FAQ: HDD

Wichtige Fragen & Antworten

Allgemein

Was ist eine HDD?

HDD ist ein Akronym und steht für die englische Bezeichnung "Hard Disk Drive". Im deutschsprachigen Raum wird häufig der Begriff Festplatte synonym verwendet.

HDD-Festplatten basieren auf einem magnetischen Speichersystem. Dabei wird die Oberfläche von rotierenden Scheiben mit Daten beschrieben. Beim Schreibvorgang wird diese Oberfläche dauerhaft magnetisiert und auf diese Weise mit Informationen versehen. Beim Lesevorgang macht ein Sensor, der die Magnetisierung abtastet, die Daten wieder lesbar.

Typischerweise werden HDDs in einer Größe von 2,5 oder 3,5 Zoll gefertigt. Während die 2,5-Zoll-Modelle vor allem in Laptops genutzt werden, sind 3,5-Zoll-Festplatten eher in Desktop-Systemen anzutreffen. Als externe Datenträger sind HDDs aufgrund des günstigen Preises noch immer beliebt.

Wie funktioniert eine HDD-Festplatte?

Eine HDD-Festplatte setzt sich aus Magnetscheiben zusammen, auf denen in unterschiedlichen Abschnitten Informationen gespeichert werden. Beim Schreiben und Lesen der Daten wird ein Kopfarm über die Magnetscheiben bewegt und findet das Gesuchte. Dabei drehen sich die Scheiben, was den Vorgang erheblich beschleunigt. Dank eines Indexsystems findet der Kopfarm die angefragten Daten. Weil sie über die gesamte Festplatte verteilt sind, kann eine HDD nicht sequenziell schreiben.

Auf Festplatten gespeicherte Informationen sind in Blöcken mit einer Größe von 512 Byte oder 4096 Byte zusammengefasst. Wie groß die Gesamtkapazität des Festplattenspeichers einer HDD ist, ergibt sich aus der Gesamtzahl der Blöcke, multipliziert mit der Größe eines einzelnen Blocks.

Die Mechanik aus Magnetscheiben und Kopfarm innerhalb einer HDD ist empfindlich. Deshalb schützt in der Regel ein stabiles Stahlgehäuse das Innenleben der Festplatte.

Was ist der Unterschied zwischen SSD und HDD?

Die beiden Festplattentypen unterscheiden sich auf beinahe allen Ebenen: Während HDDs Daten auf rotierenden Magnetscheiben speichern, legen Solid State Drives Daten auf sogenannten Flash-Speicherchips ab.

Unterschiede zwischen SSD und HDD gibt es nicht nur bei der Datenspeicherung. Auch die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist grundlegend anders, auch wegen des unterschiedlichen physischen Aufbaus der Speicher. SSDs haben erheblich kürzere Zugriffszeiten, sind also schneller als HDDs. Dafür haben die Magnetscheiben-Laufwerke beim Preis die Nase vorn. HDD-Festplatten sind erheblich schwerer als SSDs und in der Regel auch deutlich größer.

Was ist besser: SSD oder HDD?

Gemeinhin gelten SSDs gegenüber HDDs als die deutlich besseren Festplatten, da sie ihnen in beinahe allen Belangen überlegen sind. Doch es gibt auch Argumente, die für eine HDD-Festplatte sprechen. Am Ende entscheiden die Ansprüche des Nutzers darüber, welcher Speicher die Nase vorn hat.

Vorteile HDD

  • bewährte Festplatten-Technologie
  • preiswert
  • riesige Speicherkapazität (16 TB)
  • perfekt für Server, NAS-Laufwerke oder Back-ups
  • beliebig häufiges Beschreiben, Löschen und Formatieren
  • Datenrettung bei Schreib- oder Hardwarefehlern

Vorteile SDD

  • relativ neue Technologie mit Entwicklungspotenzial
  • schnelle Zugriffszeiten
  • widerstandsfähig gegenüber Erschütterungen
  • leicht
  • geräuschloser Betrieb
  • geringer Energieverbrauch
Was ist bei einer Festplatte wichtig?

Beim Kauf einer HDD-Festplatte sollten Sie neben der Größe des Speichers auch auf einige andere Kennzahlen achten. Sie bestimmen die Geschwindigkeit der Lese- und Schreibvorgänge, die Lautstärke oder ob die HDD baulich in Ihren PC bzw. Laptop hineinpasst.

