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Wichtige Fragen & Antworten
HDD ist ein Akronym und steht für die englische Bezeichnung "Hard Disk Drive". Im deutschsprachigen Raum wird häufig der Begriff Festplatte synonym verwendet.
HDD-Festplatten basieren auf einem magnetischen Speichersystem. Dabei wird die Oberfläche von rotierenden Scheiben mit Daten beschrieben. Beim Schreibvorgang wird diese Oberfläche dauerhaft magnetisiert und auf diese Weise mit Informationen versehen. Beim Lesevorgang macht ein Sensor, der die Magnetisierung abtastet, die Daten wieder lesbar.
Typischerweise werden HDDs in einer Größe von 2,5 oder 3,5 Zoll gefertigt. Während die 2,5-Zoll-Modelle vor allem in Laptops genutzt werden, sind 3,5-Zoll-Festplatten eher in Desktop-Systemen anzutreffen. Als externe Datenträger sind HDDs aufgrund des günstigen Preises noch immer beliebt.
Eine HDD-Festplatte setzt sich aus Magnetscheiben zusammen, auf denen in unterschiedlichen Abschnitten Informationen gespeichert werden. Beim Schreiben und Lesen der Daten wird ein Kopfarm über die Magnetscheiben bewegt und findet das Gesuchte. Dabei drehen sich die Scheiben, was den Vorgang erheblich beschleunigt. Dank eines Indexsystems findet der Kopfarm die angefragten Daten. Weil sie über die gesamte Festplatte verteilt sind, kann eine HDD nicht sequenziell schreiben.
Auf Festplatten gespeicherte Informationen sind in Blöcken mit einer Größe von 512 Byte oder 4096 Byte zusammengefasst. Wie groß die Gesamtkapazität des Festplattenspeichers einer HDD ist, ergibt sich aus der Gesamtzahl der Blöcke, multipliziert mit der Größe eines einzelnen Blocks.
Die Mechanik aus Magnetscheiben und Kopfarm innerhalb einer HDD ist empfindlich. Deshalb schützt in der Regel ein stabiles Stahlgehäuse das Innenleben der Festplatte.
Die beiden Festplattentypen unterscheiden sich auf beinahe allen Ebenen: Während HDDs Daten auf rotierenden Magnetscheiben speichern, legen Solid State Drives Daten auf sogenannten Flash-Speicherchips ab.
Unterschiede zwischen SSD und HDD gibt es nicht nur bei der Datenspeicherung. Auch die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist grundlegend anders, auch wegen des unterschiedlichen physischen Aufbaus der Speicher. SSDs haben erheblich kürzere Zugriffszeiten, sind also schneller als HDDs. Dafür haben die Magnetscheiben-Laufwerke beim Preis die Nase vorn. HDD-Festplatten sind erheblich schwerer als SSDs und in der Regel auch deutlich größer.
Gemeinhin gelten SSDs gegenüber HDDs als die deutlich besseren Festplatten, da sie ihnen in beinahe allen Belangen überlegen sind. Doch es gibt auch Argumente, die für eine HDD-Festplatte sprechen. Am Ende entscheiden die Ansprüche des Nutzers darüber, welcher Speicher die Nase vorn hat.
Vorteile HDD
Vorteile SDD
Beim Kauf einer HDD-Festplatte sollten Sie neben der Größe des Speichers auch auf einige andere Kennzahlen achten. Sie bestimmen die Geschwindigkeit der Lese- und Schreibvorgänge, die Lautstärke oder ob die HDD baulich in Ihren PC bzw. Laptop hineinpasst.
Bauform
HDDs sind in der Regel 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll groß. Es gibt jedoch auch besonders kleine 1,8-Zoll-Festplatten, die in Notebooks und anderen Mobilgeräten verbaut werden.
Speicherplatz
Der Speicherplatz ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf einer HDD. Die meisten Festplatten haben zwischen 250 GB und 16 TB Speicherkapazität.
Umdrehungszahl
Die Rotationsgeschwindigkeit gibt an, wie schnell eine Festplatte arbeitet. Je höher die Zahl der Umdrehungen pro Minute ist, umso schneller ist die HDD. Bei aktuellen Festplatten sind Rotationsgeschwindigkeiten zwischen 5400 und 7200 U/min üblich.
Transferrate
Bei einer HDD entscheidet die Transferrate über die Geschwindigkeit beim Lesen oder Schreiben großer Datenmengen. Sie wird in Megabyte pro Sekunde (MB/s) angegeben.
Zugriffszeit
Die Zugriffszeit einer Festplatte ist ein gemittelter Wert, der angibt, wie schnell die HDD auch weit verstreute Daten liefert. Je geringer die Zugriffszeit in Millisekunden (ms), umso besser.
Größe des Cache
Der Cache ist der Zwischenspeicher der HDD. Je größer er ist, umso geringer wirken sich die Zugriffszeit und die Transferrate negativ auf das System aus. Üblicherweise ist der Zwischenspeicher aktuell 64 und 128 MB groß
Lautstärke
HDDs besitzen sowohl im Leerlauf als auch bei maximalem Zugriff eine gewisse Lautheit. Leise sind Festplatten unter einem Sone. Als laut gelten Festplatten mit mehr als 1,5 Sone.
Preis pro Gigabyte
Der Preis pro Gigabyte ist meist der Faktor, der über einen Kauf entscheidet.
Normalerweise verwenden NAS-Systeme Festplatten im 2,5 Zoll- oder 3,5 Zoll-Format. Wenn Sie Ihren NAS-Server mit HDDs betreiben wollen, sollten Sie auf bestimmte Eigenschaften Wert legen.
Einige HDDs sind speziell für den Dauereinsatz in NAS-Systemen konzipiert und bieten eine höhere Ausfallsicherheit als herkömmliche Modelle. Außerdem sollten Sie auf die Deckelung des nutzbaren Speichers durch Ihren NAS-Server achten. Ein für insgesamt 12 TB ausgelegtes System kann nicht mit 16 TB Speicher betrieben werden. Da NAS-Server im Dauerbetrieb laufen, sollten Sie außerdem auf einen geringen Stromverbrauch Ihrer Festplatten achten.
Wenn Sie sich detailliert mit NAS-Systemen auseinandersetzen möchten, besuchen Sie unsere informative Ratgeberseite zum Thema!
Die Temperaturentwicklung ist, wie bei CPUs, Grafikkarten und anderer Hardware, auch bei Festplatten ein wichtiger Faktor. Die übliche Betriebstemperatur sollte im Bereich zwischen 30 und 45 °C liegen. Fällt die Belastung einmal stärker aus, sind auch Temperaturen um die 55 °C nicht unüblich. Für kurze Zeiträume sind sogar 70 °C oder mehr unbedenklich. Allerdings sollten Sie Ihre Festplatte nicht auf Dauer heißlaufen lassen, da es so zu Fehlern beim Speichern oder schlimmstenfalls zu einem irreparablen Defekt kommen kann.
Mithilfe einer Software, wie beispielsweise HDD Thermometer, messen Sie die Temperatur Ihrer Festplatte. Im Task-Manager von Windows® können Sie die Auslastung Ihrer Festplatte abrufen.
Die Frage nach dem benötigten Speicher hängt vom jeweiligen Nutzerverhalten ab. Ein Gamer braucht für seine Spiele-Bibliothek erheblich mehr Speicherplatz, als es für einen reinen Office-PC nötig ist. Auch ein Multimedia-Rechner sollte ein paar Reserven haben. Noch mehr Speicherplatz beanspruchen Kreative, denn 3D-Animationen, RAW-Daten und Videos in 4K-Auflösung sind in der Regel sehr groß. Die HDD eines Durchschnittsanwenders sollte zwischen der eines Office- und eines Multimedia-PCs angesiedelt sein.
|
Nutzer |
minimaler HDD-Speicher |
empfohlener HDD-Speicher |
|
Office (Textverarbeitung, Excel etc.) |
250 GB |
500 GB |
|
Multimedia (Filme, Musik, Bilder) |
1 TB |
2 TB |
|
Gaming |
2 TB |
4 TB |
|
Kreative (Grafiker, Architekten, Cutter) |
8 TB |
16 TB |
|
Home (von Allem etwas) |
500 GB |
1 TB |
Bei HDD-Festplatten heißt der Schnittstellen-Standard nach wie vor SATA. Der SATA-III-Anschluss einer Festplatte wird direkt mit dem Mainboard verbunden. Der SATA-III-Standard ist für HDDs kein Bottleneck, SSDs erreichen jedoch mit PCIe-Anschluss deutlich bessere Datenraten. Externe HDD-Festplatten funktionieren vor allem über USB-Schnittstellen.
