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Artikelbeschreibung

Seit dem 31.08.2018 im Sortiment

Ganz gleich ob Sie High-End-Gaming- und Multimediasysteme, extrem leise luftgekühlte Systeme, übertaktete und besonders leise wassergekühlte PCs oder schnell zu modifizierende Konfigurationen wünschen, das be quiet! Silent Base 601 Window bietet die idealen Voraussetzungen.

Dank der verbesserten geräuschreduzierenden Lufteinlässe und den zwei vorinstallierten Pure Wings 2 140mm Lüfter wird eine exzellente Luftströmung bei maximaler Geräuschlosigkeit geboten. Extra dicke Dämmmatten von 10 mm sind an der Vorder- und Rückseite sowie an den Seiten angebracht.

Mit der 3-Stufen-Lüftersteuerung können problemlos bis zu 3 Lüfter gesteuert werden. Dank des PSU-Cover und des ausgeklügelten HDD-Slot-Cover bietet das Silent Base 601 Window einen aufgeräumten Innenraum und somit eine verbesserte Luftzirkulation.

Die Installation des Netzteils erfolgt in wenigen Schritten von der Rückseite des Gehäuses aus. Herausnehmbare Halterungen ermöglichen darüber hinaus die einfache Installation von Radiatoren bis zu einer Größe von 360 mm. Im großzügig gemessenen Innenraum finden sogar E-ATX-Mainboards, große Kühler und Grafikkarten ihren Platz.


**Informationen zur Finanzierung:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 112,31*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 9 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Technische Daten

Allgemein:
Modellname: Silent Base 601 mit Sichtfenster
Typ: Midi Tower
Netzteil: ohne Netzteil
Farbe: schwarz/silber
Einschübe: 3x 3.5 Zoll (intern), 6x 2.5 Zoll (intern)
Installierte Lüfter: 1x 120mm, 1x 140mm
Erweiterbare Lüfter: 6x 120mm, 6x 140mm
Formfaktor: ATX, EATX, mATX, mITX
Erweiterungsslots: 9x
Frontanschlüsse: 1x Kopfhoerer, 1x MIC, 1x USB 2.0, 2x USB 3.0
Fenster: Ja
Dämmung: Ja
Besonderheiten: CPU-Kühler bis max. 185mm, Grafikkarten bis max. 287mm, Kabelmanagement, Lueftersteuerung, Staubfilter, Tempered Glass Sichtfenster, variable Lüfteranzahl
Länge: 532 mm
Breite: 240 mm
Höhe: 514 mm

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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3 Bewertungen

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4 5
     am 31.10.2018
Testbericht

Vorbemerkung: Eilige können das Fazit am Schluss lesen. Das Gehäuse wurde mir im Rahmen der Testers Keepers Aktion von mindfactory für den Test zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank an dieser Stelle an bequiet! und mindfactory. Ich habe das Testmuster in Schwarz mit silbernen Akzenten und Sichtfenster getestet.