Bauform

HDDs sind in der Regel 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll groß. Es gibt jedoch auch besonders kleine 1,8-Zoll-Festplatten, die in Notebooks und anderen Mobilgeräten verbaut werden.

Speicherplatz

Der Speicherplatz ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf einer HDD. Die meisten Festplatten haben zwischen 250 GB und 16 TB Speicherkapazität.

Umdrehungszahl

Die Rotationsgeschwindigkeit gibt an, wie schnell eine Festplatte arbeitet. Je höher die Zahl der Umdrehungen pro Minute ist, umso schneller ist die HDD. Bei aktuellen Festplatten sind Rotationsgeschwindigkeiten zwischen 5400 und 7200 U/min üblich.

Transferrate

Bei einer HDD entscheidet die Transferrate über die Geschwindigkeit beim Lesen oder Schreiben großer Datenmengen. Sie wird in Megabyte pro Sekunde (MB/s) angegeben.

Zugriffszeit

Die Zugriffszeit einer Festplatte ist ein gemittelter Wert, der angibt, wie schnell die HDD auch weit verstreute Daten liefert. Je geringer die Zugriffszeit in Millisekunden (ms), umso besser.

Größe des Cache

Der Cache ist der Zwischenspeicher der HDD. Je größer er ist, umso geringer wirken sich die Zugriffszeit und die Transferrate negativ auf das System aus. Üblicherweise ist der Zwischenspeicher aktuell 64 und 128 MB groß

Lautstärke

HDDs besitzen sowohl im Leerlauf als auch bei maximalem Zugriff eine gewisse Lautheit. Leise sind Festplatten unter einem Sone. Als laut gelten Festplatten mit mehr als 1,5 Sone.

Preis pro Gigabyte

Der Preis pro Gigabyte ist meist der Faktor, der über einen Kauf entscheidet.

Welche Festplatte eignet sich für NAS?

Normalerweise verwenden NAS-Systeme Festplatten im 2,5 Zoll- oder 3,5 Zoll-Format. Wenn Sie Ihren NAS-Server mit HDDs betreiben wollen, sollten Sie auf bestimmte Eigenschaften Wert legen.

Einige HDDs sind speziell für den Dauereinsatz in NAS-Systemen konzipiert und bieten eine höhere Ausfallsicherheit als herkömmliche Modelle. Außerdem sollten Sie auf die Deckelung des nutzbaren Speichers durch Ihren NAS-Server achten. Ein für insgesamt 12 TB ausgelegtes System kann nicht mit 16 TB Speicher betrieben werden. Da NAS-Server im Dauerbetrieb laufen, sollten Sie außerdem auf einen geringen Stromverbrauch Ihrer Festplatten achten.

Wenn Sie sich detailliert mit NAS-Systemen auseinandersetzen möchten, besuchen Sie unsere informative Ratgeberseite zum Thema!

Nutzung

Wie warm darf eine HDD werden?

Die Temperaturentwicklung ist, wie bei CPUs, Grafikkarten und anderer Hardware, auch bei Festplatten ein wichtiger Faktor. Die übliche Betriebstemperatur sollte im Bereich zwischen 30 und 45 °C liegen. Fällt die Belastung einmal stärker aus, sind auch Temperaturen um die 55 °C nicht unüblich. Für kurze Zeiträume sind sogar 70 °C oder mehr unbedenklich. Allerdings sollten Sie Ihre Festplatte nicht auf Dauer heißlaufen lassen, da es so zu Fehlern beim Speichern oder schlimmstenfalls zu einem irreparablen Defekt kommen kann.

Mithilfe einer Software, wie beispielsweise HDD Thermometer, messen Sie die Temperatur Ihrer Festplatte. Im Task-Manager von Windows® können Sie die Auslastung Ihrer Festplatte abrufen.

Wie viele Gigabyte brauche ich bei einer HDD?

Die Frage nach dem benötigten Speicher hängt vom jeweiligen Nutzerverhalten ab. Ein Gamer braucht für seine Spiele-Bibliothek erheblich mehr Speicherplatz, als es für einen reinen Office-PC nötig ist. Auch ein Multimedia-Rechner sollte ein paar Reserven haben. Noch mehr Speicherplatz beanspruchen Kreative, denn 3D-Animationen, RAW-Daten und Videos in 4K-Auflösung sind in der Regel sehr groß. Die HDD eines Durchschnittsanwenders sollte zwischen der eines Office- und eines Multimedia-PCs angesiedelt sein.

