Verifizierter Kauf
Fazit vorweg:
Für 100 € ein Gehäuse mit den zu erwartenden Eigenheiten.
Es gibt einige Konfigurationsmöglichkeiten, die aber mit ihren Einschränkungen daher kommen.
Wer das meiste herausholen möchte, sollte ein mini-ITX oder mini-DTX Mainboard verbauen und stark auf die Platzierung der RAM-Slots und des Mainboard-Stromanschlußes achten.
Ein modulares SFX-Netzteil mit ATX-Adapterplatte könnte noch etwas mehr Platz fürs Kabelmanagement schaffen.
Man benötigt zwingend einen langen Kreuzschlitz-Schraubendreher (~ 15 cm Klingenlänge), eine magnetische Spitze erhöht den Komfort weiter.
Diesen bekommt man häufiger bei größeren CPU-Kühlern mitgeliefert.
Positiv:
Der Kasten ist stabil und die Front sieht ganz nett aus.
Mit ein bisschen Gebastel und fehlender Scheu seine Hardware leicht zu modifizieren, ist einiges drin.
Damit wird es aber schwieriger das Gehäuse zu retournieren, wenn es doch nicht ganz passt.
Neutral:
Es lassen sich nur die Front- und die Rückseite abmontieren, die Seiten und der Boden sind ein Teil.
Full-Height-PCIe-Karten lassen sich nur bis zu einer Breite von 105 mm (inkl. Steckanschluß) verbauen.
Dies ist bei einer maximalen CPU-Kühler-Höhe von 100 mm zu erwarten, aber dennoch erwähnenswert.
Die maximale Kartenlänge von 250 mm erreicht man nur, wenn man mit den 3,5"-Platten kreativ wird, z.B. Überkopf einbauen, damit die SATA-Anschlüße nicht im Weg sind.
Den mitgelieferten USB-Front-Anschluß sollte entweder über den USB-3- oder den USB-2-Header anschließen.
Verbindet man beide, hat man je nach Motherboard Probleme oder tote Hardware.
Die vorinstallierten Lüfter sind bauartbedingt nicht steuerbar, haben aber einen akzeptablen Geräuschpegel.
In einem richtigen Serverschrank verbaut, sollten sie nicht stören.
Für ein Homelab im Wohn-/Arbeitsbereich sollten sie wohl ausgetauscht werden.
Ich habe hier zu den teuren beigefarbenen gegriffen, welche nur mit Modifikationen am Gehäuse mit ihren Vibrationsdämpfern0 installiert werden konnten!
Wegen des kleinen Formats gibt es keine Kabeltrassen und man muss vor allem zwischen den Festplattenkäfigen und dem Mainboard auf striktes Kabelmanagement achten.
Negativ:
Die Montagebohrungen sind zwar für Lüfterinstallationen mit Schrauben groß genug, Vibrationsdämpfer aus Silikon werden leider sehr schnell eingeschnitten bzw. stark beschädigt.
In meinem Fall half die Löcher größer bohren und dann zu entgraten.
Der Einbau des 5,25"-Laufwerks ist wegen der nicht demontierbaren Seitenwand etwas frickelig, wenn es mit der Front abschließen soll.
Das Netzteil wird über dem Mainboard montiert, was bei ATX zu blockierten PCIe-, USB- und SATA-Anschlüßen führen kann.
Das Installieren von mehr als 4 3,5"-Festplatten eine Herausforderung.
Die Löcher auf den 2,5" Montageschlitten nicht ganz korrekt.
Bei SSDs kann man hier natürlich auch nur eine Seite festschrauben, oder man modifiziert wieder.