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Artikelbeschreibung

Seit dem 16.02.2018 im Sortiment

Die Alphacool Eisbaer LT ist eine leistungsfähige Kompaktwasserkühlung, welche sich durch normale Custom Komponenten von den bisherigen AIO Kühlungen abhebt. Die Anschlüsse sind auf hochwertigem Messing gefertigt und basieren auf üblichen G I/4"-Gewinden, wodurch diese einfach austauschbar sind. Des Weiteren lässt sich der Eisbaer LT über den Ready-Schnellverschluss erweitern und ist so kompatibel zu allen anderen Eisbaer Produkten. Der extradünne 25mm Slim-Radiator ist vollständig aus Kupfer gefertigt. Kupfer besitzt eine doppelt so hohe Wärmekapazität gegenüber Aluminium, wodurch der Slim-Radiator eine optimale Kühlung gewährleistet. Der Kühlerboden besteht ebenfalls vollständig aus Kupfer und leitet die Wärme durch ultrafeine Kreuzschlitze extrem schnell von der CPU.

Die ohnehin schon leise Pumpe kann optional mit einem 7V-Adapter noch stärker in der Geräuschentwicklung gedrosselt werden.

Die Eiswind-Lüfter wurden speziell für Radiatoren entwickelt und erzeugen einen hohen statischen Druck um kühle Luft zwischen den Kühlfinnen hindurch zu drücken. Zur Lüftersteuerung liegt dem Eisbaer ein PWMY-Adapter bei, sodass die zwei Push & Pull Lüfter über einen PWM-Anschluss Ihres Mainboards angesteuert werden können. Per PWM lassen sich die Lüfter im Bereich von 550 bis 1700 U/min regeln. Der Kupferradiator und Kupferkühler bieten eine enorm hohe Kühlleistung zudem wird dank der Schnellverschlüsse und den Custom-Wasserkühlungsteilen eine enorme Erweiterbarkeit ermöglicht


Aktionen und wichtige Informationen

Mindfactory Kicktipp 2018

Weitere Infos

Technische Daten

Allgemein:
Modell: Eisbaer LT 120 CPU
Typ: Komplett-Wasserkühlung
Sockel: 604, 754, 771, 939, 1150, 1151, 1155, 1156, 2011, 2011-3, 2066, AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, C32, FM1, FM2, FM2+, G34
Anschlüsse: 3-Pin, 4-Pol PWM, G1/4"

Hinweis: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

 

Kundenbewertungen

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10 Bewertungen

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4 5
     am 11.05.2018
Testbericht Alphacool Eisbaer LT 120 CPU-Black

Da ich die Alphacool Eisbaer LT120 zum testen von Mindfactory bekommen habe, möchte ich euch gerne meine Erfahrungen mit der Wasserkühlung mitteilen.

Im Lieferumfang befindet sich alles notwendige, was man zum Einbau der Wasserkühlung benötigt. Im einzelnen sind im Lieferumfang enthalten: Radiator sowie Kühler mit beiden Schläuchen, 2x 120er Lüfter, Schrauben/Muttern/ Unterlegscheiben, CPU abhängige Adapter (AMD/Intel), Wärmeleitpaste, PWM Adapterkabel.

Die Verarbeitung des Systems ist ausgezeichnet, der Vollkupfer Radiator hat natürlich einige Vorteile im Gegensatz zu nicht Vollkupfer, welche sich besonders durch die Kühlleistung bemerkbar machen. Die Schläuche haben Knickschutzfedern, damit man nicht unabsichtlich den Wasserlauf behindert kann. Ausgerüstet ist ein Schlauch mit einer Schnellverschlusskupplung , an diese könnte man weitere Kühlsysteme anbringen zum Beispiel GPU Kühlung usw., das System ist also sehr flexibel erweiterbar. Die beiden 120 er Lüfter haben einen PWM Anschluss um die Geschwindigkeit der Lüfter gleichzeitig Steuern zu können, zudem ist ein Adapterkabel im Lieferumfang inbegriffen. Die Lüfter haben eine maximale Umdrehung von 1700pm bei 2,2Watt, 12V DC.

Das Design der Wasserkühlung: Geschmäcker sind verschieden, der eine mag Bling Bling, der andere mags unauffällig. Die Wasserkühlung aus dem Hause Alphacool ist funktionell und kommt ohne jegliche Bling Bling-dinge aus. Durch die Farbwahl (Schwarz) wirkt die Kühlung schon sehr Hochwertig.

Nun komme ich zum Einbau der Wasserkühlung.
Der Einbau ist Kinderleicht, wenn man mit etwas technischem Verstand an die Sache geht.
Für die Wasserkühlung habe ich mir extra ein neuen Gehäuse gegönnt, da mein altes Gehäuse keine Möglichkeit besaß, die Wasserkühlung bzw. den Radiator einbauen zu können. Nun habe ich die Möglichkeit den Radiator an 3 verschiedene Punkte anzubringen (Vorn, Oben, Hinten).
Ich habe den Radiator oben verbaut, da mein restliches Kühlsystem sonst nicht ordnungsgemäß funktionieren kann. Ich habe nur einen Lüfter verbaut, man kann wenn man mag natürlich auch beide Lüfter an den Radiator anschrauben. Den Lüfter habe ich so verbaut, dass er aus dem Gehäuse pustet, da die Wärme ja sowieso nach oben steigt bietet sich dies natürlich an aber wo man den Radiator anbringt bzw. in welche Richtung man die Lüfter laufen lässt ist jedem selbst überlassen und kommt auch auf den Luftfluss im Gehäuse an.
Alle benötigten Schrauben sind vorhanden um die Lüfter an den Radiator und anschliessend an das Gehäuse anbringen zu können. Der Kühlkörper für die CPU benötigt vor dem Einbau noch eine Halterung, welche sehr schön bebildert im Handbuch erklärt wird, bei meinem CPU habe ich also die AMD Halterung verwendet. Beide Halterungshälften werden in den Kühlkörper geschoben und verankert, nun werden 4 Schrauben sowie Federn/ Unterlegscheiben/ Muttern an die Halterung angebracht. Nun ist der Kühlkörper fertig für den Einbau, vorm Aufsetzen auf den CPU sollte man natürlich die Schutzfolie entfernen sowie die Wärmeleitpaste auftragen. Die Wärmeleitpaste reicht geradeso also sollte man damit sparsam sein, mir war es etwas zu wenig daher habe ich noch zusätzlich Wärmeleitpaste aufgetragen, der Hersteller sollte wohl etwas mehr Wärmeleitpaste in den Lieferumfang packen, meiner Meinung nach. Die Wasserkühlung ist bereits vom Hersteller befüllt. Nach installieren des Kühlkörpers sowie des Radiators samt Lüfter müssen nur noch die Schläuche angeschlossen werden und fertig ist der Einbau.

Die Lautstärke der Lüfter ist hörbar, meine Lüfter lasse ich automatisch vom System regeln. Die Vibration die sich dadurch übertragen ist nicht so schön. Mein Gehäuse ist gedämmt und dennoch empfinde ich die Lautstarke als störend. Da hilft nur eine do-it-yourself Lösung, einfach selbst hergestellte Gummipuffer bauen und diese an die Verschraubung der Lüfter anbringen damit die Schrauben die Vibrationen nicht mehr ans Gehäuse übertragen können, dann ist es sehr viel ruhiger. Schade das der Hersteller solche Gummipuffer nicht mitliefert.

Den Luftdurchsatz kann ich leider nicht messen, ich habe jedoch mal oben ans Gehäuse ein Taschentuch gehalten und muss sagen, die oder der Lüfter pusten schon ordentlich und das Taschentuch bewegt sich ordentlich, somit befördert der Lüfter genug Wärme aus dem Gehäuse bzw. aus dem Radiator.

Nun zum wichtigsten der Kühlleistung der Alphacool Eisbaer 120 LT.
Ich habe die CPU Temperatur mittels eines Zusatzprogramms ausgelesen , welches ich auch vorm Einbau der Wasserkühlung durchlaufen lies. Ohne Wasserkühlung also mittels normalem AMD Lüfter betrug die Normaltemperatur etwa 38-50 Grad und beim spielen etwa 75-80 Grad. Mit der Wasserkühlung sind die Temperaturen etwas nach unten gegangen, in der normalen Benutzung stehen nun nur noch 32-45 Grad da und beim spielen sind es nach einigen Stunden maximal 69 Grad, welche aber nur kurz erreicht werden, meist läuft das System mit etwa 50 Grad beim spielen. Die Lüfter regeln ja hoch sobald eine Temperaturgrenze erreicht wird. Also muss ich sagen, die Wasserkühlung bringt schon etwas mehr Kühlleistung im Gegensatz zu dem normalen Lüfter. Aktuell läuft das System mit 35 Grad beim Verfassen des Textes. Die Raumtemperatur beträgt 25 Grad, somit ist der Rechner speziell die CPU nur 10 Grad wärmer.

Über die Haltbarkeit der Wasserkühlung kann ich im Moment natürlich nicht viel sagen, das System ist neu und nur ein paar Tage bis jetzt verbaut. Wenn man jedoch die Verarbeitung des Radiators und der zugehörigen Teile betrachtet, sollte es längerfristig keine Probleme geben.

Zum Preis-/Leistungsverhältnis der Alphacool Eisbaer Lt 120 CPU-Black. Die Wasserkühlung für den Prozessor kostet nicht mal 100¤ und es ist alles dabei was benötigt wird, zudem ist die Verarbeitung sowie das benötigte Zubehör hochwertig. Flexibel ist das System dazu auch noch und mittels Schnellverschlusskupplung kann man das System weiter erweitern, die Lüfter bringen genug Leistung mit und befördern genug Luft ins oder aus dem Gehäuse. Klar gibt es einige Dinge die der Hersteller besser machen könnte, wie die von mir aufgezählten Kritikpunkte, zu wenig Wärmeleitpaste für mein Empfinden sowie die Vibrationen die der Lüfter an die Schrauben weiter leitet und ein nicht so schönes Geräusch hervorruft, die von mir erwähnten Gummipuffer sollte der Hersteller wohl mit in den Lieferumfang packen, dann wäre alles perfekt.

Die Wasserkühlung sitzt bei mir in einem be quit Pure Base 600 Gehäuse, die weitere Hardware meines Rechners sind ein Asus Prime B350-Plus Mainbord, darauf ein AMD Ryzen 5 1600.

Als Testspiel für die Temperaturmessung habe ich Kingdome come gespielt, welches ja schon relativ hohe Hardwareressourcen benötigt.
    
  
5 5
     am 11.05.2018
Ich hatte das Glück die AlphaCool Eisbaer LT 120 CPU Komplett-Wasserkühlung für 2 Wochen testen zu dürfen. Vielen Dank deshalb nochmal an Mindfactory AG.
Bevor ich die AlphaCool Eisbaer LT 120 CPU Komplett-Wasserkühlung in mein System verbauen durfte, hatte ich einen ARCTIC Freezer 13 installiert. Damit war ich bis jetzt immer zufrieden gewesen.
Bevor ich ins Detail gehe, möchte ich erst einmal ein Kurzfazit geben.
Die Kühlleistung des kleinen Eisbaer ist für meinen Prozessor, einen I5-8600K, bei normaler Nutzung völlig zufriedenstellend (Idle = Raumtemperatur + 4 Grad / Last = max.54°C beides bei 3.6Gz) und selbst unter Last fällt das Geräusch der beiden 120mm Lüfter kaum auf. Die Installation auf meinem Sockel 1151 ist simpel und der Verbund zwischen Kühleinheit und Hauptplatine ist erste Klasse.
Als nächstes möchte ich etwas ins Detail gehen.
Verpackung: Selbst der kleine Eisbaer LT 120 kommt in einer riesigen Verpackung, im Verhältnis zu allen Luftkühlern, die ich bisher hatte. Sie wirkt hochwertig und stabil und sollte das Produkt auch vor kleinen Unfällen auf dem Transportweg schützen. Das ist auch notwendig, da das bereits mit Wasser vorgefüllte System, auf Grund von Kupferradiator und Kupferkühler über 2 Kilo wiegt. Die Teile sind bis auf die Backplate größtenteils aus Metall und fühlen sich hochwertig an. Auch die Schläuche zwischen Kühlkörper und Radiator sind mit einem Knickschutz versehen um einen kontinuierlichen Wasserfluss zu ermöglichen.
Einbau: Da ich nur über den Sockel 1151 verfüge kann ich zu den diversen anderen Sockeln leider keine Auskunft geben. Der Einbau erfolgt jedoch grundsätzlich überall gleich. Außer bei den 2011 und 2066er Sockeln (keine Backplate nötig) wird der Kühlkörper mit der jeweiligen Klammer versehen und über 4 Schrauben an der mitgelieferten Backplate befestigt. Bei meinem Mainboard (einem ROG STRIX Z370-G GAMING (WI-FI AC)) kam es dabei zu einem kleinen Kritikpunkt. Die mitgelieferte Backplate passte nicht wirklich perfekt auf die Unterseite des Sockels. Nach dem Anziehen der Schrauben waren daher die Außenteile der Backplate zur Hauptplatine hingebogen. Das dürfte die Funktion keinesfalls einschränken, jedoch könnte AlphaCool das auch einfach beheben.
Die im Kühlkörper installierte Pumpe wird daraufhin am Mainboard am Pumpenanschluss und die Lüfter am Radiator an einem Fan-Adapter angeschlossen. Eingebaut sieht der Kühler auf der Hauptplatine sehr kompakt aus und im Vergleich zu einem größeren Luftkühler wirkt der Computer gleich aufgeräumter.
AlphaCool legt dem Eisbaer eine eigene AlphaCool Wärmeleitpaste bei. Ich bin der Meinung, dass das durchaus positiv hervorgehoben werden kann, da selbst teurere Konkurrenzprodukte mit bereits aufgetragener Paste für den einmaligen Einbau geliefert werden, der Eisbaer jedoch mit genug Paste geliefert wird ihn 4-5 mal umzubauen. Ich habe in verschiedenen Foren gelesen, dass einigen Nutzern der Einbau schwer fiel, kann diese Kritik jedoch nicht nachvollziehen. Ich persönlich empfand den Einbau leichter, als zum Beispiel bei einem be quiet! pure rock gerade auch weil der Kühlkörper des Eisbear kleiner ist.
Bisher habe ich immer Kryonaut von Thermal Grizzly verwendet, für den Test habe ich allerdings die Beigelegte Paste benutzt. Daher beziehen sich alle späteren Temperaturwerte auf die AlphaCool-Paste.
Lautstärke: Die beiden 120mm Lüfter und die Pumpe, sind in meinem Gehäuse quasi lautlos. Nur bei absoluter Stille im Raum ist die Pumpe wahrnehmbar. Auch wenn die CPU unter Last läuft und die Grafikarte nur in Idle ist, hört man ausschließlich die GPU. Selbst unter Last und bei Nutzung der Onboard-Grafikkarte ist der Kühler quasi nicht zu hören.

