf haben. Ich denke gerade hier sollte sich die AIO deutlicher abheben können.

Ob die AIO auch mal gewartet werden muss? Wassertausch? Bzw. die Leistung mit der Zeit deswegen evtl. abnimmt ist noch so ein Punkt bei dem eine gewisse Ungewissheit bleibt, im Handbuch stand dazu nichts&

Preis/Leistung (4 Sterne):
Die AlphaCool Eisbaer LT 360 CPU Komplett-Wasserkühlung ist für ca. 100 EUR zu haben.
Da sehr gute CPU Luftkühler auch schon 70-90 EUR kosten finde ich den Preis für AIO insgesamt gut.

Fazit :
Für meine Silent Ansprüche leider nicht das Richtige, deswegen wird der Macho wieder in meinen PC zurückwandern. Die AIO bekommt dann vll. mein Bruder, wenn sie in sein Gehäuse passt. J
Aber ich muss sagen mit solchen Wakü AIO-Systemen sind Wasserkühlungen wieder salonfähig geworden und sehr umgänglich für jedermann, früher war das ja nur was für die absoluten Freaks.
Auch dass Sie durch das Stecksystem noch erweiterbar ist finde ich sehr gut, so kann man z.B. noch die Grafikkarte mit in den Kreislauf einbinden, das hätte mich noch gereizt zu testen.

Abschließend nochmal vielen Dank an Mindfactory für das Ermöglichen dieser Erfahrung und des Tests.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?   
     am 12.05.2018
Verpackung & Inhalt
Die Verpackung ist schlicht in schwarz gehalten. Im Hintergrund der Verpackung ist ein Bild von der Pumpe leicht zusehen, was sehr edel wirkt. Informationen befinden sich, außer den kompatiblen Sockeln, nicht auf der Verpackung. Die Verpackung lässt sich vom Deckel her öffnen und es befinden sich die jeweiligen Teile der Wasserkühlung geordnet drin. Mitgeliefert wurden die drei 120mm Lüfter Eiswind 12, der 360mm Radiator, eine Wärmeleitpaste, die Bedienungsanleitung, wo die Montage in Englisch, Deutsch und Französisch angegeben ist und ein Y-Kabel, um die jeweiligen Lüfter miteinander zu verbinden, jedoch ist dieses sehr klein und wenn man den Radiator an der Front einbauen will, braucht man ein Verlängerungskabel, um einen Lüfteranschluss zu erreichen. Alles wurde stoßsicher und übersichtlich verstaut. Eine Lage Schaumstoff wurde zum Schutz noch darübergelegt.

Design & Verarbeitung
Nachdem ich die Verpackung geöffnet hatte, ist mir gleich aufgefallen, dass der Radiator sehr schmal und schlicht gehalten ist, was, wie ich finde, sehr gut aussieht. Die Lamellen sind auch alle da, wo sie auch sein sollten und ich sehe keine Verbiegungen oder Ähnliches. Die Schläuche sind passend zur Radiatorfarbe in schwarz gehalten und mit Knickschutzfedern überzogen, was sie sehr hochwertig erscheinen lässt. Die Erweiterung des Produktes mit dem Schnellverschluss ist gerade für Übertakter eine sehr nützliche Erweiterung, jedoch sieht der Schnellverschluss eher etwas klobig und unschön aus, was dann auch der einzige Kritikpunkt vom Design an der Kühlung ist. Die Pumpe ist im Vergleich zu meinen anderen Wasserkühlungen relativ hoch, jedoch ist dieses nicht schlimm. Die graue Schrift auf der Pumpe setzt sich von der schwarzen Farbe der Pumpe leicht ab und sieht für mich sehr ansprechend aus. Eine RGB Beleuchtung ist leider nicht vorhanden. Die dazu gehörenden Schrauben sind, wie alle anderen Komponenten auch, sehr gut verarbeitet worden und wirken sehr edel.

Montage
Ich habe den Radiator an der Front eingebaut und dank der mitgelieferten Bedienungsanleitung, die die jeweiligen Arbeitsschritte übersichtlich und mit Bildern darstellt, war der Einbau bis auf eine Stelle sehr einfach. Die Schläuche vom Radiator sind lang genug, um den Radiator mit der CPU zu verbinden, jedoch würde bei einem Big-Tower der 32cm lange Schlauch etwas kurz werden. Jedoch reicht der Schlauch bei meinem Gehäuse, was sehr erfreulich ist, weil bei meinen zwei bisherigen Wasserkühlungen die Schläuche zu kurz waren und ich diese nur am Deckel einbauen konnte. Beim Einbau gab es, wie oben erwähnt, eine Schwierigkeit und das war die Anbringung der Pumpe an die CPU. Dabei war das Problem, dass die Backplate des Mainboards nicht festmontiert ist und mit den Schrauben des Kühlers befestigt wird, weswegen ich von vorne die Pumpe drücken musste, damit die Schrauben durch die Löcher des Mainboards gehen, hinten die Backplate an der passenden Stelle halten und von vorne noch zur Befestigung die Schrauben in die Backplate schrauben und weil ich nur zwei Hände habe, war diese Stelle sehr schwer und hat viel Zeit in Anspruch genommen. Deshalb ist zu empfehlen, dass man diese Stelle mit zwei Leuten macht. Die restliche Anbringung ging sehr einfach und schnell und kann man auch sehr gut alleine einbauen.

Lautstärke
Die Lüfter haben immer ein leises surren, welches selbst bei niedriger Drehzahl zu hören ist, aber nicht großartig stört. Wenn man die Drehzahl der Lüfter erhöht, um eine bessere Kühlleistung zu bekommen, sind diese deutlich zu hören und sind sehr unangenehm. Die Pumpe hingegen ist sehr leise und bei 7V oder 12V quasi nicht zuhören. Vibrationen konnte ich, wie in einigen Foren berichtet wurde, nicht feststellen. Im Vergleich zu meinen beiden anderen Kühlern ist diese etwas lauter. Wenn man also einen Silent PC kaufen will, sollte man sich andere Lüfter kaufen.

Kühlung
Vor den Ergebnissen zur Temperatur muss ich noch sagen, dass ich bei meiner CPU die Spannung verändert und sie übertaktet habe. Die Messungen habe ich mit dem Programm HWMonitor gemacht.
Bei normalen Betrieb kommt mein Prozessor auf eine Durchschnittstemperatur von 33°. Bei den Spielen Assassin's Creed Origins (Min: 48° Max: 75° und Ø 52°), Call of Duty: Infinite Warfare (Min: 40°, Max: 70° und Ø 47°) und Call of Duty: Modern Warfare Remasterd (Min: 46°, Max: 83° und Ø 58°).
Wenn die Lüfter mit voller Geschwindigkeit laufen sind die Temperaturen bei ACO bei Min: 42°, Max: 73° und Ø bei 48°. Bei CoD: Infinite Warfare Min: 42°, Max: 67° und Ø 43°. Bei CoD: Modern Warfare Remasterd war die Temperatur bei Min: 40°, Max: 78° und Ø 46°. Außerdem habe ich eine Stunde lang das Programm Prime95 laufen lassen, was die CPU in eine Stresssituation versetzt und sie total auslastet, was aber nicht für Spiele oder Alltagsanwendungen repräsentativ ist. Nach einer Stunde erreicht mein Prozessor eine Ø Temperatur von 77°
Bei meinen älteren Kühlungen habe ich als erstes versucht diese zu übertakten, jedoch schnell festgestellt, dass die Temperaturen zu hoch waren, weswegen ich sie nicht mehr übertaktet habe. Die Messungen sind, obwohl ich nur mit dieser Wasserkühlung meine CPU übertaktet habe, zugunsten der Alphacool. Die Temperatur ist Ø 5° niedriger, als bei meinen anderen Kühlungen.

Fazit
Die Alphacool Eisbaer LT 360 würde ich als sehr empfehlenswert einstufen, weil sie selbst bei übertakteten CPUs eine sehr gute Kühlleistung bietet und, abgesehen von dem klobigen Schnellverschluss, mit ihrem schönen Design überzeugt. Außerdem ist ein sehr cooles und praktisches Feature, dass man zum Beispiel mehrere Radiatoren einbinden kann oder die Möglichkeit hat seine Grafikkarte nochmal durch den Kauf von extra Grafikkartenkühlern von Alphacool in den Kreislauf mit einzubeziehen und zu kühlen. Bei großen Big-Towern muss man vielleicht darauf achten, dass die Schläuche vielleicht nicht groß genug sind, um den Radiator an der Front einzubauen, weil 32cm langen Schläuche für einen Big-Tower nicht geeignet sind. Der größte Kritikpunkt ist allerdings die Lautstärke. Die Lüfter sind sehr laut und selbst bei niedrigen Drehzahlen zuhören, weswegen man für einen Silent PC sich andere Lüfter besorgen müsste. Im Vergleich zu zwei anderen Wasserkühlungen und Luftkühlungen, ist diese im Bereich der Kühlleistung am besten und sieht für mich persönlich auch am besten aus, jedoch ist die Lautstärke der Lüfter im Vergleich zu von mir anderen getesteten Kühlungen, vor allem unter Last, am lautesten. Vom Preis-/Leistungsverhältnis her ist die Kühlung für nur 104€ sehr günstig und für diese Leistung echt empfehlenswert!
War diese Bewertung für Sie hilfreich?   
     am 10.05.2018
Ich habe das die AIO-Wasserkühlung Alphacool Eisbaer LT 360 glücklicherweise im Rahmen der Testers Keepers-Aktion von Mindfactory erhalten. Vielen Dank an dieser Stelle nochmals für die Gelegenheit und die schnelle Lieferung. Ich möchte hier nachfolgend meine ersten Eindrücke der Kompaktwasserkühlung schildern (trotz Gewinn natürlich möglichst objektiv).
Im Bereich der Wasserkühlungen habe ich bisher nur theoretisches Wissen, von einer Anschaffung hatte ich aufgrund der Kosten und dem Alter meiner Hardware bisher abgesehen. Die CPU wurde deshalb bisher von einem Scythe Kotetsu anständig luftgekühlt. Der PC enthält ansonsten folgende Komponenten:

