FAQ: SSD-Festplatten

Wichtige Fragen & Antworten

Allgemeines

Was ist SSD?

Die Abkürzung "SSD" bezeichnet den Festplattentyp "Solid State Drive", zu Deutsch: Halbleiter-Laufwerk. SSD-Speicher sind schnelle Festplatten ohne rotierenden Speicher. Für das elektronische Speichermedium werden Flash-basierte Speicherchips und SDRAMs verwendet. SSDs überzeugen mit sehr schnellen Zugriffszeiten, einem robusten Aufbau sowie einem lautlosen Betrieb. Aus diesem Grund werden sie herkömmlichen Magnetspeicher-Laufwerken vorgezogen. Da SSD-Speicher kaum Kühlung benötigen, kommen sie vermehrt in mobilen Geräten zum Einsatz.

Wie funktioniert die SSD?

Das Speichern auf einer SSD funktioniert über Halbleiter. Somit entspricht die Speichermethode der einer Speicherkarte oder eines USB-Sticks. Da eine SSD keinen Lese- und Schreibkopf besitzt oder über weitere mechanisch bewegliche Teile verfügt, erfolgt der Datenzugriff deutlich schneller als bei einer HDD.

Wenn Sie Daten auf einer SSD speichern, spielt sich Folgendes ab:

  1. Die Dateien werden vom SSD-Microcontroller in einzelne Datenblöcke zerlegt.
  2. Diese werden gleichmäßig auf verschiedene Speicherzellen der Flash-Speicherbausteine verteilt und gesichert.
  3. Der Microcontroller prägt sich dabei ein, in welcher Speicherzelle welche Informationen zu finden sind.

Durch die Datenverteilung werden die Speicherzellen geschont und sind somit langlebiger.  

Wie schnell sind SSD-Festplatten?

Die Geschwindigkeit einer SSD hängt immer davon ab, wie sie in einem PC-System angebunden ist. Ausschlaggebend sind dabei die Schnittstellen-Technik und das Protokoll, das oftmals von den Nutzern vernachlässigt wird. Vor allem das NVMe-Protokoll beschert der SSD-Festplatte einen merklichen Tempozuwachs.

Was ist der Unterschied zwischen SSD und HDD?

Vorab zur Erklärung: Das Akronym "HDD" steht für "Hard Disk Drive" und bezeichnet eine gewöhnliche Festplatte. HDDs speichern Daten auf rotierenden Magnetscheiben - Solid State Drives hingegen legen Daten auf sogenannten Flash-Speicherchips ab. Sie sind demzufolge Speichermedien ohne bewegliche Bauteile.

Nicht nur die Datenspeicherung führt zu Unterschieden zwischen SSD und HDD, sondern auch deren physischer Aufbau sowie die Geschwindigkeit der Datenübertragung. SSDs sind kleiner und leichter als HDDs. Zudem punkten sie mit kürzeren Zugriffszeiten und höheren Datenraten. Hinsichtlich der Anschaffungskosten haben HDDs die Nase vorn, da sie um einiges preiswerter sind als die kompakten SSD-Festplatten.

Was ist besser: SSD oder HDD?

Für welche Festplatte Sie sich am Ende entscheiden, ist davon abhängig, welche Ansprüche Sie an eine Festplatte stellen.

  SSD HDD
Vorteile
  • neuere Technologie, die sich rasend schnell weiterentwickelt
  • kürzere Ladezeiten für Spiele, Anwendungen und Filme
  • leichter und widerstandsfähiger gegen Bewegungen und Stürze
  • geräuschlos
  • verbraucht weniger Energie
  • hält PC, in dem sie verwendet wird, kühler
  • allgemein bekannte und erprobte Festplatten-Technologie
  • preiswerter
  • immense Speicherkapazität (10 TB) - optimal geeignet für den Betrieb von Servern, NAS-Laufwerken oder als Backup für große Datenmengen
  • kann beliebig oft beschrieben, gelöscht, formatiert und erneut beschrieben werden
Nachteile
  • geringere Speicherkapazität (4 TB)
  • teurer in der Anschaffung
  • langsamer
  • geringere Haltbarkeit
  • höherer Energieverbrauch
  • nicht stoßfest
  • kann recht laut und warm werden
Was ist SSHD?