Unboxing und Ersteindruck

Bequiet! rüstet sein Arsenal an Gehäusen um ein weiteres auf: Das Silent Base 601 - es soll im Mittelklassebereich mit besonderer Nutzerfreundlichkeit und schlauen Lösungen für einen leisen Betrieb des PCs punkten. In dem wuchtigen Karton befinden sich das Gehäuse, eine Zubehörbox und die Anleitung. In der Zubehörbox sind Schrauben und ein zusätzlicher Laufwerkskäfig sowie ein Bündel Klettkabelbinder mit beqiet! Schriftzug enthalten. Das Gehäuse ist vergleichsweise breit, was insbesondere den Lufteinlässen links und rechts geschuldet ist. Frontpanel und oberes Panel sind aus matt schwarz lackiertem Stahl, das Seitenteil ist in getöntem Glas gehalten  das sieht schick und wertig aus. Der Innenraum teilt sich in zwei Bereiche auf, den abgetrennten unteren für das Netzteil und zwei HDD/SDDs und den oberen Bereich für das Mainboard inkl. der Hauptkomponenten. Optional kann man die Grafikkarte auch vertikal einbauen, sofern man ein Riserkabel besitzt. Es sind zwei 140mm Pure Wing 2 Lüfter installiert, die über die integrierte Lüftersteuerung am Frontpanel in drei Regelungsstufen angesteuert werden können. Die Lüftersteuerung kann noch einen Lüfter mehr vertragen, insgesamt lassen sich noch . Die Staubfilter sind jeweils (Boden und Front) ohne Werkzeug entnehmbar. Hier wird bequiet! seinem Anspruch an Nutzerfreundlichkeit gerecht. Wenn man keine zusätzlichen Laufwerke installiert bleibt der Innenraum schön aufgeräumt dank fehlender 5 ¼ Laufwerksschächte. Wasserkühlungsradiatoren kann man im Deckel oder in der Front installieren, oben allerdings nur bedingt sinnvoll, da die Halterung für die Lüfter sehr nah am gedämmten Deckel ist und nur wenige Luftschlitze im hinteren Bereich vorhanden sind. Ebenfalls clever gelöst: Per Knopfdruck kann man die Seitenteile einfach abklappen und herausnehmen. Man kommt so ohne Werkzeug in das Gehäuse um z.B. zusätzliche Laufwerke oder Steckkarten zu installieren  vorbildlich. Apropos Platz und Laufwerke: Hier kann man wirklich aus dem Vollen schöpfen: insgesamt kann man bis zu 7 3.5Zoll bzw. 14 2.5 Zoll Laufwerke im Silent Base 601 unterbringen.

Installation und Montage

Ich habe für den Test mein bestehendes System aus einem älteren Coolermaster CM690 Midi-Tower Gehäuse umgebaut. Verbaute Komponenten des Testsystems
- MSI X99 Tomahawk Mainboard mit Intel i7-6800K CPU mit 140W TDP
- Bequiet! Dark Rock Pro 3 Towerkühler
- 16GB Ram
- MSI GeForce GTX 1080 Armor
- 3 SDDs (2.5 Zoll) und 2 HDDS (3.5 Zoll)
- Bequiet! Dark Power Pro 11 Netzteil

Die Montage gestaltete sich weitestgehend problemlos. Man muss sich aber beim Netzteileinbau schon vorher Gedanken machen, wie viele Kabel bei Nutzung eines modularen Netzteils eingesteckt werden sollten, da man durch das abgeteilte Netzteilfach und den HDD Käfig nur noch schwer an die Netzteilstecker kommt. Bequiet! Verzichtet auch auf eine Montageanleitung im engeren Sinne: Wer mit diesem Gehäuse zum ersten Mal einen Rechner aufbaut ist auf sich und die technischen Spezifikationen der Anleitung angewiesen. Top! Mainboard, SDDs und Netzteilblende werden normal verschraubt  Laufwerksschächte sind mit Rändelschrauben versehen, so dass man diese theoretisch ohne Schraubendreher installieren kann. Allerdings sind die Rändelschrauben und deren Gewinde ein wenig grob und teilweise schwergängig, so dass ich hier zum Schraubendreher gegriffen habe um einen geraden Ansatz zu finden. Zwei SDDs habe ich hinter dem Mainboard verschraubt, was dank herausnehmbarem Träger gut gelöst ist, eine weitere in dem zusätzlichen HDD-Käfig, der mitgeliefert wird. Gut gefallen hat mir auch das Kabelmanagement, man kann sämtliche Kabel von/zum Mainboard an die hintere Seite des Gehäuses führen. Das führt zu einem sehr aufgeräumten Innenleben und damit auch ein ungehinderter Luftstrom. Nur der zusätzliche HDD Käfig sieht irgendwie billig aus. Da man aber zwei SSDs und zwei SSDs/HDDs versteckt einbauen kann, wird dies den meisten reichen und der Innenraum bleibt. Mir ist bei Inbetriebnahme und Test der oberen Frontanschlüsse deren extreme Schwergängigkeit aufgefallen  ich dachte erst ich habe den USB Stick falsch angesetzt. Gleiches gilt auch für die Klinkenbuchsen.

Lautstärke und Temperaturen

Dem Anspruch eines besonders leisen Gehäuses will bequiet! mit verschiedenen Maßnahmen gerecht werden. Diese beinhalten dicke Dammmatten, entkoppelte Laufwerke, schallbrechende Lufteinlässe und eine separate Kammer für das Netzteil und zwei Festplatten. Dazu gibt es eine Lüftersteuerung, bei der man per Schalter zwischen drei Einstellungen (5V, 8V und 12V) wählen kann. Dabei ist die erste für mich nicht mehr hörbar, zumindest gegen den laufenden CPU Kühler nicht, die Stufen zwei und drei sind dann definitiv hörbar  hier hätten es gerne die höherwertigen Silent Wings 3 Lüfter sein können. Mit dem Dark Rock Pro 3 ist das System leise und rauscht vor sich hin, ist aber nicht lautlos. Positiv macht sich die Dämmung und die Positionierung der HDDs bemerkbar: Diese sind nicht mehr zu hören. Insgesamt herrscht durch das aufgeräumte Innere ein nahezu ungehinderter Luftstrom, was offenbar den Temperaturen im Inneren zu Gute kommt. Nur die Luftansaugung verläuft nicht direkt durch die Front, diese ist mit einer durchgehenden 10mm Dämmmatte versehen, sondern durch die schallbrechenden Einlässe an der Seite, die Luft muss also erst mal um die Ecke. Insbesondere im Vergleich zu meinem vorherigen Coolermaster 690 Gehäuse, wo der Luftstrom erst an allen HDD Käfigen vorbeimusste, sind die Temperaturen dennoch ca. 10° niedriger. Ich habe das System hinsichtlich der Temperaturen angetestet. Den Prozessor habe ich mit Prime95 Im Stresstest laufen lassen, einmal mit Werkstakt und einmal mit Übertaktung auf 4Ghz, dann habe ich noch die Grafikkarte mit dem Benchmark Unigine Superstition unter Last gesetzt. Die Grafikkarte war ebenfalls übertaktet. Dann habe ich die Temperaturen notiert. Die einzelnen Ergebnisse habe ich als Bild angehängt, zusammenfassend kann man sagen: Im Silentmodus (Stufe 1) und mit Werkstakt sind die Temperaturen auch unter Last mit ca. 65° im grünen Bereich, der CPU Kühler blieb auch bei ca. 900 Umdrehungen und damit sehr leise. Bei 4Ghz steigt die Abwärme um knapp 10°, sofern man aber keine Last auf der GPU hat, bleibt die Temperatur mit 74° immer noch im Rahmen und der CPU Lüfter bleibt noch bei angenehm säuselnden 900RPM. Wirft man nun noch die Grafikkarte an (ebenfalls übertaktet), dreht der CPU Lüfter hörbar höher, da die Frischluft nicht mehr genügend getauscht werden kann. Hier ist es sinnvoll, die Gehäuselüfter voll drehen zu lassen. Das Gehäuse ist nicht für maximalen Luftdurchsatz konzipiert, deshalb eignet es sich nur bedingt für Übertaktungsorgien bzw wird dann eben lauter. Bei Werkseinstellungen und ggf. milder Übertaktung oder weniger stromhungrigen Komponenten geht das Konzept aber voll auf und die verbauten Komponenten werden gut gekühlt bei ausreichender Luftzufuhr.

Fazit

Ich finde das Konzept insgesamt stimmig, wobei ich mich persönlich eher für das höherwertige Dark Base Gehäuse entschieden hätte dank besserer Lüfter, besseren Anschlussmöglichkeiten in der Front (USB-C und Ladebuchse für z.B. Mobiltelefon) und LED-Beleuchtung. Gleichwohl bekommt man für sein Geld viel Gehäuse mit cleveren Extras.

Positiv:

- Schickes, schwarzes schlichtes Design mit schwarzen, silbernen oder orangenen Akzenten an den Luftauslässen
- Gute Schalldämmung durch geschlossenes Design und Dämmmatten, entkoppelte HDDs, geräuschoptimierte Lufteinlässe und abgetrennten Netzteil/HDD Bereich
- Sehr aufgeräumtes Inneres durch separaten Netzteileinschub und Festplatteneinschub
- Gute Eignung als Show Gehäuse durch großes Fenster, dies wird durch eine optionale Montagemöglichkeit in der Grafikkarte in vertikaler Position unterstützt
- Kabelmanagement gut gelöst und gut zu handhaben
- Nutzerfreundlich durch werkzeuglose Bedienung, z.B. per Knopfdruck abnehmbare Seitenteile, entnehmbare Staubfilter, Nutzung von Rändelschrauben
- Insgesamt gutes Preis-Leistungsverhältnis.
- Hohes Platzangebot  bis zu 7/14 3.5/2.5 Laufwerke

Negativ:

- Suboptimaler Luftstrom durch indirekte Luftansaugung
- Bei Radiatormontage unter dem Deckel wenig Frischluftzufuhr
- Nur zwei Pure Wings 2 diese werden bei höheren Drehzahlen hörbar
- Anleitung für Anfänger fehlt bzw. unzureichend
- Wird dem selbst gestellten Premiumanspruch durch hakelige Verschraubungen, günstigen Gehäuselüftern und extrem schwergängigen USB- und Klinkenstecker teilweise nicht gerecht.

Neutral:

- Kein 5 ¼ Einschub  für die Größe hätte ich mir das gewünscht.
- Vergleichsweise breit durch die Lufteinlässe
- Das Silentkonzept bedingt einen reduzierten Luftstrom was die Eignung für den Betrieb von stark übertakteten Komponenten einschränkt.
- Keine RGB Beleuchtung
    
  
4 5
     am 23.10.2018
Ich habe das Gehäuse im Rahmen der Testers Keepers-Aktion bekommen und veröffentliche hier nun den Eindruck, den ich von dem Gehäuse gewonnen habe.

Verpackung & Versand
Das be quiet! Silent Base 601 Window Silver war mir schon bei der Ankunft des Pakets sympathisch  direkt im Umkarton versandt, ein simpler "naturfarbener" Karton mit schwarzer Schrift und einem einfachen Konturenbild. Effizient, umweltfreundlich und deutlich günstiger als eine komplett bedruckte Variante mit Farben. Beim Transportschutz wäre allerdings etwas mehr Aufwand sinnvoll gewesen: In der Seite war ein relativ großes Loch im Karton und darunter war direkt die Scheibe des Gehäuses sichtbar, nur noch durch die Plastikfolie geschützt. Auf der Folie waren an dieser Stelle Kratzer, glücklicherweise konnte ich auf der Scheibe selbst aber nichts entdecken. Wie bei den meisten anderen Gehäusen ist nur an zwei Flächen Styropor als Halterung eingesetzt, die anderen Teile liegen dementsprechend direkt hinter der Pappe. Wie und wo das Loch in den Karton gekommen ist kann ich natürlich nicht beurteilen, allerdings sollte ein Produkt, das überwiegend mit Paketdienstleistern verschickt wird, immer gut geschützt sein.

Design & Verarbeitung
Vorweg muss ich sagen, dass mir dieser Punkt sehr wichtig ist. Ich lege großen Wert auf hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung. Deshalb bin ich sehr pingelig bei Aspekten wie z.B. den Spaltmaßen, die anderen Nutzern wiederum komplett egal sein könnten.
Schon beim ersten Betrachten fällt positiv auf, dass sehr viele Metallteile verbaut wurden. Wo sonst (insbesondere bei "Gaming"-Gehäusen) oft nur Kunststoff-Verkleidungen zu sehen sind, wurde beim Silent Base 601 beschichtetes Stahlblech verwendet. Dabei fällt besonders der Gehäusedeckel auf, bei dem die Luftauslässe direkt aus dem Blech ausgeformt worden sind. Dies wirkt im Vergleich zu den oft verwendeten Mesh-Gittern sehr hochwertig und spricht für eine durchdachte Premium-Lösung.
Was allerdings schnell auffällt ist die Tatsache, dass das matte Schwarz doch etwas anfällig für Fingerabdrücke ist. Dafür macht die Beschichtung aber einen sehr hochwertigen Eindruck und bringt eine hervorragende Haptik mit sich. Ärgerlich ist aber, dass genau an dem Radius zwischen Gehäusedeckel und Frontblende ein deutlich gröberer Wulst auf der sonst sehr homogenen rauen Oberfläche ist.
Die silbernen Akzente und die schwarzen Kunststoffteile an den Luftschlitzen wirken für mich nicht ganz so hochwertig wie der Rest. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Oberkanten bei beiden Seiten nicht auf einer Linie mit den Stahlteilen der Gehäuseseiten sind. Die eigentlich über das komplette Gehäuse durchgezogenen Einkerbungen haben dadurch einen Bruch und bilden keine exakte Linie mehr. Das finde ich sehr schade, da mir dieses Designkonzept ansonsten sehr zusagt. Ein ähnliches Problem ist bei dem Übergang zwischen der Front und dem Gehäusedeckel, dort ist der Spalt kein gerader Balken sondern er hat eine Schräge. Aus etwas Entfernung fällt das natürlich kaum auf und es wird viele Nutzer auch nicht stören, ich hätte mir allerdings mehr Präzision gewünscht. Die silbernen Teile könnten aus gebürstetem Aluminium sehr gut wirken, das wäre allerdings deutlich teurer in der Herstellung. Die angeführten Punkte sind aber selbstverständlich eher mein subjektives Empfinden und Geschmackssache.
Die Scheibe wirkt dafür wieder sehr hochwertig. Hierbei ist der Unterschied zwischen tempered glass und meinem bisherigen normalen Acrylglas sofort bemerkbar. Ich bin gespannt, wie das Fenster sich auf längere Sicht verhält, insbesondere in Bezug auf Verschmutzungen und Reflektionen von außen. Ein Vorteil bei dem bisherigen Acrylglas ist allerdings, dass es sehr einfach zu gravieren war  das werde ich bei diesem tempered glass eher nicht riskieren. Auch wie die Scheibe eingefasst ist sollte man besonders positiv hervorheben  es gibt keine störenden Schrauben bzw. Erhöhungen wie es bei den Modellen der Dark Base-Reihe der Fall ist.
Bei dem I/O-Panel bin ich aber auch nicht ganz zufrieden. Bei dem Power-Button sieht es aus als wären Luftblasen unter der Kunststoffschicht, außerdem wurde diese leicht schief aufgesetzt. Die Status-LED und der Resetbutton sind außerdem nicht mit dem dafür vorgesehenen Loch zentriert. Erkennbar ist dies auch bei den Klinke-Anschlüssen, dort fällt es aber kaum auf. Sehr schön gelöst finde ich allerdings die direkte Integration der einzelnen Anschlüsse in das Blech und damit der Verzicht auf ein zusätzliches Panel, das die Optik vermutlich stark gestört hätte.

Montage, Ausstattung & Funktionalität
Besonders beeindruckt war ich beim Öffnen von den Seitenwänden. Generell finde ich bei Gehäusen das werkzeuglose Öffnen sehr wichtig für die Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit, be quiet! geht nun aber sogar einen Schritt weiter und verzichtet auf die weit verbreiteten Daumenschrauben. Nach einem simplen Knopfdruck lassen sich die Seitenwände nach oben hin wegnehmen und später auch sehr einfach wieder einrasten.
Sehr gut finde ich die modularen HDD-Käfige. Dadurch wird der Luftstrom nicht behindert und es gibt einen sehr sauberen und aufgeräumten Innenraum. Ich nutze keine internen HDDs mehr (und finde auch, dass diese nicht in einen Silent-PC gehören), deshalb habe ich alles nicht Benötigte entfernt. Bei vielen Gehäusen sind die Käfige fest verbaut und damit wäre dies nicht möglich gewesen. Falls viele HDDs oder SSDs verwendet werden kann man die Kabel durch ein durchdachtes System direkt an den einzelnen Käfigen unauffällig verlegen  ein sehr schönes Feature, auch wenn viele es gar nicht benötigen werden. Prinzipiell kann man alle Teile komplett verdeckt unterbringen, zum Beispiel unter der Netzteilabdeckung oder hinter dem Mainboardtray. Eine weitere Besonderheit ist die Netzteilmontage von außen, ansonsten ist die Montage wie bei den meisten anderen modernen Gehäusen.
Was ich mir allerdings wünschen würde ist eine Netzteilabdeckung mit optional abnehmbarem Teil. Wenn man die Hardware durch ein Fenster präsentieren möchte gehört das Netzteil meiner Meinung nach auch dazu. Gerade da be quiet! auch Netzteile mit vergleichsweise aufwendigen und ansprechend gestalteten Seitenteilen im Angebot hat (in meinem Fall ein Dark Power Pro 11) finde ich es etwas schade, dass man diese "verstecken" muss. Dennoch empfinde ich die Abdeckung als eines der wichtigsten Features des Gehäuses, da man den ohnehin schon aufgeräumten Look noch sauberer und mit sehr wenigen sichtbaren Kabeln umsetzen kann.
Die eigentliche Funktion des Gehäuses ist wie erwartet sehr gut. Besonders positiv ist dabei, dass ausschließlich 140mm-Lüfter zum Einsatz kommen und man damit etwas niedrigere Drehzahlen benötigt um einen ausreichenden Luftstrom zu bekommen. Der sehr geschlossene Aufbau und die Dämmung tragen ebenfalls dazu bei, dass der PC sehr leise ist. Dennoch darf man natürlich keinen komplett lautlosen PC erwarten und extrem laute Lüfter (z.B. manche Radiallüfter bei Grafikkarten) sollten nicht verbaut werden. Mit heruntergeregelten Lüftern im ganzen System würde ich die Geräuschentwicklung aber als kaum wahrnehmbar bezeichnen, besonders im Vergleich zu einem sehr offen gebauten NZXT Phantom (das auch 120mm-Lüfter beinhaltet). Verbaut sind zwei Pure Wings 2 140mm die mit maximal 1000U/min drehen, sie sind deshalb selbst auf voller Drehzahl nicht wirklich laut  aber eben auch nicht unhörbar. Des Weiteren könnte mir auch vorstellen, dass die Version ohne Fenster hier noch besser ist, da statt dem Glas noch zusätzliche Dämmung angebracht ist. Dass man mit einem gedämmten Silent-Gehäuse mit langsam drehenden Lüftern keine Hardware mit sehr hoher Abwärme (Multi-GPU, starke Übertaktung etc.) verbauen sollte ist auch klar, hier gibt es aber natürlich die Möglichkeit für weitere Lüfter, die höheren Drehzahlstufen der Lüfter (bzw. allgemein höher drehende Lüfter) oder eben gleich die Dark Base-Reihe.

Fazit
Das Silent Base 601 Window Silver ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Gehäuse, insbesondere als Basis für einen Silent-PC. Der Preis von ca. 110€ ist für ein Gehäuse mit diesen hochwertigen Materialien und der zusätzlichen Dämmung absolut gerechtfertigt. Ich würde dem Gehäuse eigentlich sehr gerne die volle Punktzahl geben, kann dies aber wegen den für mich etwas störenden Mängeln bei der Verarbeitung nicht tun und würde es daher mit 4/5 Sternen bewerten.
    
  
5 5
     am 21.10.2018
Ich darf mich als einer der Glücklichen schätzen und das be quiet! Silent Base 601 in der Ausführung schwarz/silber inkl. Sichtfenster im Zuge der Produkttester-Aktion von Mindfactory testen und beurteilen.

Im folgenden gehe ich auf einige Punkte ein und gebe nur meine subjektive Meinung ab.

- Verpackung & Lieferumfang
Das Gehäuse kam gut verpackt in einem Karton an, geschützt wird es an zwei Seiten von Styropor und einer Folie über das ganze Gehäuse.
Der Lieferumfang umfasst natürlich das Gehäuse, sowie einen weiteren HDD-Käfig, Entkopplungs-Gummis und HDD-Schrauben. Außerdem sind einige Schrauben für die Befestigung der SSDs, HDDs und des Mainboards dabei. Sehr schön finde ich die Kabelbinder mit Klettverschluss für die Bindung der Kabel. Nicht zu vergessen sind die beiden vorinstallierte Pure Wings 2 Lüfter (140mm), einer hinten und einer vorne.

- Design
Nachdem ich das Gehäuse von seiner Schutzfolie befreit habe, war ich doch sehr überrascht über das Aussehen und die Größe. Das Gehäuse ist in der Kategorie Midi-Tower eingeordnet und hat für meine Verhältnisse doch eine ordentlich Größe, zuvor hatte ich eines von Coolermaster oder selbiger Kategorie und das ist doch um einiges kleiner. Das soll aber nicht als negativer Punkt gewertet werden, denn ich bin mit der Größe sehr zufrieden und man bekommt einiges unter.

Das Aussehen ist relativ schlicht gehalten, was mir sehr gefällt. Die Front wirkt durch die beiden Luftschlitze, die von oben bis unten reichen und mit einem, in dieser Variante, silbernen Rahmen umschlossen sind, sehr ansehnlich. Das Sichtfenster ist leicht abgedunkelt mit einem schwarzen Rahmen, dadurch wirkt der Innenbereich wie ein Gemälde. ;)

- Verarbeitung
Ich habe keinerlei Bedenken das dem Gehäuse irgendetwas anhaben kann. Die Aussenhaut besteht aus Stahl mit einer vernünftigen Dicke und einer schwarzen Lackierung. Es gibt keinerlei scharfe Kanten, alles hat schöne Rundungen. Die Seitenteile lassen sich ganz einfach per Knopfdruck (auf der Hinterseite) lösen und können dann abgenommen werden. Die Montage ist genauso einfach, Seitenteil unten einhaken und oben einrasten.

- Montage & Ausstattung
Die Montage sämtlicher Komponenten gestaltete sich relativ einfach und sollte auch für unerfahrene kein Problem darstellen. Die Abstandsschrauben für das Mainboard sind schon vormontiert, lediglich eine musste ich austauschen (im Lieferumfang enthalten). Es befinden sich zwei Plätze für SSDs genau an der Rückseite vom Mainboard, so das diese versteckt sind. Natürlich können diese aber auch im Innenraum angebracht werden. Eine HDD habe ich im HDD-Käfig im PSU-Cover verbaut, diese wird mit Entkopplungs-Gummi verschraubt, so das keine Vibration an das Gehäuse weitergegeben werden kann. Die Einführung für das Netzteil finde ich sehr gelungen. Auf der Hinterseite befindet sich unten ein Rahmen, der mit vier Fingerschrauben befestigt ist, diesen löst man und es lässt sich das Netzteil ganz einfach im PSU-Cover montieren. Dabei sollte man auf die korrekte Ausrichtung achten, so das der Lüfter nach unten liegt bzw. die Kabel genug länge geben. Auf der Unterseite des Gehäuses befindet sich auf kompletter Länge ein Lüftungsgitter, so dass das Netzteil die kühle Luft unterhalb des Gehäuses ansaugen kann und nicht die warme aus dem Innenraum. Die beiden vormontierten Lüfter sind von Werk aus miteinander verbunden und führen direkt zum I/O-Panel mit seiner dreistufigen Lüftersteuerung.
Apropos I/O-Panel - die Anordnung finde ich sehr gelungen. Es befindet sich am vorderen Rand des Deckels und ist dadurch super zu erreichen. Ausgestattet ist das Panel mit der dreistufigen Lüftersteuerung, einem USB 2.0 & zwei USB 3.0 Anschlüssen, sowie jeweils ein Anschluss für Headset/Lautsprecher und Mikrofon. Der Powertaster ist mittig Angeordnet und hat einen schönen Druckpunkt.

Hier meine Systemausstattung:
AMD Ryzen 7 2700x
ASUS Rog Strix B450-F Gaming
GIGABYTE GTX 1050 Ti G1 Gaming
2x Corsair Vengeance LPX 8GB DDR4-3000
Thermaltake Berlin 630W Netzteil
Samsung SSD 256GB
Samsung HDD 320GB

- Kühleigenschaften
Ich habe mir, direkt nach erhalt des Gehäuses, einen weiteren Pure Wings 2 140mm Lüfter an der Front montiert - viel Luft hat noch keinem Rechner geschadet.
Aber man kann auf den ersten Blick erkennen, dass das Gehäuse von be quiet! gut durchdacht ist. An der Front befinden sich - wie oben bereits angedeutet - an der linken und rechten Seite zwei große Luftgitter. Auf dem Deckel befinden sich am hinteren Ende sechs Lüftungsschlitze, so das die warme Luft aus dem Innenbereich auch nach oben abgeleitet werden kann. Der Boden ist durchgehend offen, bedeutet, das viele Lufteinlässe eingebohrt wurden. An Front und Boden befinden sich jeweils Staubfilter, diese lassen sich sehr einfach entnehmen um sie zu reinigen.

Um die Kühlung etwas besser beurteilen zu können, habe ich das System unter folgenden Umständen getestet.
Im Normalbetrieb - bedeutet Internet auf Monitor 1 und Stream auf Monitor 2 - lag die Temperatur der CPU bei ca. 25°C und die der GPU bei ca. 51°C. Die Lüftersteuerung war hier auf der zweiten Stufe.
Im Spielbetrieb - bedeutet CS:GO auf Monitor 1 und Stream auf Monitor 2 - lag die Temperatur der CPU bei ca. 45°C und die der GPU bei ca. 64°C. Die Lüftersteuerung war hier auf der zweiten Stufe.
Während des Spiels habe ich die Lüftersteuerung auf die dritte Stufe gestellt, dabei lagen die Temperaturen der CPU bei ca. 41°C und GPU bei ca. 57°C. Die Werte können natürlich je nach Nutzung, Spiel und Zimmertemperatur schwanken. Ich bin mit diesen Werten vollkommen zufrieden.

- Leistung
Zu der Kühlleistung bin ich bereits einen Punkt weiter oben eingegangen, da es sich aber um ein Gehäuse der Reihe Silent Base handelt, werde ich kurz auf die Geräuschentwicklung eingehen. Be quiet! hat der geschlossenen Seitenwand eine 10mm starke Dämmmatte verpasst, sowie der Frontabdeckung. Dadurch dringt so gut wie kein Geräusch nach außen, auch nicht auf der dritten Stufe der Lüftersteuerung. Ich habe natürlich keine genaue Dezibel-Messung vornehmen können, aber ab und an habe ich das Gefühl, das der Rechner gar nicht läuft&

- Preis-/Leistungsverhältnis
Das be quiet! Silent Base 601 in meiner Variante ist zum jetzigen Zeitpunkt für einen Preis von 110¤ über Mindfactory zu bekommen. Meiner Meinung nach ist dieser Preis angemessen, denn man bekommt ein sehr gut verarbeitetes Gehäuse mit einem ausgeklügelten Lüftungssystem, guter Dämmung und einer Menge Platz im Innenbereich. Man darf nicht vergessen, es sind von Haus aus, zwei Pure Wings 2 Lüfter von be quiet! verbaut, die Momentan zwischen 8-9¤ liegen. Ich würde es definitiv meinen Freunden und Bekannten weiterempfehlen.

- Haltbarkeit & Vergleich
Zur Haltbarkeit kann ich natürlich nach so kurzer Zeit nichts sagen, aber es wird mich mit Sicherheit einige Jahre begleiten. Es fühlt sich einfach sehr wertig an und mal Ehrlich, was soll einem Gehäuse schon großartig passieren?! ;)

Zum Vergleich kann nur mein altes Coolermaster Gehäuse herhalten und da liegen definitiv Welten zwischen. Im Innenraum sah es, bedingt durch fehlendes Kabelmanagement, chaotisch aus. Die Kühlung hat natürlich auch gelitten, die Temperatur bei normaler Verwendung lagen um etwa 10°C höher als im be quiet! Silent Base 601. Und was die Geräuschentwicklung angeht, das kann sich wohl jeder denken. Es war auf jeden Fall lauter und hat gerne mal vibriert, insbesondere wenn die HDD arbeiten musste.

Mein Fazit lautet: Super! Weiterempfehlung wird es auf jeden Fall geben!
    
  

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