CPU: Intel Core i5-3570K @4,2GHz (ohne Spannungserhöhung)
GPU: KFA² GeForce GTX 970 Black EXOC Sniper
RAM: Corsair Vengeance 2x8 GB @1600MHz
Netzteil: Corsair Vengeance 550M
Gehäuse: be quiet! Dark Base Pro 900 (3 x Silent Wings 3 140 mm)

Lieferumfang:
Der Karton ist in Folie eingeschweißt, größtenteils in schwarz gehalten und zeigt vorne den Kühlkörper sowie die Marke und Bezeichnung der Wasserkühlung. Die Rückseite zeigt ein Bild der Schlauchanschlüsse am Radiator. Das Äußere machte also schon einmal einen hochwertigen Eindruck. Im Inneren liegt obenauf eine sehr gut bebilderte Anleitung mit jeweiligen Erläuterungen in Englisch, Deutsch und Französisch. Unter einer Schaumstoffabdeckung befinden sich die einzelnen Komponenten der Wasserkühlung. Im Detail sind das:

- Kühlkorpus (inklusive DC-LT Ultra Ceramic Low Noise-Pumpe) mit verbundenem Radiator (Schläuche (Abmessungen 11/8mm) mit Knickschutz und Schnellverschlüssen (¼ Zoll) zur Erweiterung des Kühlkreislaufes, z.B. um noch einen Grafikkartenkühler einzubinden)
- 3 x Eiswind 12 Lüfter 120 mm
- Befestigungsmaterial für Intel-Plattformen
- Befestigungsmaterial AMD-Plattformen
- Wärmeleitpaste
- Y-Adapterstecker 3 zu 1 für die Lüfter
- 2 Tüten mit Schrauben zur Befestigung des Kühlkorpus und des Radiators bzw. der Lüfter am Radiator

Die Komponenten waren jeweils nochmal einzeln in Folie verpackt.

Design:
Das Design der Eisbaer LT gefällt mir persönlich gut. In einem Gehäuse mit Glaswand schaut man natürlich zuerst auf den CPU-Kühler. Dieser gefällt mit schicker, gebürsteter Aluminiumoptik und einem silbern glänzenden Alphacool Eisbaer LT Schriftzug. Der Korpus ist zudem im Vergleich zu anderen AIO-Kühlungen mit 39 mm sehr flach. Der Radiator ist mit 25mm ebenfalls sehr schlank und ziert an der Seite das Alphacool-Logo, welches durch die LED-Beleuchtung in meinem Gehäuse nochmals besser zur Geltung kommt. Die Schläuche bekommen durch Ihren Biegeschutz (eine Art schwarze, spiralförmige Feder) eine besondere Optik. Lediglich die relativ klobigen Schnellverschlüsse aus Kunststoff unterbrechen den Designfluss etwas.
Verarbeitung

Eine Besonderheit der Eisbaer LT im Vergleich zu anderen AIO-Wasserkühlungen ist das Material des Radiators. Dieser besteht ebenso wie der Boden des CPU-Kühlers vollständig aus Kupfer. Das verspricht zum einen aufgrund der höheren Leitfähigkeit eine bessere Wärmeabfuhr, zum anderen wird dadurch die schleichende Korrosion, die es durch den Elemente-Mix bei Aluminium-Radiatoren gibt, verhindert. Wie bereits oben angemerkt ist der Radiator mit 25 mm nochmals 5 mm dünner als z.B. der Radiator des großen Bruders Eisbaer.

Die Pumpeneinheit bzw. der Kühlkörper wirken durch die gebürstete Aluminiumoptik schlicht und modern, sie macht einen hochwertigen Eindruck. Auffällig im Vergleich zu anderen Produkten ist auch hier wie bereits oben erwähnt die flache Bauweise mit nur 39 mm Dicke.

Die Eiswind 12 Lüfter sind aus Kunststoff gefertigt und machen einen soliden Eindruck, sie sind ebenfalls in schlichtem Schwarz gehalten. Mittig befindet sich auf einer Seite die Bezeichnung der Lüfter auf einem Aufkleber. Die Verbindungskabel an den Lüftern und an der Pumpe sind gesleevt, ebenso der Y-Adapter.

Die ebenfalls schwarzen, nicht transparenten Kunststoff-Schläuche werden durch die Knickschutzfeder optisch aufgewertet.

Insgesamt gibt es an der Verarbeitungsqualität nichts zu bemängeln, es gibt keine sichtbaren Verarbeitungsmängel oder scharfe Kanten.

