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EAN 4710474830732    SKU 90IX00M1-BW3S10

Artikelbeschreibung

Seit dem 20.01.2016 im Sortiment

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**Informationen zur Finanzierung:

Barzahlungspreis entspricht dem Nettodarlehensbetrag; Gesamtbetrag von € 264,72*. Effektiver Jahreszins von 7,90% bei einer Laufzeit von 24 Monaten entspricht einem gebundenen Sollzins von 8,56% p.a.. Bonität vorausgesetzt. Partner ist die Santander Consumer Bank AG. Die Angaben stellen zugleich das 2/3 Beispiel gemäß §6a Abs. 3 PAngV dar.

Technische Daten

Allgemein:
Modell: AS3102T
Festplatten inkludiert: ohne Festplatten
Anzahl HDD Einschübe: 2x
Einschub Formfaktor: 3.5"
Anschlüsse: 1x Gb LAN, 3x USB 3.0, 1x HDMI
Unterstützte RAID Level: 0, 1, JBOD
CPU: DualCore Intel Celeron N3050 1.600 MHz
RAM: 2 GB DDR3L
RAM erweiterbar: Nein
Lüfter: 1x 70mm
Farbe: schwarz
Länge: 218 mm
Breite: 102 mm
Höhe: 165 mm

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

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5 5
     am 16.01.2017
Hinweis: Herstellerangabe sind bis zu 20TB möglich & nicht wie auf der Produktseite eines anderen Herstellers max. 16TB.

Gliederung:
1. Einführung
2. Stromverbrauch und Datenübertragung
3. Lieferumfang und Verpackung
4. Anschlüsse und Bedienelemente
5. Einbau der Festplatten
6. Installation des Betriebssystems
7. Homescreen und Apps
8. Weitere Features und Funktionen
9. Fazit

Einführung

Das Dualbay-NAS System befindet sich in einem schlicht gehaltenen, schwarzen Gehäuse aus gebürstetem Aluminium, lediglich die rautenförmig gestaltete Vorderseite hebt sich vom restlichen Gehäuse ab. Dank den vier gummierten Standfüßen an der Unterseite, bietet das Gehäuse einen sicheren Stand für das Innenleben und die beiden 3,5 Zoll Festplatten.
Angetrieben wird das System von einem Dual Core Prozessor der Braswell Generation (2015) aus dem Hause Intel. Die Basistaktung des Celeron CPUs beträgt 1,6 Ghz, bei Bedarf wird dieser jedoch auf bis zu 2,48 Ghz automatisch erhöht.
Abgesehen davon kann das System auf 2 GB DDR3L Arbeitsspeicher zurückgreifen um seine Aufgaben zügig zu verrichten. Der RAM ist leider nicht erweiterbar, jedoch im Gegensatz zu den normalen DDR3 RAM Riegeln die man aus herkömmlichen PCs kennt, deutlich stromsparender dank der Low-Voltage-Technologie. Als kleinen Negativaspekt möchte hier direkt anführen, dass es nicht möglich ist, den Arbeitsspeicher zu erweitern.

2. Stromverbrauch und Datenübertragung:

Der Stromverbrauch ist dank dem sparsamen Intel Celeron Prozessor, dem Ultra Low Voltage RAM und den optional speziellen verbaueren NAS Festplatten (in meinem Falle 2*4TB Seagate Iron Wolf NAS HDDs) sehr gering.

Den Stromverbrauch habe ich mit einer Smartsteckdose und einer Bestückung von 2 NAS-Festplatten gemessen - er stellt sich wie folgt dar:
Leerlauf: ca. 14 bis 15 Watt
Unter Last: max. 23 Watt
Dieses Ergebnis ist im Vergleich mit meinem älteren QNAP TS 251-C vergleichbar und auch laut Internet ein gutes Ergebnis.

Die Datenübertragung ist dank des schnellen Prozessors, Gigabit-LAN und des großzügigen Arbeitsspeichers sehr schnell.
Das hochladen von Daten geht über mein Gigabit-Netzwerk mit ca. 115 (+-5) MB/s. Natürlich wird diese Geschwindigkeit bei sehr vielen kleinen Dateien aufgrund des ständigen Starten und Stoppens der Kopiervorgänge nicht erreicht.
Das Kopieren von Daten die sich bereits im Nas befinden, geht mit ca. 80 MB/s von statten, das Verschieben von Daten geschieht sofort, da sich hierbei lediglich die Verknüpfung mit den Daten ändert. Bei einem angeschlossenen, externen USB Medium beträgt die Übertragungsgeschwindigkeit ca. 110 MB/s bei Kopiervorgängen, beim Verschieben von Daten ist Sie mit ca. 120 MB/s etwas schneller. Die Richtung in die die Daten kopiert wurden hat keinen erkennbaren Unterschied bei der Geschwindigkeit gemacht.
Natürlich sind diese Werte meine Erfahrungen, mit anderen Festplatten oder eventuell auch mit einem anderen Netzwerk könnten sich diese in beide Richtungen noch ändern.

3. Lieferumfang und Verpackung

Der ASUSTOR AS3102T wurde in einem stabilen Karton von angemessener Größe mit dem passenden Zubehör und dem NAS selber darin geliefert.
Auf dem Karton findet man natürlich die Modellbezeichnung, eine Auswahl an Features, ein Bild -sprich, nichts außergewöhnliches.
Ebenso unspektakulär ist das Innere des Kartons, der NAS ist dank zweier Schaumstoffteile rundum geschützt, das Zubehör befindet sich separat in einem extra Karton.

Das Zubehör beinhaltet folgendes:
- Netzteil inkl. Stromkabel
- Quick-Start Guide
- Kurzes LAN-Kabel
- CD mit diversen Zusatzprogrammen (für PC als auch für Smartphones)
- Dunkle Handschrauben die eine Installation ohne Werkzeuge ermöglichen

Das Zubehör enthält meiner Meinung nach genau das was man benötigt und ist ausreichend - Etwas vermisst habe ich nicht.

4. Anschlüsse und Bedienelemente

Die Bedienelemente und Anschlüsse des NAS befindet sich größtenteils auf der Rückseite des Gehäuses. Hier befindet sich der Ein-/Ausschalter des Gerätes sowie ein RESET-Knopf für den Notfall. Bisher habe ich diesen noch nicht benötigt, sollte jedoch der Fall eintreten, betätigt man diesen mit einem dünnen, spitzen Gegenstand.

Des Weiteren befinden sich dort:
- 2x USB 3.0 Anschlüsse für externe Geräte
- HDMI 1.4b Buchse
- Stromanschluss
- Anschluss für ein Kensington Schloss

Dank des HDMI Version 1.4b ist es möglich direkt über den NAS 4k Videos an ein entsprechendes Endgerät auszugeben.

-- Für die Leser, denen nicht bekannt ist, was ein Kensington-Schloss ist, werde ich dies kurz erläutern: Es handelt sich dabei um einen Sicherungsmechanismus, ein Schloss, das den NAS vor Diebstahl schützen soll. Aufgrund der Bauweise jener Schlösser ist es nicht möglich sie ohne den richtigen Schlüssel zu öffnen, ohne dabei das festgekettete Gerät unbrauchbar zu machen bzw. zu beschädigen. 

Auf der Frontseite des Gehäuses befinden sich vier LEDs in der linken oberen Ecke, die unauffällig den Status des Systems darstellen  Die Helligkeit kann zudem in den Einstellungen festgelegt werden. Sonst befindet sich auf der Vorderseite nur noch ein weiterer USB 3.0 Anschluss, ebenfalls für externe Geräte und ein sehr ungefälliges Empfangsfeld für Fernbedienungen (Diese müssen jedoch extra erworben werden).

5. Einbau der Festplatten

ASUSTOR vertreibt das AS3102T NAS System im Normalfall ohne Festplatten, diese müssen also selber erworben und eingebaut werden. Empfehlenswert ist hierbei der Erwerb von sogenannten NAS oder Serverfestplatten. Diese sind auf den dauerhaften Betrieb ausgelegt und man kann von Ihnen eine längere Lebensdauer als von normalen PC Festplatten erwarten.

Ich verwende aktuell wie oben bereits genannt zwei IronWolf 4TB HDDs von Seagate. Diese sind für die Verwendung in Servern und NAS-Systemen ausgelegt und verfügen über dementsprechende Unterschiede zu normalen HDDs. Beispielsweise verfügen diese über sogenannte RV-Sensoren, die minimale Vibrationen von Nachbarplatten analysieren und entsprechend ausgleichen.
So, durch eine leicht andere Bauweise und auch durch spezielle Software, sind diese Festplatten für den 24/7 Betrieb besser gewappnet als herkömmliche. Gesagt sei auch, dass es derartige Produkte auch von anderen Herstellern wie zum Beispiel WesternDigital (WD) gibt.

Der Einbau dieser Festplatten gestaltet sich im AS3102T ziemlich einfach, dank der Handschrauben benötigt man dafür nicht einmal einen Schraubenzieher. Da die beiden Gehäuseschrauben bei erster Benutzung nicht verschraubt sind, kann man das Gehäuse einfach auseinanderschieben. Auf der Unterseite befindet sich ein Symbol, dass die Richtung, in die das Gehäuse auseinandergeschoben werden muss, anzeigt.
Nun da der NAS geöffnet ist, kann man einen Blick auf das eher unspektakuläre Innenleben werfen und die Festplatten in das dafür vorgesehene Gestell einschieben. Mit einem kleinen Druck rutschen Sie in die Anschlüsse und man sollte Sie mit jeweils 4 Handschrauben befestigen.
Zuletzt wird das Gehäuse wieder zusammengebaut und an der Rückseite mit zwei Schrauben verschlossen. Meiner Meinung nach ging der Einbau sehr leicht von der Hand, sodass man auch als Laie keine Probleme haben sollte.
Im Gegensatz zu manch anderen NAS Systemen muss zum Einbau der Festplatten das Gehäuse komplett geöffnet werden. Zwar ist dies ein wenig aufwändiger, aber da die Festplatten im privaten Gebrauch schließlich nicht jeden Tag getauscht werden, ist dies verschmerzbar.

6. Installation des Betriebssystems

Nun sollten die Festplatten eingebaut, der NAS an den Strom angeschlossen und via LAN mit dem heimischen Netzwerk verbunden sein  Man kann also nun mit der Installation des Betriebssystems beginnen:

Der NAS lässt einem hierbei die Wahl zwischen drei verschiedenen Installationsarten.
Die ersten beiden sind im Prinzip gleich, unterscheiden sich lediglich darin, wie man die IP Adresse des Gerätes herausfindet.
Dies ist zum einen über die auf der CD mitgelieferte Software Control Center möglich, zum anderen einfach über das Interface des heimischen Routers.
Betätigt man den Öffnen Knopf in der Menüleiste des Control-Centers, gelangt man im Browser auf die Website des NAS  dasselbe passiert im Übrigen auch, wenn man die IP selber heraussucht und aufruft.
Im Browser wird man dann nun durch die verschiedenen Installationsschritte geführt und mankann hier alle wichtigen Einstellungen für den zukünftigen Gebrauch tätigen.
Der dritte Installationsweg ist die Installation über die AiMaster App (iTunes & Playstore) für das Smartphone. Auch dies ist im Prinzip das gleiche wie am PC nur das es meiner Meinung nach deutlich unübersichtlicher wegen des kleinen Displays ist  Meiner Meinung nach eine nette Idee, aber in der Praxis überflüssig.

Die Installation ist jedoch bei allen Arten sehr intuitiv gestaltet und bedarf keiner allzu großen Beschreibung.
Die Wahl des JBOD (Just a Bunch Of Disks) oder RAID (Redundant Array of Independent Disks) Modus des NAS erfolgt sehr unscheinbar im Installationsprozess.
Man sollte daher bei der Auswahl der Datenträgerkonfiguration darauf Acht geben, dass man den richtigen Modus für sich auswählt. Sollte im Nachhinein der Festplatten-Modi geändert werden wollen, so müssen beide Festplatten formatiert werden.