Anschlüsse: Am Kühlkörper selbst sind die Schläuche über Standard G1/4 Gewinde befestigt und dadurch im Zweifelsfall einfach austauschbar. Das besondere an Alphacools Lösung ist jedoch das Schnellverschlusssystem an einem der beiden Schläuche. Sollte mal eine Erweiterung des Wasserkühlsystems, zum Beispiel für die Grafikkarte in Betracht gezogen werden, ist das mit dem Schnellverschluss denkbar einfach möglich. Andere Alphacool Produkte mit Schnellverschlusssystem lassen sich in Sekundenschnelle mit dem bereits vorhandenen Kühlkreislauf kombinieren. Dank Sicherheitsverschluss muss man sich dabei keine Sorgen um ein Auslaufen des Kühlsystems machen. Ich habe einmal Testweise den Schnellverschluss geöffnet und dabei ist nicht mehr als ein Tropfen Wasser entwichen.
Kühlleistung: In meinem System habe ich einen Intel I5-8600K Prozessor verbaut. Das Gehäuse ist ein Corsair Crystal 570X RGB. Ich habe 3 Prime 95 CPU Torture Test(Small FFTs maximum Heat) für je 12 Minuten laufen lassen, bei 3 verschiedenen Taktraten. Zuerst bei den Standard 3,6Ghz, die von Intel für den Prozessor vorgesehen sind. Im Forum-post sollten unten Screenshots der Benchmarks und Temperaturgrafiken vorhanden sein. Die Ausführungen, die jetzt folgen sind für die Produktseite gemacht. Außerdem bei 4,1 Ghz, die mein Mainboard bei wassergekühlten Prozessoren in Gaming-Systemen empfohlen hat und zuletzt bei 5Ghz. Höhere Taktraten hatte ich versucht zu testen, mein System ist dabei jedoch instabil geworden und ich habe mich auf die 3 bereits durchgeführten Tests beschränkt. Im Leerlauf und bei 3,6Ghz wurde mir eine Temperatur von 23°C bis 24°C angezeigt, bei einer Raumtemperatur von 20°C. Während des Stresstests bei 3,6Ghz stieg die Temperatur auf ein Maximum von 54°C und pegelte sich auf einem Niveau von 52°C bis 54°C ein. Selbst nach 12 Minuten hatte sich dieses Niveau nicht nach oben Verschoben. Bei den von meinem Mainboard empfohlenen 4,1Ghz habe ich eine Spitzentemperatur von 64°C gemessen, die Temperatur war in etwa bei 62°C bis 64°C. Bei manueller Übertaktung auf 5Ghz wurde eine einmalige Spitze von 80°C gemessen, im Durchschnitt war das Niveau jedoch bei 70°C bis 75°C. Mich persönlich stellt diese Leistung vollends zufrieden. Ich könnte mir vorstellen, dass bei deutlich länger anhaltender Belastung des Prozessors ein Alphacool Eisbaer LT 240 oder sogar ein Eisbaer LT 360 zu besseren Ergebnissen führen. Für den alltäglichen Gebrauch durch Gaming mit einem i5 Prozessor ist der Eisbaer LT 120 jedoch völlig ausreichend, gerade auch wenn man ein ITX-Gehäuse und dadurch wenig Platz für einen riesigen Radiator hat.
Fazit: Der AlphaCool Eisbaer LT 120 ist eine wunderbare kompakte Wasserkühlung für den nicht zu ambitionierten Übertakter und lässt sich auf Wunsch durch das Schnellanschluss-System um einen von Alphacools GPU Kühlern erweitern. Darin sollte auch der Hauptvorteil gegenüber einer Hochleistungs-Luftkühlung gesehen werden. Ich persönlich würde nur noch sehr ungerne zu einem Luftkühler zurückkehren, auch weil der PC durch den kleinen Kühlblock deutlich aufgeräumter aussieht. Danke fürs lesen.
    
  
4 5
     am 10.05.2018
Ich hatte das große Glück durch die Aktion von Alphacool und Mindfactory, über die Tester Keeper Aktion eine neue Eisbär LT 120 zu erhalten. Ich habe auch bewusst mit der Bewertung bis kurz vor Ende der gesetzten Frist gewartet, damit ich die AIO auch wirklich testen und bewerten kann.
Vorab möchte ich mich in aller Form dafür herzlich bedanken. Ich habe mich wirklich sehr gefreut.
Wie von Mindfactory gewohnt, kam das Paket wirklich sehr schnell bei mir zu Hause an. Voller Freude wurde die Wasserkühlung am gleichen Abend eingebaut. Ich habe vor dem Einbau erstmal einige Tests mit dem "alten" Kühler gemacht, damit ich besser bewerten und auch vergleichen kann. Da ich schon länger am grübeln war, ob ich auf eine AIO wechseln sollte, kam mir das natürlich sehr gelegen.
Vorab möchte ich noch erwähnen, dass ich vor einigen Wochen auf ein anderes Gehäuse gewechselt habe, deshalb kam mir das 120er System gerade recht. Mein jetziges Gehäuse ist ein Phanteks Eclipse 400s, also die schallgedämmte Version mit Sichtfenster. (Temperd Glass) Dies ist zwar optisch ansprechend, aber für AIO´s leider nicht wirklich sehr flexibel. Es passen nur Radiatoren in die Front von 120er bis 360er, bei den grossen allerdings nur ohne HDD käfig.
Mein System besteht aus einem I5 6600K mit OC auf 4.2GHz bei 1.3 Volt, RX 480 8GB und 8GB Ram.
Das erst einmal zum Hintergrund, jetzt zu der AIO selbst. Als das Paket kam, habe ich mich zuerst ein wenig über die Größe von dem Paket gewundert. Beim auspacken habe ich aber gemerkt, dass es daran liegt, dass die 120er Version im gleichen Karton wie die 240er Version geliefert wird. Dies kann also erstmal kurz für Verwirrung sorgen.
Beim Auspacken und den ersten Berührungen empfand ich das System als sehr gut verarbeitet, "schwer" und recht wertig. Ich muss allerdings dazu sagen, dass man dieses Gefühl bei den beiliegenden Eiswind-Lüftern leider nicht wirklich hatte. Bevor ich jedoch voreilige Entschlüsse fasste, dachte ich mir, erstmal abwarten. Rein optisch hat mich das schlichte Design aber doch sehr angesprochen.
Als ich mit der Montage begonnen habe, machte ich das Gehäuse erst einmal komplett nackig, damit ich auch den Ben Nevis einfacher abbauen habe können. Die Anleitung habe ich genau betrachtet und dann ging es auch schon los. Vorweg würde ich behaupten, dass es bei einem neuem System, also nicht schon in ein Gehäuse gebautes, sich die Montage einfacher gestaltet. Zum eigentlichen Einbau kann ich nur sagen 3 oder auch 4 Hände wären manchmal besser gewesen. Es ist zu zweit nämlich einfacher, die Pumpe zu fixieren, damit sie nicht auf das Maindboard rutscht oder gar fällt und womöglich Schaden anrichten könnte. Es ist nicht unmöglich oder extrem schwer, die AIO einzubauen aber man muss sich schon zu helfen wissen, Klebeband bewirkt manchmal echte Wunder. ;)
Die Pumpe selbst ist recht einfach zu montieren, dazu sollte das Gehäuse gerade stehen. Zumindest war es für mich einfacher, da die Halterung, die auf der Rückseite angebracht werden muss, mit den vorinstallierten Klebepads nicht wirklich hält. Hier gebe ich aber mehr dem Sockel 1151 die Schuld, weil die Rückseite der CPU Aufnahme nicht plan ist, sondern zwei kleine Schräubchen heraus stehen. Zu der Rückseitenaufnahme kann ich noch sagen, dass diese leider aus Kunststoff besteht, bei dem Ben Nevis bestand diese aus Metall und war somit wertiger.
Nachdem ich den Einbau geschafft hatte, habe ich natürlich gleich mal den Computer angemacht, um das Ganze dann auch zu testen. Ich habe mich allerdings doch schon sehr erschrocken, denn es gluckerte schon recht viel und machte für mich auch generell komische Geräusche. Ich hatte bisher davor aber auch nur eine Luftkühlung. Das Gluckern verschwand nach ein paar Sekunden, doch meines Erachtens war auch nach einiger Zeit in Windows die Lüftung noch recht laut. Also habe ich einen Neustart gemacht und bin ins Uefi und habe die Lüfter auf ca 800 Umdrehungen runtergeregelt bzw. eine ruhiger Lüfterkurve eingestellt. Als ich wieder in Windows gegangen bin, war die Lüftung angenehm leise.
Die Pumpe hat jedoch ein eigenes Geräusch und läuft permant auf 2600 Umdrehungen. Ich weiß leider auch nicht, wie man diese runtergeregelt bekommt. Das soll heißen, sie ist wahrnehmbar, für mich nicht störend, aber Silent ist anders. Ich denke mit der Zeit gewöhnt man sich an das Geräusch und dadurch nimmt man es nicht mehr wirklich wahr. Vibrationen konnte ich bis jetzt keine wahrnehmen.
Hier habe ich die Temperaturen für euch verglichen. Zuvor wurde die CPU mit einem Alpenföhn Ben Nevis in Schach gehalten, dieser kam auf folgende Werte:

Ben Nevis ( 23°C Raumtemperatur)
Idle/Office/Surfen ~38°C
Cinebench R15 ~60°C (1 Durchlauf)
Cinebench R15 ~68°C (3 Durchläufe)
Overwatch ~52°C (1,5 Std)
Ghost Recon Wildlands ~58°C (2 Std)

Die AIO dagegen kam auf folgende Werte:

Alphacool Eisbär LT 120 ( 23°C Raumtemperatur)
Idle/Office/Surfen ~32°C
Cinebench R15 ~55°C (1 Durchlauf)
Cinebench R15 ~61°C ( 3 Durchläufe)
Overwatch ~46°C (1,5 Std)
Ghost Recon Wildlands ~51°C (2 Std)

Hier sieht man schon recht deutlich, dass die AIO das System schon deutlich kühler hält.Die Messungen wurden hauptsächlich mit Hardware Monitor ausgelesen und bei den Spielen lief der MSI Afterburner mit.
Mein Fazit:
Ich habe gefallen an AIO´s gefunden und das wird auch sicher nicht meine letzte sein. ;) Mir gefällt die recht schlichte Optik sehr gut. Allerdings hätte ich mich nur noch über ein weiß beleuchtetes Logo gefreut. Aber das ist bekanntlich ja Geschmackssache. Mit dem Pumpengeräusch kann ich Leben, benutze schließlich auch noch eine HDD und diese macht mehr Lärm. Für ein kompaktes System und nicht zum erbrechen übertaktetes Setup sicherlich ein guter Kompromiss. Wenn ich jetzt nochmal die Wahl hätte würde ich aber ein 240er Radiator wählen, vorallem um jetzt sehen zu können, was dieser gegen die kleine Version noch rausholen kann. Auch der kleine Aufpreis würde mich eher zu dem größeren Bruder tendieren lassen. Ich empfinde den Preis trotz der Verarbeitung ein klein wenig zu hoch für die AIO. Die Wasserkühlung ist aber für jemanden, der die Marke Alphacool schätzt, auch für diesen Preis natürlich sehr interessant und auf jeden Fall zum Kauf zu empfehlen. Alles in allem bin ich sehr zufrieden und kann es, wie schon beschrieben, nur weiter empfehlen. Ich werde die AIO auf jeden Fall in meinem Computer eingebaut lassen.
    
  
4 5
     am 08.05.2018
Diese Produktbewertung ist im Zuge der Testen, Bewerten, Behalten Aktion von KW15 entstanden. Die Bilder hierzu können im Forum unter:

https://forum.mindfactory.de/t102475-testers-keepers-kw-15-alphacool-eisbaer.html#post1145090

eingesehen werden

Übersicht
In dieser Bewertung wird eine All in One (AIO) Wasserkühlung vom Typ Alphacool Eisbaer LT 120 betrachtet.
Für den Test stehen wird ein AMD Ryzen Sytem mit folgenden Daten genutzt.
" Mainboard: ASROCK AB350 Pro4, BIOS Version P4.70
" CPU: Ryzen5 1600
" RAM: 2x4GB Crucial Balistix LT Sport DDR4-2400
" Netzteil: be quiet! System Power 8 (400 W)
" Gehäuse Cooltek KX Midi Tower

Als CPU Kühler kommen, neben dem zu bewertenden Wasserkühler, der Boxed Kühler vom Ryzen5 (AMD Wraith Spire), sowie ein Tower Kühler vom Typ LC-Power Cosmo Cool LC-CC-100 zum Einsatz.
Um die CPU zu belasten wird das Software Prime95, zur Aufzeichnung wird die Software HWInfo genutzt. Um vergleichbare Ergebnisse der Kühlleistung zu bekommen, werden die Lüftereinstellung Silent und Standard vom BIOS genutzt.

Unboxing
Der Alphacool Eisbaer LT 120 kommt in einer schlichten Verpackung. Es stehen sehr wenig Informationen auf der Verpackung. Die Größe der Verpackung hat die Maße Höhe 34,5 cm, Breite 25,5 cm und Tiefe 15 cm.

Der Inhalt ist sauber und sicher verpackt. Im Karton sind neben dem Lüfter und dem Radiator, zwei 120 mm Lüfter, ein Y-Kabel für die Lüfter, Montagematerial für alle aktuellen Intel und AMD Sockel und Wärmeleitpaste in einer angemessenen Menge. Eine mehrsprachige Anleitung ist auch mit dabei.

Das Y-Kabel hat einen 3-Pin und einen 4-Pin Kontakt. Die mitgelieferten Lüfter haben jeweils ein 30 cm langes Kabel.

Sehr schick ist auch der CPU Kühler selbst. Mir persönlich gefällt es, sehr gut dass auf LED Beleuchtung verzichtet wurde. Das Logo ist im Kühler gefräst und wirkt sehr wertig.


Einbau
Zum Einbau ins PC Gehäuse muss der korrekte Adapter genutzt werden. Es sind Adapter für Intel und für AMD Prozessoren beigelegt.
Da ein Ryzen benutzt wird, muss AMD Sockel AM4 genutzt werden. Sinnlos finde ich das Beilegen eines "Quick Guides" beim jeweiligen Adapter, da die Installation besser in der Bedienungsanleitung abgebildet ist. Außerdem ist der bgebildete CPU Kühler im "Quick Guide" nicht der Eisbaer LT, sondern ein anderes Modell. Hier hätte Aquacool entweder auf den Beipackzettel verzichten können, oder zumindest einen auf das Produkt abgestimmten beilegen können.

Der Adapter lässt sich mit wenig Kraft am CPU Kühler befestigen. Danach muss dieser montiert werden. Die Langlöcher des Adapters sind hier auch nicht sehr förderlich. Man muss ein wenig Geduld aufbringen, um den CPU Kühler auf der CPU zu befestigen.
Bei der Montage des CPU Kühlers sollte auch drauf geachtet werden, dass diese nicht den RAM Slot bedecken. Bei RAMs mit dicken Heatspreadern kann dies zu Problemen führen.

Danach kommt das nächste Problem. Es wird nicht angegeben, wie der Radiator ausgerichtet werden soll. Anschlüsse oben oder unten. In diesem Fall mit dem verwendeten Cooltek Gehäuase hat sich das Problem von alleine gelöst, da die Montage nur mit Anschlüsse unten möglich ist.
Auch die Möglichkeit die beiden 120 mm Lüfter im Push/Pull Betrieb zu montieren, konnte in dem Cooltek Gehäuse aufgrund von Platzmangel nicht realisiert werden.
Ein weiteres Problem stellt im Cooltek Gehäuse, müsste aber auch in anderen Gehäusen zu Problemen führen, die Position des Radiators dar. Er deckt den 12 V Anschluss für die CPU ab. Dadurch wird das Anschlusskabel geknickt und auf dem Molexstecker wird unnötig Kraft ausgeübt.

Die Schlauchführung ist zu kompliziert. Durch den Knickschutz sind diese nicht so flexibel wie man es gerne hätte. Auch ist der Knickschutz aus einer Metallspirale realisiert. Daher muss bei der Schlauchführung darauf geachtet werden, dass keine Kurzschlüsse, z.B. an der Grafikkarte, entstehen.

Der Gesamtaufbau kann im nächsten Foto bewundert werden (nicht schön aber selten)

Im Betrieb
Lautstärke
Die Pumpe der Wasserkühlung läuft auf 2600 U/min, wenn diese mit 12 V betrieben wird. Die BIOS Einstellungen Silent, Standard und Performance haben keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Pumpe. Daher ist die Pumpe immer deutlich hörbar.
Zur Reduzierung der Lautstärke kann ein 12 V auf 7 V Adapterkabel genutzt werden. Dieses kann man für ca. 3 € kaufen. Der Vorteil des Kabels ist, dass die Lüfter Drehzahlüberwachung weiterhin funktioniert. Die Reduzierung der Spannung auf 7 V hat zur Folge, dass die Pumpen mit 800 - 900 U/min läuft. Der Hersteller weißt darauf hin, dass dies je nach Belastung der CPU zu deutlich höheren Temperaturen führen kann.
Der mitgelieferte 120 mm Lüfter läuft im Silent Mode auf ca. 800 U/min. In dieser Einstellung ist er nicht hörbar und wird von der Pumpe deutlich übertönt. In der Einstellung Standard, dreht der Lüfter auf ca. 1200 U/min. Im getesteten Gehäuse ist er in dieser Einstellung deutlich lauter als die Pumpe. In der Einstellung Performance, erreicht der Lüfter seine maximale Drehzahl von ca. 1300 U/min.


Kühlleistung
Um einen Vergleich zum aktuellen System zu erhalten, wird mit dem Programm Prime95 die CPU gestresst. Die Einstellungen werden im folgenden Bild gezeigt:

Zur Verfügung steht neben dem Aquacool Kühler, der Boxed Kühler vom Ryzen5 1600 (Wraith Spire, 95 W TDP) sowie ein Tower Kühler vom Typ LC Power Cosmo Cool LC-CC-100 (170 W TDP) zur Verfügung. Zusätzlich wird die Kühlleistung des Aquacool Kühlers einmal mit 12 V (Standard) und einmal mit 7 V (mit optionalen 12 V auf 7 V Adapter) gemessen. Statt der mitgelieferten Wärmeleitpaste, wird die die MX2 von Artic verwendet, da diese auf dem bereits montierten Boxed Kühler von AMD verwendet wurde.

Um die Kühlleistung beurteilen zu können werden die Temperaturen Tdie und TCPU am Mainboard für alle 3 CPU Kühlern aufgenommen und im nachfolgenden Diagramm gezeigt. Es wird nur noch die Einstellung Silent Mode betrachtet, da hier die Temperaturen am höchsten und die Lautstärke der Lüfter akzeptabel sind.

(Aufrund, dass hier keine Bilder gepostet werden können, beschreibe ich die Diagramme, welche ich zu dieser Bewertung erstellt habe. Die Diagramme sind im Forum in folgenden Post zu finden:
https://forum.mindfactory.de/t102475-testers-keepers-kw-15-alphacool-eisbaer.html#post1145090)

Es werden jeweils die ersten 10 Minuten unter CPU Vollast betrachtet. Wie zu erwarten erreicht die Temperatur, welche an Tdie gemessen wird, mit dem Boxed Kühler knapp 70°C. Mit dem LC-Power Kühler werden nur noch Temperaturen knapp über 60°C erreicht. Der Aquacool Kühler bleibt unter 55°C. Dabei ist es unrelevant, ob dieser mit 12 V oder 7 V betrieben wird. Der Temperaturunterschied zwischen 12 V und 7 V Betrieb sind nur 2°C - 3°C . DIe Temperaturen am CPU Sockel gemessen sind natürlich unterhalb der Temperatur gemessen an Tdie. Auch hier ist der Wasserkühler klar im Vorteil. Über 55°C mit dem Boxed Kühler, gegenüber Temperaturen knapp über 40°C mit Wasserkühler.

Um den realen Betrieb simulieren zu können, werden die Titel XCOM 2 und World of Warcraft (Legion) jeweils eine Stunde gespielt. Mit dem Tool HWMonitor werden die maximal Werte während der Zeit aufgezeichnet. Hier werden nur Temperaturen von maximal 40°C am CPU Sockel und maximal 43°C an Tdie gemessen. Die Temperaturen sind somit weit unter den gemessenen, welche mit Prime95 provoziert wurden.


Fazit
Der Test der Wasserkühlung hinterlässt einen gemischten Eindruck. Die Kühlleistung ist sehr gut. Hier besteht viel Potential für Overclocking. Auch die Möglichkeit über die Schnellkupplung die Wasserkühlung auf die Grafikkarte zu erweitern ist klasse.
Dennoch gibt es auch Nachteile. Die Pumpe ist nicht gerade geräuschlos. Die kann natürlich auch ein Produktionsfehler sein, oder am verwendeten Gehäuse liegen. Weiter ist der Knickschutz und die daraus resultierende Schlauchführung nicht optimal. Ich persönlich würde die Wasserkühlung nicht einbauen, wenn ich ein Modding Gehäuse hätte. Man kann die Schläuche nie so legen, dass sie nicht auffallen, bzw. aus dem Sichtfeld verschwinden. Auch die Metallfedern des Knickschutzes sind nicht ideal, da diese im dümmsten Fall einen Kurzschluss auf teuren Komponenten, wie der Grafikkarte oder RAM Riegel verursachen können. Im verwendeten Cooltek Gehäuse ist die Einbauhöhe von Radiator und Lüfter leider sehr groß. In keinen Gehäusen kann dies zu Problemen führen. Da auch ein Push/Pull Betrieb mit zwei Lüftern möglich wäre, muss dies vor Einbau betrachtet werden. Im Falle meines Cooltek Gehäuses war leider kein Platz, daher konnte die Kühlleistung im Push/Pull Betrieb nicht getestet werden.
Ich selbst werde die Wasserkühlung weiterhin im 7 V Modus betreiben. Über die Zeit wird sich zeigen, ob das System dicht und wartungsfrei bleibt. Die Erweiterung auf die Grafikkarte ist nicht geplant, da dies Lüfter dieser leise sind und bisher nie auf maximaler Leistung gedreht haben.

Zusammengefasst, bekommt man für ca. 80 € eine solide Wasserkühlung. Wenn man nicht übertaktet, sollte man ggf. den 12 V auf 7 V Adapter gleich mit einkaufen. Dies reduziert die Lautstärke aber auch die Leistung der Pumpe. Die 120 mm Lüfter sollten nicht auf Vollast laufen, dann hört man sie nicht.
Wer eine Wasserkühlung sucht und ein geschlossenes Gehäuse hat, der kann bedenkenlos zur Aquacool Eisbaer LT 120 greifen, vorausgesetzt das Gehäuse ist groß genug. Wer aber gerne ein Sichtfenster im PC hat, der ist mit einer individuellen Lösung vermutlich besser bedient, da die Schläuche des Aquacool Eisbaer LT 120 Kühlers nicht "unsichtbar" im Gehäuse zu verlegen sind.
    
  
4 5
     am 07.05.2018
Ich habe die Eisbaer LT 120 Komplett - Wasserkühlung von Alphacool im Rahmen des Angebots Testers Keepers erhalten. Dies ist die erste Wasserkühlung die ich bis jetzt verbaut habe, also ein kompletter Laie im Bereich Wasserkühlungen. Nachfolgend präsentiere ich euch meine Eindrücke von diesem Produkt.