Montage:
Der Einbau gestaltete sich dank der gut illustrierten Anleitung einfach. Sämtliche Komponenten sind auf der ersten Seite beschrieben und je nach Verwendungszweck in einzelnen Tütchen verpackt.

Ich habe mich für eine Pull-Befestigung des Radiators im Deckel entschieden. Die Warme Luft wird also durch den Radiator und den Gehäusedeckel nach außen transportiert. Hier kam mir die Funktion meines Gehäuses zugute, mit dem ich den Mainboardschlitten etwas nach unten versetzen konnte. Der Radiator der Eisbaer LT ist zwar mit 25 mm relativ dünn, aber das Mainboard war bei mir bisher sehr hoch angebracht, sodass es platzmäßig sehr eng geworden wäre.

Die Pumpeneinheit konnte ich ebenfalls problemlos anbringen. Zunächst wird je nach Plattform ein ansteckbarer Rahmen an dem Korpus angebracht, dieser wird mittels der beiliegenden Schrauben, Unterlegscheiben und Muttern an der Backplate befestigt. Ein bisschen frickeln musste ich beim Verschrauben, da die Schrauben in der Halterung nochmals variabel nach links oder rechts verschoben werden können und somit nicht auf Anhieb in die Löcher des Mainboards passten. Ebenfalls enthalten ist die Alphacool XPX-1 Wärmeleitpaste. Ich hatte hier jedoch noch eine angebrochene Arctic MX-4-Spritze herumliegen, die ich dann für die Montage verwendet habe.

Die Lüfter am Radiator habe ich mittels des Adapters zunächst an die Lüftersteuerung des Dark Base Pro angeschlossen. Hier musste ich allerdings feststellen, dass die Lüfter nicht genug Anlaufspannung bekommen (zumindest nicht in der eingestellten Stufe der Lüftersteuerung). Deshalb entschied ich mich, die Radiator-Lüfter an einen separaten 4-poligen PWM-Anschluss am Mainboard zu befestigen. Die Lüfter muss ich in Speedfan auf mindestens 60% einstellen, damit diese anfangen sich zu drehen.

Lautstärke:
Der erste Start des Rechners war dann relativ erschreckend, da alle Lüfter des Radiators auf 100% liefen (ca. 1660 RPM laut Speedfan). Das macht dann doch schon relativ viel Krach, trotz gedämmtem Gehäuse. Testweise habe ich die Drehzahl der Lüfter per Speedfan heruntergeregelt und bin schließlich bei einer Mindestleistung von 60% gelandet (ca. 639 RPM laut Speedfan). Bei weniger Leistung kommt es leider vor, dass die Lüfter nicht mehr anlaufen. Bei 60% Leistung ist die Geräuschkulisse zwar schon deutlich reduziert, leider kann man doch recht deutlich Lagergeräusche der Lüfter wahrnehmen. Ich habe mich dann letztendlich dazu entschieden, im Windows Idle-Betrieb die Lüfter komplett auszuschalten und im Gaming-Betrieb per Lüfterkurve die Lüfter erst ab einer bestimmten Temperatur einzuschalten. Die Auswirkungen auf die Temperaturen beschreibe ich weiter unten. Die vom Hersteller avisierten 550 RPM konnte ich leider nicht erreichen.
Bei der Pumpe kann man im 12V-Betrieb ein Summen auch bei geschlossenem Gehäuse deutlich hören, ich bin da aber auch relativ empfindlich. Die Pumpe kann jedoch laut alphacool auch ab 7 Volt betrieben werden. Dadurch sinkt zwar der Durchfluss und somit die Kühlleistung, aber die Lautstärke reduziert sich ebenfalls deutlich. Ein leises Summen ist zwar bei genauem Hinhören weiterhin zu vernehmen, aber bei geschlossenem Gehäuse nehme ich es nicht mehr wahr. Den Adapter zur Spannungsreduzierung auf 7V muss man für kleines Geld selbst erwerben.

Vibrationen:
Vibrationen durch die Pumpe oder die Lüfter sind in meinem Gehäuse auch bei voller Leistung nicht wahrzunehmen, trotz fehlender Entkoppler an den Verschraubungen.
Luftdurchsatz:

Der Luftdurchsatz eines Eiswind 12-Lüfters wird vom Hersteller mit 108 m³/h und einem maximalen statischen Druck von 1,66 mmH2O angegeben. Leider fehlen mir hier die Möglichkeiten, eine genauere Prüfung durchzuführen. Subjektiv gesehen machen die Lüfter aber ordentlich Druck :-). Aufgrund der Lagergeräusche überlege ich aber, andere Lüfter nachzurüsten.