Nutzer

minimaler HDD-Speicher

empfohlener HDD-Speicher

Office (Textverarbeitung, Excel etc.)

250 GB

500 GB

Multimedia (Filme, Musik, Bilder)

1 TB

2 TB

Gaming

2 TB

4 TB

Kreative (Grafiker, Architekten, Cutter)

8 TB

16 TB

Home (von Allem etwas)

500 GB

1 TB

Welche HDD-Schnittstellen gibt es?

Bei HDD-Festplatten heißt der Schnittstellen-Standard nach wie vor SATA. Der SATA-III-Anschluss einer Festplatte wird direkt mit dem Mainboard verbunden. Der SATA-III-Standard ist für HDDs kein Bottleneck, SSDs erreichen jedoch mit PCIe-Anschluss deutlich bessere Datenraten. Externe HDD-Festplatten funktionieren vor allem über USB-Schnittstellen.

Gibt es auch NVMe für HDD?

Die HDD-Technologie wird stetig weiterentwickelt. Dass die magnetischen Speicherlaufwerke allerdings an die Leistungsobergrenze der SATA-III-Schnittstelle klopfen, ist momentan nicht abzusehen. Auch deshalb ist NVMe für HDDs noch Zukunftsmusik. Trotzdem gibt es vereinzelte Bestrebungen, auch NVME-fähige HDDs mit PCIe-Schnittstelle zu entwickeln und so die CPU-Konnektivität zu verbessern.

Wie schnell ist eine HDD-Festplatte?

Normalerweise haben HDD-Festplatten Schreibgeschwindigkeiten zwischen 100 und 200 MB/s. Die Lesegeschwindigkeiten weichen in der Regel geringfügig von diesen Werten ab. Zum Vergleich: SSDs weisen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten zwischen 300 MB/s und 3 GB/s auf und sind damit deutlich schneller als HDDs.

Wie erkenne ich, ob ich eine HDD habe?

Sie haben mehrere Möglichkeiten, um herauszufinden, ob in Ihrem PC eine HDD verbaut ist. Dazu nutzen Sie entweder einen Windows®-Befehl oder eine geeignete Drittanbieter-Software.

Möglichkeit 1: Windows-Befehl

  1. Durch gleichzeitiges Drücken der Windows®-Taste und R öffnet sich der Befehl "Ausführen".
  2. Geben Sie in das Befehlsfeld "devmgmt.msc" ein und bestätigen Sie im Anschluss die Eingabe mit Enter oder OK.
  3. Unter dem Reiter "Laufwerke" finden Sie die Namen aller angeschlossenen Festplatten.
  4. Indem Sie den Namen über eine Suchmaschine wie Google oder bing nachschlagen, erfahren Sie, ob Ihre Festplatte eine HDD ist.

Möglichkeit 2: Software

  1. Ob Ihre Festplatte eine HDD ist - und weitere Eigenschaften -, erfahren Sie mithilfe der kostenlosen Software Speccy.
  2. Nachdem Sie Speccy heruntergeladen und installiert haben, starten Sie das Programm.
  3. Unter dem Reiter "Speicher" entdecken Sie eine Vielzahl nützlicher Informationen über Ihre Festplatte.
Welche Daten speichere ich auf der HDD-Festplatte?

Die unterschiedlichen Eigenschaften von SSDs und HDDs bedingen, dass sich die Festplattentypen zum Speichern unterschiedlicher Daten eignen. Beim Betriebssystem, bei Programmen und Spielen kommt es darauf an, dass alle Daten schnellstmöglich verfügbar sind. Deshalb eignet sich zum Booten von OS und Anwendungen eine SSD-Festplatte. Da der Preis pro Gigabyte bei einer HDD-Festplatte allerdings um ein Vielfaches geringer ist, sollten Sie große Datenmengen wie etwa Musik, Bilder und Filme dort speichern. Außerdem können Ihre Daten, sollte es zu einem Schreib- oder Hardwarefehler kommen, von einer HDD gerettet werden. Bei einer SSD geht das in einem solchen Fall nicht.