Lieferumfang:
Die Wasserkühlung kommt sehr gut und sicher verpackt in einem schicken, doch recht großem Karton. Die Wasserkühlung ist bereits fertig zusammengeschlossen und befüllt, also der Kühler ist mit dem Radiator bereits verbunden. Leider habe ich keinen Hinweis in der Anleitung finden können, bezüglich des Nachfüllens. Ich habe eigentlich mal gehört, dass das nach fünf Jahren oder so mal gemacht werden sollte. Da müsste man wohl einen der Schläuche versuchen abzubekommen. Der Radiator ist aus Vollkupfer gefertigt und wirkt hochwertig verarbeitet. Er ist schlicht in Schwarz gehalten aber dennoch wirkt dieser edel. Was dabei auffällt ist das der Radiator doch recht schmal gehalten ist, denn genau das ist die Besonderheit an dieser Wasserkühlung. Auch der Kühler wirkt gut verarbeitet und hat doch etwas Gewicht, was man ihm anfangs gar nicht ansieht. Die unterste Platte also die die direkt auf der CPU liegt ist wegen der besseren Wärmeleitfähigkeit aus Kupfer. Direkt darüber liegt der Ausgleichsbehälter, sowie die „DC-LT 2600 Ultra low noise Ceramic Pumpe“. Diese wird an dem CPU Kühler Steckplatz auf dem Mainboard angeschlossen. Oben drauf ist ein silber glitzender „acool Eisbaer LT“ Schriftzug.
Die Schläuche sind mit Knickschutzfedern überzogen, um so vor Schäden und einem abknicken zu schützen. In einem der Schläuche ist auch eine Schnellverschlusskupplung an der man den Kreislauf beliebig mit anderen Eisbaer – Ready Produkten erweitern kann. Diese Schnellverschlusskupplung ist vergleichsweise schon ziemlich monströs und zerrstört ein wenig das elegantere Design. Da diese leider kurz vor dem Kühler ist kann man die natürlich auch nicht hinter irgendetwas im PC verstecken.
Im Lieferumfang enthalten ist eine Tüte für die Montage bei Intel Prozessoren und eine Tüte für AMD Prozessoren. In dieser ist jeweils die dazugehörige Halterung, Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben enthalten. Zwei PWM Eiswind – 12 Lüfter und ein Y- PWM Adapter (aus eins mach zwei :D) sind ebenfalls enthalten, diese wirken aber nicht sehr hochwertig, aber dazu später noch mehr. Es sind genügend lange Schrauben enthalten, wenn man beide Lüfter anschließen möchte, aber auch kurze, falls der Radiator nur mit einem Lüfter bestückt werden soll und dieser dann so direkt am Gehäuse befestigt werden soll. Sowie eine Spritze mit Wärmeleitpaste (XPX-1 von Alphacool).

Montage:
Die enthaltene Montageanleitung ist sehr kurzgehalten. Es wird kurz der Aufbau und die Besonderheiten der einzelnen Komponenten hervorgehoben, bevor letztlich auf jeweils einer Doppelseite auf die Montage auf dem jeweiligen Prozessor Modell eingegangen wird. Die Montage selbst ist völlig unkompliziert und benötigt eig. auch keiner weiteren Erklärung. Auch für einen Laien wie mich. Zuerst werden die Schrauben an dem Kühler mit der passenden Halterung befestigt. Im Anschluss wird die Backplate hinten am Mainbord angeklebt (Klebestreifen ist bereits vorhanden). Daraufhin müssen nur noch die vier Schrauben angezogen werden (über Kreuz) und das war es auch schon. Natürlich muss vorher noch die Wärmeleitpaste auf die CPU aufgetragen werden. In der Anleitung wurde eine Stärke von <0,5mm empfohlen. Was ich für ein wenig ungenau definiert halte, es hätte ruhig ein wenig ausführlicher beschrieben werden können. (Ja ich weiß das man dafür eine Anleitung innerhalb von 5 Sekunden bei Google findet, aber trotzdem wäre es nice to have.)
Ich habe beide Lüfter am Radiator installiert also Push & Pull Betrieb von innen nach außen (Wird in der Anleitung auch empfohlen). Allerdings wird dadurch das schlanke Design des Radiators eigentlich überflüssig. Da bei dieser Art der Montage die Schrauben des äußeren Lüfters leider auch die Schrauben sind, mit denen der Radiator am Gehäuse befestigt wird, ist dieses beim Befestigen etwas wackelig. Am besten holt man sich hierfür ein zweites paar Hände, dann ist auch das mit ein bisschen herumprobieren machbar. Leider sind die hervorstehenden Vorkammern wo die Schläuche an den Radiator angeschlossen werden doch recht breit, so dass diese nicht hinten am Gehäuse befestigt werden kann. Dies liegt aber eher am Gehäuse als an der Wasserkühühlung.

Leistung:
Ich habe zurzeit ein Sharkoon Vg4-w Gehäuse, mit einem I5-7500 Prozessor, einer Nvidia gtx 1050 ti. Zuvor hatte ich den Standardlüfter von Intel auf dem Prozessor, allerdings wurde dieser bei höheren Drehzahlen doch recht laut. Besonders da die anderen Lüfter im Gehäuse Shadow Wings Lüftern von Be Quiet weichen mussten und so eig. gar nichts mehr von dem PC zu hören ist. Die Temperaturen lagen hierbei bei der CPU bei ca 60 Grad und GPU 70 Grad bei normalen Betrieb (PUBG, Dayz etc.). Die Temperaturen sind durch die Wasserkühlung bei der CPU auf 50 Grad gesunken und bei der GPU auf ca. 60 Grad. Würden die Lüfter von außen Luft anziehen, wären die Temperaturen bei der CPU natürlich deutlich geringer, allerdings wäre dann die Temperatur der GPU höher.
Die Pumpe ist absolut geräuschlos und man hört sie absolut nicht. Die Lüfter sind allerdings seeeeehr laut. Selbst bei niedriger Drehzahl brummen und rattern diese echt extrem. Ich habe leider kein Messgerät, aber alles in meinen PC ist leise (Shadow Wings Lüfter von Be Quiet) und man hört die Lüfter von der Wasserkühlung selbst im Idle Zustand. Die Lüfter sahen bereits erwähnt schon auf den ersten Blick eher billiger verarbeitet aus, das ist meiner Meinung nach nicht akzeptabel. Die Lüfter werde ich wohl demnächst austauschen müssen, im Vergleich dazu war der Standardkühler von Intel sogar leiser.

Fazit
Die Eisbaer LT 120 Komplett - Wasserkühlung von Alphacool ist ein schickes und im Vergleich zur Konkurrenz günstige Alternative. Die Kühlleistung ist gut, allerdings ist dieses bei meiner CPU sowieso eher überflüssig diese per Wasserkühlung zu kühlen. Die Lüfter sind allerdings eine echte Zumutung. Ich weiß nicht wieso diese immer noch vertrieben werden, da man nach kurzem benutzen von Google bereits viele Beschwerden wegen diesen findet. Dies scheint also keine Ausnahme bzw. Produktionsfehler zu sein. Wenn man diese schließlich austauscht ist die Wasserkühlung im Vergleich zur Konkurrenz auch nicht mehr günstiger. Empfehlen würde ich diese Wasserkühlung also eher Leuten die noch 1-2 Lüfter über haben, oder denen eine gewisse Lautstärke des PC’s egal ist. Obwohl sich bei mir auch die Frage aufwirft, wieso dieses bei den anderen Bewertungen nicht bestätigt werden konnte. Deswegen hoffe ich dennoch das es sich nicht um die Regel handelt, das die Lüfter solch lautes surren von sich geben und ziehe nur einen Stern ab. Abgesehen von diesem Manko verrichtet sie ihre Dienste tandellos.
    
  
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     am 05.05.2018
Ich bin über die Aktion "Testers Keepers" zum Eisbär LT120 gekommen. Da ich vorher immer nur auf Luftkühlung gesetzt habe, ist das mein erster Kontakt mit einer Wasserkühlung.
 
-Unboxing/Optik-
Die Verpackung macht einen wertigen Eindruck. Alles ist stoßsicher und fest verpackt, sodass nichts herumfliegt und beschädigt werden kann.
Es liegen je ein Päckchen Schrauben, Beilegescheiben und ein Rahmen für den jeweiligen "Sockeltyp" (AMD bzw. Intel-CPU) bei und ein Päckchen mit Schrauben zum Befestigen der Lüfter. Was ich gut finde ist, dass jeweils eine Ersatzschraube beigelegt ist.
Die Wärmeleitpaste ist in einer kleinen Spritze beiliegend, das erleichtert das Auftragen ungemein und man versaut nicht alles wie bei den kleinen Tütchen.
Der Radiator und Kühler machen einen wertigen Eindruck. Beides hat auch ein gutes Gewicht, was den Eindruck natürlich nochmals verstärkt. Die Bohrungen mit den Gewinden schauen sauber aus, es sind auch sonst keine Grate von der Herstellung über geblieben.
Sehr gut gefällt mir, dass die Auflagefläche zur CPU komplett aus Kupfer ist. Bei Tower-Kühlern ist das ja nicht so. Das sollte die Wärmeleitfähigkeit nochmals verbessern.
Die Kühlerfront mit dem schwarzen gebürsteten Alu und dem silbrig glänzenden Logo ist schlicht gehalten, macht jedoch einen edlen Eindruck.
Nachdem der Radiator und Kühler beide innerlich aus Kupfer sind, sollte das System auch relativ Wartungsfrei sein.
Die Schläuche sind komplett mit einer Feder umwickelt, was vor Abknicken schützen soll.
Die Lüfter machen auch einen guten Eindruck. Natürlich kann man keine Hochklasse-Lüfter erwarten, aber sie wirken definitiv nicht billig. Die Kabel sind auch gesleeved.
Alles in allem erscheint der Eisbär LT120 auf den ersten Blick als ein schlicht gehaltenes wertiges Produkt. 

-Einbau-
Der Einbau gestaltete sich bei mir etwas kniffliger. Ich habe die WaKü in meinen Sharkoon DG7000 Midi-Tower auf ein MSI B350 PC Mate Mainboard (AM4-Sockel) gebaut.
Ich habe den Kühler nach Bedienungsanleitung vorbereitet, den Rahmen angesteckt und die Schrauben mit den Beilegescheiben und den Federn schon einmal daran befestigt. Es sind Langlöcher für diese Schrauben vorgesehen, da wohl AMD-Sockel unterschiedliche Lochraster haben. An sich eine super Idee (mit vielen Mainboards kompatibel), jedoch sehr knifflig beim späteren Einbau auf das Mainboard. Beim Verschrauben verkanten sich die Schrauben oft und man ist sich nie so richtig sicher ob der Kühler nun mittig sitzt oder nicht. Wenn man aber erst einmal diagonal angeschraubt hat und nach einander alle 4 Seiten stückchenweise festzieht geht der Einbau zügig vonstatten. Vielleicht ist es einfacher den Kühler auf das Mainboard zu setzen, wenn dieses noch nicht im Gehäuse ist. Das habe ich jedoch nicht ausprobiert.
Ein viel größeres Problem war bei mir, dass der Rahmen für den AMD-Sockel oben und unten ein Loch zum Verschrauben hat (welches bei meinem Sockel nicht gebraucht wird), das eine kleine Ausbuchtung nach außen hat. Diese Ausbuchtung stößt an einem Kühlkörper auf dem Mainboard an und man kann den Kühler nicht auf die CPU setzen (2-3cm vorher ist Schluss). Ich habe kurzer Hand einfach die Ausbuchtung mit der Metallsäge abgesägt und mit der Schlüsselfeile plan gefeilt. Jetzt passt der Kühler auch auf mein MSI B350 PC Mate.
Das Anbringen der Lüfter an den Radiator geht sehr gut. Die Gewinde kanten nicht, einzig die Schrauben könnten etwas länger sein. Das Verschrauben des äußeren Lüfters zwischen Gehäusewand und Radiator ist jedoch eine logistische Meisterleistung. Hier wäre es praktisch, wenn man den Lüfter separat am Radiator verschrauben würde und nicht alle 3 Komponenten mit einer Schraube befestigt. Kurze Schrauben würden sogar beiliegen (falls man den Radiator direkt am Gehäuse befestigen will), man müsste noch Schrauben zum Befestigen der Lüfter am Gehäuse belegen (wie für Gehäuselüfter).
Insgesamt ist der Einbau nicht sehr schwer, man braucht jedoch ein wenig Fingerspitzengefühl, wenn es um den Kühler geht. Wenn man von meiner kleinen Modifikation absieht, braucht man nicht mehr als eine halbe Stunde für Einbau und Anschluss.

-Performance-
Zu aller erst muss ich ich sagen, dass ich zwei Konfigurationen ausprobiert habe. Einmal habe ich den Radiator im Push/Pull-Modus (2 Lüfter am Radiator, einer bläst Luft rein der andere saugt auf der anderen Seite Luft aus) betrieben und final dann im Push-Modus (nur ein Lüfter, der Luft durch den Radiator bläst). Performance-technisch macht es kaum einen Unterschied, daher geh ich nur auf meine finale Konfiguration im Push Modus ein. Der Radiator ist an der hinteren Gehäusewand befestigt und der Lüfter bläst aus dem Gehäuse raus.
Bei beiden Modi sollte die bewegte Luftmenge identisch sein, da selbst im Push/Pull-Modus nicht mehr Luft ausgesaugt werden kann als rein geblasen. Allgemein kann man sagen ist der Luftdurchsatz in Ordnung. Da ich den Lüfter meist bei niedriger Drehzahl betreibe, erwarte ich auch keinen Luftstrom wie bei einem Zimmerventilator. Wenn die Lüfter mal unter Vollast laufen, ist am Gehäuseausgang ein deutlicher Luftstrom spürbar. Vergleichbar mit einem Föhn auf niedrigster bis mittlere Stufe. Die Luft ist auch deutlich erwärmt, was für eine gute Wärmeableitung spricht.
Den Lüfter habe ich über die Software meine Mainboards angepasst. Er läuft im Desktop-Betrieb mit ca. 600rpm und taktet temperaturabhängig hoch. Die Geschwindigkeit der Pumpe lässt sich leider nicht steuern, diese läuft immer auf 2600 - 2700rpm (vermutlich Maximalleistung).
Im Desktop-Betrieb wird die CPU auf 28°C gekühlt.
Zum Belastungstest habe ich Overwatch und Heroes of the Storm gespielt.
Nach einer Stunde Spielzeit hat sich die CPU auf ca. 40°C erwärmt.
Nach zwei Stunden Spielzeit liegt die CPU-Temperatur bei ca. 50°C, diese wird aber im weiteren Verlauf nicht erhöht. Das System läuft also auch bei längerem Spielen nie Gefahr zu Überhitzen und bleibt bei maximal 50°C.
Die Raumtemperatur während des Test lag bei ca. 23°C.
Nachdem wir die Temperatur überprüft haben, möchte ich noch auf die Lautstärke eingehen. Dazu muss ich sagen, dass mein Gehäuse nicht schallgedämmt ist. Leider besitze ich kein Messgerät um den Schalldruck zu messen.
Die Lüfter sind bei niedrigen Drehzahlen ( bis 1000rpm) kaum zu hören. Bei Volllast hört man die Lüfter deutlicher. Den Pumpfan hört man meiner Meinung nach eigentlich gar nicht, nur bei der ersten Inbetriebnahme konnte man kurz ein Gurgeln hören, bis das Wasser gleichmäßig verteilt war.
Hat man am PC den Ton an, hört man die Lüfter nur bei Vollast, aber auch nicht besonders laut. Spielt man mit einem Headset, kann man das System gar nicht wahrnehmen.
Zur Haltbarkeit kann ich nicht viel sagen. Da ich nur einige Tage testen konnte, war ein Verschleiß nicht zu erwarten. Ich denke aber, dass das System lange halten wird. Der wertige Eindruck der Hardware und die gute Verarbeitung lassen auf viel Freude am Produkt hoffen. Da sowohl der Kühler als auch der Radiator aus Kupfer sind, sollte auch das Kühlwasser lange sauber bleiben. Ob die versprochene Wartungsfreiheit zutrifft, lässt sich wohl nur nach einigen Monaten/Jahren(hoffentlich) sagen.

-Preis/Leistung-
Für 80€ erhält man ein solides Produkt. Die starke Performance und gute Verarbeitung machen den Eisbär zu einem Geheimtipp in Sachen Kompakt-Wasserkühlung. Im Vergleich zu einem guten Towerkühler mag der Preis vielleicht höher sein, jedoch sollte er lautstärke- und kühltechnisch die Nase vorn haben.

-Fazit-
Dem ersten Eindruck nach ist mir mit dem Eisbär LT 120 von Alphacool ein Glückgriff gelungen. Ich habe ihn zwar gratis bekommen, doch wenn ich mich für einen Kauf entschieden hätte, wäre der Eisbär wohl in der engeren Auswahl gestanden. Performance und Design haben mich überzeugt. Einzig der Einbau war ein wenig hakelig. Für das Problem mit der Ausbuchtung am Befestigungsrahmen kann der Hersteller ja nichts, das ist einfach Unglücklich. Aber das Problem lässt sich mit einer Metallsäge schnell lösen und wertet das Produkt für mich nicht ab. Irgendwann muss ich die technische Ausbildung ja mal bezahlt machen ;)
Zur Wertung: Insgesamt gebe ich dem Eisbär 4 von 5 möglichen Sternen. Einen halben Stern ziehe ich aus Prinzip ab, da ich keinen Vergleich zu anderen Wasserkühlungen habe. Einen zweiten halben Stern ziehe ich wegen des kniffligen Einbaus ab.
Der Alphacool Eisbär LT120 ist eine solide Wasserkühlung, an der ich noch viel Spaß haben werde. In Bayern würde man sagen sau guad.
    
  
     am 05.05.2018
Einleitung
Im Rahmen der Testers Keepers Aktion von Mindfactory habe ich die Möglichkeit bekommen, das ALPHACOOL Eisbaer LT 120 testen zu können. Das Produkt habe ich kostenlos bekommen, dies ändert aber nichts an meiner Meinungsbildung und hat keinen Einfluss auf eine etwaige Kaufempfehlung.

Hintergrund
Wasserkühlungen gibt es nun schon lange auf dem Markt. Ich beobachte die Situation schon lange und war schon oft am überlegen, eine Kühlung ausprobieren. Ich wusste nie so recht, ob eine Wasserkühlung das richtige für mich sei. Ich muss auch zugeben, dass ich zeitweise auch Angst hatte, Wasser könnte auslaufen. Im weiteren Test zeigte sich jedoch, dass alle Vorurteile komplett falsch waren. Die Möglichkeit, die oben genannte Wasserkühlung nun testen zu dürfen, am mir daher sehr entgegen und ich freue mich diese Möglichkeit bekommen zu haben.

Mein derzeitiges System:

Ryzen 5 1600
MSI B350M Pro VDH
16 GB DDR4 2400
GTX 1060 6 GB
Bitfenix Shinobi (Vollausstattung an Lüftern)

Zweitsystem

Intel Xeon E5430 (Pin Mod)
Asus P5Q
8 GB DDR2 800
GTX 570 1,25 GB
Sharkoon VS4-S (Vollausstattung an Lüftern)

Verpackung und Inhalt
Das Produkt kommt in einer schwarzen, eher unauffälligen Verpackung und wirkt unscheinbar. Enthalten sind der 120er Radiator, zwei Lüfter mit Y-Kabel, Wärmeleitpaste und sämtliches Montagematerial für alle gängigen Sockel. Selbst der Sockel 775 wird unterstützt, was mich persönlich sehr freut, da ich lange eine Wasserkühlung für mein Zweitsystem mit Intel Xeon E5430 gesucht habe. Die Verpackung an sich wirkt sehr hochwertig und im Design durchdacht. Auch die innere Verpackung, also wie das Produkt gepolstert ist, ist sehr zufriedenstellend. Es liegt eine Anleitung bei, die sehr gut verständlich ist. Ich habe es damit geschafft, meine erste Wasserkühlung überhaupt zu verbauen und bin froh, eine solche Anleitung gehabt zu haben.

Verarbeitung und Design
Beim Auspacken fiel sofort auf, dass das Produkt sehr hochwertig verarbeitet ist und daher optisch einiges her macht. Mir persönlich gefällt das unauffällige Design in schwarz und vermisse keineswegs eine Beleuchtung oder Ähnliches. Die Schläuche weisen keine Mängel auf und auch die Kabel sind in Ordnung, eine Ummantelung wäre wünschenswert gewesen, ist aber kein Muss. Natürlich hätte die Wasserkühlung noch auffälliger gestaltet werden können, aber in meinen Gehäuse ohne Glasfenster sieht sie sowieso niemand. Außerdem ist ein schlichtes schwarz manchmal auch besser als zu viel Bling-Bling, was natürlich auch kaputt gehen kann.

Einbau
Die beiliegenden Anleitungen sind gut verständlich und erklären den Einbau sehr gut. Zuerst wird der passende Sockel gewählt und die Pumpe vorbereitet. Bei dem Montagematerial des AM4 Sockels bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich die Platte jemals wieder von der Pumpe lösen kann. Dann wird der Radiator samt Lüfter eingebaut, was trotz großem Gehäuse zur Schwierigkeit wurde. Wir waren zu zweit und hatten gefühlt immer noch zu wenig freie Hände. Ist dieser Schritt geschafft, wird die Pumpe angebracht, was wieder aufgrund Platzmangels sehr schwierig werden kann. Zuletzt wird die Pumpe und die beiden Lüfter mittels Y-Kabel am Mainboard oder der Lüftersteuerung angeschlossen. Nach einem schnellen Test zeigte sich, dass die Kühlung wie gewollt arbeitet. Nun konnte ich mit den konkreten Tests anfangen.

Ich habe die Wasserkühlung aus Spaß auch noch in mein Sockel 775 System eingebaut. Hier war der Einbau noch schwieriger, da das Sharkoon VS4-S Gehäuse noch weniger Platz bietet und ich teilweise nicht wirklich wusste, wo ich anfassen soll. Trotzdem habe ich es geschafft und sie sah natürlich gut aus.

Kühlung
Ich habe im Test mit dem Stock-Kühler verglichen. In beiden Fällen wurde Prime95 für ca. 30 Minuten ausgeführt und dann die Temperatur gemessen. Es fällt auf, dass die Wasserkühlung eine viel bessere Kühlleistung zeigt, obwohl die Lüfter nur auf 70% drehten, da ich sie mithilfe des Mainboardes leiser geregelt habe. Da in diesem Test die CPU komplett ausgelastet wird, ist im normalen Gaming-Betrieb mit noch geringeren Temperaturen zu rechnen. Somit kann man sagen, dass die Kühlleistung für einen 120er Radiator ordentlich ist und mit einem Ryzen 5 1600 perfekt klar kommt. Einen Test bei Übertaktung habe ich nicht vorgenommen, da auch in dieser Situation die Kühlung mehr als ausreichen sollte, zumal sie nicht auf voller Leistung lief.

Einen ausführlichen Test habe ich in meinem Zweitsystem nicht vorgenommen, allerdings kann ich sagen, dass sich auch hier die Temperaturen deutlich verbessert haben, vor allem, da der Intel Xeon sehr stark übertaktet ist, um das Bestmögliche aus dem 10 Jahre alten Prozessor rauszuholen. Die Temperaturen bewegten sich endlich unter 65 Grad, was mich überlegen lässt, die Wasserkühlung in diesem PC zu verbauen.

Lautstärke
Zur Lautstärke kann ich nicht viel sagen, ich habe sie in keiner Situation überhaupt wahrnehmen können. Der Stock Kühler war viel lauter und ich bin froh, nun diese Wasserkühlung zu haben. Auch Vibrationen oder Ähnliches waren nicht wahrnehmbar. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die Pumpe Geräusche machen würde oder durch das Gehäuse Vibrationen übertragen werden würden. Zuerst dachte ich, das Shinobi sei einfach gut gearbeitet, aber auch im Sharkoon VS4-S war die Kühlung absolut lautlos und vibrationsfrei im Betrieb.

Fazit
Da das Testprodukt meine erste Wasserkühlung war, kann ich natürlich wenig Vergleiche ziehen. Ich kann nur zu Luftkühlern Vergleiche ziehen, da ich in meiner Karriere als PC-Bauer nun schon sehr viele verschiedene Kühler gesehen und selbst verbaut habe. Das Testprodukt erwies sich etwas schwerer im Einbau als ein normaler Luftkühler, womit ich aber gerechnet habe. Trotz aller Schwierigkeiten beim Einbau, läuft das Gerät tadellos, sowie lautlos. Dies ist auch der Grund, warum ich das Gerät anstandslos empfehlen kann. Der Preis liegt zwar ein wenig über Konkurrenzprodukten von z.B. Arctic, aber für das Gebotene empfinde ich den Preis als gerechtfertigt und schätze das Produkt als preis-leistungsmäßig sehr gut ein. Wer also eine relativ günstige Wasserkühlung sucht, die auch noch leise und absolut unhörbar ist, der kann hier bedenkenlos zuschlagen. Wer aber nach RGB-Beleuchtung oder einem total ausgefallenem Design sucht, der ist bei diesem Produkt vielleicht falsch, denn diese Wasserkühlung kann dies nicht bieten. Ich überlege außerdem, mir eine zweite Wasserkühlung anzuschaffen für mein Zweitsystem, der Preis, bzw. die dazukommenden Versandkosten schrecken mich allerdings bisher noch ab. Vielleicht ergibt sich später noch eine Gelegenheit, eine zweite zu kaufen.
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     am 05.05.2018
Die Alphacool Eisbaer (Deutsch/Englisch für Eisbär=Icebear) LT 120 Wasserkühlung punktet vor allem mit ihrer Kompatibilität und der Möglichkeit Komponenten schnell wechseln und das System erweitern zu können. Aber dies ist nicht die einzige Wasserkühlung auf dem Markt; kann die Eisbaer LT 120 im Test mit einem 125W Prozessor überzeugen ?


Vorwort:
Da die 120er Ausführung auch noch in ältere Systeme passt, habe ich diese mit einem etwas älteren System getestet. Dank der anderen Tester ist somit ein großer Testbereich abgedeckt.
Das Testsystem besteht unter anderem aus einem AMD Phenom II X4 955 Black Edition Prozessor mit 4x 3.22GHz und einem Gigabyte GA-970A-UD3 AM3+ Mainboard.
Die Kühlleistung der Alphacool Eisbaer LT120 wurde in realen Szenarien mit Spielen und mit 3DMark Firestrike & API Overheat getestet.


Lieferumfang:
Im Paket befindet sich ein Installationskit für AMD und ein Kit für Intel, für Ryzen sind weitere Unterlegscheiben dabei.
Das Kühlsystem, vormontiert und mit Kühlflüssigkeit befüllt, bestehend aus Radiator, zwei Schläuchen und dem CPU Kühlkörper.
Zu dem gibt es zwei Eiswind Lüfter und einen Adapter um beide an einen FAN Anschluss des Mainboards an zu schließen.
Eine kleine Spritze mit WLP - Wärmeleitpaste ein Adapter für die beiden Lüfter


Installation:
Das AiO - All in One Kühlsystem ist bereits vormontiert und mit Kühlflüssigkeit befüllt. Es ist eine bebilderte Anleitung beigelegt, die den Einbau für INTEL & AMD erklärt.

!ACHTUNG! Achtet unbedingt vorher darauf ob die Schläuche bzw. Anschlüsse an eure MB Kühler oder RAM Riegel stoßen und richtet den Alphacool CPU Kühler dementsprechend aus.
Solltet ihr merken, dass ihr die Clip-Halterungen aus Metall am CPU Kühler falsch angebracht habt; steckt zwei Schraubenzieher durch die Löcher zu beiden Seiten der Halteplatten und zieht daran
(bitte zieht nicht an den Schrauben, diese verbiegen sonst). Sobald diese leicht nachgeben könnt ihr mit einem flachen Schraubendreher diese vorsichtig auseinander hebeln.

Bei AMD wird das standard Backplate genutzt. Dafür muss man die Schrauben des alten oberen Aufsatzes lösen, diesen abnehmen und kann anschließend den neuen Wasserkühler anbringen. Bei AMD Ryzen unterscheidet sich das Ganze nur durch einen zusätzlichen Satz Unterlegscheiben.

Für Intel wird ein einfaches Backplate aus Plastik mitgeliefert. Dia Halterungen für den Wasserkühler selber sind auch hier aus Metall und zum ineinander clippen.
Man sagt ja schrauben soll man "Handfest" anziehen. Merkt euch; im IT/PC Bereich ist das "Fingerfest". Wenn ihr den Schraubenzieher mit drei oder 4 Fingern dreht, dann ist die Schraube fest genug.

Der bzw. die Lüfter für den Radiator werden am Besten am CPU FAN & CPU FAN OPT Anschluss auf eurem Mainboard angeschlossen, gibt es auf dem Mainboard nur einen Anschluss könnt ihr den beigelegten Adapter verwenden um beide Lüfter am CPU FAN an zu schließen. Die Pumpe sollte dauerhaft die gleiche Leistung bekommen. Bei einem älteren System kann man das über jeden beliebigen FAN Anschluss machen, bei neueren Systemen gibt es extra Anschlüsse für eine Wasserkühlung (FAN PUMP). Laut Anleitung könnt ihr die Pumpe mit 7V bis 13,5Volt betreiben, das könnt ihr normalerweise im BIOS eures Mainboards einstellen.

Im eingebauten Zustand des Mainboards ist die Installation der Wasserkühlung etwas umständlich und man benötigt sehr warscheinlich die Hilfe einer weiteren Person. Die Schrauben befinden sich in einer offenen Halterung ohne Vorbohrungen und werden an die passende Position geschoben. Andere Hersteller haben hier Vorbohrungen für die passenden Sockel, was wesentlich besser ist. Andererseits hat man hier einen Vorteil, wenn man die Wasserkühlung z.B bei einer Spielkonsole wie die Xbox 360 anbringen möchte, ohne extra Teile zu kaufen. (!Achtung! Das habe ich nicht getestet. Alphacool bietet extra einen CPU/GPU Kühler für die PS3 und Xbox)


Bedienung:
Zur Bedienung gibt es nicht viel zu sagen. Sowohl die Pumpe als auch die Lüfter lassen sich über das BIOS des Mainboards steuern. Das System lässt sich problemlos anbringen und wieder entfernen.
Dank den Schnellverschlüssen ist hinzufügen oder entfernen von weiteren Komponenten kein Problem und sogar möglich ohne das System zu entleeren und mit neuer Kühlflüssigkeit auf füllen zu müssen.
Jedoch gibt es einen gravierenden Mangel; Die Wasserkühlung hat keinen Indikator - außer einer heißer werdenden CPU oder lauter werdenden Pumpe - der darauf hinweist, dass Flüssigkeit nachgefüllt werden muss.
Eine mögliche Lösung wäre hier eine rote LED oder ein anderer optischer oder akustischer Indikator oder eine klassische Füllstandsanzeige.
Es gibt auch keine offensichtliche Kennzeichnung wo, Flüssigkeit nachgefüllt werden kann. Lediglich an der gegenüberliegenden Seite der Anschlüsse am CPU Kühler kann man davon ausgehen, dass der mit einer sechskant Inbus Vertiefung versehene Schraubverschluss dafür vorgesehen ist, das Reservoir auf zu füllen oder einen Ausgleichsbehälter an zu schließen. Leider ist dieser Schraubverschluss aus Kunststoff.


Lautstärke:
Die zwei mitgelieferten Eiswind - 12 Lüfter (1700rpm -12V DC - 2,2Watt) sind mit 550 - 1700RPM und 29 dB(A) laut Angaben recht laut. Was mich dann sehr überrascht hat; selbst unter Last und erhöhter Spannung sind die mitgelieferten Lüfter erstaunlich laufruhig. Bis 1100RPM im Idle sind die Lüfter bei meinem System nicht zu hören gewesen. Die Pumpe hingegen surrt hörbar die ganze Zeit und erinnert an ein Aquarium. Das Geräusch und die Lautstärke sind aber konstant und nicht lauter als die meisten standard Gehäuselüfter, abhängig vom Gehäuse und der eigenen Wahrnehmung kann man das Arbeitsgeräusch der Alphacool DC-LT 2600 als sehr leise bezeichnen. Bei neueren Mainboards mit Anschluss für eine Wasserkühlung kann man bei Bedarf die Stärke der Pumpe runter regeln. Bei älteren Systemen ist das über die normale Lüftersteuerung auch möglich, man sollte jedoch darauf achten, diese nicht unter 7 Volt zu regeln.


Kühlleistung:
Rein vom Radiator her hat man bei diesem Produkt einen der effektivsten Kühlkörper auf dem Markt. Er besteht vollständig aus Kupfer welches eine viel bessere Wärmeleitfähigkeit im Vergleich zu Aluminium hat.
Ich habe die Kühlleistung selber nicht weiter im Detail beurteilt, da diese im Endeffekt für die meisten User irrelevant ist. Sowohl bei Luftkühlung als auch Wasserkühlung steht heut zu Tage das Lautstärke/Preis/Optik Verhältnis im Mittelpunkt,
die Kühlleistung der erhältlichen Kühlsysteme ist pauschal gesagt immer ausreichend. Zu dem ist diese System und Komponentenabhängig und wird zusätzlich durch die herrschende Raumtemperatur beeinflusst.
Wichtiger wird die Effektivität einer Kühlung erst wieder im Overklocking Bereich.

Bei aktuellen GPUs sind das Maximal Temperaturen um die ~90°C bei CPUs ~100°C. 60-70°C bei GPUs und 50-60°C für CPUs sind heute meist die durch die Standardkühler der Hersteller gehaltenen Temperaturen.
Alphacool gibt bei der LT Wasserpumpe eine Maximale Systemtemperatur von 65°C an, erklärt diese Angabe aber nicht. Bedeutet das ab dort ist der Punkt erreicht an dem die Wasserkühlung nicht mer effektiv kühlen kann ?

Getestet habe ich bei 23°C Raumtemperatur. Um zum Messen eine ordentliche Betriebstemperatur im IDLE zu bekommen habe ich durch zwei Durchläufe im Benchmark und anschließend 10 Minuten Pause, das System auf Temperatur gebracht.
Die Gehäusetemperatur, lag bei 26°C, gemessen mit einem Raumthermometer. Für den Test wurde nur ein Lüfter installiert und klassisch ausgerichtet so, dass die Luft durch den Radiator nach außen befördert wird.
Als Messprogramm habe ich HWiNFO64 v5.82 verwendet. Für den Benchmark wurde 3DMark Firestrike & API Overheat genutzt.

Raumtemperatur: 23°C

Gehäusetemperatur Idle: 26°C
Mainboardtemperatur Idle: 35°C
CPU Temperatur Idle: 33°C
FAN Speed (Lüftergeschwindigkeit): ~1043RPM

Beim Gaming (CSGO, GTA5) lagen die Temperaturen immer im gut akzeptablen Bereich:
Gehäusetemperatur Last: 28°C
Mainboardtemperatur Last: 42°C
CPU Temperatur Last: 43°C
FAN Speed (Lüftergeschwindigkeit): ~1264RPM

Gehäusetemperatur Benchmark: 29,5°C
Mainboardtemperatur Benchmark: 44°C
CPU Temperatur Benchmark: 48°C
FAN Speed (Lüftergeschwindigkeit): ~1394RPM


Die Benchmarks wurden jeweils 3x hintereinander ausgeführt. Die Spiele nach einer kurzen Pause und direkt nach einem Benchmarktest. Dabei konnte aber kein Temperaturunterschied festgestellt werden.
Die Kühlleistung reichte bei allen Tests aus um das System innerhalb weniger Minuten runter zu kühlen.

CPU Kühler, Schläuche und Radiator werden im Betrieb deutlich warm, aber nicht heiß.
Interessant wäre eine Messung der Kühlleistung im Hochsommer gewesen, die Raumtemperaturen in Dachwohnungen können da leicht über 30°C erreichen.


Design:
Was das Design betrifft konnte sich Alphacool bei der LT Serie wohl nicht zwischen der praktischen Nutzung und dem Design entscheiden. Das Design des CPU Kühlers mit Pumpe ist zwar schlicht und durchaus edel aber das Design der Schläuche und der Restlichen Bauteile vermittelt eher das Gefühl von Gärtnerei und Gartenschlauch. Gerade den Schnellverschluss und die Schläuche hätte man mit dem restlichen Design abstimmen können. Ich kann mir gut vorstellen, dass man mehrere Konzeptdesigns darauf aufbauen kann, die Optik wird bei der LT Serie dadurch aber stark beeinträchtigt. Andere Hersteller haben hier bessere Ansätze. Die Schläuche ließen sich zwar problemlos austauschen, aber als Erweiterungskonzept bietet die LT Serie dafür nicht die richtige Basis von Preis/Leistung. Die Lüfter und der Radiator sind ebenfalls schlicht gehalten, wobei die Lüfter ein einfaches Standard Design haben.


Qualität und Verarbeitung:
Alphacool könnte für den Preis besseres bieten. Da gibt es nichts schön zu reden.

Ich habe mir die Lüfter genauer angesehen und kann nichts feststellen was daran so besonders und extra für Radiatoren entwickelt sein soll. Die Lüfter sind sauber verarebeitet und machen einen höherwertigen Eindruck als 0815 Standard Lüfter
die sonst in Systemen vormontiert werden. Laut Datenblatt handelt es sich um Sleeve Bearing Lager, diese sind besser als Standard aber nicht ganz so gut wie Kugellager (Haltbar Laufruhig, Geräuscharm). Das Laufgeräusch der Lüfterist wie bei jedem Anderen auch. Auf die Lüfter hat man laut Aufdruck scheinbar separat 3 Jahre Garantie.

Die Anschlusswinkel (Tülle) am CPU Kühler sind aus beschichtetem Metall, ich denke Kupfer. Die Unterseite des CPU Kühlers besteht aus einer Kupferplatte die mit 4 Kupferschrauben besfestigt ist. Die Oberfläche ist im gebürsteter Edelstahl Look und extrem Kratzempfindlich.

Die Schläuche sind laut Datenblatt aus PVC gefertigt und mit Spiralfedern gegen Abknicken geschützt
Der Ausgleichsbehälter bzw. das Gehäuse des CPU Kühlkörpers ist aus Spritzguss, Deckel und Logo aus Aluminium
Der Schnellverschluss in Gartenschlauchoptik besteht aus Nylon.

Alles in Allem macht das gesamte Produkt Qualitativ einen eher mittlermäßigen Eindruck. Die Metallteile aus Kupfer sind Lackiert, dieser Lack bekommt sehr leicht Macken.
Der Schnellverschluss ist aus günstigem Nylon und macht mit den spiralfederumwickelten Schläuchen qualitativ und optisch nicht viel her, im Gegenteil stört das sogar die gesamte Optik in einem modernen PC und wirkt fehlplatziert.
Auf der Alphacool Webseite sind einige Schnellverschlusskupplungen wie die Eiszapfen Schnellverschlusskupplung verfügbar die optisch sehr gut passen würden und auch von der Verarbeitung besseres bieten.
Das CPU Kühlkörpergehäuse mit integrierter Pumpe und Ausgleichsbehälter aus Spritzguss wirkt nicht wertig, ebenso das Backplate für INTEL.


Reinigung:
Ich habe keine direkten Pflegeanweisungen oder Empfehlung des Herstellers gefunden. Leider ist nicht ersichtlich ob das Kühlsystem vor der Auslieferung an den Käufer mehrfach geprüft wird und
ob sich nach einiger Zeit Mikropartikel (Alu, Kupfer, Kunststoff etc.) lösen und dann im Kreislauf befinden können. Es empfiehlt sich daher nach ein paar Monaten
die Kühlflüssigkeit aus zu wechseln. Dafür kann man entweder Alphacool Cape Kelvin Catcher oder reines destilliertes bzw. Osmose gefiltertes Wasser verwenden.

Ist eine mehrfache Verwendung/Montage möglich ?
Ja. Die AMD/Intel Halterungen könnten sich dadurch aber schnell abnutzen. Diese sind zum Glück für um die 5€ bei verschiedenen Shops nach bestellbar.


Verfügbarkeit von Ersatzteilen:
Für die Eisbaer LT Wasserkühlung scheint die Alphacool DC-LT 3600 als Upgrade mit mehr Leistung passend zu sein.
Was direkt Ersatzteile (Dichtgummi, Top Cover etc.) betrifft hätte ich mir eine Liste gewünscht. Auf die Schnelle war es mir nicht möglich die passenden Ersatzteile zu finden.
Im Shop gibt es aber einige Teile die scheinbar universal passend sind.


Preis/Leistung:
Dort kann Alphacool mit den Eisbaer LT Produkten leider nicht punkten. Im Vergleich zur Konkurrenz liegt Alphacool mit dem Preis oft deutlich drüber und kann was Design und Verarbeitung betrifft auch nicht mithalten.
Als Basis ist die Eisbaer LT Reihe leider auch nicht geeignet, da man sich lieber einzeln die passenden Teile für eine Wasserkühlung sucht, die dann den eigenen Ansprüchen genügt. Dabei kommt man auch noch günstiger weg.


Garantie und Service:
Laut AGB´s bietet Alphacool nur die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistung, das finde ich schwach. Ein Hersteller sollte hinter seinem Produkt stehen und mindestens 3 Jahre Garantie bieten.
Den Service konnte ich leider nicht testen. Positiv aufgefallen ist mir aber, dass Alphacool im Impressum eine Telefonnummer und eine E-Mail Adresse angegeben hat und auch über ein Kontaktformular auf der Website erreichbar ist.


Wow! Du hast Alphacool ja vernichtet...
Nein. Produkte von Alphacool haben Eigenschaften die es zu etwas besonderem machen und es auch wert sind gekauft zu werden.
Das System von Alphacool ist einfach. Gerade die Schnellverschlusskupplung bietet für Testsysteme oder Systeme wo es auf einen schnellen und reibungslosen Wechsel der Komponenten ankommt gute Möglichkeiten. Auch lässt sich das bestehende System bei Bedarf einfach erweitern. Bei Systemen anderer Hersteller müsst ihr zuerst die Kühlflüssigkeit ablassen und diese zu erweitern ist meist auch aufwendiger.
Mit Schnellverschlusskupplung könnt ihr einfach und schnell eine Komponente austauschen.

Ein klarer Vorteil ist auch die System Unabhängigkeit. So seid ihr nicht an Alphacool Komponenten gebunden, ihr könnt diese mit anderen Mischen. Für Bastler/Modder ist das also optimal.
Andere Hersteller bieten keine direkten Ersatzteile oder Erweiterungsmöglichkeiten an oder nur auf Nachfrage. Möchtet ihr Komponenten verschiedener Hersteller kombinieren solltet ihr euch vorher anschauen ob das von der Kühlleistung und vom Kühlmittel zusammen passt und ggf. beim Hersteller nachfragen.


Soll ich mir jetzt eine Wasserkühlung kaufen ?
Es ist eure Entscheidung und ich werde euch auch nicht sagen "Ja! Tut es."oder "Nein! Lasst es bleiben". Es kommt auf die Situation und eure Ansprüche an.
Habt ihr genug Geld und legt wert darauf auf der nächsten LAN Party oder eurem Schreibtisch einen Hingucker stehen zu haben, oder ihr möchtet einen Mini bzw. HTPC oder ihr steht auf leichtes OC-OverClocking dann
lohnt sich eine Investition in ein Wassergekühltes System.

Silent Fans haben sowohl mit Luftkühlung als auch Wasserkühlung und Geräuschdemmung die Möglichkeit ihre Systeme nach Wunsch an zu passen. Denkt daran; eine Wasserkühlung benötigt immer noch einen oder mehrere Lüfter.
In einem kompakten System (Mini PC) bietet eine Wasserkühlung einen deutlichen Vorteil. So lässt sich je nach System mit einem Radiator bereits das gesamte System kühl halten. Für eine ordentliche Lüftkühlung ist in solchen Sytemen oft kein Platz. Ob sich eine Wasserkühlung lohnt hängt auch vom Rest des Systems ab. Die Temperatur kann sich durch zu wenig Airflow (Luftzirkulation) bei Luftkühlung hoch schaukeln. Aber auch eine Wasserkühlung kann sobald das Kühlsystem eine gewisse Temperatur erreicht hat nicht mehr effektiv kühlen. Aber das sind keine Szenarien mit denen der durchschnittliche PC Käufer normalerweise zu tun hat.


Fazit:
Ihr bekommt hier von der Leistung her ein ordentliches AiO Kühlsystem für eure CPU, welches einfach erweiterbar ist und viele Erweiterungsmöglichkeiten auch mit Komponenten anderer Hersteller bietet.
Leider ist die LT Reihe dem Hersteller vom Gesamtkonzept her nicht gut gelungen. Es fehlt eine Füllstandsanzeige und der Preis für die Eisbaer Produkte ist zu hoch gesetzt, was diese als Basis uninteressant macht.

Ich kann diese Produkt leider nicht empfehlen.
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     am 01.05.2018
Die Alphacool Eisbear LT 120 ist eine Leistungsfähige und gleichzeitig platzsparende All in One Wasserkühlung für die CPU. Ich betreibe diese aktuell auf einem I7 8700K welcher eine Abwärme von 95 Watt hat. Das System verfügt über ein so genanntes Eisbear Ready Schnellverschluss System, mit welchem sich weitere Eisbear Systeme andocken lassen. Zusätzlich basieren die Anschlüsse auf den geläufigen viertel Zoll Gewinden. Angenehm ist die geringe Höhe des Kühlkörpers, mit 2,5 cm ist dieser exakt so hoch wie ein geläufiger Gehäuselüfter. Zudem werden zwei 120 mm Lüfter mit geliefert welche auf der Vorder- und der Rückseite des Kühlkörpers montiert werden können. Die Schläuche sind nicht extrem lang, rund 30 cm. In den meisten Gehäusen sollte das allerdings genügen. Ich habe die Kühlung in einem Lian Li PC A05 Gehäuse verbaut. Der Radiator sitzt direkt an der hinteren Wand und ist noch mit einem Staubfilter versehen, da er direkt die kühle Luft von außen ins Gehäuse saugt. In diesem System passt die Kühlung gerade so hinein, auch die Montage gelingt leider nur in eine Richtung (mit den Schläuchen nach unten) da andernfalls die Schlaucheingänge am Radiator entweder an der Gehäusewand, an der Grafikkarte oder am Mainboard anstoßen. Hierauf ist bei der Montage dringend zu achten. Der Radiator hat die Abmessung: 15 x 12 x 2,5 cm. Montiert ist das Alphacool Eisbear LT 120 System auf dem I7 8700K auf einem MSI Z370 PC PRO. Der Vorteil liegt in den Anschlussmöglichkeiten des Mainboards. Dieses bietet neben dem 4 PIN CPU Kühler Anschluss auch einen 4 PIN Pumpen Anschluss, über welchen man die Pumpe theoretisch ansprechen könnte. Bei dem Alphacool Eisbear LT 120 dreht die Pumpe allerdings immer auf rund 2600 RPM, eine Steuerung lässt das System nicht zu. Somit kann die Pumpe von jedem beliebigen 3 PIN Anschluss mit Strom versorgt werden. Hier hätte ich mir schon eine Steuerung gewünscht, gut die Pumpe ist nicht wahrnehmbar, allerdings muss diese ja auch nicht immer auf 2600 RPM laufen. Damit wären wir bei der Lautstärke. Man kann das System insgesamt als leise bezeichnen. Vorher hatte ich einen Noctua Luftkühler mit 2x120 mm Lüftern. Dieser war allerdings auch nicht viel lauter als das Alphacool Eisbear LT 120 System. Das System arbeitet im idle auf rund 800 RPM (im Bios manuell so eingestellt) und hat damit einen Schalldruck von rund 33 db(A) bei Auslastung (1200 RPM) steigt der Schalldruck gerne mal auf 36 db(A) was einer Verdopplung der Lautstärke entspricht. Ab 1500 RPM wird das System richtig laut, von dieser Lüfter Geschwindigkeit bei den Referenzlüftern ist abzuraten. Die Pumpe hört man nicht heraus, die Lüfter sind immer lauter. Von den oft online beschrieben Lüfterklakern kann ich nichts sagen, mir ist nichts aufgefallen, die Lüfter laufen rund und gleichmäßig. Zur Lautstärke lässt sich zusammenfassend sagen, dass eine BIOS Steuerung das System fast unhörbar leise machen kann, allerdings können die Referenzlüfter auch anders ! Das ist natürlich immer abhängig von der Temperatur, womit wir beim wichtigsten Thema wären. Im Vergleich zum Noctua liegt der Temperaturgewinn bei 5  10 Grad, je nach Gehäuse und Lüfter Ausrichtung. Bei gleicher Lautstärke ist das ein durchaus akzeptables Ergebnis. Mein I7 8700K arbeitet im nicht übertakteten Zustand idle mit ca. 28 - 30 Grad bei einer Raumtemperatur von ca. 20 Grad. Es ist zu erwähnen, dass das Lian Li Gehäuse sehr schlecht durchlüftet ist und der Staubfilter sehr viel Leistung der Lüfter kostet. Im normalen Desktop Betrieb liegt die maximale Temperatur bei rund 35 Grad. Unter Volllast bleibt die CPU unter 60 Grad, ab diesem Wert drehen die Lüfter gemäß der BIOS Einstellung erst auf 1200 RPM hoch. Unter Prime95 (welches mittlerweile nicht mehr unbedingt für Intel geeignet ist) erreicht das System eine Temperatur von maximal 50 Grad. Die Temperaturen sind bei wirklich angenehmer Lautstärke wirklich akzeptabel. Leider konnte ich den Kühler nur auf meiner 95 Watt TDP CPU testen, auf einer 140 Watt TDP CPU sieht das ganze bestimmt anders aus. Hier könnte die geringe Größe des Systems zum Problem werden. Die Installation des Alphacool Eisbear LT 120 erwies sich als nicht gerade einfach und Benutzerfreundlich. Ich habe in meiner IT Tätigkeit bereits hunderte CPU Kühler verschiedenster Art verbaut, so lange wie für das Alphacool Eisbear LT 120 System habe ich allerdings noch nie gebraucht. Die Installation auf der CPU wird via Platte auf der Rückseite des Mainboards vorgenommen, das ist eine bewehrte und sehr gute Methode. Gegenüber lediglich gesteckten CPU Kühlern, kann hiermit der Komplette Kühler sicher verschraubt werden. Leider ist das verschrauben ein Geduldsspiel, da in der Kühlerhalterung keine passenden Vorbohrungen für den entsprechenden Sockel vorhanden sind. Somit muss man die Schrauben solange hin und her schieben und versuchen diese auf dem Mainboard in der richtigen Stellung zu fixieren. Das hat sehr lange gedauert und ich war mir nie sicher ob der Kühler nun wirklich 100% fest und mittig sitzt. Das dabei die Wärmeleitpaste komplett verschmiert wird versteht sich von selbst. Das machen andere Hersteller wirklich besser, das Installationssystem ist wirklich ausbaufähig. Auch die Installation des Radiators erwies sich als schwierig. Ich wollte diesen an der Gehäusewand mit einem Staubfilter versehen. Leider sind die Schrauben so knapp bemessen, dass bei dem Einbau eines Staubfilters, welcher lediglich wenige Millimeter dick ist, die Schrauben einfach zu kurz sind. Somit kann der Kühler nicht mehr am Lüfter befestigt werden. Ich musste Schrauben eines anderen CPU Kühlers verwenden um dieses Problem zu lösen. Es wäre sicher kein Problem gewesen die Schrauben 3-5 mm länger zu produzieren um somit den Einbau eines Staubfilters oder die Befestigung an etwas dickeren Gehäusewänden zu ermöglichen. Rein Optisch macht das Alphacool Eisbear LT 120 System nichts falsch aber sieht auch nicht gigantisch aus. Mittlerweile werden ja überall RGB lichter verbaut, das Alphacool Eisbear LT 120 System leuchtet gar nicht. Mich stört das weniger, mein Gehäuse ist ohnehin geschlossen. Alle Kabel sind gesleevt und die Schläuche sind auch mit Metallfedern umgeben, das dient nicht nur dem Schutz sondern sieht auch noch ganz nett aus. Lediglich die Alphacool Eisbear Universalstecker, zum Verbinden mehrerer Alphacool Eisbear Wasserkühler sind ziemlich klobig und trüben den optischen Gesamteindruck ein wenig. Auch die Lüfter machen keinen sonderlich wertigen oder edlen Eindruck, es sind ganz normale schwarze 120mm Lüfter. Das macht die Konkurrenz besser (Siehe BeQuiet oder Scythe). Abschließend lässt sich sagen: Das System arbeitet sehr leise, kühlt sehr gut und sieht auch ganz nett aus. Ob der Aufpreis zu einem Luftkühler allerdings gerechtfertigt ist wage ich zu bezweifeln. Für aktuell rund 80 ¤ lassen sich auch richtig hochwertige und gegebenenfalls auch leisere Luftkühler anschaffen. Ich würde das System unter diesem Gesichtspunkt nicht kaufen sofern auch eine ordentliche Luftkühlung möglich ist.
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     am 29.04.2018
Ich habe den Eisbär LT120 im Rahmen der "Testers Keepers" Aktion zum Testen erhalten. Das ist die erste Wasserkühlung die ich in meinem PC je in Betrieb genommen habe. Statt einer teilweisen Kopie der Marketingtexte des Herstellers, werde ich die für mich wichtigen und auffälligen Dinge zusammen tragen.