Kühlung:
Zur Messung der Kühlleistung habe ich in Prime95 einige In-place large FFP Tests durchgeführt. Gemessen habe ich sowohl mit einer Pumpenleistung von 7V und 12V sowie jeweils mit einer Lüftergeschwindigkeit von 0%, 60% und 100%. Die drei 140 mm Gehäuselüfter liefen auf 100%, das Gehäuse war geschlossen. Unten angegeben ist die jeweilige Core Max in °C, also die maximale Kerntemperatur einer der vier CPU-Kerne während des ca. 30-minütigen Testlaufs.

12V 100%: 62°C
12V 60%: 66°C
12V 0%: 85°C
7V 100%: 69°C
7V 60%: 73°C
7V 0%: 82°C

Wie man sieht, sind die Temperaturen für einen Prime95-Test ganz gut, auch wenn es bei deaktivierten Lüftern natürlich schon grenzwertig warm wird.

Beim Gaming ist die CPU-Auslastung in der Regel natürlich nicht so stark, dementsprechend sinken hier auch die Temperaturen.

Im Windows Idle-Modus habe ich wie oben beschrieben die Lüfter deaktiviert und die Pumpe auf 7V gedrosselt. Die Temperatur liegt hier bei maximal 39°C.

Preis-/Leistungsverhältnis:
Preistechnisch ist die Eisbaer LT 360 nach meinen Recherchen derzeit die günstigste AIO-Wasserkühlung mit Kupfer-Radiator. Die von mir getestete größte Ausführung mit 3 Lüftern und 360er Radiator liegt bei 104,85 ¤ (im Handel). Im Vergleich dazu kostet z.B. die normale Eisbaer 360 128,98 ¤. Der Silent Loop von be quiet! liegt bei einem Preis von 139,- ¤.

Und auch leistungstechnisch braucht sich die Eisbaer LT nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Lediglich die Lautstärke der Pumpe bei 12V und die Lagergeräusche der Lüfter haben die Freude etwas getrübt, da ich meinen Rechner möglichst leise betreiben möchte. Aber hier kann man mit einer Reduzierung der Spannung auf 7V und einer Reduzierung der Lüftergeschwindigkeit noch einiges herausholen. Wem das nicht reicht, bleibt ja immer noch der Austausch der Lüfter durch andere Modelle.

Fazit:
Die alphacool Eisbaer LT ist ein guter und günstiger Einstieg in die Welt der Wasserkühlungen und bietet mit seinen Schnellverschlüssen sogar die Möglichkeit, weitere Komponenten wie z.B. die Grafikkarte in den Kühlkreislauf mit einzubinden.

Echte Enthusiasten werden vermutlich weiterhin zu einer Custom-Wasserkühlung greifen, hier bewegen wir uns dann aber natürlich auch in ganz anderen Preisregionen.

Durch etwas Konfiguration bekommt man die Komponenten auch entsprechend leise, schön wäre ein beiliegender Adapter zur Spannungsreduzierung dennoch gewesen.

Optisch hat die Eisbaer LT meinen PC auf jeden Fall aufgewertet, zumal andere Komponenten nun nicht mehr durch einen großen Luftkühler verdeckt werden.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?   
     am 09.05.2018
Hintergrundinformationen:
Die AlphaCool Eisbaer LT 360 CPU Komplett-Wasserkühlung habe ich bei der Mindfactory Aktion Testers Keepers kostenfrei erhalten, hält mich jedoch nicht davon ab hier möglichst neutral meine Bewertung zu verfassen.

Mein Rechner:
CPU: Intel i7 4790K Sockel 1150
CPU Lüfter alt: bequiet Dark Rock
MB: Asus Maximus Hero IV
RAM: G.Skill TridentX 16GB (4 x 4GB)
GPU: MSI Geforce GTX970
NT: bequiet
Gehäuse-Lüfter: 2x bequiet! Silent Wings2; 1xbequiet! Silent Wings3; 1x Corsair AF120 LED Quiet Edition

Mein Rechner wird aktuell ausschließlich zum Spielen verwendet. Hauptsächlich habe ich in den letzten Jahren World of Warcraft gespielt. Parallel habe ich aber auch die meisten Assassins Creed-Teile sowie in letzter Zeit ebenfalls The Witcher 3 gespielt. Gerade bei den neueren Spiele-Titeln merke ich langsam, dass diese meinem PC durchaus schon einiges an Leistung abverlangt, was zu gesteigerten Temperaturen führt.
Mit meinem bisherigem CPU Lüfter war der Dark Rock von bequiet! war ich leider abgesehen von der Lautstärke bislang nicht sehr zufrieden. Meine CPU erreichte bei den Spielen im Vergleich zu meinem vorigen Alpenföhn Brocken 2 deutlich höhere Temperaturen. Ich werde daher in diesem Test die verschiedenen Kriterien zwischen dem bequiet! Dark Rock und dem Alphacool Eisbaer LT 360 vergleichen.