Solid State Hybrid Drives sind Hybrid-Festplatten, die sich aus einer magnetischen Festplatte und einem zusätzlichen Flash-Speicher zusammensetzen. Auf dem schnellen Flash-Speicher befinden sich in den meisten Fällen das Betriebssystem und Daten, auf die Sie besonders häufig zugreifen. Er dient als Datenpuffer für Schreib- und Lesezugriffe. Zudem soll der Flash-Speicher für kürzere Zugriffszeiten sorgen. Der Festplatten-Controller legt die von den Magnetscheiben gelesenen Daten zusätzlich im besagten Speicher ab. Dort werden sie dann mit SSD-Tempo gelesen.

Was ist eine externe SSD-Festplatte?

Externe SSD-Festplatten können wie auch externe 2,5-Zoll-HDD-Festplatten als mobile Datenspeicher genutzt werden. Das SSD-Modell muss dabei jedoch nicht so groß sein.

Die externen SSD-Festplatten stellen eine praktische Alternative sowie Ergänzung zum klassischen Datenträger dar. Möchten Sie beispielsweise eine große Menge an Daten transferieren, sind normale Exemplare schnell überfordert - externe Festplatten hingegen nicht. Zudem überzeugen sie mit universellem Einsatz und einem leichten Transport.

Wie oft kann ich eine SSD beschreiben?

SSD-Festplatten haben eine begrenzte Lebensdauer, da sich ihr Speicher bei jedem Schreib- sowie Löschvorgang abnutzt. Jede Speicherzelle hält nur einer gewissen Anzahl von Schreibzyklen stand, die jedoch von Modell zu Modell variiert. Doch keine Sorge: Die Wahrscheinlichkeit, dass SSD-Speicherzellen kaputt gehen, ist äußerst gering.

Wenn möglich, investieren Sie in eine SSD mit einer höheren Speicherkapazität als Sie eigentlich benötigen. So umgehen Sie Speicher-Engpässe und verlängern die Lebensdauer der Festplatte.

Wie warm darf eine SSD werden?

Data Retention:

Data Retention gibt an, wie lange Daten am Ende der Lebensdauer einer SSD bei verschiedenen Temperaturen gespeichert werden können. Eine SSD-Festplatte ist am Ende ihrer Lebensdauer, wenn das Maximum an Schreib-Lösch-Zyklen erreicht ist. Laut JEDEC (Standardisierungsorganisation für SSDs) können Daten bei 40°C ein Jahr gesichert werden, bei 85°C lediglich für zwei Tage.

Betriebstemperatur:

Die meisten SSDs halten laut Herstellerangaben Temperaturen von 0°C bis zu 70°C stand. Grund dafür sind elektronische Komponenten wie beispielsweise der Controller. Dieser sollte wie auch CPUs und GPUs nicht zu heiß werden, da er sonst einen Schaden davontragen könnte.

Ausstattung

Wie viel GB brauche ich bei einer SSD?

Das kommt darauf an, in welchem Umfang Sie die SSD nutzen möchten. Wer lediglich das Betriebssystem und ausgewählte Programme auf der SSD ablegen möchte und zusätzlich eine HDD-Platte verbaut, ist auch mit weniger Speicherplatz bestens beraten.

Die SSD-Festplatte ist das einzige Laufwerk im Rechner und Sie wünschen viel Platz für Filme, Musik sowie Dokumente? Dann benötigen Sie ein größeres Modell. Die maximale Speicherkapazität von SSDs liegt derzeit bei 4 TB.

Was ist IOPS bei SSD?

