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EAN 0606449108354    SKU RN204-100NES

Artikelbeschreibung

Seit dem 08.04.2015 im Sortiment

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Technische Daten

Allgemein:
Modell: ReadyNAS 204
Festplatten inkludiert: ohne Festplatten
Anzahl HDD Einschübe: 4x
Einschub Formfaktor: 2.5" oder 3.5"
Anschlüsse: 1x eSATA, 1x USB 2.0, 2x Gb LAN, 2x USB 3.0
Unterstützte RAID Level: 0, 1, 5, 10, JBOD
CPU: DualCore ARM Cortex-A15 1.400 MHz
RAM: 2 GB
RAM erweiterbar: Nein
Lüfter: 1x 92mm
Farbe: schwarz
Länge: 202 mm
Breite: 101 mm
Höhe: 142 mm

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

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5 5
     am 19.06.2015
  Vorwort  

Das Netgear ReadyNAS richtet sich mit seinen 4 Laufwerksschächten an professionelle Privatanwender und kleinere Unternehmen. Dieses Nas-System der 200er Reihe ist auch als 2-Schacht Version erhältlich (RN202-100NES). Mit dem System lässt sich schnell und einfach ein zentraler Speicherort für alle Daten einschließlich professioneller Backups und Zugriff von unterwegs realisieren. Dieses NAS wird ohne Festplatten ausgeliefert, diese müssen also noch zusätzlich beschafft werden.

  Erster Eindruck und Installation  

Mit 22,3cm x 13,4cm x 20,05cm, (TxBxH) ist das NAS als recht kompakt zu bezeichnen, macht aber mit seinen 4 Kilogramm Gewicht (ohne Platten) einen massiven Eindruck.Für den Transport gibt es einen massiven Tragebügel auf der Rückseite. Im Gegensatz zur 2-Bay Version hat man in der 4-Bay Version ein schönes blau/weisses LCD Display verbaut, welches wichtige Statusinformationen anzeigt. Zur weiteren Ausstattung gehören 3x USB 3.0 Ports, 2 Lan-Ports sowie ein e-Sata Anschluss. Für die ausreichende Geschwindigkeit des Raid-Controllers sorgt ein Dual-Core-ARM-Prozessor A15 "Annapurna" mit 1,4 GHz Taktfrequenz und 2 Gigabyte RAM, Die Anzahl der installierten Laufwerke wird über dezent grün leuchtende Ziffern (1,2,3,4) auf der Front angezeigt. Mittels des "Backup-Button" auf der Frontseite können Datensicherungen per Knopfdruck gestartet werden.

Für den Anschluss des NAS muss man kein Informatiker sein, auch Grundkenntnisse der PC und Netzwerktechnik sind vollkommen ausreichend. Ich habe für den Start das NAS erstmal mit 2x 1GB NAS Platten aus der WD Red Serie ausgestattet. Der Einbau der Platten erfolgt vollkommen werkzeuglos. Hinter dem Deckel, welcher im Gegensatz zum Metallgehäuse leider nur aus Kunststoff ist, liegen die 4 Laufwerkschächte. Die Schächte werden einfach herausgezogen und nach bedruckter Anleitung eingelegt. Das einlegen der Festplatten klappte easy und ohne große Fummelei.

Zu beachten ist, dass man die Festplatte vor dem Betrieb formatieren muss. Dies wird vom NAS nach einlegen der Platten selbstständig vorgenommen. Der Umstand mit dem Formatierungszwang ist kein Problem, wenn man eh neue Platten für das NAS angeschafft hat, ist aber ärgerlich, wenn man mit vorhandenen Platten umziehen will. Dann müssen die Daten aufwändig zwischengelagert werden.

Als nächstes sucht man sich einen Platz in der Nähe vom Router oder Netzwerkhub. Ich habe erstmal einen Testaufbau neben der Fritzbox (7390) gestartet für die Einrichtung. Nachdem das NAS mit Strom versorgt war und das Netzwerkkabel mit dem Router verbunden war, muss man in einem beliebigen Browser im Netzwerk einfach readycloud.netgear.com/ aufrufen. Das NAS wurde ohne Umwege und weitere Konfigurationsschritte erkannt und ließ sich sofort einrichten. Zusammengefasst war die Installation schnell und einfach. Netgear setzt nicht bei jedem Anwender ein absolviertes Informatikstudium voraus und beschreibt die Anleitungsschritte in einfachen Worten, sodass man auch als "Normalanwender" keine Probleme bei der Installation hat.

  Netgear ReadyCLOUD - die Schaltzentrale  

Die Zentralfunktionen und Einstellungen werden über Netgear ReadyCLOUD gesteuert. Die Browserbasierte Konfigurationsseite besteht im wesentlich aus dem Daten und Administrationsbereich. Im Datenbereich sind alle eingebundenen NAS-Systeme mit der jeweiligen Ordnerstruktur aufgelistet. Über die Oberfläche können Ordner angelegt gelöscht und sortiert werden, so wie man es in einem normalen Explorer gewohnt ist.

Der Funktionsumfang ist so umfangreich, dass es nicht möglich ist diesen in einer Rezension umfangreich zu beschreiben, das dies schlichtweg ein Buch füllen würde. Was Netgear jedoch gut gelungen ist, ist die Bereitstellung von Funktionen für Profi und Privatanwender in einem Tool. So sind die am Standardfunktionen

º Laufwerksinformationen
º Systemstatus (Festplattentemperatur, Lüfterstatus, CPU-Status)
º Updatefunktionen
º Datensicherungsfunktionen
º Protokolle
º Festplatten Spin-Down / Einschaltpläne / Wake-on-Lan Funktion
º RAID-Einstellungen
º Benutzerkontensteuerung
º Virenschutz (integriert!)

unverschachtelt und schnell auffindbar. Über den Reiter Apps lassen sich zudem spezialisierte Anwendungen herunterladen, bei denen an dieser Stelle nur mal "ReadyNAS Surveillance" erwähnt werden soll, mit der man das NAS in Kombination mit einer unterstützen IP-Kamera (Über 2000 Modelle werden unterstützt) eine Videoauzeichnung von bis zu 64 IP-Kameras auf dem NAS realisieren kann.

  Eine Frage des RAID  

Auf dem NAS ist standardmäßig das sogenannte "X-RAID" voreingestellt. X-Raid ist auf Datensicherung ausgelegt und macht aus einem 2-Festplatten-System automatisch ein RAID 1, das heißt Platte 1 wird auf Platte 2 gespiegelt. Werden im 4-Bay NAS mehr als 2 Platten eingelegt, wird ein effizenteres RAID 5 eingestellt. Beim RAID 5 ist die Gesamtkapazität aller Festplatten abzüglich der Kapazität der kleinsten Festplatte nutzbar. Beispiel für Datennutzbarkeit im X-RAID:

1 Festplatten mit 1 GB: 1GB stehen zur Verfügung (JBOD, keine Datensicherung)
2 Festplatten mit je 1GB: 1GB stehen zur Verfügung (RAID 1, Mirroring)
3 Festplatten mit je 1GB: 2GB stehen für Datenspeicherung zur Verfügung (RAID 5)
4 Festplatten mit je 1GB: 3 GB stehen für Datenspeicherung zur Verfügung (RAID 5)

Im X-RAID können neue Datenträger im laufenden Betrieb einfach ergänzt werden. Auch können die Festplatten gegen neue Festplatten mit höherer Kapazität getauscht werden, X-RAID bindet diese Festplatten dann automatisch mit in das System ein. Die Laufwerke können im laufenden Betrieb gewechselt werden (sog. "hot swappable") dann aber natürlich nur eines zur Zeit.

Für Profianwender besteht auch die Möglichkeit X-RAID zu deaktivieren und in den sogenannten "Flex-RAID" Modus zu wechseln. Dort können dann - in Abhängigkeit von der Anzahl der Festplatten - RAID 0,1,5,6,10 manuell eingestellt werden. Allerdings ist es laut Netgear dann notwendig bei einer Erweiterung des Systems die Daten komplett auf einem anderen System zu sichern und die Festplatten im Verbund neu zu formatieren. Für den normalen Anwender empfehle ich daher das einfach zu handhabene X-RAID.

  ReadyCLOUD - Mit der Handyapp Zugriff auf alle Daten sowie Sicherung der Bilder  

Für Android und IOS wird die App "ReadyCLOUD" kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese habe ich auf meinem Android Handy ausführlich getestet. Mittels Username/Passwort hat man Zugriff auf sein NAS und kann einfach durch die gegebene Orderstruktur blättern. Daten lassen sich herunterladen, im Gerät anzeigen (vorausgesetzt die entsprechende Anzeigesoftware ist vorhanden) oder einfach weiterleiten per Whatsapp, mail etc.

Stellt jemand die Daten ein, sind sie binnen Sekunden für alle Anwender verfügbar. Der Vorteil einer eigenen "Heim-Cloud" liegt meiner Meinung nach auf der Hand - Sensible Firmendaten oder Privatdaten können allen Anwendern blitzschnell zur Verfügung gestellt werden, ohne dass man die Daten dafür aus der Hand gibt und in externen Clouds speichern muss.

Es ist außerdem möglich, eine Fotosicherung der Handyfotos auf dem NAS in dieser App zu aktivieren. Die Fotos vom Handy werden dann auf dem NAS sicher gespeichert und im Rahmen der NAS Datensicherung auch gleich gesichert.

  Schlusswort und Hinweise  

Das Netgear RN204 NAS hat mich persönlich durch seine - abgesehen vom Kunststofftürchen - massiven Verarbeitung überzeugt. Die Basiseinrichtung des NAS gelingt auch normalen Anwendern schnell. Die ReadyCLOUD Weboberfläche wirkt ausgereift, ist schnell und aus meiner Sicht ein gelungenes Tool für die Konfiguration des NAS.

Das NAS arbeitet mit einem sehr leisen Lüfter, der bei gemäßigten Temperaturen mit nur 645 U/min (temperaturgesteuert) sogar vom leisen Festplattengeräusch übertönt wird. Es bietet bietet umfangreiche Energie und Management-Optionen und macht es so für Privat und Profianwender interessant. Einzig der Formatierungszwang beim Umzug von Festplatten dürfte den Gesamteindruck etwas trüben und auf einige Abschreckend wirken.

Mit den umfangreichen Backupfunktionen, einschließlich der Unterstützung von "Time Machine" für Apple-Produkte habe ich ein gutes Gefühl, dass meine Daten gesichert sind. Ich würde dieses NAS weiterempfehlen, auch wenn der Anschaffungspreis für die 200er Serie derzeit deutlich über der 100er Serie liegt. Zu Bedenken ist die Tatsache, dass ein NAS eine Anschaffung für einige Jahre ist.

Ich habe dieses NAS von Netgear im Rahmen einer Testaktion erhalten und wurde um Überprüfung des Systems gebeten sowie um Mitteilung meiner Erfahrung damit. Auf Inhalt der Rezension und Bewertung des Produktes hat Netgear keinerlei Einfluss genommen. Auf Basis meiner positiven Erfahrungen kann ich eine Kaufempfehlung aussprechen. Abschließend hoffe ich, dass diese Rezension hilfreich für Sie war.
    
  

Testberichte

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