Verpackung:
Die Verpackung besteht aus einer stabilen, mit Bildausschnitten von Teilen des Eisbaer LT 360 bedruckten, matt schwarzen Kartonage und hat bei mir einen insgesamt sehr hochwertigen und edlen Eindruck hinterlassen.
Die Verpackung ließ sich leicht und ohne viel Aufwand seitlich mittels einer Lasche aufklappen.

Inhalt und Lieferumfang

Allgemeines:
Nach der Öffnung liegt gleich obenauf die Montageanleitung, die eine kurze Übersicht mit Erklärung zu den einzelnen Bestandteilen der Wasserkühlung beinhaltet. Im Weiteren folgt eine 3-sprachige in kurzen Arbeitsschritten gegliederte Aufbau- und Montageanleitung, die sich dann wiederrum auch noch im Weiteren je nach Sockel-Typ weiter aufgliedert.
Insgesamt kann ich in der Retrospektive sagen, dass mir in der Anleitung alle Arbeitsschritte ausreichend genau beschrieben wurden. Die einzige Frage, die mir während des Einbaus gekommen ist, die weder textlich beantwortet wird oder aus den Bildern ersichtlich ist, ob der Radiator auch vor der Pumpeneinheit eingebaut werden kann oder aus bestimmten (mir unbekannten) Gründen erst danach. Weitere Details zu dieser Problematik erkläre ich unter dem Gliederungspunkt Montage.
Die Innenverpackung des Eisbaers lässt keine Wünsche offen. Jede Komponente ist schüttelsicher und kratzfest (jedes Teil in Folie) verpackt und kann ohne Mühe aus dem Karton entnommen werden.

Lieferumfang:
Die Pumpen-CPU Einheit, Schläuche und Radiator sind bereits miteinander verbunden und mit Wasser vor-befüllt. Eine manuelle zusätzliche Befüllung wird in der Anleitung nicht erwähnt oder gefordert, was ich persönlich ziemlich praktisch finde, da man ja meist auspacken und loslegen möchte.
Mit im Lieferumfang enthalten sind 3 x Eiswind 120mm Lüfter, die sich über einen 4-Pin PWM Anschluss regeln lassen. Dafür ist das mitgelieferte Y-Kabel ist ebenfalls super praktisch, da es ermöglicht alle Lüfter an einen Anschluss auf dem Mainboard anzuschließen somit auch eine einfache und einheitliche Regelung dieser ermöglicht. Alle zur Montage notwendigen Schrauben sind auch beigelegt, sowohl für die Fans als auch extra lange Schrauben für die Befestigung des Radiators (Push- oder Pull-Montage).
Für die CPU Montage sind 2 Halterungen im Lieferumfang enthalten, eine für Intel und eine für AMD CPUs. Diese können unter Verwendung verschiedener Schrauben auf die meisten gängigen CPU Sockel angepasst werden. Auch eine Spritze voll Wärmeleitpaste von Alphacool ist im Paket enthalten.

Optik & Design:
Insgesamt macht der Eisbaer LT 360 einen sehr hochwertigen Eindruck. Alles ist im Wesentlichen in schwarz gehalten. Auf dem Pumpen Deckel steht leicht abgesetzt in silberner Schrift Acool Eisbaer LT, was mir persönlich sehr gut gefällt, auch wenn heutzutage vermutlich die Erwartungshaltung besteht, dass dort eine RGB Beleuchtung vorhanden sein sollte. Das Pumpenkabel ist schwarz gesleeved und passt gut zum CPU-Kühler Gesamtbild.
Die Schläuche samt Knickschutz gefallen mir optisch hingegen nicht ganz so gut und besonders die Schnellkupplung finde ich schon fast hässlich. Ich verstehe natürlich, dass es bei den beiden Bestandteilen darum geht, eine einfache und sichere Handhabung für unerfahrene Anwender zu gewährleisten. Dennoch rein optisch betrachtet sind diese beiden Teile für mich ein ziemlich dickes Minus in der Bewertung.
Die Eiswindlüfter wirken insgesamt recht schlicht und haben weder einen Aufkleber noch irgendeine Art von Beleuchtung. Der Radiator hat seitlich in blau ein Alphacool Logo, das bei meiner horizontalen Einbausituation leider nicht sichtbar ist.

Materialien und Verarbeitung:
Der CPU- Kühlerboden besteht gut sichtbar aus Kupfer, was sich nachher sehr positiv in der Leistungswerten zeigen wird. Selbiges gilt auch für den Radiator, guckt man leicht schräg hindurch so sieht man das Kupfer an den Wärmetauscher Finnen leicht durchschimmern. Dies wird auch in den Herstellerangaben bestätigt.
Zur Verarbeitung kann ich nichts Negatives finden. Es gibt keine Metallgrate, scharfe Kanten, nicht lackierte Stellen, verbogene Finnen, Kratzer oder andere Mängel. Insofern kann man also von einer sehr hochwertigen Verarbeitung sprechen.

Aufbau und Montage

Aufbauanleitung:
Nach der Öffnung liegt gleich obenauf die Montageanleitung, die eine kurze Übersicht mit Erklärung zu den einzelnen Bestandteilen der Wasserkühlung beinhaltet. Im Weiteren folgt eine 3-sprachige in kurzen Arbeitsschritten gegliederte Aufbau- und Montageanleitung, die sich dann wiederrum auch noch im Weiteren je nach Sockel-Typ weiter aufgliedert.
Insgesamt finde ich die Anleitung verständlich und in gutem Deutsch geschrieben. Es waren aus meiner Sicht auch alle Arbeitsschritte in der Anleitung genau beschrieben.
Die einzige Frage, die mir während des Einbaus gekommen ist, die weder textlich beantwortet wird oder aus den Bildern ersichtlich ist, ob der Radiator auch vor der Pumpeneinheit eingebaut werden kann oder aus bestimmten Gründen erst danach. Weitere Details zu dieser Problematik erkläre ich bei der Beschreibung des Einbaus.
In der Anleitung finden sich auch detaillierte Beschreibungen der Montagekonfiguration (Kombination von Schrauben und Haltern) zu den meisten CPU Sockel-Typen. Es wird auch darauf eingegangen, wie die Wärmeleitpaste aufzutragen ist.

Notwendige Werkzeuge:
Für den Einbau des Eisbaer LT 360 benötigt man abgesehen von einem geeigneten Schraubendreher keine weiteren Werkzeuge.

Aufbau:
Zuerst müssen die richtigen Halter sowie Schrauben, Federn und Muttern für den entsprechenden Sockel gewählt werden. Die können dann per Hand an der Kühler-Pumpeneinheit befestigt werden. Das war dank der guten Anleitung für mich auch kein Problem.

Montage:
Laut Anleitung beginnt man direkt mit dem Einbau der Pumpen-Kühleinheit. Hier stellten sich bei mir erste Schwierigkeiten ein.
Ich wollte den Radiator auf dem Tisch liegen lassen und den Kühler an der CPU befestigen, jedoch war dies ziemlich schwierig, da die Schläuche nicht allzu lang und ziemlich steif durch den Knickschutz sind. Nach einer Weile konnte ich den Radiator endlich so ablegen, dass ich sowohl an die Vorderseite der CPU als auch an die Rückseite gekommen bin. Sicherlich hat man diese Probleme nicht wenn man das Mainboard komplett ausbaut und freie Hand hat, aber wer tut sich das bei einem komplett verbauten Board schon an.
Damit ich die Halterung hinter der Backplate in der richtigen Position halten konnte, sind dort auch Klebestreifen vorbefestigt, diese haben bei mir aber leider nicht richtig geklebt. Hinzu kam noch, dass eine der Verschraub-Ösen aus der Halterung fiel und ich im Gehäuse erstmal auf Suche gehen durfte, was ebenfalls recht unerfreulich war. Durch die durch Federn befestigten Schrauben und der Verstell Möglichkeit auf der Vorder- und Rückseite, fiel es mir auch recht schwer die diese in die entsprechenden Löcher einzuschrauben. Das ganze wurde durch die Flexibilität des Winkels der Schrauben ziemlich wabbelig in der Handhabung.
Ein weiterer Problempunkt war bei mir, dass die seitliche Ausrichtung der Schläuche an der Pumpen-Kühleinheit leider zu breit war, um zwischen CPU und RAM zu passen. So musste ich den CPU-Teil um 90° drehen (siehe Bild), dass diese nach unten zeigten und das schicke Logo somit seitlich ausgerichtet ist. Leider ist diese Lösung optisch nicht sehr ansprechend aber einen RAM Riegel entfernen oder wieder 2 neue mit doppelter Kapazität kaufen wollte ich auch nicht.
Der weitere Einbau des Radiators, der Lüfter und das Anschließen der Kabel waren hingegen mit keinerlei Problemen verbunden. Nach ca. 1 Stunde hatte ich dann endlich alles eingebaut und konnte mit der Einstellung und Tests der Pumpe und Lüfter beginnen.

Produkttest

Kühlung / Temperaturverhalten:
Den Alphacool LT 360 habe ich in 4 Szenarien im Vergleich zu meinem vorherigen Tower Kühler von bequiet! Dark Rock antreten lassen. Getestet habe ich alle Tests bei einer Raumtemperatur von 21,3°C. Keine meiner Komponenten waren während der Tests übertaktet oder mit vom Standard abweichenden Spannungseinstellungen versehen. Die Lüfter Steuerung habe vorher ich mittel des Programms Fan Expert 3 von Asus für beide Kühlkonzepte optimiert. Die Temperaturen der CPU Kerne habe ich mittels CoreTemp als CSV-Datei geloggt und anschließen in MS Excel ausgewertet. Die Dauer eines Szenarios betrug ca. 10 Minuten, wobei davon erst nach Einpendeln des Kühlgleichgewichts 2 Minuten mit sekündlicher Werteermittlung aufgezeichnet wurden. Hinterher standen dann also pro Szenario 120 Messwerte zur Verfügung.