Die Abkürzung IOPS steht für "Input/Output Operations Per Second" und bezeichnet einen Leistungswert für elektronische Speichermedien. IOPS gibt an, wie viele Eingabe- sowie Ausgabe-Befehle bei einer SSD pro Sekunde möglich sind. Die Messangabe kann dabei noch genauer angegeben werden:

  • Total IOPS (durchschnittliche Anzahl von Ein- und Ausgaben pro Sekunde)
  • Read IOPS (durchschnittliche Anzahl von Ausgaben pro Sekunde)
  • Write IOPS (durchschnittliche Anzahl von Eingaben pro Sekunde)

Generell gilt: Je höher der IOPS-Wert, desto schneller der Datenträger.

Welche SSDs gibt es?

Hier die vier wichtigsten SSD-Formfaktoren im Überblick:

  • 2,5-Zoll-SATA: Aufgrund ihrer Größe von 2,5 Zoll ist diese SSD mit nahezu jedem Laufwerksschacht kompatibel. Beim Einbau der Festplatte müssen nicht einmal die Schnittstellenkabel getauscht werden. Der Anschluss erfolgt über ein SATA-Verbindungskabel. Diese Variante eignet sich nicht nur für Laptops und PCs, sondern auch für Server - sowohl als Haupt- als auch als Zwischenspeicher.
  • mSATA: Dieses SSD-Modell ist nur ein Achtel so groß wie das zuvor beschriebene Laufwerk. Aus diesem Grund gestaltet sich der Einbau einer mSATA-SSD etwas anders. In der Regel wird sie in einem mSATA-Sockel auf das Motherboard gesteckt. Aufgrund der geringen Größe eignet sie sich für Mini-Geräte oder kann als zweites Laufwerk in einem Computer fungieren.
  • M.2: Eine M.2-SSD ist sogar noch kleiner. Die winzige Laufwerk-Lösung befestigen Sie ebenfalls über einen M.2-Sockel am Mainboard. Sie bietet sich als Hauptspeicher für Ultrabooks und kleine Tablets an.
  • PCIe: Dieser SSD-Formfaktor wird wie eine Karte auf der Leiterplatine eingesteckt. Der Festplattenspeicher wird fast gleichermaßen wie eine Grafikkarte verbunden.
Was ist eine SATA-SSD?

SATA ist eine geläufige Übertragungsschnittstelle für Festplatten. SSDs, die mit der SATA-3-Technik (auch SATA 600 oder SATA6G genannt) ausgestattet sind, verfügen über den derzeit schnellsten SATA-Anschluss. Der Anschluss wird mit dem Protokoll AHCI betrieben, das ursprünglich für herkömmliche Festplatten entwickelt wurde.

SATA-SSDs weisen eine maximale Geschwindigkeit von 500 bis 600 MB/s auf. Dabei kann eine Lesegeschwindigkeit von circa 550 MB/s erwartet werden. 

Was ist eine PCIe-SSD?

Eine PCIe-SSD steigert die Leistung, indem sie die SATA-Schnittstelle für PCIe "befreit". Im Vergleich zu den bisher maximal 10 Kanälen stehen somit bis zu 25 Kanäle (sog. Lanes) zur Verfügung. Je nach Anzahl der Lanes und dem verbauten PCIe-Standard können somit maximale Datenraten bei Schreib- und Leseoperationen erreicht werden. Aus diesem Grund bietet sich die SSD insbesondere für Puffer- und Caching-Anwendungen an. Ein weiterer Vorteil gegenüber SATA-SSDs ist die Nutzung des schnelleren NVMe-Protokolls.

SSD: Was bedeutet NVMe?

Das Akronym NVMe steht für "Non-Volatile Memory Express" und bezeichnet eine Software-Schnittstelle (Protokoll) aus dem Jahr 2011, die es schafft, Laufwerke über PCI Express zu verbinden - ohne dass dafür ein herstellerspezifischer Treiber benötigt wird.

Im Gegensatz zu AHCI-SSDs sind NVMe-SSDs in der Lage, direkt mit der CPU zu kommunizieren.

Was bringt NVMe?

NVMe sorgt dafür, dass SSD und Prozessor auf direktem Weg miteinander kommunizieren können. Das bedeutet: Die Festplatte ist geradewegs mit den PCIe-Lanes des Prozessors verbunden. Eine Umleitung über den Chipsatz wird somit hinfällig. Das NVMe-Protokoll schafft nicht nur eine neuartige Parallelisierung von Datenanfragen der CPU an die SSD, sondern beseitigt auch den SATA-Flaschenhals, der SSD-Transferraten drastisch limitiert.

Das folgende Beispiel zeigt den enormen Fortschritt durch NVMe:

Während die Warteschlange bei einem herkömmlichen AHCI-Protokoll nur maximal 32 Befehle enthalten kann, verfügt NVMe über bis zu 65.536 Warteschlangen, die gleichzeitig bearbeitet werden können. Somit erhöht sich auch die Anzahl der Befehle pro Schlange auf 65.536. NVMe stellt demzufolge die beste Option für die immer schneller werdenden Flash-Speicher dar.

SSD: Was ist eine M.2-Schnittstelle?

M.2 ist eine Spezifikation für interne Erweiterungskarten auf PC-Mainboards sowie Notebooks. Die im Jahr 2012 vorgestellte Schnittstelle ist der Nachfolger von mSATA. Anfangs war die Schnittstelle ausschließlich unter der Bezeichnung "Next Generation Form Factor" (NGFF) bekannt.

Im Gegensatz zu ihren Vorgängern ist M.2 flexibler in der Verwendung sowie ihrer Schnittstellenvielfalt. So können über M.2 nicht nur SATA-Signale transportiert werden, sondern auch USB und PCIe. Aus diesem Grund können erweiterte Funktionen wie Karten mit WLAN, Bluetooth, GPS oder auch NFC genutzt werden.

Was bringt eine M.2-SSD?

Die neue Schnittstelle für SSDs ist definitiv eine Überlegung wert, da Festplatten so noch viel schneller sind als mit einer SATA-3-Anbindung. Die verbesserte Schreib- und Lesegeschwindigkeit ist selbst bei der täglichen PC-Nutzung sowie beim Gaming deutlich spürbar. Außerdem lassen sich große Datenmengen im Handumdrehen transferieren. Voraussetzung dafür ist jedoch: Das Ausgangsgerät muss per PCIe-3.0-x4 angebunden sein.

Ein weiterer Pluspunkt der M.2-SSD: Sie ist klein und kompakt und nimmt nur wenig Raum in Laptops ein. Aus diesem Grund könnten zukünftig sogar Ultrabooks mit einem wechselbaren SSD-Speicher ausgestattet werden.

SSD: Welche Speichertechnologien gibt es?

Je mehr Bits pro Zelle, desto günstiger, aber auch langsamer und weniger ausdauernd wird die SSD-Speicherart.

  • Single-Level-Cell (SLC): Da SLC-Speicher nur ein Bit sichern können, sind sie die schnellsten und langlebigsten Flash-Speicher. Sie bieten sich demzufolge vorrangig für geringere Kapazitäten an. Aus diesem Grund verwenden viele SSD-Hersteller den Speicher nicht mehr, sondern nutzen die 1-Bit-Technik für einen Pseudo-SLC-Cache. Dieser beschleunigt die Lese- und Schreibgeschwindigkeit bei SSD-Festplatten mit TLC- und QLC-Speichern.
  • Multi-Level-Cells (MLC): Flash-Speicher, die zwei Bits speichern können, tragen die Bezeichnung MLC. Da MLC-Speicher sehr schnell und langlebig sind, sind MLC-SSDs bei gleicher Kapazität teurer als andere Festplatten.
  • Triple-Level-Cell (TLC): In einem TLC-Speicher können drei Bits pro Zelle untergebracht werden. Die Speichertechnologie wird häufig verwendet, da sie einen guten Kompromiss zwischen Geschwindigkeit, Langlebigkeit und Kosten abbildet.
  • Quadruple-Level-Cell (QLC): Diese Speichertechnologie sichert vier Bits. QLC-Speicher begünstigen den Bau preiswerter SSDs mit einer höheren Datendichte und damit einhergehend mit einer größeren Kapazität. Ein Nachteil: Der Flash-Speicher ist vor allem beim Schreiben langsamer als die MLC- und TLC-Variante.
  • V-Nand (3D-Nand): Hierbei sind die Speicherzellen eines Chips nicht nebeneinander, sondern untereinander angeordnet. Somit kann die SSD-Kapazität bei gleicher Ausgangsfläche gesteigert werden.

Top-Produkte

Welche sind die besten SSDs?

SSD-Festplatten sind die Lösung, um Ihren PC spürbar schneller zu machen. Aktuelle Modelle überzeugen nicht nur mit Schnelligkeit, sondern auch mit einem fairen Preis-Leistungsverhältnis. Die Produktpalette an SSDs ist riesengroß. Aus diesem Grund herrscht oftmals Verwirrung, welche SSDs zu den Besten gehören. In unserem SSD Ranking haben wir die Top-Modelle für Sie aufgelistet! 

Welche SSD für Gaming?

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der besten SSDs 2020 für Gaming (laut Only4Gamers.de):

SSD Was zeichnet das Modell aus?
Addlink S70-1TB beste Preis-Leistungsverhältnis 
Samsung 970-EVO-PLUS Top Performance 
Samsung 860-EVO beste SATA-SSD
Crucial MX500 günstige SATA 
Gigabyte Aorus-NVMe-Gen4 heftige PCIe-4.0
Silicon Power A55-SSD-1TB sehr preiswert
WD Blue-SN500 günstige NVMe 
Welche SSD für PS4?

Wie auch PCs und Notebooks profitiert die PlayStation 4 von einer SSD. Die Festplatte sorgt zwar nicht für mehr FpS (Frames pro Sekunde), aber für kürzere Ladezeiten. Entscheidend ist dabei, welches PS4-Modell Sie besitzen. Während die SATA-Controller der Original-PS4 sowie PS4 Slim SATA-II unterstützen und über eine Bandbreite von 3 GBit/s verfügen, punktet die PS4 Pro mit SATA-III und einer Bandbreite von 6 GBit/s. 

Für welche SSD Sie sich am Ende entscheiden, hängt davon ab, wie viel Geld Sie ausgeben möchten. Sie sollten mindestens eine SSD mit 960 GByte in Betracht ziehen. Eine gute Wahl ist die 1-TByte große SSD Western Digital Blue. 

Kompatibilität

Kann ich eine SSD in jeden PC einbauen?

Prinzipiell passen SSDs in die meisten handelsüblichen PCs. Um kein Risiko einzugehen, überprüfen Sie die folgenden Kriterien:

  • Stromversorgung: Das Netzteil muss einen Anschluss für die SSD-Stromversorgung aufweisen.
  • Mainboard-Anschluss: Wenn Sie sich für eine 2,5-Zoll-SSD entschieden haben, benötigt der PC einen SATA-Anschluss. Da die Schnittstelle seit vielen Jahren Standard ist, verfügen selbst ältere PC-Modelle über den Anschluss. M.2-SSDs hingegen verlangen nach einem M.2-Slot, der vor allem in moderneren Computern vorhanden ist.
  • Einschub: Die SSD benötigt einen passenden Einschub. Ist dieser nicht gegeben, kann ein Rahmen für Halt sorgen.

Mehr Informationen finden Sie außerdem in unserer Kaufberatung zu SSDs.

Kann ich mehrere SSDs einbauen?

Der Einbau einer zweiten SSD-Festplatte ist problemlos möglich. Achten Sie im Anschluss darauf, dass Sie das AHCI im BIOS aktivieren.

Welche SSD für Laptop?

Wenn Sie eine SATA-SSD in ein Notebook einsetzen möchten, spielt vor allem die Größe der Festplatte eine wichtige Rolle. Üblicherweise sind die Exemplare für Laptops 2,5 oder 1,8 Zoll groß. In Bezug auf die Bauhöhe können Sie zwischen 7 und 9,5 Millimetern wählen. Ebenfalls zu beachten: Der verbaute SATA-Standard des Geräts. Verfügt das Notebook über einen älteren Standard und Sie setzen ein sehr schnelles SSD-Laufwerk ein, können Sie nicht von den Fähigkeiten der SSD profitieren.

Bei Unsicherheiten, welche Festplatte zu Ihrem Laptop passt, lesen Sie auf der jeweiligen Herstellerseite nach.

Tipps & Tricks

Wie erkenne ich, ob ich eine SSD habe?

Um herauszufinden, ob in Ihrem PC-System eine HDD oder SSD verbaut ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir zeigen zwei Vorgehensweisen:

Defrag:

  1. Öffnen Sie das Programm durch Betätigen der Windows- sowie R-Taste.
  2. Es erscheint das Fenster des Defragmentierungstools von Windows.
  3. Unter dem Punkt "Medientyp" sehen Sie, welche Festplattenart verbaut ist.

Powershell:

  1. Starten Sie die PowerShell-Konsole und geben Sie folgenden Befehl ein: "Get-PhysicalDisk".
  2. In der Spalte "MediaType" wird angezeigt, ob es sich um eine SSD oder HDD handelt.

Beide Tools zeigen Ihnen darüber hinaus weitere Informationen zur eingebauten Festplatte an.

Welche Daten auf die SSD?

Für eine optimale Performance empfehlen wir, neben einer SSD mit 128 beziehungsweise 256 GByte in eine zusätzliche Festplatte mit mehreren TByte zu investieren. Vor allem kleine Dateien, auf die Sie wahlfrei zugreifen, sollten auf der SSD gespeichert werden. Größere Dateien wie Videos, Bilder- und Audiodateien, sind auf einer HDD besser aufgehoben.

Kurzum: Auf die SSD gehören das Betriebssystem, die Auslagerungsdatei und diverse Anwendungen. Hinzu kommen temporäre Dateien wie der Browser-Cache.

Wie installiere ich eine SSD?

Für den Einbau einer SSD benötigen Sie keine großen Vorkenntnisse oder handwerkliches Geschick. Achten Sie vor allem auf den Formfaktor und die Gehäusegröße. Und so geht's:

  1. PC-Gehäuse öffnen.
  2. SSD in den dafür vorgesehenen Laufwerksschacht beziehungsweise Steckplatz einsetzen und festschrauben.
  3. Bei einer SATA-SSD müssen Sie nun das Strom- und SATA-Anschlusskabel anbringen. Anschließend können Sie das Gehäuse wieder schließen.
  4. Die BIOS-Erkennung der SSD erfolgt automatisch. Falls Sie die SSD nicht als Boot-Laufwerk nutzen möchten, sind keine weiteren Einstellungen nötig.
Warum muss ich meine Festplatte initialisieren?

Dafür gibt es drei Gründe:

  1. Die neue HDD/SSD wird vom PC nicht erkannt: Sie haben eine neue externe Festplatte angeschlossen, die Ihnen im Windows Explorer nicht angezeigt wird? Bevor Sie die Festplatte verwenden, müssen Sie diese initialisieren.
  2. Der Fehler "Festplatte nicht erkannt/initialisiert" wird angezeigt: Diese Fehlermeldung kann unter Windows 10, 8 und 7 erscheinen, wenn Sie die Festplatte öffnen möchten.
  3. LDM kann nicht auf die Festplatte zugreifen: Falls das Dateisystem der Festplatte nicht GPT oder MBR ist, tritt dieser Fehler auf.
Wie initialisiere ich eine SSD?

Lösung 1: Die SSD-Festplatte mit einer Drittanbieter-Software initialisieren

  1. Um zu verhindern, dass Ihre Daten verloren gehen, sichern Sie diese auf einer Festplatte.
  2. Laden Sie nun die Drittanbieter-Software "EaseUS Partition Master Free" herunter und starten Sie das Programm.
  3. Wählen Sie "MBR neu erstellen" aus, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Festplatte klicken.
  4. Suchen Sie die passende Betriebssystem-Version aus.
  5. Überprüfen Sie in der oberen linken Ecke alle noch ausstehenden Operationen und klicken Sie auf "Anwenden".

Lösung 2: Die SSD durch eine Datenträgerverwaltung initialisieren

Für Windows-10/8-Nutzer:

  1. Drücken Sie die Windows- sowie R-Taste. Tippen Sie "diskmgmt.msc" und bestätigen Sie mit "OK".
  2. Suchen Sie nach Ihrer SSD oder HDD. Wählen Sie per Rechtsklick "Datenträgerinitialisierung" aus und stellen Sie das Dateisystem als MBR oder GPT ein.
  3. Starten Sie den PC neu und prüfen Sie, ob Sie Zugriff auf die Festplatte haben.

Lösung 3: SSD durch Diskpart-Befehle initialisieren

  1. Betätigen Sie zunächst die Win- und R-Taste und tippen Sie "diskpart" ein. Drücken Sie Enter und geben Sie "list disk" ein. Erneut durch Enter bestätigen.
  2. Geben Sie "select disk G" ein und drücken Sie Enter. Ersetzen Sie "G" mit dem Laufwerksbuchstaben der nicht initialisierten Festplatte.
  3. Fahren Sie mit "clean" und Enter fort.
  4. Geben Sie "convert gpt" oder "convert mbr" ein und bestätigen Sie mit Enter.
  5. Weiter mit "create partition primary" und Enter.
  6. Es folgt "format quick fs=ntfs" und Enter.
  7. Geben Sie "assign" ein und drücken Sie Enter.
  8. Abschließend tragen Sie "exit" ein und klicken erneut Enter.
Sollte ich eine SSD partitionieren?

Auf jeden Fall. Das Partitionieren einer SSD sorgt nicht nur für Ordnung auf dem PC, sondern ist auch in Notsituationen wie einem Virenbefall sehr nützlich. Wir empfehlen, sowohl eine Partition speziell für das Betriebssystem als auch für die wichtigsten Programme zu erstellen.

Fehlerbehebung

Wie kann ich meine SSD auf Fehler testen?

Wenn Sie Ihre SSD auf mögliche Fehler untersuchen möchten, haben Sie verschiedene Optionen.

Fehler über die Kommandozeile suchen:

  1. Geben Sie in das Suchfeld am linken, unteren Bildschirmrand "CMD" ein.
  2. Mithilfe der rechten Maustaste klicken Sie auf "Eingabeaufforderung" und wählen Sie "Als Administrator ausführen" aus.
  3. Daraufhin öffnet sich die Kommandozeile von Windows.
  4. Tippen Sie "CHKDSK/f" und warten Sie auf eine Frage.
  5. Wählen Sie "J" und bestätigen Sie mit Enter.
  6. Bevor Sie den PC neustarten, wird die Systempartition auf fehlerhafte Sektoren und Defekte untersucht.

Externe Tools:

Ein empfehlenswertes Programm, das die S.M.A.R.T-Daten (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) Ihres Systems ausliest, ist zum Beispiel DHE Drive Info.

Ist meine SSD kaputt?
  • Bestimmte Daten können nicht gelesen werden: Das System hat möglicherweise festgestellt, dass sich die Daten in fehlerhaften Blöcken befinden. Ist dies der Fall, können Sie nichts auf der SSD lesen.
  • Das Dateisystem muss repariert werden: Erhalten Sie eine Fehlermeldung in Windows, die Ihnen mitteilt, dass der PC/das Gerät repariert werden muss, handelt es sich vermutlich um einen fehlerhaften Block oder ein Schnittstellen-Problem mit der SSD. Für diese Art des Defekts werden Sie von verschiedenen Betriebssystemen aufgefordert, das Built-in Dateisystem-Reparatur-Tool zu verwenden.
  • PC stürzt mehrfach während des Startvorgangs ab: Falls das Problem auch nach Betätigen der Reset-Taste nicht behoben ist, befindet sich Ihre SSD-Festplatte wahrscheinlich am Ende ihrer Lebenszeit.
  • SSD wird schreibgeschützt: Ein Schaden der Festplatte liegt vor, wenn sie ohne Ihr Handeln schreibgeschützt ist und alle Schreibvorgänge abwehrt.
  • Festplatte läuft langsam: Lässt die Lesegeschwindigkeit Ihrer SSD nach, ist sie möglicherweise defekt. Überprüfen Sie mithilfe eines Tools zur Optimierung der Speicherkarte, ob sie danach wieder schneller liest und schreibt.
Was tun, wenn die SSD nicht erkannt wird?
  • Überprüfen Sie, ob die SSD ordnungsgemäß eingesetzt wurde. Sitzen Daten- und Stromkabel fest und am richtigen Anschluss?
  • Versuchen Sie es an einem anderen SATA-Port auf dem Mainboard. Es könnte sein, dass der von Ihnen gewählte Anschluss defekt ist. Ebenfalls ein Versuch wert: Probieren Sie andere Kabel für den Festplatten-Anschluss.
  • Kontrollieren Sie, ob das neueste BIOS-Update für Ihr Mainboard installiert ist.
  • Falls die SSD immer noch nicht erkannt wird, deaktivieren Sie das AHCI im BIOS. Rufen Sie dafür das BIOS auf und ändern Sie den AHCI-Modus auf "Disabled".
Was tun, wenn die SSD zu heiß wird?

Überschreitet die SSD-Festplatte die 60-Grad-Marke, sollten Sie handeln. Wir zeigen verschiedene Vorgehensweisen:

  • Schalten Sie den PC aus und nehmen Sie ihn vom Strom. Öffnen Sie das Laptop-Gehäuse und überprüfen Sie, ob alle Lüfter frei liegen.
  • Staub ist oft dafür verantwortlich, Lufteinlässe und/oder Lüfter zu blockieren. Kontrollieren Sie, ob das der Fall ist.
  • Funktioniert der Lüfter noch ordnungsgemäß? Untersuchen Sie in diesem Zusammenhang, ob sämtliche Kabel und Steckverbindungen an Ort und Stelle sitzen.
  • Um weitere Fehlerquellen auszuschließen, bauen Sie sie an einem Alternativ-Gerät ein. Wird die Festplatte auch da heiß, liegt es an dem Speichermedium. Falls nicht, ist es möglicherweise der Lüfter.
Werden SSDs langsamer, wenn sie voll sind?

Es stimmt, dass eine Solid State Drive mit der Zeit an Geschwindigkeit verliert - vor allem bei häufiger Nutzung. Wenn Sie Dateien auf einer SSD-Festplatte löschen, entfernt das Betriebssystem die Daten nicht, sondern stellt lediglich freien Platz auf dem Speichermedium zur Verfügung und streicht die Datei aus dem Inhaltsverzeichnis. Bevor Sie eine Speicherzelle neu befüllen können, muss diese vor dem Schreiben geleert werden. Techniken wie TRIM und Garbage Collection sorgen im Hintergrund dafür, dass Speicherzellen gelöscht werden. Diese arbeiten jedoch nur im Leerlauf und nehmen viel Zeit in Anspruch.

Abhilfe schafft ein Secure Erase (spezielles SATA-Kommando), bei dem alle Speicherzellen der SSD gelöscht werden. Legen Sie deshalb vorher ein Image der SSD an. Nach Ausführung des halbstündigen Programms ist die SSD wieder vollständig leistungsstark.

Kann ich eine SSD formatieren?

Ja! Eine SSD zu formatieren, ist unkompliziert und im Handumdrehen erledigt. Bei einer Neuformatierung können Sie gespeicherte Daten löschen, um die Festplatte in ihren Ausgangszustand zurückzusetzen. Das bietet sich an, wenn Sie die SSD verkaufen oder verschenken möchten.

Kann ich eine SSD defragmentieren?

Das Defragmentieren (Organisieren der Daten) einer SSD ist zwar möglich, erweist sich jedoch als wenig sinnvoll. Da die Daten einer SSD auf Speicher-Chips abgelegt werden, können sie viel schneller abgerufen werden als bei einer HDD. Die Defragmentierung würde die Daten zwar ordnen, aber den Abruf-Vorgang nicht optimieren. Zudem wird durch häufiges Defragmentieren die Lebenszeit der SSD verkürzt.

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