Verifizierter Kauf
Die SSD arbeitet in meinem NAS als Cacheplatte im Austausch zu meiner alten Samsung SSD Evo 850 (mittlerweile mehrere SMART-Fehler vorhanden). Wer bei der WD SSD eine NVMe erwartet, ist hier definitiv falsch. Die Controller ist weiterhin eine SATA3 für das M.2-Interface. D.h. wir sprechen hier von max 6GBit/s Datenrate und sind weit entfernt von den 32GBit die NVMe leisten würde. Wichtig zu wissen ist, dass nicht jedes Board mit M.2-Steckplatz auch SATA3-Platten mit M.2 Interface unterstützen. Bei meinem ASRock H370m-ITX/ac wurde die Unterstützung explizit erwähnt.
Wie zeigt sich die Geschwindigkeit im Vergleich zu meiner alten Samsung Evo SSD und WD Red HDDs? (getestet mit hdparm und einen dd test unter unRAID, jeweils 5 Tests; Werte sind avg)
Lesegeschwindigkeit: 526 MB/s WD SSD, 515 MB/s Samsung SSD, 165 MB/s WD Red HDD
Schreibgeschwindigkeit: 390 MB/s WD SSD, 411 MB/s Samsung SSD, 145 MB/s WD Red HDD
Als Hinweis: Die Geschwindigkeiten der Samsung SSD sind unter den oben genannten Methoden deutlich langsamer als meine Erfahrungen unter Windows 10 und macOS mit den ich die SSD früher genutzt habe.
Klar ist dass die WD SSD kein Hochleistungslaufwerk ist - benötige ich aber auch im NAS nicht. Mir war wichtig, dass WD die SSD explizit für den Dauerbetrieb bewirbt, entsprechend erhoffe ich mir eine lange Lebensdauer und geringes Ausfallrisiko.
Im Idle hat die SSD in meinem System eine Temperatur von 41°C, im Stresstest (rund 500GB schreiben) war mein Höchstwert 54°C. Nutze sie ohne zusätzlichen Heatsink o.ä.
Würde ich sie wieder kaufen? Bisher ja, wird sich allerdings erst im Langzeittest beweisen müssen. Wer ein wenig mehr Geschwindigkeit und Dauerbetrieb möchte, sollte zu den IronWolf 510 NVMe SSD greifen, die zwar den NVMe Geschwindigkeitsvorteil voll ausnutzen, allerdings auch den dreifachen Preis kosten.