Die 4 Test-Szenarien waren wie folgt von mir festgelegt worden:

1. Idle: CPU befindet sich im Leerlauf; Es sind keine Anwendungen aktiv.
2. Game: CPU wird durch das Spiel The Witcher 3 belastet.
3. Stress: CPU-Z Funktion; Hohe künstliche CPU Last.
4. Prime: Prime95 Stresstest-Funktion Blend; maximale CPU Last.

Hier in Kurzform die Ergebnisse:

Szenario 1: Idle
bequiet! Dark Rock: ~31,6°C (Tmax 32,5°C)
Alphacool Eisbaer LT 360: ~25,5°C (Tmax 26,8°C)
Temperaturdifferenz ~-6,1°C

Szenario 2: Game
bequiet! Dark Rock: ~60,0°C (Tmax 70,8°C)
Alphacool Eisbaer LT 360: ~36,9°C (Tmax 46,5°C)
Temperaturdifferenz ~-23,1°C

Szenario 3: Stress
bequiet! Dark Rock: ~63,2°C (Tmax 65,5°C)
Alphacool Eisbaer LT 360: ~48,1°C (Tmax 49,8°C)
Temperaturdifferenz ~-15,1°C

Szenario 4: Prime
bequiet! Dark Rock: ~73,1°C (Tmax 74°C)
Alphacool Eisbaer LT 360: ~43,9°C (Tmax 45,5°C)
Temperaturdifferenz ~-29,2°C

Fazit zum Temperaturverhalten bzw. Kühlleistung des Alphacool Eisbaer LT 360: Einfach spitze!

Lautstärke:
Die Pumpe ist außerhalb des Gehäuses für mich nicht hörbar gewesen, auch in den höheren Belastungen in meinen Testszenarien. Nur bei offenem Gehäuse und wenn ich mein Ohr dicht daneben gehalten habe, konnte ich das leise Surren wahrnehmen.
Bei den Lüftern hingegen bin ich eher unzufrieden was die Lautstärke angeht. Ich kann bei geschlossenem Gehäuse dauerhart ein Surren hören, was mir auch mittlerweile ziemlich auf den Nerv geht. Vorher hatte ich 3 Thermaltake Ring Lüfter drin, von denen ich nichts hören konnte und werde vermutlich wieder auf diese zurückgreifen, sofern diese ausreichenden statischen Druck erzeugen, was laut Spezifikation eigentlich der Fall sein sollte. Gerade für mein INWIN 303 sind diese auch für die Optik enorm wichtig.

Luftdurchsatz:
Der Luftdurchsatz ist ohne spezielle Messgeräte für mich nicht messbar gewesen. Halte ich meine Hand jedoch an die Auslassschlitze an Gehäuse ist ein deutlicher Luftzug zu spüren. Die Temperaturen bei meinen Tests bestätigen letztendlich auch, dass dieser Luftdurchsatz mehr als genügend konzipiert ist.

Vibrationen:
Vibrationen am Gehäuse, die ein klappern oder ähnliches erzeugen konnte ich nicht feststellen. Auch an der Tischplatte auf dem mein Gehäuse steht konnte ich keinerlei brummen spüren. Ich kann daher nichts Negatives dazu feststellen.

Preis-/Leistungsverhältnis:
Den Alphacool Eisbaer LT 360 findet man beim Hersteller und im Netz für 104,95 ¤. Unter Berücksichtigung aller Aspekte (Leistung, Material, Optik, Modularität, etc.) die das Produkt bietet und im Vergleich zu ähnlichen AiO CPU Wasserkühlungen, finde ich das Preis-Leistungsverhältnis, trotz kleinerer Kritikpunkte sehr gut.
Haltbarkeit & Vergleich zu ähnlichen Produkten
Zur Haltbarkeit der einzelnen Komponenten kann ich derzeit noch nichts sagen, gehe aber davon aus, dass aufgrund von Material und Verarbeitung eine hohe Lebenserwartung des Produktes zu erwarten ist. Andere All-in-One CPU Wasserkühlungen habe ich bislang nicht besessen oder getestet und kann daher keine direkte Vergleiche schließen.

Fazit

Überlegen sollte man sich den Kauf nur sofern man nicht einen übergeordneten hohen Stellenwert auf optische Aspekte bei den Schläuchen, der Schnellschlusskupplung und Beleuchtung legt. Auch sollte man sich den Kauf überlegen wenn man absoluten Wert auf ein lautloses System legt oder kauft sich einen anderen Satz Lüfter dazu.
Alles in Allem gibt es aus meiner Sicht für den Alphacool Eisbaer LT 360 trotz der genannten Kritikpunkte eine klare Kaufempfehlung.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?   
Zeige 1 bis 10 (von insgesamt 15 Bewertungen)

Video

Kunden kauften auch: