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18 Jahre Erfahrung - Mindfactory Aktiengesellschaft

Hinweis

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hier aufgeführten Daten wird keine Haftung übernommen.

Allgemein:

Modell: LC-35NAS
Festplatten inkludiert: ohne Festplatten
Anzahl HDD Einschübe: 1x
Einschub Formfaktor: 3.5"
Anschlüsse: 1x Gb LAN, 1x USB 2.0
Farbe: weiss

5 Sterne

5 Sterne: LC-Power LC-35NAS ohne Festplatten

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4 Sterne

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3 Sterne

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geschrieben am 05.03.2013 von U.
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geschrieben am 05.03.2013 von U.  (Verifizierter Kauf)

Bisher hatte ich meinen lautlosen HTPC im Wohnzimmer im Dauerbetrieb als Fileserver und Druckerserver betrieben. Da ich den Drucker nun zentral an meinem neuen DSL-Router betreiben kann, wollte ich den Fileserver auch noch auslagern, um den HTPC wegen der ständig steigenden Strompreise nur noch zum Filme schauen anzuschalten.

Gesucht wurde also ein kleines stromsparendes NAS für genau eine große Festplatte (kein RAID, da ich Backups lieber auf separaten Laufwerken sichere). Dieses Gerät passte laut Beschreibung genau zu meinen Anforderungen, nur der Preis lag etwas über meiner ursprünglichen Vorstellung. Aber da der HTPC 40 Watt verbraucht und in Zukunft nur noch wenige Stunden am Tag an sein wird, würde ich pro Jahr 60 bis 70 Euro an Stromkosten einsparen und sich die Investition in das NAS in einem Jahr lohnen.

Leider habe ich vorher so gut wie keine Rezensionen zu diesem Gerät gefunden, deshalb nun für alle Interessierten meine Erfahrung mit dem Gerät:

Den ersten Schreck gab es beim Auspacken des Gerätes. Die CD mit der Installationssoftware (vor allem zum Einstellen der IP-Adresse) und der Anleitung war nicht im Karton. Damit war der Abend erstmal gelaufen, da das Gerät ohne Einrichtung im Netz nicht gefunden wird. Auf der Website von LC-Power findet man die Software für dieses Gerät auch nicht - also eine Mail an den Support. Zu meiner Überraschung hatte ich gleich am nächsten Morgen, eine halbe Stunde nach Beginn der Support-Zeiten eine Mail mit der nötigen Software und Handbuch im Postfach. Dafür ein großes Lob. Das Wochenende war gerettet. Die Web-Oberläche des Gerätes ist übersichtlich und intuitiv. Neue Freigaben und Benutzer mit unterschiedlichen Rechten lassen sich schnell einrichten

Da der geringe Stromverbrauch eines der Kaufkriterien war, habe ich es natürlich sofort an ein Strommessgerät angeschlossen (zwar nur ein einfaches von einem Kaffeehändler, aber in der Regel ausreichend). Die Ernüchterung kam sofort beim einstecken des Steckernetzteils. Mag ja sein, dass das NAS für sich genommen im Standby weniger als 1 Watt beansprucht, aber allein das Netzteil ohne angeschlossenes Gerät hat schon 5 bis 6 Watt auf die Anzeige bebracht. Warum wirbt man mit dem geringen Stromverbrauch des Gerätes, wenn man so schlechte Netzteile verwendet? Ich habe mir jetzt für 9,50 Euro ein Steckernetzteil gekauft, dass wirklich weniger als ein Watt im Standby verbraucht. Auch hier zahlt sich die zusätzliche Investition bereits nach einem Jahr aus. Für den Preis hätte ich aber gleich ein vernünftiges Netzteil erwartet.

Da man bei dem NAS einstellen kann, dass die Platte bei Nichtbenutzung nach einer Weile heruntergefahren wird, liegt der Verbrauch nun bei 3-4 W im Standby und 10 W im Dauerbetrieb. Beim Starten lag die Spitze bei 19 W, was von meinem Ersatz-Netzteil gerade noch abgedeckt wird.

Das nächste Problem war die Lautstärke des eingebauten Lüfters. Dieser ist nur 4 cm groß und ist bei offenen Türen auch zwei Räume weiter noch zu hören, was für mich ein Ausschlusskriterium wäre. Testweise habe ich den Stecker des Lüfters abgezogen und die Temperaturwerte der Platte über das Web-Frontend des NAS beobachtet. Nach zwei Stunden Dateien kopieren ist die Temperatur der Festplatte auf 43 Grad gestiegen (der Grenzwerte meiner verwendeten WD Eco Green liegt wohl bei 50 Grad). Allerdings war das Gehäuse danach noch recht lange warm, weil die Wärme nicht so einfach auch dem Gehäuse einweichen konnte. Ich habe mich also entschieden, das Gerät zu behalten und ein paar Reihen 6 mm Löcher in die Oberseite des Gehäuses gebohrt, was eine Rückgabe nun ausschließt. Die höchste Festplattentemperatur, die ich seit dem beobachtet hatte, waren 42 Grad und das Gehäuse erhitzt sich weniger als vorher. Mein DSL-Router ist jedenfalls deutlich wärmer als das NAS, so dass es hier keine Probleme mit der Elektronik geben sollte.

Zur Geschwindigkeit kann ich nicht viel Verlässliches sagen, da ich ein paar noch nicht gelöste Stabilitätproblem mit meinem GBit-Netzwerk habe. Zwischen zwei Windows-PCs brechen Verbindungen immer mal wieder zusammen. Beide PCs liefern auch unterschiedliche Werte beim Zugriff auf das NAS. Die höchste Leserate vom NAS waren bis jetzt 43 MB/s und beim Schreiben 32 MB/s. Wenn die Platte im Standby war und man auf das Laufwerk zugreift, dauert es ca. 10 Sekunden, bis das Verzeichnis wieder zur Verfügung steht.

Neben Samba-Freigaben kann man die Verzeichnisse auch per ftp oder WebDAV freigeben. Außerdem ist ein BitTorrent-Downloader integriert. Ich verwende zwar nur die Samba-Freigaben, habe aber wegen der Netzwerkprobleme auch mal ftp ausprobiert. Dabei hat sich das Gerät allerdings bei einer Störung komplett aufgehängt und ließ sich nur durch Ziehen des Steckers wiederbeleben.

Aufgrund des schlechten Netzteils und des sehr lauten Lüfters würde ich eigentlich nur 3 Sterne vergeben. Da sich aber beide Probleme mit etwas Aufwand lösen ließen und das Gerät meine Anforderungen nun perfekt erfüllt, gibt es vier Sterne von mir.

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