Zu diesem Thema werde ich im folgenden noch kurz die unterstützen Datenträgerkonfigurationen aufzählen und kurz erklären:

Man kann zum einen die Festplatten als Einzellaufwerke (JBOD) konfigurieren, was bedeutet, dass jede Festplatte einzeln arbeitet. Wenn dann beispielsweise eine der Festplatten defekt ist, sind nur die Daten auf jener Festplatte verloren gegangen. Die verbleibende Festplatte bleibt unversehrt.

Wenn man sich vor möglichem Datenverlust schützen möchte, so sollte man auf das RAID 1 Protokoll zurückgreifen. Dabei werden die Festplatten dauerhaft gespiegelt. Sollte dann eine Festplatte einen Defekt aufweisen, so sind die Daten noch auf der anderen Festplatte vorhanden. Bei der Installation einer neuen Festplatte werden die jeweiligen Daten dann wieder zurückgespiegelt. Der Nachteil ist, dass man dadurch nur 50% der gesamten Speicherkapazität nutzen kann, da die Daten doppelt vorhanden sind.

Weiterhin besteht noch die Möglichkeit den RAID 0 zu verwenden. Hierbei werden alle Daten auf beide Festplatten aufgeteilt. Kopiert man beispielsweise ein Bild auf die Festplatten, so wird dieses zur Hälfte auf der ersten und zur Hälfte auf der zweiten Festplatte gespeichert. Sollte nun aus irgendeinem Grund eine Festplatte defekt werden, so verliert man die Hälfte der Daten, in diesem Fall die Hälfte des Bildes, was nun nicht mehr zur Rekonstruktion ausreicht. Ich persönlich würde den RAID 0 Modus wegen des erhöhten Risikos nicht wählen, auch wenn dieser schnelleren Datenzugriff und -abruf bietet. Mir ist es wichtiger meine Fotos, Videos und Dokumente vor einem Datenverlust zu schützen, als sie schneller kopieren zu können.

7. Homescreen & Apps

Nach Abschluss der zirka 10-minütigen Installation, landet man auf der Login-Seite und kann sich mit den vorher festgelegten Daten anmelden. So gelangt man auf den Desktop, also das User Interface des NAS. Was hierbei noch erwähnt sein sollte, manche der Funktionen, insbesondere Gerätefunktionen wie Neustarts etc. kann man auch direkt mit dem Control Center steuern.

Ich finde das Betriebssystem ist von der Oberfläche her aufgebaut wie eine Mischung zwischen Microsoft Windows und einigen Elementen, die man von Apples iOS kennt. Auf dem Desktop sind von Beginn an einige Apps angeordnet, mit denen man diverse Programme in neuen Fenstern öffnen kann. Erfreulich ist zudem, dass mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet werden können und dass dies alles sehr zügig und ruckelfrei von statten geht.

Der Desktop ermöglicht eine sehr einfache und intuitive Bedienung des NAS. Hiervon bin sehr angetan und kann nichts Negatives dazu äußern. Insbesondere Anfänger oder weniger technisch versierte Anwender finden sich schnell auf dem selbsterklärenden Desktop zurecht.
Interessant ist hierbei vor allem die App-Central: Über diese kann man viele weitere Programme wie zum Beispiel Plex (Mediathekprogramm), diverse Downloadmanager (z.B. BitTorrent Manager) oder Avast (Virenprogramm) installieren.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass Videostreaming-Dienste nicht direkt als App vorliegen. Diese können jedoch über die App ASUSTOR-Portal verwendet werden. Dies wird weiter unten noch erklärt.
Vorinstalliert ist im Vergleich zum QNAP-NAS-Betriebssystem relativ wenig, lediglich die Basis Programme wie ein Dateibrowser, der Store, Datenmanagementprogramme und natürlich die Einstellungen sind schon von vorne herein verfügbar. Was man zusätzlich benötigt kann man jedoch einfach über den Store installieren.

Ein sehr interessantes Feature sind die Apps für Handy und Tablet. Diese sind auf der CD oder im jeweiligen App-Store (iOS und Android) zu finden. Die Apps funktionieren relativ gut, jedoch sind sie alle etwas verschieden aufgebaut.
Am sinnvollsten finde ich die AiData App, mit dieser kann man Daten vom Handy auf den NAS hochladen, bearbeiten, löschen und auch direkt auf dem mobilen Gerät ansehen. Dies funktioniert sehr gut, sogar auf meinem alten iPad 2 läuft die App sehr flüssig und stabil!
Abgesehen davon geht der Funktionsumfang der anderen, ebenfalls bereitgestellten Apps weiter - von der einer einfachen Übersicht über den Systemzustand des NAS (AiMaster), bis hin zum Steuern der verbundenen Überwachungskameras.
Alles in allem sind die Apps in Ordnung, jedoch teilweise etwas kompliziert und dementsprechend schwer zu verwenden. Gerade bei der Foto App hatte ich, als Jemand der sich mit der Materie beschäftigt hat, gewisse Startschwierigkeiten.

Was man Software technisch jedoch wirklich sehr gut gelöst hat, ist die Rubrik Services auf dem Desktop. Hier finden sich leicht zugänglich und sauber angeordnet alle unterstützen Protokolle wie z.B. FTP, SSH, Rsync, etc.
Dies ist im Vergleich zu der Benutzeroberfläche von QNAP deutlich besser und auch strukturiertet gelöst. Getestet habe ich die FTP Server Funktion, da meine IP-Überwachungskamera (günstiges Modell aus China) nicht von Surveillance-App unterstürzt wurde. Nun kann Sie das Bildmaterial direkt auf meinem Nas speichern. Auch der Zugriff über einen SSH Client wie Putty zur Datenübertragung funktioniert nach Aktivierung des Services tadellos und zügig.

Die Übersichtlichkeit der Services Rubrik beschränkt sich nicht nur auf eben diese, auch die Einstellungen selber und auch der Dateibrowser sind sehr schlicht und strukturiert gehalten. Die Bedingung und auch die Verwendung der jeweiligen Features geht somit sehr einfach von der Hand.
Vor allem für normale Anwender ist dies meiner Meinung nach sehr von Vorteil und erhöht die Benutzerfreundlichkeit der Bedienoberfläche.

8. Weitere Features und Funktionen

Im Folgenden werde ich noch auf einige Aspekte eingehen, die mich am AS3102T besonders fasziniert bzw. gestört haben:

Ein Feature dieses NAS, den es vom typischen Server unterscheidet, ist der HDMI Ausgang an der Rückseite. Hierüber kann man direkt auf eine eigene Benutzeroberfläche zugtreifen.
Diese wird über das Installieren der ASUSTOR-Portal App verfügbar. Für die ASUSTOR App gibt es im Store noch diverse Zusatzprogramme und Addons, mit denen man den Funktionsumfang erweitern kann.
Standardmäßig sind ein Browser, die Surveillance-App, eine Verlinkung zu Netflix und die Youtube App (So wie man sie von SmartTVs kennt) vorinstalliert. Dies funktioniert alles relativ gut  die Bedienung erfolgt entweder über eine Fernbedienung (diese muss zusätzlich erworben werden), der Droidmote App inkl. Des Hosts auf dem NAS (zu finden im Store) oder ganz einfach durch anschließen einer Maus und Tastatur direkt per USB.

Die Bedienung über Maus und Tastatur funktioniert gut und auch recht schnell.
Das größte Manko aus meiner Sich ist die Unterstützung von 4k Inhalten über HDMI.
Da ASUSTOR damit wirbt das gerade das unterstützt wird, sollte man auch erwarten dürfen das dies einwandfrei funktioniert  dies ist leider nicht der Fall.
Die Youtube App reicht bis maximal 1080p, so wie es auch direkt am SmartTV ist.
Öffnet man Youtube direkt über den vorinstallierten Google Chrome Browser, kann man über die Einstellungen unten rechts zwar 4k auswählen, jedoch läuft das Video dann alles andere als flüssig. Die einzelnen Frames überschneiden sich kreuz und quer und das Bild hängt extrem.
Dies ist sehr schade. Auf Full HD läuft jedoch alles einwandfrei  Die Auflösung der Benutzeroberfläche kann direkt oder über die Portal App auf dem NAS eingestellt werden.

Über das Mediatheken Programm Plex ist das streamen von 4k Inhalten problemlos und auch schnell möglich. An dieser Stelle möchte ich jedem nahelegen, sich mit PLEX oder auch KODI (etwas komplizierter aber mehr Funktionen) auseinander zu setzten, da diese beiden Programme ein wirklich übersichtlicher und auch einfacher Weg zu einer guten Medienbibliothek sind.
Für mich einer der Hauptgründe für einen NAS.

Ein weiter Wermutstropfen in Bezug auf die Verwendung des NAS als Mediacenter ist die sogenannte Preview-Funktion, also die Vorschau auf Dateien im Dateibrowser des NAS. Diese funktioniert nämlich leider praktisch gar nicht. Eine Vorschau auf eine Videodatei ist in vertretbarer Zeit nicht möglich, ebenso verhält es sich auch mit normalen MP3 Dateien  diese funktionieren in der Vorschau nur hin und wieder einmal. Bilder werden unterstützt (JPEG), jedoch nur, wenn man die Vorschau in einem neuen Fenster (Preview in new Window) öffnet. Hier ist seitens ASUSTOR noch etwas Verbesserungsbedarf vorhanden.

Ein interessantes Feature des AS3102T ist der sogenannte Surveillance Center. Mit dessen Hilfe kann man Netzwerkkameras kontrollieren und deren Videos verwalten. Die getätigten Aufnahmen können dann live über das Internet mitverfolgt oder später über oder auf dem NAS angesehen werden.
Wie schon erwähnt wurde meine günstige China-Kamera nicht unterstützt, dies würde ich aber nicht unbedingt der Surveillance App anlasten. Diese erkennt die Kamera, kann sich jedoch nicht mit Ihr verbinden.
Jedoch die Einstellungen und auch die App an sich ist, wie der restliche NAS auch, sehr übersichtlich strukturiert. Die Einstellungsmöglichkeiten sind klar erkennbar und ich denke mit der richtigen Kamera ist dies ein Gewinn für jeden, der etwas überwachen will.

Der NAS bietet darüber hinaus viele Varianten für Datenbackups. Sowohl intern über die RAID Funktion, als auch extern.
Die externen Optionen reichen vom Backup von oder auch auf eine externe Festplatte, bis hin zu Cloudlösungen wie die, die von einem anderen Anbieter angeboten wird. Mit Hilfe von Zusatz Programmen aus dem Store können auch Cloud-Dienste wie Microsoft OneDrive oder GoogleDrive für oder auch als Backups verwendet werden.
Die schnellste Option ist jedoch immer noch das Backup auf eine externe Festplatte, dank der USB 3.0 Anschlüsse kann so eine höhere Datenübertragung ermöglicht werden, als es bisher durch normale Internettarife möglich ist.
Den Größten Teil der Backuplösungen findet man direkt auf dem Desktop in der Rubrik Backup&Restore, den Rest, wie eben schon erwähnt, mit Hilfe von Zusatzapplikationen aus dem Store.

Auch durch andere Erweiterungen aus dem Store wie zum Beispiel durch das Java Runtime Environment (JRE) können die möglichen Aufgabenbereiche des NAS erweitert werden.
Jedoch ist für derartige Erweiterungen Fachwissen notwendig.
Mit etwas Hilfe konnte ich einen kleinen Minecraft Server auf dem NAS laufen lassen und so mit Freunden zusammenspielen. Dies ist nur ein kleines Beispiel, wie man mehr aus dem NAS machen kann und das er auch als relativ guter Server einsetzbar ist.
Auch die Tatsache, dass man von Haus aus seine eigene Website auf dem NAS hosten kann unterstreicht die Tatsache, dass man mit dem Gerät mehr machen kann, als einen einfachen Medien- und Backupserver zu betreiben.
Um hier noch einmal den Vergleich zum QNAP TS251C zu ziehen, dieser konnte ebenfalls seine Aufgabenberieche durch JRE erweitern, jedoch fehlte einfach die notwendige Leistung. Vor allem der knapp bemessene Arbeitsspeicher von nur 1GB begrenzte die Stabilität - Vor allem in Bezug auf den Spiele Server.

9. Fazit

Zusammenfassend habe ich einen sehr guten Gesamteindruck über den AS3102T gewonnen.
Das System läuft dank der guten Zusammenarbeit zwischen Hardware und Software sehr flüssig und stabil.

Der NAS unterstützt alle gängigen Protokolle und durch das DualBay System mit zwei 3,5 Zoll Festplatten finden Daten genug Platz (maximal 20 TB).
Dank dem gut gestaltete Gehäuse und dem 70mm Lüfter bleibt der NAS auch im Dauerbetrieb und unter Volllast sehr leise und kühl. Im Vergleich zu meinem alten NAS von QNAP, der TS251C, verhält er sich deutlich leiser; dies hängt vermutlich mit dem größeren Lüfter (QNAP = 60mm) und auch dem Gehäuse aus Aluminium zusammen, über das Wärme leichter abgeleitet werden kann.

Die Bedienung über einen übersichtlichen Desktop sowie die Möglichkeit über die App Central weitere Software zu beziehen ist sehr gut gelungen. Das Angebot an Apps direkt aus dem Store, also den von ASUSTOR zertifizierten, ist reichhaltig. Abgesehen davon ist es auch möglich, Programme manuell von Drittanbietern zu installieren  über die Risiken wird man vorher durch eine Meldung gewarnt.
Die Verwendung von Protokollen zur Datenübermittlung etc. wie zum Beispiel SSH und FTP sind leicht zugänglich und funktionieren tadellos  bei der Benutzeroberfläche von QNAP sind diese Funktionen leider sehr umständlich zu finden und einzustellen.

Als Kritikpunkt kann man die schon erwähnte Preview-Funktion anführen, da diese mit vielen Dateien wie Filmen oder Musik überfordert ist und somit nicht tadellos funktioniert.
Auch die 4k Unterstützung der ASUSTOR-Portal App ist verbesserungswürdig.

Letztendlich ist der ASUSTOR AS3102T nicht nur ein einfacher Datenspeicher, sondern lässt sich darüber hinaus noch für viele weitere Anwendungsbereiche einsetzten, die den Funktionen eines Homeservers sehr nahekommen.

4,5 von 5 Sterne

Pro:

+ Schneller Dual Core Prozessor von Intel
+ Gute Sicherheitsstandards
+ 2 GB DDR3L RAM
+ DualBay mit bis zu 20 Terrabyte ( z.B 2*10 Terrabyte)
+ Geräuscharmer Betrieb
+ Schnelle und einfache Installation
+ Übersichtlicher Desktop
+ Viele Apps im Store
+ Angemessener Preis von ca. 265 Euro
+ Android und iOS Unterstützung
+ 3x USB 3.0 Anschlüsse zur Datenübertragung

Kontra:

- Arbeitsspeicher ist nicht erweiterbar
- Previewfunktion verbesserungsbedürftig
- Die 4k Unterstützung des HDMI Anschlusses und der Portal-Software ist mangelhaft
- Der Austausch der Festplatten ist verhältnismäßig umständlich
    
  
5 5
     am 09.01.2017
Wer sich nicht zu sehr für die Details interessiert, dem kann direkt hier schon gesagt werden, dass man mit dem 3102T nichts falsch machen kann. Sowohl als reines NAS, Mediaserver und auch als sehr stromsparendes, direkt am Fernseher angeschlossenes, Gerät für Videoabende (Netflix, Amazon Prime, oder lokal gespeicherte Medien) macht das 3102T eine mehr als sehr gute Figur.

Und nun die ausführlichere Version:

Das 3102T ist ein kompaktes NAS mit genug Features als Antwort auf fast alle Wünsche. Das Design ist schörkellos und so weder störend auf, neben, sowie unter dem Schreibtisch, aber wirkt, da es trotzdem kein kleiner, hässlicher, grauer Kasten ist, sondern, wie alle Asus Produkte im Netzwerksegment ein schlicht elegantes Design aufweisen (in diesem Fall das Diamond-Plate-Finish an der Front), im Wohnzimmer neben dem Fernseher absolut nicht deplatziert.
Ebenso schlicht und effektiv wie das Design, kommt der Lieferumfang daher. Netzteil mit Netzkabel (Sowohl mit Schukostecker, als auch Typ G), ein RJ-45 Kabel, 8 Daumenschrauben (alles in mattem Schwarz), eine Installations-CD und eine Schnellanleitung für das Einrichten des NAS. Die letzten zwei Elemente sind eigentlich überflüssig, wie sich recht schnell herausstellte.
[Einbau]
Für den initialen Einbau von Platten benötigt man beim 3102T keinerlei Werkzeug, Kabel, o.ä.. Das Gehäuse verfügt über zwei Daumenschrauben und, einmal geöffnet, zeigt sich das Innenleben des NAS durchaus geräumig, so dass man sich wohl auch mit zwei verbauten Festplatten im Dauerbetrieb und permanenter Belastung der CPU keine Gedanken um die Temperaturen machen braucht.
Für das Anschließen schiebt man lediglich die Platten in die vorgesehenen Bays, bis sie am Ende in den SATA-Steckern sitzen. Anschließend befestigt man sie mit den mitgelieferten Daumenschrauben, baut alles wieder zusammen und ist bereit für das Einrichten. Bis hierhin vergehen nicht einmal fünf Minuten, was schon einmal eine großer Pluspunkt für die Handhabung darstellt.

[Einrichten]
Generell ein eher unbeliebter Punkt, der bei manchen Herstellern gerne etwas lieblos gestaltet wird (führt man ihn doch eher selten aus) ist die initiale Einrichtung des Systems. Mit einem Tunnelblick für die besten Features und perfekte Usability im Betrieb wird hier häufig nicht der gleiche Enthusiasmus an den Tag gelegt.
Wie zu erwarten, ist das ein Wenig anders bei ASUS. Benötigt wird keinerlei Software zum Verbinden, kein Monitor, Tastatur und/ oder Maus, damit man das 3102T einrichten kann. Man nimmt es ans Netzwerk, schaltet es ein und ruft entweder die vergebene IP auf, oder installiert das Asustor Control Center (Beiliegend auf der CD, oder von der Produktseite bei ASUS selbst), welches sucht, findet und danach die Seite des NAS öffnet.
Wer schon einmal einen Router von ASUS eingerichtet hat weiß sicherlich, was auf ihn zukommt. Für alle Anderen lässt es sich recht simpel folgendermaßen ausdrücken: Das Gerät richtet sich selbst ein und möchte bei jedem der 10 nötigen Schritte eigentlich nur darüber informieren, was gerade getan wird. Mitarbeiten muss man nur bei der Vergabe des Admin-Passwortes, der Zeitzone (die aber versucht wird vorher schon an Hand der Browserdaten zu lesen), dem RAID-Einstellungen, sofern man mehrere Platten einbaut (Hierbei wird jeweils auch kurz erklärt, was es damit auf sich hat und ob es eine Ausfallsicherheit gibt  Beispielsweise wird angezeigt, dass bei einem RAID 1 von zwei Platten eine defekt sein darf) und anschließend wird man noch gefragt, ob man sein Gerät registrieren will. Mehr ist für die grundlegende Nutzung als NAS erst einmal nicht zu tun, denn schon jetzt kann man die Standardfreigaben verwenden. Auch Samba ist schon aktiv, so dass man sich auch hier um nichts mehr kümmern muss.

[Interface und weitere Einrichtungsoptionen]
Nun kann man das recht aufgeräumte, und leicht an diverse Smartphone-Betriebssysteme erinnernde, Asustor-Portal bewundern. Und bewundern trifft es ganz gut, denn es gibt fast nichts, das man hier nicht machen, überwachen oder einstellen kann. Die Menus sind mehr als Selbsterklärend (Beispiel: Zugangssteuerung beinhaltet alles, was man für die Nutzerverwaltung oder der Rechtevergabe für diese braucht).
Von Haus aus haben wir hier nun schon die Möglichkeit das 3102T als Multiuser-NAS einzusetzen, einen kleinen Website aufzusetzen, das Gerät als FTP, oder DB-Server (MariaDB ist standardmäßig schon aktiv) zu nutzen und vieles mehr. NFS ist ebenso mit nur einem Klick aktivierbar, wie AFP für Mac-Nutzer.
Neben diesem funktionalen Packet hat Asus aber auch bei den grundlegenden Systemdiensten sauber gearbeitet, so dass von selbstverständlichen Dingen bis hin zu Nett, dass daran gedacht wurde alles dabei ist. Auch hierzu eine kleine Auflistung: Ein Dateiexplorer, der direkt aus dem Web-Frontend Downloads ermöglicht, Cloud-Anbindungen (z.B. Onedrive) und die Synchronisation mit diesen, einfache Backupeinstellungen (FTP, Cloud, Intern, Extern), inklusive der Option für differentielle/ inkrementelle Backups, SMART-Infos der verbauten Platten, ein Aktivitätsmonitor für Speicher, Disks, CPU und Netzwerk, mehrere Systemlogs, die Verbindungen, bis hin zu Dateizugriffen anzeigen können. Sehr praktisch sind auch die gezielten Zugriffseinstellungen (sowohl Nutzer, als auch Quellenbezogen, d.h. man kann beispielsweise gezielt nur FTP einschränken). Zu guter Letzt noch Dr. ASUSTOR, ein kleines Tool, das neben einem groben Systemcheck noch Vorschläge für eine bessere Nutzung und Sicherheit aufzeigt (z.B.: werden regelmäßige Bad-Block-Scans vorgeschlagen)

[Erweiterbarkeit in Software]
Abgesehen von den mitgelieferten Funktionen und Diensten bietet ASUS zudem die Möglichkeit Apps einfach und schnell über die App Central nach zu installieren. So können Python, Perl und diverse andere ebenso installiert werden, wie Torrent-Clients oder Postgres SQL, OwnCloud, ERP-Systeme, ein SVN-Server und viele andere praktische Dinge, derer es zu viele gibt, um sie alle zu nennen. Allerdings ist man bei der Auswahl nicht auf Klassische NAS-, bzw Serverdienste (Web-, Druck- oder Dateiserver) beschränkt. Das 3102T kann auch zum Mediencenter der ganzen Familie werden.
Neben der Möglichkeit mit beispielsweise Plex, oder einem UPnP-Media-Server von ASUS selbst, Medien des NAS von allen Geräten im Netzwerk anzeigen und Stream zu lassen kann man sich auch KODI installieren und, mit angeschlossenem HDMI-Gerät, direkt vom 3102T schauen. Netflix ist standardmäßig schon dabei, aber auch Amazon Prime Kunden kommen nicht zu kurz. Zwar kann letzteres als Plugin in KODI integriert werden, verursacht aber immer wieder Probleme, so dass man recht simpel den vorinstallierten Chrome für das Streamen von Prime-Videos nutzen kann.
So wird aus dem 3102T schnell mehr als nur ein NAS. Es kann, wenn man es will, das mediale Zentrum der Wohnung werden. Und all das, ohne gegenseitige Einschränkungen (Netzwerkauslastung außen vor). In einem Testlauf wurde das Gerät im Wohnzimmer für einen Videoabend an einen Full HD Fernseher angeschlossen. Netflix und Amazon Prime Filme liefen flüssig und ohne Probleme. Gleichzeitig können an mehreren Geräten lokale Videos geschaut werden (Zwei parallel waren hierbei kein Problem). Währenddessen können diese Medienfunktionen ebenfalls die letzten Urlaubsbilder und -Videos flüssig rüber bringen. Und zu guter Letzt kann das Backup des Tageswerkes aus dem Arbeitszimmer auf die internen Platten geschehen.
Da es auch zur Software zählt sei hier ebenfalls die Apps erwähnt, die für iOS und Android eine Komplettverwaltung des NAS ermöglicht, sowie AiRemote als Fernbedienung und noch einige Weitere Asus-Apps, welche die Arbeit mit dem NAS komfortabel und einfach gestalten.

[Erweiterbarkeit in Hardware]
Eine Funktionspalette, egal wie groß und perfekt umgesetzt, ist stets nur so gut, wie die realen Einsatzmöglichkeiten. Hierbei kommen natürlich immer mehrere Punkte zusammen. Ein Einsatz als MedienPC am Fernseher ist nur dann brauchbar, wenn man hierfür nicht meterweise Kabel verlegen muss (Sofern der Router nicht auch dort platziert ist). Ebenso will man mitunter nicht gerade Maus und Tastatur im Wohnzimmer als optische Störelemente haben, wenn sich das 3102T so mühelos eingliedert.
Auch hier wurde mitgedacht. Man ist nicht auf eine Kabelverbindung angewiesen, sondern kann jederzeit mit einen Wifi-Dongle nachrüsten. Die Einrichtung ist ebenso mühelos, wie die Grundinstallation. Hierfür hat ASUS auch eine Übersicht über alle kompatiblen Geräte zur Verfügung gestellt, die, wie so viele andere Infos auch, direkt über die Produktseite abrufbar ist.
Auch das Tastatur- und Mausproblem muss nicht einfach hingenommen werden. Für das 3102T gibt es (leider nur zusätzlich zu erwerben) eine IR-Fernbedienung, die die Menuführung so einfach gestaltet, wie man es von allen guten Digitalreceivern kennt.
Und zu guter Letzt gibt es mit den Sticks von DVBLogic noch die Möglichkeit DVB, Kabel und IP-TV nicht nur mit dem 3102T als Receiver direkt am Fernseher zu schauen, sondern, mit der entsprechenden App von DVBLogic für die Asustor-Geräte, auch auf allen anderen Geräten im Netzwerk.

[Datenübertragung]
Da es sich um ein NAS handelt, sind natürlich keine Transfergeschwindigkeiten zu erwarten, die denen der Platten entsprechen, wenn sie im Rechner selbst verbaut wären. Allerdings muss sich das 3102T auch nicht vor der Konkurrenz verstecken. Mit real erreichbaren 118.3 MB/s (Vergleich intern verbaut 198.3 MB/s) beim Lesen und 118.4 MB/s (intern 205 MB/s) beim Schreiben.
Diese Werte sind natürlich immer abhängig von der Dateianzahl und deren Größe (Viele kleine Dateien drücken die Transferrate, eine Große lässt sie steigen), daher sei erwähnt, dass die angegebenen Werte dem Mittelwert von jeweils 10 Kopiervorgängen für eine 4 GiB-Image-Datei entsprechen. Damit kein Bottleneck entstehen konnte war der Kopierpartner jeweils eine Samsung 840 Pro.
Interessant ist zudem, dass es kaum signifikante Unterschiede zwischen den Raids 0 und 1 gibt, was die Transferraten anbelangt.
In jedem Fall zeigt sich, dass das 3102T sich auch hier sehen lassen kann und auch mit hohem Datenverkehr gut umzugehen weiß. Es kann bedenkenlos als Live auf den eingebundenen Laufwerken gearbeitet werden, ohne dass man größere Einbußen zu erwarten haben dürfte.

[Datensicherheit]
Ein nettes Feature ist die Möglichkeit der hardwareseitigen Verschlüsselung. Auch hier hat man bessere Optionen als An und Aus. Man kann für seine Ordner separat die Verschlüsselung aktivieren, so dass nur bestimmte Teile der Platte verschlüsselt werden. (Anm.: Ob es jemanden, der die Platte durchwühlt weniger misstrauisch macht, wenn Teile verschlüsselt sind sei dahingestellt). Aber wie sicher sind die Daten dann nun wirklich?
Verwendet wird eine 256 Bit AES Verschlüsselung, welche, zumindest in naher Zukunft, nicht zu knacken sein sollte. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht möglich ist, nur benötigt man mit einem Bruteforceangriff im Schnitt 2^255 Versuche, was mehr sind, als man im Leben durchführen können dürfte. Auch sind keine Schwachstellen bekannt, die die Versuche um wenige Zweierpotenzen verringern können, aber wie alle Verschlüsselungen basiert die Sicherheit darauf, dass es de facto nicht in einem nahen Zeitrahmen und mit heutigen Mitteln möglich ist die Verschlüsselung aufzuheben, sofern man den Schlüssel nicht kennt. Eine statistische Sicherheit, denn es wäre natürlich auch möglich beim ersten Versuch den richtigen Schlüssel zu raten.
Neben dieser relativen Sicherheit gibt es in vielen Implementierungen von Verschlüsselungsalgorithmen Fehler, so dass der Algorithmus zwar sicher ist, seine Nutzung unter den gegebenen Bedingungen, bzw mit der gegebenen Software, aber nichts bringt. Im vorliegenden Fall konnte keine solche Lücke gefunden werden.
Eine zweite Fehlerquelle sind oftmals nicht gesicherte Keystores, o.ä., so dass die Verschlüsselung selbst zwar makellos, Keys jedoch von findigen Leuten auffindbar sind. Auch eine fest im System bestehende Schlüssel können ein solches Problem sein, was aber die die Schlüsselgenerierung auf Basis eines Passwortes nicht der Fall ist.
In diese und die vorher erwähnte Lückensuche ist c.a. eine komplette Woche geflossen, aber an keiner Stelle finden sich sinnvoll verwertbare Einträge, weder in Dateien, noch im RAM des Systems. Man kann zwar auch ohne Key eine Grobe Inhaltsangabe bekommen, aber außer der Tiefe der Ordnerstruktur, der Anzahl von Ordnern und Dateien und der Information, welche Dateien eigentlich ausführbar sind ist da wenig zu holen. Und selbst dafür muss man erst einmal per SSH in das System rein. Gleiches würde für alle Funde von Schlüsseln gelten, die aber, wie gesagt, als Klartext leider nirgends auffindbar sind.
Daher bleibt nur die Schwachstelle Mensch: Wer die Schlüsseldatei, oder das Passwort an dritte gelangen lässt, dem hilft natürlich keine noch so gute Verschlüsselung weiter.

[Stromverbraucht und Geräuschkulisse]
Abschließend gibt es natürlich noch zwei Punkte, die nicht vernachlässigt werden dürften: Die Lautstärkeentwicklung, sowie der Stromverbrauch.
Ersteres hängt natürlich stark von den verbauten Platten ab, aber aus subjektiver Sicht bewegt man sich in einem sehr humanen Rahmen, auch wenn keine Vibrationsdämpfer bei der Plattenmontage verwendet wurden. Der Lüfter des Systems ist quasi nicht wahrnehmbar und wenn man nicht gerade große Datenmengen schaufelt bekommt man auch von den Platten wenig mit. Bei verwendeten SSDs wäre das System quasi Geräuschlos. Das äußert sich auch darin, dass man beim Ein- und Ausschalten des 3102T durchaus erschrecken kann, ob der lauten Signaltöne (welche lautstärkemäßig übrigens ebenfalls regelbar sind in den Einstellungen).
In Punkto Stromverbrauch macht das 3102T ebenfalls eine wirklich gute Figur. Das liegt u.a. mit am Intel Celeron N3050 mit seinen nur 6W TDP, der dank AES-ni ebenfalls dazu beiträgt, dass die Übertragungsraten in verschlüsselte Ordner, bzw. aus ihnen heraus nur marginal unter den Standardwerten liegen. Der maximal messbare Wert war mit 22 Watt durchaus vertretbar, liefen hier doch Kopiervorgänge in verschlüsselte Plattenordner und Videowiedergabe gleichzeitig. Idle kamen nur 11,7 Watt zu Stande. Im Ruhezustand werden nur noch 0,3 Watt benötigt. In Summe durchaus ein System, dass man bedenkenlos 24/7 laufen lassen kann, ohne sich die Stromkosten an der Armutsgrenze zu nähern.

[Fazit]
Ein perfekt abgerundetes Packet. Als NAS mehr als überzeugend, aber durch die zusätzlichen Fähigkeiten dann letztendlich Perfekt. Ansehnliches, sauberes Design trifft erdrückender Leistung und Featuredichte und komfortable Handhabung. Typisch ASUS.
    
  
4 5
     am 08.01.2017
Das Asustor NAS ist insgesamt ein sehr gutes Gerät mit Funktionen die ich nicht missen möchte. Jedoch ist die Einrichtung alles andere als einfach. Die Installation und Inbetriebnahme ist durch den Insallationsassistenten sehr gut. Doch danach muss man sich erstmal zurecht finden wie die Oberfläche und das Ökosystem Funktioniert.
Das Gerät hat einen HDMI Anschluss, der aber erst durch die Installation einer Asustor Portal Paketes auf dem NAS aktiviert wird. Danach kann man über HDMI die Asustor Portal - Oberfläche am Fernseher nutzen. Jedoch ist dieses Oberfläche eher mittelmäßig und erntet kein Lob von mir.
Dazu kommt, dass das ASUSTOR NAS viele Apps benötigt, die auf dem Gerät manuell Installiert werden müssen. So muss Soundsgood auf dem ASUSTOR NAS installiert werden um die Smartphone App AiAudio nutzbar zu machen. LooksGood wird auf dem NAS benötigt um auf dem Handy die AiVideo App zu nutzen und um auf dem Smartphone die AiPhoto App benutzen zu können muss PhotoGallery auf dem Gerät installiert werden.
Sieht man von dem schwierigen Einstig ab, ist das Gerät einfach super!
Die Oberfläche macht das Verwalten von Rechten sehr einfach. Der Traum von einer eigenen Cloud ist einfach umzusetzen mit Paketen wie Nextcloud die sich einfach installieren lassen. Wenn man eine eigene DynDNS besitzt kann man sich sehr simpel über den integrierten LetsEncrypt Service ein Https- Zertifikat ausstellen lassen. Dieses richtet sich automatisch ein und funktioniert tadellos. Auch für den Gamer in mir war es ein Vergnügen einen eigenen Teamspeak3 Server auf dem Gerät laufen lassen zu können. Die Einrichtung eines WebDav Zuganges war auch ein Kinderspiel. Selbst Virtuelle Maschinen laufen auf dem Gerät, auch wenn auf dem Intel Celeron mit 2 GB Arbeitsspeicher, eher Linux Debian gewählt werden sollte. Die Smartphone App AiAudio macht meine eigene Musiksammlung zu meinem persönlichen Spotify. Auch kann ein iTunes Server einfach auf dem NAS eingerichtet werden.
Fazit:
Auch wenn mich die Einrichtung etwas Zeit gekostet hat und holperig war und auch erwähnt werden muss das die HDMI Asustor Portal -Oberfläche aktuell keinen Kaufgrund darstellt. Hat das ASUSTOR NAS für mich persönlich viele Gute Apps und Services welche ich nicht mehr hergeben will.
    
  

Testberichte

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