Die HDD-Technologie wird stetig weiterentwickelt. Dass die magnetischen Speicherlaufwerke allerdings an die Leistungsobergrenze der SATA-III-Schnittstelle klopfen, ist momentan nicht abzusehen. Auch deshalb ist NVMe für HDDs noch Zukunftsmusik. Trotzdem gibt es vereinzelte Bestrebungen, auch NVME-fähige HDDs mit PCIe-Schnittstelle zu entwickeln und so die CPU-Konnektivität zu verbessern.
Normalerweise haben HDD-Festplatten Schreibgeschwindigkeiten zwischen 100 und 200 MB/s. Die Lesegeschwindigkeiten weichen in der Regel geringfügig von diesen Werten ab. Zum Vergleich: SSDs weisen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zwischen 300 MB/s und 3 GB/s auf und sind damit deutlich schneller als HDDs.
Sie haben mehrere Möglichkeiten, um herauszufinden, ob in Ihrem PC eine HDD verbaut ist. Dazu nutzen Sie entweder einen Windows®-Befehl oder eine geeignete Drittanbieter-Software.
Möglichkeit 1: Windows-Befehl
Möglichkeit 2: Software
Die unterschiedlichen Eigenschaften von SSDs und HDDs bedingen, dass sich die Festplattentypen zum Speichern unterschiedlicher Daten eignen. Beim Betriebssystem, bei Programmen und Spielen kommt es darauf an, dass alle Daten schnellstmöglich verfügbar sind. Deshalb eignet sich zum Booten von OS und Anwendungen eine SSD-Festplatte. Da der Preis pro Gigabyte bei einer HDD-Festplatte allerdings um ein Vielfaches geringer ist, sollten Sie große Datenmengen wie etwa Musik, Bilder und Filme dort speichern. Außerdem können Ihre Daten, sollte es zu einem Schreib- oder Hardwarefehler kommen, von einer HDD gerettet werden. Bei einer SSD geht das in einem solchen Fall nicht.
Das speichern Sie besser auf einer SSD
Dafür ist eine HDD ideal
Keine Sorge! Um eine neue Festplatte zu installieren, benötigen Sie kein großes handwerkliches Geschick. Solange Sie auf den richtigen Formfaktor achten, kann beim Einbau nur wenig schief gehen. Während in Desktop-PCs häufig Festplatten im 3,5-Zoll-Format eingebaut werden, kommen in Notebooks vor allem HDDs und SSDs mit 2,5 Zoll zum Einsatz. Dabei ist der gängige Anschluss bei HDDs SATA. Auch viele SSDs setzen noch auf diese Schnittstelle, während die besseren Modelle mit M.2- oder PCIe-Anschluss ausgestattet sind.
Wir erklären Ihnen schnell und übersichtlich, wie Sie Ihre neue Festplatte einbauen und installieren können.
Einbau:
Installation:
Quelle:
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Um Ihre zweite Festplatte zu aktivieren, befolgen Sie einfach unsere Anleitung zur Festplatteninitialisierung.
Um eine neue Festplatte einzurichten, befolgen Sie einfach unsere Anleitung zur Festplatteninitialisierung.
Unterschiedliche Faktoren nehmen Einfluss auf die Lebensdauer Ihrer Festplatte. Fest verbaute, interne HDDs besitzen eine Lebensdauer von bis zu 10 Jahren und mehr. Auch externe Festplatten können eine solche Lebensdauer haben. Da sie jedoch in der Regel einem höheren Risiko für Erschütterungen oder Feuchtigkeit ausgesetzt sind, erreichen sie in der Praxis nicht immer ein solches Alter. Für alle HDDs gilt: Zu viel Hitze und eine schlechte Luftzirkulation innerhalb des PC-Gehäuses senken die Lebensdauer einer Festplatte. Fatal ist die Berührung einer HDD mit Magneten.
Um auf Nummer sicher zu gehen, führen Sie regelmäßig Back-ups durch. Dazu können Sie entweder auf andere physische Datenträger oder auf den Online-Speicherplatz einer Cloud zurückgreifen.
Wenn eine Festplatte defekt ist, sind häufig viele Dokumente, Bilder, Spielstände und Videos für immer verloren. Dass eine Festplatte ausfällt, ist immer ärgerlich, aber es kann passieren. Egal wie neu oder wie gut ein Speicherlaufwerk ist: eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Doch häufig sind Defekte vorhersehbar. Laut Google kann mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei Dritteln ein Ausfall innerhalb der nächsten drei Monate vorhergesagt werden. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre HDD am besten testen können.
Um zu erkennen, ob Ihre HDD anfällig für einen Defekt ist, sollten Sie eine S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) einsetzen - ein System zur Selbstüberwachung, Analyse und Statusmeldung von Festplattenlaufwerken. Ein beliebtes und kostenloses Tool ist die Software HDD Health.
HDD Health gibt Ihnen die S.M.A.R.T.-Attribute übersichtlich als Prozentwerte aus. Zudem ist in das Interface eine Temperaturanzeige integriert. Auf diese Weise haben Sie jederzeit Zugriff auf die wichtigsten Betriebsparameter Ihrer HDD. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Warnungen als akustisches Signal, Popup- oder E-Mail-Benachrichtigung einzustellen. Mit HDD Health sollte Ihnen also kein kritischer Wert entgehen.
Bei dem Verdacht auf defekte Hardware kann in der Regel nur ein Ausschlussverfahren helfen, um den "Übeltäter" zu ermitteln. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Am besten versuchen Sie durch regelmäßige Kontrollen einen Defekt vorherzusehen. Häufig gibt es eindeutige Warnzeichen für ein bevorstehendes Ableben der Festplatte. Dazu gehören:
Wie Sie sich am besten präventiv auf Probleme mit Ihrer HDD vorbereiten können, erfahren Sie im Abschnitt "Wie kann ich meine HDD testen?".
Eine Festplatte, die vom PC nicht erkannt wird kann einem den letzten Nerv rauben. Umso mehr, wenn wichtige Daten auf dem Laufwerk liegen. Im Zweifel hilft der Gang zum Experten. Trotzdem geben wir Ihnen ein paar Tipps an die Hand, mit denen Sie bestimmte Fehlerquellen selbst ausschließen können.
Um Ihre HDD komplett zu löschen, reicht es nicht aus, diese mit der Standardfunktion von Windows® zu formatieren. Damit Ihre Daten wirklich unwiderruflich von der Festplatte verschwinden, müssen Sie zu anderen Mitteln greifen. Verschiedene Tools ermöglichen das zum Glück recht schnell und einfach. Um auf Nummer sicher zu gehen, bedarf es etwas mehr Zeit.
Das Programm CCleaner ist eine einfache und kostenlose Möglichkeit, um sämtliche Daten von einer HDD zu löschen. Gehen Sie nach der Installation des Programms wie folgt vor:
Um eine Festplatte unter einem aktiven Windows®-System restlos zu löschen, müssen Sie zu einem etwas umständlicheren Tool greifen: DBAN - die kostenlose Open-Source-Software zum Löschen von Daten. Hierfür brauchen Sie zusätzlich einen bootfähigen portablen Datenträger, beispielsweise einen mit dem kostenlosen Tool Rufus modifizierten USB-Stick.
Unter Windows® 8 und 10 können Sie Ihre HDD problemlos defragmentieren, denn ein entsprechendes Tool ist vorhanden. Wir führen Sie Schritt für Schritt zur aufgeräumten Festplatte:
Windows® 10 bietet Ihnen auch einen kürzeren Weg. Dafür müssen Sie in der Suchzeile lediglich "Defragmentierung" eingeben und schon gelangen Sie zur Anwendung.
Um Ihre Festplatte zu partitionieren, gehen Sie wie folgt vor:
Das Klonen Ihrer HDD-Festplatte auf eine SSD ist recht einfach. Laden Sie zu diesem Zweck zunächst ein kostenloses Programm wie Acronis True Image herunter und installieren Sie dieses. In wenigen Schritten können Sie nun Ihre Festplatte auf eine SSD klonen: