FAQ: Grafikkarten

Wichtige Fragen & Antworten

Allgemeines

Was genau macht die Grafikkarte?

Ein Gaming-PC ohne Grafikkarte ist undenkbar. Sie ist für die Steuerung der Grafikausgabe zuständig. Bei Ausführung eines Programms wandelt eine Grafikkarte die Prozessor-Daten so um, dass diese auf einem Monitor oder Projektor (Beamer) als Bild wiedergegeben werden können. Bilder können dabei über einen oder mehrere Ausgänge zur Verfügung gestellt werden.

Die Hauptkomponenten einer Grafikkarte sind der Grafik-Prozessor (der GPU = Graphic Processing Unit), ein Videospeicher (oder auch Video-RAM) sowie ein Digital-Analog-Wandler für den VGA-Anschluss. Der technische Fortschritt ist mittlerweile so weit, dass eine aktuelle GPU den Prozessor entlasten und die Rechenleistung von PC oder Notebook verbessern kann.

Wer hat die Grafikkarte erfunden?

Die Anfänge der Grafikkarte sind auf den Mikrocomputer Apple II zurückzuführen. Auf dessen Hauptplatine konnte erstmalig die integrierte Grafikfähigkeit durch zusätzliche Steckkarten optimiert werden. Der heimische PC wurde 1977 auf den Markt eingeführt.

Der erste PC aus dem Hause IBM wurde 1981 mit einer Karte vorgestellt, die eine einfarbige Darstellung von Text ermöglichte - der MDA (= Monochrome Display Adapter).

Hercules wagte als erster Grafikkartenhersteller den Versuch, die alten Monochrome-Grafikkarten der damaligen PCs zu verbessern. Der Anbieter präsentierte die Hercules Graphics Card (HGC), die neben einem Textmodus auch einen Grafikmodus von 720 x 348 Pixeln besaß. Der Modus war jedoch weiterhin auf zwei Farben beschränkt. Der HGC-Standard verdrängte den MDA-Standard.

In der Geschichte der Grafikkarten folgten nun VGA (= Video Graphics Adapter) sowie MCGA (= Multicolor Graphics Adapter). Mit diesen Karten konnten von insgesamt 262.144 Farben 256 gleichzeitig dargestellt werden. Der VGA-Modus gilt bis heute noch als "Notfall-Modus" bei allen PCs.

Grafikkarte: Was heißt OC?

Die Abkürzung OC steht für "overclocking", zu Deutsch: übertakten. Overclocking bezeichnet das Erhöhen des Prozessorbetriebes durch einen softwareseitigen Eingriff auf die Hardware. Es wird also eine Taktfrequenz eingestellt, die weit über den Herstellerangaben liegt und folglich mehr Hitze produziert. Ein Prozessor-Chip kann theoretisch mit verschiedenen Taktraten betrieben werden. Der Anbieter des Prozessors spricht jedoch eine Empfehlung aus, mit welcher Frequenz der Chip problemlos arbeitet. Diese wird daraufhin softwaremäßig umgesetzt.

Oftmals arbeitet das Betriebssystem durch eine höhere Taktrate schneller, aber ein spürbarer Effekt ist von diversen Faktoren abhängig. Dazu zählen beispielsweise der Arbeitsspeicher und die Qualität des internen Speichers.

Grafikkarte: Was heißt Retail?

Retail stammt aus dem Englischen und steht für den Einzelhandel, der Produkte verkauft, die er von einem Hersteller beziehungsweise Großhändler bezieht und an die Endverbraucher vertreibt. Im PC-Bereich werden die Produkte als Retail bezeichnet, die für den Verkauf an den Endkunden bestimmt sind. Sie kennzeichnen sich durch einen festen Karton mit einer schönen Umverpackung. Zudem sind Treiber-CDs, Handbuch, Kabel und weiteres Zubehör enthalten. Einer Grafikkarte liegen im Retail-Lieferumfang zusätzliche Software oder Spiele bei. Aufgrund des Verpackungsaufwandes und verschiedenen Beigaben sind Retail-Ausführungen immer teurer als Bulk-Versionen. (Es geht nur um das Produkt selbst - ohne Extras.)

Wie heiß darf eine Grafikkarte werden?

Die Temperatur-Obergrenze einer Grafikkarte ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Je nach Ausführung und Baujahr schwankt dieser Wert jedoch um mehrere Grad. Aus diesem Grund lassen sich Temperaturen für Grafikkarten nicht verallgemeinern.

Viele der aktuellen NVIDIA®-Grafikkarten halten einer maximalen Temperatur von 91 bis 98°C stand. AMD hält sich bei Temperaturwerten zwar etwas bedeckt, aber die Schmerzgrenze bewegt sich wohl auch hier im 90er-Bereich. Das soll jedoch nicht heißen, dass Ihre Grafikkarte bei 100°C in Flammen steht, aber je öfter extreme Temperaturen erreicht werden, desto kürzer ist die Lebensdauer der Grafikkarte. Idealerweise erhitzt sich eine Karte beim Spielen nur bis zu 85°C.

Worauf muss ich beim Grafikkarten-Kauf achten?

Folgende Faktoren sollten Sie u. a. bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen:

  • Hersteller: AMD oder NVIDIA®
  • Taktfrequenz
  • OC-Modus
  • verfügbare Anschlüsse
  • Kapazität des V-RAM
  • Kompatibilität mit Gehäuse, Netzteil und Motherboard
  • Kühlung der GPU
  • Benchmarks
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Features (z.B. Raytracing)

Ausstattung

Welche Grafikkarten-Anschlüsse gibt es?

Heutige Grafikkarten verfügen über verschiedene externe Signalausgänge beziehungsweise Anschlüsse für den Monitor. Die Qualität der dargestellten Bilder wird dabei von der Signalqualität beeinflusst. Es wird zwischen dem VGA-, DVI-, HDMI- sowie DisplayPort-Anschluss unterschieden.

Anfangs fungierte der analoge VGA-Anschluss (= Video Graphics Array) als Standard für Bildschirm-Anschlüsse. Er war einer der ersten Anschlüsse für Grafikkarten und hat sich als Übertragungsquelle von Bildsignalen lange Zeit bewährt. Mittlerweile gibt es jedoch Buchsen, die eine höhere und bessere Signalqualität liefern. Digitaler Nachfolger wird der DVI-Anschluss (= Digital Visual Interface), der Bilder viel schärfer darstellen kann. Seit 2007 gibt es Grafikkarten mit einem HDMI-Ausgang. Der aktuellste Verbindungsstandard ist der DisplayPort-Anschluss, der in Zukunft den VGA- und DVI-Anschluss ablösen soll.

Grafikkarte: Was ist ein DisplayPort?

DisplayPort ist ein universeller Verbindungsstandard, der von der VESA (Video Electronics Standards Association) genormt wurde. Die digitale Schnittstelle dient der Übertragung von Video- sowie Audiosignalen. Während HDMI vorrangig bei TV- und Multimediageräten wie Beamern, Spielekonsolen und DVD-Playern zum Einsatz kommt, wird DisplayPort in der Informationstechnologie benutzt. Dazu zählen unter anderem PCs, Notebooks, Tablets und Monitore. Die digitale Schnittstelle soll über bessere High-Performance-Eigenschaften als andere verfügen. DisplayPort löst die älteren Standards DVI und VGA ab und eröffnet neue Möglichkeiten in den Bereichen PC-Technologie, Digitaldisplays sowie Unterhaltungselektronik.

Grafikkarte: Was bedeutet LP?

LP steht für "Low Profile" und bezeichnet in der Computertechnik einen Formfaktor für PCI- beziehungsweise PCIe-Steckkarten. Karten mit dieser Größe kommen lediglich in Gehäusen mit begrenztem Platz zum Einsatz. Es gibt Gehäuse in Low-Profile-Ausfertigung, in denen Erweiterungskarten vertikal verbaut werden müssen. Daher dürfen sie nur eine geringe Bauhöhe aufweisen. In einigen Mini-PC-Gehäusen können beispielsweise nur Low-Profile-Steckkarten verbaut werden.

Grafikkarte: Welcher Stromanschluss?

Von Grafikkarte zu Grafikkarte gibt es Unterschiede hinsichtlich des Stromanschlusses sowie der Schnittstelle. Karten mit einer hohen Leistungsfähigkeit benötigen demzufolge mehr Strom als leistungsschwächere Modelle.

  1. Der PCI-Anschluss (Peripheral Component Interconnect) ist ein Bus-Standard, um Peripheriegeräte mit dem Chipsatz eines Prozessors zu verbinden. Er ist in jedem PC vorhanden, aber auch mittlerweile der älteste Steckplatz für Grafikkarten und weitere PC-Komponenten.
  2. Da der PCI-Bus-Anschluss nicht mehr genügend Strom lieferte, wurde der AGP-Anschluss (Accelerated Graphics Port) eingeführt - ein zusätzlicher und unabhängiger Steckplatz auf dem Mainboard. Dieser sorgt für einen schnelleren Datenaustausch zwischen Grafikkarte, Prozessor und Hauptspeicher.
  3. 2004 wurde der PCI-Express-Anschluss vorgestellt. Der Nachfolger von PCI und AGP überzeugt mit einer höheren Datenübertragungsrate pro Pin und liefert zudem viel mehr Strom. Aus diesem Grund eignet sich PCIe hervorragend für immer schneller werdende und leistungsstärkere Grafikkarten. PCIe ist eine separate, serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Da einzelne Komponenten über Switches verbunden sind, können direkte Verbindungen zwischen vereinzelten PCIe-Geräten hergestellt werden. Der Stromanschluss wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Grafikkarte: Worin unterscheiden sich DVI-I und DVI-D?

DVI-I: Mit dem integrierten DVI-I-Anschluss (Digital Video Interface) ist eine Übertragung von analogen sowie digitalen Signalen möglich. Mithilfe eines DVI-I-Anschlusses auf einem VGA-Adapter können sogar Monitore, die lediglich über eine VGA-Schnittstelle verfügen und ein analoges Signal benötigen, genutzt werden. Die analoge Signalübertragung ist deshalb möglich, weil der DVI-I-Anschluss mehr Pins als ein DVI-D-Anschluss besitzt.

DVI-D: Über den DVI-D-Steckkontakt werden ausschließlich digitale Signale übertragen. Es gibt zwei Varianten von DVI-D: Single-Link-DVI und Dual-Link-DVI. Dabei verfügt der Dual-Link-Anschluss über doppelt so viele Datenleitungen wie Single-Link, weshalb er eine größere Bandbreite abdecken kann. Ein weiterer Unterschied: DVI-D-Anschlüsse sind aufwärtskompatibel und lassen sich durch einen Adapter in HDMI umwandeln.

Grafikkarten: 4 GB oder 8 GB?

Vorab: Zu viel Speicherkapazität gibt es nicht. Schließlich nutzen Entwickler von Spielen Speicherplatz, um Spiele mit hochauflösenden, detaillierten Texturen auszustatten.

Bei Grafikkarten im Bereich der Mittelklasse sollten 3D-Beschleuniger mindestens über 6 GB VRAM verfügen. Bei manchen Spielen wird es jedoch selbst mit diesem Speicher eng. Falls Sie günstigere Grafikkarten favorisieren, sparen Sie auch dort nicht an Speicherkapazität. Von 2 GB sollten Sie die Finger lassen und die doppelte Menge an Speicherplatz wählen. Natürlich können Sie damit auch gewöhnliche Spiele zocken, aber die Lebensdauer der Speicherkarte wird stark verkürzt.

Wie kühle ich meine Grafikkarte?

Leistungsintensive Anwendungen verlangen oftmals nach einer zusätzlichen Kühlung der Grafikkarte, um einer Überhitzung und irreparablen Schäden vorzubeugen. Es wird zwischen aktiven und passiven Kühlungsmodellen unterschieden. Während die aktive Kühlung Lüfter und Wasserkühlungen umfasst, handelt es sich bei einer passiven Kühlung um optimierte Kühlkörper, die die Abwärme abtransportieren sollen. Diese sind zwar ineffektiver, aber im Gegensatz zu Lüftern auch leiser. Für leistungsstarke Karten bieten sich aktive Methoden an, schwächere Grafikkarten können auch passiv gekühlt werden.

Kompatibilität

Grafikkarte und Mainboard - welche sind kompatibel?

Nicht jede Grafikkarte passt gleichzeitig zu jedem Mainboard und darüber hinaus müssen bezüglich der Auswahl einer Grafikkarte einige weitere wichtige Punkte beachtet werden. Checken Sie folgende Punkte, bevor Sie sich eine neue Grafikkarte zulegen:

  1. Ist ein PCIe-3.0-Slot bei Ihrem Mainboard vorhanden? GPUs sind auch abwärts kompatibel, sprich auf 2.0- oder 2.1-Steckplätze, doch ist hierbei mit Performance-Einschränkungen zu rechnen.
  2. Passt die Wunsch-Grafikkarte in das Gehäuse? Hier sollte nach dem Einbau genügend Platz für Lüfter und Co. vorhanden sein.
  3. Überprüfen Sie den Formfaktor Ihres Mainboards. Ab dem ATX-Faktor passen große Grafikkarten. Bei kleineren Formaten wie ITX oder µATX darf die GPU bestimmte Maße nicht überschreiten.
  4. Wie viel Strom verbraucht die Grafikkarte? Gerade High-End-GPUs sind stromhungrig. Hier benötigen Sie ein entsprechend leistungsstarkes Netzteil. Geben Sie daher Ihrem Gesamtsystem immer ca. 100 Watt Spielraum. Das heißt, wenn Ihre gesamte Hardware 450 Watt verbraucht, sollten Sie ein 550-Watt-Netzteil verwenden.
  5. Informieren Sie sich, ob Grafikkarte und Mainboard zueinander kompatibel sind. Dies funktioniert am einfachsten über die zahlreichen, online verfügbaren PC-Konfiguratoren. Hier geben Sie einfach Ihre Wunsch-Konfiguration ein und das Tool weist Sie im Folgenden auf etwaige Kompatibilitätsprobleme hin.
Grafikkarte: Welcher PCI-Slot?

Da nicht jede Grafikkarte mit jedem Mainboard kompatibel ist, sind vor allem die Anschlüsse, der vorhandene Platz und die Energieversorgung entscheidend. Eine physische Steckerverbindung ist maßgeblich für die Kompatibilität zwischen Grafikkarte und Mainboard. Aktuelle Grafikkarten benötigen den Bus-Standard PCI-Express, kurz PCIe. Der Steckplatz ist in den Kapazitäten x1, x2, x4, x8 sowie x16 vorhanden.

Grafikkarten mit PCIe 3.0 funktionieren auch auf Mainboards mit PCIe 2.0 oder 2.1. Der einzige Nachteil: Es ergeben sich Leistungseinbußen. AGP- oder PCI-Steckplätze sind allerdings mit PCIe-Grafikkarten nicht kompatibel. Mit welchen Anschlüssen Ihr Mainboard ausgestattet ist, finden Sie mithilfe der Bedienungsanleitung heraus.

Welche Grafikkarte passt zu welcher CPU?

Wenn es um die Wahl der Grafikkarte geht, gilt grundsätzlich: Je stärker die Grafikkarte ist, desto leistungsfähiger sollte auch der Prozessor sein. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass die Leistung der Grafikkarte begrenzt wird. Andersherum ergibt es jedoch auch keinen Sinn: Eine Kombination aus starker CPU sowie schwacher GPU würde dafür sorgen, dass der Prozessor in Spielen niemals richtig ausgereizt wird.

Nachfolgend finden Sie ein paar Beispielkombinationen:

CPU GPU Bottleneck-Percentage Einstufung
Ryzen™ 7 1800X GTX™ 1080 Ti 1 % sehr gut abgestimmt
Intel® Core™ i5 8400 GTX™ 1080 Ti 9 % gut abgestimmt
Intel® Core™ i7 8700 GTX™ 1080 Ti 1 % sehr gut abgestimmt
Intel® Core™ i3 8100 GTX™ 1080 Ti 18 % CPU überdimensioniert
Wann bremst die CPU meine Grafikkarte aus?

Sie können ganz einfach testen, ob die CPU Ihre Grafikkarte ausbremst. Dafür benötigen Sie ein Tool, das sowohl die Auslastung des Prozessors als auch die der GPU ausliest. Geeignete Programme sind beispielsweise MSI-Afterburner oder auch NZXT CAM. Liegt die Auslastung der CPU bei 100 Prozent, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese die Grafikkarte ausbremst.

Grafikkarte: Welches Netzteil?

Achten Sie beim Netzteil-Kauf darauf, dass dessen Verbrauch zwischen 20 und 80 Prozent Auslastung der Gesamtkapazität liegt. In diesem Bereich ist die Effizienz am höchsten. Für einen Office-PC ohne eigener Grafikkarte reicht ein Netzteil mit maximal 200 bis 300 Watt aus. Multimedia-PCs mit dedizierter Karte verlangen nach einem Netzteil mit etwa 300 Watt. Vor allem von Gaming-PCs wird jede Menge Leistung gefordert. Werden mehrere Grafikkarten gleichzeitig benutzt, kann das System schnell die 1000-Watt-Marke erreichen.

Beispiele für den Stromverbrauch einzelner Komponenten:

Komponente Stromverbrauch
Mainboard ca. 25 W
SSD ca. 2 W
Netzteil ca. 20 W
Grafikkarte (GTX™ 1080) ca. 200 W
Welche Grafikkarte ist für mehrere Monitore geeignet?

Eine größere Anzahl an Monitoren bietet sich beispielsweise dann an, wenn Sie viel am PC arbeiten oder zocken möchten. Um zwei, drei oder noch mehr Monitore an eine Grafikkarte anzuschließen, müssen dementsprechend viele Anschlüsse zur Verfügung stehen. Zu den größten Grafikkarten-Herstellern zählen NVIDIA® und AMD Radeon™. Die neuesten Modelle aus dem Hause NIVIDIA® und AMD unterstützen drei bis sechs Monitore über verschiedene Anschlüsse. Dann fehlen nur noch entsprechende Monitore und Kabel.

Grundsätzlich gilt: Beachten Sie die Anzahl der Grafikkarten-Anschlüsse sowie deren Kompatibilität mit den vorhandenen Monitoren.

Eignung

Welche Grafikkarte für die Bildbearbeitung?

Wenn Sie Ihren PC hauptsächlich für die Bildbearbeitung verwenden, ergibt eine eigene und moderne Grafikkarte der Einsteiger- oder Mittelklasse Sinn. Es ist jedoch ein Irrtum, dass diese besonders schnell oder teuer sein muss, um mit hervorragenden Ergebnissen zu glänzen. Da die GPU anstatt der CPU für bestimmte Operationen innerhalb der Software verantwortlich ist, beschleunigt sich der Rechenvorgang enorm. Das liegt an der unterschiedlichen Architektur von GPU und CPU. So ist es möglich, dass eine GPU bei parallelen Rechenoperationen bis zu 100 Mal schneller ist als jede verfügbare CPU.

Welche Grafikkarte für die Videobearbeitung?

Da eine Onboard-Grafikkarte zu leistungsschwach für eine schnelle Videobearbeitung in HD oder 4K ist, benötigen Sie unbedingt ein eigenständiges Modell. Die Grafikkarte stellt für die Videobearbeitung einen sehr wichtigen Bestandteil der Hardware dar. Sie ist nicht nur für die Arbeitsgeschwindigkeit beim Schnitt verantwortlich, sondern auch für einen reibungslosen Workflow. Wenn Sie also hauptsächlich Videos editieren möchten, was längere Render-Prozesse mit sich bringt, empfehlen wir eine GeForce™-GTX™-Grafikkarte aus dem Hause NVIDIA®. Ein 8 GB großer Arbeitsspeicher bietet sich ebenfalls an, um problemlos in anspruchsvollen Editing-Programmen arbeiten zu können. Deren Performance ist am Ende von der Grafikkarte abhängig.

Welche Grafikkarte eignet sich für Gaming?

Das hängt ganz davon ab, in welcher Auflösung und Detailstufe Sie spielen. Generell gilt: Je höher beides ist, desto schneller muss auch die Grafikkarte sein. Günstigere Grafikkarten eignen sich vor allem für Full-HD-Monitore mit einer Auflösung von 1920 x 1080 sowie das Spielen in hohen bis maximalen Details. Karten zwischen 300 und 500 Euro sind in der Lage, Spiele in WQHD (2560 x 1440 Pixeln) flüssig darzustellen. In Full HD können meist dreistellige FPS-Werte erreichen. Falls ein 4K-Monitor (3840 x 2160) zur Verfügung steht, sollten Sie zu einer Grafikkarte ab mindestens 500 Euro greifen.

  • AMD Radeon™ RX 570 oder 580: Die beiden Karten überzeugen mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Für Spiele in Full HD und 60 FPS eignen sich die AMD-Modelle auf jeden Fall. Selbst bei hohen Einstellungen erreicht die RX 570 im Schnitt 60 Bilder pro Sekunde, die RX 580 punktet mit weiteren 10 bis 15 Prozent Leistung.
  • AMD Radeon™ RX 5700: Leistungshungrige Gamer, die Spiele in WQHD-Auflösung und maximalen Einstellungen zocken möchten, greifen zu diesem Modell. Die Grafiktechnologie sorgt je nach Anwendungsart für realistische Bilder und Spiegelungen innerhalb der Spielwelt.
  • NVIDIA® GeForce™ RTX™ 2080 Ti: Falls Geld keine Rolle spielt und Sie über einen 4K-Monitor spielen möchten, dann ist diese Grafikkarte sehr zu empfehlen. Mit der Leistung dieser Karte bewegen Sie sich im High-End-Bereich. Das Modell punktet mit genügend Leistung, um aktuelle Spiele mit maximalen Einstellungen in 4K-Auflösung zu erleben. Falls Sie auch Raytracing aktivieren möchten, sollten Sie zusätzlich auf DLSS setzen. Die Grafiktechnologie erhöht einerseits die Leistung, reduziert andererseits aber auch die Auflösung des nativen Renderings. Um das zu vermeiden, bauen Sie zwei Grafikkarten ein und verbinden Sie diese über NVLink.
Welche Grafikkarte eignet sich für 4K-Gaming?

Je höher die Auflösung, desto höher sind auch die Anforderungen an Ihre Hardware. Um 4K-Inhalte flüssig darzustellen und in faszinierende Gaming-Welten abtauchen zu können, benötigen Sie bei aktuellen Games eine äußerst leistungsfähige Grafikkarte aus dem High-End-Bereich.

  • Bei NVIDIA®-Grafikkarten benötigen Sie für 4K-Gaming mindestens die GeForce™ GTX™ 1070 beziehungsweise die Ti-Version.
  • Hohe Framerates bei maximalen Details liefert die preisintensive GeForce™ GTX™ 1080 Ti.
  • Auch die Radeon™ R9 Fury aus der AMD-Familie ermöglicht Ihnen das 4K-Gaming. Doch auch bei diesem Modell müssen Sie geringe Leistungseinbußen in Kauf nehmen. Wer keine Kompromisse eingehen möchte, ist mit der Radeon™ RX Vega 64 bestens beraten.
Welche Grafikkarte für WQHD?

Um in WQHD-Auflösung flüssig zocken zu können, benötigen Sie eine leistungsfähige Grafikkarte für mindestens 300 Euro. Generell gilt allerdings: Je höher Ihre Ansprüche an die Grafikqualität, desto höher sind auch die Anschaffungskosten.

  • Die RTX™ 5600 XT sowie die RTX™ 2060 überschreiten die 60 Bilder-pro-Sekunde-Grenze. Somit sind die Grafikkarten gewissermaßen WQHD-tauglich. Sie sollten jedoch beachten, dass der Videospeicher beider Modelle auf 6 GB begrenzt ist.
  • Für Gaming in WQHD-Qualität bieten sich die RX 5700 (AMD) sowie die RTX™ 2060 Super™ (NVIDIA®) an. Bezüglich der Spieleleistung liegen beide Karten nahezu gleich auf. Die GPU von AMD stellt in ihrem Preissegment mit Abstand das beste Preis-Leistungsverhältnis zur Verfügung.
  • Wer bis zu 350 Euro ausgeben möchte, greift zur XFX Radeon™ RX 5700. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen einer hohen Bildwiederholrate oder einer Grafik in WQHD-Auflösung. Ausgewählte Spiele wie Call of Duty: Modern Warfare, Battlefield V oder Shadow of the Tomb Raider können Sie mit der Grafikkarte in WQHD bei voller Grafikpracht zocken.
  • Im Gegensatz zur RX 5700 bietet die PowerColor Radeon™ RX 5700 XT 12 Prozent mehr Leistung. Für all diejenigen, die noch tiefer in die Tasche greifen möchten, eignet sich die RTX™ 2070 Super™. Diese rechnet nochmals circa fünf Prozent schneller als die RX 5700 XT.
Welche Grafikkarten unterstützen Raytracing?

Grafikkarten, die Raytracing hardwareseitig unterstützen, sind bisher nur bei NVIDIA® und der RTX™-Serie zu finden.

Raytracing-fähige GPUs:

  • RTX™ 2060
  • RTX™ 2060 Super™
  • RTX™ 2070
  • RTX™ 2070 Super™
  • RTX™ 2080
  • RTX™ 2080 Super™

Ältere Grafikkarten von NVIDIA® mit der Turing-Architektur sind zwar in der Theorie Raytracing-fähig, doch aufgrund fehlender Tensor- und Raytracing-Kerne sowie zu kleiner Videospeicher kann ein Echtzeit-Raytracing nicht umgesetzt werden.

Ab welcher Grafikkarte ist VR möglich?

VR (Virtual Reality) stellt hohe Anforderungen an eine Grafikkarte. Diese Karten eignen sich für das VR-Erlebnis:

  • VR-Einstieg - GTX™ 1660 Ti und Super™ sowie RX 5500/5600
  • VR-Mittelklasse - RTX™ 2060 und 2070 Super™ sowie AMD RX 5700 (XT)
  • VR-Oberklasse - RTX™ 2080 Super™ und 2080 Ti

Nachfolgend ein paar Beispiele:

  • Oculus Rift: Für die High-End-VR-Brille reicht bereits eine NVIDIA® GTX™ 960 oder die AMD Radeon™ RX 470 aus. Doch auch ältere Grafikkarten-Modelle wie die NVIDIA® GTX™ 1050 Ti können an dieser Stelle mithalten. Die Karte muss über einen HDMI-1.3-Ausgang verfügen.
  • HTC Vive: Hierfür brauchen Sie mindestens die AMD Radeon™ R9 290 oder die NVIDIA® GTX™ 970. Die Grafikkarte muss den neueren HDMI-1.4-Standard oder DisplayPort 1.2 unterstützen.
  • HTC Vive Pro: Die verbesserte VR-Brille stellt trotz einer höheren Auflösung keine höheren Mindestanforderungen an eine Grafikkarte. Für ein optimales Erlebnis bieten sich die NVIDIA® GTX™ 1070 oder AMD Radeon™ Vega 56 an. Es müssen ein DisplayPort-1.2-Anschluss an der Grafikkarte und eine USB-3.0-Buchse vorhanden sein.
Mit welcher Grafikkarte kann ich GTA 5 spielen?

Die Top-4-Modelle:

Grafikkarte Erscheinungsjahr
NVIDIA® GeForce™ GTX™ 1070 (8 GB) 2016
NVIDIA® GeForce™ GTX™ 980 Ti (6 GB) 2015
AMD Radeon™ R9 Nano (4 GB) 2015
AMD Radeon™ R9 Fury X (4 GB) 2015
Mit welcher Grafikkarte kann ich Fortnite spielen?

Um Fortnite weiterhin spielen zu können, muss Ihre Grafikkarte mit DirectX® 11 kompatibel sein.

  • Bei Grafikkarten von NVIDIA® unterstützen alle Desktop-Modelle ab der Version GeForce™ GT 430 die DirectX®-Version 11.1. Vorherige Modelle können das Spiel nicht mehr ausführen.
  • Bei AMD-Grafikkarten sind es die Desktop-Ausführungen ab der Radeon™ HD 5450, die mit einer DirectX®-Version 11 ausgestattet sind. Mit älteren Karten können Sie Fortnite nicht mehr spielen.

Top-Produkte

Welche Grafikkarte ist die Beste?

Die Grafikkarte ist und bleibt die wichtigste Hardware-Komponente - vor allem in einem Gaming-PC. Wenn Sie AAA-Titel zocken möchten, kommen Sie um den Kauf einer leistungsstarken Karte nicht umhin, da Onboard-Grafikkarten viel zu langsam sind. Die Modelle der Hersteller AMD und NVIDIA® sind unter den Namen Radeon™ sowie GeForce™ bekannt. Auf die Frage, welche Grafikkarte die Beste sei, gibt es keine allgemein gültige Antwort. Schließlich hängt dies auch von Ihren Ansprüche sowie der geplanten Anwendung ab. In unserem Grafikkarten-Ranking finden Sie heraus, welches Modell am besten zu Ihnen passt.

AMD oder NVIDIA® Grafikkarte: Was ist besser?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Sowohl AMD als auch NVIDIA® gehören zu den erfolgreichsten Herstellern von Grafikkarten weltweit. Aus diesem Grund ist die Entscheidung für einen der beiden Anbieter eher eine Frage des Geschmacks. Allerdings lässt sich durchweg feststellen, dass AMD das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Wer jedoch partout keine Seite wählen kann, sollte einen Blick auf unser Grafikkarten-Ranking werfen und die Hersteller nach ihren gebotenen Leistungen beurteilen.

Tipps & Tricks

Wie finde ich heraus, welche Grafikkarte ich habe?

Über den Geräte-Manager

  1. Öffnen Sie den Explorer und gehen Sie auf "Dieser PC".
  2. Klicken Sie auf den Reiter "Computer" und wählen Sie den Punkt "Systemeigenschaften" aus.
  3. Gehen Sie links auf "Gerätemanager".
  4. Suchen Sie nach "Grafikkarte" und öffnen Sie den Reiter mit einem Klick auf den kleinen Pfeil links daneben. Daraufhin wird der Name der Grafikkarte angezeigt.
  5. Mit einem Doppelklick auf den Namen erhalten Sie weitere Informationen über die Karte.

Über DxDiag

  1. Klicken Sie auf die "Start-Taste" oder das "Windows®-Symbol". Geben Sie in das Suchfeld "DxDiag" ein.
  2. Die Eingabe mit Enter bestätigen.
  3. Sie gelangen ins DirectX®-Diagnoseprogramm. Wählen Sie oben den Reiter "Anzeige" aus.
  4. Neben dem Punkt "Name" sehen Sie die vollständige Bezeichnung der Grafikkarte. Zudem finden Sie zusätzliche Informationen bezüglich Ihrer Grafikkarte.
Wie baue ich meine Grafikkarte ein beziehungsweise aus?
  1. Nehmen Sie den Rechner vom Strom und stellen Sie das Netzteil aus! Drücken Sie die Power-Taste, um Reststrom entweichen zu lassen.
  2. Um Schäden am PC zu vermeiden, erden Sie sich beispielsweise am Metallgehäuse des PCs.
  3. Schrauben Sie nun Ihren Computer auf und entfernen Sie die Abdeckung für die PCI-Anschlüsse an der PC-Außenseite. Bauen Sie alle Hardware-Komponenten aus, die beim Einsetzen oder Herausnehmen der Grafikkarten stören könnten.
  4. Variante 1: Lösen Sie nun die Grafikkarte vorsichtig heraus. Sie sollten dabei mit keinem anderen Bauteil in Berührung kommen.
    Variante 2: Setzen Sie die Grafikkarte ein. Wenn sie richtig eingesetzt wurde, sollten Sie nun ein leichtes Klicken spüren/hören.
  5. Schließen Sie die Stromanschlüsse des Netzteils an die Grafikkarte an. Falls Sie auch andere Kabel gelöst haben, stecken Sie diese wieder an.
  6. PC wieder schließen und die PCI-Abdeckung fixieren.
  7. Monitor anschließen und den Computer hochfahren. Nach Installation der Treiber sollte alles einwandfrei funktionieren.
Was gilt beim Wechsel von Grafikkarten von verschiedenen Herstellern zu beachten?

Wenn Sie Ihre Grafikkarte austauschen und dazu noch einen Herstellerwechsel in Betracht ziehen, müssen Sie ein paar Schritte beachten. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Sichern Sie vorsichtshalber Ihre Daten in einem Back-up.
  2. Deinstallieren Sie den alten GPU-Treiber.
  3. Nutzen Sie dafür einen Cleaner, der alle Daten restlos entfernt. Einen solchen bietet chip.de mit dem Display Driver Uninstaller an.
  4. Starten Sie das Programm und wählen Sie die Option Deinstallation mit anschließendem Shutdown, um die Daten zu entfernen und eine neue Grafikkarte zu installieren.
  5. Nehmen Sie den heruntergefahrenen Rechner vom Strom, erden Sie sich und beginnen Sie mit dem Aus- und Einbau der Grafikkarten.
  6. Ist alles ordnungsgemäß eingebaut, starten Sie den Rechner und installieren Sie die neuesten Treiber.
Wie aktiviere ich meine Grafikkarte?

Einer Anwendung zuweisen:

  1. Öffnen Sie unter Windows die "Systemsteuerung" und wählen Sie "Darstellung und Anpassung", weiter zu "Anzeige" und "Bildschirmauflösung".
  2. Klicken Sie hier auf die Option "Erweiterte Einstellungen". Hier können Sie die Eigenschaften Ihrer aktuellen Grafikkarte einsehen. Falls Sie nun eine Intel®-HD-Grafik und nicht Ihre Grafikarte sehen, muss diese erst im Bios aktiviert werden. (Anleitung siehe unten)
  3. Wenn Sie Ihre Grafikkarte sehen, müssen Sie diese einer Anwendung zuweisen. Klicken Sie dafür per Rechtsklick auf das Icon einer Anwendung und wählen Sie unter "Mit Grafikprozessor ausführen" den "NVIDIA® Hochleistungsprozessor" aus.
  4. Falls Sie die Anwendung jedes Mal mit der Grafikkarte auswählen möchten, richten Sie das unter "Standardmäßigen Grafikprozessor auswählen" ein.

Im BIOS aktivieren:

Ihr Betriebssystem greift nicht auf die Grafikkarte zu? Dann müssen Sie Ihren PC neustarten und das Bios öffnen. Je nach Hersteller ist es [F2], [F5] oder [F12].

  1. Suchen Sie die Einstellungen Ihrer Systemgrafik.
  2. Innerhalb der Anpassungsmöglichkeiten finden Sie eine Option, die Karte zu aktivieren. Wählen Sie dafür den entsprechenden PCI- oder PCIe-Anschluss aus.
  3. Einstellungen speichern und das Bios verlassen.
  4. Zum Schluss können Sie die in Absatz 1 beschriebenen Schritte erneut ausführen.
Wie kann ich den Grafiktreiber aktualisieren?

Ihre Grafikkarte können Sie zwar auch über Windows aktualisieren, doch stellen die jeweiligen Hersteller extra Anwendungen für Updates zu Verfügung, mit denen Sie spielend leicht ein solches vornehmen. Im Falle von AMD ist das die Adrenalin Edition und bei NVIDIA® GeForce® Experience.

Wer dennoch händisch das neueste Update heraussuchen möchte, wendet sich an die jeweiligen Support-Seiten der Hersteller:

AMD Support

NVIDIA® Support

Wie prüfe ich, ob die Grafikkarte überlastet ist?
  1. Drücken Sie die Tastenkombination [STRG]+[ALT]+[ENTF] und klicken Sie auf den Task-Manager.
  2. Wählen Sie unten links "Mehr Details" und dann den Reiter "Leistung" aus. Über GPU 0 können Sie sich die Auslastung des ersten Grafikprozessors Ihrer Grafikkarte ansehen. Falls Ihre Grafikkarte über mehrere GPUs verfügt, finden Sie deren Beanspruchung über GPU 1, GPU 2 usw.
  3. Starten Sie ein Programm, das Ihre Grafikkarte stark beansprucht und beobachten Sie die Anzeige. Wenn der Graph mehrfach die 80-Prozent-Marke überschreitet oder sogar die 100 Prozent erreicht, haben Sie die Leistungsschwachstelle Ihres Systems gefunden.
Leistet eine vertikal eingebaute Grafikkarte wirklich weniger?

Es kursieren Gerüchte, dass eine vertikal verbaute Grafikkarte langsamer laufen würde als eine horizontale. Da sie näher am Seitenfenster montiert ist, können die Lüfter angeblich weniger Luft ziehen, um die Grafikkarte ausreichend zu kühlen. Erreicht die Karte eine bestimmte Temperatur, die je nach Hersteller unterschiedlich ist, drosselt sie sich allerdings von selbst. Tests haben gezeigt, dass die Temperaturentwicklung sowohl bei horizontal als auch vertikal eingesetzten Grafikkarten keine erwähnenswerten Ausschläge ergaben. Auch Leistungseinbußen konnten bei der vertikalen Variante nicht festgestellt werden. Die Kühlung ist jedoch maßgeblich für eine konstante Leistung. Wenn Sie für genügend Luftzirkulation im Tower sorgen, steht einer vertikal montierten Grafikkarte nichts im Weg.

Fehlerbehebung

Grafikkarte: Wie behebe ich den Fehler Code 43?

Im Geräte-Manager wird Ihnen der Fehler Code 43 angezeigt. Das könnte bedeuten, dass ein angeschlossenes Gerät Probleme verursacht hat und deshalb von Windows gestoppt wurde. Da die Fehlermeldung recht allgemein ist, gibt es keine eindeutige Ursache. Es gibt verschiedene Wege, um den Fehler zu beheben:

  1. So banal es klingt: Ein Neustart des Rechners trägt manchmal schon zur Lösung des Problems bei.
  2. Falls Sie erst neulich einen neuen Hardwaretreiber installiert haben, sollten Sie testweise zur vorherigen Treiberversion zurückkehren. Klicken Sie dazu im Gerätemanager per Doppelklick auf Ihre Grafikkarte. Wechseln Sie zum Reiter "Treiber", wählen Sie "Vorheriger Treiber" und bestätigen Sie mit "Ja".
  3. Überprüfen Sie, ob Windows-Updates bereitstehen, die installiert werden können.
  4. Existiert ein Wiederherstellungspunkt, der noch vor dem Auftreten des Fehlers erstellt wurde, können Sie Ihr System so auf einen früheren Zeitpunkt zurücksetzen.
  5. Der Fehler 43 kann auch auf einen Defekt der Grafikkarte hinweisen. Überprüfen Sie deren Funktionalität in einem anderen PC. Gibt es auf dem Gerät auch Probleme, sollte Sie eine neue Grafikkarte einbauen.
Grafikkarte: Wie behebe ich den Fehler Code 10?

Code 10 bedeutet im Windows-Gerätemanager, dass das Gerät oder die Hardware nicht erkannt wird und nicht darauf zugegriffen werden kann. In der Regel folgt die Information, dass das Gerät nicht startet. So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie den Gerätemanager.
  2. Suchen Sie nach dem Gerät, das nicht erkannt wird. Sie erkennen es an einem gelben Ausrufungszeichen.
  3. Doppelklick auf den Eintrag. Im Reiter "Allgemein" finden Sie den Button "Problembehandlung". Wählen Sie diesen aus.
  4. Es hat nicht funktioniert? Dann wechseln Sie in den Reiter "Treiber" und klicken Sie auf "Treiber aktualisieren".
  5. Wenn auch diese Option scheitert, öffnen Sie die Webseite des jeweiligen Hardware-Herstellers und laden Sie dort den richtigen Treiber herunter. Anschließend in Windows installieren.
  6. Schlimmstenfalls ist die Hardware tatsächlich defekt. Das können Sie überprüfen, indem Sie sie an einem anderen PC testen.
Warum wird meine Grafikkarte heiß?

Wenn Ihre Grafikkarte zu heiß wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Ob Probleme mit den Lüftern, Staub, Schmutz oder eine nicht korrekte Bauteil-Verbindung - so lösen Sie das Problem:

  • Überprüfen Sie, ob die Kühler der Grafikkarte sowie alle weiteren PC-Lüfter und -Kühler einwandfrei funktionieren. Stellen Sie einen Defekt fest, sollten Sie die jeweiligen Bauteile reparieren oder ersetzen.
  • Reinigen Sie das Innere Ihres Computers mithilfe eines Staubsaugers oder eines Druckluft-Sprays. So befreien Sie alle Komponenten von lästigem Staub. Falls auch das nicht hilft, können ein durchdachtes Kabelmanagement oder weitere Lüfter helfen.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Bauteile Ihres Rechners ordnungsgemäß miteinander verbunden wurden.
  • Ein weiterer Grund für eine Überhitzung kann sein, dass die Grafikkarte regelmäßig an ihre Leistungsgrenze gelangt. In diesem Fall sollten Sie die Grafikeinstellungen in Spielen oder Programmen etwas herunterschrauben.
Warum wird meine Grafikkarte nicht erkannt?

Es gibt verschiedene Fehlerquellen. Dies sind einige davon:

  • Auf dem Monitor ist kein Bild zu sehen: Dieser Fehler kommt nur sehr selten vor. Falls das passiert, ist entweder das Kabel, der Monitor oder die Grafikkarte selbst defekt. Eine weitere Ursache: Ihr PC ist mit einer Onboard-Grafikkarte ausgestattet. Dann prüfen Sie, ob das Monitorkabel noch in diesem Anschluss steckt.
  • Der Treiber funktioniert nicht: Führen Sie eine Treiberaktualisierung durch. Starten Sie dafür den Geräte-Manager und klicken Sie auf "Grafikkarte". Mit einem Rechtsklick auf die Grafikkarte öffnet sich ein Kontextmenü. Dort wählen Sie "Treiber aktualisieren" aus.
  • Eine zweite Grafikkarte ist installiert: Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber dennoch möglich. Also muss eine Karte beziehungsweise ein Grafikkartentreiber deinstalliert werden. Wenn im Gerätemanager unter "Grafikkarte" zwei Einträge auftauchen, identifizieren Sie zunächst die falsche Karte. Per Rechtsklick gehen Sie nun auf "Deinstallieren" und starten Windows neu.
Wie mache ich meine Grafikkarte leiser?

Staub, der sich im Lamellenraster des Grafikkartenkühlers absetzt, beeinträchtigt dessen Leistung. Bauen Sie deshalb die Grafikkarte aus und pusten Sie kräftig hindurch. Ein Druckluftgebläse eignet sich in diesem Fall bestens. So wird Dreck jeglicher Art entfernt. Passen Sie jedoch auf, dass die Grafikkarte dabei keinen Schaden nimmt.

Wer nervige Dauergeräusche loswerden möchte, kann außerdem die Drehzahl des Lüfters oder den Takt des Grafikkartenchips verändern. An dieser Stelle bietet sich das Tool MSI Afterburner an.

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