Das speichern Sie besser auf einer SSD

  • Betriebssystem
  • Programme
  • Spiele
  • Systemdateien
  • Programmdateien

Dafür ist eine HDD ideal

  • Fotos
  • Musik
  • Videos
  • Dokumente

Anleitung / Gebrauch

Wie installiere ich eine neue Festplatte?

Keine Sorge! Um eine neue Festplatte zu installieren, benötigen Sie kein großes handwerkliches Geschick. Solange Sie auf den richtigen Formfaktor achten, kann beim Einbau nur wenig schief gehen. Während in Desktop-PCs häufig Festplatten im 3,5-Zoll-Format eingebaut werden, kommen in Notebooks vor allem HDDs und SSDs mit 2,5 Zoll zum Einsatz. Dabei ist der gängige Anschluss bei HDDs SATA. Auch viele SSDs setzen noch auf diese Schnittstelle, während die besseren Modelle mit M.2- oder PCIe-Anschluss ausgestattet sind.

Wir erklären Ihnen schnell und übersichtlich, wie Sie Ihre neue Festplatte einbauen und installieren können.

Einbau:

  1. Fahren Sie Ihren PC herunter und trennen Sie die Stromzufuhr. Erden Sie sich anschließend an einem metallischen Gegenstand - beispielsweise einem Heizkörper.
  2. Öffnen Sie das Gehäuse Ihres PCs und setzen Sie die neue Festplatte an dem dafür vorgesehenen Steckplatz oder Laufwerkschacht ein. Falls möglich, schrauben Sie die Festplatte in der Halterung fest.
  3. Verbinden Sie das SATA-Schnittstellenkabel mit dem entsprechenden Anschluss auf dem Mainboard.
  4. Anschließend verbinden Sie das Schnittstellen- und das Stromkabel mit dem Laufwerk.
  5. Jetzt können Sie das Gehäuse wieder schließen.

Installation:

  1. Drücken Sie gleichzeitig die Windows®-Taste und R. Daraufhin öffnet sich der Befehl "Ausführen".
  2. Geben Sie "compmgmt.msc" in das Befehlsfeld ein und bestätigen Sie mit Enter oder "OK".
  3. Unter dem Reiter "Datenspeicher" finden Sie die "Datenträgerverwaltung". Haben Sie die Festplatte korrekt angeschlossen, öffnet sich ein Fenster zur "Datenträgerinitialisierung". Für Betriebssysteme ab Windows® 7 wählen Sie GPT als Partitionsstil aus und klicken auf "OK".
  4. Die Festplatte erscheint nun in der Übersicht der Datenträgerverwaltung. Mit einem Rechtsklick auf den neuen Datenträger öffnet sich ein Menü. Klicken Sie auf die Option "Neues einfaches Volume".
  5. Im Installationsassistenten klicken Sie auf weiter. Im nächsten Schritt legen Sie die Größe des Volumen fest. Als Voreinstellung ist die Maximalgröße ausgewählt. Möchten Sie Ihre Festplatte jedoch in mehre Partitionen teilen, geben Sie eine Größe Ihrer Wahl ein. Bestätigen Sie im Anschluss mit einem Klick auf "Weiter".
  6. Nun können Sie einen Laufwerkbuchstaben auswählen und erneut auf "Weiter" klicken.
  7. Im nächsten Schritt haben Sie die Möglichkeit die Volumenbezeichnung festzulegen. Mit "Weiter" gelangen Sie zum letzten Installationsschritt.
  8. Hier sehen Sie alle vorgenommenen Einstellungen in einer Übersicht. Stimmen die Angaben, können Sie die Installation Ihrer Festplatte mit einem Klick auf "Fertig stellen" abschließen. Ihre Festplatte ist nun bereit zur Verwendung.

Quelle:

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Wie kann ich meine zweite Festplatte aktivieren?

Um Ihre zweite Festplatte zu aktivieren, befolgen Sie einfach unsere Anleitung zur Festplatteninitialisierung.

Wie kann ich eine neue Festplatte einrichten?

Um eine neue Festplatte einzurichten, befolgen Sie einfach unsere Anleitung zur Festplatteninitialisierung.

Wie lange hält eine HDD?