Verpackung
Das Kühlersystem kam, wie von Mindfactory gewohnt, gut verpackt und sehr zügig nach Bekanntgabe meines "Gewinns" an. Der eigentliche Produktkarton ist für ein 120er-System relativ weit gehalten (ich vermute die gleiche Packung wird auch für den 240er verwendet) die Einzelteile des Systems sind sicher und luftig in einen Innenkarton eingelegt.

Inhalt / Lieferumfang
Im Lieferumfang enthalten ist der CPU Kühler mit Radiator, 2 Stk. 120mm Lüfter (4-pin), das allgemeine Montagezubehör für die Montage am Gehäuse, ein Y-Adapter für die Lüfter und jeweils ein systemspezifisches Zubehörpäckchen für Intel bzw. AMD Prozessoren / Mainboards. Zusätzlich gibt es eine Tube Wärmeleitpaste. Die Paste kommt zum besseren Dosieren und Verteilen in einer Spritze und nicht in einer dieser Senftütchen - so muss das.

Design / Verarbeitung
Das gesamte Produktpaket macht einen durchdachten Eindruck. Für das Design gilt der positive Eindruck mit kleinen Abstrichen auch.
Im Punkto Design war ich schon beim Öffnen des Kartons von der ziemlich flachen Bauart des CPU-Aufsatzes überzeugt. Wenn man bedenkt das sich in dem Teilchen auch noch die Pumpe befindet, ist das umso erstaunlicher. Wer, wie ich, bisher auf einen der konventionellen und ziemlich klobigen Luftkühler gesetzt hat, wird hier positiv überrascht. Beim Herausnehmen des Aufsatzes stach mir direkt die Unterseite (Kühlfläche) ins Auge, weil sie aus Vollkupfer gefertigt ist. Der Kopf des Kühlers scheint aus gebürstetem Aluminium zu bestehen und trägt das Firmenlogo.
Das Kühlersystem wird vom Hersteller bereits befüllt und mit dem Radiator verbunden geliefert. Der Radiator ist halt ein Radiator. Relativ schlicht (aber wertig) gehalten und seitlich ebenfalls mit dem Firmenschriftzug versehen. Die Kühler / Radiator Kombi macht inklusive der schwarzen Schläuche eine gute Figur. Einer der Schläuche ist mit Schnellverschlüssen verbunden, was das System für weitere Kühlkomponenten erweiterbar macht.
Leider wirken die mitgelieferten 120mm-Lüfter etwas "günstig". Ich habe bisher ausschließlich beQuiet Lüfter eingesetzt und war von da anderes gewohnt. Das ist nur der optische Eindruck, auf die Technik werde ich noch eingehen.
Wer LED-Beleuchtung o.ä. erwartet, wird hier enttäuscht - mir persönlich ist das aber egal. Ob das bei Flüssigkühlungen überhaupt ein gängiges Feature ist, weiss ich nicht.

Montage / Technik
Vorab ist zu sagen, dass mein PC beim Einbau der Wasserkühlung auch gleichzeitig komplett in ein anderes Gehäuse umgezogen ist (Fractal Design Define S). Grund dafür war, dass ich in meinem alten Gehäuse keine Lüfterausgänge an der Oberseite hatte. Wenn man über eine Wasserkühlung nachdenkt, sollte man den Punkt im Hinterstübchen haben.
In meinem Fall wurde der Kühler auf einen Ryzen 7 1700X aufgesetzt. Die Montage war mit dem AMD-Zubehör + Ryzen Sonderzubehör (mit im Paket) und der knappen aber guten Anleitung kein Problem. Bei AMD muss man vor der Montage mit den Schrauben zunächst die auf dem Mainboard vormontierten Halterungen für die Luftkühlung abschrauben, damit man den Kühler mit der Backplate des Mainboards verbinden kann. Für die Intel-Anhänger hat Alphacool eine separate Backplate in das Zubehörbeutelchen gelegt.
Die Montage von Radiator und Lüfter an der Oberseite des Gehäuses war dagegen leider etwas fummelig. Ich habe nur einen der beiden Lüfter über den Radiator montiert. In dem Fall muss man mit 4 langen Schrauben durch die Löcher des Gehäuses durch die Löcher des Lüfters in die Löcher des Radiators treffen. Da man bei der Montageweise den Lüfter nicht vorab mit dem Radiator verbinden kann, ist das alles ziemlich wackelig und ein kleines Geduldspiel. Beim Einbau bin ich zusätzlich skeptisch gewesen, weil die Lüfter in einem starren, ungefederten bzw. nicht gummiertem Rahmen sitzen und mit Metallschrauben direkt mit dem Gehäuse verbunden werden. Das könnte bei hoher Drehzahl Vibrationen provozieren.
Ich habe eine ziemlich große Grafikkarte (MSI GTX1080 Ti, 11GB). Nach dem Einsetzen der Karte, lagen die Schläuche an der Karte an. Ich musste die Schläuche leicht ineinander verwinden damit sie wieder frei im Gehäuse waren. Die Schläuche sind mit einer langen Feder umwickelt, was das Knicken der Schläuche verhindert, war also kein riesen Ding. In meinem Fall hätten die Schläuche ruhig etwas kürzer sein können. In einem Gehäuse wo das Netzteil oben ist, sollte der Schlauch aber so ok sein wie er ist weil man eine längere Strecke zum Dach überbrücken muss.
Der Eisbär LT120 ist prinzipiell auch für den Einbau in einen Midi-Tower mit Laufwerkseinschüben an der Front geeignet, weil kein sperriger Wasserbehälter oder eine separate Pumpe montiert werden müssen. Die Frage wäre dann, ob die Schläuche noch wie oben dargestellt an den Einschüben vorbei passen.
Nun aber zum Wichtigsten: Der Technik im Praxistest. Beim Einschalten des PCs habe ich bewusst zunächst das Seitenteil des Gehäuses offen gelassen um zu hören was passiert. Erste Wahrnehmung: Schock. Es gluckert und gurgelt aus der Pumpe, die Lüfter drehen hoch. 5-10 Sekunden später hört das Gluckern auf und die Pumpe wird leise. Ich vermute das Wasser musste sich erst mal verteilen. Danach ins BIOS und die Lüfterkonfiguration nach Gefühl auf konstant 600rpm (fast Minimum) angepasst. Lüfter leise, PC leise. So weit so gut. Ich besitze leider kein Messgerät für eine dB-Messung. Auf einer Skala von nicht hörbar bis laut brummend würde ich den Pegel als sehr, sehr leise wahrnehmbar einstufen. Im Leerlauf des Computers kann ich zudem keinerlei Vibration feststellen.
Betrieb auf Last: Für den Betrieb auf Last habe ich mir 3 verschiedene Szenarien gewählt: 1. Overwatch (maximale Grafikeinstellung, 2560x1440, 144FPS); CoD WWII (maximale Grafikeinstellung, 2560x1440, 144FPS); 3. Prime 95, v29.4. Die Temperaturen und Lüfterumdrehungen habe ich mit dem CPUID HWMonitor ausgelesen. Mein einziger Vergleichswert ist der zuvor installierte EKL Alpenföhn "Ben Nevis". Bei der Betrachtung des Vergleichsergebnisses ist aber zu beachten dass das Gehäuse ebenfalls getauscht wurde.
Ziel meiner Tests war es, herauszufinden wie weit ich gehen kann, ohne die Drehzahl des CPU-Lüfters (als solcher ist der Lüfter oberhalb des Radiators angeschlossen) zu erhöhen.

1. Overwatch
Im ersten Test spielte ich auf besagten Einstellungen etwas mehr als eine Stunde OW. Das Ergebnis hat mich ziemlich überrascht. Mit meinem "alten" Lüfter habe ich vorab 69°C auf der CPU als Referenzwert dokumentiert. Bei dem neuen System liegt der Maximalwert über den Messzeitraum bei 50°C (!!!). Dazu war keinerlei Anpassung der Lüftergeschwindigkeit erforderlich. Erster Eindruck: Wow!

2. CoD WWII
Für dieses Spiel habe ich leider vergessen den Wert zu dokumentieren. Mit dem neuen Lüfter übersteigt die CPU Temperatur allerdings bei o.g. Einstellungen und den 600rpm nie 60°C.

3. Prime 95
Um das volle Potenzial des Eisbären zu testen, habe ich mir Prime 95 in der v29.4 heruntergeladen und eine gute Stunde laufen lassen.
Mit meinem konventionellen Alpenföhn habe ich eine Max-Temperatur von 75°C dokumentiert. Und dabei lief er mit vollen 1500rpm und war gut hörbar.
Bei dem Eisbären stehen nach einer Stunde nur maximal 66°C zu Buche. Und das bei unveränderten 600rpm. Kühlt das Ding? Und ob!

In keinem der 3 Fälle kam es zu den von mir befürchteten Vibrationen im Gehäuse (weil ich die Drehzahl ja auch nie über 600rpm erhöhen musste).
Wie gesagt wurde gleichzeig das Gehäuse getauscht. Ich kann nicht sagen ob das Ergebnis nur auf den Kühler oder auch / vor allem durch den luftigeren Tower zurückzuführen ist.

Fazit
Wegen des deutlichen Aufpreises für wassergekühlte CPU-Kühler habe ich bisher immer die Anschaffung gescheut.
Wer sich fragt ob der technische Vorteil des Eisbär LT120 gegenüber einer Luftkühlung seinen Aufpreis wert ist, dem sei klar gesagt: Ja! Mit aktuell knappen 80,-€ ist der kleinste Eisbär nicht nur verhältnismäßig günstig, sondern hat mein System im Vergleich zum bisherigen CPU-Kühler deutlich abgekühlt und zusätzlich leiser gemacht. Die Montage ist aus meiner Sicht für jedermann und ohne spezifische Vorkenntnisse machbar. Das genaue Beachten der Montageanleitung und etwas Geduld und Fingerspitzengefühl vorausgesetzt. Der einzige Makel des Systems besteht aus meiner Sicht in den ungedämpften Lüftern. Da ich die Lüfter aber quasi in jeder Anwendung auf dem Minimum laufen lassen kann, verursacht das in der Praxis keine Probleme. Design-Enthusiasten mag eventuell der letzte Pfiff fehlen.
Wer lediglich eine Wasserkühlung für seine CPU sucht, ist mit dem Eisbär LT120 sehr gut beraten. Wer allerdings das System vergrößern möchte und noch weitere Komponenten kühlen möchte, wird sicherlich nicht an dem LT240 bzw. LT360 vorbei kommen.
4,5 / 5 - ich runde an der Stelle großzügig auf.
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