Unterschiedliche Faktoren nehmen Einfluss auf die Lebensdauer Ihrer Festplatte. Fest verbaute, interne HDDs besitzen eine Lebensdauer von bis zu 10 Jahren und mehr. Auch externe Festplatten können eine solche Lebensdauer haben. Da sie jedoch in der Regel einem höheren Risiko für Erschütterungen oder Feuchtigkeit ausgesetzt sind, erreichen sie in der Praxis nicht immer ein solches Alter. Für alle HDDs gilt: Zu viel Hitze und eine schlechte Luftzirkulation innerhalb des PC-Gehäuses senken die Lebensdauer einer Festplatte. Fatal ist die Berührung einer HDD mit Magneten.

Um auf Nummer sicher zu gehen, führen Sie regelmäßig Back-ups durch. Dazu können Sie entweder auf andere physische Datenträger oder auf den Online-Speicherplatz einer Cloud zurückgreifen.

Wie kann ich meine HDD testen?

Wenn eine Festplatte defekt ist, sind häufig viele Dokumente, Bilder, Spielstände und Videos für immer verloren. Dass eine Festplatte ausfällt, ist immer ärgerlich, aber es kann passieren. Egal wie neu oder wie gut ein Speicherlaufwerk ist: eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Doch häufig sind Defekte vorhersehbar. Laut Google kann mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei Dritteln ein Ausfall innerhalb der nächsten drei Monate vorhergesagt werden. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihre HDD am besten testen können.

Um zu erkennen, ob Ihre HDD anfällig für einen Defekt ist, sollten Sie eine S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) einsetzen - ein System zur Selbstüberwachung, Analyse und Statusmeldung von Festplattenlaufwerken. Ein beliebtes und kostenloses Tool ist die Software HDD Health.

HDD Health gibt Ihnen die S.M.A.R.T.-Attribute übersichtlich als Prozentwerte aus. Zudem ist in das Interface eine Temperaturanzeige integriert. Auf diese Weise haben Sie jederzeit Zugriff auf die wichtigsten Betriebsparameter Ihrer HDD. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Warnungen als akustisches Signal, Popup- oder E-Mail-Benachrichtigung einzustellen. Mit HDD Health sollte Ihnen also kein kritischer Wert entgehen.

Ist meine HDD defekt?

Bei dem Verdacht auf defekte Hardware kann in der Regel nur ein Ausschlussverfahren helfen, um den "Übeltäter" zu ermitteln. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Häufig hilft ein Neustart des PCs, um einen Defekt auszuschließen.
  • Bringt ein Neustart nichts, können Sie mit einer Software wie HDD Health die wichtigsten Parameter Ihrer HDD überprüfen.
  • Sollte Ihr PC die Festplatte nicht erkennen, kann auch ein lockeres oder defektes SATA-Kabel die Ursache sein. Schließen Sie diese Möglichkeit aus.
  • Auch das Anschließen der HDD an einen anderen PC kann Ihnen bei der Ursachenforschung helfen.

Am besten versuchen Sie durch regelmäßige Kontrollen einen Defekt vorherzusehen. Häufig gibt es eindeutige Warnzeichen für ein bevorstehendes Ableben der Festplatte. Dazu gehören:

  • erhöhte Lautstärke im Normalbetrieb
  • deutlich vernehmbares Klackern
  • dauerhaft erhöhte Temperatur der Festplatte
  • HDD wird nicht erkannt
  • regelmäßige Systemabstürze

Wie Sie sich am besten präventiv auf Probleme mit Ihrer HDD vorbereiten können, erfahren Sie im Abschnitt "Wie kann ich meine HDD testen?".

Was tun, wenn die Festplatte nicht erkannt wird?

Eine Festplatte, die vom PC nicht erkannt wird kann einem den letzten Nerv rauben. Umso mehr, wenn wichtige Daten auf dem Laufwerk liegen. Im Zweifel hilft der Gang zum Experten. Trotzdem geben wir Ihnen ein paar Tipps an die Hand, mit denen Sie bestimmte Fehlerquellen selbst ausschließen können.

  • Überprüfen Sie Kabel und Anschlüsse. Jedes Teil an einem PC segnet irgendwann das Zeitliche. Das trifft auch auf Schnittstellen und Kabel zu. Testen Sie Ihre Festplatte deshalb an anderen Anschlüssen und mit unterschiedlichen Kabeln.
  • Es kann sein, dass kein Buchstabe für das Laufwerk vergeben ist. Die Ursachen dafür können vielschichtig sein. In der Datenträgerverwaltung von Windows® können Sie die Laufwerkbezeichnung ändern.
  • Ein fehlendes Dateisystem (NTFS oder FAT) kann auch Ursache für eine nicht erkannte Festplatte sein. In der Datenträgerverwaltung von Windows® können Sie eine Schnellformatierung des Laufwerks vornehmen und dabei das passende Dateisystem auswählen.
  • Bei neuen Festplatten kann eine fehlende Partitionierung ursächlich für Probleme sein. Auch hier führt der Weg über die Datenträgerverwaltung von Windows®.
  • Neue oder vollständig gelöschte Festplatten müssen Sie manchmal neu einrichten, damit das Laufwerk vom System erkannt wird. Um eine neue Festplatte einzurichten, befolgen Sie einfach unsere Anleitung zur Festplatteninitialisierung.
Wie kann man die Festplatte komplett löschen?

Um Ihre HDD komplett zu löschen, reicht es nicht aus, diese mit der Standardfunktion von Windows® zu formatieren. Damit Ihre Daten wirklich unwiderruflich von der Festplatte verschwinden, müssen Sie zu anderen Mitteln greifen. Verschiedene Tools ermöglichen das zum Glück recht schnell und einfach. Um auf Nummer sicher zu gehen, bedarf es etwas mehr Zeit.

Das Programm CCleaner ist eine einfache und kostenlose Möglichkeit, um sämtliche Daten von einer HDD zu löschen. Gehen Sie nach der Installation des Programms wie folgt vor:

  1. Starten Sie den CCleaner.
  2. Unter der Option "Extras" finden Sie den Menüpunkt "Festplatten Wiper".
  3. Wählen Sie nun aus, ob Sie das komplette Laufwerk löschen oder lediglich den freien Speicherplatz überschreiben wollen.
  4. Sie können außerdem angeben, wie oft die Festplatte überschrieben werden soll. Je häufiger Sie Ihre HDD überschreiben, desto schwerer ist die Wiederherstellung der gelöschten Daten.
  5. Abschließend wählen Sie über das CCleaner-Menü den Laufwerksbuchstaben der gewählten Festplatte. Mit einem Klick auf "Löschen" befördern Sie Ihre Daten ins Reich des Vergessens.

Um eine Festplatte unter einem aktiven Windows®-System restlos zu löschen, müssen Sie zu einem etwas umständlicheren Tool greifen: DBAN - die kostenlose Open-Source-Software zum Löschen von Daten. Hierfür brauchen Sie zusätzlich einen bootfähigen portablen Datenträger, beispielsweise einen mit dem kostenlosen Tool Rufus modifizierten USB-Stick.

  1. Laden Sie die Version "Rufus Portable" von Rufus sowie die "ISO-Imagedatei" von org herunter.
  2. Schließen Sie den USB-Stick an, der bootfähig gemacht werden soll. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Sie keine wichtigen Daten auf dem Stick gespeichert haben, denn sämtliche Daten auf dem Stick werden gelöscht.
  3. Starten Sie Rufus und wählen Sie im Feld "Laufwerk" den korrekten Datenträger (USB-Stick) aus.
  4. Hinter dem Unterpunkt "Startfähiges Laufwerk erstellen mit" finden Sie ein Datenträger-Symbol. Klicken Sie darauf und wählen Sie die "ISO-Imagedatei" aus.
  5. Mit einem Klick auf "Start" beginnt der Vorgang. Nachdem Sie die aufploppende Warnung mit "OK" bestätigt haben, wird Ihr USB-Stick bootfähig gemacht.
  6. Entfernen Sie den USB-Stick erst nachdem der Ladebalken vollständig gefüllt ist und die Meldung "Fertig" erscheint. Dann können Sie das Programm mit einem Klick auf "Schließen" beenden.
  7. Jetzt können Sie Ihren PC vom USB-Stick booten. Beim Hochfahren Ihres Computers müssen Sie dazu in das Bootmenü des BIOS gelangen. Bei den meisten PCs funktioniert dies über die Tasten F9, F10 oder F12.
  8. Sind Sie im Bootmenü angelangt, wählen Sie den Stick als Startlaufwerk aus und speichern Sie die Einstellung. Ihr Computer sollte nun neu starten und Sie direkt zum Interface von DBAN bringen.
  9. Zu sehen ist eine englischsprachige Anleitung. Diese können Sie sich durchlesen oder mit Enter zum entscheidenden Punkt gelangen.
  10. DBAN bietet Ihnen unterschiedliche Methoden zur Datenlöschung an. Alle sind sehr sicher und welche Sie auswählen, bleibt Ihnen überlassen. Mit der Taste M wechseln Sie zwischen den einzelnen Methoden.
  11. Die Taste F10 startet den Löschvorgang. Dieser kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Unterbrechen Sie ihn nicht und beenden Sie den Vorgang erst, wenn DBAN den erfolgreichen Abschluss meldet.
  12. Selbst absoluten Profis dürfte es nun unmöglich sein, Daten der überschriebenen Festplatte wiederherzustellen.
Wie kann ich meine Festplatte defragmentieren?

Unter Windows® 8 und 10 können Sie Ihre HDD problemlos defragmentieren, denn ein entsprechendes Tool ist vorhanden. Wir führen Sie Schritt für Schritt zur aufgeräumten Festplatte:

  1. Drücken Sie die Windows®-Taste und E. So öffnen Sie ein Explorer-Fenster.
  2. Wählen Sie die Festplatte, die defragmentiert werden soll mit einem Rechtsklick aus. Unter der Option Eigenschaften finden Sie den Reiter "Tools".
  3. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf "Optimieren".
  4. Mit einem Klick auf "Analyse" wird Ihnen angezeigt, welche Festplatten eine Defragmentierung nötig haben.
  5. Mit einem Klick auf "Optimieren" wird die ausgewählte Festplatte defragmentiert.

Windows® 10 bietet Ihnen auch einen kürzeren Weg. Dafür müssen Sie in der Suchzeile lediglich "Defragmentierung" eingeben und schon gelangen Sie zur Anwendung.

Wie kann ich meine Festplatte partitionieren?

Um Ihre Festplatte zu partitionieren, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Drücken Sie gleichzeitig die Windows®-Taste und R. Daraufhin öffnet sich der Befehl "Ausführen". Geben Sie "compmgmt.msc" in das Befehlsfeld ein und bestätigen Sie mit Enter.
  2. Unter dem Reiter "Datenspeicher" finden Sie die "Datenträgerverwaltung" mit einer Übersicht über alle Laufwerke. Um die Partitionierung vorzunehmen, müssen Sie zunächst Speicher auf der Festplatte freigeben. Dies tun Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk klicken und im Kontextmenü den Befehl "Volume verkleinern" auswählen.
  3. In das Feld "Zu verkleinernder Speicherplatz in MB" geben Sie die gewünschte Speichergröße der neuen Partition ein (in MB) und bestätigen anschließend mit einem Klick auf "Verkleinern".
  4. In der Datenträgerverwaltung sehen Sie nun einen leeren Bereich auf der Festplatte. Diesen können Sie nach unserer Anleitung zur Festplatteninitialisierung als eine oder mehrere neue Partitionen einrichten.
Wie Klone ich meine Festplatte auf SSD?

Das Klonen Ihrer HDD-Festplatte auf eine SSD ist recht einfach. Laden Sie zu diesem Zweck zunächst ein kostenloses Programm wie Acronis True Image herunter und installieren Sie dieses. In wenigen Schritten können Sie nun Ihre Festplatte auf eine SSD klonen:

  1. Verbinden Sie Ihre SSD mit dem PC.
  2. Starten Sie die Software zum Klonen der Festplatte - in unserem Beispiel Acronis True Image.
  3. Unter dem Menüpunkt "Extras" wählen Sie die Option "Laufwerk klonen" aus.
  4. Mit dem Klonmodus "Automatisch" gelingt Ihnen das Klonen problemlos.
  5. Wählen Sie als nächstes das Quelllaufwerk (von dem kopiert werden soll) und anschließend das Ziellaufwerk (auf das kopiert werden soll) aus.
  6. Nun können Sie den Klonvorgang starten. Das Kopieren der Daten kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Unterbrechen Sie den Vorgang nicht und warten Sie darauf, dass Ihnen das Programm eine Erfolgsmeldung ausgibt.
  7. Nach Beendigung des Vorgangs ist Ihre HDD auf SSD geklont.